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Fr, 24.11.2017 - Mo, 15.1.2018
NASCA. PERU
Auf Spurensuche in der Wüste
In der Wüste des südlichen Perus wartet eines der grössten Archäologie-Rätsel auf seine Entschlüsselung: die riesigen Bodenzeichnungen der Nasca-Kultur (ca. 200 v. Chr. – 650 n. Chr.).

Aus den Gräbern brachten die Archäologen farbenprächtige und feinste Textilien sowie Keramikgefässe mit Darstellungen rätselhafter Mischwesen und auch Goldmasken ans Licht. «NASCA. PERU – Auf Spurensuche in der Wüste» beleuchtet das tägliche Leben, die Rituale rund um die Bodenzeichnungen und die Götterwelt der Nasca-Kultur.

Die Ausstellung wird vom Museo de Arte de Lima (MALI) und dem Museum Rietberg gemeinsam kuratiert, in enger Kooperation mit dem Kulturministerium Perus und der Kommission für Archäologie Aussereuropäischer Kulturen (KAAK) des Deutschen Archäologischen Instituts. Nach Lima (Juni–Okt
Fr, 24.11.2017 - So, 7.1.2018
Weihnachten und Krippen
Wenn die Tage kürzer werden und Weihnachten vor der Tür steht, lädt das Landesmuseum Zürich zur traditionellen Krippen-Ausstellung ein. Bestaunen Sie mit der ganzen Familie wertvolle Krippen und Figuren, liebevoll inszeniert in einer verzaubernden Winterlandschaft. Dieses Jahr zeigt das Landesmuseum eine Auswahl von Krippen aus der Sammlung des Klosters Einsiedeln. In seiner 1000-jährigen Geschichte empfing Einsiedeln unzählige Pilger. Viele von ihnen erwiesen dem Benediktinerkloster mit Geschenken und Spenden, unter anderem auch Krippen und Krippenfiguren, ihre Reverenz. In Einsiedeln gibt es aber auch Werkstätten, die Krippen für die Pilger herstellen. Diese gehören zu den schönsten Krippen der Schweiz.

Die Ausstellung richtet sich besonders an Kinder und lädt zum Entdecken und Spiele
Sa, 25.11.2017, 20:00
Winterreise
von Yael Ronen & Exil Ensemble
Sechs nach Deutschland geflüchtete SchauspielerInnen wollen es wissen. Was ist Deutschland oder die Schweiz? Was ist deutsch, was ausländisch? Niels Bormann, ihr deutscher Kollege, müsste es eigentlich wissen. „Woher kommst du? Wer sind deine Eltern? Wo wohnen sie?“ Um Antworten verlegen, beschliesst Niels, ihnen ein Deutschland und eine Schweiz zu zeigen, die anders können und mehr sind als Hitler, Dirndl und Alpen. Zwei Wochen mit dem Bus durch Deutschland und ein Abstecher in die Schweiz wird ihnen die Kultur des Landes näherbringen.

Erste Station ist Dresden. Ein schlechter Start: Niels’ Vortrag wird von einer Pegida-Demonstration gestört. Es geht weiter über Weimar mit dem Besuch im KZ Buchenwald, nach München. Niels’ erklärtes Lieblingsziel: die Allianzarena. Dann machen sie sich
Sa, 25.11.2017, 20:15
Jakob von Gunten
nach dem Roman von Robert Walser
„Jakob von Gunten“ ist als Gegenentwurf zum heutigen Lebensoptimierungs- und Effizienzwahn gleichermassen heiter wie beunruhigend. Walsers Antihelden sind ausnahmslos einsame Menschen, die permanent ihre eigene Welt erfinden müssen, weil die Welt, so wie sie ist, nichts für sie bereithält.“ Barbara Frey

„Man lernt hier sehr wenig, es fehlt an Lehrkräften und wir Knaben vom Institut Benjamenta werden es zu nichts bringen, wir werden alle etwas sehr Kleines und Untergeordnetes im späteren Leben sein“, beginnt Robert Walsers fiktiver Tagebuchroman aus der Perspektive des Internatszöglings Jakob von Gunten, erschienen im Jahr 1909. Der Ort der Handlung ist eine Dienerschule, in welcher die Entwicklung der Schüler nicht gefördert, sondern verhindert wird. Die Lehrer schlafen, sind tot, schei
Sa, 25.11.2017, 18:30
Meet Me
von Liv Heløe
Schweizer Erstaufführung: 16. November 2017, Schiffbau/Matchbox

„You really should do something.
You look like a loser.
You have no chance if you don’t change.“

Shaya und Feda scheinen wieder festen Boden unter den Füssen und ein Dach über dem Kopf zu haben. Sie wollen die Vergangenheit und das Erlebte hinter sich lassen und neu anfangen. Doch der Alltag in der Flüchtlingsunterkunft ist trostlos. Shaya und Feda wehren sich dagegen, die Tage ziellos verstreichen zu lassen. Sie stossen aber auf Widerstand und bleiben ausgegrenzt. La’lia hat Arbeit und eine Wohnung und ist dennoch auf der Suche. Alle drei haben Wünsche für die Zukunft. La’lia borgt Shaya Geld, damit er etwas aus sich macht. Er kauft sich damit eine Sonnenbrille. Dieser Moment des Glücks währt nicht lange. Zweifel und
Sa, 25.11.2017, 20:00
Work
Phil Hayes
Sechs Personen in einem gewöhnlichen Grossraumbüro. «Work» ist symbolische Forschung zur zeitgenössischen Arbeitskultur. Wenn die allermeiste Arbeit darin besteht, die Arbeit anderer Menschen zu organisieren, wo und von wem wird dann die eigentliche Arbeit gemacht? Wie fallen Entscheidungen, wenn niemand eigentlich verantwortlich ist?

Phil Hayes und seine grossartigen Perfomer_innen laden uns ein Zeug_innen ihres durchchoreografierten Treibens zu sein. Welche ungeschriebenen Regeln gelten, wenn zwischen haufenweise Telefonen anscheinend wichtige Unterlagen von einem auf den anderen Stapel wandern? Wilhelm Busch sagt: Der eine trägt Holz, der andere wärmt sich daran.
Sa, 25.11.2017, 19:00
Konzert in der Ref. Kirche Wald
Bolschoi Don Kosaken

VVK
Papeterie E. Müller-Hintermeister, Inh. Ruth Surer Tel. +41/(0)55/246 14 44
Poststellen/Starticket

Tickets
CHF 45.–
AHV Rabatt CHF 5.–
KulturLegi 50%
Postversand: plus CHF 3.–

Brigitt Homberger
Tel. +41/(0)76/520 92 33
Email: bestellungen.ch(at)bdk.at
Sa, 25.11.2017, 17:00
Alfonsina Storni & Hugo Wolf
Alfonsina Storni – Leben. Lyrik. Prosa.
Hugo Wolf – Spanisches Liederbuch.
Sprache: Mona Petri
Mezzosopran: Rea Claudia Kost
Bariton: Niklaus Kost
Klavier: Caspar Dechmann,
Regie: Christoph Leimbacher

Wir danken für Hilfe und Unterstützung: Erwin Künzli/Guvi Zimmerli (Limmat Verlag) & Reinhard Streit

Dauer: ca. 90 Minuten

Zwei Künstler, die sich gerade in ihrer Unterschiedlichkeit aufs Beste ergänzen.
Storni, 1892 im Tessin geboren, gestorben 1938 als bis heute unvergessene argentinische Literaturlegende. Für Pedro Lenz ist Alfonsina Storni existenziell geworden: «Abends liebe ich Deinen Gesang, der zuversichtlich ist und Dich weiterleben lässt, immer weiter. Am Morgen liebe ich Deine Melancholie, die gefährlich, ernst und tief ist.» Persönlich, intim, eigenartig, voller Kraft ist ihre Dichtung.

Lieder des österreichischen Komponisten Hugo Wol
Sa, 25.11.2017, 11:00
The Hobbyist – Hobbys, Fotografie und Hobby-Fotografie
Ausstellung bis 28.1.2018 . Eine Ausstellung rund um Hobbys. - Öffnungszeiten Di - So, 11 - 18 Uhr, (Mi bis 20 Uhr)
FOTOMUSEUM WINTERTHUR | Grüzenstrasse 44 | 8400 Winterthur
So, 26.11.2017, 15:00
Die Dreigroschenoper
von Bertolt Brecht
Musik von Kurt Weill

„Doch leider sind auf diesem Sterne eben /
Die Mittel kärglich und die Menschen roh. /
Wer möchte nicht in Fried und Eintracht
leben? / Doch die Verhältnisse, sie sind
nicht so!“

Korruption, Armut und Gewalt herrschen in Londons Unterwelt, in der Bettler, Huren und Verbrecher zu Hause sind, in welcher der Gott des Geldes regiert und das Elend der Menschen zur Ware wird. Jonathan Jeremiah Peachum schlägt daraus Kapital und organisiert mit seiner Firma „Bettlers Freund“ das lokale Bettlerwesen, indem er gesunde Bedürftige zu Krüppeln ausstaffiert und sie auf Betteltour schickt. Seine Tochter Polly indessen hat sich mit dem Verbrecherkönig Macheath, genannt Mackie Messer, eingelassen und ihn kurzerhand geheiratet. Der korrupte Polizeichef Tiger-Brown ist ein alt
So, 26.11.2017, 18:00
Work
Phil Hayes
Sechs Personen in einem gewöhnlichen Grossraumbüro. «Work» ist symbolische Forschung zur zeitgenössischen Arbeitskultur. Wenn die allermeiste Arbeit darin besteht, die Arbeit anderer Menschen zu organisieren, wo und von wem wird dann die eigentliche Arbeit gemacht? Wie fallen Entscheidungen, wenn niemand eigentlich verantwortlich ist?

Phil Hayes und seine grossartigen Perfomer_innen laden uns ein Zeug_innen ihres durchchoreografierten Treibens zu sein. Welche ungeschriebenen Regeln gelten, wenn zwischen haufenweise Telefonen anscheinend wichtige Unterlagen von einem auf den anderen Stapel wandern? Wilhelm Busch sagt: Der eine trägt Holz, der andere wärmt sich daran.
So, 26.11.2017, 17:00
Alfonsina Storni & Hugo Wolf
Alfonsina Storni – Leben. Lyrik. Prosa.
Hugo Wolf – Spanisches Liederbuch.
Sprache: Mona Petri
Mezzosopran: Rea Claudia Kost
Bariton: Niklaus Kost
Klavier: Caspar Dechmann,
Regie: Christoph Leimbacher

Wir danken für Hilfe und Unterstützung: Erwin Künzli/Guvi Zimmerli (Limmat Verlag) & Reinhard Streit

Dauer: ca. 90 Minuten

Zwei Künstler, die sich gerade in ihrer Unterschiedlichkeit aufs Beste ergänzen.
Storni, 1892 im Tessin geboren, gestorben 1938 als bis heute unvergessene argentinische Literaturlegende. Für Pedro Lenz ist Alfonsina Storni existenziell geworden: «Abends liebe ich Deinen Gesang, der zuversichtlich ist und Dich weiterleben lässt, immer weiter. Am Morgen liebe ich Deine Melancholie, die gefährlich, ernst und tief ist.» Persönlich, intim, eigenartig, voller Kraft ist ihre Dichtung.

Lieder des österreichischen Komponisten Hugo Wol
Mo, 27.11.2017, 20:00
Buddenbrooks
nach dem Roman von Thomas Mann
In der Geschichte der Kaufmannsfamilie Buddenbrook beschreibt Thomas Mann den Untergang einer bürgerlichen Welt, in der Geschäftstugenden, die Heirat als Partie und die fehlerfrei geführte Familienchronik über das Glück des Einzelnen gestellt werden. Das Geschäfts- und Familienvermögen der Buddenbrooks geht in der Generation der Geschwister Thomas, Tony und Christian Stück für Stück verloren und am Ende stirbt mit Hanno der letzte mögliche Stammhalter. Als „Glieder einer Kette“ sind die Buddenbrooks familienökonomischen Zwängen, Versagensängsten und Überforderung ausgesetzt. Zugleich kündet der Roman von weit grösseren kulturellen und sozialen Zäsuren, bei denen scheinbar zementierte, einseitige Privilegien neu zur Verhandlung gestellt werden. Zunächst von Thomas Mann als Novelle konzipier
Mo, 27.11.2017, 10:00
Peter Pan
von J. M. Barrie
Familienstück ab 6 Jahren

Peter Pan kommt eines Nachts zu Wendy, Michael und John und verführt die drei Geschwister, mit ihm nach Neverland zu fliegen – einem Ort voller Feenstaub und wilder Schlachten. Auf dieser fantastischen Insel kann jeder alles tun, wenn er nur daran glaubt – sogar fliegen. Hier leben Peter Pan und die „Verlorenen Jungs“. Gemeinsam bekämpfen sie Captain Hook und die berüchtigten Piraten. Alles ist purer Nervenkitzel, ein grosses spektakuläres Spiel. Nur eines gibt es hier nicht: Mütter. Neverland ist Sinnbild für die Unschuld der Kindheit, aber J. M. Barries Klassiker „Peter Pan“ erzählt auch die Geschichte von Verstossenen und Vergessenen. Regisseur Ingo Berk inszeniert sie gemeinsam mit dem Puppenspieler Mervyn Millar, mit dem er schon für die Inszenierung „Die
Mo, 27.11.2017, 20:15
Jakob von Gunten
nach dem Roman von Robert Walser
„Jakob von Gunten“ ist als Gegenentwurf zum heutigen Lebensoptimierungs- und Effizienzwahn gleichermassen heiter wie beunruhigend. Walsers Antihelden sind ausnahmslos einsame Menschen, die permanent ihre eigene Welt erfinden müssen, weil die Welt, so wie sie ist, nichts für sie bereithält.“ Barbara Frey

„Man lernt hier sehr wenig, es fehlt an Lehrkräften und wir Knaben vom Institut Benjamenta werden es zu nichts bringen, wir werden alle etwas sehr Kleines und Untergeordnetes im späteren Leben sein“, beginnt Robert Walsers fiktiver Tagebuchroman aus der Perspektive des Internatszöglings Jakob von Gunten, erschienen im Jahr 1909. Der Ort der Handlung ist eine Dienerschule, in welcher die Entwicklung der Schüler nicht gefördert, sondern verhindert wird. Die Lehrer schlafen, sind tot, schei
Mo, 27.11.2017, 18:30
Meet Me
von Liv Heløe
Schweizer Erstaufführung: 16. November 2017, Schiffbau/Matchbox

„You really should do something.
You look like a loser.
You have no chance if you don’t change.“

Shaya und Feda scheinen wieder festen Boden unter den Füssen und ein Dach über dem Kopf zu haben. Sie wollen die Vergangenheit und das Erlebte hinter sich lassen und neu anfangen. Doch der Alltag in der Flüchtlingsunterkunft ist trostlos. Shaya und Feda wehren sich dagegen, die Tage ziellos verstreichen zu lassen. Sie stossen aber auf Widerstand und bleiben ausgegrenzt. La’lia hat Arbeit und eine Wohnung und ist dennoch auf der Suche. Alle drei haben Wünsche für die Zukunft. La’lia borgt Shaya Geld, damit er etwas aus sich macht. Er kauft sich damit eine Sonnenbrille. Dieser Moment des Glücks währt nicht lange. Zweifel und
Di, 28.11.2017, 18:00
Meet Me
von Liv Heløe
Schweizer Erstaufführung: 16. November 2017, Schiffbau/Matchbox

„You really should do something.
You look like a loser.
You have no chance if you don’t change.“

Shaya und Feda scheinen wieder festen Boden unter den Füssen und ein Dach über dem Kopf zu haben. Sie wollen die Vergangenheit und das Erlebte hinter sich lassen und neu anfangen. Doch der Alltag in der Flüchtlingsunterkunft ist trostlos. Shaya und Feda wehren sich dagegen, die Tage ziellos verstreichen zu lassen. Sie stossen aber auf Widerstand und bleiben ausgegrenzt. La’lia hat Arbeit und eine Wohnung und ist dennoch auf der Suche. Alle drei haben Wünsche für die Zukunft. La’lia borgt Shaya Geld, damit er etwas aus sich macht. Er kauft sich damit eine Sonnenbrille. Dieser Moment des Glücks währt nicht lange. Zweifel und
Di, 28.11.2017, 20:00
Work
Phil Hayes
Sechs Personen in einem gewöhnlichen Grossraumbüro. «Work» ist symbolische Forschung zur zeitgenössischen Arbeitskultur. Wenn die allermeiste Arbeit darin besteht, die Arbeit anderer Menschen zu organisieren, wo und von wem wird dann die eigentliche Arbeit gemacht? Wie fallen Entscheidungen, wenn niemand eigentlich verantwortlich ist?

Phil Hayes und seine grossartigen Perfomer_innen laden uns ein Zeug_innen ihres durchchoreografierten Treibens zu sein. Welche ungeschriebenen Regeln gelten, wenn zwischen haufenweise Telefonen anscheinend wichtige Unterlagen von einem auf den anderen Stapel wandern? Wilhelm Busch sagt: Der eine trägt Holz, der andere wärmt sich daran.
Mi, 29.11.2017, 20:00
Work
Phil Hayes
Sechs Personen in einem gewöhnlichen Grossraumbüro. «Work» ist symbolische Forschung zur zeitgenössischen Arbeitskultur. Wenn die allermeiste Arbeit darin besteht, die Arbeit anderer Menschen zu organisieren, wo und von wem wird dann die eigentliche Arbeit gemacht? Wie fallen Entscheidungen, wenn niemand eigentlich verantwortlich ist?

Phil Hayes und seine grossartigen Perfomer_innen laden uns ein Zeug_innen ihres durchchoreografierten Treibens zu sein. Welche ungeschriebenen Regeln gelten, wenn zwischen haufenweise Telefonen anscheinend wichtige Unterlagen von einem auf den anderen Stapel wandern? Wilhelm Busch sagt: Der eine trägt Holz, der andere wärmt sich daran.
Mi, 29.11.2017, 20:00
Konzert in der Ref. Kirche Wiesendangen
Bolschoi Don Kosaken

VVK
Bäckerei Konditorei R. & M. Meier, Dorfstrasse 56, 8542 Wiesendangen, Tel. +41/(0)52/337 11 26
Poststellen/Starticket

Tickets
CHF 45.–
AHV Rabatt CHF 5.–
KulturLegi 50%
Postversand: plus CHF 3.–

Brigitt Homberger
Tel. +41/(0)76/520 92 33
Email: bestellungen.ch(at)bdk.at
Do, 30.11.2017, 20:00
Winterreise
von Yael Ronen & Exil Ensemble
Sechs nach Deutschland geflüchtete SchauspielerInnen wollen es wissen. Was ist Deutschland oder die Schweiz? Was ist deutsch, was ausländisch? Niels Bormann, ihr deutscher Kollege, müsste es eigentlich wissen. „Woher kommst du? Wer sind deine Eltern? Wo wohnen sie?“ Um Antworten verlegen, beschliesst Niels, ihnen ein Deutschland und eine Schweiz zu zeigen, die anders können und mehr sind als Hitler, Dirndl und Alpen. Zwei Wochen mit dem Bus durch Deutschland und ein Abstecher in die Schweiz wird ihnen die Kultur des Landes näherbringen.

Erste Station ist Dresden. Ein schlechter Start: Niels’ Vortrag wird von einer Pegida-Demonstration gestört. Es geht weiter über Weimar mit dem Besuch im KZ Buchenwald, nach München. Niels’ erklärtes Lieblingsziel: die Allianzarena. Dann machen sie sich
Do, 30.11.2017, 18:00
Meet Me
von Liv Heløe
Schweizer Erstaufführung: 16. November 2017, Schiffbau/Matchbox

„You really should do something.
You look like a loser.
You have no chance if you don’t change.“

Shaya und Feda scheinen wieder festen Boden unter den Füssen und ein Dach über dem Kopf zu haben. Sie wollen die Vergangenheit und das Erlebte hinter sich lassen und neu anfangen. Doch der Alltag in der Flüchtlingsunterkunft ist trostlos. Shaya und Feda wehren sich dagegen, die Tage ziellos verstreichen zu lassen. Sie stossen aber auf Widerstand und bleiben ausgegrenzt. La’lia hat Arbeit und eine Wohnung und ist dennoch auf der Suche. Alle drei haben Wünsche für die Zukunft. La’lia borgt Shaya Geld, damit er etwas aus sich macht. Er kauft sich damit eine Sonnenbrille. Dieser Moment des Glücks währt nicht lange. Zweifel und
Do, 30.11.2017, 20:00
Das Kongo Tribunal / Filmvorführung und Symposium
Ein Film von Milo Rau
Seit über 20 Jahren verwandelt der Kongokrieg ein Gebiet von der Grösse Westeuropas in die Hölle auf Erden. Längst geht es nicht mehr um ethnische Gegensätze, sondern um die Kontrolle über die zahlreichen Vorkommen wichtigster High-Tech-Rohstoffe. Die Toten gehen in die Millionen, die Täter bleiben straffrei. Mitten im ostkongolesischen Bürgerkriegsgebiet realisierte Milo Rau sein bisher ambitioniertestes Theaterprojekt, versammelte Opfer, Täter_innen, Zeug_innen und Analytiker_innen des Konflikts zu einem einzigartigen zivilen Volkstribunal.

Nach Aufsehen erregenden Filmvorführungen und anschliessenden Symposien im Ostkongo im Juli 2017 und der gefeierten Premiere beim 70. Filmfestival in Locarno wird der Dokumentarfilm «Das Kongo Tribunal» pünktlich zum Kinostart (23. November) in ein
Do, 30.11.2017, 20:00
Konzert in der Ref. Kirche Turbenthal
Bolschoi Don Kosaken

VVK
Dorfmetzgerei B. & G. Brunner, Tösstalstrasse 67, 8488 Turbenthal, Tel: +41/(0)52/385 11 33
Poststellen/Starticket

Tickets
CHF 45.–
AHV Rabatt CHF 5.–
KulturLegi 50%
Postversand: plus CHF 3.–

Brigitt Homberger
Tel. +41/(0)76/520 92 33
Email: bestellungen.ch(at)bdk.at
Fr, 1.12.2017, 20:00
Winterreise
von Yael Ronen & Exil Ensemble
Sechs nach Deutschland geflüchtete SchauspielerInnen wollen es wissen. Was ist Deutschland oder die Schweiz? Was ist deutsch, was ausländisch? Niels Bormann, ihr deutscher Kollege, müsste es eigentlich wissen. „Woher kommst du? Wer sind deine Eltern? Wo wohnen sie?“ Um Antworten verlegen, beschliesst Niels, ihnen ein Deutschland und eine Schweiz zu zeigen, die anders können und mehr sind als Hitler, Dirndl und Alpen. Zwei Wochen mit dem Bus durch Deutschland und ein Abstecher in die Schweiz wird ihnen die Kultur des Landes näherbringen.

