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Mi, 21.2.2018, 20:00
Mir nämeds uf öis
von Christoph Marthaler und Ensemble
Eine der zentralen Fragen der Gegenwart lautet: wohin mit den Fehlleistungen meines Wirkens auf Erden? Gemeint ist hier weniger der Wunsch nach spiritueller Vergebung. Gesucht wird nach einer Entsorgungsstelle für jene zweifelhaften Daten und Zahlen, die die finanziellen, politischen, ideologischen und ökologischen Bilanzen belasten. Was früher einfach mit Tipp-Ex vertuscht oder in Beichtstühlen verhandelt wurde, trägt spätestens seit der letzten Weltfinanzkrise den Namen „Bad Bank“. Diese Institution nimmt alles, was monetär faul oder absolut verfault ist, und lässt auf diese Weise die Marmorsäulen der klassischen Finanzhäuser in zarter Unschuld glitzern. Doch reicht das in Anbetracht der globalen Sündenfülle? Wohl kaum. Genau aus diesem Grund gründen Christoph Marthaler und sein Ensemble
Mi, 21.2.2018, 20:30
Rechnitz (Der Würgeengel)
von Elfriede Jelinek
In „Rechnitz (Der Würgeengel)“ haben die Boten das Wort. Sie berichten – mal im Rückblick wie Zeugen, mal live wie bei einer Mauerschau – von einem Massaker und seinen Folgen, geschehen in den letzten Kriegstagen 1945 an der österreichisch-ungarischen Grenze. Die Gräfin Margit von Batthyany hatte auf Schloss Rechnitz die lokalen SS- und Gestapo-Männer zu einem so genannten Gefolgschaftsfest eingeladen. Zeitgleich wurde eine Massenerschiessung beim nahe gelegenen „Kreuzstadel“ vorbereitet. 180 jüdische Zwangsarbeiter, die für die Deportation ins Landesinnere zu entkräftet waren, wurden schliesslich von einer Gruppe Festgäste erschossen. Schon wenige Tage später brannte Schloss Rechnitz und die Gräfin floh vor der Roten Armee mit zwei Begleitern, dem SS-Ortsgruppenführer Podezin und dem Schl
Mi, 21.2.2018, 20:15
NOJAKÎN - JazzAmMittwoch
In NOJAKîNs Klangkosmos verbinden sich komplexe Elemente des Jazz mit der simplen Schönheit des Songwritings. Lustvoll und virtuos schlängelt sich die Stimme von Sängerin und Komponistin Corinne Huber durch Klavierakkorde, verschmilzt mit dem Saxophon und huldigt immer wieder der bittersüssen Melancholie. Dicht ineinander verwobene Instrumente und vielschichtige Kompositionen bilden den Teppich für improvisatorische Höhenflüge, energetische Ausbrüche und extravagante musikalische Statements. Die Songs handeln von mächtigen Gewittern, träumerischem Delirium, fernen Ländern, langen Heimwegen und heimlichen Selbstgesprächen. VOCALS/COMPOSITION/GUITAR Corinne Huber TENOR SAX/BASS-CLARINET Christoph Huber PIANO/RHODES Michael Haudenschild BASS/VOCALS Benjamin Muralt DRUMS Clemens Kuratle
THEATER AM GLEIS | Untere Vogelsangstrasse 3 | 8400 Winterthur
Do, 22.2.2018, 20:15
PABLO NOUVELLE / DALLAN - Molton-Festival
Zum Auftakt des diesjährigen Molton-Festivals werden ein Cocktail Noir und das Schöne im Zerbrechlichen serviert. Seine erste musikalische Offenbarung hatte Fabio Fridli alias Pablo Nouvelle mit dem Wu-Tang Clan. Dann entdeckte der Burgdorfer Bub den «American Soul»: Marvin Gaye, Donny Hathaway, Willie Wright. Diese frühen Einflüsse sind konstitutiv für die Musik des heute 30-Jährigen, der eigentlich Regapilot werden wollte, dann Architektur studierte und schliesslich als DJ abhob. Pablo Nouvelle sampelt Electronica mit Soul und Neo-Soul zu einem betörenden Cocktail, der wie der Soundtrack eines Film Noir anmutet. Mit seinen Remixes ist er schon am Paléo Festival in Nyon oder am Great Escape Festival in Brighton aufgetreten. Auf seiner «I want for Nothing» Tour, dem Experimentierfeld für sein neues Album, betört er jetzt die Moltonbühne. 2015 bezeichnete sie der Blick als «die neue Jaël»: die Sängerin Dallan aus Winterthur. Diese Parallele würden wir nicht ziehen, zumindest heute nicht. Mit ihrem im August veröffentlichten ersten Album «Overturn» hat Dallan ihren eigenen Stil bewiesen. Ihre Stimme ist jetzt dunkler, aber fesselnd. Trauer, Schmerz aber auch Hoffnung bereiten den Boden ihrer Songs, mit denen sie auch den Verlust lieber Menschen verarbeitet. Wie keine Andere weiss Dallan das Schöne im Zerbrechlichen zu erkennen und darzustellen. PABLO NOUVELLE: KEYS Pablo Nouvelle DRUMS, VOCALS Mario Hänni GUITAR, VOCALS Simon Borer SOUNDENGINEER Till Dudda DALLAN: VOCALS Dayana Stöhr PIANO Lars Carl Schmid CELLO Ellen Cameron
THEATER AM GLEIS | Untere Vogelsangstrasse 3 | 8400 Winterthur
Fr, 23.2.2018, 19:30
Zündels Abgang
nach dem Roman von Markus Werner
„„Zündels Abgang“ verstehe ich als eine poetische Beschreibung eines Unwohlseins, die subtile Beobachtung eines Ausbruchs. Eine Spurensuche nach einem Menschen, der sich irgendwann verliert. Eine Spurensuche nach einem Selbst, die sich irgendwann auszulöschen beginnt.“ Zino Wey

Keiner weiss, wie es eigentlich zum Verschwinden von Zündel gekommen ist. Am allerwenigsten er selbst. Ab einem gewissen Punkt begann sich etwas zu verschieben und in andere Bahnen zu laufen. Obwohl sein Leben vorher gleichförmig und ereignislos verlaufen war, mit Magda seiner Frau, seinem Beruf als Lehrer, dem gemeinsamen Alltag. Vielleicht war es nur eine Beziehungskrise, in die sie hineingeraten sind? Und mit ein wenig Distanz würde man alles wieder ins Lot bringen. Zündel entschliesst sich zu einer Reise nach
Fr, 23.2.2018, 20:15
NICOLE BERNEGGER / SCHNAUZ - Molton-Festival
Am zweiten Abend des Molton-Festivals laden wir zur Soul-Power-Party mit Freestyle-Vorprogramm. Die erste Ausgabe von «The Voice» machte sie 2013 schlagartig berühmt. Ihre Performance von «Feeling Good» trug ihr von allen Juroren ein «I want you» ein. Und Nicole Bernegger ist eine der wenigen, die es geschafft haben, nicht gleich nach dem Hype wieder aus der Öffentlichkeit zu verschwinden. 2015 brachte sie ihr zweites Album «Small Town» heraus. Die Kritiker überhäuften sie mit Lob, und die achtköpfige Band, die zur Plattentaufe aufspielte, brachte ihre Stimme noch mehr zur Geltung. Die letzten Skeptiker wickelt Bernegger mit ihren charmanten, baseldeutschen Sprüchen um den Finger. Eine Party ist auch bei Molton garantiert. Drei Schurken mit Gitarre, die sich in schweizerdeutschen Liedern über den Alltag lustig machen: Das sind Schnauz aus Winterthur. Zum Beispiel besingen sie den Schnaps und die Konsequenzen seines Konsums am Folgetag. Oder ihre Liebe zu Penelope Cruz («Ohne Penelope Cruz gaz mir de Pfuus us»). Oder sie versetzen sich in die Lage von Altersheimbewohnern. Das tönt beipielsweise so: «Mir sind gwaltig faltig», «vo Tag zu Tag isch alles wider noi» und «Ihr nänned das Demänz, mir nänned das Freestyle». Erfrischend freestyle sind auch Schnauz und ihre nonchalante Attitüde, mit der sie die Absurditäten des Daseins auf die Schippe nehmen. NICOLE BERNEGGER: VOCALS Nicole Bernegger DRUMS Florian Haas-Schneider BASS Marco Nenniger GUITAR Lukas Isenegger HAMMOND, PIANO Yves de Groot BACKING VOCALS Stefanie Klär, Nza Weilenmann SCHNAUZ: VOCALS, GUITAR Valentino Vigniti GUITAR, VOCALS Jvo Trachsel BASS Oli Werlen
THEATER AM GLEIS | Untere Vogelsangstrasse 3 | 8400 Winterthur
Sa, 24.2.2018, 19:30
Zündels Abgang
nach dem Roman von Markus Werner
„„Zündels Abgang“ verstehe ich als eine poetische Beschreibung eines Unwohlseins, die subtile Beobachtung eines Ausbruchs. Eine Spurensuche nach einem Menschen, der sich irgendwann verliert. Eine Spurensuche nach einem Selbst, die sich irgendwann auszulöschen beginnt.“ Zino Wey

Keiner weiss, wie es eigentlich zum Verschwinden von Zündel gekommen ist. Am allerwenigsten er selbst. Ab einem gewissen Punkt begann sich etwas zu verschieben und in andere Bahnen zu laufen. Obwohl sein Leben vorher gleichförmig und ereignislos verlaufen war, mit Magda seiner Frau, seinem Beruf als Lehrer, dem gemeinsamen Alltag. Vielleicht war es nur eine Beziehungskrise, in die sie hineingeraten sind? Und mit ein wenig Distanz würde man alles wieder ins Lot bringen. Zündel entschliesst sich zu einer Reise nach
Sa, 24.2.2018, 20:15
TOM JAMES / MY CUP OF TEA - Molton-Festival
Zum krönenden Abschluss des Molton-Festivals gibt’s gleich zweimal federleichten Ohrenschmaus. Sein Name ist eine Mischung aus James Bond und Tom Jones und auch er hat Sexappeal – man wird aber weder geschüttelt, noch gerührt. Der Sound des Amerikaners Tom James erinnert an John Mayer oder Mett Wertz. Virtuos vielstimmig und rein trägt die Gitarre die mäandrierenden Melodien, die mal hierhin, mal dahin wollen. Mit feiner, unaufgeregter Stimme intoniert James seine Songs um Beziehungen, Liebe und Selbstzweifel und das Gefühl der Gefangenschaft – Themen, die vom blonden Surferboy aus Falmouth Massachusetts vorgetragen so leicht wirken wie ein Federlein im Wind. «My Cup of Tea» meint im angelsächsischen Raum etwas, das man gerne macht. Die Band mit dem gleichlautenden Namen macht gerne Musik und sie will sein, was die Zuhörer gerne hören. Blank, klar, mühelos in allen Registern – so klingt die Lead-Stimme von «My Cup of Tea». Begleitet von Gitarren und einem reduzierten Schlagzeug. In «Shooting Star», dem neusten Song der Winterthurer Formation, ist der Gesang zwischendurch zwei- und dreistimmig und den Schlusspunkt setzt ein Gitarrensolo, unaufgeregt und schön. Aus der Band, die 2003 als Quintett startete, ist unterdessen ein Trio geworden, zwei Frauen, ein Mann, mit eingängigen Melodien, verträumten Texten und einer vereinnahmenden Live-Performance. TOM JAMES: GUITAR, VOCALS Tom James MY CUP OF TEA: VOCALS, GUITAR Denise Moser GUITAR, VOCALS Christian Blaser BASS, VOCALS Nadia Holdener
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So, 25.2.2018, 19:00
Hundeherz
nach dem Roman von Michail Bulgakow
Der auf Verjüngungsoperationen spezialisierte Filipp Filippowitsch wagt ein neues Experiment: Die Operation von einem Hund in einen Menschen. Ein Strassenköter soll dem erfolgreichen Moskauer Arzt und Wissenschaftler als Versuchsobjekt dienen, ebenso wie die Organe eines gerade verstorbenen männlichen Säufers. Gemeinsam mit seinem Assistenten Bormenthal gelingt die Menschwerdung des Hundes – und aus Lumpi wird Lumpikow. Die Fachwelt ist begeistert und feiert sich selbst. Doch der Prototyp einer neuen Zukunft zeitigt ungeahnte Folgen und gerät schliesslich ausser Kontrolle …

Der Sprachkünstler Michail Bulgakow hat mit seinem Roman „Hundeherz“ von 1925, der wegen angeblicher konterrevolutionärer Tendenzen zensiert wurde, in Anlehnung an Goethes „Faust“ und Mary Shelleys „Frankenstein“ ein
So, 25.2.2018, 19:00
Zur schönen Aussicht
Eine Komödie von Ödön von Horváth
Ein morbides Hotel mit dem Namen „Zur schönen Aussicht“ am Rande eines mitteleuropäischen Dorfs: „Eine mächtige alte Karte Europas hängt an der Wand. In der Ecke eine vergilbte Palme. Alles verstaubt und verwahrlost. Im Zimmer über der Halle spielt ein Grammofon Südseeweisen.“ Das Personal dieses gespenstischen Orts: Der kleinkriminelle Kellner Max, welcher die kaum vorhandenen Gäste vorzugsweise barfuss bedient, sowie der windige Chauffeur Karl, der schon mindestens einen Menschen totgeschlagen hat. Der Direktor des Hotels, Strasser, ein abgesetzter Offizier und abgehalfterter Leinwandstar, ist längst nicht mehr liquide. Dementsprechend abhängig ist er von dem einzigen zahlenden Dauergast, der Baronin Ada Freifrau von Stetten, „ein aufgebügeltes, verdorrtes weibliches Wesen mit Torschluss
So, 25.2.2018, 17:00
ÜBER GRENZEN
von Ensemble TaG In diesem Programm lässt das Ensemble TaG Grenzen verschwinden – nicht nur von Ländern, sondern auch von Klangwelten. Der geographische Ausgangspunkt dieses Programms ist die Schweiz. Im Norden befindet sich Deutschland, im Osten Österreich, im Süden Italien und im Westen Frankreich. Diese Länder werden durch je zwei Komponisten mit Kompositionen vorwiegend des 21. Jahrhunderts vertreten sein. Wir werden Klänge hören, die nicht nur länderübergreifend, sondern auch grenzübergreifend in neue Klangwelten treten. Die Ländergrenzen verschwimmen. Made in TaG FLÖTEN Anja Clift KLARINETTEN Donna Louise Molinari VIOLINE Mateusz Szczepkowski VIOLA David Schnee VIOLONCELLO Alex Jellici KLAVIER Rafael Rütti PERCUSSION Martin Flüge
THEATER AM GLEIS | Untere Vogelsangstrasse 3 | 8400 Winterthur
Mo, 26.2.2018, 20:00
Der zerbrochne Krug
Ein Lustspiel von Heinrich von Kleist
Ihre Welt liegt in Scherben: Der Krug der Marthe Rull, kunstvoll bemalt mit Szenen vom Gründungsakt der Niederlande, ist zerbrochen. Ausgerechnet im Zimmer der Tochter Eve ging er zu Bruch, nachdem das wertvolle Stück ein Zeitalter von Brand und Zerstörung überstanden hatte. Unter Verdacht steht Eves Verlobter Ruprecht, den Marthe vor dem Gericht in Huisum nun verklagt. Ruprecht erlebte am Tatort eine andere Situation. Er beschimpft seine Verlobte, er habe sie mit einem Fremden, der danach die Flucht ergriff, bei einer nächtlichen Liaison erwischt. Der Dorfrichter Adam hat den Fall aufzuklären, dessen Nacht aber auch nicht ruhig verlief. Sein Schädel ist lädiert und bewegen kann er sich nur noch humpelnd. Was geschah in dieser Nacht? Die Zeugen reden aneinander vorbei, unterbrechen einande
Mo, 26.2.2018, 19:30
Zündels Abgang
nach dem Roman von Markus Werner
„„Zündels Abgang“ verstehe ich als eine poetische Beschreibung eines Unwohlseins, die subtile Beobachtung eines Ausbruchs. Eine Spurensuche nach einem Menschen, der sich irgendwann verliert. Eine Spurensuche nach einem Selbst, die sich irgendwann auszulöschen beginnt.“ Zino Wey

Keiner weiss, wie es eigentlich zum Verschwinden von Zündel gekommen ist. Am allerwenigsten er selbst. Ab einem gewissen Punkt begann sich etwas zu verschieben und in andere Bahnen zu laufen. Obwohl sein Leben vorher gleichförmig und ereignislos verlaufen war, mit Magda seiner Frau, seinem Beruf als Lehrer, dem gemeinsamen Alltag. Vielleicht war es nur eine Beziehungskrise, in die sie hineingeraten sind? Und mit ein wenig Distanz würde man alles wieder ins Lot bringen. Zündel entschliesst sich zu einer Reise nach
Mo, 26.2.2018, 20:00
Czernowitz - Eine Gegend, in der Menschen und Bücher lebten
Ein Schmelztiegel der Kulturen
Czernowitz – das ist ein Name, der lockt und klingt. Ein Mythos, dessen Faszination bis in die Gegenwart reicht. Und eine Stadt, die einst als Schmelztiegel der Kulturen galt, gelegen im entferntesten der österreichisch-ungarischen Kronländer, der Bukowina.

Das Czernowitz von damals existiert nicht länger, der Mythos aber lebt bis heute fort. Überliefert in Geschichten und Gedichten der Poeten – geschrieben zwischen New York und Paris, Düsseldorf und Jerusalem, voller Nostalgie und Sehnen.

Mit Musik und Texten nähern wir uns der reichen literarischen Tradition von Czernowitz an, hören bekannte und weniger bekannte Stimmen der «Bukowiner Dichterschule» und versuchen, die Faszination zu ergründen, die bis heute von dem Namen der Stadt in der Ukraine ausgeht.

Eine kleine Werkschau au
Di, 27.2.2018, 20:00
Mir nämeds uf öis
von Christoph Marthaler und Ensemble
Eine der zentralen Fragen der Gegenwart lautet: wohin mit den Fehlleistungen meines Wirkens auf Erden? Gemeint ist hier weniger der Wunsch nach spiritueller Vergebung. Gesucht wird nach einer Entsorgungsstelle für jene zweifelhaften Daten und Zahlen, die die finanziellen, politischen, ideologischen und ökologischen Bilanzen belasten. Was früher einfach mit Tipp-Ex vertuscht oder in Beichtstühlen verhandelt wurde, trägt spätestens seit der letzten Weltfinanzkrise den Namen „Bad Bank“. Diese Institution nimmt alles, was monetär faul oder absolut verfault ist, und lässt auf diese Weise die Marmorsäulen der klassischen Finanzhäuser in zarter Unschuld glitzern. Doch reicht das in Anbetracht der globalen Sündenfülle? Wohl kaum. Genau aus diesem Grund gründen Christoph Marthaler und sein Ensemble
Mi, 28.2.2018, 19:30
Das Urteil
nach der Erzählung von Franz Kafka
in einer Fassung von Marco Milling
Kammer machen! Die Assistentenreihe am Schauspielhaus

Georg Bendemann, ein junger, frisch verlobter Kaufmann, sieht einer erfolgreichen Zukunft entgegen. Seit er die Familiengeschäfte übernommen hat, florieren diese. Seinem Jugendfreund, welcher seit Jahren unglücklich und vereinsamt in Russland lebt, verheimlicht er jedoch aus vermeintlicher Rücksichtnahme seine guten Aussichten. Als er sich letztlich doch entschliesst, ihm die positiven Entwicklungen der Vergangenheit in einem Brief mitzuteilen, bittet Georg seinen Vater um Rat. Ein folgenschwerer Entschluss, denn das Gespräch mit dem Vater entwickelt sich in eine gänzlich andere Richtung. Erscheint der alte Mann seinem Sohn anfangs noch alt und hilfsbedürftig, wendet sich recht schnell das Blatt. D
Mi, 28.2.2018, 19:30
Zündels Abgang
nach dem Roman von Markus Werner
„„Zündels Abgang“ verstehe ich als eine poetische Beschreibung eines Unwohlseins, die subtile Beobachtung eines Ausbruchs. Eine Spurensuche nach einem Menschen, der sich irgendwann verliert. Eine Spurensuche nach einem Selbst, die sich irgendwann auszulöschen beginnt.“ Zino Wey

Keiner weiss, wie es eigentlich zum Verschwinden von Zündel gekommen ist. Am allerwenigsten er selbst. Ab einem gewissen Punkt begann sich etwas zu verschieben und in andere Bahnen zu laufen. Obwohl sein Leben vorher gleichförmig und ereignislos verlaufen war, mit Magda seiner Frau, seinem Beruf als Lehrer, dem gemeinsamen Alltag. Vielleicht war es nur eine Beziehungskrise, in die sie hineingeraten sind? Und mit ein wenig Distanz würde man alles wieder ins Lot bringen. Zündel entschliesst sich zu einer Reise nach
Mi, 28.2.2018, 20:00
Zur schönen Aussicht
Eine Komödie von Ödön von Horváth
Ein morbides Hotel mit dem Namen „Zur schönen Aussicht“ am Rande eines mitteleuropäischen Dorfs: „Eine mächtige alte Karte Europas hängt an der Wand. In der Ecke eine vergilbte Palme. Alles verstaubt und verwahrlost. Im Zimmer über der Halle spielt ein Grammofon Südseeweisen.“ Das Personal dieses gespenstischen Orts: Der kleinkriminelle Kellner Max, welcher die kaum vorhandenen Gäste vorzugsweise barfuss bedient, sowie der windige Chauffeur Karl, der schon mindestens einen Menschen totgeschlagen hat. Der Direktor des Hotels, Strasser, ein abgesetzter Offizier und abgehalfterter Leinwandstar, ist längst nicht mehr liquide. Dementsprechend abhängig ist er von dem einzigen zahlenden Dauergast, der Baronin Ada Freifrau von Stetten, „ein aufgebügeltes, verdorrtes weibliches Wesen mit Torschluss
Do, 1.3.2018, 19:30
Das Urteil
nach der Erzählung von Franz Kafka
in einer Fassung von Marco Milling
Kammer machen! Die Assistentenreihe am Schauspielhaus

Georg Bendemann, ein junger, frisch verlobter Kaufmann, sieht einer erfolgreichen Zukunft entgegen. Seit er die Familiengeschäfte übernommen hat, florieren diese. Seinem Jugendfreund, welcher seit Jahren unglücklich und vereinsamt in Russland lebt, verheimlicht er jedoch aus vermeintlicher Rücksichtnahme seine guten Aussichten. Als er sich letztlich doch entschliesst, ihm die positiven Entwicklungen der Vergangenheit in einem Brief mitzuteilen, bittet Georg seinen Vater um Rat. Ein folgenschwerer Entschluss, denn das Gespräch mit dem Vater entwickelt sich in eine gänzlich andere Richtung. Erscheint der alte Mann seinem Sohn anfangs noch alt und hilfsbedürftig, wendet sich recht schnell das Blatt. D
Do, 1.3.2018, 20:00
Hundeherz
nach dem Roman von Michail Bulgakow
Der auf Verjüngungsoperationen spezialisierte Filipp Filippowitsch wagt ein neues Experiment: Die Operation von einem Hund in einen Menschen. Ein Strassenköter soll dem erfolgreichen Moskauer Arzt und Wissenschaftler als Versuchsobjekt dienen, ebenso wie die Organe eines gerade verstorbenen männlichen Säufers. Gemeinsam mit seinem Assistenten Bormenthal gelingt die Menschwerdung des Hundes – und aus Lumpi wird Lumpikow. Die Fachwelt ist begeistert und feiert sich selbst. Doch der Prototyp einer neuen Zukunft zeitigt ungeahnte Folgen und gerät schliesslich ausser Kontrolle …

Der Sprachkünstler Michail Bulgakow hat mit seinem Roman „Hundeherz“ von 1925, der wegen angeblicher konterrevolutionärer Tendenzen zensiert wurde, in Anlehnung an Goethes „Faust“ und Mary Shelleys „Frankenstein“ ein
Do, 1.3.2018, 20:00
Zur schönen Aussicht
Eine Komödie von Ödön von Horváth
Ein morbides Hotel mit dem Namen „Zur schönen Aussicht“ am Rande eines mitteleuropäischen Dorfs: „Eine mächtige alte Karte Europas hängt an der Wand. In der Ecke eine vergilbte Palme. Alles verstaubt und verwahrlost. Im Zimmer über der Halle spielt ein Grammofon Südseeweisen.“ Das Personal dieses gespenstischen Orts: Der kleinkriminelle Kellner Max, welcher die kaum vorhandenen Gäste vorzugsweise barfuss bedient, sowie der windige Chauffeur Karl, der schon mindestens einen Menschen totgeschlagen hat. Der Direktor des Hotels, Strasser, ein abgesetzter Offizier und abgehalfterter Leinwandstar, ist längst nicht mehr liquide. Dementsprechend abhängig ist er von dem einzigen zahlenden Dauergast, der Baronin Ada Freifrau von Stetten, „ein aufgebügeltes, verdorrtes weibliches Wesen mit Torschluss
Do, 1.3.2018, 20:00
Showroom
Piet Baumgartner / Rio Wolta
Und er läuft und läuft und läuft. Einen Meilenstein in Sachen Zuverlässigkeit und Haltbarkeit stellt der Shotmaker dar. Auf viele Theaterbühnen bereits zu Hause, bewährt er sich genau wie seine Vorgängermodelle seit mehreren Jahrzehnten in jeglicher Hinsicht. Mit seinen bis zu 28 frei programmierbaren Positionen und stufenlos elektronischer Einstellung aller Funktionen, lässt der Shotmaker keine Wünsche offen. Das Standardmodell darf auf keiner Bühne fehlen.

