STAATSTHEATER KASSEL - OPERNHAUS

Spielzeit 2015/16

Erzengel

Tanztheater: Zwei Stücke von Maxine Doyle und Johannes Wieland

Premiere: 07. Mai 2016, Opernhaus

Wir leben in einer Welt voller Widersprüche und bereits offen sichtbarer sozialer Ungerechtigkeiten – was die Grundsatzfrage aufwirft, ob das Kapital noch dem Menschen dient, oder der Mensch dem Kapital. Globalisierung und die Ökonomisierung aller Lebensumstände werden zunehmend als existentielle Bedrohung erfahren. Der Schrei nach Gerechtigkeit wird laut. Wem gehören Ressourcen wie Wasser, Luft und Boden? Choreografen des Zeitgenössischen Tanzes werfen den Blick auf die Vielfalt der Lebensentwürfe und Anspruchshaltungen im Spannungsfeld von realem Leben und Ökonomie und vermessen performativ den Begriff Gerechtigkeit.

Choreografie: Johannes Wieland / Maxine Doyle
Bühne: Matthieu Wolfgang Götz
Kostüme: Evelyn Schönwald
Licht: Brigitta Hüttmann
Dramaturgie: Dr. Thorsten Teubl

Ort:

Opernhaus

Termine:

Fr, 29.4.2016, 19:00 | Voraufführung |
Sa, 7.5.2016, 19:30 | Premiere |
Fr, 13.5.2016, 19:30 |
Fr, 20.5.2016, 19:30 |
So, 22.5.2016, 19:30 |
Sa, 28.5.2016, 19:30 |
Fr, 17.6.2016, 19:30 |
Do, 23.6.2016, 19:30 |
Mi, 29.6.2016, 19:30 |
Sa, 2.7.2016, 19:30 |
Fr, 15.7.2016, 19:30 |
So, 17.7.2016, 18:00 |

Der Mond

"Ein kleines Welttheater" von Carl Orff

Premiere: 14. Mai 2016, Opernhaus

Gilt die Sonne als Quell des Lebens, so gilt der Mond als Spiegel der Seele. Seit jeher wurden dem »Auge der Nacht« in allen Kulturen der Welt unterschiedlichste Bedeutungen und Kräfte zugemessen. Fest steht nur: Ohne den Mond gäbe es die Erde in ihrer heutigen Form nicht. Und fest steht auch: Der Mond scheint überall und für alle. Ein Land der Finsternis, wie es in dem Märchen DER MOND der Brüder Grimm beschrieben wird, das Carl Orff als Vorlage für sein »kleines Welttheater« diente, gehört eindeutig ins Reich der Phantasie: Vier Burschen aus einem Land nächtlichen Dunkels stehlen auf einer Wanderschaft eine leuchtende Kugel und bringen sie mit nach Hause. Als der Tod naht, beschließen sie, ihren »Mond« mit ins Grab zu nehmen. In der Unterwelt sorgt das ungewohnte Licht dafür, dass die Toten erwachen und sich lärmend zu amüsieren beginnen. Petrus persönlich muss hernieder steigen, um für Ruhe zu sorgen. Er nimmt den Mond kurzerhand mit und hängt ihn am Himmel auf.

»Die Musik fängt im Menschen an«, sagte Carl Orff. Er glaubte an eine Erziehung zur Menschlichkeit mit und durch Musik. Eine Vielzahl von Schlaginstrumenten prägt den Rhythmus seines Bühnenerstlings DER MOND – eine schwungvolle Komposition, der Orff mit der raffinierten Verwendung unterschiedlichster Musikstile den Charakter einer Spieloper verleiht, wobei seine Gestaltungsmittel sich nicht nur auf das Musikalisch-Klangliche beschränken. Orff strebte danach, unterschiedliche Elemente des Theaters, wie Wort, Bewegung, Bild, Raum und Geste in seine Bühnenwerke zu integrieren. Im MOND lässt er zudem der Phantasie freien Lauf: Mit Freude am Experiment verbindet er Elementares und Unmittelbares, Spirituelles und Magisches zu Symbolen für das Leben – und darüber hinaus.

