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    <title>CULTURall: SCHAUSPIELHAUS ZÜRICH</title>
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    <language>de-de</language>
    <pubDate>Wed, 22 Feb 2012 04:14:59 GMT</pubDate>
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    <category>Aufführungen</category>
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      <title>CULTURall</title>
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      <title>Heute: Illusionen (von Iwan Wyrypajew)</title>
      <description><![CDATA[Vier Spieler, zwei Frauen und zwei Männer, betreten die Bühne, um die Geschichte von vier alten Liebenden zu erzählen. Die beiden miteinander verstrickten Paare Sandra und Danny sowie Margret und Albert – jeweils weit über achtzig – blicken auf lange Ehen und tiefe Freundschaften zurück. Nun stellen sie sich und einander letzte Fragen: Kann Liebe nur auf Gegenseitigkeit beruhen? Hat sie nichts einzufordern, sondern nur zu geben? Ist die Liebe stärker als der Tod? Doch das Leben lässt sich nicht als eine einheitliche Geschichte erzählen; die Erinnerungen setzen sich aus Episoden zusammen – die vier Liebenden offenbaren, korrigieren und isolieren einzelne Splitter ihrer Biographie, sie bedienen sich aus einem Fundus von Details und Kleinigkeiten. Nicht die objektiven Lebensdaten formen die Identität, sondern die unbestimmten Gefühle. Die Lebenserinnerung – eine einzige Erfindung? Die vier Darsteller bieten, wenn sie von Sandra, Danny, Margret und Albert erzählen, ein „Spiel der Illusionen“. Wie in Corneilles Stück, das Wyrypajew als Motto dient, entfaltet sich das Leben „in seinem Auf und Ab … in Trugbildern, die sich geben wie leibhaftige Gestalten“. Zwischen Sein und verschiedenen Ebenen des Scheins entspinnt sich ein Theater auf dem Theater, komisch, entnervend, täuschend. <br /><br /> Iwan Wyrypajew, geboren 1974, ist einer der wichtigsten russischen Dramatiker seiner Generation. Er stammt aus Sibirien, hat dort Schauspiel und anschliessend in Moskau Regie studiert. Seit 2001 arbeitet Wyrypajew mit seiner zehnköpfigen Theatertruppe in Moskau als Autor, Regisseur und Schauspieler am „Zentrum Neues Drama: Theater.doc“. Vor allem durch seine Stücke „Sauerstoff“ und „Juli“ ist er auch im deutschsprachigen Raum bekannt geworden.<br /><br />Regie: Julia Burger <br />Bühne: Barbara Pfyffer <br />Kostüme: Reto Keiser <br />Licht: Adrian Fry <br />Dramaturgie: Meike Sasse]]></description>
      <pubDate>Wed, 22 Feb 2012 16:30:00 GMT</pubDate>
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      <title>Morgen: Der ideale Mann (von Oscar Wilde)</title>
      <description><![CDATA[Der anerkannte Parlamentarier Sir Robert Chiltern wird wegen seines makellosen und vorbildlichen Charakters von seiner Frau, Lady Gertrud Chiltern, als „idealer Mann“ verehrt. Sie ahnt nichts – oder will nichts ahnen – von seinen dunklen Seiten, zu denen unter anderem Hab- und Machtgier sowie Skrupellosigkeit gehören. Robert Chiltern machte sein Vermögen, indem er einem wesensverwandten Börsenspekulanten wichtige Kabinettsgeheimnisse anvertraut hatte. Es gelingt ihm, sein damaliges Vorgehen geheimzuhalten, bis Mrs. Cheveley, eine ehemalige Schulkollegin Lady Chilterns, auftaucht. Sie erpresst Robert mit seinem brisanten Geheimnis, um seine Unterstützung für ein Projekt zu gewinnen, in das sie eigenes Geld investiert hat. Roberts engstem Freund, Lord Arthur Goring, der selbst einmal kurz mit Mrs. Cheveley intim war, gelingt es schliesslich, die unbequeme Erpresserin auszutricksen. Und so endet alles mit einem Happy End … <br /><br /> Oscar