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Mi, 21.2.2018, 20:00
Gloria
von Branden Jacobs-Jenkins
Ein Tag im Leben einer Gruppe Raubtiere, zusammengepfercht im Großraumbüro einer Kulturredaktion. Kämpfe, Manipulationen, Kaffeepausen sind ihr tägliches Geschäft, der Flurfunk ihr Lebenselixier. Alphamännchen und -weibchen haben es geschafft, in die sichere Höhle des Einzelbüros zu entfliehen, während der Rest des Rudels sein Dasein im Großraumbüro fristet, sein Revier verteidigt, die Aufsteiger manipuliert oder sich aus dem Starbucks nebenan einen Kaffee organisiert. Sie alle kennen die Überlebensregeln der Herde, des Büros, aber sie zu beherrschen ist die eigentliche Herausforderung. Denn zu Glorias Einweihungsparty sind statt der erwarteten Kollegenschar nur drei Personen gekommen, nur einer ist bis zum Ende geblieben. Und so erscheint Gloria im Büro, um ein für alle Mal eine Botschaft
Mi, 21.2.2018, 20:00
The Re'Search
von Ryan Trecartin
„I Participate“ – um an der beschleunigten Gegenwart teilhaben zu können, braucht es ein gehöriges Maß Selbstperformance. Ansonsten geht man schnell unter zwischen hyperaktuellen Statusupdates, Schreckensnachrichten und „next-big-things“. „Do we need more cameras?“ Die neuen Menschen der (virtuelle) Realität gewordenen Marktforschungsstudie „The Re’Search“ tun alles für mehr Aufmerksamkeit. Mit dem Selbstmord drohen. Mit Technologie verschmelzen. Sich die Liebe schwören. Verzweiflung, Lust, Sehnsucht.
Mit seinen collageartig überformten Hochgeschwindigkeitsvideos reflektiert der amerikanische Künstler Ryan Trecartin spielerisch das Zeitalter des Internets und ist dadurch innerhalb kürzester Zeit zu einem der gefragtesten Künstler seiner Generation geworden mit großen Ausstellungen in Vene
Mi, 21.2.2018, 20:00
Felix Krull
nach Thomas Mann
Mit seinem "Felix Krull" gelangen Thomas Mann die hinreißenden Memoiren eines gerissenen Kriminellen und Fantasten, der die gute Gesellschaft mit Leichtigkeit um den Finger wickelt und sich so seinen Weg nach oben bahnt. Felix Krull löst sich aus seinem bankrotten Elternhaus im Rheingau, um mit "natürlicher Begabung für gute Form" den Reichen, Schönen und Mächtigen genau das vorzuspielen, was diese in ihm sehen wollen. Auf diese Weise entzieht er sich dem Militär, verführt spielend die Pariser Damenwelt und lauscht schließlich mit dem von Enterbung bedrohten Marquis de Venosta seine Identität. Einem glanzvollen Leben voller "Liebeslust" scheint nun nichts mehr im Wege zu stehen ... Felix, der Glückliche, der Kaiser der Schwindler und Diebe.

Regie: Bastian Kraft
Ausstattung: Anna van Le
Do, 22.2.2018, 20:00
Heilig Abend
Ein Stück für zwei Schauspieler und eine Uhr
von Daniel Kehlmann
24. Dezember, 22 Uhr 30. Eine Frau wird verhört. Judith, Professorin für Philosophie. Angeblich weiß sie nicht warum. Thomas, Polizist, hat sie auf dem Weg zu ihren Eltern verhaftet. Er weiß alles über sie und behauptet, Judith habe gemeinsam mit ihrem Ex-Mann für Mitternacht ein Attentat geplant. "Wo ist die Bombe?", fragt Thomas. "Das war ja alles ganz nett, dass wir uns unterhalten, dass wir uns ein wenig kennenlernen konnten. Aber jetzt müssen wir zur Sache kommen." – Judith: "Welche Bombe?" Thomas will Judith ein Geständnis abpressen. Unaufhaltsam tickt die Uhr. Doch Judith beginnt den Staatsdiener ihrerseits mit Fragen in die Enge zu treiben. Sind das alles nur Worte und Theorien, oder ist Judith tatsächlich zur Gewalt bereit? Was hat das Paar einst in Südamerika gemacht, und was hat
Do, 22.2.2018 - Mo, 21.5.2018
SKIZZENBÜCHER DER STAATLICHEN GRAPHISCHEN SAMMLUNG MÜNCHEN (Sonderausstellung)
SkizzenBuchGeschichte[n]
Schreiben und Zeichnen in Skizzenbüchern sind seit Jahrhunderten und bis heute wesentlicher Bestandteil künstlerischer Praxis. Die graphischen Spuren in den Büchern sind geprägt durch große Unmittelbarkeit wie Heterogenität: Wahrnehmungen, Gedanken und Erinnerung können bewahrt, strukturiert und reflektiert werden. Gleichzeitig bieten Skizzenbücher einen geschützten Raum, um jenseits aller ästhetischen Erwartungen und Konventionen Neues zu entwickeln. Mit der Ausstellung wird das Thema Skizzenbuch erstmals im Mittelpunkt einer umfassenden musealen Präsentation stehen. Die Staatliche Graphische Sammlung München bewahrt etwa 250 Skizzenbücher vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart, von Malern, Zeichnern, Bildhauern, Architekten wie auch Reiseskizzenbücher. Anhand dieses reichen Bestandes w
Do, 22.2.2018, 20:00
Trommeln in der Nacht *von Bertolt Brecht
Inszenierung: Christopher Rüping
Münchner Kammerspiele, 29. September 1922, Uraufführung „Trommeln in der Nacht“ – Nach jahrelanger Kriegsgefangenschaft kommt ein Mann ins aufständische Berlin zurück. Der erste Weg führt ihn zu seiner einstigen Geliebten. Dort, im Wohnzimmer ihrer Eltern, erfährt er, dass die Frau sich soeben mit einem anderen verlobt hat, einem Kriegsgewinnler, der eines Tages die Fabrik des Vaters in die Zukunft führen soll. Aus Enttäuschung und Wut wendet sich der Mann den sozialistischen Straßenkämpfen zu und wird zum wichtigen Akteur im Spartakusaufstand gegen die konservative Regierung. Die gewaltsame Besetzung des Zeitungsviertels durch die Aufständischen steht unmittelbar bevor. Da besinnt sich die Frau und verlässt ihren Neu-Verlobten, um ihren einstigen Geliebten zurückzuholen. Dieser, vor die W
Fr, 23.2.2018, 20:00
Antigone
von Sophokles
Der Bürgerkrieg, der ein Bruderkrieg war, ist vorüber. Nachdem sich Eteokles und Polyneikes, die Söhne des Ödipus, im Kampf um die Macht gegenseitig erschlagen haben, hat Kreon den Thron besetzt. Das Zwei­deutige der Geschichte ist dem neuen Macht­haber unheimlich. Um sich Geltung zu verschaffen, erlässt er ein Gesetz, demzufolge der eine Bruder bestattet werden soll, der andere nicht. Kreons politisches Schicksal hängt fortan an der Geltung dieses Gesetzes. Antigone fordert diese heraus, in­dem sie den verfemten Bruder zweimal bestattet. Da sie ihren Tod im Namen einer höheren Ordnung von vornherein in Kauf nimmt, sind Kreons Gesetze und Sanktionen machtlos gegen sie. Die Frage da­nach, wann und unter welchen Umständen Gesetze Gültigkeit beanspruchen können, stellt Antigone radikal. Es is
Fr, 23.2.2018, 20:00
Der Fall Meursault - eine Gegendarstellung
Schauspiel
Nach dem Roman von Kamel Daoud

Der Roman „Der Fremde“ von Nobelpreisträger Albert Camus, erschienen 1942, erzählt die Geschichte des Franzosen Meursault, der einen Algerier erschießt, weil die Sonne ihn so blendete. Dieser von Meursault getötete Mann hatte bei Camus weder Name noch Geschichte, er tauchte nur auf ein paar Seiten auf, um Camus zur Entfaltung seiner existentialistischen Philosophie zu dienen. Der algerische Journalist Kamel Daoud ändert das nun und gibt dem Opfer einen Namen. In seinem Roman „Der Fall Meursault – Eine Gegendarstellung“ erzählt er die Geschichte des „Fremden“ noch einmal – aus der Perspektive des Opfers. Daouds Erstlingsroman hat sowohl in Deutschland als auch in Algerien und Frankreich hohe Wellen geschlagen. Auf welchem Fundament beruhen westeuropäische K
Fr, 23.2.2018, 20:00
Felix Krull
nach Thomas Mann
Mit seinem "Felix Krull" gelangen Thomas Mann die hinreißenden Memoiren eines gerissenen Kriminellen und Fantasten, der die gute Gesellschaft mit Leichtigkeit um den Finger wickelt und sich so seinen Weg nach oben bahnt. Felix Krull löst sich aus seinem bankrotten Elternhaus im Rheingau, um mit "natürlicher Begabung für gute Form" den Reichen, Schönen und Mächtigen genau das vorzuspielen, was diese in ihm sehen wollen. Auf diese Weise entzieht er sich dem Militär, verführt spielend die Pariser Damenwelt und lauscht schließlich mit dem von Enterbung bedrohten Marquis de Venosta seine Identität. Einem glanzvollen Leben voller "Liebeslust" scheint nun nichts mehr im Wege zu stehen ... Felix, der Glückliche, der Kaiser der Schwindler und Diebe.

Regie: Bastian Kraft
Ausstattung: Anna van Le
Fr, 23.2.2018, 20:00
Gurdan Thomas live at Leib & Siegel
Wer Akkordeon und Tuba ausschliesslich mit bayerischer Volksmusik assoziiert hat offensichtlich noch nie GURDAN THOMAS gehört: Diese äußerst liebenswürdige, chaotische sechsköpfige Band webt ihre Songs um zappaeske Texte, malt Arrangements quer über eine eigene, musikalische Landschaft. In allen Farbnuancen von Stimme, Charango, Akkordeon, Ukulele, Tuba, Trompete, Klavier und Percussion. Don't miss this..!! Gurdan Thomas' art of creating magic worlds, telling outrageous stories and taking the spirit to familiar unknown places through their music and lyrics is an absolute revelation to my soul.. fun, moving, touching, sparkling, inspiring, deep, warm and cheeky, putting an enormous smile on my face... Für dieses Konzert gibt es nur wenige Tickets, deshalb heißt es schnell sein! Am besten Tickets direkt im Café besorgen www.leib-und-siegel.de oder über die auf der Homepage angegebenen Kontaktmöglichkeiten anfragen. Eintrittspreis: 12€
LEIB & SIEGEL | Auenstraße 100 | 80469 München
Sa, 24.2.2018, 19:30
Ein Volksfeind (Premiere)
von Henrik Ibsen
Premiere: 24. Februar 2018, Residenztheater

Der Badearzt Tomas Stockmann hat seine Heimatstadt zu einem Kurort und damit reich und berühmt gemacht, bis er entdeckt, dass die Kurgäste durch die Wässerchen vergiftet werden. Krankheitserreger belasten das Ökosystem und das Gewissen des Arztes. Stockmann will seine Ergebnisse veröffentlichen und findet Unterstützung bei Presse und Bürgern. Sein Bruder jedoch, der Bürgermeister, weiß um die Folgen: Der Ruf des Kurstädtchens wäre für immer geschädigt, außerdem führte die Sanierung unweigerlich in den Bankrott. Tomas Stockmann wird zum Wütenden, der Presse, Politiker und das Volk beschimpft, solange bis die Frage aufkommt, ob er nicht alles aus eigenem Interesse inszeniert hat.

Dichten heißt bei Ibsen "Gerichtstag halten über sein eignes Ic
Sa, 24.2.2018, 10:00
Entnazifizierung in Nachkriegsdeutschland - Kunst, Kultur, Medien
Workshop & Seminar
Der Workshop beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Entnazifizierung des Kulturlebens in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg. Er berührt damit in symptomatischer Weise die Geschichte des Haus der Kunst, das 1937 als „Haus der Deutschen Kunst“ und maßgebliche Institution nationalsozialistischer Kunstpolitik eröffnet wurde.

Durch historische Dokumente wie z.B. den Spruchkammerakten von Protagonisten wie der Architektenwitwe Gerdy Troost, des Bildhauers Arno Breker und Hitlers Leibfotografen Heinrich Hoffmann erhalten die Teilnehmer des Workshops Einblick in Prozesse der Entnazifizierung und damit auch in Fragen nach Schuld und Verantwortung, Verharmlosung und Verdrängung. Welchen Einfluss hatte - und hat - die politische Beurteilung dieser prominenten Fälle auf das Bild der Kultursc
Sa, 24.2.2018, 19:00
Wartesaal
Nach dem Roman „Exil“ von Lion Feuchtwanger
Hoffentlich geht es bald vorüber, denken derzeit viele Menschen mit Blick auf die Trump-Präsidentschaft, die Erfolge rechtspopulistischer Parteien und die „Flüchtlingskrise“. Sie befinden sich in einer Art ohnmächtigem Wartezustand. Wie handelnd tätig werden, wenn die Krisen der Zeit weit über den Einzelnen hinausreichen? Der Münchner Schriftsteller Lion Feuchtwanger wird aktiv, indem er zwischen 1930 und 1939 die „Wartesaal-Trilogie“, bestehend aus den Romanen „Die Geschwister Oppermann“, „Erfolg“ und „Exil“, schreibt. Ohne zu wissen, was die Zukunft bringen wird, gelingt es ihm, das Leben unter dem Nazi-Regime auf geradezu unheimliche Art und Weise plastisch zu machen. Feuchtwanger zeigt Menschen, die zu handeln versuchen, ohne die unaufhaltsam heraufziehende Katastrophe abwenden zu könn
Sa, 24.2.2018, 20:00
Felix Krull
nach Thomas Mann
Mit seinem "Felix Krull" gelangen Thomas Mann die hinreißenden Memoiren eines gerissenen Kriminellen und Fantasten, der die gute Gesellschaft mit Leichtigkeit um den Finger wickelt und sich so seinen Weg nach oben bahnt. Felix Krull löst sich aus seinem bankrotten Elternhaus im Rheingau, um mit "natürlicher Begabung für gute Form" den Reichen, Schönen und Mächtigen genau das vorzuspielen, was diese in ihm sehen wollen. Auf diese Weise entzieht er sich dem Militär, verführt spielend die Pariser Damenwelt und lauscht schließlich mit dem von Enterbung bedrohten Marquis de Venosta seine Identität. Einem glanzvollen Leben voller "Liebeslust" scheint nun nichts mehr im Wege zu stehen ... Felix, der Glückliche, der Kaiser der Schwindler und Diebe.

Regie: Bastian Kraft
Ausstattung: Anna van Le
So, 25.2.2018, 19:00
Richard III
von William Shakespeare
Zuerst muss, wer an die Macht will, sich gegen die eigenen Leute durchsetzen. Nach einem blutigen Bürgerkrieg hat die Partei der Yorks über den anderen Arm der Herrscherfamilie, die Lancasters, gesiegt. Für Richard ist die Partei also die Familie. Auf den vorderen Listenplätzen finden sich seine älteren Brüder, angeheiratete Verwandtschaft und kleine Prinzen. Einer nach dem anderen wird ermordet werden. Anschließend muss die Zustimmung des Publikums erlangt werden, mächtige Lords mit ihren Interessen und besorgte Bürger mit ihren Ängsten. Die Inszenierung ist auf allen Ebenen, die Shakespeare seinen Richard durchspielen lässt, das Entscheidende, von der Königsfamilie bis zu den "kleinen Leuten". Aber nicht die Sorgfalt der Vorbereitung oder der Faltenwurf der Ausführung ist das Bestechende
So, 25.2.2018, 15:30
Die Weltentdecker: Schatzsuche in der Südsee
Workshop für Kinder von 6–10 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen
mit Sandra Meinas M.A.

Nase voll vom grauen Winterwetter? Dann komm mit in die Südsee und begib dich auf eine spannende Schatzsuche in unserer Ozeanien-Ausstellung! Sicher wird es uns gemeinsam gelingen, alle Rätsel zu lösen und die Kiste voller Gold und Muscheln zu entdecken. Geteilt wird gerecht, und im Anschluss an unser Abenteuer basteln wir ein Südsee-Souvenir.

Für Kinder im Alter von 6–10 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen

Veranstalter: Museum Fünf Kontinente
So, 25.2.2018, 10:00
Japanische Tuschmalerei
Seminar mit Monika Hermann
Lernen und üben Sie die traditionellen Motive der japanischen Tuschmalerei, werden Sie sicher in der Pinselfüllung und Pinselführung unter der Anleitung von Monika Hermann.

Für Anfänger und Fortgeschrittene. Anfängern wird die Malausstattung leihweise zur Verfügung gestellt.

