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Veranstaltungskalender - Terminsuche

vom 16.07.2018 bis 23.07.2018
Ereignisse | Konzert

Bach: Die Cello-Suiten II - Christophe Coin

Kammermusikfest Gstaad

Christoph Coin, Violoncello

Rudolf Sulzenbacher (1967)
«Bistraction» für Violoncello solo
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Suite für Violoncello solo Nr. 3 C-Dur BWV 1009
Sofia Gubaidulina (1931)
Etüde (oder Präludium) für Violoncello solo Nr. 3 «con sordino – senza sordino»
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Suite für Violoncello solo Nr. 2 d-Moll BWV 1008
– Pause –
György Kurtág (1926)
«György Kroó in memoriam» für Violoncello solo
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Suite für Violoncello solo Nr. 6 D-Dur BWV 1012

Nach dem Auftritt in Rougemont setzt Christophe Coin im Temple de Château-d'Œx die Aufführung aller Suiten von Johann Sebastian Bach für Violoncello solo fort, wobei einige zeitgenössische Werke gleichsam als Kontrapunkt eingestreut werden. Am 14
Ereignisse | Tanz

DAVE ST. PIERRE (CA)

NÉANT VOID

Die amüsante Figur mit Bart und blonder Perücke in einem Kleidersack mitten im Publikum ist erst der Anfang. Schon bald schwebt ein aufblasbarer Penis auf der Bühne, und dann folgt das eigentliche Nichts (néant). In seiner inneren Unzufriedenheit und äußeren Leere findet der bei diesem Solo dunstgeborene Kanadier Dave St. Pierre einen erstaunlichen Reichtum an hochkomischen bis geradezu magischen Situationen, röntgenhaften Bildern, kunstvollen Film-Animationen, schnarrenden bis harten Sounds und neurotischen Bewegungen. Ein virtuoser Abgesang auf die verpatzte Welt. Mitreißend, schmerzlich – und nie deprimierend.

Österreichische Erstaufführung
Dauer: 120 min

Preise: € 36,-/25,-/18,-
Ermäßigt: € 30,-/21,-/15,-
Ereignisse | Tanz

SHAMEL PITTS (US)

BLACK VELVET – ARCHITECTURES AND ARCHETYPES

[8:TENSION] YOUNG CHOREOGRAPHERS' SERIES

Aus der Finsternis tauchen zwei Figuren wie lebendig gewordene Skulpturen auf: futuristische Idealtypen mit rasierten Köpfen und nackten Oberkörpern. Feines Licht, kontrastiert von durchdringender Musik, modelliert Muskeln und Konturen. In diesem mitreißenden Tanz erforschen eine Frau und ein Mann, was Geschlecht und Freundschaft, Identität und Liebe in den Dynamiken der Gegenwart bedeuten könnten. Shamel Pitts, ehemals Tänzer der Batsheva Dance Company, und die Tänzerin Mirelle Martins machen dieses Wechselspiel aus gegenseitiger Annäherung, Umarmung und Distanzierung zum emotionalen Höhenflug.

Österreichische Erstaufführung
Dauer: 55 min

Preise: € 18,-
Ermäßigt: € 15,-
Familie | Familienprogramm

Von einem, der auszog, das Gruseln zu lernen

Märchen von Manuel Schöbel nach den Brüdern Grimm (ab 6)

Uraufführung

«Wenn's mir nur gruselte! Wenn's mir nur gruselte!» wünscht sich Karl, der jüngere Sohn des Korbmachers, aus tiefster Seele und versucht es um Mitternacht auf dem dunklen, unheimlichen Kirchturm, bei den Gehenkten auf dem Ziegenberg und schließlich in einem verwunschenen Schloss. Schafft er es, die Gespenster zu besiegen, wird er das halbe Königreich und die Prinzessin zum Lohn bekommen. Er nimmt es also mit großen schwarzen Katzen, einem fahrenden Bett, halben Männern und mit Gerippen auf und erweist sich als viel klüger und gewitzter als alle glaubten. Doch das Fürchten will und will sich nicht einstellen. Bis er plötzlich seine Freundin Suse aus den Augen verliert ...

«Märchenstück mit Grusel- und Spaßfaktor.» MEISSNER TAGEBLATT

junges.studio
Inszenierung: Steffe
Ereignisse | Tanz

KARIN PAUER (AT)

FIVE HUNDRED THOUSAND YEARS OF MOVEMENT

[8:TENSION] YOUNG CHOREOGRAPHERS' SERIESIMPULSTANZ X MUMOK

Eine junge Frau tanzt die kosmische Evolution. Sie stürzt sich in die Geschichte von Allem und bringt mit minimalen Mitteln ein gewaltiges Projekt auf die Bühne. Angesichts der enormen Zeiträume, in denen wir uns bewegen, versucht die Wienerin Karin Pauer, sich in dieses Ereignis-Kontinuum zu integrieren. Mit allen Personen, die sie war, ist und sein wird, feiert sie die Nichtigkeit unseres Daseins, die Macht des ständigen Wandels und das Potenzial des Jetzt. Dafür verändert sie phantasievoll historische Fakten, bricht die Linearität der Zeit und wird selbst zu einem Zeichen der Transformation.

Uraufführung
Dauer: 50 min

Preise: € 18,-
Ermäßigt: € 15,-
Ereignisse | Tanz

PIERRE RIGAL / CIE. DERNIÈRE MINUTE (FR)

STANDARDS

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit! Auf der französischen Trikolore tanzt ausgelassen eine Gruppe temperamentvoller Hip-Hopper mit bunten Gesichtsbemalungen. Sie macht die Nationalflagge zur Spielfläche, löst das politische Symbol unter den Ausdrucksformen ihrer Lebendigkeit auf – bis ein Donner grollt und die Szenerie verändert. Der Choreograf Pierre Rigal aus Toulouse und seine sechs Urban Dancer lassen durchblicken, dass sich etwas ändern muss mit den Formen und Symbolen des Staates. Hier kommt eine junge Generation an, die etwas Besseres will als das, was die Politik derzeit anzubieten hat.

Österreichische Erstaufführung
Dauer: 70 min

Preise: € 25,-
Ermäßigt: € 21,-
Ereignisse | Konzert

Rosamunde

Von Volksliedern und Ländlern bei Schubert I
Menuhin's Heritage Artist I
Kammermusikfest Gstaad

Chiaroscuro Quartett

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Auszüge aus dem «Kunst der Fuge» BWV 1080
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Streichquartett G-Dur op. 18 Nr. 2
– Pause –
Franz Schubert (1797-1828)
Streichquartett Nr. 13 a-Moll D 804 «Rosamunde»

Das neu geschaffene Programm «Menuhin’s Heritage Artists» soll die künstlerische Verbundenheit von besonders talentierten jungen Musikern fördern und dem Publikum die Möglichkeit geben, ihre Entwicklung über Jahre hinweg zu verfolgen. Das von der Geigerin Alina Ibragimova (einer der letzten Schülerinnen Lord Menuhins) geleitete Quatuor Chiaroscuro kann dafür als Beispiel stehen. Es eröffnet in diesem Jahr den grossen Kammermusikzyklus «Von Volksliedern und Ländlern bei Schubert», der elf Abende umfasst und bis Ende August d
Aufführungen | Oper

Die Puritaner

von Vincenzo Bellini

England im Bürgerkrieg. Die Botschaft der puritanischen Pilgerväter, die noch eine Generation zuvor zum Exodus nach Amerika gezwungen waren, hat das eigene Land erfasst. Wir erleben eine Gesellschaft im spirituellen Aufbruch. Ihre Soldaten sind keine Söldner mehr, sondern Gläubige, die für ihre Familien, ihre Werte und ihre Freiheit streiten. Mit Hinrichtung des mit den Katholiken paktierenden Königs Karl I. macht Oliver Cromwell den Weg frei für eine protestantische Republik. Doch noch zerfleischt sich das Land im Bruderkrieg. Mit der Feier des Sonnenaufgangs beginnt der Tag auf der von Katholiken belagerten Puritaner-Feste Plymouth, eine Hochzeit soll ihn krönen. Elvira, Tochter des puritanischen Generalgouverneurs, erfährt, dass der für sie ausgesuchte Bräutigam kein anderer als ihr gel
Familie

WELLE. Auf und ab, vor und zurück

Di – Do / 17.7.– 19.7. / 10 – 13 Uhr
Workshop (mehrtägig)
Angebote für: Kinder 6 – 12 Jahre

Auf der Welt werden viele Sprachen gesprochen. Wie können sich Menschen durch Körpersprache verständigen? Gemeinsam mit anderen tauschst du dich aus, wer welche Sprachen und (Tanz-)Bewegungen kennt. Im Museum holst du dir Inspirationen für Bewegungsformen aus der ganzen Welt. Unterstützt durch eine Tänzerin entwickelst du mit anderen eine Performance, die am letzten Tag des Workshops im Museum aufgeführt wird.

Kosten: 36 EUR
Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr.
Anmeldung erforderlich bis drei Werktage vor Veranstaltungsbeginn. Begrenzte Teilnehmerzahl.

Ausstellung: Hello World. Revision einer Sammlung
Sammlung: Nationalgalerie
Familie | Familienprogramm

Die goldene Ganz oder was wirklich kleben bleibt

Märchen von Peter Kube nach den Brüder Grimm, Musik von Jörg Kand
(ab 5)

Zum Golde drängt doch alles, selbst wenn es nur ein goldiges Federvieh ist. Frei nach den Brüdern Grimm erleben wir die Geschichte vom gutherzigen «Dummling» Klaus, der von seinen Brüdern Kunz und Franz in der familieneigenen Schusterwerkstatt alle anstehenden Arbeiten zu erledigen hat, während seine Brüder über ihre nahe Zukunft als steinreiche Männer phantasieren. Aber auch Klaus hat einen Traum: Er fertigt in seiner knappen Freizeit feine schöne Tanzschuhe für ein Mädchen, in welches er sich irgendwann einmal über beide Ohren verlieben wird. Darüber können seine Brüder nur lachen und überhäufen ihn mit weiteren Arbeiten. Doch wie im Märchen üblich, entpuppt sich der vermeintlich Dumme am Ende als der eigentlich Weise. Klaus teilt im Wald mit einer alten Frau, welche eine Hexe ist, seine
Ereignisse | Tanz

OFELIA JARL ORTEGA (SE)

B.B. (MUSEUMSVERSION)

[8:TENSION] YOUNG CHOREOGRAPHERS' SERIES
IMPULSTANZ X MUMOK

B.B. wie in b und nicht a, wie in B-seite, wie in Babe, Baby, BB, wie in Brigitte Bardot, wie in Zweien, und als etwas, das die wissen, die’s wissen. Eine Fan-Fiction für Museum und Bühne – wie in Baby und Butch, wie B.B. In diesem fiktiven Prequel zu ihren Arbeiten Forever (2017) und Shredder (2018) widmet Choreografin Ofelia Jarl Ortega gemeinsam mit Komponist Patrik Patsy Lassbo und Tänzerin Alexandra Tveit den strategischen Potentialen von Objektivierung. Ein Konzert mit low pitch Autotune-Gesang und verführerischem Tanz, ganz für das Publikum und subtile Annäherungen an die techno-erotische Sensibilität unserer Zeit.

Uraufführung
Dauer: 60 min

Preise: € 18,-
Ermäßigt: € 15,-
Ereignisse | Tanz

SHAMEL PITTS (US)

BLACK VELVET – ARCHITECTURES AND ARCHETYPES

[8:TENSION] YOUNG CHOREOGRAPHERS' SERIES

Aus der Finsternis tauchen zwei Figuren wie lebendig gewordene Skulpturen auf: futuristische Idealtypen mit rasierten Köpfen und nackten Oberkörpern. Feines Licht, kontrastiert von durchdringender Musik, modelliert Muskeln und Konturen. In diesem mitreißenden Tanz erforschen eine Frau und ein Mann, was Geschlecht und Freundschaft, Identität und Liebe in den Dynamiken der Gegenwart bedeuten könnten. Shamel Pitts, ehemals Tänzer der Batsheva Dance Company, und die Tänzerin Mirelle Martins machen dieses Wechselspiel aus gegenseitiger Annäherung, Umarmung und Distanzierung zum emotionalen Höhenflug.

Österreichische Erstaufführung
Dauer: 55 min

Preise: € 18,-
Ermäßigt: € 15,-
Ereignisse | Konzert

«Fleurs mélodiques des Alpes»

Von Volksliedern und Ländlern bei Schubert II

Danae Dörken, Klavier

Felix Mendelssohn (1809-1847)
Variations sérieuses op. 52
Franz Schubert (1797-1828)
12 Ländler D 790
Felix Mendelssohn (1809-1847)
Fantasie fis-Moll op. 28
– Pause –
Franz Liszt (1811-1886)
Aus «Fleurs mélodiques des Alpes» S. 156 («Album d'un voyageur», Band II):
Nr. 5 (Andante molto espressivo)
Nr. 9 (Andantino con molto sentimento)
Frédéric Chopin (1810-1849)
Klaviersonate Nr. 3 h-Moll op. 58

Am 16. Juli 2016 eröffnete Danae Dörken den Zyklus «Jeunes Etoiles» mit einer fulminanten Darbietung von Schuberts «Wanderer-Fantasie». Zwei Jahre danach bestreitet sie in Gsteig einen grossen Klavierabend mit «Fleurs mélodiques des Alpes», einem musikalischen Blumenstrauss, den Liszt in seinem «Album d’un voyageur» zusammengetragen h
Familie | Kinderprogramm

Tapetenwechsel!

Mi – Fr / 10 – 13 Uhr / 18.7. – 20.7.2018 (dreitägig)
Workshop (mehrtägig)
Angebote für: Kinder 9 – 12 Jahre

Wie sieht es in deinem Zimmer aus? Sind die Wände mit Tapete beklebt, gestrichen oder verputzt? Hängen Poster oder Bilder? Hast du Lust, etwas Neues auszuprobieren? Im Pergamonmuseum sammelst du Ideen und Skizzen für deine neue Wandgestaltung. Du siehst dir die Wände des reich verzierten Aleppo-Zimmers an. Du experimentierst mit verschiedenen Drucktechniken und entwirfst eine Tapete. Dabei nutzt du Stifte, Pinsel, Farben, Stempel, Schablonen, Strukturrollen und andere Materialien.

Kosten: 36 EUR
Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr.
Anmeldung erforderlich bis drei Werktage vor Veranstaltungsbeginn. Begrenzte Teilnehmerzahl.

Ausstellung: Isl
Familie | Familienprogramm

Das Geheimnis der Hebamme

Von Sabine Ebert | Nach dem gleichnamigen Roman für die Bühne adaptiert von Odette Bereska
(empfohlen ab 12)

Uraufführung

Das Stück entführt in die mittelalterliche Welt von Aberglaube, Intrigen und Gewalt. Die junge Hebamme Marthe muss fliehen, da der Burggraf, nach der Totgeburt seines Kindes, ihr Leben bedroht. Sie schließt sich Siedlern an, die in die Mark Meißen ziehen. Angeführt werden sie von Christian, einem Ritter in Diensten des Markgrafen von Meißen. Im „Dunklen Wald“ gründet er zusammen mit ihnen Christiansdorf, das spätere Freiberg. Als dort Silber gefunden wird, entbrennen blutige Kämpfe um die Eigentumsrechte. Während Christian für das Wohlergehen der Dorfbewohner kämpft, wüten die Ritter des Markgrafen selbstherrlich unter den Siedlern. Als Hexe verschrien, ist vor allem Marthe Gefahren ausgesetzt. Christian ist seit ihrer ersten Begegnung von Marthe fasziniert. Wenn sie am End
Ereignisse | Tanz

CHOY KA FAI

DANCE CLINIC

Jetzt wird alles wieder gut, denn Doktor Choy ist gekommen. Choreograf_innen und Performer_innen können aufatmen, denn sie sind eingeladen, Choy Ka Fais Tanzklinik zu besuchen. Zur Untersuchung angemeldet haben sich Florentina Holzinger, Darlene Litaay und Jereh Leung. Ihre künstlerischen Arbeitsweisen werden von einer speziellen Künstlichen Intelligenz diagnostisch bewertet. Dafür misst der Herr Doktor unter anderem die persönliche Präsenz, die Intensität des Bewusstseins, die individuellen Schwächen und Stärken. Und natürlich gibt es auch Therapiepläne zur Optimierung des kreativen Potenzials.

Österreichische Erstaufführung
Dauer: 80 min

Preise: € 36,-/25,-/18,-
Ermäßigt: € 30,-/21,-/15,-
Ereignisse | Tanz

KARIN PAUER (AT)

FIVE HUNDRED THOUSAND YEARS OF MOVEMENT

[8:TENSION] YOUNG CHOREOGRAPHERS' SERIESIMPULSTANZ X MUMOK

Eine junge Frau tanzt die kosmische Evolution. Sie stürzt sich in die Geschichte von Allem und bringt mit minimalen Mitteln ein gewaltiges Projekt auf die Bühne. Angesichts der enormen Zeiträume, in denen wir uns bewegen, versucht die Wienerin Karin Pauer, sich in dieses Ereignis-Kontinuum zu integrieren. Mit allen Personen, die sie war, ist und sein wird, feiert sie die Nichtigkeit unseres Daseins, die Macht des ständigen Wandels und das Potenzial des Jetzt. Dafür verändert sie phantasievoll historische Fakten, bricht die Linearität der Zeit und wird selbst zu einem Zeichen der Transformation.

Uraufführung
Dauer: 50 min

Preise: € 18,-
Ermäßigt: € 15,-
Ereignisse | Tanz

PIERRE RIGAL / CIE. DERNIÈRE MINUTE (FR)

STANDARDS

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit! Auf der französischen Trikolore tanzt ausgelassen eine Gruppe temperamentvoller Hip-Hopper mit bunten Gesichtsbemalungen. Sie macht die Nationalflagge zur Spielfläche, löst das politische Symbol unter den Ausdrucksformen ihrer Lebendigkeit auf – bis ein Donner grollt und die Szenerie verändert. Der Choreograf Pierre Rigal aus Toulouse und seine sechs Urban Dancer lassen durchblicken, dass sich etwas ändern muss mit den Formen und Symbolen des Staates. Hier kommt eine junge Generation an, die etwas Besseres will als das, was die Politik derzeit anzubieten hat.

