SOPHIENSAELE BERLIN
Die Sophiensaele sind die älteste kontinuierlich arbeitende Produktions- und Spielstätte für frei produzierte Theater- und Tanzprojekte in Berlin. Sie wurden 1996 von Sasha Waltz, Jochen Sandig, Jo Fabian und Lubricat als Produktions- und Aufführungsort gegründet. Die Idee, im historischen Gemäuer des Handwerkervereinshauses in der Sophienstraße einen neuen Spielort ins Leben zu rufen, entsprang dem Wunsch, Produktion und Präsentation an einem Ort zu vereinen und so den KünstlerInnen optimale Arbeitsbedingungen zu verschaffen. Die Eröffnungsproduktion „Allee der Kosmonauten“ von Sasha Walz & Guests wurde zum Theatertreffen 1997 eingeladen und hat den neu gegründeten Sophiensaelen schnell viel Aufmerksamkeit verschafft.
Heute sind die Sophiensaele einer der wichtigsten Produktionsorte für freies Theater und Tanz im deutschsprachigen Raum. KünstlerInnen und Kompanien aus der Berliner und deutschsprachigen sowie zunehmend aus der internationalen Szene werden aufgrund ihrer künstlerischen Konzepte, Fragestellungen und Arbeitsansätze eingeladen, ihre Arbeiten hier zu präsentieren.
Pro Jahr sind in den Sophiensaelen über 60 Produktionen und mehrere Festivals zu sehen. Das Programm umfasst neue und experimentelle Produktionen aus den Bereichen Theater, Tanz, Performance, Musik und Bildende Kunst.
Die Sophiensaele stellen dabei nicht nur die Spielstätte, sondern kümmern sich auch um Finanzierung, Koproduktionspartner, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Produktionsmanagement bis hin zur Durchführung des Publikumsgesprächs.
Die Sophiensaele sind Teil eines informellen Netzwerks institutionalisierter und international orientierter freier Theaterhäuser, zu dem u.a. auch Kampnagel Hamburg, Mousonturm Frankfurt/Main, Forum Freies Theater Düsseldorf, Theaterhaus Gessnerallee Zürich, brut Wien und Gasthuis Amsterdam zählen.
Foto: © Paula Gehrmann
AKTUELLE TERMINE
Dietmar Dath
Rosa Luxemburg
Aufführungen
2010
November 2)
20 Uhr
Ort
Hochzeitssaal
Karten
8)(5 Euro
»Dietmar Daths Biografie hält das Vermächtnis Rosa Luxemburgs wach, indem sie es nicht archiviert. Dath aktualisiert, polemisiert und wertet in der anschaulichen Sprache des Schriftstellers und Essayisten, der dieser Biograf auch und vor allem ist. Mit seiner eingreifenden Vorgehensweise belegt der Autor bis zum Schlusssatz seines Buches fortwährend selbst die These, die er bereits in der Einleitung aufstellt: ‚Das letzte Wort ist nicht gesprochen.’« (Neues Deutschland)
Dietmar Dath, »der produktivste und radikalste Schriftsteller Deutschlands« (Die Welt) liest aus seiner Biografie über die revolutionäre Demokratin Rosa Luxemburg.
Das Buch ist erschienen im Suhrkamp-Verlag.
Mit freundlicher Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Ort:
Sophiensaele
Termin:
Di, 2.11.2010, 20:00
stephan mathieu - virginals
in exile/home again #1
ECHTZEITMUSIKTAGE 2010
Aufführungen
2010
September 9)
20 Uhr
Ort
Festsaal
Karten
13)(8 Euro
20 Jahre Echtzeitmusik in Berlin: Ein vielschichtiges und umfangreiches Festival bietet Rück- und Ausblick einer internationalen Szene. Das dreiwöchige Programm der „Echtzeitmusiktage 2010“ präsentiert ihre musikalische Vielfältigkeit an den fünf Veranstaltungsorten Sophiensaele, ausland Berlin, Elisabethkirche, Festsaal Kreuzberg und Naher Osten. Stilistisch reicht die Bandbreite von neuer Musik über Performance, elektroakustischer Musik oder Klangkunst, Electronica, Pop, Improvisation und Free Jazz bis hin zu Harsh Noise. Ein spektakultäres Konzert des Stars Sven-Åke Johansson macht den Auftakt in den Sophiensaelen: Hier gibt es unter anderem eine Komposition für mehrere Handfeuerlöscher zu sehen und zu hören.
Solo Recital of contemporary classics performed on the Octave Virginals, Vox Continental Organ and Tapedecks
Virginals features electroacoustic interpretations of:
Alvin Lucier „Music With Magnetic Strings“ Version for Virginals and Electromagnets
Francisco Lopez „Untitled #92“ Version for Cassette Recordings of 4 Mechanical Gramophones and Equalizer (UA)
Charlemagne Palestine „Schlongo!!“ Version for Vox Continental Organ (UA)
Mit Stephan Mathieu (Octave Viriginals, Vox Continental, Tapedecks)
Echzeitmusiktage 2010 ist eine Produktion von zangimusic.de in Kooperation mit Sophiensaele, St. Elisabethkirche, ausland Berlin, Festsaal Kreuzberg & Naher Osten.
Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und der Pro Helvetia. Mit freundlicher Unterstützung von Autos+Weine GmbH, Minimax GmbH & Co. KG, Held Vodka GmbH, Jazzthetik, zitty, Jungle World, Unlike, die tageszeitung, De:Bug und EXBERLINER.
www.echtzeitmusiktage.zangimusic.de
www.festival2010.echtzeitmusik.de
Ort:
Sophiensaele
Termin:
Do, 9.9.2010, 20:00
sink & perlonex
state of the union #1
ECHTZEITMUSIKTAGE 2010
Aufführungen
2010
September 10)
20 Uhr
Ort
Festsaal
Karten
13)(8 Euro
20 Jahre Echtzeitmusik in Berlin: Ein vielschichtiges und umfangreiches Festival bietet Rück- und Ausblick einer internationalen Szene. Das dreiwöchige Programm der „Echtzeitmusiktage 2010“ präsentiert ihre musikalische Vielfältigkeit an den fünf Veranstaltungsorten Sophiensaele, ausland Berlin, Elisabethkirche, Festsaal Kreuzberg und Naher Osten. Stilistisch reicht die Bandbreite von neuer Musik über Performance, elektroakustischer Musik oder Klangkunst, Electronica, Pop, Improvisation und Free Jazz bis hin zu Harsh Noise. Ein spektakultäres Konzert des Stars Sven-Åke Johansson macht den Auftakt in den Sophiensaelen: Hier gibt es unter anderem eine Komposition für mehrere Handfeuerlöscher zu sehen und zu hören.
Sink
Chris Abrahams (dx7)
Marcello Busato (drums)
Andrea Ermke (mini disc & mixing board)
Arthur Rother (guitar)
Perlonex
Ignaz Schick (turntables, objects, sine waves)
Joerg Maria Zeger (guitars)
Burkhard Beins (drums, percussion)
Echzeitmusiktage 2010 ist eine Produktion von zangimusic.de in Kooperation mit Sophiensaele, St. Elisabethkirche, ausland Berlin, Festsaal Kreuzberg & Naher Osten.
Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und der Pro Helvetia. Mit freundlicher Unterstützung von Autos+Weine GmbH, Minimax GmbH & Co. KG, Held Vodka GmbH, Jazzthetik, zitty, Jungle World, Unlike, die tageszeitung, De:Bug und EXBERLINER.
www.echtzeitmusiktage.zangimusic.de
www.festival2010.echtzeitmusik.de
Foto © Perlonex
Ort:
Sophiensaele
Termin:
Fr, 10.9.2010, 20:00
margareth kammerer & heaven and
against the grain #1
ECHTZEITMUSIKTAGE 2010
Aufführungen
2010
September 11)
20 Uhr
Ort
Festsaal
Karten
13)(8 Euro
20 Jahre Echtzeitmusik in Berlin: Ein vielschichtiges und umfangreiches Festival bietet Rück- und Ausblick einer internationalen Szene. Das dreiwöchige Programm der „Echtzeitmusiktage 2010“ präsentiert ihre musikalische Vielfältigkeit an den fünf Veranstaltungsorten Sophiensaele, ausland Berlin, Elisabethkirche, Festsaal Kreuzberg und Naher Osten. Stilistisch reicht die Bandbreite von neuer Musik über Performance, elektroakustischer Musik oder Klangkunst, Electronica, Pop, Improvisation und Free Jazz bis hin zu Harsh Noise. Ein spektakultäres Konzert des Stars Sven-Åke Johansson macht den Auftakt in den Sophiensaelen: Hier gibt es unter anderem eine Komposition für mehrere Handfeuerlöscher zu sehen und zu hören.
Margareth Kammerer (guitar, vocals)
Songprogramm mit Gästen wie Seby Ciurcina (guitar, vocals), Derek Shirley (bass), Steve Heather (drums, percussion) & Big Daddy Mugglestone (vocals)
Heaven And
Tony Buck (drums)
Steve Heather (drums, marimba, percussion, harp)
Martin Siewert (guitars, electronics)
Zeitblom (basses)
Echzeitmusiktage 2010 ist eine Produktion von zangimusic.de in Kooperation mit Sophiensaele, St. Elisabethkirche, ausland Berlin, Festsaal Kreuzberg & Naher Osten.
Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und der Pro Helvetia. Mit freundlicher Unterstützung von Autos+Weine GmbH, Minimax GmbH & Co. KG, Held Vodka GmbH, Jazzthetik, zitty, Jungle World, Unlike, die tageszeitung, De:Bug und EXBERLINER.
www.echtzeitmusiktage.zangimusic.de
www.festival2010.echtzeitmusik.de
Foto © Echtzeitmusiktage
Ort:
Sophiensaele
Termin:
Sa, 11.9.2010, 20:00
Nicholas Bussmann
Barnes Dance
Aufführungen
2010
September 16)(17)(18*)(19
20 Uhr
Ort
Festsaal
Karten
15)(10 Euro
Oper für 7 Stimmen, 4 Schlagzeuger und 1 Joker.
Nach einer Idee des amerikanischen Verkehrsingenieurs Henry Barnes.