Veranstalter: Museum Fünf Kontinente
So, 25.2.2018, 12:00
Sonntagsführung "Don’t forget to Sing! Aboriginal Art aus den Western APY Lands in Australien"
Finissage-Führung durch die Sonderausstellung
Begleitprogramm zur Sonderausstellung Don’t forget to Sing! Aboriginal Art aus den Western APY Lands in Australien

Veranstalter: Museum Fünf Kontinente
So, 25.2.2018, 15:00
Wartesaal
Nach dem Roman „Exil“ von Lion Feuchtwanger
Hoffentlich geht es bald vorüber, denken derzeit viele Menschen mit Blick auf die Trump-Präsidentschaft, die Erfolge rechtspopulistischer Parteien und die „Flüchtlingskrise“. Sie befinden sich in einer Art ohnmächtigem Wartezustand. Wie handelnd tätig werden, wenn die Krisen der Zeit weit über den Einzelnen hinausreichen? Der Münchner Schriftsteller Lion Feuchtwanger wird aktiv, indem er zwischen 1930 und 1939 die „Wartesaal-Trilogie“, bestehend aus den Romanen „Die Geschwister Oppermann“, „Erfolg“ und „Exil“, schreibt. Ohne zu wissen, was die Zukunft bringen wird, gelingt es ihm, das Leben unter dem Nazi-Regime auf geradezu unheimliche Art und Weise plastisch zu machen. Feuchtwanger zeigt Menschen, die zu handeln versuchen, ohne die unaufhaltsam heraufziehende Katastrophe abwenden zu könn
So, 25.2.2018, 19:30
Der Sturm
von William Shakespeare
Während der Heimfahrt über das Mittelmeer gerät das Schiff des Königs von Neapel, Alonso, in einen heftigen Sturm und strandet auf einer Insel. Was die Schiffbrüchigen nicht wissen: Die Seenotwurde von Prospero, dem rechtmäßigen Herzog von Mailand, initiiert. Dieser war 12 Jahre zuvor mit seiner Tochter Miranda von seinem Bruder – ebenfalls einer der Gestrandeten – aus dem Herzogtum vertrieben, im Meer ausgesetzt worden und auf der Insel gelandet. Nachdem er das einzige menschliche Wesen dort zu seinem Sklaven gemacht hatte, ist er nun Herr der Insel und hat einen minutiösen Plan, wie er mit Hilfe des Luftgeists Ariel auch die Macht in seiner Heimat zurückerobert.

Regie: Christian Stückl
Bühne & Kostüme: Stefan Hageneier
Musik: Tom Wörndl
Mo, 26.2.2018, 19:00
Richard III
von William Shakespeare
Zuerst muss, wer an die Macht will, sich gegen die eigenen Leute durchsetzen. Nach einem blutigen Bürgerkrieg hat die Partei der Yorks über den anderen Arm der Herrscherfamilie, die Lancasters, gesiegt. Für Richard ist die Partei also die Familie. Auf den vorderen Listenplätzen finden sich seine älteren Brüder, angeheiratete Verwandtschaft und kleine Prinzen. Einer nach dem anderen wird ermordet werden. Anschließend muss die Zustimmung des Publikums erlangt werden, mächtige Lords mit ihren Interessen und besorgte Bürger mit ihren Ängsten. Die Inszenierung ist auf allen Ebenen, die Shakespeare seinen Richard durchspielen lässt, das Entscheidende, von der Königsfamilie bis zu den "kleinen Leuten". Aber nicht die Sorgfalt der Vorbereitung oder der Faltenwurf der Ausführung ist das Bestechende
Di, 27.2.2018, 19:30
Ein Volksfeind
von Henrik Ibsen
Premiere: 24. Februar 2018, Residenztheater

Der Badearzt Tomas Stockmann hat seine Heimatstadt zu einem Kurort und damit reich und berühmt gemacht, bis er entdeckt, dass die Kurgäste durch die Wässerchen vergiftet werden. Krankheitserreger belasten das Ökosystem und das Gewissen des Arztes. Stockmann will seine Ergebnisse veröffentlichen und findet Unterstützung bei Presse und Bürgern. Sein Bruder jedoch, der Bürgermeister, weiß um die Folgen: Der Ruf des Kurstädtchens wäre für immer geschädigt, außerdem führte die Sanierung unweigerlich in den Bankrott. Tomas Stockmann wird zum Wütenden, der Presse, Politiker und das Volk beschimpft, solange bis die Frage aufkommt, ob er nicht alles aus eigenem Interesse inszeniert hat.

Dichten heißt bei Ibsen "Gerichtstag halten über sein eignes Ic
Di, 27.2.2018, 19:30
Hamlet
von William Shakespeare
Er war erst 17, als er beschloss, der Welt den Rücken zu kehren. Er begann, Bücher zu lesen, was er bis dato nie getan hatte, und zog sich von seinen Freunden zurück, denen er vorwarf, selbstsüchtig und eitel zu sein. Er stellte seine Ernährung um und begann, die Frauen seiner Umgebung zu provozieren – manchmal forderte er sie auch zornig auf, sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen. Schließlich gab er seinen Eltern und der Gesamtheit der Erwachsenen die Schuld an der Verkommenheit der Welt, die anders nicht mehr zu retten sei als durch vollständige Zerstörung. Und das genau sei sein Auftrag. – So oder so ähnlich könnte Hamlets Geschichte erzählt werden, würde sie sich heute ereignen. Und obwohl diese Geschichte über 400 Jahre alt ist, gibt es Hamlet und seinen Auftrag immer noch. Hamle
Di, 27.2.2018, 20:30
Nō Theater
von Toshiki Okada
Toshiki Okada, einer der wichtigsten Regisseure Asiens, setzt sich in seiner zweiten Arbeit an den Münchner Kammerspielen in Verbindung zu einer der traditionsreichsten Theaterformen Japans, dem Nō Theater. Dabei wird das Nō zum Resonanzraum für Okadas poetisch-musikalische Schreib- und Inszenierungspraxis. Er bedient sich der traditionellen Form, um vom Japan der Gegenwart zu erzählen. Einer Gegenwart, die weniger von Hoffnung geprägt ist, als von Depression. Man könnte auch anders sagen: „Nō Theater“ erzählt von den Geistern der Vergangenheit, die in der Gegenwart immer noch wirksam sind. Es sind die Geister der euphorischen Jahre der Bubble-Economy der 1980er Jahre, die die Menschen hat blind werden lassen gegenüber ihrer Verantwortung für die nächsten Generationen. Es si
Di, 27.2.2018, 20:00
Und jetzt: Die Welt!
von Sybille Berg
Sie sind klug, gut ausgebildet und leben in prekären Verhältnissen, weil auch das x-te Praktikum kein Geld bringt. Sie verkaufen selbstgekochte Drogen im Internet, schreiben Mode-Blogs und steigern den Marktwert ihres Körpers im Fitnessstudio, obwohl sie den Markt verachten. Sie kommunizieren per Skype, SMS, Chat oder Telefon, und doch bleibt da ein Gefühl von überwältigender Einsamkeit. Eine junge Frau bilanziert in Sibylle Bergs „Text für eine Person und mehrere Stimmen“ ihr bisheriges Leben: früher Mitglied einer brutalen Mädchengang, heute friedlich Yoga, früher unbeholfenes Knutschen mit Jungs im Zeltlager, heute Gender-Fragen und die Projekte Sex und Liebe mit Männern oder Frauen, früher hochfliegende Ideale, heute Pragmatismus. Sehnsucht ist etwas, das man hauptsächlich aus Filmen k
Mi, 28.2.2018, 10:00
Alice im Wunderland
von Lewis Carroll für alle ab 6 Jahren
für die Bühne bearbeitet von Christina Rast und Götz Leineweber

Alice war es leid, still zu sitzen und warf ein- oder zweimal einen Blick in ein Buch, aber nirgends waren darin Bilder abgedruckt. "Und was nützen Bücher ohne Bilder?" Alice reist durch ein Kaninchenloch in eine Welt, in der die Sprache alles sein kann, ein Irrgarten bestehend aus Haarspalterei und Widerrede. Hinrichtungen sind nur ein Spaß, aber wehe, wenn dir jemand ins Wort fällt. Nicht die Gurgel schneidet die Herzkönigin dir durch, sondern die Antwort ab. Gefeiert wird der Ungeburtstag, Katzen verschwinden lächelnd, die andere Seite des Pilzes macht dich größer, mit Zeit lässt sich nicht reden und alles, alles ist vielleicht nur ein Kartenspiel, nichts weiter, einmal durchgepustet fliegt es in alle Richtungen davon. E
Mi, 28.2.2018, 20:00
Rückkehr in die Wüste
von Bernard-Marie Koltès
Für den Industriellen Adrien Serpenoise ist der Boden unter seinen Füßen der "Mittelpunkt der Welt". Er erklärt sein Beharren auf allem Vertrauten und Nationalen seinem Sohn Mathieu, den er hinter den Mauern des Familienbesitzes vor fremden Gefahren verborgen hält. Doch Mathieu will die Wüste der französischen Provinz verlassen. Sein Cousin Edouard hat ihm von Algerien und dem Krieg erzählt. Adriens Schwester Mathilde ist mit ihren beiden Kindern aus Nordafrika in ihre Heimatstadt zurückgekehrt. Ihr Bruder kümmert sich dort seit fünfzehn Jahren um den gemeinsamen Familiensitz. Jetzt fordert Mathilde ihr Erbteil ein – und sie will Rache. Mit Hilfe seiner Freunde, die heute alle gut situierte Bürger der Provinzstadt sind, hatte Adrien damals seine Schwester und ihren unehelichen Sohn aus der
Di, 31.5.2016 - So, 26.8.2018
Cy Twombly: In the studio (Sonderausstellung)
Mit einer Neupräsentation meldet sich Cy Twombly im Obergeschoss des Museums Brandhorst zurück. Und zwar mit einer retrospektiven Auswahl von Gemälden, Skulpturen, Zeichnungen und Fotografien aus den frühen 1950er-Jahren bis hin zu einem Bild aus Twomblys allerletzter Werkserie, die er 2011 kurz vor seinem Tod fertiggestellt hat. Mit mehr als 200 Werken – von denen die Hälfte nun zu sehen sein wird – aus unterschiedlichen Schaffensperioden verfügt die Sammlung Brandhorst über die bedeutendsten Bestände des Künstlers in Europa.

Twombly hat dem jeweiligen Ort, an dem seine Werke entstanden sind, Zeit seines Lebens eine zentrale Bedeutung beigemessen. Insbesondere in seinen Fotografien spielt Twombly vielfach auf den Arbeitsprozess und die besondere Atmosphäre bei der Entstehung seiner Bil
Di, 7.6.2016 - Di, 17.7.2018
DER TURM DER BLAUEN PFERDE. (Sonderausstellung)
POSTKARTEN VON FRANZ MARC AN ELSE LASKER-SCHÜLER IN DER SOFIE UND EMANUEL FOHN-SCHENKUNG
Das legendäre Gemälde des Expressionismus »Der Turm der blauen Pferde« von Franz Marc gilt seit Ende des Zweiten Weltkriegs als verschollen, nachdem es von den Nationalsozialisten 1937 als »entartet« beschlagnahmt wurde. Erhalten hat sich aber der einzige farbige Entwurf des Gemäldes auf einer Postkarte, die Franz Marc Neujahr 1913 an die befreundete Dichterin Else Lasker-Schüler sandte. Als Teil der neuen Sammlungspräsentation und anlässlich des 100. Todesjahrs von Franz Marc ist der »Der Turm der blauen Pferde« mit weiteren 21 bemalten Postkarten Franz Marcs aus der Fohn-Schenkung in Saal 10 der Pinakothek der Moderne ausgestellt, ergänzt um die Vorstudie zu Franz Marcs Hauptwerk »Tierschicksale«, 1913: »Die Bäume zeigten ihre Ringe, die Tiere ihre Adern«.
Fr, 2.6.2017 - So, 3.6.2018
FUTURO. A Flying Saucer in Town (Sonderausstellung)
Die Neue Sammlung präsentiert ihren Ankauf des spektakulären FUTURO im Außenraum der Pinakothek der Moderne.

Das FUTURO ist nicht nur das bekannteste und innovativste, sondern auch eines der ersten in Serie produzierten Kunststoffhäuser der Welt. Kein anderes Objekt verkörpert den Glauben an den technologischen Fortschritt und an die Zukunft des Raumfahrtzeitalters der späten 1960er-Jahre besser als das FUTURO. Nicht umsonst sollte es zum Inbegriff des utopischen Designs werden.
Das in Segmentbauweise aus glasfaserverstärktem Polyester bestehende Haus war für unterschiedliche Verwendungszwecke vorgesehen. Ursprünglich als Skihütte für unwegsames Gelände geplant, konnte es aber auch als Wochenendhaus, Unterrichtsraum oder gar als Bankfiliale dienen. In seiner Form, Ausstattung und durc
Fr, 30.6.2017 - Sa, 30.6.2018
Pop Pictures People (Sonderausstellung)
Andy Warhol (1928-1987) ist zurück im Museum Brandhorst. Parallel zu den Einzelausstellungen von Kerstin Brätsch und Seth Price sind in den Kabinetten im Untergeschoss die Warhol-Highlights der Sammlung Brandhorst zu sehen. Die Ausstellung eröffnet vertiefende Einblicke in das Erbe der Pop-Art-Ikone. Die Gegenüberstellungen von Werken Andy Warhols mit Zeitgenossen und Nachfolgern wie Alex Katz (*1927), Louise Lawler (*1947), Keith Haring (1958-1990), Cady Noland (*1956) oder Jeff Koons (1955) zeigen die Relevanz und das Nachwirken seines Œuvres. Die wortwörtliche Oberflächlichkeit der Starkult-Bildwelten, die exzentrischen Identitätsbilder der LGBT-Community in Warhols „Factory“, aber auch die Gewalt von und in medial verbreiteten Bildern waren seit den frühen 1960er-Jahren Themen in Andy
Mi, 5.7.2017, 10:00 - So, 1.4.2018, 17:00
Luther Imagines 17
Thema der Ausstellung „Luther imagines 17“ sind die verschiedenen Luther-Bilder, wie sie vor allem im Spiegel der Kunstmedaille zum Ausdruck kommen.
Im Laufe der letzten 500 Jahre hat sich ein „Kanon“ von Luther-Festen herausgebildet, an dessen Spitze die Erinnerung an Luthers Geburt im Jahr 1483 und den Thesenanschlag von 1517 steht. Wie die Medaillen deutlich machen, bringt jedes Zeitalter sein eigenes Luther-Bild hervor: Ist der Reformator im 16. Jahrhundert der gefeierte Propheta Germaniae und „dritte Elias“, im 17. und 18. Jahrhundert „Lichtbringer“ und „Wiederhersteller der reinen Lehre“, so lädt sich seine Gestalt im 19. Jahrhundert nationalistisch auf und wird gleichzeitig zum Vorbild für das Bürgertum, das ihm in vielen Städten Denkmale setzt. Die Feiern im Kriegsjahr 1917 heroisieren Luther als deutschesten der Deutschen. 1983 gedenkt auch die DDR seines 500. Geburtstags. Schließlich bestätigt die Feier des Reformationsjubilä
Fr, 15.9.2017 - So, 8.4.2018
Again and Again - Sammlung Goetz im Haus der Kunst
In den 1990er-Jahren wurde der Loop – die Technik, mittels derer eine kurze Film- oder Videosequenz am Ende und am Anfang verbunden wird, sodass sich eine Endlosschleife ergibt – zu einem gängigen Stilmittel im Bereich der bewegten Bilder. Again and Again erforscht wie der Loop, sowie andere formale und räumliche Methoden wie etwa Mehrkanalinstallationen, Split Screen, oder Experimente mit Serialität das narrative Instrumentarium digitaler Videoarbeiten der 1990er- und 2000er-Jahre erweiterten. Ausgehend von diesen Strategien der Wiederholung durchleuchtet die Ausstellung gattungsspezifische Befragungen des mannigfaltigen Selbst.

In den 1990er- und 2000er-Jahren wurde die Integrität von persönlicher Identität in Frage gestellt. Reality TV, Webcam-Kultur und Online-Portale wie Myspace er
Fr, 15.9.2017 - So, 18.3.2018
Kapsel 07: Oscar Murillo
Oscar Murillo hat sich in nur wenigen Jahren zu einer der aufregendsten künstlerischen Positionen entwickelt. Primär im Medium der Malerei beheimatet, sprengt er zugleich eben diesen Rahmen auf radikale Weise: Er integriert Video, Zeichnung, skulpturale, installative und performative Elemente in seine Präsentationen, denen eine intensive, unmittelbare und viszerale Qualität innewohnt. In Oscar Murillos Installationen findet sich der Betrachter in mitten eines klugen, hoch-ästhetischen und gleichzeitig existenziellen Spannungsfeld in dem es um das Verständnis von Arbeit und Spiel, Produktion und Konsum, Original und Aneignung, Zentrum und Peripherie genauso wie um die Beziehung von Materie und Transzendenz geht. Während sich Oscar Murillos Projekte noch vor einigen Jahren oft im Grenzbereic
Fr, 15.9.2017 - So, 18.3.2018
Kapsel 08: Polina Kanis
Die Kapsel-Ausstellungen am Haus der Kunst bieten jungen, aufstrebenden Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt eine Gelegenheit, neuere Arbeiten in einem institutionellen Kontext vorzustellen. Die vierte Ausgabe dieser Reihe bespielen der aus Kolumbien stammende, in London lebenden Künstler Oscar Murillo und die russische Medienkünstlerin Polina Kanis.

Polina Kanis (geb. 1985 in Leningrad, heute St. Petersburg) erkundet die Grenzen zwischen Film, Fotografie und Performance. Ihre Videos sind von einer markanten Spannung zwischen dem dargestellten Geschehen und der Welt jenseits des Bildkaders geprägt. Kanis‘ Protagonisten halten sich in geschlossenen Systemen auf, innerhalb derer unsichtbare Herrschaftsinstanzen ihr Verhalten auf automatisierte und ritualisierte Handlungen reduzieren
Di, 3.10.2017 - Mo, 31.12.2018
OLAF METZEL - REISE NACH JERUSALEM (Sonderausstellung)
Für die Eröffnung der Pinakothek der Moderne schuf Olaf Metzel eine Skulptur, die der bühnenhaften Ausstrahlung des Treppenhauses einen signifikanten Akzent verlieh. Das Interesse des Künstlers galt der einzelnen Säule auf dem mittleren Treppenabsatz, die er in ein schillerndes Gewand aus farbigem Acrylglas kleidete, in dessen Innerem sich deformierte Plastikstühle stapeln. »Reise nach Jerusalem« nannte Metzel das exzentrische Werk, das sich schon bald zu einem Wahrzeichen des Museums entwickelte. Zum 15. Geburtstag des Museums ist die raumgreifende Arbeit erneut zu sehen.

