STAATSTHEATER KASSEL - OPERNHAUS

Aladin und die Wunderlampe

von Peter Seuwen nach den Märchen aus "Tausendundeiner Nacht"

Empfohlen ab 6 Jahren

Erzähl um dein Leben, Scheherazade!

Der König wünscht es, und so erfindet Scheherazade für ihn Geschichten, eine nach der anderen, tausendundeine Nacht lang – der Herrscher meint es ernst. Als aber Scheherazade von dem jungen Tunichtgut Aladin erzählt, ist ihr Zuhörer nicht mehr zu halten. Er steigt in die Geschichte ein, wird zum mysteriösen Zauberer aus Afrika, der den vaterlosen Aladin in seine Obhut nimmt und finstere Pläne mit ihm verwirklichen will, verweigert aber die Rolle des Sultan (»Ich bin doch schon König!«), um stattdessen lieber den Großwesir zu geben.

Aladin hat inzwischen den Zauberer überlistet, Diamanten gefunden sowie einen dienstbaren Geist aus der Öllampe befreit. Jetzt erfreut er sich dessen Wohltaten. Erlesene Speisen auf goldenen Tellern, Reichtümer aller Art kann Aladin aufhäufen. Und wird bald ein (selbsternannter) Heiratskandidat für die Tochter des Sultans. Doch der Großwesir hat andere Pläne, er will seinen Sohn als Bräutigam und Thronfolger sehen. Aladin geht aufs Ganze. Er nutzt die Macht des Flaschengeistes und versetzt das Brautpaar und dessen Väter derart in Angst und Schrecken, dass der Rivale aufgibt: »Bei aller Liebe zur Prinzessin möchte ich lieber sterben, als mich noch länger einer solchen Behandlung auszusetzen.« Und weil der Sultan mehr am Gold interessiert ist als an der Partnerwahl seiner Tochter, hat Aladin mit Geisterhilfe leichtes Spiel. Er schafft Juwelen herbei, errichtet über Nacht einen prächtigen Palast – und bekommt die Prinzessin zur Frau.

Was aber plant der rachsüchtige Zauberer aus Afrika? Aladin wird es bald merken, und ob ihm dann der Flaschengeist noch helfen kann …?

Inszenierung: Peter Seuwen
Bühne und Kostüme: Monika Frenz
Musik: Jörg Wockenfuß
Licht: Brigitta Hüttmann
Dramaturgie: Dieter Klinge

Ort:

Opernhaus

Termin:

Di, 26.1.2016, 09:30 |

Spielzeit 2015/16

Norma

Tragische Oper in zwei Aufzügen von Vincenzo Bellini

Premiere: 03. Oktober 2015, Opernhaus

Was für ein Drama! Norma balanciert schon auf dem Seil, als die Oper beginnt. Ihre Geschichte ist Tragödie und Trauerspiel zugleich. Bellini und Romani haben für Normas Lebenswelt ein von den Römern besetztes Gallien ersonnen. Hier ist sie Oberpriesterin der Druiden und als Seherin hoch angesehen. Sie lenkt als Mittlerin zwischen Gottheit und den Menschen die Geschicke ihres Volkes. Und dieses will sich jetzt gegen seine Besatzer auflehnen: Es fordert Krieg. Aber noch zögert Norma, denn sie hütet ein großes Geheimnis. Am Ende kostet sie dessen Offenbarung das Leben, da der Druidenkult das, was sie so sorgsam bewahrt und versteckt hielt, als schweren Frevel ahndet, der nur durch ein Menschenopfer gesühnt werden kann. Da hat Norma sich schon gestellt: »Son io – ich bin es«. Ich bin die, die das Keuschheitsgelübde lange davor gebrochen hat, denn ich bin Mutter. Was Norma nicht sagt, ist, dass sie vor kurzem noch mit dem Dolch in der Hand über den kleinen Köpfen stand und mit sich rang: Töte ich meine Kinder oder töte ich sie nicht? In jener Schreckensnacht, als sie noch glaubte, mit deren Tod den Vater bestrafen zu können. So wie es Medea getan hat. Norma tut es nicht.
Wie unendlich innig ist die Musik Normas, welche Traurigkeit, welche Schönheit liegt in ihr. Bellini hat sie seinen Bühnenmenschen mitgegeben: neben Norma ihrem Vater und Adalgisa. Für diese wurde sie von Pollione verlassen. Den Vater bittet sie, er möge für ihre Kinder sorgen – ehe sie sich selbst dem Scheiterhaufen überantwortet.
Welch ein großes Geschenk der jung verstorbene Venezianer der Welt mit Norma überließ, welch musikalisches Vermächtnis, von dem sich alle nährten, die auf ihn folgten: Donizetti, Verdi und sogar Richard Wagner. Doch sie war zuerst da. Seht, hier ist die Seherin, hier kommt Norma.

