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Mo, 30.5.2016, 20:00
Nie Wieder!
Ein Zwei-Personen-Highlight-Musical
Der große Auftritt: Der letzte Ton verklingt, das Licht verlischt und dann ... eine Katastrophe! Das hat Konsequenzen und damit muss man fertig werden: Der aufgebrachte Tenor Carlos droht zu türmen. Da ist der beruhigende Einfluss seines Pianisten Bill gefragt, um den emotionalen Südamerikaner daran zu hindern, seine Gesangskarriere endgültig an den Nagel zu hängen.

In ihrem neuen Zwei-Personen-Highlight-Musical sind Carlos Rivas und Bill Murta endlich wieder im Loft zu erleben. Mit Hits aus Das Appartement, Hello, Dolly!, Der kleine Horrorladen, The Sound of Music und The Fantasticks.
Di, 31.5.2016, 11:30
Der kluge Fischer
frei nach einer Anekdote von Heinrich Böll
Für alle ab 8 Jahren / 3. Klasse

Ich will mich ja nicht in Ihre Angelegenheiten mischen, aber stellen Sie sich mal vor ...

Ein idyllisches Küstenörtchen zur Mittagszeit. Ein Fischer liegt gemütlich in seinem Boot und döst vor sich hin, als ihn plötzlich – KLICK KLICK – ein Tourist mit seinem Fotografieren aus den süßen Träumen reißt. Der Fremde ist zum Plaudern aufgelegt und hat außerdem gehört, dass heute ein guter Tag zum Fischen sei. Der Fischer erklärt ihm freundlich, dass er bereits seinen Fang gemacht und also Feierabend habe – er will gerade wieder die Augen schließen, als der Tourist aufgeregt zu reden beginnt … Denn der Fremde hat eine fantastische Idee, wie der Fischer sein Leben verändern und Karriere machen könnte. Gemeinsam begeben sich Tourist und Fischer auf eine turbu
Di, 31.5.2016, 09:30
Der kluge Fischer
frei nach einer Anekdote von Heinrich Böll
Für alle ab 8 Jahren / 3. Klasse

Ich will mich ja nicht in Ihre Angelegenheiten mischen, aber stellen Sie sich mal vor ...

Ein idyllisches Küstenörtchen zur Mittagszeit. Ein Fischer liegt gemütlich in seinem Boot und döst vor sich hin, als ihn plötzlich – KLICK KLICK – ein Tourist mit seinem Fotografieren aus den süßen Träumen reißt. Der Fremde ist zum Plaudern aufgelegt und hat außerdem gehört, dass heute ein guter Tag zum Fischen sei. Der Fischer erklärt ihm freundlich, dass er bereits seinen Fang gemacht und also Feierabend habe – er will gerade wieder die Augen schließen, als der Tourist aufgeregt zu reden beginnt … Denn der Fremde hat eine fantastische Idee, wie der Fischer sein Leben verändern und Karriere machen könnte. Gemeinsam begeben sich Tourist und Fischer auf eine turbu
Di, 31.5.2016, 19:30
Der Stellvertreter
Ein christliches Trauerspiel von Rolf Hochmuth
Wo wäre denn die Kirche, meine Herren, hätt’ sie dem Pöbel nicht im Mittelalter die Scheiterhaufen angezündet: etwas bieten muss man dem Volk!

Es ist das Jahr 1944, in ganz Europa werden Juden deportiert und in den Vernichtungslagern im Osten ermordet. Der junge Jesuitenpater Riccardo Fontana ist überzeugt, dass einzig eine Stellungnahme des Oberhauptes der römisch-katholischen Kirche die Autorität entfalten kann, das Unrecht zu stoppen. Fontana wird als Fanatiker verhöhnt, und weil er seinem Glauben nicht abschwört, endet er im Feuer. Kurt Gerstein, SS-Mann und gläubiger Christ, ist ebenfalls davon überzeugt, dass der Mensch das Gute tut, wenn er um die Wahrheit weiß. Er arbeitet für das Regime, aber schmuggelt Informationen ins Ausland. Doch Gersteins Wahrheit ist längst bekannt und n
Di, 31.5.2016, 19:30
Die Präsidentinnen
von Werner Schwab
Ich kann doch nicht die Vorsehung bei der Gurgel packen und verlangen: So, jetzt mach mich glücklich.

Erna, Grete und Mariedl sitzen zusammen beim obligatorischen Glaserl Wein. Gerade haben sie die Übertragung einer Papstmesse im Fernsehen gesehen. Sie schimpfen über ihre missratenen Kinder, unfähige Männer und versagte Chancen. Einzig Mariedl scheint noch einen Quell der Freude zu haben – einen äußerst fragwürdigen. Sie ist Putzfrau, ihre Spezialität: Toiletten, die sie auch ohne Gummihandschuhe reinigt und darin ein Gottesopfer, einen heiligen Akt zu vollziehen meint. Ein schonungsloser Blick auf drei verkorkste Leben in einem hoffnungslos trüben sozialen Umfeld. Auf drei Frauen, die sich gemeinsam in eine schönere Welt träumen wollen und daran scheitern.

Ein skurriles, entlarvende
Di, 31.5.2016, 19:30
Frau Luna
Revueoperette von Paul Lincke
Mondspektakel garniert an Berliner Luft

Der Mond ist aufgrund seiner Nähe zur Erde der einzige fremde Himmelskörper, der bisher von Menschen betreten wurde und das – man höre und staune – bereits 1899! So will es zumindest FRAU LUNA, burlesk-phantastische Ausstattungsrevue des Berliner Komponisten Paul Lincke (1866–1946), uraufgeführt im Apollo-Theater.

Die Berliner Operetten verstanden sich als Zeitstücke, in denen die großen Themen der Epoche auf ironische, kabarettistische Weise bewältigt wurden. Fritz Steppkes Motto könnte frei nach Fallada lauten: Ein Mann will nach oben. In seiner Mondreise bündeln sich die Sehnsüchte seiner Zeit: die Lust auf technische Innovation, der Wunsch nach gesellschaftlichem Aufstieg und wohl schließlich auch ein bisschen die Faszination vor der Gefahr
Di, 31.5.2016, 20:00
Annie Ocean
Mario Salazar
EIN WESTERN

Die Glorreichen Sieben, Red River, Die Unsterblichen und Rio Bravo – »Peng! Peng! Peng!« Da liegt sie, Annie Ocean, auf dem Sofa in der Wohnung ihres verstorbenen Vaters, der wie John Wayne laufen konnte, und schaut seine alten Wildwestfilme auf einem kleinen Fernseher, den »Körper voll mit Einsamkeit«. Die Wohnung des Vaters ist ihre Zuflucht geworden, der Ort, wo sie sich seit vielen Jahren vor der Realität verstecken kann, wo sie »an die Welt denken kann, wie sie sein sollte, nicht, wie sie ist«. Annie Oceans Welt ist perfekt, wenn Jack bei ihr ist, und deswegen wartet sie auf ihn. Alle paar Jahre, für ein paar Monate, kehrt er aus einem Krieg heim, holt sie mit seinem Ford Mustang ab und sie lieben sich, die ganze Nacht. Annie Ocean vergisst dann, dass sie eigentli
Mi, 1.6.2016, 19:30
Abonnementkonzert:
Nordwestdeutsche Philharmonie | Guang | Abel
Nordwestdeutsche Philharmonie
Chen Guang, Klavier
Yves Abel, Leitung

Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur op. 15
César Franck: Sinfonie d-moll
Mi, 1.6.2016, 19:30
Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny
Oper von Kurt Weill, Text von Bertolt Brecht
Heinz Erhardts pointierte Schlussfolgerung weist auf einen bedenklichen Sachverhalt hin, der in Brecht/Weills kompromissloser, 1930 uraufgeführter Oper vorgeführt wird. Schonungslos und provozierend konfrontiert das Werk die Zuschauer mit den sinnentleerten und letztlich selbstzerstörerischen Mechanismen der kapitalistischen Warengesellschaft:

Auf der Flucht vor der Polizei gründen drei Verbrecher – die Witwe Begbick, Fatty und Dreieinigkeitsmoses – Mahagonny, die Netzestadt. Weil das Gold leichter von Männern als von Flüssen zu haben ist, will man es den ersteren mit Gin und Whisky, mit Mädchen und Knaben aus der Tasche ziehen. Zunächst floriert das Unternehmen. Doch das Untergangsszenario eines drohenden Hurrikans führt dann zu einem extrem übersteigerten Du darfst. Blanker Hedonismus
Do, 2.6.2016, 19:30
Viel gut essen
von Sibylle Berg
Ich koche und warte. Ich bin wütend. Ich habe so eine Wut. Ich habe Angst.

Ein Mann im besten Alter kocht ein mehrgängiges Menü für Frau und Sohn – nur leider haben Frau und Sohn ihn längst verlassen, sein Job ist weg und sein Wohnviertel gentrifiziert. Der Mann auf verlorenem Posten schnippelt Gemüse und schüttet sein Herz aus. Wie konnte es soweit kommen, dass aus dem weißen, bürgerlich erzogenen, zu Familienleben und Fürsorge sozialisierten männlichen Prachtexemplar ein Loser wurde? Ein Chor der Stimmen aus der berüchtigten Mitte der Gesellschaft gibt Antwort: Unsere Gesellschaft wird gekapert von den Asylbewerbern, den Feministinnen, den Homosexuellen, den Karrierefrauen und den Hipstern. Und das wird man ja wohl sagen dürfen!

Ein böses, irrwitzig komisches und in Zeiten von Pegi
Fr, 3.6.2016, 20:00
Abonnementkonzert:
Nordwestdeutsche Philharmonie | Guang | Abel
Nordwestdeutsche Philharmonie
Chen Guang, Klavier
Yves Abel, Leitung

Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur op. 15
César Franck: Sinfonie d-moll
Fr, 3.6.2016, 19:30
Deutsche Konvertiten (Uraufführung)
Ein Rechercheprojekt von Tuğsal Moğul
Uraufführung: 03. Juni 2016, Pumpenhaus

Immer mehr Menschen unserer säkularisierten westlichen Welt verlassen ihre familiäre traditionelle Religion und finden in einer anderen Glaubensrichtung ihre Heimat. Sie treten in eine andere religiöse Gemeinschaft ein, auch wenn es ihnen einen einschneidenden Lebenswandel abverlangt. Es gibt auch berechtigte praktische Gründe für eine Konversion in Deutschland, wie die Liebe zum Partner, berufliche Aufstiegsmöglichkeiten oder die Not, den Ursprungsglauben verleugnen zu müssen. Das Schauspiel Münster möchte sich fokussiert mit verschiedenen Geschichten von Deutschen auseinandersetzen, die aus inneren Beweggründen konvertiert sind. Wie leben sie ihre neue Religion? Was fasziniert sie an ihrem Glauben? Und: Wie glaubt man anders?

Das Debütstück
Fr, 3.6.2016, 19:30
Homo Sacer / Sacre
Tanzabend von Hans Henning Paar
Musik von Einojuhani Rautavaara, Lepo Sumera und Igor Strawinsky

Angesichts der Naturgewalten war es in den archaischen Kulturen selbstverständlich, einem höheren Wesen, einer Gottheit, Opfer darzubringen. Die Erscheinungsform des Opfers veränderte sich im Laufe der Zeit, variierte von Kultur zu Kultur, von Individuum zu Individuum, ebenso wie sich der Schwerpunkt vom Sinn des Opfers wandelte. Es fand eine Entwicklung von symbolischen Opferhandlungen, vom kollektiven äußerlich verstandenen Opfer zu einem persönlichen innerseelischen Opfer des Menschen statt. Heutzutage ist die Bedeutung von Opfer häufig mit negativen Vorstellungen verbunden. Jedoch zwingen uns die Herausforderungen unserer Zeit zu neuem Nachdenken über das, was ein Opfer für uns heute noch, oder wieder sein kann.

In
Fr, 3.6.2016, 20:00
A Little Night Music
Stephen Sondheim
Premiere: 21. Mai 2016, Stadttheater

Musical in zwei Akten

»Ist es kein Scherz?
Ein Paar wie wir?
Mich jagt das Schicksal herum,
Dich hält es hier.
Wo sind die Clowns?
Ruf doch die Clowns.«

1955 avancierte Ingmar Bergmans Film Sommarnattens leende zu einem ungeahnten Erfolg, der dem schwedischen Regisseur schlagartig zu Weltruhm verhalf. Selbst im 21. Jahrhundert rangiert der Klassiker laut TIME magazine unter den Top 100 der besten Filme aller Zeiten.
Stephen Sondheim, der vielleicht progressivste und zugleich äußerst erfolgreiche Komponist des Musicalgenres, adaptierte 1973 den Stoff für seine Version der wirren wie komischen und zugleich packenden Amourösitäten. Vor dem Hintergrund der schwedischen Mittsommernacht, in der es bekanntlich nicht dunkel wird, beleuchtet Sondh
Sa, 4.6.2016, 19:30
Cavalleria Rusticana / Der Bajazzo
Oper von Pietro Mascagni / Oper von Ruggero Leoncavallo
Blutige Rache – das Spiel ist aus

Bald nach den sensationellen Uraufführungserfolgen der – wegen ihrer Kürze und ihrer Sujets – ähnlichen Opern etablierte sich die Praxis, CAVALLERIA RUSTICANA (UA 1890 in Rom) und DER BAJAZZO (UA 1892 in Mailand) an einem Abend zu zeigen: Schauplatz beider Werke sind Dörfer in Süditalien, beide spielen an einem hohen katholischen Feiertag und thematisieren zerplatzte Träume, verratene Liebe, Ehebruch, brennende Eifersucht, beschämende Zurückweisung, verletztes Ehrgefühl und den letztendlich tödlich ausgehenden Versuch, die alte Ordnung wiederherzustellen.

Ehebruch und voreheliche Beziehung sind die Grundmotive des CAVALLERIA-Stoffes, der in einer rigiden, sich nach außen hin aber sehr fromm gebenden Dorfgesellschaft angesiedelt ist: Sie übertreten al
Sa, 4.6.2016, 19:30
Deutsche Konvertiten
Ein Rechercheprojekt von Tuğsal Moğul
Uraufführung: 03. Juni 2016, Pumpenhaus

Immer mehr Menschen unserer säkularisierten westlichen Welt verlassen ihre familiäre traditionelle Religion und finden in einer anderen Glaubensrichtung ihre Heimat. Sie treten in eine andere religiöse Gemeinschaft ein, auch wenn es ihnen einen einschneidenden Lebenswandel abverlangt. Es gibt auch berechtigte praktische Gründe für eine Konversion in Deutschland, wie die Liebe zum Partner, berufliche Aufstiegsmöglichkeiten oder die Not, den Ursprungsglauben verleugnen zu müssen. Das Schauspiel Münster möchte sich fokussiert mit verschiedenen Geschichten von Deutschen auseinandersetzen, die aus inneren Beweggründen konvertiert sind. Wie leben sie ihre neue Religion? Was fasziniert sie an ihrem Glauben? Und: Wie glaubt man anders?

Das Debütstück
Sa, 4.6.2016, 19:30
Die deutsche Ayşe - Türkische Lebensbäume
Ein Rechercheprojekt von Tuğsal Moğul
Tuğsal Moğul, Theatermacher und Arzt, Westfale und Sohn türkischer Einwanderer, setzt sich in seinem Rechercheprojekt mit den Lebensläufen dreier türkischer Frauen der ersten Einwanderer-Generation auseinander, die den Großteil ihres Lebens im Münsterland verbrachten: Drei aufregende weibliche Biografien, drei selbstbewusste mutige Frauen, eine häufig kuriose, zuerst unheimlich fremde, dann heimatliche Welt. Ein szenischer Beitrag zur immer wieder aufflammenden Debatte um das Gelingen der sogenannten Integration.

Inszenierung: Tuğsal Moğul
Ausstattung: Kerstin Bayer
Dramaturgie: Friederike Engel
Musikalische Leitung: Andres Abegg
Choreografie: Hans Henning Paar
Sa, 4.6.2016, 19:30
Sommerkonzert:
Nordwestdeutsche Philharmonie | Guang | Abel
Nordwestdeutsche Philharmonie
Chen Guang, Klavier
Yves Abel, Leitung

Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur op. 15
César Franck: Sinfonie d-moll
Sa, 4.6.2016, 19:00
Il trittico
Giacomo Puccini
Drei Operneinakter
Libretti von Giuseppe Adami

Drei Werke tiefster Intensität, musikalisch sowie dramaturgisch differenter Anlage und auf den ersten Blick scheinbar zusammenhangslos, verbindet doch ein Kernthema: der Tod. Darüber reflektieren Puccini und seine Librettisten in ihrem Triptychon jedoch mannigfaltig, weisen mal auf die dramatische Komponente, dann auf die intime und final den heiter-ironischen Umgang mit dem Unausweichlichen hin.
Düster, trostlos und ohne Ausweg scheint das Leben der (vergebens) Liebenden in der stark vom Verismus geprägten Tragödie Il tabarro, die mit aller Brutalität die Welt des Tötens und Sterbens in einer gescheiterten Gesellschaft exponiert. Gegensätzlich und aufgrund der äußeren religiösen Form nahezu unwirklich offenbart sich das lyrisch-dramati
Sa, 4.6.2016, 19:30
Weekend im Paradies (Premiere)
Franz Arnold // Ernst Bach
Premiere: 04. Juni 2016, Theater am Alten Markt

Ein Berliner Ministerium, die Aktenberge sind groß, die Mitarbeiter sind unmotiviert und träumen von frivolen Abenteuern im skandalumwitterten »Hotel Paradies«. Wie gut, dass es Regierungsrat Dittchen gibt: Emsig wie eine Biene erledigt er seit 12 Jahren die Arbeit seiner Kollegen, während diese sich ins Wochenende aufmachen. Dittchen ist frustriert. Erstens wurde er bei der letzten Beförderung schon wieder übergangen, wohingegen sein Erzfeind von Giersdorf sich jetzt Oberregierungsrat nennen darf. Zweitens weiß Dittchen nicht, wie er diese Tatsache seiner ambitionierten Frau beibringen soll. Drittens hat er seinen Ärger am gestrigen Abend in Unmengen von Alkohol ertränkt und leidet an einem ausgewachsenen Kater. Als sich ein aufgebrachter
So, 5.6.2016, 19:00
Deutsche Konvertiten
Ein Rechercheprojekt von Tuğsal Moğul
Uraufführung: 03. Juni 2016, Pumpenhaus

Immer mehr Menschen unserer säkularisierten westlichen Welt verlassen ihre familiäre traditionelle Religion und finden in einer anderen Glaubensrichtung ihre Heimat. Sie treten in eine andere religiöse Gemeinschaft ein, auch wenn es ihnen einen einschneidenden Lebenswandel abverlangt. Es gibt auch berechtigte praktische Gründe für eine Konversion in Deutschland, wie die Liebe zum Partner, berufliche Aufstiegsmöglichkeiten oder die Not, den Ursprungsglauben verleugnen zu müssen. Das Schauspiel Münster möchte sich fokussiert mit verschiedenen Geschichten von Deutschen auseinandersetzen, die aus inneren Beweggründen konvertiert sind. Wie leben sie ihre neue Religion? Was fasziniert sie an ihrem Glauben? Und: Wie glaubt man anders?

Das Debütstück
So, 5.6.2016, 19:00
Homo Sacer / Sacre
Tanzabend von Hans Henning Paar
Musik von Einojuhani Rautavaara, Lepo Sumera und Igor Strawinsky

Angesichts der Naturgewalten war es in den archaischen Kulturen selbstverständlich, einem höheren Wesen, einer Gottheit, Opfer darzubringen. Die Erscheinungsform des Opfers veränderte sich im Laufe der Zeit, variierte von Kultur zu Kultur, von Individuum zu Individuum, ebenso wie sich der Schwerpunkt vom Sinn des Opfers wandelte. Es fand eine Entwicklung von symbolischen Opferhandlungen, vom kollektiven äußerlich verstandenen Opfer zu einem persönlichen innerseelischen Opfer des Menschen statt. Heutzutage ist die Bedeutung von Opfer häufig mit negativen Vorstellungen verbunden. Jedoch zwingen uns die Herausforderungen unserer Zeit zu neuem Nachdenken über das, was ein Opfer für uns heute noch, oder wieder sein kann.

In
So, 5.6.2016, 17:00
Theater macht Aah! 2016
3 Schulklassen, 3 Geschichten, 3 Theaterabenteuer
Uraufführung: 05. Juni 2016, Kleines Haus

Kooperation mit placebotheater
Für alle ab 6 Jahren / 1. Klasse

Wie entsteht ein Theaterstück? Wer ist daran beteiligt? Was geschieht hinter der Bühne? Und vor allem: Was muss alles passieren, bevor ein Theaterstück überhaupt auf die Bühne kommt?! In zwei Wochen lernen Schülerinnen und Schüler aus 3. bis 6. Klassen die kompletten Abläufe des Theaters kennen. Sie werden selbst zu Regisseuren, Bühnenbildnern und Beleuchtungsmeistern: In der ersten Woche entsteht zusammen mit Regie und Dramaturgie auf der Grundlage einer von den Kindern geschriebenen Geschichte ein Theaterstück für die Bühne. Gemeinsam mit dem Bühnenbildner entwerfen die Kinder die Ausstattung für den Raum und suchen im großen Fundus die Kostüme für die Schauspieler aus.