Musikalische Leitung: Alexander Hannemann
Inszenierung: Espen Fegran
Bühne: Sibylle Pfeiffer
Kostüme: Ursula Kriegel
Licht: Dirk Thorbrügge
Dramaturgie: Hildegard Turba
Choreinstudierung CANTAMUS: Maria Radzikhovskiy / Marco Zeiser Celesti

Ort:

Opernhaus

Termine:

Sa, 14.5.2016, 18:00 | Premiere |
Do, 26.5.2016, 16:00 |
Di, 31.5.2016, 11:00 |
Sa, 4.6.2016, 18:00 |

Die Entführung aus dem Serail

Singspiel in drei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart

Premiere: 18. Juni 2016, Opernhaus

Der Wunsch kam von ganz oben. Kaiser Joseph II. war es, der Wolfgang Amadeus Mozart 1781 beauftragte, ein Nationalsingspiel zu komponieren, welches anlässlich des Besuchs einer hochstehenden Persönlichkeit zur Aufführung gelangen sollte. Mozart zögerte keine Sekunde lang – und brachte in Windeseile ein Werk zu Papier, das Maßstäbe für eine ganze Gattung setzen sollte: Die Entführung aus dem Serail.

Gemeinsam mit seinem Textdichter zauberte das Komponistengenie aus der etwas schwerfälligen Sujet-Vorlage ein gleichermaßen hintergründiges wie unterhaltsames Singspiel voller amüsanter Wendungen, in deren Mittelpunkt zwei verliebte Paare stehen. Hier Constanze und Belmonte, dort Blonde und Pedrillo, sie Zofe der einen, er Diener des anderen. Constanze, Blonde und Pedrillo wurden von Piraten geraubt und als Sklaven an Bassa Selim verkauft. In dessen Landhaus fristen sie ein, vorsichtig formuliert, unbehagliches Dasein, bis Belmonte kommt, sie zu befreien. Diesem Begehren stellt sich vor allem der Finsterling Osmin entgegen, Bassa Selims Aufseher. Damit nicht genug: Von Leidenschaft gepackt, stellt er Blonde nach, und dies nicht gerade elegant. Mit Hilfe Pedrillos gelingt es Belmonte, sich Zutritt zum Haus zu verschaffen. Anfangs scheint der Plan einer Entführung gelingen zu wollen, doch dann fliegen sie allesamt auf. Allein Bassa Selim zeigt an der Stelle, wo es heikel wie delikat wird, größte Milde und schenkt beiden Paaren die Freiheit.

Mozart garnierte diese spannende, wechselvolle und zeitlose Geschichte mit einer schillernden Musik, die zwischen den Errungenschaften der »Mannheimer Schule« und Stilelementen der neapolitanischen Opera buffa changiert und zudem ein hell-zartes Band zwischen der Seria-Befreiung von Monteverdis Orfeo und dem Freiheitsernst des Fidelio knüpft.

Musikalische Leitung: Anja Bihlmaier
Inszenierung: Adriana Altaras
Bühne: Etienne Pluss
Kostüme: Nina Lepilina
Licht: Albert Geisel / Dirk Thorbrügge
Dramaturgie: Dr. Ursula Benzing
Choreinstudierung: Marco Zeiser Celesti

Termine:

Di, 14.6.2016, 19:00 | Voraufführung |
Sa, 18.6.2016, 19:30 | Premiere |
Di, 21.6.2016, 19:30 |
Sa, 25.6.2016, 19:30 |
So, 3.7.2016, 16:00 |
Fr, 8.7.2016, 19:30 |
Do, 14.7.2016, 19:30 |