Erste Station ist Dresden. Ein schlechter Start: Niels’ Vortrag wird von einer Pegida-Demonstration gestört. Es geht weiter über Weimar mit dem Besuch im KZ Buchenwald, nach München. Niels’ erklärtes Lieblingsziel: die Allianzarena. Dann machen sie sich
Fr, 1.12.2017, 19:00
Beute Frauen Krieg
Ein Zyklus im Schiffbau
nach „Die Troerinnen“ und „Iphigenie in Aulis“ von Euripides
Premiere: 02. Dezember 2017, Schiffbau/Halle

Der Krieg hat noch nicht begonnen, als der griechische Heerführer Agamemnon seine Tochter Iphigenie als Preis für göttlichen Seewind opfert. Nach Kriegsende wird Polyxena, die einzige noch lebende Jungfrau aus dem trojanischen Königshaus, als jugendfrisches Geschenk für blutige Heldentaten geschlachtet.
Der sagenhafte trojanische Krieg, eingerahmt durch zwei Mädchenopfer, forderte in zehn Jahren erbitterter Kämpfe unzählige Tote. Am Ende wird ganz Troja durch eine feige List der griechischen Feinde in einer einzigen Nacht brutal vernichtet. Übrig bleiben die Beutefrauen, gequält durch den Verlust der Heimat, der Männer und der Kinder, vielfach erniedrigt durch Schändung am eigenen Leib. Schutzlos sind sie der Gewalt und Willkür der Sieger a
Fr, 1.12.2017, 19:00
Meet Me
von Liv Heløe
Schweizer Erstaufführung: 16. November 2017, Schiffbau/Matchbox

„You really should do something.
You look like a loser.
You have no chance if you don’t change.“

Shaya und Feda scheinen wieder festen Boden unter den Füssen und ein Dach über dem Kopf zu haben. Sie wollen die Vergangenheit und das Erlebte hinter sich lassen und neu anfangen. Doch der Alltag in der Flüchtlingsunterkunft ist trostlos. Shaya und Feda wehren sich dagegen, die Tage ziellos verstreichen zu lassen. Sie stossen aber auf Widerstand und bleiben ausgegrenzt. La’lia hat Arbeit und eine Wohnung und ist dennoch auf der Suche. Alle drei haben Wünsche für die Zukunft. La’lia borgt Shaya Geld, damit er etwas aus sich macht. Er kauft sich damit eine Sonnenbrille. Dieser Moment des Glücks währt nicht lange. Zweifel und
Fr, 1.12.2017, 19:30
Ensemble TaG - Kanti im Lee
Zwei Konzerte, die nahtlos mit Musikstücken von extremer Länge miteinander verbunden werden – das Theater am Gleis bleibt 24 Stunden offen! Was bedeutet zeitgenössische Musik heute für Jugendliche? Gymnasiastinnen und Gymnasiasten aus Winterthur suchen darauf eine Antwort, indem sie improvisieren, komponieren und interpretieren. Was genau daraus entsteht, zeigt sich erst im Prozess der Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Musik und der Erfahrung von Bewegung und Improvisation. Musiker des Ensembles TaG und die beiden Bewegungs- bzw. Musik-Lehrkräfte Thirza Möschinger und Peter Nussbaumer erarbeiten gemeinsam mit einer Schwerpunkt Musik Klasse aus Winterthur ein inspirierendes Programm, das mit Zeit, Raum, Bewegung und Klang spielt. Die beiden Konzerte werden nahtlos mit Musikstücken von extremer Länge miteinander verbunden. Komponisten wie La Monte Young, John Cage oder auch Eric Satie seien hier erwähnt. Die Tür des Theaters am Gleis bleibt 24 Stunden offen. Mitten in der Nacht kann also an der Bar ein Drink bestellt und den Klängen einer einsamen Pianistin gelauscht werden. ENSEMBLE TaG: KLAVIER Rafael Rütti SCHLAGZEUG Martin Flüge VIOLA/VIOLINE David Schnee VIOLONCELLO Alex Jellici KLARINETTE Donna Molinari 4. KLASSE SCHWERPUNKT MUSIK DER KANTONSSCHULE IM LEE WINTERTHUR: BEWEGUNG UND MUSIK Thirza Möschinger CHOR- UND GESAMTLEITUNG Peter Nussbaumer
THEATER AM GLEIS | Untere Vogelsangstrasse 3 | 8400 Winterthur
Sa, 2.12.2017, 20:00
Der zerbrochne Krug
Ein Lustspiel von Heinrich von Kleist
Ihre Welt liegt in Scherben: Der Krug der Marthe Rull, kunstvoll bemalt mit Szenen vom Gründungsakt der Niederlande, ist zerbrochen. Ausgerechnet im Zimmer der Tochter Eve ging er zu Bruch, nachdem das wertvolle Stück ein Zeitalter von Brand und Zerstörung überstanden hatte. Unter Verdacht steht Eves Verlobter Ruprecht, den Marthe vor dem Gericht in Huisum nun verklagt. Ruprecht erlebte am Tatort eine andere Situation. Er beschimpft seine Verlobte, er habe sie mit einem Fremden, der danach die Flucht ergriff, bei einer nächtlichen Liaison erwischt. Der Dorfrichter Adam hat den Fall aufzuklären, dessen Nacht aber auch nicht ruhig verlief. Sein Schädel ist lädiert und bewegen kann er sich nur noch humpelnd. Was geschah in dieser Nacht? Die Zeugen reden aneinander vorbei, unterbrechen einande
Sa, 2.12.2017, 19:00
Beute Frauen Krieg (Premiere)
Ein Zyklus im Schiffbau
nach „Die Troerinnen“ und „Iphigenie in Aulis“ von Euripides
Premiere: 02. Dezember 2017, Schiffbau/Halle

Der Krieg hat noch nicht begonnen, als der griechische Heerführer Agamemnon seine Tochter Iphigenie als Preis für göttlichen Seewind opfert. Nach Kriegsende wird Polyxena, die einzige noch lebende Jungfrau aus dem trojanischen Königshaus, als jugendfrisches Geschenk für blutige Heldentaten geschlachtet.
Der sagenhafte trojanische Krieg, eingerahmt durch zwei Mädchenopfer, forderte in zehn Jahren erbitterter Kämpfe unzählige Tote. Am Ende wird ganz Troja durch eine feige List der griechischen Feinde in einer einzigen Nacht brutal vernichtet. Übrig bleiben die Beutefrauen, gequält durch den Verlust der Heimat, der Männer und der Kinder, vielfach erniedrigt durch Schändung am eigenen Leib. Schutzlos sind sie der Gewalt und Willkür der Sieger a
Sa, 2.12.2017, 20:00
Oh Magic
Simon Mayer / Kopf hoch
In kraftvoll kontrollierter Extase beginnen die Roboter und Performer_innen in Simon Mayers neuem Stück «Oh Magic» ihre Reise in die Welt von theatraler und technischer Magie. Auf der Suche nach einem sinfonischen Zusammenklang von Performance, Tanz, Musik, Sound, Robotik, Licht und visueller Kunst werden wir Zeug_innen eines Livekonzerts bei dem die Genregrenzen zunehmend verschwimmen. Futuristischen Fantasien verschmelzen mit der Magie des Theatralen und thematisieren dabei auch unsere zweischneidige Beziehung zu Robotik und Technologie.

Simon Mayer ist Performer, Tänzer, Choreograf und Musiker. Als Tänzer arbeitete er mit den bekannten Choreografen unserer Zeit, Anne Teresa de Keersmaker, Wim Vandekeybus und Zita Swoon. Seit 2014 begeistert er mit eigenen Stücken, zunächst lotete er
Sa, 2.12.2017, 19:30
Ensemble TaG - Kanti im Lee
Zwei Konzerte, die nahtlos mit Musikstücken von extremer Länge miteinander verbunden werden – das Theater am Gleis bleibt 24 Stunden offen! Was bedeutet zeitgenössische Musik heute für Jugendliche? Gymnasiastinnen und Gymnasiasten aus Winterthur suchen darauf eine Antwort, indem sie improvisieren, komponieren und interpretieren. Was genau daraus entsteht, zeigt sich erst im Prozess der Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Musik und der Erfahrung von Bewegung und Improvisation. Musiker des Ensembles TaG und die beiden Bewegungs- bzw. Musik-Lehrkräfte Thirza Möschinger und Peter Nussbaumer erarbeiten gemeinsam mit einer Schwerpunkt Musik Klasse aus Winterthur ein inspirierendes Programm, das mit Zeit, Raum, Bewegung und Klang spielt. Die beiden Konzerte werden nahtlos mit Musikstücken von extremer Länge miteinander verbunden. Komponisten wie La Monte Young, John Cage oder auch Eric Satie seien hier erwähnt. Die Tür des Theaters am Gleis bleibt 24 Stunden offen. Mitten in der Nacht kann also an der Bar ein Drink bestellt und den Klängen einer einsamen Pianistin gelauscht werden. ENSEMBLE TaG: KLAVIER Rafael Rütti SCHLAGZEUG Martin Flüge VIOLA/VIOLINE David Schnee VIOLONCELLO Alex Jellici KLARINETTE Donna Molinari 4. KLASSE SCHWERPUNKT MUSIK DER KANTONSSCHULE IM LEE WINTERTHUR: BEWEGUNG UND MUSIK Thirza Möschinger CHOR- UND GESAMTLEITUNG Peter Nussbaumer
THEATER AM GLEIS | Untere Vogelsangstrasse 3 | 8400 Winterthur
Sa, 2.12.2017, 11:00
The Hobbyist – Hobbys, Fotografie und Hobby-Fotografie
Ausstellung bis 28.1.2018 . Eine Ausstellung rund um Hobbys. - Öffnungszeiten Di - So, 11 - 18 Uhr, (Mi bis 20 Uhr)
FOTOMUSEUM WINTERTHUR | Grüzenstrasse 44 | 8400 Winterthur
Sa, 2.12.2017, 16:00
The Hobbyist - Screening
Das Filmprogramm wird aus dem umfassenden Filmarchiv der Kinemathek Lichtspiel Bern exklusiv für The Hobbyist zusammengestellt. Nach dem Screening und anschliessenden Apéro wird in Kooperation mit den Internationalen Kurzfilmtagen Winterthur eine offene Leinwand für alle interessierten Hobby-Filmer_innen angeboten. Programm von Kinemathek Lichtspiel Bern und offene Leinwand für Hobby-Filmer_innen, in Kooperation mit den Internationalen Kurzfilmtagen Winterthur.
FOTOMUSEUM WINTERTHUR | Grüzenstrasse 44 | 8400 Winterthur
So, 3.12.2017, 11:00
Peter Pan
von J. M. Barrie
Familienstück ab 6 Jahren

Peter Pan kommt eines Nachts zu Wendy, Michael und John und verführt die drei Geschwister, mit ihm nach Neverland zu fliegen – einem Ort voller Feenstaub und wilder Schlachten. Auf dieser fantastischen Insel kann jeder alles tun, wenn er nur daran glaubt – sogar fliegen. Hier leben Peter Pan und die „Verlorenen Jungs“. Gemeinsam bekämpfen sie Captain Hook und die berüchtigten Piraten. Alles ist purer Nervenkitzel, ein grosses spektakuläres Spiel. Nur eines gibt es hier nicht: Mütter. Neverland ist Sinnbild für die Unschuld der Kindheit, aber J. M. Barries Klassiker „Peter Pan“ erzählt auch die Geschichte von Verstossenen und Vergessenen. Regisseur Ingo Berk inszeniert sie gemeinsam mit dem Puppenspieler Mervyn Millar, mit dem er schon für die Inszenierung „Die
So, 3.12.2017, 16:00
Peter Pan
von J. M. Barrie
Familienstück ab 6 Jahren

Peter Pan kommt eines Nachts zu Wendy, Michael und John und verführt die drei Geschwister, mit ihm nach Neverland zu fliegen – einem Ort voller Feenstaub und wilder Schlachten. Auf dieser fantastischen Insel kann jeder alles tun, wenn er nur daran glaubt – sogar fliegen. Hier leben Peter Pan und die „Verlorenen Jungs“. Gemeinsam bekämpfen sie Captain Hook und die berüchtigten Piraten. Alles ist purer Nervenkitzel, ein grosses spektakuläres Spiel. Nur eines gibt es hier nicht: Mütter. Neverland ist Sinnbild für die Unschuld der Kindheit, aber J. M. Barries Klassiker „Peter Pan“ erzählt auch die Geschichte von Verstossenen und Vergessenen. Regisseur Ingo Berk inszeniert sie gemeinsam mit dem Puppenspieler Mervyn Millar, mit dem er schon für die Inszenierung „Die
So, 3.12.2017, 18:00
Oh Magic
Simon Mayer / Kopf hoch
In kraftvoll kontrollierter Extase beginnen die Roboter und Performer_innen in Simon Mayers neuem Stück «Oh Magic» ihre Reise in die Welt von theatraler und technischer Magie. Auf der Suche nach einem sinfonischen Zusammenklang von Performance, Tanz, Musik, Sound, Robotik, Licht und visueller Kunst werden wir Zeug_innen eines Livekonzerts bei dem die Genregrenzen zunehmend verschwimmen. Futuristischen Fantasien verschmelzen mit der Magie des Theatralen und thematisieren dabei auch unsere zweischneidige Beziehung zu Robotik und Technologie.

Simon Mayer ist Performer, Tänzer, Choreograf und Musiker. Als Tänzer arbeitete er mit den bekannten Choreografen unserer Zeit, Anne Teresa de Keersmaker, Wim Vandekeybus und Zita Swoon. Seit 2014 begeistert er mit eigenen Stücken, zunächst lotete er
Mo, 4.12.2017, 20:00
Der zerbrochne Krug
Ein Lustspiel von Heinrich von Kleist
Ihre Welt liegt in Scherben: Der Krug der Marthe Rull, kunstvoll bemalt mit Szenen vom Gründungsakt der Niederlande, ist zerbrochen. Ausgerechnet im Zimmer der Tochter Eve ging er zu Bruch, nachdem das wertvolle Stück ein Zeitalter von Brand und Zerstörung überstanden hatte. Unter Verdacht steht Eves Verlobter Ruprecht, den Marthe vor dem Gericht in Huisum nun verklagt. Ruprecht erlebte am Tatort eine andere Situation. Er beschimpft seine Verlobte, er habe sie mit einem Fremden, der danach die Flucht ergriff, bei einer nächtlichen Liaison erwischt. Der Dorfrichter Adam hat den Fall aufzuklären, dessen Nacht aber auch nicht ruhig verlief. Sein Schädel ist lädiert und bewegen kann er sich nur noch humpelnd. Was geschah in dieser Nacht? Die Zeugen reden aneinander vorbei, unterbrechen einande
Mo, 4.12.2017, 19:00
Beute Frauen Krieg
Ein Zyklus im Schiffbau
nach „Die Troerinnen“ und „Iphigenie in Aulis“ von Euripides
Premiere: 02. Dezember 2017, Schiffbau/Halle

Der Krieg hat noch nicht begonnen, als der griechische Heerführer Agamemnon seine Tochter Iphigenie als Preis für göttlichen Seewind opfert. Nach Kriegsende wird Polyxena, die einzige noch lebende Jungfrau aus dem trojanischen Königshaus, als jugendfrisches Geschenk für blutige Heldentaten geschlachtet.
Der sagenhafte trojanische Krieg, eingerahmt durch zwei Mädchenopfer, forderte in zehn Jahren erbitterter Kämpfe unzählige Tote. Am Ende wird ganz Troja durch eine feige List der griechischen Feinde in einer einzigen Nacht brutal vernichtet. Übrig bleiben die Beutefrauen, gequält durch den Verlust der Heimat, der Männer und der Kinder, vielfach erniedrigt durch Schändung am eigenen Leib. Schutzlos sind sie der Gewalt und Willkür der Sieger a
Mo, 4.12.2017, 18:30
Meet Me
von Liv Heløe
Schweizer Erstaufführung: 16. November 2017, Schiffbau/Matchbox

„You really should do something.
You look like a loser.
You have no chance if you don’t change.“

Shaya und Feda scheinen wieder festen Boden unter den Füssen und ein Dach über dem Kopf zu haben. Sie wollen die Vergangenheit und das Erlebte hinter sich lassen und neu anfangen. Doch der Alltag in der Flüchtlingsunterkunft ist trostlos. Shaya und Feda wehren sich dagegen, die Tage ziellos verstreichen zu lassen. Sie stossen aber auf Widerstand und bleiben ausgegrenzt. La’lia hat Arbeit und eine Wohnung und ist dennoch auf der Suche. Alle drei haben Wünsche für die Zukunft. La’lia borgt Shaya Geld, damit er etwas aus sich macht. Er kauft sich damit eine Sonnenbrille. Dieser Moment des Glücks währt nicht lange. Zweifel und
Mo, 4.12.2017, 18:00
Buchvernissage
Vorstellung des Buches "Koch:Lust:Kunst. Eine Collage über, von und mit Meret Oppenheim", herausgegeben von René Simmen. Mit Beiträgen von Jan Martel (Martel am Bellevue), Judith Luks (Verlegerin, edition clandestin), Juri Steiner (Kurator, Moderator, etc.), Konrad Tobler (Kunsthistoriker), René Simmen (Herausgeber) und Christa de Carouge (Designerin).
EDITION CLANDESTIN | Schützengasse 86 | 2502 Biel
Di, 5.12.2017, 10:00
Peter Pan
von J. M. Barrie
Familienstück ab 6 Jahren

Peter Pan kommt eines Nachts zu Wendy, Michael und John und verführt die drei Geschwister, mit ihm nach Neverland zu fliegen – einem Ort voller Feenstaub und wilder Schlachten. Auf dieser fantastischen Insel kann jeder alles tun, wenn er nur daran glaubt – sogar fliegen. Hier leben Peter Pan und die „Verlorenen Jungs“. Gemeinsam bekämpfen sie Captain Hook und die berüchtigten Piraten. Alles ist purer Nervenkitzel, ein grosses spektakuläres Spiel. Nur eines gibt es hier nicht: Mütter. Neverland ist Sinnbild für die Unschuld der Kindheit, aber J. M. Barries Klassiker „Peter Pan“ erzählt auch die Geschichte von Verstossenen und Vergessenen. Regisseur Ingo Berk inszeniert sie gemeinsam mit dem Puppenspieler Mervyn Millar, mit dem er schon für die Inszenierung „Die
Di, 5.12.2017, 19:00
Meet Me
von Liv Heløe
Schweizer Erstaufführung: 16. November 2017, Schiffbau/Matchbox

„You really should do something.
You look like a loser.
You have no chance if you don’t change.“

Shaya und Feda scheinen wieder festen Boden unter den Füssen und ein Dach über dem Kopf zu haben. Sie wollen die Vergangenheit und das Erlebte hinter sich lassen und neu anfangen. Doch der Alltag in der Flüchtlingsunterkunft ist trostlos. Shaya und Feda wehren sich dagegen, die Tage ziellos verstreichen zu lassen. Sie stossen aber auf Widerstand und bleiben ausgegrenzt. La’lia hat Arbeit und eine Wohnung und ist dennoch auf der Suche. Alle drei haben Wünsche für die Zukunft. La’lia borgt Shaya Geld, damit er etwas aus sich macht. Er kauft sich damit eine Sonnenbrille. Dieser Moment des Glücks währt nicht lange. Zweifel und
Di, 5.12.2017, 19:30
Maria Marshal («international»): / Die Kunstfigur als interferierendes Identitätskonstrukt zwischen Kunst, Wissenschaft und Dschungelcamp - und warum das SRF meine Idee kopiert hat (in schlecht)
Ein Vortrag über Kunstfiguren von Kunstfigur Maria Marshal
Das 21. Jahrhundert ist das Jahrhundert der Kunstfigur: Lady Gaga, Maria Marshal oder Conchita prägen ganze Generationen. Politik und Poetik – ein Unterschied von nur drei Buchstaben – Kunstfiguren verbinden beides. «Die verwandelnde Kraft», die nach Antonin Artaud und Georg Fuchs das Theater haben sollte, für Kunstfiguren ist sie eine Selbstverständlichkeit.
Mithilfe künstlerischer und ethnographischer Methoden forscht Maria Marshal nicht nur über dieses Phänomen, sie selbst ist das Phänomen. In ihrem Vortrag stellt sie ihr neustes künstlerisch-ethnografisches Modell der Welt vor. Im Sinne von Robert Merton lädt sie die Zuschauerinnen (die sie auch liebevoll ihre «Zwerge und Zwerginnen» nennt) ein, sich metaphorisch auf ihre Schulter zu stellen, und die einmalige Möglichkeit zu nutzen, d
Mi, 6.12.2017, 20:00
Die Dreigroschenoper
von Bertolt Brecht
Musik von Kurt Weill

„Doch leider sind auf diesem Sterne eben /
Die Mittel kärglich und die Menschen roh. /
Wer möchte nicht in Fried und Eintracht
leben? / Doch die Verhältnisse, sie sind
nicht so!“

Korruption, Armut und Gewalt herrschen in Londons Unterwelt, in der Bettler, Huren und Verbrecher zu Hause sind, in welcher der Gott des Geldes regiert und das Elend der Menschen zur Ware wird. Jonathan Jeremiah Peachum schlägt daraus Kapital und organisiert mit seiner Firma „Bettlers Freund“ das lokale Bettlerwesen, indem er gesunde Bedürftige zu Krüppeln ausstaffiert und sie auf Betteltour schickt. Seine Tochter Polly indessen hat sich mit dem Verbrecherkönig Macheath, genannt Mackie Messer, eingelassen und ihn kurzerhand geheiratet. Der korrupte Polizeichef Tiger-Brown ist ein alt
Mi, 6.12.2017, 20:00
Egoisten
Schauplatz International
Künstler sind Egoisten, denkt man, sind es sogar gerne oder sehen sich am liebsten selber so. Nur wer eigensinnig ist, kann ein Genie sein.
Getrieben von der Angst, ihr Paradies, das Zentrum ihrer Kunst zu verlieren, hält die Kunstfigur der Künstlerin Runeberg, die skandinavischen Schären malerisch gegen das Vergessen fest. Die Geschichte eines künstlerisch-intimen Egotrips, spinnt Schauplatz International mit Textbruckstücken, Gedichten ohne Mass, Songs ohne Musik. Schritt für Schritt.

Nach «Idealisten» (2014) und «Fundamentalisten» (2015) ist «Egoisten» der letzte Teil einer Trilogie, die sich mit Haltungen auseinandersetzt, welche Künstlern gerne zugeschrieben werden, in die sie sich aber auch gerne selbst flüchten – auch wenn sie ihnen Angst machen.
Do, 7.12.2017, 19:30
Den Schlächtern ist kalt oder Ohlalahelvetia (Uraufführung)
von Katja Brunner
Uraufführung: 07. Dezember 2017, Pfauen/Kammer

Wer sind wir eigentlich, wo befinden wir uns? Zunächst in einem eleganten Wohnzimmer, aufgehoben in bester Gutbürgerlichkeit, dann auf einem Dorfplatz mit einer alten Frau, die ein Huhn rupft, oder auf einer Kirmes der Spassmaschinen und beheizten Herzen. Ein Mann und drei Frauen unterschiedlicher Generationen befragen die Lage der Nation, die Welt, in der sie leben, und sich selbst, ihren Ort darin. Wir können uns nicht entkommen. Alles, was wir in uns tragen, ist Geschichte. Unsere eigene, die der anderen und die einer ganzen Generation, geprägt von früheren Generationen. Wir sind Gewordene. Das kollektive Gedächtnis wird da sichtbar, wo die Schuld und das Gewissen zu Hause sind. Wir müssen uns erinnern, denn die Wahrheit ist trügerisch,
Do, 7.12.2017, 19:00
Beute Frauen Krieg
Ein Zyklus im Schiffbau
nach „Die Troerinnen“ und „Iphigenie in Aulis“ von Euripides
Premiere: 02. Dezember 2017, Schiffbau/Halle

Der Krieg hat noch nicht begonnen, als der griechische Heerführer Agamemnon seine Tochter Iphigenie als Preis für göttlichen Seewind opfert. Nach Kriegsende wird Polyxena, die einzige noch lebende Jungfrau aus dem trojanischen Königshaus, als jugendfrisches Geschenk für blutige Heldentaten geschlachtet.
Der sagenhafte trojanische Krieg, eingerahmt durch zwei Mädchenopfer, forderte in zehn Jahren erbitterter Kämpfe unzählige Tote. Am Ende wird ganz Troja durch eine feige List der griechischen Feinde in einer einzigen Nacht brutal vernichtet. Übrig bleiben die Beutefrauen, gequält durch den Verlust der Heimat, der Männer und der Kinder, vielfach erniedrigt durch Schändung am eigenen Leib. Schutzlos sind sie der Gewalt und Willkür der Sieger a
Do, 7.12.2017, 20:15
Jakob von Gunten
nach dem Roman von Robert Walser
„Jakob von Gunten“ ist als Gegenentwurf zum heutigen Lebensoptimierungs- und Effizienzwahn gleichermassen heiter wie beunruhigend. Walsers Antihelden sind ausnahmslos einsame Menschen, die permanent ihre eigene Welt erfinden müssen, weil die Welt, so wie sie ist, nichts für sie bereithält.“ Barbara Frey

„Man lernt hier sehr wenig, es fehlt an Lehrkräften und wir Knaben vom Institut Benjamenta werden es zu nichts bringen, wir werden alle etwas sehr Kleines und Untergeordnetes im späteren Leben sein“, beginnt Robert Walsers fiktiver Tagebuchroman aus der Perspektive des Internatszöglings Jakob von Gunten, erschienen im Jahr 1909. Der Ort der Handlung ist eine Dienerschule, in welcher die Entwicklung der Schüler nicht gefördert, sondern verhindert wird. Die Lehrer schlafen, sind tot, schei
Do, 7.12.2017, 18:30
Meet Me
von Liv Heløe
Schweizer Erstaufführung: 16. November 2017, Schiffbau/Matchbox

„You really should do something.
You look like a loser.
You have no chance if you don’t change.“

Shaya und Feda scheinen wieder festen Boden unter den Füssen und ein Dach über dem Kopf zu haben. Sie wollen die Vergangenheit und das Erlebte hinter sich lassen und neu anfangen. Doch der Alltag in der Flüchtlingsunterkunft ist trostlos. Shaya und Feda wehren sich dagegen, die Tage ziellos verstreichen zu lassen. Sie stossen aber auf Widerstand und bleiben ausgegrenzt. La’lia hat Arbeit und eine Wohnung und ist dennoch auf der Suche. Alle drei haben Wünsche für die Zukunft. La’lia borgt Shaya Geld, damit er etwas aus sich macht. Er kauft sich damit eine Sonnenbrille. Dieser Moment des Glücks währt nicht lange. Zweifel und
Do, 7.12.2017, 20:00
Egoisten
Schauplatz International
Künstler sind Egoisten, denkt man, sind es sogar gerne oder sehen sich am liebsten selber so. Nur wer eigensinnig ist, kann ein Genie sein.
Getrieben von der Angst, ihr Paradies, das Zentrum ihrer Kunst zu verlieren, hält die Kunstfigur der Künstlerin Runeberg, die skandinavischen Schären malerisch gegen das Vergessen fest. Die Geschichte eines künstlerisch-intimen Egotrips, spinnt Schauplatz International mit Textbruckstücken, Gedichten ohne Mass, Songs ohne Musik. Schritt für Schritt.