Im «Showroom» demonstrieren der Regisseur Piet Baumgartner und der Musiker Rio Wolta Kunststücke ihres neuesten Produktfetischs: Tennisball-Maschinen. Die Einsatzmöglichkeiten der Maschinen sind unzählig, ihre Eigenschaften frappierend. Möge die Show beginnen.
Do, 1.3.2018, 20:00
Austerlitz (von W.G. Sebald)
Geschichte eines Geschichtslosen
Der grosse deutsche Schriftsteller W. G. Sebald erzählt in diesem berührenden, wundersamen Buch die halb dokumentarische, halb fiktive Geschichte des Jacques Austerlitz, eines rätselhaften Mannes, der als jüdisches Flüchtlingskind in den vierziger Jahren bei einer gefühlskalten Predigerfamilie in Wales aufwuchs, dem Sprache und Name geraubt wurden, und der nun versucht, seine wahre Herkunft zu erforschen. Er kann in der Welt nicht mehr heimisch werden, jedes Gefühl für seine Existenz ist ihm abhanden gekommen, bis zum Verlust seiner Schreibfähigkeit. In diese Lesung einbezogen werden auch die Fotografien aus dem Buch, die wie Echos aus einer anderen Welt wirken. Ein grossartiges Buch über Exil, Entwurzelung, Heimatlosigkeit und die Suche nach Identität eines bedeutenden Schriftstellers, de
Fr, 2.3.2018, 20:00
Hundeherz
nach dem Roman von Michail Bulgakow
Der auf Verjüngungsoperationen spezialisierte Filipp Filippowitsch wagt ein neues Experiment: Die Operation von einem Hund in einen Menschen. Ein Strassenköter soll dem erfolgreichen Moskauer Arzt und Wissenschaftler als Versuchsobjekt dienen, ebenso wie die Organe eines gerade verstorbenen männlichen Säufers. Gemeinsam mit seinem Assistenten Bormenthal gelingt die Menschwerdung des Hundes – und aus Lumpi wird Lumpikow. Die Fachwelt ist begeistert und feiert sich selbst. Doch der Prototyp einer neuen Zukunft zeitigt ungeahnte Folgen und gerät schliesslich ausser Kontrolle …

Der Sprachkünstler Michail Bulgakow hat mit seinem Roman „Hundeherz“ von 1925, der wegen angeblicher konterrevolutionärer Tendenzen zensiert wurde, in Anlehnung an Goethes „Faust“ und Mary Shelleys „Frankenstein“ ein
Fr, 2.3.2018, 20:00
Zur schönen Aussicht
Eine Komödie von Ödön von Horváth
Ein morbides Hotel mit dem Namen „Zur schönen Aussicht“ am Rande eines mitteleuropäischen Dorfs: „Eine mächtige alte Karte Europas hängt an der Wand. In der Ecke eine vergilbte Palme. Alles verstaubt und verwahrlost. Im Zimmer über der Halle spielt ein Grammofon Südseeweisen.“ Das Personal dieses gespenstischen Orts: Der kleinkriminelle Kellner Max, welcher die kaum vorhandenen Gäste vorzugsweise barfuss bedient, sowie der windige Chauffeur Karl, der schon mindestens einen Menschen totgeschlagen hat. Der Direktor des Hotels, Strasser, ein abgesetzter Offizier und abgehalfterter Leinwandstar, ist längst nicht mehr liquide. Dementsprechend abhängig ist er von dem einzigen zahlenden Dauergast, der Baronin Ada Freifrau von Stetten, „ein aufgebügeltes, verdorrtes weibliches Wesen mit Torschluss
Fr, 2.3.2018 - So, 23.9.2018
Was isst die Schweiz?
Mit der Ausstellung «Was isst die Schweiz?» schaut das Landesmuseum Zürich in die Kochtöpfe von Herr und Frau Schweizer. Die Schau beleuchtet die vielfältigen Facetten rund um unsere Esskultur und stellt fest: Unser täglich Brot ist mehr als blosse Nahrungsaufnahme. Essen ist Kunst, Kultur, Sozialgeschichte und Zukunftsforschung zugleich.
Fr, 2.3.2018, 20:00
Austerlitz (von W.G. Sebald)
Geschichte eines Geschichtslosen
Der grosse deutsche Schriftsteller W. G. Sebald erzählt in diesem berührenden, wundersamen Buch die halb dokumentarische, halb fiktive Geschichte des Jacques Austerlitz, eines rätselhaften Mannes, der als jüdisches Flüchtlingskind in den vierziger Jahren bei einer gefühlskalten Predigerfamilie in Wales aufwuchs, dem Sprache und Name geraubt wurden, und der nun versucht, seine wahre Herkunft zu erforschen. Er kann in der Welt nicht mehr heimisch werden, jedes Gefühl für seine Existenz ist ihm abhanden gekommen, bis zum Verlust seiner Schreibfähigkeit. In diese Lesung einbezogen werden auch die Fotografien aus dem Buch, die wie Echos aus einer anderen Welt wirken. Ein grossartiges Buch über Exil, Entwurzelung, Heimatlosigkeit und die Suche nach Identität eines bedeutenden Schriftstellers, de
Sa, 3.3.2018, 20:00
Buddenbrooks
nach dem Roman von Thomas Mann
In der Geschichte der Kaufmannsfamilie Buddenbrook beschreibt Thomas Mann den Untergang einer bürgerlichen Welt, in der Geschäftstugenden, die Heirat als Partie und die fehlerfrei geführte Familienchronik über das Glück des Einzelnen gestellt werden. Das Geschäfts- und Familienvermögen der Buddenbrooks geht in der Generation der Geschwister Thomas, Tony und Christian Stück für Stück verloren und am Ende stirbt mit Hanno der letzte mögliche Stammhalter. Als „Glieder einer Kette“ sind die Buddenbrooks familienökonomischen Zwängen, Versagensängsten und Überforderung ausgesetzt. Zugleich kündet der Roman von weit grösseren kulturellen und sozialen Zäsuren, bei denen scheinbar zementierte, einseitige Privilegien neu zur Verhandlung gestellt werden. Zunächst von Thomas Mann als Novelle konzipier
Sa, 3.3.2018, 20:15
Hello, Mister MacGuffin! (Uraufführung)
von René Pollesch
Uraufführung: 03. März 2018, Schiffbau/Box

„Es gibt ihn in fast jedem Film. Es ist der Falke aus dem ‚Malteser Falken‘, es ist der Tesserakt aus den ‚Avengers‘. Es ist immer das Ding, um das die Schauspieler auf der Leinwand besorgt sind, aber um das sich das Publikum wenig schert. Alfred Hitchcock hat ihm den Namen gegeben. Es ist ein Gegenstand, der seine Prominenz also seiner Bedeutungslosigkeit verdankt. Der MacGuffin wird gegen Ende des Films auch für die handelnden Personen ziemlich irrelevant. Und das würde ich gerne verhindern. Ich bin schliesslich ... also mein Name ist MacGuffin.“ René Pollesch

Erstmals inszeniert René Pollesch eine seiner avantgardistischen Komödien in einem Bühnenbild der in Zürich bestens bekannten Bühnenbildnerin Anna Viebrock. Das Stück verwebt Pollesc
Sa, 3.3.2018, 20:00
Showroom
Piet Baumgartner / Rio Wolta
Und er läuft und läuft und läuft. Einen Meilenstein in Sachen Zuverlässigkeit und Haltbarkeit stellt der Shotmaker dar. Auf viele Theaterbühnen bereits zu Hause, bewährt er sich genau wie seine Vorgängermodelle seit mehreren Jahrzehnten in jeglicher Hinsicht. Mit seinen bis zu 28 frei programmierbaren Positionen und stufenlos elektronischer Einstellung aller Funktionen, lässt der Shotmaker keine Wünsche offen. Das Standardmodell darf auf keiner Bühne fehlen.

Im «Showroom» demonstrieren der Regisseur Piet Baumgartner und der Musiker Rio Wolta Kunststücke ihres neuesten Produktfetischs: Tennisball-Maschinen. Die Einsatzmöglichkeiten der Maschinen sind unzählig, ihre Eigenschaften frappierend. Möge die Show beginnen.
Sa, 3.3.2018, 17:00
Austerlitz (von W.G. Sebald)
Geschichte eines Geschichtslosen
Der grosse deutsche Schriftsteller W. G. Sebald erzählt in diesem berührenden, wundersamen Buch die halb dokumentarische, halb fiktive Geschichte des Jacques Austerlitz, eines rätselhaften Mannes, der als jüdisches Flüchtlingskind in den vierziger Jahren bei einer gefühlskalten Predigerfamilie in Wales aufwuchs, dem Sprache und Name geraubt wurden, und der nun versucht, seine wahre Herkunft zu erforschen. Er kann in der Welt nicht mehr heimisch werden, jedes Gefühl für seine Existenz ist ihm abhanden gekommen, bis zum Verlust seiner Schreibfähigkeit. In diese Lesung einbezogen werden auch die Fotografien aus dem Buch, die wie Echos aus einer anderen Welt wirken. Ein grossartiges Buch über Exil, Entwurzelung, Heimatlosigkeit und die Suche nach Identität eines bedeutenden Schriftstellers, de
Sa, 3.3.2018 - So, 30.9.2018
Oïphorie: atelier oï
Zur Eröffnung des renovierten Stammhauses bespielt das Westschweizer Designbüro atelier oï die grosse, nun wieder doppelgeschossige Halle mit raumgreifenden Installationen. Die Troïka der Atelier-Gründer lässt uns eintauchen in eine Atmosphäre aus Licht, Farbe und Bewegung. Im gleichen Atemzug schafft sie eine Bühne für ihr vielfältiges Werk. Das Studio arbeitet interdisziplinär, international und in allen Dimensionen, von der Kaffeetasse bis zum Fabrikgebäude. Es entwirft für Firmen wie Foscarini, Louis Vuitton, Nespresso oder Röthlisberger und realisiert selbst initiierte Projekte – immer geprägt durch das Interesse am Zusammenhang von Werkstoff, Handarbeit und Form. Materialstudien, Prototypen, Produkte und Bilder geben Einblick in die ebenso systematische wie spielerische Arbeitsweise
Sa, 3.3.2018, 15:00
HASE UND BÄR
von Theater Jungfrau & Co. Ein Stück über die ungewöhnliche Freundschaft zwischen Hasenstark und Angstbär, übers Kranksein und die Kraft der Fantasie. Bär und Hase liegen in einem Spitalzimmer. Bär, weil er nur ein Auge hat, Hase, weil er nur ein Ohr hat. Die beiden können nicht schlafen und machen sich auf, das Spital zu erkunden. Was verbirgt sich hinter all den Türen auf den langen Fluren? Und warum steht ein Aquarium im Spital? Das Stück erzählt die Geschichte von Hasenstark und Angstbär. Beide sind nicht «komplett» und sollen «geflickt» werden. Die Themen sind Freundschaft unter erschwerten Bedingungen, Angst haben vor der Ungewissheit eines Spitalaufenthalts, Krankheit und Versehrtheit. Der Ort des Geschehens ist das Spital, wo auch andere verletzte und kranke Kinder sind. Mit ihnen verbündet sich das Tierduo, und gemeinsam erklären sie das Spital zu ihrem Territorium. Ab 4 Jahren, inkl. Zvieri SPIEL Brigitta Weber, Michael Glatthard INSZENIERUNG Sibylle Heiniger PROJEKTIONEN Mohéna Kühni BÜHNE/KOSTÜME Renate Wünsch MUSIK Resli Burri LICHTDESIGN Martin Brun
THEATER AM GLEIS | Untere Vogelsangstrasse 3 | 8400 Winterthur
So, 4.3.2018, 19:00
Homo faber
nach dem Roman von Max Frisch
„Gewohnt, immer in Bewegung zu sein, gewohnt, dass alles funktioniert – und zwar so, wie ich es will –, lese ich ‚Homo faber‘ und frage mich, ob nicht der Fehler im System oft ein Glücksfall ist, der Stillstand mich nach vorn bringt, der Sand im Getriebe die Maschine eigentlich befeuert.“ Bastian Kraft

Die Notlandung eines Flugzeugs in der Wüste. Darin der Passagier Walter Faber, ein Schweizer Ingenieur mit einem unerschütterlich rationalistischen Weltbild – ein Mann um die 50, der alles, was an Kunst, Liebe, Religion oder Schicksal nicht wissenschaftlich erklärbar ist, beiseite tut. Zwar ist auch die Begegnung in diesem Flugzeug mit Herbert, der ihn von seinen Plänen abbringt und zu seinem alten Freund Joachim in die Wüste führt, schon ein erstaunlicher Zufall. Ins Wanken gerät Walter
So, 4.3.2018, 19:30
Super Food Heroes
von Clara Dobbertin und Ensemble
Kammer machen! Die Assistentenreihe am Schauspielhaus

Wir tun es jeden Tag, mehrmals: Essen. Nur, was ist tatsächlich in unserem Essen drin? Kann uns das, was wir uns einverleiben, verändern? Und kann Essen politisch sein? Clara Dobbertin, Regieassistentin am Schauspielhaus, schickt drei Superhelden auf die Mission, die menschliche „Essistenz“ zu retten. Wird es ihnen gelingen, die gustatorische Katastrophe zu verhindern?

Regie: Clara Dobbertin
Bühne: Sandra Antille, Selina Puorger
Kostüme: Tiziana Angela Ramsauer
So, 4.3.2018, 19:00
Zur schönen Aussicht
Eine Komödie von Ödön von Horváth
Ein morbides Hotel mit dem Namen „Zur schönen Aussicht“ am Rande eines mitteleuropäischen Dorfs: „Eine mächtige alte Karte Europas hängt an der Wand. In der Ecke eine vergilbte Palme. Alles verstaubt und verwahrlost. Im Zimmer über der Halle spielt ein Grammofon Südseeweisen.“ Das Personal dieses gespenstischen Orts: Der kleinkriminelle Kellner Max, welcher die kaum vorhandenen Gäste vorzugsweise barfuss bedient, sowie der windige Chauffeur Karl, der schon mindestens einen Menschen totgeschlagen hat. Der Direktor des Hotels, Strasser, ein abgesetzter Offizier und abgehalfterter Leinwandstar, ist längst nicht mehr liquide. Dementsprechend abhängig ist er von dem einzigen zahlenden Dauergast, der Baronin Ada Freifrau von Stetten, „ein aufgebügeltes, verdorrtes weibliches Wesen mit Torschluss
So, 4.3.2018, 20:00
Showroom
Piet Baumgartner / Rio Wolta
Und er läuft und läuft und läuft. Einen Meilenstein in Sachen Zuverlässigkeit und Haltbarkeit stellt der Shotmaker dar. Auf viele Theaterbühnen bereits zu Hause, bewährt er sich genau wie seine Vorgängermodelle seit mehreren Jahrzehnten in jeglicher Hinsicht. Mit seinen bis zu 28 frei programmierbaren Positionen und stufenlos elektronischer Einstellung aller Funktionen, lässt der Shotmaker keine Wünsche offen. Das Standardmodell darf auf keiner Bühne fehlen.

Im «Showroom» demonstrieren der Regisseur Piet Baumgartner und der Musiker Rio Wolta Kunststücke ihres neuesten Produktfetischs: Tennisball-Maschinen. Die Einsatzmöglichkeiten der Maschinen sind unzählig, ihre Eigenschaften frappierend. Möge die Show beginnen.
So, 4.3.2018, 17:00
Austerlitz (von W.G. Sebald)
Geschichte eines Geschichtslosen
Der grosse deutsche Schriftsteller W. G. Sebald erzählt in diesem berührenden, wundersamen Buch die halb dokumentarische, halb fiktive Geschichte des Jacques Austerlitz, eines rätselhaften Mannes, der als jüdisches Flüchtlingskind in den vierziger Jahren bei einer gefühlskalten Predigerfamilie in Wales aufwuchs, dem Sprache und Name geraubt wurden, und der nun versucht, seine wahre Herkunft zu erforschen. Er kann in der Welt nicht mehr heimisch werden, jedes Gefühl für seine Existenz ist ihm abhanden gekommen, bis zum Verlust seiner Schreibfähigkeit. In diese Lesung einbezogen werden auch die Fotografien aus dem Buch, die wie Echos aus einer anderen Welt wirken. Ein grossartiges Buch über Exil, Entwurzelung, Heimatlosigkeit und die Suche nach Identität eines bedeutenden Schriftstellers, de
So, 4.3.2018, 11:00
EIN LOCH IST MEISTENS RUND
von florschütz & döhnert Seit vielen Jahren schafft dieses Berliner Duo wunderschöne Objekttheater-Inszenierungen für das junge Publikum. In «Ein Loch ist meistens rund» zaubern die beiden Figurenspieler Löcher in Boden und Wände, lassen sie verschwinden und wieder auftauchen. Fast ohne Worte, mit Geräuschen, Musik, illusionistischen Tricks und clowneskem Humor machen sie sich mit dem Publikum auf eine Entdeckungsreise ins Reich der Fantasie. Was ist echt, was nicht? Was ist möglich, was nicht? Das Unbekannte lockt und weckt den Forschergeist. Eine Überraschung folgt der anderen. Ab 4 Jahren, inkl. Brunch ab 10:15 Uhr IDEE / SPIEL Melanie Florschütz, Michael Döhnert KÜNSTLERISCHE BEGLEITUNG / LICHT Joachim Fleischer BÜHNENMALEREI Wolf Dieckmann KOSTÜME Adelheid Wieser BERATUNG/ILLUSIONISTISCHE TRICKS Andreas Meinhardt
THEATER AM GLEIS | Untere Vogelsangstrasse 3 | 8400 Winterthur
So, 4.3.2018, 20:15
JMO - Al Nge Taa
JazzAmMittwoch - im Rahmen von ENTGLEIST 2018 Drei Länder – eine Sprache: Die Musik von JMO lässt die Kunst des Geschichtenerzählens wieder aufleben. Das Trio überschreitet Grenzen zwischen traditionellen und modernen Klängen aus Afrika, Europa und dem Orient. Der perlend klare Klang der Kora trifft auf die sonoren, rauchigen Töne der Bassklarinette und wird unterstützt von den verschiedensten Perkussionsinstrumenten. Das Zusammenspiel besticht durch schöne Melodien und rhythmische Eleganz – es entsteht eine authentische und zeitgenössische Kammermusik. «Al nge taa» ist die erste CD dieses Trios und bedeutet «let's move!» in Mandinka. Das Aufeinandertreffen der drei Kulturen, die Auswahl der Instrumente, der reiche Fundus an Ideen, Melodien, Rhythmen und die kraftvolle Stimme machen «Al Nge Taa» zu einem unvergesslichen Hörabenteuer! KORA / VOCA / TALKING DRUM Moussa Cissokho (Senegal), CONTRA-/ALTO-/BASS CLARINET/SOPRANO SAX Jan Galega Brönnimann (Switzerland) PERCUSSION / HANG / KALIMBA Omri Hason (Israel)
THEATER AM GLEIS | Untere Vogelsangstrasse 3 | 8400 Winterthur
So, 4.3.2018, 11:00
Purzel-Konzert «Für Hund und Katz ist auch noch Platz» Kinder von 3-5 Jahren
«Hopp und los, die Welt ist schön, die Welt ist gross!» Eine Reise auf dem Hexenbesen ist lustig, vor allem, wenn noch Platz ist für Hund und Katz und Frosch und Vogel. Doch auch für eine Hexe ist das Leben voller Gefahren. Besonders, wenn sie einem gefrässigen Drachen vor die Füsse fällt. Da ist es gut, wenn man Freunde hat, die einem aus der Patsche helfen.
ZÜRCHER KAMMERORCHESTER | Seefeldstrasse 305 | 8008 Zürich
So, 4.3.2018, 16:00
Purzel-Konzert «Für Hund und Katz ist auch noch Platz» Kinder von 3-5 Jahren
«Hopp und los, die Welt ist schön, die Welt ist gross!» Eine Reise auf dem Hexenbesen ist lustig, vor allem, wenn noch Platz ist für Hund und Katz und Frosch und Vogel. Doch auch für eine Hexe ist das Leben voller Gefahren. Besonders, wenn sie einem gefrässigen Drachen vor die Füsse fällt. Da ist es gut, wenn man Freunde hat, die einem aus der Patsche helfen.
ZÜRCHER KAMMERORCHESTER | Seefeldstrasse 305 | 8008 Zürich
So, 4.3.2018, 14:00
Purzel-Konzert «Für Hund und Katz ist auch noch Platz» Kinder von 3-5 Jahren
«Hopp und los, die Welt ist schön, die Welt ist gross!» Eine Reise auf dem Hexenbesen ist lustig, vor allem, wenn noch Platz ist für Hund und Katz und Frosch und Vogel. Doch auch für eine Hexe ist das Leben voller Gefahren. Besonders, wenn sie einem gefrässigen Drachen vor die Füsse fällt. Da ist es gut, wenn man Freunde hat, die einem aus der Patsche helfen.
ZÜRCHER KAMMERORCHESTER | Seefeldstrasse 305 | 8008 Zürich
Mo, 5.3.2018, 20:00
Der zerbrochne Krug
Ein Lustspiel von Heinrich von Kleist
Ihre Welt liegt in Scherben: Der Krug der Marthe Rull, kunstvoll bemalt mit Szenen vom Gründungsakt der Niederlande, ist zerbrochen. Ausgerechnet im Zimmer der Tochter Eve ging er zu Bruch, nachdem das wertvolle Stück ein Zeitalter von Brand und Zerstörung überstanden hatte. Unter Verdacht steht Eves Verlobter Ruprecht, den Marthe vor dem Gericht in Huisum nun verklagt. Ruprecht erlebte am Tatort eine andere Situation. Er beschimpft seine Verlobte, er habe sie mit einem Fremden, der danach die Flucht ergriff, bei einer nächtlichen Liaison erwischt. Der Dorfrichter Adam hat den Fall aufzuklären, dessen Nacht aber auch nicht ruhig verlief. Sein Schädel ist lädiert und bewegen kann er sich nur noch humpelnd. Was geschah in dieser Nacht? Die Zeugen reden aneinander vorbei, unterbrechen einande
Mo, 5.3.2018, 19:30
Zündels Abgang
nach dem Roman von Markus Werner
„„Zündels Abgang“ verstehe ich als eine poetische Beschreibung eines Unwohlseins, die subtile Beobachtung eines Ausbruchs. Eine Spurensuche nach einem Menschen, der sich irgendwann verliert. Eine Spurensuche nach einem Selbst, die sich irgendwann auszulöschen beginnt.“ Zino Wey

Keiner weiss, wie es eigentlich zum Verschwinden von Zündel gekommen ist. Am allerwenigsten er selbst. Ab einem gewissen Punkt begann sich etwas zu verschieben und in andere Bahnen zu laufen. Obwohl sein Leben vorher gleichförmig und ereignislos verlaufen war, mit Magda seiner Frau, seinem Beruf als Lehrer, dem gemeinsamen Alltag. Vielleicht war es nur eine Beziehungskrise, in die sie hineingeraten sind? Und mit ein wenig Distanz würde man alles wieder ins Lot bringen. Zündel entschliesst sich zu einer Reise nach
Mo, 5.3.2018, 20:00
Showroom
Piet Baumgartner / Rio Wolta
Und er läuft und läuft und läuft. Einen Meilenstein in Sachen Zuverlässigkeit und Haltbarkeit stellt der Shotmaker dar. Auf viele Theaterbühnen bereits zu Hause, bewährt er sich genau wie seine Vorgängermodelle seit mehreren Jahrzehnten in jeglicher Hinsicht. Mit seinen bis zu 28 frei programmierbaren Positionen und stufenlos elektronischer Einstellung aller Funktionen, lässt der Shotmaker keine Wünsche offen. Das Standardmodell darf auf keiner Bühne fehlen.