Österreichische Erstaufführung
Dauer: 70 min

Preise: € 25,-
Ermäßigt: € 21,-
Ereignisse | Konzert

«Sonaten für das Clavier mit dem Accompagnement einer Violin» Sir András Schiff & Yuuko Shiokawa

Kammermusikfest Gstaad

Sir András Schiff, Klavier
Yuuko Shiokawa, Violine

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Violinsonate Nr. 27 G-Dur KV 379
Violinsonate Nr. 32 B-Dur KV 454
– Pause –
Violinsonate Nr. 21 e-Moll KV 304
Violinsonate Nr. 35 A-Dur KV 526

Sie sind beide Erben der grossen mitteleuropäischen Tradition – sie durch ihr Studium bei Sándor Vegh in Salzburg, er durch das ungarische Blut in seinen Adern. Somit bewegen sie sich auf vertrautem Terrain, wenn sie sich den grossen Violinsonaten Mozarts zuwenden. Sir András Schiff und Yuuko Shiokawa sind zudem miteinander verheiratet und beweisen uns, dass in diesen Werken des reifen Mozarts die Violine keineswegs nur eine begleitende Funktion hat.
Ereignisse | Ausstellung

Es läuft wie geschmiert

Qiwei Zhang

Sabine Bachem, Vorsitzende des Vereins Virtuell Visuell, der die Maschinenhalle regelmäßig mit Kunstausstellungen bespielt, führt in die Ausstellung "Es läuft wie geschmiert" Qiwei Zhangs ein.
"Qiwei Zhang arbeitet wie ein Bühnenbildner", so der langjährige Direktor der Kunsthalle Recklinghausen, Ferdinand Ullrich. Die Leinwand ist für Zhang "ein Ort, der Dinge ermöglicht, die außerhalb des Bildes keine Existenzmöglichkeit haben. Auf diese Weise entstehen eigene Welten und eine eigene Geschichte, die sich allein auf die Bilddinge berufen kann. Die Erzählungen sind aber eingebunden in ein Höchstmaß an malerischer Perfektion. Alle Methoden stehen dem Künstler zur Verfügung. Dabei ist immer häufiger ein konzeptuelles Moment zu beobachten. Malerei […] überschreitet die Gattungsgrenzen, etwa d
Ereignisse | Konzert

Schalmei - Chalémie

KATHARINA BÄUML, Schalmei, Alt-, Tenorpommer
MARTINA FIEDLER, Truhenorgel

Schalmei, Chalémie, Shawm, Ciaramella? Auch wer nur gelegentlich ins Konzert geht, kennt die barocken Vorfahren der modernen Orchesterinstrumente; deren Vorgänger in Mittelalter und Renaissance aber sind wohl den wenigsten vertraut. Wer etwa hat heute den Klang einer Schalmei, der Großmutter der Oboe, im Ohr oder den des Pommers, einer tiefen Schalmei? Zwar ist die Schalmei in der Volksmusik des westlichen Mittelmeerraums, der Bretagne oder des Orients bis heute prominent, doch im europäischen Konzertsaal wurde sie ab dem 17. Jh. von der Oboe verdrängt. Dies faszinierende Instrument zu rehabilitieren, ist die führende Schalmei-Spezialistin Katharina Bäuml angetreten. Mit ihrer Duo-Partnerin Martina Fiedler an de
Familie | Familienprogramm

Das Geheimnis der Hebamme

Von Sabine Ebert | Nach dem gleichnamigen Roman für die Bühne adaptiert von Odette Bereska
(empfohlen ab 12)

Uraufführung

Das Stück entführt in die mittelalterliche Welt von Aberglaube, Intrigen und Gewalt. Die junge Hebamme Marthe muss fliehen, da der Burggraf, nach der Totgeburt seines Kindes, ihr Leben bedroht. Sie schließt sich Siedlern an, die in die Mark Meißen ziehen. Angeführt werden sie von Christian, einem Ritter in Diensten des Markgrafen von Meißen. Im „Dunklen Wald“ gründet er zusammen mit ihnen Christiansdorf, das spätere Freiberg. Als dort Silber gefunden wird, entbrennen blutige Kämpfe um die Eigentumsrechte. Während Christian für das Wohlergehen der Dorfbewohner kämpft, wüten die Ritter des Markgrafen selbstherrlich unter den Siedlern. Als Hexe verschrien, ist vor allem Marthe Gefahren ausgesetzt. Christian ist seit ihrer ersten Begegnung von Marthe fasziniert. Wenn sie am End
Familie | Familienprogramm

Die Sonne

Musikmärchen von Reinhard Lakomy (Musik) und Monika Ehrhardt (Buch)
(ab 5)

Reinhard Lakomys TRAUMZAUBERBAUM bringt immer wieder kleine und große Zuschauer auf der Felsenbühne Rathen zusammen. Die Fangemeinde wächst jedes Jahr. Seit 2006 war über viele Jahre in der Inszenierung DER REGENBOGEN (Eigenproduktion der Landesbühnen Sachsen) das Abenteuer von Benjamin, Quingel und der Vogelscheuche zu erleben. Jetzt kehrt der finstere Gru-Gru erneut zurück: In der Lieder-Geschichte DIE SONNE müssen sich die bekannten Freunde wieder dem Bösewicht in den Weg stellen.

Der Gift-und-Gallenstein-Gru-Gru will die Sonne vom Himmel holen. Dazu braucht er aber Verbündete. Das sind der Haifischgeneral Messerzahn und der Höllenfürst Lichterloh. Gru-Gru verspricht, die Sonne mit ihnen zu teilen, jeder bekommt ein Drittel. Messerzahn will das Licht der Sonne, damit nur er alle vers
Ereignisse | Konzert

Bach meets Gershwin

GALA Today's Music

Nigel Kennedy & Band

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Sonate für Violine solo Nr. 1 g-Moll BWV 1001
oder
Partita für Violine solo Nr. 3 E-Dur BWV 1006
Nigel Kennedy (1956)
«Jerusalem» für Violine, 2 Gitarren, Violoncello und Bass
– Pause –
George Gershwin (1898-1937)
Songs:
Summertime (aus «Porgy and Bess»)
The Man I Love (aus «Lady, Be Good!»)
Oh, Lady Be Good! (aus «Lady, Be Good!»)
How Long Has This Been Going On? (aus «Funny Face»)
Our Love Is Here to Stay
u. a.

Die abgeschirmte Welt der klassischen Musik erschien ihm schon immer zu eng. Nachdem er von Menuhin zur «grossen» Musik geführt wurde, gelingt ihm 1989 sein erstes Glanzstück mit der bei EMI erschienenen Aufnahme der «Vier Jahreszeiten» von Vivaldi. Mit mehr als 2 Millionen verkauften
Ereignisse | Tanz

CHOY KA FAI

UNBEARABLE DARKNESS

Für ihn ist der japanische Butoh-Tanz „eine Rebellion gegen die westliche Tanzkultur und die Suche nach einer neuen choreografischen Sprache“. Choy Ka Fai ist in Wien seit seinem Projekt Soft Machine im Weltmuseum bei ImPulsTanz 2015 bekannt. Jetzt beschwört er den Geist des anarchistischen, 1986 verstorbenen Butoh-Erfinders Tatsumi Hijikata. In dieser „paranormalen“ Performance mit Hijikata als Erscheinung und faszinierend gespenstischen digitalen Effekten untersucht Choi das Erbe des Ende der 1950er Jahre entstandenen „Tanzes der Finsternis“.

Österreichische Erstaufführung
Dauer: 60 min

Preise: € 36,-/25,-/18,-
Ermäßigt: € 30,-/21,-/15,-
Ereignisse | Tanz

VALERIE OBERLEITHNER & MAGDALENA CHOWANIEC (FR/AT & AT/PL)

ICHOREOGRAPHY – CONVERSATIONS

Im Theater findet die Vorbereitung des Körpers auf das statt, was draußen im öffentlichen Raum zu tun ist. Das ist die Voraussetzung, unter der eine Gruppe von Menschen unterschiedlicher Generationen auf den Heldenplatz zieht, wo sie sich mit der Klanginstallation The Voices der schottischen Turner-Preis- Trägerin Susan Philipsz auseinandersetzt. Deren feine, schwebende Sounds beziehen sich auf das martialische Spektakel von Adolf Hitlers Heldenplatz-Rede von 1938. Als Gegengewicht zur Gewalt der historischen Ereignisse bringen Chowaniec und Oberleithner eine choreografische Partitur an diesen aufgeladenen Ort.

Dauer: 45 min

In Kooperation mit dem Haus der Geschichte Österreich.

Eintritt Frei
Ereignisse | Ausstellung

Philipp F. Bartscher: Wandmalereien

Freifrau und Freiherr von Korff führen durch das Erdgeschoss des Herrenhauses.
Der Eintritt ist mit Konzertkarte frei. Um eine Spende zugunsten des Fördervereins Freunde und Förderer des Denkmals Harkotten e.V. wird gebeten.
Das klassizistische Herrenhaus von Korff ist das Erstlingswerk von Adolf von Vagedes (1777-1842), der aus Münster stammt und später als großherzoglicher Baudirektor und Stadtplaner etwa von Düsseldorf (Ratinger Tor, Königsallee) und Krefeld hervortrat. Harkotten galt "als kühne Tat, nicht eines Revolutionärs, sondern eines Entdeckers" (Th. Rensing/W. Kordt). Die Innenausstattung von Haus Korff, die Kunsthistoriker und Denkmalexperten schwärmen lässt, besorgte der erfolgreiche Unternehmer, Tischler und Fürstlich Corveysche Hofmaler Philipp Ferdinand Ludwig Bartscher
Ereignisse | Konzert

Von Klassik bis Jazz &

DOPPELKONZERT

Von Klassik bis Jazz

KLARINETTENTRIO SCHMUCK
Sayaka Schmuck, Klarinette | Yumi Schmuck, Klarinette / Bassklarinette | Oliver Klenk, Klarinette / Bassetthorn

Eine seltene Besetzung mit höchst farbigem Programm. Die Schwestern Sayaka und Yumi Schmuck konzertieren mit Oliver Klenk seit ihrer Weimarer Studienzeit im Klarinettentrio. Ob Hits der Klassik oder Standards des Jazz, alles machen die Preisträger mehrerer Wettbewerbe sich zu eigen, verwandeln sich allem in ihrem Spiel mühelos an und schwelgen und wirbeln zu dritt im Schönklang ihrer Klarinetten. Seien es die Taktwechsel im Furiant aus Böhmen oder die Synkopen des amerikanischen Ragtime, sei's der Offbeat des Swing, der berühmteste 5/4 des letzten Jahrhunderts, Neuer Tango oder Mozarts Melodien - Bassetthorn, Bassklarinette und
Familie | Familienprogramm

Das Geheimnis der Hebamme

Von Sabine Ebert | Nach dem gleichnamigen Roman für die Bühne adaptiert von Odette Bereska
(empfohlen ab 12)

Uraufführung

Das Stück entführt in die mittelalterliche Welt von Aberglaube, Intrigen und Gewalt. Die junge Hebamme Marthe muss fliehen, da der Burggraf, nach der Totgeburt seines Kindes, ihr Leben bedroht. Sie schließt sich Siedlern an, die in die Mark Meißen ziehen. Angeführt werden sie von Christian, einem Ritter in Diensten des Markgrafen von Meißen. Im „Dunklen Wald“ gründet er zusammen mit ihnen Christiansdorf, das spätere Freiberg. Als dort Silber gefunden wird, entbrennen blutige Kämpfe um die Eigentumsrechte. Während Christian für das Wohlergehen der Dorfbewohner kämpft, wüten die Ritter des Markgrafen selbstherrlich unter den Siedlern. Als Hexe verschrien, ist vor allem Marthe Gefahren ausgesetzt. Christian ist seit ihrer ersten Begegnung von Marthe fasziniert. Wenn sie am End
Familie | Familienprogramm

Die Sonne

Musikmärchen von Reinhard Lakomy (Musik) und Monika Ehrhardt (Buch)
(ab 5)

Reinhard Lakomys TRAUMZAUBERBAUM bringt immer wieder kleine und große Zuschauer auf der Felsenbühne Rathen zusammen. Die Fangemeinde wächst jedes Jahr. Seit 2006 war über viele Jahre in der Inszenierung DER REGENBOGEN (Eigenproduktion der Landesbühnen Sachsen) das Abenteuer von Benjamin, Quingel und der Vogelscheuche zu erleben. Jetzt kehrt der finstere Gru-Gru erneut zurück: In der Lieder-Geschichte DIE SONNE müssen sich die bekannten Freunde wieder dem Bösewicht in den Weg stellen.

Der Gift-und-Gallenstein-Gru-Gru will die Sonne vom Himmel holen. Dazu braucht er aber Verbündete. Das sind der Haifischgeneral Messerzahn und der Höllenfürst Lichterloh. Gru-Gru verspricht, die Sonne mit ihnen zu teilen, jeder bekommt ein Drittel. Messerzahn will das Licht der Sonne, damit nur er alle vers
Ereignisse | Konzert

Bach - Recital Sir András Schiff

GALA Kammermusikfest Gstaad

Sir András Schiff, Klavier

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
«Das wohltemperierte Klavier», Band II, BWV 870-893 (ohne Pause)

Jahr für Jahr konzentrieren sich die Recitals von Sir András Schiff auf das Wesentliche: die Rückbesinnung auf die Quellen der Säulen des Repertoires. Diesmal widmet er sich dem Band II eines Schlüsselwerks von Johann Sebastian Bach, dessen «Programm» bereits in Gänze dem Titel zu entnehmen ist: «Das wohltemperirte Clavier oder Praeludia, und Fugen durch alle Tone und Semitonia [...] Zum Nutzen und Gebrauch der Lehrbegierigen Musicalischen Jugend, als auch derer in diesem studio schon habil seyenden besonderem Zeitvertreib auffgesetzet». Zur «lehrbegierigen Jugend» gehörten für Bach zunächst einmal seine eigenen Söhne.
Ereignisse | Tanz

CHOY KA FAI

DANCE CLINIC

Jetzt wird alles wieder gut, denn Doktor Choy ist gekommen. Choreograf_innen und Performer_innen können aufatmen, denn sie sind eingeladen, Choy Ka Fais Tanzklinik zu besuchen. Zur Untersuchung angemeldet haben sich Florentina Holzinger, Darlene Litaay und Jereh Leung. Ihre künstlerischen Arbeitsweisen werden von einer speziellen Künstlichen Intelligenz diagnostisch bewertet. Dafür misst der Herr Doktor unter anderem die persönliche Präsenz, die Intensität des Bewusstseins, die individuellen Schwächen und Stärken. Und natürlich gibt es auch Therapiepläne zur Optimierung des kreativen Potenzials.

Österreichische Erstaufführung
Dauer: 80 min

Preise: € 36,-/25,-/18,-
Ermäßigt: € 30,-/21,-/15,-
Ereignisse | Konzert

Matinée des Jeunes Etoiles I - Mona Asuka

Kammermusikfest Gstaad

Mona Asuka, Klavier

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Klaviersonate Nr. 12 F-Dur KV 332
Franz Schubert (1797-1828) / Franz Liszt (1811-1886)
Du bist die Ruh (D 776 / S. 558 Nr. 3)
Ständchen von Shakespeare (D 889 / S. 558 Nr. 9)
Der Wanderer (D 839 / S. 558 Nr. 11)
Franz Liszt (1811-1886)
Années de pèlerinage – Deuxième année, Italie:
Venezia e Napoli (supplément, S. 162)

Mona Asuka, Tochter einer Japanerin (die in Tokio Klavier studierte) und eines Deutschen (von Beruf Bauingenieur), erblickt 1991 in München das Licht der Welt. Wie ihre ältere Schwester Alice Sara Ott (die ebenfalls eine erfolgreiche Karriere eingeschlagen hat) wird sie zunächst von Karl-Heinz Kämmerling am Salzburger Mozarteum unterrichtet, bevor sie zu Bernd Glemser in Würzburg wechselt. Als T
Ereignisse | Konzert

Café Europa 2.0

VIENNA CLARINET CONNECTION
Helmut Hödl, Klarinette | Rupert Fankhauser, Klarinette | Hubert Salmhofer, Bassetthorn | Wolfgang Kornberger, Bassklarinette

Kaffee mögen sie alle, die Menschen aus West-, Mittel- und Osteuropa und dem arabischen Raum. Egal, wo sie her sind, es zieht sie ins Kaffeehaus, zum Klatsch, zum Streit, um einander das Herz auszuschütten, zur Zeitungslektüre, zum Flirten oder bloß Chatten, auf einen duftenden Espresso, den gemütlichen "Verlängerten", zum Schauen und Staunen oder auch Ins-Gespräch-Kommen mit Fremden. Wie die Zunge, die den Kaffee, die fremde Aromen überhaupt begehrt, kennt die Musik keine Grenzen. Sie sucht das Andre, integriert es, erweitert und verändert sich selbst durch es. Kein Wunder, dass die Vienna Clarinet Connection die ethno-kulturelle Viel
Familie | Kinderprogramm

Labor Antike: Tausend Scherben - eine Vase

Workshop (eintägig)
Angebote für: Kinder 9 – 12 Jahre

Dauer: 14:00 Uhr - 16:00 Uhr

Im Labor Antike findest du heraus, wie aus zerbrochenen Fundstücken wieder ganze Statuen oder Vasen werden. Du nimmst Marmor und Keramik genau unter die Lupe und lernst den Unterschied zwischen altem Original und moderner Kopie erkennen. Wie gestaltest du die fehlenden Arme, Beine oder Nasen antiker Götter und Helden?

Kosten: 9 EUR
Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr.

Anmeldung erforderlich bis drei Werktage vor Veranstaltungsbeginn. Begrenzte Teilnehmerzahl.

