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Veranstaltungskalender - Terminsuche

vom 21.10.2018 bis 28.01.2019
Aufführungen | Theater

Nathan der Weise

Ein Weichmacher für den Glaubenspanzer
von Gintersdorfer/Klaßen nach Lessing

„Seit den Attentaten in Frankreich erwähne ich, wenn ich mich irgendwo vorstelle, dass ich Jüdin bin. Ich tue es aus Solidarität, weil Juden in Europa wieder angegriffen werden.“ (Gila Lustiger) — Die Diskussionen verstummen nicht, ob eine Religion (Islam) zu einer Nation (BRD) gehört oder nicht. Es ist, als ob die alttestamentarische Einheit von Volk, Nation, Territorium, Glaube und Prophet in vielen Köpfen noch nicht überwunden ist. Glauben ist nicht nur rituelle Prax­is, sondern auch Denksystem, philosophisches Welterklärungsmodell, das nach innen als Sinn- und Identitätsstifter fungiert. Nach außen wirkt Religion wie ein Zeichen, das Rückschlüsse über die Persönlichkeitsstruktur eines Menschen zulässt. Nathan nimmt sich viel Zeit, zwischen diesem Innen und Außen zu vermitteln. Um ins G
Aufführungen | Theater

Nathan der Weise

Ein Weichmacher für den Glaubenspanzer
von Gintersdorfer/Klaßen nach Lessing

„Seit den Attentaten in Frankreich erwähne ich, wenn ich mich irgendwo vorstelle, dass ich Jüdin bin. Ich tue es aus Solidarität, weil Juden in Europa wieder angegriffen werden.“ (Gila Lustiger) — Die Diskussionen verstummen nicht, ob eine Religion (Islam) zu einer Nation (BRD) gehört oder nicht. Es ist, als ob die alttestamentarische Einheit von Volk, Nation, Territorium, Glaube und Prophet in vielen Köpfen noch nicht überwunden ist. Glauben ist nicht nur rituelle Prax­is, sondern auch Denksystem, philosophisches Welterklärungsmodell, das nach innen als Sinn- und Identitätsstifter fungiert. Nach außen wirkt Religion wie ein Zeichen, das Rückschlüsse über die Persönlichkeitsstruktur eines Menschen zulässt. Nathan nimmt sich viel Zeit, zwischen diesem Innen und Außen zu vermitteln. Um ins G
Aufführungen | Musical

Lazarus

Ein Musical von David Bowie und Enda Walsh

Nach dem Roman „The Man Who Fell to Earth“ von Walter Tevis

„Wir brauchen keine anderen Welten, wir brauchen Spiegel.“ (Stanisław Lem) — Seit er 1976 Thomas Jerome Newton in dem Science-fiction-Film „The Man Who Fell to Earth“ verkörperte, ließ ihn die Figur nicht mehr los. David Bowie versuchte immer wieder, diese Geschichte weiterzudenken und in eine neue Kunstform zu transformieren. Der Außerirdische, der auf die Erde kommt, um Wasser für seinen sterbenden Planeten zu holen, seine Seele aber an die Ablenkungen des irdischen Lebens verliert, sich mit Gin und Fernsehen betäubt und sich nach nichts so sehr sehnt wie nach dem erlösenden Tod, sollte der Stoff sein, aus dem David Bowies erstes Musical gemacht ist. Am Ende seines Lebens ist es ihm gelungen. Gemeinsam mit dem Dramatiker
Aufführungen | Theater

Einunddreißig Skizzen

Sander Fett / TanzKollektivBremen

Premiere: 11. Oktober 2018, Kleines Haus

Nach einer Brücke zwischen den Generationen sucht das TanzKollektivBremen um Tom Bünger, Magali Sander Fett und Mirosław Żydowicz. 50 Jahre, nachdem der Österreicher Johann Kresnik am Theater Bremen sein Choreografisches Theater gegründet hat, ist das freie Ensemble an eben jenem Haus mit der Frage zu Gast, wie ein jenseits des zeitgeschichtlichen Kontextes seiner Entstehung verorteter Umgang mit dem künstlerischen Werk des Choreografen aussehen könnte. In der Auseinandersetzung mit den eher unbekannten zeichnerischen Arbeiten Kresniks sucht das TanzKollektiv in Einundreißig Skizzen aus heutiger Sicht nach einem Ausgangspunkt für eine ganz eigene choreografische Auseinandersetzung.

Choreografie: Magali Sander Fett
Musik: Jonas Wie
Aufführungen | Oper

Ein Maskenball (Un ballo in maschera)

Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi

Premiere: 21. Oktober 2018, Theater am Goetheplatz

Text von Antonio Somma nach dem Drama "Gustave III.
ou Le Bal Masqué" von Eugène Scribe

„Die Forderung, geliebt zu werden, ist die größte aller Anmaßungen.“ (Friedrich Nietzsche) — Gustav III. liebt das Risiko, er ist ein Spieler. Von der Wahrsagerin Ulrica lässt er sich die Zukunft vorhersagen: Eine Verschwörung sei gegen ihn angezettelt und er werde durch die Hand seines besten Freundes René sterben. Der König fordert das Schicksal heraus, schlägt die Warnungen in den Wind und lässt keine Gelegenheit aus, sich öffentlich zu zeigen. Zudem trifft er sich heimlich mit Amelia, Renés Gattin, die seine Ge­fühle durchaus erwidert. Langsam gleiten ihm die Fäden aus der Hand, das Spiel verselbstständigt sich und Gustav III. wird Opfer sei
Aufführungen | Theater

KNAUSGARD V: TRÄUMEN

Theaterprojekt nach den Romanen von Karl Ove Knausgård

„Die Natur der Schrift ist Verrat.“ (Thomas Melle) — Sterben. Lieben. Spielen. Leben. Vier Teile hat das den radikal privaten Schilderungen des Norwegers verfallene Knausgård-Team – der Regisseur Frank Abt, die Ausstatterin Susan­ne Schuboth, der Schauspieler Robin Sondermann, der Musiker Torsten Kindermann und die Dramaturgin Viktorie Knotková – bereits erarbeitet. Nun steht die Umsetzung der letzten zwei Bände an. In gewohnt schonungsloser Selbst­offenbarung führt Knausgård seine Leser*innen auf die Achterbahnfahrt zwischen lebensbejahender Euphorie und düsterer Niedergeschlagenheit am Rande des Absturzes. "Träumen" behandelt dabei die Jahre zwischen dem 20. und dem 35. Lebensjahr des 1968 geborenen Schriftstellers. Erste Schritte in den Beruf, Gründung einer eigenen Familie. Und der Abs
Ausstellungen | Ausstellung

Antarctica

Auf den Spuren von Luc Jacquet, dem oskarprämierten Regisseur des Filmes "Die Reise der Pinguine" entführt Sie diese multimediale Ausstellung in die Antarktis. Auf einer Expedition entstanden beeindruckende Film- und Fotoaufnahmen, wie sie noch nie zuvor mit der Kamera eingefangen wurden. Umgeben von Filmsequenzen auf übermannsgroßen Leinwänden finden Sie sich inmitten einer Kaiserpinguin-Kolonie auf Augenhöhe wieder oder begleiten Robben auf der Jagd unter dem Eis.
Diese von Luc Jacquet kuratierte Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Musée des Confluences in Lyon, Frankreich.
Aufführungen | Theater

Die Ratten

von Gerhart Hauptmann

„Mama, hol uns zum lieben Gott, weil uns hier die Armut droht, weil es ohne dich traurig ist.“ (Sylwia Chutnik) — Sie besitzt nichts, das polnische Mädchen Pauline Piperkarcka. Doch jetzt soll sie etwas bekommen, was sie gar nicht will: ein Kind. Jette John hat da schon ein bisschen mehr. Eine kleine Wohnung, einen Job als Putzfrau, einen Mann, der als Handwerker ehrliches Geld verdient. Aber ihr fehlt etwas: ein Kind. Also kauft Jette Paulines Ungeborenes. Doch irgendwann bereut Pauline und will ihr Kind zurück. Jette John kämpft, setzt ihren kleinkriminellen Bruder auf Pauline an, riskiert die Liebe ihres Mannes und das Wohl eines Kindes. Während sich in der Wohnung der Johns die echte Tragödie abspielt, gönnt man es sich im Obergeschoss, über Authentizität und Wahrheit in der Kunst zu d
Aufführungen | Kinderprogramm

Tom Sawyer

von John von Düffel nach Mark Twain
6+

„Mut ist, wenn man Todesangst hat, aber sich trotzdem in den Sattel schwingt.“ (John Wayne) — Tom Sawyer ist kein Musterknabe. Er ist frech, kommt nie pünktlich nach Hause, schwänzt die Schule und treibt sich liebend gern mit seinem besten Freund herum, dem eigenwilligen und freiheitsliebenden Stadtstreicher Huckleberry Finn – vorzugsweise dort, wo sie nichts zu suchen haben. Als sie eines Nachts auf dem Friedhof zufällig Zeugen eines Mordes werden, wird aus ihren spielerischen Abenteuern der Ernst des Lebens. Ein Unschuldiger soll für die Tat gehängt werden und nur Tom und Huck können das verhindern. Jetzt ist wahrer Mut gefragt. Nicht nur die mit viel Herz und Witz erzählte, erfrischend-anarchische Lausbubengeschichte machte Mark Twains Roman zu einem zeitlosen Klassiker der Kinder- und
Aufführungen | Theater

Crash

von Frederik Rohn / Unusual Symptoms

Seit der Mensch versteht, dass die Umstände seines Lebens plan- und gestaltbar sind, ist er auch mit der Tatsache konfrontiert, dass seine vermeintlichen Gewissheiten jederzeit durch unvorhergesehene Ereignisse revidiert werden können. Wie sich eine solche Erfahrung ausnimmt, hängt von den Mechanismen ihrer Deutung und Verarbeitung ab. Die Traumaforschung kennt unzählige Beispiele erfolgreicher und gescheiterter Krisenbewältigungsstrategien und am Ende läuft es oft auf die eine entscheidende Frage aus: wie lässt sich der unerwartete Einbruch der Katastrophe in das Leben begreifen? Wie lässt sich eine Geschichte, die sich urplötzlich in einen Scherbenhaufen verwandelt, wieder neu erzählen? Wie kann es gelingen, zu akzeptieren, dass das Leben gleichermaßen durch Angst, Tod, Schönheit und Lus
Aufführungen | Oper

Ein Maskenball (Un ballo in maschera)

Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi

Premiere: 21. Oktober 2018, Theater am Goetheplatz

Text von Antonio Somma nach dem Drama "Gustave III.
ou Le Bal Masqué" von Eugène Scribe

„Die Forderung, geliebt zu werden, ist die größte aller Anmaßungen.“ (Friedrich Nietzsche) — Gustav III. liebt das Risiko, er ist ein Spieler. Von der Wahrsagerin Ulrica lässt er sich die Zukunft vorhersagen: Eine Verschwörung sei gegen ihn angezettelt und er werde durch die Hand seines besten Freundes René sterben. Der König fordert das Schicksal heraus, schlägt die Warnungen in den Wind und lässt keine Gelegenheit aus, sich öffentlich zu zeigen. Zudem trifft er sich heimlich mit Amelia, Renés Gattin, die seine Ge­fühle durchaus erwidert. Langsam gleiten ihm die Fäden aus der Hand, das Spiel verselbstständigt sich und Gustav III. wird Opfer sei
Aufführungen | Theater

Ein Haus in der Nähe einer Airbase

von Akın Emanuel Şipal

„Ich kam in Deinen Garten doch einst so hoffnungsvoll! Wie kommt’s, dass arm und leer nun ich ihn verlassen soll?“ (Dschalaluddin Rumi) — Eine deutsche Familie mit türkischen Wurzeln kehrt nicht mehr aus den Sommerferien zurück. Die Eltern entscheiden sich, gegen den Willen der Tochter, ihren Lebensmittelpunkt in die Südtürkei zu verlagern. Das Ferienhaus in Adana soll von jetzt an dauerhaft Heimat sein. Die Mutter eröffnet eine psychotherapeutische Praxis, der Vater möchte Solarpanels verkaufen. Die Tochter lernt einen amerikanischen Soldaten der nahegelegenen Airbase kennen, von der aus der sogenannte IS bombardiert wird. Immer wieder wird der Versuch der Familie, Alltag zu leben, menschlich und wirtschaftlich anzukommen, von den politischen Ereignissen durchkreuzt. Der gescheiterte Mili
Aufführungen | Liederabend

Istanbul

Ein Sezen Aksu-Liederabend von Akin E. Sipal, Selen Kara und Torsten Kindermann

Ausgehend von eigenen Familienerfahrungen und Fragen, die sie sich zum Thema Heimat und Ankommen stellen, haben sich Regisseurin Selen Kara und Musiker Torsten Kindermann für eine Drehung der Perspektive, für eine Utopie der Gastarbeitergeschichte, entschieden.

Stellen wir uns vor: Das Wirtschaftswunder fand nach dem Zweiten Weltkrieg in der Türkei statt. Es waren deutsche Gastarbeiter, welche halfen, die Türkei wiederaufzubauen; statt Bremen war Istanbul die Stadt, welche die Neuankömmlinge willkommen hieß.
Mit einem deutschsprachigen Ensemble und einer deutsch-türkischen Band setzt sich das Team diesem Gedankenspiel aus. Der junge Autor Akın E. Sipal hat Texte entworfen, welche die Lieder von Sezen Aksu und die von Torsten Kindermann und Selen Kara formulierten Ideen zu einer tr
Aufführungen | Oper

Lady Macbeth von Mzensk

Oper in vier Akten von Dmitri Schostakowitsch

Text von Alexander Preis nach der gleichnamigen
Erzählung von Nikolai Leskow

„Macht haben nicht diejenigen, die über Posten und Gefangenentransporter verfügen, sondern diejenigen, die ihre Angst überwinden.“ (Nadja Tolokonnikowa, Pussy Riot) — Eine tiefe Sehnsucht und quälende Langeweile bringen Katerina Ismailowa dazu, sich leidenschaftlich einem anderen Mann hinzugeben, Schwiegervater und Ehemann zu töten und sich mit einer buhlenden Rivalin in den Tod zu stürzen. Dmitri Schostakowitsch formulierte mit seiner „tragisch-satirischen Oper“ inmitten des stalinistischen Terrors einen Protest im Kleinen: das Aufbegehren der Lady Macbeth gegen die soziale Kälte, gegen die Ausweglosigkeit und Enge gesellschaftlicher Normen, welche häusliche Gewalt genauso dulden wie das Wegsperren von Anders
Aufführungen | Musical

Lazarus

Ein Musical von David Bowie und Enda Walsh

Nach dem Roman „The Man Who Fell to Earth“ von Walter Tevis

„Wir brauchen keine anderen Welten, wir brauchen Spiegel.“ (Stanisław Lem) — Seit er 1976 Thomas Jerome Newton in dem Science-fiction-Film „The Man Who Fell to Earth“ verkörperte, ließ ihn die Figur nicht mehr los. David Bowie versuchte immer wieder, diese Geschichte weiterzudenken und in eine neue Kunstform zu transformieren. Der Außerirdische, der auf die Erde kommt, um Wasser für seinen sterbenden Planeten zu holen, seine Seele aber an die Ablenkungen des irdischen Lebens verliert, sich mit Gin und Fernsehen betäubt und sich nach nichts so sehr sehnt wie nach dem erlösenden Tod, sollte der Stoff sein, aus dem David Bowies erstes Musical gemacht ist. Am Ende seines Lebens ist es ihm gelungen. Gemeinsam mit dem Dramatiker
Aufführungen | Oper

Fidelio

Oper in zwei Aufzügen von Ludwig van Beethoven

Text von Ferdinand Sonnleithner, Stephan von Breuning und Georg Treitschke nach Jean-Nicolas Bouilly

Als eine "Rettungs- und Befreiungsoper" wurde Beethovens einzige Oper "Fidelio" konzipiert, weshalb die im Stück verhandelten Maximen von Gleichheit und Freiheit durch zwei Jahrhunderte und verschiedenste politische Systeme hindurch kultiviert und vereinnahmt wurden. In ihrem Kern erzählt die Oper vom Schicksal Leonores, die, um ihren Mann aus den Händen seines Gegenspielers Don Pizarro zu befreien, nicht nur ihre Identität ablegt, sondern mit all den ihr zur Verfügung stehenden Kräften gegen die vorherrschenden Machtstrukturen ankämpft - und daher im Laufe der Geschichte zur Verkörperung eines Ideals stilisiert wurde.