Sammlung Moderne Kunst
Do, 26.10.2017 - So, 4.3.2018
ARAKI. TOKYO
Der Japaner Nobuyoshi Araki (*1940) zählt zu den wohl produktivsten, aber auch provokativsten Fotografen unserer Zeit. Sein Werk umspannt ein vielfältiges Spektrum an Themen, von hocherotischen Frauendarstellungen über artifizielle Stillleben, Pflanzenfotografien, reportagehaft anmutende Alltagsdarstellungen und Architekturaufnahmen bis hin zu fast tagebuchartigen Fotografien von sich und seiner früh verstorbenen Frau.

Die aus 28 Diptychen bestehende Arbeit „Tokyo“ (1969-1973) bildet die Vorlage für eines der ersten Buchprojekte Arakis und steht am Beginn seiner langjährigen Auseinandersetzung mit dem Leben und dem Stadtraum von Tokio. Gegensätze wie anonym und vertraut, bekleidet und nackt, Innen- und Außenwelt fungieren als subtile Verweise auf die Trennung zwischen öffentlicher und p
Fr, 10.11.2017 - So, 16.9.2018
HELLA JONGERIUS & LOUISE SCHOUWENBERG. BEYOND THE NEW (Sonderausstellung)
Die niederländische Produktdesignerin Hella Jongerius und die Designtheoretikerin Louise Schouwenberg sind eingeladen, für die Paternoster-Halle der Pinakothek der Moderne eine ortsspezifische Installation zu entwickeln. Sie führen damit nach Konstantin Grcic und Werner Aisslinger das 2015 eingeführte, zehnmonatige Ausstellungsformat für zeitgenössische Positionen im Design fort.

Hella Jongerius hat sich durch ihre sehr spezifische Weise, Handwerk und industrielle Produktion miteinander zu verbinden, eine renommierte Position erworben. Ihre Möbel-, Textil- und Keramikentwürfe verstehen sich als eine Symbiose von High- und Low-Tech, Vergangenheit und Gegenwart, von traditionellen und neuartigen Materialien.
Louise Schouwenberg, Leiterin des Fachbereichs für Contextual Design an der ange
Do, 14.12.2017 - So, 29.4.2018
A GOOD NEIGHBOUR (Sonderausstellung)
Die Epoche, in der wir leben, fordert uns auf neue Weise heraus. Die Grenzen zwischen Privatem und Öffentlichem sind unscharf geworden. Alte Verbindungen lösen sich auf, neue Allianzen entstehen, der Wert von friedlicher Koexistenz steht auf dem Prüfstand. Internationale Künstlerinnen und Künstler, eingeladen von Elmgreen & Dragset, beleuchten Vorstellungen von guter Nachbarschaft und den Umgang mit Eigenem und Fremdem. Als erste Kooperation der Pinakothek der Moderne mit der Istanbul Biennale bildet „a good neighbour“ auch eine Brücke zwischen der Türkei und Deutschland.

Sammlung Moderne Kunst
Mi, 17.1.2018 - Mo, 9.7.2018
L wie Land und Leute (Sonderausstellung)
Die Ausstellung folgt vorangegangenen Projekten in der Studiengalerie der Neuen Pinakothek, zieht ein Register aus dem Depot auf, greift ordnend hinein und stellt eine thematische Auswahl vor. „L wie Land und Leute …“ zeigt Künstler des 19. Jahrhunderts, die Bekanntes und Unbekanntes in Nah und Fern (neu) entdecken und in ihren Gemälden darstellen. Mit 40 bis 50 Werken aus der eigenen Sammlung lässt sich dabei auch beobachten, wie leicht aus der Verfertigung von Bildern die Verfestigung von Ansichten wird und ursprüngliche Neugier zu Klischees gerinnt. Neben den Klassikern Italien und Holland zeigt die Ausstellung zeitgenössische Erwerbungen zu Spanien, Österreich und anderen Ländern.
Fr, 19.1.2018 - So, 25.2.2018
Don’t forget to sing! Aboriginal Art aus den Western APY Lands
Die APY Lands liegen in Südaustralien nahe der Grenze zum Northern Territory. „APY“ steht für „Anangu Pitjantjatjara Yankunytjatjara”, d.h.„die Menschen der Sprachgruppen Pitjantjatjara und Yankunytjatjara.“ Malen, Singen und Tanzen haben im Leben der Aborigines der australischen Wüste eine tiefe Bedeutung. Das alles ist nach ihrem Glauben dazu geeignet, Schöpfungsgeschichten zu erzählen und damit Zusammenhänge in der Entstehung der Welt aufzuzeigen. Durch Malen, Tanzen und Singen hält ein Anangu-Künstler Kultur und traditionelle Gesetze seines Landes am Leben und ehrt gleichzeitig die Schöpferahnen.

Die Gesetze der Schöpfungsgeschichten (Tjukurpa) sind ein fester Bestandteil der Religion und des Alltags der Anangu. Sie erklären die Erschaffung allen Lebens und geben bis heute Hinweise,
Fr, 2.2.2018 - So, 3.6.2018
Kiki Smith - Procession
Seit über drei Jahrzehnten befasst sich die 1954 in Nürnberg geborene US-amerikanische Künstlerin Kiki Smith in ihrem facettenreichen Œuvre mit den politischen und sozialen, aber auch den philosophischen und geistigen Aspekten der menschlichen Natur. Furchtlos erkundet sie den Körper und setzt sich zugleich auf komplexe Weise mit der "conditio humana" auseinander. Ihre Werke verhandeln Fragen von Alter und Tod, Verwundung und Heilung, Wiederbelebung, Fragmentierung, Geburt, Sexualität, Gender und Erinnerung. Neben Skulpturen produziert Smith vor allem Zeichnungen, Radierungen und Lithographien, aber auch Künstlerbücher, Fotografien, Videos sowie in jüngster Zeit auch Bildteppiche. Dabei greift sie ebenso auf traditionelle wie moderne handwerkliche Verfahren zurück. Bemerkenswert ist die Vi
Sa, 3.2.2018 - So, 10.6.2018
FRITZ WINTER (Sonderausstellung)
Fritz Winter (1905-1976) begann seine künstlerische Laufbahn 1927 am Bauhaus in Dessau als Schüler von Wassily Kandinsky, Oskar Schlemmer und Paul Klee. Parallel zur Ausstellung „Paul Klee. Konstruktion des Geheimnisses“ zeigt die Fritz-Winter-Stiftung 18 Arbeiten aus dem Frühwerk des Künstlers von den 1920er- bis in die 1940er- Jahre. Höhepunkt sind zwei Neuerwerbungen aus der Werkgruppe „Triebkräfte der Erde“, die der im Nationalsozialismus als entartet geltende Künstler 1944 im Verborgenen schuf. Die „Triebkräfte“ wurden in der Nachkriegszeit als Schlüsselwerke abstrakten Formenreichtums gefeiert und stehen bis heute für die Qualität und das Wirkungsvermögen in innerer Emigration entstandener Kunstwerke.

Die Präsentation in Saal 15 zeigt eine kleine Auswahl des neuen Kernbestandes de
Ozeanien. Inselwelten im Pazifik
Dauerausstellung
Über die Weiten des Stillen Ozeans, auch Pazifik genannt, verteilen sich mehr als 7.500 Atolle und Inseln. Diese Welt erstreckt sich über ein Drittel der Erdoberfläche und wird heute unter dem Begriff Ozeanien zusammengefasst. Europäer haben das riesige Gebiet geographisch und kulturell in Melanesien „die schwarzen Inseln“, in Mikronesien „die kleinen Inseln“ und in Polynesien „die vielen Inseln“ unterteilt.

Für die Ozeanier ist das Meer nichts Trennendes, sondern hat von jeher Menschen und Kulturen miteinander verbunden. In der Ozeanien-Ausstellung sehen Sie weltweit einzigartige Objekte, die diese Verbindung aufzeigen und Ihnen Einblicke in traditionelle Lebensweisen ermöglichen.

Vom herausragenden seefahrerischen Können erzählen das reich verzierte Fischerboot aus Botel Tobago, di
David Wagner
"Leben"
Rowolth
Preis der Leipziger Buchmesse

«Wann passiert es schon, daß einem die Verlängerung des eigenen Lebens angeboten wird?»

Der Anruf kommt um kurz nach zwei. Ein junger, sterbenskranker Mann geht ans Telefon, und eine Stimme sagt: Wir haben ein passendes Spenderorgan für Sie. Auf diesen Anruf hat er gewartet, diesen Anruf hat er gefürchtet. Soll er es wagen, damit er weiter da ist für sein Kind? Er nimmt seine Tasche und läßt sich ins Berliner Virchow-Klinikum fahren.

Von der Geschichte und Vorgeschichte dieser Organtransplantation handelt «Leben»: von den langen Tagen und Nächten im Kosmos Krankenhaus neben den wechselnden Bettnachbarn mit ihren Schicksalen und Beichten – einem Getränkehändler etwa, der heimlich seine Geliebte besucht, oder einem libanesischen Fleischer, der im Bürg
Ursula Krechel
"Landgericht"
Jung und Jung Verlag
Deutschen Buchpreis 2012

Nach »Shanghai fern von wo« geht Ursula Krechel noch einmal den Spuren deutscher Geschichte nach. Ihr neuer Roman handelt vom Exil und von den fünfziger Jahren, von einer Rückkehr ohne Ankunft.

Was muss einer fürchten, was darf einer hoffen, der 1947 aus dem Exil nach Deutschland zurückkehrt? Nach ihrem gefeierten, 2008 erschienenen Buch »Shanghai fern von wo« geht Ursula Krechel mit ihrem neuen großen Roman »Landgericht« noch einmal auf Spurensuche. Die deutsche Nachkriegszeit, die zwischen Depression und Aufbruch schwankt, ist der Hintergrund der fast parabelhaft tragischen Geschichte von einem, der nicht mehr ankommt. Richard Kornitzer ist Richter von Beruf und ein Charakter von Kohlhaas’schen Dimensionen. Die Nazizeit mit ihren absurden und tödlichen Rege
Sibylle Lewitscharoff "Pong"
Berlin-Verlag
Büchner-Preis 2013

Fast zärtlich zeichnet Sibylle Lewitscharoff den Alltag eines Verrückten nach, der sich selbst genügt. Mit hinreißenden Wortspielereien und Neuschöpfungen skizziert sie das Psychogramm eines eigenwilligen Helden und präsentiert zugleich eine poetische Parabel über die allgegenwärtigen Ängste des Lebens. Sibylle Lewitscharoff erhielt 1998 für »Pong« den Ingeborg Bachmann-Preis
Pong ist ein »nicht unschöner« Mann. Er will die Welt verbessern, Ungerechtigkeiten besiegen und Kinder vor dem schweren Parfüm ihrer Mutter bewahren. Das einzige Problem: Pong ist verrückt. Seine ungewöhnliche Geburt durch »den Großen Ratsch« läßt ihn zu einem Sonderling mit einer eigenen Weltwahrnehmung werden. Sein aus Ängsten, Zwängen und festen Regeln bestehender Alltag soll seine fragile E
Wilhelm Genazino
"Idyllen in der Halbnatur"
Hanser Verlag
Kasseler Literaturpreis 2013

Die Welt ist voller Merkwürdigkeiten, man muss nur hinsehen. Ein Mann verliert einen Schuh. Ein anderer Mann, Kleist, beschreibt seiner Braut auf Hunderten von Seiten, durch welche gründlichen Maßnahmen sie beide unfehlbar glücklich werden. Der Büchner-Preisträger Wilhelm Genazino erzählt, wie er schreibt, wie er zum Schreiben kam und warum die Welt so merkwürdig und ohne Bücher kaum auszuhalten ist. In Prosastücken und Essays nähert er sich auf unverwechselbare Weise Büchern und Bildern, vor allem aber Menschen, seien sie nun Schriftsteller, deren berühmte Figuren oder auch jene Namenlosen, die irgendwann auf der Straße ihren Schuh verlieren. Und damit einen ungeschriebenen Roman erleben.

Fester Einband, 240 Seiten

„In den ‚Idyllen in der Halbnatur‘,
Der Orient. Zum Staunen so nah
Dauerausstellung
Als „Morgenland“ der aufgehenden (= oriens) Sonne wird eine geographische Region bezeichnet, die von Nordafrika über den Nahen und Mittleren Osten bis nach Zentral- und Südasien reicht. Überwiegend vom Islam geprägt, hat jede ihrer städtischen, bäuerlichen oder nomadischen Regionalkulturen, darunter auch nicht-islamische Minderheiten, ihre historisch gewachsenen Besonderheiten.

Die Ausstellung führt Sie in die facettenreiche Welt des Orients. Jahrhundertealte und zeitgenössische Kunst, Objekte voll tiefempfundener Religiosität und sogar Gegenstände alltäglichen Lebens laden zum Staunen ein. Von orientalischer Baukunst erzählen strahlend blaue Architekturfliesen, opulent beschnitzte Hausportale aus Pakistan oder ein indischer Gartenpavillon aus weissem Marmor. Prachtvolle Beispiele verga
Narvid Kermani
"Dein Name"
Hanser Verlag
Heinrich-von-Kleist Preis 2012

Am 8. Juni 2006 beginnt Navid Kermani sein neues Buch, und es wird einer der ungewöhnlichsten Romane unserer Zeit. Hier schreibt einer über alles, was es zu wissen gibt über sein Leben und das Leben überhaupt: die Gegenwart und die Vergangenheit seiner Familie, die Erinnerung an gestorbene Freunde und die mitreißende Lektüre Jean Pauls und Hölderlins. Die Geschichte seines Großvaters, der von Nahost nach Deutschland ging, wird zum Herzstück des Romans. Immer wieder drängt sich dem Romancier der entscheidende Moment dazwischen: der des Schreibens. „Dein Name“ ist ein Roman, der das Privateste ebenso in den Blick nimmt wie die Geschichte, in der wir leben - ein Buch, das unser Bild der Gegenwart nachhaltig verändern wird.

Fester Einband, 1232 Seiten
mit
Judith Schalansky
"Der Hals der Giraffe"
Preis der Literaturhäuser 2014

»Der beste Roman des Jahres.« Hubert Winkels, Deutschlandfunk Anpassung im Leben ist alles, weiß Inge Lohmark. Schließlich unterrichtet sie seit mehr als dreißig Jahren Biologie. In einer Stadt im hinteren Vorpommern. Dass ihre Schule in vier Jahren geschlossen werden soll, ist nicht zu ändern – die Stadt schrumpft, es fehlt an Kindern. Aber noch vertreibt Inge Lohmark, Lehrerin vom alten Schlag, mit ihrem Starrsinn alles Störende. Als sie schließlich Gefühle für eine Schülerin entwickelt und ihr Weltbild ins Wanken gerät, versucht sie in immer absonderlicheren Einfällen zu retten, was nicht mehr zu retten ist.
Judith Schalanskys Bildungsroman wurde 2011 zum großen Presse und Publikumserfolg. Kritikerinnen und Kritiker bejubelten den »besten Roman des Jah
Marcel Beyer
"Putins Briefkasten"
Kleist-Preis 2014

Eines Morgens, in einer ihm »selber nicht ganz klaren Anwandlung«, fährt Marcel Beyer an den Stadtrand von Dresden, um dort einen Briefkasten noch einmal zu sehen, nicht irgendeinen, sondern den Wladimir Putins, der in den achtziger Jahren hier lebte. Er findet ihn nicht mehr vor. Aber was Beyer auf seiner Spurensuche wahrnimmt und aufschreibt, entwickelt sich unterderhand zu einem Kurzporträt Putins, das erhellender ist als jede dickleibige politische Biographie. Was immer Beyer hier in seinen Erzählungen und Skizzen in den Blick nimmt - seien es Blumen oberhalb des Genfer Sees, eine von Rimbaud aufgegebene Kleinanzeige, ein einäugiger Löwe im Dresdner Zoo, von Dostojewskij zum Brüllen gebracht, ein kleinformatiges Gemälde von Gerhard Richter oder Lessings Ofenschirm
Marjana Gaponenko
"Wer ist Martha?"
Adelbert-von-Chamisso-Preis 2013

Wer Martha ist, wird hier nicht verraten, aber über Luka Lewadski kann Folgendes gesagt werden: Ornithologe aus der Ukraine und Verfasser der bahnbrechenden Studie Über die Rechenschwäche der Rabenvögel. Über seinen Forschungen ist er in die Jahre gekommen und 96 geworden. Viel Zeit bleibt nicht mehr, sagt der Arzt. Und die will gut genutzt sein, sagt sich Lewadski. Also reist er nach Wien, steigt im noblen Hotel Imperial ab und lernt im Fahrstuhl einen Altersgenossen kennen, dem der Lebensfaden auch schon reichlich kurz geworden ist. Wie die beiden Alten aus der Muppet Show in ihrer Loge sitzen die zwei beim Früchte-Wodka in der Hotelbar, kommentieren die Frisuren der Damen, rekapitulieren das mörderische vergangene Jahrhundert und träumen von der Revo
Lisa-Maria Seydlitz
"Sommertöchter"
Eine Familiengeschichte voller Liebe

Durch einen anonymen Brief erfährt Juno von ihrem Erbe: ein Fischerhaus in der Bretagne. Aber wider Erwarten ist sie nicht die Einzige, die sich für das Haus interessiert. Die französische Kellnerin Julie hat sich dort eingenistet, und auch Jan, ein Architekt aus Deutschland, ist oft zu Besuch. Acht Jahre nach dem Tod ihres Vaters eröffnet sich für Juno ein neuer Blick in die Vergangenheit. Die Reise in die Bretagne wird für sie zu einer Reise in ihre Familiengeschichte. In eine Kindheit, in der sie glücklich war und mit ihren Eltern ein scheinbar idyllisches Vorstadtleben geführt hat. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem alles anders wurde.
›Sommertöchter‹ ist ein Roman gegen das Alleinsein. Lisa-Maria Seydlitz nimmt ihre Leser mit in einen Sommer, in dem
Terézia Mora
"Das Ungeheuer"
Luchterhand Literaturverlag
Deutscher Buchpreis 2013

Eine der wichtigsten Gegenwartsautorinnen
»Solche Geschichten gibt's, zu Hauf. Ingenieur gewesen, Job verloren, Frau verloren, auf der Straße gelandet«: Kein außergewöhnliches Schicksal vielleicht auf den ersten Blick, doch Terézia Moras Romanheld Darius Kopp droht daran zu zerbrechen. Denn Flora, seine Frau, die Liebe seines Lebens, ist nicht einfach nur gestorben, sie hat sich das Leben genommen, und seitdem weiß Darius Kopp nicht mehr, wie er weiter existieren soll. Schließlich setzt er sich in seinen Wagen, reist erst nach Ungarn, wo Flora aufgewachsen ist, und dann einfach immer weiter. Unterwegs liest er in ihrem Tagebuch, das er nach ihrem Tod gefunden hat, und erfährt, wie ungeheuer gefährdet Floras Leben immer war – und dass er von alldem nicht das Ger
Sonnentanz und Bisonjagd. Indianer Nordamerikas
Dauerausstellung
Der nordamerikanische Kontinent erstreckt sich fast 8.000 Kilometer von der Arktis über Alaska, Kanada und die USA bis ins nördliche Mexiko. Als ebenso vielfältig wie seine Landschaften erweisen sich die traditionellen Kulturen der Indianer und Eskimo. Die Exponate der Ausstellung zeigen diese Vielfalt auf und belegen eindrucksvoll den Erfindungsreichtum und das ästhetische Gefühl ihrer Schöpfer. Beispiele hierfür sind die berühmten Rabenmasken der Kwakiutl, aufwändige Perlenstickereien der Sioux oder die handschmeichelnden Specksteinfiguren der Eskimo. Von den Kachina-Figuren der Hopi ließen sich bereits Künstler der Klassischen Moderne beeinflussen.