Im «Showroom» demonstrieren der Regisseur Piet Baumgartner und der Musiker Rio Wolta Kunststücke ihres neuesten Produktfetischs: Tennisball-Maschinen. Die Einsatzmöglichkeiten der Maschinen sind unzählig, ihre Eigenschaften frappierend. Möge die Show beginnen.
Di, 6.3.2018, 20:15
Hello, Mister MacGuffin!
von René Pollesch
Uraufführung: 03. März 2018, Schiffbau/Box

„Es gibt ihn in fast jedem Film. Es ist der Falke aus dem ‚Malteser Falken‘, es ist der Tesserakt aus den ‚Avengers‘. Es ist immer das Ding, um das die Schauspieler auf der Leinwand besorgt sind, aber um das sich das Publikum wenig schert. Alfred Hitchcock hat ihm den Namen gegeben. Es ist ein Gegenstand, der seine Prominenz also seiner Bedeutungslosigkeit verdankt. Der MacGuffin wird gegen Ende des Films auch für die handelnden Personen ziemlich irrelevant. Und das würde ich gerne verhindern. Ich bin schliesslich ... also mein Name ist MacGuffin.“ René Pollesch

Erstmals inszeniert René Pollesch eine seiner avantgardistischen Komödien in einem Bühnenbild der in Zürich bestens bekannten Bühnenbildnerin Anna Viebrock. Das Stück verwebt Pollesc
Di, 6.3.2018, 20:00
Zur schönen Aussicht
Eine Komödie von Ödön von Horváth
Ein morbides Hotel mit dem Namen „Zur schönen Aussicht“ am Rande eines mitteleuropäischen Dorfs: „Eine mächtige alte Karte Europas hängt an der Wand. In der Ecke eine vergilbte Palme. Alles verstaubt und verwahrlost. Im Zimmer über der Halle spielt ein Grammofon Südseeweisen.“ Das Personal dieses gespenstischen Orts: Der kleinkriminelle Kellner Max, welcher die kaum vorhandenen Gäste vorzugsweise barfuss bedient, sowie der windige Chauffeur Karl, der schon mindestens einen Menschen totgeschlagen hat. Der Direktor des Hotels, Strasser, ein abgesetzter Offizier und abgehalfterter Leinwandstar, ist längst nicht mehr liquide. Dementsprechend abhängig ist er von dem einzigen zahlenden Dauergast, der Baronin Ada Freifrau von Stetten, „ein aufgebügeltes, verdorrtes weibliches Wesen mit Torschluss
Di, 6.3.2018, 19:30
Klavierkonzert mit Christian Zacharias
Christian Zacharias ist einer der klügsten Pianisten unserer Zeit. Nun spielt er in Zürich einerseits Werke von Bach, in denen Form und tief empfundene Menschlichkeit eine Symbiose eingehen. Andererseits stellt er Haydn aufs Programm, denn Zacharias ist überzeugt, dass gerade dieser oft vernachlässigte Komponist viel über unsere Welt zu sagen hat. Durch seine musikalische Arbeit möchte er ihm wieder etwas mehr Aufmerksamkeit verschaffen.
ZÜRCHER KAMMERORCHESTER | Seefeldstrasse 305 | 8008 Zürich
Mi, 7.3.2018, 19:30
Hans Schleif
von Matthias Neukirch und Julian Klein
Hans Schleif war Architekt, Archäologe, Familienvater und ranghohes Mitglied der SS. Sein Enkel Matthias Neukirch, seit dieser Spielzeit Mitglied im Ensemble des Schauspielhauses, begibt sich auf die Suche nach dessen Biografie. Mit dem Versuch, Vergangenheit und Gegenwart zu verknüpfen, macht seine sehr persönliche Arbeit, die für den Friedrich-Luft-Preis nominiert wurde, die Geschichte unmittelbar greifbar.

Regie: Julian Klein
Mi, 7.3.2018, 20:15
Hello, Mister MacGuffin!
von René Pollesch
Uraufführung: 03. März 2018, Schiffbau/Box

„Es gibt ihn in fast jedem Film. Es ist der Falke aus dem ‚Malteser Falken‘, es ist der Tesserakt aus den ‚Avengers‘. Es ist immer das Ding, um das die Schauspieler auf der Leinwand besorgt sind, aber um das sich das Publikum wenig schert. Alfred Hitchcock hat ihm den Namen gegeben. Es ist ein Gegenstand, der seine Prominenz also seiner Bedeutungslosigkeit verdankt. Der MacGuffin wird gegen Ende des Films auch für die handelnden Personen ziemlich irrelevant. Und das würde ich gerne verhindern. Ich bin schliesslich ... also mein Name ist MacGuffin.“ René Pollesch

Erstmals inszeniert René Pollesch eine seiner avantgardistischen Komödien in einem Bühnenbild der in Zürich bestens bekannten Bühnenbildnerin Anna Viebrock. Das Stück verwebt Pollesc
Mi, 7.3.2018, 20:00
Zur schönen Aussicht
Eine Komödie von Ödön von Horváth
Ein morbides Hotel mit dem Namen „Zur schönen Aussicht“ am Rande eines mitteleuropäischen Dorfs: „Eine mächtige alte Karte Europas hängt an der Wand. In der Ecke eine vergilbte Palme. Alles verstaubt und verwahrlost. Im Zimmer über der Halle spielt ein Grammofon Südseeweisen.“ Das Personal dieses gespenstischen Orts: Der kleinkriminelle Kellner Max, welcher die kaum vorhandenen Gäste vorzugsweise barfuss bedient, sowie der windige Chauffeur Karl, der schon mindestens einen Menschen totgeschlagen hat. Der Direktor des Hotels, Strasser, ein abgesetzter Offizier und abgehalfterter Leinwandstar, ist längst nicht mehr liquide. Dementsprechend abhängig ist er von dem einzigen zahlenden Dauergast, der Baronin Ada Freifrau von Stetten, „ein aufgebügeltes, verdorrtes weibliches Wesen mit Torschluss
Mi, 7.3.2018, 19:30
Flimmerschimmer - Die Show mit Folgen
All die vermeintlich nutzlosen Stunden vor der Glotze zahlen sich bei "Flimmerschimmer" aus. Das Publikum bestreitet verschiedene Quiz-Kategorien zu Perlen und Peinlichkeiten aus rund 40 Jahren TV-Unterhaltung. Ob mit Fernsehkinder-Grundwissen oder televisionärer Intuition: Den fleissigsten Punktesammler/innen winken famose Preise und viel zweifelhafte Ehr'. Showtime 19.30 Uhr Tickets an der Abendkasse ab 19.00 Uhr Eintritt 12 CHF
HOUDINI KINO/BAR | Badenerstrasse 173 | 8003 Zürich
Mi, 7.3.2018, 19:30
Kristian Bezuidenhout
Bezuidenhout ist ein Musiker mit unglaublichem Esprit, musikalischer Aufgekratztheit und inhaltlicher Kompromisslosigkeit. Und genau damit wird er in diesem Konzert in der Kirche St. Peter das Zürcher Kammerorchester und sein Publikum begeistern. Der Pianist aus Südafrika ist seit Jahren mit seinem Hammerklavier unterwegs, also mit jenem Instrument, das auch Mozart zur Verfügung stand. Man hört bei Bezuidenhout stets den revolutionären Impetus, immer aber auch die historische Informiertheit. Das Wissen, der Anstand und die Klugheit sind Teil seiner emotionalen, radikalen und leidenschaftlichen Klangrevolution.
ZÜRCHER KAMMERORCHESTER | Seefeldstrasse 305 | 8008 Zürich
Do, 8.3.2018, 20:00
Am Königsweg (Premiere)
von Elfriede Jelinek
Schweizer Erstaufführung: 08. März 2018, Pfauen

„Der König sieht mir nicht danach aus, als würde er überhaupt irgendetwas tun wollen. Ausser Schulden machen, daran sind aber auch wir schuld.“

In Zentrum von Elfriede Jelineks düster-mäanderndem Text stehen Welten lenkende Könige und deren Herrschaft kommentierende Prophet(inn)en, beide mit Blindheit geschlagen. Sie richtet den Blick auf die gegenwärtigen Entwicklungen des Globus und lässt Stimmen und Motive aus der Mythologie und abendländischen Kulturgeschichte hervorschimmern, die sie als ewig kommentierende „sehende Dichterin“ paraphrasiert, konterkariert und ironisiert. Der „König“ Donald Trump, der seine Vormachtstellung den Tätigkeiten als Immobilienhändler und Casinobetreiber und Reality-TV-Darsteller verdankt, steht im Kontext
Do, 8.3.2018, 10:30
Hans Schleif
von Matthias Neukirch und Julian Klein
Hans Schleif war Architekt, Archäologe, Familienvater und ranghohes Mitglied der SS. Sein Enkel Matthias Neukirch, seit dieser Spielzeit Mitglied im Ensemble des Schauspielhauses, begibt sich auf die Suche nach dessen Biografie. Mit dem Versuch, Vergangenheit und Gegenwart zu verknüpfen, macht seine sehr persönliche Arbeit, die für den Friedrich-Luft-Preis nominiert wurde, die Geschichte unmittelbar greifbar.

Regie: Julian Klein
Do, 8.3.2018, 20:00
Showroom
Piet Baumgartner / Rio Wolta
Und er läuft und läuft und läuft. Einen Meilenstein in Sachen Zuverlässigkeit und Haltbarkeit stellt der Shotmaker dar. Auf viele Theaterbühnen bereits zu Hause, bewährt er sich genau wie seine Vorgängermodelle seit mehreren Jahrzehnten in jeglicher Hinsicht. Mit seinen bis zu 28 frei programmierbaren Positionen und stufenlos elektronischer Einstellung aller Funktionen, lässt der Shotmaker keine Wünsche offen. Das Standardmodell darf auf keiner Bühne fehlen.

Im «Showroom» demonstrieren der Regisseur Piet Baumgartner und der Musiker Rio Wolta Kunststücke ihres neuesten Produktfetischs: Tennisball-Maschinen. Die Einsatzmöglichkeiten der Maschinen sind unzählig, ihre Eigenschaften frappierend. Möge die Show beginnen.
Do, 8.3.2018, 20:00
Nietzsches Regenschirm (von Thomas Hürlimann)
Nietzsche in Sils Maria
Sils-Maria 1881: Friedrich Nietzsche bricht im Sommer zu einer folgenschweren Wanderung auf. Wie immer mit dabei: sein roter Regenschirm. Mal als Spazierstock, mal als schützendes Dach wird er zur farbenreichen Projektionsfläche philosophischer Denkräume. Siebeneinhalb Jahre später: Der Philosoph bricht zusammen, mit seinem Schirm auf einer Piazza im winterlichen Turin. Hat er ihn fallen lassen? Und wo ist er geblieben? Ein wahres Feuerwerk an Fragen, Ideen und Geschichten entzündet sich an Nietzsches Regenschirm und ihr Erzähler weiss sie leicht und witzig zu einer Sternstunde Philosophie zu verbinden. Ein hinreissender, (auto)biografischer Text mit Bodo Krumwiede als Ich-Erzähler.

Szenischer Monolog

Erzähler: Bodo Krumwiede
Bildprojektionen, Regie: Rudolph Jula
Oeil extérieur: Wo
Fr, 9.3.2018, 19:30
Hans Schleif
von Matthias Neukirch und Julian Klein
Hans Schleif war Architekt, Archäologe, Familienvater und ranghohes Mitglied der SS. Sein Enkel Matthias Neukirch, seit dieser Spielzeit Mitglied im Ensemble des Schauspielhauses, begibt sich auf die Suche nach dessen Biografie. Mit dem Versuch, Vergangenheit und Gegenwart zu verknüpfen, macht seine sehr persönliche Arbeit, die für den Friedrich-Luft-Preis nominiert wurde, die Geschichte unmittelbar greifbar.

Regie: Julian Klein
Fr, 9.3.2018, 20:00
Showroom
Piet Baumgartner / Rio Wolta
Und er läuft und läuft und läuft. Einen Meilenstein in Sachen Zuverlässigkeit und Haltbarkeit stellt der Shotmaker dar. Auf viele Theaterbühnen bereits zu Hause, bewährt er sich genau wie seine Vorgängermodelle seit mehreren Jahrzehnten in jeglicher Hinsicht. Mit seinen bis zu 28 frei programmierbaren Positionen und stufenlos elektronischer Einstellung aller Funktionen, lässt der Shotmaker keine Wünsche offen. Das Standardmodell darf auf keiner Bühne fehlen.

Im «Showroom» demonstrieren der Regisseur Piet Baumgartner und der Musiker Rio Wolta Kunststücke ihres neuesten Produktfetischs: Tennisball-Maschinen. Die Einsatzmöglichkeiten der Maschinen sind unzählig, ihre Eigenschaften frappierend. Möge die Show beginnen.
Fr, 9.3.2018, 20:00
Nietzsches Regenschirm (von Thomas Hürlimann)
Nietzsche in Sils Maria
Sils-Maria 1881: Friedrich Nietzsche bricht im Sommer zu einer folgenschweren Wanderung auf. Wie immer mit dabei: sein roter Regenschirm. Mal als Spazierstock, mal als schützendes Dach wird er zur farbenreichen Projektionsfläche philosophischer Denkräume. Siebeneinhalb Jahre später: Der Philosoph bricht zusammen, mit seinem Schirm auf einer Piazza im winterlichen Turin. Hat er ihn fallen lassen? Und wo ist er geblieben? Ein wahres Feuerwerk an Fragen, Ideen und Geschichten entzündet sich an Nietzsches Regenschirm und ihr Erzähler weiss sie leicht und witzig zu einer Sternstunde Philosophie zu verbinden. Ein hinreissender, (auto)biografischer Text mit Bodo Krumwiede als Ich-Erzähler.

Szenischer Monolog

Erzähler: Bodo Krumwiede
Bildprojektionen, Regie: Rudolph Jula
Oeil extérieur: Wo
Sa, 10.3.2018, 20:00
Mir nämeds uf öis
von Christoph Marthaler und Ensemble
Eine der zentralen Fragen der Gegenwart lautet: wohin mit den Fehlleistungen meines Wirkens auf Erden? Gemeint ist hier weniger der Wunsch nach spiritueller Vergebung. Gesucht wird nach einer Entsorgungsstelle für jene zweifelhaften Daten und Zahlen, die die finanziellen, politischen, ideologischen und ökologischen Bilanzen belasten. Was früher einfach mit Tipp-Ex vertuscht oder in Beichtstühlen verhandelt wurde, trägt spätestens seit der letzten Weltfinanzkrise den Namen „Bad Bank“. Diese Institution nimmt alles, was monetär faul oder absolut verfault ist, und lässt auf diese Weise die Marmorsäulen der klassischen Finanzhäuser in zarter Unschuld glitzern. Doch reicht das in Anbetracht der globalen Sündenfülle? Wohl kaum. Genau aus diesem Grund gründen Christoph Marthaler und sein Ensemble
Sa, 10.3.2018, 20:00
Showroom
Piet Baumgartner / Rio Wolta
Und er läuft und läuft und läuft. Einen Meilenstein in Sachen Zuverlässigkeit und Haltbarkeit stellt der Shotmaker dar. Auf viele Theaterbühnen bereits zu Hause, bewährt er sich genau wie seine Vorgängermodelle seit mehreren Jahrzehnten in jeglicher Hinsicht. Mit seinen bis zu 28 frei programmierbaren Positionen und stufenlos elektronischer Einstellung aller Funktionen, lässt der Shotmaker keine Wünsche offen. Das Standardmodell darf auf keiner Bühne fehlen.

Im «Showroom» demonstrieren der Regisseur Piet Baumgartner und der Musiker Rio Wolta Kunststücke ihres neuesten Produktfetischs: Tennisball-Maschinen. Die Einsatzmöglichkeiten der Maschinen sind unzählig, ihre Eigenschaften frappierend. Möge die Show beginnen.
Sa, 10.3.2018, 17:00
Nietzsches Regenschirm (von Thomas Hürlimann)
Nietzsche in Sils Maria
Sils-Maria 1881: Friedrich Nietzsche bricht im Sommer zu einer folgenschweren Wanderung auf. Wie immer mit dabei: sein roter Regenschirm. Mal als Spazierstock, mal als schützendes Dach wird er zur farbenreichen Projektionsfläche philosophischer Denkräume. Siebeneinhalb Jahre später: Der Philosoph bricht zusammen, mit seinem Schirm auf einer Piazza im winterlichen Turin. Hat er ihn fallen lassen? Und wo ist er geblieben? Ein wahres Feuerwerk an Fragen, Ideen und Geschichten entzündet sich an Nietzsches Regenschirm und ihr Erzähler weiss sie leicht und witzig zu einer Sternstunde Philosophie zu verbinden. Ein hinreissender, (auto)biografischer Text mit Bodo Krumwiede als Ich-Erzähler.

Szenischer Monolog

Erzähler: Bodo Krumwiede
Bildprojektionen, Regie: Rudolph Jula
Oeil extérieur: Wo
Sa, 10.3.2018, 20:15
ㅇㅣ – NONVERBAL COMMUNICATION
von Mimi Jeong - im Rahmen von ENTGLEIST 2018 Wer führt, wer folgt? Diese Solo-Performance verfolgt die Wechselbeziehung zwischen einem menschlichen Körper und seiner strukturierten Umwelt. Hier werden der Einfluss von Distanz, physischen oder unsichtbaren Quellen auf den menschlichen Körper und seine Bewegung im Raum befragt. Im Wechselspiel zwischen Stille und Lärm, Spannung und Gegengewicht sind alle Entitäten dieser Umgebung auf einer gemeinsamen Suche nach Entsprechungen. Es entsteht ein fragiler Raum, dessen spezifischer Kontext aus Live-Sound, Bewegung und Raum-Interaktion das Umfeld für den menschlichen Körper schafft. Die Schlüsselrolle kommt der Kurve und Linie zu. O | sind die Basis vieler Schriften und werden in dieser Performance zum Ausgangspunkt der choreografischen, räumlichen und musikalischen Sprache. KONZEPT/CHOREOGRAPHIE/PERFORMANCE Mimi Jeong KONZEPT/BÜHNENBILD/LICHTDESIGN Julien Brun SOUND/KOMPOSITION Bruno Spoerri
THEATER AM GLEIS | Untere Vogelsangstrasse 3 | 8400 Winterthur
So, 11.3.2018, 15:00
Mir nämeds uf öis
von Christoph Marthaler und Ensemble
Eine der zentralen Fragen der Gegenwart lautet: wohin mit den Fehlleistungen meines Wirkens auf Erden? Gemeint ist hier weniger der Wunsch nach spiritueller Vergebung. Gesucht wird nach einer Entsorgungsstelle für jene zweifelhaften Daten und Zahlen, die die finanziellen, politischen, ideologischen und ökologischen Bilanzen belasten. Was früher einfach mit Tipp-Ex vertuscht oder in Beichtstühlen verhandelt wurde, trägt spätestens seit der letzten Weltfinanzkrise den Namen „Bad Bank“. Diese Institution nimmt alles, was monetär faul oder absolut verfault ist, und lässt auf diese Weise die Marmorsäulen der klassischen Finanzhäuser in zarter Unschuld glitzern. Doch reicht das in Anbetracht der globalen Sündenfülle? Wohl kaum. Genau aus diesem Grund gründen Christoph Marthaler und sein Ensemble
So, 11.3.2018, 19:15
Hello, Mister MacGuffin!
von René Pollesch
Uraufführung: 03. März 2018, Schiffbau/Box

„Es gibt ihn in fast jedem Film. Es ist der Falke aus dem ‚Malteser Falken‘, es ist der Tesserakt aus den ‚Avengers‘. Es ist immer das Ding, um das die Schauspieler auf der Leinwand besorgt sind, aber um das sich das Publikum wenig schert. Alfred Hitchcock hat ihm den Namen gegeben. Es ist ein Gegenstand, der seine Prominenz also seiner Bedeutungslosigkeit verdankt. Der MacGuffin wird gegen Ende des Films auch für die handelnden Personen ziemlich irrelevant. Und das würde ich gerne verhindern. Ich bin schliesslich ... also mein Name ist MacGuffin.“ René Pollesch

Erstmals inszeniert René Pollesch eine seiner avantgardistischen Komödien in einem Bühnenbild der in Zürich bestens bekannten Bühnenbildnerin Anna Viebrock. Das Stück verwebt Pollesc
So, 11.3.2018, 18:00
Showroom
Piet Baumgartner / Rio Wolta
Und er läuft und läuft und läuft. Einen Meilenstein in Sachen Zuverlässigkeit und Haltbarkeit stellt der Shotmaker dar. Auf viele Theaterbühnen bereits zu Hause, bewährt er sich genau wie seine Vorgängermodelle seit mehreren Jahrzehnten in jeglicher Hinsicht. Mit seinen bis zu 28 frei programmierbaren Positionen und stufenlos elektronischer Einstellung aller Funktionen, lässt der Shotmaker keine Wünsche offen. Das Standardmodell darf auf keiner Bühne fehlen.

Im «Showroom» demonstrieren der Regisseur Piet Baumgartner und der Musiker Rio Wolta Kunststücke ihres neuesten Produktfetischs: Tennisball-Maschinen. Die Einsatzmöglichkeiten der Maschinen sind unzählig, ihre Eigenschaften frappierend. Möge die Show beginnen.
So, 11.3.2018, 17:00
Nietzsches Regenschirm (von Thomas Hürlimann)
Nietzsche in Sils Maria
Sils-Maria 1881: Friedrich Nietzsche bricht im Sommer zu einer folgenschweren Wanderung auf. Wie immer mit dabei: sein roter Regenschirm. Mal als Spazierstock, mal als schützendes Dach wird er zur farbenreichen Projektionsfläche philosophischer Denkräume. Siebeneinhalb Jahre später: Der Philosoph bricht zusammen, mit seinem Schirm auf einer Piazza im winterlichen Turin. Hat er ihn fallen lassen? Und wo ist er geblieben? Ein wahres Feuerwerk an Fragen, Ideen und Geschichten entzündet sich an Nietzsches Regenschirm und ihr Erzähler weiss sie leicht und witzig zu einer Sternstunde Philosophie zu verbinden. Ein hinreissender, (auto)biografischer Text mit Bodo Krumwiede als Ich-Erzähler.

Szenischer Monolog

Erzähler: Bodo Krumwiede
Bildprojektionen, Regie: Rudolph Jula
Oeil extérieur: Wo
So, 11.3.2018, 19:00
ALLES AUF ANFANG
Songs und so - im Rahmen von ENTGLEIST 2018 Ein szenischer Liederabend über die Liebe und ihre Umwege mit Cordula Sauter und Katharina Bohny. Die grosse Liebe geht schief. Was kann da noch kommen? In «Alles auf Anfang» diskutieren und singen zwei Frauen anhand von Texten und Liedern über die erste Liebe und das Verlassenwerden, über weibliche Stärken und Stolpersteine und streiten sich über die Frage, wie lange eine Frau im Regen auf einen Mann warten soll. Diesmal wird alles anders! Dabei begegnen uns Freundinnen, Inneneinrichtungen, Männerbilder, Hoffnungen, Lebensweisheiten und viel Humor. Ein dramatisch-witziger Abend über das Scheitern und den Mut, neu anzufangen. AKKORDEON Cordula Sauter GESANG Katharina Bohny
THEATER AM GLEIS | Untere Vogelsangstrasse 3 | 8400 Winterthur
Mo, 12.3.2018, 20:00
Am Königsweg
von Elfriede Jelinek
Schweizer Erstaufführung: 08. März 2018, Pfauen

„Der König sieht mir nicht danach aus, als würde er überhaupt irgendetwas tun wollen. Ausser Schulden machen, daran sind aber auch wir schuld.“

In Zentrum von Elfriede Jelineks düster-mäanderndem Text stehen Welten lenkende Könige und deren Herrschaft kommentierende Prophet(inn)en, beide mit Blindheit geschlagen. Sie richtet den Blick auf die gegenwärtigen Entwicklungen des Globus und lässt Stimmen und Motive aus der Mythologie und abendländischen Kulturgeschichte hervorschimmern, die sie als ewig kommentierende „sehende Dichterin“ paraphrasiert, konterkariert und ironisiert. Der „König“ Donald Trump, der seine Vormachtstellung den Tätigkeiten als Immobilienhändler und Casinobetreiber und Reality-TV-Darsteller verdankt, steht im Kontext
Mo, 12.3.2018, 20:15
Hello, Mister MacGuffin!
von René Pollesch
Uraufführung: 03. März 2018, Schiffbau/Box

„Es gibt ihn in fast jedem Film. Es ist der Falke aus dem ‚Malteser Falken‘, es ist der Tesserakt aus den ‚Avengers‘. Es ist immer das Ding, um das die Schauspieler auf der Leinwand besorgt sind, aber um das sich das Publikum wenig schert. Alfred Hitchcock hat ihm den Namen gegeben. Es ist ein Gegenstand, der seine Prominenz also seiner Bedeutungslosigkeit verdankt. Der MacGuffin wird gegen Ende des Films auch für die handelnden Personen ziemlich irrelevant. Und das würde ich gerne verhindern. Ich bin schliesslich ... also mein Name ist MacGuffin.“ René Pollesch

Erstmals inszeniert René Pollesch eine seiner avantgardistischen Komödien in einem Bühnenbild der in Zürich bestens bekannten Bühnenbildnerin Anna Viebrock. Das Stück verwebt Pollesc
Di, 13.3.2018, 20:00
Die Dreigroschenoper
von Bertolt Brecht
Musik von Kurt Weill

Polly Peachum ist verliebt. Der allseits gefürchtete Verbrecherkönig Macheath, genannt Mackie Messer, hat ihr Herz erobert. In einem Pferdestall findet heimlich die Hochzeit statt. Nur: Pollys Vater ist kein Geringerer als der Geschäftsmann Jonathan Peachum, der aus Elend Kapital schlägt, indem er gesunde Menschen zu Bettlerkrüppeln ausstaffiert auf die Strasse schickt. Er will Mackie Messer für seine Taten an den Galgen bringen und seine Tochter dem verhängnisvollen Verhältnis entreissen. Aber er hat die Rechnung ohne Tigerbrown gemacht: Der korrupte Polizeichef ist Mackies Freund und verhilft diesem zur Flucht. Weil mit Geld aber auch alles zu kriegen ist und Frau Peachum weiss, wo sich Mackie am liebsten aufhält, muss Polly versuchen, das Blatt noch einmal zu wen
Mi, 14.3.2018, 20:00
Hundeherz
nach dem Roman von Michail Bulgakow
Der auf Verjüngungsoperationen spezialisierte Filipp Filippowitsch wagt ein neues Experiment: Die Operation von einem Hund in einen Menschen. Ein Strassenköter soll dem erfolgreichen Moskauer Arzt und Wissenschaftler als Versuchsobjekt dienen, ebenso wie die Organe eines gerade verstorbenen männlichen Säufers. Gemeinsam mit seinem Assistenten Bormenthal gelingt die Menschwerdung des Hundes – und aus Lumpi wird Lumpikow. Die Fachwelt ist begeistert und feiert sich selbst. Doch der Prototyp einer neuen Zukunft zeitigt ungeahnte Folgen und gerät schliesslich ausser Kontrolle …

Der Sprachkünstler Michail Bulgakow hat mit seinem Roman „Hundeherz“ von 1925, der wegen angeblicher konterrevolutionärer Tendenzen zensiert wurde, in Anlehnung an Goethes „Faust“ und Mary Shelleys „Frankenstein“ ein
Mi, 14.3.2018, 20:15
Hello, Mister MacGuffin!
von René Pollesch
Uraufführung: 03. März 2018, Schiffbau/Box

„Es gibt ihn in fast jedem Film. Es ist der Falke aus dem ‚Malteser Falken‘, es ist der Tesserakt aus den ‚Avengers‘. Es ist immer das Ding, um das die Schauspieler auf der Leinwand besorgt sind, aber um das sich das Publikum wenig schert. Alfred Hitchcock hat ihm den Namen gegeben. Es ist ein Gegenstand, der seine Prominenz also seiner Bedeutungslosigkeit verdankt. Der MacGuffin wird gegen Ende des Films auch für die handelnden Personen ziemlich irrelevant. Und das würde ich gerne verhindern. Ich bin schliesslich ... also mein Name ist MacGuffin.“ René Pollesch

Erstmals inszeniert René Pollesch eine seiner avantgardistischen Komödien in einem Bühnenbild der in Zürich bestens bekannten Bühnenbildnerin Anna Viebrock. Das Stück verwebt Pollesc
Mi, 14.3.2018, 18:00
Liebe Grüsse... oder Wohin das Leben fällt (Premiere)
Uraufführung: 14. März 2018, Schiffbau/Matchbox

für Kinder ab 8 Jahren und Erwachsene

Welche Spuren hinterlasse ich in meinem Leben? Wie soll man über mich reden, wenn ich nicht mehr da bin? Welche Spielregeln gibt es im Leben? Aus der Perspektive verschiedener Lebensabschnitte untersucht der Autor und Regisseur Theo Fransz zusammen mit seinem Ensemble diese Fragen. Aus spielerischen und musikalischen Improvisationen, biografischem Material aller Inszenierungsbeteiligten sowie dem Recherchematerial, das einerseits die Kinder der „first classes“ in ihren Familien zusammengetragen haben und das uns andererseits von unserem Publikum übergeben wurde, entsteht ein neues Stück.

