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Di, 12.12.2017, 11:00
Der Zauberer von Oz
Familienstück für alle ab 6 Jahren
nach dem Roman von L. Frank Baum
Als ein Wirbelsturm das Holzhaus erfasst, in dem Dorothy mit ihrer Tante und ihrem Onkel lebt, wird sie mit dem Wind fortgetragen in ein geheimnisvolles Land. Bei ihrer Landung hat sie mit ihrem Haus unabsichtlich die böse Hexe des Ostens unter sich begraben. Sie wird als Befreierin gefeiert und darf ab sofort die Zauberschuhe der Hexe tragen.
Doch Dorothy will vor allem eins: dringend zurück nach Hause, nach Kansas. Sie erfährt, dass ihr dabei nur der Zauberer von Oz helfen kann, der Herrscher der Smaragdstadt. Auf ihrem Weg dorthin trifft Dorothy auf sehr spezielle Wegbegleiter. Auf eine Vogelscheuche, die den Kopf voller Stroh hat, auf einen Blechmann ohne Herz und auf einen feigen Löwen. Die ungleiche Gruppe überwindet auf dem Weg etliche Hindernisse. Gemeinsam kommen sie schließlich
Di, 12.12.2017, 10:00
Ausstellungen der Künstler und Künstlerinnen der Akademie Schloss Solitude
Ausstellung „6 by 7 Metres, Rehearsals for a Film“ mit Ana Husman (Video / Film / Neue Medien) und „Where is Home?“ mit Ana Kovacic (Kooperationsstipendiatin mit POGON, Zentrum für unabhängige Kultur und Jugend, Zagreb/Kroatien). Mit der interaktiven Installation „Forest, happy birthday to you!“ von Vanja Babic.
AKADEMIE SCHLOSS SOLITUDE | Solitude 3 | 70197 / Stuttgart
Mi, 13.12.2017, 11:00
Gold
von Leonard Evers
Musiktheater für Kinder ab 8 Jahren und ihre Familien
Libretto von Flora Verbrugge
nach den Brüdern Grimm

»Was ich wünsch, sollst du mir geben.
Liebes Fischlein, komm doch eben.«
Flora Verbrugge / Barbara Buri: Gold

Einen Fisch, der alle Wünsche erfüllt, wer hätte das nicht gern : Schuhe, ein Haus, ein Schloss mit Personal, einen Palmenstrand, Pizza und Pommes ohne Ende. Und doch kommt es dem kleinen Jacob und seinen Eltern so vor, als könnte alles viel, viel schöner, größer und noch besser sein. »Los, Jacob, lauf zum Strand!« Er hat dem Fisch doch schließlich das Leben gerettet. »Fisch aus dem Meer, gib mir die ganze Welt, nur für uns drei«, singt Jacob! Alles glänzt! Nur dass das Meer immer wilder wird und der Fisch immer magerer, bis die hohen Wellen den ganzen Reichtum wieder
Mi, 13.12.2017, 19:00
Hänsel und Gretel
von Engelbert Humperdinck
Altersempfehlung

»Herrgott, wirf Geld herab! Nichts hab ich zu leben, kein Krümchen, den Würmern zu essen zu geben« – der verzweifelte Ausruf von Hänsels und Gretels Mutter bringt die Situation der Familie auf den Punkt. Der Hunger zehrt an allen, die Kinder müssen arbeiten und dürfen nicht spielen, der Vater betäubt seine Situation mit Alkohol. Kein Wunder, dass die Kinder, in die Wildnis geschickt und unter Ängsten dort eingeschlafen, eine Gegenwelt vor sich sehen – ein komplett essbares Haus, scheinbar für sie allein. Aber dieses Haus ist nicht zum Verzehr für sie gedacht, im Gegenteil: Hier sollen die Kinder selbst verspeist werden.

Engelbert Humperdinck und Adelheid Wette schufen in den frühen 1890er Jahren nicht nur die berühmteste aller Märchenopern, sondern auch eine präzise
Mi, 13.12.2017, 11:00
Der Zauberer von Oz
Familienstück für alle ab 6 Jahren
nach dem Roman von L. Frank Baum
Als ein Wirbelsturm das Holzhaus erfasst, in dem Dorothy mit ihrer Tante und ihrem Onkel lebt, wird sie mit dem Wind fortgetragen in ein geheimnisvolles Land. Bei ihrer Landung hat sie mit ihrem Haus unabsichtlich die böse Hexe des Ostens unter sich begraben. Sie wird als Befreierin gefeiert und darf ab sofort die Zauberschuhe der Hexe tragen.
Doch Dorothy will vor allem eins: dringend zurück nach Hause, nach Kansas. Sie erfährt, dass ihr dabei nur der Zauberer von Oz helfen kann, der Herrscher der Smaragdstadt. Auf ihrem Weg dorthin trifft Dorothy auf sehr spezielle Wegbegleiter. Auf eine Vogelscheuche, die den Kopf voller Stroh hat, auf einen Blechmann ohne Herz und auf einen feigen Löwen. Die ungleiche Gruppe überwindet auf dem Weg etliche Hindernisse. Gemeinsam kommen sie schließlich
Mi, 13.12.2017, 19:00
Eines langen Tages Reise in die Nacht
von Eugene O’Neill
Ein Stück, „geboren aus frühem Schmerz, geschrieben mit Blut und Tränen“, so nannte Eugene O’Neill sein 1940 vollendetes Drama. Der autobiographisch gefärbte Text schildert einen einzigen Tag im Leben und Leiden der Familie Tyrone: Vater, Mutter, zwei Söhne, alle eingesperrt in ihren Abhängigkeiten und Neurosen. James Tyrone, einst ein gefeierter Schauspieler, kann seine armselige Jugend nicht vergessen und tyrannisiert die Familie mit seinem Geiz, an dem bereits ein Sohn zugrunde gegangen ist. Das Bewusstsein dieser Schuld treibt Tyrones Frau Mary in die Morphiumsucht. Der zweite Sohn James wird zum Trinker und Zyniker; sein jüngerer Bruder Edmund leidet an Schwindsucht, die als Sommergrippe bagatellisiert wird.
Die Inszenierung von Armin Petras kontrastiert das Karussell der Lebenslügen
Mi, 13.12.2017, 10:00
Ausstellungen der Künstler und Künstlerinnen der Akademie Schloss Solitude
Ausstellung „6 by 7 Metres, Rehearsals for a Film“ mit Ana Husman (Video / Film / Neue Medien) und „Where is Home?“ mit Ana Kovacic (Kooperationsstipendiatin mit POGON, Zentrum für unabhängige Kultur und Jugend, Zagreb/Kroatien). Mit der interaktiven Installation „Forest, happy birthday to you!“ von Vanja Babic.
AKADEMIE SCHLOSS SOLITUDE | Solitude 3 | 70197 / Stuttgart
Do, 14.12.2017, 11:00
Gold
von Leonard Evers
Musiktheater für Kinder ab 8 Jahren und ihre Familien
Libretto von Flora Verbrugge
nach den Brüdern Grimm

»Was ich wünsch, sollst du mir geben.
Liebes Fischlein, komm doch eben.«
Flora Verbrugge / Barbara Buri: Gold

Einen Fisch, der alle Wünsche erfüllt, wer hätte das nicht gern : Schuhe, ein Haus, ein Schloss mit Personal, einen Palmenstrand, Pizza und Pommes ohne Ende. Und doch kommt es dem kleinen Jacob und seinen Eltern so vor, als könnte alles viel, viel schöner, größer und noch besser sein. »Los, Jacob, lauf zum Strand!« Er hat dem Fisch doch schließlich das Leben gerettet. »Fisch aus dem Meer, gib mir die ganze Welt, nur für uns drei«, singt Jacob! Alles glänzt! Nur dass das Meer immer wilder wird und der Fisch immer magerer, bis die hohen Wellen den ganzen Reichtum wieder
Do, 14.12.2017, 11:00
Der Zauberer von Oz
Familienstück für alle ab 6 Jahren
nach dem Roman von L. Frank Baum
Als ein Wirbelsturm das Holzhaus erfasst, in dem Dorothy mit ihrer Tante und ihrem Onkel lebt, wird sie mit dem Wind fortgetragen in ein geheimnisvolles Land. Bei ihrer Landung hat sie mit ihrem Haus unabsichtlich die böse Hexe des Ostens unter sich begraben. Sie wird als Befreierin gefeiert und darf ab sofort die Zauberschuhe der Hexe tragen.
Doch Dorothy will vor allem eins: dringend zurück nach Hause, nach Kansas. Sie erfährt, dass ihr dabei nur der Zauberer von Oz helfen kann, der Herrscher der Smaragdstadt. Auf ihrem Weg dorthin trifft Dorothy auf sehr spezielle Wegbegleiter. Auf eine Vogelscheuche, die den Kopf voller Stroh hat, auf einen Blechmann ohne Herz und auf einen feigen Löwen. Die ungleiche Gruppe überwindet auf dem Weg etliche Hindernisse. Gemeinsam kommen sie schließlich
Do, 14.12.2017, 19:00
Schwanensee
Ballett von John Cranko
Wenn es ein Ballett gibt, das als Inbegriff für den klassischen Tanz stehen kann, so ist es sicherlich Schwanensee, das vor über 120 Jahren zu Beginn der Blütezeit des russisch-zaristischen Balletts seine Geburtsstunde erlebte. Sehnsuchtsvolle Musik des kongenialen Ballettkomponisten Peter I. Tschaikowsky verbindet sich hier formvollendet mit einer anmutigen, klassisch-romantischen Bewegungssprache. Welt­weit erliegen Ballettliebhaber bis heute dem Zauber der grazilen Schwanen-Mädchen in den „weißen Akten“ und der zeitlosen Thematik von Liebe, Treue und Verrat – ein Ballett von überirdischer Strahlkraft!

Als sich der Stuttgarter Choreograph John Cranko 1963 dem berühmten Stoff annahm, schuf er eine Schwanensee-Version von einzigartiger Intensität: Mit seinem untrüglichen erzählerischen
Do, 14.12.2017, 19:30
Mannheimer Abo-Konzert Nr. 3
Werke von Arvo Pärt, Kalevi Aho und Jean Sibelius
Arvo Pärt: Cantus in Memory of Benjamin Britten. Für Streichorchester und eine Glocke
Kalevi Aho: Sieidi. Konzert für Schlagwerk und Orchester
Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 43

Martin Grubinger, Schlagzeug (Foto)
SWR Symphonieorchester
Dirigent: Osmo Vänskä

Einführung um 18:30 Uhr
Do, 14.12.2017, 10:00
Ausstellungen der Künstler und Künstlerinnen der Akademie Schloss Solitude
Ausstellung „6 by 7 Metres, Rehearsals for a Film“ mit Ana Husman (Video / Film / Neue Medien) und „Where is Home?“ mit Ana Kovacic (Kooperationsstipendiatin mit POGON, Zentrum für unabhängige Kultur und Jugend, Zagreb/Kroatien). Mit der interaktiven Installation „Forest, happy birthday to you!“ von Vanja Babic.
AKADEMIE SCHLOSS SOLITUDE | Solitude 3 | 70197 / Stuttgart
Fr, 15.12.2017, 19:30
Arsen und Spitzenhäubchen
Komödie von Joseph Kesselring
Familie Brewster zeigt Anzeichen durchgängigen Wahnsinns: unter dem Deckmantel hochanständiger Wohltätigkeit erlösen die beiden älteren Schwestern Abby und Martha in Serie einsame Herren, die bei ihnen auf der Suche nach einer Unterkunft auftauchen, von ihrem – ihrer Meinung nach – traurigen Dasein. Ihr Neffe Teddy hält sich für den Präsidenten der Vereinigten Staaten und gräbt im Keller den Panama-Kanal, in dem die beiden Damen regelmäßig ihre Opfer begraben. Der ahnungslose Mortimer, seines Zeichens Theaterkritiker und Bruder von Teddy, scheint der einzig „Normale“ in dieser Familie. Als er die frischeste Leiche zufällig entdeckt, ist er als Krisenmanager gefordert. Für weitere Eskalation sorgt das Auftauchen eines dritten Neffen namens Jonathan, international gesuchter Schwerverbrecher
Fr, 15.12.2017, 20:00
Fräulein Smillas Gespür für Schnee (Wiederaufnahme)
nach dem Roman von Peter Høeg
Der sechsjährige Inuitjunge Jesaja stürzt vom Dach eines Wohnhauses am Kopenhagener Hafen. Für die Behörden ist es ein Unfall, doch für die Freundin des Kindes, die arbeitslose Grönländerin, Naturwissenschaftlerin und Gletscherforscherin Smilla Q. Jaspersen, erzählen die Spuren im Schnee etwas anderes. Zudem wäre der Junge schon auf Grund seiner Höhenangst nie aufs Dach gestiegen, es sei denn, er fürchtete sich vor jemand. Smilla, deren Liebe zur Mathematik bislang größer war, als die zu ihren Mitmenschen, beginnt auf eigene Faust Nachforschungen über Jesajas Tod anzustellen: Sein Vater starb vor mehreren Jahren während einer Grönlandexpedition, bei der etwas geschehen sein muss, das die verantwortliche Forschungsgesellschaft seither zu vertuschen versucht. Gibt es einen Zusammenhang zwisc
Fr, 15.12.2017, 19:00
Schwanensee
Ballett von John Cranko
Wenn es ein Ballett gibt, das als Inbegriff für den klassischen Tanz stehen kann, so ist es sicherlich Schwanensee, das vor über 120 Jahren zu Beginn der Blütezeit des russisch-zaristischen Balletts seine Geburtsstunde erlebte. Sehnsuchtsvolle Musik des kongenialen Ballettkomponisten Peter I. Tschaikowsky verbindet sich hier formvollendet mit einer anmutigen, klassisch-romantischen Bewegungssprache. Welt­weit erliegen Ballettliebhaber bis heute dem Zauber der grazilen Schwanen-Mädchen in den „weißen Akten“ und der zeitlosen Thematik von Liebe, Treue und Verrat – ein Ballett von überirdischer Strahlkraft!

Als sich der Stuttgarter Choreograph John Cranko 1963 dem berühmten Stoff annahm, schuf er eine Schwanensee-Version von einzigartiger Intensität: Mit seinem untrüglichen erzählerischen
Fr, 15.12.2017, 20:00
Freiburger Abo-Konzert Nr. 3
Werke von Arvo Pärt, Kalevi Aho und Jean Sibelius
Arvo Pärt: Cantus in Memory of Benjamin Britten. Für Streichorchester und eine Glocke
Kalevi Aho: Sieidi. Konzert für Schlagwerk und Orchester
Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 43

Martin Grubinger, Schlagzeug (Foto)
SWR Symphonieorchester
Dirigent: Osmo Vänskä

Einführung um 18:30 Uhr
Fr, 15.12.2017, 10:00
Ausstellungen der Künstler und Künstlerinnen der Akademie Schloss Solitude
Ausstellung „6 by 7 Metres, Rehearsals for a Film“ mit Ana Husman (Video / Film / Neue Medien) und „Where is Home?“ mit Ana Kovacic (Kooperationsstipendiatin mit POGON, Zentrum für unabhängige Kultur und Jugend, Zagreb/Kroatien). Mit der interaktiven Installation „Forest, happy birthday to you!“ von Vanja Babic.
AKADEMIE SCHLOSS SOLITUDE | Solitude 3 | 70197 / Stuttgart
Fr, 15.12.2017, 20:00
D' Lilli (v)erwischt älle; Komödie von Jack Popplewell
Richard Münzinger sitzt vor seiner Putzfrau Lilli Pfiffich – allerdings mausetot! Das schockt Lilli nun weniger, denn allzu viel hatte sie nie für ihren Chef übrig. Problematisch wird es, als der, von Lillis Eifer eher genervte und sowieso ziemlich verschnupfte Hauptkommissar Harry Becker erscheint und nun „auf einmal“ die Leiche verschwunden ist. Hatte Lilli also nur eine zu rege Phantasie? – Denn, ganz unverhofft taucht Richard Münzinger wieder auf, und dieses Mal ist er äußerst lebendig! Aber das lässt Lilli nicht mit sich machen! Da war eine Leiche! Und plötzlich findet sich noch eine. Jetzt ist Lilli Pfiffich in ihrem zwerchfellerschütternden Element und wirbelt – für eine Putzfrau doch eher ungewöhnlich – gehörig Staub auf, anstatt ihn fachgerecht wegzuwischen. Da wird verdächtigt und ermittelt, spekuliert und kombiniert, bis am Schluss für alle Anwesenden feststeht: „D’Lilli verwischt älle“ Ein weiteres Mal bietet Ihnen das BOULEVÄRLE mit diesem Komödienklassiker von Jack Popplewell, in hauseigener, schwäbischer „Übersetzung“ und Bearbeitung humorvolle Unterhaltung vom Feinsten. – Wie es sich gehört!
BOULEVÄRLE - SCHWÄBISCHES THEATER E.V. | Neckartalstraße 261 | 70376 Stuttgart
Sa, 16.12.2017, 15:00
Gold
von Leonard Evers
Musiktheater für Kinder ab 8 Jahren und ihre Familien
Libretto von Flora Verbrugge
nach den Brüdern Grimm

»Was ich wünsch, sollst du mir geben.
Liebes Fischlein, komm doch eben.«
Flora Verbrugge / Barbara Buri: Gold

Einen Fisch, der alle Wünsche erfüllt, wer hätte das nicht gern : Schuhe, ein Haus, ein Schloss mit Personal, einen Palmenstrand, Pizza und Pommes ohne Ende. Und doch kommt es dem kleinen Jacob und seinen Eltern so vor, als könnte alles viel, viel schöner, größer und noch besser sein. »Los, Jacob, lauf zum Strand!« Er hat dem Fisch doch schließlich das Leben gerettet. »Fisch aus dem Meer, gib mir die ganze Welt, nur für uns drei«, singt Jacob! Alles glänzt! Nur dass das Meer immer wilder wird und der Fisch immer magerer, bis die hohen Wellen den ganzen Reichtum wieder
Sa, 16.12.2017, 19:00
Hänsel und Gretel
von Engelbert Humperdinck
Altersempfehlung

»Herrgott, wirf Geld herab! Nichts hab ich zu leben, kein Krümchen, den Würmern zu essen zu geben« – der verzweifelte Ausruf von Hänsels und Gretels Mutter bringt die Situation der Familie auf den Punkt. Der Hunger zehrt an allen, die Kinder müssen arbeiten und dürfen nicht spielen, der Vater betäubt seine Situation mit Alkohol. Kein Wunder, dass die Kinder, in die Wildnis geschickt und unter Ängsten dort eingeschlafen, eine Gegenwelt vor sich sehen – ein komplett essbares Haus, scheinbar für sie allein. Aber dieses Haus ist nicht zum Verzehr für sie gedacht, im Gegenteil: Hier sollen die Kinder selbst verspeist werden.

Engelbert Humperdinck und Adelheid Wette schufen in den frühen 1890er Jahren nicht nur die berühmteste aller Märchenopern, sondern auch eine präzise
Sa, 16.12.2017, 20:00
Fräulein Smillas Gespür für Schnee
nach dem Roman von Peter Høeg
Der sechsjährige Inuitjunge Jesaja stürzt vom Dach eines Wohnhauses am Kopenhagener Hafen. Für die Behörden ist es ein Unfall, doch für die Freundin des Kindes, die arbeitslose Grönländerin, Naturwissenschaftlerin und Gletscherforscherin Smilla Q. Jaspersen, erzählen die Spuren im Schnee etwas anderes. Zudem wäre der Junge schon auf Grund seiner Höhenangst nie aufs Dach gestiegen, es sei denn, er fürchtete sich vor jemand. Smilla, deren Liebe zur Mathematik bislang größer war, als die zu ihren Mitmenschen, beginnt auf eigene Faust Nachforschungen über Jesajas Tod anzustellen: Sein Vater starb vor mehreren Jahren während einer Grönlandexpedition, bei der etwas geschehen sein muss, das die verantwortliche Forschungsgesellschaft seither zu vertuschen versucht. Gibt es einen Zusammenhang zwisc
Sa, 16.12.2017, 19:30
Kasimir und Karoline
Volksstück von Ödön von Horváth
Weltwirtschaftskrise ist auf dem Höhepunkt. Die Konjunktur liegt am Boden. Ein Klima der Gewalt liegt über der Oktoberfestwiese. Über Achterbahn und Riesenrutsche, Freakshow, Bierzelten und Blaskapellen fliegt der Zeppelin und verspricht ein ungeahntes Glück.
Kasimir ist Chauffeur. Gestern wurde er entlassen, morgen muss er aufs Arbeitsamt, aber heute will er sich amüsieren – mit Karoline, seiner Braut. Die stürzt sich ins Vergnügen, möchte Eis essen und mit der Achterbahn fahren. Doch das ist ein teurer Spaß. Kasimir hat noch vier Mark: „Heut sauf ich mich an und dann häng ich mich auf“, beschließt er.
Da sich die allgemeine Krise und das Private nicht trennen lassen, sieht sich Karoline nach etwas Besserem um. Sie lernt den Angestellten Egon Schürzinger kennen, der sie wiederum nicht g
Sa, 16.12.2017, 10:00
Ausstellungen der Künstler und Künstlerinnen der Akademie Schloss Solitude
Ausstellung „6 by 7 Metres, Rehearsals for a Film“ mit Ana Husman (Video / Film / Neue Medien) und „Where is Home?“ mit Ana Kovacic (Kooperationsstipendiatin mit POGON, Zentrum für unabhängige Kultur und Jugend, Zagreb/Kroatien). Mit der interaktiven Installation „Forest, happy birthday to you!“ von Vanja Babic.
AKADEMIE SCHLOSS SOLITUDE | Solitude 3 | 70197 / Stuttgart
So, 17.12.2017, 18:00
Ariodante
von Georg Friedrich Händel
Ariodante, ein junger italienischer Ritter, hat im schottischen Heer Karriere gemacht. Dem Aufsteiger wird, zu Beginn von Händels Oper, die Hand der schwärmerisch verehrten Prinzessin Ginevra versprochen, was ihn zugleich in den Rang des Thronfolgers katapultiert: Ein völlig unerwartetes Geschehen, das auf erhebliche subkutane Erschütterungen des ständischen Ordnungsgefüges verweist. Doch nach den wie im Rausch erlebten Verlobungsfeierlichkeiten kommt es am Morgen des Hochzeitsstages zum Eklat. Die hochgemuten Lebensentwürfe der gegen alle Konvention vereinten Liebenden Ariodante und Ginevra zerbechen.