Ausstellung: Antike Welten. Griechen, Etrusker und Römer
Sammlung: Antikensammlung
Familie | Kinderprogramm

Mal mal ganz anders!

Workshop (eintägig)
Angebote für: Kinder 6 – 12 Jahre

Dauer: 14:00 Uhr - 15:00 Uhr

Vergiss alles, was du bisher über das Malen gelernt hast und freu dich auf künstlerische Experimente der surrealistischen Art. Mal ganz ohne Pinsel, mal ganz ohne Hinsehen, mal ganz ohne Nachdenken, mal ganz schnell, mal ganz durcheinander, eben mal ganz anders! Wie das gehen soll? Zum Beispiel: Farbe quetschen, mit dem Faden malen, Flecken weiterdenken. Welche Ideen hast du?

Kosten: 9 EUR
Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr.
Für Workshops ist eine Anmeldung bis drei Werktage vor Veranstaltungsbeginn erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Ausstellungen: Surreale Welten, Surreale Welten
Sammlung: Nationalgalerie
Familie | Familienprogramm

Die goldene Ganz oder was wirklich kleben bleibt

Märchen von Peter Kube nach den Brüder Grimm, Musik von Jörg Kand
(ab 5)

Zum Golde drängt doch alles, selbst wenn es nur ein goldiges Federvieh ist. Frei nach den Brüdern Grimm erleben wir die Geschichte vom gutherzigen «Dummling» Klaus, der von seinen Brüdern Kunz und Franz in der familieneigenen Schusterwerkstatt alle anstehenden Arbeiten zu erledigen hat, während seine Brüder über ihre nahe Zukunft als steinreiche Männer phantasieren. Aber auch Klaus hat einen Traum: Er fertigt in seiner knappen Freizeit feine schöne Tanzschuhe für ein Mädchen, in welches er sich irgendwann einmal über beide Ohren verlieben wird. Darüber können seine Brüder nur lachen und überhäufen ihn mit weiteren Arbeiten. Doch wie im Märchen üblich, entpuppt sich der vermeintlich Dumme am Ende als der eigentlich Weise. Klaus teilt im Wald mit einer alten Frau, welche eine Hexe ist, seine
Ereignisse | Tanz

CHOY KA FAI

UNBEARABLE DARKNESS

Für ihn ist der japanische Butoh-Tanz „eine Rebellion gegen die westliche Tanzkultur und die Suche nach einer neuen choreografischen Sprache“. Choy Ka Fai ist in Wien seit seinem Projekt Soft Machine im Weltmuseum bei ImPulsTanz 2015 bekannt. Jetzt beschwört er den Geist des anarchistischen, 1986 verstorbenen Butoh-Erfinders Tatsumi Hijikata. In dieser „paranormalen“ Performance mit Hijikata als Erscheinung und faszinierend gespenstischen digitalen Effekten untersucht Choi das Erbe des Ende der 1950er Jahre entstandenen „Tanzes der Finsternis“.

Österreichische Erstaufführung
Dauer: 60 min

Preise: € 36,-/25,-/18,-
Ermäßigt: € 30,-/21,-/15,-
Ereignisse | Konzert

Presence - Sol Gabetta & Kammerorchester Basel

GALA Orchesterkonzert

Sol Gabetta, Violoncello
Olivier Darbellay, Alphorn
Kammerorchester Basel

Leopold Mozart (1719-1787)
Sinfonia Pastorella für Alphorn und Streicher
Pēteris Vasks (1946)
«Presence», Konzert Nr. 2 für Violoncello und Streichorchester
– Pause –
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Serenade Nr. 9 D-Dur KV 320 «Posthornserenade»

Sie erinnern sich vielleicht noch an das Duo für Violine und Violoncello, das beim Festival 2014 seine Welturaufführungt erlebte. Der lettische Komponist Pēteris Vasks kommt heuer erneut zu Ehren mit seinem 2. Konzert für Violoncello und Kammerorchester, dargeboten von der Künstlerin, die das Werk in Auftrag gab, (im Oktober 2015) uraufführte und (2015 bei Sony) auf Tonträger einspielte: Sol Gabetta. Als Kontrast dazu beschwört Olivier Dar
Ereignisse | Tanz

VALERIE OBERLEITHNER & MAGDALENA CHOWANIEC (FR/AT & AT/PL)

ICHOREOGRAPHY – CONVERSATIONS

Im Theater findet die Vorbereitung des Körpers auf das statt, was draußen im öffentlichen Raum zu tun ist. Das ist die Voraussetzung, unter der eine Gruppe von Menschen unterschiedlicher Generationen auf den Heldenplatz zieht, wo sie sich mit der Klanginstallation The Voices der schottischen Turner-Preis- Trägerin Susan Philipsz auseinandersetzt. Deren feine, schwebende Sounds beziehen sich auf das martialische Spektakel von Adolf Hitlers Heldenplatz-Rede von 1938. Als Gegengewicht zur Gewalt der historischen Ereignisse bringen Chowaniec und Oberleithner eine choreografische Partitur an diesen aufgeladenen Ort.

Dauer: 45 min

In Kooperation mit dem Haus der Geschichte Österreich.

Eintritt Frei
Ereignisse | Konzert

Café Europa 2.0

VIENNA CLARINET CONNECTION
Helmut Hödl Klarinette | Rupert Fankhauser Klarinette | Hubert Salmhofer Bassetthorn | Wolfgang Kornberger Bassklarinette

Kaffee mögen sie alle, die Menschen aus West-, Mittel- und Osteuropa und dem arabischen Raum. Egal, wo sie her sind, es zieht sie ins Kaffeehaus, zum Klatsch, zum Streit, um einander das Herz auszuschütten, zur Zeitungslektüre, zum Flirten oder bloß Chatten, auf einen duftenden Espresso, den gemütlichen "Verlängerten", zum Schauen und Staunen oder auch Ins-Gespräch-Kommen mit Fremden. Wie die Zunge, die den Kaffee, die fremde Aromen überhaupt begehrt, kennt die Musik keine Grenzen. Sie sucht das Andre, integriert es, erweitert und verändert sich selbst durch es. Kein Wunder, dass die Vienna Clarinet Connection die ethno-kulturelle Vielfalt
Ereignisse | Konzert

Kayan Project

Jazz in the Garden

Eden Cami, Gesang
Or Rozenfeld, Kontrabass
Faleh Khaless, Oud

"»Singing in two languages in one concert feels to me like my very own personal journey«"
Eden Cami

Kayan Project ist eine Berliner Band mit Musiker*innen aus verschiedenen Regionen des Nahen Ostens. In ihrer Performance wechseln Tempi, Genres und Sprachen. Sie spielen arabische, hebräische und englische Folkmusik, und mischen traditionelle, moderne und eigene Lieder mit improvisatorischen Jazz-Elementen.

Der feine Sound von orientalischen und westlichen Instrumenten transportiert sehr persönliche musikalische Aussagen: Leadsängerin Eden Cami wuchs in Israel und Palästina mit zwei Kulturen und zwei Sprachen auf, die sie beide als Muttersprache im Herzen trägt. Wenn sie ihre Lieder auf Arabisch und Hebräisch singt, fe
Familie | Familienprogramm

Fang den Klang

Workshop (eintägig)
Angebote für: Familien und Kinder 6 – 12 Jahre

Wie können wir Töne oder Musik auffangen, sammeln, speichern oder sogar miteinander teilen? Musik abspielen ohne Instrumente, geht das? In dem Workshop für Familien können sich alle zwischen 6 und 99 Jahren als Geräuschemacher ausprobieren.

Dauer: 2h

Weitere Termine: So 22.07.2018 So 29.07.2018 So 05.08.2018 Mehr

Kosten: kostenfrei Anmeldung: nicht erforderlich
Ausstellung: [laut] Die Welt hören
Familie | Kinderprogramm

Hieroglyphen - Schreiben wie die Alten Ägypter

Workshop (eintägig)
Angebote für: Kinder 9 – 12 Jahre

Dauer: 14:00 Uhr - 16:00 Uhr

Die Hieroglyphen der Ägypter gehören zu den ältesten Schriften der Welt. Im Workshop erfahrt ihr Spannendes über die altägyptischen Zeichen und lernt einige von ihnen zu lesen. Im Werkraum könnt ihr dann auf echtem Papyrus euren Namen in Hieroglyphen schreiben.

Kosten: 9 EUR
Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr.
Anmeldung erforderlich bis drei Werktage vor Veranstaltungsbeginn. Begrenzte Teilnehmerzahl.

Ausstellung: Altes Ägypten
Sammlung: Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Ereignisse | Tanz

ANNE JUREN (AT/FR)

PRIVATE ANATOMY LESSON

In den letzten Jahren hat Anne Juren eine „Fantasmische Anatomie“ entwickelt, die genau so real ist wie ein Knochen. In Anatomie bei ImPulsTanz 2017 erweiterte sie die Vorstellung des Körpers und seiner Grenzen durch eine Textlandschaft mit poetischen, phantastischen, spekulativen und imaginativen Dimensionen und verlagerte die Choreografie in die Körper der Zuschauer. Private Anatomy Lessons ist eine Fortsetzung, entwickelt für kleine Gruppen. Im sorgfältig gestalteten Raum infiltriert jede Lesson einen anderen Körperteil mit der Dynamik des Verlangens, mittels Stimme und Schreiben, sensueller Erfahrung und Tanz.

Uraufführung
Dauer: 50 min

Preise: € 15,-
Ermäßigt: € 12,-
Ereignisse | Tanz

ANNE JUREN (AT/FR)

PRIVATE ANATOMY LESSON

In den letzten Jahren hat Anne Juren eine „Fantasmische Anatomie“ entwickelt, die genau so real ist wie ein Knochen. In Anatomie bei ImPulsTanz 2017 erweiterte sie die Vorstellung des Körpers und seiner Grenzen durch eine Textlandschaft mit poetischen, phantastischen, spekulativen und imaginativen Dimensionen und verlagerte die Choreografie in die Körper der Zuschauer. Private Anatomy Lessons ist eine Fortsetzung, entwickelt für kleine Gruppen. Im sorgfältig gestalteten Raum infiltriert jede Lesson einen anderen Körperteil mit der Dynamik des Verlangens, mittels Stimme und Schreiben, sensueller Erfahrung und Tanz.

Uraufführung
Dauer: 50 min

Preise: € 15,-
Ermäßigt: € 12,-
Ereignisse | Konzert

Around the World - German Brass

Today's Music

German Brass

Johann Sebastian Bach (1685-1750) / arr. Matthias Höfs (1965)
«Wir danken dir, Gott, wir danken dir» (aus der Kantate für die Ratswahl BWV 29)
Johann Sebastian Bach (1685-1750) / arr. Matthias Höfs (1965)
Toccata und Fuge d-Moll BWV 565
Johann Strauss Sohn (1825-1899) / arr. Matthias Höfs (1965)
«Éljen a Magyar!», Schnellpolka op. 332
Leonard Bernstein (1918-1990) / arr. Alexander Erbrich-Crawford (1965)
«Somewhere» und «America» aus dem Musical «West Side Story»
George Gershwin (1898-1937) / arr. Matthias Höfs (1965)
«Rhapsody in Blue»
– Pause –
AROUND THE WORLD

Das Ensemble German Brass, dessen Mitglieder aus den grössten deutschen Orchestern hervorgegangen sind, setzt seit über vierzig Jahren höchste Massstäbe. Mit seinen Arrangements
Ereignisse | Tanz

GAIGG / LANG / RITSCH / ZOTT (AT)

V-TRIKE

Wer hat hier die Kontrolle und die Macht? Die Solotänzerin auf ihrer klangerzeugenden Metallplatte oder die Choreografin, die daneben live mitmischt? Weiters im Spiel sind eine Kamera, eine Projektionswand und ein ausgeklügeltes Soundequipment. Während die Tänzerin sich bewegt, wird ihr Körper als ein von der Choreografin gelenkter Mix aus vorab und live aufgenommenen Bildern auf eine Leinwand projiziert. Auf diese Bilder reagiert die Tänzerin – oder auch nicht. In diesem Setting aus Samples und Loops wird das Verhältnis von Bild, Performance und Ton auf eine neue, überraschende Ebene gehoben.

Dauer: 50 min

Preise: € 18,-
Ermäßigt: € 15,-
Ausstellungen | Ausstellung

Die Sammlung des Kunstmuseum Bern

Monet, Hodler, Picasso, Giacometti, Rothko, Dalí ...

Das Kunstmuseum Bern ist das älteste Kunstmuseum der Schweiz mit einer permanenten Sammlung.

Die stets wachsende und sich wandelnde Sammlung reicht von der Gotik bis zur Gegenwart und besteht derzeit aus über 3'000 Gemälden und Skulpturen sowie rund 48'000 Handzeichnungen, Druckgraphiken, Fotografien, Videos und Filmen.

Damit ist sie nicht nur eine der wichtigsten und vielfältigsten Sammlungen in der Schweiz, sondern besitzt vor allem dank den Werkgruppen der Klassischen Moderne internationale Bedeutung.
Ausstellungen | Ausstellung

Die Krone von Kertsch

Schätze aus Europas Frühzeit

Völkerwanderungszeitlicher Goldschmuck vom Schwarzen Meer, silberne Gewandspangen und prächtige Gürtel aus Gräbern des frühen Mittelalters in Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland – Teile der Sammlung des Johannes von Diergardt werden nach über 80 Jahren wieder in Berlin zu sehen sein, wo sie bis 1934 ausgestellt waren. Sie gewähren glänzende Einblicke in die europäische Geschichte, besonders in die Ereignisse zwischen Antike und Mittelalter. Nach dem Tod des Sammlers und Mäzens gelangten sie in das Römisch-Germanische Museum Köln. Umbauarbeiten im Kölner Museum bieten nun eine gute Gelegenheit, die Schätze nach langer Zeit wieder der Berliner Öffentlichkeit zu präsentieren.

Eine Sonderpräsentation des Museums für Vor- und Frühgeschichte – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperati
Ausstellungen | Ausstellung

100 Prozent Wolle

Die Ausstellung öffnet das Thema WOLLE für Besucher_innen aller Altersgruppen. Sie erhalten die Möglichkeit, sich der Wolle spielerisch, sinnlich, intellektuell oder nostalgisch anzunähern und damit auseinanderzusetzen. In jedem Raum stehen Orte der Begegnung, der gemeinsamen aktiven Erfahrung und des Austausches zwischen den Generationen im Mittelpunkt. Zugleich können sich die Besucher_innen in verschiedenste Themenfelder vertiefen. Dazu gehören das Schäferleben und der Umgang mit Tieren, die Gewinnung von Wolle, die Verarbeitung der Rohwolle zum Faden und die Herstellung von Maschen bis hin zum Produkt. Alles kann selbst ausprobiert werden – mit Anleitung oder ohne.

Highlights sind neben einer bekletterbaren Schafskulptur die Ausstattung eines Schäfers, eine Geschichten erzählende Kl
Ausstellungen | Ausstellung

Menschenbilder - Wege zum Porträt von der Antike bis zur Gegenwart

In einer neuen Sonderausstellung widmet sich das Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin einem zentralen Thema der Kunst: dem Menschenbild, ausgedrückt in Münz- und Medaillenporträts von der Antike bis zur Gegenwart.

Porträts können Menschen detailgetreu wiedergeben, repräsentieren, inszenieren oder stilisieren. Sie sind Träger von Botschaften derer, die sie in Auftrag geben und erschaffen. Gleichzeitig üben sie Funktionen denjenigen gegenüber aus, die sie betrachten sollen. Porträts können damit als unmittelbares Kommunikationsmittel über örtliche, zeitliche, soziale und gesellschaftliche Grenzen hinweg begriffen werden: Sie können sachlich informieren – oder auch geschickt die Wahrnehmung und Meinung des Rezipienten manipulieren.

Die Abbildung des menschlichen Antlitzes war z
Ausstellungen | Ausstellung

Jerusalem

Jerusalem ist das Thema einer großen Ausstellung, die am 10. Dezember 2017 eröffnet wird. Sie ist einer Stadt gewidmet, die seit zweitausend Jahren als heiliger Ort von Jüd*innen, Christ*innen und Muslim*innen verehrt wird und zugleich seit Jahrzehnten im Brennpunkt der Auseinandersetzung zwischen israelischen und palästinensischen Interessen steht. In seiner langen Geschichte hat Jerusalem wechselnde Herrschaften erlebt, die die Stadt jeweils kulturell formten und sich deutlich in Baugeschichte und Physiognomie eingeprägt haben.

Von Beginn an war Jerusalem eine Stadt der Reisenden, deren Versorgung das Wirtschaftsleben und die Infrastruktur der Stadt bestimmten. Die Pilger*innen kamen auf Wallfahrt zu den großen Festtagen hierher, dazu Abenteuerlustige und andere Reisende und heute auc
Ausstellungen | Ausstellung

Vis à vis. Asien trifft Europa

Das Museum für Asiatische Kunst hat Anfang Januar 2017 seine Pforten in Dahlem geschlossen, um die Neuaufstellung im Humboldt Forum vorzubereiten. Eine erlesene Auswahl seiner herausragenden Bestände wird nun im Rahmen der Reihe „Auf dem Weg zum Humboldt Forum“ in der ständigen Ausstellung des Kunstgewerbemuseums präsentiert. Werke beider Museen treten in einen assoziativen Dialog. Diese Form der Präsentation verdeutlicht den regen und bereits seit Jahrhunderten stattfindenden Transfer von Materialien, Techniken, Formen und Motiven zwischen Europa und Asien. Die Präsentation besteht aus fünf thematischen Diskursen und ist ab dem 15. Dezember 2017 bis voraussichtlich April 2019 im Kunstgewerbemuseum am Kulturforum zu sehen.

Horn, Bein und Elfenbein aus Indien und Europa
Die erste Gegenü
Ausstellungen | Ausstellung

JOÃO PENALVA

Für seine Werke verwendet João Penalva ganz unterschiedliche Träger und Materialien. Raumgreifende, aufwendig inszenierte Installationen gehören ebenso zu seinem Repertoire wie hochgradig intimistische Arbeiten, in denen Bild, Text und Ton, Sprache und Erinnerung sich zu poetischen Fiktionen fügen, die reichlich Raum zur Deutung lassen.