Der Begriff Barnes Dance bezieht sich auf eine Ampelschaltung, die allen FußgängerInnen einer Kreuzung die exklusive Überquerung in jede Richtung ermöglicht. Auch diagonale Bewegungen sind erlaubt. Entwickelt wurde dieses System in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts von dem amerikanischen Verkehrsingenieur Henry Barnes, der damit das zunehmende Verkehrsaufkommen regulieren wollte: „The traffic engineer transforms disorganized confusion into orderly chaos!“
Der Berliner Musiker und Kurator Nicholas Bussmann hat dieses Motto zum Mantra seiner ersten Straßen-Kreuzungs-Oper gemacht und dafür eine internationale Gruppe aus vier Schlagzeugern und sechs SängerInnen zusammengestellt, die unterschiedlicher nicht sein können: Die japanische Noise-Geisha Hanayo, das australische Präzisionsmetronom Tony Buck, der brasilianische Komponist und Bossanova-König Chico Mello, der alevitische Stimmschamane Yusuf Ergün, der Wiener Schlagwerker Martin Brandlmayr, der Duracell-Trommler Hanno Leichtmann und neun weitere Extrem-IndividualistInnen versuchen mit Hilfe einiger musikalischer Verkehrsregeln, Methodik in das Chaos der Verwirrung zu bringen.
Eine auf Ampelschaltungen basierende Komposition dient den AkteurInnen als musikalischer Leitfaden und strukturiert die Bewegungsabläufe der Kreuzung, wobei die SängerInnen die Rolle der FußgängerInnen übernehmen. Die Musik wird nicht verstärkt. Die Bühne ist Raumlabor. Das Experiment ist nicht ergebnisorientiert.
Ein performativer Bastard im Niemandsland zwischen Kunstmusik und Bewegungs-Legasthenie!
Übrigens: Eine Barnes Dance-Kreuzung in Berlin gibt es an historischer Stelle: Rudi Dutschke Str. / Friedrichstrasse.
September 18*) Publikumsgespräch mit Waffeln im Anschluss an die Vorstellung
Die Schlagzeuger:
Martin Brandlmayr (Österreich, Radian www.myspace.com/martinbrandlmayr)
Tony Buck (Australien, The Necks www.thenecks.com/bio)
Brendan Dougherty (USA)
Hanno Leichtmann (Deutschland, Static, Paloma, Pole, Raz O`Hara)
Die SängerInnen:
Hanayo (Japan, www.myspace.com/hanapoo)
Yusuf Ergün (Deutschland)
Yvonne Harder (Schweiz)
Laura Mello (Brasilien)
Chico Mello (Brasilien, www.myspace.com/chicomello)
Charles Ndubisi (Nigeria)
T. Schlopsnies (Deutschland)
Komposition & Regie: Nicholas Bussmann
Dramaturgie: Lindy Annis
Bühne: Benjamin Förster-Baldenius (www.raumlabor-berlin.de/)
Kostüm: Katja Wetzel
Kostümassistenz: Anika Klippstein
Produktion: Ilja Fontaine für Grand Prix d’Amour Productions
Presse: Marc Weiser
Eine Produktion von Grand Prix d'Amour Productions und Sophiensaele Berlin.
Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.
Mit freundlicher Unterstützung der Allianz Kulturstiftung im Rahmen der Aktion KulturAllianzen.
Allianz Generalvertretung Kothe & Christ oHG
Charlottenstr. 18
10117 Berlin-Mitte
T. 030 76 49 200
www.kothe-christ.de
www.grandprixdamour.com
Foto © Nicholas Bussmann
Ort:
Sophiensaele
Termine:
Do, 16.9.2010, 20:00
Fr, 17.9.2010, 20:00
Sa, 18.9.2010, 20:00
So, 19.9.2010, 20:00
NOVOFLOT
Was wir fühlen #2: Erschöpfung
Aufführungen
2010
September 24)(25)(26
Oktober 1)(2)(3
20.30 Uhr
Ort
Festsaal
Karten
13)(8 Euro
„Ich bin so voller Gefühle, dass ich ganz leer bin.“
Sie sollen sich in großen Gefühlen selbstlos hingeben. Und zwar nach allen Regeln der Kunst und direkt vor unseren Augen. Dabei Atem, Gesichtsmuskeln und die gesamte heikle Stimmtechnik lückenlos kontrollieren, perfekt synchronisiert im komplexen ‘Kraftwerk der Gefühle‘... Erschöpfung ist ein thematischer Opernabend, der ein prekäres Element dieser Kunstgattung ins Zentrum rückt: die SängerInnen. In ernster Akribie und selbstloser Verausgabung werden sie die wackligen Baupläne von Pathos und Affekten auf der Opernbühne bloßlegen und anwenden. Sie werden sich in musikalischen Phrasen verbeißen, auf technischen Detailfragen beharren, sich für künstlerische Fehltritte entschuldigen und dabei erneut entgleisen. Wie beschützt der/die SängerIn sich und uns vor den obszönen großen Gefühlen des 19. Jahrhunderts? Nach welcher Affektenlehre soll er auf der Bühne leiden, ohne sich selbst oder uns zu beleidigen? Und welche Darstellung wird dem aufsteigenden Gefühl der Gefühllosigkeit gerecht, der Erschöpfung?