Polinesso, Herzog von Albany, hat die Illusionen und inneren Widersprüche ihres individualistischen Subjektentwurfs durchschaut und nutzt sein Wissen zu ihrer gnadenlosen Demontage. In de
So, 17.12.2017, 15:00
Gold
von Leonard Evers
Musiktheater für Kinder ab 8 Jahren und ihre Familien
Libretto von Flora Verbrugge
nach den Brüdern Grimm

»Was ich wünsch, sollst du mir geben.
Liebes Fischlein, komm doch eben.«
Flora Verbrugge / Barbara Buri: Gold

Einen Fisch, der alle Wünsche erfüllt, wer hätte das nicht gern : Schuhe, ein Haus, ein Schloss mit Personal, einen Palmenstrand, Pizza und Pommes ohne Ende. Und doch kommt es dem kleinen Jacob und seinen Eltern so vor, als könnte alles viel, viel schöner, größer und noch besser sein. »Los, Jacob, lauf zum Strand!« Er hat dem Fisch doch schließlich das Leben gerettet. »Fisch aus dem Meer, gib mir die ganze Welt, nur für uns drei«, singt Jacob! Alles glänzt! Nur dass das Meer immer wilder wird und der Fisch immer magerer, bis die hohen Wellen den ganzen Reichtum wieder
So, 17.12.2017, 18:00
Das Stuttgarter Hutzelmännlein
nach Eduard Mörike
Ein Brot, das nie alle wird, und zwei Paar Glücksschuhe hat der Schustergeselle Seppe im Gepäck, als er sich auf die Wanderschaft macht. All das hat ihm ein Hutzelmännlein geschenkt, das ihm in der Nacht vor seinem Aufbruch erschienen ist. Zum Dank sollte er ihm ein geheimnisvolles Klötzlein Blei bringen, das die Kraft besitzt, unsichtbar zu machen und einst im Blautopf versenkt worden war. Ein Paar Glücksschuhe sollte er selbst auf seiner Reise tragen, das andere an den Wegesrand stellen, so dass seine zukünftige Braut die Schuhe finden sollte. Nur leider hat der Tölpel Seppe die Schuhe vertauscht: Sowohl er als auch seine Nachbarin Vrone, die das zweite Paar gefunden hatte, müssen sich lang mit einem falschen Schuh plagen. Mit mehr Glück als Verstand besteht Seppe zahlreiche Abenteuer un
So, 17.12.2017, 10:00
Ausstellungen der Künstler und Künstlerinnen der Akademie Schloss Solitude
Ausstellung „6 by 7 Metres, Rehearsals for a Film“ mit Ana Husman (Video / Film / Neue Medien) und „Where is Home?“ mit Ana Kovacic (Kooperationsstipendiatin mit POGON, Zentrum für unabhängige Kultur und Jugend, Zagreb/Kroatien). Mit der interaktiven Installation „Forest, happy birthday to you!“ von Vanja Babic.
AKADEMIE SCHLOSS SOLITUDE | Solitude 3 | 70197 / Stuttgart
Mo, 18.12.2017, 19:30
Was hält uns zusammen wie ein Ball die Spieler einer Fußballmannschaft? (AT)
von René Pollesch
„Es ist vielleicht nicht so, dass in den menschlichen Geschichten auch Gegenstände vorkommen, sondern dass die menschlichen Geschichten untrennbar mit den Gegenständen verbunden sind. Man fragt sich ja, was hält die Handlung in Gang, unser Leben und das alles, wie hielten wir das alles in Gang? In Filmen sind es oft Dinge. Der Falke aus dem ‚Malteser Falken’, oder der Tesserakt aus den ‚Avengers’. Ich würde gerne über ein Ding sagen können, dass das WIR sind, nicht weil wir darin leben, oder sitzen oder liegen, also weil es Teil unseres Milieus ist, sondern weil es in der Lage ist, eine Gruppe, ein Kollektiv zusammenzuhalten, wie etwa ein Ball die Spieler einer Fußballmannschaft.“
René Pollesch

René Polleschs Inszenierungen entstehen immer in engster Zusammenarbeit mit dem Ensemble und
Mo, 18.12.2017, 19:00
Schwanensee
Ballett von John Cranko
Wenn es ein Ballett gibt, das als Inbegriff für den klassischen Tanz stehen kann, so ist es sicherlich Schwanensee, das vor über 120 Jahren zu Beginn der Blütezeit des russisch-zaristischen Balletts seine Geburtsstunde erlebte. Sehnsuchtsvolle Musik des kongenialen Ballettkomponisten Peter I. Tschaikowsky verbindet sich hier formvollendet mit einer anmutigen, klassisch-romantischen Bewegungssprache. Welt­weit erliegen Ballettliebhaber bis heute dem Zauber der grazilen Schwanen-Mädchen in den „weißen Akten“ und der zeitlosen Thematik von Liebe, Treue und Verrat – ein Ballett von überirdischer Strahlkraft!

Als sich der Stuttgarter Choreograph John Cranko 1963 dem berühmten Stoff annahm, schuf er eine Schwanensee-Version von einzigartiger Intensität: Mit seinem untrüglichen erzählerischen
Di, 19.12.2017, 11:00
Gold
von Leonard Evers
Musiktheater für Kinder ab 8 Jahren und ihre Familien
Libretto von Flora Verbrugge
nach den Brüdern Grimm

»Was ich wünsch, sollst du mir geben.
Liebes Fischlein, komm doch eben.«
Flora Verbrugge / Barbara Buri: Gold

Einen Fisch, der alle Wünsche erfüllt, wer hätte das nicht gern : Schuhe, ein Haus, ein Schloss mit Personal, einen Palmenstrand, Pizza und Pommes ohne Ende. Und doch kommt es dem kleinen Jacob und seinen Eltern so vor, als könnte alles viel, viel schöner, größer und noch besser sein. »Los, Jacob, lauf zum Strand!« Er hat dem Fisch doch schließlich das Leben gerettet. »Fisch aus dem Meer, gib mir die ganze Welt, nur für uns drei«, singt Jacob! Alles glänzt! Nur dass das Meer immer wilder wird und der Fisch immer magerer, bis die hohen Wellen den ganzen Reichtum wieder
Di, 19.12.2017, 11:00
Sitzkissenkonzert: Das kleine Ich-bin-Ich
Musikalisches Erzähltheater von Elisabeth Naske
für Kinder von 2 bis 5 Jahren
Text von Mira Lobe, Buchidee und Zeichnung von Susi Weigel
Szenische Realisation: Elena Tzavara

Voller Freude über das Leben spaziert ein kleines buntes Tier über eine Blumenwiese. Plötzlich wird sein Frieden von einem vorbeihüpfenden Laubfrosch gestört. „Wer bist denn du?“, fragt es den verdutzt dreinblickenden Frosch, der mit der Antwort überfordert ist. Enttäuscht macht sich das namenlose Wesen auf den Weg, in der Hoffnung, dass ihm jemand sagen kann, wer es ist. Es trifft auf verschiedene Tiere, denen es in bestimmten Merkmalen ähnelt. Hat es doch wehende Haare wie ein Pferd, die kurzen „Stampfer-Beine“ der Nilpferde und lange Ohren wie ein Dackel. Trotzdem bestreiten alle Befragten, dass es so sei wie sie. Mitleidig muss selbst das Nilpferd gestehen, dass es nicht weiß, wie das kl
Di, 19.12.2017, 09:30
Sitzkissenkonzert: Das kleine Ich-bin-Ich
Musikalisches Erzähltheater von Elisabeth Naske
für Kinder von 2 bis 5 Jahren
Text von Mira Lobe, Buchidee und Zeichnung von Susi Weigel
Szenische Realisation: Elena Tzavara

Voller Freude über das Leben spaziert ein kleines buntes Tier über eine Blumenwiese. Plötzlich wird sein Frieden von einem vorbeihüpfenden Laubfrosch gestört. „Wer bist denn du?“, fragt es den verdutzt dreinblickenden Frosch, der mit der Antwort überfordert ist. Enttäuscht macht sich das namenlose Wesen auf den Weg, in der Hoffnung, dass ihm jemand sagen kann, wer es ist. Es trifft auf verschiedene Tiere, denen es in bestimmten Merkmalen ähnelt. Hat es doch wehende Haare wie ein Pferd, die kurzen „Stampfer-Beine“ der Nilpferde und lange Ohren wie ein Dackel. Trotzdem bestreiten alle Befragten, dass es so sei wie sie. Mitleidig muss selbst das Nilpferd gestehen, dass es nicht weiß, wie das kl
Di, 19.12.2017, 19:30
Der Kirschgarten
Komödie von Anton Tschechow
Jeder kennt das Land seiner Kindheit. Wer will es schon verlassen? Dann beginnt das Leben. Ganz anders als erwartet. Als die Ranjewskaja nach Jahren im Ausland in ihre Heimat zurückkehrt, ist nichts mehr wie es war. Der riesige Kirschgarten ihres Elternhauses steht in voller Blüte, doch das Landgut ist komplett verschuldet. Nachdem ihr kleiner Sohn im nahe gelegenen Fluss ertrunken war, ist sie damals mit ihrem Geliebten nach Frankreich geflohen. Nun, da der endgültige Ruin droht, hat ihre Tochter Anja sie zurückgeholt. Alle erwarten sie. Es droht die Zwangsversteigerung. Um ihr zu entgehen, gibt es nur einen einzigen Ausweg, den der Geschäftsmann Lopachin ihr und ihrem Bruder Gajew aufzeigt: die Abholzung des geliebten, aber unprofitablen Kirschgartens und das Parzellieren des Landes für
Di, 19.12.2017, 11:00
Der Zauberer von Oz
Familienstück für alle ab 6 Jahren
nach dem Roman von L. Frank Baum
Als ein Wirbelsturm das Holzhaus erfasst, in dem Dorothy mit ihrer Tante und ihrem Onkel lebt, wird sie mit dem Wind fortgetragen in ein geheimnisvolles Land. Bei ihrer Landung hat sie mit ihrem Haus unabsichtlich die böse Hexe des Ostens unter sich begraben. Sie wird als Befreierin gefeiert und darf ab sofort die Zauberschuhe der Hexe tragen.
Doch Dorothy will vor allem eins: dringend zurück nach Hause, nach Kansas. Sie erfährt, dass ihr dabei nur der Zauberer von Oz helfen kann, der Herrscher der Smaragdstadt. Auf ihrem Weg dorthin trifft Dorothy auf sehr spezielle Wegbegleiter. Auf eine Vogelscheuche, die den Kopf voller Stroh hat, auf einen Blechmann ohne Herz und auf einen feigen Löwen. Die ungleiche Gruppe überwindet auf dem Weg etliche Hindernisse. Gemeinsam kommen sie schließlich
Mi, 20.12.2017, 11:00
Sitzkissenkonzert: Das kleine Ich-bin-Ich
Musikalisches Erzähltheater von Elisabeth Naske
für Kinder von 2 bis 5 Jahren
Text von Mira Lobe, Buchidee und Zeichnung von Susi Weigel
Szenische Realisation: Elena Tzavara

Voller Freude über das Leben spaziert ein kleines buntes Tier über eine Blumenwiese. Plötzlich wird sein Frieden von einem vorbeihüpfenden Laubfrosch gestört. „Wer bist denn du?“, fragt es den verdutzt dreinblickenden Frosch, der mit der Antwort überfordert ist. Enttäuscht macht sich das namenlose Wesen auf den Weg, in der Hoffnung, dass ihm jemand sagen kann, wer es ist. Es trifft auf verschiedene Tiere, denen es in bestimmten Merkmalen ähnelt. Hat es doch wehende Haare wie ein Pferd, die kurzen „Stampfer-Beine“ der Nilpferde und lange Ohren wie ein Dackel. Trotzdem bestreiten alle Befragten, dass es so sei wie sie. Mitleidig muss selbst das Nilpferd gestehen, dass es nicht weiß, wie das kl
Mi, 20.12.2017, 09:30
Sitzkissenkonzert: Das kleine Ich-bin-Ich
Musikalisches Erzähltheater von Elisabeth Naske
für Kinder von 2 bis 5 Jahren
Text von Mira Lobe, Buchidee und Zeichnung von Susi Weigel
Szenische Realisation: Elena Tzavara

Voller Freude über das Leben spaziert ein kleines buntes Tier über eine Blumenwiese. Plötzlich wird sein Frieden von einem vorbeihüpfenden Laubfrosch gestört. „Wer bist denn du?“, fragt es den verdutzt dreinblickenden Frosch, der mit der Antwort überfordert ist. Enttäuscht macht sich das namenlose Wesen auf den Weg, in der Hoffnung, dass ihm jemand sagen kann, wer es ist. Es trifft auf verschiedene Tiere, denen es in bestimmten Merkmalen ähnelt. Hat es doch wehende Haare wie ein Pferd, die kurzen „Stampfer-Beine“ der Nilpferde und lange Ohren wie ein Dackel. Trotzdem bestreiten alle Befragten, dass es so sei wie sie. Mitleidig muss selbst das Nilpferd gestehen, dass es nicht weiß, wie das kl
Mi, 20.12.2017, 19:00
Faust I
von Johann Wolfgang von Goethe
Schneller, höher, weiter. Faust ist der Klassiker der deutschen Moderne. Der Troll des Fortschritts, der Unrast, der unstillbaren Lust und Energie. Faust ist die Dichtung der Superlative: das meistzitierte und meistbesuchte Theaterstück in Deutschland und (rechnet man die Entstehungsphase beider Teile zusammen) im vollen Wortsinn ein Lebenswerk. Goethe beginnt in jungen Jahren zu schreiben, arbeitet ein Leben lang an seinem Faust und vollendet ihn nach eigenem Ermessen nie. Das Werk ist Jugendstreich und Alterswerk zugleich. Schneller, höher, weiter…

Mindestens ebenso vielgestaltig wie die Stadien des Werks sind seine Lesarten: als Nationalepos der Deutschen oder als Weltentwurf, als politische Parabel, als Zitatenschatz oder als die Gelehrtentragödie eines Universalgenies. In der Eröff
Mi, 20.12.2017, 20:00
Fräulein Smillas Gespür für Schnee
nach dem Roman von Peter Høeg
Der sechsjährige Inuitjunge Jesaja stürzt vom Dach eines Wohnhauses am Kopenhagener Hafen. Für die Behörden ist es ein Unfall, doch für die Freundin des Kindes, die arbeitslose Grönländerin, Naturwissenschaftlerin und Gletscherforscherin Smilla Q. Jaspersen, erzählen die Spuren im Schnee etwas anderes. Zudem wäre der Junge schon auf Grund seiner Höhenangst nie aufs Dach gestiegen, es sei denn, er fürchtete sich vor jemand. Smilla, deren Liebe zur Mathematik bislang größer war, als die zu ihren Mitmenschen, beginnt auf eigene Faust Nachforschungen über Jesajas Tod anzustellen: Sein Vater starb vor mehreren Jahren während einer Grönlandexpedition, bei der etwas geschehen sein muss, das die verantwortliche Forschungsgesellschaft seither zu vertuschen versucht. Gibt es einen Zusammenhang zwisc
Do, 21.12.2017, 19:00
Ariodante
von Georg Friedrich Händel
Ariodante, ein junger italienischer Ritter, hat im schottischen Heer Karriere gemacht. Dem Aufsteiger wird, zu Beginn von Händels Oper, die Hand der schwärmerisch verehrten Prinzessin Ginevra versprochen, was ihn zugleich in den Rang des Thronfolgers katapultiert: Ein völlig unerwartetes Geschehen, das auf erhebliche subkutane Erschütterungen des ständischen Ordnungsgefüges verweist. Doch nach den wie im Rausch erlebten Verlobungsfeierlichkeiten kommt es am Morgen des Hochzeitsstages zum Eklat. Die hochgemuten Lebensentwürfe der gegen alle Konvention vereinten Liebenden Ariodante und Ginevra zerbechen.

Polinesso, Herzog von Albany, hat die Illusionen und inneren Widersprüche ihres individualistischen Subjektentwurfs durchschaut und nutzt sein Wissen zu ihrer gnadenlosen Demontage. In de
Do, 21.12.2017, 11:00
Gold
von Leonard Evers
Musiktheater für Kinder ab 8 Jahren und ihre Familien
Libretto von Flora Verbrugge
nach den Brüdern Grimm

»Was ich wünsch, sollst du mir geben.
Liebes Fischlein, komm doch eben.«
Flora Verbrugge / Barbara Buri: Gold

Einen Fisch, der alle Wünsche erfüllt, wer hätte das nicht gern : Schuhe, ein Haus, ein Schloss mit Personal, einen Palmenstrand, Pizza und Pommes ohne Ende. Und doch kommt es dem kleinen Jacob und seinen Eltern so vor, als könnte alles viel, viel schöner, größer und noch besser sein. »Los, Jacob, lauf zum Strand!« Er hat dem Fisch doch schließlich das Leben gerettet. »Fisch aus dem Meer, gib mir die ganze Welt, nur für uns drei«, singt Jacob! Alles glänzt! Nur dass das Meer immer wilder wird und der Fisch immer magerer, bis die hohen Wellen den ganzen Reichtum wieder
Do, 21.12.2017, 11:00
Der Zauberer von Oz
Familienstück für alle ab 6 Jahren
nach dem Roman von L. Frank Baum
Als ein Wirbelsturm das Holzhaus erfasst, in dem Dorothy mit ihrer Tante und ihrem Onkel lebt, wird sie mit dem Wind fortgetragen in ein geheimnisvolles Land. Bei ihrer Landung hat sie mit ihrem Haus unabsichtlich die böse Hexe des Ostens unter sich begraben. Sie wird als Befreierin gefeiert und darf ab sofort die Zauberschuhe der Hexe tragen.
Doch Dorothy will vor allem eins: dringend zurück nach Hause, nach Kansas. Sie erfährt, dass ihr dabei nur der Zauberer von Oz helfen kann, der Herrscher der Smaragdstadt. Auf ihrem Weg dorthin trifft Dorothy auf sehr spezielle Wegbegleiter. Auf eine Vogelscheuche, die den Kopf voller Stroh hat, auf einen Blechmann ohne Herz und auf einen feigen Löwen. Die ungleiche Gruppe überwindet auf dem Weg etliche Hindernisse. Gemeinsam kommen sie schließlich
Do, 21.12.2017, 20:00
Fräulein Smillas Gespür für Schnee
nach dem Roman von Peter Høeg
Der sechsjährige Inuitjunge Jesaja stürzt vom Dach eines Wohnhauses am Kopenhagener Hafen. Für die Behörden ist es ein Unfall, doch für die Freundin des Kindes, die arbeitslose Grönländerin, Naturwissenschaftlerin und Gletscherforscherin Smilla Q. Jaspersen, erzählen die Spuren im Schnee etwas anderes. Zudem wäre der Junge schon auf Grund seiner Höhenangst nie aufs Dach gestiegen, es sei denn, er fürchtete sich vor jemand. Smilla, deren Liebe zur Mathematik bislang größer war, als die zu ihren Mitmenschen, beginnt auf eigene Faust Nachforschungen über Jesajas Tod anzustellen: Sein Vater starb vor mehreren Jahren während einer Grönlandexpedition, bei der etwas geschehen sein muss, das die verantwortliche Forschungsgesellschaft seither zu vertuschen versucht. Gibt es einen Zusammenhang zwisc
Do, 21.12.2017, 19:30
Tod eines Handlungsreisenden
von Arthur Miller
Er verliert den Boden unter den Füßen, langsam aber beständig: Willy Loman, seit 36 Jahren reisender Handelsvertreter, ist am Ende. Im Geschäft kann er nicht mehr mithalten. Die unzähligen Autofahrten sind eine Qual. Seine Stammkunden sind umgezogen oder verstorben. Zunehmend gerät er unter Druck, die finanziellen und gesellschaftlichen Ansprüche weiter zu erfüllen. Leistung und Erfolg bleiben plötzlich aus. In der Familie herrschen Lügen, Sprachlosigkeit, aber auch die große Liebe. Verzweifelt flüchtet er in Erinnerungs- und Phantasiewelten, denn seinem eigenen Scheitern kann er nicht ins Auge sehen. Als Willy schließlich entlassen wird, sieht er seine Existenz vollständig in Frage gestellt. Angstüberfällt ihn, es drohen Prestigeverlust, der Ruin der Familie, die Verzweiflung, nicht einma
Fr, 22.12.2017, 15:00
Gold
von Leonard Evers
Musiktheater für Kinder ab 8 Jahren und ihre Familien
Libretto von Flora Verbrugge
nach den Brüdern Grimm