Nach «Idealisten» (2014) und «Fundamentalisten» (2015) ist «Egoisten» der letzte Teil einer Trilogie, die sich mit Haltungen auseinandersetzt, welche Künstlern gerne zugeschrieben werden, in die sie sich aber auch gerne selbst flüchten – auch wenn sie ihnen Angst machen.
Fr, 8.12.2017, 20:00
Der zerbrochne Krug
Ein Lustspiel von Heinrich von Kleist
Ihre Welt liegt in Scherben: Der Krug der Marthe Rull, kunstvoll bemalt mit Szenen vom Gründungsakt der Niederlande, ist zerbrochen. Ausgerechnet im Zimmer der Tochter Eve ging er zu Bruch, nachdem das wertvolle Stück ein Zeitalter von Brand und Zerstörung überstanden hatte. Unter Verdacht steht Eves Verlobter Ruprecht, den Marthe vor dem Gericht in Huisum nun verklagt. Ruprecht erlebte am Tatort eine andere Situation. Er beschimpft seine Verlobte, er habe sie mit einem Fremden, der danach die Flucht ergriff, bei einer nächtlichen Liaison erwischt. Der Dorfrichter Adam hat den Fall aufzuklären, dessen Nacht aber auch nicht ruhig verlief. Sein Schädel ist lädiert und bewegen kann er sich nur noch humpelnd. Was geschah in dieser Nacht? Die Zeugen reden aneinander vorbei, unterbrechen einande
Fr, 8.12.2017, 20:15
0
von Extraleben Körper finden zusammen. Ihr gemeinsames Empfinden ist das Unbehagen. Sie wollen ihre Welt überwinden. Sie suchen einen Neuanfang. Ihre Welt, auf dessen Konstanz sie vertraut haben, ist am Kippen. Bloss die Trägheit ihrer Körper lässt ihre Weltwahrnehmung noch in Ruhe erscheinen. Noch. Denn längst agiert alles in Schieflage. In dieser bestehenden Ordnung müssen die Dinge aus ihrer Verankerung gelöst werden, damit sie in Bewegung geraten. Die Körper suchen Momentum. Ihr Ziel ist der Neuanfang. Mit «0» kreiert Extraleben eine technokratische Übergangswelt, in der Routinen den Menschen überflüssig erscheinen lassen und der einzige Ausweg der Ausbruch ist. SPIEL Benjamin Burger, David Jegerlehner, Felician Hohnloser, Sabina Aeschlimann, Tobias Bienz BÜHNE Thomas Giger KOSTÜME Henriette Herm MUSIK David Jegerlehner CHOREOGRAFIE Sabina Aeschlimann LICHT Robert Meyer
THEATER AM GLEIS | Untere Vogelsangstrasse 3 | 8400 Winterthur
Sa, 9.12.2017, 20:00
Die Dreigroschenoper
von Bertolt Brecht
Musik von Kurt Weill

„Doch leider sind auf diesem Sterne eben /
Die Mittel kärglich und die Menschen roh. /
Wer möchte nicht in Fried und Eintracht
leben? / Doch die Verhältnisse, sie sind
nicht so!“

Korruption, Armut und Gewalt herrschen in Londons Unterwelt, in der Bettler, Huren und Verbrecher zu Hause sind, in welcher der Gott des Geldes regiert und das Elend der Menschen zur Ware wird. Jonathan Jeremiah Peachum schlägt daraus Kapital und organisiert mit seiner Firma „Bettlers Freund“ das lokale Bettlerwesen, indem er gesunde Bedürftige zu Krüppeln ausstaffiert und sie auf Betteltour schickt. Seine Tochter Polly indessen hat sich mit dem Verbrecherkönig Macheath, genannt Mackie Messer, eingelassen und ihn kurzerhand geheiratet. Der korrupte Polizeichef Tiger-Brown ist ein alt
Sa, 9.12.2017, 20:00
NÓS, tupi or not tupi?
Fabrice Ramalingom
Brasilien, brasilianischer Tanz, das ist Samba, Karneval und Capoeira. Der französische Choreograf Fabrice Ramalingom interessiert sich für dieses Klischee nicht . Seine drei Tänzer sind junge Virtuosen des Hip Hop. Was ist brasilianisch? Was heißt es brasilianischer Tänzer zu sein? Was heißt es heute Hip Hop-Tänzer in Brasilien zu sein?

Gemeinsam mit ihnen kreiert er ein Stück, weder zeitgenössische Choreografie noch HipHop Hommage, ist es eine Einladung sich selbst zu vergessen. Eine Herausforderung den Tanz zu nutzen, um aus der eigenen Intimität auszubrechen, sich im eigenen Können vollends zu offenbaren. «NÓS, tupi or not tupi?» legt ein einzigartiges, tiefgreifendes und ernsthaftes Zeugnis ab über drei junge Männer, talentierte Tänzer, die Beziehung zu ihren Körpern, zueinander, z
Sa, 9.12.2017, 20:15
0
von Extraleben Körper finden zusammen. Ihr gemeinsames Empfinden ist das Unbehagen. Sie wollen ihre Welt überwinden. Sie suchen einen Neuanfang. Ihre Welt, auf dessen Konstanz sie vertraut haben, ist am Kippen. Bloss die Trägheit ihrer Körper lässt ihre Weltwahrnehmung noch in Ruhe erscheinen. Noch. Denn längst agiert alles in Schieflage. In dieser bestehenden Ordnung müssen die Dinge aus ihrer Verankerung gelöst werden, damit sie in Bewegung geraten. Die Körper suchen Momentum. Ihr Ziel ist der Neuanfang. Mit «0» kreiert Extraleben eine technokratische Übergangswelt, in der Routinen den Menschen überflüssig erscheinen lassen und der einzige Ausweg der Ausbruch ist. SPIEL Benjamin Burger, David Jegerlehner, Felician Hohnloser, Sabina Aeschlimann, Tobias Bienz BÜHNE Thomas Giger KOSTÜME Henriette Herm MUSIK David Jegerlehner CHOREOGRAFIE Sabina Aeschlimann LICHT Robert Meyer
THEATER AM GLEIS | Untere Vogelsangstrasse 3 | 8400 Winterthur
Sa, 9.12.2017, 11:00
The Hobbyist – Hobbys, Fotografie und Hobby-Fotografie
Ausstellung bis 28.1.2018 . Eine Ausstellung rund um Hobbys. - Öffnungszeiten Di - So, 11 - 18 Uhr, (Mi bis 20 Uhr)
FOTOMUSEUM WINTERTHUR | Grüzenstrasse 44 | 8400 Winterthur
So, 10.12.2017, 15:00
Peter Pan
von J. M. Barrie
Familienstück ab 6 Jahren

Peter Pan kommt eines Nachts zu Wendy, Michael und John und verführt die drei Geschwister, mit ihm nach Neverland zu fliegen – einem Ort voller Feenstaub und wilder Schlachten. Auf dieser fantastischen Insel kann jeder alles tun, wenn er nur daran glaubt – sogar fliegen. Hier leben Peter Pan und die „Verlorenen Jungs“. Gemeinsam bekämpfen sie Captain Hook und die berüchtigten Piraten. Alles ist purer Nervenkitzel, ein grosses spektakuläres Spiel. Nur eines gibt es hier nicht: Mütter. Neverland ist Sinnbild für die Unschuld der Kindheit, aber J. M. Barries Klassiker „Peter Pan“ erzählt auch die Geschichte von Verstossenen und Vergessenen. Regisseur Ingo Berk inszeniert sie gemeinsam mit dem Puppenspieler Mervyn Millar, mit dem er schon für die Inszenierung „Die
So, 10.12.2017, 18:00
Beute Frauen Krieg
Ein Zyklus im Schiffbau
nach „Die Troerinnen“ und „Iphigenie in Aulis“ von Euripides
Premiere: 02. Dezember 2017, Schiffbau/Halle

Der Krieg hat noch nicht begonnen, als der griechische Heerführer Agamemnon seine Tochter Iphigenie als Preis für göttlichen Seewind opfert. Nach Kriegsende wird Polyxena, die einzige noch lebende Jungfrau aus dem trojanischen Königshaus, als jugendfrisches Geschenk für blutige Heldentaten geschlachtet.
Der sagenhafte trojanische Krieg, eingerahmt durch zwei Mädchenopfer, forderte in zehn Jahren erbitterter Kämpfe unzählige Tote. Am Ende wird ganz Troja durch eine feige List der griechischen Feinde in einer einzigen Nacht brutal vernichtet. Übrig bleiben die Beutefrauen, gequält durch den Verlust der Heimat, der Männer und der Kinder, vielfach erniedrigt durch Schändung am eigenen Leib. Schutzlos sind sie der Gewalt und Willkür der Sieger a
So, 10.12.2017, 20:00
Comme des Garçons: / Solo for Julie Laporte
Lucie Tuma
Es gibt Lieder, die gehen einem nicht aus dem Kopf und Kleidungsstücke die einen ein Leben lang begleiten. Julie Laportes Solo «Comme des Garçons» ist wie so ein Lieblingsteil. Es sitzt mal so oder anders an ihrem Körper, durch das jahrelange Tragen vertraut, ein Stück von ihr, bleibt es doch immer etwas fremd. Sie tanzt es für die nächsten 30 Jahre, für immer oder solange, wie sie am Leben bleibt. Jährlich gibt es mindestens eine Show. Der Soundtrack ist immer derselbe. Nur ein Track wird jeweils gegen etwas gerade erst erschienenes ausgewechselt.

Die Züricher Tänzerin und Choreografin Lucie Tuma, zuletzt mit ihrer Produktion «On the Rocks» in der Gessnerallee zu sehen, lädt zu einem Showing als Abschluss eines zweiwöchigen, intensiven Probenprozesses in die Südbühne der Gessnerallee e
So, 10.12.2017, 18:00
NÓS, tupi or not tupi?
Fabrice Ramalingom
Brasilien, brasilianischer Tanz, das ist Samba, Karneval und Capoeira. Der französische Choreograf Fabrice Ramalingom interessiert sich für dieses Klischee nicht . Seine drei Tänzer sind junge Virtuosen des Hip Hop. Was ist brasilianisch? Was heißt es brasilianischer Tänzer zu sein? Was heißt es heute Hip Hop-Tänzer in Brasilien zu sein?

Gemeinsam mit ihnen kreiert er ein Stück, weder zeitgenössische Choreografie noch HipHop Hommage, ist es eine Einladung sich selbst zu vergessen. Eine Herausforderung den Tanz zu nutzen, um aus der eigenen Intimität auszubrechen, sich im eigenen Können vollends zu offenbaren. «NÓS, tupi or not tupi?» legt ein einzigartiges, tiefgreifendes und ernsthaftes Zeugnis ab über drei junge Männer, talentierte Tänzer, die Beziehung zu ihren Körpern, zueinander, z
So, 10.12.2017, 11:00
Suppe, satt, es war einmal...
Mitspiel-Geschichte am Sonntag - ab 5 Jahren, inkl. Brunch ab 10:15. Spannende Geschichten hören und dann gleich selber spielen. Bühne frei für die Kinder! Hast du beim Zuschauen im Theater auch schon mal Lust bekommen, die Geschichte gleich selber zu spielen? Dann bist du an diesem speziellen Sonntag im Theater am Gleis genau richtig! Zuerst erzählen wir dir eine spannende Geschichte und dann verwandeln wir die Bühne in Geschichtenwelten, in denen du mit deinen eigenen Ideen gestalten, mitspielen und Abenteuer erleben kannst. «Suppe, satt, es war einmal…» von Kristina Andres: Mathilda ist ganz allein zu Hause, als die hungrigen Wölfe wütend gegen die Tür schlagen und hereinwollen. Da fallen dem Mädchen die drei mächtigsten Worte ein, die sie kennt: Suppe, satt, es war einmal. Denn nur so kann man wilde Wölfe zähmen. LEITUNG, SPIEL, THEATERPÄDAGOGIK Liliane Weber und Christine Camenzind
THEATER AM GLEIS | Untere Vogelsangstrasse 3 | 8400 Winterthur
So, 10.12.2017, 15:00
The Hobbyist - Open House: Litophanie im 3D-Druck mit dem Fablab Winti
Beim Open House Event mit dem Fablab Winti kann man ohne Anmeldung teilnehmen (max. 8 Personen gleichzeitig). Man wird aus einem Foto mit dem 3D-Drucker eine Lithophanie (Reliefbild) herstellen. Partner: Fablab Winti - www.fablabwinti.ch
FOTOMUSEUM WINTERTHUR | Grüzenstrasse 44 | 8400 Winterthur
Mo, 11.12.2017, 20:00
Buddenbrooks
nach dem Roman von Thomas Mann
In der Geschichte der Kaufmannsfamilie Buddenbrook beschreibt Thomas Mann den Untergang einer bürgerlichen Welt, in der Geschäftstugenden, die Heirat als Partie und die fehlerfrei geführte Familienchronik über das Glück des Einzelnen gestellt werden. Das Geschäfts- und Familienvermögen der Buddenbrooks geht in der Generation der Geschwister Thomas, Tony und Christian Stück für Stück verloren und am Ende stirbt mit Hanno der letzte mögliche Stammhalter. Als „Glieder einer Kette“ sind die Buddenbrooks familienökonomischen Zwängen, Versagensängsten und Überforderung ausgesetzt. Zugleich kündet der Roman von weit grösseren kulturellen und sozialen Zäsuren, bei denen scheinbar zementierte, einseitige Privilegien neu zur Verhandlung gestellt werden. Zunächst von Thomas Mann als Novelle konzipier
Mo, 11.12.2017, 19:30
Den Schlächtern ist kalt oder Ohlalahelvetia
von Katja Brunner
Uraufführung: 07. Dezember 2017, Pfauen/Kammer

Wer sind wir eigentlich, wo befinden wir uns? Zunächst in einem eleganten Wohnzimmer, aufgehoben in bester Gutbürgerlichkeit, dann auf einem Dorfplatz mit einer alten Frau, die ein Huhn rupft, oder auf einer Kirmes der Spassmaschinen und beheizten Herzen. Ein Mann und drei Frauen unterschiedlicher Generationen befragen die Lage der Nation, die Welt, in der sie leben, und sich selbst, ihren Ort darin. Wir können uns nicht entkommen. Alles, was wir in uns tragen, ist Geschichte. Unsere eigene, die der anderen und die einer ganzen Generation, geprägt von früheren Generationen. Wir sind Gewordene. Das kollektive Gedächtnis wird da sichtbar, wo die Schuld und das Gewissen zu Hause sind. Wir müssen uns erinnern, denn die Wahrheit ist trügerisch,
Di, 12.12.2017, 19:00
Beute Frauen Krieg
Ein Zyklus im Schiffbau
nach „Die Troerinnen“ und „Iphigenie in Aulis“ von Euripides
Premiere: 02. Dezember 2017, Schiffbau/Halle

Der Krieg hat noch nicht begonnen, als der griechische Heerführer Agamemnon seine Tochter Iphigenie als Preis für göttlichen Seewind opfert. Nach Kriegsende wird Polyxena, die einzige noch lebende Jungfrau aus dem trojanischen Königshaus, als jugendfrisches Geschenk für blutige Heldentaten geschlachtet.
Der sagenhafte trojanische Krieg, eingerahmt durch zwei Mädchenopfer, forderte in zehn Jahren erbitterter Kämpfe unzählige Tote. Am Ende wird ganz Troja durch eine feige List der griechischen Feinde in einer einzigen Nacht brutal vernichtet. Übrig bleiben die Beutefrauen, gequält durch den Verlust der Heimat, der Männer und der Kinder, vielfach erniedrigt durch Schändung am eigenen Leib. Schutzlos sind sie der Gewalt und Willkür der Sieger a
Mi, 13.12.2017, 19:30
Den Schlächtern ist kalt oder Ohlalahelvetia
von Katja Brunner
Uraufführung: 07. Dezember 2017, Pfauen/Kammer

Wer sind wir eigentlich, wo befinden wir uns? Zunächst in einem eleganten Wohnzimmer, aufgehoben in bester Gutbürgerlichkeit, dann auf einem Dorfplatz mit einer alten Frau, die ein Huhn rupft, oder auf einer Kirmes der Spassmaschinen und beheizten Herzen. Ein Mann und drei Frauen unterschiedlicher Generationen befragen die Lage der Nation, die Welt, in der sie leben, und sich selbst, ihren Ort darin. Wir können uns nicht entkommen. Alles, was wir in uns tragen, ist Geschichte. Unsere eigene, die der anderen und die einer ganzen Generation, geprägt von früheren Generationen. Wir sind Gewordene. Das kollektive Gedächtnis wird da sichtbar, wo die Schuld und das Gewissen zu Hause sind. Wir müssen uns erinnern, denn die Wahrheit ist trügerisch,
Mi, 13.12.2017, 19:00
Beute Frauen Krieg
Ein Zyklus im Schiffbau
nach „Die Troerinnen“ und „Iphigenie in Aulis“ von Euripides
Premiere: 02. Dezember 2017, Schiffbau/Halle

Der Krieg hat noch nicht begonnen, als der griechische Heerführer Agamemnon seine Tochter Iphigenie als Preis für göttlichen Seewind opfert. Nach Kriegsende wird Polyxena, die einzige noch lebende Jungfrau aus dem trojanischen Königshaus, als jugendfrisches Geschenk für blutige Heldentaten geschlachtet.
Der sagenhafte trojanische Krieg, eingerahmt durch zwei Mädchenopfer, forderte in zehn Jahren erbitterter Kämpfe unzählige Tote. Am Ende wird ganz Troja durch eine feige List der griechischen Feinde in einer einzigen Nacht brutal vernichtet. Übrig bleiben die Beutefrauen, gequält durch den Verlust der Heimat, der Männer und der Kinder, vielfach erniedrigt durch Schändung am eigenen Leib. Schutzlos sind sie der Gewalt und Willkür der Sieger a
Mi, 13.12.2017, 20:15
Le son du vent
«Le son du vent» ist Weltmusik jenseits der musikalischen und geographischen Grenzen. Ein Projekt, das 2014 aus dem Wunsch heraus geboren wurde, die Polyrhythmik von Nordafrika und dem Orient mit dem Ton und der harmonischen Feinheit des Cellos und dem lyrischen Klang der Bassklarinette zu verbinden. Dabei hat sich ein eigener Charakter entwickelt und konkrete Stücke sind entstanden, in denen die Improvisation eine vorherrschende Rolle spielt. Die drei Musiker teilen die Leidenschaft, verschiedene Musikstile zu verbinden oder ganz auf den Stil zu verzichten und die Musik an sich erzählen zu lassen. Es entsteht ein Wechselspiel zwischen dem Kontrast der unterschiedlichen Instrumente und ihrer gemeinsamen Harmonie und Rhythmik. Der Mut zur Stille und Einfachheit verbunden mit dem Drang zum Durchbruch in die Virtuosität und Polyrhythmik machen diese Musik einzigartig. Das Publikum wird auf eine Reise mitgenommen, wo die Klänge bisher unbekannte Geschichten erzählen. Es ist die Melancholie im Winde zu hören, die Trauer der Einsamkeit zu spüren, die pure Lebensfreude zu erleben. Sphärische Minimalmusik wechselt sich ab mit rassigen Rhythmen. BASS CLARINET Lucien Dubuis CELLO Jacques Bouduban ORIENTAL PERCUSSION Hamid Khadiri
THEATER AM GLEIS | Untere Vogelsangstrasse 3 | 8400 Winterthur
Do, 14.12.2017, 20:00
Mir nämeds uf öis (Uraufführung)
von Christoph Marthaler und Ensemble
Uraufführung: 14. Dezember 2017, Pfauen

Eine der zentralen Fragen der Gegenwart lautet: wohin mit den Fehlleistungen meines Wirkens auf Erden? Gemeint ist hier weniger der Wunsch nach spiritueller Vergebung. Gesucht wird nach einer Entsorgungsstelle für jene zweifelhaften Daten und Zahlen, die die finanziellen, politischen, ideologischen und ökologischen Bilanzen belasten. Was früher einfach mit Tipp-Ex vertuscht oder in Beichtstühlen verhandelt wurde, trägt spätestens seit der letzten Weltfinanzkrise den Namen „Bad Bank“. Diese Institution nimmt alles, was monetär faul oder absolut verfault ist, und lässt auf diese Weise die Marmorsäulen der klassischen Finanzhäuser in zarter Unschuld glitzern. Doch reicht das in Anbetracht der globalen Sündenfülle? Wohl kaum. Genau aus diesem Grund gr
Do, 14.12.2017, 20:00
Einsneunachtvier
HotAirProduction
Hoch über der Bühne schwebt das alles sehende Auge von Big Brother. Bedrohlich ruft es die bekannte Vorlage von George Orwell wach, die uns dieser Tage fast wie eine Blaupause der Gegenwart erscheint. «Fake News» sind in aller Munde, dazu Forderungen nach immer mehr Sicherheit. Dann werden wir stutzig: Sieht nicht der Schauspieler, der da auf der Bühne auftritt, diesem grossen Bruder zum Verwechseln ähnlich?