Als Fanal für die Einmischung und Teilhabe an politischen Prozesse
Aufführungen | Kinderprogramm

Tom Sawyer

von John von Düffel nach Mark Twain
6+

„Mut ist, wenn man Todesangst hat, aber sich trotzdem in den Sattel schwingt.“ (John Wayne) — Tom Sawyer ist kein Musterknabe. Er ist frech, kommt nie pünktlich nach Hause, schwänzt die Schule und treibt sich liebend gern mit seinem besten Freund herum, dem eigenwilligen und freiheitsliebenden Stadtstreicher Huckleberry Finn – vorzugsweise dort, wo sie nichts zu suchen haben. Als sie eines Nachts auf dem Friedhof zufällig Zeugen eines Mordes werden, wird aus ihren spielerischen Abenteuern der Ernst des Lebens. Ein Unschuldiger soll für die Tat gehängt werden und nur Tom und Huck können das verhindern. Jetzt ist wahrer Mut gefragt. Nicht nur die mit viel Herz und Witz erzählte, erfrischend-anarchische Lausbubengeschichte machte Mark Twains Roman zu einem zeitlosen Klassiker der Kinder- und
Ereignisse

Somi: "Petite Afrique"

Somi, Gesang
Liberty Ellman, Gitarre
Keith Witty, Bass
Toru Dodo, Klavier
Otis Brown III, Schlagzeug

Als Tochter ruandisch-ugandischer Eltern mit einer Kindheit in Illinois und Sambia ist die stimmgewaltige amerikanische Sängerin Somi eine wahrhafte Kosmopolitin. Dementsprechend verbindet sie in ihren Songs Jazz, Soul und Pop mit traditioneller afrikanischer Musik. Ihre CD »Petite Afrique« ist eine Hommage an ihr Viertel im New Yorker Stadtteil Harlem mit seiner pulsierenden, afrikanischen Migranten-Community. Basierend auf Gesprächen mit Mitbewohnern über Themen wie Transnationalismus, kulturelle Differenzen und Anpassung versieht Somi ihre Songs voller Sinnlichkeit und Spiritualität auch mit einer gesellschaftspolitisch starken Botschaft.
Aufführungen | Theater

Hiatus

von Helder Seabra / Unusual Symptoms

Premiere: 08. November 2018, Kleines Haus

„Angst ist der Schwindel der Freiheit.“ (Kierkegaard) — Wenn eine Ordnung zerfällt, sprechen wir oft vom Chaos, in dem die alten Verhältnisse verschwinden und neu zur Dis­position stehen, verteilt und verhandelt werden. Das Chaos ist eine Zeit der Unsicherheit und Kämpfe, der radikalen Intensität und Überladung der Sinne, und es ist nicht nur Folge, sondern auch ein Mittel des Zerfalls, Werkzeug von Manipulation und Macht. Was sind die Kräfte, die uns taumeln machen? Und markiert das Chaos nicht auch einen Punkt des Aufbruchs, einen Moment der größtmöglichen Verdichtung, der uns nicht ans Ende, sondern an einen neuen Anfang führt? Gemeinsam mit den Tänzer*innen von Unusual Symp­toms, dem belgischen Schauspieler Michai Geyzen und dem Musiker Stij
Aufführungen | Musical

Lazarus

Ein Musical von David Bowie und Enda Walsh

Nach dem Roman „The Man Who Fell to Earth“ von Walter Tevis

„Wir brauchen keine anderen Welten, wir brauchen Spiegel.“ (Stanisław Lem) — Seit er 1976 Thomas Jerome Newton in dem Science-fiction-Film „The Man Who Fell to Earth“ verkörperte, ließ ihn die Figur nicht mehr los. David Bowie versuchte immer wieder, diese Geschichte weiterzudenken und in eine neue Kunstform zu transformieren. Der Außerirdische, der auf die Erde kommt, um Wasser für seinen sterbenden Planeten zu holen, seine Seele aber an die Ablenkungen des irdischen Lebens verliert, sich mit Gin und Fernsehen betäubt und sich nach nichts so sehr sehnt wie nach dem erlösenden Tod, sollte der Stoff sein, aus dem David Bowies erstes Musical gemacht ist. Am Ende seines Lebens ist es ihm gelungen. Gemeinsam mit dem Dramatiker
Aufführungen | Theater

KNAUSGARD V: TRÄUMEN

Theaterprojekt nach den Romanen von Karl Ove Knausgård

„Die Natur der Schrift ist Verrat.“ (Thomas Melle) — Sterben. Lieben. Spielen. Leben. Vier Teile hat das den radikal privaten Schilderungen des Norwegers verfallene Knausgård-Team – der Regisseur Frank Abt, die Ausstatterin Susan­ne Schuboth, der Schauspieler Robin Sondermann, der Musiker Torsten Kindermann und die Dramaturgin Viktorie Knotková – bereits erarbeitet. Nun steht die Umsetzung der letzten zwei Bände an. In gewohnt schonungsloser Selbst­offenbarung führt Knausgård seine Leser*innen auf die Achterbahnfahrt zwischen lebensbejahender Euphorie und düsterer Niedergeschlagenheit am Rande des Absturzes. "Träumen" behandelt dabei die Jahre zwischen dem 20. und dem 35. Lebensjahr des 1968 geborenen Schriftstellers. Erste Schritte in den Beruf, Gründung einer eigenen Familie. Und der Abs
Aufführungen | Oper

Fidelio

Oper in zwei Aufzügen von Ludwig van Beethoven

Text von Ferdinand Sonnleithner, Stephan von Breuning und Georg Treitschke nach Jean-Nicolas Bouilly

Als eine "Rettungs- und Befreiungsoper" wurde Beethovens einzige Oper "Fidelio" konzipiert, weshalb die im Stück verhandelten Maximen von Gleichheit und Freiheit durch zwei Jahrhunderte und verschiedenste politische Systeme hindurch kultiviert und vereinnahmt wurden. In ihrem Kern erzählt die Oper vom Schicksal Leonores, die, um ihren Mann aus den Händen seines Gegenspielers Don Pizarro zu befreien, nicht nur ihre Identität ablegt, sondern mit all den ihr zur Verfügung stehenden Kräften gegen die vorherrschenden Machtstrukturen ankämpft - und daher im Laufe der Geschichte zur Verkörperung eines Ideals stilisiert wurde.

Als Fanal für die Einmischung und Teilhabe an politischen Prozesse
Familie | Lesung

GLOCKE Lesung mit Musik: "Des Kaisers Nachtigall"

Svea Auerbach, Sprecherin
Luisa Klaus, Blockflöte

Hans Christian Andersen: »Des Kaisers Nachtigall«

Der Kaiser von China besaß alles, was man sich nur denken kann. Eines aber wünschte er sich von Herzen: die kleine, unscheinbare Nachtigall, die so schön in seinem Garten sang. Damit er es immer hören konnte, setzte er das Vögelchen in einen goldenen Käfig in seinem Palast. Eines Tages jedoch schenkte man ihm einen mit Edelsteinen besetzten Kunstvogel, der auch singen konnte. Über dieses kostbare Geschenk vergaß der Kaiser die kleine Nachtigall, die traurig wurde und davonflog. Als nach einigen Jahren der künstliche Vogel kaputtging, vermisste der Kaiser die echte Nachtigall und wurde darüber schwer krank. Nur der Gesang der Nachtigall konnte ihn nun noch retten.

Im Anschluss an d
Aufführungen | Theater

Hiatus

von Helder Seabra / Unusual Symptoms

Premiere: 08. November 2018, Kleines Haus

„Angst ist der Schwindel der Freiheit.“ (Kierkegaard) — Wenn eine Ordnung zerfällt, sprechen wir oft vom Chaos, in dem die alten Verhältnisse verschwinden und neu zur Dis­position stehen, verteilt und verhandelt werden. Das Chaos ist eine Zeit der Unsicherheit und Kämpfe, der radikalen Intensität und Überladung der Sinne, und es ist nicht nur Folge, sondern auch ein Mittel des Zerfalls, Werkzeug von Manipulation und Macht. Was sind die Kräfte, die uns taumeln machen? Und markiert das Chaos nicht auch einen Punkt des Aufbruchs, einen Moment der größtmöglichen Verdichtung, der uns nicht ans Ende, sondern an einen neuen Anfang führt? Gemeinsam mit den Tänzer*innen von Unusual Symp­toms, dem belgischen Schauspieler Michai Geyzen und dem Musiker Stij
Aufführungen | Kinderprogramm

Die Abenteuer des Huckleberry Finn

von John von Düffel

Uraufführung: 11. November 2018, Theater am Goetheplatz

dargestellt von ihm selbst und seinen Freunden
nach dem Roman von Mark Twain
6+

„Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere Menschen.“ (Astrid Lindgren) — Tausende von Kindern durften auf der Bühne am Goetheplatz erleben, wie Tom Sawyer und sein Freund Huckleberry Finn mit Witz, Freundschaft und dem Mut zur Wahrheit Muff Pot­ter das Leben retteten und den wahren Übeltäter, Killer Joe, seiner gerechten Strafe zuführten. Inzwischen haben die beiden weitere Abenteuer überstanden: Tom hat sich der Schulpflicht erfolgreich entzogen, Huck ist den erzieherischen Maßnahmen von Tante Polly entschlüpft und die beiden Schatzsucher sind zu einer stattlichen Geldsumme gekommen: 6.000 Dollar! Das ruft Neider und Wide
Familie | Familienprogramm

GLOCKE Ohrwurm für Familien: Schumanns Sinfonie Nr. 4

Musikalische Konzerteinführung zum Mitmachen

Robert Schumann: Sinfonie Nr. 4 d-Moll op. 120

»Wahrhaftig, meine nächste Symphonie soll Clara heißen, und ich will sie dann abmalen mit Flöten, Hoboen und Harfen« – die »Sinfonische Fantasie«, die Schubert dieser Ankündigung folgen ließ, sollte erst zehn Jahre nach ihrer Uraufführung zur 4. Sinfonie werden. Vielen Kritikern schien die erste Fassung noch unfertig und sie bemängelten die fehlende Sorgfalt. Grund genug für den Komponisten, das Werk zurückzuziehen und es erst nach einer Überarbeitung im Jahre 1851 erneut aufführen zu lassen. Für diese Version erntete Schumann viel Lob und Anerkennung, ist sie doch sein eigenständigster Beitrag zur Sinfonik: Nichts entspricht traditioneller Form, alles ist offen, alles ist in ständiger Entwicklung, alle vier Sätze bilden einen einzigartigen
Aufführungen | Theater

Ein Haus in der Nähe einer Airbase

von Akın Emanuel Şipal

„Ich kam in Deinen Garten doch einst so hoffnungsvoll! Wie kommt’s, dass arm und leer nun ich ihn verlassen soll?“ (Dschalaluddin Rumi) — Eine deutsche Familie mit türkischen Wurzeln kehrt nicht mehr aus den Sommerferien zurück. Die Eltern entscheiden sich, gegen den Willen der Tochter, ihren Lebensmittelpunkt in die Südtürkei zu verlagern. Das Ferienhaus in Adana soll von jetzt an dauerhaft Heimat sein. Die Mutter eröffnet eine psychotherapeutische Praxis, der Vater möchte Solarpanels verkaufen. Die Tochter lernt einen amerikanischen Soldaten der nahegelegenen Airbase kennen, von der aus der sogenannte IS bombardiert wird. Immer wieder wird der Versuch der Familie, Alltag zu leben, menschlich und wirtschaftlich anzukommen, von den politischen Ereignissen durchkreuzt. Der gescheiterte Mili
Aufführungen | Kinderprogramm

Die Abenteuer des Huckleberry Finn

von John von Düffel

Uraufführung: 11. November 2018, Theater am Goetheplatz

dargestellt von ihm selbst und seinen Freunden
nach dem Roman von Mark Twain
6+

„Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere Menschen.“ (Astrid Lindgren) — Tausende von Kindern durften auf der Bühne am Goetheplatz erleben, wie Tom Sawyer und sein Freund Huckleberry Finn mit Witz, Freundschaft und dem Mut zur Wahrheit Muff Pot­ter das Leben retteten und den wahren Übeltäter, Killer Joe, seiner gerechten Strafe zuführten. Inzwischen haben die beiden weitere Abenteuer überstanden: Tom hat sich der Schulpflicht erfolgreich entzogen, Huck ist den erzieherischen Maßnahmen von Tante Polly entschlüpft und die beiden Schatzsucher sind zu einer stattlichen Geldsumme gekommen: 6.000 Dollar! Das ruft Neider und Wide
Aufführungen | Theater

Der Schimmelreiter

von Theodor Storm

Premiere: 07. Oktober 2018, Theater am Goetheplatz

„Mit der Natur lässt sich nicht verhandeln.“ (Hans Joachim Schellnhuber) — Vom Bauernjungen zum Kleinknecht, bis hin zum Deichgraf hat er es geschafft, der Außenseiter H­auke Haien, der sich schon als kleiner Junge für Dynamik und Physik interessierte und das Spiel der Wellen erforschte. In der jungen Frau Elke findet er eine kongeniale Partnerin. Gemeinsam realisieren sie ihre innovativen Ideen zu Landgewinnung und Küstenschutz. Gegen die konservativen Kräfte setzen sie den Bau eines neuen Deiches durch. Ohne den alten einzureißen. Und das wird ihnen zum Verhängnis. Als eine Flut, von bis dato nicht gekanntem Ausmaß, die Küste heimsucht, klafft an der Nahtstelle zwischen neu und alt ein Riss, durch den sich die gewaltigen Wassermassen
Aufführungen | Theater

Nathan der Weise

Ein Weichmacher für den Glaubenspanzer
von Gintersdorfer/Klaßen nach Lessing

„Seit den Attentaten in Frankreich erwähne ich, wenn ich mich irgendwo vorstelle, dass ich Jüdin bin. Ich tue es aus Solidarität, weil Juden in Europa wieder angegriffen werden.“ (Gila Lustiger) — Die Diskussionen verstummen nicht, ob eine Religion (Islam) zu einer Nation (BRD) gehört oder nicht. Es ist, als ob die alttestamentarische Einheit von Volk, Nation, Territorium, Glaube und Prophet in vielen Köpfen noch nicht überwunden ist. Glauben ist nicht nur rituelle Prax­is, sondern auch Denksystem, philosophisches Welterklärungsmodell, das nach innen als Sinn- und Identitätsstifter fungiert. Nach außen wirkt Religion wie ein Zeichen, das Rückschlüsse über die Persönlichkeitsstruktur eines Menschen zulässt. Nathan nimmt sich viel Zeit, zwischen diesem Innen und Außen zu vermitteln. Um ins G
Aufführungen | Oper

Lady Macbeth von Mzensk

Oper in vier Akten von Dmitri Schostakowitsch

Text von Alexander Preis nach der gleichnamigen
Erzählung von Nikolai Leskow

„Macht haben nicht diejenigen, die über Posten und Gefangenentransporter verfügen, sondern diejenigen, die ihre Angst überwinden.“ (Nadja Tolokonnikowa, Pussy Riot) — Eine tiefe Sehnsucht und quälende Langeweile bringen Katerina Ismailowa dazu, sich leidenschaftlich einem anderen Mann hinzugeben, Schwiegervater und Ehemann zu töten und sich mit einer buhlenden Rivalin in den Tod zu stürzen. Dmitri Schostakowitsch formulierte mit seiner „tragisch-satirischen Oper“ inmitten des stalinistischen Terrors einen Protest im Kleinen: das Aufbegehren der Lady Macbeth gegen die soziale Kälte, gegen die Ausweglosigkeit und Enge gesellschaftlicher Normen, welche häusliche Gewalt genauso dulden wie das Wegsperren von Anders
Aufführungen | Theater

Nathan der Weise

Ein Weichmacher für den Glaubenspanzer
von Gintersdorfer/Klaßen nach Lessing

„Seit den Attentaten in Frankreich erwähne ich, wenn ich mich irgendwo vorstelle, dass ich Jüdin bin. Ich tue es aus Solidarität, weil Juden in Europa wieder angegriffen werden.“ (Gila Lustiger) — Die Diskussionen verstummen nicht, ob eine Religion (Islam) zu einer Nation (BRD) gehört oder nicht. Es ist, als ob die alttestamentarische Einheit von Volk, Nation, Territorium, Glaube und Prophet in vielen Köpfen noch nicht überwunden ist. Glauben ist nicht nur rituelle Prax­is, sondern auch Denksystem, philosophisches Welterklärungsmodell, das nach innen als Sinn- und Identitätsstifter fungiert. Nach außen wirkt Religion wie ein Zeichen, das Rückschlüsse über die Persönlichkeitsstruktur eines Menschen zulässt. Nathan nimmt sich viel Zeit, zwischen diesem Innen und Außen zu vermitteln. Um ins G
Aufführungen | Oper

Ein Maskenball (Un ballo in maschera)

Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi

Premiere: 21. Oktober 2018, Theater am Goetheplatz

Text von Antonio Somma nach dem Drama "Gustave III.
ou Le Bal Masqué" von Eugène Scribe

„Die Forderung, geliebt zu werden, ist die größte aller Anmaßungen.“ (Friedrich Nietzsche) — Gustav III. liebt das Risiko, er ist ein Spieler. Von der Wahrsagerin Ulrica lässt er sich die Zukunft vorhersagen: Eine Verschwörung sei gegen ihn angezettelt und er werde durch die Hand seines besten Freundes René sterben. Der König fordert das Schicksal heraus, schlägt die Warnungen in den Wind und lässt keine Gelegenheit aus, sich öffentlich zu zeigen. Zudem trifft er sich heimlich mit Amelia, Renés Gattin, die seine Ge­fühle durchaus erwidert. Langsam gleiten ihm die Fäden aus der Hand, das Spiel verselbstständigt sich und Gustav III. wird Opfer sei
Aufführungen | Theater

Love you, Dragonfly

von Fritz Kater

Sechs Versuche zur Sprache des Glaubens

„Geschichten zu erzählen ist eine zutiefst menschliche und würdevolle Art, schwierigen Situationen Sinn zu verleihen.“ (Simon Stephens) — Liebe. Familie. Fortschritt. Gott. Freiheit. Leben. Große Worte, mit denen der Autor die Szenen seines Stückes überschreibt. Große Themen, die er damit anreißt und die sich in den lose zueinandergefügten und nebeneinanderstehenden Szenen widerspiegeln. Geschichten durch acht Jahr­zehnte hindurch, verbunden durch Figuren, deren Schicksale von den realen Härten des Lebens ins Zauberhafte übergehen und umgekehrt: der Erfinder eines Goldprozessors, dem eine Explo­sion die Körperteile abreißt und der sich in eine goldene Statue verwandelt; der Mann, der einen afrikanischen Jungen adoptiert, der zum Mörder wird; der 1
Aufführungen | Kinderprogramm

Tom Sawyer

von John von Düffel nach Mark Twain
6+

„Mut ist, wenn man Todesangst hat, aber sich trotzdem in den Sattel schwingt.“ (John Wayne) — Tom Sawyer ist kein Musterknabe. Er ist frech, kommt nie pünktlich nach Hause, schwänzt die Schule und treibt sich liebend gern mit seinem besten Freund herum, dem eigenwilligen und freiheitsliebenden Stadtstreicher Huckleberry Finn – vorzugsweise dort, wo sie nichts zu suchen haben. Als sie eines Nachts auf dem Friedhof zufällig Zeugen eines Mordes werden, wird aus ihren spielerischen Abenteuern der Ernst des Lebens. Ein Unschuldiger soll für die Tat gehängt werden und nur Tom und Huck können das verhindern. Jetzt ist wahrer Mut gefragt. Nicht nur die mit viel Herz und Witz erzählte, erfrischend-anarchische Lausbubengeschichte machte Mark Twains Roman zu einem zeitlosen Klassiker der Kinder- und
Aufführungen | Theater