Die Liebe zu den drei Orangen

Oper in vier Akten und einem Vorspiel von Sergej Prokofjew

Tragödie oder Komödie? Romanze oder Posse? Das sind hier die Fragen. Fragen, die einzig auf dem Theater beantwortet werden können. So auch im Fall einer der turbulentesten Opern des 20. Jahrhunderts, Sergej Prokofjews Die Liebe zu den drei Orangen. Zugrunde liegt dem »fröhlichen Schauspiel«, wie sein Schöpfer selbst es nannte, das Märchendrama L'amore delle tre melarance von Carlo Gozzi. Und diese »fiaba drammatica«, ästhetisches Manifest gegen den Realismus des Kontrahenten Goldoni, hat es in sich. Im Mittelpunkt ein Prinz. Der junge Mann ist depressiv, sein Vater deswegen arg betrübt. Also befiehlt der König dem Premierminister Leander, ein Fest zu organisieren, auf dem der Spaßmacher Truffaldino den Prinzen zum Lachen bringen soll. Was weder dieser noch der Herr Papa weiß: Es ist ein Komplott im Gange, an dessen Spitze Leander und Clarissa, die Nichte des Königs, stehen. Mithilfe von Fata Morgana, der Königin der Täuschung, und ihrer Sklavin Smeraldina streben sie zur Macht und wollen den Prinzen beseitigen. Das geht, dem Himmel sei Dank, schief. Doch der Reihe nach: Weil der Prinz an der falschen Stelle über Fata Morgana lacht, verflucht sie ihn. Er möge sich in der Liebe zu drei Orangen qualvoll verzehren. Der Prinz hat nun einige haarsträubende Abenteuer zu überstehen, bis er die schöne Ninetta in die Arme schließen kann. Doch zum einen weiß er Truffaldino und die Narren als treue Begleiter an seiner Seite, zum anderen spielt das Schicksal dem Prinzen im entscheidenden Augenblick in die Hand. Prokofjew hat diese überaus wechselvolle Geschichte mit einer Musik unterlegt, die an Esprit und Einfallsreichtum kaum zu überbieten ist, so dass wir es am Ende mit einem wunderbaren ästhetischen Paradoxon zu tun haben: einer typisch russischen Oper aus dem Geist der italienischen Commedia dell´arte.

Musikalische Leitung: Patrik Ringborg / Alexander Hannemann
Inszenierung: Dominique Mentha
Bühne: Werner Hutterli
Kostüme: Anna Ardelius
Dramaturgie: Jürgen Otten
Licht: Albert Geisel
Choreinstudierung: Marco Zeiser Celesti

Ort:

Opernhaus

Termine:

So, 8.5.2016, 18:00 |
Mi, 18.5.2016, 19:30 |
Mi, 25.5.2016, 19:30 |
So, 5.6.2016, 16:00 |
Mi, 6.7.2016, 19:30 |

Die tote Stadt

Oper in drei Bildern von Erich Wolfgang Korngold

Text: Paul Schott nach » Bruges la Morte « von Georges Rodenbach

Das Tote Meer kennen wir. Und gleichfalls, seit Gogol, tote Seelen. Aber eine tote Stadt? Doch, es gibt sie, und sogar mit Namen: Brügge. In dieser »toten« Stadt lebt, inmitten stiller Gewässer, stummer Kirchen und Klöster, ein junger Mann, Paul. Das Schicksal hat ihm seine geliebte Frau entrissen; einzig die Erinnerung an ihren (erotischen) Zauber hält ihn am Leben. In einem Zimmer seines Hauses, dem »Tempel der Erinnerung«, bewahrt er sämtliche Gegenstände auf, die ihn an seine große Liebe gemahnen: Möbel, Fotos, Briefe, ein Gemälde; ja sogar ein Zopf ihres blonden Haares glänzt in einer Vitrine. Dieser Totenkult erfährt in dem Moment eine schwere Irritation, als Paul einer Frau begegnet, die seiner Marie zum Verwechseln ähnlich sieht und ihn magisch anzieht. Marietta. Bald schon schwankt er zwischen posthumer Treue zu der einen und dem sexuellen Verlangen nach der anderen Frau. Die Folge dieser Seelenprüfung ist eine Vision. Marie tritt aus ihrem Gemälde heraus und bittet Paul, ins Leben zurückzukehren. Doch kaum hat sie dies gesagt, sieht er Marietta vor sich, selbstvergessen tanzend. Und so vehement ist diese Vision, dass sie schier kein Ende nehmen will. Erst als Paul begreift, dass es auf Erden weder eine Wiedervereinigung mit den Toten geben kann, noch überhaupt eine Wiederauferstehung, hat er den nötigen Erkenntnisschritt getan, der es ihm ermöglicht, ein neues Leben anzufangen.