In
So, 5.6.2016, 11:00
7. Kinderkonzert: Es war einmal ...
Eine märchenhafte Kooperation mit der Theaterballettschule
ab 5 Jahren

Ganz märchenhaft wird es in unserem letzten Kinderkonzert. Wir begegnen einer Märchenprinzessin, Rübezahl, einem Wichtelmännlein, einem Märchenkönig und dem tapferen Schneiderlein, wenn der Komponist Erich Wolfgang Korngold uns mit auf die Reise in seine farbenreiche Musikwelt nimmt. Kinder der Theaterballettschule tanzen unter der Leitung von Maria Haus dazu eine märchenhafte Choreographie. Ein fulminanter Abschluss der Kinderkonzerte der Saison 15-16, eben voll fett!
So, 5.6.2016, 19:30
A Little Night Music
Stephen Sondheim
Premiere: 21. Mai 2016, Stadttheater

Musical in zwei Akten

»Ist es kein Scherz?
Ein Paar wie wir?
Mich jagt das Schicksal herum,
Dich hält es hier.
Wo sind die Clowns?
Ruf doch die Clowns.«

1955 avancierte Ingmar Bergmans Film Sommarnattens leende zu einem ungeahnten Erfolg, der dem schwedischen Regisseur schlagartig zu Weltruhm verhalf. Selbst im 21. Jahrhundert rangiert der Klassiker laut TIME magazine unter den Top 100 der besten Filme aller Zeiten.
Stephen Sondheim, der vielleicht progressivste und zugleich äußerst erfolgreiche Komponist des Musicalgenres, adaptierte 1973 den Stoff für seine Version der wirren wie komischen und zugleich packenden Amourösitäten. Vor dem Hintergrund der schwedischen Mittsommernacht, in der es bekanntlich nicht dunkel wird, beleuchtet Sondh
So, 5.6.2016, 19:30
Annie Ocean
Mario Salazar
EIN WESTERN

Die Glorreichen Sieben, Red River, Die Unsterblichen und Rio Bravo – »Peng! Peng! Peng!« Da liegt sie, Annie Ocean, auf dem Sofa in der Wohnung ihres verstorbenen Vaters, der wie John Wayne laufen konnte, und schaut seine alten Wildwestfilme auf einem kleinen Fernseher, den »Körper voll mit Einsamkeit«. Die Wohnung des Vaters ist ihre Zuflucht geworden, der Ort, wo sie sich seit vielen Jahren vor der Realität verstecken kann, wo sie »an die Welt denken kann, wie sie sein sollte, nicht, wie sie ist«. Annie Oceans Welt ist perfekt, wenn Jack bei ihr ist, und deswegen wartet sie auf ihn. Alle paar Jahre, für ein paar Monate, kehrt er aus einem Krieg heim, holt sie mit seinem Ford Mustang ab und sie lieben sich, die ganze Nacht. Annie Ocean vergisst dann, dass sie eigentli
So, 5.6.2016, 17:00
Death in Venice (Tod in Venedig)
Benjamin Britten
Premiere: 11. Juni 2016, Stadttheater

Oper in zwei Akten

»Warum habe ich mich meinen Ängsten so schnell ergeben?« (Gustav von Aschenbach)

Der Schriftsteller Gustav von Aschenbach steckt in einer tiefen Schaffenskrise. Verführt durch einen mysteriösen Fremden begibt er sich auf eine Reise und begegnet vor der betörenden Kulisse eines nebulösen Venedigs dem anmutigen Knaben Tadzio. Schon bald ist Aschenbach hin- und hergerissen zwischen beflügelnder Faszination für das Lebendige und Schöne, Begierde, Obsession, Rauschzuständen und Entgrenzung. Schließlich will er auch nicht wahr haben, dass der Tod in den Kanälen auf ihn lauert …
In seinem späten Meisterwerk gelang es Britten kongenial die philosophischen Diskurse der Vorlage Thomas Manns zu verarbeiten. Zugleich beschwört seine M
So, 5.6.2016 - So, 11.9.2016
Parfüm - Kostbare Düfte in edlen Verpackungen
Sonderausstellungen
Die Glashütte Gernheim zeigt einen Ausschnitt aus der Vielfalt der Parfümflakons seit der Antike. Darüber hinaus werden Duftstoffe und Parfüms, ihre Herstellung, ihre Wirkungsweise und ihre kulturgeschichtliche Bedeutung behandelt. In museumspädagogischen Veranstaltungen können große und kleine Besucher ihr eigenes Parfümöl oder eine Duftsalbe kreieren.
Mo, 6.6.2016, 19:30
Eine Sommernacht
von David Greig / Gordon McIntyre
Du und ich, wir leben nicht glücklich bis ans Ende unserer Tage, und dieses Schiff segelt nicht in den Sonnenuntergang. Ist das klar? - Völlig klar.

Eine rauschhafte Sommernacht in Edinburgh, zwei frustrierte Mittdreißiger, viel Alkohol, ein One-Night-Stand mit Folgen: Helena – Anwältin: Spezialgebiet Scheidungen – ist, wie so oft, von einem verheirateten Liebhaber versetzt worden. Dafür hat sie es erfolgreich geschafft, die Hochzeit ihrer Schwester zu ruinieren. Bob ist Kleinkrimineller und eher erfolglos in seinem Geschäft. Sie begegnen sich in einer Bar, Helena im ruinierten Brautjungfernkleid und Bob mit schlechter Laune. Da gibt es nicht viel zu verlieren: Gemeinsam hauen sie die Beute von Bobs letztem Coup auf den Kopf und kommen sich dabei näher …

EINE SOMMERNACHT ist eine sch
Di, 7.6.2016, 10:00
Caravan
nach dem Roman von Marina Lewycka
Koproduktion mit dem Schauspiel Münster
Für alle ab 14 Jahren / 8. Klasse

oller Optimismus sind die jungen Arbeitsmigranten nach England gekommen, wo man schnell Geld verdienen und das Glück finden soll. Als Erdbeerpflücker werden ihre rosigen Träume jedoch schnell zerstört. Irina, eine Tochter aus gutem ukrainischem Hause, will ihr Englisch verbessern und die große, romantische Liebe finden. Andrij, der Sohn eines ukrainischen Bergarbeiters, will nicht so enden wie sein Vater. Dann sind da die Polen: der Bob-Dylan-Fan Tomasz mit seinen penetrant stinkenden Turnschuhen, Jola, die erfahrene Pflückerin mit der üppigen Figur, und ihre religiöse Nichte Marta, die so erstaunlich gut kochen kann. Dazu Emanuel, ein Teenager aus Malawi, der in England eigentlich nur seine Schwester finden will
Di, 7.6.2016, 19:30
Enron
Schauspiel von Lucy Prebble
In der Vergangenheit dachten die Leute, die Grundeinheit der Gesellschaft seien der Staat, oder die Kirche, oder, Gott helfe uns, die politischen Parteien. Aber, wir wissen jetzt, es ist das Unternehmen.

Gier und märchenhafter Erfolg waren grenzenlos: Der texanische Energie-Konzern Enron wurde mehrfach als Amerikas innovativste Firma ausgezeichnet, ihr Gründer erhielt von George W. Bush den zärtlichen Spitznamen Kenny Boy und US-Kongressabgeordnete freuten sich über großzügige Zuwendungen des Multis. Wie kreativ die Firma tatsächlich war, zeigte sich im Sündenfall: Enron produzierte 2001 mit unerhörten Bilanzfälschungen den größten Unternehmensskandal, den die Wirtschaftswelt bis dahin erlebt hatte. Es sollten noch einige folgen …

ENRON, Theaterspektakel und modellhafte Parabel, führ
Di, 7.6.2016, 19:30
Enron
Schauspiel von Lucy Prebble
In der Vergangenheit dachten die Leute, die Grundeinheit der Gesellschaft seien der Staat, oder die Kirche, oder, Gott helfe uns, die politischen Parteien. Aber, wir wissen jetzt, es ist das Unternehmen.

Gier und märchenhafter Erfolg waren grenzenlos: Der texanische Energie-Konzern Enron wurde mehrfach als Amerikas innovativste Firma ausgezeichnet, ihr Gründer erhielt von George W. Bush den zärtlichen Spitznamen Kenny Boy und US-Kongressabgeordnete freuten sich über großzügige Zuwendungen des Multis. Wie kreativ die Firma tatsächlich war, zeigte sich im Sündenfall: Enron produzierte 2001 mit unerhörten Bilanzfälschungen den größten Unternehmensskandal, den die Wirtschaftswelt bis dahin erlebt hatte. Es sollten noch einige folgen …

ENRON, Theaterspektakel und modellhafte Parabel, führ
Di, 7.6.2016, 19:30
Theaterjugendorchester: Der Kleine Horrorladen
Musical von Howard Ashman (Buch & Liedtexte) und Alan Menken (Musik)
Für alle ab 12 Jahren / 7. Klasse

Mit den letzten Produktionen FOOTLOOSE und MONDRAKETENMASSAKER hat das TheaterJugendOrchester (TJO) nicht nur die Herzen der Zuschauer erobert, sondern über 150 Mitwirkenden einen professionellen Raum geschaffen, in dem sie sich künstlerisch erproben konnten. Durch die gemeinsame Arbeit erwarben sie außerdem wertvolle Kompetenzen wie Offenheit, Mut und Teamfähigkeit.

Mit DER KLEINE HORROLADEN bietet das TJO auch 2015/16 jungen Menschen die Chance, unter professionellen Bedingungen eine Musiktheaterproduktion zu realisieren:

In einem schlecht besuchten Blumenladen arbeitet Seymour, der sein Leben nur erträgt, wenn er sich der Pflanzenzucht widmet oder von seiner Kollegin Audrey träumt. Als die Schließung des Ladens droht, entwickelt sich eine seine
Di, 7.6.2016, 20:00
Weekend im Paradies
Franz Arnold // Ernst Bach
Premiere: 04. Juni 2016, Theater am Alten Markt

Ein Berliner Ministerium, die Aktenberge sind groß, die Mitarbeiter sind unmotiviert und träumen von frivolen Abenteuern im skandalumwitterten »Hotel Paradies«. Wie gut, dass es Regierungsrat Dittchen gibt: Emsig wie eine Biene erledigt er seit 12 Jahren die Arbeit seiner Kollegen, während diese sich ins Wochenende aufmachen. Dittchen ist frustriert. Erstens wurde er bei der letzten Beförderung schon wieder übergangen, wohingegen sein Erzfeind von Giersdorf sich jetzt Oberregierungsrat nennen darf. Zweitens weiß Dittchen nicht, wie er diese Tatsache seiner ambitionierten Frau beibringen soll. Drittens hat er seinen Ärger am gestrigen Abend in Unmengen von Alkohol ertränkt und leidet an einem ausgewachsenen Kater. Als sich ein aufgebrachter
Mi, 8.6.2016, 19:30
Alltag und Ekstase
Ein Sittenbild von Rebekka Kricheldorf
Ich glaube nicht an Gott. Ich glaube nicht an die Liebe. Ich glaube nicht an die Weltrevolution. Ich glaube an mein zerebrales Belohnungszentrum.

Fanatische Sinnsucher sind in dieser Patchwork-Familie bis zur Erschöpfung am Werk. Jedes Gefühl muss analysiert und beredet werden: Janne, 40, ist so damit beschäftigt, nicht in Konvention und Konsumterror zu erstarren, dass die Selbstverwirklichung auf sich warten lässt. Seine Ex Katja wettert auf die Repräsentanten hegemonial-patriarchaler Männlichkeit, ihre gemeinsame Tochter verwahrlost unterdessen auf dem Sofa der Großmutter und wird immer fetter. Jannes Mutter Sigrun verwirklicht sich ganz ohne Männer in ihrem solarzellenbetriebenen Landhaus und kauft sich von ihren Familienpflichten frei. Ihr Ex-Mann Günther glaubt an die Rückkehr der
Mi, 8.6.2016, 19:30
Deutsche Konvertiten
Ein Rechercheprojekt von Tuğsal Moğul
Uraufführung: 03. Juni 2016, Pumpenhaus

Immer mehr Menschen unserer säkularisierten westlichen Welt verlassen ihre familiäre traditionelle Religion und finden in einer anderen Glaubensrichtung ihre Heimat. Sie treten in eine andere religiöse Gemeinschaft ein, auch wenn es ihnen einen einschneidenden Lebenswandel abverlangt. Es gibt auch berechtigte praktische Gründe für eine Konversion in Deutschland, wie die Liebe zum Partner, berufliche Aufstiegsmöglichkeiten oder die Not, den Ursprungsglauben verleugnen zu müssen. Das Schauspiel Münster möchte sich fokussiert mit verschiedenen Geschichten von Deutschen auseinandersetzen, die aus inneren Beweggründen konvertiert sind. Wie leben sie ihre neue Religion? Was fasziniert sie an ihrem Glauben? Und: Wie glaubt man anders?

Das Debütstück
Mi, 8.6.2016, 19:30
Frau Luna
Revueoperette von Paul Lincke
Mondspektakel garniert an Berliner Luft

Der Mond ist aufgrund seiner Nähe zur Erde der einzige fremde Himmelskörper, der bisher von Menschen betreten wurde und das – man höre und staune – bereits 1899! So will es zumindest FRAU LUNA, burlesk-phantastische Ausstattungsrevue des Berliner Komponisten Paul Lincke (1866–1946), uraufgeführt im Apollo-Theater.

Die Berliner Operetten verstanden sich als Zeitstücke, in denen die großen Themen der Epoche auf ironische, kabarettistische Weise bewältigt wurden. Fritz Steppkes Motto könnte frei nach Fallada lauten: Ein Mann will nach oben. In seiner Mondreise bündeln sich die Sehnsüchte seiner Zeit: die Lust auf technische Innovation, der Wunsch nach gesellschaftlichem Aufstieg und wohl schließlich auch ein bisschen die Faszination vor der Gefahr
Mi, 8.6.2016, 19:30
Viel gut essen
von Sibylle Berg
Ich koche und warte. Ich bin wütend. Ich habe so eine Wut. Ich habe Angst.

Ein Mann im besten Alter kocht ein mehrgängiges Menü für Frau und Sohn – nur leider haben Frau und Sohn ihn längst verlassen, sein Job ist weg und sein Wohnviertel gentrifiziert. Der Mann auf verlorenem Posten schnippelt Gemüse und schüttet sein Herz aus. Wie konnte es soweit kommen, dass aus dem weißen, bürgerlich erzogenen, zu Familienleben und Fürsorge sozialisierten männlichen Prachtexemplar ein Loser wurde? Ein Chor der Stimmen aus der berüchtigten Mitte der Gesellschaft gibt Antwort: Unsere Gesellschaft wird gekapert von den Asylbewerbern, den Feministinnen, den Homosexuellen, den Karrierefrauen und den Hipstern. Und das wird man ja wohl sagen dürfen!

Ein böses, irrwitzig komisches und in Zeiten von Pegi
Do, 9.6.2016, 19:30
If I was real
Tanzabend von Toula Limnaios
Es gibt keine Liebe zum Leben ohne Verzweiflung am Leben. (Albert Camus)

In dieser Spielzeit wird die griechische Choreografin Toula Limnaios mit dem Ensemble des TanzTheaterMünster einen Tanzabend über die Möglichkeiten des Seins kreieren. Angeregt von Camus’ frühen literarischen Essays L'ENVERS ET L'ENDROIT / LICHT UND SCHATTEN entstehen fragmentarische Bilder voller Geheimnisse von verborgenem Zusammenhang, die gleichzeitig fremd und vertraut erscheinen. Die Schatten stehen bei Camus für die Angst vor der Fremdheit, das Schweigen der Welt und den offensichtlichen Mangel an Kontrolle über das, was die Welt ist. Das Licht symbolisiert die Schönheit, die Liebe zum Leben und die Annahme dieser unverständlichen Welt. Ein Spannungsfeld, in dem das menschliche Leben als fundamental absurd,
Do, 9.6.2016, 20:00
Annie Ocean
Mario Salazar
EIN WESTERN

Die Glorreichen Sieben, Red River, Die Unsterblichen und Rio Bravo – »Peng! Peng! Peng!« Da liegt sie, Annie Ocean, auf dem Sofa in der Wohnung ihres verstorbenen Vaters, der wie John Wayne laufen konnte, und schaut seine alten Wildwestfilme auf einem kleinen Fernseher, den »Körper voll mit Einsamkeit«. Die Wohnung des Vaters ist ihre Zuflucht geworden, der Ort, wo sie sich seit vielen Jahren vor der Realität verstecken kann, wo sie »an die Welt denken kann, wie sie sein sollte, nicht, wie sie ist«. Annie Oceans Welt ist perfekt, wenn Jack bei ihr ist, und deswegen wartet sie auf ihn. Alle paar Jahre, für ein paar Monate, kehrt er aus einem Krieg heim, holt sie mit seinem Ford Mustang ab und sie lieben sich, die ganze Nacht. Annie Ocean vergisst dann, dass sie eigentli
Fr, 10.6.2016, 19:30
Cavalleria Rusticana / Der Bajazzo
Oper von Pietro Mascagni / Oper von Ruggero Leoncavallo
Blutige Rache – das Spiel ist aus

Bald nach den sensationellen Uraufführungserfolgen der – wegen ihrer Kürze und ihrer Sujets – ähnlichen Opern etablierte sich die Praxis, CAVALLERIA RUSTICANA (UA 1890 in Rom) und DER BAJAZZO (UA 1892 in Mailand) an einem Abend zu zeigen: Schauplatz beider Werke sind Dörfer in Süditalien, beide spielen an einem hohen katholischen Feiertag und thematisieren zerplatzte Träume, verratene Liebe, Ehebruch, brennende Eifersucht, beschämende Zurückweisung, verletztes Ehrgefühl und den letztendlich tödlich ausgehenden Versuch, die alte Ordnung wiederherzustellen.

Ehebruch und voreheliche Beziehung sind die Grundmotive des CAVALLERIA-Stoffes, der in einer rigiden, sich nach außen hin aber sehr fromm gebenden Dorfgesellschaft angesiedelt ist: Sie übertreten al
Fr, 10.6.2016, 19:30
Der Stellvertreter
Ein christliches Trauerspiel von Rolf Hochmuth
Wo wäre denn die Kirche, meine Herren, hätt’ sie dem Pöbel nicht im Mittelalter die Scheiterhaufen angezündet: etwas bieten muss man dem Volk!

Es ist das Jahr 1944, in ganz Europa werden Juden deportiert und in den Vernichtungslagern im Osten ermordet. Der junge Jesuitenpater Riccardo Fontana ist überzeugt, dass einzig eine Stellungnahme des Oberhauptes der römisch-katholischen Kirche die Autorität entfalten kann, das Unrecht zu stoppen. Fontana wird als Fanatiker verhöhnt, und weil er seinem Glauben nicht abschwört, endet er im Feuer. Kurt Gerstein, SS-Mann und gläubiger Christ, ist ebenfalls davon überzeugt, dass der Mensch das Gute tut, wenn er um die Wahrheit weiß. Er arbeitet für das Regime, aber schmuggelt Informationen ins Ausland. Doch Gersteins Wahrheit ist längst bekannt und n
Fr, 10.6.2016, 20:00
A Little Night Music
Stephen Sondheim
Premiere: 21. Mai 2016, Stadttheater

Musical in zwei Akten

»Ist es kein Scherz?
Ein Paar wie wir?
Mich jagt das Schicksal herum,
Dich hält es hier.
Wo sind die Clowns?
Ruf doch die Clowns.«

1955 avancierte Ingmar Bergmans Film Sommarnattens leende zu einem ungeahnten Erfolg, der dem schwedischen Regisseur schlagartig zu Weltruhm verhalf. Selbst im 21. Jahrhundert rangiert der Klassiker laut TIME magazine unter den Top 100 der besten Filme aller Zeiten.
Stephen Sondheim, der vielleicht progressivste und zugleich äußerst erfolgreiche Komponist des Musicalgenres, adaptierte 1973 den Stoff für seine Version der wirren wie komischen und zugleich packenden Amourösitäten. Vor dem Hintergrund der schwedischen Mittsommernacht, in der es bekanntlich nicht dunkel wird, beleuchtet Sondh
Sa, 11.6.2016, 19:30
Auch Deutsche unter den Opfern
Ein Rechercheprojekt von Tuğsal Moğul
Elf Jahre lang zieht dann eine rechte Terrorgruppe mordend durchs Land. Elf Jahre wurde von Seiten der Ermittler verbreitet, dass die Morde mit Drogendelikten, Geldwäsche und Menschenhandel der türkischen Mafia zusammen hängen.

Neun Ausländer, vorwiegend türkischer Abstammung, liegen erschossen in ihren Imbissbuden, Blumenläden und Internet-Cafés - deutschlandweit. Was ist passiert? Türkenmafia? Familientragödien? Oder vielleicht doch Rechtextremismus? Was wie ein grausames Ratespiel anmutet, ist bittere Realität. Nach der unaufgeklärten Mordserie von 2000 bis 2006 wurde im November 2011 der NSU aufgedeckt, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt hatten sich getötet, Beate Zschäpe sich der Polizei gestellt. Seit Mai 2013 wird ihr und vier weiteren Angeklagten am Oberlandesgericht München der Proz
Sa, 11.6.2016, 19:30
Death in Venice (Tod in Venedig)
Benjamin Britten
Premiere: 11. Juni 2016, Stadttheater

Oper in zwei Akten

»Warum habe ich mich meinen Ängsten so schnell ergeben?« (Gustav von Aschenbach)

Der Schriftsteller Gustav von Aschenbach steckt in einer tiefen Schaffenskrise. Verführt durch einen mysteriösen Fremden begibt er sich auf eine Reise und begegnet vor der betörenden Kulisse eines nebulösen Venedigs dem anmutigen Knaben Tadzio. Schon bald ist Aschenbach hin- und hergerissen zwischen beflügelnder Faszination für das Lebendige und Schöne, Begierde, Obsession, Rauschzuständen und Entgrenzung. Schließlich will er auch nicht wahr haben, dass der Tod in den Kanälen auf ihn lauert …
In seinem späten Meisterwerk gelang es Britten kongenial die philosophischen Diskurse der Vorlage Thomas Manns zu verarbeiten. Zugleich beschwört seine M
Sa, 11.6.2016, 19:30
Ein Volksfeind
Henrik Ibsen
Premiere: 20. Mai 2016, Theater am Alten Markt

Seit die Heimatstadt der Geschwister Stockmann das Kurbad besitzt, geht es aufwärts. Das Geschäft brummt, die Arbeitslosigkeit sinkt und der Gemeinsinn erstarkt durch ein Vorhaben, das alle gleichermaßen angeht. Doch dann macht Badeärztin Stockmann eine brisante Entdeckung: Die Zuleitungsrohre für das Heilwasser führen durch ein verseuchtes Sumpfgebiet. Das Bad ist völlig verkeimt und in höchstem Maße schädlich für Menschen mit angegriffener Gesundheit, die teures Geld bezahlen und guten Glaubens kommen, geheilt zu werden. Was für ein Glück, dass sie diesen Missstand noch rechtzeitig bemerkt hat, denkt die Ärztin und wähnt sich der Dankbarkeit ihrer Mitbürger sicher. Dass sie entweder wahnsinnig geworden ist oder von Machtinteressen getrieb
Sa, 11.6.2016, 19:30
Rechtes Denken (Premiere)
Jugendclub // Konstantin Küspert
Premiere: 11. Juni 2016, TAM ZWEI

Ursprünglich sind wir alle Einzelkämpfer. Auf den Ebenen »Love«, »Familie« und »Philosophie« wird der Frage nachgegangen, wie sich Gesellschaft formiert und ob Gemeinschaft ohne Ausgrenzung denkbar ist. Komplexe Theorie trifft dabei auf Familiendrama, Ideologie auf Seifenoper.