Mit Musik von Händel, Haydn, Ponchielli, Puccini, Mascagni, Richard Strauss und Depeche Mode. Neue Kompositionen von Aleksandra Gryka.
WAS WIR FÜHLEN ist eine Reihe von experimentellen Opernabenden zu Affekten und Pathos. Für diese szenische Grundlagenforschung wird das Repertoire zerlegt, mit anderen Genres und Gattungen verknüpft und zu großen Operngesten neu zusammengebaut. Folge #1 Scream Queen lief im September 2008 in den Sophiensaelen.
www.novoflot.de
Konzept: Sebastian Bark, Sven Holm
Regie: Sebastian Bark
Musikalische Leitung: Vicente Larrañaga
Künstlerische Mitarbeit: Sven Holm
Choreografie: Nir de Volff
Raum: Sandra Fox
Kostüme: Pieter Bax
Licht: Jörg Bittner
SängerInnen: James Clark, Tanja Simic Queiroz, Sonia Theodoridou, Arnon Zlotnik
MusikerInnen: stefanpaul, Ermis Theodorakis, Saori Tomidokoro
Produktionsleitung: Dörte Wolter
Eine Produktion von NOVOFLOT in Zusammenarbeit mit Sophiensaele. Gefördert aus den Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.
Foto © NOVOFLOT
Ort:
Sophiensaele
Termine:
Fr, 24.9.2010, 20:30
Sa, 25.9.2010, 20:30
So, 26.9.2010, 20:30
Fr, 1.10.2010, 20:30
Sa, 2.10.2010, 20:30
So, 3.10.2010, 20:30
Christoph Winkler
Taking Steps
Aufführungen
2010
Oktober 1)(2)(3)(8)(9)(10
19 Uhr
Ort
Hochzeitssaal
Karten
13)(8 Euro
Manche sagen, die wahrscheinlich wichtigste gesellschaftliche Veränderung der nächsten Zeit ist der Übergang von der Arbeits- zur Tätigkeitsgesellschaft. Auf Dauer wird dadurch ein noch zu bestimmender Prozentsatz von Menschen nicht mehr benötigt. Es bleibt nun die Aufgabe, dieser Gruppe von Menschen „Laune“ zu machen auf die neue freie Zeit, ihnen mit den Mitteln von Tanz zu helfen sich in diesem Prozess zurechtzufinden und mit ihnen anhand von Dance Instruction DVDs neue Abläufe einzuüben – oder? Mit „Taking Steps“ entwickelt Christoph Winkler neue Schritte für ein neues Leben – und Routinen für die Tätigkeitsgesellschaft.
Christoph Winkler ist einer der vielseitigsten zeitgenössischen Berliner Choreografen. Er arbeitet mit DarstellerInnen aus verschiedenen Bereichen wie HipHop, Schauspiel oder Bildender Kunst. In den Sophiensaelen waren zuletzt die Stücke „A Taste of Ra“ und „Biopics“ zu sehen
www.christoph-winkler.info
Konzept & Regie: Christoph Winkler
Von und mit: Luke Garwood, Martin Hansen und Christine Joy Ritter Assistenz: Parwanhe Frei
Produktionsdramaturgie: ehrliche arbeit – freies Kulturbüro
Eine Produktion von Christoph Winkler in Koproduktion mit Sophiensaele.
Gefördert aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten sowie durch das Tanz-Residenz-Programm des Goethe-Instituts Montréal und Circuit Est. Mit freundlicher Unterstützung von phase7.
Ort:
Sophiensaele
Termine:
Fr, 1.10.2010, 19:00
Sa, 2.10.2010, 19:00
So, 3.10.2010, 19:00
Fr, 8.10.2010, 19:00
Sa, 9.10.2010, 19:00
So, 10.10.2010, 19:00
Martin Nachbar / Benjamin Schweitzer
nach Hause
Aufführungen
2010
Oktober 7)(8)(9)(12)(13*
20.30Uhr
Ort
Festsaal
Karten
13)( 8 Euro
Mut und Entdeckungsfreude, Ungewissheit und Zuversicht, Gelingen und Scheitern stehen bei der Expedition nah beieinander, die Martin Nachbar und Benjamin Schweitzer als Ausgangspunkt für ihr jüngstes Stück gewählt hat: Hintergrund von „nach Hause“ ist der gescheiterte Versuch des schwedischen Ingenieurs Andrée 1897, mit einem Ballon den Nordpol zu erreichen. Die Expeditionsberichte Andrées und seiner zwei Kollegen bilden die Grundlage, von der aus teils konkret, teils assoziativ und abstrahiert das Musik- und Tanzmaterial entwickelt und intensiv erforscht wird. Choreografie und Musik werden nicht sukzessive und separat, sondern parallel und im Austausch miteinander entwickelt; choreografische und kompositorische Erarbeitungstechniken vermischen sich.
Martin Nachbar ist Tänzer und Choreograf. Mit seinen Stücken „repeater“ und „Urheben Aufheben“ verhandelte er den Umgang mit dem Erbe von Bewegungsmaterial. „nach Hause“ ist die zweite Kooperation von Martin Nachbar und Benjamin Schweitzer.