Wildes „An Ideal Husband“ wurde 1895 am Londoner Haymarket Theatre uraufgeführt. Der Titel dieser von Erpressung, politischer Korruption und Heuchelei erzählenden Komödie lautete im Deutschen üblicherweise „Der ideale Gatte“ oder „Ein perfekter Ehemann“; Elfriede Jelinek nennt ihre Neufassung, die in der Schweiz erstmals aufgeführt wird, „Der ideale Mann“. Und das ist natürlich nicht der einzige Unterschied: Wie schon in Elfriede Jelineks Bearbeitung von Oscar Wildes „The Importance of Being Earnest“ („Ernst ist das Leben“) bilden monströse Männer und Frauen die Bestandteile einer emotional und intellektuell ausgehöhlten, selbstgerechten Gesellschaft, die gerade deshalb so reibungslos funktioniert, weil jeder sich nur noch für sich selbst und sein eigenes Fortkommen interessiert. So erscheint die politische Intrige nicht als Ausnahme, sondern als wesenhafter Bestandteil der Politik. Und die Unfähigkeit zur Menschlichkeit als prägendes Charakteristikum des Menschen.<br /><br />Regie: Tina Lanik <br />Bühne: Stefan Hageneier <br />Kostüme: Su Sigmund <br />Musik: Rainer Jörissen <br />Licht: Frank Bittermann <br />Dramaturgie: Thomas Jonigk]]></description>
      <pubDate>Thu, 23 Feb 2012 18:00:00 GMT</pubDate>
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      <title>Premiere: Faust 1-3 (von Johann Wolfgang von Goethe )</title>
      <description><![CDATA[<b>Premiere: 08. März 2012</b>, Pfauen<br /><br />mit dem Sekundärdrama „FaustIn and out“ von Elfriede Jelinek (Uraufführung)<br /><br />Ein Faust, zwei Schauspieler, drei Teile – der dritte freilich nicht von Goethe, sondern von Elfriede Jelinek. Vorerst aber spielen sich die beiden Männer durch die klassischen Verse aus der Tragödie erster Teil und unternehmen Ausflüge in den zweiten. Sie durchstreifen Goethes in über 60 Jahren entwickeltes Opus Magnum, wechseln die Rollen und hinterfragen die Sätze. Ihr Weg ist weit, ihr Anspruch unbescheiden: „Der ganze Kreis der Schöpfung“ will ausgemessen werden, es gehe „vom Himmel durch die Welt zur Hölle“. Faust, der verunsicherte Wissenschaftler, will erkennen, was die Welt „im Innersten zusammenhält“, sein Alter Ego Mephisto eröffnet ihm neue, ungeahnte Möglichkeiten. Die Reise gerät immer mehr zum rauschhaften Trip: Ineinander gehen Suizidversuch und Euphorie, wahnhafte Ideen und fleischliches Begehren, ökonomische Erfindungen und kriminelle Taten. Das weibliche Idol der Antike vor Augen sieht Faust die schöne Helena bald „in jedem Weibe“. Jetzt könnte Gretchen kommen und Fausts Tragödie könnte ihr zweites Gesicht zeigen: das der Liebe und der Zerstörung …<br /><br />„Faust“, das bis heute meistgespielte deutsche Drama, stand am Schauspielhaus Zürich zuletzt 1957/58 auf dem Spielplan. In der Inszenierung durch den tschechischen Regisseur Dušan David Pa&#345;ízek (zuletzt „Das Käthchen von Heilbronn“) meldet sich in Goethes Welt, wie eine störende Gästin, Elfriede Jelineks neuer Theatertext „FaustIn and out“ – ein „Sekundärdrama“ über Frauen in Kerkern.<br /><br />Regie: Dušan David Pa&#345;ízek <br />Bühne: Dušan David Pa&#345;ízek <br />Kostüme: Kamila Polívková <br />Musik: Roman Zach <br />Licht: Christoph Kunz <br />Dramaturgie: Roland Koberg]]></description>
      <pubDate>Thu, 8 Mar 2012 18:00:00 GMT</pubDate>
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      <title>Premiere: FaustIn and out (Elfriede Jelineks Uraufführung exklusiv im Pfauen-Keller)</title>