Mit Die tote Stadt auf ein Libretto seines Vaters Julius Korngold (Paul Schott war ein Pseudonym) schuf Erich Wolfgang Korngold 1920 ein Musiktheater, welches dem Symbolismus der literarischen Vorlage – Georges Rodenbachs Roman »Bruges la Morte« – eine unvergleichliche Klangsprache hinzufügte, die diese Oper in den Rang einer der faszinierendsten Schöpfungen des 20. Jahrhunderts erhebt.

Musikalische Leitung: Patrik Ringborg
Inszenierung: Markus Dietz
Bühne: Mayke Hegger
Kostüme: Henrike Bromber
Video: Michael Lindner
Dramaturgie: Jürgen Otten
Licht: Albert Geisel
Choreinstudierung: Maria Radzikhovskiy / Marco Zeiser Celesti

Ort:

Opernhaus

Termine:

Sa, 30.4.2016, 19:30 |
Do, 5.5.2016, 19:30 |
Sa, 21.5.2016, 19:30 |
Fr, 27.5.2016, 19:30 |
Mi, 1.6.2016, 19:30 |
Fr, 3.6.2016, 19:30 |
So, 12.6.2016, 18:00 |
Mi, 22.6.2016, 19:30 |

Die Herzogin von Chicago

Operette in zwei Akten mit einem Vor- und Nachspiel von Emmerich Kálmán

Gegensätze ziehen sich an? Wohlan, zuweilen irrt der Volksmund. Denn in Emmerich Kálmáns Operette Die Herzogin von Chicago ist das ganze Gegenteil der Fall. Verwundern darf dies freilich nicht, zu groß scheint die Kluft zwischen den Parteien. Hier Sándor, stolzer Erbprinz eines arg verschuldeten Balkanländchens; ein Mann, der sich in der Gesellschaft am liebsten incognito zeigt. Dort Mary Lloyd, verwöhnte Tochter eines nordamerikanischen Industriemagnaten, die doch tatsächlich glaubt, mit Papis Dollars ließe sich die Welt kaufen.

Bei Sándor, dem das gute alte Europa mitsamt seinem Sitten- und Moralkodex noch viel(es) bedeutet, stößt sie mit dieser überheblichen Attitüde auf Ablehnung. Das Problem ist nur, dass der finanziell angeschlagene Kronprinz mit ansehen muss, wie sein Herz von Eros’ Pfeil durchbohrt wird. Und weil Mary das Gleiche geschieht und sie einiges Wichtige hinzu lernt über die menschliche Natur, führt der Weg der beiden Kontrahenten schließlich doch noch zum Altar. Oder etwa nicht? Gehen wir mit Volker Klotz konform, dann ist ja die Operette ein im besten Fall musikalisch wie dramaturgisch aufsässiges Bühnenstück, das wider erstarrte und verstockte Lebenshaltungen anrennt. Und so tut es dieses durch und durch sozialkritische Meisterwerk, dessen Melodienreichtum schier unermesslich ist und dessen sarkastische Note man nur richtig betonen muss, um die Augen zu öffnen für das, was uns schwach werden lässt.

Auffällig die formale Symmetrie. Denn die beiden Mittelakte, die in Sándors Residenzschloss spielen, werden umrahmt von einem szenischen Vor- und Nachspiel, das in einer Tanzbar verortet ist. Ebendort kommt es zum musikalischen Wettstreit. Und damit zur Frage, was flotter, pfiffiger, zeitgemäßer ist: Csárdás und Walzer? Oder doch Charleston und Foxtrott?