»Was ich wünsch, sollst du mir geben.
Liebes Fischlein, komm doch eben.«
Flora Verbrugge / Barbara Buri: Gold

Einen Fisch, der alle Wünsche erfüllt, wer hätte das nicht gern : Schuhe, ein Haus, ein Schloss mit Personal, einen Palmenstrand, Pizza und Pommes ohne Ende. Und doch kommt es dem kleinen Jacob und seinen Eltern so vor, als könnte alles viel, viel schöner, größer und noch besser sein. »Los, Jacob, lauf zum Strand!« Er hat dem Fisch doch schließlich das Leben gerettet. »Fisch aus dem Meer, gib mir die ganze Welt, nur für uns drei«, singt Jacob! Alles glänzt! Nur dass das Meer immer wilder wird und der Fisch immer magerer, bis die hohen Wellen den ganzen Reichtum wieder
Fr, 22.12.2017, 19:00
Orpheus in der Unterwelt (Orphée aux Enfers)
von Jacques Offenbach
»Was ist ein Drama? Wenn zwei sich kloppen, das ist Drama. Und was ist eine Tragödie?
Wenn einer auf der Strecke bleibt, ist es eine Tragödie«. Dieses Bonmot des Theaterkünstlers Einar Schleef hätte Jacques Offenbach gefallen. Denn der Komponist besaß ein gutes Gespür für Balanceakte abseits des Lexikons für unumstößliche Wahrheiten.
Dass »zwei sich kloppen« gerät bei ihm denn auch zum Ausgangspunkt seiner 1858 in Paris uraufgeführten ›Opéra bouffon‹, die den antiken Mythos vom Thrakischen Sänger parodiert, der mit seinem Gesang sogar die Unterwelt zu rühren vermochte. Nicht mit dem jähen Tod von Orpheus‘ geliebter Braut Eurydike auf dem Hochzeitsfest lässt Offenbach sein Musiktheater beginnen, sondern mit den Streitereien des Ehepaares, dessen glückliche Tage längst vorüber sind: Man be
Fr, 22.12.2017, 19:00
Faust I
von Johann Wolfgang von Goethe
Schneller, höher, weiter. Faust ist der Klassiker der deutschen Moderne. Der Troll des Fortschritts, der Unrast, der unstillbaren Lust und Energie. Faust ist die Dichtung der Superlative: das meistzitierte und meistbesuchte Theaterstück in Deutschland und (rechnet man die Entstehungsphase beider Teile zusammen) im vollen Wortsinn ein Lebenswerk. Goethe beginnt in jungen Jahren zu schreiben, arbeitet ein Leben lang an seinem Faust und vollendet ihn nach eigenem Ermessen nie. Das Werk ist Jugendstreich und Alterswerk zugleich. Schneller, höher, weiter…

Mindestens ebenso vielgestaltig wie die Stadien des Werks sind seine Lesarten: als Nationalepos der Deutschen oder als Weltentwurf, als politische Parabel, als Zitatenschatz oder als die Gelehrtentragödie eines Universalgenies. In der Eröff
Sa, 23.12.2017, 20:00
Lulu
Ein Rock-Vaudeville
Mit Musik von The Tiger Lillies nach Frank Wedekind

Lulu ist Wedekinds weltberühmte Tragödie, an der er 21 Jahre, von 1892 bis 1913, arbeitete und in ihr die beiden Teile Erdgeist und Die Büchse der Pandora vereint. Das Stück brachte ihm den Vorwurf „moralischer Anrüchigkeit“ ein, dem sich Theaterskandale und ein langwieriger Gerichtsprozess anschlossen. In der Version der britischen Kultband The Tiger Lillies wird aus Wedekinds „Monstretragödie“ eine „Mörderballade“ (Lulu – A Murder Ballad). Wie in einer lüsternen und blutigen Moritat verfallen die Herren der Gesellschaft Lulu, ob sie nun Dr. Goll, Schwartz, Shunning oder Alwa heißen. Lulu ist Engel, Monster, Kind, Muse, Tier, Verführerin, Beute, Mörderin in einem. Sie ist eine Nachtwandlerin der Liebe, ist die Kindfrau, die die Männer
Sa, 23.12.2017, 19:00
Schwanensee
Ballett von John Cranko
Wenn es ein Ballett gibt, das als Inbegriff für den klassischen Tanz stehen kann, so ist es sicherlich Schwanensee, das vor über 120 Jahren zu Beginn der Blütezeit des russisch-zaristischen Balletts seine Geburtsstunde erlebte. Sehnsuchtsvolle Musik des kongenialen Ballettkomponisten Peter I. Tschaikowsky verbindet sich hier formvollendet mit einer anmutigen, klassisch-romantischen Bewegungssprache. Welt­weit erliegen Ballettliebhaber bis heute dem Zauber der grazilen Schwanen-Mädchen in den „weißen Akten“ und der zeitlosen Thematik von Liebe, Treue und Verrat – ein Ballett von überirdischer Strahlkraft!

Als sich der Stuttgarter Choreograph John Cranko 1963 dem berühmten Stoff annahm, schuf er eine Schwanensee-Version von einzigartiger Intensität: Mit seinem untrüglichen erzählerischen
Mo, 25.12.2017, 16:00
Der Zauberer von Oz
Familienstück für alle ab 6 Jahren
nach dem Roman von L. Frank Baum
Als ein Wirbelsturm das Holzhaus erfasst, in dem Dorothy mit ihrer Tante und ihrem Onkel lebt, wird sie mit dem Wind fortgetragen in ein geheimnisvolles Land. Bei ihrer Landung hat sie mit ihrem Haus unabsichtlich die böse Hexe des Ostens unter sich begraben. Sie wird als Befreierin gefeiert und darf ab sofort die Zauberschuhe der Hexe tragen.
Doch Dorothy will vor allem eins: dringend zurück nach Hause, nach Kansas. Sie erfährt, dass ihr dabei nur der Zauberer von Oz helfen kann, der Herrscher der Smaragdstadt. Auf ihrem Weg dorthin trifft Dorothy auf sehr spezielle Wegbegleiter. Auf eine Vogelscheuche, die den Kopf voller Stroh hat, auf einen Blechmann ohne Herz und auf einen feigen Löwen. Die ungleiche Gruppe überwindet auf dem Weg etliche Hindernisse. Gemeinsam kommen sie schließlich
Mo, 25.12.2017, 17:00
Schwanensee
Ballett von John Cranko
Wenn es ein Ballett gibt, das als Inbegriff für den klassischen Tanz stehen kann, so ist es sicherlich Schwanensee, das vor über 120 Jahren zu Beginn der Blütezeit des russisch-zaristischen Balletts seine Geburtsstunde erlebte. Sehnsuchtsvolle Musik des kongenialen Ballettkomponisten Peter I. Tschaikowsky verbindet sich hier formvollendet mit einer anmutigen, klassisch-romantischen Bewegungssprache. Welt­weit erliegen Ballettliebhaber bis heute dem Zauber der grazilen Schwanen-Mädchen in den „weißen Akten“ und der zeitlosen Thematik von Liebe, Treue und Verrat – ein Ballett von überirdischer Strahlkraft!

Als sich der Stuttgarter Choreograph John Cranko 1963 dem berühmten Stoff annahm, schuf er eine Schwanensee-Version von einzigartiger Intensität: Mit seinem untrüglichen erzählerischen
Di, 26.12.2017, 14:00
Hänsel und Gretel
von Engelbert Humperdinck
Altersempfehlung

»Herrgott, wirf Geld herab! Nichts hab ich zu leben, kein Krümchen, den Würmern zu essen zu geben« – der verzweifelte Ausruf von Hänsels und Gretels Mutter bringt die Situation der Familie auf den Punkt. Der Hunger zehrt an allen, die Kinder müssen arbeiten und dürfen nicht spielen, der Vater betäubt seine Situation mit Alkohol. Kein Wunder, dass die Kinder, in die Wildnis geschickt und unter Ängsten dort eingeschlafen, eine Gegenwelt vor sich sehen – ein komplett essbares Haus, scheinbar für sie allein. Aber dieses Haus ist nicht zum Verzehr für sie gedacht, im Gegenteil: Hier sollen die Kinder selbst verspeist werden.

Engelbert Humperdinck und Adelheid Wette schufen in den frühen 1890er Jahren nicht nur die berühmteste aller Märchenopern, sondern auch eine präzise
Di, 26.12.2017, 18:00
Hänsel und Gretel
von Engelbert Humperdinck
Altersempfehlung

»Herrgott, wirf Geld herab! Nichts hab ich zu leben, kein Krümchen, den Würmern zu essen zu geben« – der verzweifelte Ausruf von Hänsels und Gretels Mutter bringt die Situation der Familie auf den Punkt. Der Hunger zehrt an allen, die Kinder müssen arbeiten und dürfen nicht spielen, der Vater betäubt seine Situation mit Alkohol. Kein Wunder, dass die Kinder, in die Wildnis geschickt und unter Ängsten dort eingeschlafen, eine Gegenwelt vor sich sehen – ein komplett essbares Haus, scheinbar für sie allein. Aber dieses Haus ist nicht zum Verzehr für sie gedacht, im Gegenteil: Hier sollen die Kinder selbst verspeist werden.

Engelbert Humperdinck und Adelheid Wette schufen in den frühen 1890er Jahren nicht nur die berühmteste aller Märchenopern, sondern auch eine präzise
Di, 26.12.2017, 16:00
Der Zauberer von Oz
Familienstück für alle ab 6 Jahren
nach dem Roman von L. Frank Baum
Als ein Wirbelsturm das Holzhaus erfasst, in dem Dorothy mit ihrer Tante und ihrem Onkel lebt, wird sie mit dem Wind fortgetragen in ein geheimnisvolles Land. Bei ihrer Landung hat sie mit ihrem Haus unabsichtlich die böse Hexe des Ostens unter sich begraben. Sie wird als Befreierin gefeiert und darf ab sofort die Zauberschuhe der Hexe tragen.
Doch Dorothy will vor allem eins: dringend zurück nach Hause, nach Kansas. Sie erfährt, dass ihr dabei nur der Zauberer von Oz helfen kann, der Herrscher der Smaragdstadt. Auf ihrem Weg dorthin trifft Dorothy auf sehr spezielle Wegbegleiter. Auf eine Vogelscheuche, die den Kopf voller Stroh hat, auf einen Blechmann ohne Herz und auf einen feigen Löwen. Die ungleiche Gruppe überwindet auf dem Weg etliche Hindernisse. Gemeinsam kommen sie schließlich
Mi, 27.12.2017, 19:00
Medea
von Luigi Cherubini
Heiko Cullmann (Kritische Originalausgabe)
Bettina Bartz / Werner Hintze (Neue deutsche Textfassung)

Altersempfehlung für Schulklassen

Der Tragödiendichter Euripides gestaltet in seiner 431 v. Chr. uraufgeführten Medea eine Episode aus dem Argonauten-Mythos: Medea, Tochter des Königs von Kolchis am Schwarzen Meer, verliebte sich in den Griechen Iason, der mit ihrer Hilfe das Goldene Vlies raubte, und mit dem gemeinsam sie floh. Heimatlos zogen sie mit ihren beiden Kindern durch Griechenland. Kreon, der König von Korinth, wäre nun bereit, Iason und den Kindern Asyl zu gewähren, unter der Bedingung, dass er seine Tochter heiratet und sich dafür von der Barbarin Medea trennt. Euripides lässt – in Abkehr von der Überlieferung – die verratene und verstoßene Geliebte, Ehefrau und Mutter A
Mi, 27.12.2017, 20:00
Unterm Rad
nach der Erzählung von Hermann Hesse
„So, jetzt fängt in Stuttgart das Landexamen an, und wir wollen dem Giebenrath alles Gute wünschen“ – Hans Giebenrath, aus einer Kleinstadt im Schwarzwald, besteht das Landexamen in der Residenzstadt als zweiter und wird in die Klosterschule Maulbronn aufgenommen. Hermann Hesses Unterm Rad beschreibt das Schicksal eines begabten Kindes, dem die Schule, der Ehrgeiz und das Prestigebedürfnis seines Vaters sowie der Lokalpatriotismus seiner Heimatstadt eine Rolle aufdrängen, die kaum zu erfüllen ist. „Nur nicht matt werden, sonst kommt man unters Rad.“ Zerbricht und besiegt der Druck der Schule den natürlichen Menschen? Im Zentrum von Frank Abts Bühnenadaption von Hermann Hesses Erzählung über Hans Giebenraths Kampf und Scheitern stehen auch heute nicht weniger relevante Fragen: Wie will ich
Do, 28.12.2017, 19:00
Orpheus in der Unterwelt (Orphée aux Enfers)
von Jacques Offenbach
»Was ist ein Drama? Wenn zwei sich kloppen, das ist Drama. Und was ist eine Tragödie?
Wenn einer auf der Strecke bleibt, ist es eine Tragödie«. Dieses Bonmot des Theaterkünstlers Einar Schleef hätte Jacques Offenbach gefallen. Denn der Komponist besaß ein gutes Gespür für Balanceakte abseits des Lexikons für unumstößliche Wahrheiten.
Dass »zwei sich kloppen« gerät bei ihm denn auch zum Ausgangspunkt seiner 1858 in Paris uraufgeführten ›Opéra bouffon‹, die den antiken Mythos vom Thrakischen Sänger parodiert, der mit seinem Gesang sogar die Unterwelt zu rühren vermochte. Nicht mit dem jähen Tod von Orpheus‘ geliebter Braut Eurydike auf dem Hochzeitsfest lässt Offenbach sein Musiktheater beginnen, sondern mit den Streitereien des Ehepaares, dessen glückliche Tage längst vorüber sind: Man be
Do, 28.12.2017, 20:00
Das große Heft
nach dem Roman von Ágota Kristóf
Bühnenfassung von Jonas Corell Petersen und Jan Hein

Das Protokoll der Geschichte einer Kindheit, das Schicksal zweier im Krieg heranwachsender Zwillinge – ergreifend und unerbittlich. „Ich werde euch zeigen, wie man lebt!“ Das ist das erste, was die Zwillinge von ihrer Großmutter zu hören bekommen, als sie, durch den Krieg aus der Stadt vertrieben, von der Mutter aufs Land gebracht werden. Im Krieg auf sich allein gestellt, kämpfen sie ums Überleben. Sie üben sich in absoluter Selbstkontrolle, in psychischer und physischer Abhärtung. „Wir spielen nie“. Sie fügen sich selbst Schmerzen zu, um sich gegen die Schläge unempfindlich zu machen. Sie beschimpfen sich, um die Beleidigungen nicht mehr wahrzunehmen. Sie lernen das, was sie zum nackten Überleben brauchen: sie betteln, lügen, hunger
Do, 28.12.2017, 19:30
Kasimir und Karoline
Volksstück von Ödön von Horváth
Weltwirtschaftskrise ist auf dem Höhepunkt. Die Konjunktur liegt am Boden. Ein Klima der Gewalt liegt über der Oktoberfestwiese. Über Achterbahn und Riesenrutsche, Freakshow, Bierzelten und Blaskapellen fliegt der Zeppelin und verspricht ein ungeahntes Glück.
Kasimir ist Chauffeur. Gestern wurde er entlassen, morgen muss er aufs Arbeitsamt, aber heute will er sich amüsieren – mit Karoline, seiner Braut. Die stürzt sich ins Vergnügen, möchte Eis essen und mit der Achterbahn fahren. Doch das ist ein teurer Spaß. Kasimir hat noch vier Mark: „Heut sauf ich mich an und dann häng ich mich auf“, beschließt er.
Da sich die allgemeine Krise und das Private nicht trennen lassen, sieht sich Karoline nach etwas Besserem um. Sie lernt den Angestellten Egon Schürzinger kennen, der sie wiederum nicht g
Fr, 29.12.2017, 19:30
Tosca
Giacomo Puccini
Puccini reiste selbst nach Rom, um die klangliche Atmosphäre der Schauplätze, an denen seine Oper Tosca spielen sollte, in möglichst großer Authentizität zu erfassen. Neben diesem fast naturalistischen Objektivitätsanspruch lotet die Musik die psychologische Subjektivität der Figuren aus. Den »Krimi« um die Sängerin Tosca, ihren Geliebten, den republikanisch gesinnten Maler Cavaradossi, und den reaktionären royalistisch-papistischen Polizeichef Scarpia erzählt Puccini mit einer bis heute packenden Stringenz. Leidenschaft und Terror prägen diese Geschichte, die von der Spannung zwischen Kunst und Leben und dem Zerbrechen der Illusionen und Selbsttäuschungen an einer unbarmherzigen Wirklichkeit erzählt. Am Ende bleibt der Titelheldin nur noch der Sturz herab von der Engelsburg in den Tod.

Fr, 29.12.2017, 19:00
Faust I
von Johann Wolfgang von Goethe
Schneller, höher, weiter. Faust ist der Klassiker der deutschen Moderne. Der Troll des Fortschritts, der Unrast, der unstillbaren Lust und Energie. Faust ist die Dichtung der Superlative: das meistzitierte und meistbesuchte Theaterstück in Deutschland und (rechnet man die Entstehungsphase beider Teile zusammen) im vollen Wortsinn ein Lebenswerk. Goethe beginnt in jungen Jahren zu schreiben, arbeitet ein Leben lang an seinem Faust und vollendet ihn nach eigenem Ermessen nie. Das Werk ist Jugendstreich und Alterswerk zugleich. Schneller, höher, weiter…

Mindestens ebenso vielgestaltig wie die Stadien des Werks sind seine Lesarten: als Nationalepos der Deutschen oder als Weltentwurf, als politische Parabel, als Zitatenschatz oder als die Gelehrtentragödie eines Universalgenies. In der Eröff
Sa, 30.12.2017, 19:30
Der Kirschgarten
Komödie von Anton Tschechow
Jeder kennt das Land seiner Kindheit. Wer will es schon verlassen? Dann beginnt das Leben. Ganz anders als erwartet. Als die Ranjewskaja nach Jahren im Ausland in ihre Heimat zurückkehrt, ist nichts mehr wie es war. Der riesige Kirschgarten ihres Elternhauses steht in voller Blüte, doch das Landgut ist komplett verschuldet. Nachdem ihr kleiner Sohn im nahe gelegenen Fluss ertrunken war, ist sie damals mit ihrem Geliebten nach Frankreich geflohen. Nun, da der endgültige Ruin droht, hat ihre Tochter Anja sie zurückgeholt. Alle erwarten sie. Es droht die Zwangsversteigerung. Um ihr zu entgehen, gibt es nur einen einzigen Ausweg, den der Geschäftsmann Lopachin ihr und ihrem Bruder Gajew aufzeigt: die Abholzung des geliebten, aber unprofitablen Kirschgartens und das Parzellieren des Landes für
Sa, 30.12.2017, 20:00
Fräulein Else (Wiederaufnahme)
nach der Erzählung von Arthur Schnitzler
Das junge, studierte Fräulein Else ist eigentlich in den Ferien mit ihrer Tante, als sie Nachricht von ihrer Mutter erhält: Um die Verhaftung des Vaters abzuwenden, soll sich Else auf ein unmoralisches Angebot mit dem Grafen Dorsday einlassen.
Damals hat sie eine Überdosis Veronal genommen. Allerdings ist das schon 34 Jahre her. In dieser Nacht tut Sie es wieder. Heimgesucht von den Gestalten ihrer Vergangenheit erzählt sie ihre Geschichte nochmal ... Und heute? Else wehrt sich.

Regie: Wolfgang Michalek
Bühne: Natascha von Steiger
Kostüme: Cinzia Fossati
Dramaturgie: Katrin Spira
Sa, 30.12.2017, 19:00
Schwanensee
Ballett von John Cranko
Wenn es ein Ballett gibt, das als Inbegriff für den klassischen Tanz stehen kann, so ist es sicherlich Schwanensee, das vor über 120 Jahren zu Beginn der Blütezeit des russisch-zaristischen Balletts seine Geburtsstunde erlebte. Sehnsuchtsvolle Musik des kongenialen Ballettkomponisten Peter I. Tschaikowsky verbindet sich hier formvollendet mit einer anmutigen, klassisch-romantischen Bewegungssprache. Welt­weit erliegen Ballettliebhaber bis heute dem Zauber der grazilen Schwanen-Mädchen in den „weißen Akten“ und der zeitlosen Thematik von Liebe, Treue und Verrat – ein Ballett von überirdischer Strahlkraft!