„Ich schreibe nicht über Themen wie Armut, Krieg, Selbstmord. Bei mir läuft es über die Dialoge: Wenn ich sch
Mi, 14.3.2018, 20:00
Riot Days Show
Pussy Riot
«We have a voice. We have a choice.»

Die politischen Ereignisse überschlagen sich. Russland mischt weiter fleissig in der Weltpolitik mit und doch erinnern wir uns noch heute gut an die weltweite Solidaritätswelle, die einer Gruppe junger Frauen aus Moskau 2012 entgegen schwappte. Mit ihrem Punk-Prayer in der Christ-Erlöser-Kathedrale prangerten die Performance-Aktivistinnen von Pussy Riot das Dickicht der Verstrickungen von Putins Regierung und russisch-orthodoxer Kirche an. In einem Schauprozess wurden damals drei von ihnen in zu langer Lagerhaft verurteilt. Marija Aljochina, eine der drei kommt nun nach Zürich. Ausgehend von ihren eigenen Erfahrungen mit politischem Aktivismus in einem Staat, der alles andere als liberal ist, hat sie ein Buch geschrieben. In «Riot Days Show» schilder
Mi, 14.3.2018, 19:30
Tonhalle-Orchester Zürich | Michael Sanderling
Tonhalle-Orchester Zürich
Michael Sanderling, Leitung
Emmanuel Tjeknavorian, Violine
Sheku Kanneh-Mason, Violoncello

Antonin Dvořák:
«Karneval», Konzertouvertüre op. 92
Dmitri Schostakowitsch:
Cellokonzert Nr. 1 Es-Dur op. 107
Johannes Brahms:
Violinkonzert D-Dur op. 77

CHF 110 / 85 / 60 / 35
Ticketvorverkauf unter www.tonhalle-maag.ch

(Foto: Michael Sanderling, © Marco_Borggreve)
Do, 15.3.2018, 20:00
Die Dreigroschenoper
von Bertolt Brecht
Musik von Kurt Weill

Polly Peachum ist verliebt. Der allseits gefürchtete Verbrecherkönig Macheath, genannt Mackie Messer, hat ihr Herz erobert. In einem Pferdestall findet heimlich die Hochzeit statt. Nur: Pollys Vater ist kein Geringerer als der Geschäftsmann Jonathan Peachum, der aus Elend Kapital schlägt, indem er gesunde Menschen zu Bettlerkrüppeln ausstaffiert auf die Strasse schickt. Er will Mackie Messer für seine Taten an den Galgen bringen und seine Tochter dem verhängnisvollen Verhältnis entreissen. Aber er hat die Rechnung ohne Tigerbrown gemacht: Der korrupte Polizeichef ist Mackies Freund und verhilft diesem zur Flucht. Weil mit Geld aber auch alles zu kriegen ist und Frau Peachum weiss, wo sich Mackie am liebsten aufhält, muss Polly versuchen, das Blatt noch einmal zu wen
Do, 15.3.2018, 14:00
Liebe Grüsse... oder Wohin das Leben fällt
Uraufführung: 14. März 2018, Schiffbau/Matchbox

für Kinder ab 8 Jahren und Erwachsene

Welche Spuren hinterlasse ich in meinem Leben? Wie soll man über mich reden, wenn ich nicht mehr da bin? Welche Spielregeln gibt es im Leben? Aus der Perspektive verschiedener Lebensabschnitte untersucht der Autor und Regisseur Theo Fransz zusammen mit seinem Ensemble diese Fragen. Aus spielerischen und musikalischen Improvisationen, biografischem Material aller Inszenierungsbeteiligten sowie dem Recherchematerial, das einerseits die Kinder der „first classes“ in ihren Familien zusammengetragen haben und das uns andererseits von unserem Publikum übergeben wurde, entsteht ein neues Stück.

„Ich schreibe nicht über Themen wie Armut, Krieg, Selbstmord. Bei mir läuft es über die Dialoge: Wenn ich sch
Do, 15.3.2018, 20:00
Riot Days Show
Pussy Riot
«We have a voice. We have a choice.»

Die politischen Ereignisse überschlagen sich. Russland mischt weiter fleissig in der Weltpolitik mit und doch erinnern wir uns noch heute gut an die weltweite Solidaritätswelle, die einer Gruppe junger Frauen aus Moskau 2012 entgegen schwappte. Mit ihrem Punk-Prayer in der Christ-Erlöser-Kathedrale prangerten die Performance-Aktivistinnen von Pussy Riot das Dickicht der Verstrickungen von Putins Regierung und russisch-orthodoxer Kirche an. In einem Schauprozess wurden damals drei von ihnen in zu langer Lagerhaft verurteilt. Marija Aljochina, eine der drei kommt nun nach Zürich. Ausgehend von ihren eigenen Erfahrungen mit politischem Aktivismus in einem Staat, der alles andere als liberal ist, hat sie ein Buch geschrieben. In «Riot Days Show» schilder
Do, 15.3.2018, 20:15
THE BEAST IN YOU
von Les Mémoires d'Helène - im Rahmen von ENTGLEIST 2018 Mit Trash und Herz nähert sich Martina Momo Kunz einem oft totgeschwiegenen Thema. Sie übt sich in der Faszination mit dem Tod, wagt sich in die Welt der Suizidforen und lässt ihre tiefsten Selbstzweifel zu. Flo Götte begleitet den grotesken Trip in die düsteren Ecken der Seele und entlockt seinem E-Bass mal feine, mal brachiale Klänge. Der Sprach- und Körpermonolog von Kunz wird von Götte durch Geräuschwelten in ein skurriles Hörspiel erweitert. Die Ästhetik des dynamischen Duos schwankt zwischen trashig und minimalistisch, die Stimmung zwischen grell-komisch und todernst. Ein lebensmüder Abend wider die Tabus unserer Zeit! KONZEPT/PERFORMANCE Martina Momo Kunz MUSIK Flo Götte COACH Jango Edwards AUSSTATTUNG Karin Giezendanner AUSSTATTUNGSASSISTENZ Sophie Stalder LICHTDESIGN Viktoras Zemeckas TONTECHNIK Pavel Mischler DRAMATURGIE/PRODUKTIONSLEITUNG Barbara Boss GRAPHIC DESIGN Paola Caputo PRODUKTIONSASSISTENZ Carla Marfurt
THEATER AM GLEIS | Untere Vogelsangstrasse 3 | 8400 Winterthur
Fr, 16.3.2018, 20:00
Am Königsweg
von Elfriede Jelinek
Schweizer Erstaufführung: 08. März 2018, Pfauen

„Der König sieht mir nicht danach aus, als würde er überhaupt irgendetwas tun wollen. Ausser Schulden machen, daran sind aber auch wir schuld.“

In Zentrum von Elfriede Jelineks düster-mäanderndem Text stehen Welten lenkende Könige und deren Herrschaft kommentierende Prophet(inn)en, beide mit Blindheit geschlagen. Sie richtet den Blick auf die gegenwärtigen Entwicklungen des Globus und lässt Stimmen und Motive aus der Mythologie und abendländischen Kulturgeschichte hervorschimmern, die sie als ewig kommentierende „sehende Dichterin“ paraphrasiert, konterkariert und ironisiert. Der „König“ Donald Trump, der seine Vormachtstellung den Tätigkeiten als Immobilienhändler und Casinobetreiber und Reality-TV-Darsteller verdankt, steht im Kontext
Fr, 16.3.2018, 20:15
Hello, Mister MacGuffin!
von René Pollesch
Uraufführung: 03. März 2018, Schiffbau/Box

„Es gibt ihn in fast jedem Film. Es ist der Falke aus dem ‚Malteser Falken‘, es ist der Tesserakt aus den ‚Avengers‘. Es ist immer das Ding, um das die Schauspieler auf der Leinwand besorgt sind, aber um das sich das Publikum wenig schert. Alfred Hitchcock hat ihm den Namen gegeben. Es ist ein Gegenstand, der seine Prominenz also seiner Bedeutungslosigkeit verdankt. Der MacGuffin wird gegen Ende des Films auch für die handelnden Personen ziemlich irrelevant. Und das würde ich gerne verhindern. Ich bin schliesslich ... also mein Name ist MacGuffin.“ René Pollesch

Erstmals inszeniert René Pollesch eine seiner avantgardistischen Komödien in einem Bühnenbild der in Zürich bestens bekannten Bühnenbildnerin Anna Viebrock. Das Stück verwebt Pollesc
Fr, 16.3.2018, 18:00
Liebe Grüsse... oder Wohin das Leben fällt
Uraufführung: 14. März 2018, Schiffbau/Matchbox

für Kinder ab 8 Jahren und Erwachsene

Welche Spuren hinterlasse ich in meinem Leben? Wie soll man über mich reden, wenn ich nicht mehr da bin? Welche Spielregeln gibt es im Leben? Aus der Perspektive verschiedener Lebensabschnitte untersucht der Autor und Regisseur Theo Fransz zusammen mit seinem Ensemble diese Fragen. Aus spielerischen und musikalischen Improvisationen, biografischem Material aller Inszenierungsbeteiligten sowie dem Recherchematerial, das einerseits die Kinder der „first classes“ in ihren Familien zusammengetragen haben und das uns andererseits von unserem Publikum übergeben wurde, entsteht ein neues Stück.

„Ich schreibe nicht über Themen wie Armut, Krieg, Selbstmord. Bei mir läuft es über die Dialoge: Wenn ich sch
Fr, 16.3.2018, 20:00
Gottesanbeter_Innen (Premiere)
K.U.R.S.K
500 Jahre Reformation. 500 Jahre starke Männer, die Thesen an Türen nageln. 500 Jahre Unterdrückung der Frau, die als Unterstützung verkauft wird. 500 Jahre Staatsreligion fürs Vaterland. 500 Jahre Moralpredigt, Selbstzüchtigung, Triebüberwältigung und Gottesfurcht. 500 Jahre ehelicher Beischlaf. 500 Jahre Bildersturm und protestantisches Arbeitsethos. 500 Jahre keine Beichte und keine Vergebung. 500 Jahre Reformen, die doch nichts erschüttern?

In ihrer neuesten method lecture bringt die K.U.R.S.K «Gottesanbeter_innen» als Allegorie für die Gefahren falsch verstandener Frömmigkeit in Dialog mit der privaten Reformationsbiografie einer jungen Frau. Sie lesen uns eine dunkle Messe und präsentieren einen eindrücklich wuchtigen Theaterabend.
Fr, 16.3.2018, 20:15
THE BEAST IN YOU
von Les Mémoires d'Helène - im Rahmen von ENTGLEIST 2018 Mit Trash und Herz nähert sich Martina Momo Kunz einem oft totgeschwiegenen Thema. Sie übt sich in der Faszination mit dem Tod, wagt sich in die Welt der Suizidforen und lässt ihre tiefsten Selbstzweifel zu. Flo Götte begleitet den grotesken Trip in die düsteren Ecken der Seele und entlockt seinem E-Bass mal feine, mal brachiale Klänge. Der Sprach- und Körpermonolog von Kunz wird von Götte durch Geräuschwelten in ein skurriles Hörspiel erweitert. Die Ästhetik des dynamischen Duos schwankt zwischen trashig und minimalistisch, die Stimmung zwischen grell-komisch und todernst. Ein lebensmüder Abend wider die Tabus unserer Zeit! KONZEPT/PERFORMANCE Martina Momo Kunz MUSIK Flo Götte COACH Jango Edwards AUSSTATTUNG Karin Giezendanner AUSSTATTUNGSASSISTENZ Sophie Stalder LICHTDESIGN Viktoras Zemeckas TONTECHNIK Pavel Mischler DRAMATURGIE/PRODUKTIONSLEITUNG Barbara Boss GRAPHIC DESIGN Paola Caputo PRODUKTIONSASSISTENZ Carla Marfurt
THEATER AM GLEIS | Untere Vogelsangstrasse 3 | 8400 Winterthur
Sa, 17.3.2018, 20:00
Hundeherz
nach dem Roman von Michail Bulgakow
Der auf Verjüngungsoperationen spezialisierte Filipp Filippowitsch wagt ein neues Experiment: Die Operation von einem Hund in einen Menschen. Ein Strassenköter soll dem erfolgreichen Moskauer Arzt und Wissenschaftler als Versuchsobjekt dienen, ebenso wie die Organe eines gerade verstorbenen männlichen Säufers. Gemeinsam mit seinem Assistenten Bormenthal gelingt die Menschwerdung des Hundes – und aus Lumpi wird Lumpikow. Die Fachwelt ist begeistert und feiert sich selbst. Doch der Prototyp einer neuen Zukunft zeitigt ungeahnte Folgen und gerät schliesslich ausser Kontrolle …

Der Sprachkünstler Michail Bulgakow hat mit seinem Roman „Hundeherz“ von 1925, der wegen angeblicher konterrevolutionärer Tendenzen zensiert wurde, in Anlehnung an Goethes „Faust“ und Mary Shelleys „Frankenstein“ ein
Sa, 17.3.2018, 18:00
Liebe Grüsse... oder Wohin das Leben fällt
Uraufführung: 14. März 2018, Schiffbau/Matchbox

für Kinder ab 8 Jahren und Erwachsene

Welche Spuren hinterlasse ich in meinem Leben? Wie soll man über mich reden, wenn ich nicht mehr da bin? Welche Spielregeln gibt es im Leben? Aus der Perspektive verschiedener Lebensabschnitte untersucht der Autor und Regisseur Theo Fransz zusammen mit seinem Ensemble diese Fragen. Aus spielerischen und musikalischen Improvisationen, biografischem Material aller Inszenierungsbeteiligten sowie dem Recherchematerial, das einerseits die Kinder der „first classes“ in ihren Familien zusammengetragen haben und das uns andererseits von unserem Publikum übergeben wurde, entsteht ein neues Stück.

„Ich schreibe nicht über Themen wie Armut, Krieg, Selbstmord. Bei mir läuft es über die Dialoge: Wenn ich sch
Sa, 17.3.2018, 20:00
Gottesanbeter_Innen
K.U.R.S.K
500 Jahre Reformation. 500 Jahre starke Männer, die Thesen an Türen nageln. 500 Jahre Unterdrückung der Frau, die als Unterstützung verkauft wird. 500 Jahre Staatsreligion fürs Vaterland. 500 Jahre Moralpredigt, Selbstzüchtigung, Triebüberwältigung und Gottesfurcht. 500 Jahre ehelicher Beischlaf. 500 Jahre Bildersturm und protestantisches Arbeitsethos. 500 Jahre keine Beichte und keine Vergebung. 500 Jahre Reformen, die doch nichts erschüttern?

In ihrer neuesten method lecture bringt die K.U.R.S.K «Gottesanbeter_innen» als Allegorie für die Gefahren falsch verstandener Frömmigkeit in Dialog mit der privaten Reformationsbiografie einer jungen Frau. Sie lesen uns eine dunkle Messe und präsentieren einen eindrücklich wuchtigen Theaterabend.
So, 18.3.2018, 19:00
Am Königsweg
von Elfriede Jelinek
Schweizer Erstaufführung: 08. März 2018, Pfauen

„Der König sieht mir nicht danach aus, als würde er überhaupt irgendetwas tun wollen. Ausser Schulden machen, daran sind aber auch wir schuld.“

In Zentrum von Elfriede Jelineks düster-mäanderndem Text stehen Welten lenkende Könige und deren Herrschaft kommentierende Prophet(inn)en, beide mit Blindheit geschlagen. Sie richtet den Blick auf die gegenwärtigen Entwicklungen des Globus und lässt Stimmen und Motive aus der Mythologie und abendländischen Kulturgeschichte hervorschimmern, die sie als ewig kommentierende „sehende Dichterin“ paraphrasiert, konterkariert und ironisiert. Der „König“ Donald Trump, der seine Vormachtstellung den Tätigkeiten als Immobilienhändler und Casinobetreiber und Reality-TV-Darsteller verdankt, steht im Kontext
So, 18.3.2018, 18:00
Liebe Grüsse... oder Wohin das Leben fällt
Uraufführung: 14. März 2018, Schiffbau/Matchbox

für Kinder ab 8 Jahren und Erwachsene

Welche Spuren hinterlasse ich in meinem Leben? Wie soll man über mich reden, wenn ich nicht mehr da bin? Welche Spielregeln gibt es im Leben? Aus der Perspektive verschiedener Lebensabschnitte untersucht der Autor und Regisseur Theo Fransz zusammen mit seinem Ensemble diese Fragen. Aus spielerischen und musikalischen Improvisationen, biografischem Material aller Inszenierungsbeteiligten sowie dem Recherchematerial, das einerseits die Kinder der „first classes“ in ihren Familien zusammengetragen haben und das uns andererseits von unserem Publikum übergeben wurde, entsteht ein neues Stück.

„Ich schreibe nicht über Themen wie Armut, Krieg, Selbstmord. Bei mir läuft es über die Dialoge: Wenn ich sch
So, 18.3.2018, 20:00
Gottesanbeter_Innen
K.U.R.S.K
500 Jahre Reformation. 500 Jahre starke Männer, die Thesen an Türen nageln. 500 Jahre Unterdrückung der Frau, die als Unterstützung verkauft wird. 500 Jahre Staatsreligion fürs Vaterland. 500 Jahre Moralpredigt, Selbstzüchtigung, Triebüberwältigung und Gottesfurcht. 500 Jahre ehelicher Beischlaf. 500 Jahre Bildersturm und protestantisches Arbeitsethos. 500 Jahre keine Beichte und keine Vergebung. 500 Jahre Reformen, die doch nichts erschüttern?

In ihrer neuesten method lecture bringt die K.U.R.S.K «Gottesanbeter_innen» als Allegorie für die Gefahren falsch verstandener Frömmigkeit in Dialog mit der privaten Reformationsbiografie einer jungen Frau. Sie lesen uns eine dunkle Messe und präsentieren einen eindrücklich wuchtigen Theaterabend.
So, 18.3.2018, 17:00
Die Blendung (von Elias Canetti)
Ein Klassiker der Weltliteratur
2008 war im sogar theater zum 10-Jahre-Jubiläum erstmals Die Blendung von Literatur-Nobelpreisträger Elias Canetti als Bühnenfassung zu sehen. Bearbeitet wurde der Roman um den Privatgelehrten Dr. Peter Kien, der nach eigener Einschätzung «wohl der grösste Sinologe seiner Zeit ist», von Helmut Peschina, dessen Rundfunkbearbeitung der Blendung im Jahre 2002 zum österreichischen Hörspiel des Jahres gekürt wurde.

Peter Schweiger, Regisseur, Schauspieler und Träger des Hans-Reinhart-Rings, hat den einzigen Roman von Elias Canetti als szenische Einrichtung gestaltet. Die Reduzierung und Verdichtung verstärkt die groteske Überzeichnung des Romanpersonals, bildet mit bitterem Humor die sprachliche Eigenheiten und typische Sprechweisen ab. Unter der Oberfläche der «akustische Maske» erwachen di
So, 18.3.2018, 17:00
BEST OF OUR FIRST 25 YEARS
vom Ensemble TaG - im Rahmen von ENTGLEIST 2018 Das Ensemble TaG blickt auf 25 musikalisch reiche Jahre zurück und hat eine feine Auswahl an Werken zusammengestellt. Viele der Werke, die zu diesem Jubiläum gespielt werden, wurden im Theater am Gleis uraufgeführt. Zwischen zwei musikalischen Programmblöcken gibt es die Möglichkeit, mit Snacks und Getränken die Zeit Revue passieren zu lassen, in Erinnerungen zu schwelgen und mit den Musikern auf das erste Vierteljahrhundert des Ensembles TaG anzustossen. FLÖTE Sara Vicente KLARINETTE Donna Louise Molinari PERKUSSION Martin Flüge KLAVIER Rafael Rütti VIOLINE Mateusz Szczepkowski VIOLA David Schnee VIOLONCELLO Alex Jellici GITARRE Michael Boner
THEATER AM GLEIS | Untere Vogelsangstrasse 3 | 8400 Winterthur
So, 18.3.2018, 14:00
Krabbel-Konzert «Der kleine Dachs hilft seinen Freunden» Kinder von 1-3 Jahren
Ein heftiges Unwetter zieht auf. Es blitzt und donnert, regnet und stürmt. Kein Wunder, dass der hilfsbereite Dachs alle Pfoten voll zu tun hat, um die Nester und Höhlen seiner vielen Freunde gegen das Unwetter zu wappnen. Aber wer kümmert sich um seinen Bau unter der alten Eiche, wo seit unzähligen Jahren viele Dachs-Generationen gelebt haben?
ZÜRCHER KAMMERORCHESTER | Seefeldstrasse 305 | 8008 Zürich
So, 18.3.2018, 11:00
Krabbel-Konzert «Der kleine Dachs hilft seinen Freunden» Kinder von 1-3 Jahren
Ein heftiges Unwetter zieht auf. Es blitzt und donnert, regnet und stürmt. Kein Wunder, dass der hilfsbereite Dachs alle Pfoten voll zu tun hat, um die Nester und Höhlen seiner vielen Freunde gegen das Unwetter zu wappnen. Aber wer kümmert sich um seinen Bau unter der alten Eiche, wo seit unzähligen Jahren viele Dachs-Generationen gelebt haben?
ZÜRCHER KAMMERORCHESTER | Seefeldstrasse 305 | 8008 Zürich
So, 18.3.2018, 16:00
Krabbel-Konzert «Der kleine Dachs hilft seinen Freunden» Kinder von 1-3 Jahren
Ein heftiges Unwetter zieht auf. Es blitzt und donnert, regnet und stürmt. Kein Wunder, dass der hilfsbereite Dachs alle Pfoten voll zu tun hat, um die Nester und Höhlen seiner vielen Freunde gegen das Unwetter zu wappnen. Aber wer kümmert sich um seinen Bau unter der alten Eiche, wo seit unzähligen Jahren viele Dachs-Generationen gelebt haben?
ZÜRCHER KAMMERORCHESTER | Seefeldstrasse 305 | 8008 Zürich
Mo, 19.3.2018, 20:00
Die Physiker
von Friedrich Dürrenmatt
Die Komödie „Die Physiker“ entstand im Jahr 1961 und wurde am 20. Februar 1962 unter der Regie von Kurt Horwitz am Schauspielhaus Zürich uraufgeführt. 1980 überarbeitete Dürrenmatt das Theaterstück zu einer Endfassung für seine Werkausgabe. Diese ist Grundlage der Inszenierung von Herbert Fritsch am Schauspielhaus Zürich. Dürrenmatt widmete „Die Physiker“ der Schauspielerin Therese Giehse, die die Rolle der Mathilde von Zahnd bei der Uraufführung übernahm.
Die Komödie spielt im Salon der Villa einer Irrenanstalt. Im Salon tummeln sich drei Patienten – zufälligerweise sind alle drei Physiker. Herrscherin der Anstalt ist Fräulein Dr. Mathilde von Zahnd. Da sich in der Anstalt gerade der zweite Mord ereignet hat, ermittelt Inspektor Voss dort. Ernesti, ein Physiker, der sich für Einstein häl
Mo, 19.3.2018, 20:00
Die Blendung (von Elias Canetti)
Ein Klassiker der Weltliteratur
2008 war im sogar theater zum 10-Jahre-Jubiläum erstmals Die Blendung von Literatur-Nobelpreisträger Elias Canetti als Bühnenfassung zu sehen. Bearbeitet wurde der Roman um den Privatgelehrten Dr. Peter Kien, der nach eigener Einschätzung «wohl der grösste Sinologe seiner Zeit ist», von Helmut Peschina, dessen Rundfunkbearbeitung der Blendung im Jahre 2002 zum österreichischen Hörspiel des Jahres gekürt wurde.