Inszenierung: Martina Breinlinger, Guido Schikore
Coaching: Omar El-Saeidi
Ausstattung: Mareen Biermann
So, 12.6.2016, 19:00
Theaterjugendorchester: Der Kleine Horrorladen
Musical von Howard Ashman (Buch & Liedtexte) und Alan Menken (Musik)
Für alle ab 12 Jahren / 7. Klasse

Mit den letzten Produktionen FOOTLOOSE und MONDRAKETENMASSAKER hat das TheaterJugendOrchester (TJO) nicht nur die Herzen der Zuschauer erobert, sondern über 150 Mitwirkenden einen professionellen Raum geschaffen, in dem sie sich künstlerisch erproben konnten. Durch die gemeinsame Arbeit erwarben sie außerdem wertvolle Kompetenzen wie Offenheit, Mut und Teamfähigkeit.

Mit DER KLEINE HORROLADEN bietet das TJO auch 2015/16 jungen Menschen die Chance, unter professionellen Bedingungen eine Musiktheaterproduktion zu realisieren:

In einem schlecht besuchten Blumenladen arbeitet Seymour, der sein Leben nur erträgt, wenn er sich der Pflanzenzucht widmet oder von seiner Kollegin Audrey träumt. Als die Schließung des Ladens droht, entwickelt sich eine seine
So, 12.6.2016, 19:30
Rechtes Denken
Jugendclub // Konstantin Küspert
Premiere: 11. Juni 2016, TAM ZWEI

Ursprünglich sind wir alle Einzelkämpfer. Auf den Ebenen »Love«, »Familie« und »Philosophie« wird der Frage nachgegangen, wie sich Gesellschaft formiert und ob Gemeinschaft ohne Ausgrenzung denkbar ist. Komplexe Theorie trifft dabei auf Familiendrama, Ideologie auf Seifenoper.

Inszenierung: Martina Breinlinger, Guido Schikore
Coaching: Omar El-Saeidi
Ausstattung: Mareen Biermann
So, 12.6.2016, 15:00
Zwischen Himmel und Erde
Simone Sandroni
Für den ersten Tanzabend, den der neue Chefchoreograph Simone Sandroni gemeinsam mit den Bielefelder Philharmonikern gestaltet, hat er bewusst kontrastreiche Musik unterschiedlicher Epochen »zwischen Himmel und Erde« ausgewählt. Zum einen erklingen geistliche, zum anderen profane Werke der Komponisten Georg Friedrich Händel, Giovanni Battista Pergolesi, Dmitri Schostakowitsch und Alfred Schnittke. Dabei wird die Choreographie der Musik nicht untergeordnet, das Verhältnis von Musik und Tanz wird vielmehr direkt und körperlich sein und jegliche Illustration und Symbolik zu vermeiden suchen. Inspirieren lässt sich Simone Sandroni für die Entwicklung seiner Choreographie von den Emotionen, die beim Hören der Musik freigesetzt werden, von einer Analyse der musikalischen Struktur sowie von den
Mo, 13.6.2016, 20:00
9. Kammerkonzert:
Berliner Philharmonisches Quartett
Berliner Philharmonisches Quartett
Mitglieder der Berliner Philharmoniker

Robert Schumann: Klavierquartett Es-Dur op. 47 sowie Werke von Mozart
und Beethoven
Di, 14.6.2016, 11:30
Das unsichtbare Haus
oder Wieso ein Löffel wie ein Löffel aussieht
von Leandro Kees
Für alle ab 10 Jahren / 5. Klasse

Die Welt entdecken – im eigenen Zuhause

Drei Menschen schauen sich in ihren vier Wänden um und fragen sich: Warum leben wir eigentlich, wie wir leben? Wie kam das Glas in die Fenster? Wieso sieht ein Löffel aus wie ein Löffel aussieht? Und weshalb werden Häuser überall auf der Welt anders gebaut? Die Geschichte unseres Zuhauses ist immer auch eine Erzählung der großen Erfindungen und Abenteuer: Ohne die rastlosen Entdecker und Forscher hätten wir weder Kaffee noch Tee oder Kakao zum Frühstück. Ohne schlaue Tüftler keinen Strom und kein fließend Wasser, ohne Denker und Grübler keine gedruckten Bücher im Regal. Doch wir beleuchten nicht nur die Ursprünge unserer Art zu wohnen, sondern auch, wie diese unser Denken widerspiegelt und beeinflusst. Was sage
Di, 14.6.2016, 09:30
Das unsichtbare Haus
oder Wieso ein Löffel wie ein Löffel aussieht
von Leandro Kees
Für alle ab 10 Jahren / 5. Klasse

Die Welt entdecken – im eigenen Zuhause

Drei Menschen schauen sich in ihren vier Wänden um und fragen sich: Warum leben wir eigentlich, wie wir leben? Wie kam das Glas in die Fenster? Wieso sieht ein Löffel aus wie ein Löffel aussieht? Und weshalb werden Häuser überall auf der Welt anders gebaut? Die Geschichte unseres Zuhauses ist immer auch eine Erzählung der großen Erfindungen und Abenteuer: Ohne die rastlosen Entdecker und Forscher hätten wir weder Kaffee noch Tee oder Kakao zum Frühstück. Ohne schlaue Tüftler keinen Strom und kein fließend Wasser, ohne Denker und Grübler keine gedruckten Bücher im Regal. Doch wir beleuchten nicht nur die Ursprünge unserer Art zu wohnen, sondern auch, wie diese unser Denken widerspiegelt und beeinflusst. Was sage
Di, 14.6.2016, 19:30
Die Präsidentinnen
von Werner Schwab
Ich kann doch nicht die Vorsehung bei der Gurgel packen und verlangen: So, jetzt mach mich glücklich.

Erna, Grete und Mariedl sitzen zusammen beim obligatorischen Glaserl Wein. Gerade haben sie die Übertragung einer Papstmesse im Fernsehen gesehen. Sie schimpfen über ihre missratenen Kinder, unfähige Männer und versagte Chancen. Einzig Mariedl scheint noch einen Quell der Freude zu haben – einen äußerst fragwürdigen. Sie ist Putzfrau, ihre Spezialität: Toiletten, die sie auch ohne Gummihandschuhe reinigt und darin ein Gottesopfer, einen heiligen Akt zu vollziehen meint. Ein schonungsloser Blick auf drei verkorkste Leben in einem hoffnungslos trüben sozialen Umfeld. Auf drei Frauen, die sich gemeinsam in eine schönere Welt träumen wollen und daran scheitern.

Ein skurriles, entlarvende
Di, 14.6.2016, 20:00
Death in Venice (Tod in Venedig)
Benjamin Britten
Premiere: 11. Juni 2016, Stadttheater

Oper in zwei Akten

»Warum habe ich mich meinen Ängsten so schnell ergeben?« (Gustav von Aschenbach)

Der Schriftsteller Gustav von Aschenbach steckt in einer tiefen Schaffenskrise. Verführt durch einen mysteriösen Fremden begibt er sich auf eine Reise und begegnet vor der betörenden Kulisse eines nebulösen Venedigs dem anmutigen Knaben Tadzio. Schon bald ist Aschenbach hin- und hergerissen zwischen beflügelnder Faszination für das Lebendige und Schöne, Begierde, Obsession, Rauschzuständen und Entgrenzung. Schließlich will er auch nicht wahr haben, dass der Tod in den Kanälen auf ihn lauert …
In seinem späten Meisterwerk gelang es Britten kongenial die philosophischen Diskurse der Vorlage Thomas Manns zu verarbeiten. Zugleich beschwört seine M
Di, 14.6.2016, 20:00
Ewig jung. Ein Songdrama
Erik Gedeon
(Unter Mitarbeit von Peter Jordan)

Im Jahr 2050 sitzen die Reste eines in die Jahre gekommenen Ensembles in einem schon länger geschlossenen Theater, das ihnen nun als Alterssitz dient. Das obligatorische Unterhaltungsprogramm übernehmen sie selbst, schließlich sind sie Schauspieler. Sie träumen sich in alte Zeiten zurück, durchleben noch einmal ihre Bühnenerfolge und singen die Lieder ihrer Jugend. Das geht zwar nicht ohne Konkurrenzgebaren und unterschiedliche Wahrnehmungen ab, aber das Leben ließe sich aushalten, wäre da nicht die unverschämt junge und gnadenlose Schwester mit ganz anderen Vorstellungen des Tagesablaufs. Nicht genug, dass sie ihre Schützlinge mit Kinderliedern zum Mitklatschen malträtiert, sie vermiest ihnen durch ihre musikalischen Vorträge über Krankheit, Alter und
Di, 14.6.2016, 20:00
Rechtes Denken
Jugendclub // Konstantin Küspert
Premiere: 11. Juni 2016, TAM ZWEI

Ursprünglich sind wir alle Einzelkämpfer. Auf den Ebenen »Love«, »Familie« und »Philosophie« wird der Frage nachgegangen, wie sich Gesellschaft formiert und ob Gemeinschaft ohne Ausgrenzung denkbar ist. Komplexe Theorie trifft dabei auf Familiendrama, Ideologie auf Seifenoper.

Inszenierung: Martina Breinlinger, Guido Schikore
Coaching: Omar El-Saeidi
Ausstattung: Mareen Biermann
Mi, 15.6.2016, 19:30
If I was real
Tanzabend von Toula Limnaios
Es gibt keine Liebe zum Leben ohne Verzweiflung am Leben. (Albert Camus)

In dieser Spielzeit wird die griechische Choreografin Toula Limnaios mit dem Ensemble des TanzTheaterMünster einen Tanzabend über die Möglichkeiten des Seins kreieren. Angeregt von Camus’ frühen literarischen Essays L'ENVERS ET L'ENDROIT / LICHT UND SCHATTEN entstehen fragmentarische Bilder voller Geheimnisse von verborgenem Zusammenhang, die gleichzeitig fremd und vertraut erscheinen. Die Schatten stehen bei Camus für die Angst vor der Fremdheit, das Schweigen der Welt und den offensichtlichen Mangel an Kontrolle über das, was die Welt ist. Das Licht symbolisiert die Schönheit, die Liebe zum Leben und die Annahme dieser unverständlichen Welt. Ein Spannungsfeld, in dem das menschliche Leben als fundamental absurd,
Mi, 15.6.2016, 20:00
A Little Night Music
Stephen Sondheim
Premiere: 21. Mai 2016, Stadttheater

Musical in zwei Akten

»Ist es kein Scherz?
Ein Paar wie wir?
Mich jagt das Schicksal herum,
Dich hält es hier.
Wo sind die Clowns?
Ruf doch die Clowns.«

1955 avancierte Ingmar Bergmans Film Sommarnattens leende zu einem ungeahnten Erfolg, der dem schwedischen Regisseur schlagartig zu Weltruhm verhalf. Selbst im 21. Jahrhundert rangiert der Klassiker laut TIME magazine unter den Top 100 der besten Filme aller Zeiten.
Stephen Sondheim, der vielleicht progressivste und zugleich äußerst erfolgreiche Komponist des Musicalgenres, adaptierte 1973 den Stoff für seine Version der wirren wie komischen und zugleich packenden Amourösitäten. Vor dem Hintergrund der schwedischen Mittsommernacht, in der es bekanntlich nicht dunkel wird, beleuchtet Sondh
Mi, 15.6.2016, 20:00
Sissy Murnau - Die Serie im Theater
Folge 1: Ich möchte glauben
David Gieselmann
Zum ersten Jahrestag des mysteriösen Verschwindens der Schauspielerin Sissy Murnau hält ihre Kollegin Hanna Tiefert eine ergreifende Rede. So ergreifend, dass die Regisseurin Hanna Kollmann kurzerhand die Probe ausfallen lässt. Stattdessen gehen die beiden Hannas zum Abendessen bei dem befreundeten Paar Leopold und Mabon Meiersiek. Und da platzt die Bombe: Die beiden wollen weg! Trotz guter, wenn auch anscheinend nicht befriedigender, Jobs als Landschaftsarchitekt (im Fall von Leopold) sowie als Life-Coach und Finanzberater (im Fall von Mabon). Aber »Auszeit« oder »Sabbatical« trifft ihr Vorhaben nicht wirklich. Sie wollen mehr! Alles hinter sich lassen und sich auf den Weg nach Nara machen. Zwar wissen sie nicht so genau, wo Nara liegt, sind aber bereit für das Abenteuer und überzeugt, da
Do, 16.6.2016, 19:30
Alltag und Ekstase
Ein Sittenbild von Rebekka Kricheldorf
Ich glaube nicht an Gott. Ich glaube nicht an die Liebe. Ich glaube nicht an die Weltrevolution. Ich glaube an mein zerebrales Belohnungszentrum.

Fanatische Sinnsucher sind in dieser Patchwork-Familie bis zur Erschöpfung am Werk. Jedes Gefühl muss analysiert und beredet werden: Janne, 40, ist so damit beschäftigt, nicht in Konvention und Konsumterror zu erstarren, dass die Selbstverwirklichung auf sich warten lässt. Seine Ex Katja wettert auf die Repräsentanten hegemonial-patriarchaler Männlichkeit, ihre gemeinsame Tochter verwahrlost unterdessen auf dem Sofa der Großmutter und wird immer fetter. Jannes Mutter Sigrun verwirklicht sich ganz ohne Männer in ihrem solarzellenbetriebenen Landhaus und kauft sich von ihren Familienpflichten frei. Ihr Ex-Mann Günther glaubt an die Rückkehr der
Do, 16.6.2016, 20:00
Ein Sommernachtstraum
William Shakespeare
Der Athener König Theseus will seine Hochzeit mit der Amazonenkönigin Hippolyta feiern. Sie will nicht wirklich, hat aber keine Wahl. Ähnlich ergeht es Hermia, die Lysander liebt, aber von ihrem Vater vor den Herrscher gezerrt wird, um mit Demetrius zwangsverheiratet zu werden. Deshalb fliehen Hermia und Lysander in den Wald vor der Stadt, gefolgt vom verlassenen Demetrius, der wiederum von Helena verfolgt wird, die ihrerseits unsterblich und unerwidert in ihn verliebt ist. Dieses Liebeschaos wird im Wald erst richtig kompliziert, denn hier treibt Puck sein Unwesen, Waldgeist und rechte Hand des Elfenherrschers Oberon, der sich wiederum mit seiner Königin Titania überworfen hat und nach Rache trachtet. Also lässt Oberon von Puck ein Kraut besorgen, durch dessen Wirkung man sich unste
Fr, 17.6.2016, 19:30
Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny
Oper von Kurt Weill, Text von Bertolt Brecht
Heinz Erhardts pointierte Schlussfolgerung weist auf einen bedenklichen Sachverhalt hin, der in Brecht/Weills kompromissloser, 1930 uraufgeführter Oper vorgeführt wird. Schonungslos und provozierend konfrontiert das Werk die Zuschauer mit den sinnentleerten und letztlich selbstzerstörerischen Mechanismen der kapitalistischen Warengesellschaft:

Auf der Flucht vor der Polizei gründen drei Verbrecher – die Witwe Begbick, Fatty und Dreieinigkeitsmoses – Mahagonny, die Netzestadt. Weil das Gold leichter von Männern als von Flüssen zu haben ist, will man es den ersteren mit Gin und Whisky, mit Mädchen und Knaben aus der Tasche ziehen. Zunächst floriert das Unternehmen. Doch das Untergangsszenario eines drohenden Hurrikans führt dann zu einem extrem übersteigerten Du darfst. Blanker Hedonismus
Fr, 17.6.2016, 20:00
9. Symphoniekonzert:
Bielefelder Philharmoniker | Hecker | Kalajdzic
Vasks / Mozart / Dvořák
Bielefelder Philharmoniker
Marie-Elisabeth Hecker, Violoncello
Alexander Kalajdzic, Leitung

Pēteris Vasks: Viatore für Streichorchester
Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Nr. 38 D-Dur Prager Sinfonie
Antonín Dvořák: Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op. 104

Emotional, das Leben aufblätternd, einen Kosmos der Gefühle und Welten offenbarend - so eindringlich wie positiv will das letzte Symphoniekonzert der Saison sein Publikum in den Sommer entlassen. Vasks' Viatore reiht sich ganz in den Kontext der allgemeinen Visionen des Komponisten ein, der betont, dass "die meisten Menschen heute [...] keinen Glauben [besitzen], keine Liebe und keine Ideale mehr. Die spirituelle Dimension ist verloren gegangen. Meine Absicht ist es, Nahrung für die
Fr, 17.6.2016, 20:00
Weekend im Paradies
Franz Arnold // Ernst Bach
Premiere: 04. Juni 2016, Theater am Alten Markt

Ein Berliner Ministerium, die Aktenberge sind groß, die Mitarbeiter sind unmotiviert und träumen von frivolen Abenteuern im skandalumwitterten »Hotel Paradies«. Wie gut, dass es Regierungsrat Dittchen gibt: Emsig wie eine Biene erledigt er seit 12 Jahren die Arbeit seiner Kollegen, während diese sich ins Wochenende aufmachen. Dittchen ist frustriert. Erstens wurde er bei der letzten Beförderung schon wieder übergangen, wohingegen sein Erzfeind von Giersdorf sich jetzt Oberregierungsrat nennen darf. Zweitens weiß Dittchen nicht, wie er diese Tatsache seiner ambitionierten Frau beibringen soll. Drittens hat er seinen Ärger am gestrigen Abend in Unmengen von Alkohol ertränkt und leidet an einem ausgewachsenen Kater. Als sich ein aufgebrachter
Sa, 18.6.2016, 19:30
Alltag und Ekstase
Ein Sittenbild von Rebekka Kricheldorf
Ich glaube nicht an Gott. Ich glaube nicht an die Liebe. Ich glaube nicht an die Weltrevolution. Ich glaube an mein zerebrales Belohnungszentrum.

Fanatische Sinnsucher sind in dieser Patchwork-Familie bis zur Erschöpfung am Werk. Jedes Gefühl muss analysiert und beredet werden: Janne, 40, ist so damit beschäftigt, nicht in Konvention und Konsumterror zu erstarren, dass die Selbstverwirklichung auf sich warten lässt. Seine Ex Katja wettert auf die Repräsentanten hegemonial-patriarchaler Männlichkeit, ihre gemeinsame Tochter verwahrlost unterdessen auf dem Sofa der Großmutter und wird immer fetter. Jannes Mutter Sigrun verwirklicht sich ganz ohne Männer in ihrem solarzellenbetriebenen Landhaus und kauft sich von ihren Familienpflichten frei. Ihr Ex-Mann Günther glaubt an die Rückkehr der
Sa, 18.6.2016, 19:30
Frau Luna
Revueoperette von Paul Lincke
Mondspektakel garniert an Berliner Luft

Der Mond ist aufgrund seiner Nähe zur Erde der einzige fremde Himmelskörper, der bisher von Menschen betreten wurde und das – man höre und staune – bereits 1899! So will es zumindest FRAU LUNA, burlesk-phantastische Ausstattungsrevue des Berliner Komponisten Paul Lincke (1866–1946), uraufgeführt im Apollo-Theater.

Die Berliner Operetten verstanden sich als Zeitstücke, in denen die großen Themen der Epoche auf ironische, kabarettistische Weise bewältigt wurden. Fritz Steppkes Motto könnte frei nach Fallada lauten: Ein Mann will nach oben. In seiner Mondreise bündeln sich die Sehnsüchte seiner Zeit: die Lust auf technische Innovation, der Wunsch nach gesellschaftlichem Aufstieg und wohl schließlich auch ein bisschen die Faszination vor der Gefahr
Sa, 18.6.2016, 19:30
Nie Wieder!
Ein Zwei-Personen-Highlight-Musical
Der große Auftritt: Der letzte Ton verklingt, das Licht verlischt und dann ... eine Katastrophe! Das hat Konsequenzen und damit muss man fertig werden: Der aufgebrachte Tenor Carlos droht zu türmen. Da ist der beruhigende Einfluss seines Pianisten Bill gefragt, um den emotionalen Südamerikaner daran zu hindern, seine Gesangskarriere endgültig an den Nagel zu hängen.

In ihrem neuen Zwei-Personen-Highlight-Musical sind Carlos Rivas und Bill Murta endlich wieder im Loft zu erleben. Mit Hits aus Das Appartement, Hello, Dolly!, Der kleine Horrorladen, The Sound of Music und The Fantasticks.
So, 19.6.2016, 19:00
Das Original
von Stephen Sachs
Es zeigte sich, dass sie nicht war, für was ich sie gehalten hatte. Was man für erhaben hält, stellt sich oft als Schwindel heraus.

Die verwahrlost lebende, arbeitslose Barfrau Maude, Mitte 50, hat eine Vorliebe für Krempel. In ihrer kruden Ansammlung von Gegenständen befindet sich unter anderem ein Bild, welches sie für ein unbekanntes Meisterwerk hält. Welten prallen aufeinander, als sie Besuch vom Kunstexperten Lionel bekommt, der das Bild begutachten soll. Der von einer Stiftung beauftragte und von den Lebensumständen Maudes befremdete Spezialist befindet das Gemälde schnell für wertlos. So entbrennt eine Diskussion zwischen den Vertretern zweier völlig verschiedener Gesellschaftsschichten über das Leben, über Kunst und die Bedeutung von Kunst im Leben.