Als sich der Stuttgarter Choreograph John Cranko 1963 dem berühmten Stoff annahm, schuf er eine Schwanensee-Version von einzigartiger Intensität: Mit seinem untrüglichen erzählerischen
So, 31.12.2017, 18:00
Orpheus in der Unterwelt (Orphée aux Enfers)
von Jacques Offenbach
»Was ist ein Drama? Wenn zwei sich kloppen, das ist Drama. Und was ist eine Tragödie?
Wenn einer auf der Strecke bleibt, ist es eine Tragödie«. Dieses Bonmot des Theaterkünstlers Einar Schleef hätte Jacques Offenbach gefallen. Denn der Komponist besaß ein gutes Gespür für Balanceakte abseits des Lexikons für unumstößliche Wahrheiten.
Dass »zwei sich kloppen« gerät bei ihm denn auch zum Ausgangspunkt seiner 1858 in Paris uraufgeführten ›Opéra bouffon‹, die den antiken Mythos vom Thrakischen Sänger parodiert, der mit seinem Gesang sogar die Unterwelt zu rühren vermochte. Nicht mit dem jähen Tod von Orpheus‘ geliebter Braut Eurydike auf dem Hochzeitsfest lässt Offenbach sein Musiktheater beginnen, sondern mit den Streitereien des Ehepaares, dessen glückliche Tage längst vorüber sind: Man be
So, 31.12.2017, 20:00
Arsen und Spitzenhäubchen
Komödie von Joseph Kesselring
Familie Brewster zeigt Anzeichen durchgängigen Wahnsinns: unter dem Deckmantel hochanständiger Wohltätigkeit erlösen die beiden älteren Schwestern Abby und Martha in Serie einsame Herren, die bei ihnen auf der Suche nach einer Unterkunft auftauchen, von ihrem – ihrer Meinung nach – traurigen Dasein. Ihr Neffe Teddy hält sich für den Präsidenten der Vereinigten Staaten und gräbt im Keller den Panama-Kanal, in dem die beiden Damen regelmäßig ihre Opfer begraben. Der ahnungslose Mortimer, seines Zeichens Theaterkritiker und Bruder von Teddy, scheint der einzig „Normale“ in dieser Familie. Als er die frischeste Leiche zufällig entdeckt, ist er als Krisenmanager gefordert. Für weitere Eskalation sorgt das Auftauchen eines dritten Neffen namens Jonathan, international gesuchter Schwerverbrecher
Mi, 3.1.2018, 20:00
Der Scheiterhaufen
nach dem Roman von György Dragomán
Rumänien 1989 /90: Zwei Monate nach dem Sturz Ceauşescus stehen die Überreste des diktatorischen Regimes in Flammen. Die 13-jährige Waise Emma wird von einer Unbekannten, die sich als ihre Großmutter vorstellt, aus dem Internat abgeholt und soll von nun an bei ihr leben. Widerstrebend folgt sie der Fremden in eine neue Stadt. In ihrer neuen Schule wird sie gemieden, denn ihre Großmutter gilt als Spitzel und Verrückte, die im Kaffeesatz, in Mehl und Blut die Zukunft liest.

Der viel beachtete Roman von György Dragomán richtet den Blick auf eine von Angst und Unsicherheit geprägte Umbruchszeit. Durch die Augen eines Mädchens schaut er auf die blutige Geburt einer jungen Demokratie: auf eine Welt zwischen dem Gestern und dem Heute, auf die Rituale von Schuld, Rache und Trauer, auf die
Do, 4.1.2018, 20:00
Das große Heft
nach dem Roman von Ágota Kristóf
Bühnenfassung von Jonas Corell Petersen und Jan Hein

Das Protokoll der Geschichte einer Kindheit, das Schicksal zweier im Krieg heranwachsender Zwillinge – ergreifend und unerbittlich. „Ich werde euch zeigen, wie man lebt!“ Das ist das erste, was die Zwillinge von ihrer Großmutter zu hören bekommen, als sie, durch den Krieg aus der Stadt vertrieben, von der Mutter aufs Land gebracht werden. Im Krieg auf sich allein gestellt, kämpfen sie ums Überleben. Sie üben sich in absoluter Selbstkontrolle, in psychischer und physischer Abhärtung. „Wir spielen nie“. Sie fügen sich selbst Schmerzen zu, um sich gegen die Schläge unempfindlich zu machen. Sie beschimpfen sich, um die Beleidigungen nicht mehr wahrzunehmen. Sie lernen das, was sie zum nackten Überleben brauchen: sie betteln, lügen, hunger
Do, 4.1.2018, 19:30
Was hält uns zusammen wie ein Ball die Spieler einer Fußballmannschaft? (AT)
von René Pollesch
„Es ist vielleicht nicht so, dass in den menschlichen Geschichten auch Gegenstände vorkommen, sondern dass die menschlichen Geschichten untrennbar mit den Gegenständen verbunden sind. Man fragt sich ja, was hält die Handlung in Gang, unser Leben und das alles, wie hielten wir das alles in Gang? In Filmen sind es oft Dinge. Der Falke aus dem ‚Malteser Falken’, oder der Tesserakt aus den ‚Avengers’. Ich würde gerne über ein Ding sagen können, dass das WIR sind, nicht weil wir darin leben, oder sitzen oder liegen, also weil es Teil unseres Milieus ist, sondern weil es in der Lage ist, eine Gruppe, ein Kollektiv zusammenzuhalten, wie etwa ein Ball die Spieler einer Fußballmannschaft.“
René Pollesch

René Polleschs Inszenierungen entstehen immer in engster Zusammenarbeit mit dem Ensemble und
Fr, 5.1.2018, 19:00
Ariodante
von Georg Friedrich Händel
Ariodante, ein junger italienischer Ritter, hat im schottischen Heer Karriere gemacht. Dem Aufsteiger wird, zu Beginn von Händels Oper, die Hand der schwärmerisch verehrten Prinzessin Ginevra versprochen, was ihn zugleich in den Rang des Thronfolgers katapultiert: Ein völlig unerwartetes Geschehen, das auf erhebliche subkutane Erschütterungen des ständischen Ordnungsgefüges verweist. Doch nach den wie im Rausch erlebten Verlobungsfeierlichkeiten kommt es am Morgen des Hochzeitsstages zum Eklat. Die hochgemuten Lebensentwürfe der gegen alle Konvention vereinten Liebenden Ariodante und Ginevra zerbechen.

Polinesso, Herzog von Albany, hat die Illusionen und inneren Widersprüche ihres individualistischen Subjektentwurfs durchschaut und nutzt sein Wissen zu ihrer gnadenlosen Demontage. In de
Fr, 5.1.2018, 20:00
Arsen und Spitzenhäubchen
Komödie von Joseph Kesselring
Familie Brewster zeigt Anzeichen durchgängigen Wahnsinns: unter dem Deckmantel hochanständiger Wohltätigkeit erlösen die beiden älteren Schwestern Abby und Martha in Serie einsame Herren, die bei ihnen auf der Suche nach einer Unterkunft auftauchen, von ihrem – ihrer Meinung nach – traurigen Dasein. Ihr Neffe Teddy hält sich für den Präsidenten der Vereinigten Staaten und gräbt im Keller den Panama-Kanal, in dem die beiden Damen regelmäßig ihre Opfer begraben. Der ahnungslose Mortimer, seines Zeichens Theaterkritiker und Bruder von Teddy, scheint der einzig „Normale“ in dieser Familie. Als er die frischeste Leiche zufällig entdeckt, ist er als Krisenmanager gefordert. Für weitere Eskalation sorgt das Auftauchen eines dritten Neffen namens Jonathan, international gesuchter Schwerverbrecher
Sa, 6.1.2018, 15:00
Der Zauberer von Oz
Familienstück für alle ab 6 Jahren
nach dem Roman von L. Frank Baum
Als ein Wirbelsturm das Holzhaus erfasst, in dem Dorothy mit ihrer Tante und ihrem Onkel lebt, wird sie mit dem Wind fortgetragen in ein geheimnisvolles Land. Bei ihrer Landung hat sie mit ihrem Haus unabsichtlich die böse Hexe des Ostens unter sich begraben. Sie wird als Befreierin gefeiert und darf ab sofort die Zauberschuhe der Hexe tragen.
Doch Dorothy will vor allem eins: dringend zurück nach Hause, nach Kansas. Sie erfährt, dass ihr dabei nur der Zauberer von Oz helfen kann, der Herrscher der Smaragdstadt. Auf ihrem Weg dorthin trifft Dorothy auf sehr spezielle Wegbegleiter. Auf eine Vogelscheuche, die den Kopf voller Stroh hat, auf einen Blechmann ohne Herz und auf einen feigen Löwen. Die ungleiche Gruppe überwindet auf dem Weg etliche Hindernisse. Gemeinsam kommen sie schließlich
Sa, 6.1.2018, 20:00
Lulu
Ein Rock-Vaudeville
Mit Musik von The Tiger Lillies nach Frank Wedekind

Lulu ist Wedekinds weltberühmte Tragödie, an der er 21 Jahre, von 1892 bis 1913, arbeitete und in ihr die beiden Teile Erdgeist und Die Büchse der Pandora vereint. Das Stück brachte ihm den Vorwurf „moralischer Anrüchigkeit“ ein, dem sich Theaterskandale und ein langwieriger Gerichtsprozess anschlossen. In der Version der britischen Kultband The Tiger Lillies wird aus Wedekinds „Monstretragödie“ eine „Mörderballade“ (Lulu – A Murder Ballad). Wie in einer lüsternen und blutigen Moritat verfallen die Herren der Gesellschaft Lulu, ob sie nun Dr. Goll, Schwartz, Shunning oder Alwa heißen. Lulu ist Engel, Monster, Kind, Muse, Tier, Verführerin, Beute, Mörderin in einem. Sie ist eine Nachtwandlerin der Liebe, ist die Kindfrau, die die Männer
Sa, 6.1.2018, 19:00
Schwanensee
Ballett von John Cranko
Wenn es ein Ballett gibt, das als Inbegriff für den klassischen Tanz stehen kann, so ist es sicherlich Schwanensee, das vor über 120 Jahren zu Beginn der Blütezeit des russisch-zaristischen Balletts seine Geburtsstunde erlebte. Sehnsuchtsvolle Musik des kongenialen Ballettkomponisten Peter I. Tschaikowsky verbindet sich hier formvollendet mit einer anmutigen, klassisch-romantischen Bewegungssprache. Welt­weit erliegen Ballettliebhaber bis heute dem Zauber der grazilen Schwanen-Mädchen in den „weißen Akten“ und der zeitlosen Thematik von Liebe, Treue und Verrat – ein Ballett von überirdischer Strahlkraft!

Als sich der Stuttgarter Choreograph John Cranko 1963 dem berühmten Stoff annahm, schuf er eine Schwanensee-Version von einzigartiger Intensität: Mit seinem untrüglichen erzählerischen
Sa, 6.1.2018, 20:00
Nicht nur Idyllen
Matthias Foremny, Leitung / Kolja Blacher, Violine / Clemens Hagen, Violoncello / Özgür Aydin, Klavier // PROGRAMM: Ludwig van Beethoven: Tripelkonzert für Klavier, Violine, Violoncello und Orchester C-Dur op. 56 // Richard Wagner: Siegfried Idyll // Wolfgang Amadé Mozart: Symphonie Nr. 36 C-Dur KV 425 „Linzer“
KULTURGEMEINSCHAFT STUTTGART E.V. | Willi-Bleicher-Straße 20 | 70174 Stuttgart
So, 7.1.2018, 14:00
Hänsel und Gretel
von Engelbert Humperdinck
Altersempfehlung

»Herrgott, wirf Geld herab! Nichts hab ich zu leben, kein Krümchen, den Würmern zu essen zu geben« – der verzweifelte Ausruf von Hänsels und Gretels Mutter bringt die Situation der Familie auf den Punkt. Der Hunger zehrt an allen, die Kinder müssen arbeiten und dürfen nicht spielen, der Vater betäubt seine Situation mit Alkohol. Kein Wunder, dass die Kinder, in die Wildnis geschickt und unter Ängsten dort eingeschlafen, eine Gegenwelt vor sich sehen – ein komplett essbares Haus, scheinbar für sie allein. Aber dieses Haus ist nicht zum Verzehr für sie gedacht, im Gegenteil: Hier sollen die Kinder selbst verspeist werden.

Engelbert Humperdinck und Adelheid Wette schufen in den frühen 1890er Jahren nicht nur die berühmteste aller Märchenopern, sondern auch eine präzise
So, 7.1.2018, 18:00
Faust I
von Johann Wolfgang von Goethe
Schneller, höher, weiter. Faust ist der Klassiker der deutschen Moderne. Der Troll des Fortschritts, der Unrast, der unstillbaren Lust und Energie. Faust ist die Dichtung der Superlative: das meistzitierte und meistbesuchte Theaterstück in Deutschland und (rechnet man die Entstehungsphase beider Teile zusammen) im vollen Wortsinn ein Lebenswerk. Goethe beginnt in jungen Jahren zu schreiben, arbeitet ein Leben lang an seinem Faust und vollendet ihn nach eigenem Ermessen nie. Das Werk ist Jugendstreich und Alterswerk zugleich. Schneller, höher, weiter…

Mindestens ebenso vielgestaltig wie die Stadien des Werks sind seine Lesarten: als Nationalepos der Deutschen oder als Weltentwurf, als politische Parabel, als Zitatenschatz oder als die Gelehrtentragödie eines Universalgenies. In der Eröff
So, 7.1.2018, 20:00
Unterm Rad
nach der Erzählung von Hermann Hesse
„So, jetzt fängt in Stuttgart das Landexamen an, und wir wollen dem Giebenrath alles Gute wünschen“ – Hans Giebenrath, aus einer Kleinstadt im Schwarzwald, besteht das Landexamen in der Residenzstadt als zweiter und wird in die Klosterschule Maulbronn aufgenommen. Hermann Hesses Unterm Rad beschreibt das Schicksal eines begabten Kindes, dem die Schule, der Ehrgeiz und das Prestigebedürfnis seines Vaters sowie der Lokalpatriotismus seiner Heimatstadt eine Rolle aufdrängen, die kaum zu erfüllen ist. „Nur nicht matt werden, sonst kommt man unters Rad.“ Zerbricht und besiegt der Druck der Schule den natürlichen Menschen? Im Zentrum von Frank Abts Bühnenadaption von Hermann Hesses Erzählung über Hans Giebenraths Kampf und Scheitern stehen auch heute nicht weniger relevante Fragen: Wie will ich
Mo, 8.1.2018, 19:00
Medea
von Luigi Cherubini
Heiko Cullmann (Kritische Originalausgabe)
Bettina Bartz / Werner Hintze (Neue deutsche Textfassung)

Altersempfehlung für Schulklassen

Der Tragödiendichter Euripides gestaltet in seiner 431 v. Chr. uraufgeführten Medea eine Episode aus dem Argonauten-Mythos: Medea, Tochter des Königs von Kolchis am Schwarzen Meer, verliebte sich in den Griechen Iason, der mit ihrer Hilfe das Goldene Vlies raubte, und mit dem gemeinsam sie floh. Heimatlos zogen sie mit ihren beiden Kindern durch Griechenland. Kreon, der König von Korinth, wäre nun bereit, Iason und den Kindern Asyl zu gewähren, unter der Bedingung, dass er seine Tochter heiratet und sich dafür von der Barbarin Medea trennt. Euripides lässt – in Abkehr von der Überlieferung – die verratene und verstoßene Geliebte, Ehefrau und Mutter A
Mo, 8.1.2018, 19:30
Eines langen Tages Reise in die Nacht
von Eugene O’Neill
Ein Stück, „geboren aus frühem Schmerz, geschrieben mit Blut und Tränen“, so nannte Eugene O’Neill sein 1940 vollendetes Drama. Der autobiographisch gefärbte Text schildert einen einzigen Tag im Leben und Leiden der Familie Tyrone: Vater, Mutter, zwei Söhne, alle eingesperrt in ihren Abhängigkeiten und Neurosen. James Tyrone, einst ein gefeierter Schauspieler, kann seine armselige Jugend nicht vergessen und tyrannisiert die Familie mit seinem Geiz, an dem bereits ein Sohn zugrunde gegangen ist. Das Bewusstsein dieser Schuld treibt Tyrones Frau Mary in die Morphiumsucht. Der zweite Sohn James wird zum Trinker und Zyniker; sein jüngerer Bruder Edmund leidet an Schwindsucht, die als Sommergrippe bagatellisiert wird.
Die Inszenierung von Armin Petras kontrastiert das Karussell der Lebenslügen
Di, 9.1.2018, 19:00
Tosca
Giacomo Puccini
Puccini reiste selbst nach Rom, um die klangliche Atmosphäre der Schauplätze, an denen seine Oper Tosca spielen sollte, in möglichst großer Authentizität zu erfassen. Neben diesem fast naturalistischen Objektivitätsanspruch lotet die Musik die psychologische Subjektivität der Figuren aus. Den »Krimi« um die Sängerin Tosca, ihren Geliebten, den republikanisch gesinnten Maler Cavaradossi, und den reaktionären royalistisch-papistischen Polizeichef Scarpia erzählt Puccini mit einer bis heute packenden Stringenz. Leidenschaft und Terror prägen diese Geschichte, die von der Spannung zwischen Kunst und Leben und dem Zerbrechen der Illusionen und Selbsttäuschungen an einer unbarmherzigen Wirklichkeit erzählt. Am Ende bleibt der Titelheldin nur noch der Sturz herab von der Engelsburg in den Tod.

Di, 9.1.2018, 11:00
Der Zauberer von Oz
Familienstück für alle ab 6 Jahren
nach dem Roman von L. Frank Baum
Als ein Wirbelsturm das Holzhaus erfasst, in dem Dorothy mit ihrer Tante und ihrem Onkel lebt, wird sie mit dem Wind fortgetragen in ein geheimnisvolles Land. Bei ihrer Landung hat sie mit ihrem Haus unabsichtlich die böse Hexe des Ostens unter sich begraben. Sie wird als Befreierin gefeiert und darf ab sofort die Zauberschuhe der Hexe tragen.
Doch Dorothy will vor allem eins: dringend zurück nach Hause, nach Kansas. Sie erfährt, dass ihr dabei nur der Zauberer von Oz helfen kann, der Herrscher der Smaragdstadt. Auf ihrem Weg dorthin trifft Dorothy auf sehr spezielle Wegbegleiter. Auf eine Vogelscheuche, die den Kopf voller Stroh hat, auf einen Blechmann ohne Herz und auf einen feigen Löwen. Die ungleiche Gruppe überwindet auf dem Weg etliche Hindernisse. Gemeinsam kommen sie schließlich
Mi, 10.1.2018, 19:00
Orpheus in der Unterwelt (Orphée aux Enfers)
von Jacques Offenbach
»Was ist ein Drama? Wenn zwei sich kloppen, das ist Drama. Und was ist eine Tragödie?
Wenn einer auf der Strecke bleibt, ist es eine Tragödie«. Dieses Bonmot des Theaterkünstlers Einar Schleef hätte Jacques Offenbach gefallen. Denn der Komponist besaß ein gutes Gespür für Balanceakte abseits des Lexikons für unumstößliche Wahrheiten.
Dass »zwei sich kloppen« gerät bei ihm denn auch zum Ausgangspunkt seiner 1858 in Paris uraufgeführten ›Opéra bouffon‹, die den antiken Mythos vom Thrakischen Sänger parodiert, der mit seinem Gesang sogar die Unterwelt zu rühren vermochte. Nicht mit dem jähen Tod von Orpheus‘ geliebter Braut Eurydike auf dem Hochzeitsfest lässt Offenbach sein Musiktheater beginnen, sondern mit den Streitereien des Ehepaares, dessen glückliche Tage längst vorüber sind: Man be
Do, 11.1.2018, 19:30
Faust I
von Johann Wolfgang von Goethe
Schneller, höher, weiter. Faust ist der Klassiker der deutschen Moderne. Der Troll des Fortschritts, der Unrast, der unstillbaren Lust und Energie. Faust ist die Dichtung der Superlative: das meistzitierte und meistbesuchte Theaterstück in Deutschland und (rechnet man die Entstehungsphase beider Teile zusammen) im vollen Wortsinn ein Lebenswerk. Goethe beginnt in jungen Jahren zu schreiben, arbeitet ein Leben lang an seinem Faust und vollendet ihn nach eigenem Ermessen nie. Das Werk ist Jugendstreich und Alterswerk zugleich. Schneller, höher, weiter…

Mindestens ebenso vielgestaltig wie die Stadien des Werks sind seine Lesarten: als Nationalepos der Deutschen oder als Weltentwurf, als politische Parabel, als Zitatenschatz oder als die Gelehrtentragödie eines Universalgenies. In der Eröff
Do, 26.10.2017 - So, 18.2.2018
Marcel Duchamp
zu Gast im Schaufenster Sohm
Marcel Duchamp (1887-1968) bleibt bis heute einer der wichtigsten Wegbereiter für eine Neudefinition von Kunst. Indem er einen Alltagsgegenstand zum Kunstwerk erhob und damit das "Ready-made" erfand, revolutionierte er die Kunstgeschichte. Duchamp wurde mit seinen Ideen zum Vordenker einer ganzen Generation von Konzeptkünstlern. Bis heute haben seine Werke und Schriften eine immense Bedeutung für die Gegenwartskunst.