Hiatus

von Helder Seabra / Unusual Symptoms

Premiere: 08. November 2018, Kleines Haus

„Angst ist der Schwindel der Freiheit.“ (Kierkegaard) — Wenn eine Ordnung zerfällt, sprechen wir oft vom Chaos, in dem die alten Verhältnisse verschwinden und neu zur Dis­position stehen, verteilt und verhandelt werden. Das Chaos ist eine Zeit der Unsicherheit und Kämpfe, der radikalen Intensität und Überladung der Sinne, und es ist nicht nur Folge, sondern auch ein Mittel des Zerfalls, Werkzeug von Manipulation und Macht. Was sind die Kräfte, die uns taumeln machen? Und markiert das Chaos nicht auch einen Punkt des Aufbruchs, einen Moment der größtmöglichen Verdichtung, der uns nicht ans Ende, sondern an einen neuen Anfang führt? Gemeinsam mit den Tänzer*innen von Unusual Symp­toms, dem belgischen Schauspieler Michai Geyzen und dem Musiker Stij
Aufführungen | Kinderprogramm

Die Abenteuer des Huckleberry Finn

von John von Düffel

Uraufführung: 11. November 2018, Theater am Goetheplatz

dargestellt von ihm selbst und seinen Freunden
nach dem Roman von Mark Twain
6+

„Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere Menschen.“ (Astrid Lindgren) — Tausende von Kindern durften auf der Bühne am Goetheplatz erleben, wie Tom Sawyer und sein Freund Huckleberry Finn mit Witz, Freundschaft und dem Mut zur Wahrheit Muff Pot­ter das Leben retteten und den wahren Übeltäter, Killer Joe, seiner gerechten Strafe zuführten. Inzwischen haben die beiden weitere Abenteuer überstanden: Tom hat sich der Schulpflicht erfolgreich entzogen, Huck ist den erzieherischen Maßnahmen von Tante Polly entschlüpft und die beiden Schatzsucher sind zu einer stattlichen Geldsumme gekommen: 6.000 Dollar! Das ruft Neider und Wide
Aufführungen | Kinderprogramm

Die Abenteuer des Huckleberry Finn

von John von Düffel

Uraufführung: 11. November 2018, Theater am Goetheplatz

dargestellt von ihm selbst und seinen Freunden
nach dem Roman von Mark Twain
6+

„Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere Menschen.“ (Astrid Lindgren) — Tausende von Kindern durften auf der Bühne am Goetheplatz erleben, wie Tom Sawyer und sein Freund Huckleberry Finn mit Witz, Freundschaft und dem Mut zur Wahrheit Muff Pot­ter das Leben retteten und den wahren Übeltäter, Killer Joe, seiner gerechten Strafe zuführten. Inzwischen haben die beiden weitere Abenteuer überstanden: Tom hat sich der Schulpflicht erfolgreich entzogen, Huck ist den erzieherischen Maßnahmen von Tante Polly entschlüpft und die beiden Schatzsucher sind zu einer stattlichen Geldsumme gekommen: 6.000 Dollar! Das ruft Neider und Wide
Aufführungen | Kinderprogramm

Die Abenteuer des Huckleberry Finn

von John von Düffel

Uraufführung: 11. November 2018, Theater am Goetheplatz

dargestellt von ihm selbst und seinen Freunden
nach dem Roman von Mark Twain
6+

„Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere Menschen.“ (Astrid Lindgren) — Tausende von Kindern durften auf der Bühne am Goetheplatz erleben, wie Tom Sawyer und sein Freund Huckleberry Finn mit Witz, Freundschaft und dem Mut zur Wahrheit Muff Pot­ter das Leben retteten und den wahren Übeltäter, Killer Joe, seiner gerechten Strafe zuführten. Inzwischen haben die beiden weitere Abenteuer überstanden: Tom hat sich der Schulpflicht erfolgreich entzogen, Huck ist den erzieherischen Maßnahmen von Tante Polly entschlüpft und die beiden Schatzsucher sind zu einer stattlichen Geldsumme gekommen: 6.000 Dollar! Das ruft Neider und Wide
Aufführungen | Theater

Väter und Söhne

von Brian Friel

nach dem Roman von Iwan Sergejewitsch Turgenjew

„Wir brauchen etwas anderes: Sturm und Leben und eine neue, gesetzlose und darum freie Welt.“ (Michail Bakunin) — Der junge Student Jewgenij Bazarow glaubt an gar nichts. Religion, Tradition, Kunst, Romantik müssen zugunsten einer vollkommen neuen Weltordnung überwunden werden. Einzig die Naturwissenschaft lässt er gelten. Sein Freund Arkadij schließt sich dieser Weltsicht an. Doch während der eine die Konfrontation sucht und keine Anknüpfung an bestehende Verhältnisse zulässt, versucht der andere Veränderung aus dem Bestehenden heraus. Gemeinsam reisen sie zu Arkadijs Heimatgut. Welt­anschauungen treffen hart aufeinander: Idealismus und Anpassung, Liberalismus und Radikalität, Tradition und Erneuerung, Naturgeheimnis und Naturwissenschaft
Aufführungen | Musical

Lazarus

Ein Musical von David Bowie und Enda Walsh

Nach dem Roman „The Man Who Fell to Earth“ von Walter Tevis

„Wir brauchen keine anderen Welten, wir brauchen Spiegel.“ (Stanisław Lem) — Seit er 1976 Thomas Jerome Newton in dem Science-fiction-Film „The Man Who Fell to Earth“ verkörperte, ließ ihn die Figur nicht mehr los. David Bowie versuchte immer wieder, diese Geschichte weiterzudenken und in eine neue Kunstform zu transformieren. Der Außerirdische, der auf die Erde kommt, um Wasser für seinen sterbenden Planeten zu holen, seine Seele aber an die Ablenkungen des irdischen Lebens verliert, sich mit Gin und Fernsehen betäubt und sich nach nichts so sehr sehnt wie nach dem erlösenden Tod, sollte der Stoff sein, aus dem David Bowies erstes Musical gemacht ist. Am Ende seines Lebens ist es ihm gelungen. Gemeinsam mit dem Dramatiker
Aufführungen | Theater

Amour

von Alize Zandwijk

Allein in Deutschland gibt es weit über eine Million Demenzkranke, Tendenz steigend. In einer Welt, die auf Wachstumsraten schaut, stellt Demenz eine gegenläufige Bewegung dar: Erinnerungen erlöschen aus dem Bewusstsein. Als fragende, herantastende Annäherung an das Thema Alzheimer verstehen Samir Akika und Alize Zandwjik ihre mit Amour betitelte erste Zusammenarbeit. Was bedeutet es, die Kon­trolle über Körper und Geist zu verlieren und auf eine mehr oder weniger bewusste Art und Weise unseren Mitmenschen ausgeliefert zu sein? Und was bedeutet das für all jene, die dies beobachten müssen? Gibt es in der Mitte unserer Gesellschaft Platz für Menschen, bei denen Informationen nicht oder auf andere Weise haften bleiben? Wer kümmert sich und wie tut man das überhaupt? Und was spielt der Humor
Aufführungen | Kinderprogramm

Die Abenteuer des Huckleberry Finn

von John von Düffel

Uraufführung: 11. November 2018, Theater am Goetheplatz

dargestellt von ihm selbst und seinen Freunden
nach dem Roman von Mark Twain
6+

„Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere Menschen.“ (Astrid Lindgren) — Tausende von Kindern durften auf der Bühne am Goetheplatz erleben, wie Tom Sawyer und sein Freund Huckleberry Finn mit Witz, Freundschaft und dem Mut zur Wahrheit Muff Pot­ter das Leben retteten und den wahren Übeltäter, Killer Joe, seiner gerechten Strafe zuführten. Inzwischen haben die beiden weitere Abenteuer überstanden: Tom hat sich der Schulpflicht erfolgreich entzogen, Huck ist den erzieherischen Maßnahmen von Tante Polly entschlüpft und die beiden Schatzsucher sind zu einer stattlichen Geldsumme gekommen: 6.000 Dollar! Das ruft Neider und Wide
Aufführungen | Oper

Ein Maskenball (Un ballo in maschera)

Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi

Premiere: 21. Oktober 2018, Theater am Goetheplatz

Text von Antonio Somma nach dem Drama "Gustave III.
ou Le Bal Masqué" von Eugène Scribe

„Die Forderung, geliebt zu werden, ist die größte aller Anmaßungen.“ (Friedrich Nietzsche) — Gustav III. liebt das Risiko, er ist ein Spieler. Von der Wahrsagerin Ulrica lässt er sich die Zukunft vorhersagen: Eine Verschwörung sei gegen ihn angezettelt und er werde durch die Hand seines besten Freundes René sterben. Der König fordert das Schicksal heraus, schlägt die Warnungen in den Wind und lässt keine Gelegenheit aus, sich öffentlich zu zeigen. Zudem trifft er sich heimlich mit Amelia, Renés Gattin, die seine Ge­fühle durchaus erwidert. Langsam gleiten ihm die Fäden aus der Hand, das Spiel verselbstständigt sich und Gustav III. wird Opfer sei
Aufführungen | Liederabend

Istanbul

Ein Sezen Aksu-Liederabend von Akin E. Sipal, Selen Kara und Torsten Kindermann

Ausgehend von eigenen Familienerfahrungen und Fragen, die sie sich zum Thema Heimat und Ankommen stellen, haben sich Regisseurin Selen Kara und Musiker Torsten Kindermann für eine Drehung der Perspektive, für eine Utopie der Gastarbeitergeschichte, entschieden.

Stellen wir uns vor: Das Wirtschaftswunder fand nach dem Zweiten Weltkrieg in der Türkei statt. Es waren deutsche Gastarbeiter, welche halfen, die Türkei wiederaufzubauen; statt Bremen war Istanbul die Stadt, welche die Neuankömmlinge willkommen hieß.
Mit einem deutschsprachigen Ensemble und einer deutsch-türkischen Band setzt sich das Team diesem Gedankenspiel aus. Der junge Autor Akın E. Sipal hat Texte entworfen, welche die Lieder von Sezen Aksu und die von Torsten Kindermann und Selen Kara formulierten Ideen zu einer tr
Aufführungen | Theater

Hier bin ich

nach dem Roman von Jonathan Safran Foer

Deutschsprachige Erstaufführung: 29. November 2018, Kleines Haus

„Und Gott sprach zu Israel in einem Nachtgesicht: Jakob! Jakob! Er sprach: Hier bin ich!“ (Mose 46, 2) — Julia ist Architektin und Stilberaterin, Jacob ein erfolgreicher Drehbuchautor; zusammen haben sie drei zuckersüße Söhne, ein Haus in Washing­ton D.C. und keine Probleme, die sich nicht lösen ließen. Doch unter der Oberfläche brodelt es: Julia fragt sich, was sie da­ran hindert, über ihre Gefühle zu sprechen. Jacob plagen noto­rische Selbstzweifel. Der Großvater, vor dem Holocaust geflohen, soll in ein Senioren­heim outgesourct werden und die Söhne belagern ihre Eltern mit viel zu komplizierten Fragen. Dann findet Julia Jacobs Zweit­handy voller Sex-SMS, die er mit einer Arbeitskollegin ausgetauscht hat. Als Jacobs Cous
Aufführungen | Theater

Der Schimmelreiter

von Theodor Storm

Premiere: 07. Oktober 2018, Theater am Goetheplatz

„Mit der Natur lässt sich nicht verhandeln.“ (Hans Joachim Schellnhuber) — Vom Bauernjungen zum Kleinknecht, bis hin zum Deichgraf hat er es geschafft, der Außenseiter H­auke Haien, der sich schon als kleiner Junge für Dynamik und Physik interessierte und das Spiel der Wellen erforschte. In der jungen Frau Elke findet er eine kongeniale Partnerin. Gemeinsam realisieren sie ihre innovativen Ideen zu Landgewinnung und Küstenschutz. Gegen die konservativen Kräfte setzen sie den Bau eines neuen Deiches durch. Ohne den alten einzureißen. Und das wird ihnen zum Verhängnis. Als eine Flut, von bis dato nicht gekanntem Ausmaß, die Küste heimsucht, klafft an der Nahtstelle zwischen neu und alt ein Riss, durch den sich die gewaltigen Wassermassen
Aufführungen | Kinderprogramm

Die Abenteuer des Huckleberry Finn

von John von Düffel

Uraufführung: 11. November 2018, Theater am Goetheplatz

dargestellt von ihm selbst und seinen Freunden
nach dem Roman von Mark Twain
6+

„Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere Menschen.“ (Astrid Lindgren) — Tausende von Kindern durften auf der Bühne am Goetheplatz erleben, wie Tom Sawyer und sein Freund Huckleberry Finn mit Witz, Freundschaft und dem Mut zur Wahrheit Muff Pot­ter das Leben retteten und den wahren Übeltäter, Killer Joe, seiner gerechten Strafe zuführten. Inzwischen haben die beiden weitere Abenteuer überstanden: Tom hat sich der Schulpflicht erfolgreich entzogen, Huck ist den erzieherischen Maßnahmen von Tante Polly entschlüpft und die beiden Schatzsucher sind zu einer stattlichen Geldsumme gekommen: 6.000 Dollar! Das ruft Neider und Wide
Aufführungen | Theater

Hiatus

von Helder Seabra / Unusual Symptoms

Premiere: 08. November 2018, Kleines Haus

„Angst ist der Schwindel der Freiheit.“ (Kierkegaard) — Wenn eine Ordnung zerfällt, sprechen wir oft vom Chaos, in dem die alten Verhältnisse verschwinden und neu zur Dis­position stehen, verteilt und verhandelt werden. Das Chaos ist eine Zeit der Unsicherheit und Kämpfe, der radikalen Intensität und Überladung der Sinne, und es ist nicht nur Folge, sondern auch ein Mittel des Zerfalls, Werkzeug von Manipulation und Macht. Was sind die Kräfte, die uns taumeln machen? Und markiert das Chaos nicht auch einen Punkt des Aufbruchs, einen Moment der größtmöglichen Verdichtung, der uns nicht ans Ende, sondern an einen neuen Anfang führt? Gemeinsam mit den Tänzer*innen von Unusual Symp­toms, dem belgischen Schauspieler Michai Geyzen und dem Musiker Stij
Familie | Lesung

GLOCKE Lesung mit Musik: "Der Schneemann"

GLOCKE Familienkonzert

Landesjugendorchester Bremen
Stefan Geiger, Dirigent
Jens Peter Brose, Sprecher

Howard Blake: »Der Schneemann« nach dem Buch von Raymond Briggs

Das Landesjugendorchester Bremen bringt mit der Geschichte von Raymond Briggs eines der bezauberndsten Kinderbücher und einen wahren britischen Weihnachtsklassiker in die Glocke: Der kleine James baut einen Schneemann, der in der Weihnachtsnacht zum Leben erwacht. Gemeinsam erkunden die beiden zuerst James‘ Elternhaus, bevor der Schneemann James auf einem fliegenden Motorrad in seine Welt entführt. Sicher gelandet, statten die beiden auch dem Weihnachtsmann einen Besuch ab und feiern ein ausgelassenes Schneemann-Weihnachtsfest!

Im Anschluss laden wir alle Kinder zu einer Bastelaktion im Foyer ein.
Aufführungen | Kinderprogramm

Tom Sawyer

von John von Düffel nach Mark Twain
6+

„Mut ist, wenn man Todesangst hat, aber sich trotzdem in den Sattel schwingt.“ (John Wayne) — Tom Sawyer ist kein Musterknabe. Er ist frech, kommt nie pünktlich nach Hause, schwänzt die Schule und treibt sich liebend gern mit seinem besten Freund herum, dem eigenwilligen und freiheitsliebenden Stadtstreicher Huckleberry Finn – vorzugsweise dort, wo sie nichts zu suchen haben. Als sie eines Nachts auf dem Friedhof zufällig Zeugen eines Mordes werden, wird aus ihren spielerischen Abenteuern der Ernst des Lebens. Ein Unschuldiger soll für die Tat gehängt werden und nur Tom und Huck können das verhindern. Jetzt ist wahrer Mut gefragt. Nicht nur die mit viel Herz und Witz erzählte, erfrischend-anarchische Lausbubengeschichte machte Mark Twains Roman zu einem zeitlosen Klassiker der Kinder- und
Aufführungen | Kinderprogramm

Die Abenteuer des Huckleberry Finn

von John von Düffel

Uraufführung: 11. November 2018, Theater am Goetheplatz

dargestellt von ihm selbst und seinen Freunden
nach dem Roman von Mark Twain
6+

„Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere Menschen.“ (Astrid Lindgren) — Tausende von Kindern durften auf der Bühne am Goetheplatz erleben, wie Tom Sawyer und sein Freund Huckleberry Finn mit Witz, Freundschaft und dem Mut zur Wahrheit Muff Pot­ter das Leben retteten und den wahren Übeltäter, Killer Joe, seiner gerechten Strafe zuführten. Inzwischen haben die beiden weitere Abenteuer überstanden: Tom hat sich der Schulpflicht erfolgreich entzogen, Huck ist den erzieherischen Maßnahmen von Tante Polly entschlüpft und die beiden Schatzsucher sind zu einer stattlichen Geldsumme gekommen: 6.000 Dollar! Das ruft Neider und Wide
Aufführungen | Kinderprogramm

Die Abenteuer des Huckleberry Finn

von John von Düffel

Uraufführung: 11. November 2018, Theater am Goetheplatz

dargestellt von ihm selbst und seinen Freunden
nach dem Roman von Mark Twain
6+

„Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere Menschen.“ (Astrid Lindgren) — Tausende von Kindern durften auf der Bühne am Goetheplatz erleben, wie Tom Sawyer und sein Freund Huckleberry Finn mit Witz, Freundschaft und dem Mut zur Wahrheit Muff Pot­ter das Leben retteten und den wahren Übeltäter, Killer Joe, seiner gerechten Strafe zuführten. Inzwischen haben die beiden weitere Abenteuer überstanden: Tom hat sich der Schulpflicht erfolgreich entzogen, Huck ist den erzieherischen Maßnahmen von Tante Polly entschlüpft und die beiden Schatzsucher sind zu einer stattlichen Geldsumme gekommen: 6.000 Dollar! Das ruft Neider und Wide
Aufführungen | Oper