Ein bemaltes Tuch, das einst ein Tipi zierte, erzählt Geschichten von Sonnentänzen und Festen, Kriegen und Bisonjagden. Nur Kinder können
Thomas Hettche
"Pfaueninsel"
Kiepenheuer & Witch
Eine Insel außerhalb der Zeit

Die Pfaueninsel in der Havel ist ein künstliches Paradies. In seinem opulenten, kundigen und anrührenden Roman erzählt Thomas Hettche von dessen Blüte, Reife und Verfall aus der Perspektive des kleinwüchsigen Schlossfräuleins Marie, in deren Lebenslauf sich die Geschichte eines ganzen Jahrhunderts verdichtet.
Es mutet an wie ein modernes Märchen, denn es beginnt mit einer Königin, die einen Zwerg trifft und sich fürchterlich erschrickt. Kaum acht Wochen nach dieser Begegnung auf der Pfaueninsel, am 19. Juli 1810, ist die junge Königin Luise tot – und der kleinwüchsige Christian und seine Schwester Marie leben fortan weiter mit dem entsetzten Ausruf der Königin: »Monster!« Damit ist die Dimension dieser Geschichte eröffnet. Am Beispiel von Marie, die zwisch
Amos Oz
"Unter Freunden"
Suhrkamp Verlag
Siegfried Lenz Preis 2014 für Amos Oz

Aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler

Zvi Provisor, der mürrische Gärtner des Kibbuz Jikhat, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Gemeinschaft mit Katastrophenmeldungen zu versorgen: die Erkrankung des norwegischen Königs, der Brand in einem spanischen Waisenhaus, ein Vulkanausbruch in Chile. Abgelenkt von seiner täglichen Dosis Pessimismus, entgeht ihm, dass die Witwe Luna Blank nur ihm zuliebe ihr gutes Sommerkleid trägt. Er, der keine Berührungen zulassen kann, muss erkennen, dass die ungewohnte weibliche Präsenz seine ihm heilige Alltagsroutine ins Wanken bringt. Amos Oz, der Meister der Zwischentöne, knüpft in Unter Freunden an seinen Bestsellererfolg Eine Geschichte von Liebe und Finsternis an und kehrt zu der Zeit zurück, die ihn am meis
Lebendige Traditionen, Kreative Gegenwart. Kunst aus Afrika
Dauerausstellung
Afrika gilt als Wiege der Menschheit – unser aller Vorfahren kommen von dort. Der Kontinent umfasst heute über 50 Länder und weist die weltweit größte Vielfalt an Sprachen und Kulturen auf. Die Ausstellung präsentiert eindrucksvolle Beispiele traditioneller Kunst aus dem Afrika südlich der Sahara. Die Bandbreite reicht von höfischen Bronzen aus dem Reich Benin, wirkmächtigen Kraftfiguren aus der Kongoregion und Jahrhunderte alten filigranen Elfenbeinschnitzereien aus Westafrika bis hin zu faszinierenden Ahnenskulpturen oder Masken von Mali bis Tansania.

Die berühmten „Blauer Reiter“-Künstler Franz Marc und Wassili Kandinsky suchten und fanden in der Münchner Afrika-Sammlung Inspiration für ihre eigenen Arbeiten.

Einen besonderen Schwerpunkt der Ausstellung bilden Werke international
Patrick Modiano
"Der Horizont"
Hanser Literaturverlag
Nobelpreis für Literatur 2014

Zwei Verlorene, die sich finden und wieder verlieren - ein Roman über Zeit und Erinnerung von Nobelpreisträger Patrick Modiano
Während einer Demonstration stoßen sie in einem Metroeingang zufällig zusammen, Margaret Le Coz und Jean Bosmans. Sie, geboren in Berlin als Tochter einer französischen Mutter, hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, er schreibt an seinem ersten Roman. Die beiden werden für kurze Zeit ein Liebespaar. Bis Margaret Hals über Kopf aus Paris flieht. Vierzig Jahre später spürt Bosmans dieser verlorenen Liebe nach. Was ihm bleibt sind seine Erinnerungen und eine konkrete Spur, die in eine Berliner Buchhandlung führt. Patrick Modianos neues Buch – in Frankreich als sein schönster Roman über das Vergehen der Zeit gerühmt – ist die Gesc
Michel Houellebecq
"Unterwerfung"
Dumont-Verlag
Im Mittelpunkt von Houellebecqs Roman „Unterwerfung“ steht die Geschichte des Literaturwissenschaftlers Francois. Während der Akademiker und leidenschaftliche Weintrinker das Werk des dekadenten Schriftstellers Huysmans erforscht, rückt die Wahl des neuen französischen Präsidenten immer näher.

Alles deutet darauf hin, dass der charismatische Kandidat der Muslimbruderschaft das Rennen machen wird. In der Hauptstadt kommt es zu tumultartigen Ausschreitungen: Autos brennen, Wahllokale werden überfallen und ein Bürgerkrieg scheint blutige Realität zu werden. Es kommt zur Stichwahl zwischen der Rechtsextremen Marine Le Pen und dem muslimisch-moderatem, humanistisch gesonnenem Kandidaten – und schließlich zieht Mohamed Ben Abbès als Präsident in den Elysée-Palast ein. Bald stellt er die Repu
Nicolas Mahler
"Franz Kafkas nonstop Lachmaschine"
Reprodukt
Preis der Literaturhäuser 2015

Wie fühlt es sich an, als Comicautor in der Hochkultur anzukommen? Wie übersetzt man Thomas Bernhard und Robert Musil in Comicform? Und gibt es nicht mehr Überschneidungen zwischen Franz Kafka und “Fix und Foxi”-Erfinder Rolf Kauka, als man zunächst annehmen mag? Auch in der vierten Sammlung von autobiografischen Geschichten berichtet Nicolas Mahler mit trockenem Witz aus seinem aufregenden Leben als Comiczeichner und von den grotesken Situationen, in die er fortwährend gerät.

Nicolas Mahler ist einer der profiliertesten und produktivsten Comickünstler im deutschsprachigen Raum. Bei Reprodukt ist neben autobiografischen Comics wie “Kunsttheorie versus Frau Goldgruber” zuletzt die tragikomische Erzählung “Lone Racer” erschienen. Viel Aufmerksamkeit wurde
Swetlana Alexijewitsch:
"Secondhand-Zeit – Leben auf den Trümmern des Sozialismus"
Suhrkamp
Nobelpreis für Literatur 2015

Gut zwanzig Jahre sind vergangen seit dem Zusammenbruch des Sowjetimperiums, die Russen entdeckten die Welt, und die Welt entdeckte die Russen. Inzwischen aber gilt Stalin wieder als großer Staatsmann, die sozialistische Vergangenheit wird immer öfter, vor allem von jungen Menschen, nostalgisch verklärt.
Russland, so Swetlana Alexijewitsch, lebt in einer Zeit des »Second-hand«, der gebrauchten Ideen und Worte. Die Reporterin befragt Menschen, die sich von der Geschichte überrollt, gedemütigt, betrogen fühlen. Sie spricht mit Frauen, die in der Roten Armee gekämpft haben, mit Soldaten, Gulag-Häftlingen, Stalinisten. »Historiker sehen nur die Fakten, die Gefühle bleiben draußen …, ich aber sehe die Welt mit den Augen der Menschforscherin.«
Wer das Russland
Durs Grünbein
"Aroma - Ein römisches Zeichenbuch"
Suhrkamp Verlag
Tomas-Tranströmer-Preis 2012

Einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dichter der Gegenwert stellt sich in Vers und Prosa der Ewigen Stadt.

„Aufblühen wird man hier, auch als kraut sich gern überlassen.
Dem wohligen Phototropismus. Der man im Norden war,
Dieser Eisblock Identität, Psyches Schneemann ist bald zerronnen.“

Der so spricht, ist an einem Ort angekommen, wo viele seiner Schreib- und Lebensmotive zusammenlaufen. Durs Grünbeins Jahr in Rom hat Gestalt gewonnen in einem Zeichenbuch. Die Stadt – „Roma caput mundi“ – wird als ein Schauplatz der Zeichen und Verweise erfahren und schlägt sich, wie bei den Reisenden früherer Zeiten, in Zeichnungen nieder – freilich in geschriebener Form. Aus vier Kapiteln gefügt, entstand so sein opus incertum, nach dem Vorbild des altrömi
Felicitas Hoppe
"Hoppe"
S. Fischer Verlag
Georg-Büchner-Preis 2012

Als Leben zu kurz, als Roman zu schön, um wahr zu sein: Das Beste, was bislang über Hoppe geschrieben wurde!

›Hoppe‹ ist keine Autobiographie, sondern Hoppes Traumbiographie, in der Hoppe von einer anderen Hoppe erzählt: von einer kanadischen Kindheit auf dünnem Eis, von einer australischen Jugend kurz vor der Wüste, von Reisen über das Meer und von einer Flucht nach Amerika. Hoppes Lebens- und Reisebericht wird zum tragikomischen Künstlerroman, mit dem sie uns durch die Welt und von dort aus wieder zurück in die deutsche Provinz führt, wo ihre Wunschfamilie immer noch auf sie wartet.
Eine Geschichte über vergebliche Wünsche, gescheiterte Hochzeiten und halbierte Karrieren. Und über das unbestreitbare Glück, ein Kind des Rattenfängers aus Hameln zu sein.
München
Die Mischung macht's - traditionsbewusst, dynamisch, grün!

Es ist die unvergleichliche Mischung aus Weltoffenheit und Tradition, aus Hightech und Bodenständigkeit, aus Innovation und charmanter Gelassenheit, die München so anziehend für Touristen aus aller Welt macht.

Die bayerische Landeshauptstadt mit ihren 1,3 Millionen Einwohnern bietet alles, was sich der Gast für seinen perfekten Aufenthalt erträumt: Eine weitgefächerte Kunst- und Kulturszene, unbegrenzte Sport- und Shoppingmöglichkeiten, ein lebendiges Bar- und Nachtleben, eine vielseitige Gastronomie und ein exzellentes öffentliches Verkehrsnetz. Ihren hohen Freizeit- und Naherholungswert verdankt die Stadt den zahlreichen grünen Oasen wie dem Englischen Garten, den Isarauen, den Parkanlagen der Schlösser sowie der Nähe zu
Feridun Zaimoglu "Ruß"
Kiepenheuer & Witsch Verlag
Preis der Literaturhäuser 2012

Liebe, Trauer und Vergeltung im Ruhrpott – eine deutsche Saga

Ein Kiosk in Duisburg ist der Ausgangspunkt einer rasanten Geschichte, die ihren Held durch den Ruhrpott, nach Warschau und bis auf die Großglocknerstraße führt – und an die Grenzen seiner Liebes- und Leidensfähigkeit.

Mit »Liebesbrand« und »Hinterland« hat Feridun Zaimoglu erfolgreich die Romantik in die deutsche Gegenwartsliteratur zurückgeholt, und nun wendet er sich einer Region zu, die deutscher kaum sein könnte: dem Ruhrpott, Industriebrache im Wandel zur Dienstleistungsregion. Die Gegend ist im Umbruch, und gebrochen ist auch der Held dieser Geschichte. Renz war Arzt, doch als seine Frau von einem Einbrecher ermordet wurde, zerbrach seine Welt und brach sein Wille. Seit mehreren Jah
Maxim Leo
"Haltet Euer Herz bereit"
Eine ostdeutsche Familiengeschichte
Heyne Verlag
Europäischen Buchpreis 2011

Der preisgekrönte Journalist erzählt kritisch, liebevoll und unsentimental

Die Familie von Maxim Leo war wie eine kleine DDR. In ihr konzentriert sich vieles, was in diesem Land einmal wichtig war: die Hoffnung und der Glaube der Gründerväter. Die Enttäuschung und das Lavieren ihrer Kinder, die den Traum vom Sozialismus nicht einfach so teilen wollten. Und die Erleichterung der Enkel, als es endlich vorbei war. In dieser Familie wurden im Kleinen die Kämpfe ausgetragen, die im Großen nicht stattfinden durften.

Der Journalist und Autor Maxim Leo ist Träger des Europäischen Buchpreises 2011. Leo, der in Ost-Berlin geboren wurde, wird für sein Buch „Haltet euer Herz bereit“ ausgezeichnet, das liebevoll und mitreißend die Geschichte seiner Familie vom Zweit
Ian Kershaw "Das Ende"
Kampf bis in den Untergang - NS-Deutschland 1944/45
Deutsche Verlags-Anstalt
Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2012

Warum kämpften die Deutschen bis zum bitteren Ende?

Das »Dritte Reich« kämpfte nicht nur bis zum bitteren Ende, bis zur totalen Niederlage, es funktionierte auch bis zum Schluss. Bis die Rote Armee vor den Pforten der Reichskanzlei stand, wurde die öffentliche Ordnung in Deutschland, das täglich ein Stück mehr unter alliierte Besatzung geriet, weitgehend aufrechterhalten. Löhne wurden bezahlt und die Verwaltung lief – wenngleich unter großen Schwierigkeiten – weiter. Die Gründe dafür, warum Hitlers Deutschland militärisch zusammenbrach, sind bekannt, die Frage, wie und warum das »Dritte Reich« bis zum Schluss funktionierte, ist dagegen bis heute nicht beantwortet. Zentral bei der Suche nach einer Antwort auf die Frage, wie das R
Timothy Snyder "Bloodlands"
Europa zwischen Hitler und Stalin
C.H. Beck
Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2012

Timothy Snyder erzählt in seinem aufsehenerregenden, zutiefst aufwühlenden Buch drei miteinander verknüpfte Geschichten – Stalins Terrorkampagnen, Hitlers Holocaust und den Hungerkrieg gegen die Kriegsgefangenen und die nichtjüdische Bevölkerung – so wie sie sich tatsächlich zugetragen haben: zur gleichen Zeit und am gleichen Ort.
Makellos recherchiert, atemberaubend geschrieben und von eindringlicher Humanität gehört Bloodlands zu den historischen Büchern, die einen anderen Blick auf die Geschichte des 20. Jahrhunderts eröffnen. Noch bevor der Zweite Weltkrieg begann, hatte Hitlers zeitweiliger Partner und späterer Gegner Stalin bereits Millionen von Menschen umgebracht – und setzte dieses Morden während des Krieges fort. Bevor
Thea Dorn, Richard Wagner
"Die deutsche Seele"
Knaus Verlag
Von Gemütlichkeit und Grundgesetz, von Abendbrot bis Zerrissenheit. Alles was deutsch ist.

So ein Buch hat es noch nicht gegeben. Zwei Autoren, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, erkunden liebevoll und kritisch, kenntnisreich und ohne Berührungsängste, was das eigentlich ist, die deutsche Seele. Sie spüren sie auf in so unterschiedlichen Begriffen wie »Abendbrot« und »Wanderlust«, »Männerchor« und »Fahrvergnügen«, »Abgrund« und »Zerrissenheit«. In sechzig Kapiteln entsteht auf diese Weise eine tiefgründige und facettenreiche Kulturgeschichte des Deutschen.

Alle Debatten über Deutschland landen am selben Punkt im Abseits: Darf man das überhaupt öffentlich sagen, etwas sei »deutsch« oder »typisch deutsch«? Kann man sich mit dem Deutschsein heute endlich versöhnen? Man muss e
Wolfgang Herrndorf:
"Sand"
Rowohlt Berlin
Preisträger der Leipziger Buchmesse 2012

"Er aß und trank, bürstete seine Kleider ab, leerte den Sand aus seinen Taschen und überprüfte noch einmal die Innentasche des Blazers. Er wusch sich unter dem Tisch die Hände mit ein wenig Trinkwasser, goß den Rest über seine geplagten Füße und schaute die Straße entlang. Sandfarbene Kinder spielten mit einem sandfarbenen Fußball zwischen sandfarbenen Hütten. Dreck und zerlumpte Gestalten, und ihm fiel ein, wie gefährlich es im Grunde war, eine weiße, blonde, ortsunkundige Frau in einem Auto hierherzubestellen."