      <description><![CDATA[<b>Premiere: 08. März 2012</b>, Pfauen/Musikzimmer<br /><br />Wenn im Pfauen der „Faust“ beginnt und die Gelehrtentragödie ihren Lauf nimmt, dann dauert es, bis die Frauenrollen an die Reihe kommen. Solange spielen Sarah Hostettler, Miriam Maertens und Franziska Walser im Keller des Pfauen „FaustIn and out“ von Elfriede Jelinek, ein sogenanntes Sekundärdrama – die österreichische Nobelpreisträgerin versteht darunter ein Begleitstück, das nicht ohne das Original gezeigt werden dürfe.<br /><br />Etwa 30 ZuschauerInnen bietet sich die exklusive Möglichkeit, diese partiell auf die Pfauen-Bühne übertragene „Sekundärinszenierung“ live mitzuerleben, mit separaten Eintrittskarten für nur 29.95 CHF (Legi 19.95 CHF). Bei jeder „Faust 1–3“-Vorstellung, zur gleichen Beginnzeit, begibt sich das „FaustIn and out“-Publikum hinab ins erste Untergeschoss („Musikzimmer“). Angeregt durch reale Ereignisse (Fall Fritzl) erfährt die Gretchentragödie bei Jelinek eine moderne Übermalung, in der es die Väter selbst sind, die für ihre Töchter den Kerker bereithalten und mit Dämmschutz versehen. Die Eingekerkerten bilden einen Kreis, nach dem Motto: „Wir sind in Frauenform im Frauenforum mit dabei. Wir sind immer dabei, wo es um die Frau geht. Wir sind in bester Form, wenn auch in weiblicher.“ <br />Bei der Kartenvergabe werden Frauen bevorzugt behandelt, Besammlung ist am Bühneneingang Pfauen, Zeltweg 5.<br /><br />Regie: Dušan David Pa&#345;ízek <br />Bühne: Dušan David Pa&#345;ízek <br />Kostüme: Kamila Polívková <br />Musik: Roman Zach <br />Licht: Christoph Kunz <br />Dramaturgie: Roland Koberg]]></description>
      <pubDate>Thu, 8 Mar 2012 18:00:00 GMT</pubDate>
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      <title>Premiere: Richard III (von William Shakespeare)</title>
      <description><![CDATA[<b>Premiere: 31. März 2012</b>, Pfauen<br /><br />Richard, hässlich und verkrüppelt, ungeliebt und zum Lieben nicht fähig, beschliesst „ein Bösewicht zu werden“. Sein Ziel: Die Erringung der Königskrone. Doch an dieses Ziel gelangt er nur, indem er über Leichen geht, und das im wahrsten Sinne des Wortes: Opfer auf seinem skrupellosen und blutigen Weg sind seine Brüder George, Herzog von Clarence, und der regierende König Eduard IV. sowie dessen Kinder. Richard handelt frei von Empathie, ohne Schuldgefühle oder moralische Bedenken, er kann und will der Gesellschaft nicht vergeben, dass sie ihn zum Aussenseiter, zum Ausgestossenen gemacht hat. Auf perverse Weise ist er in seinem Handeln brillant und konsequent, in seiner Effizienz unwiderstehlich. Ihn, den Missgebildeten, umgibt die Erotik der Macht. Seine grössten Feinde und Feindinnen erliegen seiner Faszination: Shakespeare hat mit Richard III. auch einen der grössten Verführer der Theaterliteratur insgesamt geschaffen. Und doch bleibt Richard einer der einsamsten Helden. Geistig und rhetorisch brillant, steht er in vollem Bewusstsein darüber, sich schuldig gemacht zu haben und ungeliebt geblieben zu sein. Für das Ungeheuer, das er ist, empfindet er kein Mitgefühl, nicht einmal im Sterben. <br /><br /> Das 1593 entstandene Drama „Die Tragödie von König Richard III.“ („The Tragedy of King Richard the Third“) über den historischen König gleichen Namens schliesst an den dritten Teil von „Heinrich VI.“ an und ist der letzte Teil der Shakespeareschen York-Tetralogie. In seiner Verknüpfung von Gewalt und Erotik ist es bis heute eines der faszinierendsten Werke von William Shakespeare geblieben, auch deshalb, weil der Autor uns zu einem beunruhigend intimen Umgang mit seinem Titelhelden zwingt. In der Tat ist das Publikum unfähig, sich Richards überwältigendem Zauber zu entziehen. Und es wird nolens volens zu seinem Komplizen.<br /><br />Regie: Barbara Frey <br />Bühne: Penelope Wehrli <br />Kostüme: Bettina Munzer <br />Licht: Rainer Küng <br />Dramaturgie: Thomas Jonigk]]></description>