Mit viel Witz und Char
So, 19.6.2016, 15:00
Der Gärtner / De Gäörner
Jonas ist wütend und flüchtet sich zu seinem Onkel Hannes in den Garten. Denn beide eint das Gefühl, allen immer nur im Weg zu sein. Hannes ist etwas vergesslich, aber seine Liebe zur Natur und sein Wissen über die Pflanzen sind ungebrochen. Und so kommt es, dass sich der junge Jonas und der alte Hannes ein ganzes Jahr der Pflege des Gartens widmen, dem Kreislauf des Wachsens zuschauen und ernten, was sie gesät haben. Dabei nähern sich zwei Generationen an und finden eine Sprache für die Dinge, die Hannes Stück für Stück verliert, und Worte für Gefühle, die Jonas noch nicht begreifen kann. Während Jonas’ Leben beginnt, lernt er von dem, der sein Ende immer näher kommen sieht.

Mike Kenny hat mit DER GÄRTNER ein Stück für Kinder ab vier Jahren geschrieben, das mit poetischer und einfacher
So, 19.6.2016, 11:00
9. Symphoniekonzert:
Bielefelder Philharmoniker | Hecker | Kalajdzic
Vasks / Mozart / Dvořák
Bielefelder Philharmoniker
Marie-Elisabeth Hecker, Violoncello
Alexander Kalajdzic, Leitung

Pēteris Vasks: Viatore für Streichorchester
Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Nr. 38 D-Dur Prager Sinfonie
Antonín Dvořák: Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op. 104

Emotional, das Leben aufblätternd, einen Kosmos der Gefühle und Welten offenbarend - so eindringlich wie positiv will das letzte Symphoniekonzert der Saison sein Publikum in den Sommer entlassen. Vasks' Viatore reiht sich ganz in den Kontext der allgemeinen Visionen des Komponisten ein, der betont, dass "die meisten Menschen heute [...] keinen Glauben [besitzen], keine Liebe und keine Ideale mehr. Die spirituelle Dimension ist verloren gegangen. Meine Absicht ist es, Nahrung für die
So, 19.6.2016, 15:00
Ein Sommernachtstraum
William Shakespeare
Der Athener König Theseus will seine Hochzeit mit der Amazonenkönigin Hippolyta feiern. Sie will nicht wirklich, hat aber keine Wahl. Ähnlich ergeht es Hermia, die Lysander liebt, aber von ihrem Vater vor den Herrscher gezerrt wird, um mit Demetrius zwangsverheiratet zu werden. Deshalb fliehen Hermia und Lysander in den Wald vor der Stadt, gefolgt vom verlassenen Demetrius, der wiederum von Helena verfolgt wird, die ihrerseits unsterblich und unerwidert in ihn verliebt ist. Dieses Liebeschaos wird im Wald erst richtig kompliziert, denn hier treibt Puck sein Unwesen, Waldgeist und rechte Hand des Elfenherrschers Oberon, der sich wiederum mit seiner Königin Titania überworfen hat und nach Rache trachtet. Also lässt Oberon von Puck ein Kraut besorgen, durch dessen Wirkung man sich unste
So, 19.6.2016, 19:30
Nie Wieder!
Ein Zwei-Personen-Highlight-Musical
Der große Auftritt: Der letzte Ton verklingt, das Licht verlischt und dann ... eine Katastrophe! Das hat Konsequenzen und damit muss man fertig werden: Der aufgebrachte Tenor Carlos droht zu türmen. Da ist der beruhigende Einfluss seines Pianisten Bill gefragt, um den emotionalen Südamerikaner daran zu hindern, seine Gesangskarriere endgültig an den Nagel zu hängen.

In ihrem neuen Zwei-Personen-Highlight-Musical sind Carlos Rivas und Bill Murta endlich wieder im Loft zu erleben. Mit Hits aus Das Appartement, Hello, Dolly!, Der kleine Horrorladen, The Sound of Music und The Fantasticks.
Di, 21.6.2016, 19:30
Auch Deutsche unter den Opfern
Ein Rechercheprojekt von Tuğsal Moğul
Elf Jahre lang zieht dann eine rechte Terrorgruppe mordend durchs Land. Elf Jahre wurde von Seiten der Ermittler verbreitet, dass die Morde mit Drogendelikten, Geldwäsche und Menschenhandel der türkischen Mafia zusammen hängen.

Neun Ausländer, vorwiegend türkischer Abstammung, liegen erschossen in ihren Imbissbuden, Blumenläden und Internet-Cafés - deutschlandweit. Was ist passiert? Türkenmafia? Familientragödien? Oder vielleicht doch Rechtextremismus? Was wie ein grausames Ratespiel anmutet, ist bittere Realität. Nach der unaufgeklärten Mordserie von 2000 bis 2006 wurde im November 2011 der NSU aufgedeckt, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt hatten sich getötet, Beate Zschäpe sich der Polizei gestellt. Seit Mai 2013 wird ihr und vier weiteren Angeklagten am Oberlandesgericht München der Proz
Di, 21.6.2016, 19:30
Cavalleria Rusticana / Der Bajazzo
Oper von Pietro Mascagni / Oper von Ruggero Leoncavallo
Blutige Rache – das Spiel ist aus

Bald nach den sensationellen Uraufführungserfolgen der – wegen ihrer Kürze und ihrer Sujets – ähnlichen Opern etablierte sich die Praxis, CAVALLERIA RUSTICANA (UA 1890 in Rom) und DER BAJAZZO (UA 1892 in Mailand) an einem Abend zu zeigen: Schauplatz beider Werke sind Dörfer in Süditalien, beide spielen an einem hohen katholischen Feiertag und thematisieren zerplatzte Träume, verratene Liebe, Ehebruch, brennende Eifersucht, beschämende Zurückweisung, verletztes Ehrgefühl und den letztendlich tödlich ausgehenden Versuch, die alte Ordnung wiederherzustellen.

Ehebruch und voreheliche Beziehung sind die Grundmotive des CAVALLERIA-Stoffes, der in einer rigiden, sich nach außen hin aber sehr fromm gebenden Dorfgesellschaft angesiedelt ist: Sie übertreten al
Di, 21.6.2016, 20:00
Ein Sommernachtstraum
William Shakespeare
Der Athener König Theseus will seine Hochzeit mit der Amazonenkönigin Hippolyta feiern. Sie will nicht wirklich, hat aber keine Wahl. Ähnlich ergeht es Hermia, die Lysander liebt, aber von ihrem Vater vor den Herrscher gezerrt wird, um mit Demetrius zwangsverheiratet zu werden. Deshalb fliehen Hermia und Lysander in den Wald vor der Stadt, gefolgt vom verlassenen Demetrius, der wiederum von Helena verfolgt wird, die ihrerseits unsterblich und unerwidert in ihn verliebt ist. Dieses Liebeschaos wird im Wald erst richtig kompliziert, denn hier treibt Puck sein Unwesen, Waldgeist und rechte Hand des Elfenherrschers Oberon, der sich wiederum mit seiner Königin Titania überworfen hat und nach Rache trachtet. Also lässt Oberon von Puck ein Kraut besorgen, durch dessen Wirkung man sich unste
Di, 21.6.2016, 20:00
Sissy Murnau - Die Serie im Theater
Folge 2: Ich möchte kämpfen
David Gieselmann
Sie erinnern sich? Die Schauspielerin Sissy Murnau ist verschwunden. Polizeioberkommissar Hans-Gotthard Hansen ermittelt und irgendwie scheinen alle aus ihrem Umfeld verdächtig: Wurde sie von ihrer Kollegin Hanna Tiefert ermordet, die ihre Emotionen offensichtlich nicht im Griff hat? Haben die vier Jahre, in denen die Regisseurin Hanna Kollmann abgetaucht war, etwas damit zu tun? Hängt es mit der Affäre zwischen Sissy Murnau und Mabon Meiersiek zusammen, der inzwischen mit dem Landschaftsarchitekten Leopold Meiersiek verheiratet ist? Nach den turbulenten Ereignissen in Folge verdichten sich die Spuren in Folge in eine Richtung: Nara. Aber wer oder was ist dieses Nara? Eine Bedürfniskreation? Ein Virus? Eine Art Utopia? Leopold Meiersiek will es wissen. Er lässt alles hinter sich und macht
Mi, 22.6.2016, 19:30
Abonnementkonzert:
Nordwestdeutsche Philharmonie | Fedorova | Reymond
"Aus der Neuen Welt"
Nordwestdeutsche Philharmonie
Anna Fedorova, Klavier
Valentin Reymond, Leitung

Michail Glinka: Ruslan und Ludmilla: Ouvertüre
Sergej Rachmaninow: Klavierkonzert Nr. 2 c-moll op. 18
Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 9 e-moll op. 95
Mi, 22.6.2016, 19:30
Die Verschwörung des Fiesco zu Genua
Republikanisches Trauerspiel von Friedrich Schiller
Mag er Genua in die Tasche stecken und verschachern, was kümmert‘s uns? Wir trinken Cyprier und küssen schöne Mädchen.

Staatskrise in Genua. Andreas Doria, der amtierende Doge, ist alt und wird die Staatsgeschäfte nicht mehr lange führen können. In der Bevölkerung befürchtet man, sein tyrannischer Neffe Gianetti Doria wolle die Herrschaft übernehmen. Das muss verhindert werden. Die Republikaner wittern ihre Chance. Sie wählen Fiesco, Graf von Lavagna, zum Anführer ihrer Verschwörung gegen die Herrschaft der Dorias – doch nicht alle Mitglieder vertrauen ihm. Denn keiner weiß so recht, wer dieser Fiesco wirklich ist, geschweige denn, was er will. Ist er tatsächlich Republikaner? Oder doch selbst ein Tyrann, der die Alleinherrschaft anstrebt? Eine weitere Verschwörung wird ins Werk gesetzt
Mi, 22.6.2016, 20:00
Death in Venice (Tod in Venedig)
Benjamin Britten
Premiere: 11. Juni 2016, Stadttheater

Oper in zwei Akten

»Warum habe ich mich meinen Ängsten so schnell ergeben?« (Gustav von Aschenbach)

Der Schriftsteller Gustav von Aschenbach steckt in einer tiefen Schaffenskrise. Verführt durch einen mysteriösen Fremden begibt er sich auf eine Reise und begegnet vor der betörenden Kulisse eines nebulösen Venedigs dem anmutigen Knaben Tadzio. Schon bald ist Aschenbach hin- und hergerissen zwischen beflügelnder Faszination für das Lebendige und Schöne, Begierde, Obsession, Rauschzuständen und Entgrenzung. Schließlich will er auch nicht wahr haben, dass der Tod in den Kanälen auf ihn lauert …
In seinem späten Meisterwerk gelang es Britten kongenial die philosophischen Diskurse der Vorlage Thomas Manns zu verarbeiten. Zugleich beschwört seine M
Mi, 22.6.2016, 20:00
Konstellationen
Nick Payne
Wie kommt man dem Geheimnis der Unsterblichkeit näher? Wenn man es schafft, die Spitzen seiner Ellbogen zu lecken. Vielleicht. Bleibt immer noch die Frage, ob man das überhaupt will, ewig leben. Aber Entscheidungen rückgängig machen können, das wäre zumindest schon mal ein Anfang. Denn wer kennt es nicht, das Gefühl, im entscheidenden Moment falsch abgebogen zu sein und nun weiter zu müssen auf der Einbahnstraße. Nick Paynes Stück Konstellationen macht die Umkehr möglich! Und so nimmt die Begegnung von Roland und Marianne nicht ihren Lauf, sondern verschiedene Verläufe: in Varianten, die sich manchmal nur durch eine Nuance unterscheiden. Die beiden treffen sich auf einer Grillparty, einmal mit, dann wieder ohne Partner im Hintergrund, bei Regen oder Sonnenschein. Alles ist denkbar. S
Do, 23.6.2016, 20:30
AASEERENADE
Das Sinfonieorchester spielt am Aasee
Sinfonieorchester Münster

Zum Saisonausklang präsentiert sich das Sinfonieorchester Münster in entspannter Atmosphäre und der Vorfreude auf die schönsten Wochen des Jahres open air auf dem Aasee – wegen des übergroßen Andrangs in den letzten Jahren diesmal an gleich drei Abenden und in einem Vormittagskonzert.

Feiern Sie mit uns den Beginn des Sommers!
Do, 23.6.2016, 19:30
Die deutsche Ayşe - Türkische Lebensbäume
Ein Rechercheprojekt von Tuğsal Moğul
Tuğsal Moğul, Theatermacher und Arzt, Westfale und Sohn türkischer Einwanderer, setzt sich in seinem Rechercheprojekt mit den Lebensläufen dreier türkischer Frauen der ersten Einwanderer-Generation auseinander, die den Großteil ihres Lebens im Münsterland verbrachten: Drei aufregende weibliche Biografien, drei selbstbewusste mutige Frauen, eine häufig kuriose, zuerst unheimlich fremde, dann heimatliche Welt. Ein szenischer Beitrag zur immer wieder aufflammenden Debatte um das Gelingen der sogenannten Integration.

Inszenierung: Tuğsal Moğul
Ausstattung: Kerstin Bayer
Dramaturgie: Friederike Engel
Musikalische Leitung: Andres Abegg
Choreografie: Hans Henning Paar
Do, 23.6.2016, 20:00
Konstellationen
Nick Payne
Wie kommt man dem Geheimnis der Unsterblichkeit näher? Wenn man es schafft, die Spitzen seiner Ellbogen zu lecken. Vielleicht. Bleibt immer noch die Frage, ob man das überhaupt will, ewig leben. Aber Entscheidungen rückgängig machen können, das wäre zumindest schon mal ein Anfang. Denn wer kennt es nicht, das Gefühl, im entscheidenden Moment falsch abgebogen zu sein und nun weiter zu müssen auf der Einbahnstraße. Nick Paynes Stück Konstellationen macht die Umkehr möglich! Und so nimmt die Begegnung von Roland und Marianne nicht ihren Lauf, sondern verschiedene Verläufe: in Varianten, die sich manchmal nur durch eine Nuance unterscheiden. Die beiden treffen sich auf einer Grillparty, einmal mit, dann wieder ohne Partner im Hintergrund, bei Regen oder Sonnenschein. Alles ist denkbar. S
Do, 23.6.2016, 20:00
Weekend im Paradies
Franz Arnold // Ernst Bach
Premiere: 04. Juni 2016, Theater am Alten Markt

Ein Berliner Ministerium, die Aktenberge sind groß, die Mitarbeiter sind unmotiviert und träumen von frivolen Abenteuern im skandalumwitterten »Hotel Paradies«. Wie gut, dass es Regierungsrat Dittchen gibt: Emsig wie eine Biene erledigt er seit 12 Jahren die Arbeit seiner Kollegen, während diese sich ins Wochenende aufmachen. Dittchen ist frustriert. Erstens wurde er bei der letzten Beförderung schon wieder übergangen, wohingegen sein Erzfeind von Giersdorf sich jetzt Oberregierungsrat nennen darf. Zweitens weiß Dittchen nicht, wie er diese Tatsache seiner ambitionierten Frau beibringen soll. Drittens hat er seinen Ärger am gestrigen Abend in Unmengen von Alkohol ertränkt und leidet an einem ausgewachsenen Kater. Als sich ein aufgebrachter
Fr, 24.6.2016, 20:30
AASEERENADE
Das Sinfonieorchester spielt am Aasee
Sinfonieorchester Münster

Zum Saisonausklang präsentiert sich das Sinfonieorchester Münster in entspannter Atmosphäre und der Vorfreude auf die schönsten Wochen des Jahres open air auf dem Aasee – wegen des übergroßen Andrangs in den letzten Jahren diesmal an gleich drei Abenden und in einem Vormittagskonzert.

Feiern Sie mit uns den Beginn des Sommers!
Fr, 24.6.2016, 19:30
Alltag und Ekstase
Ein Sittenbild von Rebekka Kricheldorf
Ich glaube nicht an Gott. Ich glaube nicht an die Liebe. Ich glaube nicht an die Weltrevolution. Ich glaube an mein zerebrales Belohnungszentrum.

Fanatische Sinnsucher sind in dieser Patchwork-Familie bis zur Erschöpfung am Werk. Jedes Gefühl muss analysiert und beredet werden: Janne, 40, ist so damit beschäftigt, nicht in Konvention und Konsumterror zu erstarren, dass die Selbstverwirklichung auf sich warten lässt. Seine Ex Katja wettert auf die Repräsentanten hegemonial-patriarchaler Männlichkeit, ihre gemeinsame Tochter verwahrlost unterdessen auf dem Sofa der Großmutter und wird immer fetter. Jannes Mutter Sigrun verwirklicht sich ganz ohne Männer in ihrem solarzellenbetriebenen Landhaus und kauft sich von ihren Familienpflichten frei. Ihr Ex-Mann Günther glaubt an die Rückkehr der
Fr, 24.6.2016, 19:30
Dance Lab. (Premiere)
Choreografien von: Maria Bayarri Pérez, Mirko De Campi, Jason Franklin, Elizabeth Towles und Keelan Whitmore
Premiere: 24. Juni 2016, Ballettsaal

Der Ballettsaal als Laboratorium und Spielort, in dem die Tänzerinnen und Tänzer des TanzTheaterMünster eigene choreografische Ideen entwickeln und präsentieren können: seien es abendfüllende Stücke, kurze Skizzen, spartenübergreifende Experimente oder Improvisationen.

Gegen Ende der Spielzeit werden die Ensemblemitglieder an vier Terminen dem Publikum eine weitere Facette ihres Könnens zeigen und sich dem Münsteraner Publikum in der Rolle des Choreografen vorstellen. Lassen Sie sich überraschen!

Der Ballettsaal als Laboratorium und Spielort, in dem die Tänzerinnen und Tänzer des TanzTheaterMünster eigene choreografische Ideen entwickeln und präsentieren können: seien es abendfüllende Stücke, kurze Skizzen, spartenübergreifende Experimente oder
Fr, 24.6.2016, 19:30
Wir schaffen das!
Ein Marokkaner packt aus
Aurel Bereuter erweitert sein grandioses theatrales Kabarett-Solo DIE PSYCHE DER FRAU um einen verzweifelt arbeitslosen Schauspieler aus aktuellem Anlass: Der österreichische Asylant versetzt sich in die Lage seiner Mitbewerber und stellt sich und uns die Fragen nach Einwanderung und Integration auf gewohnt lustvolle und politisch absolut inkorrekte Weise. »Was er als Kabarettist auf die Bühne zaubert, ist mit nichts vergleichbar. [...] Kaum möglich, sich dem Bann seines vor Energie sprühenden Programms zu entziehen.«

Mit: Aurel Bereuter
Regie: Felix Ritter
Fr, 24.6.2016, 20:00
Weekend im Paradies
Franz Arnold // Ernst Bach
Premiere: 04. Juni 2016, Theater am Alten Markt

Ein Berliner Ministerium, die Aktenberge sind groß, die Mitarbeiter sind unmotiviert und träumen von frivolen Abenteuern im skandalumwitterten »Hotel Paradies«. Wie gut, dass es Regierungsrat Dittchen gibt: Emsig wie eine Biene erledigt er seit 12 Jahren die Arbeit seiner Kollegen, während diese sich ins Wochenende aufmachen. Dittchen ist frustriert. Erstens wurde er bei der letzten Beförderung schon wieder übergangen, wohingegen sein Erzfeind von Giersdorf sich jetzt Oberregierungsrat nennen darf. Zweitens weiß Dittchen nicht, wie er diese Tatsache seiner ambitionierten Frau beibringen soll. Drittens hat er seinen Ärger am gestrigen Abend in Unmengen von Alkohol ertränkt und leidet an einem ausgewachsenen Kater. Als sich ein aufgebrachter
Sa, 25.6.2016, 20:30
AASEERENADE
Das Sinfonieorchester spielt am Aasee
Sinfonieorchester Münster

Zum Saisonausklang präsentiert sich das Sinfonieorchester Münster in entspannter Atmosphäre und der Vorfreude auf die schönsten Wochen des Jahres open air auf dem Aasee – wegen des übergroßen Andrangs in den letzten Jahren diesmal an gleich drei Abenden und in einem Vormittagskonzert.

Feiern Sie mit uns den Beginn des Sommers!
Sa, 25.6.2016, 19:30
Alltag und Ekstase
Ein Sittenbild von Rebekka Kricheldorf
Ich glaube nicht an Gott. Ich glaube nicht an die Liebe. Ich glaube nicht an die Weltrevolution. Ich glaube an mein zerebrales Belohnungszentrum.

Fanatische Sinnsucher sind in dieser Patchwork-Familie bis zur Erschöpfung am Werk. Jedes Gefühl muss analysiert und beredet werden: Janne, 40, ist so damit beschäftigt, nicht in Konvention und Konsumterror zu erstarren, dass die Selbstverwirklichung auf sich warten lässt. Seine Ex Katja wettert auf die Repräsentanten hegemonial-patriarchaler Männlichkeit, ihre gemeinsame Tochter verwahrlost unterdessen auf dem Sofa der Großmutter und wird immer fetter. Jannes Mutter Sigrun verwirklicht sich ganz ohne Männer in ihrem solarzellenbetriebenen Landhaus und kauft sich von ihren Familienpflichten frei. Ihr Ex-Mann Günther glaubt an die Rückkehr der
Sa, 25.6.2016, 19:30
Dance Lab.
Choreografien von: Maria Bayarri Pérez, Mirko De Campi, Jason Franklin, Elizabeth Towles und Keelan Whitmore
Premiere: 24. Juni 2016, Ballettsaal

Der Ballettsaal als Laboratorium und Spielort, in dem die Tänzerinnen und Tänzer des TanzTheaterMünster eigene choreografische Ideen entwickeln und präsentieren können: seien es abendfüllende Stücke, kurze Skizzen, spartenübergreifende Experimente oder Improvisationen.

Gegen Ende der Spielzeit werden die Ensemblemitglieder an vier Terminen dem Publikum eine weitere Facette ihres Könnens zeigen und sich dem Münsteraner Publikum in der Rolle des Choreografen vorstellen. Lassen Sie sich überraschen!