Während in München Palästinenser des "Schwarzen September" das Olympische Dorf überfallen, geschehen in der Sahara mysteriöse Dinge. In einer Hippie-Kommune werden vier Menschen ermordet, ein Geldkoffer verschwindet, und ein unterbel
Umberto Eco
"Der Friedhof in Prag"
Hanser Verlag
Der Italiener Simon Simonini lebt in Paris, und er erlebt aus nächster Nähe eine dunkle Geschichte: geheime Militärpapiere, die der jüdische Hauptmann Dreyfus angeblich an die deutsche Botschaft verkauft, piemontesische, französische und preußische Geheimdienste, die noch geheimere Pläne schmieden, Freimaurer, Jesuiten und Revolutionäre - und am Ende tauchen zum ersten Mal die Protokolle der Weisen von Zion auf, ein gefälschtes „Dokument“ für die „jüdische Weltverschwörung“, das dann fatale Folgen haben wird. Umberto Eco, der Meister des historischen Romans, erzählt die Geschichte des neunzehnten Jahrhunderts, in der wir jedoch unser eigenes wiedererkennen können.

Roman – übersetzt aus dem Italienischen von Burkhart Kroeber
Fester Einband, 528 Seiten
Mit zahlreichen Abbildungen

"
Christa Wolf
"Der geteilte Himmel"
Eine Auseinandersetzung mit den Jahren der deutschen Teilung.
Ende August 1961: In einem kleinen Krankenhauszimmer erwacht Rita Seidel aus ihrer Ohnmacht. Und mit dem Erwachen wird auch die Vergangenheit wieder lebendig. Da ist die Erinnerung an den Betriebsunfall und vor allem die Erinnerung an Manfred Herrfurth. Zwei Jahre sind vergangen, seit sie dem Chemiker in die Stadt folgte, um an seiner Seite und mit ihm gemeinsam ein glückliches Leben zu beginnen. Wann hat die Trennung begonnen? Hat sie die ersten Anzeichen einer Entfremdung übersehen? Denken, Grübeln, Fiebern - Tage und Nächte hindurch! »Ich gebe Dir Nachricht, wenn Du kommen sollst. Ich lebe nur für den Tag, da Du wieder bei mir bist.« Manfred ist von einem Chemikerkongreß in Westberlin nicht zurückgekehrt in dem festen Glaube
Jan Brandt
"Gegen die Welt"
Dumont Verlag
Ein Dorf in Ostfriesland, Kühe grasen auf den Wiesen, ab und zu zerreißt der Lärm eines Tieffliegers die Stille. Hinter den getrimmten Tujenhecken des Neubauviertels blühen die Blumen, in den Auffahrten glänzen frisch gewachste Neuwagen.
In diese Welt wird Mitte der Siebzigerjahre Daniel Kuper, Spross einer Drogistendynastie, hineingeboren. Ein schmächtiger, verschlossener Junge mit viel zu viel Fantasie und zu wenigen
Möglichkeiten. Doch bald geschehen seltsame Dinge: Mitten im Sommer kommt es zu heftigem Schneefall, ein Kornkreis entsteht, ein Schüler stellt sich auf die Bahngleise, Hakenkreuze tauchen an den Hauswänden auf. Für all das wird Daniel Kuper verantwortlich gemacht. Und je mehr er versucht, die Vorwürfe zu entkräften, desto stärker verstrickt er sich in ihnen. Daniel Ku
Jonathan Franzen
"Die Korrekturen"
Rowolth Verlag
Nach fast fünfzig Ehejahren hat Enid Lambert nur ein Ziel: ihre Familie zu einem letzten Weihnachtsfest um sich zu scharen. Alles könnte so schön sein, gemütlich, harmonisch. Doch Parkinson hat ihren Mann Alfred immer fester im Griff, und die drei erwachsenen Kinder durchleben eigene tragikomischen Malaisen. Gary steckt in einer Ehekrise. Chip versucht sich als Autor. Und Denise ist zwar eine Meisterköchin, hat aber in der Liebe kein Glück.
Jonathan Franzen ist ein großartiger Roman gelungen: Familien- und Gesellschaftsgeschichte in einem.

rororo
Taschenbuch, 784 S.

Eine Sensation. (Der Spiegel)

Ein Wunder. Und kein geringes. (Die Welt)

Jonathan Franzen ist das größte Sprachtalent, das die amerikanische Literatur seit John Updike hervorgebracht hat. (Literaturen)
Sibylle Lewitscharoff
"Blumenberg"
Wilhelm-Raabe-Literaturpreis

Groß, gelb, gelassen: mit berückender Selbstverständlichkeit liegt eines Nachts ein Löwe im Arbeitszimmer des angesehenen Philosophen Blumenberg. Die Glieder bequem auf dem Bucharateppich ausgestreckt, die Augen ruhig auf den Hausherrn gerichtet. Der gerät, mit einiger Mühe, nicht aus der Fassung, auch nicht, als der Löwe am nächsten Tag in seiner Vorlesung den Mittelgang herabtrottet, sich hin und her wiegend nach Raubkatzenart. Die Bänke sind voll besetzt, aber keiner der Zuhörer scheint ihn zu sehen. Ein raffinierter Studentenulk? Oder nicht doch viel eher eine Auszeichnung von höchster Stelle – für den letzten Philosophen, der diesen Löwen zu würdigen versteht?

Das Auftauchen des Tieres wirkt in mehrerlei Leben hinein, nicht nur in das Leben Blumenber
Peter Handke
"Immer noch Sturm"
Suhrkamp Verlag
Das Jaunfeld, im Süden Österreichs, in Kärnten: Dort versammeln sich um ein »Ich« (oder steht es eher am Rande?) dessen Vorfahren: die Großeltern und deren Kinder, unter ihnen die eigene Mutter. Sie erscheinen ihm, da sie ihn bis in die Träume begleiten, in einer Vielzahl von Szenenfolgen, in denen sich die unterschiedlichsten Spiel- und Redeformen abwechseln – ein Panorama, das weit über alle literarischen Genres hinausreicht und sie sich zugleich anverwandelt. Gestaltet Peter Handke eine beispielhafte Familientragödie in Szenen? (Immerhin sterben zwei der Brüder in den vierziger Jahren.) Erzählt er anhand einzelner Stationen das Epos eines Volkes, der Slowenen? (Von ihnen ging der einzige bewaffnete Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime innerhalb dessen ursprünglicher Grenze
Friedrich Christian Delius
"Bildnis der Mutter als junge Frau"
Rowohlt Verlag
Georg-Büchner-Preisträger 2011

Rom im Januar 1943: Eine junge deutsche Frau steht kurz vor der Geburt ihres ersten Kindes. An einem sonnigen Tag begibt sie sich auf einen Spaziergang durch die fremden Straßen. Trotz der verwirrend schönen Eindrücke ist sie mit ihren Gedanken woanders. Ihr Mann wurde überraschend an die afrikanische Front abkommandiert. Der Zeitpunkt seiner Rückkehr ist ungewiss. Und auf ihrem Gang durch die Ewige Stadt beginnt die junge Frau zu ahnen, dass der Krieg verloren gehen könnte …

rororo
Taschenbuch, 128 S.

«Eine wundervolle Erzählung.» (Süddeutsche Zeitung)
«Ein kleines Meisterwerk … und eine Liebeserklärung an die Stadt Rom und an die Mutter.» (Die Zeit)
«Ein Meisterwerk an Anmut und historischem Scharfblick.» (Neue Zürcher Zeitung)
«Spannung und E
Eugen Ruge
"In Zeiten des abnehmenden Lichts"
Rowohlt-Verlag
Deutscher Buchpreis 2011

Roman einer Familie

Von den Jahren des Exils bis ins Wendejahr 89 und darüber hinaus reicht diese wechselvolle Geschichte einer deutschen Familie. Sie führt von Mexiko über Sibirien bis in die neu gegründete DDR, führt über die Gipfel und durch die Abgründe des 20. Jahrhunderts. So entsteht ein weites Panorama, ein großer Deutschlandroman, der, ungeheuer menschlich und komisch, Geschichte als Familiengeschichte erlebbar macht.

Hardcover, 432 S.
19,95 €
978-3-498-05786-2

«Überragend ... eine faszinierende Innensicht der DDR.» Felicitas von Lovenberg, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

«Eugen Ruge ist ein Erzähler von einer Virtuosität, von einer sprachlichen Finesse, von einer erzähltechnischen Genauigkeit, wie man sie nicht alle Tage antrifft ... Meist
Sibylle Lewitscharoff
"Consummatus"
Suhrkamp Verlag
Stuttgart, Café Rösler, Samstag, den 3. April 2004 (vormittags) – ein Mann trinkt. Ralph Zimmermann ist allein mit sich und dem Alkohol. Oder auch nicht. Bei ihm sind Andy Warhol, Edie Sedgwick, Jim Morrison und nicht zuletzt seine Geliebte Joey. Tot zwar allesamt, aber doch anwesend genug, um einen Stift zumindest auf glatter Fläche ein paar Millimeter rollen zu lassen. Und natürlich, um zu kommentieren, was Ralphi-Ralph erzählt: von sich, seinem Leben, seiner Liebe und seinem eigenen Ausflug ins Totenreich.

suhrkamp taschenbuch 4230
Broschur, 240 Seiten

»Falls es Sie interessiert, was uns nach dem Tod erwartet und was Jim Morrison und Andy Warhol heute so treiben, kommen Sie um diesen Roman nicht herum. Und falls es Sie nicht interessiert, dann sind Sie wahrscheinlich schon tot un
Tomas Tranströmer "Sämtliche Gedichte"
Hanser Verlag
Literatur-Nobelpreis 2011

Das schmale lyrische Gesamtwerk von Tomas Tranströmer hat auch außerhalb Schwedens großen Einfluß ausgeübt; besonders aber in Deutschland. In seinen Gedichten kommt eine innere, erträumte Welt hinter der Wirklichkeit zur Sprache, die in ihrer exakten Schönheit ein Gegenbild zeichnet.

übersetzt aus dem Schwedischen von Hanns Grössel
Erscheinungsdatum: 08.02.1997
Flexibler Einband, 264 Seiten





Jörg Bernig
"Weder Ebbe noch Flut"
Mitteldeutscher Verlag
Eichendorff-Literaturpreis 2011

Die Geschichte der großen Liebe von Albert und Dorothee beginnt 1983 am Rande eines Kirchentages in Leipzig. Ein Kind soll für die beiden ein Zauberspruch gegen einen Alltag sein, mit dem sie nichts anfangen können. Doch Dorothee wird nicht schwanger, auch die Medizin vermag nicht zu helfen.
Dann fällt die Mauer, neue Möglichkeiten tun sich auf, aber Albert entbindet Dorothee von ihrem Versprechen auf ein gemeinsames Leben. Er verlässt sie aus Liebe, damit wenigstens sie sich ihren Kinderwunsch erfüllen kann. Er selbst geht nach Wales – wie er sagt: ans Ende der Welt. Dort will er seine Forschungen zu Adalbert Stifter abschließen, dessen Ehe ebenfalls kinderlos geblieben war. Und noch tiefer reicht die Verbindung Alberts mit dem Leben Stifters: Als Alb
Martin Walser
"Muttersohn"
Rowohlt Verlag
Auf die Frage, wovon sein neuer Roman handele, bekennt Martin Walser, dass es einfacher wäre zu sagen, wovon er nicht handele. Hier sind alle seine großen Themen gebündelt: Liebe und Vergeblichkeit, Lüge und Wahrheit, Glauben und Wissen. Muttersohn ist ein von Humor polierter Glaubensroman, ein Erleuchtungsbuch, in dem auch die Vernunft ihren Platz findet – nur nicht den von Aufklärungsfanatikern eingeforderten.

Hardcover, 512 S.
24,95 €
978-3-498-07378-7

«Muttersohn» ist ein Abenteuer, ein wilder, ein mit allen Daseinsfarben auf trumpfender Roman. Ein Roman darüber, was die Liebe vermag, was der Glaube vermag, was die Sprache vermag.

«Als Evangelium stellt dieses Werk keine Frage – es ist.»
FELICIAS VON LOVENBERG, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

«Ein heiteres, altersweises
Hanna Krall
"Herzkönig"
Verlag Nuee Kritik
Europäischer Literaturpreis

»Das ist der letzte Abschnitt meiner Reise, und es wäre dumm, wenn ich jetzt verrückt werden würde.«

Diese nüchterne Feststellung stammt von Izolda Regensberg alias Maria Pawlicka. Seit der Deportation ihres Mannes nach Auschwitz besteht der Sinn ihres Lebens allein darin, ihren Herzkönig zu befreien. Die fieberhaften Bemühungen werden von Absurditäten und Zufällen, von glücklichen und unglücklichen Fügungen begleitet. In Zeiten der Vernichtung wundert sich Izolda über keine Grausamkeit - auch nicht über die eigene.

Bis Izolda schließlich im Mai 1945 im Lager Ebensee auf ihren Ehemann trifft, hat sie eine Odyssee von Lagern und Gefängnissen hinter sich. Das Paar kehrt mit »polnischen« Pässen nach Polen zurück. Jahre später fliegt die geborgte Identität
Frédéric Martel
"Mainstream. Wie funktioniert, was allen gefällt"
Knaus Verlag
Wer beherrscht unsere Köpfe und warum? – Eine faszinierende Expedition zu den Mächtigen des Kulturbetriebs

Avatar, Stieg Larsson, Google, Michael Jackson – wie funktioniert die Kultur der Massen und wer macht sie? Was gefällt allen, überall auf der Welt? Und warum? Es geht in diesem Report über die weltweite Kulturindustrie um ein Billionengeschäft. Es geht aber auch um die Herrschaft über Worte, Bilder, Träume und Weltanschauungen.

Fünf Jahre reiste der Medienforscher Frédéric Martel auf allen Kontinenten, befragte in 1250 Interviews die Mitwirkenden der Kreativindustrien von 30 Ländern. Auf der Suche nach Gewinnern und Verlierern begleitet ihn der Leser in die Kapitalen des Entertainment, nach Hollywood und Bollywood, zu TV Globo nach Brasilien, zu Sony, Al Jazeera, Televisa, in ä
Bora Cosic
"Die Rolle meiner Familie in der Weltrevolution"
Suhrkamp Verlag
Stefan-Heym-Preis 2011

Aus dem Serbischen von Mirjana und Klaus Wittmann

Die Rolle meiner Familie in der Weltrevolution, heute ein Klassiker der europäischen Literatur, war ein Kultbuch in Jugoslawien. Aus der Perspektive eines Kindes - unschuldig bis zur Idiotie - wird in kaum zu überbietender Knappheit vorgeführt, wie Krieg, Faschismus und Kommunismus den Mikrokosmos einer heruntergekommenen Familie in Belgrad der vierziger Jahre heimsuchen. Hier hält man Lenins Schrift »Ein Schritt vor, zwei zurück« für ein Tango-Lehrbuch, diskutiert über Zwerge in Einmachgläsern und geht in Deckung, wenn die Partisanen den Freund von gestern zum Feind erklären. Die unheimliche Lakonie des Erzählers, der irrsinnige Witz und melancholische Humor des Buches machen es zu einem Meisterwerk der Subvers
Maja Haderlap
"Engel des Vergessens"
Wallstein Verlag
Bachmann-Preis 2011

Ein großes Romandebüt, das von einem Leben in der Mitte Europas erzählt; mit kraftvoller Poesie; Geschichten, die uns im Innersten betreffen.

Maja Haderlap gelingt etwas, das man gemeinhin heutzutage für gar nicht mehr möglich hält: Sie erzählt die Geschichte eines Mädchens, einer Familie und zugleich die Geschichte eines Volkes. Erinnert wird eine Kindheit in den Kärntner Bergen. Überaus sinnlich beschwört die Autorin die Gerüche des Sommers herauf, die Kochkünste der Großmutter, die Streitigkeiten der Eltern und die Eigenarten der Nachbarn. Erzählt wird von dem täglichen Versuch eines heranwachsenden Mädchens, ihre Familie und die Menschen in ihrer Umgebung zu verstehen. Zwar ist der Krieg vorbei, aber in den Köpfen der slowenischen Minderheit, zu der die Famili
Monika Maron
"Flugasche"
S. Fischer Verlag
Lessing-Preisträgerin 2011

Bitterfeld vor 30 Jahren: Die Journalistin Josefa Nadler kommt hierher, um eine Reportage über das veraltete und umweltgefährdende Kraftwerk zu machen. Mit ihrer kritischen Haltung gerät sie unter Druck und muss sich vor den Kollegen und der Partei rechtfertigen. Als es ihr nicht gelingt, ihren Standpunkt klarzumachen, zieht sie sich zurück.
›Flugasche‹ (1981), Monika Marons erster Roman, machte die Autorin über Nacht berühmt. Er zählt heute zu den Meisterwerken der deutschen Nachkriegsliteratur und bildet einen wichtigen Bezugspunkt zu Monika Marons 2009 erschienener Reportage ›Bitterfelder Bogen‹.

Roman
Taschenbuch
Preis € (D) 10,00 | € (A) 10,30 | SFR 15,90
ISBN: 978-3-596-51180-8
Anna Seghers
"Tage wie Staubsand. Briefe 1953-1983"
Aufbau-Verlag
Mehr als in den Briefen aus früheren Jahren spricht Anna Seghers hier von sich selbst, vor allem in den Briefen an ihre engsten Freunde Jorge Amado und Ilja Ehrenburg. Ihnen gesteht sie ihre Einsamkeit ein, die sie trotz aller äußeren Erfolge empfindet. Den Vertrauten gegenüber muss sie die restriktiven Kampagnen und politischen Ereignisse dieser Zeit nicht kommentieren. Stattdessen spricht sie von ihrer Trauer und ihrer Sehnsucht nach Freude: Bekenntnisse, die ein differenzierteres Bild der Autorin vermitteln. Hinzu kommen Einblicke in die Überlastungen dieses Lebens, denen sie bis zuletzt lebensmutig und kreativ entgegentrat.
Mit Briefen an Erwin Piscator, Lion und Marta Feuchtwanger, Lenka Reinerová, Helene Weigel, Volker Braun, Carl Zuckmayer, Günter Kunert, Stephan Hermlin, Lew Kopel
Melinda Nadj Abonji
"Tauben fliegen auf"
jung und jung
Schweizer Buchpreis 2010

Eine ungarische Familie aus Serbien in der Schweiz. Ein schwungvoll und gewitzt erzählter Roman aus der Mitte Europas.