Künstler: João Penalva
Kurator: Clément Minighetti
In Zusammenarbeit mit: Forum Evora
Ausstellungen

[laut] Die Welt hören

Klang trifft uns unmittelbar und ist dennoch flüchtig. Er löst tiefe Emotionen aus und ist lebendiger Austausch. Klang fordert und bewegt uns – in jeder Kultur, in jeder Zeit. Erst durch Schwingungen, Schall, Ton, Laut, Musik und Sprache entfaltet sich unsere Welt als Ganzes.

Seit etwa 140 Jahren lassen sich Klänge technisch einfangen und wiedergeben – mithilfe von Wachswalzen über Schellackplatten und Magnetbänder bis hin zu MP3-Files. Doch wofür, mit welchen Techniken und unter welchen Bedingungen wurden und werden Aufnahmen gemacht? Wie verbreiten sich Klänge und Musikstile weltweit? Wie geht man mit Klang als immatriellem Kulturgut um? Wem gehört der Klang in Aufnahmen?

Die Ausstellung [laut] Die Welt hören lässt anhand des Berliner Phonogramm-Archivs des Ethnologischen Museums,
Literatur | Ausstellung

"Robert Walser-Modell", Thomas Hirschhorn, 2018

Das Robert Walser-Zentrum in Bern zeigt ab 12. April eine spektakuläre neue Arbeit von Thomas Hirschhorn. Die von der enigmatischen Aufnahme des toten Robert Walser inspirierte Installation »Robert Walser-Modell« stellt einen Höhepunkt der jahrelangen Auseinandersetzung des Schweizer Künstlers mit dem Autor dar.

Vom Polizeifoto des an Weihnachten 1956 tot im Schnee aufgefundenen Robert Walser geht eine geheimnisvolle Wirkung aus. Es verspricht indiskrete Einblicke und verdeckt zugleich das Geschehene. Indem Hirschhorn ausgehend von diesem Foto Walsers Tod modellhaft ›verwirklicht‹, wirft er die Frage auf, welche Spuren ein Autor hinterlässt, wenn er verschwindet, und wie der Betrachter die Kluft, die sich zwischen den Lebensspuren und der künstlerischen Hinterlassenschaft auftut, in sei
Ausstellungen | Ausstellung

Ganzfeld "Aural"

Eine Installation von James Turrell

Ab 12. April 2018 präsentieren wir im Museumsgarten die begehbare Installation Ganzfeld »Aural« des Künstlers James Turrell. In dieser raumgreifenden und begehbaren Arbeit des weltweit bedeutendsten »Bildhauer des Lichts« tauchen die Besucher*innen in die Atmosphäre eines entgrenzten Raumes, der weder die Quelle des Lichtes preisgibt, noch die Ausmaße seiner Umgebung wahrnehmbar macht. Dieses Werk gehört zur Reihe der Ganzfeld Pieces, von denen nun zum ersten Mal eines in Berlin präsentiert wird.

Licht ist ein zentrales Symbol im Judentum, das Anfang und Ende der Schöpfung miteinander verbindet. In dieser Installation gewinnt man den Eindruck, in einen überirdischen Raum zu treten, dessen Konstruktion die empirische Welt außer Kraft zu setzen scheint. Diese Erfahrung kann als eine der s
Ausstellungen | Ausstellung

Margiana

Ein Königreich der Bronzezeit in Turkmenistan

Margiana – diese historische Landschaft im Osten Turkmenistans war vor 4000 Jahren die Wiege einer faszinierenden Hochkultur der Bronzezeit. Im Zentrum der Ausstellung stehen die Ergebnisse der archäologischen Forschungen in der antiken Metropole Gonur Depe. Die dort entdeckten Baustrukturen liefern Zeugnis einer frühen Stadtplanung. Die Palastanlage und die sog. Königsgräber lassen weitreichende Beziehungen in die Gebiete der späteren Seidenstraße erkennen. Erstmals werden mehr als 220 Objekte aus Gonur Depe außerhalb Turkmenistans präsentiert.

Eine Sonderausstellung des Museums für Vor- und Frühgeschichte – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit dem Kulturministerium Turkmenistans und in Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Museum Hamburg und den Reiss-Engelhorn-Museen Mannh
Ausstellungen | Ausstellung

Hello World. Revision einer Sammlung

„Hello World. Revision einer Sammlung“ ist eine kritische Untersuchung der Sammlung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin und ihrer vorwiegend westlichen Ausrichtung: Wie sähe sie heute aus, hätte ein weltoffeneres Verständnis ihren Kunstbegriff und ihre Entstehung geprägt? Wie würde sich dies auf den Kanon und seine kunsthistorischen Narrative auswirken? Anhand dieser Fragen entfaltet sich die Ausstellung in mehr als zehn thematischen Kapiteln als eine vielstimmige Zusammenarbeit interner und externer Kurator*innen über die gesamte Ausstellungsfläche des Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin.

„Hello World“ legt den Fokus auf transnationale künstlerische Netzwerke und auf Momente transkultureller Verflechtungen seit dem späten 19. Jahrhundert bis heute. Die Ausst
Ausstellungen | Ausstellung

SIBYLLE - Zeitschrift für Mode und Kultur

Was heute die Frauenzeitschrift Brigitte ist, das war in der DDR die SIBYLLE – Zeitschrift für Mode und Kultur. Mit nur rund 200.000 Exemplaren pro Ausgabe – es gab ab 1956 sechs pro Jahr – war die Zeitschrift ein rares Produkt und stets in kürzester Zeit vergriffen. Insbesondere die Fotografien bilden neben den Beiträgen über Kunst, Architektur und Gesundheit ein entscheidendes Element ihrer Wirkung.
Die engagierten Fotografen beherrschten nicht nur ihr Handwerk, sie legten an ihre Arbeit auch explizit künstlerische Maßstäbe an und verliehen der 'Ost-Vogue' einen kosmopolitischen Charme. Die Ausstellung im Kunstgewerbemuseum stellt Fotografen der Zeitschrift, darunter Sibylle Bergemann, Arno Fischer, Ute Mahler, Werner Mahler, Sven Marquardt, Elisabeth Meinke, Roger Melis, Hans Praefke,
Ausstellungen | Ausstellung

KATINKA BOCK

SMOG / TOMORROW’S SCULPTURE

Falten, einrollen, gießen, drücken, rubbeln, Gleichgewicht erzeugen, fallen … - die Skulpturen, die Katinka Bock aus Materialien wie Ton, Stein, Holz, Kupfer, Stoff oder auch Wasser produziert, entstehen aus einfachen Gesten, die sich unmittelbar an der Form des Werkes ablesen lassen. Häufig sind physikalische Prozesse Bestandteil der Arbeiten. Sie erzeugen Wärme oder Dampf, Flüssigkeiten fließen oder Materialien verändern sich durch Verwitterung. Stets sind sie in einem Übergangszustand und erscheinen vergänglich und unbeständig. Mit Tomorrow’s Sculpture präsentiert die Künstlerin erstmals ein Projekt, das für verschiedene museale Institutionen konzipiert wurde und nacheinander im Kunst Museum Winterthur, im Mudam Luxemburg und im Institut d’art contemporain im französischen Villeurbanne
Ausstellungen | Ausstellung

NO MAN’S LAND

NATURRÄUME, VERSUCHSFELDER

Die Errichtung von Sperr- und Schutzgebieten ist eine der vielen Reaktionen, die aus der Sorge um die Umwelt erwachsen. Sie entstehen in Bereichen, die ausdrücklich für diesen Zweck vorgesehen wurden, aber auch in ehemaligen politischen oder militärischen Sperrgebieten. Immer sollen sie den Einfluss des Menschen auf seine nicht-menschliche Umwelt regulieren und verändern so unsere kulturellen Vorstellungswelten. Die Ausstellung No Man’s Land versammelt Arbeiten von rund zehn Künstler, die sich der Frage der Schutzgebiete widmen und auf diesem Wege eine neuerliche Auseinandersetzung mit unserem Verhältnis zur natürlichen Welt anregen.

Künstler:
Allora & Calzadilla
Art Orienté Objet (Marion Laval-Jeantet et Benoît Mangin)
Martha Atienza
Brandon Ballengée
Mel Chin
M
Ausstellungen | Ausstellung

Martha Stettler

Eine Impressionistin zwischen Bern und Paris

Das Kunstmuseum Bern zeigt zum ersten Mal eine umfangreiche Retrospektive der in Bern geborenen und zeitlebens in Paris tätigen Malerin Martha Stettler (1870–1945). Ihr Schaffen, das den Spätimpressionisten zuzurechnen ist, war zu Lebzeiten breit bekannt und so macht die Ausstellung ihren Stellenwert in der Schweizer Malerei des ersten Viertels des 20. Jahrhunderts deutlich. Ihr Vater und grosser Förderer war der Architekt Eugen Stettler, Erbauer des Kunstmuseum Bern von 1879.

Sie erhielt zahlreiche namhafte Auszeichnungen auf internationalen Ausstellungen und konnte als erste Schweizerin 1920 an der Biennale di Venezia ausstellen. Sie war Mitbegründerin sowie während 40 Jahren Leiterin der Académie de la Grande Chaumière in Paris, zu deren Schülern unter anderem Balthus, Louise Bourgeo
Ausstellungen | Ausstellung

Luigi Ghirri. Karte und Gebiet

„Ich wollte keine FOTOGRAFIEN machen, sondern LANDKARTEN, PLÄNE, die gleichzeitig Fotografien sein sollten.“ (Luigi Ghirri)

Der italienische Fotograf Luigi Ghirri (1943–1992) zählt zu den Wegbereitern der europäischen Farbfotografie. Die Ausstellung im Museum Folkwang ist die erste umfassendere museale Präsentation der Fotografien Ghirris außerhalb seines Heimatlandes Italien.

Landschaften, Stillleben und Architekturmotive – überwiegend in seiner Heimatregion Emilia Romagna – standen im Fokus des gelernten Vermessungstechnikers. Mit Scharfsinn und Ironie thematisierte er das Verhältnis des Menschen zu seinen natürlichen sowie künstlichen Umgebungen. Somit reflektiert er nicht nur den kulturellen Wandel seiner Zeit, sondern auch die damit einhergehende Veränderung der Darstellungs- un
Ausstellungen | Ausstellung

Geschichten um Hegenbarths anonyme Köpfe

Nicht weniger als 300 namenlose Köpfe sind im Josef-Hegenbarth-Archiv erhalten. Die Biografien der Dargestellten liegen im Dunkeln, doch sprechen die Gesichter ganz unmittelbar zu uns. Auf Einladung des Archivs haben sieben Autor*innen den anonymen Figuren neue Geschichten geschenkt.

Text und Bild stehen bei Josef Hegenbarth in einem engen Verhältnis. Als Illustrator gab der bildende Künstler literarischen Figuren ein Gesicht. Gleichzeitig interessierte ihn zeitlebens, unbekannte Menschen in Zeichnungen festzuhalten, indem er Passanten von der Straße ins Atelier holte. Nicht weniger als 300 namenlose Köpfe sind im Josef-Hegenbarth-Archiv erhalten, eine künstlerisch anspruchsvolle Gruppe von Männer-, Frauen- und Kinderbildnissen, die zwischen 1920 und 1962 entstanden. Sie dokumentieren
Ausstellungen | Ausstellung

Ideallandschaft: Industriegebiet

Hermann Kätelhön

Im November 1917 verlegte der Maler und Grafiker Hermann Kätelhön (1884–1940) seinen Lebensmittelpunkt nach Essen. Er folgte damit einer Empfehlung Ernst Gosebruchs, der damals Direktor des Kunstmuseum Essen war. Zuvor hatte Kätelhön einige Jahre in Hessen auf dem Land gelebt und dort die von der Industrialisierung noch unberührte Landschaft in zahlreichen Werken festgehalten.

Zum Zeitpunkt seiner Übersiedlung ins Ruhrgebiet hatte die Ausbreitung der Montanindustrie einen ersten Höhepunkt erreicht. Kohle und Stahl prägten nicht nur die Gesellschaft, sie veränderten auch das Gesicht der Region. Fördertürme, Hochöfen und Kaminschlote wurden zu neuen Landmarken, Erzbahntrassen durchschnitten ganze Landstriche, Abraumhalden wuchsen zu weithin sichtbaren Erhebungen.

Fasziniert von dieser
Ausstellungen | Ausstellung

Die Grande Kur

Dies ist die erste Ausstellung, die Kurfürst Friedrich Christian von Sachsen (1722-1763) gewidmet ist. Er folgte seinem Vater, König August III., für nur 74 Tage im Jahr 1763 auf den sächsischen Thron. Aufgrund seiner kurzen Herrschaft ist nur wenig über die schwere körperliche Beeinträchtigung des Prinzen bekannt.

Eine frühkindliche Hirnschädigung verursachte tiefgreifende Störungen im Bewegungsapparat (infantile Zerebralparese). Er konnte ohne Hilfe weder stehen noch laufen, und selbst einfache Tätigkeiten wie Essen und Ankleiden gestalteten sich schwierig. Die Hochzeit seiner Schwester Maria Amalia mit dem König von Neapel im Mai 1738 brachte seine Eltern auf die spontane Idee, den 15-jährigen Thronerben für ärztliche Behandlungen ebenfalls nach Italien zu senden. Das zwei Jahre dau
Ausstellungen | Ausstellung

Wanderlust

Von Caspar David Friedrich bis Auguste Renoir

Wer heute an das Wandern als Motiv in der Malerei denkt, der hat Caspar David Friedrichs berühmtes Gemälde „Wanderer über dem Nebelmeer“ vor Augen. Diese herausragende Leihgabe aus der Hamburger Kunsthalle bildet den Ausgangspunkt für eine Sonderausstellung in der Alten Nationalgalerie, die diesem für die Kunst überraschend zentralen Thema durch das gesamte 19. Jahrhundert bis hin zu Beispielen der klassischen Moderne nachspürt.

Mit Rousseaus Parole „Zurück zur Natur!“ und Goethes Sturm-und-Drang-Dichtung wird das Wandern um 1800 zum Ausdruck eines modernen Lebensgefühls. Angesichts der rasanten gesellschaftlichen Umbrüche seit der Französischen Revolution entwickelt sich in einer Gegenbewegung eine neue Form der entschleunigten Selbst- und Welterkenntnis, die bis heute nachwirkt.

Se
Ausstellungen | Ausstellung

Vergnügte Perserinnen: Zwei Speiseplatten

Händelfestspiele - Fremde Welten Spezial
Das besondere Kunstwerk N° 18

Anlässlich der diesjährigen Händel-Festspiele unter dem Motto „Fremde Welten“ präsentiert das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) zwei Pretiosen aus dem islamischen Kulturkreis. Die beiden reizvoll bemalten Speiseplatten waren Auftragsarbeiten für wohlhabende Abnehmer. Ihr Bildprogramm beziehen sie aus der safawidischen Miniaturmalerei – allerdings in ein kadscharisches Gewand gekleidet.

Die Dynastie der Safawiden (1501–1573) legte den Grundstein für den heutigen Staat Iran. Der einsetzende Aufschwung des Handels führte zu einem goldenen Zeitalter persischer Kunst und Kultur. Erst im 19. Jahrhundert entstand unter der Dynastie der Kadscharen (1796–1925) wieder ein starker Zentralstaat, der sich wirtschaftlich und politisch zunehmend dem Einfluss Russlands und Englands öffnete. Als Rea
Ausstellungen | Ausstellung

Food Revolution 5.0

Gestaltung für die Gesellschaft von Morgen

Wie werden wir zukünftig essen, von was werden wir uns zukünftig ernähren in unserer durch schwindende Ressourcen geprägten Wachstumsgesellschaft? Unsere globalisierte Nahrungsproduktion hat entscheidenden Anteil am Klimawandel. Und jeder von uns gestaltet mit seinem Essverhalten den Globus mit. Essen ist längst keine Privatsache mehr, sondern ein hochgradig politischer Akt.

Das Kunstgewerbemuseum verwandelt sich in ein künstlerisch-wissenschaftlich-spekulatives Laboratorium für neue Denk- und Praxismodelle zur Zukunft des Essens und Wohnens. Für die Ausstellung Food Revolution 5.0. Gestaltung für die Gesellschaft von Morgen werden über 30 internationale Designer und Designerinnen eingeladen, ihre Entwürfe, Ideen und Visionen zur Gestaltung der Transformation unseres Ernährungssystems
Ausstellungen | Ausstellung

Fleisch

Fleisch: Gerade noch bewegliche Grundlage des Lebens, plötzlich verwesende Substanz – für die einen abstoßend, für die anderen Nahrung oder Opfergabe an die Götter. Fleisch offenbart den allgegenwärtigen Konflikt zwischen Leben und Tod in der menschlichen Kultur. Die Position des Fleisches im Spannungsfeld zwischen Entstehen und Vergehen ist dabei paradox. Die Ausstellung fragt, wie dieses Paradoxon die Bereiche Ernährung, Kult und Körper beeinflusst und damit auch unser heutiges Verhältnis zum Fleisch prägt.

Nach der erfolgreichen Ausstellung „Bart“ im Neuen Museum und „Alchemie“ am Kulturforum ist „Fleisch“ im Alten Museum die nächste thematisch übergreifende Ausstellung, in der insgesamt zwölf Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin pointiert Objekte aus ihren universellen Bestän
Ausstellungen | Ausstellung

Kosmos Klee

Im Sommer 2018 beleuchten wir mit einer Auswahl aus unserer Sammlung die Vielseitigkeit von Klees Schaffen. Neben Meisterwerken präsentieren wir auch bisher noch nie gezeigte Bilder von Paul Klee.