Klar, warum auch nicht?! Mit theatraler Spielfreude reflektiert HotAirProduction den heutigen sich freiwillig selbstüberwachenden Menschen. Bei «Einsneunachtvier» sucht er einen Ausweg aus dem System, im Wissen, dass es keinen gibt. Sein Monolog wird zum Selbstgespräch. Er bittet zum fulminanten Solo, in dem die nach wie vor bedrohliche Vorstellung vom gläsernen Menschen ebenso Plat
Do, 14.12.2017, 20:15
The Anatomy of Frank
Bereits zum zweiten Mal spielen die Jungs aus Übersee auf der Molton-Bühne ihren Cinematic Chamber Pop. Die drei Jungs von The Anatomy of Frank sind aus Charlottesville, Virginia. Und sie haben sich vorgenommen, auf jedem Kontinent ein Album aufzunehmen. Ihr neustes bringen sie im Dezember mit auf die Molton-Bühne, «South America» heisst es, und wurde in Ecuador eingespielt. Nostalgie, Beziehungen und Sterblichkeit sind darauf die grossen Themen, erfahren durch Introspektion, ausgedrückt durch Indie-Rock. Während der Arbeit am neuen Album haben die Musiker eine nahestehende Person verloren, auch das prägt ihre neue Musik. Sie ist melancholisch, hymnisch und hoffnungsvoll. GUITAR/VOCALS Kyle Woodlard KEYS Jimmy Bullis DRUMS Max Bollinger
THEATER AM GLEIS | Untere Vogelsangstrasse 3 | 8400 Winterthur
Fr, 15.12.2017, 20:00
Der zerbrochne Krug
Ein Lustspiel von Heinrich von Kleist
Ihre Welt liegt in Scherben: Der Krug der Marthe Rull, kunstvoll bemalt mit Szenen vom Gründungsakt der Niederlande, ist zerbrochen. Ausgerechnet im Zimmer der Tochter Eve ging er zu Bruch, nachdem das wertvolle Stück ein Zeitalter von Brand und Zerstörung überstanden hatte. Unter Verdacht steht Eves Verlobter Ruprecht, den Marthe vor dem Gericht in Huisum nun verklagt. Ruprecht erlebte am Tatort eine andere Situation. Er beschimpft seine Verlobte, er habe sie mit einem Fremden, der danach die Flucht ergriff, bei einer nächtlichen Liaison erwischt. Der Dorfrichter Adam hat den Fall aufzuklären, dessen Nacht aber auch nicht ruhig verlief. Sein Schädel ist lädiert und bewegen kann er sich nur noch humpelnd. Was geschah in dieser Nacht? Die Zeugen reden aneinander vorbei, unterbrechen einande
Fr, 15.12.2017, 10:00
Peter Pan
von J. M. Barrie
Familienstück ab 6 Jahren

Peter Pan kommt eines Nachts zu Wendy, Michael und John und verführt die drei Geschwister, mit ihm nach Neverland zu fliegen – einem Ort voller Feenstaub und wilder Schlachten. Auf dieser fantastischen Insel kann jeder alles tun, wenn er nur daran glaubt – sogar fliegen. Hier leben Peter Pan und die „Verlorenen Jungs“. Gemeinsam bekämpfen sie Captain Hook und die berüchtigten Piraten. Alles ist purer Nervenkitzel, ein grosses spektakuläres Spiel. Nur eines gibt es hier nicht: Mütter. Neverland ist Sinnbild für die Unschuld der Kindheit, aber J. M. Barries Klassiker „Peter Pan“ erzählt auch die Geschichte von Verstossenen und Vergessenen. Regisseur Ingo Berk inszeniert sie gemeinsam mit dem Puppenspieler Mervyn Millar, mit dem er schon für die Inszenierung „Die
Fr, 15.12.2017, 20:00
Einsneunachtvier
HotAirProduction
Hoch über der Bühne schwebt das alles sehende Auge von Big Brother. Bedrohlich ruft es die bekannte Vorlage von George Orwell wach, die uns dieser Tage fast wie eine Blaupause der Gegenwart erscheint. «Fake News» sind in aller Munde, dazu Forderungen nach immer mehr Sicherheit. Dann werden wir stutzig: Sieht nicht der Schauspieler, der da auf der Bühne auftritt, diesem grossen Bruder zum Verwechseln ähnlich?

Klar, warum auch nicht?! Mit theatraler Spielfreude reflektiert HotAirProduction den heutigen sich freiwillig selbstüberwachenden Menschen. Bei «Einsneunachtvier» sucht er einen Ausweg aus dem System, im Wissen, dass es keinen gibt. Sein Monolog wird zum Selbstgespräch. Er bittet zum fulminanten Solo, in dem die nach wie vor bedrohliche Vorstellung vom gläsernen Menschen ebenso Plat
Sa, 16.12.2017, 19:30
Den Schlächtern ist kalt oder Ohlalahelvetia
von Katja Brunner
Uraufführung: 07. Dezember 2017, Pfauen/Kammer

Wer sind wir eigentlich, wo befinden wir uns? Zunächst in einem eleganten Wohnzimmer, aufgehoben in bester Gutbürgerlichkeit, dann auf einem Dorfplatz mit einer alten Frau, die ein Huhn rupft, oder auf einer Kirmes der Spassmaschinen und beheizten Herzen. Ein Mann und drei Frauen unterschiedlicher Generationen befragen die Lage der Nation, die Welt, in der sie leben, und sich selbst, ihren Ort darin. Wir können uns nicht entkommen. Alles, was wir in uns tragen, ist Geschichte. Unsere eigene, die der anderen und die einer ganzen Generation, geprägt von früheren Generationen. Wir sind Gewordene. Das kollektive Gedächtnis wird da sichtbar, wo die Schuld und das Gewissen zu Hause sind. Wir müssen uns erinnern, denn die Wahrheit ist trügerisch,
Sa, 16.12.2017, 19:00
Beute Frauen Krieg
Ein Zyklus im Schiffbau
nach „Die Troerinnen“ und „Iphigenie in Aulis“ von Euripides
Premiere: 02. Dezember 2017, Schiffbau/Halle

Der Krieg hat noch nicht begonnen, als der griechische Heerführer Agamemnon seine Tochter Iphigenie als Preis für göttlichen Seewind opfert. Nach Kriegsende wird Polyxena, die einzige noch lebende Jungfrau aus dem trojanischen Königshaus, als jugendfrisches Geschenk für blutige Heldentaten geschlachtet.
Der sagenhafte trojanische Krieg, eingerahmt durch zwei Mädchenopfer, forderte in zehn Jahren erbitterter Kämpfe unzählige Tote. Am Ende wird ganz Troja durch eine feige List der griechischen Feinde in einer einzigen Nacht brutal vernichtet. Übrig bleiben die Beutefrauen, gequält durch den Verlust der Heimat, der Männer und der Kinder, vielfach erniedrigt durch Schändung am eigenen Leib. Schutzlos sind sie der Gewalt und Willkür der Sieger a
Sa, 16.12.2017, 11:00
The Hobbyist – Hobbys, Fotografie und Hobby-Fotografie
Ausstellung bis 28.1.2018 . Eine Ausstellung rund um Hobbys. - Öffnungszeiten Di - So, 11 - 18 Uhr, (Mi bis 20 Uhr)
FOTOMUSEUM WINTERTHUR | Grüzenstrasse 44 | 8400 Winterthur
Sa, 16.12.2017, 19:30
Weihnachtskonzert Zürcher Sängerknaben
FESTLICHE MUSIK ZU ADVENT UND WEIHNACHT – DIE SCHÖNSTEN WEIHNACHTSLIEDER: Die Zürcher Sängerknaben singen unter der Leitung von Alphons von Aarburg festliche Musik zu Advent und Weihnachten und die schönsten Weihnachtslieder. Die Weihnachtskonzerte der Zürcher Sängerknaben sind für viele ein fester Bestandteil der Weihnachtszeit. Mit anspruchsvollen Chorwerken, kunstvollen Arrangements bekannter Weihnachtslieder und der ein oder anderen musikalischen Neuentdeckung im festlichen Ambiente der Fraumünsterkirche stimmen die Sängerknaben sie und die ganze Familie für das wohl schönste Fest des Jahres ein – Vorverkauf: www.ticketino.com
ZÜRCHER SÄNGERKNABEN | Uetlibergstrasse 54 | 8045 Zürich
So, 17.12.2017, 19:00
Mir nämeds uf öis
von Christoph Marthaler und Ensemble
Uraufführung: 14. Dezember 2017, Pfauen

Eine der zentralen Fragen der Gegenwart lautet: wohin mit den Fehlleistungen meines Wirkens auf Erden? Gemeint ist hier weniger der Wunsch nach spiritueller Vergebung. Gesucht wird nach einer Entsorgungsstelle für jene zweifelhaften Daten und Zahlen, die die finanziellen, politischen, ideologischen und ökologischen Bilanzen belasten. Was früher einfach mit Tipp-Ex vertuscht oder in Beichtstühlen verhandelt wurde, trägt spätestens seit der letzten Weltfinanzkrise den Namen „Bad Bank“. Diese Institution nimmt alles, was monetär faul oder absolut verfault ist, und lässt auf diese Weise die Marmorsäulen der klassischen Finanzhäuser in zarter Unschuld glitzern. Doch reicht das in Anbetracht der globalen Sündenfülle? Wohl kaum. Genau aus diesem Grund gr
So, 17.12.2017, 11:00
Peter Pan
von J. M. Barrie
Familienstück ab 6 Jahren

Peter Pan kommt eines Nachts zu Wendy, Michael und John und verführt die drei Geschwister, mit ihm nach Neverland zu fliegen – einem Ort voller Feenstaub und wilder Schlachten. Auf dieser fantastischen Insel kann jeder alles tun, wenn er nur daran glaubt – sogar fliegen. Hier leben Peter Pan und die „Verlorenen Jungs“. Gemeinsam bekämpfen sie Captain Hook und die berüchtigten Piraten. Alles ist purer Nervenkitzel, ein grosses spektakuläres Spiel. Nur eines gibt es hier nicht: Mütter. Neverland ist Sinnbild für die Unschuld der Kindheit, aber J. M. Barries Klassiker „Peter Pan“ erzählt auch die Geschichte von Verstossenen und Vergessenen. Regisseur Ingo Berk inszeniert sie gemeinsam mit dem Puppenspieler Mervyn Millar, mit dem er schon für die Inszenierung „Die
So, 17.12.2017, 19:00
PARK
von deRothfils PARK spielt abseits eines Vergnügungsparks. Hinter den glitzernden Fassaden. Die ausgelassene Menschenmasse auf dem Gelände des Parks nebenan, eine Kakophonie aus Gelächter, Maschinenlärm und Disco Tracks, alles ist deutlich hörbar. Sehen tut das Publikum aber etwas anderes. Es befindet sich Backstage, und was es sieht und von nebenan hört, passt nicht zusammen. Ton und Bild stehen in seltsamem Kontrast zueinander. Der hörbare Spass der Anderen nebenan dominiert das Geschehen auf der sichtbaren Fläche und durch diese Verschiebung entsteht eine ebenso tragische wie idiotische Lücke. PARK ist ein greller Abend im Streulicht des schrillen Vergnügens der Anderen. Willkommen in der absoluten Skurrilität! Willkommen in PARK! INSZENIERUNG Annalena Fröhlich PERFORMANCE Fhunyue Gao, Giulin Stäubli, Annalena Fröhlich, Moritz Alfons, Dominik Gysin, Robin Adams MUSIKALISCHE LEITUNG Moritz Alfons & Annalena Fröhlich BÜHNE Stefanie Liniger KOSTÜME Romy Springsguth LICHT Mirjam Berger PRODUKTION Michael Röhrenbach
THEATER AM GLEIS | Untere Vogelsangstrasse 3 | 8400 Winterthur
So, 17.12.2017, 17:00
Weihnachtskonzert Zürcher Sängerknaben
FESTLICHE MUSIK ZU ADVENT UND WEIHNACHT – DIE SCHÖNSTEN WEIHNACHTSLIEDER: Die Zürcher Sängerknaben singen unter der Leitung von Alphons von Aarburg festliche Musik zu Advent und Weihnachten und die schönsten Weihnachtslieder. Die Weihnachtskonzerte der Zürcher Sängerknaben sind für viele ein fester Bestandteil der Weihnachtszeit. Mit anspruchsvollen Chorwerken, kunstvollen Arrangements bekannter Weihnachtslieder und der ein oder anderen musikalischen Neuentdeckung im festlichen Ambiente der Fraumünsterkirche stimmen die Sängerknaben sie und die ganze Familie für das wohl schönste Fest des Jahres ein – Vorverkauf: www.ticketino.com
ZÜRCHER SÄNGERKNABEN | Uetlibergstrasse 54 | 8045 Zürich
Mo, 18.12.2017, 20:00
Die Dreigroschenoper
von Bertolt Brecht
Musik von Kurt Weill

„Doch leider sind auf diesem Sterne eben /
Die Mittel kärglich und die Menschen roh. /
Wer möchte nicht in Fried und Eintracht
leben? / Doch die Verhältnisse, sie sind
nicht so!“

Korruption, Armut und Gewalt herrschen in Londons Unterwelt, in der Bettler, Huren und Verbrecher zu Hause sind, in welcher der Gott des Geldes regiert und das Elend der Menschen zur Ware wird. Jonathan Jeremiah Peachum schlägt daraus Kapital und organisiert mit seiner Firma „Bettlers Freund“ das lokale Bettlerwesen, indem er gesunde Bedürftige zu Krüppeln ausstaffiert und sie auf Betteltour schickt. Seine Tochter Polly indessen hat sich mit dem Verbrecherkönig Macheath, genannt Mackie Messer, eingelassen und ihn kurzerhand geheiratet. Der korrupte Polizeichef Tiger-Brown ist ein alt
Mo, 18.12.2017, 10:00
Peter Pan
von J. M. Barrie
Familienstück ab 6 Jahren

Peter Pan kommt eines Nachts zu Wendy, Michael und John und verführt die drei Geschwister, mit ihm nach Neverland zu fliegen – einem Ort voller Feenstaub und wilder Schlachten. Auf dieser fantastischen Insel kann jeder alles tun, wenn er nur daran glaubt – sogar fliegen. Hier leben Peter Pan und die „Verlorenen Jungs“. Gemeinsam bekämpfen sie Captain Hook und die berüchtigten Piraten. Alles ist purer Nervenkitzel, ein grosses spektakuläres Spiel. Nur eines gibt es hier nicht: Mütter. Neverland ist Sinnbild für die Unschuld der Kindheit, aber J. M. Barries Klassiker „Peter Pan“ erzählt auch die Geschichte von Verstossenen und Vergessenen. Regisseur Ingo Berk inszeniert sie gemeinsam mit dem Puppenspieler Mervyn Millar, mit dem er schon für die Inszenierung „Die
Mo, 18.12.2017, 19:30
Bamberger Symphoniker | Christoph Eschenbach
Bamberger Symphoniker
Christoph Eschenbach, Leitung
Pablo Ferrandez, Violoncello
Dmitry Masleev, Klavier

Joseph Haydn:
Cellokonzert Nr. 1 C-Dur Hob.VIIb:1
Sergej Rachmaninow:
«Rhapsodie über ein Thema von Paganini» a-Moll op. 43
Felix Mendelssohn Bartholdy:
Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 107 «Reformations-Sinfonie»

CHF 125 / 100 / 75 / 40

Ticketvorverkauf unter www.tonhalle-maag.ch

(Foto: © Luca Piva)
Di, 19.12.2017, 20:00
Der zerbrochne Krug
Ein Lustspiel von Heinrich von Kleist
Ihre Welt liegt in Scherben: Der Krug der Marthe Rull, kunstvoll bemalt mit Szenen vom Gründungsakt der Niederlande, ist zerbrochen. Ausgerechnet im Zimmer der Tochter Eve ging er zu Bruch, nachdem das wertvolle Stück ein Zeitalter von Brand und Zerstörung überstanden hatte. Unter Verdacht steht Eves Verlobter Ruprecht, den Marthe vor dem Gericht in Huisum nun verklagt. Ruprecht erlebte am Tatort eine andere Situation. Er beschimpft seine Verlobte, er habe sie mit einem Fremden, der danach die Flucht ergriff, bei einer nächtlichen Liaison erwischt. Der Dorfrichter Adam hat den Fall aufzuklären, dessen Nacht aber auch nicht ruhig verlief. Sein Schädel ist lädiert und bewegen kann er sich nur noch humpelnd. Was geschah in dieser Nacht? Die Zeugen reden aneinander vorbei, unterbrechen einande
Di, 19.12.2017, 19:00
Beute Frauen Krieg
Ein Zyklus im Schiffbau
nach „Die Troerinnen“ und „Iphigenie in Aulis“ von Euripides
Premiere: 02. Dezember 2017, Schiffbau/Halle

Der Krieg hat noch nicht begonnen, als der griechische Heerführer Agamemnon seine Tochter Iphigenie als Preis für göttlichen Seewind opfert. Nach Kriegsende wird Polyxena, die einzige noch lebende Jungfrau aus dem trojanischen Königshaus, als jugendfrisches Geschenk für blutige Heldentaten geschlachtet.
Der sagenhafte trojanische Krieg, eingerahmt durch zwei Mädchenopfer, forderte in zehn Jahren erbitterter Kämpfe unzählige Tote. Am Ende wird ganz Troja durch eine feige List der griechischen Feinde in einer einzigen Nacht brutal vernichtet. Übrig bleiben die Beutefrauen, gequält durch den Verlust der Heimat, der Männer und der Kinder, vielfach erniedrigt durch Schändung am eigenen Leib. Schutzlos sind sie der Gewalt und Willkür der Sieger a
Mi, 20.12.2017, 20:00
Die Dreigroschenoper
von Bertolt Brecht
Musik von Kurt Weill

„Doch leider sind auf diesem Sterne eben /
Die Mittel kärglich und die Menschen roh. /
Wer möchte nicht in Fried und Eintracht
leben? / Doch die Verhältnisse, sie sind
nicht so!“

Korruption, Armut und Gewalt herrschen in Londons Unterwelt, in der Bettler, Huren und Verbrecher zu Hause sind, in welcher der Gott des Geldes regiert und das Elend der Menschen zur Ware wird. Jonathan Jeremiah Peachum schlägt daraus Kapital und organisiert mit seiner Firma „Bettlers Freund“ das lokale Bettlerwesen, indem er gesunde Bedürftige zu Krüppeln ausstaffiert und sie auf Betteltour schickt. Seine Tochter Polly indessen hat sich mit dem Verbrecherkönig Macheath, genannt Mackie Messer, eingelassen und ihn kurzerhand geheiratet. Der korrupte Polizeichef Tiger-Brown ist ein alt
Mi, 20.12.2017, 19:30
Du bist meine Mutter
von Joop Admiraal
Neueinrichtung nach einer Inszenierung von Siegfried Bühr
Im neuen Format „Close Up“ zeigen Ensemblemitglieder ihre eigenen Arbeiten

Ein Sohn versucht jeden Sonntag, seine demenzkranke Mutter durch gemeinsames Erinnern in die normale Welt zurückzuholen und ihre Lebensimpulse wieder zu wecken. Gottfried Breitfuss bringt Joop Admiraals „Du bist meine Mutter“ in einem berührend zarten und humorvollen Solo auf die Bühne.

Künstlerische Mitarbeit: Tobias Herzberg
Kostüme: Selina Tholl
Do, 21.12.2017, 20:00
Buddenbrooks
nach dem Roman von Thomas Mann
In der Geschichte der Kaufmannsfamilie Buddenbrook beschreibt Thomas Mann den Untergang einer bürgerlichen Welt, in der Geschäftstugenden, die Heirat als Partie und die fehlerfrei geführte Familienchronik über das Glück des Einzelnen gestellt werden. Das Geschäfts- und Familienvermögen der Buddenbrooks geht in der Generation der Geschwister Thomas, Tony und Christian Stück für Stück verloren und am Ende stirbt mit Hanno der letzte mögliche Stammhalter. Als „Glieder einer Kette“ sind die Buddenbrooks familienökonomischen Zwängen, Versagensängsten und Überforderung ausgesetzt. Zugleich kündet der Roman von weit grösseren kulturellen und sozialen Zäsuren, bei denen scheinbar zementierte, einseitige Privilegien neu zur Verhandlung gestellt werden. Zunächst von Thomas Mann als Novelle konzipier
Do, 21.12.2017, 19:30
Den Schlächtern ist kalt oder Ohlalahelvetia
von Katja Brunner
Uraufführung: 07. Dezember 2017, Pfauen/Kammer

Wer sind wir eigentlich, wo befinden wir uns? Zunächst in einem eleganten Wohnzimmer, aufgehoben in bester Gutbürgerlichkeit, dann auf einem Dorfplatz mit einer alten Frau, die ein Huhn rupft, oder auf einer Kirmes der Spassmaschinen und beheizten Herzen. Ein Mann und drei Frauen unterschiedlicher Generationen befragen die Lage der Nation, die Welt, in der sie leben, und sich selbst, ihren Ort darin. Wir können uns nicht entkommen. Alles, was wir in uns tragen, ist Geschichte. Unsere eigene, die der anderen und die einer ganzen Generation, geprägt von früheren Generationen. Wir sind Gewordene. Das kollektive Gedächtnis wird da sichtbar, wo die Schuld und das Gewissen zu Hause sind. Wir müssen uns erinnern, denn die Wahrheit ist trügerisch,
Do, 21.12.2017, 20:30
Rechnitz (Der Würgeengel)
von Elfriede Jelinek
In „Rechnitz (Der Würgeengel)“ haben die Boten das Wort. Sie berichten – mal im Rückblick wie Zeugen, mal live wie bei einer Mauerschau – von einem Massaker und seinen Folgen, geschehen in den letzten Kriegstagen 1945 an der österreichisch-ungarischen Grenze. Die Gräfin Margit von Batthyany hatte auf Schloss Rechnitz die lokalen SS- und Gestapo-Männer zu einem so genannten Gefolgschaftsfest eingeladen. Zeitgleich wurde eine Massenerschiessung beim nahe gelegenen „Kreuzstadel“ vorbereitet. 180 jüdische Zwangsarbeiter, die für die Deportation ins Landesinnere zu entkräftet waren, wurden schliesslich von einer Gruppe Festgäste erschossen. Schon wenige Tage später brannte Schloss Rechnitz und die Gräfin floh vor der Roten Armee mit zwei Begleitern, dem SS-Ortsgruppenführer Podezin und dem Schl
Fr, 22.12.2017, 20:00
Mir nämeds uf öis
von Christoph Marthaler und Ensemble
Uraufführung: 14. Dezember 2017, Pfauen

Eine der zentralen Fragen der Gegenwart lautet: wohin mit den Fehlleistungen meines Wirkens auf Erden? Gemeint ist hier weniger der Wunsch nach spiritueller Vergebung. Gesucht wird nach einer Entsorgungsstelle für jene zweifelhaften Daten und Zahlen, die die finanziellen, politischen, ideologischen und ökologischen Bilanzen belasten. Was früher einfach mit Tipp-Ex vertuscht oder in Beichtstühlen verhandelt wurde, trägt spätestens seit der letzten Weltfinanzkrise den Namen „Bad Bank“. Diese Institution nimmt alles, was monetär faul oder absolut verfault ist, und lässt auf diese Weise die Marmorsäulen der klassischen Finanzhäuser in zarter Unschuld glitzern. Doch reicht das in Anbetracht der globalen Sündenfülle? Wohl kaum. Genau aus diesem Grund gr
Fr, 22.12.2017, 10:00
Peter Pan
von J. M. Barrie
Familienstück ab 6 Jahren

Peter Pan kommt eines Nachts zu Wendy, Michael und John und verführt die drei Geschwister, mit ihm nach Neverland zu fliegen – einem Ort voller Feenstaub und wilder Schlachten. Auf dieser fantastischen Insel kann jeder alles tun, wenn er nur daran glaubt – sogar fliegen. Hier leben Peter Pan und die „Verlorenen Jungs“. Gemeinsam bekämpfen sie Captain Hook und die berüchtigten Piraten. Alles ist purer Nervenkitzel, ein grosses spektakuläres Spiel. Nur eines gibt es hier nicht: Mütter. Neverland ist Sinnbild für die Unschuld der Kindheit, aber J. M. Barries Klassiker „Peter Pan“ erzählt auch die Geschichte von Verstossenen und Vergessenen. Regisseur Ingo Berk inszeniert sie gemeinsam mit dem Puppenspieler Mervyn Millar, mit dem er schon für die Inszenierung „Die
Fr, 22.12.2017, 19:00
Beute Frauen Krieg
Ein Zyklus im Schiffbau
nach „Die Troerinnen“ und „Iphigenie in Aulis“ von Euripides
Premiere: 02. Dezember 2017, Schiffbau/Halle

Der Krieg hat noch nicht begonnen, als der griechische Heerführer Agamemnon seine Tochter Iphigenie als Preis für göttlichen Seewind opfert. Nach Kriegsende wird Polyxena, die einzige noch lebende Jungfrau aus dem trojanischen Königshaus, als jugendfrisches Geschenk für blutige Heldentaten geschlachtet.
Der sagenhafte trojanische Krieg, eingerahmt durch zwei Mädchenopfer, forderte in zehn Jahren erbitterter Kämpfe unzählige Tote. Am Ende wird ganz Troja durch eine feige List der griechischen Feinde in einer einzigen Nacht brutal vernichtet. Übrig bleiben die Beutefrauen, gequält durch den Verlust der Heimat, der Männer und der Kinder, vielfach erniedrigt durch Schändung am eigenen Leib. Schutzlos sind sie der Gewalt und Willkür der Sieger a
Sa, 23.12.2017, 17:00
Peter Pan
von J. M. Barrie
Familienstück ab 6 Jahren

Peter Pan kommt eines Nachts zu Wendy, Michael und John und verführt die drei Geschwister, mit ihm nach Neverland zu fliegen – einem Ort voller Feenstaub und wilder Schlachten. Auf dieser fantastischen Insel kann jeder alles tun, wenn er nur daran glaubt – sogar fliegen. Hier leben Peter Pan und die „Verlorenen Jungs“. Gemeinsam bekämpfen sie Captain Hook und die berüchtigten Piraten. Alles ist purer Nervenkitzel, ein grosses spektakuläres Spiel. Nur eines gibt es hier nicht: Mütter. Neverland ist Sinnbild für die Unschuld der Kindheit, aber J. M. Barries Klassiker „Peter Pan“ erzählt auch die Geschichte von Verstossenen und Vergessenen. Regisseur Ingo Berk inszeniert sie gemeinsam mit dem Puppenspieler Mervyn Millar, mit dem er schon für die Inszenierung „Die
Sa, 23.12.2017, 11:00
The Hobbyist – Hobbys, Fotografie und Hobby-Fotografie
Ausstellung bis 28.1.2018 . Eine Ausstellung rund um Hobbys. - Öffnungszeiten Di - So, 11 - 18 Uhr, (Mi bis 20 Uhr)
FOTOMUSEUM WINTERTHUR | Grüzenstrasse 44 | 8400 Winterthur
Fr, 30.6.2017 - So, 11.3.2018
tierisch schweizerisch: Kuh, Murmeli, Steinbock und Bernhardiner
Der Braunbär in Finnland, der Delfin in Griechenland und das Känguru in Australien: viele Länder haben ein offizielles Nationaltier. Die Schweiz hat zwar keines, doch Kuh, Murmeltier, Steinbock und Bernhardiner wären Topkandidaten.