Es ist ein schokoladenbrauner Chevrolet mit Schweizer Kennzeichen, mit dem sie zur allgemeinen Überraschung ins Dorf einfahren, und die Dorfstraße ist wirklich nicht gemacht für einen solchen Wagen. Sie, das ist die Familie Kocsis, und das Dorf liegt in der Vojvodina im Norden Serbiens, dort, wo die ungarische Minderheit lebt, zu der auch diese Familie gehört.
Oder, richtiger, gehörte. Denn sie sind vor etlichen Jahren schon ausgewandert in die Schweiz, erst der Vater und dann, sobald es erlaubt war, auch die Mutter mit den beiden Töchtern, Nomi und Ildiko, und Ildiko ist es, die das hier alles erzählt. So auch den Besuch im Dorf, der dann n
Friedrich Christian Delius
"Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus"
Reinbek, Rowohlt-Verlag
Georg-Büchner-Preisträger 2011

“In der Mitte seines Lebens, im Sommer 1981, beschließt der Kellner Paul Gompitz aus Rostock, nach Syrakus auf der Insel Sizilien zu reisen. Der Weg nach Italien ist versperrt durch die höchste und ärgerlichste Grenze der Welt, und Gompitz ahnt noch keine List, sie zu durchbrechen. Er weiß nur, daß er die Mauern und Drähte zweimal zu überwinden hat, denn er will, wenn das Abenteuer gelingen sollte, auf jeden Fall nach Rostock zurückkehren.” So beginnt F. C. Delius’ Chronik eines ungewöhnlichen, schweijkschen Abenteuers aus unserer Zeit.
Nach siebenjähriger Vorbereitung gelingt es dem Kellner im Juni 1988, mit einer Jolle von Hiddensee aus die Seegrenze der DDR zu überqueren und nach Gedser in Dänemark zu segeln – ein “einfacher Grenzdurchbruch”, wie Gomp
Jan Peter Bremer
"Der amerikanische Investor"
Berlin-Verlag
Alfred-Döblin-Preis 2011

„Vielleicht sollte er dem amerikanischen Investor einen Brief schreiben. Vielleicht war der amerikanische Investor ein Mensch mit einem großen Herzen für die Literatur“.

Vor sich eine weiße Wand und die herausfordernd leere Seite seines Notizhefts, ringt ein Schriftsteller um den ersten Satz. Und weil sich der an diesem heißen Berliner Sommertag partout nicht einstellen will, springt er auf, kontrolliert zum hundertsten Mal, ob sich der Zustand seiner Wohnung wieder verschlechtert hat.
Das alte Mietshaus, in dem er mit seiner Frau und zwei Kindern lebt, wird von dem neuen amerikanischen Investor saniert, und nun senken sich die Böden ab. Die Wände zeigen Risse, und ist nicht sein ganzes Leben seitdem buchstäblich in eine Schieflage geraten?

Er beschlie
Frank Jöricke
"Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage"
Solibro Verlag
"Am Tag, als Janis Joplin starb, unterschrieb mein Vater den Kaufvertrag für unser Reihenhaus. Er legte so den Grundstein dafür, dass eine große Liebe zu einer Gütergemeinschaft verkam."

Frank Jörickes Roman ist eine launige Zeitreise durch die verschiedenen Dekaden der jüngeren bundesrepublikanischen Geschichte. Seien es die Studentenunruhen, die Ölkrise oder das Aufkommen des Feminismus, Daily Soaps oder die Maueröffnung, alles Anlässe für den Erzähler, mit abgeklärt-kompromisslosem Blick die schrullige Bagage, die sich Verwandtschaft nennt, bei ihrem bunten Treiben zwischen Zeitgeist und Fettnäpfchen zu beobachten. Es entstehen typische Charakterbilder skurriler Normalos, die sich tapfer durchs Reihenhausleben schlagen: Onkel, Tante, die Eltern, die sich mit ihrer späten Scheidung "u
Ingo Schulze
"Adam und Evelyn"
Berlin Verlag
Mainzer Literaturpreis 2011 für das Lebenswerk von Ingo Schulze

Spätsommer 1989, Ferien am Balaton — plötzlich öffnet Ungarn die Grenze, und der verbotene Westen mit all seinen Verlockungen ist zum Greifen nah. In dieser Situation entdeckt Ingo Schulze den Mythos von Adam und Eva. Entstanden ist eine große Tragikomödie über Verbot und Erkenntnis und die Suche nach dem wahren Paradies.
Die Frauen lieben Adam, weil er ihnen Kleider schneidert, die sie schön und begehrenswert machen. Adam liebt schöne Frauen. Wenn sie erst seine Kleider tragen, begehrt er sie alle, und abgesehen davon liebt er Evelyn. Die ertappt ihn eines heißen Augusttages 1989 in flagranti mit einem seiner Geschöpfe. Statt mit Adam fährt Evelyn gemeinsam mit einer Freundin und deren Westcousin nach Ungarn an den Balato
Alex Capus
"Léon und Louise"
Hanser Verlag
Zwei junge Leute verlieben sich, aber der Krieg bringt sie auseinander: Das ist die Geschichte von Léon und Louise. Sie beginnt mit ihrer Begegnung im Ersten Weltkrieg in Frankreich an der Atlantikküste, doch dann trennt sie ein Fliegerangriff mit Gewalt. Sie halten einander für tot, Léon heiratet, Louise geht ihren eigenen Weg - bis sie sich 1928 zufällig in der Pariser Métro wiederbegegnen.

Alex Capus erzählt mit wunderbarer Leichtigkeit und großer Intensität von der Liebe in einem Jahrhundert der Kriege, von diesem Paar, das gegen alle Konventionen an seiner Liebe festhält und ein eigensinniges, manchmal unerhört komisches Doppelleben führt.
Die Geschichte einer großen Liebe, gelebt gegen die ganze Welt.

Roman
Fester Einband, 320 Seiten
Preis: 19.90 € (D) / 29.90 sFR (CH) /
Thomas Bernhard
"Aus Opposition gegen mich selbst"
Suhrkamp Verlag
Herausgegeben von Raimund Fellinger

In dem Interview zu seinem 50. Geburtstag erklärte Thomas Bernhard: »Negativ ist alles, gibt nicht Positives.« Später konstatierte er lakonisch: »Es ist eh’ alles positiv.« Ist also Thomas Bernhard der große Unfaßbare, der im gleichen Atemzug Gegenteiliges behauptet? Ist sein Werk vielleicht finster und sein Autor ein fröhlicher Clown? Ist er bloß ein opportunistischer Übertreibungskünstler bei allem und jedem? Oder ist er doch der schärfste Kritiker der politischen Verhältnisse im allgemeinen und des »katholisch-nationalsozialistischen Österreich« im besonderen?
Der vorliegende Band versammelt kurze und längere Texte von Thomas Bernhard, er berücksichtigt alle Gattungen – vom Roman bis zum einzeiligen Leserbrief – und präsentiert das Bernhardsche W
Hans Joachim Schädlich
"Kokoschkins Reise"
Rowohlt Verlag
CORINE-Preisträger 2010

Der Exilrusse Fjodor Kokoschkin reist 2005 auf dem Luxusliner Queen Mary 2 von Southhampton nach New York. Während der fünftägigen Kreuzfahrt erinnert sich der rüstige 95-jährige Professor in Rückblenden an die Stationen seines Lebens in Europa.

Die Reise in die Vergangenheit beginnt er in St. Petersburg, der Stadt seiner Kindheit, wo die Bolschewiki 1918 seinen Vater ermordet hatten. Die Mutter floh mit dem Sohn über Odessa zunächst nach Berlin. Hier konnte er die Schule besuchen und studieren, er erlebt die Weimarer Republik und den deutschen Nationalsozialismus. Wiederum flieht er, diesmal nach Prag, wo es ihm gelingt, ein Stipendium für die USA zu bekommen. Amerika wird ihm nach der Machtergreifung der Nazis zur letzten Heimat. In nur sechs Kapiteln spieg
Mircea Cărtărescu
"Die Wissenden"
dtv Verlag
Was als Selbsterkundung eines Halbwüchsigen beginnt, entwickelt sich zu einem mitreißenden Erzählstrom von immenser Sprachkraft.
Rumänien um die Mitte des 20. Jahrhunderts: Von einer Wohnung in einem Bukarester Plattenbau aus beobachtet der 15-jährige Mircea, wie das ehemalige Paris des Ostens architektonisch verschandelt wird. Angeregt durch die Geschichten seiner Mutter, will er die Erinnerung an die alte Stadt bewahren.

Aus dem Rumänischen von Gerhardt Csejka
528 Seiten

»Ein Proust aus dem Plattenbau, aber einer auf Speed.« Der Spiegel
Mario Vargas Llosa
"Das böse Mädchen"
Aus dem Spanischen von Elke Wehr
suhrkamp
Literaturnobelpreis 2010

Als er sie zum erstenmal sieht, tanzt sie den Mambo wie keine andere, damals in Miraflores, Sommer 1950. Sie ist, wie er, fünfzehn Jahre alt – aber was für Freiheiten nimmt sie sich heraus! Wie aufregend wenig bekümmert sie all das, was man in diesem steifkatholischen Lima tut oder nicht tut. Und dann ist sie plötzlich von einem Tag auf den anderen verschwunden. Die Erinnerung an das »böse Mädchen« und ihr geheimnisvolles Anderssein läßt Ricardo nicht mehr los.
Seine Freiheit besteht darin, nach Paris zu gehen, als Übersetzer, ein intellektuelles Glück, von dem er glaubt, es könne ihm genügen. Da aber taucht aus heiterem Himmel das »böse Mädchen« auf, unterwegs nach Havanna, wo sie zur Revolutionärin ausgebildet werden soll. Sie lieben sich in einer Nacht, die
Amir Hassan Cheheltan
"Teheran Revolutionsstraße"
P. Kirchheim Verlag
Der Aufstieg eines zwielichtigen Operateurs von Jungfernhäutchen zum Klinikchef, der sich in eine seiner Patientinnen verliebt, ist Ausgangspunkt für ein Sittenbild der iranischen Gesellschaft, deren politische, wirtschaftliche und soziale Zwänge und Verwerfungen ein junges Liebespaar auf grausame Weise scheitern lassen. „Teheran Revolutionsstrasse“, der in Teheran nicht veröffentlichte Roman Cheheltans, porträtiert den unbekannten Alltag von Menschen der Teheraner Megacity.

Scheinbar unbeteiligt läßt Shahrsad sich von den Ereignissen mitschleifen. Kein Aufschreien, kein Aufbegehren …Ihre ganze Kraft fließt in das starre Aushalten, das kein Morgen kennt, keine Schuld, kein Selbstwertgefühl. … Und mit dieser Charakterisierung der jungen Frau gelingt Cheheltan eine beeindruckende Reflexio
Uwe Tellkamp
"Die Schwebebahn - Dresdner Erkundungen"
inselverlag
Nach dem grandiosen Erfolg seines Beststellers Der Turm führt Uwe Tellkamp uns erneut in seine Heimatstadt Dresden. Auf den Stationen dieser Reise erwartet uns eine Fülle von Geschichten, die sich zu einer einzigartigen Erzählung der Stadt zusammenfügen. Wir begegnen der Klavierlehrerin Adolzaide und dem Vorsitzenden der Quittengesellschaft, hören Gesprächen über die Frauenkirche, Dresdner Maler und Architektur zu, besuchen den Jungen, dem in einem Johannstädter Plattenbau eine Tube Schuhcreme zum Gleichnis für den Traum vom Meer wurde. Dresden ist ein Stück Italien, und eine Laufmaschenreparatur ist in Wahrheit eine Filiale des Amts zur Wiederherstellung der Schönheit. In der Bunten Republik Neustadt lebt Q., die Brombeeren und die Zahl 19 liebt. Zwergpudel Caligula, der die Dame mit Hut
Jonathan Franzen
"Freiheit"
Rowohlt
Aus dem Amerikanischen von Bettina Abarbanell und Eike Schönfeldt. Patty und Walter Berglund - Vorzeigeeltern und Umweltpioniere, fast schon ideale Nachbarn in ihrer selbst renovierten viktorianischen Villa in St. Paul - geben plötzlich Rätsel auf: Ihr halbwüchsiger Sohn zieht zur proletenhaften republikanischen Familie nebenan, Walter lässt sich zum Schutz einer einzigen Vogelart auf einen zwielichtigen Pakt mit der Kohleindustrie ein, und Patty, Exsportlerin und Eins-a-Hausfrau, entpuppt sich als wahrlich sonderbar. Hat Walters bester Freund, ein Rockmusiker, damit zu tun? Auf einmal lebt Patty ihre kühnsten Träume, führt sie ein Leben ohne Selbstbetrug. In diesem Roman einer Familie, der zugleich ein Epos der letzten dreißig Jahre amerikanischer Geschichte ist, erzählt Jonathan Franzen
Reinhard Jirgl
"Die Stille"
Hanser Verlag
Georg-Büchner-Preis 2010

Einhundert Jahre aus der Geschichte zweier Familien und aus der Geschichte eines Landes: Reinhard Jirgls "Die Stille" ist das monumentale Epos vom langen 20. Jahrhundert in Deutschland. Am Anfang steht ein Fotoalbum, die ältesten Bilder sind über achtzig Jahre alt: einhundert Fotografien zweier Familien, die eine aus Ostpreußen stammend, die andere aus der Niederlausitz. Zwei Weltkriege, Inflation, Flucht und Vertreibung haben diese beiden Familien über fünf politische Systeme hinweg, von der Kaiserzeit bis heute, überlebt. Den einhundert Fotografien folgend, erzählt Jirgl Geschichten von Verletzungen, Liebe und Verrat. "Die Stille" bestätigt seinen außergewöhnlichen Rang.

Roman
Fester Einband, 536 Seiten
Preis: 24.90 € (D) / 42.90 sFR (CH) / 25.60 € (A)
Paul Auster
"Unsichtbar"
Rowohlt Verlag
Niemand entzieht dem Leser so virtuos den Boden unter den Füßen, wie Paul Auster, der «Zeremonienmeister des Zufalls» (FAZ). Eben noch hat uns einer sein Leben erzählt, schon ist er – ein kleiner Wechsel der Perspektive nur – die imaginäre Figur eines Romans. Wer ist wirklich der, der zu sein er vorgibt? In Unsichtbar werden wir Zeuge eines teuflischen Spiels von Verführung und Verrat, Liebe und Lüge.

Der Fremde in dir

Vor vierzig Jahren haben sie sich zuletzt gesehen, es war «der Sommer des Sechstage-Kriegs, der Sommer der Rassenunruhen in mehr als hundert amerikanischen Städten, der Summer of Love». Jetzt schickt Adam Walker seinem früheren Studienfreund, dem erfolgreichen Schriftsteller James Freeman, ein unfertiges Manuskript: «Ich brauche dringend Hilfe.» Bald darauf erhält Free
Mythen, Tiere, Götterwesen. Indianer Südamerikas
Dauerausstellung
Von der Südgrenze der USA bis zur Spitze Feuerlands erstrecken sich Mittel- und Südamerika über eine Länge von beinahe 8000 Kilometern. Sie sind von Menschen unterschiedlicher indianischer Kulturen geprägt. Zu den bekanntesten historischen Kulturen gehört die der Inka, deren Reich in seiner Blütezeit um 1530 über 4000 Kilometer vom heutigen Ecuador bis nach Chile reichte. Den Schwerpunkt der Ausstellung bilden prachtvolle Zeugnisse der Inka sowie Ihrer Vorläuferkulturen Moche und Nasca.

Kostbare Goldobjekte, rätselhafte Keramikgefäße und kunstvolle Steinskulpturen erzählen Geschichten von der Götterwelt, von Beziehungen zwischen Menschen, Tieren und Pflanzen, von Kampf und Krieg. Ein eigener Ausstellungsbereich widmet sich den farbenfrohen Textilien von Weberinnen aus dem Hochland Guate
Christa Wolf
"Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud"
Suhrkamp Verlag
Los Angeles, die Stadt der Engel: Dort verbringt die Erzählerin Anfang der Neunziger einige Monate auf Einladung des Getty Center. Ihr Forschungsobjekt sind die Briefe einer gewissen L. aus dem Nachlaß einer verstorbenen Freundin, deren Schicksal sie nachspürt – eine Frau, die aus dem nationalsozialistischen Deutschland in die USA emigrierte. Sie beobachtet die amerikanische Lebensweise, taucht ein in die Vergangenheit des „New Weimar unter Palmen“, wie Los Angeles als deutschsprachige Emigrantenkolonie während des Zweiten Weltkriegs genannt wurde. Ein ums andere Mal wird sie über die Lage im wiedervereinigten Deutschland verhört: Wird der „Virus der Menschenverachtung“ in den neuen, ungewissen deutschen Zuständen wiederbelebt?