Trotz seines grossen Talentes als Zeichner war Klees Weg zur Malerei und Farbe ein langer künstlerischer Selbsterfahrungsprozess mit experimentellem Charakter. Die Sammlungsausstellung macht diese spannende Entwicklung mit einer grossen Anzahl bedeutender Aquarelle, Kleisterfarbezeichnungen und Ölgemälden aus den Beständen des Zentrum Paul Klee erlebbar. Ungewöhnliche Malutensilien veranschaulichen die unterschiedlichsten Techniken, die der Künstler in allen Schaffensphasen entwickelte. Klee liebte es, mit verschiedensten künstlerischen Mitteln zu experimentieren und diese zu kombinieren, und
Aufführungen

SOMMERPAUSE

Wir ziehen um - und sind nach der Spielzeitpause wieder für euch da!

Das Paradies kann sich rar machen, das ist ja bekanntlich so seine Art. Darum müssen auch wir einige Umwege in Kauf nehmen, ehe wir Anfang 2019 endlich die Halle 7 auf der Spinnerei Leipzig beziehen können.

Doch unser halbjähriger Exkurs ruft viele neue Spielstätten und Programmformate auf den Plan! Unser künstlerisches Programm lebt weiter, auch ohne festes Zuhause. Lasst euch überraschen, wie und wo es nach der Sommerpause weitergeht! Bis dahin packen wir Cases, ziehen um und genehmigen uns gelegentlich einen Eiskaffee...
Ausstellungen | Ausstellung

Slavs & Tatars. Made in Dschermany

Auf eine formal unerschrockene Art setzt sich das Kollektiv Slavs and Tatars in seinen recherchebasierten Arbeiten mit Traditionen, Gebräuchen, Sprache, Anthropologie und Politik auseinander.

Im Zentrum ihres künstlerischen wie diskursiven Werks steht die Befragung von Glaube, Religion und interkultureller Verständigung. Sie beschreiben sich selbst als "Fraktion der Polemik und Intimität, die sich mit dem als Eurasien benannten Gebiet östlich der Berliner Mauer und westlich der Chinesischen Mauer beschäftigt". Ausgehend von ihrer These, dass Sprachen, Gesten, Rituale und Waren die gefühlten Grenzen von Orient und Okzident schon immer durchwandern, recherchieren sie in literarischen und historischen Quellen und tauchen mit humorvollen, aber stets fundierten Arbeiten in komplexere Bedeutu
Ausstellungen | Ausstellung

Rubens, Jordaens & Co

Zeichnende Meister aus Flandern

Von vielen flämischen Künstlern besitzt das Wallraf-Richartz-Museum neben wunderbaren Gemälden auch großartige Zeichnungen und oft stehen beide in einer engen Beziehung zueinander. Wer wissen möchte, wie zum Beispiel das wunderbare ­Rubensgemälde „Juno und Argus“ entstand, der sollte sich mit den Zeichnungen des Meisters beschäftigen, denn sie verraten sehr viel über den kreativen Schaffensprozess. Um neben Rubens auch noch andere flämische Meister des 17. und 18. Jahrhunderts besser kennenlernen zu können, präsentiert das Wallraf seinen Besuchern im Sommer 2018 eine große Auswahl an Zeichnungen von Jacob Jordaens, Caspar de Crayer, Gerard Seghers und David Teniers. In der Ausstellung sind alle Zeichnungstypen vertreten: von der spontan aufs Papier geworfenen Skizze über die mit großer Akr
Ausstellungen | Ausstellung

Etel Adnan

Mit Etel Adnan öffnet das Zentrum Paul Klee die Tore zu einer einzigartigen Ausstellung, die in enger Zusammenarbeit mit der Dichterin, Malerin und Philosophin entstanden ist. Ihr Werk vereint Gemälde von vibrierender Farbigkeit, Leporellos und Arbeiten auf Papier voller Poesie, eine Filmarbeit und grossformatige Tapisserien.

Mit ihrer Teilnahme an der dOCUMENTA (13) im Jahr 2012 ist die heute 93-jährige Etel Adnan schlagartig einem grossen internationalen Publikum bekannt geworden. Die heute in Frankreich lebende libanesische Künstlerin ist eine der bedeutendsten Vertreterinnen der arabischen Moderne. Adnan entdeckte Paul Klee anfänglich über seine Tagebücher in den 1960er-Jahren. Sein Werk und seine Texte sollten sie in ihrer künstlerischen Tätigkeit nachhaltig prägen. Die Ausstellung
Ausstellungen | Ausstellung

Ostdeutsche Malerei und Skulptur 1949 - 1990

Ein Querschnitt durch die Sammlungen ostdeutscher Malerei und Skulptur gibt – nach Ankaufsjahren geordnet – nicht nur einen spannenden Einblick in die Bestände, sondern auch in die wechselvolle Ankaufspolitik zu DDR-Zeiten und danach. Nie Gesehenes oder lang Vermisstes ist neu zu entdecken: Werke von Karl-Heinz Adler, Rudolf Bergander, Wieland Förster, Hubertus Giebe, Hermann Glöckner, Peter Graf, Werner Stötzer, Strawalde, Christine Schlegel, Petra Kasten, Harald Hakenbeck, Ernst Hassebrauk, Angela Hampel, Bernhard Heisig, Peter Herrmann, Hans Jüchser, Wolfgang Mattheuer, Theodor Rosenhauer, Werner Tübke, Willy Wolff, Walter Womacka und vielen anderen mehr vermitteln einen Eindruck von der Vielfalt der Kunst, die in der DDR entstand.

In der unmittelbaren Nachkriegszeit gingen Werke in
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Der Baron lügt. Die wunderbare Welt des Fredo Kunze

Der Baron lügt? Aber sicher! Und man nimmt es dem Freiherrn von Münchhausen ganz und gar nicht übel. Denn dessen abenteuerliche Reiseberichte dienen Fredo Kunze als ideale Vorlagen für seine Kunstwerke.

Der 1936 im böhmischen Dittersbach geborene Fredo begeisterte sich schon früh für Comics und Karikaturen. Und dies ist seinen Szenerien deutlich anzumerken, denn er findet zielsicher den einen Moment, das eine Bild, das alles Wesentliche erzählt.

Wäre es nach seinem Klassenlehrer in Radeburg gegangen, so wäre aus dem jungen Zeichentalent Kunze ein zweiter Heinrich Zille geworden. Es kam jedoch anders: Auf Schule und Lehre folgte das Studium und erst nach seinem Abschied aus dem Berufsleben wandte Kunze sich schließlich der räumlichen künstlerischen Gestaltung zu.

So Manches aus Ku
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Görlitz - Auferstehung eines Denkmals

Anlässlich des European Cultural Heritage Summit "Sharing Heritage - Sharing Values" zeigt die Kunstbibliothek im Europäischen Kulturerbejahr eine Ausstellung über die beispiellose Rettung von Görlitz als architektonisches Flächendenkmal. Unter dem Titel „Görlitz – Auferstehung eines Denkmals“ sind bis zum 5. August großformatige Fotografien von Jörg Schöner aus Dresden zu sehen.

Er dokumentiert seit vier Jahrzehnten den enormen architektonischen Reichtum von Görlitz und wurde dabei zum Chronisten des Wandels in der Stadt. Historisches und Gegenwärtiges, Verfallenes und Wiederhergestelltes hielt er mit der Kamera fest und zeigt so nicht nur die herausragende Bausubstanz sondern auch Spuren des Alltags in der Neißestadt. Es entstand eine Dokumentation des scheinbar unaufhaltsamen Verfall
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Zwischen Kunst, Handwerk und Industrie

Carl Alexander und die Vision von der Schönheit der Dinge. Zum 200. Geburtstag des Großherzogs von Sachsen-Weimar-Eisenach.

Die Kunstsammlung Großherzog Carl Alexanders von Sachsen-Weimar-Eisenach umfasst neben Werken der bildenden Kunst auch zahlreiche Objekte des Kunsthandwerks, die im privat genutzten Speisesaal des mittelalterlichen Palas der Wartburg Aufstellung an prominentester Stelle gefunden hatten. Dass zur kostbaren Ausstattung des Raums ein ansehnlicher Bestand an Humpen und Willkomm-Gefäßen verschiedener Zünfte des Großherzogtums gehörte, erweist sich bei genauer Betrachtung als merkliches Zeichen des fortschreitenden gesellschaftlichen Wandels. Nachdem die Zünfte 1869 aufgelöst wurden, fanden ihre obsolet gewordenen Inventare den Weg in Museen und Sammlungen. Das durch die Gewerbefreiheit erstarkende Bürgertum wurde zum Träger der Industrialisierung im Großherzogtum. Anders als vielfach angenommen
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Asger Jorn

WITHOUT BOUNDARIES

Mit der Ausstellung ASGER JORN − WITHOUT BOUNDARIES wird das Werk des bedeutensten dänischen Künstlers des 20. Jahrhunderts in den Hamburger Deichtorhallen vom 22. Juni bis 23. September 2018 vorgestellt. Die konzentrierte Auswahl von 60 Werken reicht von Jorns Frühwerk, das Einflüsse von Paul Klee, Joan Miró und Max Ernst aufweist, über seine keramischen Werke bis hin zu seinen späten expressiven, gestischen Malereien.

Asger Jorn (1914 – 1973) erschafft mit seiner außergewöhnlich kraftvollen Bildsprache zwischen Abstraktion und Figuration dynamische Bildwelten, die von spielerischer Leichtigkeit bis zur Thematisierung seelischer Abgründe reichen. Unermüdlich malend und schreibend, verbindet Jorn in seinen Werken skandinavische Kultur mit der internationalen Avantgarde, er baut in
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Charline von Hey. Snake Eyes

#CHARLINEVONHEYL

Die Deichtorhallen Hamburg widmen der deutschen Malerin Charline von Heyl eine umfassende Einzelausstellung, die mit etwa 60 Leihgaben aus wichtigen Museen und privaten Sammlungen weltweit einen umfassenden Überblick über Charline von Heyls künstlerisches Schaffen von 2005 bis heute bietet. Die Ausstellung wandert anschließend in Teilen ins Hirshhorn Museum and Sculpture Garden in Washington, DC und ins belgische Museum Dhondt Dhaenens in Deurle.

Von Heyl, 1960 in Mainz geboren, heute mit Wohnsitz in New York und Marfa, Texas, zählt zu den bedeutendsten Malerinnen der Gegenwart – besonders in den USA hat von Heyl in den letzten Jahren enorme Beachtung gefunden. Ihre Werke sind in den Sammlungen der wichtigsten Museen weltweit vertreten; darunter Tate Modern, London, Museum of Modern Art
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Museum on the Couch #4

Museum on the Couch ist ein interdisziplinäres Projekt, bei denen Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen, wie beispielsweise Ethnologie, Theaterwissenschaften oder Area Studies, die Möglichkeit erhalten, sich mit den Problemen, denen ethnologische Museen derzeit weltweit gegenüberstehen, sowohl theoretisch als auch praktisch auseinanderzusetzen: Die Teilnehmer*innen sind dazu eingeladen, das GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig auf experimentelle Weise neu zu entdecken und mitzugestalten. Sie erhalten die Gelegenheit, dem Publikum eigene Lösungsvorschläge oder Statements in Form experimentellen Displays, Installation, Intervention, Performance oder anderen Formaten zu präsentieren. Während des gesamten Entstehungsprozesses der einzelnen Projekte werden insbesondere Probleme, die
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Künstler Komplex

Fotografische Porträts von Baselitz bis Warhol. Sammlung Platen

Anhand von rund 180 Arbeiten der Jahre 1917 bis 2000 zeigt die Ausstellung nicht nur die Vielfalt fotografischer Künstlerporträts, sie lässt auch die Kunst- und Künstlergeschichte des letzten Jahrhunderts Revue passieren. Berühmte aber auch wenig bekannte Fotografinnen und Fotografen, darunter Berenice Abbott, Brassaï, Henri-Cartier Bresson, Helga Fietz oder Jérôme Schlomoff sind mit ikonischen Porträts von Pablo Picasso und Salvador Dalí über Frida Kahlo und Andy Warhol bis hin zu Jeff Koons und Marina Abramović vertreten. Die Werke stammen aus der Sammlung Angelika Platen.

Der Begriff des Künstlers wird häufig mit Genialität, Einfallsreichtum und Gestaltungsfreiheit verbunden, während Carl Gustav Jung den Begriff „Komplex“ als ein Gefüge von Gefühlen, Gedanken und Erinnerungen de
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Made in Africa

Gegenübergestellt werden zeitgenössische Stücke aus den Millionenmetropolen Afrikas mit Objekten aus der historischen Sammlung des Museums. Ob bei der Arbeit, in den eigenen vier Wänden oder in den pulsierenden Häuserschluchten der Megacities von Lagos, Dakar, Nairobi, Brazzaville oder Johannesburg - extravagante Formen, auffällige Muster und leuchtende Farben bestimmen heute das Bild dieser Schauplätze. In den Metropolen von Nord nach Süd ist die Gestaltung und Form der Objekte so wandelbar, wie auch ihre Nutzung. Design und Produktion sind dabei nicht mehr nur an eine Person oder an einen Ort gebunden. Was erzählt das Label "Made in Africa" heute und damals über ein Objekt? Und auf welchen Grundlagen basiert die Gestaltung? Mit Hilfe von zeitgenössischen Objekten und dem historischen Bes
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Ins Offene. Fotokunst im Osten Deutschlands seit 1990

Die Ausstellung Ins Offene widmet sich mit dem Abstand von mehr als 25 Jahren erstmals der Frage, welchen Einfluss der Wechsel politisch-ideologisch wie ökonomisch konträrer Gesellschaftssysteme auf das Werk, die Biografie und die künstlerische Weltsicht von Fotografinnen und Fotografen hatte und bis heute hat. Es sollen am künstlerischen Werk ablesbare und erkennbare Veränderungen und Entwicklungen – persönliche und soziale wie auch allgemein gesellschaftliche – ebenso wie künstlerische Kontinuitäten und Konsequenzen der in diesem Zeitraum entstandenen Fotografien exemplarisch gezeigt werden.

Die Kuratoren gehen dabei der Frage nach, wie sich das fotografische Werk für im Osten Deutschlands sozialisierte Fotografinnen und Fotografen weiterentwickelt bzw. verändert hat: Welche nun offen
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Panoptikum

Roland Topor

In der französischen Kunst und Kultur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist Roland Topor eine Ausnahmeerscheinung. Niemand sonst betätigte sich im Laufe seines Lebens auf so vielen Feldern kreativen Schaffens wie er. Topor war ein unermüdlicher Zeichner und Illustrator, aber auch der Autor einer Fülle von Romanen, Kurzgeschichten und Bühnenstücken. Darüber hinaus schrieb er Drehbücher und trat in Filmen auf, führte im Theater Regie, entwarf Bühnenbilder und Kostüme und schuf nicht zuletzt über einhundert Plakate.
Verbindendes Element dieser breit gefächerten Aktivitäten ist Topors Faszination für die Absurditäten und Unzulänglichkeiten des Daseins. Mit besonderer Vorliebe blickt er in die Abgründe des menschlichen Miteinanders, wie sie sich vor allem – aber nicht nur – im Verhältnis
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Mit Augenmaß. Meisterwerke der Architektur im Jemen

Architektur gehört zu den spektakulärsten kulturellen Errungenschaften des Jemen. Lange vor dem sagenhaften Reich der Königin von Saba entwickelte sich im Einklang mit den landschaftlichen Gegebenheiten und klimatischen Herausforderungen eine atemberaubende Vielfalt traditioneller Baustile. Ihre Markenzeichen sind mächtige Festungen, Turmhäuser und auf Bergspitzen gelegene Dörfer, verbunden durch schwindelerregende Pfade. Ausgeklügelte Kanalsysteme versorgen die steilen Terrassenfelder an den Gebirgshängen mit Wasser. Generationen von hochspezialisierten Maurern, Tischlern und anderen Handwerkern errichten mit ausgeklügelten Techniken und lokal verfügbaren Materialien einzigartige Bauensembles. Allein „mit Augenmaß“ gebaut rufen ihre Dimensionen und perfekten Proportionen bis heute Staunen
Literatur | Buchpräsentation

Alexander Grau "Hypermoral. Die neue Lust an der Empörung"

Claudius-Verlag

Deutschland empört sich. Oft, gerne und über nahezu alles. „Empört Euch!“ war folgerichtig ein Bestseller hierzulande, markiert er doch in zwei Worten das Coming-out der deutschen Seele. Wir leben im Zeitalter der Hypermoral. Moral ist zur Leitideologie und zum Religionsersatz unserer postreligiösen Gesellschaft mutiert. Moral ist absolut geworden, sie duldet keine anderen Diskurse neben sich. So wird aus Moral die Tyrannei der Werte: Minderheitenkult, Kränkungsfetischismus, Gleichheitsideologie. Politik, Wirtschaft, Kunst – alles wird auf moralische Fragen reduziert. Selbst der Konsum hat fair, nachhaltig und ressourcenschonend zu sein. Wer sich diesem Diktat der totalen Moral zu entziehen sucht, wird gesellschaftlich sanktioniert. Der Publizist und Philosoph Alexander Grau, Autor der vie
Literatur | Buchpräsentation

Uwe Tellkamp "Die Carus-Sachen"

Illustriert und gestaltet von Andreas Töpfer

Zu Carus gehen: so verabschiedet sich der Gynäkologe von den beiden Kindern, wenn er sich während der frühen Achtziger des 20. Jahrhunderts in Dresden auf den täglichen Weg zur Medizinischen Akademie Carl Gustav Carus macht. Der Namensgeber der Institution, 1869 in Dresden gestorben, kann als Prototyp der in der Romantik noch selbstverständlichen Doppelbegabung gelten: Naturwissenschaftler, Arzt wie Maler, Verfasser geisteswissenschaftlicher Studien (unter anderem über Goethe). Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn der Vater seine beiden Kinder zu Expeditionen in die unabhängige Kunstszene Dresdens und des Umlands verleitet – es sind die Carus-Sachen, die alle drei umtreiben, zu Versuchen eines Wiederanknüpfens an die ungeteilte Humanität
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Die Kunstsammlung der Wartburg

GOETHES MUSEALER GEDANKE

Der 1815 formulierte Plan, das Baudenkmal auch mit sakralen Schnitzwerken „auszuzieren“, geht auf Johann Wolfgang von Goethe zurück, kam jedoch nicht zustande. Erst seit Beginn der baulichen Erneuerung und mit dem Ziel, das Denkmal nun auch würdig auszustatten, entfaltete sich eine rege Sammeltätigkeit.