Diesen vier Tieren, die unsere Landschaft und Kultur prägen, ist die gleichermassen für Kinder wie für Erwachsene inszenierte Ausstellung gewidmet. Lebensechte Tierpräparate, überraschende Exponate und interaktive Erlebnisstationen laden zu einer Erkundungstour ein. Dabei entdeckt man Murmeltiere, die tanzen können, Bernhardiner, die Leben retten, Kühe, die Königinnen werden, und Steinböcke, die auch auf den steilsten Felsen klettern können.
Fr, 25.8.2017, 10:00 - So, 15.7.2018, 17:00
Design Studio: Prozesse
Wie entsteht ein Stuhl, eine Lampe oder eine Schrift? Wie gehen Designer beim Gestaltungsprozess vor? Welche kulturelle und gesellschaftliche Relevanz hat Design? Das Museum für Gestaltung lanciert das Design Studio als aktiven Ort der Auseinandersetzung, wo aktuelle und historische Gestaltungsthemen diskutiert und selber erprobt werden können. Mit dem Fokus auf Prozesse stellt es Zusammenhänge im Design durch beispielhafte Entwürfe, Modelle und Projekte dar und erläutert Entwurfs und Produktionsabläufe. Neben den Objekten aus den Sammlungen des Museums öffnet der in Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule der Künste entwickelte Ausstellungsteil „What’s next?“ ein Fenster in die Zukunft. Die integrierte Werkstatt bietet den Besucherinnen und Besuchern Möglichkeiten, sich inhaltlich zu ve
Sa, 16.9.2017 - So, 21.1.2018
Kloster Einsiedeln. Pilgern seit 1000 Jahren
Das Kloster Einsiedeln ist einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte und internationales Pilgerziel. Im Laufe der über 1000-jährigen Geschichte suchten Millionen von Gläubigen die Pilgerstätte auf. Päpste, Kaiser, Könige, Bürgerinnen und Bürger bedachten das Kloster mit Privilegien, Geschenken und Spenden. Dank der Ausstrahlung des Pilgerortes überlebte die Abtei die Reformation und die Folgen der Französischen Revolution. Die Ausstellung im Landesmuseum Zürich beleuchtet die bewegte Geschichte des Klosters und seiner Wallfahrt. Viele der wichtigsten Objekte werden erstmals ausserhalb der Klostermauern gezeigt. Etwa eine Handschrift, die dem heiligen Meinrad gehört haben soll, ein Kelch von König Karl von Rumänien oder die prachtvollen Kleider und Schmuckstücke der Schwarzen Madonna.
Sa, 23.9.2017 - So, 14.1.2018
Alice Boner in Indien
Ein Leben für die Kunst
Die Ausstellung präsentiert eine der ungewöhnlichsten und noch wenig bekannten Schweizer Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts: Alice Boner (1889 – 1981) verbrachte mehr als 40 Jahre ihres Lebens in der indischen Stadt Varanasi, wo sie als Künstlerin, Mäzenin und Kunsthistorikerin arbeitete. Die Ausstellung gibt einen faszinierenden Einblick in das facettenreiche Leben einer Frau, die in zwei Kulturen zu Hause war.

Mit ihrem vielseitigen Interesse und ihrer Hingabe, mit ihrer Kunst, ihren Publikationen und ihrer Zusammenarbeit mit verschiedenen Künstlern veränderte und förderte Alice Boner das Verständnis von indischer Kunst weltweit und in der Schweiz. Ihre seit jeher enge Verbundenheit mit dem Museum Rietberg führte zu der grosszügigen Schenkung ihrer Sammlung indischer Skulpturen und Mi
Fr, 29.9.2017 - So, 14.1.2018
Bilderwahl! Reformation
Vom 29. September 2017 bis 14. Januar 2018 veranstaltet das Kunsthaus Zürich eine Ausstellung über Aspekte der Reformation in der bildenden Kunst. Dem Leitgedanken des Umgestaltens und der Erneuerung folgend sind Werke vom 16. bis zum 20. Jahrhundert versammelt: spätmittelalterliche Sakralbilder, gegenreformatorische Barockmalerei, Historienbilder des 19. Jahrhunderts und die unterschwellig-religiöse Kunst der Zürcher Konkreten. Im Zentrum dieses Querschnitts steht Ferdinand Hodlers «Einmütigkeit». Sein monumentales Historienbild befasst sich mit einem Ereignis der Glaubensspaltung.

Die historische Reformation, wie sie vor 500 Jahren von Luther angestossen wurde, hatte weitreichende Folgen für die Kunst. Die Gläubigen sollten das Bild Christi im Herzen haben und nicht mehr vor Augen. Ge
Do, 26.10.2017 - So, 14.1.2018
Aurélie Nemours
Aus Schweizer Privatsammlungen
Das Museum Haus Konstruktiv widmet der französischen Künstlerin Aurélie Nemours (1910–2005) eine Einzelausstellung, die – dank Leihgaben aus privaten Sammlungen – die unterschiedlichen Schaffensphasen dieser Grand Dame der geometrisch-abstrakten Kunst vorstellt.

Aurélie Nemours, die erst nach dem Studium der Kunstgeschichte und Archäologie eine künstlerische Ausbildung aufnahm (u.a. bei André Lhote und Fernand Léger), fand in den 1950er Jahren zu einer konsequent geometrischen Bildsprache. An ihrem streng reduzierten Formenvokabular, bestehend aus Horizontale, Vertikale, Rechteck, Quadrat und Linie, hielt sie bis zu ihrem Tod fest. Obschon das Œuvre Aurélie Nemours’ der konkreten Kunst zugeordnet werden kann, unterscheidet es sich doch deutlich von Arbeiten der etwa gleichaltrigen Zürch
Do, 26.10.2017 - So, 14.1.2018
Julije Knifer
I have probably already painted my last paintings, but maybe not the first ones
Das Museum Haus Konstruktiv freut sich, eine umfassende Ausstellung mit Werken des kroatischen Künstlers Julije Knifer (1924–2004) realisieren zu können. Die in enger Zusammenarbeit mit der Tochter des Künstlers entwickelte Schau präsentiert neben Gemälden und Arbeiten auf Papier eine Auswahl von Tagebüchern Knifers.

Julije Knifer gilt als einer der wichtigsten kroatischen Repräsentanten der nicht-figurativen Kunst. Er war Mitglied der von 1959 bis 1966 aktiven neo-avantgardistischen Künstlergruppe Gorgona in Zagreb, die sich von den traditionellen ästhetischen Praktiken im sozialistischen Jugoslawien absetzte und den Austausch mit den internationalen Avantgarden suchte. Die Mitglieder verband eine Affinität zum Geist der Moderne mit ihrem Sinn für das Absurde, für Leere und Monotonie.
Do, 26.10.2017 - So, 14.1.2018
Marguerite Humeau: RIDDLES (Final Beats)
Zurich Art Prize 2017
Das Museum Haus Konstruktiv und die Zurich Insurance Group Ltd freuen sich sehr, mit Marguerite Humeau die diesjährige Gewinnerin des Zurich Art Prize zu würdigen und anlässlich der zehnten Ausgabe des international renommierten Preises eine wichtige Neuerung bekannt zu geben: Zur bisherigen Summe von CHF 80’000, die jeweils in eine Einzelausstellung im Museum Haus Konstruktiv fliesst, wird ab 2017 dem Preisträger/der Preisträgerin zusätzlich ein Preisgeld in Höhe von CHF 20’000 zugesprochen.

Marguerite Humeau (geb. 1986 in Cholet, Frankreich, lebt in London) ist in den vergangenen Jahren mit ihren grossformatigen Installationen, organisch und kreatürlich anmutenden Skulpturen bekannt geworden, die meist in farbig gestalteten Räumen präsentiert wurden. In ihren Werkkonzeptionen geht Hum
Fr, 27.10.2017 - So, 7.1.2018
10 x Swiss Graphic Design. Vom Entwurf zum Druck
In Sachen Gestaltung und Typographie geniesst die Schweiz international einen hervorragenden Ruf. Kein Wunder, denn unser Land hat ausgezeichnete Grafik und Grafiker hervorgebracht. Paul Brühwiler, Georges Calame, Celestino Piatti oder Hans Tomamichel sind nur einige Vertreter dieser kreativen Branche. Das Landesmuseum zeigt die Werke von zehn herausragenden Vertretern des 20. Jahrhunderts.
Fr, 10.11.2017 - So, 28.1.2018
Gefeiert und verspottet Französische Malerei 1820–1880
Romantik, Realismus, Naturalismus, Freilichtmalerei, Impressionismus – das sind im deutschsprachigen Raum gemeinhin noch immer die wichtigsten Stilbegriffe, mit denen die französische Malerei des 19. Jahrhunderts beschlagwortet wird. Künstler dieser Stilrichtungen, zu denen Géricault, Delacroix, Corot, Daumier, Millet, Courbet, Manet, Sisley, Monet und Renoir zählen, verliessen damals den offiziellen «Hauptweg» der Malerei, die akademisch-klassizistische Manier. Trotz ihren revolutionären Ansätzen wiesen manche unter ihnen jedoch auch eine traditionelle Seite auf. Zu ihrer Zeit höchst umstritten, gehören diese Künstler heute zu den weltweit gefeierten sogenannten Wegbereitern der Moderne.

Die französische Malerei des 19. Jahrhunderts bietet allerdings eine Vielzahl anderer, ebenso wicht
David Wagner
"Leben"
Rowolth
Preis der Leipziger Buchmesse

«Wann passiert es schon, daß einem die Verlängerung des eigenen Lebens angeboten wird?»

Der Anruf kommt um kurz nach zwei. Ein junger, sterbenskranker Mann geht ans Telefon, und eine Stimme sagt: Wir haben ein passendes Spenderorgan für Sie. Auf diesen Anruf hat er gewartet, diesen Anruf hat er gefürchtet. Soll er es wagen, damit er weiter da ist für sein Kind? Er nimmt seine Tasche und läßt sich ins Berliner Virchow-Klinikum fahren.

Von der Geschichte und Vorgeschichte dieser Organtransplantation handelt «Leben»: von den langen Tagen und Nächten im Kosmos Krankenhaus neben den wechselnden Bettnachbarn mit ihren Schicksalen und Beichten – einem Getränkehändler etwa, der heimlich seine Geliebte besucht, oder einem libanesischen Fleischer, der im Bürg
Ursula Krechel
"Landgericht"
Jung und Jung Verlag
Deutschen Buchpreis 2012

Nach »Shanghai fern von wo« geht Ursula Krechel noch einmal den Spuren deutscher Geschichte nach. Ihr neuer Roman handelt vom Exil und von den fünfziger Jahren, von einer Rückkehr ohne Ankunft.

Was muss einer fürchten, was darf einer hoffen, der 1947 aus dem Exil nach Deutschland zurückkehrt? Nach ihrem gefeierten, 2008 erschienenen Buch »Shanghai fern von wo« geht Ursula Krechel mit ihrem neuen großen Roman »Landgericht« noch einmal auf Spurensuche. Die deutsche Nachkriegszeit, die zwischen Depression und Aufbruch schwankt, ist der Hintergrund der fast parabelhaft tragischen Geschichte von einem, der nicht mehr ankommt. Richard Kornitzer ist Richter von Beruf und ein Charakter von Kohlhaas’schen Dimensionen. Die Nazizeit mit ihren absurden und tödlichen Rege
Narvid Kermani
"Dein Name"
Hanser Verlag
Heinrich-von-Kleist Preis 2012

Am 8. Juni 2006 beginnt Navid Kermani sein neues Buch, und es wird einer der ungewöhnlichsten Romane unserer Zeit. Hier schreibt einer über alles, was es zu wissen gibt über sein Leben und das Leben überhaupt: die Gegenwart und die Vergangenheit seiner Familie, die Erinnerung an gestorbene Freunde und die mitreißende Lektüre Jean Pauls und Hölderlins. Die Geschichte seines Großvaters, der von Nahost nach Deutschland ging, wird zum Herzstück des Romans. Immer wieder drängt sich dem Romancier der entscheidende Moment dazwischen: der des Schreibens. „Dein Name“ ist ein Roman, der das Privateste ebenso in den Blick nimmt wie die Geschichte, in der wir leben - ein Buch, das unser Bild der Gegenwart nachhaltig verändern wird.

Fester Einband, 1232 Seiten
mit
Sibylle Lewitscharoff "Pong"
Berlin-Verlag
Büchner-Preis 2013

Fast zärtlich zeichnet Sibylle Lewitscharoff den Alltag eines Verrückten nach, der sich selbst genügt. Mit hinreißenden Wortspielereien und Neuschöpfungen skizziert sie das Psychogramm eines eigenwilligen Helden und präsentiert zugleich eine poetische Parabel über die allgegenwärtigen Ängste des Lebens. Sibylle Lewitscharoff erhielt 1998 für »Pong« den Ingeborg Bachmann-Preis
Pong ist ein »nicht unschöner« Mann. Er will die Welt verbessern, Ungerechtigkeiten besiegen und Kinder vor dem schweren Parfüm ihrer Mutter bewahren. Das einzige Problem: Pong ist verrückt. Seine ungewöhnliche Geburt durch »den Großen Ratsch« läßt ihn zu einem Sonderling mit einer eigenen Weltwahrnehmung werden. Sein aus Ängsten, Zwängen und festen Regeln bestehender Alltag soll seine fragile E
Wilhelm Genazino
"Idyllen in der Halbnatur"
Hanser Verlag
Kasseler Literaturpreis 2013

Die Welt ist voller Merkwürdigkeiten, man muss nur hinsehen. Ein Mann verliert einen Schuh. Ein anderer Mann, Kleist, beschreibt seiner Braut auf Hunderten von Seiten, durch welche gründlichen Maßnahmen sie beide unfehlbar glücklich werden. Der Büchner-Preisträger Wilhelm Genazino erzählt, wie er schreibt, wie er zum Schreiben kam und warum die Welt so merkwürdig und ohne Bücher kaum auszuhalten ist. In Prosastücken und Essays nähert er sich auf unverwechselbare Weise Büchern und Bildern, vor allem aber Menschen, seien sie nun Schriftsteller, deren berühmte Figuren oder auch jene Namenlosen, die irgendwann auf der Straße ihren Schuh verlieren. Und damit einen ungeschriebenen Roman erleben.

Fester Einband, 240 Seiten

„In den ‚Idyllen in der Halbnatur‘,
Judith Schalansky
"Der Hals der Giraffe"
Preis der Literaturhäuser 2014

»Der beste Roman des Jahres.« Hubert Winkels, Deutschlandfunk Anpassung im Leben ist alles, weiß Inge Lohmark. Schließlich unterrichtet sie seit mehr als dreißig Jahren Biologie. In einer Stadt im hinteren Vorpommern. Dass ihre Schule in vier Jahren geschlossen werden soll, ist nicht zu ändern – die Stadt schrumpft, es fehlt an Kindern. Aber noch vertreibt Inge Lohmark, Lehrerin vom alten Schlag, mit ihrem Starrsinn alles Störende. Als sie schließlich Gefühle für eine Schülerin entwickelt und ihr Weltbild ins Wanken gerät, versucht sie in immer absonderlicheren Einfällen zu retten, was nicht mehr zu retten ist.
Judith Schalanskys Bildungsroman wurde 2011 zum großen Presse und Publikumserfolg. Kritikerinnen und Kritiker bejubelten den »besten Roman des Jah
Marcel Beyer
"Putins Briefkasten"
Kleist-Preis 2014

Eines Morgens, in einer ihm »selber nicht ganz klaren Anwandlung«, fährt Marcel Beyer an den Stadtrand von Dresden, um dort einen Briefkasten noch einmal zu sehen, nicht irgendeinen, sondern den Wladimir Putins, der in den achtziger Jahren hier lebte. Er findet ihn nicht mehr vor. Aber was Beyer auf seiner Spurensuche wahrnimmt und aufschreibt, entwickelt sich unterderhand zu einem Kurzporträt Putins, das erhellender ist als jede dickleibige politische Biographie. Was immer Beyer hier in seinen Erzählungen und Skizzen in den Blick nimmt - seien es Blumen oberhalb des Genfer Sees, eine von Rimbaud aufgegebene Kleinanzeige, ein einäugiger Löwe im Dresdner Zoo, von Dostojewskij zum Brüllen gebracht, ein kleinformatiges Gemälde von Gerhard Richter oder Lessings Ofenschirm
Marjana Gaponenko
"Wer ist Martha?"
Adelbert-von-Chamisso-Preis 2013

Wer Martha ist, wird hier nicht verraten, aber über Luka Lewadski kann Folgendes gesagt werden: Ornithologe aus der Ukraine und Verfasser der bahnbrechenden Studie Über die Rechenschwäche der Rabenvögel. Über seinen Forschungen ist er in die Jahre gekommen und 96 geworden. Viel Zeit bleibt nicht mehr, sagt der Arzt. Und die will gut genutzt sein, sagt sich Lewadski. Also reist er nach Wien, steigt im noblen Hotel Imperial ab und lernt im Fahrstuhl einen Altersgenossen kennen, dem der Lebensfaden auch schon reichlich kurz geworden ist. Wie die beiden Alten aus der Muppet Show in ihrer Loge sitzen die zwei beim Früchte-Wodka in der Hotelbar, kommentieren die Frisuren der Damen, rekapitulieren das mörderische vergangene Jahrhundert und träumen von der Revo
Lisa-Maria Seydlitz
"Sommertöchter"
Eine Familiengeschichte voller Liebe

Durch einen anonymen Brief erfährt Juno von ihrem Erbe: ein Fischerhaus in der Bretagne. Aber wider Erwarten ist sie nicht die Einzige, die sich für das Haus interessiert. Die französische Kellnerin Julie hat sich dort eingenistet, und auch Jan, ein Architekt aus Deutschland, ist oft zu Besuch. Acht Jahre nach dem Tod ihres Vaters eröffnet sich für Juno ein neuer Blick in die Vergangenheit. Die Reise in die Bretagne wird für sie zu einer Reise in ihre Familiengeschichte. In eine Kindheit, in der sie glücklich war und mit ihren Eltern ein scheinbar idyllisches Vorstadtleben geführt hat. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem alles anders wurde.
›Sommertöchter‹ ist ein Roman gegen das Alleinsein. Lisa-Maria Seydlitz nimmt ihre Leser mit in einen Sommer, in dem
Terézia Mora
"Das Ungeheuer"
Luchterhand Literaturverlag
Deutscher Buchpreis 2013

Eine der wichtigsten Gegenwartsautorinnen
»Solche Geschichten gibt's, zu Hauf. Ingenieur gewesen, Job verloren, Frau verloren, auf der Straße gelandet«: Kein außergewöhnliches Schicksal vielleicht auf den ersten Blick, doch Terézia Moras Romanheld Darius Kopp droht daran zu zerbrechen. Denn Flora, seine Frau, die Liebe seines Lebens, ist nicht einfach nur gestorben, sie hat sich das Leben genommen, und seitdem weiß Darius Kopp nicht mehr, wie er weiter existieren soll. Schließlich setzt er sich in seinen Wagen, reist erst nach Ungarn, wo Flora aufgewachsen ist, und dann einfach immer weiter. Unterwegs liest er in ihrem Tagebuch, das er nach ihrem Tod gefunden hat, und erfährt, wie ungeheuer gefährdet Floras Leben immer war – und dass er von alldem nicht das Ger
Thomas Hettche
"Pfaueninsel"
Kiepenheuer & Witch
Eine Insel außerhalb der Zeit

Die Pfaueninsel in der Havel ist ein künstliches Paradies. In seinem opulenten, kundigen und anrührenden Roman erzählt Thomas Hettche von dessen Blüte, Reife und Verfall aus der Perspektive des kleinwüchsigen Schlossfräuleins Marie, in deren Lebenslauf sich die Geschichte eines ganzen Jahrhunderts verdichtet.
Es mutet an wie ein modernes Märchen, denn es beginnt mit einer Königin, die einen Zwerg trifft und sich fürchterlich erschrickt. Kaum acht Wochen nach dieser Begegnung auf der Pfaueninsel, am 19. Juli 1810, ist die junge Königin Luise tot – und der kleinwüchsige Christian und seine Schwester Marie leben fortan weiter mit dem entsetzten Ausruf der Königin: »Monster!« Damit ist die Dimension dieser Geschichte eröffnet. Am Beispiel von Marie, die zwisch
Amos Oz
"Unter Freunden"
Suhrkamp Verlag
Siegfried Lenz Preis 2014 für Amos Oz

Aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler

Zvi Provisor, der mürrische Gärtner des Kibbuz Jikhat, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Gemeinschaft mit Katastrophenmeldungen zu versorgen: die Erkrankung des norwegischen Königs, der Brand in einem spanischen Waisenhaus, ein Vulkanausbruch in Chile. Abgelenkt von seiner täglichen Dosis Pessimismus, entgeht ihm, dass die Witwe Luna Blank nur ihm zuliebe ihr gutes Sommerkleid trägt. Er, der keine Berührungen zulassen kann, muss erkennen, dass die ungewohnte weibliche Präsenz seine ihm heilige Alltagsroutine ins Wanken bringt. Amos Oz, der Meister der Zwischentöne, knüpft in Unter Freunden an seinen Bestsellererfolg Eine Geschichte von Liebe und Finsternis an und kehrt zu der Zeit zurück, die ihn am meis
Patrick Modiano
"Der Horizont"
Hanser Literaturverlag
Nobelpreis für Literatur 2014

Zwei Verlorene, die sich finden und wieder verlieren - ein Roman über Zeit und Erinnerung von Nobelpreisträger Patrick Modiano
Während einer Demonstration stoßen sie in einem Metroeingang zufällig zusammen, Margaret Le Coz und Jean Bosmans. Sie, geboren in Berlin als Tochter einer französischen Mutter, hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, er schreibt an seinem ersten Roman. Die beiden werden für kurze Zeit ein Liebespaar. Bis Margaret Hals über Kopf aus Paris flieht. Vierzig Jahre später spürt Bosmans dieser verlorenen Liebe nach. Was ihm bleibt sind seine Erinnerungen und eine konkrete Spur, die in eine Berliner Buchhandlung führt. Patrick Modianos neues Buch – in Frankreich als sein schönster Roman über das Vergehen der Zeit gerühmt – ist die Gesc
Michel Houellebecq
"Unterwerfung"
Dumont-Verlag
Im Mittelpunkt von Houellebecqs Roman „Unterwerfung“ steht die Geschichte des Literaturwissenschaftlers Francois. Während der Akademiker und leidenschaftliche Weintrinker das Werk des dekadenten Schriftstellers Huysmans erforscht, rückt die Wahl des neuen französischen Präsidenten immer näher.