Der Ballettsaal als Laboratorium und Spielort, in dem die Tänzerinnen und Tänzer des TanzTheaterMünster eigene choreografische Ideen entwickeln und präsentieren können: seien es abendfüllende Stücke, kurze Skizzen, spartenübergreifende Experimente oder
Sa, 25.6.2016, 19:30
Klassik-Sommer Hamm 2016:
Nordwestdeutsche Philharmonie | Stadtfeld | Beermann
Nordwestdeutsche Philharmonie
Martin Stadtfeld, Klavier
Frank Beermann, Leitung

Igor Strawinsky: Der Feuervogel (Suite 1919)
Peter I. Tschaikowsky: Klavierkonzert Nr. 1 b-moll op. 23
Peter I. Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 5 e-moll op. 64
Sa, 25.6.2016, 11:00
Theater macht Aah! 2016
3 Schulklassen, 3 Geschichten, 3 Theaterabenteuer
Uraufführung: 05. Juni 2016, Kleines Haus

Kooperation mit placebotheater
Für alle ab 6 Jahren / 1. Klasse

Wie entsteht ein Theaterstück? Wer ist daran beteiligt? Was geschieht hinter der Bühne? Und vor allem: Was muss alles passieren, bevor ein Theaterstück überhaupt auf die Bühne kommt?! In zwei Wochen lernen Schülerinnen und Schüler aus 3. bis 6. Klassen die kompletten Abläufe des Theaters kennen. Sie werden selbst zu Regisseuren, Bühnenbildnern und Beleuchtungsmeistern: In der ersten Woche entsteht zusammen mit Regie und Dramaturgie auf der Grundlage einer von den Kindern geschriebenen Geschichte ein Theaterstück für die Bühne. Gemeinsam mit dem Bühnenbildner entwerfen die Kinder die Ausstattung für den Raum und suchen im großen Fundus die Kostüme für die Schauspieler aus.

In
Sa, 25.6.2016, 20:00
8. Sonderkonzert
Picknick trifft Klassik 2016
90 Jahre Naturbad Brackwede
Sa, 25.6.2016, 19:00
Zeitsprung - Von Wolken und Welten (Premiere)
Premiere: 25. Juni 2016, Stadttheater

In der Spielzeit 2015 / 16 gibt es in der Sparte Tanz wieder zahlreiche Gelegenheiten für alle Zuschauer, sich als Tänzer auszuprobieren. Unter der künstlerischen Leitung des neuen Chefchoreographen Simone Sandroni wird das Laientanzprojekt Zeitsprung weitergeführt. In fünf intensiven Wochen erarbeiten die Laien mit professionellen Choreographen einen eigenen Tanzabend, den sie dann dem Publikum präsentieren. Inhaltlich lehnen sich die Projekte an die Stücke des Tanz Bielefeld an, so dass sich die Laien bei der Entwicklung ihrer Choreographien mit denselben Themen auseinandersetzen wie die Profitänzer. Der Rollentausch vom Zuschauer zum Tänzer bietet ungewohnte und überraschende Einblicke ins Theaterleben, schärft den Blick als Zuschauer und öffnet
So, 26.6.2016, 12:00
AASEERENADE
Das Sinfonieorchester spielt am Aasee
Sinfonieorchester Münster

Zum Saisonausklang präsentiert sich das Sinfonieorchester Münster in entspannter Atmosphäre und der Vorfreude auf die schönsten Wochen des Jahres open air auf dem Aasee – wegen des übergroßen Andrangs in den letzten Jahren diesmal an gleich drei Abenden und in einem Vormittagskonzert.

Feiern Sie mit uns den Beginn des Sommers!
So, 26.6.2016, 15:00
Caravan
nach dem Roman von Marina Lewycka
Koproduktion mit dem Schauspiel Münster
Für alle ab 14 Jahren / 8. Klasse

oller Optimismus sind die jungen Arbeitsmigranten nach England gekommen, wo man schnell Geld verdienen und das Glück finden soll. Als Erdbeerpflücker werden ihre rosigen Träume jedoch schnell zerstört. Irina, eine Tochter aus gutem ukrainischem Hause, will ihr Englisch verbessern und die große, romantische Liebe finden. Andrij, der Sohn eines ukrainischen Bergarbeiters, will nicht so enden wie sein Vater. Dann sind da die Polen: der Bob-Dylan-Fan Tomasz mit seinen penetrant stinkenden Turnschuhen, Jola, die erfahrene Pflückerin mit der üppigen Figur, und ihre religiöse Nichte Marta, die so erstaunlich gut kochen kann. Dazu Emanuel, ein Teenager aus Malawi, der in England eigentlich nur seine Schwester finden will
So, 26.6.2016, 19:00
Cavalleria Rusticana / Der Bajazzo
Oper von Pietro Mascagni / Oper von Ruggero Leoncavallo
Blutige Rache – das Spiel ist aus

Bald nach den sensationellen Uraufführungserfolgen der – wegen ihrer Kürze und ihrer Sujets – ähnlichen Opern etablierte sich die Praxis, CAVALLERIA RUSTICANA (UA 1890 in Rom) und DER BAJAZZO (UA 1892 in Mailand) an einem Abend zu zeigen: Schauplatz beider Werke sind Dörfer in Süditalien, beide spielen an einem hohen katholischen Feiertag und thematisieren zerplatzte Träume, verratene Liebe, Ehebruch, brennende Eifersucht, beschämende Zurückweisung, verletztes Ehrgefühl und den letztendlich tödlich ausgehenden Versuch, die alte Ordnung wiederherzustellen.

Ehebruch und voreheliche Beziehung sind die Grundmotive des CAVALLERIA-Stoffes, der in einer rigiden, sich nach außen hin aber sehr fromm gebenden Dorfgesellschaft angesiedelt ist: Sie übertreten al
So, 26.6.2016, 18:00
9. Sonderkonzert:
Thilo Wolf Quartett | Bielefelder Philharmoniker
JAZZ meets BIELEFELDER PHILHARMONIKER
Alexander Kalajdzic, Leitung
Thilo Wolf Quartett
Bielefelder Philharmoniker

Ende Juni laden die Bielefelder Philharmoniker zum Sommerkonzert in der Rudolf-Oetker-Halle. Zusammen mit dem renommierten Thilo Wolf Quartett werden die Philharmoniker unter der Leitung von GMD Alexander Kalajdzic amerikanische Standards für großes Symphonieorchester und Jazzquartett auf die Bühne bringen. Neben Klassikern wie Leonard Bernsteins Candide Ouvertüre oder George Gershwins Ouvertüre zu Girl Crazy werden Arrangements von Thilo Wolf (Nice Toys), Duke Ellington (In a Sentimental Mood), Astor Piazzolla (Oblivion) und Benny Goodman (Sing Sing Sing) zu hören sein.

Neben der Musik von und mit Thilo Wolf am Flügel, der regelmäßig und äußerst erfolgreich mit Musikgrößen wie Bill Ramsey, der HR Big Band
So, 26.6.2016, 19:00
Zeitsprung - Von Wolken und Welten
Premiere: 25. Juni 2016, Stadttheater

In der Spielzeit 2015 / 16 gibt es in der Sparte Tanz wieder zahlreiche Gelegenheiten für alle Zuschauer, sich als Tänzer auszuprobieren. Unter der künstlerischen Leitung des neuen Chefchoreographen Simone Sandroni wird das Laientanzprojekt Zeitsprung weitergeführt. In fünf intensiven Wochen erarbeiten die Laien mit professionellen Choreographen einen eigenen Tanzabend, den sie dann dem Publikum präsentieren. Inhaltlich lehnen sich die Projekte an die Stücke des Tanz Bielefeld an, so dass sich die Laien bei der Entwicklung ihrer Choreographien mit denselben Themen auseinandersetzen wie die Profitänzer. Der Rollentausch vom Zuschauer zum Tänzer bietet ungewohnte und überraschende Einblicke ins Theaterleben, schärft den Blick als Zuschauer und öffnet
So, 26.6.2016, 14:00
Zeitsprung - Von Wolken und Welten
Premiere: 25. Juni 2016, Stadttheater

In der Spielzeit 2015 / 16 gibt es in der Sparte Tanz wieder zahlreiche Gelegenheiten für alle Zuschauer, sich als Tänzer auszuprobieren. Unter der künstlerischen Leitung des neuen Chefchoreographen Simone Sandroni wird das Laientanzprojekt Zeitsprung weitergeführt. In fünf intensiven Wochen erarbeiten die Laien mit professionellen Choreographen einen eigenen Tanzabend, den sie dann dem Publikum präsentieren. Inhaltlich lehnen sich die Projekte an die Stücke des Tanz Bielefeld an, so dass sich die Laien bei der Entwicklung ihrer Choreographien mit denselben Themen auseinandersetzen wie die Profitänzer. Der Rollentausch vom Zuschauer zum Tänzer bietet ungewohnte und überraschende Einblicke ins Theaterleben, schärft den Blick als Zuschauer und öffnet
Mo, 27.6.2016, 19:30
Eine Sommernacht
von David Greig / Gordon McIntyre
Du und ich, wir leben nicht glücklich bis ans Ende unserer Tage, und dieses Schiff segelt nicht in den Sonnenuntergang. Ist das klar? - Völlig klar.

Eine rauschhafte Sommernacht in Edinburgh, zwei frustrierte Mittdreißiger, viel Alkohol, ein One-Night-Stand mit Folgen: Helena – Anwältin: Spezialgebiet Scheidungen – ist, wie so oft, von einem verheirateten Liebhaber versetzt worden. Dafür hat sie es erfolgreich geschafft, die Hochzeit ihrer Schwester zu ruinieren. Bob ist Kleinkrimineller und eher erfolglos in seinem Geschäft. Sie begegnen sich in einer Bar, Helena im ruinierten Brautjungfernkleid und Bob mit schlechter Laune. Da gibt es nicht viel zu verlieren: Gemeinsam hauen sie die Beute von Bobs letztem Coup auf den Kopf und kommen sich dabei näher …

EINE SOMMERNACHT ist eine sch
Mi, 29.6.2016, 19:30
Cavalleria Rusticana / Der Bajazzo
Oper von Pietro Mascagni / Oper von Ruggero Leoncavallo
Blutige Rache – das Spiel ist aus

Bald nach den sensationellen Uraufführungserfolgen der – wegen ihrer Kürze und ihrer Sujets – ähnlichen Opern etablierte sich die Praxis, CAVALLERIA RUSTICANA (UA 1890 in Rom) und DER BAJAZZO (UA 1892 in Mailand) an einem Abend zu zeigen: Schauplatz beider Werke sind Dörfer in Süditalien, beide spielen an einem hohen katholischen Feiertag und thematisieren zerplatzte Träume, verratene Liebe, Ehebruch, brennende Eifersucht, beschämende Zurückweisung, verletztes Ehrgefühl und den letztendlich tödlich ausgehenden Versuch, die alte Ordnung wiederherzustellen.

Ehebruch und voreheliche Beziehung sind die Grundmotive des CAVALLERIA-Stoffes, der in einer rigiden, sich nach außen hin aber sehr fromm gebenden Dorfgesellschaft angesiedelt ist: Sie übertreten al
Mi, 29.6.2016, 11:30
Gold!
Musiktheater von Leonard Evers
nach dem Märchen DER FISCHER UND SEINE FRAU
Für alle ab 5 Jahren

Jakob lebt mit seinen Eltern am Meer, unter einem Baum in den Dünen, denn Geld für ein Haus haben sie nicht. Eines Tages fängt Jakob einen dicken Fisch. Wirf mich ins Meer und lass mich leben, dann erfülle ich dir einen Wunsch, bittet der Fisch. Jakob fällt vor lauter Überraschung gar nichts ein. Am nächsten Tag geht er zum Meer zurück und wünscht sich ein paar Schuhe für die nackten Füße. Dann ein Paar Schuhe für die Eltern, dann ein Bett, ein Haus ... Die Sehnsüchte der Fischerfamilie werden größer und größer, sie sind wie berauscht vom Wünschen. Doch Jakob merkt, dass der Zauberfisch jedes Mal ein wenig magerer wird. Und er selbst immer einsamer.

Im Kindermusiktheater GOLD singen, erzählen und spielen eine Sängerin
Mi, 29.6.2016, 09:30
Gold!
Musiktheater von Leonard Evers
nach dem Märchen DER FISCHER UND SEINE FRAU
Für alle ab 5 Jahren

Jakob lebt mit seinen Eltern am Meer, unter einem Baum in den Dünen, denn Geld für ein Haus haben sie nicht. Eines Tages fängt Jakob einen dicken Fisch. Wirf mich ins Meer und lass mich leben, dann erfülle ich dir einen Wunsch, bittet der Fisch. Jakob fällt vor lauter Überraschung gar nichts ein. Am nächsten Tag geht er zum Meer zurück und wünscht sich ein paar Schuhe für die nackten Füße. Dann ein Paar Schuhe für die Eltern, dann ein Bett, ein Haus ... Die Sehnsüchte der Fischerfamilie werden größer und größer, sie sind wie berauscht vom Wünschen. Doch Jakob merkt, dass der Zauberfisch jedes Mal ein wenig magerer wird. Und er selbst immer einsamer.

Im Kindermusiktheater GOLD singen, erzählen und spielen eine Sängerin
Mi, 29.6.2016, 19:30
If I was real
Tanzabend von Toula Limnaios
Es gibt keine Liebe zum Leben ohne Verzweiflung am Leben. (Albert Camus)

In dieser Spielzeit wird die griechische Choreografin Toula Limnaios mit dem Ensemble des TanzTheaterMünster einen Tanzabend über die Möglichkeiten des Seins kreieren. Angeregt von Camus’ frühen literarischen Essays L'ENVERS ET L'ENDROIT / LICHT UND SCHATTEN entstehen fragmentarische Bilder voller Geheimnisse von verborgenem Zusammenhang, die gleichzeitig fremd und vertraut erscheinen. Die Schatten stehen bei Camus für die Angst vor der Fremdheit, das Schweigen der Welt und den offensichtlichen Mangel an Kontrolle über das, was die Welt ist. Das Licht symbolisiert die Schönheit, die Liebe zum Leben und die Annahme dieser unverständlichen Welt. Ein Spannungsfeld, in dem das menschliche Leben als fundamental absurd,
Mi, 29.6.2016, 20:00
Klassik-Sommer Hamm 2016:
Nordwestdeutsche Philharmonie | Ottensamer
Nordwestdeutsche Philharmonie
Andreas Ottensamer, Klarinette
Frank Beermann, Leitung

Wolfgang Amadeus Mozart: Klarinettenkonzert A-Dur KV 622
Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Nr. 40 g-moll KV 550
Do, 30.6.2016, 19:30
Enron
Schauspiel von Lucy Prebble
In der Vergangenheit dachten die Leute, die Grundeinheit der Gesellschaft seien der Staat, oder die Kirche, oder, Gott helfe uns, die politischen Parteien. Aber, wir wissen jetzt, es ist das Unternehmen.

Gier und märchenhafter Erfolg waren grenzenlos: Der texanische Energie-Konzern Enron wurde mehrfach als Amerikas innovativste Firma ausgezeichnet, ihr Gründer erhielt von George W. Bush den zärtlichen Spitznamen Kenny Boy und US-Kongressabgeordnete freuten sich über großzügige Zuwendungen des Multis. Wie kreativ die Firma tatsächlich war, zeigte sich im Sündenfall: Enron produzierte 2001 mit unerhörten Bilanzfälschungen den größten Unternehmensskandal, den die Wirtschaftswelt bis dahin erlebt hatte. Es sollten noch einige folgen …

ENRON, Theaterspektakel und modellhafte Parabel, führ
Do, 30.6.2016, 19:30
Enron
Schauspiel von Lucy Prebble
In der Vergangenheit dachten die Leute, die Grundeinheit der Gesellschaft seien der Staat, oder die Kirche, oder, Gott helfe uns, die politischen Parteien. Aber, wir wissen jetzt, es ist das Unternehmen.

Gier und märchenhafter Erfolg waren grenzenlos: Der texanische Energie-Konzern Enron wurde mehrfach als Amerikas innovativste Firma ausgezeichnet, ihr Gründer erhielt von George W. Bush den zärtlichen Spitznamen Kenny Boy und US-Kongressabgeordnete freuten sich über großzügige Zuwendungen des Multis. Wie kreativ die Firma tatsächlich war, zeigte sich im Sündenfall: Enron produzierte 2001 mit unerhörten Bilanzfälschungen den größten Unternehmensskandal, den die Wirtschaftswelt bis dahin erlebt hatte. Es sollten noch einige folgen …

ENRON, Theaterspektakel und modellhafte Parabel, führ
Do, 30.6.2016, 20:00
Death in Venice (Tod in Venedig)
Benjamin Britten
Premiere: 11. Juni 2016, Stadttheater

Oper in zwei Akten

»Warum habe ich mich meinen Ängsten so schnell ergeben?« (Gustav von Aschenbach)

Der Schriftsteller Gustav von Aschenbach steckt in einer tiefen Schaffenskrise. Verführt durch einen mysteriösen Fremden begibt er sich auf eine Reise und begegnet vor der betörenden Kulisse eines nebulösen Venedigs dem anmutigen Knaben Tadzio. Schon bald ist Aschenbach hin- und hergerissen zwischen beflügelnder Faszination für das Lebendige und Schöne, Begierde, Obsession, Rauschzuständen und Entgrenzung. Schließlich will er auch nicht wahr haben, dass der Tod in den Kanälen auf ihn lauert …
In seinem späten Meisterwerk gelang es Britten kongenial die philosophischen Diskurse der Vorlage Thomas Manns zu verarbeiten. Zugleich beschwört seine M
Do, 30.6.2016, 20:00
Weekend im Paradies
Franz Arnold // Ernst Bach
Premiere: 04. Juni 2016, Theater am Alten Markt

Ein Berliner Ministerium, die Aktenberge sind groß, die Mitarbeiter sind unmotiviert und träumen von frivolen Abenteuern im skandalumwitterten »Hotel Paradies«. Wie gut, dass es Regierungsrat Dittchen gibt: Emsig wie eine Biene erledigt er seit 12 Jahren die Arbeit seiner Kollegen, während diese sich ins Wochenende aufmachen. Dittchen ist frustriert. Erstens wurde er bei der letzten Beförderung schon wieder übergangen, wohingegen sein Erzfeind von Giersdorf sich jetzt Oberregierungsrat nennen darf. Zweitens weiß Dittchen nicht, wie er diese Tatsache seiner ambitionierten Frau beibringen soll. Drittens hat er seinen Ärger am gestrigen Abend in Unmengen von Alkohol ertränkt und leidet an einem ausgewachsenen Kater. Als sich ein aufgebrachter
So, 20.9.2015 - Di, 31.5.2016
Geschichte der Gaststätten und Kneipen in Lage
Unter dem Titel "Gaststätten und Kneipen in Lage" präsentiert der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in seinem Ziegeleimuseum eine kleine Geschichte der Lagenser Ausgehkultur. Die Ausstellung zeigt Einrichtungsgegenstände, Postkarten, historische Aufnahmen sowie Dokumente und stellt anhand von 20 Betrieben beispielhaft die vielfältige Gastronomieszene der Stadt vor. Die Schau ist bis zum 31. März 2016 im ehemaligen Pferdestall der Ziegelei Beermann zu sehen.

Der Arbeitskreis Stadtgeschichte im Lippischen Heimatbund und das LWL-Industriemuseum haben die Ausstellung gemeinsam erarbeitet. Sie zeigt nicht nur die gastronomische Vielfalt der Stadt, sondern erzählt auch die eine oder andere Geschichte rund um die Wirte und ihre Gäste. Manche der vorgestellten Betriebe haben die Stadt o
Mo, 11.4.2016 - So, 25.9.2016
Vom Streben nach Glück
200 Jahre Auswanderung aus Westfalen nach Amerika
"Hier lebt man besser als in Deutschland“, berichtete im Jahr 1830 der Amerika-Auswanderer Peter Horn aus Pennsylvania in einem Brief an seine Eltern. Wohlstand, Freiheit, Abenteuer – das waren die Hoffnungen, die über 300.000 Menschen im 19. und 20. Jahrhundert Westfalen dazu bewegten, in den USA ein neues Leben zu beginnen.

Die Ausstellung „Vom Streben nach Glück“ veranschaulicht die Geschichte dieser Auswanderungsbewegung, beleuchtet die Ursachen, zeichnet Reisewege nach und schildert Biografien westfälischer Emigranten. Das Spektrum der mehr als 100 Exponate reicht von Fotografien und Postkarten über persönliche Gegenstände der Auswanderer bis hin zum Taufstein aus einer von Lippern gegründeten Kirche in Wisconsin.

Zunächst bleibt die Ausstellung in der alten Heimat: In den ländl
So, 1.5.2016 - Mo, 3.10.2016
Steinkultur. 1000 Jahre Baukultur im Münsterland.
Den Stein, aus dem die Schlösser sind, stellt das Baumberger-Sandstein-Museum in Havixbeck seit über 20 Jahren aus. In einer Sonderausstellung im Nebengebäude des Museums wird das Museum ab dem 1. Mai zeigen, wie der Sandstein die Baugeschichte des Münsterlandes geprägt hat. „Steinkultur“ heißt die Ausstellung und präsentiert neben Objekten aus der Sammlung des Museums großformatige Bilder des Fotografen Andreas Lechtape. Bilder von der Stiftskirche in Warendorf-Freckenhorst, von der Zwillbrocker Barockkirche oder vom münsterischen Krameramtshaus illustrieren die Texte und Objekte, machen aber auch Lust auf Ausflüge ins Münsterland. Die Ausstellung erklärt auch knapp und für Laien verständlich den Wechsel der Baustile – wie kam es beispielsweise zum Wechsel der Romanik zur Gotik? Und es gi
Victor Schiferli
"Amsterdam"
Ganz ohne Tulpen!