Ein Maskenball (Un ballo in maschera)

Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi

Premiere: 21. Oktober 2018, Theater am Goetheplatz

Text von Antonio Somma nach dem Drama "Gustave III.
ou Le Bal Masqué" von Eugène Scribe

„Die Forderung, geliebt zu werden, ist die größte aller Anmaßungen.“ (Friedrich Nietzsche) — Gustav III. liebt das Risiko, er ist ein Spieler. Von der Wahrsagerin Ulrica lässt er sich die Zukunft vorhersagen: Eine Verschwörung sei gegen ihn angezettelt und er werde durch die Hand seines besten Freundes René sterben. Der König fordert das Schicksal heraus, schlägt die Warnungen in den Wind und lässt keine Gelegenheit aus, sich öffentlich zu zeigen. Zudem trifft er sich heimlich mit Amelia, Renés Gattin, die seine Ge­fühle durchaus erwidert. Langsam gleiten ihm die Fäden aus der Hand, das Spiel verselbstständigt sich und Gustav III. wird Opfer sei
Ereignisse | Konzert

Harald Krassnitzer: "Wiener Melange"

Harald Krassnitzer, Rezitation
Hellbrunner Geigenmusi:
Daniel Vereno, Violine
Maria Kaiser, Violine
Toni Mooslechner, Diatonische Harmonika
Kathrin Matzenberger, Harfe
Dominik Vereno, Kontrabass

Das Wiener Kaffeehaus – kaum eine Institution steht als Wohn-, Tratsch- und Schreibstube so vortrefflich für die kulturellen Freigeister, die sich hier früher sammelten. An diesen Mythos erinnert Schauspieler Harald Krassnitzer mit Wiener G’schichten zum Nachdenken und Schmunzeln vom Fin de Siècle über die Zwischenkriegsjahre bis zum Ende des 20. Jahrhunderts – von Alfred Polgar und Zeit- wie Gesinnungsgenossen bis zu H. C. Artmann, Helmut Qualtinger oder Thomas Bernhard. Mit typisch wienerischer Klangfarbe, der nötigen Prise Hans-Moser-Nostalgie und einem leisen Hauch von Melancholie präs
Aufführungen | Theater

Hier bin ich

nach dem Roman von Jonathan Safran Foer

Deutschsprachige Erstaufführung: 29. November 2018, Kleines Haus

„Und Gott sprach zu Israel in einem Nachtgesicht: Jakob! Jakob! Er sprach: Hier bin ich!“ (Mose 46, 2) — Julia ist Architektin und Stilberaterin, Jacob ein erfolgreicher Drehbuchautor; zusammen haben sie drei zuckersüße Söhne, ein Haus in Washing­ton D.C. und keine Probleme, die sich nicht lösen ließen. Doch unter der Oberfläche brodelt es: Julia fragt sich, was sie da­ran hindert, über ihre Gefühle zu sprechen. Jacob plagen noto­rische Selbstzweifel. Der Großvater, vor dem Holocaust geflohen, soll in ein Senioren­heim outgesourct werden und die Söhne belagern ihre Eltern mit viel zu komplizierten Fragen. Dann findet Julia Jacobs Zweit­handy voller Sex-SMS, die er mit einer Arbeitskollegin ausgetauscht hat. Als Jacobs Cous
Aufführungen | Oper

Lady Macbeth von Mzensk

Oper in vier Akten von Dmitri Schostakowitsch

Text von Alexander Preis nach der gleichnamigen
Erzählung von Nikolai Leskow

„Macht haben nicht diejenigen, die über Posten und Gefangenentransporter verfügen, sondern diejenigen, die ihre Angst überwinden.“ (Nadja Tolokonnikowa, Pussy Riot) — Eine tiefe Sehnsucht und quälende Langeweile bringen Katerina Ismailowa dazu, sich leidenschaftlich einem anderen Mann hinzugeben, Schwiegervater und Ehemann zu töten und sich mit einer buhlenden Rivalin in den Tod zu stürzen. Dmitri Schostakowitsch formulierte mit seiner „tragisch-satirischen Oper“ inmitten des stalinistischen Terrors einen Protest im Kleinen: das Aufbegehren der Lady Macbeth gegen die soziale Kälte, gegen die Ausweglosigkeit und Enge gesellschaftlicher Normen, welche häusliche Gewalt genauso dulden wie das Wegsperren von Anders
Aufführungen | Kinderprogramm

Die Abenteuer des Huckleberry Finn

von John von Düffel

Uraufführung: 11. November 2018, Theater am Goetheplatz

dargestellt von ihm selbst und seinen Freunden
nach dem Roman von Mark Twain
6+

„Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere Menschen.“ (Astrid Lindgren) — Tausende von Kindern durften auf der Bühne am Goetheplatz erleben, wie Tom Sawyer und sein Freund Huckleberry Finn mit Witz, Freundschaft und dem Mut zur Wahrheit Muff Pot­ter das Leben retteten und den wahren Übeltäter, Killer Joe, seiner gerechten Strafe zuführten. Inzwischen haben die beiden weitere Abenteuer überstanden: Tom hat sich der Schulpflicht erfolgreich entzogen, Huck ist den erzieherischen Maßnahmen von Tante Polly entschlüpft und die beiden Schatzsucher sind zu einer stattlichen Geldsumme gekommen: 6.000 Dollar! Das ruft Neider und Wide
Familie | Konzert

GLOCKE Sitzkissenkonzert: Harfenduo Sen

Harfenduo Sen:
Louise Sen, Harfe
Berker Sen, Fagott

Eltern und Babys gemeinsam im Konzertsaal? Geht das? Aber ja! Speziell für frisch gebackene Eltern sowie Großeltern, die ein klassisches Konzert besuchen möchten, sind unsere GLOCKE Sitzkissenkonzerte genau die richtige Wahl: Genießen Sie in den rund 45-minütigen Veranstaltungen am Vormittag Musik verschiedener Stilrichtungen, während Ihr Baby auf gemütlichen Kissen an Ihrer Seite bleiben kann. So können Sie erstklassige Konzerte von Beginn an gemeinsam in entspannter Atmosphäre erleben.

Die GLOCKE Sitzkissenkonzerte richten sich an Eltern mit Babys bis 1,5 Jahren.
Familie | Konzert

GLOCKE Sitzkissenkonzert: Harfenduo Sen

Harfenduo Sen:
Louise Sen, Harfe
Berker Sen, Fagott

Eltern und Babys gemeinsam im Konzertsaal? Geht das? Aber ja! Speziell für frisch gebackene Eltern sowie Großeltern, die ein klassisches Konzert besuchen möchten, sind unsere GLOCKE Sitzkissenkonzerte genau die richtige Wahl: Genießen Sie in den rund 45-minütigen Veranstaltungen am Vormittag Musik verschiedener Stilrichtungen, während Ihr Baby auf gemütlichen Kissen an Ihrer Seite bleiben kann. So können Sie erstklassige Konzerte von Beginn an gemeinsam in entspannter Atmosphäre erleben.

Die GLOCKE Sitzkissenkonzerte richten sich an Eltern mit Babys bis 1,5 Jahren.
Aufführungen | Kinderprogramm

Die Abenteuer des Huckleberry Finn

von John von Düffel

Uraufführung: 11. November 2018, Theater am Goetheplatz

dargestellt von ihm selbst und seinen Freunden
nach dem Roman von Mark Twain
6+

„Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere Menschen.“ (Astrid Lindgren) — Tausende von Kindern durften auf der Bühne am Goetheplatz erleben, wie Tom Sawyer und sein Freund Huckleberry Finn mit Witz, Freundschaft und dem Mut zur Wahrheit Muff Pot­ter das Leben retteten und den wahren Übeltäter, Killer Joe, seiner gerechten Strafe zuführten. Inzwischen haben die beiden weitere Abenteuer überstanden: Tom hat sich der Schulpflicht erfolgreich entzogen, Huck ist den erzieherischen Maßnahmen von Tante Polly entschlüpft und die beiden Schatzsucher sind zu einer stattlichen Geldsumme gekommen: 6.000 Dollar! Das ruft Neider und Wide
Aufführungen | Kinderprogramm

Die Abenteuer des Huckleberry Finn

von John von Düffel

Uraufführung: 11. November 2018, Theater am Goetheplatz

dargestellt von ihm selbst und seinen Freunden
nach dem Roman von Mark Twain
6+

„Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere Menschen.“ (Astrid Lindgren) — Tausende von Kindern durften auf der Bühne am Goetheplatz erleben, wie Tom Sawyer und sein Freund Huckleberry Finn mit Witz, Freundschaft und dem Mut zur Wahrheit Muff Pot­ter das Leben retteten und den wahren Übeltäter, Killer Joe, seiner gerechten Strafe zuführten. Inzwischen haben die beiden weitere Abenteuer überstanden: Tom hat sich der Schulpflicht erfolgreich entzogen, Huck ist den erzieherischen Maßnahmen von Tante Polly entschlüpft und die beiden Schatzsucher sind zu einer stattlichen Geldsumme gekommen: 6.000 Dollar! Das ruft Neider und Wide
Aufführungen | Konzert

Cecilia Bartoli: "Viva Vivaldi!"

Cecilia Bartoli, Mezzosopran
Andrés Gabetta, Violine
Les Musiciens du Prince
Gianluca Capuano, Dirigent

Mit ihrem 1999 veröffentlichten »Vivaldi Album« war Cecilia Bartoli die erste Künstlerin, die dem Komponisten ein Arien-Album widmete – und damit maßgeblich die Renaissance von Vivaldi als Opern-Dramatiker einleitete. Eindrucksvoll bewies sie in ihren Interpretationen, dass dessen affektgeladene Arien rund um Liebe, Verrat, Rache und Wahnsinn bei ihr in den besten Händen sind. Zusammen mit dem von ihr gegründeten Originalklang-Ensemble Les Musiciens du Prince mit handverlesenen Spitzenmusikern aus dem Fürstentum Monaco verbindet sie in ihrem neuen Programm Perlen aus Vivaldis facettenreichen Opernschaffen mit Instrumentalwerken aus seinem berühmten Jahreszeitenzyklus.
Aufführungen | Kinderprogramm

Die Abenteuer des Huckleberry Finn

von John von Düffel

Uraufführung: 11. November 2018, Theater am Goetheplatz

dargestellt von ihm selbst und seinen Freunden
nach dem Roman von Mark Twain
6+

„Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere Menschen.“ (Astrid Lindgren) — Tausende von Kindern durften auf der Bühne am Goetheplatz erleben, wie Tom Sawyer und sein Freund Huckleberry Finn mit Witz, Freundschaft und dem Mut zur Wahrheit Muff Pot­ter das Leben retteten und den wahren Übeltäter, Killer Joe, seiner gerechten Strafe zuführten. Inzwischen haben die beiden weitere Abenteuer überstanden: Tom hat sich der Schulpflicht erfolgreich entzogen, Huck ist den erzieherischen Maßnahmen von Tante Polly entschlüpft und die beiden Schatzsucher sind zu einer stattlichen Geldsumme gekommen: 6.000 Dollar! Das ruft Neider und Wide
Aufführungen | Musical

Lazarus

Ein Musical von David Bowie und Enda Walsh

Nach dem Roman „The Man Who Fell to Earth“ von Walter Tevis

„Wir brauchen keine anderen Welten, wir brauchen Spiegel.“ (Stanisław Lem) — Seit er 1976 Thomas Jerome Newton in dem Science-fiction-Film „The Man Who Fell to Earth“ verkörperte, ließ ihn die Figur nicht mehr los. David Bowie versuchte immer wieder, diese Geschichte weiterzudenken und in eine neue Kunstform zu transformieren. Der Außerirdische, der auf die Erde kommt, um Wasser für seinen sterbenden Planeten zu holen, seine Seele aber an die Ablenkungen des irdischen Lebens verliert, sich mit Gin und Fernsehen betäubt und sich nach nichts so sehr sehnt wie nach dem erlösenden Tod, sollte der Stoff sein, aus dem David Bowies erstes Musical gemacht ist. Am Ende seines Lebens ist es ihm gelungen. Gemeinsam mit dem Dramatiker
Aufführungen | Kinderprogramm

Die Abenteuer des Huckleberry Finn

von John von Düffel

Uraufführung: 11. November 2018, Theater am Goetheplatz

dargestellt von ihm selbst und seinen Freunden
nach dem Roman von Mark Twain
6+

„Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere Menschen.“ (Astrid Lindgren) — Tausende von Kindern durften auf der Bühne am Goetheplatz erleben, wie Tom Sawyer und sein Freund Huckleberry Finn mit Witz, Freundschaft und dem Mut zur Wahrheit Muff Pot­ter das Leben retteten und den wahren Übeltäter, Killer Joe, seiner gerechten Strafe zuführten. Inzwischen haben die beiden weitere Abenteuer überstanden: Tom hat sich der Schulpflicht erfolgreich entzogen, Huck ist den erzieherischen Maßnahmen von Tante Polly entschlüpft und die beiden Schatzsucher sind zu einer stattlichen Geldsumme gekommen: 6.000 Dollar! Das ruft Neider und Wide
Aufführungen | Theater

Hier bin ich

nach dem Roman von Jonathan Safran Foer

Deutschsprachige Erstaufführung: 29. November 2018, Kleines Haus

„Und Gott sprach zu Israel in einem Nachtgesicht: Jakob! Jakob! Er sprach: Hier bin ich!“ (Mose 46, 2) — Julia ist Architektin und Stilberaterin, Jacob ein erfolgreicher Drehbuchautor; zusammen haben sie drei zuckersüße Söhne, ein Haus in Washing­ton D.C. und keine Probleme, die sich nicht lösen ließen. Doch unter der Oberfläche brodelt es: Julia fragt sich, was sie da­ran hindert, über ihre Gefühle zu sprechen. Jacob plagen noto­rische Selbstzweifel. Der Großvater, vor dem Holocaust geflohen, soll in ein Senioren­heim outgesourct werden und die Söhne belagern ihre Eltern mit viel zu komplizierten Fragen. Dann findet Julia Jacobs Zweit­handy voller Sex-SMS, die er mit einer Arbeitskollegin ausgetauscht hat. Als Jacobs Cous
Aufführungen | Kinderprogramm

Die Abenteuer des Huckleberry Finn

von John von Düffel

Uraufführung: 11. November 2018, Theater am Goetheplatz

dargestellt von ihm selbst und seinen Freunden
nach dem Roman von Mark Twain
6+

„Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere Menschen.“ (Astrid Lindgren) — Tausende von Kindern durften auf der Bühne am Goetheplatz erleben, wie Tom Sawyer und sein Freund Huckleberry Finn mit Witz, Freundschaft und dem Mut zur Wahrheit Muff Pot­ter das Leben retteten und den wahren Übeltäter, Killer Joe, seiner gerechten Strafe zuführten. Inzwischen haben die beiden weitere Abenteuer überstanden: Tom hat sich der Schulpflicht erfolgreich entzogen, Huck ist den erzieherischen Maßnahmen von Tante Polly entschlüpft und die beiden Schatzsucher sind zu einer stattlichen Geldsumme gekommen: 6.000 Dollar! Das ruft Neider und Wide
Aufführungen | Oper

Fidelio

Oper in zwei Aufzügen von Ludwig van Beethoven

Text von Ferdinand Sonnleithner, Stephan von Breuning und Georg Treitschke nach Jean-Nicolas Bouilly

Als eine "Rettungs- und Befreiungsoper" wurde Beethovens einzige Oper "Fidelio" konzipiert, weshalb die im Stück verhandelten Maximen von Gleichheit und Freiheit durch zwei Jahrhunderte und verschiedenste politische Systeme hindurch kultiviert und vereinnahmt wurden. In ihrem Kern erzählt die Oper vom Schicksal Leonores, die, um ihren Mann aus den Händen seines Gegenspielers Don Pizarro zu befreien, nicht nur ihre Identität ablegt, sondern mit all den ihr zur Verfügung stehenden Kräften gegen die vorherrschenden Machtstrukturen ankämpft - und daher im Laufe der Geschichte zur Verkörperung eines Ideals stilisiert wurde.