Konzipiert als Hommage an den legendären "Flaschentrockner", den Duchamp 1914 als gewöhnlichen Haushaltsgegenstand kaufte und anschließend zum Kunstwerk erklärte, zeigen wir erstmals einen Einblick in unseren umfangreichen Marcel Duchamp-Bestand. Ergänzt wird der Sammlungsbestand durch ein einzigartiges Archiv, das von dem Schweizer Künstler und Duchamp-Forscher Serge Stau
Fr, 8.12.2017 - Mo, 2.4.2018
Der Meister von Meßkirch
Katholische Pracht in der Reformationszeit
Im Reformationsjahr 2017 widmet die Staatsgalerie dem Meister von Meßkirch erstmals eine umfassende monographische Ausstellung. Der Meister von Meßkirch gehört zu den bedeutendsten deutschen Malern der frühen Neuzeit. Obschon sich der ausschließlich im oberschwäbischen Raum tätige Künstler als historisch verbürgte Person bis heute nicht sicher fassen lässt, ist sein Rang als herausragender Kolorist seit langem unbestritten. Seine Altarbilder beanspruchen höchstes historisches Interesse, da sie – entgegen der sich in Württemberg fast flächendeckend durchsetzenden Reformation – das regionale Festhalten am altgläubigen Bekenntnis dokumentieren. Ein Großteil seiner heute verstreut in Museen und Privatsammlungen Europas und der USA befindlichen Tafelbilder und Zeichnungen sind in der Ausstellun
David Wagner
"Leben"
Rowolth
Preis der Leipziger Buchmesse

«Wann passiert es schon, daß einem die Verlängerung des eigenen Lebens angeboten wird?»

Der Anruf kommt um kurz nach zwei. Ein junger, sterbenskranker Mann geht ans Telefon, und eine Stimme sagt: Wir haben ein passendes Spenderorgan für Sie. Auf diesen Anruf hat er gewartet, diesen Anruf hat er gefürchtet. Soll er es wagen, damit er weiter da ist für sein Kind? Er nimmt seine Tasche und läßt sich ins Berliner Virchow-Klinikum fahren.

Von der Geschichte und Vorgeschichte dieser Organtransplantation handelt «Leben»: von den langen Tagen und Nächten im Kosmos Krankenhaus neben den wechselnden Bettnachbarn mit ihren Schicksalen und Beichten – einem Getränkehändler etwa, der heimlich seine Geliebte besucht, oder einem libanesischen Fleischer, der im Bürg
Ursula Krechel
"Landgericht"
Jung und Jung Verlag
Deutschen Buchpreis 2012

Nach »Shanghai fern von wo« geht Ursula Krechel noch einmal den Spuren deutscher Geschichte nach. Ihr neuer Roman handelt vom Exil und von den fünfziger Jahren, von einer Rückkehr ohne Ankunft.

Was muss einer fürchten, was darf einer hoffen, der 1947 aus dem Exil nach Deutschland zurückkehrt? Nach ihrem gefeierten, 2008 erschienenen Buch »Shanghai fern von wo« geht Ursula Krechel mit ihrem neuen großen Roman »Landgericht« noch einmal auf Spurensuche. Die deutsche Nachkriegszeit, die zwischen Depression und Aufbruch schwankt, ist der Hintergrund der fast parabelhaft tragischen Geschichte von einem, der nicht mehr ankommt. Richard Kornitzer ist Richter von Beruf und ein Charakter von Kohlhaas’schen Dimensionen. Die Nazizeit mit ihren absurden und tödlichen Rege
Narvid Kermani
"Dein Name"
Hanser Verlag
Heinrich-von-Kleist Preis 2012

Am 8. Juni 2006 beginnt Navid Kermani sein neues Buch, und es wird einer der ungewöhnlichsten Romane unserer Zeit. Hier schreibt einer über alles, was es zu wissen gibt über sein Leben und das Leben überhaupt: die Gegenwart und die Vergangenheit seiner Familie, die Erinnerung an gestorbene Freunde und die mitreißende Lektüre Jean Pauls und Hölderlins. Die Geschichte seines Großvaters, der von Nahost nach Deutschland ging, wird zum Herzstück des Romans. Immer wieder drängt sich dem Romancier der entscheidende Moment dazwischen: der des Schreibens. „Dein Name“ ist ein Roman, der das Privateste ebenso in den Blick nimmt wie die Geschichte, in der wir leben - ein Buch, das unser Bild der Gegenwart nachhaltig verändern wird.

Fester Einband, 1232 Seiten
mit
Sibylle Lewitscharoff "Pong"
Berlin-Verlag
Büchner-Preis 2013

Fast zärtlich zeichnet Sibylle Lewitscharoff den Alltag eines Verrückten nach, der sich selbst genügt. Mit hinreißenden Wortspielereien und Neuschöpfungen skizziert sie das Psychogramm eines eigenwilligen Helden und präsentiert zugleich eine poetische Parabel über die allgegenwärtigen Ängste des Lebens. Sibylle Lewitscharoff erhielt 1998 für »Pong« den Ingeborg Bachmann-Preis
Pong ist ein »nicht unschöner« Mann. Er will die Welt verbessern, Ungerechtigkeiten besiegen und Kinder vor dem schweren Parfüm ihrer Mutter bewahren. Das einzige Problem: Pong ist verrückt. Seine ungewöhnliche Geburt durch »den Großen Ratsch« läßt ihn zu einem Sonderling mit einer eigenen Weltwahrnehmung werden. Sein aus Ängsten, Zwängen und festen Regeln bestehender Alltag soll seine fragile E
Wilhelm Genazino
"Idyllen in der Halbnatur"
Hanser Verlag
Kasseler Literaturpreis 2013

Die Welt ist voller Merkwürdigkeiten, man muss nur hinsehen. Ein Mann verliert einen Schuh. Ein anderer Mann, Kleist, beschreibt seiner Braut auf Hunderten von Seiten, durch welche gründlichen Maßnahmen sie beide unfehlbar glücklich werden. Der Büchner-Preisträger Wilhelm Genazino erzählt, wie er schreibt, wie er zum Schreiben kam und warum die Welt so merkwürdig und ohne Bücher kaum auszuhalten ist. In Prosastücken und Essays nähert er sich auf unverwechselbare Weise Büchern und Bildern, vor allem aber Menschen, seien sie nun Schriftsteller, deren berühmte Figuren oder auch jene Namenlosen, die irgendwann auf der Straße ihren Schuh verlieren. Und damit einen ungeschriebenen Roman erleben.

Fester Einband, 240 Seiten

„In den ‚Idyllen in der Halbnatur‘,
Judith Schalansky
"Der Hals der Giraffe"
Preis der Literaturhäuser 2014

»Der beste Roman des Jahres.« Hubert Winkels, Deutschlandfunk Anpassung im Leben ist alles, weiß Inge Lohmark. Schließlich unterrichtet sie seit mehr als dreißig Jahren Biologie. In einer Stadt im hinteren Vorpommern. Dass ihre Schule in vier Jahren geschlossen werden soll, ist nicht zu ändern – die Stadt schrumpft, es fehlt an Kindern. Aber noch vertreibt Inge Lohmark, Lehrerin vom alten Schlag, mit ihrem Starrsinn alles Störende. Als sie schließlich Gefühle für eine Schülerin entwickelt und ihr Weltbild ins Wanken gerät, versucht sie in immer absonderlicheren Einfällen zu retten, was nicht mehr zu retten ist.
Judith Schalanskys Bildungsroman wurde 2011 zum großen Presse und Publikumserfolg. Kritikerinnen und Kritiker bejubelten den »besten Roman des Jah
Marcel Beyer
"Putins Briefkasten"
Kleist-Preis 2014

Eines Morgens, in einer ihm »selber nicht ganz klaren Anwandlung«, fährt Marcel Beyer an den Stadtrand von Dresden, um dort einen Briefkasten noch einmal zu sehen, nicht irgendeinen, sondern den Wladimir Putins, der in den achtziger Jahren hier lebte. Er findet ihn nicht mehr vor. Aber was Beyer auf seiner Spurensuche wahrnimmt und aufschreibt, entwickelt sich unterderhand zu einem Kurzporträt Putins, das erhellender ist als jede dickleibige politische Biographie. Was immer Beyer hier in seinen Erzählungen und Skizzen in den Blick nimmt - seien es Blumen oberhalb des Genfer Sees, eine von Rimbaud aufgegebene Kleinanzeige, ein einäugiger Löwe im Dresdner Zoo, von Dostojewskij zum Brüllen gebracht, ein kleinformatiges Gemälde von Gerhard Richter oder Lessings Ofenschirm
Marjana Gaponenko
"Wer ist Martha?"
Adelbert-von-Chamisso-Preis 2013

Wer Martha ist, wird hier nicht verraten, aber über Luka Lewadski kann Folgendes gesagt werden: Ornithologe aus der Ukraine und Verfasser der bahnbrechenden Studie Über die Rechenschwäche der Rabenvögel. Über seinen Forschungen ist er in die Jahre gekommen und 96 geworden. Viel Zeit bleibt nicht mehr, sagt der Arzt. Und die will gut genutzt sein, sagt sich Lewadski. Also reist er nach Wien, steigt im noblen Hotel Imperial ab und lernt im Fahrstuhl einen Altersgenossen kennen, dem der Lebensfaden auch schon reichlich kurz geworden ist. Wie die beiden Alten aus der Muppet Show in ihrer Loge sitzen die zwei beim Früchte-Wodka in der Hotelbar, kommentieren die Frisuren der Damen, rekapitulieren das mörderische vergangene Jahrhundert und träumen von der Revo
Lisa-Maria Seydlitz
"Sommertöchter"
Eine Familiengeschichte voller Liebe

Durch einen anonymen Brief erfährt Juno von ihrem Erbe: ein Fischerhaus in der Bretagne. Aber wider Erwarten ist sie nicht die Einzige, die sich für das Haus interessiert. Die französische Kellnerin Julie hat sich dort eingenistet, und auch Jan, ein Architekt aus Deutschland, ist oft zu Besuch. Acht Jahre nach dem Tod ihres Vaters eröffnet sich für Juno ein neuer Blick in die Vergangenheit. Die Reise in die Bretagne wird für sie zu einer Reise in ihre Familiengeschichte. In eine Kindheit, in der sie glücklich war und mit ihren Eltern ein scheinbar idyllisches Vorstadtleben geführt hat. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem alles anders wurde.
›Sommertöchter‹ ist ein Roman gegen das Alleinsein. Lisa-Maria Seydlitz nimmt ihre Leser mit in einen Sommer, in dem
Terézia Mora
"Das Ungeheuer"
Luchterhand Literaturverlag
Deutscher Buchpreis 2013

Eine der wichtigsten Gegenwartsautorinnen
»Solche Geschichten gibt's, zu Hauf. Ingenieur gewesen, Job verloren, Frau verloren, auf der Straße gelandet«: Kein außergewöhnliches Schicksal vielleicht auf den ersten Blick, doch Terézia Moras Romanheld Darius Kopp droht daran zu zerbrechen. Denn Flora, seine Frau, die Liebe seines Lebens, ist nicht einfach nur gestorben, sie hat sich das Leben genommen, und seitdem weiß Darius Kopp nicht mehr, wie er weiter existieren soll. Schließlich setzt er sich in seinen Wagen, reist erst nach Ungarn, wo Flora aufgewachsen ist, und dann einfach immer weiter. Unterwegs liest er in ihrem Tagebuch, das er nach ihrem Tod gefunden hat, und erfährt, wie ungeheuer gefährdet Floras Leben immer war – und dass er von alldem nicht das Ger
Thomas Hettche
"Pfaueninsel"
Kiepenheuer & Witch
Eine Insel außerhalb der Zeit

Die Pfaueninsel in der Havel ist ein künstliches Paradies. In seinem opulenten, kundigen und anrührenden Roman erzählt Thomas Hettche von dessen Blüte, Reife und Verfall aus der Perspektive des kleinwüchsigen Schlossfräuleins Marie, in deren Lebenslauf sich die Geschichte eines ganzen Jahrhunderts verdichtet.
Es mutet an wie ein modernes Märchen, denn es beginnt mit einer Königin, die einen Zwerg trifft und sich fürchterlich erschrickt. Kaum acht Wochen nach dieser Begegnung auf der Pfaueninsel, am 19. Juli 1810, ist die junge Königin Luise tot – und der kleinwüchsige Christian und seine Schwester Marie leben fortan weiter mit dem entsetzten Ausruf der Königin: »Monster!« Damit ist die Dimension dieser Geschichte eröffnet. Am Beispiel von Marie, die zwisch
Amos Oz
"Unter Freunden"
Suhrkamp Verlag
Siegfried Lenz Preis 2014 für Amos Oz

Aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler

Zvi Provisor, der mürrische Gärtner des Kibbuz Jikhat, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Gemeinschaft mit Katastrophenmeldungen zu versorgen: die Erkrankung des norwegischen Königs, der Brand in einem spanischen Waisenhaus, ein Vulkanausbruch in Chile. Abgelenkt von seiner täglichen Dosis Pessimismus, entgeht ihm, dass die Witwe Luna Blank nur ihm zuliebe ihr gutes Sommerkleid trägt. Er, der keine Berührungen zulassen kann, muss erkennen, dass die ungewohnte weibliche Präsenz seine ihm heilige Alltagsroutine ins Wanken bringt. Amos Oz, der Meister der Zwischentöne, knüpft in Unter Freunden an seinen Bestsellererfolg Eine Geschichte von Liebe und Finsternis an und kehrt zu der Zeit zurück, die ihn am meis
Patrick Modiano
"Der Horizont"
Hanser Literaturverlag
Nobelpreis für Literatur 2014

Zwei Verlorene, die sich finden und wieder verlieren - ein Roman über Zeit und Erinnerung von Nobelpreisträger Patrick Modiano
Während einer Demonstration stoßen sie in einem Metroeingang zufällig zusammen, Margaret Le Coz und Jean Bosmans. Sie, geboren in Berlin als Tochter einer französischen Mutter, hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, er schreibt an seinem ersten Roman. Die beiden werden für kurze Zeit ein Liebespaar. Bis Margaret Hals über Kopf aus Paris flieht. Vierzig Jahre später spürt Bosmans dieser verlorenen Liebe nach. Was ihm bleibt sind seine Erinnerungen und eine konkrete Spur, die in eine Berliner Buchhandlung führt. Patrick Modianos neues Buch – in Frankreich als sein schönster Roman über das Vergehen der Zeit gerühmt – ist die Gesc
Michel Houellebecq
"Unterwerfung"
Dumont-Verlag
Im Mittelpunkt von Houellebecqs Roman „Unterwerfung“ steht die Geschichte des Literaturwissenschaftlers Francois. Während der Akademiker und leidenschaftliche Weintrinker das Werk des dekadenten Schriftstellers Huysmans erforscht, rückt die Wahl des neuen französischen Präsidenten immer näher.

Alles deutet darauf hin, dass der charismatische Kandidat der Muslimbruderschaft das Rennen machen wird. In der Hauptstadt kommt es zu tumultartigen Ausschreitungen: Autos brennen, Wahllokale werden überfallen und ein Bürgerkrieg scheint blutige Realität zu werden. Es kommt zur Stichwahl zwischen der Rechtsextremen Marine Le Pen und dem muslimisch-moderatem, humanistisch gesonnenem Kandidaten – und schließlich zieht Mohamed Ben Abbès als Präsident in den Elysée-Palast ein. Bald stellt er die Repu
Nicolas Mahler
"Franz Kafkas nonstop Lachmaschine"
Reprodukt
Preis der Literaturhäuser 2015

Wie fühlt es sich an, als Comicautor in der Hochkultur anzukommen? Wie übersetzt man Thomas Bernhard und Robert Musil in Comicform? Und gibt es nicht mehr Überschneidungen zwischen Franz Kafka und “Fix und Foxi”-Erfinder Rolf Kauka, als man zunächst annehmen mag? Auch in der vierten Sammlung von autobiografischen Geschichten berichtet Nicolas Mahler mit trockenem Witz aus seinem aufregenden Leben als Comiczeichner und von den grotesken Situationen, in die er fortwährend gerät.

Nicolas Mahler ist einer der profiliertesten und produktivsten Comickünstler im deutschsprachigen Raum. Bei Reprodukt ist neben autobiografischen Comics wie “Kunsttheorie versus Frau Goldgruber” zuletzt die tragikomische Erzählung “Lone Racer” erschienen. Viel Aufmerksamkeit wurde
Swetlana Alexijewitsch:
"Secondhand-Zeit – Leben auf den Trümmern des Sozialismus"
Suhrkamp
Nobelpreis für Literatur 2015

Gut zwanzig Jahre sind vergangen seit dem Zusammenbruch des Sowjetimperiums, die Russen entdeckten die Welt, und die Welt entdeckte die Russen. Inzwischen aber gilt Stalin wieder als großer Staatsmann, die sozialistische Vergangenheit wird immer öfter, vor allem von jungen Menschen, nostalgisch verklärt.
Russland, so Swetlana Alexijewitsch, lebt in einer Zeit des »Second-hand«, der gebrauchten Ideen und Worte. Die Reporterin befragt Menschen, die sich von der Geschichte überrollt, gedemütigt, betrogen fühlen. Sie spricht mit Frauen, die in der Roten Armee gekämpft haben, mit Soldaten, Gulag-Häftlingen, Stalinisten. »Historiker sehen nur die Fakten, die Gefühle bleiben draußen …, ich aber sehe die Welt mit den Augen der Menschforscherin.«
Wer das Russland
Durs Grünbein
"Aroma - Ein römisches Zeichenbuch"
Suhrkamp Verlag
Tomas-Tranströmer-Preis 2012

Einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dichter der Gegenwert stellt sich in Vers und Prosa der Ewigen Stadt.

„Aufblühen wird man hier, auch als kraut sich gern überlassen.
Dem wohligen Phototropismus. Der man im Norden war,
Dieser Eisblock Identität, Psyches Schneemann ist bald zerronnen.“

Der so spricht, ist an einem Ort angekommen, wo viele seiner Schreib- und Lebensmotive zusammenlaufen. Durs Grünbeins Jahr in Rom hat Gestalt gewonnen in einem Zeichenbuch. Die Stadt – „Roma caput mundi“ – wird als ein Schauplatz der Zeichen und Verweise erfahren und schlägt sich, wie bei den Reisenden früherer Zeiten, in Zeichnungen nieder – freilich in geschriebener Form. Aus vier Kapiteln gefügt, entstand so sein opus incertum, nach dem Vorbild des altrömi
Felicitas Hoppe
"Hoppe"
S. Fischer Verlag
Georg-Büchner-Preis 2012

Als Leben zu kurz, als Roman zu schön, um wahr zu sein: Das Beste, was bislang über Hoppe geschrieben wurde!

›Hoppe‹ ist keine Autobiographie, sondern Hoppes Traumbiographie, in der Hoppe von einer anderen Hoppe erzählt: von einer kanadischen Kindheit auf dünnem Eis, von einer australischen Jugend kurz vor der Wüste, von Reisen über das Meer und von einer Flucht nach Amerika. Hoppes Lebens- und Reisebericht wird zum tragikomischen Künstlerroman, mit dem sie uns durch die Welt und von dort aus wieder zurück in die deutsche Provinz führt, wo ihre Wunschfamilie immer noch auf sie wartet.
Eine Geschichte über vergebliche Wünsche, gescheiterte Hochzeiten und halbierte Karrieren. Und über das unbestreitbare Glück, ein Kind des Rattenfängers aus Hameln zu sein.
Feridun Zaimoglu "Ruß"
Kiepenheuer & Witsch Verlag
Preis der Literaturhäuser 2012

Liebe, Trauer und Vergeltung im Ruhrpott – eine deutsche Saga

Ein Kiosk in Duisburg ist der Ausgangspunkt einer rasanten Geschichte, die ihren Held durch den Ruhrpott, nach Warschau und bis auf die Großglocknerstraße führt – und an die Grenzen seiner Liebes- und Leidensfähigkeit.

Mit »Liebesbrand« und »Hinterland« hat Feridun Zaimoglu erfolgreich die Romantik in die deutsche Gegenwartsliteratur zurückgeholt, und nun wendet er sich einer Region zu, die deutscher kaum sein könnte: dem Ruhrpott, Industriebrache im Wandel zur Dienstleistungsregion. Die Gegend ist im Umbruch, und gebrochen ist auch der Held dieser Geschichte. Renz war Arzt, doch als seine Frau von einem Einbrecher ermordet wurde, zerbrach seine Welt und brach sein Wille. Seit mehreren Jah
Maxim Leo
"Haltet Euer Herz bereit"
Eine ostdeutsche Familiengeschichte
Heyne Verlag
Europäischen Buchpreis 2011

Der preisgekrönte Journalist erzählt kritisch, liebevoll und unsentimental

Die Familie von Maxim Leo war wie eine kleine DDR. In ihr konzentriert sich vieles, was in diesem Land einmal wichtig war: die Hoffnung und der Glaube der Gründerväter. Die Enttäuschung und das Lavieren ihrer Kinder, die den Traum vom Sozialismus nicht einfach so teilen wollten. Und die Erleichterung der Enkel, als es endlich vorbei war. In dieser Familie wurden im Kleinen die Kämpfe ausgetragen, die im Großen nicht stattfinden durften.

Der Journalist und Autor Maxim Leo ist Träger des Europäischen Buchpreises 2011. Leo, der in Ost-Berlin geboren wurde, wird für sein Buch „Haltet euer Herz bereit“ ausgezeichnet, das liebevoll und mitreißend die Geschichte seiner Familie vom Zweit
Ian Kershaw "Das Ende"
Kampf bis in den Untergang - NS-Deutschland 1944/45
Deutsche Verlags-Anstalt
Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2012

Warum kämpften die Deutschen bis zum bitteren Ende?