In der täglichen Lektüre, in Gesprächen, in Träumen stellt
Thomas Kapielski
"Mischwald"
Suhrkamp Verlag
Preis der Literaturhäuser 2010

Kunst ist schlimmer als Heimweh – sagt Thomas Kapielski in Mischwald, seinem neuen großen Prosaband, einer reich illustrierten Welt- und Werkschau, angelegt als Logbuch eines gemischten Jahres, zu dessen Auftakt man ihn irrtümlich für tot erklärt und an dessen Ende er verfügt: Meinen Grabstein soll die Zeile schmücken: »Macht bloß so weiter!«

Was das Leben ihm dazwischen alles zuträgt, spottet jedem Vorschautext: Paradoxe Rauschzustände angesichts eines TV-Konzerts von André Rieu, heikle Fragen der Koran-Archäologie oder eine Einladung zur »Blattkritik« beim Stern haben genauso ihren Ort wie die angeschwipsten Bekenntnisse eines Künstlersozialkassenmitglieds, liebevoll gemeißelte Porträts verstorbener Weggefährten wie Emmett Williams, Thomas Schmid oder
Hans-Ulrich Treichel
"Grunewaldsee"
Suhrkamp Verlag
Paul liebt Berlin, vor allem Westberlin, sofern man Westberlin lieben kann, wenn man in einer dunklen Hinterhofwohnung in Kreuzberg lebt. Und er liebt Maria, die Spanierin mit den graugrünen Augen und der Motorradjacke. Die beiden lernen sich in Málaga kennen, wo er als Sprachlehrer jobbt, während er auf eine Referendariatsstelle wartet. Maria, die angehende Ärztin, wird für ihn zur Liebe seines Lebens, und doch muß er sie bald verlassen: Sie ist verheiratet und erwartet ein Kind. Aber bei seinem Abschied aus Spanien ruft sie ihm nach: »Permanecemos juntos!« - »Wir bleiben zusammen!« Marias Versprechen soll kein leeres bleiben: Sie sehen sich wieder, in Deutschland. Von der Lobby des Münchner Hotels Vier Jahreszeiten aus brechen sie auf zu einer Reise, die freilich nur einen halben Tag dau
Georg Klein
"Roman unserer Kindheit"
Rowohlt Verlag
Ein scheinbar ewiger Sommer umfängt Neubaublöcke, amerikanische Kasernen, ein verlassenes Wirtshaus unter uralten Kastanien und die Laubenkolonie, wo die Kinder der Neuen Siedlung sich die großen Ferien vertreiben. Langsam, kaum merklich, sickert das Unheimliche ein: Ein Mord wird angekündigt, dann kommen die Boten, buchstäblich aus einer anderen Welt. Und es sieht aus, als könnten sie zumindest eines der Siedlungskinder auf die Nachtseite dieses Sommers hinüberziehen.

Hardcover, 448 S.
22,95 €

«Roman unserer Kindheit» ist zugleich ein radikal autobiographisches und magisch-phantastisches Buch, ein Kindheitsroman voll fiebrigem Witz und dunkler Einsicht.

«Ein Geniestreich ist dieser Roman, opak, dicht, verrückt, hässlich und irre schön.»
Ina Hartwig, Die Zeit
Anne Weber
"Luft und Liebe"
S. Fischer Verlag
Wo die Liebe sich in Luft auflöst, fängt Literatur an: »Luft und Liebe« ist eine mitreißende Liebes- und Verratsgeschichte, ein großes literarisches Vergnügen.

Die große Liebe – gibt es das? Anfang Vierzig und in Herzensdingen längst an das ganz normale Glück oder Unglück gewöhnt, begegnet sie in Paris einem nicht mehr ganz jungen Mann mit Bauchansatz, nach dem sich auf der Straße niemand umdrehen würde. Aber entgegen alle Erwartungen ist er der Mann, auf den die Heldin gewartet hat: Er ist zärtlich, aufmerksam und charmant, Hals über Kopf verliebt und verspricht ihr den Himmel auf Erden. Und um die Idylle vollkommen zu machen, lebt dieser Märchenprinz auf einem Schloss in der französischen Provinz.
Zu schön, um wahr zu sein? Als die Träume – gemeinsames Leben, Hochzeit, Kind – Realit
Myanmar
Von Pagoden, Longyis und Nat-Geistern
Im Jahr 1911 reiste Lucian Scherman, Direktor des Münchner Völkerkundemuseums, zusammen mit seiner Frau Christine nach Burma, dem heutigen Myanmar. Die beiden legten eine weltweit einzigartige ethnographische Sammlung an, zu der mehr als 2300 Objekte, 1200 Fotografien, ausführliche Reisetagebücher und Tonaufnahmen zählen. Die schönsten und kostbarsten Stücke der Sammlung sind nun erstmals in einer herausragenden Präsentation zu sehen. Begleiten Sie uns auf den Spuren des Forscherpaares durch eines der faszinierendsten Länder Asiens: Sie begegnen den verschiedensten Volksgruppen und deren Lebensweise, gewinnen Einblicke in den myanmarischen Alltag, tauchen ein in religiöse Feste und staunen über einmalige Kunstwerke. Die Reise führt durch vielfältige Landschaften und eröffnet Ihnen den Zuga
Gregor Gumpert / Ewald Tucai
"Ruhr.Buch"
dtv
RUHR.2010
Kulturhauptstadt Europas - die literarische Anthologie

Essen und 52 weitere Städte zwischen Rhein, Lippe, Emscher und Ruhr dürfen sich 2010 als Kulturhauptstadt Europas feiern. Der drittgrößte europäische Ballungsraum rüstet sich mit vielen Projekten und Veranstaltungen, um sich sowohl als Kulturlandschaft als auch als Metropole zu zeigen.

Zu der Begegnung mit einer großen Geschichte und einer spannenden Zukunft lädt auch diese repräsentative literarische Anthologie mit Prosatexten, Gedichten und Liedern zahlreicher Autoren aus Vergangenheit und Gegenwart ein. Ob aus heimatlicher Perspektive oder aus der eines Besuchers: Alle Beiträge erzählen von den historischen Besonderheiten und den beeindruckenden Veränderungen, die das Ruhrgebiet - diesen Schmelztiegel in der Mitte
David Foster Wallace
"Unendlicher Spaß"
Kiepenheuer & Witsch
DAS literarische Ereignis in diesem Jahr!

Vor einem Jahr nahm sich David Foster Wallace, einer der wichtigsten Vertreter der amerikanischen Literatur, das Leben. Sechs Jahre lang hat Ulrich Blumenbach an der Übersetzung von Wallaces Opus magnum gearbeitet, dem größten Übersetzungsprojekt in der Geschichte des Verlags.

»Unendlicher Spaß« – so nannte James Incandenza seinen Film, der Menschen, die ihn anschauen, so verhext, dass sie sich nicht mehr von ihm lösen können und dabei verdursten und verhungern. Sein Sohn Hal, ein Tenniswunderkind mit außergewöhnlichen intellektuellen Fähigkeiten, studiert an der Enfield Tennis Academy (ETA), die von seinem Vater gegründet wurde. Hier sowie im nahe gelegenen Ennet-House, einem Entziehungsheim für Drogenabhängige, spielt ein Teil der überborde
Guntram Vesper
"Frohburg"
Schöffling & Co.
Preis der Leipziger Buchmesse 2016 (Belletristik)

FROHBURG ist ohne Zweifel das opus magnum von Guntram Vesper, zugleich für den Autor der Ausgangspunkt von allem: Der Ort seiner Geburt 1941, Jugend, Aufwachsen und Erwachen, die Flucht der Familie 1957, das umliegende Land die Folie der Geschichtsbetrachtung einer deutschen Epoche. Hier werden ein Land und eine Zeit gültig festgehalten, Kultur und Politik, Krieg und Nachkrieg, ein umfassendes, großartiges Portrait deutschen Lebens im zwanzigsten Jahrhundert; ein gewaltiges Prosawerk, das neben die großen Bücher von Peter Kurzeck, Walter Kempowski und Uwe Johnson zu stellen ist. FROHBURG ist ein Füllhorn an Geschichten, zumeist aus eigenem Erleben grundiert, eine große autobiographische Erzählung, ein Welt-Buch im Überschaubaren, ein Ges
Michael Schindhelm
"Dubai Speed: Eine Erfahrung"
dtv Verlag
Unter dem Motto »größer, höher, moderner, glamouröser« sollte in Dubai, mitten in der Wüste, die Welthauptstadt des 21. Jahrhunderts entstehen. Die Metropole am Golf war angetreten, alle Konkurrenten aus dem Feld zu schlagen und in jeder Beziehung Superlative zu schaffen. Doch dann kam die Finanzkrise, und all die milliardenschweren Projekte, vor allem auch jene, die keine Rendite versprechen, standen plötzlich zur Diskussion. Allen voran die Kultur. Mit deren Aufbau war u.a. Michael Schindhelm beschäftigt. Er berichtet aus der Innenperspektive darüber, wie man als Europäer zwischen traditionellen und modernen Nomaden lebt, und erzählt aus der Welt des Hofstaats, der Emiratis und der Abenteuerer und Glückssucher aus aller Herren Länder.

Nicht alles ist genau so passiert, aber entstanden
Marcel Beyer
"Flughunde"
Suhrkamp Verlag
Georg-Büchner-Preis 2016 für Marcel Beyer

Flughunde sind fledermausähnliche Flattertiere mit hundeartigem Kopf. Für Hermann Karnau sind sie von Kindheit an Sinnbild einer Welt, die vor dem Zugriff fremder Stimmen geschützt ist. Die Stimme ist der Fetisch des Akustikers Karnau, der 1940 den Plan faßt, systematisch das Phänomen der menschlichen Stimme zu erkunden.
Die eine Erzählstimme gehört Hermann Karnau, dessen Namen der Autor einem Wachmann im Berliner Bunker unter der Reichskanzlei entliehen hat. Die andere gehört der achtjährigen Helga, einer Tochter des Propagandaministers. Immer wieder kommt es zu Begegnungen der beiden, zuletzt im April 1945, als Karnau in Berlin ist, um die Führerstimme aufzuzeichnen.
Ein Zeitsprung führt in den Sommer 1992. Hermann Karnau, der nach dem Kri
Bodo Kirchhoff
"Widerfahrnis"
Frankfurter Verlagsanstalt
Deutscher Buchpreis 2016

Reither, bis vor kurzem Verleger in einer Großstadt, nun in einem idyllischen Tal am Alpenrand, hat in der dortigen Bibliothek ein Buch ohne Titel entdeckt, auf dem Umschlag nur der Name der Autorin, und als ihn das noch beschäftigt, klingelt es abends bei ihm. Und bereits in derselben Nacht beginnt sein Widerfahrnis und führt ihn binnen drei Tagen bis nach Sizilien. Die, die ihn an die Hand nimmt, ist Leonie Palm, zuletzt Besitzerin eines Hutgeschäfts; sie hat ihren Laden geschlossen, weil es der Zeit an Hutgesichtern fehlt, und er seinen Verlag dichtgemacht, weil es zunehmend mehr Schreibende als Lesende gibt. Aber noch stärker verbindet die beiden, dass sie nicht mehr auf die große Liebe vorbereitet zu sein scheinen. Als dann nach drei Tagen im Auto am Mittel
Jean-Marc Gonin, Olivier Guez
"Die Mauer fällt"
Piper Verlag
Aus dem Französischen von Helmut Reuter. Was am 9. November 1989 passierte, war ebenso unwahrscheinlich und abenteuerlich wie ein Roman. Und genau so erzählen Olivier Guez und Jean-Marc Gonin diese Geschichte. Kann man sich eine Szene ausdenken wie die, in der der mörderische General Mielke vor die Volkskammer tritt und ruft: "Ich liebe Euch doch alle"? Oder wie eine Handvoll Demonstranten in der Berliner Gethsemane-Kirche die schwerbewaffneten Stasi-Männer durch Kirchenlieder zum Abzug bringt? In der Art eines Doku-Dramas verknüpfen die Autoren die oft dramatischen Schicksale der eigentlichen Helden der Geschichte, der Menschen, mit denen der großen Politik von Honecker & Co. Sie alle treten als lebendige Figuren auf, in ihren Gesprächen, privaten Eigenarten, die mehr verraten als jede no
Thomas Rosenlöcher
"Die verkauften Pflastersteine - Dresdner Tagebuch"
Suhrkamp Verlag
Als dieses Buch 1990 zum ersten Mal erschien, wurde es als ein ungeheuer genauer, gelassener und ironisch-skeptischer Blick auf die Tage der Wende und die Monate danach begrüßt. In einer Zeit, als die Stimmung zwischen schriller Einheitseuphorie und Verklärung der DDR schwankte, schaute Thomas Rosenlöcher genauer hin und verließ sich allein auf sein unabhängiges Urteil. Liest man sein Tagebuch der Wendezeit heute, dann wird klar: Es ist eines der hellsichtigsten Bücher, die wir über das vereinte Deutschland lesen können. Mit großer Glaubwürdigkeit, radikaler Ehrlichkeit und klugem Humor beschreibt Rosenlöcher ein Land, in dem wir bis heute leben.

- eines der wichtigsten Bücher über die Wende in neuer Ausgabe
- authentische Einblicke in beide deutsche Staaten vor der Wiedervereinigung
Jan Josef Liefers
"Soundtrack meiner Kindheit"
Rowohlt Velage
Ein ganz persönliches Buch über eine Kindheit in der DDR.

«Ich wurde im November 1963 eines Nachts unter nicht sonderlich spektakulären Umständen in Dresden gezeugt ... Die Schwangerschaft kam alles andere als gelegen. Meine Eltern waren mitten im Studium, hatten keine eigene Wohnung, hätten sich auch keine leisten können, und ihre Zukunft war ziemlich ungewiss, um nur zwei vernünftige Argumente gegen so frühen Nachwuchs aufzuzählen. Aber nach einigen halbherzigen Versuchen aus dem reichen Schatz häuslicher Selbsthilfemittel wie sehr heiße Bäder, Rotwein mit Nelke und anschließenden Sprüngen vom Kleiderschrank war klar, die Frucht saß fest, das Zellklümpchen zeigte sich unbeeindruckt und teilte sich normgerecht weiter. Die junge Frau war kerngesund, und – Schauspielerin hin oder her – b
Thomas Klupp
"Paradiso"
Berlin-Verlag
Eigentlich wollte er auf kürzestem Wege von Potsdam nach München reisen. Aber nichts im Leben von Alex Böhm ist vorhersehbar. Er fährt los und wird in die Heimat verschlagen, wo sich bodenlose Abgründe auftun. Auch die gehören zu seinem Leben, und das ist kein Wunder bei einem, dessen Charakter geprägt ist von einem chronischen Mangel an Moral …

Es ist heiß. Glühend heiß. In der flirrenden Tankstellenluft wartet Alex Böhm auf einen gelben Kombi, der gleich an den Zapfsäulen halten und ihn nach München bringen soll. Von dort wird er am nächsten Morgen mit seiner Freundin Johanna nach Portugal fliegen. Das ist der Plan. Aber dann taucht Konrad auf, der »Loserkonrad« aus Schulzeiten, und diese Begegnung katapultiert Böhm auf das Minenfeld seiner Vergangenheit.

Während er in atemlosen
Mirjam Pressler
"Grüße und Küsse an alle"
S. Fischer Verlag
Die Geschichte der Familie von Anne Frank

Eine Sensation: Die ganze Geschichte von Aufstieg und Schicksal der Familie Anne Franks über drei Jahrhunderte, erzählt auf der Grundlage tausender unbekannter Briefe und Dokumente
Sommerfrische hoch über dem Silser See in den Schweizer Bergen: Alljährlich traf sich hier die Familie Frank, die sonst über ganz Europa verstreut war. Noch Anne Franks Ururgroßvater hatte als kleiner Junge in der engen Frankfurter Judengasse leben müssen, doch schon eine Generation später wurde ein Vorfahr Anne Franks zum ersten jüdischen Professor in Deutschland berufen. Ihre Großmutter Alice führte als Bankiersgattin ein weltoffenes Haus in Frankfurt, bis die Familie nach London, Basel und Amsterdam übersiedelte, das dann zum Schicksalsort der Familie werden sollt
Jan Wagner
"Regentonnenvariationen"
Hanser Verlag
Preis der Leipziger Buchmesse 2015

In seinem neuen Gedichtband vermisst Jan Wagner poetisch die Welt – von Schlehen im Frost bis zu Eseln in Sizilien.
Der Garten, in dem die Regentonne steht, ist phantastisch weit, reich und offen – eine Welt. In diesem Lyrikband geht es in die Natur mit all ihren kunstvollen Variationen des Lebens. Jan Wagner lässt den Giersch schäumen, dass einem weiß vor Augen wird, nimmt Weidenkätzchen und Würgefeige, Morchel und Melde, Eule, Olm und Otter ins poetische Visier, zoomt ran, überblendet assoziativ, bis der Blick sich weitet und man weiß, für einen Augenblick zum Wesen der Dinge vorgedrungen zu sein. Es ist immer wieder ein Wunder, wie es diesem Lyriker gelingt, Bilder zu schaffen, die in einem Halbvers Stimmungen heraufbeschwören – bis längst Vergesse
Natascha Wodin
"Sie kam aus Mariupol"
Rowohlt Verlag
Leipziger Buchpreis 2017 - Belletristik

"Wenn du gesehen hättest, was ich gesehen habe" - Natascha Wodins Mutter sagte diesen Satz immer wieder und nahm doch, was sie meinte, mit ins Grab. Da war die Tochter zehn und wusste nicht viel mehr, als dass sie zu einer Art Menschenunrat gehörte, zu irgendeinem Kehricht, der vom Krieg übriggeblieben war. Wieso lebten sie in einem der Lager für "Displaced Persons", woher kam die Mutter, und was hatte sie erlebt? Erst Jahrzehnte später öffnet sich die Blackbox ihrer Herkunft, erst ein bisschen, dann immer mehr.

"Sie kam aus Mariupol" ist das außergewöhnliche Buch einer Spurensuche. Natascha Wodin geht dem Leben ihrer ukrainischen Mutter nach, die aus der Hafenstadt Mariupol stammte und mit ihrem Mann 1943 als "Ostarbeiterin" nach Deutschland v
Robert Menasse
"Die Hauptstadt"
Suhrkamp Verlag
Deutscher Buchpreis 2017

Der große europäische Roman

In Brüssel laufen die Fäden zusammen – und ein Schwein durch die Straßen.
Fenia Xenopoulou, Beamtin in der Generaldirektion Kultur der Europäischen Kommission, steht vor einer schwierigen Aufgabe. Sie soll das Image der Kommission aufpolieren. Aber wie? Sie beauftragt den Referenten Martin Susman, eine Idee zu entwickeln. Die Idee nimmt Gestalt an – die Gestalt eines Gespensts aus der Geschichte, das für Unruhe in den EU-Institutionen sorgt. David de Vriend dämmert in einem Altenheim gegenüber dem Brüsseler Friedhof seinem Tod entgegen. Als Kind ist er von einem Deportationszug gesprungen, der seine Eltern in den Tod führte. Nun soll er bezeugen, was er im Begriff ist zu vergessen. Auch Kommissar Brunfaut steht vor einer schwierig
Jan Wagner
"Der verschlossene Raum"
Hanser Verlag
Georg-Büchner-Preis 2017

Mit den Essays von Jan Wagner auf literarischer Entdeckungsreise: leidenschaftlich, mitreißend, klug.