Als Fanal für die Einmischung und Teilhabe an politischen Prozesse
Aufführungen | Kinderprogramm

Die Abenteuer des Huckleberry Finn

von John von Düffel

Uraufführung: 11. November 2018, Theater am Goetheplatz

dargestellt von ihm selbst und seinen Freunden
nach dem Roman von Mark Twain
6+

„Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere Menschen.“ (Astrid Lindgren) — Tausende von Kindern durften auf der Bühne am Goetheplatz erleben, wie Tom Sawyer und sein Freund Huckleberry Finn mit Witz, Freundschaft und dem Mut zur Wahrheit Muff Pot­ter das Leben retteten und den wahren Übeltäter, Killer Joe, seiner gerechten Strafe zuführten. Inzwischen haben die beiden weitere Abenteuer überstanden: Tom hat sich der Schulpflicht erfolgreich entzogen, Huck ist den erzieherischen Maßnahmen von Tante Polly entschlüpft und die beiden Schatzsucher sind zu einer stattlichen Geldsumme gekommen: 6.000 Dollar! Das ruft Neider und Wide
Aufführungen | Kinderprogramm

Die Abenteuer des Huckleberry Finn

von John von Düffel

Uraufführung: 11. November 2018, Theater am Goetheplatz

dargestellt von ihm selbst und seinen Freunden
nach dem Roman von Mark Twain
6+

„Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere Menschen.“ (Astrid Lindgren) — Tausende von Kindern durften auf der Bühne am Goetheplatz erleben, wie Tom Sawyer und sein Freund Huckleberry Finn mit Witz, Freundschaft und dem Mut zur Wahrheit Muff Pot­ter das Leben retteten und den wahren Übeltäter, Killer Joe, seiner gerechten Strafe zuführten. Inzwischen haben die beiden weitere Abenteuer überstanden: Tom hat sich der Schulpflicht erfolgreich entzogen, Huck ist den erzieherischen Maßnahmen von Tante Polly entschlüpft und die beiden Schatzsucher sind zu einer stattlichen Geldsumme gekommen: 6.000 Dollar! Das ruft Neider und Wide
Aufführungen | Kinderprogramm

Die Abenteuer des Huckleberry Finn

von John von Düffel

Uraufführung: 11. November 2018, Theater am Goetheplatz

dargestellt von ihm selbst und seinen Freunden
nach dem Roman von Mark Twain
6+

„Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere Menschen.“ (Astrid Lindgren) — Tausende von Kindern durften auf der Bühne am Goetheplatz erleben, wie Tom Sawyer und sein Freund Huckleberry Finn mit Witz, Freundschaft und dem Mut zur Wahrheit Muff Pot­ter das Leben retteten und den wahren Übeltäter, Killer Joe, seiner gerechten Strafe zuführten. Inzwischen haben die beiden weitere Abenteuer überstanden: Tom hat sich der Schulpflicht erfolgreich entzogen, Huck ist den erzieherischen Maßnahmen von Tante Polly entschlüpft und die beiden Schatzsucher sind zu einer stattlichen Geldsumme gekommen: 6.000 Dollar! Das ruft Neider und Wide
Aufführungen | Theater

Hier bin ich

nach dem Roman von Jonathan Safran Foer

Deutschsprachige Erstaufführung: 29. November 2018, Kleines Haus

„Und Gott sprach zu Israel in einem Nachtgesicht: Jakob! Jakob! Er sprach: Hier bin ich!“ (Mose 46, 2) — Julia ist Architektin und Stilberaterin, Jacob ein erfolgreicher Drehbuchautor; zusammen haben sie drei zuckersüße Söhne, ein Haus in Washing­ton D.C. und keine Probleme, die sich nicht lösen ließen. Doch unter der Oberfläche brodelt es: Julia fragt sich, was sie da­ran hindert, über ihre Gefühle zu sprechen. Jacob plagen noto­rische Selbstzweifel. Der Großvater, vor dem Holocaust geflohen, soll in ein Senioren­heim outgesourct werden und die Söhne belagern ihre Eltern mit viel zu komplizierten Fragen. Dann findet Julia Jacobs Zweit­handy voller Sex-SMS, die er mit einer Arbeitskollegin ausgetauscht hat. Als Jacobs Cous
Aufführungen | Kinderprogramm

Die Abenteuer des Huckleberry Finn

von John von Düffel

Uraufführung: 11. November 2018, Theater am Goetheplatz

dargestellt von ihm selbst und seinen Freunden
nach dem Roman von Mark Twain
6+

„Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere Menschen.“ (Astrid Lindgren) — Tausende von Kindern durften auf der Bühne am Goetheplatz erleben, wie Tom Sawyer und sein Freund Huckleberry Finn mit Witz, Freundschaft und dem Mut zur Wahrheit Muff Pot­ter das Leben retteten und den wahren Übeltäter, Killer Joe, seiner gerechten Strafe zuführten. Inzwischen haben die beiden weitere Abenteuer überstanden: Tom hat sich der Schulpflicht erfolgreich entzogen, Huck ist den erzieherischen Maßnahmen von Tante Polly entschlüpft und die beiden Schatzsucher sind zu einer stattlichen Geldsumme gekommen: 6.000 Dollar! Das ruft Neider und Wide
Aufführungen | Musical

Lazarus

Ein Musical von David Bowie und Enda Walsh

Nach dem Roman „The Man Who Fell to Earth“ von Walter Tevis

„Wir brauchen keine anderen Welten, wir brauchen Spiegel.“ (Stanisław Lem) — Seit er 1976 Thomas Jerome Newton in dem Science-fiction-Film „The Man Who Fell to Earth“ verkörperte, ließ ihn die Figur nicht mehr los. David Bowie versuchte immer wieder, diese Geschichte weiterzudenken und in eine neue Kunstform zu transformieren. Der Außerirdische, der auf die Erde kommt, um Wasser für seinen sterbenden Planeten zu holen, seine Seele aber an die Ablenkungen des irdischen Lebens verliert, sich mit Gin und Fernsehen betäubt und sich nach nichts so sehr sehnt wie nach dem erlösenden Tod, sollte der Stoff sein, aus dem David Bowies erstes Musical gemacht ist. Am Ende seines Lebens ist es ihm gelungen. Gemeinsam mit dem Dramatiker
Aufführungen | Kinderprogramm

Die Abenteuer des Huckleberry Finn

von John von Düffel

Uraufführung: 11. November 2018, Theater am Goetheplatz

dargestellt von ihm selbst und seinen Freunden
nach dem Roman von Mark Twain
6+

„Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere Menschen.“ (Astrid Lindgren) — Tausende von Kindern durften auf der Bühne am Goetheplatz erleben, wie Tom Sawyer und sein Freund Huckleberry Finn mit Witz, Freundschaft und dem Mut zur Wahrheit Muff Pot­ter das Leben retteten und den wahren Übeltäter, Killer Joe, seiner gerechten Strafe zuführten. Inzwischen haben die beiden weitere Abenteuer überstanden: Tom hat sich der Schulpflicht erfolgreich entzogen, Huck ist den erzieherischen Maßnahmen von Tante Polly entschlüpft und die beiden Schatzsucher sind zu einer stattlichen Geldsumme gekommen: 6.000 Dollar! Das ruft Neider und Wide
Aufführungen | Oper

Ein Maskenball (Un ballo in maschera)

Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi

Premiere: 21. Oktober 2018, Theater am Goetheplatz

Text von Antonio Somma nach dem Drama "Gustave III.
ou Le Bal Masqué" von Eugène Scribe

„Die Forderung, geliebt zu werden, ist die größte aller Anmaßungen.“ (Friedrich Nietzsche) — Gustav III. liebt das Risiko, er ist ein Spieler. Von der Wahrsagerin Ulrica lässt er sich die Zukunft vorhersagen: Eine Verschwörung sei gegen ihn angezettelt und er werde durch die Hand seines besten Freundes René sterben. Der König fordert das Schicksal heraus, schlägt die Warnungen in den Wind und lässt keine Gelegenheit aus, sich öffentlich zu zeigen. Zudem trifft er sich heimlich mit Amelia, Renés Gattin, die seine Ge­fühle durchaus erwidert. Langsam gleiten ihm die Fäden aus der Hand, das Spiel verselbstständigt sich und Gustav III. wird Opfer sei
Familie | Konzert

GLOCKE Familienkonzert: "Fröhliche Weihnacht überall"

Bremer Kaffeehaus-Orchester:
Klaus Fischer, Flöten, Klarinetten und Saxophon
Constantin Dorsch, Violine
Gero John, Violoncello
Johannes Grundhoff, Klavier
Anselm Hauke, Kontrabass

Mal komisch und verspielt, mal leise und besinnlich bringen die GLOCKE Familienkonzerte Kindern auf nicht alltägliche Weise die Welt der Instrumente und der Musik näher. Alle Konzerte, ob im Großen oder Kleinen Saal, sind speziell auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten der jeweiligen Altersgruppe zugeschnitten.

Ein weihnachtliches Mitsing-Konzert mit dem Bremer Kaffeehaus-Orchester

Weil es so schön ist: Die Glocke und das Bremer Kaffeehaus-Orchester laden kurz vor Heiligabend zum weihnachtlichen Mitsing-Konzert in den Großen Saal ein! Ob Groß oder Klein, Alt oder Jung – bei diesem Weihnachtslieder-Nach
Aufführungen | Oper

Ein Maskenball (Un ballo in maschera)

Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi

Premiere: 21. Oktober 2018, Theater am Goetheplatz

Text von Antonio Somma nach dem Drama "Gustave III.
ou Le Bal Masqué" von Eugène Scribe

„Die Forderung, geliebt zu werden, ist die größte aller Anmaßungen.“ (Friedrich Nietzsche) — Gustav III. liebt das Risiko, er ist ein Spieler. Von der Wahrsagerin Ulrica lässt er sich die Zukunft vorhersagen: Eine Verschwörung sei gegen ihn angezettelt und er werde durch die Hand seines besten Freundes René sterben. Der König fordert das Schicksal heraus, schlägt die Warnungen in den Wind und lässt keine Gelegenheit aus, sich öffentlich zu zeigen. Zudem trifft er sich heimlich mit Amelia, Renés Gattin, die seine Ge­fühle durchaus erwidert. Langsam gleiten ihm die Fäden aus der Hand, das Spiel verselbstständigt sich und Gustav III. wird Opfer sei
Aufführungen | Kinderprogramm

Die Abenteuer des Huckleberry Finn

von John von Düffel

Uraufführung: 11. November 2018, Theater am Goetheplatz

dargestellt von ihm selbst und seinen Freunden
nach dem Roman von Mark Twain
6+

„Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere Menschen.“ (Astrid Lindgren) — Tausende von Kindern durften auf der Bühne am Goetheplatz erleben, wie Tom Sawyer und sein Freund Huckleberry Finn mit Witz, Freundschaft und dem Mut zur Wahrheit Muff Pot­ter das Leben retteten und den wahren Übeltäter, Killer Joe, seiner gerechten Strafe zuführten. Inzwischen haben die beiden weitere Abenteuer überstanden: Tom hat sich der Schulpflicht erfolgreich entzogen, Huck ist den erzieherischen Maßnahmen von Tante Polly entschlüpft und die beiden Schatzsucher sind zu einer stattlichen Geldsumme gekommen: 6.000 Dollar! Das ruft Neider und Wide
Aufführungen | Musical

Lazarus

Ein Musical von David Bowie und Enda Walsh

Nach dem Roman „The Man Who Fell to Earth“ von Walter Tevis

„Wir brauchen keine anderen Welten, wir brauchen Spiegel.“ (Stanisław Lem) — Seit er 1976 Thomas Jerome Newton in dem Science-fiction-Film „The Man Who Fell to Earth“ verkörperte, ließ ihn die Figur nicht mehr los. David Bowie versuchte immer wieder, diese Geschichte weiterzudenken und in eine neue Kunstform zu transformieren. Der Außerirdische, der auf die Erde kommt, um Wasser für seinen sterbenden Planeten zu holen, seine Seele aber an die Ablenkungen des irdischen Lebens verliert, sich mit Gin und Fernsehen betäubt und sich nach nichts so sehr sehnt wie nach dem erlösenden Tod, sollte der Stoff sein, aus dem David Bowies erstes Musical gemacht ist. Am Ende seines Lebens ist es ihm gelungen. Gemeinsam mit dem Dramatiker
Ereignisse | Konzert

MIKIs Takeover! Ensemble feat. Joy Denalane

MIKIs Takeover! Ensemble
Mihalj Kekenj (»MIKI«), Violine und Leitung
Joy Denalane, Gesang

Eine Fusion aus Klassik und sogenannter Popkultur – das hat sich MIKI alias Mihalj Kekenj auf die Fahnen geschrieben! Im Hauptberuf Erster Konzertmeister bei den Bergischen Symphonikern, pflegt der Musiker neben der Klassik eine große Leidenschaft für den Hip-Hop. Mit seinem vor ein paar Jahren mit befreundeten Musikern gegründeten Takeover! Ensemble bittet er regelmäßig Sänger aus der Rock-, Pop-, Soul- und Elektroszene auf die Bühne, um deren Songs kammermusikalisch neu aufzubereiten. Begeisterten MIKI und sein Ensemble in der letzten Saison mit dem Sänger Maxim, treffen sie nun auf die deutsche Soul-Ikone Joy Denalane. Man darf also gespannt sein, wie eine Auswahl ihrer Soul- und R’n’B-Songs k
Aufführungen | Oper

Fidelio

Oper in zwei Aufzügen von Ludwig van Beethoven

Text von Ferdinand Sonnleithner, Stephan von Breuning und Georg Treitschke nach Jean-Nicolas Bouilly

Als eine "Rettungs- und Befreiungsoper" wurde Beethovens einzige Oper "Fidelio" konzipiert, weshalb die im Stück verhandelten Maximen von Gleichheit und Freiheit durch zwei Jahrhunderte und verschiedenste politische Systeme hindurch kultiviert und vereinnahmt wurden. In ihrem Kern erzählt die Oper vom Schicksal Leonores, die, um ihren Mann aus den Händen seines Gegenspielers Don Pizarro zu befreien, nicht nur ihre Identität ablegt, sondern mit all den ihr zur Verfügung stehenden Kräften gegen die vorherrschenden Machtstrukturen ankämpft - und daher im Laufe der Geschichte zur Verkörperung eines Ideals stilisiert wurde.

Als Fanal für die Einmischung und Teilhabe an politischen Prozesse
Aufführungen | Oper

Ein Maskenball (Un ballo in maschera)

Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi

Premiere: 21. Oktober 2018, Theater am Goetheplatz

Text von Antonio Somma nach dem Drama "Gustave III.
ou Le Bal Masqué" von Eugène Scribe

„Die Forderung, geliebt zu werden, ist die größte aller Anmaßungen.“ (Friedrich Nietzsche) — Gustav III. liebt das Risiko, er ist ein Spieler. Von der Wahrsagerin Ulrica lässt er sich die Zukunft vorhersagen: Eine Verschwörung sei gegen ihn angezettelt und er werde durch die Hand seines besten Freundes René sterben. Der König fordert das Schicksal heraus, schlägt die Warnungen in den Wind und lässt keine Gelegenheit aus, sich öffentlich zu zeigen. Zudem trifft er sich heimlich mit Amelia, Renés Gattin, die seine Ge­fühle durchaus erwidert. Langsam gleiten ihm die Fäden aus der Hand, das Spiel verselbstständigt sich und Gustav III. wird Opfer sei
Aufführungen | Theater

Hier bin ich

nach dem Roman von Jonathan Safran Foer

Deutschsprachige Erstaufführung: 29. November 2018, Kleines Haus

„Und Gott sprach zu Israel in einem Nachtgesicht: Jakob! Jakob! Er sprach: Hier bin ich!“ (Mose 46, 2) — Julia ist Architektin und Stilberaterin, Jacob ein erfolgreicher Drehbuchautor; zusammen haben sie drei zuckersüße Söhne, ein Haus in Washing­ton D.C. und keine Probleme, die sich nicht lösen ließen. Doch unter der Oberfläche brodelt es: Julia fragt sich, was sie da­ran hindert, über ihre Gefühle zu sprechen. Jacob plagen noto­rische Selbstzweifel. Der Großvater, vor dem Holocaust geflohen, soll in ein Senioren­heim outgesourct werden und die Söhne belagern ihre Eltern mit viel zu komplizierten Fragen. Dann findet Julia Jacobs Zweit­handy voller Sex-SMS, die er mit einer Arbeitskollegin ausgetauscht hat. Als Jacobs Cous
Ausstellungen | Ausstellung

Australische Ghostnets - Kunst aus dem Meer

Kilometerlang treiben herrenlose Fischernetze in unseren Meeren - mit verheerenden Folgen: Fische, Delfine, Wale und Meeresschildkröten verfangen sich darin und verenden qualvoll in diesen "Ghostnets". Aus den am Strand angespülten Netzen fertigen nordaustralische Aborigines und Torres Strait Islanders dreidimensionale Kunstwerke. Es entsteht eine farbenfrohe Unterwasserwelt, mit der die Künstler eine Verbindung zu ihren Vorfahren herstellen, aber gleichzeitig auf die Verschmutzung der Meere aufmerksam machen.
Ausstellungen | Ausstellung

Henri Laurens

Henri Laurens (1885–1954) ist einer der großen französischen Bildhauer des 20. Jahrhunderts. Er wurde zunächst als Dekorbildhauer ausgebildet, gehörte später zum Kreis der Kubisten um George Braque und Pablo Picasso und wandte sich seit der Mitte der 1920er-Jahre wieder einer organischeren Formensprache zu. Die figürliche Darstellung blieb für sein Werk bestimmend. Die Ausstellung in Bremen möchte dem besonderen Charakter von Laurens‘ Werk seit der Mitte der 1930er-Jahre in zwei sich kreuzenden Linien nachspüren: Form und Inhalt. Die Basis dafür bilden wenige, ausgewählte Skulpturen und ergänzende Grafik. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Kunsthalle Mannheim. Das Gerhard-Marcks-Haus ist 1. Station!
Ausstellungen | Ausstellung

Kosmos Marcks Mit Stift und Stichel. Bildhauergrafik – Schenkung Thomas Duttenhoefer

Fast alle Bildhauer sind auch bedeutende Grafiker. Das Bearbeiten einer Platte mit Werkzeug und die Notwenigkeit Linien präzise vorauszudenken, entsprechen grundsätzlich der Erstellung von Bildwerken. Die Idee des Multiplen, der Auflage, deckt sich mit den Gepflogenheiten im Bronzeguss.
Der Bildhauer Thomas Duttenhoefer (geb. 1950) bildet in dieser Hinsicht keine Ausnahme. Ungewöhnlicher jedoch sind sein Interesse an der Arbeit der Kollegen und deren stete Wertschätzung, die sich in einer über viele Jahre aufgebauten Sammlung an Bildhauergrafik niedergeschlagen haben. Rund 120 Blätter gehen nun als Schenkung an die Gerhard-Marcks-Stiftung.