Das »Dritte Reich« kämpfte nicht nur bis zum bitteren Ende, bis zur totalen Niederlage, es funktionierte auch bis zum Schluss. Bis die Rote Armee vor den Pforten der Reichskanzlei stand, wurde die öffentliche Ordnung in Deutschland, das täglich ein Stück mehr unter alliierte Besatzung geriet, weitgehend aufrechterhalten. Löhne wurden bezahlt und die Verwaltung lief – wenngleich unter großen Schwierigkeiten – weiter. Die Gründe dafür, warum Hitlers Deutschland militärisch zusammenbrach, sind bekannt, die Frage, wie und warum das »Dritte Reich« bis zum Schluss funktionierte, ist dagegen bis heute nicht beantwortet. Zentral bei der Suche nach einer Antwort auf die Frage, wie das R
Timothy Snyder "Bloodlands"
Europa zwischen Hitler und Stalin
C.H. Beck
Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2012

Timothy Snyder erzählt in seinem aufsehenerregenden, zutiefst aufwühlenden Buch drei miteinander verknüpfte Geschichten – Stalins Terrorkampagnen, Hitlers Holocaust und den Hungerkrieg gegen die Kriegsgefangenen und die nichtjüdische Bevölkerung – so wie sie sich tatsächlich zugetragen haben: zur gleichen Zeit und am gleichen Ort.
Makellos recherchiert, atemberaubend geschrieben und von eindringlicher Humanität gehört Bloodlands zu den historischen Büchern, die einen anderen Blick auf die Geschichte des 20. Jahrhunderts eröffnen. Noch bevor der Zweite Weltkrieg begann, hatte Hitlers zeitweiliger Partner und späterer Gegner Stalin bereits Millionen von Menschen umgebracht – und setzte dieses Morden während des Krieges fort. Bevor
Thea Dorn, Richard Wagner
"Die deutsche Seele"
Knaus Verlag
Von Gemütlichkeit und Grundgesetz, von Abendbrot bis Zerrissenheit. Alles was deutsch ist.

So ein Buch hat es noch nicht gegeben. Zwei Autoren, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, erkunden liebevoll und kritisch, kenntnisreich und ohne Berührungsängste, was das eigentlich ist, die deutsche Seele. Sie spüren sie auf in so unterschiedlichen Begriffen wie »Abendbrot« und »Wanderlust«, »Männerchor« und »Fahrvergnügen«, »Abgrund« und »Zerrissenheit«. In sechzig Kapiteln entsteht auf diese Weise eine tiefgründige und facettenreiche Kulturgeschichte des Deutschen.

Alle Debatten über Deutschland landen am selben Punkt im Abseits: Darf man das überhaupt öffentlich sagen, etwas sei »deutsch« oder »typisch deutsch«? Kann man sich mit dem Deutschsein heute endlich versöhnen? Man muss e
Wolfgang Herrndorf:
"Sand"
Rowohlt Berlin
Preisträger der Leipziger Buchmesse 2012

"Er aß und trank, bürstete seine Kleider ab, leerte den Sand aus seinen Taschen und überprüfte noch einmal die Innentasche des Blazers. Er wusch sich unter dem Tisch die Hände mit ein wenig Trinkwasser, goß den Rest über seine geplagten Füße und schaute die Straße entlang. Sandfarbene Kinder spielten mit einem sandfarbenen Fußball zwischen sandfarbenen Hütten. Dreck und zerlumpte Gestalten, und ihm fiel ein, wie gefährlich es im Grunde war, eine weiße, blonde, ortsunkundige Frau in einem Auto hierherzubestellen."

Während in München Palästinenser des "Schwarzen September" das Olympische Dorf überfallen, geschehen in der Sahara mysteriöse Dinge. In einer Hippie-Kommune werden vier Menschen ermordet, ein Geldkoffer verschwindet, und ein unterbel
Umberto Eco
"Der Friedhof in Prag"
Hanser Verlag
Der Italiener Simon Simonini lebt in Paris, und er erlebt aus nächster Nähe eine dunkle Geschichte: geheime Militärpapiere, die der jüdische Hauptmann Dreyfus angeblich an die deutsche Botschaft verkauft, piemontesische, französische und preußische Geheimdienste, die noch geheimere Pläne schmieden, Freimaurer, Jesuiten und Revolutionäre - und am Ende tauchen zum ersten Mal die Protokolle der Weisen von Zion auf, ein gefälschtes „Dokument“ für die „jüdische Weltverschwörung“, das dann fatale Folgen haben wird. Umberto Eco, der Meister des historischen Romans, erzählt die Geschichte des neunzehnten Jahrhunderts, in der wir jedoch unser eigenes wiedererkennen können.

Roman – übersetzt aus dem Italienischen von Burkhart Kroeber
Fester Einband, 528 Seiten
Mit zahlreichen Abbildungen

"
Christa Wolf
"Der geteilte Himmel"
Eine Auseinandersetzung mit den Jahren der deutschen Teilung.
Ende August 1961: In einem kleinen Krankenhauszimmer erwacht Rita Seidel aus ihrer Ohnmacht. Und mit dem Erwachen wird auch die Vergangenheit wieder lebendig. Da ist die Erinnerung an den Betriebsunfall und vor allem die Erinnerung an Manfred Herrfurth. Zwei Jahre sind vergangen, seit sie dem Chemiker in die Stadt folgte, um an seiner Seite und mit ihm gemeinsam ein glückliches Leben zu beginnen. Wann hat die Trennung begonnen? Hat sie die ersten Anzeichen einer Entfremdung übersehen? Denken, Grübeln, Fiebern - Tage und Nächte hindurch! »Ich gebe Dir Nachricht, wenn Du kommen sollst. Ich lebe nur für den Tag, da Du wieder bei mir bist.« Manfred ist von einem Chemikerkongreß in Westberlin nicht zurückgekehrt in dem festen Glaube
Jan Brandt
"Gegen die Welt"
Dumont Verlag
Ein Dorf in Ostfriesland, Kühe grasen auf den Wiesen, ab und zu zerreißt der Lärm eines Tieffliegers die Stille. Hinter den getrimmten Tujenhecken des Neubauviertels blühen die Blumen, in den Auffahrten glänzen frisch gewachste Neuwagen.
In diese Welt wird Mitte der Siebzigerjahre Daniel Kuper, Spross einer Drogistendynastie, hineingeboren. Ein schmächtiger, verschlossener Junge mit viel zu viel Fantasie und zu wenigen
Möglichkeiten. Doch bald geschehen seltsame Dinge: Mitten im Sommer kommt es zu heftigem Schneefall, ein Kornkreis entsteht, ein Schüler stellt sich auf die Bahngleise, Hakenkreuze tauchen an den Hauswänden auf. Für all das wird Daniel Kuper verantwortlich gemacht. Und je mehr er versucht, die Vorwürfe zu entkräften, desto stärker verstrickt er sich in ihnen. Daniel Ku
Jonathan Franzen
"Die Korrekturen"
Rowolth Verlag
Nach fast fünfzig Ehejahren hat Enid Lambert nur ein Ziel: ihre Familie zu einem letzten Weihnachtsfest um sich zu scharen. Alles könnte so schön sein, gemütlich, harmonisch. Doch Parkinson hat ihren Mann Alfred immer fester im Griff, und die drei erwachsenen Kinder durchleben eigene tragikomischen Malaisen. Gary steckt in einer Ehekrise. Chip versucht sich als Autor. Und Denise ist zwar eine Meisterköchin, hat aber in der Liebe kein Glück.
Jonathan Franzen ist ein großartiger Roman gelungen: Familien- und Gesellschaftsgeschichte in einem.

rororo
Taschenbuch, 784 S.

Eine Sensation. (Der Spiegel)

Ein Wunder. Und kein geringes. (Die Welt)

Jonathan Franzen ist das größte Sprachtalent, das die amerikanische Literatur seit John Updike hervorgebracht hat. (Literaturen)
Sibylle Lewitscharoff
"Blumenberg"
Wilhelm-Raabe-Literaturpreis

Groß, gelb, gelassen: mit berückender Selbstverständlichkeit liegt eines Nachts ein Löwe im Arbeitszimmer des angesehenen Philosophen Blumenberg. Die Glieder bequem auf dem Bucharateppich ausgestreckt, die Augen ruhig auf den Hausherrn gerichtet. Der gerät, mit einiger Mühe, nicht aus der Fassung, auch nicht, als der Löwe am nächsten Tag in seiner Vorlesung den Mittelgang herabtrottet, sich hin und her wiegend nach Raubkatzenart. Die Bänke sind voll besetzt, aber keiner der Zuhörer scheint ihn zu sehen. Ein raffinierter Studentenulk? Oder nicht doch viel eher eine Auszeichnung von höchster Stelle – für den letzten Philosophen, der diesen Löwen zu würdigen versteht?

Das Auftauchen des Tieres wirkt in mehrerlei Leben hinein, nicht nur in das Leben Blumenber
Peter Handke
"Immer noch Sturm"
Suhrkamp Verlag
Das Jaunfeld, im Süden Österreichs, in Kärnten: Dort versammeln sich um ein »Ich« (oder steht es eher am Rande?) dessen Vorfahren: die Großeltern und deren Kinder, unter ihnen die eigene Mutter. Sie erscheinen ihm, da sie ihn bis in die Träume begleiten, in einer Vielzahl von Szenenfolgen, in denen sich die unterschiedlichsten Spiel- und Redeformen abwechseln – ein Panorama, das weit über alle literarischen Genres hinausreicht und sie sich zugleich anverwandelt. Gestaltet Peter Handke eine beispielhafte Familientragödie in Szenen? (Immerhin sterben zwei der Brüder in den vierziger Jahren.) Erzählt er anhand einzelner Stationen das Epos eines Volkes, der Slowenen? (Von ihnen ging der einzige bewaffnete Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime innerhalb dessen ursprünglicher Grenze
Friedrich Christian Delius
"Bildnis der Mutter als junge Frau"
Rowohlt Verlag
Georg-Büchner-Preisträger 2011

Rom im Januar 1943: Eine junge deutsche Frau steht kurz vor der Geburt ihres ersten Kindes. An einem sonnigen Tag begibt sie sich auf einen Spaziergang durch die fremden Straßen. Trotz der verwirrend schönen Eindrücke ist sie mit ihren Gedanken woanders. Ihr Mann wurde überraschend an die afrikanische Front abkommandiert. Der Zeitpunkt seiner Rückkehr ist ungewiss. Und auf ihrem Gang durch die Ewige Stadt beginnt die junge Frau zu ahnen, dass der Krieg verloren gehen könnte …

rororo
Taschenbuch, 128 S.

«Eine wundervolle Erzählung.» (Süddeutsche Zeitung)
«Ein kleines Meisterwerk … und eine Liebeserklärung an die Stadt Rom und an die Mutter.» (Die Zeit)
«Ein Meisterwerk an Anmut und historischem Scharfblick.» (Neue Zürcher Zeitung)
«Spannung und E
Eugen Ruge
"In Zeiten des abnehmenden Lichts"
Rowohlt-Verlag
Deutscher Buchpreis 2011

Roman einer Familie

Von den Jahren des Exils bis ins Wendejahr 89 und darüber hinaus reicht diese wechselvolle Geschichte einer deutschen Familie. Sie führt von Mexiko über Sibirien bis in die neu gegründete DDR, führt über die Gipfel und durch die Abgründe des 20. Jahrhunderts. So entsteht ein weites Panorama, ein großer Deutschlandroman, der, ungeheuer menschlich und komisch, Geschichte als Familiengeschichte erlebbar macht.

Hardcover, 432 S.
19,95 €
978-3-498-05786-2

«Überragend ... eine faszinierende Innensicht der DDR.» Felicitas von Lovenberg, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

«Eugen Ruge ist ein Erzähler von einer Virtuosität, von einer sprachlichen Finesse, von einer erzähltechnischen Genauigkeit, wie man sie nicht alle Tage antrifft ... Meist
Sibylle Lewitscharoff
"Consummatus"
Suhrkamp Verlag
Stuttgart, Café Rösler, Samstag, den 3. April 2004 (vormittags) – ein Mann trinkt. Ralph Zimmermann ist allein mit sich und dem Alkohol. Oder auch nicht. Bei ihm sind Andy Warhol, Edie Sedgwick, Jim Morrison und nicht zuletzt seine Geliebte Joey. Tot zwar allesamt, aber doch anwesend genug, um einen Stift zumindest auf glatter Fläche ein paar Millimeter rollen zu lassen. Und natürlich, um zu kommentieren, was Ralphi-Ralph erzählt: von sich, seinem Leben, seiner Liebe und seinem eigenen Ausflug ins Totenreich.

suhrkamp taschenbuch 4230
Broschur, 240 Seiten

»Falls es Sie interessiert, was uns nach dem Tod erwartet und was Jim Morrison und Andy Warhol heute so treiben, kommen Sie um diesen Roman nicht herum. Und falls es Sie nicht interessiert, dann sind Sie wahrscheinlich schon tot un
Tomas Tranströmer "Sämtliche Gedichte"
Hanser Verlag
Literatur-Nobelpreis 2011

Das schmale lyrische Gesamtwerk von Tomas Tranströmer hat auch außerhalb Schwedens großen Einfluß ausgeübt; besonders aber in Deutschland. In seinen Gedichten kommt eine innere, erträumte Welt hinter der Wirklichkeit zur Sprache, die in ihrer exakten Schönheit ein Gegenbild zeichnet.

übersetzt aus dem Schwedischen von Hanns Grössel
Erscheinungsdatum: 08.02.1997
Flexibler Einband, 264 Seiten





Jörg Bernig
"Weder Ebbe noch Flut"
Mitteldeutscher Verlag
Eichendorff-Literaturpreis 2011

Die Geschichte der großen Liebe von Albert und Dorothee beginnt 1983 am Rande eines Kirchentages in Leipzig. Ein Kind soll für die beiden ein Zauberspruch gegen einen Alltag sein, mit dem sie nichts anfangen können. Doch Dorothee wird nicht schwanger, auch die Medizin vermag nicht zu helfen.
Dann fällt die Mauer, neue Möglichkeiten tun sich auf, aber Albert entbindet Dorothee von ihrem Versprechen auf ein gemeinsames Leben. Er verlässt sie aus Liebe, damit wenigstens sie sich ihren Kinderwunsch erfüllen kann. Er selbst geht nach Wales – wie er sagt: ans Ende der Welt. Dort will er seine Forschungen zu Adalbert Stifter abschließen, dessen Ehe ebenfalls kinderlos geblieben war. Und noch tiefer reicht die Verbindung Alberts mit dem Leben Stifters: Als Alb
Martin Walser
"Muttersohn"
Rowohlt Verlag
Auf die Frage, wovon sein neuer Roman handele, bekennt Martin Walser, dass es einfacher wäre zu sagen, wovon er nicht handele. Hier sind alle seine großen Themen gebündelt: Liebe und Vergeblichkeit, Lüge und Wahrheit, Glauben und Wissen. Muttersohn ist ein von Humor polierter Glaubensroman, ein Erleuchtungsbuch, in dem auch die Vernunft ihren Platz findet – nur nicht den von Aufklärungsfanatikern eingeforderten.

Hardcover, 512 S.
24,95 €
978-3-498-07378-7

«Muttersohn» ist ein Abenteuer, ein wilder, ein mit allen Daseinsfarben auf trumpfender Roman. Ein Roman darüber, was die Liebe vermag, was der Glaube vermag, was die Sprache vermag.

«Als Evangelium stellt dieses Werk keine Frage – es ist.»
FELICIAS VON LOVENBERG, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

«Ein heiteres, altersweises
Hanna Krall
"Herzkönig"
Verlag Nuee Kritik
Europäischer Literaturpreis

»Das ist der letzte Abschnitt meiner Reise, und es wäre dumm, wenn ich jetzt verrückt werden würde.«

Diese nüchterne Feststellung stammt von Izolda Regensberg alias Maria Pawlicka. Seit der Deportation ihres Mannes nach Auschwitz besteht der Sinn ihres Lebens allein darin, ihren Herzkönig zu befreien. Die fieberhaften Bemühungen werden von Absurditäten und Zufällen, von glücklichen und unglücklichen Fügungen begleitet. In Zeiten der Vernichtung wundert sich Izolda über keine Grausamkeit - auch nicht über die eigene.

Bis Izolda schließlich im Mai 1945 im Lager Ebensee auf ihren Ehemann trifft, hat sie eine Odyssee von Lagern und Gefängnissen hinter sich. Das Paar kehrt mit »polnischen« Pässen nach Polen zurück. Jahre später fliegt die geborgte Identität
Frédéric Martel
"Mainstream. Wie funktioniert, was allen gefällt"
Knaus Verlag
Wer beherrscht unsere Köpfe und warum? – Eine faszinierende Expedition zu den Mächtigen des Kulturbetriebs

Avatar, Stieg Larsson, Google, Michael Jackson – wie funktioniert die Kultur der Massen und wer macht sie? Was gefällt allen, überall auf der Welt? Und warum? Es geht in diesem Report über die weltweite Kulturindustrie um ein Billionengeschäft. Es geht aber auch um die Herrschaft über Worte, Bilder, Träume und Weltanschauungen.

Fünf Jahre reiste der Medienforscher Frédéric Martel auf allen Kontinenten, befragte in 1250 Interviews die Mitwirkenden der Kreativindustrien von 30 Ländern. Auf der Suche nach Gewinnern und Verlierern begleitet ihn der Leser in die Kapitalen des Entertainment, nach Hollywood und Bollywood, zu TV Globo nach Brasilien, zu Sony, Al Jazeera, Televisa, in ä
Bora Cosic
"Die Rolle meiner Familie in der Weltrevolution"
Suhrkamp Verlag
Stefan-Heym-Preis 2011

Aus dem Serbischen von Mirjana und Klaus Wittmann

Die Rolle meiner Familie in der Weltrevolution, heute ein Klassiker der europäischen Literatur, war ein Kultbuch in Jugoslawien. Aus der Perspektive eines Kindes - unschuldig bis zur Idiotie - wird in kaum zu überbietender Knappheit vorgeführt, wie Krieg, Faschismus und Kommunismus den Mikrokosmos einer heruntergekommenen Familie in Belgrad der vierziger Jahre heimsuchen. Hier hält man Lenins Schrift »Ein Schritt vor, zwei zurück« für ein Tango-Lehrbuch, diskutiert über Zwerge in Einmachgläsern und geht in Deckung, wenn die Partisanen den Freund von gestern zum Feind erklären. Die unheimliche Lakonie des Erzählers, der irrsinnige Witz und melancholische Humor des Buches machen es zu einem Meisterwerk der Subvers
Maja Haderlap
"Engel des Vergessens"
Wallstein Verlag
Bachmann-Preis 2011

Ein großes Romandebüt, das von einem Leben in der Mitte Europas erzählt; mit kraftvoller Poesie; Geschichten, die uns im Innersten betreffen.

Maja Haderlap gelingt etwas, das man gemeinhin heutzutage für gar nicht mehr möglich hält: Sie erzählt die Geschichte eines Mädchens, einer Familie und zugleich die Geschichte eines Volkes. Erinnert wird eine Kindheit in den Kärntner Bergen. Überaus sinnlich beschwört die Autorin die Gerüche des Sommers herauf, die Kochkünste der Großmutter, die Streitigkeiten der Eltern und die Eigenarten der Nachbarn. Erzählt wird von dem täglichen Versuch eines heranwachsenden Mädchens, ihre Familie und die Menschen in ihrer Umgebung zu verstehen. Zwar ist der Krieg vorbei, aber in den Köpfen der slowenischen Minderheit, zu der die Famili
Monika Maron
"Flugasche"
S. Fischer Verlag
Lessing-Preisträgerin 2011

Bitterfeld vor 30 Jahren: Die Journalistin Josefa Nadler kommt hierher, um eine Reportage über das veraltete und umweltgefährdende Kraftwerk zu machen. Mit ihrer kritischen Haltung gerät sie unter Druck und muss sich vor den Kollegen und der Partei rechtfertigen. Als es ihr nicht gelingt, ihren Standpunkt klarzumachen, zieht sie sich zurück.
›Flugasche‹ (1981), Monika Marons erster Roman, machte die Autorin über Nacht berühmt. Er zählt heute zu den Meisterwerken der deutschen Nachkriegsliteratur und bildet einen wichtigen Bezugspunkt zu Monika Marons 2009 erschienener Reportage ›Bitterfelder Bogen‹.