      <pubDate>Sat, 31 Mar 2012 18:00:00 GMT</pubDate>
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      <title>Geschichten aus dem Wiener Wald (von Ödön von Horváth)</title>
      <description><![CDATA[Volksstück in drei Teilen<br /><br />Draussen im Wienerwald ist in der Luft ein „Singen und Klingen“ zu spüren, drinnen in der Wienerstadt spielt in einer stillen Strasse jemand den Johann Strauss-Walzer „Geschichten aus dem Wiener Wald“. Zarte Melodien und süssliche Idyllen erfüllen Horváths Stück – wenn nur die Menschen danach wären! Aber die zeigen sich bei diesem Dichter gerne von ihrer scheusslichsten Seite, gemäss dem Motto: „Nichts gibt so sehr das Gefühl der Unendlichkeit als wie die Dummheit.“<br /><br /> In Horváths „Volksstück“ laufen die Geschäfte wie immer, nur schlechter: Der Spielwarenladen, den der sogenannte Zauberkönig und seine Tochter Marianne betreiben, steht vor dem Konkurs, der Fleischer Oskar, Mariannes Verlobter, hat nach dem Tod seines „armen Mutterls“ beim Schlachten keine rechte Freude mehr und die alleinstehende „Trafikantin“ Valerie hat sich einem Hallodri ausgeliefert, dem arbeitslosen Alfred, der seine Schulden bei Pferdewetten vergrössert. Doch aus diesen nachbarschaftlich gewachsenen Abhängigkeitsverhältnissen scheint die Liebe plötzlich eine Tür zu öffnen: Marianne entdeckt an der schönen blauen Donau in Alfred ihren Schutzengel. Mit ihm will sie ein neues Leben beginnen, unbeeindruckt von seiner entlarvend zurückhaltenden Antwort: „Du denkst zuviel.“ „Bildungsjargon“ nennt Horváth die Sprache seiner Menschen. Ihr emotionales Unvermögen äussert sich in Sprachlosigkeit und einem Konglomerat aus Zitaten, Floskeln und Phrasen, das umso demaskierender wirkt, je vorgeschobener die intellektuellen Anleihen sind.<br /><br />Regie: Karin Henkel <br />Bühne und Kostüme: Henrike Engel <br />Musik:  Alain Croubalian <br />Licht: Gerhard Patzelt <br />Dramaturgie: Roland Koberg]]></description>
      <pubDate>Sat, 25 Feb 2012 18:00:00 GMT</pubDate>
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      <title>Das Versprechen (nach dem Roman von Friedrich Dürrenmatt)</title>
      <description><![CDATA[In Mägendorf bei Zürich wird die Leiche eines Mädchens gefunden: Die kleine Gritli Moser ist Opfer eines Sexualverbrechens geworden. Der für seine Brillanz und Gefühllosigkeit bekannte Kommissar Matthäi übernimmt den Fall, obwohl er kurz davor steht, Zürich zu verlassen und Karriere bei der jordanischen Polizei zu machen. Als Matthäi Gritlis Eltern die schreckliche Nachricht überbringt, nimmt ihm die Mutter des Mädchens das Versprechen ab, den Mörder zu fassen. Und tatsächlich scheint der Fall bald aufgeklärt: Ein Hausierer, bereits wegen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen vorbestraft, gesteht nach einem mehrstündigen Dauerverhör und erhängt sich. Aber Matthäi ist nicht von seiner Schuld überzeugt und entwickelt einen ausgeklügelten und perfiden Plan, um Gritlis wirklichem Mörder eine Falle zu stellen. Aus dem ehemals so beherrschten, über den Dingen stehenden Kommissar wird ein Besessener, dem das jahrelange Warten den Verstand raubt. <br /><br /> „Das Versprechen“ war ursprünglich ein Auftragswerk für eine Filmerzählung (1957), die Friedrich Dürrenmatt gemeinsam mit dem Regisseur Ladislao Vajda zum Drehbuch für den bekannten Film „Es geschah am hellichten Tag“ mit Heinz Rühmann weiterentwickelte. Nach der Fertigstellung des Drehbuchs machte sich Dürrenmatt noch einmal an die Arbeit und dachte die Geschichte neu und weiter. Der Roman „Das Versprechen“ (1958), dem Dürrenmatt den Untertitel „Requiem auf den Kriminalroman“ gab, entstand. Dürrenmatt arbeitet mit dem Genre des Kriminalromans und führt es gleichzeitig ad absurdum, indem er von einer letztlich nicht kalkulierbaren, dem Zufall anheim gegebenen Welt erzählt, über die sein Kommissar wahnsinnig wird.<br /><br />Regie: Daniela Löffner <br />Bühne: Claudia Kalinski <br />Kostüme: Sabine Thoss <br />Licht: Michel Güntert <br />Dramaturgie: Katja Hagedorn]]></description>