Ausstellungen | Ausstellung

Norika Yamamoto

Die aus Japan stammende Künstlerin Noriko Yamamoto (geboren 1969) beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit der Frage nach den Grenzen der Sichtbarkeit und deren Auswirkungen auf das Verständnis der Welt. In Ihren Installationen, Objekten und Zeichnungen entwickelt sie Paradoxien, wie beispielsweise etwas zu zeigen, ohne etwas erkennen zu lassen.
Literatur | Buchpräsentation

Alexander Grau "Hypermoral. Die neue Lust an der Empörung"

Claudius-Verlag

Deutschland empört sich. Oft, gerne und über nahezu alles. „Empört Euch!“ war folgerichtig ein Bestseller hierzulande, markiert er doch in zwei Worten das Coming-out der deutschen Seele. Wir leben im Zeitalter der Hypermoral. Moral ist zur Leitideologie und zum Religionsersatz unserer postreligiösen Gesellschaft mutiert. Moral ist absolut geworden, sie duldet keine anderen Diskurse neben sich. So wird aus Moral die Tyrannei der Werte: Minderheitenkult, Kränkungsfetischismus, Gleichheitsideologie. Politik, Wirtschaft, Kunst – alles wird auf moralische Fragen reduziert. Selbst der Konsum hat fair, nachhaltig und ressourcenschonend zu sein. Wer sich diesem Diktat der totalen Moral zu entziehen sucht, wird gesellschaftlich sanktioniert. Der Publizist und Philosoph Alexander Grau, Autor der vie
Literatur | Buchpräsentation

Uwe Tellkamp "Die Carus-Sachen"

Illustriert und gestaltet von Andreas Töpfer

Zu Carus gehen: so verabschiedet sich der Gynäkologe von den beiden Kindern, wenn er sich während der frühen Achtziger des 20. Jahrhunderts in Dresden auf den täglichen Weg zur Medizinischen Akademie Carl Gustav Carus macht. Der Namensgeber der Institution, 1869 in Dresden gestorben, kann als Prototyp der in der Romantik noch selbstverständlichen Doppelbegabung gelten: Naturwissenschaftler, Arzt wie Maler, Verfasser geisteswissenschaftlicher Studien (unter anderem über Goethe). Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn der Vater seine beiden Kinder zu Expeditionen in die unabhängige Kunstszene Dresdens und des Umlands verleitet – es sind die Carus-Sachen, die alle drei umtreiben, zu Versuchen eines Wiederanknüpfens an die ungeteilte Humanität
Literatur | Buchpräsentation

Eugen Gomringer "poema: Gedichte und Essays"

Vor 65 Jahren erschien Eugen Gomringers Gedicht «avenidas» in der Zeitschrift «spirale». Es war ein erstes Beispiel jener «Konstellationen», die in der Folge eine wesentliche Grundform der Konreten Poesie bilden sollte. Auf unvermutete Weise hat dieses Gedicht in jüngster Vergangenheit für Zündstoff gesorgt und eine umstrittene Aktualität gewonnen – Anlass genug, das dichterische Werk des Begründers der Konkreten Poesie neu zu betrachten.
Eugen Gomringer hat dazu eine Anzahl seiner wesentlichen Gedichte versammelt, sie selber kommentiert und ihnen Essays bekannter Autorenkollegen beigegeben. Er hält damit Rückschau auf die Entwick­lung einer literarischen Bewegung, deren minimalistischer Reduktionismus zunächst als belanglose Spielerei belächelt wurde, deren kreatives Potential sich unte
Literatur | Buchpräsentation

Peter Wawerzinek "Rabenliebe"

Verlag Galiani Berlin

Ein Buch wie ein Erdbeben

Über fünfzig Jahre quälte sich Peter Wawerzinek mit der Frage, warum seine Mutter ihn als Waise in der DDR zurückgelassen hatte. Dann fand und besuchte er sie. Das Ergebnis ist ein literarischer Sprengsatz, wie ihn die deutsche Literatur noch nicht zu bieten hatte.

Ihre Abwesenheit war das schwarze Loch, der alles verschlingende Negativpol in Peter Wawerzineks Leben. Wie hatte seine Mutter es ihm antun können, ihn als Kleinkind in der DDR zurückzulassen, als sie in den Westen floh? Der Junge, herumgereicht in verschiedenen Kinderheimen, blieb stumm bis weit ins vierte Jahr, mied Menschen, lauschte lieber den Vögeln, ahmte ihren Gesang nach, auf dem Rücken liegend, tschilpend und tschirpend. Die Köchin des Heims wollte ihn adoptieren, ihr Mann wollte das nich
Literatur | Buchpräsentation

Jan Wagner "Der verschlossene Raum"

Hanser Verlag

Georg-Büchner-Preis 2017

Mit den Essays von Jan Wagner auf literarischer Entdeckungsreise: leidenschaftlich, mitreißend, klug.

Wüsste man nichts von Jan Wagners lyrischem Werk, man würde überhaupt nur noch Essays von ihm lesen wollen. Ob er über Bibliotheken, Buchhandlungen, Lyrik oder Kunst schreibt, ob er literarische Postkarten aus Rom oder Los Angeles sendet oder die Epiphanie eines Rosmarins im schwäbischen Garten feiert – man glaubt diesem charmanten Geschichtenerzähler alles. Es bleibt kaum Zeit, die rhetorische Fingerfertigkeit zu bewundern, mit der da zwischen souveräner Gelehrsamkeit unerwartet die nächste Anekdote aus dem Ärmel gezogen wird, und man kann nicht anders als staunen über die Trouvaillen, die Jan Wagner von seinen Entdeckungsreisen quer durch Epochen und Konti
Literatur | Buchpräsentation

Robert Menasse "Die Hauptstadt"

Suhrkamp Verlag

Deutscher Buchpreis 2017

Der große europäische Roman

In Brüssel laufen die Fäden zusammen – und ein Schwein durch die Straßen.
Fenia Xenopoulou, Beamtin in der Generaldirektion Kultur der Europäischen Kommission, steht vor einer schwierigen Aufgabe. Sie soll das Image der Kommission aufpolieren. Aber wie? Sie beauftragt den Referenten Martin Susman, eine Idee zu entwickeln. Die Idee nimmt Gestalt an – die Gestalt eines Gespensts aus der Geschichte, das für Unruhe in den EU-Institutionen sorgt. David de Vriend dämmert in einem Altenheim gegenüber dem Brüsseler Friedhof seinem Tod entgegen. Als Kind ist er von einem Deportationszug gesprungen, der seine Eltern in den Tod führte. Nun soll er bezeugen, was er im Begriff ist zu vergessen. Auch Kommissar Brunfaut steht vor einer schwierig
Literatur | Buchpräsentation

Natascha Wodin "Sie kam aus Mariupol"

Rowohlt Verlag

Leipziger Buchpreis 2017 - Belletristik

"Wenn du gesehen hättest, was ich gesehen habe" - Natascha Wodins Mutter sagte diesen Satz immer wieder und nahm doch, was sie meinte, mit ins Grab. Da war die Tochter zehn und wusste nicht viel mehr, als dass sie zu einer Art Menschenunrat gehörte, zu irgendeinem Kehricht, der vom Krieg übriggeblieben war. Wieso lebten sie in einem der Lager für "Displaced Persons", woher kam die Mutter, und was hatte sie erlebt? Erst Jahrzehnte später öffnet sich die Blackbox ihrer Herkunft, erst ein bisschen, dann immer mehr.

"Sie kam aus Mariupol" ist das außergewöhnliche Buch einer Spurensuche. Natascha Wodin geht dem Leben ihrer ukrainischen Mutter nach, die aus der Hafenstadt Mariupol stammte und mit ihrem Mann 1943 als "Ostarbeiterin" nach Deutschland v
Literatur | Buchpräsentation

Jan Wagner "Regentonnenvariationen"

Hanser Verlag

Preis der Leipziger Buchmesse 2015

In seinem neuen Gedichtband vermisst Jan Wagner poetisch die Welt – von Schlehen im Frost bis zu Eseln in Sizilien.
Der Garten, in dem die Regentonne steht, ist phantastisch weit, reich und offen – eine Welt. In diesem Lyrikband geht es in die Natur mit all ihren kunstvollen Variationen des Lebens. Jan Wagner lässt den Giersch schäumen, dass einem weiß vor Augen wird, nimmt Weidenkätzchen und Würgefeige, Morchel und Melde, Eule, Olm und Otter ins poetische Visier, zoomt ran, überblendet assoziativ, bis der Blick sich weitet und man weiß, für einen Augenblick zum Wesen der Dinge vorgedrungen zu sein. Es ist immer wieder ein Wunder, wie es diesem Lyriker gelingt, Bilder zu schaffen, die in einem Halbvers Stimmungen heraufbeschwören – bis längst Vergesse
Literatur | Buchpräsentation

Mirjam Pressler "Grüße und Küsse an alle"

S. Fischer Verlag

Die Geschichte der Familie von Anne Frank

Eine Sensation: Die ganze Geschichte von Aufstieg und Schicksal der Familie Anne Franks über drei Jahrhunderte, erzählt auf der Grundlage tausender unbekannter Briefe und Dokumente
Sommerfrische hoch über dem Silser See in den Schweizer Bergen: Alljährlich traf sich hier die Familie Frank, die sonst über ganz Europa verstreut war. Noch Anne Franks Ururgroßvater hatte als kleiner Junge in der engen Frankfurter Judengasse leben müssen, doch schon eine Generation später wurde ein Vorfahr Anne Franks zum ersten jüdischen Professor in Deutschland berufen. Ihre Großmutter Alice führte als Bankiersgattin ein weltoffenes Haus in Frankfurt, bis die Familie nach London, Basel und Amsterdam übersiedelte, das dann zum Schicksalsort der Familie werden sollt
Literatur | Buchpräsentation

Jan Josef Liefers "Soundtrack meiner Kindheit"

Rowohlt Velage

Ein ganz persönliches Buch über eine Kindheit in der DDR.

«Ich wurde im November 1963 eines Nachts unter nicht sonderlich spektakulären Umständen in Dresden gezeugt ... Die Schwangerschaft kam alles andere als gelegen. Meine Eltern waren mitten im Studium, hatten keine eigene Wohnung, hätten sich auch keine leisten können, und ihre Zukunft war ziemlich ungewiss, um nur zwei vernünftige Argumente gegen so frühen Nachwuchs aufzuzählen. Aber nach einigen halbherzigen Versuchen aus dem reichen Schatz häuslicher Selbsthilfemittel wie sehr heiße Bäder, Rotwein mit Nelke und anschließenden Sprüngen vom Kleiderschrank war klar, die Frucht saß fest, das Zellklümpchen zeigte sich unbeeindruckt und teilte sich normgerecht weiter. Die junge Frau war kerngesund, und – Schauspielerin hin oder her – b
Literatur | Buchpräsentation

Thomas Rosenlöcher "Die verkauften Pflastersteine - Dresdner Tagebuch"

Suhrkamp Verlag

Als dieses Buch 1990 zum ersten Mal erschien, wurde es als ein ungeheuer genauer, gelassener und ironisch-skeptischer Blick auf die Tage der Wende und die Monate danach begrüßt. In einer Zeit, als die Stimmung zwischen schriller Einheitseuphorie und Verklärung der DDR schwankte, schaute Thomas Rosenlöcher genauer hin und verließ sich allein auf sein unabhängiges Urteil. Liest man sein Tagebuch der Wendezeit heute, dann wird klar: Es ist eines der hellsichtigsten Bücher, die wir über das vereinte Deutschland lesen können. Mit großer Glaubwürdigkeit, radikaler Ehrlichkeit und klugem Humor beschreibt Rosenlöcher ein Land, in dem wir bis heute leben.

- eines der wichtigsten Bücher über die Wende in neuer Ausgabe
- authentische Einblicke in beide deutsche Staaten vor der Wiedervereinigung
Literatur | Buchpräsentation

Jean-Marc Gonin, Olivier Guez "Die Mauer fällt"

Piper Verlag

Aus dem Französischen von Helmut Reuter. Was am 9. November 1989 passierte, war ebenso unwahrscheinlich und abenteuerlich wie ein Roman. Und genau so erzählen Olivier Guez und Jean-Marc Gonin diese Geschichte. Kann man sich eine Szene ausdenken wie die, in der der mörderische General Mielke vor die Volkskammer tritt und ruft: "Ich liebe Euch doch alle"? Oder wie eine Handvoll Demonstranten in der Berliner Gethsemane-Kirche die schwerbewaffneten Stasi-Männer durch Kirchenlieder zum Abzug bringt? In der Art eines Doku-Dramas verknüpfen die Autoren die oft dramatischen Schicksale der eigentlichen Helden der Geschichte, der Menschen, mit denen der großen Politik von Honecker & Co. Sie alle treten als lebendige Figuren auf, in ihren Gesprächen, privaten Eigenarten, die mehr verraten als jede no
Literatur | Buchpräsentation

Bodo Kirchhoff "Widerfahrnis"

Frankfurter Verlagsanstalt

Deutscher Buchpreis 2016

Reither, bis vor kurzem Verleger in einer Großstadt, nun in einem idyllischen Tal am Alpenrand, hat in der dortigen Bibliothek ein Buch ohne Titel entdeckt, auf dem Umschlag nur der Name der Autorin, und als ihn das noch beschäftigt, klingelt es abends bei ihm. Und bereits in derselben Nacht beginnt sein Widerfahrnis und führt ihn binnen drei Tagen bis nach Sizilien. Die, die ihn an die Hand nimmt, ist Leonie Palm, zuletzt Besitzerin eines Hutgeschäfts; sie hat ihren Laden geschlossen, weil es der Zeit an Hutgesichtern fehlt, und er seinen Verlag dichtgemacht, weil es zunehmend mehr Schreibende als Lesende gibt. Aber noch stärker verbindet die beiden, dass sie nicht mehr auf die große Liebe vorbereitet zu sein scheinen. Als dann nach drei Tagen im Auto am Mittel
Literatur | Buchpräsentation

Marcel Beyer "Flughunde"

Suhrkamp Verlag

Georg-Büchner-Preis 2016 für Marcel Beyer

Flughunde sind fledermausähnliche Flattertiere mit hundeartigem Kopf. Für Hermann Karnau sind sie von Kindheit an Sinnbild einer Welt, die vor dem Zugriff fremder Stimmen geschützt ist. Die Stimme ist der Fetisch des Akustikers Karnau, der 1940 den Plan faßt, systematisch das Phänomen der menschlichen Stimme zu erkunden.
Die eine Erzählstimme gehört Hermann Karnau, dessen Namen der Autor einem Wachmann im Berliner Bunker unter der Reichskanzlei entliehen hat. Die andere gehört der achtjährigen Helga, einer Tochter des Propagandaministers. Immer wieder kommt es zu Begegnungen der beiden, zuletzt im April 1945, als Karnau in Berlin ist, um die Führerstimme aufzuzeichnen.
Ein Zeitsprung führt in den Sommer 1992. Hermann Karnau, der nach dem Kri
Literatur | Buchpräsentation

Guntram Vesper "Frohburg"

Schöffling & Co.

Preis der Leipziger Buchmesse 2016 (Belletristik)

FROHBURG ist ohne Zweifel das opus magnum von Guntram Vesper, zugleich für den Autor der Ausgangspunkt von allem: Der Ort seiner Geburt 1941, Jugend, Aufwachsen und Erwachen, die Flucht der Familie 1957, das umliegende Land die Folie der Geschichtsbetrachtung einer deutschen Epoche. Hier werden ein Land und eine Zeit gültig festgehalten, Kultur und Politik, Krieg und Nachkrieg, ein umfassendes, großartiges Portrait deutschen Lebens im zwanzigsten Jahrhundert; ein gewaltiges Prosawerk, das neben die großen Bücher von Peter Kurzeck, Walter Kempowski und Uwe Johnson zu stellen ist. FROHBURG ist ein Füllhorn an Geschichten, zumeist aus eigenem Erleben grundiert, eine große autobiographische Erzählung, ein Welt-Buch im Überschaubaren, ein Ges
Literatur | Buchpräsentation

Gregor Gumpert / Ewald Tucai "Ruhr.Buch"

dtv

RUHR.2010
Kulturhauptstadt Europas - die literarische Anthologie

Essen und 52 weitere Städte zwischen Rhein, Lippe, Emscher und Ruhr dürfen sich 2010 als Kulturhauptstadt Europas feiern. Der drittgrößte europäische Ballungsraum rüstet sich mit vielen Projekten und Veranstaltungen, um sich sowohl als Kulturlandschaft als auch als Metropole zu zeigen.

Zu der Begegnung mit einer großen Geschichte und einer spannenden Zukunft lädt auch diese repräsentative literarische Anthologie mit Prosatexten, Gedichten und Liedern zahlreicher Autoren aus Vergangenheit und Gegenwart ein. Ob aus heimatlicher Perspektive oder aus der eines Besuchers: Alle Beiträge erzählen von den historischen Besonderheiten und den beeindruckenden Veränderungen, die das Ruhrgebiet - diesen Schmelztiegel in der Mitte
Literatur | Buchpräsentation

Georg Klein "Roman unserer Kindheit"

Rowohlt Verlag

Ein scheinbar ewiger Sommer umfängt Neubaublöcke, amerikanische Kasernen, ein verlassenes Wirtshaus unter uralten Kastanien und die Laubenkolonie, wo die Kinder der Neuen Siedlung sich die großen Ferien vertreiben. Langsam, kaum merklich, sickert das Unheimliche ein: Ein Mord wird angekündigt, dann kommen die Boten, buchstäblich aus einer anderen Welt. Und es sieht aus, als könnten sie zumindest eines der Siedlungskinder auf die Nachtseite dieses Sommers hinüberziehen.

Hardcover, 448 S.
22,95 €

«Roman unserer Kindheit» ist zugleich ein radikal autobiographisches und magisch-phantastisches Buch, ein Kindheitsroman voll fiebrigem Witz und dunkler Einsicht.