Peter Schweiger, Regisseur, Schauspieler und Träger des Hans-Reinhart-Rings, hat den einzigen Roman von Elias Canetti als szenische Einrichtung gestaltet. Die Reduzierung und Verdichtung verstärkt die groteske Überzeichnung des Romanpersonals, bildet mit bitterem Humor die sprachliche Eigenheiten und typische Sprechweisen ab. Unter der Oberfläche der «akustische Maske» erwachen di
Di, 20.3.2018, 20:00
Hundeherz
nach dem Roman von Michail Bulgakow
Der auf Verjüngungsoperationen spezialisierte Filipp Filippowitsch wagt ein neues Experiment: Die Operation von einem Hund in einen Menschen. Ein Strassenköter soll dem erfolgreichen Moskauer Arzt und Wissenschaftler als Versuchsobjekt dienen, ebenso wie die Organe eines gerade verstorbenen männlichen Säufers. Gemeinsam mit seinem Assistenten Bormenthal gelingt die Menschwerdung des Hundes – und aus Lumpi wird Lumpikow. Die Fachwelt ist begeistert und feiert sich selbst. Doch der Prototyp einer neuen Zukunft zeitigt ungeahnte Folgen und gerät schliesslich ausser Kontrolle …

Der Sprachkünstler Michail Bulgakow hat mit seinem Roman „Hundeherz“ von 1925, der wegen angeblicher konterrevolutionärer Tendenzen zensiert wurde, in Anlehnung an Goethes „Faust“ und Mary Shelleys „Frankenstein“ ein
Di, 20.3.2018, 19:30
Delphine Galou & Accademia Bizantina
Die Altistin Delphine Galou zählt heute zu den spannendsten Interpretinnen barocker Musik. Das liegt auch daran, dass bei ihr Klugheit und Wissen stets in der Sinnlichkeit der Stimme mitschwingen. Kein Wunder, dass die Pariserin heute mit allen grossen Barock-Ensembles auftritt. In Zürich führen Delphine Galou, der Dirigent Ottavio Dantone und die Accademia Bizantina das Publikum in die Wunderwelt des italienischen Barocks. Im Mittelpunkt steht dabei Claudio Monteverdi, Galou und Dantone stellen in ihrem Programm aber auch seine Nachfolger vor.
ZÜRCHER KAMMERORCHESTER | Seefeldstrasse 305 | 8008 Zürich
Mi, 21.3.2018, 20:00
Die Blendung (von Elias Canetti)
Ein Klassiker der Weltliteratur
2008 war im sogar theater zum 10-Jahre-Jubiläum erstmals Die Blendung von Literatur-Nobelpreisträger Elias Canetti als Bühnenfassung zu sehen. Bearbeitet wurde der Roman um den Privatgelehrten Dr. Peter Kien, der nach eigener Einschätzung «wohl der grösste Sinologe seiner Zeit ist», von Helmut Peschina, dessen Rundfunkbearbeitung der Blendung im Jahre 2002 zum österreichischen Hörspiel des Jahres gekürt wurde.

Peter Schweiger, Regisseur, Schauspieler und Träger des Hans-Reinhart-Rings, hat den einzigen Roman von Elias Canetti als szenische Einrichtung gestaltet. Die Reduzierung und Verdichtung verstärkt die groteske Überzeichnung des Romanpersonals, bildet mit bitterem Humor die sprachliche Eigenheiten und typische Sprechweisen ab. Unter der Oberfläche der «akustische Maske» erwachen di
Mi, 21.3.2018, 20:15
HELY
JazzAmMittwoch - im Rahmen von ENTGLEIST 2018 Der entrückende piano and drums trance jazz von Hely wird geprägt durch den Dialog und die Interaktion zwischen den beiden Musikern. Das 2011 gegründete Duo mit dem Winterthurer Pianisten Lucca Fries und dem Zürcher Schlagzeuger Jonas Ruther zeichnet sich durch eine enge, kunstvolle Verzahnung der Instrumente und einen charakteristischen, facettenreichen HELY-Sound aus. Er umfasst infizierende, rhythmische Flüsse, euphorische Improvisation, sich zuspitzende Stakkati, Anklänge von Minimalismus, eine kraftvolle Dynamik und eine tranceartige Atmosphäre. Nach «Rapture» (2015) und «Jangal» (2016) erscheint im März 2018 ihr drittes Album «Borderland» beim Zürcher Label Ronin Rhythm Records. PIANO Lucca Fries DRUMS Jonas Ruther
THEATER AM GLEIS | Untere Vogelsangstrasse 3 | 8400 Winterthur
Do, 22.3.2018, 20:00
Homo faber
nach dem Roman von Max Frisch
„Gewohnt, immer in Bewegung zu sein, gewohnt, dass alles funktioniert – und zwar so, wie ich es will –, lese ich ‚Homo faber‘ und frage mich, ob nicht der Fehler im System oft ein Glücksfall ist, der Stillstand mich nach vorn bringt, der Sand im Getriebe die Maschine eigentlich befeuert.“ Bastian Kraft

Die Notlandung eines Flugzeugs in der Wüste. Darin der Passagier Walter Faber, ein Schweizer Ingenieur mit einem unerschütterlich rationalistischen Weltbild – ein Mann um die 50, der alles, was an Kunst, Liebe, Religion oder Schicksal nicht wissenschaftlich erklärbar ist, beiseite tut. Zwar ist auch die Begegnung in diesem Flugzeug mit Herbert, der ihn von seinen Plänen abbringt und zu seinem alten Freund Joachim in die Wüste führt, schon ein erstaunlicher Zufall. Ins Wanken gerät Walter
Do, 22.3.2018, 20:00
Und was erlöst uns heute? (Premiere)
Patrick Frank
Und wer erlöst uns heute?
500 Jahre nach der Reformation, 100 Jahre nach der Oktoberrevolution – und wir wissen gar nicht mehr, was das überhaupt sein könnte, Erlösung. Wir haben die Sterne gezählt, Himmel und Erde quantifiziert und wollten, dass das Ganze rational abläuft. Der Stern, der uns die Richtung gezeigt hat, ist erloschen. Seitdem laufen wir nur noch gottverlassen im Kreis und machen dabei nicht gerade einen guten Eindruck. Aber vielleicht ist die irrationale Kreisbewegung überhaupt nicht so blöd, wie wir dabei aussehen. Es heisst schliesslich auch Re-volution und Re-formation. Wenn uns die Erlösung irrational vorkommt, fehlt uns womöglich nicht die Fähigkeit zur Originalität, sondern im Gegenteil die Bereitschaft zur Wiederholung.

Ein Abend über Motive und Figure
Do, 22.3.2018, 20:00
Die Blendung (von Elias Canetti)
Ein Klassiker der Weltliteratur
2008 war im sogar theater zum 10-Jahre-Jubiläum erstmals Die Blendung von Literatur-Nobelpreisträger Elias Canetti als Bühnenfassung zu sehen. Bearbeitet wurde der Roman um den Privatgelehrten Dr. Peter Kien, der nach eigener Einschätzung «wohl der grösste Sinologe seiner Zeit ist», von Helmut Peschina, dessen Rundfunkbearbeitung der Blendung im Jahre 2002 zum österreichischen Hörspiel des Jahres gekürt wurde.

Peter Schweiger, Regisseur, Schauspieler und Träger des Hans-Reinhart-Rings, hat den einzigen Roman von Elias Canetti als szenische Einrichtung gestaltet. Die Reduzierung und Verdichtung verstärkt die groteske Überzeichnung des Romanpersonals, bildet mit bitterem Humor die sprachliche Eigenheiten und typische Sprechweisen ab. Unter der Oberfläche der «akustische Maske» erwachen di
Do, 22.3.2018, 20:15
SVAVAR KNUTUR
Molton - im Rahmen von ENTGLEIST 2018 Die Molton-Bühne freut sich auf ein Wiedersehen mit dem Meister der Entrückung. Das harte Leben am Fjord, Elend und Erlösung. Die Themen des Singer-Songwriters Svavar Knútur sind herb wie seine Heimat, die Westküste Islands, doch er löst sie mit seinen Gitarrenmelodien aus der Schwere des Irdischen heraus. Als «watteweiche, nordisch entrückte Folkmusik» beschrieb das Musikmagazin Rolling Stone die Arbeit Knúturs einst treffend. Es ist Musik zum Träumen, federleicht, zumindest solange man den Text nicht versteht. Dass der sensible Nordmann auch Humor hat, verraten die wenigen englischen Nummern. «I'm in love with a girl from Vancouver, maybe I move there» reimt der Isländer auf «Brot», dem jüngsten seiner vier publizierten Alben zum Beispiel. Bei Molton war er in der Saison 2014/15 schon einmal zu Gast – wir freuen uns auf eine Comeback mit dem Meister der Entrückung. VOCALS, GUITAR Svavar Knútur
THEATER AM GLEIS | Untere Vogelsangstrasse 3 | 8400 Winterthur
Fr, 23.3.2018, 20:00
Homo faber
nach dem Roman von Max Frisch
„Gewohnt, immer in Bewegung zu sein, gewohnt, dass alles funktioniert – und zwar so, wie ich es will –, lese ich ‚Homo faber‘ und frage mich, ob nicht der Fehler im System oft ein Glücksfall ist, der Stillstand mich nach vorn bringt, der Sand im Getriebe die Maschine eigentlich befeuert.“ Bastian Kraft

Die Notlandung eines Flugzeugs in der Wüste. Darin der Passagier Walter Faber, ein Schweizer Ingenieur mit einem unerschütterlich rationalistischen Weltbild – ein Mann um die 50, der alles, was an Kunst, Liebe, Religion oder Schicksal nicht wissenschaftlich erklärbar ist, beiseite tut. Zwar ist auch die Begegnung in diesem Flugzeug mit Herbert, der ihn von seinen Plänen abbringt und zu seinem alten Freund Joachim in die Wüste führt, schon ein erstaunlicher Zufall. Ins Wanken gerät Walter
Fr, 23.3.2018, 20:00
Und was erlöst uns heute?
Patrick Frank
Und wer erlöst uns heute?
500 Jahre nach der Reformation, 100 Jahre nach der Oktoberrevolution – und wir wissen gar nicht mehr, was das überhaupt sein könnte, Erlösung. Wir haben die Sterne gezählt, Himmel und Erde quantifiziert und wollten, dass das Ganze rational abläuft. Der Stern, der uns die Richtung gezeigt hat, ist erloschen. Seitdem laufen wir nur noch gottverlassen im Kreis und machen dabei nicht gerade einen guten Eindruck. Aber vielleicht ist die irrationale Kreisbewegung überhaupt nicht so blöd, wie wir dabei aussehen. Es heisst schliesslich auch Re-volution und Re-formation. Wenn uns die Erlösung irrational vorkommt, fehlt uns womöglich nicht die Fähigkeit zur Originalität, sondern im Gegenteil die Bereitschaft zur Wiederholung.

Ein Abend über Motive und Figure
Fr, 30.6.2017 - So, 11.3.2018
tierisch schweizerisch: Kuh, Murmeli, Steinbock und Bernhardiner
Der Braunbär in Finnland, der Delfin in Griechenland und das Känguru in Australien: viele Länder haben ein offizielles Nationaltier. Die Schweiz hat zwar keines, doch Kuh, Murmeltier, Steinbock und Bernhardiner wären Topkandidaten.

Diesen vier Tieren, die unsere Landschaft und Kultur prägen, ist die gleichermassen für Kinder wie für Erwachsene inszenierte Ausstellung gewidmet. Lebensechte Tierpräparate, überraschende Exponate und interaktive Erlebnisstationen laden zu einer Erkundungstour ein. Dabei entdeckt man Murmeltiere, die tanzen können, Bernhardiner, die Leben retten, Kühe, die Königinnen werden, und Steinböcke, die auch auf den steilsten Felsen klettern können.
Fr, 25.8.2017 - So, 14.4.2019
Design Studio: Prozesse
Wie entsteht ein Stuhl, eine Lampe oder eine Schrift? Wie gehen Designer beim Gestaltungsprozess vor? Welche kulturelle und gesellschaftliche Relevanz hat Design? Das Museum für Gestaltung lanciert das Design Studio als aktiven Ort der Auseinandersetzung, wo aktuelle und historische Gestaltungsthemen diskutiert und selber erprobt werden können. Mit dem Fokus auf Prozesse stellt es Zusammenhänge im Design durch beispielhafte Entwürfe, Modelle und Projekte dar und erläutert Entwurfs und Produktionsabläufe. Neben den Objekten aus den Sammlungen des Museums öffnet der in Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule der Künste entwickelte Ausstellungsteil „What’s next?“ ein Fenster in die Zukunft. Die integrierte Werkstatt bietet den Besucherinnen und Besuchern Möglichkeiten, sich inhaltlich zu ve
Fr, 24.11.2017 - So, 15.4.2018
Nasca. Peru
Auf Spurensuche in der Wüste
In der Wüste des südlichen Perus wartet eines der grössten Archäologie-Rätsel auf seine Entschlüsselung: die riesigen Bodenzeichnungen der Nasca-Kultur (ca. 200 v. Chr. – 650 n. Chr.).

Aus den Gräbern brachten die Archäologen farbenprächtige und feinste Textilien sowie Keramikgefässe mit Darstellungen rätselhafter Mischwesen und auch Goldmasken ans Licht. «NASCA. PERU – Auf Spurensuche in der Wüste» beleuchtet das tägliche Leben, die Rituale rund um die Bodenzeichnungen und die Götterwelt der Nasca-Kultur.

Die Ausstellung wird vom Museo de Arte de Lima (MALI) und dem Museum Rietberg gemeinsam kuratiert, in enger Kooperation mit dem Kulturministerium Perus und der Kommission für Archäologie Aussereuropäischer Kulturen (KAAK) des Deutschen Archäologischen Instituts. Nach Lima (Juni–Okt
Di, 16.1.2018 - So, 13.5.2018
Liebesblicke
Indische Malerei aus der Sammlung Eva und Konrad Seitz
Die Ausstellung in der Park-Villa Rieter zeigt über 200 Jahre alte Malereien von eindrücklicher Qualität, Zartheit und Eleganz.

Das Museum Rietberg gehört ausserhalb Indiens zu den führenden Institutionen im Bereich der indischen Malerei, insbesondere von Werken aus der Pahari-Region, den dem östlichen Himalaya vorgelagerten Tälern Indiens. Die Ausstellung ehrt Eva und Konrad Seitz, die einen bedeutenden Teil ihrer Sammlung indischer Kunstwerke dem Museum geschenkt haben. Die über 200 Jahre alten Malereien sind von eindrücklicher Qualität, Zartheit und Eleganz.
Fr, 19.1.2018 - So, 20.5.2018
Montreux. Jazz seit 1967
David Bowie, Miles Davis oder Deep Purple – sie alle haben schon am Jazzfestival Montreux gespielt. 1967 gegründet, zählt es heute zu den bekanntesten Musikveranstaltungen der Welt. In Montreux trifft sich jedes Jahr das Who is Who des Musikbusiness. Was normalerweise an den Gestaden des Genfersees über die Bühne geht, kommt nun in Form einer Ausstellung nach Zürich. Das Landesmuseum blickt auf 50 Jahre Festivalgeschichte zurück, erinnert an den legendären Claude Nobs und füllt die Ausstellungsräume mit Musik und einzigartigen Blicken hinter die Kulissen. Für einmal sind die Stars und ihre Musik zum Greifen nah.
Fr, 2.2.2018 - So, 15.4.2018
Gott und die Bilder
Streitfragen der Reformation
Anfangs 1519 kam Ulrich Zwingli als Gemeindepriester nach Zürich und löste in der Schweiz die Reformation aus. 500 Jahre später gilt die Reformation noch immer als eines der prägendsten Ereignisse der Schweizer Geschichte. Die Ausstellung im Landesmuseum Zürich rückt den Streit um den richtigen Glauben ins Zentrum und beleuchtet so die Entstehung einer neuen Konfession. Eigens für die Ausstellung produzierte Animationsfilme erwecken die Geschichten und Konflikte jener Zeit zum Leben. Ein Projekt im Rahmen von zh-reformation.ch
Do, 8.2.2018 - So, 6.5.2018
Alicja Kwade
LinienLand
Das Museum Haus Konstruktiv startet sein Jahresprogramm 2018 mit einer umfangreichen Einzelausstellung von Alicja Kwade (*1979 in Kattowitz, Polen, lebt in Berlin). Die viel beachtete Bildhauerin und Konzeptkünstlerin ist eine Weltbefragerin: Wie ist das Universum entstanden? Was ist Realität, was Täuschung? Und gibt es Parallelwelten?

Ausgehend von solchen Fragestellungen befasst sich Kwade in ihrem multimedialen Schaffen mit unterschiedlichsten Phänomenen und Denkmodellen aus Physik, Philosophie und Soziologie und übersetzt diese bildhaft in ihre eigene Kunst. Dabei entstehen ebenso sinnlich-poetische wie formal stringente Arbeiten. Für die Ausstellung im Museum Haus Konstruktiv, die sich über drei Stockwerke erstreckt, hat Kwade eine neue, raumgreifende Installation konzipiert: eine
Fr, 16.2.2018 - So, 25.3.2018
Abraham Cruzvillegas
Autoconstrucción: Social Tissue
Nachdem 2015 /16 Werke von Abraham Cruzvillegas (*1968) an einem Grossauftritt in der Turbine Hall der Tate Modern und in umfassenden Einzelausstellungen in den USA, in Frankreich und Deutschland zu sehen waren, zeigt das Kunsthaus Zürich nun zum ersten Mal in der Schweiz eine Ausstellung des mexikanischen Künstlers. Er untersucht in seinen Skulpturen und raumfassenden Installationen Architektur als Ausdruck gesellschaftlicher Verhältnisse. Aufgewachsen ist Cruzvillegas in Ajusco, einer Vulkanlandschaft südlich der mexikanischen Hauptstadt. Dort entstanden im Zuge einer Landflucht in den 1960er-Jahren prekäre Eigenbauten, die mit Materialien aus der Gegend ohne Fundament und Bauplan gezimmert wurden. Am Entstehen dieser Bauten war jeweils die gesamte Gemeinschaft der Familienmitglieder und
Sa, 17.2.2018 - So, 6.5.2018
Reichtum, Glück und langes Leben - Drucke zum chinesischen Neujahr
Am 16. Februar 2018 feiert man nach dem chinesischen Mondkalender Neujahr. Traditionell reinigt man in China das Heim von allen Übeln und bittet die Götter um ihren Segen. Volkstümliche Drucke mit Darstellungen beschützender Gottheiten spielen dabei eine grosse Rolle. Die farbenfrohen Bilder geben einen Einblick in den Volksglauben und spiegeln die Sorgen und Hoffnungen der breiten Bevölkerung.
Sammlung
Das Schweizerische Nationalmuseum besitzt eine einzigartige Sammlung zur Kulturgeschichte und zum Kunsthandwerk der Schweiz von den Anfängen bis in die Gegenwart. Die Sammlung umfasst über 840‘000 Objekte und ist in 14 Sammlungsbestände unterteilt. Die Sammlungen bilden die Quellen und den Ausgangspunkt der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit.
Zürich
Der einzigartige Mix

Als Erlebnismetropole am Wasser mit Sicht auf die schneebedeckten Alpen am Horizont bietet Zürich Downtown Switzerland den einzigartigen Mix: Über 50 Museen und mehr als 100 Galerien, Shopping-Paradies mit internationalen Labels und urbanen Zürich-Marken, farbigstes und lebendigstes Nachtleben der Schweiz, See- und Flussbäder inmitten der Stadt sowie Wandern auf dem Uetliberg stehen auf dem Programm. Mit Zürich ist es wie mit einem Gourmet-Menü: Das Geheimnis ist die Qualität der Zutaten.

Zürich liegt im Zentrum Europas und im Herzen der Schweiz am nördlichen Ende des Zürichsees. Das multikulturelle Ambiente und die Fülle von Freizeitangeboten locken Gäste aus aller Welt in die Region der kurzen Wege. Ob per Bahn, Flugzeug oder Privatfahrzeug: Zürich ist schnell
David Wagner
"Leben"
Rowolth
Preis der Leipziger Buchmesse

«Wann passiert es schon, daß einem die Verlängerung des eigenen Lebens angeboten wird?»

Der Anruf kommt um kurz nach zwei. Ein junger, sterbenskranker Mann geht ans Telefon, und eine Stimme sagt: Wir haben ein passendes Spenderorgan für Sie. Auf diesen Anruf hat er gewartet, diesen Anruf hat er gefürchtet. Soll er es wagen, damit er weiter da ist für sein Kind? Er nimmt seine Tasche und läßt sich ins Berliner Virchow-Klinikum fahren.

Von der Geschichte und Vorgeschichte dieser Organtransplantation handelt «Leben»: von den langen Tagen und Nächten im Kosmos Krankenhaus neben den wechselnden Bettnachbarn mit ihren Schicksalen und Beichten – einem Getränkehändler etwa, der heimlich seine Geliebte besucht, oder einem libanesischen Fleischer, der im Bürg
Ursula Krechel
"Landgericht"
Jung und Jung Verlag
Deutschen Buchpreis 2012

Nach »Shanghai fern von wo« geht Ursula Krechel noch einmal den Spuren deutscher Geschichte nach. Ihr neuer Roman handelt vom Exil und von den fünfziger Jahren, von einer Rückkehr ohne Ankunft.

Was muss einer fürchten, was darf einer hoffen, der 1947 aus dem Exil nach Deutschland zurückkehrt? Nach ihrem gefeierten, 2008 erschienenen Buch »Shanghai fern von wo« geht Ursula Krechel mit ihrem neuen großen Roman »Landgericht« noch einmal auf Spurensuche. Die deutsche Nachkriegszeit, die zwischen Depression und Aufbruch schwankt, ist der Hintergrund der fast parabelhaft tragischen Geschichte von einem, der nicht mehr ankommt. Richard Kornitzer ist Richter von Beruf und ein Charakter von Kohlhaas’schen Dimensionen. Die Nazizeit mit ihren absurden und tödlichen Rege
Narvid Kermani
"Dein Name"
Hanser Verlag
Heinrich-von-Kleist Preis 2012

Am 8. Juni 2006 beginnt Navid Kermani sein neues Buch, und es wird einer der ungewöhnlichsten Romane unserer Zeit. Hier schreibt einer über alles, was es zu wissen gibt über sein Leben und das Leben überhaupt: die Gegenwart und die Vergangenheit seiner Familie, die Erinnerung an gestorbene Freunde und die mitreißende Lektüre Jean Pauls und Hölderlins. Die Geschichte seines Großvaters, der von Nahost nach Deutschland ging, wird zum Herzstück des Romans. Immer wieder drängt sich dem Romancier der entscheidende Moment dazwischen: der des Schreibens. „Dein Name“ ist ein Roman, der das Privateste ebenso in den Blick nimmt wie die Geschichte, in der wir leben - ein Buch, das unser Bild der Gegenwart nachhaltig verändern wird.

Fester Einband, 1232 Seiten
mit
Sibylle Lewitscharoff "Pong"
Berlin-Verlag
Büchner-Preis 2013

Fast zärtlich zeichnet Sibylle Lewitscharoff den Alltag eines Verrückten nach, der sich selbst genügt. Mit hinreißenden Wortspielereien und Neuschöpfungen skizziert sie das Psychogramm eines eigenwilligen Helden und präsentiert zugleich eine poetische Parabel über die allgegenwärtigen Ängste des Lebens. Sibylle Lewitscharoff erhielt 1998 für »Pong« den Ingeborg Bachmann-Preis
Pong ist ein »nicht unschöner« Mann. Er will die Welt verbessern, Ungerechtigkeiten besiegen und Kinder vor dem schweren Parfüm ihrer Mutter bewahren. Das einzige Problem: Pong ist verrückt. Seine ungewöhnliche Geburt durch »den Großen Ratsch« läßt ihn zu einem Sonderling mit einer eigenen Weltwahrnehmung werden. Sein aus Ängsten, Zwängen und festen Regeln bestehender Alltag soll seine fragile E
Wilhelm Genazino
"Idyllen in der Halbnatur"
Hanser Verlag
Kasseler Literaturpreis 2013

Die Welt ist voller Merkwürdigkeiten, man muss nur hinsehen. Ein Mann verliert einen Schuh. Ein anderer Mann, Kleist, beschreibt seiner Braut auf Hunderten von Seiten, durch welche gründlichen Maßnahmen sie beide unfehlbar glücklich werden. Der Büchner-Preisträger Wilhelm Genazino erzählt, wie er schreibt, wie er zum Schreiben kam und warum die Welt so merkwürdig und ohne Bücher kaum auszuhalten ist. In Prosastücken und Essays nähert er sich auf unverwechselbare Weise Büchern und Bildern, vor allem aber Menschen, seien sie nun Schriftsteller, deren berühmte Figuren oder auch jene Namenlosen, die irgendwann auf der Straße ihren Schuh verlieren. Und damit einen ungeschriebenen Roman erleben.