Musikalische Leitung: Marco Zeiser Celesti / Deniola Kuraja
Inszenierung: Christoph Biermeier
Bühne: Heiko Mönnich
Kostüme: Ursina Zürcher
Dramaturgie: Jürgen Otten
Licht: Brigitta Hüttmann
Choreinstudierung CANTAMUS: Maria Radzikhovskiy / Marco Zeiser Celesti
Choreografie: Andrea Heil

Ort:

Opernhaus

Termine:

So, 1.5.2016, 19:30 |
So, 29.5.2016, 18:00 |
So, 10.7.2016, 18:00 |

Norma

Tragische Oper in zwei Aufzügen von Vincenzo Bellini

Was für ein Drama! Norma balanciert schon auf dem Seil, als die Oper beginnt. Ihre Geschichte ist Tragödie und Trauerspiel zugleich. Bellini und Romani haben für Normas Lebenswelt ein von den Römern besetztes Gallien ersonnen. Hier ist sie Oberpriesterin der Druiden und als Seherin hoch angesehen. Sie lenkt als Mittlerin zwischen Gottheit und den Menschen die Geschicke ihres Volkes. Und dieses will sich jetzt gegen seine Besatzer auflehnen: Es fordert Krieg. Aber noch zögert Norma, denn sie hütet ein großes Geheimnis. Am Ende kostet sie dessen Offenbarung das Leben, da der Druidenkult das, was sie so sorgsam bewahrt und versteckt hielt, als schweren Frevel ahndet, der nur durch ein Menschenopfer gesühnt werden kann. Da hat Norma sich schon gestellt: »Son io – ich bin es«. Ich bin die, die das Keuschheitsgelübde lange davor gebrochen hat, denn ich bin Mutter. Was Norma nicht sagt, ist, dass sie vor kurzem noch mit dem Dolch in der Hand über den kleinen Köpfen stand und mit sich rang: Töte ich meine Kinder oder töte ich sie nicht? In jener Schreckensnacht, als sie noch glaubte, mit deren Tod den Vater bestrafen zu können. So wie es Medea getan hat. Norma tut es nicht.
Wie unendlich innig ist die Musik Normas, welche Traurigkeit, welche Schönheit liegt in ihr. Bellini hat sie seinen Bühnenmenschen mitgegeben: neben Norma ihrem Vater und Adalgisa. Für diese wurde sie von Pollione verlassen. Den Vater bittet sie, er möge für ihre Kinder sorgen – ehe sie sich selbst dem Scheiterhaufen überantwortet.
Welch ein großes Geschenk der jung verstorbene Venezianer der Welt mit Norma überließ, welch musikalisches Vermächtnis, von dem sich alle nährten, die auf ihn folgten: Donizetti, Verdi und sogar Richard Wagner. Doch sie war zuerst da. Seht, hier ist die Seherin, hier kommt Norma.

Musikalische Leitung: Joakim Unander / Anja Bihlmaier
Inszenierung: Yona Kim
Bühne: Etienne Pluss
Kostüme: Hugo Holger Schneider
Dramaturgie: Dr. Ursula Benzing
Licht: Brigitta Hüttmann
Choreinstudierung: Marco Zeiser Celesti

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Ort:

Opernhaus

Termin:

So, 15.5.2016, 19:30 |

Kiss me, Kate

Musical von Cole Porter

Buch Samuel und Bella Spewack
Broadway 1999. Neufassung Günter Neumann und Peter Lund

»Kiss me, Kate, we will be married o’Sunday«. Also sprach Petruchio zur widerspenstigen Katharina, in der festen Absicht, sie alsbald zu zähmen. William Shakespeares Komödie rund um den ewigen Kampf der Geschlechter aus dem Jahr 1594 steht auf dem Programm von Fred Grahams Theatertruppe. Mit der beliebten Verwechslungsklamotte DER WIDERSPENSTIGEN ZÄHMUNG hofft er, die von finanziellen Sorgen geplagte Gruppe noch einmal in Schwung zu bringen. Er selbst wird den Petruchio geben, für die Rolle der Katharina holt er seine Ex-Frau Lilli Vanessi aus Hollywood zurück. Obwohl man sich inzwischen partnerschaftlich neu orientiert hat, beginnt es zwischen den beiden schon bald wieder gewaltig zu knistern. Die Seelenlage des einstigen Paares offenbart sich proportional zum Aufbrechen alter Sehnsüchte und Gefühle, plötzliche Eifersüchteleien gipfeln in Handgreiflichkeiten auf der Bühne. Das dadurch öffentliche Drama weist eindeutig Parallelen zum privaten Drama auf, das hinter den Kulissen tobt. Eine Reihe von Komplikationen gilt es noch zu bewältigen, bevor Fred und Lilly schließlich ein amerikanisches Happy End vergönnt ist.
Cole Porters Musical gewann 1949, im Jahr nach der Uraufführung, allein fünf Tony Awards. Mitreißender Swing, unvergessene Evergreens, quirlige Tanzszenen und spritzige Texte garantieren nach über eintausend Broadway-Aufführungen bis heute den Erfolg. Zumal Porter im Ehepaar Spewack kongeniale Partner hatte, deren Textbuch mit einer großen Portion Ironie einen selbstkritischen Blick auf allerlei absurde Theaterklischees wirft. In dem Maße, wie sich Bühnenfiktion und reales Geschehen annähern, gewinnt das Stück an Situationskomik und ist am Ende viel mehr als eine Liebesgeschichte.