Amsterdam - die Stadt der Grachten, Giebelhäuser und Coffeeshops steht für Weltoffenheit, Toleranz und Lebenskunst. Im 20. Jahrhundert hat sich Amsterdam auch zu einer literarischen Metropole entwickelt, deren Strahlkraft weit über die Landesgrenzen hinausreicht. Niederländische und flämische Autoren fühlen sich gleichermaßen angezogen von der kulturellen Vielfalt zwischen Prinsengracht und Vondelpark, Jordaan und Rotlichtviertel. Ob Hippie, Hausbesetzer oder Hedonist - Amsterdam steckt voller Geschichten. Die 26 Texte der Anthologie:
J. C. Bloem: Die Dapperstraat (Gedicht)
Cees Nooteboom: Die Form des Zeichens, die Form der Stadt
Nescio: Erste Rührung
Theo Thijssen: Der Schwimmbadschritt (Romanauszug)
H. M. van den Brink: Meine erste Erinnerung (Novellenauszu
Gerhard Henschel
"Bildungsroman"
»Unbedingt lesen!« Jochen Overbeck in ›Musikexpress‹

Deutschland 1983. Helmut Kohl regiert, die Grünen ziehen in den Bundestag ein, der Stern veröffentlicht ›Hitlers Tagebücher‹ und Martin Schlosser wird Student in Bielefeld. Er verbringt mehr Zeit in der Uni-Cafeteria als in Vorlesungen, lässt sich treiben und verliebt sich unglücklich. Schließlich zieht er ins vom Leben umtoste Berlin um und stürzt sich kopfüber in eine Affäre, die sein Lebenfür immer verändern wird. - Der fünfte Band von Gerhard Henschels grandioser Chronik des Lebens von Martin Schlosser.

TASCHENBUCH
576 Seiten
ISBN 978-3-423-14500-8
David Wagner
"Leben"
Rowolth
Preis der Leipziger Buchmesse

«Wann passiert es schon, daß einem die Verlängerung des eigenen Lebens angeboten wird?»

Der Anruf kommt um kurz nach zwei. Ein junger, sterbenskranker Mann geht ans Telefon, und eine Stimme sagt: Wir haben ein passendes Spenderorgan für Sie. Auf diesen Anruf hat er gewartet, diesen Anruf hat er gefürchtet. Soll er es wagen, damit er weiter da ist für sein Kind? Er nimmt seine Tasche und läßt sich ins Berliner Virchow-Klinikum fahren.

Von der Geschichte und Vorgeschichte dieser Organtransplantation handelt «Leben»: von den langen Tagen und Nächten im Kosmos Krankenhaus neben den wechselnden Bettnachbarn mit ihren Schicksalen und Beichten – einem Getränkehändler etwa, der heimlich seine Geliebte besucht, oder einem libanesischen Fleischer, der im Bürg
Ursula Krechel
"Landgericht"
Jung und Jung Verlag
Deutschen Buchpreis 2012

Nach »Shanghai fern von wo« geht Ursula Krechel noch einmal den Spuren deutscher Geschichte nach. Ihr neuer Roman handelt vom Exil und von den fünfziger Jahren, von einer Rückkehr ohne Ankunft.

Was muss einer fürchten, was darf einer hoffen, der 1947 aus dem Exil nach Deutschland zurückkehrt? Nach ihrem gefeierten, 2008 erschienenen Buch »Shanghai fern von wo« geht Ursula Krechel mit ihrem neuen großen Roman »Landgericht« noch einmal auf Spurensuche. Die deutsche Nachkriegszeit, die zwischen Depression und Aufbruch schwankt, ist der Hintergrund der fast parabelhaft tragischen Geschichte von einem, der nicht mehr ankommt. Richard Kornitzer ist Richter von Beruf und ein Charakter von Kohlhaas’schen Dimensionen. Die Nazizeit mit ihren absurden und tödlichen Rege
Narvid Kermani
"Dein Name"
Hanser Verlag
Heinrich-von-Kleist Preis 2012

Am 8. Juni 2006 beginnt Navid Kermani sein neues Buch, und es wird einer der ungewöhnlichsten Romane unserer Zeit. Hier schreibt einer über alles, was es zu wissen gibt über sein Leben und das Leben überhaupt: die Gegenwart und die Vergangenheit seiner Familie, die Erinnerung an gestorbene Freunde und die mitreißende Lektüre Jean Pauls und Hölderlins. Die Geschichte seines Großvaters, der von Nahost nach Deutschland ging, wird zum Herzstück des Romans. Immer wieder drängt sich dem Romancier der entscheidende Moment dazwischen: der des Schreibens. „Dein Name“ ist ein Roman, der das Privateste ebenso in den Blick nimmt wie die Geschichte, in der wir leben - ein Buch, das unser Bild der Gegenwart nachhaltig verändern wird.

Fester Einband, 1232 Seiten
mit
Sibylle Lewitscharoff "Pong"
Berlin-Verlag
Büchner-Preis 2013

Fast zärtlich zeichnet Sibylle Lewitscharoff den Alltag eines Verrückten nach, der sich selbst genügt. Mit hinreißenden Wortspielereien und Neuschöpfungen skizziert sie das Psychogramm eines eigenwilligen Helden und präsentiert zugleich eine poetische Parabel über die allgegenwärtigen Ängste des Lebens. Sibylle Lewitscharoff erhielt 1998 für »Pong« den Ingeborg Bachmann-Preis
Pong ist ein »nicht unschöner« Mann. Er will die Welt verbessern, Ungerechtigkeiten besiegen und Kinder vor dem schweren Parfüm ihrer Mutter bewahren. Das einzige Problem: Pong ist verrückt. Seine ungewöhnliche Geburt durch »den Großen Ratsch« läßt ihn zu einem Sonderling mit einer eigenen Weltwahrnehmung werden. Sein aus Ängsten, Zwängen und festen Regeln bestehender Alltag soll seine fragile E
Wilhelm Genazino
"Idyllen in der Halbnatur"
Hanser Verlag
Kasseler Literaturpreis 2013

Die Welt ist voller Merkwürdigkeiten, man muss nur hinsehen. Ein Mann verliert einen Schuh. Ein anderer Mann, Kleist, beschreibt seiner Braut auf Hunderten von Seiten, durch welche gründlichen Maßnahmen sie beide unfehlbar glücklich werden. Der Büchner-Preisträger Wilhelm Genazino erzählt, wie er schreibt, wie er zum Schreiben kam und warum die Welt so merkwürdig und ohne Bücher kaum auszuhalten ist. In Prosastücken und Essays nähert er sich auf unverwechselbare Weise Büchern und Bildern, vor allem aber Menschen, seien sie nun Schriftsteller, deren berühmte Figuren oder auch jene Namenlosen, die irgendwann auf der Straße ihren Schuh verlieren. Und damit einen ungeschriebenen Roman erleben.

Fester Einband, 240 Seiten

„In den ‚Idyllen in der Halbnatur‘,
Judith Schalansky
"Der Hals der Giraffe"
Preis der Literaturhäuser 2014

»Der beste Roman des Jahres.« Hubert Winkels, Deutschlandfunk Anpassung im Leben ist alles, weiß Inge Lohmark. Schließlich unterrichtet sie seit mehr als dreißig Jahren Biologie. In einer Stadt im hinteren Vorpommern. Dass ihre Schule in vier Jahren geschlossen werden soll, ist nicht zu ändern – die Stadt schrumpft, es fehlt an Kindern. Aber noch vertreibt Inge Lohmark, Lehrerin vom alten Schlag, mit ihrem Starrsinn alles Störende. Als sie schließlich Gefühle für eine Schülerin entwickelt und ihr Weltbild ins Wanken gerät, versucht sie in immer absonderlicheren Einfällen zu retten, was nicht mehr zu retten ist.
Judith Schalanskys Bildungsroman wurde 2011 zum großen Presse und Publikumserfolg. Kritikerinnen und Kritiker bejubelten den »besten Roman des Jah
Marcel Beyer
"Putins Briefkasten"
Kleist-Preis 2014

Eines Morgens, in einer ihm »selber nicht ganz klaren Anwandlung«, fährt Marcel Beyer an den Stadtrand von Dresden, um dort einen Briefkasten noch einmal zu sehen, nicht irgendeinen, sondern den Wladimir Putins, der in den achtziger Jahren hier lebte. Er findet ihn nicht mehr vor. Aber was Beyer auf seiner Spurensuche wahrnimmt und aufschreibt, entwickelt sich unterderhand zu einem Kurzporträt Putins, das erhellender ist als jede dickleibige politische Biographie. Was immer Beyer hier in seinen Erzählungen und Skizzen in den Blick nimmt - seien es Blumen oberhalb des Genfer Sees, eine von Rimbaud aufgegebene Kleinanzeige, ein einäugiger Löwe im Dresdner Zoo, von Dostojewskij zum Brüllen gebracht, ein kleinformatiges Gemälde von Gerhard Richter oder Lessings Ofenschirm
Marjana Gaponenko
"Wer ist Martha?"
Adelbert-von-Chamisso-Preis 2013

Wer Martha ist, wird hier nicht verraten, aber über Luka Lewadski kann Folgendes gesagt werden: Ornithologe aus der Ukraine und Verfasser der bahnbrechenden Studie Über die Rechenschwäche der Rabenvögel. Über seinen Forschungen ist er in die Jahre gekommen und 96 geworden. Viel Zeit bleibt nicht mehr, sagt der Arzt. Und die will gut genutzt sein, sagt sich Lewadski. Also reist er nach Wien, steigt im noblen Hotel Imperial ab und lernt im Fahrstuhl einen Altersgenossen kennen, dem der Lebensfaden auch schon reichlich kurz geworden ist. Wie die beiden Alten aus der Muppet Show in ihrer Loge sitzen die zwei beim Früchte-Wodka in der Hotelbar, kommentieren die Frisuren der Damen, rekapitulieren das mörderische vergangene Jahrhundert und träumen von der Revo
Lisa-Maria Seydlitz
"Sommertöchter"
Eine Familiengeschichte voller Liebe

Durch einen anonymen Brief erfährt Juno von ihrem Erbe: ein Fischerhaus in der Bretagne. Aber wider Erwarten ist sie nicht die Einzige, die sich für das Haus interessiert. Die französische Kellnerin Julie hat sich dort eingenistet, und auch Jan, ein Architekt aus Deutschland, ist oft zu Besuch. Acht Jahre nach dem Tod ihres Vaters eröffnet sich für Juno ein neuer Blick in die Vergangenheit. Die Reise in die Bretagne wird für sie zu einer Reise in ihre Familiengeschichte. In eine Kindheit, in der sie glücklich war und mit ihren Eltern ein scheinbar idyllisches Vorstadtleben geführt hat. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem alles anders wurde.
›Sommertöchter‹ ist ein Roman gegen das Alleinsein. Lisa-Maria Seydlitz nimmt ihre Leser mit in einen Sommer, in dem
Terézia Mora
"Das Ungeheuer"
Luchterhand Literaturverlag
Deutscher Buchpreis 2013

Eine der wichtigsten Gegenwartsautorinnen
»Solche Geschichten gibt's, zu Hauf. Ingenieur gewesen, Job verloren, Frau verloren, auf der Straße gelandet«: Kein außergewöhnliches Schicksal vielleicht auf den ersten Blick, doch Terézia Moras Romanheld Darius Kopp droht daran zu zerbrechen. Denn Flora, seine Frau, die Liebe seines Lebens, ist nicht einfach nur gestorben, sie hat sich das Leben genommen, und seitdem weiß Darius Kopp nicht mehr, wie er weiter existieren soll. Schließlich setzt er sich in seinen Wagen, reist erst nach Ungarn, wo Flora aufgewachsen ist, und dann einfach immer weiter. Unterwegs liest er in ihrem Tagebuch, das er nach ihrem Tod gefunden hat, und erfährt, wie ungeheuer gefährdet Floras Leben immer war – und dass er von alldem nicht das Ger
Thomas Hettche
"Pfaueninsel"
Kiepenheuer & Witch
Eine Insel außerhalb der Zeit

Die Pfaueninsel in der Havel ist ein künstliches Paradies. In seinem opulenten, kundigen und anrührenden Roman erzählt Thomas Hettche von dessen Blüte, Reife und Verfall aus der Perspektive des kleinwüchsigen Schlossfräuleins Marie, in deren Lebenslauf sich die Geschichte eines ganzen Jahrhunderts verdichtet.
Es mutet an wie ein modernes Märchen, denn es beginnt mit einer Königin, die einen Zwerg trifft und sich fürchterlich erschrickt. Kaum acht Wochen nach dieser Begegnung auf der Pfaueninsel, am 19. Juli 1810, ist die junge Königin Luise tot – und der kleinwüchsige Christian und seine Schwester Marie leben fortan weiter mit dem entsetzten Ausruf der Königin: »Monster!« Damit ist die Dimension dieser Geschichte eröffnet. Am Beispiel von Marie, die zwisch
Amos Oz
"Unter Freunden"
Suhrkamp Verlag
Siegfried Lenz Preis 2014 für Amos Oz

Aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler

Zvi Provisor, der mürrische Gärtner des Kibbuz Jikhat, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Gemeinschaft mit Katastrophenmeldungen zu versorgen: die Erkrankung des norwegischen Königs, der Brand in einem spanischen Waisenhaus, ein Vulkanausbruch in Chile. Abgelenkt von seiner täglichen Dosis Pessimismus, entgeht ihm, dass die Witwe Luna Blank nur ihm zuliebe ihr gutes Sommerkleid trägt. Er, der keine Berührungen zulassen kann, muss erkennen, dass die ungewohnte weibliche Präsenz seine ihm heilige Alltagsroutine ins Wanken bringt. Amos Oz, der Meister der Zwischentöne, knüpft in Unter Freunden an seinen Bestsellererfolg Eine Geschichte von Liebe und Finsternis an und kehrt zu der Zeit zurück, die ihn am meis
Patrick Modiano
"Der Horizont"
Hanser Literaturverlag
Nobelpreis für Literatur 2014

Zwei Verlorene, die sich finden und wieder verlieren - ein Roman über Zeit und Erinnerung von Nobelpreisträger Patrick Modiano
Während einer Demonstration stoßen sie in einem Metroeingang zufällig zusammen, Margaret Le Coz und Jean Bosmans. Sie, geboren in Berlin als Tochter einer französischen Mutter, hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, er schreibt an seinem ersten Roman. Die beiden werden für kurze Zeit ein Liebespaar. Bis Margaret Hals über Kopf aus Paris flieht. Vierzig Jahre später spürt Bosmans dieser verlorenen Liebe nach. Was ihm bleibt sind seine Erinnerungen und eine konkrete Spur, die in eine Berliner Buchhandlung führt. Patrick Modianos neues Buch – in Frankreich als sein schönster Roman über das Vergehen der Zeit gerühmt – ist die Gesc
Michel Houellebecq
"Unterwerfung"
Dumont-Verlag
Im Mittelpunkt von Houellebecqs Roman „Unterwerfung“ steht die Geschichte des Literaturwissenschaftlers Francois. Während der Akademiker und leidenschaftliche Weintrinker das Werk des dekadenten Schriftstellers Huysmans erforscht, rückt die Wahl des neuen französischen Präsidenten immer näher.

Alles deutet darauf hin, dass der charismatische Kandidat der Muslimbruderschaft das Rennen machen wird. In der Hauptstadt kommt es zu tumultartigen Ausschreitungen: Autos brennen, Wahllokale werden überfallen und ein Bürgerkrieg scheint blutige Realität zu werden. Es kommt zur Stichwahl zwischen der Rechtsextremen Marine Le Pen und dem muslimisch-moderatem, humanistisch gesonnenem Kandidaten – und schließlich zieht Mohamed Ben Abbès als Präsident in den Elysée-Palast ein. Bald stellt er die Repu
Nicolas Mahler
"Franz Kafkas nonstop Lachmaschine"
Reprodukt
Preis der Literaturhäuser 2015

Wie fühlt es sich an, als Comicautor in der Hochkultur anzukommen? Wie übersetzt man Thomas Bernhard und Robert Musil in Comicform? Und gibt es nicht mehr Überschneidungen zwischen Franz Kafka und “Fix und Foxi”-Erfinder Rolf Kauka, als man zunächst annehmen mag? Auch in der vierten Sammlung von autobiografischen Geschichten berichtet Nicolas Mahler mit trockenem Witz aus seinem aufregenden Leben als Comiczeichner und von den grotesken Situationen, in die er fortwährend gerät.

Nicolas Mahler ist einer der profiliertesten und produktivsten Comickünstler im deutschsprachigen Raum. Bei Reprodukt ist neben autobiografischen Comics wie “Kunsttheorie versus Frau Goldgruber” zuletzt die tragikomische Erzählung “Lone Racer” erschienen. Viel Aufmerksamkeit wurde
Jan Wagner:
"Regentonnenvariationen"
Hanser Berlin
Preiträger der Leipziger Buchmesse 2015

In seinem neuen Gedichtband vermisst Jan Wagner poetisch die Welt – von Schlehen im Frost bis zu Eseln in Sizilien.
Der Garten, in dem die Regentonne steht, ist phantastisch weit, reich und offen – eine Welt. In diesem Lyrikband geht es in die Natur mit all ihren kunstvollen Variationen des Lebens. Jan Wagner lässt den Giersch schäumen, dass einem weiß vor Augen wird, nimmt Weidenkätzchen und Würgefeige, Morchel und Melde, Eule, Olm und Otter ins poetische Visier, zoomt ran, überblendet assoziativ, bis der Blick sich weitet und man weiß, für einen Augenblick zum Wesen der Dinge vorgedrungen zu sein. Es ist immer wieder ein Wunder, wie es diesem Lyriker gelingt, Bilder zu schaffen, die in einem Halbvers Stimmungen heraufbeschwören – bis längst Ver
Swetlana Alexijewitsch:
"Secondhand-Zeit – Leben auf den Trümmern des Sozialismus"
Suhrkamp
Nobelpreis für Literatur 2015

Gut zwanzig Jahre sind vergangen seit dem Zusammenbruch des Sowjetimperiums, die Russen entdeckten die Welt, und die Welt entdeckte die Russen. Inzwischen aber gilt Stalin wieder als großer Staatsmann, die sozialistische Vergangenheit wird immer öfter, vor allem von jungen Menschen, nostalgisch verklärt.
Russland, so Swetlana Alexijewitsch, lebt in einer Zeit des »Second-hand«, der gebrauchten Ideen und Worte. Die Reporterin befragt Menschen, die sich von der Geschichte überrollt, gedemütigt, betrogen fühlen. Sie spricht mit Frauen, die in der Roten Armee gekämpft haben, mit Soldaten, Gulag-Häftlingen, Stalinisten. »Historiker sehen nur die Fakten, die Gefühle bleiben draußen …, ich aber sehe die Welt mit den Augen der Menschforscherin.«
Wer das Russland
Durs Grünbein
"Aroma - Ein römisches Zeichenbuch"
Suhrkamp Verlag
Tomas-Tranströmer-Preis 2012

Einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dichter der Gegenwert stellt sich in Vers und Prosa der Ewigen Stadt.

„Aufblühen wird man hier, auch als kraut sich gern überlassen.
Dem wohligen Phototropismus. Der man im Norden war,
Dieser Eisblock Identität, Psyches Schneemann ist bald zerronnen.“

Der so spricht, ist an einem Ort angekommen, wo viele seiner Schreib- und Lebensmotive zusammenlaufen. Durs Grünbeins Jahr in Rom hat Gestalt gewonnen in einem Zeichenbuch. Die Stadt – „Roma caput mundi“ – wird als ein Schauplatz der Zeichen und Verweise erfahren und schlägt sich, wie bei den Reisenden früherer Zeiten, in Zeichnungen nieder – freilich in geschriebener Form. Aus vier Kapiteln gefügt, entstand so sein opus incertum, nach dem Vorbild des altrömi
Felicitas Hoppe
"Hoppe"
S. Fischer Verlag
Georg-Büchner-Preis 2012

Als Leben zu kurz, als Roman zu schön, um wahr zu sein: Das Beste, was bislang über Hoppe geschrieben wurde!

›Hoppe‹ ist keine Autobiographie, sondern Hoppes Traumbiographie, in der Hoppe von einer anderen Hoppe erzählt: von einer kanadischen Kindheit auf dünnem Eis, von einer australischen Jugend kurz vor der Wüste, von Reisen über das Meer und von einer Flucht nach Amerika. Hoppes Lebens- und Reisebericht wird zum tragikomischen Künstlerroman, mit dem sie uns durch die Welt und von dort aus wieder zurück in die deutsche Provinz führt, wo ihre Wunschfamilie immer noch auf sie wartet.
Eine Geschichte über vergebliche Wünsche, gescheiterte Hochzeiten und halbierte Karrieren. Und über das unbestreitbare Glück, ein Kind des Rattenfängers aus Hameln zu sein.
Feridun Zaimoglu "Ruß"
Kiepenheuer & Witsch Verlag
Preis der Literaturhäuser 2012

Liebe, Trauer und Vergeltung im Ruhrpott – eine deutsche Saga

Ein Kiosk in Duisburg ist der Ausgangspunkt einer rasanten Geschichte, die ihren Held durch den Ruhrpott, nach Warschau und bis auf die Großglocknerstraße führt – und an die Grenzen seiner Liebes- und Leidensfähigkeit.

Mit »Liebesbrand« und »Hinterland« hat Feridun Zaimoglu erfolgreich die Romantik in die deutsche Gegenwartsliteratur zurückgeholt, und nun wendet er sich einer Region zu, die deutscher kaum sein könnte: dem Ruhrpott, Industriebrache im Wandel zur Dienstleistungsregion. Die Gegend ist im Umbruch, und gebrochen ist auch der Held dieser Geschichte. Renz war Arzt, doch als seine Frau von einem Einbrecher ermordet wurde, zerbrach seine Welt und brach sein Wille. Seit mehreren Jah
Bielefeld
Die junge Hochschulstadt am Teutoburger Wald

Bielefeld ist kultureller und wirtschaftlicher Mittelpunkt der Region Ostwestfalen-Lippe und zählt mit knapp 330.000 Einwohnern zu den 20 größten Städten Deutschlands. 1214 als Kaufmannsstadt gegründet, präsentiert sich Bielefeld heute als junge Hochschulstadt: eine Universität, sechs Hochschulen, rund 30.000 Studierende. Bielefeld ist eine quirlige Großstadt mit viel Grün, in der es jede Menge Raum für kreative Ideen gibt. Und der Campus Bielefeld entwickelt sich mit der Erweiterung in den nächsten Jahren zu einem der modernsten Hochschul-Standorten Deutschlands.