Fester Einband, 240 Seiten

„In den ‚Idyllen in der Halbnatur‘,
Judith Schalansky
"Der Hals der Giraffe"
Preis der Literaturhäuser 2014

»Der beste Roman des Jahres.« Hubert Winkels, Deutschlandfunk Anpassung im Leben ist alles, weiß Inge Lohmark. Schließlich unterrichtet sie seit mehr als dreißig Jahren Biologie. In einer Stadt im hinteren Vorpommern. Dass ihre Schule in vier Jahren geschlossen werden soll, ist nicht zu ändern – die Stadt schrumpft, es fehlt an Kindern. Aber noch vertreibt Inge Lohmark, Lehrerin vom alten Schlag, mit ihrem Starrsinn alles Störende. Als sie schließlich Gefühle für eine Schülerin entwickelt und ihr Weltbild ins Wanken gerät, versucht sie in immer absonderlicheren Einfällen zu retten, was nicht mehr zu retten ist.
Judith Schalanskys Bildungsroman wurde 2011 zum großen Presse und Publikumserfolg. Kritikerinnen und Kritiker bejubelten den »besten Roman des Jah
Marcel Beyer
"Putins Briefkasten"
Kleist-Preis 2014

Eines Morgens, in einer ihm »selber nicht ganz klaren Anwandlung«, fährt Marcel Beyer an den Stadtrand von Dresden, um dort einen Briefkasten noch einmal zu sehen, nicht irgendeinen, sondern den Wladimir Putins, der in den achtziger Jahren hier lebte. Er findet ihn nicht mehr vor. Aber was Beyer auf seiner Spurensuche wahrnimmt und aufschreibt, entwickelt sich unterderhand zu einem Kurzporträt Putins, das erhellender ist als jede dickleibige politische Biographie. Was immer Beyer hier in seinen Erzählungen und Skizzen in den Blick nimmt - seien es Blumen oberhalb des Genfer Sees, eine von Rimbaud aufgegebene Kleinanzeige, ein einäugiger Löwe im Dresdner Zoo, von Dostojewskij zum Brüllen gebracht, ein kleinformatiges Gemälde von Gerhard Richter oder Lessings Ofenschirm
Marjana Gaponenko
"Wer ist Martha?"
Adelbert-von-Chamisso-Preis 2013

Wer Martha ist, wird hier nicht verraten, aber über Luka Lewadski kann Folgendes gesagt werden: Ornithologe aus der Ukraine und Verfasser der bahnbrechenden Studie Über die Rechenschwäche der Rabenvögel. Über seinen Forschungen ist er in die Jahre gekommen und 96 geworden. Viel Zeit bleibt nicht mehr, sagt der Arzt. Und die will gut genutzt sein, sagt sich Lewadski. Also reist er nach Wien, steigt im noblen Hotel Imperial ab und lernt im Fahrstuhl einen Altersgenossen kennen, dem der Lebensfaden auch schon reichlich kurz geworden ist. Wie die beiden Alten aus der Muppet Show in ihrer Loge sitzen die zwei beim Früchte-Wodka in der Hotelbar, kommentieren die Frisuren der Damen, rekapitulieren das mörderische vergangene Jahrhundert und träumen von der Revo
Lisa-Maria Seydlitz
"Sommertöchter"
Eine Familiengeschichte voller Liebe

Durch einen anonymen Brief erfährt Juno von ihrem Erbe: ein Fischerhaus in der Bretagne. Aber wider Erwarten ist sie nicht die Einzige, die sich für das Haus interessiert. Die französische Kellnerin Julie hat sich dort eingenistet, und auch Jan, ein Architekt aus Deutschland, ist oft zu Besuch. Acht Jahre nach dem Tod ihres Vaters eröffnet sich für Juno ein neuer Blick in die Vergangenheit. Die Reise in die Bretagne wird für sie zu einer Reise in ihre Familiengeschichte. In eine Kindheit, in der sie glücklich war und mit ihren Eltern ein scheinbar idyllisches Vorstadtleben geführt hat. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem alles anders wurde.
›Sommertöchter‹ ist ein Roman gegen das Alleinsein. Lisa-Maria Seydlitz nimmt ihre Leser mit in einen Sommer, in dem
Terézia Mora
"Das Ungeheuer"
Luchterhand Literaturverlag
Deutscher Buchpreis 2013

Eine der wichtigsten Gegenwartsautorinnen
»Solche Geschichten gibt's, zu Hauf. Ingenieur gewesen, Job verloren, Frau verloren, auf der Straße gelandet«: Kein außergewöhnliches Schicksal vielleicht auf den ersten Blick, doch Terézia Moras Romanheld Darius Kopp droht daran zu zerbrechen. Denn Flora, seine Frau, die Liebe seines Lebens, ist nicht einfach nur gestorben, sie hat sich das Leben genommen, und seitdem weiß Darius Kopp nicht mehr, wie er weiter existieren soll. Schließlich setzt er sich in seinen Wagen, reist erst nach Ungarn, wo Flora aufgewachsen ist, und dann einfach immer weiter. Unterwegs liest er in ihrem Tagebuch, das er nach ihrem Tod gefunden hat, und erfährt, wie ungeheuer gefährdet Floras Leben immer war – und dass er von alldem nicht das Ger
Thomas Hettche
"Pfaueninsel"
Kiepenheuer & Witch
Eine Insel außerhalb der Zeit

Die Pfaueninsel in der Havel ist ein künstliches Paradies. In seinem opulenten, kundigen und anrührenden Roman erzählt Thomas Hettche von dessen Blüte, Reife und Verfall aus der Perspektive des kleinwüchsigen Schlossfräuleins Marie, in deren Lebenslauf sich die Geschichte eines ganzen Jahrhunderts verdichtet.
Es mutet an wie ein modernes Märchen, denn es beginnt mit einer Königin, die einen Zwerg trifft und sich fürchterlich erschrickt. Kaum acht Wochen nach dieser Begegnung auf der Pfaueninsel, am 19. Juli 1810, ist die junge Königin Luise tot – und der kleinwüchsige Christian und seine Schwester Marie leben fortan weiter mit dem entsetzten Ausruf der Königin: »Monster!« Damit ist die Dimension dieser Geschichte eröffnet. Am Beispiel von Marie, die zwisch
Amos Oz
"Unter Freunden"
Suhrkamp Verlag
Siegfried Lenz Preis 2014 für Amos Oz

Aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler

Zvi Provisor, der mürrische Gärtner des Kibbuz Jikhat, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Gemeinschaft mit Katastrophenmeldungen zu versorgen: die Erkrankung des norwegischen Königs, der Brand in einem spanischen Waisenhaus, ein Vulkanausbruch in Chile. Abgelenkt von seiner täglichen Dosis Pessimismus, entgeht ihm, dass die Witwe Luna Blank nur ihm zuliebe ihr gutes Sommerkleid trägt. Er, der keine Berührungen zulassen kann, muss erkennen, dass die ungewohnte weibliche Präsenz seine ihm heilige Alltagsroutine ins Wanken bringt. Amos Oz, der Meister der Zwischentöne, knüpft in Unter Freunden an seinen Bestsellererfolg Eine Geschichte von Liebe und Finsternis an und kehrt zu der Zeit zurück, die ihn am meis
Patrick Modiano
"Der Horizont"
Hanser Literaturverlag
Nobelpreis für Literatur 2014

Zwei Verlorene, die sich finden und wieder verlieren - ein Roman über Zeit und Erinnerung von Nobelpreisträger Patrick Modiano
Während einer Demonstration stoßen sie in einem Metroeingang zufällig zusammen, Margaret Le Coz und Jean Bosmans. Sie, geboren in Berlin als Tochter einer französischen Mutter, hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, er schreibt an seinem ersten Roman. Die beiden werden für kurze Zeit ein Liebespaar. Bis Margaret Hals über Kopf aus Paris flieht. Vierzig Jahre später spürt Bosmans dieser verlorenen Liebe nach. Was ihm bleibt sind seine Erinnerungen und eine konkrete Spur, die in eine Berliner Buchhandlung führt. Patrick Modianos neues Buch – in Frankreich als sein schönster Roman über das Vergehen der Zeit gerühmt – ist die Gesc
Michel Houellebecq
"Unterwerfung"
Dumont-Verlag
Im Mittelpunkt von Houellebecqs Roman „Unterwerfung“ steht die Geschichte des Literaturwissenschaftlers Francois. Während der Akademiker und leidenschaftliche Weintrinker das Werk des dekadenten Schriftstellers Huysmans erforscht, rückt die Wahl des neuen französischen Präsidenten immer näher.

Alles deutet darauf hin, dass der charismatische Kandidat der Muslimbruderschaft das Rennen machen wird. In der Hauptstadt kommt es zu tumultartigen Ausschreitungen: Autos brennen, Wahllokale werden überfallen und ein Bürgerkrieg scheint blutige Realität zu werden. Es kommt zur Stichwahl zwischen der Rechtsextremen Marine Le Pen und dem muslimisch-moderatem, humanistisch gesonnenem Kandidaten – und schließlich zieht Mohamed Ben Abbès als Präsident in den Elysée-Palast ein. Bald stellt er die Repu
Nicolas Mahler
"Franz Kafkas nonstop Lachmaschine"
Reprodukt
Preis der Literaturhäuser 2015

Wie fühlt es sich an, als Comicautor in der Hochkultur anzukommen? Wie übersetzt man Thomas Bernhard und Robert Musil in Comicform? Und gibt es nicht mehr Überschneidungen zwischen Franz Kafka und “Fix und Foxi”-Erfinder Rolf Kauka, als man zunächst annehmen mag? Auch in der vierten Sammlung von autobiografischen Geschichten berichtet Nicolas Mahler mit trockenem Witz aus seinem aufregenden Leben als Comiczeichner und von den grotesken Situationen, in die er fortwährend gerät.

Nicolas Mahler ist einer der profiliertesten und produktivsten Comickünstler im deutschsprachigen Raum. Bei Reprodukt ist neben autobiografischen Comics wie “Kunsttheorie versus Frau Goldgruber” zuletzt die tragikomische Erzählung “Lone Racer” erschienen. Viel Aufmerksamkeit wurde
Swetlana Alexijewitsch:
"Secondhand-Zeit – Leben auf den Trümmern des Sozialismus"
Suhrkamp
Nobelpreis für Literatur 2015

Gut zwanzig Jahre sind vergangen seit dem Zusammenbruch des Sowjetimperiums, die Russen entdeckten die Welt, und die Welt entdeckte die Russen. Inzwischen aber gilt Stalin wieder als großer Staatsmann, die sozialistische Vergangenheit wird immer öfter, vor allem von jungen Menschen, nostalgisch verklärt.
Russland, so Swetlana Alexijewitsch, lebt in einer Zeit des »Second-hand«, der gebrauchten Ideen und Worte. Die Reporterin befragt Menschen, die sich von der Geschichte überrollt, gedemütigt, betrogen fühlen. Sie spricht mit Frauen, die in der Roten Armee gekämpft haben, mit Soldaten, Gulag-Häftlingen, Stalinisten. »Historiker sehen nur die Fakten, die Gefühle bleiben draußen …, ich aber sehe die Welt mit den Augen der Menschforscherin.«
Wer das Russland
Durs Grünbein
"Aroma - Ein römisches Zeichenbuch"
Suhrkamp Verlag
Tomas-Tranströmer-Preis 2012

Einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dichter der Gegenwert stellt sich in Vers und Prosa der Ewigen Stadt.

„Aufblühen wird man hier, auch als kraut sich gern überlassen.
Dem wohligen Phototropismus. Der man im Norden war,
Dieser Eisblock Identität, Psyches Schneemann ist bald zerronnen.“

Der so spricht, ist an einem Ort angekommen, wo viele seiner Schreib- und Lebensmotive zusammenlaufen. Durs Grünbeins Jahr in Rom hat Gestalt gewonnen in einem Zeichenbuch. Die Stadt – „Roma caput mundi“ – wird als ein Schauplatz der Zeichen und Verweise erfahren und schlägt sich, wie bei den Reisenden früherer Zeiten, in Zeichnungen nieder – freilich in geschriebener Form. Aus vier Kapiteln gefügt, entstand so sein opus incertum, nach dem Vorbild des altrömi
Felicitas Hoppe
"Hoppe"
S. Fischer Verlag
Georg-Büchner-Preis 2012

Als Leben zu kurz, als Roman zu schön, um wahr zu sein: Das Beste, was bislang über Hoppe geschrieben wurde!

›Hoppe‹ ist keine Autobiographie, sondern Hoppes Traumbiographie, in der Hoppe von einer anderen Hoppe erzählt: von einer kanadischen Kindheit auf dünnem Eis, von einer australischen Jugend kurz vor der Wüste, von Reisen über das Meer und von einer Flucht nach Amerika. Hoppes Lebens- und Reisebericht wird zum tragikomischen Künstlerroman, mit dem sie uns durch die Welt und von dort aus wieder zurück in die deutsche Provinz führt, wo ihre Wunschfamilie immer noch auf sie wartet.
Eine Geschichte über vergebliche Wünsche, gescheiterte Hochzeiten und halbierte Karrieren. Und über das unbestreitbare Glück, ein Kind des Rattenfängers aus Hameln zu sein.
Feridun Zaimoglu "Ruß"
Kiepenheuer & Witsch Verlag
Preis der Literaturhäuser 2012

Liebe, Trauer und Vergeltung im Ruhrpott – eine deutsche Saga

Ein Kiosk in Duisburg ist der Ausgangspunkt einer rasanten Geschichte, die ihren Held durch den Ruhrpott, nach Warschau und bis auf die Großglocknerstraße führt – und an die Grenzen seiner Liebes- und Leidensfähigkeit.

Mit »Liebesbrand« und »Hinterland« hat Feridun Zaimoglu erfolgreich die Romantik in die deutsche Gegenwartsliteratur zurückgeholt, und nun wendet er sich einer Region zu, die deutscher kaum sein könnte: dem Ruhrpott, Industriebrache im Wandel zur Dienstleistungsregion. Die Gegend ist im Umbruch, und gebrochen ist auch der Held dieser Geschichte. Renz war Arzt, doch als seine Frau von einem Einbrecher ermordet wurde, zerbrach seine Welt und brach sein Wille. Seit mehreren Jah
Maxim Leo
"Haltet Euer Herz bereit"
Eine ostdeutsche Familiengeschichte
Heyne Verlag
Europäischen Buchpreis 2011

Der preisgekrönte Journalist erzählt kritisch, liebevoll und unsentimental

Die Familie von Maxim Leo war wie eine kleine DDR. In ihr konzentriert sich vieles, was in diesem Land einmal wichtig war: die Hoffnung und der Glaube der Gründerväter. Die Enttäuschung und das Lavieren ihrer Kinder, die den Traum vom Sozialismus nicht einfach so teilen wollten. Und die Erleichterung der Enkel, als es endlich vorbei war. In dieser Familie wurden im Kleinen die Kämpfe ausgetragen, die im Großen nicht stattfinden durften.

Der Journalist und Autor Maxim Leo ist Träger des Europäischen Buchpreises 2011. Leo, der in Ost-Berlin geboren wurde, wird für sein Buch „Haltet euer Herz bereit“ ausgezeichnet, das liebevoll und mitreißend die Geschichte seiner Familie vom Zweit
Ian Kershaw "Das Ende"
Kampf bis in den Untergang - NS-Deutschland 1944/45
Deutsche Verlags-Anstalt
Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2012

Warum kämpften die Deutschen bis zum bitteren Ende?

Das »Dritte Reich« kämpfte nicht nur bis zum bitteren Ende, bis zur totalen Niederlage, es funktionierte auch bis zum Schluss. Bis die Rote Armee vor den Pforten der Reichskanzlei stand, wurde die öffentliche Ordnung in Deutschland, das täglich ein Stück mehr unter alliierte Besatzung geriet, weitgehend aufrechterhalten. Löhne wurden bezahlt und die Verwaltung lief – wenngleich unter großen Schwierigkeiten – weiter. Die Gründe dafür, warum Hitlers Deutschland militärisch zusammenbrach, sind bekannt, die Frage, wie und warum das »Dritte Reich« bis zum Schluss funktionierte, ist dagegen bis heute nicht beantwortet. Zentral bei der Suche nach einer Antwort auf die Frage, wie das R
Timothy Snyder "Bloodlands"
Europa zwischen Hitler und Stalin
C.H. Beck
Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2012

Timothy Snyder erzählt in seinem aufsehenerregenden, zutiefst aufwühlenden Buch drei miteinander verknüpfte Geschichten – Stalins Terrorkampagnen, Hitlers Holocaust und den Hungerkrieg gegen die Kriegsgefangenen und die nichtjüdische Bevölkerung – so wie sie sich tatsächlich zugetragen haben: zur gleichen Zeit und am gleichen Ort.
Makellos recherchiert, atemberaubend geschrieben und von eindringlicher Humanität gehört Bloodlands zu den historischen Büchern, die einen anderen Blick auf die Geschichte des 20. Jahrhunderts eröffnen. Noch bevor der Zweite Weltkrieg begann, hatte Hitlers zeitweiliger Partner und späterer Gegner Stalin bereits Millionen von Menschen umgebracht – und setzte dieses Morden während des Krieges fort. Bevor
Thea Dorn, Richard Wagner
"Die deutsche Seele"
Knaus Verlag
Von Gemütlichkeit und Grundgesetz, von Abendbrot bis Zerrissenheit. Alles was deutsch ist.

So ein Buch hat es noch nicht gegeben. Zwei Autoren, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, erkunden liebevoll und kritisch, kenntnisreich und ohne Berührungsängste, was das eigentlich ist, die deutsche Seele. Sie spüren sie auf in so unterschiedlichen Begriffen wie »Abendbrot« und »Wanderlust«, »Männerchor« und »Fahrvergnügen«, »Abgrund« und »Zerrissenheit«. In sechzig Kapiteln entsteht auf diese Weise eine tiefgründige und facettenreiche Kulturgeschichte des Deutschen.

Alle Debatten über Deutschland landen am selben Punkt im Abseits: Darf man das überhaupt öffentlich sagen, etwas sei »deutsch« oder »typisch deutsch«? Kann man sich mit dem Deutschsein heute endlich versöhnen? Man muss e
Wolfgang Herrndorf:
"Sand"
Rowohlt Berlin
Preisträger der Leipziger Buchmesse 2012

"Er aß und trank, bürstete seine Kleider ab, leerte den Sand aus seinen Taschen und überprüfte noch einmal die Innentasche des Blazers. Er wusch sich unter dem Tisch die Hände mit ein wenig Trinkwasser, goß den Rest über seine geplagten Füße und schaute die Straße entlang. Sandfarbene Kinder spielten mit einem sandfarbenen Fußball zwischen sandfarbenen Hütten. Dreck und zerlumpte Gestalten, und ihm fiel ein, wie gefährlich es im Grunde war, eine weiße, blonde, ortsunkundige Frau in einem Auto hierherzubestellen."

Während in München Palästinenser des "Schwarzen September" das Olympische Dorf überfallen, geschehen in der Sahara mysteriöse Dinge. In einer Hippie-Kommune werden vier Menschen ermordet, ein Geldkoffer verschwindet, und ein unterbel
Umberto Eco
"Der Friedhof in Prag"
Hanser Verlag
Der Italiener Simon Simonini lebt in Paris, und er erlebt aus nächster Nähe eine dunkle Geschichte: geheime Militärpapiere, die der jüdische Hauptmann Dreyfus angeblich an die deutsche Botschaft verkauft, piemontesische, französische und preußische Geheimdienste, die noch geheimere Pläne schmieden, Freimaurer, Jesuiten und Revolutionäre - und am Ende tauchen zum ersten Mal die Protokolle der Weisen von Zion auf, ein gefälschtes „Dokument“ für die „jüdische Weltverschwörung“, das dann fatale Folgen haben wird. Umberto Eco, der Meister des historischen Romans, erzählt die Geschichte des neunzehnten Jahrhunderts, in der wir jedoch unser eigenes wiedererkennen können.

Roman – übersetzt aus dem Italienischen von Burkhart Kroeber
Fester Einband, 528 Seiten
Mit zahlreichen Abbildungen

"
Christa Wolf
"Der geteilte Himmel"
Eine Auseinandersetzung mit den Jahren der deutschen Teilung.
Ende August 1961: In einem kleinen Krankenhauszimmer erwacht Rita Seidel aus ihrer Ohnmacht. Und mit dem Erwachen wird auch die Vergangenheit wieder lebendig. Da ist die Erinnerung an den Betriebsunfall und vor allem die Erinnerung an Manfred Herrfurth. Zwei Jahre sind vergangen, seit sie dem Chemiker in die Stadt folgte, um an seiner Seite und mit ihm gemeinsam ein glückliches Leben zu beginnen. Wann hat die Trennung begonnen? Hat sie die ersten Anzeichen einer Entfremdung übersehen? Denken, Grübeln, Fiebern - Tage und Nächte hindurch! »Ich gebe Dir Nachricht, wenn Du kommen sollst. Ich lebe nur für den Tag, da Du wieder bei mir bist.« Manfred ist von einem Chemikerkongreß in Westberlin nicht zurückgekehrt in dem festen Glaube
Jan Brandt
"Gegen die Welt"
Dumont Verlag
Ein Dorf in Ostfriesland, Kühe grasen auf den Wiesen, ab und zu zerreißt der Lärm eines Tieffliegers die Stille. Hinter den getrimmten Tujenhecken des Neubauviertels blühen die Blumen, in den Auffahrten glänzen frisch gewachste Neuwagen.
In diese Welt wird Mitte der Siebzigerjahre Daniel Kuper, Spross einer Drogistendynastie, hineingeboren. Ein schmächtiger, verschlossener Junge mit viel zu viel Fantasie und zu wenigen
Möglichkeiten. Doch bald geschehen seltsame Dinge: Mitten im Sommer kommt es zu heftigem Schneefall, ein Kornkreis entsteht, ein Schüler stellt sich auf die Bahngleise, Hakenkreuze tauchen an den Hauswänden auf. Für all das wird Daniel Kuper verantwortlich gemacht. Und je mehr er versucht, die Vorwürfe zu entkräften, desto stärker verstrickt er sich in ihnen. Daniel Ku
Jonathan Franzen
"Die Korrekturen"
Rowolth Verlag
Nach fast fünfzig Ehejahren hat Enid Lambert nur ein Ziel: ihre Familie zu einem letzten Weihnachtsfest um sich zu scharen. Alles könnte so schön sein, gemütlich, harmonisch. Doch Parkinson hat ihren Mann Alfred immer fester im Griff, und die drei erwachsenen Kinder durchleben eigene tragikomischen Malaisen. Gary steckt in einer Ehekrise. Chip versucht sich als Autor. Und Denise ist zwar eine Meisterköchin, hat aber in der Liebe kein Glück.
Jonathan Franzen ist ein großartiger Roman gelungen: Familien- und Gesellschaftsgeschichte in einem.

rororo
Taschenbuch, 784 S.

Eine Sensation. (Der Spiegel)

Ein Wunder. Und kein geringes. (Die Welt)

Jonathan Franzen ist das größte Sprachtalent, das die amerikanische Literatur seit John Updike hervorgebracht hat. (Literaturen)
Sibylle Lewitscharoff
"Blumenberg"
Wilhelm-Raabe-Literaturpreis

Groß, gelb, gelassen: mit berückender Selbstverständlichkeit liegt eines Nachts ein Löwe im Arbeitszimmer des angesehenen Philosophen Blumenberg. Die Glieder bequem auf dem Bucharateppich ausgestreckt, die Augen ruhig auf den Hausherrn gerichtet. Der gerät, mit einiger Mühe, nicht aus der Fassung, auch nicht, als der Löwe am nächsten Tag in seiner Vorlesung den Mittelgang herabtrottet, sich hin und her wiegend nach Raubkatzenart. Die Bänke sind voll besetzt, aber keiner der Zuhörer scheint ihn zu sehen. Ein raffinierter Studentenulk? Oder nicht doch viel eher eine Auszeichnung von höchster Stelle – für den letzten Philosophen, der diesen Löwen zu würdigen versteht?