Roman
Taschenbuch
Preis € (D) 10,00 | € (A) 10,30 | SFR 15,90
ISBN: 978-3-596-51180-8
Anna Seghers
"Tage wie Staubsand. Briefe 1953-1983"
Aufbau-Verlag
Mehr als in den Briefen aus früheren Jahren spricht Anna Seghers hier von sich selbst, vor allem in den Briefen an ihre engsten Freunde Jorge Amado und Ilja Ehrenburg. Ihnen gesteht sie ihre Einsamkeit ein, die sie trotz aller äußeren Erfolge empfindet. Den Vertrauten gegenüber muss sie die restriktiven Kampagnen und politischen Ereignisse dieser Zeit nicht kommentieren. Stattdessen spricht sie von ihrer Trauer und ihrer Sehnsucht nach Freude: Bekenntnisse, die ein differenzierteres Bild der Autorin vermitteln. Hinzu kommen Einblicke in die Überlastungen dieses Lebens, denen sie bis zuletzt lebensmutig und kreativ entgegentrat.
Mit Briefen an Erwin Piscator, Lion und Marta Feuchtwanger, Lenka Reinerová, Helene Weigel, Volker Braun, Carl Zuckmayer, Günter Kunert, Stephan Hermlin, Lew Kopel
Melinda Nadj Abonji
"Tauben fliegen auf"
jung und jung
Schweizer Buchpreis 2010

Eine ungarische Familie aus Serbien in der Schweiz. Ein schwungvoll und gewitzt erzählter Roman aus der Mitte Europas.

Es ist ein schokoladenbrauner Chevrolet mit Schweizer Kennzeichen, mit dem sie zur allgemeinen Überraschung ins Dorf einfahren, und die Dorfstraße ist wirklich nicht gemacht für einen solchen Wagen. Sie, das ist die Familie Kocsis, und das Dorf liegt in der Vojvodina im Norden Serbiens, dort, wo die ungarische Minderheit lebt, zu der auch diese Familie gehört.
Oder, richtiger, gehörte. Denn sie sind vor etlichen Jahren schon ausgewandert in die Schweiz, erst der Vater und dann, sobald es erlaubt war, auch die Mutter mit den beiden Töchtern, Nomi und Ildiko, und Ildiko ist es, die das hier alles erzählt. So auch den Besuch im Dorf, der dann n
Friedrich Christian Delius
"Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus"
Reinbek, Rowohlt-Verlag
Georg-Büchner-Preisträger 2011

“In der Mitte seines Lebens, im Sommer 1981, beschließt der Kellner Paul Gompitz aus Rostock, nach Syrakus auf der Insel Sizilien zu reisen. Der Weg nach Italien ist versperrt durch die höchste und ärgerlichste Grenze der Welt, und Gompitz ahnt noch keine List, sie zu durchbrechen. Er weiß nur, daß er die Mauern und Drähte zweimal zu überwinden hat, denn er will, wenn das Abenteuer gelingen sollte, auf jeden Fall nach Rostock zurückkehren.” So beginnt F. C. Delius’ Chronik eines ungewöhnlichen, schweijkschen Abenteuers aus unserer Zeit.
Nach siebenjähriger Vorbereitung gelingt es dem Kellner im Juni 1988, mit einer Jolle von Hiddensee aus die Seegrenze der DDR zu überqueren und nach Gedser in Dänemark zu segeln – ein “einfacher Grenzdurchbruch”, wie Gomp
Jan Peter Bremer
"Der amerikanische Investor"
Berlin-Verlag
Alfred-Döblin-Preis 2011

„Vielleicht sollte er dem amerikanischen Investor einen Brief schreiben. Vielleicht war der amerikanische Investor ein Mensch mit einem großen Herzen für die Literatur“.

Vor sich eine weiße Wand und die herausfordernd leere Seite seines Notizhefts, ringt ein Schriftsteller um den ersten Satz. Und weil sich der an diesem heißen Berliner Sommertag partout nicht einstellen will, springt er auf, kontrolliert zum hundertsten Mal, ob sich der Zustand seiner Wohnung wieder verschlechtert hat.
Das alte Mietshaus, in dem er mit seiner Frau und zwei Kindern lebt, wird von dem neuen amerikanischen Investor saniert, und nun senken sich die Böden ab. Die Wände zeigen Risse, und ist nicht sein ganzes Leben seitdem buchstäblich in eine Schieflage geraten?

Er beschlie
Frank Jöricke
"Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage"
Solibro Verlag
"Am Tag, als Janis Joplin starb, unterschrieb mein Vater den Kaufvertrag für unser Reihenhaus. Er legte so den Grundstein dafür, dass eine große Liebe zu einer Gütergemeinschaft verkam."

Frank Jörickes Roman ist eine launige Zeitreise durch die verschiedenen Dekaden der jüngeren bundesrepublikanischen Geschichte. Seien es die Studentenunruhen, die Ölkrise oder das Aufkommen des Feminismus, Daily Soaps oder die Maueröffnung, alles Anlässe für den Erzähler, mit abgeklärt-kompromisslosem Blick die schrullige Bagage, die sich Verwandtschaft nennt, bei ihrem bunten Treiben zwischen Zeitgeist und Fettnäpfchen zu beobachten. Es entstehen typische Charakterbilder skurriler Normalos, die sich tapfer durchs Reihenhausleben schlagen: Onkel, Tante, die Eltern, die sich mit ihrer späten Scheidung "u
Ingo Schulze
"Adam und Evelyn"
Berlin Verlag
Mainzer Literaturpreis 2011 für das Lebenswerk von Ingo Schulze

Spätsommer 1989, Ferien am Balaton — plötzlich öffnet Ungarn die Grenze, und der verbotene Westen mit all seinen Verlockungen ist zum Greifen nah. In dieser Situation entdeckt Ingo Schulze den Mythos von Adam und Eva. Entstanden ist eine große Tragikomödie über Verbot und Erkenntnis und die Suche nach dem wahren Paradies.
Die Frauen lieben Adam, weil er ihnen Kleider schneidert, die sie schön und begehrenswert machen. Adam liebt schöne Frauen. Wenn sie erst seine Kleider tragen, begehrt er sie alle, und abgesehen davon liebt er Evelyn. Die ertappt ihn eines heißen Augusttages 1989 in flagranti mit einem seiner Geschöpfe. Statt mit Adam fährt Evelyn gemeinsam mit einer Freundin und deren Westcousin nach Ungarn an den Balato
Alex Capus
"Léon und Louise"
Hanser Verlag
Zwei junge Leute verlieben sich, aber der Krieg bringt sie auseinander: Das ist die Geschichte von Léon und Louise. Sie beginnt mit ihrer Begegnung im Ersten Weltkrieg in Frankreich an der Atlantikküste, doch dann trennt sie ein Fliegerangriff mit Gewalt. Sie halten einander für tot, Léon heiratet, Louise geht ihren eigenen Weg - bis sie sich 1928 zufällig in der Pariser Métro wiederbegegnen.

Alex Capus erzählt mit wunderbarer Leichtigkeit und großer Intensität von der Liebe in einem Jahrhundert der Kriege, von diesem Paar, das gegen alle Konventionen an seiner Liebe festhält und ein eigensinniges, manchmal unerhört komisches Doppelleben führt.
Die Geschichte einer großen Liebe, gelebt gegen die ganze Welt.

Roman
Fester Einband, 320 Seiten
Preis: 19.90 € (D) / 29.90 sFR (CH) /
Thomas Bernhard
"Aus Opposition gegen mich selbst"
Suhrkamp Verlag
Herausgegeben von Raimund Fellinger

In dem Interview zu seinem 50. Geburtstag erklärte Thomas Bernhard: »Negativ ist alles, gibt nicht Positives.« Später konstatierte er lakonisch: »Es ist eh’ alles positiv.« Ist also Thomas Bernhard der große Unfaßbare, der im gleichen Atemzug Gegenteiliges behauptet? Ist sein Werk vielleicht finster und sein Autor ein fröhlicher Clown? Ist er bloß ein opportunistischer Übertreibungskünstler bei allem und jedem? Oder ist er doch der schärfste Kritiker der politischen Verhältnisse im allgemeinen und des »katholisch-nationalsozialistischen Österreich« im besonderen?
Der vorliegende Band versammelt kurze und längere Texte von Thomas Bernhard, er berücksichtigt alle Gattungen – vom Roman bis zum einzeiligen Leserbrief – und präsentiert das Bernhardsche W
Hans Joachim Schädlich
"Kokoschkins Reise"
Rowohlt Verlag
CORINE-Preisträger 2010

Der Exilrusse Fjodor Kokoschkin reist 2005 auf dem Luxusliner Queen Mary 2 von Southhampton nach New York. Während der fünftägigen Kreuzfahrt erinnert sich der rüstige 95-jährige Professor in Rückblenden an die Stationen seines Lebens in Europa.

Die Reise in die Vergangenheit beginnt er in St. Petersburg, der Stadt seiner Kindheit, wo die Bolschewiki 1918 seinen Vater ermordet hatten. Die Mutter floh mit dem Sohn über Odessa zunächst nach Berlin. Hier konnte er die Schule besuchen und studieren, er erlebt die Weimarer Republik und den deutschen Nationalsozialismus. Wiederum flieht er, diesmal nach Prag, wo es ihm gelingt, ein Stipendium für die USA zu bekommen. Amerika wird ihm nach der Machtergreifung der Nazis zur letzten Heimat. In nur sechs Kapiteln spieg
Mircea Cărtărescu
"Die Wissenden"
dtv Verlag
Was als Selbsterkundung eines Halbwüchsigen beginnt, entwickelt sich zu einem mitreißenden Erzählstrom von immenser Sprachkraft.
Rumänien um die Mitte des 20. Jahrhunderts: Von einer Wohnung in einem Bukarester Plattenbau aus beobachtet der 15-jährige Mircea, wie das ehemalige Paris des Ostens architektonisch verschandelt wird. Angeregt durch die Geschichten seiner Mutter, will er die Erinnerung an die alte Stadt bewahren.

Aus dem Rumänischen von Gerhardt Csejka
528 Seiten

»Ein Proust aus dem Plattenbau, aber einer auf Speed.« Der Spiegel
Mario Vargas Llosa
"Das böse Mädchen"
Aus dem Spanischen von Elke Wehr
suhrkamp
Literaturnobelpreis 2010

Als er sie zum erstenmal sieht, tanzt sie den Mambo wie keine andere, damals in Miraflores, Sommer 1950. Sie ist, wie er, fünfzehn Jahre alt – aber was für Freiheiten nimmt sie sich heraus! Wie aufregend wenig bekümmert sie all das, was man in diesem steifkatholischen Lima tut oder nicht tut. Und dann ist sie plötzlich von einem Tag auf den anderen verschwunden. Die Erinnerung an das »böse Mädchen« und ihr geheimnisvolles Anderssein läßt Ricardo nicht mehr los.
Seine Freiheit besteht darin, nach Paris zu gehen, als Übersetzer, ein intellektuelles Glück, von dem er glaubt, es könne ihm genügen. Da aber taucht aus heiterem Himmel das »böse Mädchen« auf, unterwegs nach Havanna, wo sie zur Revolutionärin ausgebildet werden soll. Sie lieben sich in einer Nacht, die
Amir Hassan Cheheltan
"Teheran Revolutionsstraße"
P. Kirchheim Verlag
Der Aufstieg eines zwielichtigen Operateurs von Jungfernhäutchen zum Klinikchef, der sich in eine seiner Patientinnen verliebt, ist Ausgangspunkt für ein Sittenbild der iranischen Gesellschaft, deren politische, wirtschaftliche und soziale Zwänge und Verwerfungen ein junges Liebespaar auf grausame Weise scheitern lassen. „Teheran Revolutionsstrasse“, der in Teheran nicht veröffentlichte Roman Cheheltans, porträtiert den unbekannten Alltag von Menschen der Teheraner Megacity.

Scheinbar unbeteiligt läßt Shahrsad sich von den Ereignissen mitschleifen. Kein Aufschreien, kein Aufbegehren …Ihre ganze Kraft fließt in das starre Aushalten, das kein Morgen kennt, keine Schuld, kein Selbstwertgefühl. … Und mit dieser Charakterisierung der jungen Frau gelingt Cheheltan eine beeindruckende Reflexio
Uwe Tellkamp
"Die Schwebebahn - Dresdner Erkundungen"
inselverlag
Nach dem grandiosen Erfolg seines Beststellers Der Turm führt Uwe Tellkamp uns erneut in seine Heimatstadt Dresden. Auf den Stationen dieser Reise erwartet uns eine Fülle von Geschichten, die sich zu einer einzigartigen Erzählung der Stadt zusammenfügen. Wir begegnen der Klavierlehrerin Adolzaide und dem Vorsitzenden der Quittengesellschaft, hören Gesprächen über die Frauenkirche, Dresdner Maler und Architektur zu, besuchen den Jungen, dem in einem Johannstädter Plattenbau eine Tube Schuhcreme zum Gleichnis für den Traum vom Meer wurde. Dresden ist ein Stück Italien, und eine Laufmaschenreparatur ist in Wahrheit eine Filiale des Amts zur Wiederherstellung der Schönheit. In der Bunten Republik Neustadt lebt Q., die Brombeeren und die Zahl 19 liebt. Zwergpudel Caligula, der die Dame mit Hut
Jonathan Franzen
"Freiheit"
Rowohlt
Aus dem Amerikanischen von Bettina Abarbanell und Eike Schönfeldt. Patty und Walter Berglund - Vorzeigeeltern und Umweltpioniere, fast schon ideale Nachbarn in ihrer selbst renovierten viktorianischen Villa in St. Paul - geben plötzlich Rätsel auf: Ihr halbwüchsiger Sohn zieht zur proletenhaften republikanischen Familie nebenan, Walter lässt sich zum Schutz einer einzigen Vogelart auf einen zwielichtigen Pakt mit der Kohleindustrie ein, und Patty, Exsportlerin und Eins-a-Hausfrau, entpuppt sich als wahrlich sonderbar. Hat Walters bester Freund, ein Rockmusiker, damit zu tun? Auf einmal lebt Patty ihre kühnsten Träume, führt sie ein Leben ohne Selbstbetrug. In diesem Roman einer Familie, der zugleich ein Epos der letzten dreißig Jahre amerikanischer Geschichte ist, erzählt Jonathan Franzen
Reinhard Jirgl
"Die Stille"
Hanser Verlag
Georg-Büchner-Preis 2010

Einhundert Jahre aus der Geschichte zweier Familien und aus der Geschichte eines Landes: Reinhard Jirgls "Die Stille" ist das monumentale Epos vom langen 20. Jahrhundert in Deutschland. Am Anfang steht ein Fotoalbum, die ältesten Bilder sind über achtzig Jahre alt: einhundert Fotografien zweier Familien, die eine aus Ostpreußen stammend, die andere aus der Niederlausitz. Zwei Weltkriege, Inflation, Flucht und Vertreibung haben diese beiden Familien über fünf politische Systeme hinweg, von der Kaiserzeit bis heute, überlebt. Den einhundert Fotografien folgend, erzählt Jirgl Geschichten von Verletzungen, Liebe und Verrat. "Die Stille" bestätigt seinen außergewöhnlichen Rang.

Roman
Fester Einband, 536 Seiten
Preis: 24.90 € (D) / 42.90 sFR (CH) / 25.60 € (A)
Paul Auster
"Unsichtbar"
Rowohlt Verlag
Niemand entzieht dem Leser so virtuos den Boden unter den Füßen, wie Paul Auster, der «Zeremonienmeister des Zufalls» (FAZ). Eben noch hat uns einer sein Leben erzählt, schon ist er – ein kleiner Wechsel der Perspektive nur – die imaginäre Figur eines Romans. Wer ist wirklich der, der zu sein er vorgibt? In Unsichtbar werden wir Zeuge eines teuflischen Spiels von Verführung und Verrat, Liebe und Lüge.

Der Fremde in dir

Vor vierzig Jahren haben sie sich zuletzt gesehen, es war «der Sommer des Sechstage-Kriegs, der Sommer der Rassenunruhen in mehr als hundert amerikanischen Städten, der Summer of Love». Jetzt schickt Adam Walker seinem früheren Studienfreund, dem erfolgreichen Schriftsteller James Freeman, ein unfertiges Manuskript: «Ich brauche dringend Hilfe.» Bald darauf erhält Free
Christa Wolf
"Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud"
Suhrkamp Verlag
Los Angeles, die Stadt der Engel: Dort verbringt die Erzählerin Anfang der Neunziger einige Monate auf Einladung des Getty Center. Ihr Forschungsobjekt sind die Briefe einer gewissen L. aus dem Nachlaß einer verstorbenen Freundin, deren Schicksal sie nachspürt – eine Frau, die aus dem nationalsozialistischen Deutschland in die USA emigrierte. Sie beobachtet die amerikanische Lebensweise, taucht ein in die Vergangenheit des „New Weimar unter Palmen“, wie Los Angeles als deutschsprachige Emigrantenkolonie während des Zweiten Weltkriegs genannt wurde. Ein ums andere Mal wird sie über die Lage im wiedervereinigten Deutschland verhört: Wird der „Virus der Menschenverachtung“ in den neuen, ungewissen deutschen Zuständen wiederbelebt?

In der täglichen Lektüre, in Gesprächen, in Träumen stellt
Thomas Kapielski
"Mischwald"
Suhrkamp Verlag
Preis der Literaturhäuser 2010

Kunst ist schlimmer als Heimweh – sagt Thomas Kapielski in Mischwald, seinem neuen großen Prosaband, einer reich illustrierten Welt- und Werkschau, angelegt als Logbuch eines gemischten Jahres, zu dessen Auftakt man ihn irrtümlich für tot erklärt und an dessen Ende er verfügt: Meinen Grabstein soll die Zeile schmücken: »Macht bloß so weiter!«

Was das Leben ihm dazwischen alles zuträgt, spottet jedem Vorschautext: Paradoxe Rauschzustände angesichts eines TV-Konzerts von André Rieu, heikle Fragen der Koran-Archäologie oder eine Einladung zur »Blattkritik« beim Stern haben genauso ihren Ort wie die angeschwipsten Bekenntnisse eines Künstlersozialkassenmitglieds, liebevoll gemeißelte Porträts verstorbener Weggefährten wie Emmett Williams, Thomas Schmid oder
Hans-Ulrich Treichel
"Grunewaldsee"
Suhrkamp Verlag
Paul liebt Berlin, vor allem Westberlin, sofern man Westberlin lieben kann, wenn man in einer dunklen Hinterhofwohnung in Kreuzberg lebt. Und er liebt Maria, die Spanierin mit den graugrünen Augen und der Motorradjacke. Die beiden lernen sich in Málaga kennen, wo er als Sprachlehrer jobbt, während er auf eine Referendariatsstelle wartet. Maria, die angehende Ärztin, wird für ihn zur Liebe seines Lebens, und doch muß er sie bald verlassen: Sie ist verheiratet und erwartet ein Kind. Aber bei seinem Abschied aus Spanien ruft sie ihm nach: »Permanecemos juntos!« - »Wir bleiben zusammen!« Marias Versprechen soll kein leeres bleiben: Sie sehen sich wieder, in Deutschland. Von der Lobby des Münchner Hotels Vier Jahreszeiten aus brechen sie auf zu einer Reise, die freilich nur einen halben Tag dau
Georg Klein
"Roman unserer Kindheit"
Rowohlt Verlag
Ein scheinbar ewiger Sommer umfängt Neubaublöcke, amerikanische Kasernen, ein verlassenes Wirtshaus unter uralten Kastanien und die Laubenkolonie, wo die Kinder der Neuen Siedlung sich die großen Ferien vertreiben. Langsam, kaum merklich, sickert das Unheimliche ein: Ein Mord wird angekündigt, dann kommen die Boten, buchstäblich aus einer anderen Welt. Und es sieht aus, als könnten sie zumindest eines der Siedlungskinder auf die Nachtseite dieses Sommers hinüberziehen.

Hardcover, 448 S.
22,95 €

«Roman unserer Kindheit» ist zugleich ein radikal autobiographisches und magisch-phantastisches Buch, ein Kindheitsroman voll fiebrigem Witz und dunkler Einsicht.

«Ein Geniestreich ist dieser Roman, opak, dicht, verrückt, hässlich und irre schön.»
Ina Hartwig, Die Zeit
Anne Weber
"Luft und Liebe"
S. Fischer Verlag
Wo die Liebe sich in Luft auflöst, fängt Literatur an: »Luft und Liebe« ist eine mitreißende Liebes- und Verratsgeschichte, ein großes literarisches Vergnügen.

Die große Liebe – gibt es das? Anfang Vierzig und in Herzensdingen längst an das ganz normale Glück oder Unglück gewöhnt, begegnet sie in Paris einem nicht mehr ganz jungen Mann mit Bauchansatz, nach dem sich auf der Straße niemand umdrehen würde. Aber entgegen alle Erwartungen ist er der Mann, auf den die Heldin gewartet hat: Er ist zärtlich, aufmerksam und charmant, Hals über Kopf verliebt und verspricht ihr den Himmel auf Erden. Und um die Idylle vollkommen zu machen, lebt dieser Märchenprinz auf einem Schloss in der französischen Provinz.
Zu schön, um wahr zu sein? Als die Träume – gemeinsames Leben, Hochzeit, Kind – Realit
Gregor Gumpert / Ewald Tucai
"Ruhr.Buch"
dtv
RUHR.2010
Kulturhauptstadt Europas - die literarische Anthologie

Essen und 52 weitere Städte zwischen Rhein, Lippe, Emscher und Ruhr dürfen sich 2010 als Kulturhauptstadt Europas feiern. Der drittgrößte europäische Ballungsraum rüstet sich mit vielen Projekten und Veranstaltungen, um sich sowohl als Kulturlandschaft als auch als Metropole zu zeigen.