Oktober 13*) Publikumsgespräch mit Waffeln im Anschluss an die Vorstellung
Choreografie: Martin Nachbar
Komposition: Benjamin Schweitzer
Musik: Anubis-Trio - Theo Nabicht (Kontrabaßklarinette/ Saxophon), Sascha Friedl (Flöten), Nikolaus Schlierf (Viola) Tanz Emma Wilson, Ehud Darash, Rodrigo Sobarzo
Licht: Wassan Ali
Kostüme: Marion Montel
Coach: Jeroen Peeters
Produktionsleitung: Susanne Beyer
Assistenz: Georg Döcker
Eine Produktion von Martin Nachbar und Sophiensaele.
Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und der Kunststiftung NRW.
Ort:
Sophiensaele
Termine:
Do, 7.10.2010, 20:30
Fr, 8.10.2010, 20:30
Sa, 9.10.2010, 20:30
Di, 12.10.2010, 20:30
Mi, 13.10.2010, 20:30
Christina Ciupke / Lucy Cash
Yes. No. A bit. Not Really.
Aufführungen
2010
Oktober 14)(15)(16*)(17
20Uhr
Ort
Hochzeitssaal
Karten
13)(8 Euro
„Woran ich denke und worüber ich nachdenke, das sind zwei verschiedene Dinge. Ich denke über dich nach, aber ich denke an … die Sonne auf meinem Rücken, die Geräusche des Verkehrs, den Stand meines Kontos, den Eindruck deiner Ambivalenz, eine plötzliche Spannung an der Basis meines Schädels, meine unberechenbaren Eingebungen, das unangenehme Gefühl des Atems von jemandem hinter mir, die Erinnerung an den Geruch des vorhergegangenen Tages, die Spiegelung des Lichtes auf dem Boden vor mir, die kleine weiße Blume, deren Namen ich vergessen habe … es ist ein ständiger Dialog … Während ich mit mir selbst spreche, sind meine Sinne doppelt sensibilisiert, sie warten darauf einzufangen, was als nächstes passiert, mit einer Logik, die sich mir verschließt … Eine Gestalt nähert sich, ich beobachte sie aufmerksam, sie geht immer noch in meine Richtung, die Sonne blendet mich, andere Leute gehen vorüber, ich habe sie verloren – sie wurde ausgebleicht – wie ein zu heller Fleck in einem Foto. Ich frage mich: Ist der Tag in die Nacht eingedrungen oder die Nacht in den Tag?“
„Yes. No. A bit. Not really“ ist die zweite gemeinsame Arbeit der Choreografin Christina Ciupke und der Videokünstlerin Lucy Cash nach „from the other side“. Ihre Stücke sind feine, verrätselte intermediale Kompositionen. „Yes. No. A bit. Not really“ entsteht in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Boris Hauf.
Oktober 16*) Publikumsgespräch mit Waffeln im Anschluss an die Vorstellung
Konzept: Lucy Cash, Christina Ciupke
Komposition: Boris Hauf
Produktionsleitung: Susanne Beyer
Gefördert aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten. Mit freundlicher Unterstützung von Goethe Institut und PACT Zollverein Essen.
Foto © Lucy Cash
Ort:
Sophiensaele
Termine:
Do, 14.10.2010, 20:00
Fr, 15.10.2010, 20:00
Sa, 16.10.2010, 20:00
So, 17.10.2010, 20:00
Two Fish
Christiane Müller zieht um
Aufführungen
2010
Oktober 21) 20 Uhr Öffentliche Generalprobe
Oktober 22)(23 20 Uhr
Oktober 24) 18)(21 Uhr
Ort
Buttmannstraße 15, 13357 Berlin
Karten
13)(10 Euro
Im intimen Raum Wohnung tritt Verborgenes zu Tage, das außerhalb des Wohnraums vom Gesellschaftssystem versucht wird lieber wegzureglementieren. Triebe, Tricks und Mordgelüste. In tief und flach schürfenden Gesprächen versuchen die PerformerInnen ineinander vorzudringen. Der eigenen Eitelkeit freien Lauf lassen. Die als so unterschiedlich empfundene Spezies Mensch performen müssen. Fünf fiktive BewohnerInnen einer ‚echten’ Wohnung tanzen und spielen König, Kind, Genosse und Intimfeind.
„Von so viel Interesse an ihrer Wohnform überrascht, zog Christiane Müller regelmäßig von der Wohnung auf die Bühne. Sie verlieren dabei aber nie den zarten Hauch der Intimität und den gepflegten Wahnsinn nächtlicher Selbstgespräche. Sie spielen Haschmich und Basketball, sie reden aneinander vorbei und sitzen auf einem imaginären Sofa zusammen ... Die fünf verstehen die Welt nicht mehr. Wohl aber verstehen sie ihr Handwerk.“ (Tanzjournal)
Two Fish werden 10! Die Erfolgsproduktion „Christiane Müller zieht um“ ist der Auftakt zum zehnjährigen Geburtstag der Gruppe, der am 29. und 30. Oktober in den Uferstudios mit fünf unterschiedlichen Stücke gefeiert wird.