Musikalische Leitung: Alexander Hannemann / Deniola Kuraja / Xin Tan
Inszenierung: Tom Ryser
Bühne: Mayke Hegger
Kostüme: Uta Meenen
Dramaturgie: Insa Pijanka
Licht: Albert Geisel
Choreinstudierung: Marco Zeiser Celesti
Choreografie: Lillian Stillwell

Ort:

Opernhaus

Termine:

Do, 19.5.2016, 19:30 |
Sa, 11.6.2016, 19:30 |
So, 19.6.2016, 19:30 |
Fr, 1.7.2016, 19:30 |
Mi, 13.7.2016, 19:30 |

Disco in Concert

Your Disco needs you!

»Burn baby burn! Disco Inferno« – heiße Zeiten waren das, als das Deo nicht nur vor Schweißgeruch schützen, sondern auch noch Feuersbrünste und Hitzewallungen bekämpfen musste. Oder, wie schon Alf sagte: »Löscht nicht den Vorhang, löscht mich!«. Nach ABBA, QUEEN und SWING wagen wir uns nun zurück in jene völlig verrückte, aber unendlich coole Epoche. In eine Welt unter der Discokugel, in der die Menschen ihr mausgraues Büro-Outfit ablegen konnten und sich von Otto Normalverbrauchern in Könige der Nacht verwandelten. Begleitet von Beats und Grooves, bei denen die Glieder sich wie von selbst bewegen. Überhaupt: Alles war möglich, wenn die Bee Gees ihr »Saturday Night Fever« anheizten, die Village People Kalifornien mit »There where the air is free« feierten oder Gloria Gaynor mit »I will survive« den Party-Klassiker schlechthin anstimmte. Entfliehen Sie also mit uns dem grauen Alltag, holen Sie Ihr bestes Polyester aus der Mottenkiste und lassen Sie uns das Opernhaus in einen glitzernden Tanzschuppen verwandeln … 
Und nicht vergessen: Your Disco needs you!

Dirigent: Rasmus Baumann
Moderation: Insa Pijanka
Bühne und Kostüme: Sibylle Pfeiffer
Licht: Albert Geisel / Brigitta Hüttmann
Gesang: Judith Lefeber
Gesang: Joyce van de Pol
Gesang: Alvin Le-Bass / Dennis LeGree
Gesang: Henrik Wager
Backing: Jeanett Neumeister
Tasteninstrumente: Donato Deliano

Ort:

Opernhaus

Termine:

Do, 2.6.2016, 19:30 |
Fr, 24.6.2016, 19:30 |

STAATSTHEATER KASSEL

Friedrichsplatz 15
D 34117 Kassel

Telefon: +49 (0)561-10 94 - 0
E-Mail: info@staatstheater-kassel.de

Opernhaus / Schauspielhaus
Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel

tif - Theater im Fridericianum
Friedrichsplatz 17, Hinter dem Museum, 34117 Kassel

Karten:
Kartentelefon: 0561 / 1094-222
Mo 10:00 - 13:00 Uhr, 14:00 - 18:30 Uhr
Di-Fr 10:00 - 18:30 Uhr
Sa 10:00 - 13:00 Uhr

Öffnungszeiten der Theaterkasse:
Di-Fr, 10-18 Uhr
Sa, 10-13 Uhr
So 10-12 Uhr

Online: www.staatstheater-kassel.de