Bielefelds reizvolle Lage am Teutoburger Wald ermöglicht eine vielfältige Freizeitgestaltung. Wandern, joggen, klettern, Rad fahren – Bielefelds StadtParkLandschaft ist erlebnisr
Maxim Leo
"Haltet Euer Herz bereit"
Eine ostdeutsche Familiengeschichte
Heyne Verlag
Europäischen Buchpreis 2011

Der preisgekrönte Journalist erzählt kritisch, liebevoll und unsentimental

Die Familie von Maxim Leo war wie eine kleine DDR. In ihr konzentriert sich vieles, was in diesem Land einmal wichtig war: die Hoffnung und der Glaube der Gründerväter. Die Enttäuschung und das Lavieren ihrer Kinder, die den Traum vom Sozialismus nicht einfach so teilen wollten. Und die Erleichterung der Enkel, als es endlich vorbei war. In dieser Familie wurden im Kleinen die Kämpfe ausgetragen, die im Großen nicht stattfinden durften.

Der Journalist und Autor Maxim Leo ist Träger des Europäischen Buchpreises 2011. Leo, der in Ost-Berlin geboren wurde, wird für sein Buch „Haltet euer Herz bereit“ ausgezeichnet, das liebevoll und mitreißend die Geschichte seiner Familie vom Zweit
Robert Walser
"Das Beste, was ich über Musik zu sagen weiß"
Herausgegeben von Roman Brotbeck und Reto Sorg unter Mitarbeit von Gelgia Caviezel
Robert Walsers schönste Gedichte, Erzählungen und Prosatexte zur Musik

»Mir fehlt etwas, wenn ich keine Musik höre, und wenn ich Musik höre, fehlt mir erst recht etwas. Dies ist das Beste, was ich über Musik zu sagen weiß.« Robert Walser liebte die Musik, wenn auch in »sanfter Traurigkeit«. Sein Werk ist getragen von einer großen Affinität zu vielerlei Klangwelten und zur spielerischen Musikalität des eigenen Schreibens.
In seinen hier versammelten Erzählungen, Gedichten und Prosatexten finden sich zahlreiche verblüffend luzide Überlegungen zur Musik, zu einzelnen Komponisten, Musikern und Werken.
Walser wäre indes nicht Walser, wenn zu seinem Begriff der Tonkunst nicht auch die komischen Seiten des musikalischen Lebens gehörten: »Der Vater … setzt sich ans Klavier und gibt damit das

Gertrud Leutenegger
"Panischer Frühling"
London im Frühling: Während der isländische Vulkan Eyjafjallajökull Aschewolken ausstößt und der Flugverkehr über ganz Europa zum Erliegen kommt, flaniert die Erzählerin mit wachem Blick durch die Straßen. Über ihr ein strahlend blauer Himmel, der den Vulkanausbruch als ferne Bedrohung unwirklich erscheinen lässt. London ist wieder zu einer Insel geworden, auf der nicht nur die Protagonistin strandet, sondern auch der junge obdachlose Zeitungsverkäufer, den sie eines Tages auf der London Bridge kennenlernt. Auf abenteuerlichen Wegen hat Jonathan sich von der Südküste hierher geflüchtet. Er ist ein begeisterter Geschichtenerzähler, und schon bald entsteht zwischen den beiden Fremden eine eigenartige Vertrautheit.

Roman
Marie NDiaye
"Ladivine"
Einmal im Monat besucht Malinka ihre Mutter Ladivine Sylla in Bordeaux. Von Malinkas Existenz mit Mann und Kind, ihrem wohlgeordneten, bürgerlichen Leben ahnt die Mutter nichts. Ebenso wenig weiß Malinkas Familie von den Besuchen in Bordeaux, denn sie schämt sich der afrikanischen Herkunft von Ladivine. Und doch hängt sie an ihr mit zärtlicher, verzweifelter Liebe. Die Güte und Freundlichkeit, die Malinka gegen jedermann zeigt, verbergen nur ihre Schuldgefühle vor sich selbst – und setzen gerade dadurch fatale Ereignisse in Gang.
Von der französischen Provinz nach Afrika und Berlin führen die verzweigten Wege in Marie NDiayes Roman. Mit der gewohnten sprachlichen Leichtigkeit und Virtuosität entfaltet sie die Innenperspektive ihrer Figuren und spürt die geheimen Fäden auf, die Menschen un
Jennifer Clement
"Gebete für die Vermissten"
Ladydi wächst in den mexikanischen Bergen auf, inmitten von Mais- und Mohnfeldern, in einem Dorf ohne Männer, denn die sind auf der Suche nach Arbeit über die Grenze oder längst tot. Es ist eine karge und harte Welt, in der ein Mädchenleben wenig zählt. Eine Welt, in der verzweifelte Mütter ihre Töchter als Jungen verkleiden oder sie in Erdlöchern verstecken, sobald am Horizont die schwarzen Geländewagen der Drogenhändler auftauchen. Aber Ladydi träumt von einer richtigen Zukunft, sie träumt von Freundschaft und Liebe und Wohlstand. Ein Job als Hausmädchen in Acapulco verspricht die Rettung, doch dann verwickelt ihr Cousin sie in einen Drogendeal. Und plötzlich hält sie ein Paket Heroin in den Händen, und ein gnadenloser Überlebenskampf beginnt.
Gebete für die Vermissten beschwört die unv

Pierre Bourdieu
"Manet"
Vorlesungen am Collège de France 1998-2000 Mit einem unvollendeten Buchmanuskript von Pierre und Marie-Claire Bourdieu Aus dem Französischen von Achim Russer und Bernd Schwibs

Wie vollzieht sich eine symbolische Revolution? Wann hat sie Erfolg? Am Beispiel des Begründers der modernen Malerei, Édouard Manet, geht der große französische Soziologe diesen Fragen in seinen bahnbrechenden Vorlesungen am Collège de France aus den Jahren 1998 bis 2000 nach. Begleitet werden die Vorlesungen von einem Manuskript über Manet, an dem Bourdieu mit seiner Frau Marie-Claire gearbeitet hat. Eine Entdeckung!
Bourdieu situiert Manets Malerei in der Krise der Kunst Mitte des 19. Jahrhunderts – in einem Moment, in dem zum einen die Zahl der Künstler zunimmt und zum anderen die staatliche Autorität in der B
Henry James
"Die Drehung der Schraube"
Eine junge Frau kommt als Gouvernante auf einen verwunschenen Herrensitz. Anfangs schätzt sie sich glücklich, mit den beiden außergewöhnlich schönen und klugen Kindern an diesem märchenhaften Ort leben zu können. Doch es kommt immer häufiger zu unerklärlichen Geschehnissen: Wer sind die beiden unheimlichen Gestalten, die sich ihr wiederholt zeigen? Sind ihre Schützlinge wirklich so engelhaft, wie sie erscheinen? Und wem kann man überhaupt noch vertrauen?

Roman
Aus dem amerikanischen Englisch von Ingrid Rein
Benjamin Cors
"Strandgut"
Glauser-Preis 2016

Es war 11:37 Uhr. Eine Minute später ging alles schief.
Die Filmfestspiele in Cannes: Dem jungen, aufstrebenden Personenschützer Nicolas Guerlain passiert ein unverzeihlicher Fehler. Durch eine ruckartige Bewegung stößt er versehentlich seinen Schützling, einen namhaften Minister, vor den Augen der Öffentlichkeit zu Boden. Seine Karriere ist ruiniert - er wird in seine alte Heimat, den idyllischen Badeort Deauville in der Normandie, strafversetzt. Mit der Ruhe am Meer ist es jedoch bald vorbei, als eine abgetrennte Hand an den Strand gespült wird. Nicolas beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Und deckt einen Fall auf, der Jahrzehnte zurückreicht.

dtv premium
Originalausgabe
432 Seiten
ISBN 978-3-423-26059-6
Deborah Levy
"Heim schwimmen"

Es ist heiß. Sehr heiß ...
In einer Juninacht rasen die junge exzentrische Kitty Finch und der alternde Dichter Joe H. Jacobs über eine Gebirgsstraße an der Côte d'Azur; sie sucht ein Gespräch, er hofft, dass er die Fahrt heil übersteht.

Eine Woche zuvor war Kitty dem Familienpool entstiegen, und seine Frau Isabel hatte die rothaarige Sirene überraschend zum Verbleiben eingeladen. Seitdem bewegt sich die junge Schöne wie eine hochexplosive Mischung aus Erotik, Geheimnis und Psychose durch die brüchige Ferienidylle der Jacobs'. Keiner der Gäste in dieser Ferienresidenz ist ohne schmerzliche Erinnerungen und enttäuschte Hoffnungen, die in der Stille der flirrend heißen Sommertage und -nächte plötzlich aufbrechen. Und während sie einander belauern und belügen, tastet sich Kitty an den H
Erich Kästner
"Die Montags-Gedichte"
»Gebrauchsgedichte voller Leben!« Ferdinand von Schirach

In der Berliner Zeitung ›Montag Morgen‹ wurden zwischen 1928 und 1930 wöchentlich Erich Kästners ›MontagsGedichte‹ veröffentlicht. Satirisch-bissig schildern sie den Alltag, das Berliner Stadtleben und sonstige Aufreger in der Zeit der Weimarer Republik. Mit seinen pointierten Beobachtungen und seinem unvergleichlichen
Witz trifft der unverbesserliche Humanist mitten ins Herz.

224 Seiten
ISBN 978-3-423-14496-4
Jutta Profijt
"Zusammen ist kein Zuckerschlecken"
Die Hausbesetzer melden sich zurück
»Es geht um die Villa Zucker . . .« »Was ist das? Eine Art Lebkuchenhaus?«

Neue Abenteuer warten auf die ebenso liebenswerte wie chaotische Hausbesetzertruppe in der alten Villa am Rhein. Rosa und Konrad, die »Senioren« der WG, planen eine Geldwäsche, und Rosa entwickelt dabei ungeahnte Fantasien. Rosas Enkelin Kim hingegen will ausgerechnet mit ihrem überkorrekten Physiklehrer Hans Seefeld dem »blinden Passagier« Mardi im Keller helfen. Da ist die amouröse Beziehung ihrer Mutter Ellen zu Kommissar Mittmann plötzlich sehr von Nutzen. Als eines Tages auch noch eine Räumungsklage ins Haus flattert und Wasser und Strom abgestellt werden, wird die Wohngemeinschaft einmal mehr auf die Probe gestellt.

dtv premium
Originalausgabe
368 Seiten
ISBN 978-3
Rebecca West
"Die Rückkehr"
Eine kostbare literarische Entdeckung, eine berührende Liebesgeschichte
Ein englisches Landgut im Süden Londons während des Ersten Weltkriegs: Die zwei Frauen Jenny und Kitty Baldry kümmern sich um das Anwesen der Familie, während der Herr des Hauses, Kittys Ehemann und Jennys Cousin Chris, in Frankreich an der Front ist. Schon bald muss er versehrt nach Hause zurückkehren. Doch es ist keine der üblichen Kriegsverletzungen, die ihn in Mitleidenschaft gezogen hat: Er leidet unter einem Granatenschock, einem schrecklichen Trauma, das ihn glauben lässt, wieder zwanzig Jahre alt zu sein. Alles um ihn herum ist ihm fremd, selbst seine eigene Ehefrau. Obwohl Kitty diese Kränkung kaum ertragen kann, sucht sie gemeinsam mit Jenny und Margaret, einer alten Liebe von Chris, einen Weg, um ihren Mann

Christa Wolf
"Moskauer Tagebücher"
Reisetagebücher, Texte, Briefe, Dokumente 1957-1989. Herausgegeben von Gerhard Wolf unter Mitarbeit von Tanja Walenski. Mit zahlreichen Abbildungen

Zehnmal besucht Christa Wolf die Sowjetunion, zum ersten Mal 1957 als junge Frau, zuletzt im Oktober 1989. Sie fährt mit Max Frisch auf der Wolga nach Gorki, trifft in Gagra am Schwarzen Meer eine schlagfertige Moskauer Rechtsanwältin und steht in Komarowo am Grab Anna Achmatowas. Vor allem aber ist sie eine scharfe Beobachterin der sozialen und politischen Verhältnisse, die die Freundschaft verfolgter Dissidenten wie Lew Kopelew gewinnt.
In den Tagebuchnotizen entsteht ein facettenreiches Bild des Riesenreichs im Wandel, bis hin zu den Tagen des dramatischen Endes, und gleichzeitig erleben wir Christa Wolf im persönlichen Dialog mit sich s
Aude Le Corff
"Bäume reisen nachts"
Seit Monaten verbringt die achtjährige Manon ihre Nachmittage allein, unter einer riesigen Birke im Garten, sie verschlingt ein Buch nach dem anderen und spricht mit Ameisen und Katzen, nur um an eines nicht denken zu müssen: das Verschwinden ihrer Mutter. Weder ihr Vater Pierre noch ihre Tante Sophie vermögen das stille Mädchen zu trösten. Doch Manons Einsamkeit erweicht das Herz des mürrischen Nachbarn Anatole. Sie beginnen, gemeinsam den Kleinen Prinzen zu lesen, und es erwächst eine außergewöhnliche Freundschaft. Als eines Tages überraschend Briefe der Mutter eintreffen, schmieden das Mädchen und der alte Mann einen kühnen Plan, der sie gemeinsam mit Pierre und Sophie auf eine abenteuerliche Reise quer durch Europa führt …
Bäume reisen nachts ist ein bezaubernder Roman über eine Fam
Ian Kershaw "Das Ende"
Kampf bis in den Untergang - NS-Deutschland 1944/45
Deutsche Verlags-Anstalt
Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2012

Warum kämpften die Deutschen bis zum bitteren Ende?

Das »Dritte Reich« kämpfte nicht nur bis zum bitteren Ende, bis zur totalen Niederlage, es funktionierte auch bis zum Schluss. Bis die Rote Armee vor den Pforten der Reichskanzlei stand, wurde die öffentliche Ordnung in Deutschland, das täglich ein Stück mehr unter alliierte Besatzung geriet, weitgehend aufrechterhalten. Löhne wurden bezahlt und die Verwaltung lief – wenngleich unter großen Schwierigkeiten – weiter. Die Gründe dafür, warum Hitlers Deutschland militärisch zusammenbrach, sind bekannt, die Frage, wie und warum das »Dritte Reich« bis zum Schluss funktionierte, ist dagegen bis heute nicht beantwortet. Zentral bei der Suche nach einer Antwort auf die Frage, wie das R
Timothy Snyder "Bloodlands"
Europa zwischen Hitler und Stalin
C.H. Beck
Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2012

Timothy Snyder erzählt in seinem aufsehenerregenden, zutiefst aufwühlenden Buch drei miteinander verknüpfte Geschichten – Stalins Terrorkampagnen, Hitlers Holocaust und den Hungerkrieg gegen die Kriegsgefangenen und die nichtjüdische Bevölkerung – so wie sie sich tatsächlich zugetragen haben: zur gleichen Zeit und am gleichen Ort.
Makellos recherchiert, atemberaubend geschrieben und von eindringlicher Humanität gehört Bloodlands zu den historischen Büchern, die einen anderen Blick auf die Geschichte des 20. Jahrhunderts eröffnen. Noch bevor der Zweite Weltkrieg begann, hatte Hitlers zeitweiliger Partner und späterer Gegner Stalin bereits Millionen von Menschen umgebracht – und setzte dieses Morden während des Krieges fort. Bevor
Thea Dorn, Richard Wagner
"Die deutsche Seele"
Knaus Verlag
Von Gemütlichkeit und Grundgesetz, von Abendbrot bis Zerrissenheit. Alles was deutsch ist.

So ein Buch hat es noch nicht gegeben. Zwei Autoren, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, erkunden liebevoll und kritisch, kenntnisreich und ohne Berührungsängste, was das eigentlich ist, die deutsche Seele. Sie spüren sie auf in so unterschiedlichen Begriffen wie »Abendbrot« und »Wanderlust«, »Männerchor« und »Fahrvergnügen«, »Abgrund« und »Zerrissenheit«. In sechzig Kapiteln entsteht auf diese Weise eine tiefgründige und facettenreiche Kulturgeschichte des Deutschen.

Alle Debatten über Deutschland landen am selben Punkt im Abseits: Darf man das überhaupt öffentlich sagen, etwas sei »deutsch« oder »typisch deutsch«? Kann man sich mit dem Deutschsein heute endlich versöhnen? Man muss e
Wolfgang Herrndorf:
"Sand"
Rowohlt Berlin
Preisträger der Leipziger Buchmesse 2012

"Er aß und trank, bürstete seine Kleider ab, leerte den Sand aus seinen Taschen und überprüfte noch einmal die Innentasche des Blazers. Er wusch sich unter dem Tisch die Hände mit ein wenig Trinkwasser, goß den Rest über seine geplagten Füße und schaute die Straße entlang. Sandfarbene Kinder spielten mit einem sandfarbenen Fußball zwischen sandfarbenen Hütten. Dreck und zerlumpte Gestalten, und ihm fiel ein, wie gefährlich es im Grunde war, eine weiße, blonde, ortsunkundige Frau in einem Auto hierherzubestellen."

Während in München Palästinenser des "Schwarzen September" das Olympische Dorf überfallen, geschehen in der Sahara mysteriöse Dinge. In einer Hippie-Kommune werden vier Menschen ermordet, ein Geldkoffer verschwindet, und ein unterbel
Umberto Eco
"Der Friedhof in Prag"
Hanser Verlag
Der Italiener Simon Simonini lebt in Paris, und er erlebt aus nächster Nähe eine dunkle Geschichte: geheime Militärpapiere, die der jüdische Hauptmann Dreyfus angeblich an die deutsche Botschaft verkauft, piemontesische, französische und preußische Geheimdienste, die noch geheimere Pläne schmieden, Freimaurer, Jesuiten und Revolutionäre - und am Ende tauchen zum ersten Mal die Protokolle der Weisen von Zion auf, ein gefälschtes „Dokument“ für die „jüdische Weltverschwörung“, das dann fatale Folgen haben wird. Umberto Eco, der Meister des historischen Romans, erzählt die Geschichte des neunzehnten Jahrhunderts, in der wir jedoch unser eigenes wiedererkennen können.

Roman – übersetzt aus dem Italienischen von Burkhart Kroeber
Fester Einband, 528 Seiten
Mit zahlreichen Abbildungen

"
Christa Wolf
"Der geteilte Himmel"
Eine Auseinandersetzung mit den Jahren der deutschen Teilung.
Ende August 1961: In einem kleinen Krankenhauszimmer erwacht Rita Seidel aus ihrer Ohnmacht. Und mit dem Erwachen wird auch die Vergangenheit wieder lebendig. Da ist die Erinnerung an den Betriebsunfall und vor allem die Erinnerung an Manfred Herrfurth. Zwei Jahre sind vergangen, seit sie dem Chemiker in die Stadt folgte, um an seiner Seite und mit ihm gemeinsam ein glückliches Leben zu beginnen. Wann hat die Trennung begonnen? Hat sie die ersten Anzeichen einer Entfremdung übersehen? Denken, Grübeln, Fiebern - Tage und Nächte hindurch! »Ich gebe Dir Nachricht, wenn Du kommen sollst. Ich lebe nur für den Tag, da Du wieder bei mir bist.« Manfred ist von einem Chemikerkongreß in Westberlin nicht zurückgekehrt in dem festen Glaube
Jan Brandt
"Gegen die Welt"
Dumont Verlag
Ein Dorf in Ostfriesland, Kühe grasen auf den Wiesen, ab und zu zerreißt der Lärm eines Tieffliegers die Stille. Hinter den getrimmten Tujenhecken des Neubauviertels blühen die Blumen, in den Auffahrten glänzen frisch gewachste Neuwagen.
In diese Welt wird Mitte der Siebzigerjahre Daniel Kuper, Spross einer Drogistendynastie, hineingeboren. Ein schmächtiger, verschlossener Junge mit viel zu viel Fantasie und zu wenigen
Möglichkeiten. Doch bald geschehen seltsame Dinge: Mitten im Sommer kommt es zu heftigem Schneefall, ein Kornkreis entsteht, ein Schüler stellt sich auf die Bahngleise, Hakenkreuze tauchen an den Hauswänden auf. Für all das wird Daniel Kuper verantwortlich gemacht. Und je mehr er versucht, die Vorwürfe zu entkräften, desto stärker verstrickt er sich in ihnen. Daniel Ku
Jonathan Franzen
"Die Korrekturen"
Rowolth Verlag
Nach fast fünfzig Ehejahren hat Enid Lambert nur ein Ziel: ihre Familie zu einem letzten Weihnachtsfest um sich zu scharen. Alles könnte so schön sein, gemütlich, harmonisch. Doch Parkinson hat ihren Mann Alfred immer fester im Griff, und die drei erwachsenen Kinder durchleben eigene tragikomischen Malaisen. Gary steckt in einer Ehekrise. Chip versucht sich als Autor. Und Denise ist zwar eine Meisterköchin, hat aber in der Liebe kein Glück.
Jonathan Franzen ist ein großartiger Roman gelungen: Familien- und Gesellschaftsgeschichte in einem.

rororo
Taschenbuch, 784 S.

Eine Sensation. (Der Spiegel)

Ein Wunder. Und kein geringes. (Die Welt)

Jonathan Franzen ist das größte Sprachtalent, das die amerikanische Literatur seit John Updike hervorgebracht hat. (Literaturen)
Sibylle Lewitscharoff
"Blumenberg"
Wilhelm-Raabe-Literaturpreis

Groß, gelb, gelassen: mit berückender Selbstverständlichkeit liegt eines Nachts ein Löwe im Arbeitszimmer des angesehenen Philosophen Blumenberg. Die Glieder bequem auf dem Bucharateppich ausgestreckt, die Augen ruhig auf den Hausherrn gerichtet. Der gerät, mit einiger Mühe, nicht aus der Fassung, auch nicht, als der Löwe am nächsten Tag in seiner Vorlesung den Mittelgang herabtrottet, sich hin und her wiegend nach Raubkatzenart. Die Bänke sind voll besetzt, aber keiner der Zuhörer scheint ihn zu sehen. Ein raffinierter Studentenulk? Oder nicht doch viel eher eine Auszeichnung von höchster Stelle – für den letzten Philosophen, der diesen Löwen zu würdigen versteht?