«Ein Geniestreich ist dieser Roman, opak, dicht, verrückt, hässlich und irre schön.»
Ina Hartwig, Die Zeit
Literatur | Buchpräsentation

Hans-Ulrich Treichel "Grunewaldsee"

Suhrkamp Verlag

Paul liebt Berlin, vor allem Westberlin, sofern man Westberlin lieben kann, wenn man in einer dunklen Hinterhofwohnung in Kreuzberg lebt. Und er liebt Maria, die Spanierin mit den graugrünen Augen und der Motorradjacke. Die beiden lernen sich in Málaga kennen, wo er als Sprachlehrer jobbt, während er auf eine Referendariatsstelle wartet. Maria, die angehende Ärztin, wird für ihn zur Liebe seines Lebens, und doch muß er sie bald verlassen: Sie ist verheiratet und erwartet ein Kind. Aber bei seinem Abschied aus Spanien ruft sie ihm nach: »Permanecemos juntos!« - »Wir bleiben zusammen!« Marias Versprechen soll kein leeres bleiben: Sie sehen sich wieder, in Deutschland. Von der Lobby des Münchner Hotels Vier Jahreszeiten aus brechen sie auf zu einer Reise, die freilich nur einen halben Tag dau
Literatur | Buchpräsentation

Thomas Kapielski "Mischwald"

Suhrkamp Verlag

Preis der Literaturhäuser 2010

Kunst ist schlimmer als Heimweh – sagt Thomas Kapielski in Mischwald, seinem neuen großen Prosaband, einer reich illustrierten Welt- und Werkschau, angelegt als Logbuch eines gemischten Jahres, zu dessen Auftakt man ihn irrtümlich für tot erklärt und an dessen Ende er verfügt: Meinen Grabstein soll die Zeile schmücken: »Macht bloß so weiter!«

Was das Leben ihm dazwischen alles zuträgt, spottet jedem Vorschautext: Paradoxe Rauschzustände angesichts eines TV-Konzerts von André Rieu, heikle Fragen der Koran-Archäologie oder eine Einladung zur »Blattkritik« beim Stern haben genauso ihren Ort wie die angeschwipsten Bekenntnisse eines Künstlersozialkassenmitglieds, liebevoll gemeißelte Porträts verstorbener Weggefährten wie Emmett Williams, Thomas Schmid oder
Literatur | Buchpräsentation

Christa Wolf "Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud"

Suhrkamp Verlag

Los Angeles, die Stadt der Engel: Dort verbringt die Erzählerin Anfang der Neunziger einige Monate auf Einladung des Getty Center. Ihr Forschungsobjekt sind die Briefe einer gewissen L. aus dem Nachlaß einer verstorbenen Freundin, deren Schicksal sie nachspürt – eine Frau, die aus dem nationalsozialistischen Deutschland in die USA emigrierte. Sie beobachtet die amerikanische Lebensweise, taucht ein in die Vergangenheit des „New Weimar unter Palmen“, wie Los Angeles als deutschsprachige Emigrantenkolonie während des Zweiten Weltkriegs genannt wurde. Ein ums andere Mal wird sie über die Lage im wiedervereinigten Deutschland verhört: Wird der „Virus der Menschenverachtung“ in den neuen, ungewissen deutschen Zuständen wiederbelebt?

In der täglichen Lektüre, in Gesprächen, in Träumen stellt
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Paul Auster "Unsichtbar"

Rowohlt Verlag

Niemand entzieht dem Leser so virtuos den Boden unter den Füßen, wie Paul Auster, der «Zeremonienmeister des Zufalls» (FAZ). Eben noch hat uns einer sein Leben erzählt, schon ist er – ein kleiner Wechsel der Perspektive nur – die imaginäre Figur eines Romans. Wer ist wirklich der, der zu sein er vorgibt? In Unsichtbar werden wir Zeuge eines teuflischen Spiels von Verführung und Verrat, Liebe und Lüge.

Der Fremde in dir

Vor vierzig Jahren haben sie sich zuletzt gesehen, es war «der Sommer des Sechstage-Kriegs, der Sommer der Rassenunruhen in mehr als hundert amerikanischen Städten, der Summer of Love». Jetzt schickt Adam Walker seinem früheren Studienfreund, dem erfolgreichen Schriftsteller James Freeman, ein unfertiges Manuskript: «Ich brauche dringend Hilfe.» Bald darauf erhält Free
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Reinhard Jirgl "Die Stille"

Hanser Verlag

Georg-Büchner-Preis 2010

Einhundert Jahre aus der Geschichte zweier Familien und aus der Geschichte eines Landes: Reinhard Jirgls "Die Stille" ist das monumentale Epos vom langen 20. Jahrhundert in Deutschland. Am Anfang steht ein Fotoalbum, die ältesten Bilder sind über achtzig Jahre alt: einhundert Fotografien zweier Familien, die eine aus Ostpreußen stammend, die andere aus der Niederlausitz. Zwei Weltkriege, Inflation, Flucht und Vertreibung haben diese beiden Familien über fünf politische Systeme hinweg, von der Kaiserzeit bis heute, überlebt. Den einhundert Fotografien folgend, erzählt Jirgl Geschichten von Verletzungen, Liebe und Verrat. "Die Stille" bestätigt seinen außergewöhnlichen Rang.

Roman
Fester Einband, 536 Seiten
Preis: 24.90 € (D) / 42.90 sFR (CH) / 25.60 € (A)
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Jonathan Franzen "Freiheit"

Rowohlt

Aus dem Amerikanischen von Bettina Abarbanell und Eike Schönfeldt. Patty und Walter Berglund - Vorzeigeeltern und Umweltpioniere, fast schon ideale Nachbarn in ihrer selbst renovierten viktorianischen Villa in St. Paul - geben plötzlich Rätsel auf: Ihr halbwüchsiger Sohn zieht zur proletenhaften republikanischen Familie nebenan, Walter lässt sich zum Schutz einer einzigen Vogelart auf einen zwielichtigen Pakt mit der Kohleindustrie ein, und Patty, Exsportlerin und Eins-a-Hausfrau, entpuppt sich als wahrlich sonderbar. Hat Walters bester Freund, ein Rockmusiker, damit zu tun? Auf einmal lebt Patty ihre kühnsten Träume, führt sie ein Leben ohne Selbstbetrug. In diesem Roman einer Familie, der zugleich ein Epos der letzten dreißig Jahre amerikanischer Geschichte ist, erzählt Jonathan Franzen
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Uwe Tellkamp "Die Schwebebahn - Dresdner Erkundungen"

inselverlag

Nach dem grandiosen Erfolg seines Beststellers Der Turm führt Uwe Tellkamp uns erneut in seine Heimatstadt Dresden. Auf den Stationen dieser Reise erwartet uns eine Fülle von Geschichten, die sich zu einer einzigartigen Erzählung der Stadt zusammenfügen. Wir begegnen der Klavierlehrerin Adolzaide und dem Vorsitzenden der Quittengesellschaft, hören Gesprächen über die Frauenkirche, Dresdner Maler und Architektur zu, besuchen den Jungen, dem in einem Johannstädter Plattenbau eine Tube Schuhcreme zum Gleichnis für den Traum vom Meer wurde. Dresden ist ein Stück Italien, und eine Laufmaschenreparatur ist in Wahrheit eine Filiale des Amts zur Wiederherstellung der Schönheit. In der Bunten Republik Neustadt lebt Q., die Brombeeren und die Zahl 19 liebt. Zwergpudel Caligula, der die Dame mit Hut
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Amir Hassan Cheheltan "Teheran Revolutionsstraße"

P. Kirchheim Verlag

Der Aufstieg eines zwielichtigen Operateurs von Jungfernhäutchen zum Klinikchef, der sich in eine seiner Patientinnen verliebt, ist Ausgangspunkt für ein Sittenbild der iranischen Gesellschaft, deren politische, wirtschaftliche und soziale Zwänge und Verwerfungen ein junges Liebespaar auf grausame Weise scheitern lassen. „Teheran Revolutionsstrasse“, der in Teheran nicht veröffentlichte Roman Cheheltans, porträtiert den unbekannten Alltag von Menschen der Teheraner Megacity.

Scheinbar unbeteiligt läßt Shahrsad sich von den Ereignissen mitschleifen. Kein Aufschreien, kein Aufbegehren …Ihre ganze Kraft fließt in das starre Aushalten, das kein Morgen kennt, keine Schuld, kein Selbstwertgefühl. … Und mit dieser Charakterisierung der jungen Frau gelingt Cheheltan eine beeindruckende Reflexio
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Mario Vargas Llosa "Das böse Mädchen"

Aus dem Spanischen von Elke Wehr
suhrkamp

Literaturnobelpreis 2010

Als er sie zum erstenmal sieht, tanzt sie den Mambo wie keine andere, damals in Miraflores, Sommer 1950. Sie ist, wie er, fünfzehn Jahre alt – aber was für Freiheiten nimmt sie sich heraus! Wie aufregend wenig bekümmert sie all das, was man in diesem steifkatholischen Lima tut oder nicht tut. Und dann ist sie plötzlich von einem Tag auf den anderen verschwunden. Die Erinnerung an das »böse Mädchen« und ihr geheimnisvolles Anderssein läßt Ricardo nicht mehr los.
Seine Freiheit besteht darin, nach Paris zu gehen, als Übersetzer, ein intellektuelles Glück, von dem er glaubt, es könne ihm genügen. Da aber taucht aus heiterem Himmel das »böse Mädchen« auf, unterwegs nach Havanna, wo sie zur Revolutionärin ausgebildet werden soll. Sie lieben sich in einer Nacht, die
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Mircea Cărtărescu "Die Wissenden"

dtv Verlag

Was als Selbsterkundung eines Halbwüchsigen beginnt, entwickelt sich zu einem mitreißenden Erzählstrom von immenser Sprachkraft.
Rumänien um die Mitte des 20. Jahrhunderts: Von einer Wohnung in einem Bukarester Plattenbau aus beobachtet der 15-jährige Mircea, wie das ehemalige Paris des Ostens architektonisch verschandelt wird. Angeregt durch die Geschichten seiner Mutter, will er die Erinnerung an die alte Stadt bewahren.

Aus dem Rumänischen von Gerhardt Csejka
528 Seiten

»Ein Proust aus dem Plattenbau, aber einer auf Speed.« Der Spiegel
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Hans Joachim Schädlich "Kokoschkins Reise"

Rowohlt Verlag

CORINE-Preisträger 2010

Der Exilrusse Fjodor Kokoschkin reist 2005 auf dem Luxusliner Queen Mary 2 von Southhampton nach New York. Während der fünftägigen Kreuzfahrt erinnert sich der rüstige 95-jährige Professor in Rückblenden an die Stationen seines Lebens in Europa.

Die Reise in die Vergangenheit beginnt er in St. Petersburg, der Stadt seiner Kindheit, wo die Bolschewiki 1918 seinen Vater ermordet hatten. Die Mutter floh mit dem Sohn über Odessa zunächst nach Berlin. Hier konnte er die Schule besuchen und studieren, er erlebt die Weimarer Republik und den deutschen Nationalsozialismus. Wiederum flieht er, diesmal nach Prag, wo es ihm gelingt, ein Stipendium für die USA zu bekommen. Amerika wird ihm nach der Machtergreifung der Nazis zur letzten Heimat. In nur sechs Kapiteln spieg
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Thomas Bernhard "Aus Opposition gegen mich selbst"

Suhrkamp Verlag

Herausgegeben von Raimund Fellinger

In dem Interview zu seinem 50. Geburtstag erklärte Thomas Bernhard: »Negativ ist alles, gibt nicht Positives.« Später konstatierte er lakonisch: »Es ist eh’ alles positiv.« Ist also Thomas Bernhard der große Unfaßbare, der im gleichen Atemzug Gegenteiliges behauptet? Ist sein Werk vielleicht finster und sein Autor ein fröhlicher Clown? Ist er bloß ein opportunistischer Übertreibungskünstler bei allem und jedem? Oder ist er doch der schärfste Kritiker der politischen Verhältnisse im allgemeinen und des »katholisch-nationalsozialistischen Österreich« im besonderen?
Der vorliegende Band versammelt kurze und längere Texte von Thomas Bernhard, er berücksichtigt alle Gattungen – vom Roman bis zum einzeiligen Leserbrief – und präsentiert das Bernhardsche W
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Alex Capus "Léon und Louise"

Hanser Verlag

Zwei junge Leute verlieben sich, aber der Krieg bringt sie auseinander: Das ist die Geschichte von Léon und Louise. Sie beginnt mit ihrer Begegnung im Ersten Weltkrieg in Frankreich an der Atlantikküste, doch dann trennt sie ein Fliegerangriff mit Gewalt. Sie halten einander für tot, Léon heiratet, Louise geht ihren eigenen Weg - bis sie sich 1928 zufällig in der Pariser Métro wiederbegegnen.

Alex Capus erzählt mit wunderbarer Leichtigkeit und großer Intensität von der Liebe in einem Jahrhundert der Kriege, von diesem Paar, das gegen alle Konventionen an seiner Liebe festhält und ein eigensinniges, manchmal unerhört komisches Doppelleben führt.
Die Geschichte einer großen Liebe, gelebt gegen die ganze Welt.

Roman
Fester Einband, 320 Seiten
Preis: 19.90 € (D) / 29.90 sFR (CH) /
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Ingo Schulze "Adam und Evelyn"

Berlin Verlag

Mainzer Literaturpreis 2011 für das Lebenswerk von Ingo Schulze

Spätsommer 1989, Ferien am Balaton — plötzlich öffnet Ungarn die Grenze, und der verbotene Westen mit all seinen Verlockungen ist zum Greifen nah. In dieser Situation entdeckt Ingo Schulze den Mythos von Adam und Eva. Entstanden ist eine große Tragikomödie über Verbot und Erkenntnis und die Suche nach dem wahren Paradies.
Die Frauen lieben Adam, weil er ihnen Kleider schneidert, die sie schön und begehrenswert machen. Adam liebt schöne Frauen. Wenn sie erst seine Kleider tragen, begehrt er sie alle, und abgesehen davon liebt er Evelyn. Die ertappt ihn eines heißen Augusttages 1989 in flagranti mit einem seiner Geschöpfe. Statt mit Adam fährt Evelyn gemeinsam mit einer Freundin und deren Westcousin nach Ungarn an den Balato
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Frank Jöricke "Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage"

Solibro Verlag

"Am Tag, als Janis Joplin starb, unterschrieb mein Vater den Kaufvertrag für unser Reihenhaus. Er legte so den Grundstein dafür, dass eine große Liebe zu einer Gütergemeinschaft verkam."

Frank Jörickes Roman ist eine launige Zeitreise durch die verschiedenen Dekaden der jüngeren bundesrepublikanischen Geschichte. Seien es die Studentenunruhen, die Ölkrise oder das Aufkommen des Feminismus, Daily Soaps oder die Maueröffnung, alles Anlässe für den Erzähler, mit abgeklärt-kompromisslosem Blick die schrullige Bagage, die sich Verwandtschaft nennt, bei ihrem bunten Treiben zwischen Zeitgeist und Fettnäpfchen zu beobachten. Es entstehen typische Charakterbilder skurriler Normalos, die sich tapfer durchs Reihenhausleben schlagen: Onkel, Tante, die Eltern, die sich mit ihrer späten Scheidung "u
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Jan Peter Bremer "Der amerikanische Investor"

Berlin-Verlag

Alfred-Döblin-Preis 2011

„Vielleicht sollte er dem amerikanischen Investor einen Brief schreiben. Vielleicht war der amerikanische Investor ein Mensch mit einem großen Herzen für die Literatur“.

Vor sich eine weiße Wand und die herausfordernd leere Seite seines Notizhefts, ringt ein Schriftsteller um den ersten Satz. Und weil sich der an diesem heißen Berliner Sommertag partout nicht einstellen will, springt er auf, kontrolliert zum hundertsten Mal, ob sich der Zustand seiner Wohnung wieder verschlechtert hat.
Das alte Mietshaus, in dem er mit seiner Frau und zwei Kindern lebt, wird von dem neuen amerikanischen Investor saniert, und nun senken sich die Böden ab. Die Wände zeigen Risse, und ist nicht sein ganzes Leben seitdem buchstäblich in eine Schieflage geraten?

Er beschlie
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Friedrich Christian Delius "Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus"

Reinbek, Rowohlt-Verlag

Georg-Büchner-Preisträger 2011

“In der Mitte seines Lebens, im Sommer 1981, beschließt der Kellner Paul Gompitz aus Rostock, nach Syrakus auf der Insel Sizilien zu reisen. Der Weg nach Italien ist versperrt durch die höchste und ärgerlichste Grenze der Welt, und Gompitz ahnt noch keine List, sie zu durchbrechen. Er weiß nur, daß er die Mauern und Drähte zweimal zu überwinden hat, denn er will, wenn das Abenteuer gelingen sollte, auf jeden Fall nach Rostock zurückkehren.” So beginnt F. C. Delius’ Chronik eines ungewöhnlichen, schweijkschen Abenteuers aus unserer Zeit.
Nach siebenjähriger Vorbereitung gelingt es dem Kellner im Juni 1988, mit einer Jolle von Hiddensee aus die Seegrenze der DDR zu überqueren und nach Gedser in Dänemark zu segeln – ein “einfacher Grenzdurchbruch”, wie Gomp
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Anna Seghers "Tage wie Staubsand. Briefe 1953-1983"

Aufbau-Verlag

Mehr als in den Briefen aus früheren Jahren spricht Anna Seghers hier von sich selbst, vor allem in den Briefen an ihre engsten Freunde Jorge Amado und Ilja Ehrenburg. Ihnen gesteht sie ihre Einsamkeit ein, die sie trotz aller äußeren Erfolge empfindet. Den Vertrauten gegenüber muss sie die restriktiven Kampagnen und politischen Ereignisse dieser Zeit nicht kommentieren. Stattdessen spricht sie von ihrer Trauer und ihrer Sehnsucht nach Freude: Bekenntnisse, die ein differenzierteres Bild der Autorin vermitteln. Hinzu kommen Einblicke in die Überlastungen dieses Lebens, denen sie bis zuletzt lebensmutig und kreativ entgegentrat.
Mit Briefen an Erwin Piscator, Lion und Marta Feuchtwanger, Lenka Reinerová, Helene Weigel, Volker Braun, Carl Zuckmayer, Günter Kunert, Stephan Hermlin, Lew Kopel
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Melinda Nadj Abonji "Tauben fliegen auf"

jung und jung

Schweizer Buchpreis 2010

Eine ungarische Familie aus Serbien in der Schweiz. Ein schwungvoll und gewitzt erzählter Roman aus der Mitte Europas.