Choreografie und Inszenierung: Angela Schubot und Martin Clausen
Von und mit: Javier Alemán Morillo, Thomas Conway, Verena Fleißner, Angela Schubot, Silvana Suàrez Cedeño
Produktionsleitung: Björn Pätz / björn & björn
www.twofish.info
Eine Produktion von Two Fish in Zusammenarbeit mit Sophiensaele und Produktionsbüro TANZTAGE BERLIN in Koproduktion mit Forum Freies Theater Düsseldorf und Junges Theater Bremen.
Die Wiederaufnahme wird gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.
Ort:
Sophiensaele
Termine:
Do, 21.10.2010, 20:00
Fr, 22.10.2010, 20:00
Sa, 23.10.2010, 20:00
So, 24.10.2010, 18:00
So, 24.10.2010, 21:00
Zabelka / Mani / Makela
Geheimnisse einer Seele
Glückliche Strandung - zu Gast am ohrenstrand
Aufführungen
2010
Oktober 23*)
20 Uhr
Ort
Festsaal
Karten
13)(8 Euro
Der Stummfilm „Geheimnisse einer Seele“ des österreichischen Regisseurs G.W. Pabst beruht auf einer Fallstudie Sigmund Freuds und gilt als erster Spielfilm, der die Psychoanalyse zum Thema hat. Abstrakte, surrealistische Traumsequenzen wechseln sich ab mit Szenen des bürgerlichen Lebens in Wien Anfang des 20. Jahrhunderts. Mia Zabelka und Zahra Mani nehmen diesen Kontrast für ihre Performance wieder auf und schaffen einen Soundteppich aus komponiertem und live improvisiertem Material. Die Videokünstlerin Mia Makela hat dazu aus Sequenzen des Originalfilms eine Partitur aus Bildern geflochten, und so trifft die Ästhetik des Stummfilms auf die Experimentierfreudigkeit der zeitgenössischen Klang- und Bildforschung.
Mia Zabelka ist eine österreichische E-Violinistin und Komponistin. Sie gewann zahlreiche Auszeichnungen und arbeitete u.a. mit John Zorn und David Moss. 2003 gründete sie gemeinsam mit Zahra Mani die Mia Zabelka One.Night.Band. Zahra Mani ist pakistanisch-englische Musikerin, Komponistin und Soundarchitektin. Sie komponiert intermediale Stücke, Radio- und Klangkunst. Ihre Arbeiten umfassen Multikanal-Sound-Installationen und Live-Performances. Mia Makela ist eine finnische Videokünstlerin, Forscherin und Kuratorin und zeigt ihre Arbeiten weltweit.
Mit der Musikperformance „Geheimnisse einer Seele“ ist ohrenstrand.net erstmals in den Sophiensaelen zu Gast.
Oktober 23*) Publikumsgespräch mit Waffeln im Anschluss an die Vorstellung
Von und mit: Mia Zabelka (E-Violine, Stimme, Elektronik), Zahra Mani (Laptop, Bassgitarre) und Mia Makela / Solu (Video)
Ein Projekt im Rahmen von ohrenstrand.net. ohrenstrand.net wird gefördert durch das Netzwerk Neue Musik und die Kulturverwaltung des Landes Berlin.
Die Produktion wird gefördert aus Mitteln der Kulturabteilung der Stadt Wien und des BMuKK. Mit freundlicher Unterstützung des Österreichischen Kulturforum.
Ort:
Sophiensaele
Termin:
Sa, 23.10.2010, 20:00
Monster Truck / Charsoo
Prince of Persia
Aufführungen
2010
Oktober 28)(29)(30*
20 Uhr
Ort
Festsaal
Karten
13)(8 Euro
Das Computerspiel „Prince of Persia“ aus dem Jahr 1989 handelt von einem Abenteurer, dessen Name nie genannt wird und der aus dem Abendland nach Persien kommt, um die schöne Prinzessin Farah aus den Händen des Wesirs Jaffar zu befreien. Doch was passiert, wenn der Prinz es nicht schafft, aus dem Gefängnis zu entkommen und die schöne Prinzessin zu retten? Oder wenn am Ende der Reise gar keine Prinzessin mit dunklen Mandelaugen wartet, sondern das eigene ausgemergelte Ebenbild, das sich beim längeren Betrachten ins Unendliche multipliziert? Nach Äonen findet der Held sich allein in einem dunklen Zimmer wieder, in einem Turm ohne Fenster und Türen in der Wüste; neben ihm liegen die abgenagten Knochen von Barbarossa und dem Drachenkönig Zahhak. Wieder steht er am Anfang seiner Reise. Es scheint ausweglos zu sein. Oder doch nicht? Das Abenteuer kann beginnen! Denn das Böse siegt immer.
„Prince of Persia“ ist eine Zusammenarbeit zweier Theaterkollektive aus Deutschland und Iran und setzt sich mit der Entstehung und Auflösung von Heldenfiguren der unterschiedlichen Kulturen auseinander.