Alles deutet darauf hin, dass der charismatische Kandidat der Muslimbruderschaft das Rennen machen wird. In der Hauptstadt kommt es zu tumultartigen Ausschreitungen: Autos brennen, Wahllokale werden überfallen und ein Bürgerkrieg scheint blutige Realität zu werden. Es kommt zur Stichwahl zwischen der Rechtsextremen Marine Le Pen und dem muslimisch-moderatem, humanistisch gesonnenem Kandidaten – und schließlich zieht Mohamed Ben Abbès als Präsident in den Elysée-Palast ein. Bald stellt er die Repu
Nicolas Mahler
"Franz Kafkas nonstop Lachmaschine"
Reprodukt
Preis der Literaturhäuser 2015

Wie fühlt es sich an, als Comicautor in der Hochkultur anzukommen? Wie übersetzt man Thomas Bernhard und Robert Musil in Comicform? Und gibt es nicht mehr Überschneidungen zwischen Franz Kafka und “Fix und Foxi”-Erfinder Rolf Kauka, als man zunächst annehmen mag? Auch in der vierten Sammlung von autobiografischen Geschichten berichtet Nicolas Mahler mit trockenem Witz aus seinem aufregenden Leben als Comiczeichner und von den grotesken Situationen, in die er fortwährend gerät.

Nicolas Mahler ist einer der profiliertesten und produktivsten Comickünstler im deutschsprachigen Raum. Bei Reprodukt ist neben autobiografischen Comics wie “Kunsttheorie versus Frau Goldgruber” zuletzt die tragikomische Erzählung “Lone Racer” erschienen. Viel Aufmerksamkeit wurde
Swetlana Alexijewitsch:
"Secondhand-Zeit – Leben auf den Trümmern des Sozialismus"
Suhrkamp
Nobelpreis für Literatur 2015

Gut zwanzig Jahre sind vergangen seit dem Zusammenbruch des Sowjetimperiums, die Russen entdeckten die Welt, und die Welt entdeckte die Russen. Inzwischen aber gilt Stalin wieder als großer Staatsmann, die sozialistische Vergangenheit wird immer öfter, vor allem von jungen Menschen, nostalgisch verklärt.
Russland, so Swetlana Alexijewitsch, lebt in einer Zeit des »Second-hand«, der gebrauchten Ideen und Worte. Die Reporterin befragt Menschen, die sich von der Geschichte überrollt, gedemütigt, betrogen fühlen. Sie spricht mit Frauen, die in der Roten Armee gekämpft haben, mit Soldaten, Gulag-Häftlingen, Stalinisten. »Historiker sehen nur die Fakten, die Gefühle bleiben draußen …, ich aber sehe die Welt mit den Augen der Menschforscherin.«
Wer das Russland
Durs Grünbein
"Aroma - Ein römisches Zeichenbuch"
Suhrkamp Verlag
Tomas-Tranströmer-Preis 2012

Einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dichter der Gegenwert stellt sich in Vers und Prosa der Ewigen Stadt.

„Aufblühen wird man hier, auch als kraut sich gern überlassen.
Dem wohligen Phototropismus. Der man im Norden war,
Dieser Eisblock Identität, Psyches Schneemann ist bald zerronnen.“

Der so spricht, ist an einem Ort angekommen, wo viele seiner Schreib- und Lebensmotive zusammenlaufen. Durs Grünbeins Jahr in Rom hat Gestalt gewonnen in einem Zeichenbuch. Die Stadt – „Roma caput mundi“ – wird als ein Schauplatz der Zeichen und Verweise erfahren und schlägt sich, wie bei den Reisenden früherer Zeiten, in Zeichnungen nieder – freilich in geschriebener Form. Aus vier Kapiteln gefügt, entstand so sein opus incertum, nach dem Vorbild des altrömi
Felicitas Hoppe
"Hoppe"
S. Fischer Verlag
Georg-Büchner-Preis 2012

Als Leben zu kurz, als Roman zu schön, um wahr zu sein: Das Beste, was bislang über Hoppe geschrieben wurde!

›Hoppe‹ ist keine Autobiographie, sondern Hoppes Traumbiographie, in der Hoppe von einer anderen Hoppe erzählt: von einer kanadischen Kindheit auf dünnem Eis, von einer australischen Jugend kurz vor der Wüste, von Reisen über das Meer und von einer Flucht nach Amerika. Hoppes Lebens- und Reisebericht wird zum tragikomischen Künstlerroman, mit dem sie uns durch die Welt und von dort aus wieder zurück in die deutsche Provinz führt, wo ihre Wunschfamilie immer noch auf sie wartet.
Eine Geschichte über vergebliche Wünsche, gescheiterte Hochzeiten und halbierte Karrieren. Und über das unbestreitbare Glück, ein Kind des Rattenfängers aus Hameln zu sein.
Feridun Zaimoglu "Ruß"
Kiepenheuer & Witsch Verlag
Preis der Literaturhäuser 2012

Liebe, Trauer und Vergeltung im Ruhrpott – eine deutsche Saga

Ein Kiosk in Duisburg ist der Ausgangspunkt einer rasanten Geschichte, die ihren Held durch den Ruhrpott, nach Warschau und bis auf die Großglocknerstraße führt – und an die Grenzen seiner Liebes- und Leidensfähigkeit.

Mit »Liebesbrand« und »Hinterland« hat Feridun Zaimoglu erfolgreich die Romantik in die deutsche Gegenwartsliteratur zurückgeholt, und nun wendet er sich einer Region zu, die deutscher kaum sein könnte: dem Ruhrpott, Industriebrache im Wandel zur Dienstleistungsregion. Die Gegend ist im Umbruch, und gebrochen ist auch der Held dieser Geschichte. Renz war Arzt, doch als seine Frau von einem Einbrecher ermordet wurde, zerbrach seine Welt und brach sein Wille. Seit mehreren Jah
Maxim Leo
"Haltet Euer Herz bereit"
Eine ostdeutsche Familiengeschichte
Heyne Verlag
Europäischen Buchpreis 2011

Der preisgekrönte Journalist erzählt kritisch, liebevoll und unsentimental

Die Familie von Maxim Leo war wie eine kleine DDR. In ihr konzentriert sich vieles, was in diesem Land einmal wichtig war: die Hoffnung und der Glaube der Gründerväter. Die Enttäuschung und das Lavieren ihrer Kinder, die den Traum vom Sozialismus nicht einfach so teilen wollten. Und die Erleichterung der Enkel, als es endlich vorbei war. In dieser Familie wurden im Kleinen die Kämpfe ausgetragen, die im Großen nicht stattfinden durften.

Der Journalist und Autor Maxim Leo ist Träger des Europäischen Buchpreises 2011. Leo, der in Ost-Berlin geboren wurde, wird für sein Buch „Haltet euer Herz bereit“ ausgezeichnet, das liebevoll und mitreißend die Geschichte seiner Familie vom Zweit
Ian Kershaw "Das Ende"
Kampf bis in den Untergang - NS-Deutschland 1944/45
Deutsche Verlags-Anstalt
Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2012

Warum kämpften die Deutschen bis zum bitteren Ende?

Das »Dritte Reich« kämpfte nicht nur bis zum bitteren Ende, bis zur totalen Niederlage, es funktionierte auch bis zum Schluss. Bis die Rote Armee vor den Pforten der Reichskanzlei stand, wurde die öffentliche Ordnung in Deutschland, das täglich ein Stück mehr unter alliierte Besatzung geriet, weitgehend aufrechterhalten. Löhne wurden bezahlt und die Verwaltung lief – wenngleich unter großen Schwierigkeiten – weiter. Die Gründe dafür, warum Hitlers Deutschland militärisch zusammenbrach, sind bekannt, die Frage, wie und warum das »Dritte Reich« bis zum Schluss funktionierte, ist dagegen bis heute nicht beantwortet. Zentral bei der Suche nach einer Antwort auf die Frage, wie das R
Timothy Snyder "Bloodlands"
Europa zwischen Hitler und Stalin
C.H. Beck
Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2012

Timothy Snyder erzählt in seinem aufsehenerregenden, zutiefst aufwühlenden Buch drei miteinander verknüpfte Geschichten – Stalins Terrorkampagnen, Hitlers Holocaust und den Hungerkrieg gegen die Kriegsgefangenen und die nichtjüdische Bevölkerung – so wie sie sich tatsächlich zugetragen haben: zur gleichen Zeit und am gleichen Ort.
Makellos recherchiert, atemberaubend geschrieben und von eindringlicher Humanität gehört Bloodlands zu den historischen Büchern, die einen anderen Blick auf die Geschichte des 20. Jahrhunderts eröffnen. Noch bevor der Zweite Weltkrieg begann, hatte Hitlers zeitweiliger Partner und späterer Gegner Stalin bereits Millionen von Menschen umgebracht – und setzte dieses Morden während des Krieges fort. Bevor
Thea Dorn, Richard Wagner
"Die deutsche Seele"
Knaus Verlag
Von Gemütlichkeit und Grundgesetz, von Abendbrot bis Zerrissenheit. Alles was deutsch ist.

So ein Buch hat es noch nicht gegeben. Zwei Autoren, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, erkunden liebevoll und kritisch, kenntnisreich und ohne Berührungsängste, was das eigentlich ist, die deutsche Seele. Sie spüren sie auf in so unterschiedlichen Begriffen wie »Abendbrot« und »Wanderlust«, »Männerchor« und »Fahrvergnügen«, »Abgrund« und »Zerrissenheit«. In sechzig Kapiteln entsteht auf diese Weise eine tiefgründige und facettenreiche Kulturgeschichte des Deutschen.

Alle Debatten über Deutschland landen am selben Punkt im Abseits: Darf man das überhaupt öffentlich sagen, etwas sei »deutsch« oder »typisch deutsch«? Kann man sich mit dem Deutschsein heute endlich versöhnen? Man muss e
Wolfgang Herrndorf:
"Sand"
Rowohlt Berlin
Preisträger der Leipziger Buchmesse 2012

"Er aß und trank, bürstete seine Kleider ab, leerte den Sand aus seinen Taschen und überprüfte noch einmal die Innentasche des Blazers. Er wusch sich unter dem Tisch die Hände mit ein wenig Trinkwasser, goß den Rest über seine geplagten Füße und schaute die Straße entlang. Sandfarbene Kinder spielten mit einem sandfarbenen Fußball zwischen sandfarbenen Hütten. Dreck und zerlumpte Gestalten, und ihm fiel ein, wie gefährlich es im Grunde war, eine weiße, blonde, ortsunkundige Frau in einem Auto hierherzubestellen."

Während in München Palästinenser des "Schwarzen September" das Olympische Dorf überfallen, geschehen in der Sahara mysteriöse Dinge. In einer Hippie-Kommune werden vier Menschen ermordet, ein Geldkoffer verschwindet, und ein unterbel
Umberto Eco
"Der Friedhof in Prag"
Hanser Verlag
Der Italiener Simon Simonini lebt in Paris, und er erlebt aus nächster Nähe eine dunkle Geschichte: geheime Militärpapiere, die der jüdische Hauptmann Dreyfus angeblich an die deutsche Botschaft verkauft, piemontesische, französische und preußische Geheimdienste, die noch geheimere Pläne schmieden, Freimaurer, Jesuiten und Revolutionäre - und am Ende tauchen zum ersten Mal die Protokolle der Weisen von Zion auf, ein gefälschtes „Dokument“ für die „jüdische Weltverschwörung“, das dann fatale Folgen haben wird. Umberto Eco, der Meister des historischen Romans, erzählt die Geschichte des neunzehnten Jahrhunderts, in der wir jedoch unser eigenes wiedererkennen können.

Roman – übersetzt aus dem Italienischen von Burkhart Kroeber
Fester Einband, 528 Seiten
Mit zahlreichen Abbildungen

"
Christa Wolf
"Der geteilte Himmel"
Eine Auseinandersetzung mit den Jahren der deutschen Teilung.
Ende August 1961: In einem kleinen Krankenhauszimmer erwacht Rita Seidel aus ihrer Ohnmacht. Und mit dem Erwachen wird auch die Vergangenheit wieder lebendig. Da ist die Erinnerung an den Betriebsunfall und vor allem die Erinnerung an Manfred Herrfurth. Zwei Jahre sind vergangen, seit sie dem Chemiker in die Stadt folgte, um an seiner Seite und mit ihm gemeinsam ein glückliches Leben zu beginnen. Wann hat die Trennung begonnen? Hat sie die ersten Anzeichen einer Entfremdung übersehen? Denken, Grübeln, Fiebern - Tage und Nächte hindurch! »Ich gebe Dir Nachricht, wenn Du kommen sollst. Ich lebe nur für den Tag, da Du wieder bei mir bist.« Manfred ist von einem Chemikerkongreß in Westberlin nicht zurückgekehrt in dem festen Glaube
Jan Brandt
"Gegen die Welt"
Dumont Verlag
Ein Dorf in Ostfriesland, Kühe grasen auf den Wiesen, ab und zu zerreißt der Lärm eines Tieffliegers die Stille. Hinter den getrimmten Tujenhecken des Neubauviertels blühen die Blumen, in den Auffahrten glänzen frisch gewachste Neuwagen.
In diese Welt wird Mitte der Siebzigerjahre Daniel Kuper, Spross einer Drogistendynastie, hineingeboren. Ein schmächtiger, verschlossener Junge mit viel zu viel Fantasie und zu wenigen
Möglichkeiten. Doch bald geschehen seltsame Dinge: Mitten im Sommer kommt es zu heftigem Schneefall, ein Kornkreis entsteht, ein Schüler stellt sich auf die Bahngleise, Hakenkreuze tauchen an den Hauswänden auf. Für all das wird Daniel Kuper verantwortlich gemacht. Und je mehr er versucht, die Vorwürfe zu entkräften, desto stärker verstrickt er sich in ihnen. Daniel Ku
Jonathan Franzen
"Die Korrekturen"
Rowolth Verlag
Nach fast fünfzig Ehejahren hat Enid Lambert nur ein Ziel: ihre Familie zu einem letzten Weihnachtsfest um sich zu scharen. Alles könnte so schön sein, gemütlich, harmonisch. Doch Parkinson hat ihren Mann Alfred immer fester im Griff, und die drei erwachsenen Kinder durchleben eigene tragikomischen Malaisen. Gary steckt in einer Ehekrise. Chip versucht sich als Autor. Und Denise ist zwar eine Meisterköchin, hat aber in der Liebe kein Glück.
Jonathan Franzen ist ein großartiger Roman gelungen: Familien- und Gesellschaftsgeschichte in einem.

rororo
Taschenbuch, 784 S.

Eine Sensation. (Der Spiegel)

Ein Wunder. Und kein geringes. (Die Welt)

Jonathan Franzen ist das größte Sprachtalent, das die amerikanische Literatur seit John Updike hervorgebracht hat. (Literaturen)
Sammlung
Das Schweizerische Nationalmuseum besitzt eine einzigartige Sammlung zur Kulturgeschichte und zum Kunsthandwerk der Schweiz von den Anfängen bis in die Gegenwart. Die Sammlung umfasst über 840‘000 Objekte und ist in 14 Sammlungsbestände unterteilt. Die Sammlungen bilden die Quellen und den Ausgangspunkt der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit.
Sibylle Lewitscharoff
"Blumenberg"
Wilhelm-Raabe-Literaturpreis

Groß, gelb, gelassen: mit berückender Selbstverständlichkeit liegt eines Nachts ein Löwe im Arbeitszimmer des angesehenen Philosophen Blumenberg. Die Glieder bequem auf dem Bucharateppich ausgestreckt, die Augen ruhig auf den Hausherrn gerichtet. Der gerät, mit einiger Mühe, nicht aus der Fassung, auch nicht, als der Löwe am nächsten Tag in seiner Vorlesung den Mittelgang herabtrottet, sich hin und her wiegend nach Raubkatzenart. Die Bänke sind voll besetzt, aber keiner der Zuhörer scheint ihn zu sehen. Ein raffinierter Studentenulk? Oder nicht doch viel eher eine Auszeichnung von höchster Stelle – für den letzten Philosophen, der diesen Löwen zu würdigen versteht?

Das Auftauchen des Tieres wirkt in mehrerlei Leben hinein, nicht nur in das Leben Blumenber
Peter Handke
"Immer noch Sturm"
Suhrkamp Verlag
Das Jaunfeld, im Süden Österreichs, in Kärnten: Dort versammeln sich um ein »Ich« (oder steht es eher am Rande?) dessen Vorfahren: die Großeltern und deren Kinder, unter ihnen die eigene Mutter. Sie erscheinen ihm, da sie ihn bis in die Träume begleiten, in einer Vielzahl von Szenenfolgen, in denen sich die unterschiedlichsten Spiel- und Redeformen abwechseln – ein Panorama, das weit über alle literarischen Genres hinausreicht und sie sich zugleich anverwandelt. Gestaltet Peter Handke eine beispielhafte Familientragödie in Szenen? (Immerhin sterben zwei der Brüder in den vierziger Jahren.) Erzählt er anhand einzelner Stationen das Epos eines Volkes, der Slowenen? (Von ihnen ging der einzige bewaffnete Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime innerhalb dessen ursprünglicher Grenze
Friedrich Christian Delius
"Bildnis der Mutter als junge Frau"
Rowohlt Verlag
Georg-Büchner-Preisträger 2011

Rom im Januar 1943: Eine junge deutsche Frau steht kurz vor der Geburt ihres ersten Kindes. An einem sonnigen Tag begibt sie sich auf einen Spaziergang durch die fremden Straßen. Trotz der verwirrend schönen Eindrücke ist sie mit ihren Gedanken woanders. Ihr Mann wurde überraschend an die afrikanische Front abkommandiert. Der Zeitpunkt seiner Rückkehr ist ungewiss. Und auf ihrem Gang durch die Ewige Stadt beginnt die junge Frau zu ahnen, dass der Krieg verloren gehen könnte …

rororo
Taschenbuch, 128 S.

«Eine wundervolle Erzählung.» (Süddeutsche Zeitung)
«Ein kleines Meisterwerk … und eine Liebeserklärung an die Stadt Rom und an die Mutter.» (Die Zeit)
«Ein Meisterwerk an Anmut und historischem Scharfblick.» (Neue Zürcher Zeitung)
«Spannung und E
Zürich
Der einzigartige Mix

Als Erlebnismetropole am Wasser mit Sicht auf die schneebedeckten Alpen am Horizont bietet Zürich Downtown Switzerland den einzigartigen Mix: Über 50 Museen und mehr als 100 Galerien, Shopping-Paradies mit internationalen Labels und urbanen Zürich-Marken, farbigstes und lebendigstes Nachtleben der Schweiz, See- und Flussbäder inmitten der Stadt sowie Wandern auf dem Uetliberg stehen auf dem Programm. Mit Zürich ist es wie mit einem Gourmet-Menü: Das Geheimnis ist die Qualität der Zutaten.

Zürich liegt im Zentrum Europas und im Herzen der Schweiz am nördlichen Ende des Zürichsees. Das multikulturelle Ambiente und die Fülle von Freizeitangeboten locken Gäste aus aller Welt in die Region der kurzen Wege. Ob per Bahn, Flugzeug oder Privatfahrzeug: Zürich ist schnell
Eugen Ruge
"In Zeiten des abnehmenden Lichts"
Rowohlt-Verlag
Deutscher Buchpreis 2011

Roman einer Familie

Von den Jahren des Exils bis ins Wendejahr 89 und darüber hinaus reicht diese wechselvolle Geschichte einer deutschen Familie. Sie führt von Mexiko über Sibirien bis in die neu gegründete DDR, führt über die Gipfel und durch die Abgründe des 20. Jahrhunderts. So entsteht ein weites Panorama, ein großer Deutschlandroman, der, ungeheuer menschlich und komisch, Geschichte als Familiengeschichte erlebbar macht.

Hardcover, 432 S.
19,95 €
978-3-498-05786-2

«Überragend ... eine faszinierende Innensicht der DDR.» Felicitas von Lovenberg, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

«Eugen Ruge ist ein Erzähler von einer Virtuosität, von einer sprachlichen Finesse, von einer erzähltechnischen Genauigkeit, wie man sie nicht alle Tage antrifft ... Meist
Sibylle Lewitscharoff
"Consummatus"
Suhrkamp Verlag
Stuttgart, Café Rösler, Samstag, den 3. April 2004 (vormittags) – ein Mann trinkt. Ralph Zimmermann ist allein mit sich und dem Alkohol. Oder auch nicht. Bei ihm sind Andy Warhol, Edie Sedgwick, Jim Morrison und nicht zuletzt seine Geliebte Joey. Tot zwar allesamt, aber doch anwesend genug, um einen Stift zumindest auf glatter Fläche ein paar Millimeter rollen zu lassen. Und natürlich, um zu kommentieren, was Ralphi-Ralph erzählt: von sich, seinem Leben, seiner Liebe und seinem eigenen Ausflug ins Totenreich.

suhrkamp taschenbuch 4230
Broschur, 240 Seiten

»Falls es Sie interessiert, was uns nach dem Tod erwartet und was Jim Morrison und Andy Warhol heute so treiben, kommen Sie um diesen Roman nicht herum. Und falls es Sie nicht interessiert, dann sind Sie wahrscheinlich schon tot un
Tomas Tranströmer "Sämtliche Gedichte"
Hanser Verlag
Literatur-Nobelpreis 2011

Das schmale lyrische Gesamtwerk von Tomas Tranströmer hat auch außerhalb Schwedens großen Einfluß ausgeübt; besonders aber in Deutschland. In seinen Gedichten kommt eine innere, erträumte Welt hinter der Wirklichkeit zur Sprache, die in ihrer exakten Schönheit ein Gegenbild zeichnet.