Das Auftauchen des Tieres wirkt in mehrerlei Leben hinein, nicht nur in das Leben Blumenber
Peter Handke
"Immer noch Sturm"
Suhrkamp Verlag
Das Jaunfeld, im Süden Österreichs, in Kärnten: Dort versammeln sich um ein »Ich« (oder steht es eher am Rande?) dessen Vorfahren: die Großeltern und deren Kinder, unter ihnen die eigene Mutter. Sie erscheinen ihm, da sie ihn bis in die Träume begleiten, in einer Vielzahl von Szenenfolgen, in denen sich die unterschiedlichsten Spiel- und Redeformen abwechseln – ein Panorama, das weit über alle literarischen Genres hinausreicht und sie sich zugleich anverwandelt. Gestaltet Peter Handke eine beispielhafte Familientragödie in Szenen? (Immerhin sterben zwei der Brüder in den vierziger Jahren.) Erzählt er anhand einzelner Stationen das Epos eines Volkes, der Slowenen? (Von ihnen ging der einzige bewaffnete Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime innerhalb dessen ursprünglicher Grenze
Friedrich Christian Delius
"Bildnis der Mutter als junge Frau"
Rowohlt Verlag
Georg-Büchner-Preisträger 2011

Rom im Januar 1943: Eine junge deutsche Frau steht kurz vor der Geburt ihres ersten Kindes. An einem sonnigen Tag begibt sie sich auf einen Spaziergang durch die fremden Straßen. Trotz der verwirrend schönen Eindrücke ist sie mit ihren Gedanken woanders. Ihr Mann wurde überraschend an die afrikanische Front abkommandiert. Der Zeitpunkt seiner Rückkehr ist ungewiss. Und auf ihrem Gang durch die Ewige Stadt beginnt die junge Frau zu ahnen, dass der Krieg verloren gehen könnte …

rororo
Taschenbuch, 128 S.

«Eine wundervolle Erzählung.» (Süddeutsche Zeitung)
«Ein kleines Meisterwerk … und eine Liebeserklärung an die Stadt Rom und an die Mutter.» (Die Zeit)
«Ein Meisterwerk an Anmut und historischem Scharfblick.» (Neue Zürcher Zeitung)
«Spannung und E
Eugen Ruge
"In Zeiten des abnehmenden Lichts"
Rowohlt-Verlag
Deutscher Buchpreis 2011

Roman einer Familie

Von den Jahren des Exils bis ins Wendejahr 89 und darüber hinaus reicht diese wechselvolle Geschichte einer deutschen Familie. Sie führt von Mexiko über Sibirien bis in die neu gegründete DDR, führt über die Gipfel und durch die Abgründe des 20. Jahrhunderts. So entsteht ein weites Panorama, ein großer Deutschlandroman, der, ungeheuer menschlich und komisch, Geschichte als Familiengeschichte erlebbar macht.

Hardcover, 432 S.
19,95 €
978-3-498-05786-2

«Überragend ... eine faszinierende Innensicht der DDR.» Felicitas von Lovenberg, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

«Eugen Ruge ist ein Erzähler von einer Virtuosität, von einer sprachlichen Finesse, von einer erzähltechnischen Genauigkeit, wie man sie nicht alle Tage antrifft ... Meist
Sibylle Lewitscharoff
"Consummatus"
Suhrkamp Verlag
Stuttgart, Café Rösler, Samstag, den 3. April 2004 (vormittags) – ein Mann trinkt. Ralph Zimmermann ist allein mit sich und dem Alkohol. Oder auch nicht. Bei ihm sind Andy Warhol, Edie Sedgwick, Jim Morrison und nicht zuletzt seine Geliebte Joey. Tot zwar allesamt, aber doch anwesend genug, um einen Stift zumindest auf glatter Fläche ein paar Millimeter rollen zu lassen. Und natürlich, um zu kommentieren, was Ralphi-Ralph erzählt: von sich, seinem Leben, seiner Liebe und seinem eigenen Ausflug ins Totenreich.

suhrkamp taschenbuch 4230
Broschur, 240 Seiten

»Falls es Sie interessiert, was uns nach dem Tod erwartet und was Jim Morrison und Andy Warhol heute so treiben, kommen Sie um diesen Roman nicht herum. Und falls es Sie nicht interessiert, dann sind Sie wahrscheinlich schon tot un
Tomas Tranströmer "Sämtliche Gedichte"
Hanser Verlag
Literatur-Nobelpreis 2011

Das schmale lyrische Gesamtwerk von Tomas Tranströmer hat auch außerhalb Schwedens großen Einfluß ausgeübt; besonders aber in Deutschland. In seinen Gedichten kommt eine innere, erträumte Welt hinter der Wirklichkeit zur Sprache, die in ihrer exakten Schönheit ein Gegenbild zeichnet.

übersetzt aus dem Schwedischen von Hanns Grössel
Erscheinungsdatum: 08.02.1997
Flexibler Einband, 264 Seiten





Jörg Bernig
"Weder Ebbe noch Flut"
Mitteldeutscher Verlag
Eichendorff-Literaturpreis 2011

Die Geschichte der großen Liebe von Albert und Dorothee beginnt 1983 am Rande eines Kirchentages in Leipzig. Ein Kind soll für die beiden ein Zauberspruch gegen einen Alltag sein, mit dem sie nichts anfangen können. Doch Dorothee wird nicht schwanger, auch die Medizin vermag nicht zu helfen.
Dann fällt die Mauer, neue Möglichkeiten tun sich auf, aber Albert entbindet Dorothee von ihrem Versprechen auf ein gemeinsames Leben. Er verlässt sie aus Liebe, damit wenigstens sie sich ihren Kinderwunsch erfüllen kann. Er selbst geht nach Wales – wie er sagt: ans Ende der Welt. Dort will er seine Forschungen zu Adalbert Stifter abschließen, dessen Ehe ebenfalls kinderlos geblieben war. Und noch tiefer reicht die Verbindung Alberts mit dem Leben Stifters: Als Alb
Martin Walser
"Muttersohn"
Rowohlt Verlag
Auf die Frage, wovon sein neuer Roman handele, bekennt Martin Walser, dass es einfacher wäre zu sagen, wovon er nicht handele. Hier sind alle seine großen Themen gebündelt: Liebe und Vergeblichkeit, Lüge und Wahrheit, Glauben und Wissen. Muttersohn ist ein von Humor polierter Glaubensroman, ein Erleuchtungsbuch, in dem auch die Vernunft ihren Platz findet – nur nicht den von Aufklärungsfanatikern eingeforderten.

Hardcover, 512 S.
24,95 €
978-3-498-07378-7

«Muttersohn» ist ein Abenteuer, ein wilder, ein mit allen Daseinsfarben auf trumpfender Roman. Ein Roman darüber, was die Liebe vermag, was der Glaube vermag, was die Sprache vermag.

«Als Evangelium stellt dieses Werk keine Frage – es ist.»
FELICIAS VON LOVENBERG, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

«Ein heiteres, altersweises
Hanna Krall
"Herzkönig"
Verlag Nuee Kritik
Europäischer Literaturpreis

»Das ist der letzte Abschnitt meiner Reise, und es wäre dumm, wenn ich jetzt verrückt werden würde.«

Diese nüchterne Feststellung stammt von Izolda Regensberg alias Maria Pawlicka. Seit der Deportation ihres Mannes nach Auschwitz besteht der Sinn ihres Lebens allein darin, ihren Herzkönig zu befreien. Die fieberhaften Bemühungen werden von Absurditäten und Zufällen, von glücklichen und unglücklichen Fügungen begleitet. In Zeiten der Vernichtung wundert sich Izolda über keine Grausamkeit - auch nicht über die eigene.

Bis Izolda schließlich im Mai 1945 im Lager Ebensee auf ihren Ehemann trifft, hat sie eine Odyssee von Lagern und Gefängnissen hinter sich. Das Paar kehrt mit »polnischen« Pässen nach Polen zurück. Jahre später fliegt die geborgte Identität
Frédéric Martel
"Mainstream. Wie funktioniert, was allen gefällt"
Knaus Verlag
Wer beherrscht unsere Köpfe und warum? – Eine faszinierende Expedition zu den Mächtigen des Kulturbetriebs

Avatar, Stieg Larsson, Google, Michael Jackson – wie funktioniert die Kultur der Massen und wer macht sie? Was gefällt allen, überall auf der Welt? Und warum? Es geht in diesem Report über die weltweite Kulturindustrie um ein Billionengeschäft. Es geht aber auch um die Herrschaft über Worte, Bilder, Träume und Weltanschauungen.

Fünf Jahre reiste der Medienforscher Frédéric Martel auf allen Kontinenten, befragte in 1250 Interviews die Mitwirkenden der Kreativindustrien von 30 Ländern. Auf der Suche nach Gewinnern und Verlierern begleitet ihn der Leser in die Kapitalen des Entertainment, nach Hollywood und Bollywood, zu TV Globo nach Brasilien, zu Sony, Al Jazeera, Televisa, in ä
Bora Cosic
"Die Rolle meiner Familie in der Weltrevolution"
Suhrkamp Verlag
Stefan-Heym-Preis 2011

Aus dem Serbischen von Mirjana und Klaus Wittmann

Die Rolle meiner Familie in der Weltrevolution, heute ein Klassiker der europäischen Literatur, war ein Kultbuch in Jugoslawien. Aus der Perspektive eines Kindes - unschuldig bis zur Idiotie - wird in kaum zu überbietender Knappheit vorgeführt, wie Krieg, Faschismus und Kommunismus den Mikrokosmos einer heruntergekommenen Familie in Belgrad der vierziger Jahre heimsuchen. Hier hält man Lenins Schrift »Ein Schritt vor, zwei zurück« für ein Tango-Lehrbuch, diskutiert über Zwerge in Einmachgläsern und geht in Deckung, wenn die Partisanen den Freund von gestern zum Feind erklären. Die unheimliche Lakonie des Erzählers, der irrsinnige Witz und melancholische Humor des Buches machen es zu einem Meisterwerk der Subvers
Maja Haderlap
"Engel des Vergessens"
Wallstein Verlag
Bachmann-Preis 2011

Ein großes Romandebüt, das von einem Leben in der Mitte Europas erzählt; mit kraftvoller Poesie; Geschichten, die uns im Innersten betreffen.

Maja Haderlap gelingt etwas, das man gemeinhin heutzutage für gar nicht mehr möglich hält: Sie erzählt die Geschichte eines Mädchens, einer Familie und zugleich die Geschichte eines Volkes. Erinnert wird eine Kindheit in den Kärntner Bergen. Überaus sinnlich beschwört die Autorin die Gerüche des Sommers herauf, die Kochkünste der Großmutter, die Streitigkeiten der Eltern und die Eigenarten der Nachbarn. Erzählt wird von dem täglichen Versuch eines heranwachsenden Mädchens, ihre Familie und die Menschen in ihrer Umgebung zu verstehen. Zwar ist der Krieg vorbei, aber in den Köpfen der slowenischen Minderheit, zu der die Famili
Monika Maron
"Flugasche"
S. Fischer Verlag
Lessing-Preisträgerin 2011

Bitterfeld vor 30 Jahren: Die Journalistin Josefa Nadler kommt hierher, um eine Reportage über das veraltete und umweltgefährdende Kraftwerk zu machen. Mit ihrer kritischen Haltung gerät sie unter Druck und muss sich vor den Kollegen und der Partei rechtfertigen. Als es ihr nicht gelingt, ihren Standpunkt klarzumachen, zieht sie sich zurück.
›Flugasche‹ (1981), Monika Marons erster Roman, machte die Autorin über Nacht berühmt. Er zählt heute zu den Meisterwerken der deutschen Nachkriegsliteratur und bildet einen wichtigen Bezugspunkt zu Monika Marons 2009 erschienener Reportage ›Bitterfelder Bogen‹.

Roman
Taschenbuch
Preis € (D) 10,00 | € (A) 10,30 | SFR 15,90
ISBN: 978-3-596-51180-8
Anna Seghers
"Tage wie Staubsand. Briefe 1953-1983"
Aufbau-Verlag
Mehr als in den Briefen aus früheren Jahren spricht Anna Seghers hier von sich selbst, vor allem in den Briefen an ihre engsten Freunde Jorge Amado und Ilja Ehrenburg. Ihnen gesteht sie ihre Einsamkeit ein, die sie trotz aller äußeren Erfolge empfindet. Den Vertrauten gegenüber muss sie die restriktiven Kampagnen und politischen Ereignisse dieser Zeit nicht kommentieren. Stattdessen spricht sie von ihrer Trauer und ihrer Sehnsucht nach Freude: Bekenntnisse, die ein differenzierteres Bild der Autorin vermitteln. Hinzu kommen Einblicke in die Überlastungen dieses Lebens, denen sie bis zuletzt lebensmutig und kreativ entgegentrat.
Mit Briefen an Erwin Piscator, Lion und Marta Feuchtwanger, Lenka Reinerová, Helene Weigel, Volker Braun, Carl Zuckmayer, Günter Kunert, Stephan Hermlin, Lew Kopel
Melinda Nadj Abonji
"Tauben fliegen auf"
jung und jung
Schweizer Buchpreis 2010

Eine ungarische Familie aus Serbien in der Schweiz. Ein schwungvoll und gewitzt erzählter Roman aus der Mitte Europas.

Es ist ein schokoladenbrauner Chevrolet mit Schweizer Kennzeichen, mit dem sie zur allgemeinen Überraschung ins Dorf einfahren, und die Dorfstraße ist wirklich nicht gemacht für einen solchen Wagen. Sie, das ist die Familie Kocsis, und das Dorf liegt in der Vojvodina im Norden Serbiens, dort, wo die ungarische Minderheit lebt, zu der auch diese Familie gehört.
Oder, richtiger, gehörte. Denn sie sind vor etlichen Jahren schon ausgewandert in die Schweiz, erst der Vater und dann, sobald es erlaubt war, auch die Mutter mit den beiden Töchtern, Nomi und Ildiko, und Ildiko ist es, die das hier alles erzählt. So auch den Besuch im Dorf, der dann n
Friedrich Christian Delius
"Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus"
Reinbek, Rowohlt-Verlag
Georg-Büchner-Preisträger 2011

“In der Mitte seines Lebens, im Sommer 1981, beschließt der Kellner Paul Gompitz aus Rostock, nach Syrakus auf der Insel Sizilien zu reisen. Der Weg nach Italien ist versperrt durch die höchste und ärgerlichste Grenze der Welt, und Gompitz ahnt noch keine List, sie zu durchbrechen. Er weiß nur, daß er die Mauern und Drähte zweimal zu überwinden hat, denn er will, wenn das Abenteuer gelingen sollte, auf jeden Fall nach Rostock zurückkehren.” So beginnt F. C. Delius’ Chronik eines ungewöhnlichen, schweijkschen Abenteuers aus unserer Zeit.
Nach siebenjähriger Vorbereitung gelingt es dem Kellner im Juni 1988, mit einer Jolle von Hiddensee aus die Seegrenze der DDR zu überqueren und nach Gedser in Dänemark zu segeln – ein “einfacher Grenzdurchbruch”, wie Gomp
Jan Peter Bremer
"Der amerikanische Investor"
Berlin-Verlag
Alfred-Döblin-Preis 2011

„Vielleicht sollte er dem amerikanischen Investor einen Brief schreiben. Vielleicht war der amerikanische Investor ein Mensch mit einem großen Herzen für die Literatur“.

Vor sich eine weiße Wand und die herausfordernd leere Seite seines Notizhefts, ringt ein Schriftsteller um den ersten Satz. Und weil sich der an diesem heißen Berliner Sommertag partout nicht einstellen will, springt er auf, kontrolliert zum hundertsten Mal, ob sich der Zustand seiner Wohnung wieder verschlechtert hat.
Das alte Mietshaus, in dem er mit seiner Frau und zwei Kindern lebt, wird von dem neuen amerikanischen Investor saniert, und nun senken sich die Böden ab. Die Wände zeigen Risse, und ist nicht sein ganzes Leben seitdem buchstäblich in eine Schieflage geraten?

Er beschlie
Frank Jöricke
"Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage"
Solibro Verlag
"Am Tag, als Janis Joplin starb, unterschrieb mein Vater den Kaufvertrag für unser Reihenhaus. Er legte so den Grundstein dafür, dass eine große Liebe zu einer Gütergemeinschaft verkam."

Frank Jörickes Roman ist eine launige Zeitreise durch die verschiedenen Dekaden der jüngeren bundesrepublikanischen Geschichte. Seien es die Studentenunruhen, die Ölkrise oder das Aufkommen des Feminismus, Daily Soaps oder die Maueröffnung, alles Anlässe für den Erzähler, mit abgeklärt-kompromisslosem Blick die schrullige Bagage, die sich Verwandtschaft nennt, bei ihrem bunten Treiben zwischen Zeitgeist und Fettnäpfchen zu beobachten. Es entstehen typische Charakterbilder skurriler Normalos, die sich tapfer durchs Reihenhausleben schlagen: Onkel, Tante, die Eltern, die sich mit ihrer späten Scheidung "u
Ingo Schulze
"Adam und Evelyn"
Berlin Verlag
Mainzer Literaturpreis 2011 für das Lebenswerk von Ingo Schulze

Spätsommer 1989, Ferien am Balaton — plötzlich öffnet Ungarn die Grenze, und der verbotene Westen mit all seinen Verlockungen ist zum Greifen nah. In dieser Situation entdeckt Ingo Schulze den Mythos von Adam und Eva. Entstanden ist eine große Tragikomödie über Verbot und Erkenntnis und die Suche nach dem wahren Paradies.
Die Frauen lieben Adam, weil er ihnen Kleider schneidert, die sie schön und begehrenswert machen. Adam liebt schöne Frauen. Wenn sie erst seine Kleider tragen, begehrt er sie alle, und abgesehen davon liebt er Evelyn. Die ertappt ihn eines heißen Augusttages 1989 in flagranti mit einem seiner Geschöpfe. Statt mit Adam fährt Evelyn gemeinsam mit einer Freundin und deren Westcousin nach Ungarn an den Balato
Alex Capus
"Léon und Louise"
Hanser Verlag
Zwei junge Leute verlieben sich, aber der Krieg bringt sie auseinander: Das ist die Geschichte von Léon und Louise. Sie beginnt mit ihrer Begegnung im Ersten Weltkrieg in Frankreich an der Atlantikküste, doch dann trennt sie ein Fliegerangriff mit Gewalt. Sie halten einander für tot, Léon heiratet, Louise geht ihren eigenen Weg - bis sie sich 1928 zufällig in der Pariser Métro wiederbegegnen.

Alex Capus erzählt mit wunderbarer Leichtigkeit und großer Intensität von der Liebe in einem Jahrhundert der Kriege, von diesem Paar, das gegen alle Konventionen an seiner Liebe festhält und ein eigensinniges, manchmal unerhört komisches Doppelleben führt.
Die Geschichte einer großen Liebe, gelebt gegen die ganze Welt.

Roman
Fester Einband, 320 Seiten
Preis: 19.90 € (D) / 29.90 sFR (CH) /
Thomas Bernhard
"Aus Opposition gegen mich selbst"
Suhrkamp Verlag
Herausgegeben von Raimund Fellinger

In dem Interview zu seinem 50. Geburtstag erklärte Thomas Bernhard: »Negativ ist alles, gibt nicht Positives.« Später konstatierte er lakonisch: »Es ist eh’ alles positiv.« Ist also Thomas Bernhard der große Unfaßbare, der im gleichen Atemzug Gegenteiliges behauptet? Ist sein Werk vielleicht finster und sein Autor ein fröhlicher Clown? Ist er bloß ein opportunistischer Übertreibungskünstler bei allem und jedem? Oder ist er doch der schärfste Kritiker der politischen Verhältnisse im allgemeinen und des »katholisch-nationalsozialistischen Österreich« im besonderen?
Der vorliegende Band versammelt kurze und längere Texte von Thomas Bernhard, er berücksichtigt alle Gattungen – vom Roman bis zum einzeiligen Leserbrief – und präsentiert das Bernhardsche W
Hans Joachim Schädlich
"Kokoschkins Reise"
Rowohlt Verlag
CORINE-Preisträger 2010

Der Exilrusse Fjodor Kokoschkin reist 2005 auf dem Luxusliner Queen Mary 2 von Southhampton nach New York. Während der fünftägigen Kreuzfahrt erinnert sich der rüstige 95-jährige Professor in Rückblenden an die Stationen seines Lebens in Europa.

Die Reise in die Vergangenheit beginnt er in St. Petersburg, der Stadt seiner Kindheit, wo die Bolschewiki 1918 seinen Vater ermordet hatten. Die Mutter floh mit dem Sohn über Odessa zunächst nach Berlin. Hier konnte er die Schule besuchen und studieren, er erlebt die Weimarer Republik und den deutschen Nationalsozialismus. Wiederum flieht er, diesmal nach Prag, wo es ihm gelingt, ein Stipendium für die USA zu bekommen. Amerika wird ihm nach der Machtergreifung der Nazis zur letzten Heimat. In nur sechs Kapiteln spieg
Mircea Cărtărescu
"Die Wissenden"
dtv Verlag
Was als Selbsterkundung eines Halbwüchsigen beginnt, entwickelt sich zu einem mitreißenden Erzählstrom von immenser Sprachkraft.
Rumänien um die Mitte des 20. Jahrhunderts: Von einer Wohnung in einem Bukarester Plattenbau aus beobachtet der 15-jährige Mircea, wie das ehemalige Paris des Ostens architektonisch verschandelt wird. Angeregt durch die Geschichten seiner Mutter, will er die Erinnerung an die alte Stadt bewahren.

Aus dem Rumänischen von Gerhardt Csejka
528 Seiten

»Ein Proust aus dem Plattenbau, aber einer auf Speed.« Der Spiegel
Mario Vargas Llosa
"Das böse Mädchen"
Aus dem Spanischen von Elke Wehr
suhrkamp
Literaturnobelpreis 2010

Als er sie zum erstenmal sieht, tanzt sie den Mambo wie keine andere, damals in Miraflores, Sommer 1950. Sie ist, wie er, fünfzehn Jahre alt – aber was für Freiheiten nimmt sie sich heraus! Wie aufregend wenig bekümmert sie all das, was man in diesem steifkatholischen Lima tut oder nicht tut. Und dann ist sie plötzlich von einem Tag auf den anderen verschwunden. Die Erinnerung an das »böse Mädchen« und ihr geheimnisvolles Anderssein läßt Ricardo nicht mehr los.
Seine Freiheit besteht darin, nach Paris zu gehen, als Übersetzer, ein intellektuelles Glück, von dem er glaubt, es könne ihm genügen. Da aber taucht aus heiterem Himmel das »böse Mädchen« auf, unterwegs nach Havanna, wo sie zur Revolutionärin ausgebildet werden soll. Sie lieben sich in einer Nacht, die
Amir Hassan Cheheltan
"Teheran Revolutionsstraße"
P. Kirchheim Verlag
Der Aufstieg eines zwielichtigen Operateurs von Jungfernhäutchen zum Klinikchef, der sich in eine seiner Patientinnen verliebt, ist Ausgangspunkt für ein Sittenbild der iranischen Gesellschaft, deren politische, wirtschaftliche und soziale Zwänge und Verwerfungen ein junges Liebespaar auf grausame Weise scheitern lassen. „Teheran Revolutionsstrasse“, der in Teheran nicht veröffentlichte Roman Cheheltans, porträtiert den unbekannten Alltag von Menschen der Teheraner Megacity.

Scheinbar unbeteiligt läßt Shahrsad sich von den Ereignissen mitschleifen. Kein Aufschreien, kein Aufbegehren …Ihre ganze Kraft fließt in das starre Aushalten, das kein Morgen kennt, keine Schuld, kein Selbstwertgefühl. … Und mit dieser Charakterisierung der jungen Frau gelingt Cheheltan eine beeindruckende Reflexio
Uwe Tellkamp
"Die Schwebebahn - Dresdner Erkundungen"
inselverlag
Nach dem grandiosen Erfolg seines Beststellers Der Turm führt Uwe Tellkamp uns erneut in seine Heimatstadt Dresden. Auf den Stationen dieser Reise erwartet uns eine Fülle von Geschichten, die sich zu einer einzigartigen Erzählung der Stadt zusammenfügen. Wir begegnen der Klavierlehrerin Adolzaide und dem Vorsitzenden der Quittengesellschaft, hören Gesprächen über die Frauenkirche, Dresdner Maler und Architektur zu, besuchen den Jungen, dem in einem Johannstädter Plattenbau eine Tube Schuhcreme zum Gleichnis für den Traum vom Meer wurde. Dresden ist ein Stück Italien, und eine Laufmaschenreparatur ist in Wahrheit eine Filiale des Amts zur Wiederherstellung der Schönheit. In der Bunten Republik Neustadt lebt Q., die Brombeeren und die Zahl 19 liebt. Zwergpudel Caligula, der die Dame mit Hut
Jonathan Franzen
"Freiheit"
Rowohlt
Aus dem Amerikanischen von Bettina Abarbanell und Eike Schönfeldt. Patty und Walter Berglund - Vorzeigeeltern und Umweltpioniere, fast schon ideale Nachbarn in ihrer selbst renovierten viktorianischen Villa in St. Paul - geben plötzlich Rätsel auf: Ihr halbwüchsiger Sohn zieht zur proletenhaften republikanischen Familie nebenan, Walter lässt sich zum Schutz einer einzigen Vogelart auf einen zwielichtigen Pakt mit der Kohleindustrie ein, und Patty, Exsportlerin und Eins-a-Hausfrau, entpuppt sich als wahrlich sonderbar. Hat Walters bester Freund, ein Rockmusiker, damit zu tun? Auf einmal lebt Patty ihre kühnsten Träume, führt sie ein Leben ohne Selbstbetrug. In diesem Roman einer Familie, der zugleich ein Epos der letzten dreißig Jahre amerikanischer Geschichte ist, erzählt Jonathan Franzen
Reinhard Jirgl
"Die Stille"
Hanser Verlag
Georg-Büchner-Preis 2010

Einhundert Jahre aus der Geschichte zweier Familien und aus der Geschichte eines Landes: Reinhard Jirgls "Die Stille" ist das monumentale Epos vom langen 20. Jahrhundert in Deutschland. Am Anfang steht ein Fotoalbum, die ältesten Bilder sind über achtzig Jahre alt: einhundert Fotografien zweier Familien, die eine aus Ostpreußen stammend, die andere aus der Niederlausitz. Zwei Weltkriege, Inflation, Flucht und Vertreibung haben diese beiden Familien über fünf politische Systeme hinweg, von der Kaiserzeit bis heute, überlebt. Den einhundert Fotografien folgend, erzählt Jirgl Geschichten von Verletzungen, Liebe und Verrat. "Die Stille" bestätigt seinen außergewöhnlichen Rang.