Das Auftauchen des Tieres wirkt in mehrerlei Leben hinein, nicht nur in das Leben Blumenber
Peter Handke
"Immer noch Sturm"
Suhrkamp Verlag
Das Jaunfeld, im Süden Österreichs, in Kärnten: Dort versammeln sich um ein »Ich« (oder steht es eher am Rande?) dessen Vorfahren: die Großeltern und deren Kinder, unter ihnen die eigene Mutter. Sie erscheinen ihm, da sie ihn bis in die Träume begleiten, in einer Vielzahl von Szenenfolgen, in denen sich die unterschiedlichsten Spiel- und Redeformen abwechseln – ein Panorama, das weit über alle literarischen Genres hinausreicht und sie sich zugleich anverwandelt. Gestaltet Peter Handke eine beispielhafte Familientragödie in Szenen? (Immerhin sterben zwei der Brüder in den vierziger Jahren.) Erzählt er anhand einzelner Stationen das Epos eines Volkes, der Slowenen? (Von ihnen ging der einzige bewaffnete Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime innerhalb dessen ursprünglicher Grenze
Friedrich Christian Delius
"Bildnis der Mutter als junge Frau"
Rowohlt Verlag
Georg-Büchner-Preisträger 2011

Rom im Januar 1943: Eine junge deutsche Frau steht kurz vor der Geburt ihres ersten Kindes. An einem sonnigen Tag begibt sie sich auf einen Spaziergang durch die fremden Straßen. Trotz der verwirrend schönen Eindrücke ist sie mit ihren Gedanken woanders. Ihr Mann wurde überraschend an die afrikanische Front abkommandiert. Der Zeitpunkt seiner Rückkehr ist ungewiss. Und auf ihrem Gang durch die Ewige Stadt beginnt die junge Frau zu ahnen, dass der Krieg verloren gehen könnte …

rororo
Taschenbuch, 128 S.

«Eine wundervolle Erzählung.» (Süddeutsche Zeitung)
«Ein kleines Meisterwerk … und eine Liebeserklärung an die Stadt Rom und an die Mutter.» (Die Zeit)
«Ein Meisterwerk an Anmut und historischem Scharfblick.» (Neue Zürcher Zeitung)
«Spannung und E
Eugen Ruge
"In Zeiten des abnehmenden Lichts"
Rowohlt-Verlag
Deutscher Buchpreis 2011

Roman einer Familie

Von den Jahren des Exils bis ins Wendejahr 89 und darüber hinaus reicht diese wechselvolle Geschichte einer deutschen Familie. Sie führt von Mexiko über Sibirien bis in die neu gegründete DDR, führt über die Gipfel und durch die Abgründe des 20. Jahrhunderts. So entsteht ein weites Panorama, ein großer Deutschlandroman, der, ungeheuer menschlich und komisch, Geschichte als Familiengeschichte erlebbar macht.

Hardcover, 432 S.
19,95 €
978-3-498-05786-2

«Überragend ... eine faszinierende Innensicht der DDR.» Felicitas von Lovenberg, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

«Eugen Ruge ist ein Erzähler von einer Virtuosität, von einer sprachlichen Finesse, von einer erzähltechnischen Genauigkeit, wie man sie nicht alle Tage antrifft ... Meist
Sibylle Lewitscharoff
"Consummatus"
Suhrkamp Verlag
Stuttgart, Café Rösler, Samstag, den 3. April 2004 (vormittags) – ein Mann trinkt. Ralph Zimmermann ist allein mit sich und dem Alkohol. Oder auch nicht. Bei ihm sind Andy Warhol, Edie Sedgwick, Jim Morrison und nicht zuletzt seine Geliebte Joey. Tot zwar allesamt, aber doch anwesend genug, um einen Stift zumindest auf glatter Fläche ein paar Millimeter rollen zu lassen. Und natürlich, um zu kommentieren, was Ralphi-Ralph erzählt: von sich, seinem Leben, seiner Liebe und seinem eigenen Ausflug ins Totenreich.

suhrkamp taschenbuch 4230
Broschur, 240 Seiten

»Falls es Sie interessiert, was uns nach dem Tod erwartet und was Jim Morrison und Andy Warhol heute so treiben, kommen Sie um diesen Roman nicht herum. Und falls es Sie nicht interessiert, dann sind Sie wahrscheinlich schon tot un
Tomas Tranströmer "Sämtliche Gedichte"
Hanser Verlag
Literatur-Nobelpreis 2011

Das schmale lyrische Gesamtwerk von Tomas Tranströmer hat auch außerhalb Schwedens großen Einfluß ausgeübt; besonders aber in Deutschland. In seinen Gedichten kommt eine innere, erträumte Welt hinter der Wirklichkeit zur Sprache, die in ihrer exakten Schönheit ein Gegenbild zeichnet.

übersetzt aus dem Schwedischen von Hanns Grössel
Erscheinungsdatum: 08.02.1997
Flexibler Einband, 264 Seiten





Ellen Berg
"Alles Tofu, oder was?"
Aber bitte mit Soja!

Für Dana kommt’s dicke: Erst lässt sie ihr Freund Paul nach einem völlig verunglückten romantischen Dinner sitzen. Dann zieht ihr nörgeliger Vater bei ihr ein und raubt ihr den letzten Nerv. Auch ihr Plan, die Gäste ihres kleinen Bistros mit veganer Kost zu beglücken, schlägt fehl, selbst ihr Koch Hung Tai hält Danas Essen für einen Anschlag auf den guten Geschmack. Allein ihr Stammgast Philipp lässt sich nicht abschrecken und stochert sich tapfer durch Tofu-Algen-Ragout und Seitan-Schnitzel. Zugleich nehmen die Schikanen der fiesen Maklerin Müller-Mertens überhand, die es auf das Haus mit Danas Restaurant abgesehen hat. Doch dann entdeckt Dana die besänftigende Wirkung eines veganen Liebesmenüs und beschließt, um ihre Existenz zu kämpfen. Dabei erweist sich ausgere
Louise Erdrich
"Der Klang der Trommel"
Eine große indianische Familiensaga

Es gibt Trommeln, die heilen, und Trommeln, die töten können. Sie werden eins mit dem Menschen, der sie hütet. Faye Travers hat zwar Indianerblut in den Adern, mit ihrer Herkunft verbindet sie aber nur noch ihre Begeisterung für indianische Antiquitäten. Bis sie auf eine wunderschöne alte Trommel stößt. Die Suche nach ihrem rechtmäßigen Besitzer führt Faye ins Indianerreservat und wird bald zu einer Entdeckungsreise in die Geschichte ihrer eigenen Familie.
"Der Klang der Trommel" erzählt von den großen Fragen des Lebens, von Betrug, Schuld, Liebe und Vergebung.

"'Der Klang der Trommel' bietet, was wir von großer Literatur erhoffen: Antworten auf die großen Lebensfragen zu erhalten. Das ist Weltliteratur zwischen Faulkner und Proust.“ Deutschland
Manfred Flügge
"Das Jahrhundert der Manns"
Diese erste Familienbiographie der Manns ermöglicht ein neues Verständnis der geistigen, politischen und kulturellen Entwicklung Deutschlands bis heute.

„Es ist doch eine wirklich erlauchte Versammlung, aber einen Knacks hat jeder.“
Thomas Mann an Klaus Mann, 1942

"Die Manns", das ist eine Glücksgeschichte, die aus lauter kleinen Tragödien besteht. Von Lübeck bis Venedig, von München bis Los Angeles, von Capri bis Halifax, von Nidden bis Paraty reichen die Schicksalswege der Mitglieder dieser besonderen Familie, deren Erlebnisse ein Jahrhundert beleuchten und deren Texte alle Themen ihrer Zeit berührt haben.
Manfred Flügge schildert die Familiengeschichte der Manns, wobei er auch auf die Familienzweige der Dohms und der Pringsheims eingeht. Das politische Denken und Handeln sowie d
Jörg Bernig
"Weder Ebbe noch Flut"
Mitteldeutscher Verlag
Eichendorff-Literaturpreis 2011

Die Geschichte der großen Liebe von Albert und Dorothee beginnt 1983 am Rande eines Kirchentages in Leipzig. Ein Kind soll für die beiden ein Zauberspruch gegen einen Alltag sein, mit dem sie nichts anfangen können. Doch Dorothee wird nicht schwanger, auch die Medizin vermag nicht zu helfen.
Dann fällt die Mauer, neue Möglichkeiten tun sich auf, aber Albert entbindet Dorothee von ihrem Versprechen auf ein gemeinsames Leben. Er verlässt sie aus Liebe, damit wenigstens sie sich ihren Kinderwunsch erfüllen kann. Er selbst geht nach Wales – wie er sagt: ans Ende der Welt. Dort will er seine Forschungen zu Adalbert Stifter abschließen, dessen Ehe ebenfalls kinderlos geblieben war. Und noch tiefer reicht die Verbindung Alberts mit dem Leben Stifters: Als Alb
David Schalko
"KNOI"
„Ein Buch für die wahren Romantiker.“ ZEITmagazin

Jakob schreibt Reiseführer, und er war früher mit Rita liiert, doch nun liebt er Jennifer, die nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt. Rita hat sich mit dem Zahnarzt Lutz zusammengetan, der am liebsten mit betäubten Frauen schläft. Eine Szenerie, wie sie Woody Allen nicht besser erfinden könnte. Und dann ist da noch Max, das Kind. Er sieht die Menschen so, wie sie sind. Daher ist Lutz ein „Waks“ und Jakob ein „Knoi.“

David Schalko, Kultautor und Erfinder der TV-Serie „Braunschlag, hat mit „Knoi“ einen abgründig urkomischen Roman geschrieben.

"Alles, was er macht, ist Schalko, unverwechselbar er - großartig. Irgendwann werden sie in Wien Straßen und Plätze nach ihm benennen." Thomas Glavinic

Broschur, 272 Seiten
Aufbau Taschenbuc
Kari Köster-Lösche
"Mord in der Vogelkoje"
Der Tote von Sylt

Vogelkojen zum Zweck des Entenfangs zu betreiben lohnt sich im Jahr 1924 nicht mehr: Die Zahl der einfliegenden Enten hat rapide abgenommen. Niklas Asmus, zum Schutzmann auf Sylt degradiert, und seine Verlobte Ose kämpfen im Stillen um ihren Erhalt. Als sie einen Toten in einem Abendanzug in einer der Fallen entdecken, begreifen sie, dass selbst die Vogelkojen das Interesse von skrupellosen Investoren gefunden haben. Am Ufer liegt versteckt im Schilf eine Lockente, die auf Sylt unüblich ist. Hat der Tote sie mitgebracht?

Niklas Asmus ermittelt auf Sylt in den 1920er Jahren – eine hochspannende Kriminalgeschichte vor einer stimmungsvollen Kulisse.

Broschur, 288 Seiten
Aufbau Taschenbuch
Britta Böhler
"Der Brief des Zauberers"
Seit zwei Jahren lebt Thomas Mann im Schweizer Exil. Das Haus am Zürichsee ist nicht groß, das ganze Leben ist genügsam. Aber das Wichtigste: Noch darf er in Deutschland veröffentlichen. Doch dies ist mit einem Schweigen erkauft – nie hat er öffentlich gegen das Hitler-Regime Stellung bezogen. Im Januar 1936 aber entwirft Thomas Mann einen Brief, der sein Leben tiefgreifend verändern würde – so er publiziert wird.

Mit großem Einfühlungsvermögen erzählt Britta Böhler von den wohl dramatischsten Tagen im Leben Thomas Manns. Sie zeigt den großen Schriftsteller als Ehemann, Vater und Künstler, der wie kein Zweiter die Widersprüche seiner Zeit spiegelt. Ein literarisches Kleinod.

Mit historischem Anhang zu Thomas Mann im Exil

„Wenn Sie Thomas Mann zum Liebhaben kennenlernen wollen, da
Sabrina Železný
"Das Geheimnis des Mahagonibaums"
Eine Liebe in Peru

Für Blanca geht ein Traum in Erfüllung: Sie wird nach Peru reisen, um dort Fotografie zu studieren. Als ihre Großmutter ihr zum Abschied ein Bild der eigenen Mutter schenkt und sie bittet, herauszufinden, wohin Guadalupe in den Wirren des zweiten Weltkriegs verschwand, ahnt Blanca nicht, auf welch tragische Geschichte sie stoßen wird – von Verrat, Hoffnung und einer Liebe, die alles überwindet.

Eine alte Schuld, ein exotisches Land, das voller Rätsel steckt, und eine starke junge Frau auf der Suche nach ihren Wurzeln.

Broschur, 349 Seiten
Aufbau Taschenbuch
Martin Walser
"Muttersohn"
Rowohlt Verlag
Auf die Frage, wovon sein neuer Roman handele, bekennt Martin Walser, dass es einfacher wäre zu sagen, wovon er nicht handele. Hier sind alle seine großen Themen gebündelt: Liebe und Vergeblichkeit, Lüge und Wahrheit, Glauben und Wissen. Muttersohn ist ein von Humor polierter Glaubensroman, ein Erleuchtungsbuch, in dem auch die Vernunft ihren Platz findet – nur nicht den von Aufklärungsfanatikern eingeforderten.

Hardcover, 512 S.
24,95 €
978-3-498-07378-7

«Muttersohn» ist ein Abenteuer, ein wilder, ein mit allen Daseinsfarben auf trumpfender Roman. Ein Roman darüber, was die Liebe vermag, was der Glaube vermag, was die Sprache vermag.

«Als Evangelium stellt dieses Werk keine Frage – es ist.»
FELICIAS VON LOVENBERG, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

«Ein heiteres, altersweises
Hanna Krall
"Herzkönig"
Verlag Nuee Kritik
Europäischer Literaturpreis

»Das ist der letzte Abschnitt meiner Reise, und es wäre dumm, wenn ich jetzt verrückt werden würde.«

Diese nüchterne Feststellung stammt von Izolda Regensberg alias Maria Pawlicka. Seit der Deportation ihres Mannes nach Auschwitz besteht der Sinn ihres Lebens allein darin, ihren Herzkönig zu befreien. Die fieberhaften Bemühungen werden von Absurditäten und Zufällen, von glücklichen und unglücklichen Fügungen begleitet. In Zeiten der Vernichtung wundert sich Izolda über keine Grausamkeit - auch nicht über die eigene.

Bis Izolda schließlich im Mai 1945 im Lager Ebensee auf ihren Ehemann trifft, hat sie eine Odyssee von Lagern und Gefängnissen hinter sich. Das Paar kehrt mit »polnischen« Pässen nach Polen zurück. Jahre später fliegt die geborgte Identität
Frédéric Martel
"Mainstream. Wie funktioniert, was allen gefällt"
Knaus Verlag
Wer beherrscht unsere Köpfe und warum? – Eine faszinierende Expedition zu den Mächtigen des Kulturbetriebs

Avatar, Stieg Larsson, Google, Michael Jackson – wie funktioniert die Kultur der Massen und wer macht sie? Was gefällt allen, überall auf der Welt? Und warum? Es geht in diesem Report über die weltweite Kulturindustrie um ein Billionengeschäft. Es geht aber auch um die Herrschaft über Worte, Bilder, Träume und Weltanschauungen.

Fünf Jahre reiste der Medienforscher Frédéric Martel auf allen Kontinenten, befragte in 1250 Interviews die Mitwirkenden der Kreativindustrien von 30 Ländern. Auf der Suche nach Gewinnern und Verlierern begleitet ihn der Leser in die Kapitalen des Entertainment, nach Hollywood und Bollywood, zu TV Globo nach Brasilien, zu Sony, Al Jazeera, Televisa, in ä
Bora Cosic
"Die Rolle meiner Familie in der Weltrevolution"
Suhrkamp Verlag
Stefan-Heym-Preis 2011

Aus dem Serbischen von Mirjana und Klaus Wittmann

Die Rolle meiner Familie in der Weltrevolution, heute ein Klassiker der europäischen Literatur, war ein Kultbuch in Jugoslawien. Aus der Perspektive eines Kindes - unschuldig bis zur Idiotie - wird in kaum zu überbietender Knappheit vorgeführt, wie Krieg, Faschismus und Kommunismus den Mikrokosmos einer heruntergekommenen Familie in Belgrad der vierziger Jahre heimsuchen. Hier hält man Lenins Schrift »Ein Schritt vor, zwei zurück« für ein Tango-Lehrbuch, diskutiert über Zwerge in Einmachgläsern und geht in Deckung, wenn die Partisanen den Freund von gestern zum Feind erklären. Die unheimliche Lakonie des Erzählers, der irrsinnige Witz und melancholische Humor des Buches machen es zu einem Meisterwerk der Subvers
Maja Haderlap
"Engel des Vergessens"
Wallstein Verlag
Bachmann-Preis 2011

Ein großes Romandebüt, das von einem Leben in der Mitte Europas erzählt; mit kraftvoller Poesie; Geschichten, die uns im Innersten betreffen.

Maja Haderlap gelingt etwas, das man gemeinhin heutzutage für gar nicht mehr möglich hält: Sie erzählt die Geschichte eines Mädchens, einer Familie und zugleich die Geschichte eines Volkes. Erinnert wird eine Kindheit in den Kärntner Bergen. Überaus sinnlich beschwört die Autorin die Gerüche des Sommers herauf, die Kochkünste der Großmutter, die Streitigkeiten der Eltern und die Eigenarten der Nachbarn. Erzählt wird von dem täglichen Versuch eines heranwachsenden Mädchens, ihre Familie und die Menschen in ihrer Umgebung zu verstehen. Zwar ist der Krieg vorbei, aber in den Köpfen der slowenischen Minderheit, zu der die Famili
Monika Maron
"Flugasche"
S. Fischer Verlag
Lessing-Preisträgerin 2011

Bitterfeld vor 30 Jahren: Die Journalistin Josefa Nadler kommt hierher, um eine Reportage über das veraltete und umweltgefährdende Kraftwerk zu machen. Mit ihrer kritischen Haltung gerät sie unter Druck und muss sich vor den Kollegen und der Partei rechtfertigen. Als es ihr nicht gelingt, ihren Standpunkt klarzumachen, zieht sie sich zurück.
›Flugasche‹ (1981), Monika Marons erster Roman, machte die Autorin über Nacht berühmt. Er zählt heute zu den Meisterwerken der deutschen Nachkriegsliteratur und bildet einen wichtigen Bezugspunkt zu Monika Marons 2009 erschienener Reportage ›Bitterfelder Bogen‹.

Roman
Taschenbuch
Preis € (D) 10,00 | € (A) 10,30 | SFR 15,90
ISBN: 978-3-596-51180-8
Anna Seghers
"Tage wie Staubsand. Briefe 1953-1983"
Aufbau-Verlag
Mehr als in den Briefen aus früheren Jahren spricht Anna Seghers hier von sich selbst, vor allem in den Briefen an ihre engsten Freunde Jorge Amado und Ilja Ehrenburg. Ihnen gesteht sie ihre Einsamkeit ein, die sie trotz aller äußeren Erfolge empfindet. Den Vertrauten gegenüber muss sie die restriktiven Kampagnen und politischen Ereignisse dieser Zeit nicht kommentieren. Stattdessen spricht sie von ihrer Trauer und ihrer Sehnsucht nach Freude: Bekenntnisse, die ein differenzierteres Bild der Autorin vermitteln. Hinzu kommen Einblicke in die Überlastungen dieses Lebens, denen sie bis zuletzt lebensmutig und kreativ entgegentrat.
Mit Briefen an Erwin Piscator, Lion und Marta Feuchtwanger, Lenka Reinerová, Helene Weigel, Volker Braun, Carl Zuckmayer, Günter Kunert, Stephan Hermlin, Lew Kopel
Melinda Nadj Abonji
"Tauben fliegen auf"
jung und jung
Schweizer Buchpreis 2010

Eine ungarische Familie aus Serbien in der Schweiz. Ein schwungvoll und gewitzt erzählter Roman aus der Mitte Europas.

Es ist ein schokoladenbrauner Chevrolet mit Schweizer Kennzeichen, mit dem sie zur allgemeinen Überraschung ins Dorf einfahren, und die Dorfstraße ist wirklich nicht gemacht für einen solchen Wagen. Sie, das ist die Familie Kocsis, und das Dorf liegt in der Vojvodina im Norden Serbiens, dort, wo die ungarische Minderheit lebt, zu der auch diese Familie gehört.
Oder, richtiger, gehörte. Denn sie sind vor etlichen Jahren schon ausgewandert in die Schweiz, erst der Vater und dann, sobald es erlaubt war, auch die Mutter mit den beiden Töchtern, Nomi und Ildiko, und Ildiko ist es, die das hier alles erzählt. So auch den Besuch im Dorf, der dann n
Friedrich Christian Delius
"Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus"
Reinbek, Rowohlt-Verlag
Georg-Büchner-Preisträger 2011

“In der Mitte seines Lebens, im Sommer 1981, beschließt der Kellner Paul Gompitz aus Rostock, nach Syrakus auf der Insel Sizilien zu reisen. Der Weg nach Italien ist versperrt durch die höchste und ärgerlichste Grenze der Welt, und Gompitz ahnt noch keine List, sie zu durchbrechen. Er weiß nur, daß er die Mauern und Drähte zweimal zu überwinden hat, denn er will, wenn das Abenteuer gelingen sollte, auf jeden Fall nach Rostock zurückkehren.” So beginnt F. C. Delius’ Chronik eines ungewöhnlichen, schweijkschen Abenteuers aus unserer Zeit.
Nach siebenjähriger Vorbereitung gelingt es dem Kellner im Juni 1988, mit einer Jolle von Hiddensee aus die Seegrenze der DDR zu überqueren und nach Gedser in Dänemark zu segeln – ein “einfacher Grenzdurchbruch”, wie Gomp