Wüsste man nichts von Jan Wagners lyrischem Werk, man würde überhaupt nur noch Essays von ihm lesen wollen. Ob er über Bibliotheken, Buchhandlungen, Lyrik oder Kunst schreibt, ob er literarische Postkarten aus Rom oder Los Angeles sendet oder die Epiphanie eines Rosmarins im schwäbischen Garten feiert – man glaubt diesem charmanten Geschichtenerzähler alles. Es bleibt kaum Zeit, die rhetorische Fingerfertigkeit zu bewundern, mit der da zwischen souveräner Gelehrsamkeit unerwartet die nächste Anekdote aus dem Ärmel gezogen wird, und man kann nicht anders als staunen über die Trouvaillen, die Jan Wagner von seinen Entdeckungsreisen quer durch Epochen und Konti
Peter Wawerzinek
"Rabenliebe"
Verlag Galiani Berlin
Ein Buch wie ein Erdbeben

Über fünfzig Jahre quälte sich Peter Wawerzinek mit der Frage, warum seine Mutter ihn als Waise in der DDR zurückgelassen hatte. Dann fand und besuchte er sie. Das Ergebnis ist ein literarischer Sprengsatz, wie ihn die deutsche Literatur noch nicht zu bieten hatte.

Ihre Abwesenheit war das schwarze Loch, der alles verschlingende Negativpol in Peter Wawerzineks Leben. Wie hatte seine Mutter es ihm antun können, ihn als Kleinkind in der DDR zurückzulassen, als sie in den Westen floh? Der Junge, herumgereicht in verschiedenen Kinderheimen, blieb stumm bis weit ins vierte Jahr, mied Menschen, lauschte lieber den Vögeln, ahmte ihren Gesang nach, auf dem Rücken liegend, tschilpend und tschirpend. Die Köchin des Heims wollte ihn adoptieren, ihr Mann wollte das nich
Alexander Grau
"Hypermoral. Die neue Lust an der Empörung"
Claudius-Verlag
Deutschland empört sich. Oft, gerne und über nahezu alles. „Empört Euch!“ war folgerichtig ein Bestseller hierzulande, markiert er doch in zwei Worten das Coming-out der deutschen Seele. Wir leben im Zeitalter der Hypermoral. Moral ist zur Leitideologie und zum Religionsersatz unserer postreligiösen Gesellschaft mutiert. Moral ist absolut geworden, sie duldet keine anderen Diskurse neben sich. So wird aus Moral die Tyrannei der Werte: Minderheitenkult, Kränkungsfetischismus, Gleichheitsideologie. Politik, Wirtschaft, Kunst – alles wird auf moralische Fragen reduziert. Selbst der Konsum hat fair, nachhaltig und ressourcenschonend zu sein. Wer sich diesem Diktat der totalen Moral zu entziehen sucht, wird gesellschaftlich sanktioniert. Der Publizist und Philosoph Alexander Grau, Autor der vie
Eugen Gomringer
"poema: Gedichte und Essays"
Vor 65 Jahren erschien Eugen Gomringers Gedicht «avenidas» in der Zeitschrift «spirale». Es war ein erstes Beispiel jener «Konstellationen», die in der Folge eine wesentliche Grundform der Konreten Poesie bilden sollte. Auf unvermutete Weise hat dieses Gedicht in jüngster Vergangenheit für Zündstoff gesorgt und eine umstrittene Aktualität gewonnen – Anlass genug, das dichterische Werk des Begründers der Konkreten Poesie neu zu betrachten.
Eugen Gomringer hat dazu eine Anzahl seiner wesentlichen Gedichte versammelt, sie selber kommentiert und ihnen Essays bekannter Autorenkollegen beigegeben. Er hält damit Rückschau auf die Entwick­lung einer literarischen Bewegung, deren minimalistischer Reduktionismus zunächst als belanglose Spielerei belächelt wurde, deren kreatives Potential sich unte
ORFF-ZENTRUM MÜNCHEN
  • Staatsinstitut für Forschung und Dokumentation: Konzerte, Vorträge, Symposien, Filmvorführungen, Ausstellungen
Schauburg München
  • Theater am Elisabethplatz
PIANISTENCLUB MÜNCHEN
  • aktuelle Aufführungen
Staatl. Münzsammlung München
  • Die Staatliche Münzsammlung München zählt zu den ältesten Sammlungen ihrer Art in Europa.
Le Nuove Musiche München
  • Klangerlebnis Alte Musik
theater VIEL LÄRM UM NICHTS in der Pasinger Fabrik
  • DIE IRRE VON CHAILLOT*****Eine romantische Satire von Jean Giraudoux
  • *...voller praller lebensbejahender Komik...* Bis 17. März 2018
Münchner Stadtmuseum
  • Rundgang durch Münchens kulturelle Gegenwart und Historie
Staatliche Antikensammlungen und Glyptothek
  • Ausstellungen in der Glyptothek und den Antikensammlungen
Jazzclub Unterfahrt
  • Jazzkonzerte mit internationalen Musikern und Bands
Literaturfest München Stiftung Literaturhaus
  • Das Literaturfest München jährlich im Mai setzt sich zusammen aus dem Kuratorenprogramm forum:autoren, der Münchner Bücherschau und dem Fest-Programm des Literaturhauses München.
Kunstsammlungen und Museen, Augsburg Maximilianmuseum
  • Das Maximilianmuseum im historischen Zentrum Augsburgs ist ein Publikumsmagnet und wurde 2007 mit dem Bayerischen Museumspreis ausgezeichnet.
Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke München
  • Sammlung klassischer Abgüsse in München
  • Eintritt frei
Münchner Künstlerhaus
  • Der prachtvolle und stilgerecht erhaltene Bau im Herzen der Stadt ist ein besonderer Ort für Konzerte, Vorträge, Ausstellungen, Konferenzen, Seminare und Festivitäten aller Art.
Münchner Stadtbibliothek
  • im Kulturzentrum Gasteig
Regensburger Domspatzen
  • Alljährliche Konzertreisen führen die Domspatzen durch ganz Deutschland und in jeden Winkel der Erde.
TEAMTHEATER TANKSTELLE / TEAMTHEATER COMEDY
  • Schauspielaufführungen an zwei Spielorten
Bayerische Staatsoper
Nationaltheater
http://www.bayerische.staatsoper.de Max-Joseph-Platz 2 | 80539 München
Komödie im Bayerischen Hof
http://www.komoedie-muenchen.de Promenadeplatz 6 | 80333 München
Theaterfestival SPIELART München
http://www.spielart.org Ludwigstr. 8 | 80539 München
Spielmotor München e.V.
http://www.spielmotor.de Ludwigstraße 8 | 80539 München
OBERANGER THEATER München
http://www.oberanger-theater.de Oberanger 38 | 80331 München
Kulturhaus
Kresslesmühle
GmbH
http://www.kresslesmuehle.de Barfüßerstraße 4 | 86150 Augsburg
Neue Werkbühne München GmbH
Heßstraße 82 | 80798 München
Staatstheater am Gärtnerplatz
Gärtnerplatz 3 | 80 469 München
Münchener Biennale
Internationales Festival für neues Musiktheater
Ludwigstr. 8 | 80539 München
Deutsches Theater München
Ausweichspielstätte: Werner-Heisenberg-Allee 11 / ab 2012: Schwanthalerstraße 13 E | 80336 München
Tom Patrick´s Isarwichtl
Heimeranstr. 51 | 80339 München
Lustspielhaus
Till Hofmann
Occamstr. 8 | 80802 München
Lustspielhaus
Till Hofmann
Occamstr. 8 | 80802 München
Münchner Kammerspiele
Maximilianstraße 26-28 | 80539 München
theater ... und so fort
Hans-Sachs-Str. 12 | 80469 München
Staatsheater am Gärtnerplatz
Gärtnerplatz 3 | 80469 München
Alpines Museum des Deutschen Alpenvereins
Praterinsel 5 | 80538 München
Münchner Lach- und Schießgesellschaft
Haimhauser-/Ecke Ursulastraße | 80802 München
FestSpielHaus gGmbH
Quiddestr. 17 | 81735 München
Studiobühne Bayreuth
Röntgenstr. 2 | 95447 Bayreuth
Tatwort Improvisationstheater
Regina Backes
Rumfordstr. 29-31 | 80469 München
Minni Oehl Company
Augustenstr. 85 a | 80801 München
Vollmarhaus Theater München
Oberanger 38 | 80331 München
DT - Die Tanzschule am Deutschen Theater
Auch online sind wir der tanztipp.de!
Schwanthalerstrasse 13 | 80336 München
Stadthalle Germering
Landsberger Str. 39 | 82110 Germering
Jour Fix bei 84 GHz
Kultur im Keller
Georgenstraße 84 | 80799 München
t-u-b-e
galerie für radiophone kunst, installationen und audio-performances
im EINSTEIN München, www.t-u-b-e.de
Einsteinstr. 42 | 80469 München
Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen
Postfach 202063 | 80020 München
Bayrisches Volkskunsttheater München
im Gasthaus zur Post
Pfanzeltplatz 12 | 81737 München
INDIEN-INSTITUT e.V.
Sekretariat
M. Reis-Langer
Oberhachingerstr. 37 | 82031 Grünwald
Theatergemeinde Augsburg e.V.
Karolinenstr. 21 | 86150 Augsburg
Münchner Feuerwehrmuseum
An der HAuptfeuerwache 8 | 80331 München
Internat. Musikfestival
Chiemgau Gut Immling
Unsere Oper e. V.
Gut Immling | 83128 Halfing
Amerika Haus
Karolinenplatz 3 | 80333 München
El Corazón, Tangoschule
Maja
Lachnerstr. 38 | 80639 München
Bayerische Volkssternwarte Muenchen e.V.
Sternwarte
Planetarium
Rosenheimerstrasse 145 h | 81671 Muenchen
Fürstbischöfliches Opernhaus Passau
Gottfried-Schäffer-Str. 2 4 | 94032 Passau
THETA e.V., Verein zur Förderung der freien Theater- und Tanzkultur in München
Hans-Sach-Str. 12 | 80469 München
Oberhausmuseum Passau
Oberhaus 125 | 94034 Passau
Kulturverein Olympiadorf
forum 2
Kulturforum 2
Nadistrasse 3 | 8089 München
S'ensemble Theater
Kulturfabrik
Bergmühlstraße 34 | 86153 Augsburg
Kleine Bühne München
Kazmairstraße 66 | 80339 München
Valentin-Karlstadt-Musäum
Tal 50 | 80531 München
Turmstüberl
im Valentin-Karlstadt-Musäum
Tal 50 | 80531 München
Oberpfälzer Freilandmuseum
Neusath-Perschen
Neusath 200 | 92507 Nabburg
Münchner Volkssänger-Bühne e.V.
im Theater Gut Nederling
Nederlinger Str. 78 | 80638 München
Münchner Volkstheater
Brienner Str. 50 | 80333 München
Athanor Akademie
Burg 7b | 84489 Burghausen
Jazzclub Unterfahrt
Einsteinstraße 42 | 81675 München
Kunst-Pavillon am Alten Botanischen Garten
Sophienstr. 7 a | 80333 München
galerie biedermann
Maximilianstr. 25 | 80539 München
Bel Etage Theater
im Drugstore
Feilitzschstrasse 12 | 80802 München
ZKMax
Cooperation ZKM Karlsruhe und Kulturreferat München
Passage Maximilianstrasse/Altstadtring | 80089 München
TANZWERKSTATT EUROPA
JOINT ADVENTURES
Emil Geis Str. 21 | 81379 München
Galerie lichtpunkt
amalienstrasse 9 | 80333 münchen
Haus der Kunst
Prinzregentenstr. 1 | 80538 München
Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke
Meiserstr. 10 | 80333 München
Jörg Heitsch Galerie
KUNSTNETZWERK
Reichenbachstr. 14 | 80469 D-München
Orff Zentrum München
Staatsinstitut für Forschung und Dokumentation
Kaulbachstraße 16 | 80539 München
Das Berta-Hummel-Museum im Hummelhaus
Berta-Hummel-Straße 2 | 84323 Massing
galerie privée
Steinheiltr. 6 | 80336 München
fastfood theater
opera players
impro a la turka
Betriebsbüro: Häberlstraße 20 | 80337 München
i-camp / neues theater münchen
Entenbachstr. 37 | 81541 München
Museo dell´Anima
Banca dei Valori spirituali
Dr. Renée Fabbiocchi
Mariannen Platz 2 | 80538 München
Osterfestival Nördliche Oberpfalz
Internationale Junge Orchesterakadademi (IJOA)
Kultur- und Sozialstiftung
Neuenhammerstr. 1 | 92714 Pleystein
Großmarkthalle München
Klohäuschen, Westtor
Thalkirchenerstr. 81 | 81371 München
PIANISTENCLUB MÜNCHEN E.V.
Veranstalter von individuellen Konzerten
Postfach 140469 | 80454 München
Teamtheater Tankstelle
Am Einlaß 2a | 80469 München
Teamtheater Comedy
Am Einlaß 4 | 80469 München
Oberpfälzer Freilandmuseum
Neusath-Perschen
Freilandmuseum
Neusath 200 | 92507 Nabburg
Spectaculum Mundi
Festival: Vokal Total
Graubündener Str. 100 | 81475 München
Haus der Fotografie
Dr. Robert-Gerlich-Museum
Burg 1 | 84489 Burghausen
Musikfestival Klang
Kloster Irsee
Klosterring 4 | 87660 Irsee
Caipy's bio
Andy Keipp
Bahnhofstrasse 9 | 85617 Aßling
TamS-Theater
Haimhauser Str. 13 a | 80802 München
MÜNCHNER GALERIE THEATER
Theaterensemble
Geigenbergerstr. 37 | 81477 München
Schloss Elmau
Luxury Spa
In Elmau 2 | 82494 Elmau
Staatliche Münzsammlung München
Museum für Geldgeschichte
Residenzstraße 1 | 80333 München
P1 Bar
Jazzbar
Haus der Kunst
Prinzregentenstraße 1 | 80538 München
Landgraf
Bayrisches Volkskunsttneater
Pfanzeltplatz 12 | 81737 München
Sammlung Goetz
Oberföhringer Str. 103 | 81925 München
Tollwood Festival
Schwere-Reiter-Straße | 80809 München
Ludwigs
Heiliggeistrstr. 6 | 80331 München
Weinhandlung CAVEAU
Lesungen jeden dritten Freitag im Monat / wechselnde Ausstellungen
Tengstr. 25 / Hinterhof | D-80798 München
Opern Espresso
Maximilianstr. 6 | D-80539 München
Internationales Keramik-Museum
Zweigmuseum der Neuen Sammlung München
Luitpoldstraße 25 | 92637 Weiden
BMW Welt
Am Olympiapark 1 | 80809 München
Nymphenburger Sommer
Das Kammermusikfest
Schloss Nymphenburg Eingang 19 | 80638 München
Bayerische Philharmonie
Bäckerstraße 46 | 81241 München
Münchner MotettenChor e.V.
Nußbaumstraße 1 | 80336 München
Theater werkmünchen
Grafinger Straße 6/103 | 81671 München
Poesiebriefkasten
Wirtstr. 17 | 81539 München
Einstein Kultur
Einsteinstr. 42 | 81675 München
Deutsches Theater München
Schwanthalerstraße 13 | 80336 München
Literaturfest München
c/o Literaturhaus München
Salvatorplatz 1 | 80333 München
Münchner Orchesterverein Wilde Gungl e. V.
Symphonieorchester Wilde Gungl München
Herzog-Friedrich-Straße 6a | 84453 Mühldorf
Galli Theater und Trainings
Emine Akman
Schleissheimerstr.60 | 80333 München
Tanz
Hamburger Str. 4 | 80809 München
Lothringer13 Halle
Lothringer Str. 13 | 81667 München
Ulrich Reber
Herry's
Pfarrstraße 4 | 80538 München
Alpines Museum
des Deutschen Alpenvereins
Praterinsel 5 | 80538 München
MaxWeberSixFriedrich
Amalienstrasse 45 | 80799 München
Massel-Tov
Klezmer
Andrea Pancur
http://www.masseltov.com Gindelalmstr. 11 | 81547 München
Aloisius Bernhard Landgraf
am Pfanzeltplatz 12 | 81737 München
Aloisius Bernhard Landgraf
am Pfanzeltplatz 12 | 81737 München
Ditrich Y legyron
Rümannstraße 98 | 80804 München
Jeanette Geissler
Maiglöckchenweg 11 | 85521 München-Ottobrunn
Juan José Chuquisengo
Konrad von Abel
Rony Rogoff
Enhuberstrasse 6-8 | 80333 Muenchen
Ku
Angelika Welte-M.
Artur Lesniewicz
Tulbeckstr. 40 | 80339 München
Ludwig Baumann
Bariton und Intendant
Gut Immling | 83128 Halfing
Maja
El Corazón, Tango Argentino
Lachnerstr. 38 | 80369 München
Max Neissendorfer
Occamstr. 8/ | 80802 München
Minni Oehl
Kaiserstr. 61 | 80801 München
Pedro
Requejo
Novoa
Konitzer Str.3 | 81927 München
Philipp Grieb
Platanenstr. 39 | 82024 Taufkirchen
Regina Lindinger
Landwehrstr. 52 | 80336 München
Siegfried - Götterschweiß und Heldenblut
Occamstr. 8 | 80802 München
The Seer
Tillmann
Jeffrey
Foehringer Allee 39 | 85774 unterfoehring
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