übersetzt aus dem Schwedischen von Hanns Grössel
Erscheinungsdatum: 08.02.1997
Flexibler Einband, 264 Seiten





Jörg Bernig
"Weder Ebbe noch Flut"
Mitteldeutscher Verlag
Eichendorff-Literaturpreis 2011

Die Geschichte der großen Liebe von Albert und Dorothee beginnt 1983 am Rande eines Kirchentages in Leipzig. Ein Kind soll für die beiden ein Zauberspruch gegen einen Alltag sein, mit dem sie nichts anfangen können. Doch Dorothee wird nicht schwanger, auch die Medizin vermag nicht zu helfen.
Dann fällt die Mauer, neue Möglichkeiten tun sich auf, aber Albert entbindet Dorothee von ihrem Versprechen auf ein gemeinsames Leben. Er verlässt sie aus Liebe, damit wenigstens sie sich ihren Kinderwunsch erfüllen kann. Er selbst geht nach Wales – wie er sagt: ans Ende der Welt. Dort will er seine Forschungen zu Adalbert Stifter abschließen, dessen Ehe ebenfalls kinderlos geblieben war. Und noch tiefer reicht die Verbindung Alberts mit dem Leben Stifters: Als Alb
Martin Walser
"Muttersohn"
Rowohlt Verlag
Auf die Frage, wovon sein neuer Roman handele, bekennt Martin Walser, dass es einfacher wäre zu sagen, wovon er nicht handele. Hier sind alle seine großen Themen gebündelt: Liebe und Vergeblichkeit, Lüge und Wahrheit, Glauben und Wissen. Muttersohn ist ein von Humor polierter Glaubensroman, ein Erleuchtungsbuch, in dem auch die Vernunft ihren Platz findet – nur nicht den von Aufklärungsfanatikern eingeforderten.

Hardcover, 512 S.
24,95 €
978-3-498-07378-7

«Muttersohn» ist ein Abenteuer, ein wilder, ein mit allen Daseinsfarben auf trumpfender Roman. Ein Roman darüber, was die Liebe vermag, was der Glaube vermag, was die Sprache vermag.

«Als Evangelium stellt dieses Werk keine Frage – es ist.»
FELICIAS VON LOVENBERG, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

«Ein heiteres, altersweises
Hanna Krall
"Herzkönig"
Verlag Nuee Kritik
Europäischer Literaturpreis

»Das ist der letzte Abschnitt meiner Reise, und es wäre dumm, wenn ich jetzt verrückt werden würde.«

Diese nüchterne Feststellung stammt von Izolda Regensberg alias Maria Pawlicka. Seit der Deportation ihres Mannes nach Auschwitz besteht der Sinn ihres Lebens allein darin, ihren Herzkönig zu befreien. Die fieberhaften Bemühungen werden von Absurditäten und Zufällen, von glücklichen und unglücklichen Fügungen begleitet. In Zeiten der Vernichtung wundert sich Izolda über keine Grausamkeit - auch nicht über die eigene.

Bis Izolda schließlich im Mai 1945 im Lager Ebensee auf ihren Ehemann trifft, hat sie eine Odyssee von Lagern und Gefängnissen hinter sich. Das Paar kehrt mit »polnischen« Pässen nach Polen zurück. Jahre später fliegt die geborgte Identität
Frédéric Martel
"Mainstream. Wie funktioniert, was allen gefällt"
Knaus Verlag
Wer beherrscht unsere Köpfe und warum? – Eine faszinierende Expedition zu den Mächtigen des Kulturbetriebs

Avatar, Stieg Larsson, Google, Michael Jackson – wie funktioniert die Kultur der Massen und wer macht sie? Was gefällt allen, überall auf der Welt? Und warum? Es geht in diesem Report über die weltweite Kulturindustrie um ein Billionengeschäft. Es geht aber auch um die Herrschaft über Worte, Bilder, Träume und Weltanschauungen.

Fünf Jahre reiste der Medienforscher Frédéric Martel auf allen Kontinenten, befragte in 1250 Interviews die Mitwirkenden der Kreativindustrien von 30 Ländern. Auf der Suche nach Gewinnern und Verlierern begleitet ihn der Leser in die Kapitalen des Entertainment, nach Hollywood und Bollywood, zu TV Globo nach Brasilien, zu Sony, Al Jazeera, Televisa, in ä
Bora Cosic
"Die Rolle meiner Familie in der Weltrevolution"
Suhrkamp Verlag
Stefan-Heym-Preis 2011

Aus dem Serbischen von Mirjana und Klaus Wittmann

Die Rolle meiner Familie in der Weltrevolution, heute ein Klassiker der europäischen Literatur, war ein Kultbuch in Jugoslawien. Aus der Perspektive eines Kindes - unschuldig bis zur Idiotie - wird in kaum zu überbietender Knappheit vorgeführt, wie Krieg, Faschismus und Kommunismus den Mikrokosmos einer heruntergekommenen Familie in Belgrad der vierziger Jahre heimsuchen. Hier hält man Lenins Schrift »Ein Schritt vor, zwei zurück« für ein Tango-Lehrbuch, diskutiert über Zwerge in Einmachgläsern und geht in Deckung, wenn die Partisanen den Freund von gestern zum Feind erklären. Die unheimliche Lakonie des Erzählers, der irrsinnige Witz und melancholische Humor des Buches machen es zu einem Meisterwerk der Subvers
Maja Haderlap
"Engel des Vergessens"
Wallstein Verlag
Bachmann-Preis 2011

Ein großes Romandebüt, das von einem Leben in der Mitte Europas erzählt; mit kraftvoller Poesie; Geschichten, die uns im Innersten betreffen.

Maja Haderlap gelingt etwas, das man gemeinhin heutzutage für gar nicht mehr möglich hält: Sie erzählt die Geschichte eines Mädchens, einer Familie und zugleich die Geschichte eines Volkes. Erinnert wird eine Kindheit in den Kärntner Bergen. Überaus sinnlich beschwört die Autorin die Gerüche des Sommers herauf, die Kochkünste der Großmutter, die Streitigkeiten der Eltern und die Eigenarten der Nachbarn. Erzählt wird von dem täglichen Versuch eines heranwachsenden Mädchens, ihre Familie und die Menschen in ihrer Umgebung zu verstehen. Zwar ist der Krieg vorbei, aber in den Köpfen der slowenischen Minderheit, zu der die Famili
Monika Maron
"Flugasche"
S. Fischer Verlag
Lessing-Preisträgerin 2011

Bitterfeld vor 30 Jahren: Die Journalistin Josefa Nadler kommt hierher, um eine Reportage über das veraltete und umweltgefährdende Kraftwerk zu machen. Mit ihrer kritischen Haltung gerät sie unter Druck und muss sich vor den Kollegen und der Partei rechtfertigen. Als es ihr nicht gelingt, ihren Standpunkt klarzumachen, zieht sie sich zurück.
›Flugasche‹ (1981), Monika Marons erster Roman, machte die Autorin über Nacht berühmt. Er zählt heute zu den Meisterwerken der deutschen Nachkriegsliteratur und bildet einen wichtigen Bezugspunkt zu Monika Marons 2009 erschienener Reportage ›Bitterfelder Bogen‹.

Roman
Taschenbuch
Preis € (D) 10,00 | € (A) 10,30 | SFR 15,90
ISBN: 978-3-596-51180-8
Anna Seghers
"Tage wie Staubsand. Briefe 1953-1983"
Aufbau-Verlag
Mehr als in den Briefen aus früheren Jahren spricht Anna Seghers hier von sich selbst, vor allem in den Briefen an ihre engsten Freunde Jorge Amado und Ilja Ehrenburg. Ihnen gesteht sie ihre Einsamkeit ein, die sie trotz aller äußeren Erfolge empfindet. Den Vertrauten gegenüber muss sie die restriktiven Kampagnen und politischen Ereignisse dieser Zeit nicht kommentieren. Stattdessen spricht sie von ihrer Trauer und ihrer Sehnsucht nach Freude: Bekenntnisse, die ein differenzierteres Bild der Autorin vermitteln. Hinzu kommen Einblicke in die Überlastungen dieses Lebens, denen sie bis zuletzt lebensmutig und kreativ entgegentrat.
Mit Briefen an Erwin Piscator, Lion und Marta Feuchtwanger, Lenka Reinerová, Helene Weigel, Volker Braun, Carl Zuckmayer, Günter Kunert, Stephan Hermlin, Lew Kopel
Melinda Nadj Abonji
"Tauben fliegen auf"
jung und jung
Schweizer Buchpreis 2010

Eine ungarische Familie aus Serbien in der Schweiz. Ein schwungvoll und gewitzt erzählter Roman aus der Mitte Europas.

Es ist ein schokoladenbrauner Chevrolet mit Schweizer Kennzeichen, mit dem sie zur allgemeinen Überraschung ins Dorf einfahren, und die Dorfstraße ist wirklich nicht gemacht für einen solchen Wagen. Sie, das ist die Familie Kocsis, und das Dorf liegt in der Vojvodina im Norden Serbiens, dort, wo die ungarische Minderheit lebt, zu der auch diese Familie gehört.
Oder, richtiger, gehörte. Denn sie sind vor etlichen Jahren schon ausgewandert in die Schweiz, erst der Vater und dann, sobald es erlaubt war, auch die Mutter mit den beiden Töchtern, Nomi und Ildiko, und Ildiko ist es, die das hier alles erzählt. So auch den Besuch im Dorf, der dann n
Friedrich Christian Delius
"Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus"
Reinbek, Rowohlt-Verlag
Georg-Büchner-Preisträger 2011

“In der Mitte seines Lebens, im Sommer 1981, beschließt der Kellner Paul Gompitz aus Rostock, nach Syrakus auf der Insel Sizilien zu reisen. Der Weg nach Italien ist versperrt durch die höchste und ärgerlichste Grenze der Welt, und Gompitz ahnt noch keine List, sie zu durchbrechen. Er weiß nur, daß er die Mauern und Drähte zweimal zu überwinden hat, denn er will, wenn das Abenteuer gelingen sollte, auf jeden Fall nach Rostock zurückkehren.” So beginnt F. C. Delius’ Chronik eines ungewöhnlichen, schweijkschen Abenteuers aus unserer Zeit.
Nach siebenjähriger Vorbereitung gelingt es dem Kellner im Juni 1988, mit einer Jolle von Hiddensee aus die Seegrenze der DDR zu überqueren und nach Gedser in Dänemark zu segeln – ein “einfacher Grenzdurchbruch”, wie Gomp
Jan Peter Bremer
"Der amerikanische Investor"
Berlin-Verlag
Alfred-Döblin-Preis 2011

„Vielleicht sollte er dem amerikanischen Investor einen Brief schreiben. Vielleicht war der amerikanische Investor ein Mensch mit einem großen Herzen für die Literatur“.

Vor sich eine weiße Wand und die herausfordernd leere Seite seines Notizhefts, ringt ein Schriftsteller um den ersten Satz. Und weil sich der an diesem heißen Berliner Sommertag partout nicht einstellen will, springt er auf, kontrolliert zum hundertsten Mal, ob sich der Zustand seiner Wohnung wieder verschlechtert hat.
Das alte Mietshaus, in dem er mit seiner Frau und zwei Kindern lebt, wird von dem neuen amerikanischen Investor saniert, und nun senken sich die Böden ab. Die Wände zeigen Risse, und ist nicht sein ganzes Leben seitdem buchstäblich in eine Schieflage geraten?

Er beschlie
Frank Jöricke
"Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage"
Solibro Verlag
"Am Tag, als Janis Joplin starb, unterschrieb mein Vater den Kaufvertrag für unser Reihenhaus. Er legte so den Grundstein dafür, dass eine große Liebe zu einer Gütergemeinschaft verkam."

Frank Jörickes Roman ist eine launige Zeitreise durch die verschiedenen Dekaden der jüngeren bundesrepublikanischen Geschichte. Seien es die Studentenunruhen, die Ölkrise oder das Aufkommen des Feminismus, Daily Soaps oder die Maueröffnung, alles Anlässe für den Erzähler, mit abgeklärt-kompromisslosem Blick die schrullige Bagage, die sich Verwandtschaft nennt, bei ihrem bunten Treiben zwischen Zeitgeist und Fettnäpfchen zu beobachten. Es entstehen typische Charakterbilder skurriler Normalos, die sich tapfer durchs Reihenhausleben schlagen: Onkel, Tante, die Eltern, die sich mit ihrer späten Scheidung "u
Ingo Schulze
"Adam und Evelyn"
Berlin Verlag
Mainzer Literaturpreis 2011 für das Lebenswerk von Ingo Schulze

Spätsommer 1989, Ferien am Balaton — plötzlich öffnet Ungarn die Grenze, und der verbotene Westen mit all seinen Verlockungen ist zum Greifen nah. In dieser Situation entdeckt Ingo Schulze den Mythos von Adam und Eva. Entstanden ist eine große Tragikomödie über Verbot und Erkenntnis und die Suche nach dem wahren Paradies.
Die Frauen lieben Adam, weil er ihnen Kleider schneidert, die sie schön und begehrenswert machen. Adam liebt schöne Frauen. Wenn sie erst seine Kleider tragen, begehrt er sie alle, und abgesehen davon liebt er Evelyn. Die ertappt ihn eines heißen Augusttages 1989 in flagranti mit einem seiner Geschöpfe. Statt mit Adam fährt Evelyn gemeinsam mit einer Freundin und deren Westcousin nach Ungarn an den Balato
Alex Capus
"Léon und Louise"
Hanser Verlag
Zwei junge Leute verlieben sich, aber der Krieg bringt sie auseinander: Das ist die Geschichte von Léon und Louise. Sie beginnt mit ihrer Begegnung im Ersten Weltkrieg in Frankreich an der Atlantikküste, doch dann trennt sie ein Fliegerangriff mit Gewalt. Sie halten einander für tot, Léon heiratet, Louise geht ihren eigenen Weg - bis sie sich 1928 zufällig in der Pariser Métro wiederbegegnen.

Alex Capus erzählt mit wunderbarer Leichtigkeit und großer Intensität von der Liebe in einem Jahrhundert der Kriege, von diesem Paar, das gegen alle Konventionen an seiner Liebe festhält und ein eigensinniges, manchmal unerhört komisches Doppelleben führt.
Die Geschichte einer großen Liebe, gelebt gegen die ganze Welt.

Roman
Fester Einband, 320 Seiten
Preis: 19.90 € (D) / 29.90 sFR (CH) /
Thomas Bernhard
"Aus Opposition gegen mich selbst"
Suhrkamp Verlag
Herausgegeben von Raimund Fellinger

In dem Interview zu seinem 50. Geburtstag erklärte Thomas Bernhard: »Negativ ist alles, gibt nicht Positives.« Später konstatierte er lakonisch: »Es ist eh’ alles positiv.« Ist also Thomas Bernhard der große Unfaßbare, der im gleichen Atemzug Gegenteiliges behauptet? Ist sein Werk vielleicht finster und sein Autor ein fröhlicher Clown? Ist er bloß ein opportunistischer Übertreibungskünstler bei allem und jedem? Oder ist er doch der schärfste Kritiker der politischen Verhältnisse im allgemeinen und des »katholisch-nationalsozialistischen Österreich« im besonderen?
Der vorliegende Band versammelt kurze und längere Texte von Thomas Bernhard, er berücksichtigt alle Gattungen – vom Roman bis zum einzeiligen Leserbrief – und präsentiert das Bernhardsche W
Hans Joachim Schädlich
"Kokoschkins Reise"
Rowohlt Verlag
CORINE-Preisträger 2010

Der Exilrusse Fjodor Kokoschkin reist 2005 auf dem Luxusliner Queen Mary 2 von Southhampton nach New York. Während der fünftägigen Kreuzfahrt erinnert sich der rüstige 95-jährige Professor in Rückblenden an die Stationen seines Lebens in Europa.

Die Reise in die Vergangenheit beginnt er in St. Petersburg, der Stadt seiner Kindheit, wo die Bolschewiki 1918 seinen Vater ermordet hatten. Die Mutter floh mit dem Sohn über Odessa zunächst nach Berlin. Hier konnte er die Schule besuchen und studieren, er erlebt die Weimarer Republik und den deutschen Nationalsozialismus. Wiederum flieht er, diesmal nach Prag, wo es ihm gelingt, ein Stipendium für die USA zu bekommen. Amerika wird ihm nach der Machtergreifung der Nazis zur letzten Heimat. In nur sechs Kapiteln spieg
Mircea Cărtărescu
"Die Wissenden"
dtv Verlag
Was als Selbsterkundung eines Halbwüchsigen beginnt, entwickelt sich zu einem mitreißenden Erzählstrom von immenser Sprachkraft.
Rumänien um die Mitte des 20. Jahrhunderts: Von einer Wohnung in einem Bukarester Plattenbau aus beobachtet der 15-jährige Mircea, wie das ehemalige Paris des Ostens architektonisch verschandelt wird. Angeregt durch die Geschichten seiner Mutter, will er die Erinnerung an die alte Stadt bewahren.

Aus dem Rumänischen von Gerhardt Csejka
528 Seiten

»Ein Proust aus dem Plattenbau, aber einer auf Speed.« Der Spiegel
Mario Vargas Llosa
"Das böse Mädchen"
Aus dem Spanischen von Elke Wehr
suhrkamp
Literaturnobelpreis 2010

Als er sie zum erstenmal sieht, tanzt sie den Mambo wie keine andere, damals in Miraflores, Sommer 1950. Sie ist, wie er, fünfzehn Jahre alt – aber was für Freiheiten nimmt sie sich heraus! Wie aufregend wenig bekümmert sie all das, was man in diesem steifkatholischen Lima tut oder nicht tut. Und dann ist sie plötzlich von einem Tag auf den anderen verschwunden. Die Erinnerung an das »böse Mädchen« und ihr geheimnisvolles Anderssein läßt Ricardo nicht mehr los.
Seine Freiheit besteht darin, nach Paris zu gehen, als Übersetzer, ein intellektuelles Glück, von dem er glaubt, es könne ihm genügen. Da aber taucht aus heiterem Himmel das »böse Mädchen« auf, unterwegs nach Havanna, wo sie zur Revolutionärin ausgebildet werden soll. Sie lieben sich in einer Nacht, die
Amir Hassan Cheheltan
"Teheran Revolutionsstraße"
P. Kirchheim Verlag
Der Aufstieg eines zwielichtigen Operateurs von Jungfernhäutchen zum Klinikchef, der sich in eine seiner Patientinnen verliebt, ist Ausgangspunkt für ein Sittenbild der iranischen Gesellschaft, deren politische, wirtschaftliche und soziale Zwänge und Verwerfungen ein junges Liebespaar auf grausame Weise scheitern lassen. „Teheran Revolutionsstrasse“, der in Teheran nicht veröffentlichte Roman Cheheltans, porträtiert den unbekannten Alltag von Menschen der Teheraner Megacity.

Scheinbar unbeteiligt läßt Shahrsad sich von den Ereignissen mitschleifen. Kein Aufschreien, kein Aufbegehren …Ihre ganze Kraft fließt in das starre Aushalten, das kein Morgen kennt, keine Schuld, kein Selbstwertgefühl. … Und mit dieser Charakterisierung der jungen Frau gelingt Cheheltan eine beeindruckende Reflexio
Uwe Tellkamp
"Die Schwebebahn - Dresdner Erkundungen"
inselverlag
Nach dem grandiosen Erfolg seines Beststellers Der Turm führt Uwe Tellkamp uns erneut in seine Heimatstadt Dresden. Auf den Stationen dieser Reise erwartet uns eine Fülle von Geschichten, die sich zu einer einzigartigen Erzählung der Stadt zusammenfügen. Wir begegnen der Klavierlehrerin Adolzaide und dem Vorsitzenden der Quittengesellschaft, hören Gesprächen über die Frauenkirche, Dresdner Maler und Architektur zu, besuchen den Jungen, dem in einem Johannstädter Plattenbau eine Tube Schuhcreme zum Gleichnis für den Traum vom Meer wurde. Dresden ist ein Stück Italien, und eine Laufmaschenreparatur ist in Wahrheit eine Filiale des Amts zur Wiederherstellung der Schönheit. In der Bunten Republik Neustadt lebt Q., die Brombeeren und die Zahl 19 liebt. Zwergpudel Caligula, der die Dame mit Hut
Jonathan Franzen
"Freiheit"
Rowohlt
Aus dem Amerikanischen von Bettina Abarbanell und Eike Schönfeldt. Patty und Walter Berglund - Vorzeigeeltern und Umweltpioniere, fast schon ideale Nachbarn in ihrer selbst renovierten viktorianischen Villa in St. Paul - geben plötzlich Rätsel auf: Ihr halbwüchsiger Sohn zieht zur proletenhaften republikanischen Familie nebenan, Walter lässt sich zum Schutz einer einzigen Vogelart auf einen zwielichtigen Pakt mit der Kohleindustrie ein, und Patty, Exsportlerin und Eins-a-Hausfrau, entpuppt sich als wahrlich sonderbar. Hat Walters bester Freund, ein Rockmusiker, damit zu tun? Auf einmal lebt Patty ihre kühnsten Träume, führt sie ein Leben ohne Selbstbetrug. In diesem Roman einer Familie, der zugleich ein Epos der letzten dreißig Jahre amerikanischer Geschichte ist, erzählt Jonathan Franzen
Reinhard Jirgl
"Die Stille"
Hanser Verlag
Georg-Büchner-Preis 2010

Einhundert Jahre aus der Geschichte zweier Familien und aus der Geschichte eines Landes: Reinhard Jirgls "Die Stille" ist das monumentale Epos vom langen 20. Jahrhundert in Deutschland. Am Anfang steht ein Fotoalbum, die ältesten Bilder sind über achtzig Jahre alt: einhundert Fotografien zweier Familien, die eine aus Ostpreußen stammend, die andere aus der Niederlausitz. Zwei Weltkriege, Inflation, Flucht und Vertreibung haben diese beiden Familien über fünf politische Systeme hinweg, von der Kaiserzeit bis heute, überlebt. Den einhundert Fotografien folgend, erzählt Jirgl Geschichten von Verletzungen, Liebe und Verrat. "Die Stille" bestätigt seinen außergewöhnlichen Rang.

Roman
Fester Einband, 536 Seiten
Preis: 24.90 € (D) / 42.90 sFR (CH) / 25.60 € (A)
Paul Auster
"Unsichtbar"
Rowohlt Verlag
Niemand entzieht dem Leser so virtuos den Boden unter den Füßen, wie Paul Auster, der «Zeremonienmeister des Zufalls» (FAZ). Eben noch hat uns einer sein Leben erzählt, schon ist er – ein kleiner Wechsel der Perspektive nur – die imaginäre Figur eines Romans. Wer ist wirklich der, der zu sein er vorgibt? In Unsichtbar werden wir Zeuge eines teuflischen Spiels von Verführung und Verrat, Liebe und Lüge.

Der Fremde in dir

Vor vierzig Jahren haben sie sich zuletzt gesehen, es war «der Sommer des Sechstage-Kriegs, der Sommer der Rassenunruhen in mehr als hundert amerikanischen Städten, der Summer of Love». Jetzt schickt Adam Walker seinem früheren Studienfreund, dem erfolgreichen Schriftsteller James Freeman, ein unfertiges Manuskript: «Ich brauche dringend Hilfe.» Bald darauf erhält Free
Christa Wolf
"Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud"
Suhrkamp Verlag
Los Angeles, die Stadt der Engel: Dort verbringt die Erzählerin Anfang der Neunziger einige Monate auf Einladung des Getty Center. Ihr Forschungsobjekt sind die Briefe einer gewissen L. aus dem Nachlaß einer verstorbenen Freundin, deren Schicksal sie nachspürt – eine Frau, die aus dem nationalsozialistischen Deutschland in die USA emigrierte. Sie beobachtet die amerikanische Lebensweise, taucht ein in die Vergangenheit des „New Weimar unter Palmen“, wie Los Angeles als deutschsprachige Emigrantenkolonie während des Zweiten Weltkriegs genannt wurde. Ein ums andere Mal wird sie über die Lage im wiedervereinigten Deutschland verhört: Wird der „Virus der Menschenverachtung“ in den neuen, ungewissen deutschen Zuständen wiederbelebt?