Roman
Fester Einband, 536 Seiten
Preis: 24.90 € (D) / 42.90 sFR (CH) / 25.60 € (A)
Paul Auster
"Unsichtbar"
Rowohlt Verlag
Niemand entzieht dem Leser so virtuos den Boden unter den Füßen, wie Paul Auster, der «Zeremonienmeister des Zufalls» (FAZ). Eben noch hat uns einer sein Leben erzählt, schon ist er – ein kleiner Wechsel der Perspektive nur – die imaginäre Figur eines Romans. Wer ist wirklich der, der zu sein er vorgibt? In Unsichtbar werden wir Zeuge eines teuflischen Spiels von Verführung und Verrat, Liebe und Lüge.

Der Fremde in dir

Vor vierzig Jahren haben sie sich zuletzt gesehen, es war «der Sommer des Sechstage-Kriegs, der Sommer der Rassenunruhen in mehr als hundert amerikanischen Städten, der Summer of Love». Jetzt schickt Adam Walker seinem früheren Studienfreund, dem erfolgreichen Schriftsteller James Freeman, ein unfertiges Manuskript: «Ich brauche dringend Hilfe.» Bald darauf erhält Free
Christa Wolf
"Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud"
Suhrkamp Verlag
Los Angeles, die Stadt der Engel: Dort verbringt die Erzählerin Anfang der Neunziger einige Monate auf Einladung des Getty Center. Ihr Forschungsobjekt sind die Briefe einer gewissen L. aus dem Nachlaß einer verstorbenen Freundin, deren Schicksal sie nachspürt – eine Frau, die aus dem nationalsozialistischen Deutschland in die USA emigrierte. Sie beobachtet die amerikanische Lebensweise, taucht ein in die Vergangenheit des „New Weimar unter Palmen“, wie Los Angeles als deutschsprachige Emigrantenkolonie während des Zweiten Weltkriegs genannt wurde. Ein ums andere Mal wird sie über die Lage im wiedervereinigten Deutschland verhört: Wird der „Virus der Menschenverachtung“ in den neuen, ungewissen deutschen Zuständen wiederbelebt?

In der täglichen Lektüre, in Gesprächen, in Träumen stellt
Thomas Kapielski
"Mischwald"
Suhrkamp Verlag
Preis der Literaturhäuser 2010

Kunst ist schlimmer als Heimweh – sagt Thomas Kapielski in Mischwald, seinem neuen großen Prosaband, einer reich illustrierten Welt- und Werkschau, angelegt als Logbuch eines gemischten Jahres, zu dessen Auftakt man ihn irrtümlich für tot erklärt und an dessen Ende er verfügt: Meinen Grabstein soll die Zeile schmücken: »Macht bloß so weiter!«

Was das Leben ihm dazwischen alles zuträgt, spottet jedem Vorschautext: Paradoxe Rauschzustände angesichts eines TV-Konzerts von André Rieu, heikle Fragen der Koran-Archäologie oder eine Einladung zur »Blattkritik« beim Stern haben genauso ihren Ort wie die angeschwipsten Bekenntnisse eines Künstlersozialkassenmitglieds, liebevoll gemeißelte Porträts verstorbener Weggefährten wie Emmett Williams, Thomas Schmid oder
Hans-Ulrich Treichel
"Grunewaldsee"
Suhrkamp Verlag
Paul liebt Berlin, vor allem Westberlin, sofern man Westberlin lieben kann, wenn man in einer dunklen Hinterhofwohnung in Kreuzberg lebt. Und er liebt Maria, die Spanierin mit den graugrünen Augen und der Motorradjacke. Die beiden lernen sich in Málaga kennen, wo er als Sprachlehrer jobbt, während er auf eine Referendariatsstelle wartet. Maria, die angehende Ärztin, wird für ihn zur Liebe seines Lebens, und doch muß er sie bald verlassen: Sie ist verheiratet und erwartet ein Kind. Aber bei seinem Abschied aus Spanien ruft sie ihm nach: »Permanecemos juntos!« - »Wir bleiben zusammen!« Marias Versprechen soll kein leeres bleiben: Sie sehen sich wieder, in Deutschland. Von der Lobby des Münchner Hotels Vier Jahreszeiten aus brechen sie auf zu einer Reise, die freilich nur einen halben Tag dau
Georg Klein
"Roman unserer Kindheit"
Rowohlt Verlag
Ein scheinbar ewiger Sommer umfängt Neubaublöcke, amerikanische Kasernen, ein verlassenes Wirtshaus unter uralten Kastanien und die Laubenkolonie, wo die Kinder der Neuen Siedlung sich die großen Ferien vertreiben. Langsam, kaum merklich, sickert das Unheimliche ein: Ein Mord wird angekündigt, dann kommen die Boten, buchstäblich aus einer anderen Welt. Und es sieht aus, als könnten sie zumindest eines der Siedlungskinder auf die Nachtseite dieses Sommers hinüberziehen.

Hardcover, 448 S.
22,95 €

«Roman unserer Kindheit» ist zugleich ein radikal autobiographisches und magisch-phantastisches Buch, ein Kindheitsroman voll fiebrigem Witz und dunkler Einsicht.

«Ein Geniestreich ist dieser Roman, opak, dicht, verrückt, hässlich und irre schön.»
Ina Hartwig, Die Zeit
Anne Weber
"Luft und Liebe"
S. Fischer Verlag
Wo die Liebe sich in Luft auflöst, fängt Literatur an: »Luft und Liebe« ist eine mitreißende Liebes- und Verratsgeschichte, ein großes literarisches Vergnügen.

Die große Liebe – gibt es das? Anfang Vierzig und in Herzensdingen längst an das ganz normale Glück oder Unglück gewöhnt, begegnet sie in Paris einem nicht mehr ganz jungen Mann mit Bauchansatz, nach dem sich auf der Straße niemand umdrehen würde. Aber entgegen alle Erwartungen ist er der Mann, auf den die Heldin gewartet hat: Er ist zärtlich, aufmerksam und charmant, Hals über Kopf verliebt und verspricht ihr den Himmel auf Erden. Und um die Idylle vollkommen zu machen, lebt dieser Märchenprinz auf einem Schloss in der französischen Provinz.
Zu schön, um wahr zu sein? Als die Träume – gemeinsames Leben, Hochzeit, Kind – Realit
Gregor Gumpert / Ewald Tucai
"Ruhr.Buch"
dtv
RUHR.2010
Kulturhauptstadt Europas - die literarische Anthologie

Essen und 52 weitere Städte zwischen Rhein, Lippe, Emscher und Ruhr dürfen sich 2010 als Kulturhauptstadt Europas feiern. Der drittgrößte europäische Ballungsraum rüstet sich mit vielen Projekten und Veranstaltungen, um sich sowohl als Kulturlandschaft als auch als Metropole zu zeigen.

Zu der Begegnung mit einer großen Geschichte und einer spannenden Zukunft lädt auch diese repräsentative literarische Anthologie mit Prosatexten, Gedichten und Liedern zahlreicher Autoren aus Vergangenheit und Gegenwart ein. Ob aus heimatlicher Perspektive oder aus der eines Besuchers: Alle Beiträge erzählen von den historischen Besonderheiten und den beeindruckenden Veränderungen, die das Ruhrgebiet - diesen Schmelztiegel in der Mitte
David Foster Wallace
"Unendlicher Spaß"
Kiepenheuer & Witsch
DAS literarische Ereignis in diesem Jahr!

Vor einem Jahr nahm sich David Foster Wallace, einer der wichtigsten Vertreter der amerikanischen Literatur, das Leben. Sechs Jahre lang hat Ulrich Blumenbach an der Übersetzung von Wallaces Opus magnum gearbeitet, dem größten Übersetzungsprojekt in der Geschichte des Verlags.

»Unendlicher Spaß« – so nannte James Incandenza seinen Film, der Menschen, die ihn anschauen, so verhext, dass sie sich nicht mehr von ihm lösen können und dabei verdursten und verhungern. Sein Sohn Hal, ein Tenniswunderkind mit außergewöhnlichen intellektuellen Fähigkeiten, studiert an der Enfield Tennis Academy (ETA), die von seinem Vater gegründet wurde. Hier sowie im nahe gelegenen Ennet-House, einem Entziehungsheim für Drogenabhängige, spielt ein Teil der überborde
Michael Schindhelm
"Dubai Speed: Eine Erfahrung"
dtv Verlag
Unter dem Motto »größer, höher, moderner, glamouröser« sollte in Dubai, mitten in der Wüste, die Welthauptstadt des 21. Jahrhunderts entstehen. Die Metropole am Golf war angetreten, alle Konkurrenten aus dem Feld zu schlagen und in jeder Beziehung Superlative zu schaffen. Doch dann kam die Finanzkrise, und all die milliardenschweren Projekte, vor allem auch jene, die keine Rendite versprechen, standen plötzlich zur Diskussion. Allen voran die Kultur. Mit deren Aufbau war u.a. Michael Schindhelm beschäftigt. Er berichtet aus der Innenperspektive darüber, wie man als Europäer zwischen traditionellen und modernen Nomaden lebt, und erzählt aus der Welt des Hofstaats, der Emiratis und der Abenteuerer und Glückssucher aus aller Herren Länder.

Nicht alles ist genau so passiert, aber entstanden
Die Sammlung - unser Juwel
Das Museum Rietberg Zürich ist das einzige Kunstmuseum für aussereuropäische Kulturen in der Schweiz und besitzt eine international renommierte Sammlung mit Werken aus Asien, Afrika, Amerika und Ozeanien. Mit der Präsentation von Kunstwerken will das Museum nicht nur die faszinierende Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen bewusst machen, sondern auch Verständnis und Interesse für fremde Kulturen, Weltanschauungen und Religionen wecken.

Die dem Museum von Eduard von der Heydt geschenkten Kunstwerke bilden den Grundstock der Sammlung. Durch langjährige, freundschaftlich gepflegte Kontakte mit namhaften Mäzeninnen und Mäzenen, Sammlerinnen und Sammlern, aber auch mit Hilfe von Stiftungen und Sponsoren aus der Wirtschaft konnte das Museum Rietberg im Laufe der Jahre seine Bestände mit wei
Guntram Vesper
"Frohburg"
Schöffling & Co.
Preis der Leipziger Buchmesse 2016 (Belletristik)

FROHBURG ist ohne Zweifel das opus magnum von Guntram Vesper, zugleich für den Autor der Ausgangspunkt von allem: Der Ort seiner Geburt 1941, Jugend, Aufwachsen und Erwachen, die Flucht der Familie 1957, das umliegende Land die Folie der Geschichtsbetrachtung einer deutschen Epoche. Hier werden ein Land und eine Zeit gültig festgehalten, Kultur und Politik, Krieg und Nachkrieg, ein umfassendes, großartiges Portrait deutschen Lebens im zwanzigsten Jahrhundert; ein gewaltiges Prosawerk, das neben die großen Bücher von Peter Kurzeck, Walter Kempowski und Uwe Johnson zu stellen ist. FROHBURG ist ein Füllhorn an Geschichten, zumeist aus eigenem Erleben grundiert, eine große autobiographische Erzählung, ein Welt-Buch im Überschaubaren, ein Ges
Marcel Beyer
"Flughunde"
Suhrkamp Verlag
Georg-Büchner-Preis 2016 für Marcel Beyer

Flughunde sind fledermausähnliche Flattertiere mit hundeartigem Kopf. Für Hermann Karnau sind sie von Kindheit an Sinnbild einer Welt, die vor dem Zugriff fremder Stimmen geschützt ist. Die Stimme ist der Fetisch des Akustikers Karnau, der 1940 den Plan faßt, systematisch das Phänomen der menschlichen Stimme zu erkunden.
Die eine Erzählstimme gehört Hermann Karnau, dessen Namen der Autor einem Wachmann im Berliner Bunker unter der Reichskanzlei entliehen hat. Die andere gehört der achtjährigen Helga, einer Tochter des Propagandaministers. Immer wieder kommt es zu Begegnungen der beiden, zuletzt im April 1945, als Karnau in Berlin ist, um die Führerstimme aufzuzeichnen.
Ein Zeitsprung führt in den Sommer 1992. Hermann Karnau, der nach dem Kri
Bodo Kirchhoff
"Widerfahrnis"
Frankfurter Verlagsanstalt
Deutscher Buchpreis 2016

Reither, bis vor kurzem Verleger in einer Großstadt, nun in einem idyllischen Tal am Alpenrand, hat in der dortigen Bibliothek ein Buch ohne Titel entdeckt, auf dem Umschlag nur der Name der Autorin, und als ihn das noch beschäftigt, klingelt es abends bei ihm. Und bereits in derselben Nacht beginnt sein Widerfahrnis und führt ihn binnen drei Tagen bis nach Sizilien. Die, die ihn an die Hand nimmt, ist Leonie Palm, zuletzt Besitzerin eines Hutgeschäfts; sie hat ihren Laden geschlossen, weil es der Zeit an Hutgesichtern fehlt, und er seinen Verlag dichtgemacht, weil es zunehmend mehr Schreibende als Lesende gibt. Aber noch stärker verbindet die beiden, dass sie nicht mehr auf die große Liebe vorbereitet zu sein scheinen. Als dann nach drei Tagen im Auto am Mittel
Jean-Marc Gonin, Olivier Guez
"Die Mauer fällt"
Piper Verlag
Aus dem Französischen von Helmut Reuter. Was am 9. November 1989 passierte, war ebenso unwahrscheinlich und abenteuerlich wie ein Roman. Und genau so erzählen Olivier Guez und Jean-Marc Gonin diese Geschichte. Kann man sich eine Szene ausdenken wie die, in der der mörderische General Mielke vor die Volkskammer tritt und ruft: "Ich liebe Euch doch alle"? Oder wie eine Handvoll Demonstranten in der Berliner Gethsemane-Kirche die schwerbewaffneten Stasi-Männer durch Kirchenlieder zum Abzug bringt? In der Art eines Doku-Dramas verknüpfen die Autoren die oft dramatischen Schicksale der eigentlichen Helden der Geschichte, der Menschen, mit denen der großen Politik von Honecker & Co. Sie alle treten als lebendige Figuren auf, in ihren Gesprächen, privaten Eigenarten, die mehr verraten als jede no
Thomas Rosenlöcher
"Die verkauften Pflastersteine - Dresdner Tagebuch"
Suhrkamp Verlag
Als dieses Buch 1990 zum ersten Mal erschien, wurde es als ein ungeheuer genauer, gelassener und ironisch-skeptischer Blick auf die Tage der Wende und die Monate danach begrüßt. In einer Zeit, als die Stimmung zwischen schriller Einheitseuphorie und Verklärung der DDR schwankte, schaute Thomas Rosenlöcher genauer hin und verließ sich allein auf sein unabhängiges Urteil. Liest man sein Tagebuch der Wendezeit heute, dann wird klar: Es ist eines der hellsichtigsten Bücher, die wir über das vereinte Deutschland lesen können. Mit großer Glaubwürdigkeit, radikaler Ehrlichkeit und klugem Humor beschreibt Rosenlöcher ein Land, in dem wir bis heute leben.

- eines der wichtigsten Bücher über die Wende in neuer Ausgabe
- authentische Einblicke in beide deutsche Staaten vor der Wiedervereinigung
Jan Josef Liefers
"Soundtrack meiner Kindheit"
Rowohlt Velage
Ein ganz persönliches Buch über eine Kindheit in der DDR.

«Ich wurde im November 1963 eines Nachts unter nicht sonderlich spektakulären Umständen in Dresden gezeugt ... Die Schwangerschaft kam alles andere als gelegen. Meine Eltern waren mitten im Studium, hatten keine eigene Wohnung, hätten sich auch keine leisten können, und ihre Zukunft war ziemlich ungewiss, um nur zwei vernünftige Argumente gegen so frühen Nachwuchs aufzuzählen. Aber nach einigen halbherzigen Versuchen aus dem reichen Schatz häuslicher Selbsthilfemittel wie sehr heiße Bäder, Rotwein mit Nelke und anschließenden Sprüngen vom Kleiderschrank war klar, die Frucht saß fest, das Zellklümpchen zeigte sich unbeeindruckt und teilte sich normgerecht weiter. Die junge Frau war kerngesund, und – Schauspielerin hin oder her – b
Thomas Klupp
"Paradiso"
Berlin-Verlag
Eigentlich wollte er auf kürzestem Wege von Potsdam nach München reisen. Aber nichts im Leben von Alex Böhm ist vorhersehbar. Er fährt los und wird in die Heimat verschlagen, wo sich bodenlose Abgründe auftun. Auch die gehören zu seinem Leben, und das ist kein Wunder bei einem, dessen Charakter geprägt ist von einem chronischen Mangel an Moral …

Es ist heiß. Glühend heiß. In der flirrenden Tankstellenluft wartet Alex Böhm auf einen gelben Kombi, der gleich an den Zapfsäulen halten und ihn nach München bringen soll. Von dort wird er am nächsten Morgen mit seiner Freundin Johanna nach Portugal fliegen. Das ist der Plan. Aber dann taucht Konrad auf, der »Loserkonrad« aus Schulzeiten, und diese Begegnung katapultiert Böhm auf das Minenfeld seiner Vergangenheit.

Während er in atemlosen
Mirjam Pressler
"Grüße und Küsse an alle"
S. Fischer Verlag
Die Geschichte der Familie von Anne Frank

Eine Sensation: Die ganze Geschichte von Aufstieg und Schicksal der Familie Anne Franks über drei Jahrhunderte, erzählt auf der Grundlage tausender unbekannter Briefe und Dokumente
Sommerfrische hoch über dem Silser See in den Schweizer Bergen: Alljährlich traf sich hier die Familie Frank, die sonst über ganz Europa verstreut war. Noch Anne Franks Ururgroßvater hatte als kleiner Junge in der engen Frankfurter Judengasse leben müssen, doch schon eine Generation später wurde ein Vorfahr Anne Franks zum ersten jüdischen Professor in Deutschland berufen. Ihre Großmutter Alice führte als Bankiersgattin ein weltoffenes Haus in Frankfurt, bis die Familie nach London, Basel und Amsterdam übersiedelte, das dann zum Schicksalsort der Familie werden sollt
Jan Wagner
"Regentonnenvariationen"
Hanser Verlag
Preis der Leipziger Buchmesse 2015

In seinem neuen Gedichtband vermisst Jan Wagner poetisch die Welt – von Schlehen im Frost bis zu Eseln in Sizilien.
Der Garten, in dem die Regentonne steht, ist phantastisch weit, reich und offen – eine Welt. In diesem Lyrikband geht es in die Natur mit all ihren kunstvollen Variationen des Lebens. Jan Wagner lässt den Giersch schäumen, dass einem weiß vor Augen wird, nimmt Weidenkätzchen und Würgefeige, Morchel und Melde, Eule, Olm und Otter ins poetische Visier, zoomt ran, überblendet assoziativ, bis der Blick sich weitet und man weiß, für einen Augenblick zum Wesen der Dinge vorgedrungen zu sein. Es ist immer wieder ein Wunder, wie es diesem Lyriker gelingt, Bilder zu schaffen, die in einem Halbvers Stimmungen heraufbeschwören – bis längst Vergesse
Natascha Wodin
"Sie kam aus Mariupol"
Rowohlt Verlag
Leipziger Buchpreis 2017 - Belletristik

"Wenn du gesehen hättest, was ich gesehen habe" - Natascha Wodins Mutter sagte diesen Satz immer wieder und nahm doch, was sie meinte, mit ins Grab. Da war die Tochter zehn und wusste nicht viel mehr, als dass sie zu einer Art Menschenunrat gehörte, zu irgendeinem Kehricht, der vom Krieg übriggeblieben war. Wieso lebten sie in einem der Lager für "Displaced Persons", woher kam die Mutter, und was hatte sie erlebt? Erst Jahrzehnte später öffnet sich die Blackbox ihrer Herkunft, erst ein bisschen, dann immer mehr.

"Sie kam aus Mariupol" ist das außergewöhnliche Buch einer Spurensuche. Natascha Wodin geht dem Leben ihrer ukrainischen Mutter nach, die aus der Hafenstadt Mariupol stammte und mit ihrem Mann 1943 als "Ostarbeiterin" nach Deutschland v
Robert Menasse
"Die Hauptstadt"
Suhrkamp Verlag
Deutscher Buchpreis 2017

Der große europäische Roman

In Brüssel laufen die Fäden zusammen – und ein Schwein durch die Straßen.
Fenia Xenopoulou, Beamtin in der Generaldirektion Kultur der Europäischen Kommission, steht vor einer schwierigen Aufgabe. Sie soll das Image der Kommission aufpolieren. Aber wie? Sie beauftragt den Referenten Martin Susman, eine Idee zu entwickeln. Die Idee nimmt Gestalt an – die Gestalt eines Gespensts aus der Geschichte, das für Unruhe in den EU-Institutionen sorgt. David de Vriend dämmert in einem Altenheim gegenüber dem Brüsseler Friedhof seinem Tod entgegen. Als Kind ist er von einem Deportationszug gesprungen, der seine Eltern in den Tod führte. Nun soll er bezeugen, was er im Begriff ist zu vergessen. Auch Kommissar Brunfaut steht vor einer schwierig
Jan Wagner
"Der verschlossene Raum"
Hanser Verlag
Georg-Büchner-Preis 2017

Mit den Essays von Jan Wagner auf literarischer Entdeckungsreise: leidenschaftlich, mitreißend, klug.

Wüsste man nichts von Jan Wagners lyrischem Werk, man würde überhaupt nur noch Essays von ihm lesen wollen. Ob er über Bibliotheken, Buchhandlungen, Lyrik oder Kunst schreibt, ob er literarische Postkarten aus Rom oder Los Angeles sendet oder die Epiphanie eines Rosmarins im schwäbischen Garten feiert – man glaubt diesem charmanten Geschichtenerzähler alles. Es bleibt kaum Zeit, die rhetorische Fingerfertigkeit zu bewundern, mit der da zwischen souveräner Gelehrsamkeit unerwartet die nächste Anekdote aus dem Ärmel gezogen wird, und man kann nicht anders als staunen über die Trouvaillen, die Jan Wagner von seinen Entdeckungsreisen quer durch Epochen und Konti
Peter Wawerzinek
"Rabenliebe"
Verlag Galiani Berlin
Ein Buch wie ein Erdbeben

Über fünfzig Jahre quälte sich Peter Wawerzinek mit der Frage, warum seine Mutter ihn als Waise in der DDR zurückgelassen hatte. Dann fand und besuchte er sie. Das Ergebnis ist ein literarischer Sprengsatz, wie ihn die deutsche Literatur noch nicht zu bieten hatte.

Ihre Abwesenheit war das schwarze Loch, der alles verschlingende Negativpol in Peter Wawerzineks Leben. Wie hatte seine Mutter es ihm antun können, ihn als Kleinkind in der DDR zurückzulassen, als sie in den Westen floh? Der Junge, herumgereicht in verschiedenen Kinderheimen, blieb stumm bis weit ins vierte Jahr, mied Menschen, lauschte lieber den Vögeln, ahmte ihren Gesang nach, auf dem Rücken liegend, tschilpend und tschirpend. Die Köchin des Heims wollte ihn adoptieren, ihr Mann wollte das nich
Alexander Grau
"Hypermoral. Die neue Lust an der Empörung"
Claudius-Verlag
Deutschland empört sich. Oft, gerne und über nahezu alles. „Empört Euch!“ war folgerichtig ein Bestseller hierzulande, markiert er doch in zwei Worten das Coming-out der deutschen Seele. Wir leben im Zeitalter der Hypermoral. Moral ist zur Leitideologie und zum Religionsersatz unserer postreligiösen Gesellschaft mutiert. Moral ist absolut geworden, sie duldet keine anderen Diskurse neben sich. So wird aus Moral die Tyrannei der Werte: Minderheitenkult, Kränkungsfetischismus, Gleichheitsideologie. Politik, Wirtschaft, Kunst – alles wird auf moralische Fragen reduziert. Selbst der Konsum hat fair, nachhaltig und ressourcenschonend zu sein. Wer sich diesem Diktat der totalen Moral zu entziehen sucht, wird gesellschaftlich sanktioniert. Der Publizist und Philosoph Alexander Grau, Autor der vie
Eugen Gomringer
"poema: Gedichte und Essays"
Vor 65 Jahren erschien Eugen Gomringers Gedicht «avenidas» in der Zeitschrift «spirale». Es war ein erstes Beispiel jener «Konstellationen», die in der Folge eine wesentliche Grundform der Konreten Poesie bilden sollte. Auf unvermutete Weise hat dieses