Eine europäisch geprägte Kunstkammer

In Erinnerung an Goethes musealen Ge­danken legten die Groß­fürstin Maria Pawlowna und ihr Sohn Carl Alexander von Sachsen-­Weimar-­Eisenach den Grund­stock für eine europäisch geprägte Kunst­kammer, deren Sammlungs­schwer­punkte sich bis heute an den wichtigsten historischen und architektur­ge­schichtlichen Epochen der Wartburg orientieren. Mit Glanzl­ichtern aus der Wartburg-­Sammlung, die heute insgesamt etwa 9.000 Ob
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Lucas Cranach d.Ä.

DIE GEMÄLDE IN DER KUNSTSAMMLUNG DER WARTBURG

Die Wartburg-Stiftung ist im Besitz von wertvollen Gemälden des Malers Lucas Cranach d.Ä.
Diesen Schatz verdankt sie einem Urahn der erfolgreichen Künstlerfamilie, der seit dem Jahre 1894 die Stelle als Burg­haupt­mann auf der Wartburg innehatte.

Hans Lucas von Cranach (1855-1929)
Hans Lucas von Cranach (1855-1929) hatte durch Protektion des Großherzogs Carl Alexander dieses Amt übernommen und stellte sich als würdiger, engagierter und zuverlässiger Nachfolger der Arnswald-Ära heraus. Im Jahre 1926 schloß Hans Lucas von Cranach mit der Wartburg-Stiftung einen Erbvertrag, wonach der Wartburg eine große Anzahl von Kunstwerken aus seinem Besitz zufiel, darunter Originalbilder seines berühmten Vorfahren; für zahlreiche Bilder erhielt die St
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Dauerausstellung

Die historische Dauerausstellung lädt - auf über 3000 qm Ausstellungsfläche - zu einer Entdeckungsreise durch zwei Jahrtausende deutsch-jüdischer Geschichte ein. In 13 Epochenbilder vom Mittelalter bis zur Gegenwart zeichnet die Ausstellung ein lebendiges Bild deutsch-jüdischen Lebens. Alltags- und Kunstobjekte, Fotos und Briefe, interaktive Elemente und Medienstationen erzählen von jüdischer Kultur in Deutschland und zeigen, wie eng jüdisches Leben mit der deutschen Geschichte verwoben ist.
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Ammonit & Donnerkeil

Grenzenlose Welt der Steine
Dauerausstellung

Die Ausstellung Ammonit & Donnerkeil beherbergt Gesteine aus der Nordwestschweiz, die zwischen 16‘000 und 250 Millionen Jahre alt sind. Darunter befinden sich die wichtigsten Gruppen von Mikrofossilien, Pflanzen und wirbellosen Tieren. Hierzu zählen auch zahlreiche Fossilien von Meeresbewohnern wie Schwämme, Korallen, Muscheln, Ammoniten und Seeigel aus der Jurazeit, als die Region von einem flachen Meer bedeckt war.

Die Umgebung von Basel ist äusserst reich an Fossilien. Werfen Sie einen Blick auf spektakuläre Funde aus der Trias, bemerkenswerte Ammoniten aus der Jurazeit sowie auf Korallen, Brachiopoden, Muscheln und Echinodermen aus unterschiedlichen Epochen der Zeitgeschichte.

Des Weiteren präsentieren wir Ihnen Fossilien aus den Tongruben bei Allschwil, Trias-Pflanzen aus Münche
Ausstellungen

Dino & Saurier

Lebendige Bilder vergangener Tage
Dauerausstellung

Wie lebten die Dinosaurier? Was haben sie gefressen? Wie schnell sind sie gewachsen? Weshalb wurden sie derart gross? Und wie war ihr Sozialverhalten? Auf diese und weitere Fragen erhalten Sie in unserer Dauerausstellung anschauliche Antworten. Dabei nehmen wir Abschied von der Vorstellung, Dinosaurier seien primitive Monster gewesen.

Die Dauerausstellung vermittelt Eindrücke davon, wie die Welt vor 150 Millionen Jahren aussah und durch welche Landschaften die Dinosaurier gewandert sind. Was viele noch immer nicht wissen: Auch in der Schweiz hat man Dinosaurier gefunden. Wir zeigen bemerkenswerte Objekte und aktuelle Erkenntnisse aus erster Hand.

Neben einer dynamischen Skelettrekonstruktion eines 7,5 m langen Allosaurus ist auch ein plastisches, lebensgrosses Modell des in der Schwe
Ausstellungen

Schlupfloch

Vom Ei zum Falter
Dauerausstellung

Hat sich eine Raupe aus dem Ei gekämpft, frisst sie, soviel sie kann. Sie ändert ihr Aussehen, wächst und verpuppt sich, um schliesslich als wunderschöner Falter aus der Puppenhülle zu schlüpfen und durch die Lüfte zu fliegen. Diese bemerkenswerten Entwicklungsschritte des Schmetterlings zeigen wir am Beispiel des einheimischen Schwalbenschwanzes. Das Schlupfloch richtet sich primär an Kinder.

Schmetterlinge vollziehen im Laufe ihres Lebens eine Verwandlung, die sogenannte vollständige Metamorphose. Auch Käfer, Fliegen und Hautflügler wie etwa Ameisen oder Bienen verwandeln sich komplett.

Am Beispiel eines einheimischen Schmetterlings, des Schwalbenschwanzes, ist diese Ausstellung dem Reiz der Verwandlung auf der Spur und zeigt die verschiedenen Entwicklungsschritte dieses fasziniere
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Der Orient. Zum Staunen so nah

Dauerausstellung

Als „Morgenland“ der aufgehenden (= oriens) Sonne wird eine geographische Region bezeichnet, die von Nordafrika über den Nahen und Mittleren Osten bis nach Zentral- und Südasien reicht. Überwiegend vom Islam geprägt, hat jede ihrer städtischen, bäuerlichen oder nomadischen Regionalkulturen, darunter auch nicht-islamische Minderheiten, ihre historisch gewachsenen Besonderheiten.

Die Ausstellung führt Sie in die facettenreiche Welt des Orients. Jahrhundertealte und zeitgenössische Kunst, Objekte voll tiefempfundener Religiosität und sogar Gegenstände alltäglichen Lebens laden zum Staunen ein. Von orientalischer Baukunst erzählen strahlend blaue Architekturfliesen, opulent beschnitzte Hausportale aus Pakistan oder ein indischer Gartenpavillon aus weissem Marmor. Prachtvolle Beispiele verga
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Lebendige Traditionen, Kreative Gegenwart. Kunst aus Afrika

Dauerausstellung

Afrika gilt als Wiege der Menschheit – unser aller Vorfahren kommen von dort. Der Kontinent umfasst heute über 50 Länder und weist die weltweit größte Vielfalt an Sprachen und Kulturen auf. Die Ausstellung präsentiert eindrucksvolle Beispiele traditioneller Kunst aus dem Afrika südlich der Sahara. Die Bandbreite reicht von höfischen Bronzen aus dem Reich Benin, wirkmächtigen Kraftfiguren aus der Kongoregion und Jahrhunderte alten filigranen Elfenbeinschnitzereien aus Westafrika bis hin zu faszinierenden Ahnenskulpturen oder Masken von Mali bis Tansania.

Die berühmten „Blauer Reiter“-Künstler Franz Marc und Wassili Kandinsky suchten und fanden in der Münchner Afrika-Sammlung Inspiration für ihre eigenen Arbeiten.

Einen besonderen Schwerpunkt der Ausstellung bilden Werke international
Ausstellungen

Ozeanien. Inselwelten im Pazifik

Dauerausstellung

Über die Weiten des Stillen Ozeans, auch Pazifik genannt, verteilen sich mehr als 7.500 Atolle und Inseln. Diese Welt erstreckt sich über ein Drittel der Erdoberfläche und wird heute unter dem Begriff Ozeanien zusammengefasst. Europäer haben das riesige Gebiet geographisch und kulturell in Melanesien „die schwarzen Inseln“, in Mikronesien „die kleinen Inseln“ und in Polynesien „die vielen Inseln“ unterteilt.

Für die Ozeanier ist das Meer nichts Trennendes, sondern hat von jeher Menschen und Kulturen miteinander verbunden. In der Ozeanien-Ausstellung sehen Sie weltweit einzigartige Objekte, die diese Verbindung aufzeigen und Ihnen Einblicke in traditionelle Lebensweisen ermöglichen.

Vom herausragenden seefahrerischen Können erzählen das reich verzierte Fischerboot aus Botel Tobago, di
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Sonnentanz und Bisonjagd. Indianer Nordamerikas

Dauerausstellung

Der nordamerikanische Kontinent erstreckt sich fast 8.000 Kilometer von der Arktis über Alaska, Kanada und die USA bis ins nördliche Mexiko. Als ebenso vielfältig wie seine Landschaften erweisen sich die traditionellen Kulturen der Indianer und Eskimo. Die Exponate der Ausstellung zeigen diese Vielfalt auf und belegen eindrucksvoll den Erfindungsreichtum und das ästhetische Gefühl ihrer Schöpfer. Beispiele hierfür sind die berühmten Rabenmasken der Kwakiutl, aufwändige Perlenstickereien der Sioux oder die handschmeichelnden Specksteinfiguren der Eskimo. Von den Kachina-Figuren der Hopi ließen sich bereits Künstler der Klassischen Moderne beeinflussen.

Ein bemaltes Tuch, das einst ein Tipi zierte, erzählt Geschichten von Sonnentänzen und Festen, Kriegen und Bisonjagden. Nur Kinder können
Literatur | Buchpräsentation

Eugen Gomringer "poema: Gedichte und Essays"

Vor 65 Jahren erschien Eugen Gomringers Gedicht «avenidas» in der Zeitschrift «spirale». Es war ein erstes Beispiel jener «Konstellationen», die in der Folge eine wesentliche Grundform der Konreten Poesie bilden sollte. Auf unvermutete Weise hat dieses Gedicht in jüngster Vergangenheit für Zündstoff gesorgt und eine umstrittene Aktualität gewonnen – Anlass genug, das dichterische Werk des Begründers der Konkreten Poesie neu zu betrachten.
Eugen Gomringer hat dazu eine Anzahl seiner wesentlichen Gedichte versammelt, sie selber kommentiert und ihnen Essays bekannter Autorenkollegen beigegeben. Er hält damit Rückschau auf die Entwick­lung einer literarischen Bewegung, deren minimalistischer Reduktionismus zunächst als belanglose Spielerei belächelt wurde, deren kreatives Potential sich unte
Literatur | Buchpräsentation

Peter Wawerzinek "Rabenliebe"

Verlag Galiani Berlin

Ein Buch wie ein Erdbeben

Über fünfzig Jahre quälte sich Peter Wawerzinek mit der Frage, warum seine Mutter ihn als Waise in der DDR zurückgelassen hatte. Dann fand und besuchte er sie. Das Ergebnis ist ein literarischer Sprengsatz, wie ihn die deutsche Literatur noch nicht zu bieten hatte.

Ihre Abwesenheit war das schwarze Loch, der alles verschlingende Negativpol in Peter Wawerzineks Leben. Wie hatte seine Mutter es ihm antun können, ihn als Kleinkind in der DDR zurückzulassen, als sie in den Westen floh? Der Junge, herumgereicht in verschiedenen Kinderheimen, blieb stumm bis weit ins vierte Jahr, mied Menschen, lauschte lieber den Vögeln, ahmte ihren Gesang nach, auf dem Rücken liegend, tschilpend und tschirpend. Die Köchin des Heims wollte ihn adoptieren, ihr Mann wollte das nich
Literatur | Buchpräsentation

Jan Wagner "Der verschlossene Raum"

Hanser Verlag

Georg-Büchner-Preis 2017

Mit den Essays von Jan Wagner auf literarischer Entdeckungsreise: leidenschaftlich, mitreißend, klug.

Wüsste man nichts von Jan Wagners lyrischem Werk, man würde überhaupt nur noch Essays von ihm lesen wollen. Ob er über Bibliotheken, Buchhandlungen, Lyrik oder Kunst schreibt, ob er literarische Postkarten aus Rom oder Los Angeles sendet oder die Epiphanie eines Rosmarins im schwäbischen Garten feiert – man glaubt diesem charmanten Geschichtenerzähler alles. Es bleibt kaum Zeit, die rhetorische Fingerfertigkeit zu bewundern, mit der da zwischen souveräner Gelehrsamkeit unerwartet die nächste Anekdote aus dem Ärmel gezogen wird, und man kann nicht anders als staunen über die Trouvaillen, die Jan Wagner von seinen Entdeckungsreisen quer durch Epochen und Konti
Ausstellungen | Ausstellung

Rundgänge in einer Welt

Bei der großen Zahl von Sammlungsstücken ist es immer wieder ein kaum zu lösendes Problem, die Auswahl für eine Dauerausstellung aus dem Fundus des Leipziger Völkerkundemuseums zu treffen. Der überwiegende Teil der rund 220.000 Ethnographica konnte noch nie in der Öffentlichkeit gezeigt werden. Auch dieses Mal, bei der Wiedereröffnung des Grassimuseums, werden die Besucher nur eine Auswahl sehen können, die unter ethnographischen und kunsthistorischen Gesichtspunkten getroffen wurde.

Ergänzend sind in allen Ausstellungsbereichen Objekte aus den Sammlungen des Dresdner Völkerkundemuseums und des Völkerkundemuseums Herrnhut hinzugenommen worden. Somit ist ein kleiner Einblick in den Umfang der Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen möglich. Die Objekte dieser Dauerausstellung we
Literatur | Buchpräsentation

Robert Menasse "Die Hauptstadt"

Suhrkamp Verlag

Deutscher Buchpreis 2017

Der große europäische Roman

In Brüssel laufen die Fäden zusammen – und ein Schwein durch die Straßen.
Fenia Xenopoulou, Beamtin in der Generaldirektion Kultur der Europäischen Kommission, steht vor einer schwierigen Aufgabe. Sie soll das Image der Kommission aufpolieren. Aber wie? Sie beauftragt den Referenten Martin Susman, eine Idee zu entwickeln. Die Idee nimmt Gestalt an – die Gestalt eines Gespensts aus der Geschichte, das für Unruhe in den EU-Institutionen sorgt. David de Vriend dämmert in einem Altenheim gegenüber dem Brüsseler Friedhof seinem Tod entgegen. Als Kind ist er von einem Deportationszug gesprungen, der seine Eltern in den Tod führte. Nun soll er bezeugen, was er im Begriff ist zu vergessen. Auch Kommissar Brunfaut steht vor einer schwierig
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Natascha Wodin "Sie kam aus Mariupol"

Rowohlt Verlag

Leipziger Buchpreis 2017 - Belletristik

"Wenn du gesehen hättest, was ich gesehen habe" - Natascha Wodins Mutter sagte diesen Satz immer wieder und nahm doch, was sie meinte, mit ins Grab. Da war die Tochter zehn und wusste nicht viel mehr, als dass sie zu einer Art Menschenunrat gehörte, zu irgendeinem Kehricht, der vom Krieg übriggeblieben war. Wieso lebten sie in einem der Lager für "Displaced Persons", woher kam die Mutter, und was hatte sie erlebt? Erst Jahrzehnte später öffnet sich die Blackbox ihrer Herkunft, erst ein bisschen, dann immer mehr.

"Sie kam aus Mariupol" ist das außergewöhnliche Buch einer Spurensuche. Natascha Wodin geht dem Leben ihrer ukrainischen Mutter nach, die aus der Hafenstadt Mariupol stammte und mit ihrem Mann 1943 als "Ostarbeiterin" nach Deutschland v
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Jan Wagner "Regentonnenvariationen"

Hanser Verlag

Preis der Leipziger Buchmesse 2015

In seinem neuen Gedichtband vermisst Jan Wagner poetisch die Welt – von Schlehen im Frost bis zu Eseln in Sizilien.
Der Garten, in dem die Regentonne steht, ist phantastisch weit, reich und offen – eine Welt. In diesem Lyrikband geht es in die Natur mit all ihren kunstvollen Variationen des Lebens. Jan Wagner lässt den Giersch schäumen, dass einem weiß vor Augen wird, nimmt Weidenkätzchen und Würgefeige, Morchel und Melde, Eule, Olm und Otter ins poetische Visier, zoomt ran, überblendet assoziativ, bis der Blick sich weitet und man weiß, für einen Augenblick zum Wesen der Dinge vorgedrungen zu sein. Es ist immer wieder ein Wunder, wie es diesem Lyriker gelingt, Bilder zu schaffen, die in einem Halbvers Stimmungen heraufbeschwören – bis längst Vergesse
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Mirjam Pressler "Grüße und Küsse an alle"

S. Fischer Verlag

Die Geschichte der Familie von Anne Frank

Eine Sensation: Die ganze Geschichte von Aufstieg und Schicksal der Familie Anne Franks über drei Jahrhunderte, erzählt auf der Grundlage tausender unbekannter Briefe und Dokumente
Sommerfrische hoch über dem Silser See in den Schweizer Bergen: Alljährlich traf sich hier die Familie Frank, die sonst über ganz Europa verstreut war. Noch Anne Franks Ururgroßvater hatte als kleiner Junge in der engen Frankfurter Judengasse leben müssen, doch schon eine Generation später wurde ein Vorfahr Anne Franks zum ersten jüdischen Professor in Deutschland berufen. Ihre Großmutter Alice führte als Bankiersgattin ein weltoffenes Haus in Frankfurt, bis die Familie nach London, Basel und Amsterdam übersiedelte, das dann zum Schicksalsort der Familie werden sollt
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Jan Josef Liefers "Soundtrack meiner Kindheit"

Rowohlt Velage

Ein ganz persönliches Buch über eine Kindheit in der DDR.