Musikalische Leitung: Joakim Unander / Anja Bihlmaier
Inszenierung: Yona Kim
Bühne: Etienne Pluss
Kostüme: Hugo Holger Schneider
Dramaturgie: Dr. Ursula Benzing
Licht: Brigitta Hüttmann
Choreinstudierung: Marco Zeiser Celesti

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Ort:

Opernhaus

Termine:

Mi, 23.9.2015, 19:00 | Voraufführung |
Sa, 3.10.2015, 19:30 | Premiere |
Sa, 10.10.2015, 19:30 |
Fr, 16.10.2015, 16:00 |

La Bohème

Oper von Giacomo Puccini

Eine Mansarde im Pariser Künstlerviertel Montmartre: Der Dichter Rodolfo, der Maler Marcello, der Philosoph Colline und der Musiker Schaunard teilen sich dieses Domizil. Ihre Kunst ist brotlos und dazu ist es bitter kalt. Schaunard hat ein bisschen Geld verdient und lädt die Freunde ins Café ein, um der Tristesse des ärmlichen Ateliers zu entfliehen. Rodolfo will nachkommen und so ist er es, den Mimi wenig später antrifft, als sie an der Tür klopft. So beginnt die Geschichte, die Giacomo Puccinis Oper La Bohème erzählt. In der bewegenden Milieuschilderung des Künstlerlebens im Paris des 19. Jahrhunderts wird die sozialkritische Thematik sehr persönlich behandelt. Hoffnungen, Träume, Enttäuschungen und Schmerzen: Wieder einmal entfaltet die Macht der Gefühle ihre Wirkung. Die unterschiedlichen Charaktere werden ganz privat gezeigt, es sind Menschen, deren Denken und Fühlen auf die Bewältigung alltäglicher Konflikte gerichtet ist. Aber nicht nur im Stoff spiegelt sich Emotionalität, erst im Dialog mit der musikalischen Gestaltung Puccinis kann man dessen Aussage nachvollziehen: »Ich will die Welt zum Weinen bringen«. Durch die deskriptive Klangtechnik des Komponisten nimmt das Ambiente Gestalt an und seine impressionistische Tonmalerei lässt das Lokalkolorit aufleuchten. Die Uraufführung von La Bohème fand am 1. Februar 1886 am Teatro Regio in Turin statt.

Musikalische Leitung: Anja Bihlmaier / Péter Halász
Inszenierung: Philipp Kochheim
Bühne: Thomas Gruber
Kostüme: Wiebke Meier
Licht: Gerhard Jurkiewicz
Dramaturgie: Dr. Ursula Benzing
Choreinstudierung CANTAMUS: Maria Radzikhovskiy / Marco Zeiser Celesti

in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Ort:

Opernhaus

Termin:

Fr, 9.10.2015, 19:30 |

STAATSTHEATER KASSEL

Friedrichsplatz 15
D 34117 Kassel

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E-Mail: info@staatstheater-kassel.de

Opernhaus / Schauspielhaus
Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel

tif - Theater im Fridericianum
Friedrichsplatz 17, Hinter dem Museum, 34117 Kassel

Karten:
Kartentelefon: 0561 / 1094-222
Mo 10:00 - 13:00 Uhr, 14:00 - 18:30 Uhr
Di-Fr 10:00 - 18:30 Uhr
Sa 10:00 - 13:00 Uhr

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Di-Fr, 10-18 Uhr
Sa, 10-13 Uhr
So 10-12 Uhr

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