In der täglichen Lektüre, in Gesprächen, in Träumen stellt
Thomas Kapielski
"Mischwald"
Suhrkamp Verlag
Preis der Literaturhäuser 2010

Kunst ist schlimmer als Heimweh – sagt Thomas Kapielski in Mischwald, seinem neuen großen Prosaband, einer reich illustrierten Welt- und Werkschau, angelegt als Logbuch eines gemischten Jahres, zu dessen Auftakt man ihn irrtümlich für tot erklärt und an dessen Ende er verfügt: Meinen Grabstein soll die Zeile schmücken: »Macht bloß so weiter!«

Was das Leben ihm dazwischen alles zuträgt, spottet jedem Vorschautext: Paradoxe Rauschzustände angesichts eines TV-Konzerts von André Rieu, heikle Fragen der Koran-Archäologie oder eine Einladung zur »Blattkritik« beim Stern haben genauso ihren Ort wie die angeschwipsten Bekenntnisse eines Künstlersozialkassenmitglieds, liebevoll gemeißelte Porträts verstorbener Weggefährten wie Emmett Williams, Thomas Schmid oder
Hans-Ulrich Treichel
"Grunewaldsee"
Suhrkamp Verlag
Paul liebt Berlin, vor allem Westberlin, sofern man Westberlin lieben kann, wenn man in einer dunklen Hinterhofwohnung in Kreuzberg lebt. Und er liebt Maria, die Spanierin mit den graugrünen Augen und der Motorradjacke. Die beiden lernen sich in Málaga kennen, wo er als Sprachlehrer jobbt, während er auf eine Referendariatsstelle wartet. Maria, die angehende Ärztin, wird für ihn zur Liebe seines Lebens, und doch muß er sie bald verlassen: Sie ist verheiratet und erwartet ein Kind. Aber bei seinem Abschied aus Spanien ruft sie ihm nach: »Permanecemos juntos!« - »Wir bleiben zusammen!« Marias Versprechen soll kein leeres bleiben: Sie sehen sich wieder, in Deutschland. Von der Lobby des Münchner Hotels Vier Jahreszeiten aus brechen sie auf zu einer Reise, die freilich nur einen halben Tag dau
Georg Klein
"Roman unserer Kindheit"
Rowohlt Verlag
Ein scheinbar ewiger Sommer umfängt Neubaublöcke, amerikanische Kasernen, ein verlassenes Wirtshaus unter uralten Kastanien und die Laubenkolonie, wo die Kinder der Neuen Siedlung sich die großen Ferien vertreiben. Langsam, kaum merklich, sickert das Unheimliche ein: Ein Mord wird angekündigt, dann kommen die Boten, buchstäblich aus einer anderen Welt. Und es sieht aus, als könnten sie zumindest eines der Siedlungskinder auf die Nachtseite dieses Sommers hinüberziehen.

Hardcover, 448 S.
22,95 €

«Roman unserer Kindheit» ist zugleich ein radikal autobiographisches und magisch-phantastisches Buch, ein Kindheitsroman voll fiebrigem Witz und dunkler Einsicht.

«Ein Geniestreich ist dieser Roman, opak, dicht, verrückt, hässlich und irre schön.»
Ina Hartwig, Die Zeit
Anne Weber
"Luft und Liebe"
S. Fischer Verlag
Wo die Liebe sich in Luft auflöst, fängt Literatur an: »Luft und Liebe« ist eine mitreißende Liebes- und Verratsgeschichte, ein großes literarisches Vergnügen.

Die große Liebe – gibt es das? Anfang Vierzig und in Herzensdingen längst an das ganz normale Glück oder Unglück gewöhnt, begegnet sie in Paris einem nicht mehr ganz jungen Mann mit Bauchansatz, nach dem sich auf der Straße niemand umdrehen würde. Aber entgegen alle Erwartungen ist er der Mann, auf den die Heldin gewartet hat: Er ist zärtlich, aufmerksam und charmant, Hals über Kopf verliebt und verspricht ihr den Himmel auf Erden. Und um die Idylle vollkommen zu machen, lebt dieser Märchenprinz auf einem Schloss in der französischen Provinz.
Zu schön, um wahr zu sein? Als die Träume – gemeinsames Leben, Hochzeit, Kind – Realit
Gregor Gumpert / Ewald Tucai
"Ruhr.Buch"
dtv
RUHR.2010
Kulturhauptstadt Europas - die literarische Anthologie

Essen und 52 weitere Städte zwischen Rhein, Lippe, Emscher und Ruhr dürfen sich 2010 als Kulturhauptstadt Europas feiern. Der drittgrößte europäische Ballungsraum rüstet sich mit vielen Projekten und Veranstaltungen, um sich sowohl als Kulturlandschaft als auch als Metropole zu zeigen.

Zu der Begegnung mit einer großen Geschichte und einer spannenden Zukunft lädt auch diese repräsentative literarische Anthologie mit Prosatexten, Gedichten und Liedern zahlreicher Autoren aus Vergangenheit und Gegenwart ein. Ob aus heimatlicher Perspektive oder aus der eines Besuchers: Alle Beiträge erzählen von den historischen Besonderheiten und den beeindruckenden Veränderungen, die das Ruhrgebiet - diesen Schmelztiegel in der Mitte
David Foster Wallace
"Unendlicher Spaß"
Kiepenheuer & Witsch
DAS literarische Ereignis in diesem Jahr!

Vor einem Jahr nahm sich David Foster Wallace, einer der wichtigsten Vertreter der amerikanischen Literatur, das Leben. Sechs Jahre lang hat Ulrich Blumenbach an der Übersetzung von Wallaces Opus magnum gearbeitet, dem größten Übersetzungsprojekt in der Geschichte des Verlags.

»Unendlicher Spaß« – so nannte James Incandenza seinen Film, der Menschen, die ihn anschauen, so verhext, dass sie sich nicht mehr von ihm lösen können und dabei verdursten und verhungern. Sein Sohn Hal, ein Tenniswunderkind mit außergewöhnlichen intellektuellen Fähigkeiten, studiert an der Enfield Tennis Academy (ETA), die von seinem Vater gegründet wurde. Hier sowie im nahe gelegenen Ennet-House, einem Entziehungsheim für Drogenabhängige, spielt ein Teil der überborde
Guntram Vesper
"Frohburg"
Schöffling & Co.
Preis der Leipziger Buchmesse 2016 (Belletristik)

FROHBURG ist ohne Zweifel das opus magnum von Guntram Vesper, zugleich für den Autor der Ausgangspunkt von allem: Der Ort seiner Geburt 1941, Jugend, Aufwachsen und Erwachen, die Flucht der Familie 1957, das umliegende Land die Folie der Geschichtsbetrachtung einer deutschen Epoche. Hier werden ein Land und eine Zeit gültig festgehalten, Kultur und Politik, Krieg und Nachkrieg, ein umfassendes, großartiges Portrait deutschen Lebens im zwanzigsten Jahrhundert; ein gewaltiges Prosawerk, das neben die großen Bücher von Peter Kurzeck, Walter Kempowski und Uwe Johnson zu stellen ist. FROHBURG ist ein Füllhorn an Geschichten, zumeist aus eigenem Erleben grundiert, eine große autobiographische Erzählung, ein Welt-Buch im Überschaubaren, ein Ges
Michael Schindhelm
"Dubai Speed: Eine Erfahrung"
dtv Verlag
Unter dem Motto »größer, höher, moderner, glamouröser« sollte in Dubai, mitten in der Wüste, die Welthauptstadt des 21. Jahrhunderts entstehen. Die Metropole am Golf war angetreten, alle Konkurrenten aus dem Feld zu schlagen und in jeder Beziehung Superlative zu schaffen. Doch dann kam die Finanzkrise, und all die milliardenschweren Projekte, vor allem auch jene, die keine Rendite versprechen, standen plötzlich zur Diskussion. Allen voran die Kultur. Mit deren Aufbau war u.a. Michael Schindhelm beschäftigt. Er berichtet aus der Innenperspektive darüber, wie man als Europäer zwischen traditionellen und modernen Nomaden lebt, und erzählt aus der Welt des Hofstaats, der Emiratis und der Abenteuerer und Glückssucher aus aller Herren Länder.

Nicht alles ist genau so passiert, aber entstanden
Die Sammlung - unser Juwel
Das Museum Rietberg Zürich ist das einzige Kunstmuseum für aussereuropäische Kulturen in der Schweiz und besitzt eine international renommierte Sammlung mit Werken aus Asien, Afrika, Amerika und Ozeanien. Mit der Präsentation von Kunstwerken will das Museum nicht nur die faszinierende Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen bewusst machen, sondern auch Verständnis und Interesse für fremde Kulturen, Weltanschauungen und Religionen wecken.

Die dem Museum von Eduard von der Heydt geschenkten Kunstwerke bilden den Grundstock der Sammlung. Durch langjährige, freundschaftlich gepflegte Kontakte mit namhaften Mäzeninnen und Mäzenen, Sammlerinnen und Sammlern, aber auch mit Hilfe von Stiftungen und Sponsoren aus der Wirtschaft konnte das Museum Rietberg im Laufe der Jahre seine Bestände mit wei
Marcel Beyer
"Flughunde"
Suhrkamp Verlag
Georg-Büchner-Preis 2016 für Marcel Beyer

Flughunde sind fledermausähnliche Flattertiere mit hundeartigem Kopf. Für Hermann Karnau sind sie von Kindheit an Sinnbild einer Welt, die vor dem Zugriff fremder Stimmen geschützt ist. Die Stimme ist der Fetisch des Akustikers Karnau, der 1940 den Plan faßt, systematisch das Phänomen der menschlichen Stimme zu erkunden.
Die eine Erzählstimme gehört Hermann Karnau, dessen Namen der Autor einem Wachmann im Berliner Bunker unter der Reichskanzlei entliehen hat. Die andere gehört der achtjährigen Helga, einer Tochter des Propagandaministers. Immer wieder kommt es zu Begegnungen der beiden, zuletzt im April 1945, als Karnau in Berlin ist, um die Führerstimme aufzuzeichnen.
Ein Zeitsprung führt in den Sommer 1992. Hermann Karnau, der nach dem Kri
Bodo Kirchhoff
"Widerfahrnis"
Frankfurter Verlagsanstalt
Deutscher Buchpreis 2016

Reither, bis vor kurzem Verleger in einer Großstadt, nun in einem idyllischen Tal am Alpenrand, hat in der dortigen Bibliothek ein Buch ohne Titel entdeckt, auf dem Umschlag nur der Name der Autorin, und als ihn das noch beschäftigt, klingelt es abends bei ihm. Und bereits in derselben Nacht beginnt sein Widerfahrnis und führt ihn binnen drei Tagen bis nach Sizilien. Die, die ihn an die Hand nimmt, ist Leonie Palm, zuletzt Besitzerin eines Hutgeschäfts; sie hat ihren Laden geschlossen, weil es der Zeit an Hutgesichtern fehlt, und er seinen Verlag dichtgemacht, weil es zunehmend mehr Schreibende als Lesende gibt. Aber noch stärker verbindet die beiden, dass sie nicht mehr auf die große Liebe vorbereitet zu sein scheinen. Als dann nach drei Tagen im Auto am Mittel
Jean-Marc Gonin, Olivier Guez
"Die Mauer fällt"
Piper Verlag
Aus dem Französischen von Helmut Reuter. Was am 9. November 1989 passierte, war ebenso unwahrscheinlich und abenteuerlich wie ein Roman. Und genau so erzählen Olivier Guez und Jean-Marc Gonin diese Geschichte. Kann man sich eine Szene ausdenken wie die, in der der mörderische General Mielke vor die Volkskammer tritt und ruft: "Ich liebe Euch doch alle"? Oder wie eine Handvoll Demonstranten in der Berliner Gethsemane-Kirche die schwerbewaffneten Stasi-Männer durch Kirchenlieder zum Abzug bringt? In der Art eines Doku-Dramas verknüpfen die Autoren die oft dramatischen Schicksale der eigentlichen Helden der Geschichte, der Menschen, mit denen der großen Politik von Honecker & Co. Sie alle treten als lebendige Figuren auf, in ihren Gesprächen, privaten Eigenarten, die mehr verraten als jede no
Thomas Rosenlöcher
"Die verkauften Pflastersteine - Dresdner Tagebuch"
Suhrkamp Verlag
Als dieses Buch 1990 zum ersten Mal erschien, wurde es als ein ungeheuer genauer, gelassener und ironisch-skeptischer Blick auf die Tage der Wende und die Monate danach begrüßt. In einer Zeit, als die Stimmung zwischen schriller Einheitseuphorie und Verklärung der DDR schwankte, schaute Thomas Rosenlöcher genauer hin und verließ sich allein auf sein unabhängiges Urteil. Liest man sein Tagebuch der Wendezeit heute, dann wird klar: Es ist eines der hellsichtigsten Bücher, die wir über das vereinte Deutschland lesen können. Mit großer Glaubwürdigkeit, radikaler Ehrlichkeit und klugem Humor beschreibt Rosenlöcher ein Land, in dem wir bis heute leben.

- eines der wichtigsten Bücher über die Wende in neuer Ausgabe
- authentische Einblicke in beide deutsche Staaten vor der Wiedervereinigung
Jan Josef Liefers
"Soundtrack meiner Kindheit"
Rowohlt Velage
Ein ganz persönliches Buch über eine Kindheit in der DDR.

«Ich wurde im November 1963 eines Nachts unter nicht sonderlich spektakulären Umständen in Dresden gezeugt ... Die Schwangerschaft kam alles andere als gelegen. Meine Eltern waren mitten im Studium, hatten keine eigene Wohnung, hätten sich auch keine leisten können, und ihre Zukunft war ziemlich ungewiss, um nur zwei vernünftige Argumente gegen so frühen Nachwuchs aufzuzählen. Aber nach einigen halbherzigen Versuchen aus dem reichen Schatz häuslicher Selbsthilfemittel wie sehr heiße Bäder, Rotwein mit Nelke und anschließenden Sprüngen vom Kleiderschrank war klar, die Frucht saß fest, das Zellklümpchen zeigte sich unbeeindruckt und teilte sich normgerecht weiter. Die junge Frau war kerngesund, und – Schauspielerin hin oder her – b
Thomas Klupp
"Paradiso"
Berlin-Verlag
Eigentlich wollte er auf kürzestem Wege von Potsdam nach München reisen. Aber nichts im Leben von Alex Böhm ist vorhersehbar. Er fährt los und wird in die Heimat verschlagen, wo sich bodenlose Abgründe auftun. Auch die gehören zu seinem Leben, und das ist kein Wunder bei einem, dessen Charakter geprägt ist von einem chronischen Mangel an Moral …

Es ist heiß. Glühend heiß. In der flirrenden Tankstellenluft wartet Alex Böhm auf einen gelben Kombi, der gleich an den Zapfsäulen halten und ihn nach München bringen soll. Von dort wird er am nächsten Morgen mit seiner Freundin Johanna nach Portugal fliegen. Das ist der Plan. Aber dann taucht Konrad auf, der »Loserkonrad« aus Schulzeiten, und diese Begegnung katapultiert Böhm auf das Minenfeld seiner Vergangenheit.

Während er in atemlosen
Mirjam Pressler
"Grüße und Küsse an alle"
S. Fischer Verlag
Die Geschichte der Familie von Anne Frank

Eine Sensation: Die ganze Geschichte von Aufstieg und Schicksal der Familie Anne Franks über drei Jahrhunderte, erzählt auf der Grundlage tausender unbekannter Briefe und Dokumente
Sommerfrische hoch über dem Silser See in den Schweizer Bergen: Alljährlich traf sich hier die Familie Frank, die sonst über ganz Europa verstreut war. Noch Anne Franks Ururgroßvater hatte als kleiner Junge in der engen Frankfurter Judengasse leben müssen, doch schon eine Generation später wurde ein Vorfahr Anne Franks zum ersten jüdischen Professor in Deutschland berufen. Ihre Großmutter Alice führte als Bankiersgattin ein weltoffenes Haus in Frankfurt, bis die Familie nach London, Basel und Amsterdam übersiedelte, das dann zum Schicksalsort der Familie werden sollt
Jan Wagner
"Regentonnenvariationen"
Hanser Verlag
Preis der Leipziger Buchmesse 2015

In seinem neuen Gedichtband vermisst Jan Wagner poetisch die Welt – von Schlehen im Frost bis zu Eseln in Sizilien.
Der Garten, in dem die Regentonne steht, ist phantastisch weit, reich und offen – eine Welt. In diesem Lyrikband geht es in die Natur mit all ihren kunstvollen Variationen des Lebens. Jan Wagner lässt den Giersch schäumen, dass einem weiß vor Augen wird, nimmt Weidenkätzchen und Würgefeige, Morchel und Melde, Eule, Olm und Otter ins poetische Visier, zoomt ran, überblendet assoziativ, bis der Blick sich weitet und man weiß, für einen Augenblick zum Wesen der Dinge vorgedrungen zu sein. Es ist immer wieder ein Wunder, wie es diesem Lyriker gelingt, Bilder zu schaffen, die in einem Halbvers Stimmungen heraufbeschwören – bis längst Vergesse
Natascha Wodin
"Sie kam aus Mariupol"
Rowohlt Verlag
Leipziger Buchpreis 2017 - Belletristik

"Wenn du gesehen hättest, was ich gesehen habe" - Natascha Wodins Mutter sagte diesen Satz immer wieder und nahm doch, was sie meinte, mit ins Grab. Da war die Tochter zehn und wusste nicht viel mehr, als dass sie zu einer Art Menschenunrat gehörte, zu irgendeinem Kehricht, der vom Krieg übriggeblieben war. Wieso lebten sie in einem der Lager für "Displaced Persons", woher kam die Mutter, und was hatte sie erlebt? Erst Jahrzehnte später öffnet sich die Blackbox ihrer Herkunft, erst ein bisschen, dann immer mehr.

"Sie kam aus Mariupol" ist das außergewöhnliche Buch einer Spurensuche. Natascha Wodin geht dem Leben ihrer ukrainischen Mutter nach, die aus der Hafenstadt Mariupol stammte und mit ihrem Mann 1943 als "Ostarbeiterin" nach Deutschland v
Robert Menasse
"Die Hauptstadt"
Suhrkamp Verlag
Deutscher Buchpreis 2017

Der große europäische Roman

In Brüssel laufen die Fäden zusammen – und ein Schwein durch die Straßen.
Fenia Xenopoulou, Beamtin in der Generaldirektion Kultur der Europäischen Kommission, steht vor einer schwierigen Aufgabe. Sie soll das Image der Kommission aufpolieren. Aber wie? Sie beauftragt den Referenten Martin Susman, eine Idee zu entwickeln. Die Idee nimmt Gestalt an – die Gestalt eines Gespensts aus der Geschichte, das für Unruhe in den EU-Institutionen sorgt. David de Vriend dämmert in einem Altenheim gegenüber dem Brüsseler Friedhof seinem Tod entgegen. Als Kind ist er von einem Deportationszug gesprungen, der seine Eltern in den Tod führte. Nun soll er bezeugen, was er im Begriff ist zu vergessen. Auch Kommissar Brunfaut steht vor einer schwierig
Jan Wagner
"Der verschlossene Raum"
Hanser Verlag
Georg-Büchner-Preis 2017

Mit den Essays von Jan Wagner auf literarischer Entdeckungsreise: leidenschaftlich, mitreißend, klug.

Wüsste man nichts von Jan Wagners lyrischem Werk, man würde überhaupt nur noch Essays von ihm lesen wollen. Ob er über Bibliotheken, Buchhandlungen, Lyrik oder Kunst schreibt, ob er literarische Postkarten aus Rom oder Los Angeles sendet oder die Epiphanie eines Rosmarins im schwäbischen Garten feiert – man glaubt diesem charmanten Geschichtenerzähler alles. Es bleibt kaum Zeit, die rhetorische Fingerfertigkeit zu bewundern, mit der da zwischen souveräner Gelehrsamkeit unerwartet die nächste Anekdote aus dem Ärmel gezogen wird, und man kann nicht anders als staunen über die Trouvaillen, die Jan Wagner von seinen Entdeckungsreisen quer durch Epochen und Konti
Peter Wawerzinek
"Rabenliebe"
Verlag Galiani Berlin
Ein Buch wie ein Erdbeben

Über fünfzig Jahre quälte sich Peter Wawerzinek mit der Frage, warum seine Mutter ihn als Waise in der DDR zurückgelassen hatte. Dann fand und besuchte er sie. Das Ergebnis ist ein literarischer Sprengsatz, wie ihn die deutsche Literatur noch nicht zu bieten hatte.

Ihre Abwesenheit war das schwarze Loch, der alles verschlingende Negativpol in Peter Wawerzineks Leben. Wie hatte seine Mutter es ihm antun können, ihn als Kleinkind in der DDR zurückzulassen, als sie in den Westen floh? Der Junge, herumgereicht in verschiedenen Kinderheimen, blieb stumm bis weit ins vierte Jahr, mied Menschen, lauschte lieber den Vögeln, ahmte ihren Gesang nach, auf dem Rücken liegend, tschilpend und tschirpend. Die Köchin des Heims wollte ihn adoptieren, ihr Mann wollte das nich
SOGAR THEATER ZÜRICH
  • Das literarische Theater in Zürich
LITERATURHAUS ZÜRICH
  • Wöchentlich mehrere Lesungen von AutorInnen aus dem In- und Ausland
HAUS KONSTRUKTIV ZÜRICH
  • Führendes Museum für konstruktive, konkrete und konzeptuelle Kunst in der Schweiz
MUSEUM FÜR GESTALTUNG SCHAUDEPOT
  • Das führende Museum für Design und visuelle Kommunikation der Schweiz.
STRAUHOF ZÜRICH
  • Das einzige Literaturmuseum der Schweiz
TONHALLE ZÜRICH
  • Konzert der Orpheum Stiftung zur Förderung junger Solisten
  • Das Zürcher Kammerorchester unter Leitung von Roger Norrington zählt heute zu den führenden Klangkörpern seiner Art.
Festspiele Zürich Geschäftsstelle
  • Die Festspiele Zürich finden wieder im Juni 2018 statt und werden gemeinsam von Opernhaus Zürich, Schauspielhaus Zürich, Kunsthaus Zürich, Tonhalle-Orchester Zürich und weiteren Kulturinstitutionen der Stadt und des Kantons Zürich veranstaltet.
Verein Musikfreunde Bergkirche Büsingen e.V.
  • Der Verein Musikfreunde Bergkirche Büsingen e.V. veranstaltet seit 1993 alljährlich am letzten Wochenende im August die Kammermusiktage Bergkirche Büsingen.
Architekturforum Zürich
  • Ausstellungen und Veranstaltungen im Architekturforum Zürich
Galerie für Gegenwartskunst
Elfi Bohrer
http://www.ggbohrer.ch Burgwies 2 | CH-8906 Bonstetten
Kunsthaus Zürich
Heimplatz 1 | CH-8001 Zürich
Afro-Pfingsten
Multikulturelles Festival
Schaffhauserstrasse 4 | CH-8400 Winterthur
Theaterhaus Gessnerallee
Gessnerallee 8 | CH-8001 Zürich
Schweizerisches Nationalmuseum
Landesmuseum Zürich
Museumstrasse 2 | CH-8021 Zürich
Theater Neumarkt
Neumarkt 5 | CH-8001 Zürich
Kunstmuseum Winterthur
Museumstrasse 52 | 8400 Winterthur
Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstr. 60 | CH-8005 Zürich
Museum Bellerive
Höschgasse 3 | CH-8008 Zürich
Theater der Künste
Gessnerallee 11 | CH-8001 Zürich
mehrspur music club
Waldmannstrasse 12 | CH-8001 Zürich
Hallen für Neue Kunst
Baumgartenstrasse 23 | CH-8200 Schaffhausen
Kunsthalle Zürich
Limmatstrasse 270 | CH-8005 Zürich
Graphische Sammlung der ETH
Rämistrasse 101 | 8092 Zürich
Camerata Schweiz
Zollerstrasse 9 | 8703 Erlenbach
Aargauer Kunsthaus
Aargauerplatz | 5001 Aarau
Aargauer Kunsthaus
Aargauerplatz | 5001 Aarau
SOFA Chor Zürich
c/o Christian Calame
Amselweg 7 | 8400 Winterthur
SOFA Chor Zürich
Amselweg 7 | 8400 Winterthur
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