«Ich wurde im November 1963 eines Nachts unter nicht sonderlich spektakulären Umständen in Dresden gezeugt ... Die Schwangerschaft kam alles andere als gelegen. Meine Eltern waren mitten im Studium, hatten keine eigene Wohnung, hätten sich auch keine leisten können, und ihre Zukunft war ziemlich ungewiss, um nur zwei vernünftige Argumente gegen so frühen Nachwuchs aufzuzählen. Aber nach einigen halbherzigen Versuchen aus dem reichen Schatz häuslicher Selbsthilfemittel wie sehr heiße Bäder, Rotwein mit Nelke und anschließenden Sprüngen vom Kleiderschrank war klar, die Frucht saß fest, das Zellklümpchen zeigte sich unbeeindruckt und teilte sich normgerecht weiter. Die junge Frau war kerngesund, und – Schauspielerin hin oder her – b
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Thomas Rosenlöcher "Die verkauften Pflastersteine - Dresdner Tagebuch"

Suhrkamp Verlag

Als dieses Buch 1990 zum ersten Mal erschien, wurde es als ein ungeheuer genauer, gelassener und ironisch-skeptischer Blick auf die Tage der Wende und die Monate danach begrüßt. In einer Zeit, als die Stimmung zwischen schriller Einheitseuphorie und Verklärung der DDR schwankte, schaute Thomas Rosenlöcher genauer hin und verließ sich allein auf sein unabhängiges Urteil. Liest man sein Tagebuch der Wendezeit heute, dann wird klar: Es ist eines der hellsichtigsten Bücher, die wir über das vereinte Deutschland lesen können. Mit großer Glaubwürdigkeit, radikaler Ehrlichkeit und klugem Humor beschreibt Rosenlöcher ein Land, in dem wir bis heute leben.

- eines der wichtigsten Bücher über die Wende in neuer Ausgabe
- authentische Einblicke in beide deutsche Staaten vor der Wiedervereinigung
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Jean-Marc Gonin, Olivier Guez "Die Mauer fällt"

Piper Verlag

Aus dem Französischen von Helmut Reuter. Was am 9. November 1989 passierte, war ebenso unwahrscheinlich und abenteuerlich wie ein Roman. Und genau so erzählen Olivier Guez und Jean-Marc Gonin diese Geschichte. Kann man sich eine Szene ausdenken wie die, in der der mörderische General Mielke vor die Volkskammer tritt und ruft: "Ich liebe Euch doch alle"? Oder wie eine Handvoll Demonstranten in der Berliner Gethsemane-Kirche die schwerbewaffneten Stasi-Männer durch Kirchenlieder zum Abzug bringt? In der Art eines Doku-Dramas verknüpfen die Autoren die oft dramatischen Schicksale der eigentlichen Helden der Geschichte, der Menschen, mit denen der großen Politik von Honecker & Co. Sie alle treten als lebendige Figuren auf, in ihren Gesprächen, privaten Eigenarten, die mehr verraten als jede no
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Bodo Kirchhoff "Widerfahrnis"

Frankfurter Verlagsanstalt

Deutscher Buchpreis 2016

Reither, bis vor kurzem Verleger in einer Großstadt, nun in einem idyllischen Tal am Alpenrand, hat in der dortigen Bibliothek ein Buch ohne Titel entdeckt, auf dem Umschlag nur der Name der Autorin, und als ihn das noch beschäftigt, klingelt es abends bei ihm. Und bereits in derselben Nacht beginnt sein Widerfahrnis und führt ihn binnen drei Tagen bis nach Sizilien. Die, die ihn an die Hand nimmt, ist Leonie Palm, zuletzt Besitzerin eines Hutgeschäfts; sie hat ihren Laden geschlossen, weil es der Zeit an Hutgesichtern fehlt, und er seinen Verlag dichtgemacht, weil es zunehmend mehr Schreibende als Lesende gibt. Aber noch stärker verbindet die beiden, dass sie nicht mehr auf die große Liebe vorbereitet zu sein scheinen. Als dann nach drei Tagen im Auto am Mittel
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Marcel Beyer "Flughunde"

Suhrkamp Verlag

Georg-Büchner-Preis 2016 für Marcel Beyer

Flughunde sind fledermausähnliche Flattertiere mit hundeartigem Kopf. Für Hermann Karnau sind sie von Kindheit an Sinnbild einer Welt, die vor dem Zugriff fremder Stimmen geschützt ist. Die Stimme ist der Fetisch des Akustikers Karnau, der 1940 den Plan faßt, systematisch das Phänomen der menschlichen Stimme zu erkunden.
Die eine Erzählstimme gehört Hermann Karnau, dessen Namen der Autor einem Wachmann im Berliner Bunker unter der Reichskanzlei entliehen hat. Die andere gehört der achtjährigen Helga, einer Tochter des Propagandaministers. Immer wieder kommt es zu Begegnungen der beiden, zuletzt im April 1945, als Karnau in Berlin ist, um die Führerstimme aufzuzeichnen.
Ein Zeitsprung führt in den Sommer 1992. Hermann Karnau, der nach dem Kri
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Guntram Vesper "Frohburg"

Schöffling & Co.

Preis der Leipziger Buchmesse 2016 (Belletristik)

FROHBURG ist ohne Zweifel das opus magnum von Guntram Vesper, zugleich für den Autor der Ausgangspunkt von allem: Der Ort seiner Geburt 1941, Jugend, Aufwachsen und Erwachen, die Flucht der Familie 1957, das umliegende Land die Folie der Geschichtsbetrachtung einer deutschen Epoche. Hier werden ein Land und eine Zeit gültig festgehalten, Kultur und Politik, Krieg und Nachkrieg, ein umfassendes, großartiges Portrait deutschen Lebens im zwanzigsten Jahrhundert; ein gewaltiges Prosawerk, das neben die großen Bücher von Peter Kurzeck, Walter Kempowski und Uwe Johnson zu stellen ist. FROHBURG ist ein Füllhorn an Geschichten, zumeist aus eigenem Erleben grundiert, eine große autobiographische Erzählung, ein Welt-Buch im Überschaubaren, ein Ges
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Die Ständige Sammlung des Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

Das Wallraf lädt Sie ein zur unmittelbaren Begegnung mit Meisterwerken der europäischen Kunst. Das Museum besitzt eine der wichtigsten Sammlungen mittelalterlicher Malerei weltweit. Stefan Lochners populäre "Muttergottes in der Rosenlaube" ist ihr Höhepunkt. Weitere Highlights sind die Malerei des Barock mit Gemälden von Rubens, Rembrandt, Murillo bis Boucher, die deutsche Romantik sowie der französische Realismus und Impressionismus.

Reisen Sie durch 700 Jahre Kunstgeschichte.
Mit den Bildern der Fondation Corboud besitzt das Wallraf-Richartz-Museum die umfangreichste Sammlung impressionistischer und neoimpressionistischer Kunst in Deutschland. Manet, Monet, Renoir, Pissarro, Sisley, Morisot, Signac und Seurat sind mit hervorragenden Werken vertreten, van Gogh, Cézanne, Gauguin, Bonn
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Gregor Gumpert / Ewald Tucai "Ruhr.Buch"

dtv

RUHR.2010
Kulturhauptstadt Europas - die literarische Anthologie

Essen und 52 weitere Städte zwischen Rhein, Lippe, Emscher und Ruhr dürfen sich 2010 als Kulturhauptstadt Europas feiern. Der drittgrößte europäische Ballungsraum rüstet sich mit vielen Projekten und Veranstaltungen, um sich sowohl als Kulturlandschaft als auch als Metropole zu zeigen.

Zu der Begegnung mit einer großen Geschichte und einer spannenden Zukunft lädt auch diese repräsentative literarische Anthologie mit Prosatexten, Gedichten und Liedern zahlreicher Autoren aus Vergangenheit und Gegenwart ein. Ob aus heimatlicher Perspektive oder aus der eines Besuchers: Alle Beiträge erzählen von den historischen Besonderheiten und den beeindruckenden Veränderungen, die das Ruhrgebiet - diesen Schmelztiegel in der Mitte
Ausstellungen | Ausstellung

Sammlung Museum Folkwang

Das Museum Folkwang bietet dem Besucher eine beeindruckend vollständige Übersicht über die deutsche und französische Malerei und Skulptur des 19. Jahrhunderts. Schwerpunkte bilden die deutsche Romantik, ‚heroische’ Landschaftsbilder des Spätklassizismus, die französische Landschaftsmalerei und der Impressionismus sowie Beispiele des Neoimpressionismus beziehungsweise Pointillismus.

Einzigartige Werke von van Gogh, Cezanne, Gauguin und Matisse, den Wegbereitern der Moderne, leiten über zum deutschen Expressionismus und den verschiedenen Kunstrichtungen des 20. Jahrhunderts, wie Kubismus, Abstraktion und Konkrete Kunst, Abstrakter Expressionismus, Art Informel und Neue Figuration.

Bild: Vincent van Gogh: Le moissonneur, 1889 Die Ernte, Kornfeld mit Schnitter; © Museum Folkwang, Essen
Literatur | Buchpräsentation

Georg Klein "Roman unserer Kindheit"

Rowohlt Verlag

Ein scheinbar ewiger Sommer umfängt Neubaublöcke, amerikanische Kasernen, ein verlassenes Wirtshaus unter uralten Kastanien und die Laubenkolonie, wo die Kinder der Neuen Siedlung sich die großen Ferien vertreiben. Langsam, kaum merklich, sickert das Unheimliche ein: Ein Mord wird angekündigt, dann kommen die Boten, buchstäblich aus einer anderen Welt. Und es sieht aus, als könnten sie zumindest eines der Siedlungskinder auf die Nachtseite dieses Sommers hinüberziehen.

Hardcover, 448 S.
22,95 €

«Roman unserer Kindheit» ist zugleich ein radikal autobiographisches und magisch-phantastisches Buch, ein Kindheitsroman voll fiebrigem Witz und dunkler Einsicht.

«Ein Geniestreich ist dieser Roman, opak, dicht, verrückt, hässlich und irre schön.»
Ina Hartwig, Die Zeit
Literatur | Buchpräsentation

Hans-Ulrich Treichel "Grunewaldsee"

Suhrkamp Verlag

Paul liebt Berlin, vor allem Westberlin, sofern man Westberlin lieben kann, wenn man in einer dunklen Hinterhofwohnung in Kreuzberg lebt. Und er liebt Maria, die Spanierin mit den graugrünen Augen und der Motorradjacke. Die beiden lernen sich in Málaga kennen, wo er als Sprachlehrer jobbt, während er auf eine Referendariatsstelle wartet. Maria, die angehende Ärztin, wird für ihn zur Liebe seines Lebens, und doch muß er sie bald verlassen: Sie ist verheiratet und erwartet ein Kind. Aber bei seinem Abschied aus Spanien ruft sie ihm nach: »Permanecemos juntos!« - »Wir bleiben zusammen!« Marias Versprechen soll kein leeres bleiben: Sie sehen sich wieder, in Deutschland. Von der Lobby des Münchner Hotels Vier Jahreszeiten aus brechen sie auf zu einer Reise, die freilich nur einen halben Tag dau
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Thomas Kapielski "Mischwald"

Suhrkamp Verlag

Preis der Literaturhäuser 2010

Kunst ist schlimmer als Heimweh – sagt Thomas Kapielski in Mischwald, seinem neuen großen Prosaband, einer reich illustrierten Welt- und Werkschau, angelegt als Logbuch eines gemischten Jahres, zu dessen Auftakt man ihn irrtümlich für tot erklärt und an dessen Ende er verfügt: Meinen Grabstein soll die Zeile schmücken: »Macht bloß so weiter!«

Was das Leben ihm dazwischen alles zuträgt, spottet jedem Vorschautext: Paradoxe Rauschzustände angesichts eines TV-Konzerts von André Rieu, heikle Fragen der Koran-Archäologie oder eine Einladung zur »Blattkritik« beim Stern haben genauso ihren Ort wie die angeschwipsten Bekenntnisse eines Künstlersozialkassenmitglieds, liebevoll gemeißelte Porträts verstorbener Weggefährten wie Emmett Williams, Thomas Schmid oder
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Christa Wolf "Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud"

Suhrkamp Verlag

Los Angeles, die Stadt der Engel: Dort verbringt die Erzählerin Anfang der Neunziger einige Monate auf Einladung des Getty Center. Ihr Forschungsobjekt sind die Briefe einer gewissen L. aus dem Nachlaß einer verstorbenen Freundin, deren Schicksal sie nachspürt – eine Frau, die aus dem nationalsozialistischen Deutschland in die USA emigrierte. Sie beobachtet die amerikanische Lebensweise, taucht ein in die Vergangenheit des „New Weimar unter Palmen“, wie Los Angeles als deutschsprachige Emigrantenkolonie während des Zweiten Weltkriegs genannt wurde. Ein ums andere Mal wird sie über die Lage im wiedervereinigten Deutschland verhört: Wird der „Virus der Menschenverachtung“ in den neuen, ungewissen deutschen Zuständen wiederbelebt?

In der täglichen Lektüre, in Gesprächen, in Träumen stellt
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Paul Auster "Unsichtbar"

Rowohlt Verlag

Niemand entzieht dem Leser so virtuos den Boden unter den Füßen, wie Paul Auster, der «Zeremonienmeister des Zufalls» (FAZ). Eben noch hat uns einer sein Leben erzählt, schon ist er – ein kleiner Wechsel der Perspektive nur – die imaginäre Figur eines Romans. Wer ist wirklich der, der zu sein er vorgibt? In Unsichtbar werden wir Zeuge eines teuflischen Spiels von Verführung und Verrat, Liebe und Lüge.

Der Fremde in dir

Vor vierzig Jahren haben sie sich zuletzt gesehen, es war «der Sommer des Sechstage-Kriegs, der Sommer der Rassenunruhen in mehr als hundert amerikanischen Städten, der Summer of Love». Jetzt schickt Adam Walker seinem früheren Studienfreund, dem erfolgreichen Schriftsteller James Freeman, ein unfertiges Manuskript: «Ich brauche dringend Hilfe.» Bald darauf erhält Free
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Reinhard Jirgl "Die Stille"

Hanser Verlag

Georg-Büchner-Preis 2010

Einhundert Jahre aus der Geschichte zweier Familien und aus der Geschichte eines Landes: Reinhard Jirgls "Die Stille" ist das monumentale Epos vom langen 20. Jahrhundert in Deutschland. Am Anfang steht ein Fotoalbum, die ältesten Bilder sind über achtzig Jahre alt: einhundert Fotografien zweier Familien, die eine aus Ostpreußen stammend, die andere aus der Niederlausitz. Zwei Weltkriege, Inflation, Flucht und Vertreibung haben diese beiden Familien über fünf politische Systeme hinweg, von der Kaiserzeit bis heute, überlebt. Den einhundert Fotografien folgend, erzählt Jirgl Geschichten von Verletzungen, Liebe und Verrat. "Die Stille" bestätigt seinen außergewöhnlichen Rang.

Roman
Fester Einband, 536 Seiten
Preis: 24.90 € (D) / 42.90 sFR (CH) / 25.60 € (A)
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Jonathan Franzen "Freiheit"

Rowohlt

Aus dem Amerikanischen von Bettina Abarbanell und Eike Schönfeldt. Patty und Walter Berglund - Vorzeigeeltern und Umweltpioniere, fast schon ideale Nachbarn in ihrer selbst renovierten viktorianischen Villa in St. Paul - geben plötzlich Rätsel auf: Ihr halbwüchsiger Sohn zieht zur proletenhaften republikanischen Familie nebenan, Walter lässt sich zum Schutz einer einzigen Vogelart auf einen zwielichtigen Pakt mit der Kohleindustrie ein, und Patty, Exsportlerin und Eins-a-Hausfrau, entpuppt sich als wahrlich sonderbar. Hat Walters bester Freund, ein Rockmusiker, damit zu tun? Auf einmal lebt Patty ihre kühnsten Träume, führt sie ein Leben ohne Selbstbetrug. In diesem Roman einer Familie, der zugleich ein Epos der letzten dreißig Jahre amerikanischer Geschichte ist, erzählt Jonathan Franzen
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Uwe Tellkamp "Die Schwebebahn - Dresdner Erkundungen"

inselverlag

Nach dem grandiosen Erfolg seines Beststellers Der Turm führt Uwe Tellkamp uns erneut in seine Heimatstadt Dresden. Auf den Stationen dieser Reise erwartet uns eine Fülle von Geschichten, die sich zu einer einzigartigen Erzählung der Stadt zusammenfügen. Wir begegnen der Klavierlehrerin Adolzaide und dem Vorsitzenden der Quittengesellschaft, hören Gesprächen über die Frauenkirche, Dresdner Maler und Architektur zu, besuchen den Jungen, dem in einem Johannstädter Plattenbau eine Tube Schuhcreme zum Gleichnis für den Traum vom Meer wurde. Dresden ist ein Stück Italien, und eine Laufmaschenreparatur ist in Wahrheit eine Filiale des Amts zur Wiederherstellung der Schönheit. In der Bunten Republik Neustadt lebt Q., die Brombeeren und die Zahl 19 liebt. Zwergpudel Caligula, der die Dame mit Hut
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Amir Hassan Cheheltan "Teheran Revolutionsstraße"

P. Kirchheim Verlag

Der Aufstieg eines zwielichtigen Operateurs von Jungfernhäutchen zum Klinikchef, der sich in eine seiner Patientinnen verliebt, ist Ausgangspunkt für ein Sittenbild der iranischen Gesellschaft, deren politische, wirtschaftliche und soziale Zwänge und Verwerfungen ein junges Liebespaar auf grausame Weise scheitern lassen. „Teheran Revolutionsstrasse“, der in Teheran nicht veröffentlichte Roman Cheheltans, porträtiert den unbekannten Alltag von Menschen der Teheraner Megacity.