      <pubDate>Sun, 26 Feb 2012 13:00:00 GMT</pubDate>
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      <title>Die erotische Kammer (von und mit Werner Morlang )</title>
      <description><![CDATA[Ein Lesezyklus mit prickelnden Texten, unterkühlter Musik, leidenschaftlichen Schauspielern und glühenden Getränken<br /><br />1906 machte ein auf 1000 Exemplare beschränkter Privatdruck mit dem Titel „Josefine Mutzenbacher oder die Geschichte einer Wiener Dirne, von ihr selbst erzählt“ Furore. Mehr als das Treiben der Heldin überraschte das Aufgebot an Phantasie und Formulierungslaune, die hier am Werk war. Da niemand einer Prostituierten diese gewitzte Plauderseligkeit zutrauen mochte, gerieten mehrere Literaten in Verdacht, das anrüchige Opus geschrieben zu haben. Inzwischen gilt als erwiesen, dass der später weltberühmte „Bambi“-Autor Felix Salten (1869–1945) die „Mutzenbacherin“ ausgeheckt und mit dieser unzimperlichen Prosa sogar sein Meisterwerk vorgelegt hat. Auch heute noch ist es unmöglich, von diesem Schelmenroman aus den Unterleibsregionen Ottakrings nicht amüsiert zu sein.<br /><br />Es liest eine Schauspielerin des Ensembles<br />Szenische Einrichtung: Marco Dahinden <br />Bühne: Lisa Dässler<br />Kostüme: Anja Kerschkewicz]]></description>
      <pubDate>Thu, 1 Mar 2012 19:00:00 GMT</pubDate>
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      <title>Sturm (von William Shakespeare)</title>
      <description><![CDATA[Gastspiel des Wiener Burgtheaters<br /><br />Schwerpunkt Shakespeare: Ende Mai widmet das Schauspielhaus Zürich William Shakespeare ein ganzes Wochenende. Zu sehen sind neben „Der Sturm“ die Inszenierungen „Viel Lärm um nichts“, „Sweet Hamlet“ und „Shakespeares Sonette“.<br /><br />Prosperos Insel ist ein Nirgendirgendwo, ein Reich der Phantasie: Shakespeares Theater. Prospero, vor Jahren auf einer Insel gestrandet, inszeniert dort ein Stück der Strafe, Busse und Umkehr, will die Figuren seines Lebens für ihre Verbrechen zur Verantwortung ziehen. Doch sie kommen über ihre alten Rollen, die Wiederholung vergangener Verbrechen und Intrigen, nicht hinaus. Schliesslich droht Prosperos Spiel von der Bestrafung in Rache umzukippen. Prospero, der Menschlichkeit sucht, ist in Gefahr, sie selbst zu vergessen und findet ausgerechnet durch einen Luftgeist namens Ariel die Kraft zu Gnade und Vergebung. Diese für ihn übermenschliche Anstrengung verlangt ihm alles ab. Am Schluss zerbricht er, erlöst, erleichtert, aber auch resigniert, seinen Zauberstab, der ihm die Macht gegeben hat, über Zauber und Magie zu herrschen.<br /><br />In diesem seinem letzten Stück benutzt Shakespeare erstmals keine literarische Vorlage für seinen Text, sondern erfindet sich selbst eine Welt. In und mit Prospero schafft er eine Konstruktion, die es ihm ermöglicht, den Antagonismus von Tragödie und Komödie aufzuheben. Diese Welt ist die Insel, das Theater, ein Blick auf die Welt, nicht aber die Wirklichkeit selbst. So ist das ganze Stück auch eine Idee in Prospero-Shakespeares Kopf, ein Blatt Papier, das im Laufe des Abends, alle Herrschaftsspiele noch einmal durchlaufend, mit der Vision von einem humanen Ausgleich beschrieben wird. Das Glück der Erfüllung beinhaltet den Verzicht auf Rache und die Erkenntnis der eigenen Unzulänglichkeit.