Es ist ein schokoladenbrauner Chevrolet mit Schweizer Kennzeichen, mit dem sie zur allgemeinen Überraschung ins Dorf einfahren, und die Dorfstraße ist wirklich nicht gemacht für einen solchen Wagen. Sie, das ist die Familie Kocsis, und das Dorf liegt in der Vojvodina im Norden Serbiens, dort, wo die ungarische Minderheit lebt, zu der auch diese Familie gehört.
Oder, richtiger, gehörte. Denn sie sind vor etlichen Jahren schon ausgewandert in die Schweiz, erst der Vater und dann, sobald es erlaubt war, auch die Mutter mit den beiden Töchtern, Nomi und Ildiko, und Ildiko ist es, die das hier alles erzählt. So auch den Besuch im Dorf, der dann n
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Monika Maron "Flugasche"

S. Fischer Verlag

Lessing-Preisträgerin 2011

Bitterfeld vor 30 Jahren: Die Journalistin Josefa Nadler kommt hierher, um eine Reportage über das veraltete und umweltgefährdende Kraftwerk zu machen. Mit ihrer kritischen Haltung gerät sie unter Druck und muss sich vor den Kollegen und der Partei rechtfertigen. Als es ihr nicht gelingt, ihren Standpunkt klarzumachen, zieht sie sich zurück.
›Flugasche‹ (1981), Monika Marons erster Roman, machte die Autorin über Nacht berühmt. Er zählt heute zu den Meisterwerken der deutschen Nachkriegsliteratur und bildet einen wichtigen Bezugspunkt zu Monika Marons 2009 erschienener Reportage ›Bitterfelder Bogen‹.

Roman
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Maja Haderlap "Engel des Vergessens"

Wallstein Verlag

Bachmann-Preis 2011

Ein großes Romandebüt, das von einem Leben in der Mitte Europas erzählt; mit kraftvoller Poesie; Geschichten, die uns im Innersten betreffen.

Maja Haderlap gelingt etwas, das man gemeinhin heutzutage für gar nicht mehr möglich hält: Sie erzählt die Geschichte eines Mädchens, einer Familie und zugleich die Geschichte eines Volkes. Erinnert wird eine Kindheit in den Kärntner Bergen. Überaus sinnlich beschwört die Autorin die Gerüche des Sommers herauf, die Kochkünste der Großmutter, die Streitigkeiten der Eltern und die Eigenarten der Nachbarn. Erzählt wird von dem täglichen Versuch eines heranwachsenden Mädchens, ihre Familie und die Menschen in ihrer Umgebung zu verstehen. Zwar ist der Krieg vorbei, aber in den Köpfen der slowenischen Minderheit, zu der die Famili
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Bora Cosic "Die Rolle meiner Familie in der Weltrevolution"

Suhrkamp Verlag

Stefan-Heym-Preis 2011

Aus dem Serbischen von Mirjana und Klaus Wittmann

Die Rolle meiner Familie in der Weltrevolution, heute ein Klassiker der europäischen Literatur, war ein Kultbuch in Jugoslawien. Aus der Perspektive eines Kindes - unschuldig bis zur Idiotie - wird in kaum zu überbietender Knappheit vorgeführt, wie Krieg, Faschismus und Kommunismus den Mikrokosmos einer heruntergekommenen Familie in Belgrad der vierziger Jahre heimsuchen. Hier hält man Lenins Schrift »Ein Schritt vor, zwei zurück« für ein Tango-Lehrbuch, diskutiert über Zwerge in Einmachgläsern und geht in Deckung, wenn die Partisanen den Freund von gestern zum Feind erklären. Die unheimliche Lakonie des Erzählers, der irrsinnige Witz und melancholische Humor des Buches machen es zu einem Meisterwerk der Subvers
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Frédéric Martel "Mainstream. Wie funktioniert, was allen gefällt"

Knaus Verlag

Wer beherrscht unsere Köpfe und warum? – Eine faszinierende Expedition zu den Mächtigen des Kulturbetriebs

Avatar, Stieg Larsson, Google, Michael Jackson – wie funktioniert die Kultur der Massen und wer macht sie? Was gefällt allen, überall auf der Welt? Und warum? Es geht in diesem Report über die weltweite Kulturindustrie um ein Billionengeschäft. Es geht aber auch um die Herrschaft über Worte, Bilder, Träume und Weltanschauungen.

Fünf Jahre reiste der Medienforscher Frédéric Martel auf allen Kontinenten, befragte in 1250 Interviews die Mitwirkenden der Kreativindustrien von 30 Ländern. Auf der Suche nach Gewinnern und Verlierern begleitet ihn der Leser in die Kapitalen des Entertainment, nach Hollywood und Bollywood, zu TV Globo nach Brasilien, zu Sony, Al Jazeera, Televisa, in ä
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Hanna Krall "Herzkönig"

Verlag Nuee Kritik

Europäischer Literaturpreis

»Das ist der letzte Abschnitt meiner Reise, und es wäre dumm, wenn ich jetzt verrückt werden würde.«

Diese nüchterne Feststellung stammt von Izolda Regensberg alias Maria Pawlicka. Seit der Deportation ihres Mannes nach Auschwitz besteht der Sinn ihres Lebens allein darin, ihren Herzkönig zu befreien. Die fieberhaften Bemühungen werden von Absurditäten und Zufällen, von glücklichen und unglücklichen Fügungen begleitet. In Zeiten der Vernichtung wundert sich Izolda über keine Grausamkeit - auch nicht über die eigene.

Bis Izolda schließlich im Mai 1945 im Lager Ebensee auf ihren Ehemann trifft, hat sie eine Odyssee von Lagern und Gefängnissen hinter sich. Das Paar kehrt mit »polnischen« Pässen nach Polen zurück. Jahre später fliegt die geborgte Identität
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Martin Walser "Muttersohn"

Rowohlt Verlag

Auf die Frage, wovon sein neuer Roman handele, bekennt Martin Walser, dass es einfacher wäre zu sagen, wovon er nicht handele. Hier sind alle seine großen Themen gebündelt: Liebe und Vergeblichkeit, Lüge und Wahrheit, Glauben und Wissen. Muttersohn ist ein von Humor polierter Glaubensroman, ein Erleuchtungsbuch, in dem auch die Vernunft ihren Platz findet – nur nicht den von Aufklärungsfanatikern eingeforderten.

Hardcover, 512 S.

«Muttersohn» ist ein Abenteuer, ein wilder, ein mit allen Daseinsfarben auf trumpfender Roman. Ein Roman darüber, was die Liebe vermag, was der Glaube vermag, was die Sprache vermag.

«Als Evangelium stellt dieses Werk keine Frage – es ist.»
FELICIAS VON LOVENBERG, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

«Ein heiteres, altersweises Spiel, das von Normen und Be
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Jörg Bernig "Weder Ebbe noch Flut"

Mitteldeutscher Verlag

Eichendorff-Literaturpreis 2011

Die Geschichte der großen Liebe von Albert und Dorothee beginnt 1983 am Rande eines Kirchentages in Leipzig. Ein Kind soll für die beiden ein Zauberspruch gegen einen Alltag sein, mit dem sie nichts anfangen können. Doch Dorothee wird nicht schwanger, auch die Medizin vermag nicht zu helfen.
Dann fällt die Mauer, neue Möglichkeiten tun sich auf, aber Albert entbindet Dorothee von ihrem Versprechen auf ein gemeinsames Leben. Er verlässt sie aus Liebe, damit wenigstens sie sich ihren Kinderwunsch erfüllen kann. Er selbst geht nach Wales – wie er sagt: ans Ende der Welt. Dort will er seine Forschungen zu Adalbert Stifter abschließen, dessen Ehe ebenfalls kinderlos geblieben war. Und noch tiefer reicht die Verbindung Alberts mit dem Leben Stifters: Als Alb
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Tomas Tranströmer "Sämtliche Gedichte"

Hanser Verlag

Literatur-Nobelpreis 2011

Das schmale lyrische Gesamtwerk von Tomas Tranströmer hat auch außerhalb Schwedens großen Einfluß ausgeübt; besonders aber in Deutschland. In seinen Gedichten kommt eine innere, erträumte Welt hinter der Wirklichkeit zur Sprache, die in ihrer exakten Schönheit ein Gegenbild zeichnet.

übersetzt aus dem Schwedischen von Hanns Grössel
Erscheinungsdatum: 08.02.1997
Flexibler Einband, 264 Seiten





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Sibylle Lewitscharoff "Consummatus"

Suhrkamp Verlag

Stuttgart, Café Rösler, Samstag, den 3. April 2004 (vormittags) – ein Mann trinkt. Ralph Zimmermann ist allein mit sich und dem Alkohol. Oder auch nicht. Bei ihm sind Andy Warhol, Edie Sedgwick, Jim Morrison und nicht zuletzt seine Geliebte Joey. Tot zwar allesamt, aber doch anwesend genug, um einen Stift zumindest auf glatter Fläche ein paar Millimeter rollen zu lassen. Und natürlich, um zu kommentieren, was Ralphi-Ralph erzählt: von sich, seinem Leben, seiner Liebe und seinem eigenen Ausflug ins Totenreich.

suhrkamp taschenbuch 4230
Broschur, 240 Seiten

»Falls es Sie interessiert, was uns nach dem Tod erwartet und was Jim Morrison und Andy Warhol heute so treiben, kommen Sie um diesen Roman nicht herum. Und falls es Sie nicht interessiert, dann sind Sie wahrscheinlich schon tot un
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Eugen Ruge "In Zeiten des abnehmenden Lichts"

Rowohlt-Verlag

Deutscher Buchpreis 2011

Roman einer Familie

Von den Jahren des Exils bis ins Wendejahr 89 und darüber hinaus reicht diese wechselvolle Geschichte einer deutschen Familie. Sie führt von Mexiko über Sibirien bis in die neu gegründete DDR, führt über die Gipfel und durch die Abgründe des 20. Jahrhunderts. So entsteht ein weites Panorama, ein großer Deutschlandroman, der, ungeheuer menschlich und komisch, Geschichte als Familiengeschichte erlebbar macht.

Hardcover, 432 S.
19,95 €
978-3-498-05786-2

«Überragend ... eine faszinierende Innensicht der DDR.» Felicitas von Lovenberg, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

«Eugen Ruge ist ein Erzähler von einer Virtuosität, von einer sprachlichen Finesse, von einer erzähltechnischen Genauigkeit, wie man sie nicht alle Tage antrifft ... Meist
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Friedrich Christian Delius "Bildnis der Mutter als junge Frau"

Rowohlt Verlag

Georg-Büchner-Preisträger 2011

Rom im Januar 1943: Eine junge deutsche Frau steht kurz vor der Geburt ihres ersten Kindes. An einem sonnigen Tag begibt sie sich auf einen Spaziergang durch die fremden Straßen. Trotz der verwirrend schönen Eindrücke ist sie mit ihren Gedanken woanders. Ihr Mann wurde überraschend an die afrikanische Front abkommandiert. Der Zeitpunkt seiner Rückkehr ist ungewiss. Und auf ihrem Gang durch die Ewige Stadt beginnt die junge Frau zu ahnen, dass der Krieg verloren gehen könnte …

rororo
Taschenbuch, 128 S.

«Eine wundervolle Erzählung.» (Süddeutsche Zeitung)
«Ein kleines Meisterwerk … und eine Liebeserklärung an die Stadt Rom und an die Mutter.» (Die Zeit)
«Ein Meisterwerk an Anmut und historischem Scharfblick.» (Neue Zürcher Zeitung)
«Spannung und E
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Peter Handke "Immer noch Sturm"

Suhrkamp Verlag

Das Jaunfeld, im Süden Österreichs, in Kärnten: Dort versammeln sich um ein »Ich« (oder steht es eher am Rande?) dessen Vorfahren: die Großeltern und deren Kinder, unter ihnen die eigene Mutter. Sie erscheinen ihm, da sie ihn bis in die Träume begleiten, in einer Vielzahl von Szenenfolgen, in denen sich die unterschiedlichsten Spiel- und Redeformen abwechseln – ein Panorama, das weit über alle literarischen Genres hinausreicht und sie sich zugleich anverwandelt. Gestaltet Peter Handke eine beispielhafte Familientragödie in Szenen? (Immerhin sterben zwei der Brüder in den vierziger Jahren.) Erzählt er anhand einzelner Stationen das Epos eines Volkes, der Slowenen? (Von ihnen ging der einzige bewaffnete Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime innerhalb dessen ursprünglicher Grenze
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Christa Wolf "Der geteilte Himmel"

Eine Auseinandersetzung mit den Jahren der deutschen Teilung.
Ende August 1961: In einem kleinen Krankenhauszimmer erwacht Rita Seidel aus ihrer Ohnmacht. Und mit dem Erwachen wird auch die Vergangenheit wieder lebendig. Da ist die Erinnerung an den Betriebsunfall und vor allem die Erinnerung an Manfred Herrfurth. Zwei Jahre sind vergangen, seit sie dem Chemiker in die Stadt folgte, um an seiner Seite und mit ihm gemeinsam ein glückliches Leben zu beginnen. Wann hat die Trennung begonnen? Hat sie die ersten Anzeichen einer Entfremdung übersehen? Denken, Grübeln, Fiebern - Tage und Nächte hindurch! »Ich gebe Dir Nachricht, wenn Du kommen sollst. Ich lebe nur für den Tag, da Du wieder bei mir bist.« Manfred ist von einem Chemikerkongreß in Westberlin nicht zurückgekehrt in dem festen Glaube
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Jan Brandt "Gegen die Welt"

Dumont Verlag

Ein Dorf in Ostfriesland, Kühe grasen auf den Wiesen, ab und zu zerreißt der Lärm eines Tieffliegers die Stille. Hinter den getrimmten Tujenhecken des Neubauviertels blühen die Blumen, in den Auffahrten glänzen frisch gewachste Neuwagen.
In diese Welt wird Mitte der Siebzigerjahre Daniel Kuper, Spross einer Drogistendynastie, hineingeboren. Ein schmächtiger, verschlossener Junge mit viel zu viel Fantasie und zu wenigen
Möglichkeiten. Doch bald geschehen seltsame Dinge: Mitten im Sommer kommt es zu heftigem Schneefall, ein Kornkreis entsteht, ein Schüler stellt sich auf die Bahngleise, Hakenkreuze tauchen an den Hauswänden auf. Für all das wird Daniel Kuper verantwortlich gemacht. Und je mehr er versucht, die Vorwürfe zu entkräften, desto stärker verstrickt er sich in ihnen. Daniel Ku
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Jonathan Franzen "Die Korrekturen"

Rowolth Verlag

Nach fast fünfzig Ehejahren hat Enid Lambert nur ein Ziel: ihre Familie zu einem letzten Weihnachtsfest um sich zu scharen. Alles könnte so schön sein, gemütlich, harmonisch. Doch Parkinson hat ihren Mann Alfred immer fester im Griff, und die drei erwachsenen Kinder durchleben eigene tragikomischen Malaisen. Gary steckt in einer Ehekrise. Chip versucht sich als Autor. Und Denise ist zwar eine Meisterköchin, hat aber in der Liebe kein Glück.
Jonathan Franzen ist ein großartiger Roman gelungen: Familien- und Gesellschaftsgeschichte in einem.

rororo
Taschenbuch, 784 S.

Eine Sensation. (Der Spiegel)

Ein Wunder. Und kein geringes. (Die Welt)

Jonathan Franzen ist das größte Sprachtalent, das die amerikanische Literatur seit John Updike hervorgebracht hat. (Literaturen)
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Sibylle Lewitscharoff "Blumenberg"

Wilhelm-Raabe-Literaturpreis

Groß, gelb, gelassen: mit berückender Selbstverständlichkeit liegt eines Nachts ein Löwe im Arbeitszimmer des angesehenen Philosophen Blumenberg. Die Glieder bequem auf dem Bucharateppich ausgestreckt, die Augen ruhig auf den Hausherrn gerichtet. Der gerät, mit einiger Mühe, nicht aus der Fassung, auch nicht, als der Löwe am nächsten Tag in seiner Vorlesung den Mittelgang herabtrottet, sich hin und her wiegend nach Raubkatzenart. Die Bänke sind voll besetzt, aber keiner der Zuhörer scheint ihn zu sehen. Ein raffinierter Studentenulk? Oder nicht doch viel eher eine Auszeichnung von höchster Stelle – für den letzten Philosophen, der diesen Löwen zu würdigen versteht?

Das Auftauchen des Tieres wirkt in mehrerlei Leben hinein, nicht nur in das Leben Blumenber
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Umberto Eco "Der Friedhof in Prag"

Hanser Verlag

Der Italiener Simon Simonini lebt in Paris, und er erlebt aus nächster Nähe eine dunkle Geschichte: geheime Militärpapiere, die der jüdische Hauptmann Dreyfus angeblich an die deutsche Botschaft verkauft, piemontesische, französische und preußische Geheimdienste, die noch geheimere Pläne schmieden, Freimaurer, Jesuiten und Revolutionäre - und am Ende tauchen zum ersten Mal die Protokolle der Weisen von Zion auf, ein gefälschtes „Dokument“ für die „jüdische Weltverschwörung“, das dann fatale Folgen haben wird. Umberto Eco, der Meister des historischen Romans, erzählt die Geschichte des neunzehnten Jahrhunderts, in der wir jedoch unser eigenes wiedererkennen können.

Roman – übersetzt aus dem Italienischen von Burkhart Kroeber
Fester Einband, 528 Seiten
Mit zahlreichen Abbildungen

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Wolfgang Herrndorf: "Sand"

Rowohlt Berlin

Preisträger der Leipziger Buchmesse 2012

"Er aß und trank, bürstete seine Kleider ab, leerte den Sand aus seinen Taschen und überprüfte noch einmal die Innentasche des Blazers. Er wusch sich unter dem Tisch die Hände mit ein wenig Trinkwasser, goß den Rest über seine geplagten Füße und schaute die Straße entlang. Sandfarbene Kinder spielten mit einem sandfarbenen Fußball zwischen sandfarbenen Hütten. Dreck und zerlumpte Gestalten, und ihm fiel ein, wie gefährlich es im Grunde war, eine weiße, blonde, ortsunkundige Frau in einem Auto hierherzubestellen."

Während in München Palästinenser des "Schwarzen September" das Olympische Dorf überfallen, geschehen in der Sahara mysteriöse Dinge. In einer Hippie-Kommune werden vier Menschen ermordet, ein Geldkoffer verschwindet, und ein unterbel