Scheinbar unbeteiligt läßt Shahrsad sich von den Ereignissen mitschleifen. Kein Aufschreien, kein Aufbegehren …Ihre ganze Kraft fließt in das starre Aushalten, das kein Morgen kennt, keine Schuld, kein Selbstwertgefühl. … Und mit dieser Charakterisierung der jungen Frau gelingt Cheheltan eine beeindruckende Reflexio
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Mario Vargas Llosa "Das böse Mädchen"

Aus dem Spanischen von Elke Wehr
suhrkamp

Literaturnobelpreis 2010

Als er sie zum erstenmal sieht, tanzt sie den Mambo wie keine andere, damals in Miraflores, Sommer 1950. Sie ist, wie er, fünfzehn Jahre alt – aber was für Freiheiten nimmt sie sich heraus! Wie aufregend wenig bekümmert sie all das, was man in diesem steifkatholischen Lima tut oder nicht tut. Und dann ist sie plötzlich von einem Tag auf den anderen verschwunden. Die Erinnerung an das »böse Mädchen« und ihr geheimnisvolles Anderssein läßt Ricardo nicht mehr los.
Seine Freiheit besteht darin, nach Paris zu gehen, als Übersetzer, ein intellektuelles Glück, von dem er glaubt, es könne ihm genügen. Da aber taucht aus heiterem Himmel das »böse Mädchen« auf, unterwegs nach Havanna, wo sie zur Revolutionärin ausgebildet werden soll. Sie lieben sich in einer Nacht, die
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Mircea Cărtărescu "Die Wissenden"

dtv Verlag

Was als Selbsterkundung eines Halbwüchsigen beginnt, entwickelt sich zu einem mitreißenden Erzählstrom von immenser Sprachkraft.
Rumänien um die Mitte des 20. Jahrhunderts: Von einer Wohnung in einem Bukarester Plattenbau aus beobachtet der 15-jährige Mircea, wie das ehemalige Paris des Ostens architektonisch verschandelt wird. Angeregt durch die Geschichten seiner Mutter, will er die Erinnerung an die alte Stadt bewahren.

Aus dem Rumänischen von Gerhardt Csejka
528 Seiten

»Ein Proust aus dem Plattenbau, aber einer auf Speed.« Der Spiegel
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Hans Joachim Schädlich "Kokoschkins Reise"

Rowohlt Verlag

CORINE-Preisträger 2010

Der Exilrusse Fjodor Kokoschkin reist 2005 auf dem Luxusliner Queen Mary 2 von Southhampton nach New York. Während der fünftägigen Kreuzfahrt erinnert sich der rüstige 95-jährige Professor in Rückblenden an die Stationen seines Lebens in Europa.

Die Reise in die Vergangenheit beginnt er in St. Petersburg, der Stadt seiner Kindheit, wo die Bolschewiki 1918 seinen Vater ermordet hatten. Die Mutter floh mit dem Sohn über Odessa zunächst nach Berlin. Hier konnte er die Schule besuchen und studieren, er erlebt die Weimarer Republik und den deutschen Nationalsozialismus. Wiederum flieht er, diesmal nach Prag, wo es ihm gelingt, ein Stipendium für die USA zu bekommen. Amerika wird ihm nach der Machtergreifung der Nazis zur letzten Heimat. In nur sechs Kapiteln spieg
Literatur | Ausstellung

Dauerausstellung: Robert Musil (1880-1942): Ins Ungewisse hinsteuern

Die erhalten gebliebenen Reisekoffer des Ehepaares Musil sind Teil des persönlichen Nachlasses, welcher seit Anfang der achtziger Jahre in Klagenfurt aufbewahrt wird. Der schriftliche Nachlaß befindet sich in der Handschriften-, Autographen- und Nachlaß-Sammlung der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien.

In der Ausstellung mit dem Titel "Ins Ungewisse hinsteuern" wird versucht, die Stationen von Musils Lebensreise mit Originalobjekten, Dokumenten, Fotos und natürlich mit Erstausgaben seiner Bücher - von den Verwirrungen des Zöglings Törleß bis zum Mann ohne Eigenschaften - nachzuzeichnen.

Nachdem Robert Musil nicht einmal ein Jahr lang in dem Haus in der Klagenfurter Bahnhofstraße gelebt hat, wurde bewußt darauf verzichtet, sozusagen historische Situationen zu "arrangieren", di
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Thomas Bernhard "Aus Opposition gegen mich selbst"

Suhrkamp Verlag

Herausgegeben von Raimund Fellinger

In dem Interview zu seinem 50. Geburtstag erklärte Thomas Bernhard: »Negativ ist alles, gibt nicht Positives.« Später konstatierte er lakonisch: »Es ist eh’ alles positiv.« Ist also Thomas Bernhard der große Unfaßbare, der im gleichen Atemzug Gegenteiliges behauptet? Ist sein Werk vielleicht finster und sein Autor ein fröhlicher Clown? Ist er bloß ein opportunistischer Übertreibungskünstler bei allem und jedem? Oder ist er doch der schärfste Kritiker der politischen Verhältnisse im allgemeinen und des »katholisch-nationalsozialistischen Österreich« im besonderen?
Der vorliegende Band versammelt kurze und längere Texte von Thomas Bernhard, er berücksichtigt alle Gattungen – vom Roman bis zum einzeiligen Leserbrief – und präsentiert das Bernhardsche W
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Alex Capus "Léon und Louise"

Hanser Verlag

Zwei junge Leute verlieben sich, aber der Krieg bringt sie auseinander: Das ist die Geschichte von Léon und Louise. Sie beginnt mit ihrer Begegnung im Ersten Weltkrieg in Frankreich an der Atlantikküste, doch dann trennt sie ein Fliegerangriff mit Gewalt. Sie halten einander für tot, Léon heiratet, Louise geht ihren eigenen Weg - bis sie sich 1928 zufällig in der Pariser Métro wiederbegegnen.

Alex Capus erzählt mit wunderbarer Leichtigkeit und großer Intensität von der Liebe in einem Jahrhundert der Kriege, von diesem Paar, das gegen alle Konventionen an seiner Liebe festhält und ein eigensinniges, manchmal unerhört komisches Doppelleben führt.
Die Geschichte einer großen Liebe, gelebt gegen die ganze Welt.

Roman
Fester Einband, 320 Seiten
Preis: 19.90 € (D) / 29.90 sFR (CH) /
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Ingo Schulze "Adam und Evelyn"

Berlin Verlag

Mainzer Literaturpreis 2011 für das Lebenswerk von Ingo Schulze

Spätsommer 1989, Ferien am Balaton — plötzlich öffnet Ungarn die Grenze, und der verbotene Westen mit all seinen Verlockungen ist zum Greifen nah. In dieser Situation entdeckt Ingo Schulze den Mythos von Adam und Eva. Entstanden ist eine große Tragikomödie über Verbot und Erkenntnis und die Suche nach dem wahren Paradies.
Die Frauen lieben Adam, weil er ihnen Kleider schneidert, die sie schön und begehrenswert machen. Adam liebt schöne Frauen. Wenn sie erst seine Kleider tragen, begehrt er sie alle, und abgesehen davon liebt er Evelyn. Die ertappt ihn eines heißen Augusttages 1989 in flagranti mit einem seiner Geschöpfe. Statt mit Adam fährt Evelyn gemeinsam mit einer Freundin und deren Westcousin nach Ungarn an den Balato
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Frank Jöricke "Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage"

Solibro Verlag

"Am Tag, als Janis Joplin starb, unterschrieb mein Vater den Kaufvertrag für unser Reihenhaus. Er legte so den Grundstein dafür, dass eine große Liebe zu einer Gütergemeinschaft verkam."

Frank Jörickes Roman ist eine launige Zeitreise durch die verschiedenen Dekaden der jüngeren bundesrepublikanischen Geschichte. Seien es die Studentenunruhen, die Ölkrise oder das Aufkommen des Feminismus, Daily Soaps oder die Maueröffnung, alles Anlässe für den Erzähler, mit abgeklärt-kompromisslosem Blick die schrullige Bagage, die sich Verwandtschaft nennt, bei ihrem bunten Treiben zwischen Zeitgeist und Fettnäpfchen zu beobachten. Es entstehen typische Charakterbilder skurriler Normalos, die sich tapfer durchs Reihenhausleben schlagen: Onkel, Tante, die Eltern, die sich mit ihrer späten Scheidung "u
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Jan Peter Bremer "Der amerikanische Investor"

Berlin-Verlag

Alfred-Döblin-Preis 2011

„Vielleicht sollte er dem amerikanischen Investor einen Brief schreiben. Vielleicht war der amerikanische Investor ein Mensch mit einem großen Herzen für die Literatur“.

Vor sich eine weiße Wand und die herausfordernd leere Seite seines Notizhefts, ringt ein Schriftsteller um den ersten Satz. Und weil sich der an diesem heißen Berliner Sommertag partout nicht einstellen will, springt er auf, kontrolliert zum hundertsten Mal, ob sich der Zustand seiner Wohnung wieder verschlechtert hat.
Das alte Mietshaus, in dem er mit seiner Frau und zwei Kindern lebt, wird von dem neuen amerikanischen Investor saniert, und nun senken sich die Böden ab. Die Wände zeigen Risse, und ist nicht sein ganzes Leben seitdem buchstäblich in eine Schieflage geraten?

Er beschlie
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Friedrich Christian Delius "Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus"

Reinbek, Rowohlt-Verlag

Georg-Büchner-Preisträger 2011

“In der Mitte seines Lebens, im Sommer 1981, beschließt der Kellner Paul Gompitz aus Rostock, nach Syrakus auf der Insel Sizilien zu reisen. Der Weg nach Italien ist versperrt durch die höchste und ärgerlichste Grenze der Welt, und Gompitz ahnt noch keine List, sie zu durchbrechen. Er weiß nur, daß er die Mauern und Drähte zweimal zu überwinden hat, denn er will, wenn das Abenteuer gelingen sollte, auf jeden Fall nach Rostock zurückkehren.” So beginnt F. C. Delius’ Chronik eines ungewöhnlichen, schweijkschen Abenteuers aus unserer Zeit.
Nach siebenjähriger Vorbereitung gelingt es dem Kellner im Juni 1988, mit einer Jolle von Hiddensee aus die Seegrenze der DDR zu überqueren und nach Gedser in Dänemark zu segeln – ein “einfacher Grenzdurchbruch”, wie Gomp
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Anna Seghers "Tage wie Staubsand. Briefe 1953-1983"

Aufbau-Verlag

Mehr als in den Briefen aus früheren Jahren spricht Anna Seghers hier von sich selbst, vor allem in den Briefen an ihre engsten Freunde Jorge Amado und Ilja Ehrenburg. Ihnen gesteht sie ihre Einsamkeit ein, die sie trotz aller äußeren Erfolge empfindet. Den Vertrauten gegenüber muss sie die restriktiven Kampagnen und politischen Ereignisse dieser Zeit nicht kommentieren. Stattdessen spricht sie von ihrer Trauer und ihrer Sehnsucht nach Freude: Bekenntnisse, die ein differenzierteres Bild der Autorin vermitteln. Hinzu kommen Einblicke in die Überlastungen dieses Lebens, denen sie bis zuletzt lebensmutig und kreativ entgegentrat.
Mit Briefen an Erwin Piscator, Lion und Marta Feuchtwanger, Lenka Reinerová, Helene Weigel, Volker Braun, Carl Zuckmayer, Günter Kunert, Stephan Hermlin, Lew Kopel
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Melinda Nadj Abonji "Tauben fliegen auf"

jung und jung

Schweizer Buchpreis 2010

Eine ungarische Familie aus Serbien in der Schweiz. Ein schwungvoll und gewitzt erzählter Roman aus der Mitte Europas.

Es ist ein schokoladenbrauner Chevrolet mit Schweizer Kennzeichen, mit dem sie zur allgemeinen Überraschung ins Dorf einfahren, und die Dorfstraße ist wirklich nicht gemacht für einen solchen Wagen. Sie, das ist die Familie Kocsis, und das Dorf liegt in der Vojvodina im Norden Serbiens, dort, wo die ungarische Minderheit lebt, zu der auch diese Familie gehört.
Oder, richtiger, gehörte. Denn sie sind vor etlichen Jahren schon ausgewandert in die Schweiz, erst der Vater und dann, sobald es erlaubt war, auch die Mutter mit den beiden Töchtern, Nomi und Ildiko, und Ildiko ist es, die das hier alles erzählt. So auch den Besuch im Dorf, der dann n
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Monika Maron "Flugasche"

S. Fischer Verlag

Lessing-Preisträgerin 2011

Bitterfeld vor 30 Jahren: Die Journalistin Josefa Nadler kommt hierher, um eine Reportage über das veraltete und umweltgefährdende Kraftwerk zu machen. Mit ihrer kritischen Haltung gerät sie unter Druck und muss sich vor den Kollegen und der Partei rechtfertigen. Als es ihr nicht gelingt, ihren Standpunkt klarzumachen, zieht sie sich zurück.
›Flugasche‹ (1981), Monika Marons erster Roman, machte die Autorin über Nacht berühmt. Er zählt heute zu den Meisterwerken der deutschen Nachkriegsliteratur und bildet einen wichtigen Bezugspunkt zu Monika Marons 2009 erschienener Reportage ›Bitterfelder Bogen‹.

Roman
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Maja Haderlap "Engel des Vergessens"

Wallstein Verlag

Bachmann-Preis 2011

Ein großes Romandebüt, das von einem Leben in der Mitte Europas erzählt; mit kraftvoller Poesie; Geschichten, die uns im Innersten betreffen.

Maja Haderlap gelingt etwas, das man gemeinhin heutzutage für gar nicht mehr möglich hält: Sie erzählt die Geschichte eines Mädchens, einer Familie und zugleich die Geschichte eines Volkes. Erinnert wird eine Kindheit in den Kärntner Bergen. Überaus sinnlich beschwört die Autorin die Gerüche des Sommers herauf, die Kochkünste der Großmutter, die Streitigkeiten der Eltern und die Eigenarten der Nachbarn. Erzählt wird von dem täglichen Versuch eines heranwachsenden Mädchens, ihre Familie und die Menschen in ihrer Umgebung zu verstehen. Zwar ist der Krieg vorbei, aber in den Köpfen der slowenischen Minderheit, zu der die Famili
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Bora Cosic "Die Rolle meiner Familie in der Weltrevolution"

Suhrkamp Verlag

Stefan-Heym-Preis 2011

Aus dem Serbischen von Mirjana und Klaus Wittmann

Die Rolle meiner Familie in der Weltrevolution, heute ein Klassiker der europäischen Literatur, war ein Kultbuch in Jugoslawien. Aus der Perspektive eines Kindes - unschuldig bis zur Idiotie - wird in kaum zu überbietender Knappheit vorgeführt, wie Krieg, Faschismus und Kommunismus den Mikrokosmos einer heruntergekommenen Familie in Belgrad der vierziger Jahre heimsuchen. Hier hält man Lenins Schrift »Ein Schritt vor, zwei zurück« für ein Tango-Lehrbuch, diskutiert über Zwerge in Einmachgläsern und geht in Deckung, wenn die Partisanen den Freund von gestern zum Feind erklären. Die unheimliche Lakonie des Erzählers, der irrsinnige Witz und melancholische Humor des Buches machen es zu einem Meisterwerk der Subvers
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Frédéric Martel "Mainstream. Wie funktioniert, was allen gefällt"

Knaus Verlag

Wer beherrscht unsere Köpfe und warum? – Eine faszinierende Expedition zu den Mächtigen des Kulturbetriebs

Avatar, Stieg Larsson, Google, Michael Jackson – wie funktioniert die Kultur der Massen und wer macht sie? Was gefällt allen, überall auf der Welt? Und warum? Es geht in diesem Report über die weltweite Kulturindustrie um ein Billionengeschäft. Es geht aber auch um die Herrschaft über Worte, Bilder, Träume und Weltanschauungen.

Fünf Jahre reiste der Medienforscher Frédéric Martel auf allen Kontinenten, befragte in 1250 Interviews die Mitwirkenden der Kreativindustrien von 30 Ländern. Auf der Suche nach Gewinnern und Verlierern begleitet ihn der Leser in die Kapitalen des Entertainment, nach Hollywood und Bollywood, zu TV Globo nach Brasilien, zu Sony, Al Jazeera, Televisa, in ä
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Hanna Krall "Herzkönig"

Verlag Nuee Kritik

Europäischer Literaturpreis

»Das ist der letzte Abschnitt meiner Reise, und es wäre dumm, wenn ich jetzt verrückt werden würde.«

Diese nüchterne Feststellung stammt von Izolda Regensberg alias Maria Pawlicka. Seit der Deportation ihres Mannes nach Auschwitz besteht der Sinn ihres Lebens allein darin, ihren Herzkönig zu befreien. Die fieberhaften Bemühungen werden von Absurditäten und Zufällen, von glücklichen und unglücklichen Fügungen begleitet. In Zeiten der Vernichtung wundert sich Izolda über keine Grausamkeit - auch nicht über die eigene.

Bis Izolda schließlich im Mai 1945 im Lager Ebensee auf ihren Ehemann trifft, hat sie eine Odyssee von Lagern und Gefängnissen hinter sich. Das Paar kehrt mit »polnischen« Pässen nach Polen zurück. Jahre später fliegt die geborgte Identität
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Martin Walser "Muttersohn"

Rowohlt Verlag

Auf die Frage, wovon sein neuer Roman handele, bekennt Martin Walser, dass es einfacher wäre zu sagen, wovon er nicht handele. Hier sind alle seine großen Themen gebündelt: Liebe und Vergeblichkeit, Lüge und Wahrheit, Glauben und Wissen. Muttersohn ist ein von Humor polierter Glaubensroman, ein Erleuchtungsbuch, in dem auch die Vernunft ihren Platz findet – nur nicht den von Aufklärungsfanatikern eingeforderten.

Hardcover, 512 S.

«Muttersohn» ist ein Abenteuer, ein wilder, ein mit allen Daseinsfarben auf trumpfender Roman. Ein Roman darüber, was die Liebe vermag, was der Glaube vermag, was die Sprache vermag.

«Als Evangelium stellt dieses Werk keine Frage – es ist.»
FELICIAS VON LOVENBERG, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

«Ein heiteres, altersweises Spiel, das von Normen und Be