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Käthe Kollwitz Museum Köln

Die weltweit größte Kollwitz-Sammlung

Käthe Kollwitz, die bedeutendste deutsche Künstlerin der klassischen Moderne, hat in ihren Werken wie keine andere Themen wie Krieg, Armut und Tod, aber auch Liebe, Geborgenheit und das Ringen um Frieden in nachdrücklicher Weise zum Ausdruck gebracht.

Im Jahr 1985, am 40. Todestag der Künstlerin, wurde von der Kreissparkasse Köln das erste Käthe Kollwitz Museum überhaupt gegründet. Sein Domizil mit 1.000 qm Ausstellungsfläche und einem Forum für Veranstaltungen liegt inmitten der Kölner Innenstadt, im Obergeschoss der Neumarkt Passage.

Inzwischen, nach mehr als 30-jähriger engagierter Sammeltätigkeit, umfasst der Bestand weit mehr als 300 Zeichnungen, über 550 druckgraphische Blätter, sämtliche Plakate sowie das vollständige, museal greifbare plastische Werk der Künstlerin.

Einen Schwerpunkt bilden dabei die Zeichnungen aus allen Schaffensperioden, u. a. frühe Pastelle und Kohlezeichnungen für die satirische Zeitschrift »Simplicissimus«, Studien zu wichtigen druckgraphischen Werken, die den Schaffensprozess nachvollziehbar machen, sowie einige der schönsten und ausdrucksstärksten Blätter aus der späten Zeit, als Käthe Kollwitz sich vor allem mit dem Thema Tod befasste.

Im Bereich der Druckgraphik sind alle großen Folgen vorhanden: die frühen Zyklen »Ein Weberaufstand« (1893–97), »Bauernkrieg« (1902–08), die Holzschnitt-Folgen »Krieg« (1921/22) und »Proletariat« (1925) sowie die späte lithographierte Folge »Tod« (1934–37). Hinzu kommen wichtige, zum Teil rare Einzelblätter – zum Beispiel die in mehreren Farben gedruckten Lithographien, die in den ersten Jahren nach der Jahr hundertwende entstanden sind, oder die letzte Lithographie »Saatfrüchte sollen nicht vermahlen werden« aus dem Jahr 1942, das Vermächtnis der Künstlerin gegen Soldatentod und Krieg.

Außerdem verfügt die Sammlung über alle bekannten und höchst seltenen Plakate, die Käthe Kollwitz getreu ihrer Devise »Ich will wirken in dieser Zeit« vornehmlich in den 1920er Jahren gegen den Krieg und für soziale Gerechtigkeit, Humanität und Frieden geschaffen hat.

Das plastische Werk von Käthe Kollwitz ist – soweit museal greifbar – komplett im Kölner Museum zu sehen: fünfzehn Bronzeskulpturen, überwiegend in besonders schönen frühen Güssen. Zusammen mit der Kopie des Mahnmals »Trauernde Eltern» in der Bundesgedenkstätte für die Toten der beiden Weltkriege in der Kirchenruine von Alt St. Alban (1953/54) und dem Grabrelief Levy auf dem jüdischen Friedhof in Bocklemünd (1938) bietet sich so in Köln die einzigartige Möglichkeit, das bildhauerische Gesamtwerk der Künstlerin zu überblicken.

Kontakt

Käthe Kollwitz Museum Köln
Neumarkt 18-24
D-50667 Köln

Telefon: 0221 / 227 - 2602/ 2899
Fax: 0221 / 227 - 3762
E-Mail: museum@kollwitz.de

 

Öffnungszeiten
Di bis Fr 10-18 Uhr, Sa bis So 11-18 Uhr.
Mo geschlossen.

Öffentliche Führung
So 15 Uhr / Do 17 Uhr

Eintrittspreise
regulär: € 5,00 / ermäßigt: € 2,00 (Schüler und Studenten, Azubis, Freiwillige im sozialen Jahr, Inhaber von KölnCard und Köln-Pass)
Freier Eintritt für Kinder unter 6 Jahren, ICOM, Deutscher Museumsbund, Verband Deutscher Kunsthistoriker, Presse, Kölner Künstler, Studenten der Kunstgeschichte bei Vorlage eines gültigen Ausweises.
Jahreskarte: € 16,00 (Mit der Jahreskarte erhalten Sie zusätzlich Ermäßigung auf Vorträge und Konzerte)

Individuelle Führungen nach Vereinbarung
Erwachsenengruppen: EUR 50,00 / Schulklassen: EUR 20,00

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Käthe Kollwitz Museum Köln

Ausstellung

Anja Niedringhaus - Bilderkriegerin

Photoszene-Festival Köln 2019

Nahezu ein Vierteljahrhundert berichtet Anja Niedringhaus (1965–2014) von Kriegsschauplätzen in aller Welt wie dem Balkan, dem Irak, und immer wieder aus Afghanistan. Als die Fotografin dort am 4. April 2014 während eines Reportage-Einsatzes einem Attentat zum Opfer fällt, hinterlässt sie ein beeindruckendes Œuvre. Die erste posthume Retrospektive anlässlich ihres 5. Todestages präsentiert mit über 80 großformatigen Aufnahmen ein Werk, das die ›Bilderkriegerin‹ bereits zu Lebzeiten zur Ikone werden ließ.

Obgleich Anja Niedringhaus an zahlreichen Krisenorten fotografiert, lehnt sie den Begriff ›Kriegsfotografin‹ für sich ab. Ihre Aufnahmen, die oft unter Lebensgefahr an vorderster Front entstehen, reichen weit über eine reine Dokumentation von Ereignissen hinaus – sie sind Aufrufe zum Frieden. Sie wollen aufrütteln und mahnen, indem sie uns die Schrecken des Krieges vor Augen führen. Ihre Werke vereinen starke Gegensätze – einen Moment der Ruhe inmitten des völligen Chaos und tiefe Menschlichkeit inmitten von brutaler Barbarei.

Anja Niedringhaus erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2005 den ersten Pulitzer-Preis für eine deutsche Fotografin.

Der umfangreiche Nachlass umfasst Bilder aus Kriegs- und Krisenregionen ebenso wie brillante Porträtaufnahmen und Sportfotografien. In der Ausstellung sind alle ihre Arbeiten erstmals durchgängig in Farbe präsentiert.

Eine Ausstellung im Rahmen des Photoszene-Festivals 2019

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Anja Niedringhaus - Bilderkriegerin

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