Zu der Begegnung mit einer großen Geschichte und einer spannenden Zukunft lädt auch diese repräsentative literarische Anthologie mit Prosatexten, Gedichten und Liedern zahlreicher Autoren aus Vergangenheit und Gegenwart ein. Ob aus heimatlicher Perspektive oder aus der eines Besuchers: Alle Beiträge erzählen von den historischen Besonderheiten und den beeindruckenden Veränderungen, die das Ruhrgebiet - diesen Schmelztiegel in der Mitte
David Foster Wallace
"Unendlicher Spaß"
Kiepenheuer & Witsch
DAS literarische Ereignis in diesem Jahr!

Vor einem Jahr nahm sich David Foster Wallace, einer der wichtigsten Vertreter der amerikanischen Literatur, das Leben. Sechs Jahre lang hat Ulrich Blumenbach an der Übersetzung von Wallaces Opus magnum gearbeitet, dem größten Übersetzungsprojekt in der Geschichte des Verlags.

»Unendlicher Spaß« – so nannte James Incandenza seinen Film, der Menschen, die ihn anschauen, so verhext, dass sie sich nicht mehr von ihm lösen können und dabei verdursten und verhungern. Sein Sohn Hal, ein Tenniswunderkind mit außergewöhnlichen intellektuellen Fähigkeiten, studiert an der Enfield Tennis Academy (ETA), die von seinem Vater gegründet wurde. Hier sowie im nahe gelegenen Ennet-House, einem Entziehungsheim für Drogenabhängige, spielt ein Teil der überborde
Guntram Vesper
"Frohburg"
Schöffling & Co.
Preis der Leipziger Buchmesse 2016 (Belletristik)

FROHBURG ist ohne Zweifel das opus magnum von Guntram Vesper, zugleich für den Autor der Ausgangspunkt von allem: Der Ort seiner Geburt 1941, Jugend, Aufwachsen und Erwachen, die Flucht der Familie 1957, das umliegende Land die Folie der Geschichtsbetrachtung einer deutschen Epoche. Hier werden ein Land und eine Zeit gültig festgehalten, Kultur und Politik, Krieg und Nachkrieg, ein umfassendes, großartiges Portrait deutschen Lebens im zwanzigsten Jahrhundert; ein gewaltiges Prosawerk, das neben die großen Bücher von Peter Kurzeck, Walter Kempowski und Uwe Johnson zu stellen ist. FROHBURG ist ein Füllhorn an Geschichten, zumeist aus eigenem Erleben grundiert, eine große autobiographische Erzählung, ein Welt-Buch im Überschaubaren, ein Ges
Michael Schindhelm
"Dubai Speed: Eine Erfahrung"
dtv Verlag
Unter dem Motto »größer, höher, moderner, glamouröser« sollte in Dubai, mitten in der Wüste, die Welthauptstadt des 21. Jahrhunderts entstehen. Die Metropole am Golf war angetreten, alle Konkurrenten aus dem Feld zu schlagen und in jeder Beziehung Superlative zu schaffen. Doch dann kam die Finanzkrise, und all die milliardenschweren Projekte, vor allem auch jene, die keine Rendite versprechen, standen plötzlich zur Diskussion. Allen voran die Kultur. Mit deren Aufbau war u.a. Michael Schindhelm beschäftigt. Er berichtet aus der Innenperspektive darüber, wie man als Europäer zwischen traditionellen und modernen Nomaden lebt, und erzählt aus der Welt des Hofstaats, der Emiratis und der Abenteuerer und Glückssucher aus aller Herren Länder.

Nicht alles ist genau so passiert, aber entstanden
Marcel Beyer
"Flughunde"
Suhrkamp Verlag
Georg-Büchner-Preis 2016 für Marcel Beyer

Flughunde sind fledermausähnliche Flattertiere mit hundeartigem Kopf. Für Hermann Karnau sind sie von Kindheit an Sinnbild einer Welt, die vor dem Zugriff fremder Stimmen geschützt ist. Die Stimme ist der Fetisch des Akustikers Karnau, der 1940 den Plan faßt, systematisch das Phänomen der menschlichen Stimme zu erkunden.
Die eine Erzählstimme gehört Hermann Karnau, dessen Namen der Autor einem Wachmann im Berliner Bunker unter der Reichskanzlei entliehen hat. Die andere gehört der achtjährigen Helga, einer Tochter des Propagandaministers. Immer wieder kommt es zu Begegnungen der beiden, zuletzt im April 1945, als Karnau in Berlin ist, um die Führerstimme aufzuzeichnen.
Ein Zeitsprung führt in den Sommer 1992. Hermann Karnau, der nach dem Kri
Bodo Kirchhoff
"Widerfahrnis"
Frankfurter Verlagsanstalt
Deutscher Buchpreis 2016

Reither, bis vor kurzem Verleger in einer Großstadt, nun in einem idyllischen Tal am Alpenrand, hat in der dortigen Bibliothek ein Buch ohne Titel entdeckt, auf dem Umschlag nur der Name der Autorin, und als ihn das noch beschäftigt, klingelt es abends bei ihm. Und bereits in derselben Nacht beginnt sein Widerfahrnis und führt ihn binnen drei Tagen bis nach Sizilien. Die, die ihn an die Hand nimmt, ist Leonie Palm, zuletzt Besitzerin eines Hutgeschäfts; sie hat ihren Laden geschlossen, weil es der Zeit an Hutgesichtern fehlt, und er seinen Verlag dichtgemacht, weil es zunehmend mehr Schreibende als Lesende gibt. Aber noch stärker verbindet die beiden, dass sie nicht mehr auf die große Liebe vorbereitet zu sein scheinen. Als dann nach drei Tagen im Auto am Mittel
Jean-Marc Gonin, Olivier Guez
"Die Mauer fällt"
Piper Verlag
Aus dem Französischen von Helmut Reuter. Was am 9. November 1989 passierte, war ebenso unwahrscheinlich und abenteuerlich wie ein Roman. Und genau so erzählen Olivier Guez und Jean-Marc Gonin diese Geschichte. Kann man sich eine Szene ausdenken wie die, in der der mörderische General Mielke vor die Volkskammer tritt und ruft: "Ich liebe Euch doch alle"? Oder wie eine Handvoll Demonstranten in der Berliner Gethsemane-Kirche die schwerbewaffneten Stasi-Männer durch Kirchenlieder zum Abzug bringt? In der Art eines Doku-Dramas verknüpfen die Autoren die oft dramatischen Schicksale der eigentlichen Helden der Geschichte, der Menschen, mit denen der großen Politik von Honecker & Co. Sie alle treten als lebendige Figuren auf, in ihren Gesprächen, privaten Eigenarten, die mehr verraten als jede no
Thomas Rosenlöcher
"Die verkauften Pflastersteine - Dresdner Tagebuch"
Suhrkamp Verlag
Als dieses Buch 1990 zum ersten Mal erschien, wurde es als ein ungeheuer genauer, gelassener und ironisch-skeptischer Blick auf die Tage der Wende und die Monate danach begrüßt. In einer Zeit, als die Stimmung zwischen schriller Einheitseuphorie und Verklärung der DDR schwankte, schaute Thomas Rosenlöcher genauer hin und verließ sich allein auf sein unabhängiges Urteil. Liest man sein Tagebuch der Wendezeit heute, dann wird klar: Es ist eines der hellsichtigsten Bücher, die wir über das vereinte Deutschland lesen können. Mit großer Glaubwürdigkeit, radikaler Ehrlichkeit und klugem Humor beschreibt Rosenlöcher ein Land, in dem wir bis heute leben.

- eines der wichtigsten Bücher über die Wende in neuer Ausgabe
- authentische Einblicke in beide deutsche Staaten vor der Wiedervereinigung
Jan Josef Liefers
"Soundtrack meiner Kindheit"
Rowohlt Velage
Ein ganz persönliches Buch über eine Kindheit in der DDR.

«Ich wurde im November 1963 eines Nachts unter nicht sonderlich spektakulären Umständen in Dresden gezeugt ... Die Schwangerschaft kam alles andere als gelegen. Meine Eltern waren mitten im Studium, hatten keine eigene Wohnung, hätten sich auch keine leisten können, und ihre Zukunft war ziemlich ungewiss, um nur zwei vernünftige Argumente gegen so frühen Nachwuchs aufzuzählen. Aber nach einigen halbherzigen Versuchen aus dem reichen Schatz häuslicher Selbsthilfemittel wie sehr heiße Bäder, Rotwein mit Nelke und anschließenden Sprüngen vom Kleiderschrank war klar, die Frucht saß fest, das Zellklümpchen zeigte sich unbeeindruckt und teilte sich normgerecht weiter. Die junge Frau war kerngesund, und – Schauspielerin hin oder her – b
Thomas Klupp
"Paradiso"
Berlin-Verlag
Eigentlich wollte er auf kürzestem Wege von Potsdam nach München reisen. Aber nichts im Leben von Alex Böhm ist vorhersehbar. Er fährt los und wird in die Heimat verschlagen, wo sich bodenlose Abgründe auftun. Auch die gehören zu seinem Leben, und das ist kein Wunder bei einem, dessen Charakter geprägt ist von einem chronischen Mangel an Moral …

Es ist heiß. Glühend heiß. In der flirrenden Tankstellenluft wartet Alex Böhm auf einen gelben Kombi, der gleich an den Zapfsäulen halten und ihn nach München bringen soll. Von dort wird er am nächsten Morgen mit seiner Freundin Johanna nach Portugal fliegen. Das ist der Plan. Aber dann taucht Konrad auf, der »Loserkonrad« aus Schulzeiten, und diese Begegnung katapultiert Böhm auf das Minenfeld seiner Vergangenheit.

Während er in atemlosen
Mirjam Pressler
"Grüße und Küsse an alle"
S. Fischer Verlag
Die Geschichte der Familie von Anne Frank

Eine Sensation: Die ganze Geschichte von Aufstieg und Schicksal der Familie Anne Franks über drei Jahrhunderte, erzählt auf der Grundlage tausender unbekannter Briefe und Dokumente
Sommerfrische hoch über dem Silser See in den Schweizer Bergen: Alljährlich traf sich hier die Familie Frank, die sonst über ganz Europa verstreut war. Noch Anne Franks Ururgroßvater hatte als kleiner Junge in der engen Frankfurter Judengasse leben müssen, doch schon eine Generation später wurde ein Vorfahr Anne Franks zum ersten jüdischen Professor in Deutschland berufen. Ihre Großmutter Alice führte als Bankiersgattin ein weltoffenes Haus in Frankfurt, bis die Familie nach London, Basel und Amsterdam übersiedelte, das dann zum Schicksalsort der Familie werden sollt
Jan Wagner
"Regentonnenvariationen"
Hanser Verlag
Preis der Leipziger Buchmesse 2015

In seinem neuen Gedichtband vermisst Jan Wagner poetisch die Welt – von Schlehen im Frost bis zu Eseln in Sizilien.
Der Garten, in dem die Regentonne steht, ist phantastisch weit, reich und offen – eine Welt. In diesem Lyrikband geht es in die Natur mit all ihren kunstvollen Variationen des Lebens. Jan Wagner lässt den Giersch schäumen, dass einem weiß vor Augen wird, nimmt Weidenkätzchen und Würgefeige, Morchel und Melde, Eule, Olm und Otter ins poetische Visier, zoomt ran, überblendet assoziativ, bis der Blick sich weitet und man weiß, für einen Augenblick zum Wesen der Dinge vorgedrungen zu sein. Es ist immer wieder ein Wunder, wie es diesem Lyriker gelingt, Bilder zu schaffen, die in einem Halbvers Stimmungen heraufbeschwören – bis längst Vergesse
Natascha Wodin
"Sie kam aus Mariupol"
Rowohlt Verlag
Leipziger Buchpreis 2017 - Belletristik

"Wenn du gesehen hättest, was ich gesehen habe" - Natascha Wodins Mutter sagte diesen Satz immer wieder und nahm doch, was sie meinte, mit ins Grab. Da war die Tochter zehn und wusste nicht viel mehr, als dass sie zu einer Art Menschenunrat gehörte, zu irgendeinem Kehricht, der vom Krieg übriggeblieben war. Wieso lebten sie in einem der Lager für "Displaced Persons", woher kam die Mutter, und was hatte sie erlebt? Erst Jahrzehnte später öffnet sich die Blackbox ihrer Herkunft, erst ein bisschen, dann immer mehr.

"Sie kam aus Mariupol" ist das außergewöhnliche Buch einer Spurensuche. Natascha Wodin geht dem Leben ihrer ukrainischen Mutter nach, die aus der Hafenstadt Mariupol stammte und mit ihrem Mann 1943 als "Ostarbeiterin" nach Deutschland v
Robert Menasse
"Die Hauptstadt"
Suhrkamp Verlag
Deutscher Buchpreis 2017

Der große europäische Roman

In Brüssel laufen die Fäden zusammen – und ein Schwein durch die Straßen.
Fenia Xenopoulou, Beamtin in der Generaldirektion Kultur der Europäischen Kommission, steht vor einer schwierigen Aufgabe. Sie soll das Image der Kommission aufpolieren. Aber wie? Sie beauftragt den Referenten Martin Susman, eine Idee zu entwickeln. Die Idee nimmt Gestalt an – die Gestalt eines Gespensts aus der Geschichte, das für Unruhe in den EU-Institutionen sorgt. David de Vriend dämmert in einem Altenheim gegenüber dem Brüsseler Friedhof seinem Tod entgegen. Als Kind ist er von einem Deportationszug gesprungen, der seine Eltern in den Tod führte. Nun soll er bezeugen, was er im Begriff ist zu vergessen. Auch Kommissar Brunfaut steht vor einer schwierig
Jan Wagner
"Der verschlossene Raum"
Hanser Verlag
Georg-Büchner-Preis 2017

Mit den Essays von Jan Wagner auf literarischer Entdeckungsreise: leidenschaftlich, mitreißend, klug.

Wüsste man nichts von Jan Wagners lyrischem Werk, man würde überhaupt nur noch Essays von ihm lesen wollen. Ob er über Bibliotheken, Buchhandlungen, Lyrik oder Kunst schreibt, ob er literarische Postkarten aus Rom oder Los Angeles sendet oder die Epiphanie eines Rosmarins im schwäbischen Garten feiert – man glaubt diesem charmanten Geschichtenerzähler alles. Es bleibt kaum Zeit, die rhetorische Fingerfertigkeit zu bewundern, mit der da zwischen souveräner Gelehrsamkeit unerwartet die nächste Anekdote aus dem Ärmel gezogen wird, und man kann nicht anders als staunen über die Trouvaillen, die Jan Wagner von seinen Entdeckungsreisen quer durch Epochen und Konti
Peter Wawerzinek
"Rabenliebe"
Verlag Galiani Berlin
Ein Buch wie ein Erdbeben

Über fünfzig Jahre quälte sich Peter Wawerzinek mit der Frage, warum seine Mutter ihn als Waise in der DDR zurückgelassen hatte. Dann fand und besuchte er sie. Das Ergebnis ist ein literarischer Sprengsatz, wie ihn die deutsche Literatur noch nicht zu bieten hatte.

Ihre Abwesenheit war das schwarze Loch, der alles verschlingende Negativpol in Peter Wawerzineks Leben. Wie hatte seine Mutter es ihm antun können, ihn als Kleinkind in der DDR zurückzulassen, als sie in den Westen floh? Der Junge, herumgereicht in verschiedenen Kinderheimen, blieb stumm bis weit ins vierte Jahr, mied Menschen, lauschte lieber den Vögeln, ahmte ihren Gesang nach, auf dem Rücken liegend, tschilpend und tschirpend. Die Köchin des Heims wollte ihn adoptieren, ihr Mann wollte das nich
SWR SYMPHONIEORCHESTER
  • Aktuelle Konzerte des SWR Symphonieorchesters
AKADEMIE SCHLOSS SOLITUDE STUTTGART
  • Akademie für den wissenschaftlichen und künstlerischen Austausch
ECLAT FESTIVAL NEUE MUSIK STUTTGART
  • vom 31. Januar bis 4. Februar mit 24 Uraufführungen und neun Deutschen Erstaufführungen
SOMMERMUSIK IM OBEREN NAGOLDTAL
  • Meister-, Kinder- und Kammermusikkurse, Meisterkurs Vadim Gluzma sowie Konzerte in Nagold, Wildberg und Calw
NEUGEREUTER THEÄTERLE
  • schwäbische Mundartbühne
Schwetzinger SWR Festspiele gGmbH
  • "Altes wiederentdecken, Neues wagen, dem Nachwuchs eine Chance"
  • Musikfestspiele jährlich von April bis Mai
Freies MusikZentrum Stuttgart
  • Freie Musikschule im FMZ
Theater der Altstadt
  • Das Theater der Altstadt ist ein professionelles Privattheater in Stuttgart mit knapp 190 Sitzplätzen.
Linden-Museum Staatliches Museum für Völkerkunde
  • Staatliches Museum für Völkerkunde
  • Ausstellungen und Veranstaltungen
The Schaufler Foundation
  • Die Sammlung Schaufler
INTERNATIONALE BACHAKADEMIE STUTTGART
  • Veranstalter der Bachwoche und Europäisches Musikfest Stuttgart
Boulevärle-Schwäbisches Theater e.V.
http://www.boulevaerle.de Neckartalstr. 261 | 70376 Stuttgart
Friedrichstheater e. V.
Alexanderstrasse 133 | 70180 Stuttgart
Theatergruppe Schischiphusch e. V.
Helga Großardt
Mozartstr. 4 | 76770 Hatzenbühl
Carl-Theater
Romäusring 2 | 78050 Villingen-Schwenningen
Neugereuter Theäterle e.V.
Haus St. Monika
Rupert-Mayer-Saal
Seeadlerstrasse 7 | 70378 Stuttgart-Neugereut
E.K. Leonberg
www.ek-leonberg.de
Klosterstrasse 5 | 71229 Leonberg
www.Galerie-Direkt.de
NONPICASSO
Strohberg 1 | 70180 Stuttgart
Galerie Tanner
Hauptstätter Straße 68 | 70178 Stuttgart
Afrikafestival Stuttgart
Erwin-Schöttle-Platz | 70199 Stuttgart-Heslach
Stadthalle Leonberg
Römerstrasse 110 | 71229 Leonberg
[theater] Dimbeldu
Puppentheater
Kinderschminken
Märchen und mehr ... | 71665 Vaihingen
Staatsgalerie Stuttgart
Konrad-Adenauer-Straße 30-32 | 70173 Stuttgart
Theater der Altstadt
Rotebühlstraße 89 | 70178 Stuttgart
Theater tri-bühne
Eberhardstraße 61A | 70173 Stuttgart
theater rampe stuttgart
Filderstraße 47 | 70180 stuttgart
Istituto Italiano di Cultura Stoccarda
Italienisches Kulturinstitut Stuttgart
Lenzhalde 69 | 70192 Stuttgart
LIMA-Theater
Landolinsgasse 1 | 73728 Esslingen
Staatsoper Stuttgart
Oberer Schlossgarten 6 | 70173 Stuttgart
C.Bechstein Centrum Tübingen
Konrad-Adenauer-Str. 9 | 72072 Tübingen
Evangelische Akademie Bad Boll
Susanne Wolf
Theologie und Kulturpolitik
Akademieweg 11 | 73087 Bad Boll
Tangoludwigsburg
Bahnhofstrasse 19 | 71602 Ludwigsburg Baden Würtemberg
AuGuSTheater Neu-Ulm
Theater Neu-Ulm
Silcherstraße 2 | 89231 Neu-Ulm
Neue Akropolis e.V.
Freies philosophisches Zentrum
Abenteuer Philosophie
Theodor-Heuss-Str. 16 | 70174 Stuttgart
LIMA-Theater
Landolinsgasse 1 | 73728 Esslingen
Wilhelma Theater
Neckartalstraße 9 | 70376 Stuttgart
Tango Argentino Ludwigsburg e.V.
Schloßstrase 7/9 | 71602 Ludwigsburg
Kunstmuseum Stuttgart
Kleiner Schlossplatz 1 | 70173 Stuttgart
Boulevärle
Schwäbisches Theater e.V.
Neckartalstr. 261 | 70376 Stuttgart
Institut français de Stuttgart
Diemershaldenstraße 11 | 70184 Stuttgart
Philharmonia Chor Stuttgart e.V.
Kienbachstraße 12 | 70734 Fellbach
Friedrichsbau Varieté
Friedrichstraße 24 | 70174 Stuttgart
Akademie für gesprochenes Wort
Richard-Wagner-Straße 16 | 70184 Stuttgart
Schweinemuseum
Schlachthofstraße 2 | 70188 Stuttgart
Opernfestspiele Heidenheim
Grabenstraße 15 | 89522 Heidenheim an der Brenz
Museum Art.Plus
Museumsweg 1 | 78166 Donaueschingen
Andreas Ewig
Rathausstrasse 2 | 74348 Lauffen
Dr. Arthur H. Maute
Erich-Ponto-Weg 9 | D-70563 Stuttgart
Gebrüder Ohrentaub
Tubaquartett
c/o Stefan Kaundinya
Uferstr. 21 | 71032 Böblingen
MAGIC THOMAS
Zauberer Ballonshow
Zauberkünstler
Egerstr. 21 | 71679 Asperg bei Stuttgart
sintez-buFF
Grenzweg | 89165 Dietenheim
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