<br /><br />Regie: Barbara Frey<br />Bühne: Bettina Meyer<br />Kostüme: Bettina Munzer<br /><br />In Barbara Freys Wiener „Sturm“-&#8202;Inszenierung gibt es nur drei Schauspieler. Drei zentrale Gestalten — Prospero, Ariel und Caliban — leben in Shakespeares Labor der Phantasie. Sie erfinden und durchleben Machtkämpfe, die bereits auf Becketts „Herr-Knecht“-&#8202;Konstellationen verweisen. Und sie sehnen sich wie das Erdtier Caliban nach Verwandlung: um einer Liebe willen, die denk- und lebbar würde, wäre es ihm nur möglich, Prosperos schöne Tochter Miranda zu werden …<br /><br />20% Ermässigung beim Kauf von Karten beider Pfauen-Inszenierungen „Der Sturm“ und „Viel Lärm um nichs“ Bitte informieren Sie sich an der Theaterkasse, Tel. +41 (0)44 258 77 77.]]></description>
      <pubDate>Fri, 2 Mar 2012 18:00:00 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Tartuffe (de Molière)</title>
      <description><![CDATA[Im Hause von Orgon ist nichts mehr, wie es war: Die Familie erkennt ihr Oberhaupt nicht wieder, seit ein gewisser Tartuffe sich in dessen Herz geschlichen hat. Mit eiserner Hand versucht Orgon die tief religiösen Grundsätze dieses Tartuffe durchzusetzen und ist sogar bereit, dem bigotten Betrüger seine Tochter zu geben und seinen Besitz zu überschreiben. Als Orgon die Augen geöffnet werden, ist es zu spät. Fast.<br /><br /> „Tartuffe“ zählt neben „Der Geizige“, „Don Juan“ und „Der Menschenfeind“ zu den bekanntesten Werken Molières (1622–1673). Molières Truppe brachte „Tartuffe“ 1664 zur Uraufführung und obwohl das versöhnliche Finale dem König schmeicheln musste, verbot dieser das Stück. Die damals in Frankreich massgeblichen katholischen Gotteskrieger fühlten sich angegriffen und setzten in der Folge sogar den Ausschluss der Schauspieler von den Sakramenten durch. Nicht ohne Grund wurde Molières Titelheld zum Synonym für Heuchelei und Frömmelei.<br /><br />Rien ne va plus dans la maison d’Orgon: la famille ne reconnaît plus son chef depuis qu’un certain Tartuffe s’est immiscé dans son cœur. Orgon essaye d’imposer d’une main de fer les sévères principes religieux de ce Tartuffe, il est même prêt à donner à cet imposteur dévot la main de sa fille et à lui transférer ses biens. Lorsque les yeux d’Orgon se décillent, il est trop tard. Ou presque.<br /><br /> „Tartuffe“ fait partie, avec „L’Avare“, „Don Juan“ et „Le Misanthrope“ des œuvres les plus célèbres de Molière (1622–1673). La troupe de Molière créa „Tartuffe“ en 1664, mais alors que la fin conciliante aurait dû flatter le Roi, celui-ci interdit la pièce. Les dévots catholiques, qui à l’époque étaient très influents en France, se sentirent attaqués et imposèrent même par la suite que les acteurs soient exclus des sacrements. Ce n’est pas sans raison que le nom du personnage de Molière est devenu synonyme d’hypocrisie et de bigoterie.<br /><br />Mise en scène/Regie: Eric Lacascade <br />Scénographie/Bühne: Emmanuel Clolus <br />Costumes/Kostüme:Marguerite Bordat <br />Lumière/Licht: Philippe Berthomé <br />Son/Ton: Marc Bretonnière<br /><br />Surtitres en allemand/deutsche Übertitelung Subtext, Dòra Kapusta]]></description>
      <pubDate>Sat, 10 Mar 2012 17:30:00 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>aktuelle Aufführungen</title>
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      <pubDate>Wed, 22 Feb 2012 04:14:59 GMT</pubDate>
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