Oktober 30*) Publikumsgespräch mit Waffeln im Anschluss an die Vorstellung
Von und mit: Arash Absalan, Nasim Amirkhosro, Somayeh Borji, Manuel Gerst, Sebastian König, Matthias Meppelink, Sahar Rahimi, Ali Salahi, Ina Vera
Eine Produktion von Monster Truck / Charsoo in Koproduktion mit Sophiensaele, Mousonturm Frankfurt/Main und Forum Freies Theater Düsseldorf. Mit freundlicher Unterstützung des Goethe-Instituts.
Ort:
Sophiensaele
Termine:
Do, 28.10.2010, 20:00
Fr, 29.10.2010, 20:00
Sa, 30.10.2010, 20:00
La Caution / Transforma
Projekt 1051
Le Batofar und Eclairages
Aufführungen
2010
Oktober 26)
19.30 Uhr Virchowsaal (Installation)
20.30 Uhr Hochzeitssaal (Gespräch)
Ort
Virchowsaal / Hochzeitssaal
Karten
1 Euro
1051 Kilometer liegen zwischen Paris und Berlin: „Projekt 1051“ heißt deshalb eine Initiative des Pariser Kultur- und Clubschiffs Batofar, das die französische Hip-Hop-Formation La Caution und das Berliner Videokunstkollektiv Transforma zusammenführt. Beide Gruppen werden in Paris und Berlin recherchieren und in Workshops eine gemeinsame künstlerische Arbeit entwickeln, die sie in den Sophiensaelen präsentieren. Der tiefe und explosive Sound von La Caution und die dunkle, stilisierte Kamera- und Schnittarbeit von Transforma treffen aufeinander und bieten eine einzigartige und persönliche Perspektive auf beide Metropolen.
„Obwohl wir von zwei völlig unterschiedlichen Backgrounds kommen, waren wir überrascht von den gemeinsamen kulturellen Referenzen, die wir für unsere Arbeit nutzen. Wir schätzen sehr ihre Klangästhetik und ihren sehr offenen Ansatz, welcher das gemeinsame Arbeiten und das Freestyling inspirierend macht.“ (Transforma über La Caution)
„Aber, für uns am wichtigsten ... es wäre nicht gut möglich, zusammen zu arbeiten, wenn nicht beide Gruppen Robocop-Fans wären!“ (La Caution über Transforma)
INTERVIEW #5 Luke Bennett und Simon Krahl (Transforma Berlin), Ahmed Mazouz und Mohamed Mazouz (La Caution Paris) im Gespräch mit Camille Duthuit (Batofar Paris), Remco Schuurbiers, Jan Rohlf (Disk/CTM Berlin) und Dr. Susanne Stemmler (HKW Berlin)
Informationen und Ausschreibung zum Workshop hier: www.sophiensaele.com/aktuell.php
Ein Projekt von Le Batofar, Eclairages und Sophiensaele.
Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.
Ort:
Sophiensaele
Termin:
Di, 26.10.2010, 19:30
KOOKspezial: Texte unterwegs.
Slowenische Dichtung und Musik auf Tour
Aufführungen
2010
November 4)
20Uhr
Ort
Virchowsaal
Karten
10)(7 Euro
Vier der spannendsten AutorInnen Sloweniens gehen zusammen mit einem Singer-Songwriter auf Tour – Leipzig, Regensburg, Berlin. Tatjana T. Jamnik, Barbara Korun, Taja Kramberger, Iztok Osojnik und Jani Kovačič bringen ein Programm aus Literatur und Musik auf die Bühne. In ihren unterschiedlichen Ansätzen, der Offenheit und ästhetischen Kraft ihrer Werke, ihrer politischen und ethischen Reflektiertheit präsentieren sie einen Ausschnitt der Literaturlandschaft Sloweniens. Starke, lebendige Texte, im Original mit deutscher Übersetzung. Und ein Konzert.
Der Name KOOK geht auf einen englischen Slangausdruck zurück: Kooks sind eher Spinner als Träumer. Auf der Suche nach eigenwilligen KünstlerInnen entstand neben dem Plattenlabel 2000 eine fünfköpfige Redaktion für junge Literatur. Seitdem gibt KOOK Text und Ton eine Bühne, nicht selten eine gemeinsame.
www.kook-label.de
Mit: Tatjana T. Jamnik, Barbara Korun, Taja Kramberger, Iztok Osojnik und Jani Kovačič
Moderation: Alexander Gumz (Texttonlabel KOOK)
Eine Veranstaltung des Texttonlabel KOOK in Zusammenarbeit mit EDIT – Papier für neue Texte, gemeinsam mit der Literarischen Gesellschaft IA, Police Dubove, The Golden Boat und der Slowenischen Vereinigung literarischer Übersetzer
Mit freundlicher Unterstützung des Slowenischen Buchinstituts und des Zentrums für Slowenisch als Fremdsprache
Ort:
Sophiensaele
Termin:
Do, 4.11.2010, 20:00
Projekt 1051 Club-Night
Aufführungen
2010
Oktober 28)
22 Uhr
Ort
Maria am Ostbahnhof
Karten
10 Euro
Kartenkauf und Reservierungen:
www.sophiensaele.com/kartenreservierung.php
Präsentation in der Maria Lounge:
La Caution / Transforma: Projekt 1051 (Video Installation)
www.sophiensaele.com/produktionen.php?IDstueck=799
Club Night Konzerte im Josef mit:
La Caution (FR) - Live
Débruit (FR) - Live
Ill Till (DE) - Live
Phon.o (DE) - DJ
Superclub DJ’s (DE) - DJ
VJ MFO (DE)
Ein Projekt von Le Batofar, Eclairages, DISK/CTM und Sophiensaele.
Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, der European Cultural Foundation, von Culturesfrance – Ministère des Affaires étrangères, des Ministère de la culture et de la communication - DICRéAM und des Deutsch-Französischen Jugendwerks.
Mit freundlicher Unterstützung von ParisBerlin.
www.batofar.org
www.clubtransmediale.de
www.clubmaria.de
Foto © Transforma
Ort:
Maria am Ostbahnhof
Termin:
Do, 28.10.2010, 22:00
Thomas Lehmen
Schrottplatz
Aufführungen
2010
November 4)(5
20.30Uhr
Ort
Hochzeitssaal
Karten
13)(8 Euro
In „Schrottplatz“ eröffnet Lehmen den Dingen Einblicke in die Welt: Er erklärt der Tomate das Kabel, dem Ball das Kunstwerk und er erzählt ihnen allen gemeinsam von seinen choreografischen Ideen. Die Dinge sind interessiert – daran, was die Menschen in der Welt draußen so tun, was sie über sich selbst und ihre Umwelt wissen, was sie verstehen und was sie nicht verstehen. Lehmen beschreibt, erklärt, ordnet ein. Doch je mehr er versucht, die Dinge sprachlich und tänzerisch zu erfassen, desto mehr verlieren sie ihre Kontur. Je mehr Antworten den Raum erfüllen, desto spürbarer wird die Präsenz des Nicht-Wissens und werden die Grenzen des Erfassbaren und Erklärbaren. Lehmen erklärt weiter und spielt den Dingen und dem Publikum immer wieder neue Bilder vor. „Gerade der Kunst“, so erfahren die Dinge und das Publikum von Lehmen, „ist es möglich, den Menschen mit Phänomenen zu konfrontieren, die er nicht oder nur beschränkt versteht und zugleich darauf zu verweisen, dass sich Menschen anstelle des Nicht-Verstehbaren immer wieder neue Modelle der Erklärung bauen. Im Moment der Begegnung mit dem Absurden und der Konfrontation mit dem eigenen Nicht-Verstehen ist es der Kunst möglich, immer wieder neue Modelle für temporäre Realitäten zu entwerfen.“
November 4) Interview #6 Laurent Chétouane im Gespräch mit Thomas Lehmen
Tanz, Choreografie, Konzept, Text: Thomas Lehmen
Dramaturgische Mitarbeit: Victoria Perez Royo
Künstlerische Mitarbeit: Lucy Cash
Produktion: Thomas Lehmen, Christine Peterges
Eine Produktion von Thomas Lehmen in Koproduktion mit PACT Zollverein Essen und Southbank Centre London.
Gefördert aus Mitteln der Kunststiftung NRW und durch das NATIONALE PERFOMANCE NETZ im Rahmen der Gastspielförderung Tanz aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und der Medien sowie der Kultur- und Kunstministerien der Länder. Mit freundlicher Unterstützung der TanzWerkstatt Berlin und der Arizona State University – School of Dance
Foto © Thomas Lehmen
Ort:
Sophiensaele
Termine:
Do, 4.11.2010, 20:30
Fr, 5.11.2010, 20:30
Spielstand #14
Stardust Memories
Gedenken und Deutung im öffentlichen Raum
Aufführungen
2010
November 9)
20 Uhr
Ort
Virchowsaal
Karten
Eintritt frei
Berlins traditionelle Mitte ist seit dem Abriss des Palastes der Republik leer. Ein Einheitsdenkmal soll her: Als der Bundestag im November 2007 den Bau eines solchen beschloss, hätte sich wohl niemand träumen lassen, was für putzige Vorschläge unter den Einreichungen sein würden. Nachdem der Wettbewerb daraufhin neu ausgelobt wurde, hofft man nun auf einen praktikablen Vorschlag, der möglichst „Aussagekraft und Wirkung“ (Ausschreibungstext) entfalten möge.
Doch mindern solche staatlicherseits inszenierten Top-Down-Verfahren nicht die öffentliche Akzeptanz des Vorhabens? Die leicht genervte Debatte um Mahnmäler und Erinnerungsorte in der Hauptstadt zeigt, dass visuelle Vergangenheitspolitik neue Legitimationsmuster und Beteiligungsformen benötigt. Aus der Sicht der KünstlerInnen stellt sich die Frage, wie die Bürde der staatlichen Repräsentation mit ästhetischem Eigensinn versöhnt werden kann.
Was sagt der aktuelle Denkmalboom über den Status Quo der deutschen Geschichtspolitik? Wie ließe sich eine „demokratische Ästhetik“ erdenken, die beteiligungsoffen und prozessual angelegt ist? Und welche formal gelungenen Beispiele für urbane Erinnerungs-Environments gibt es bereits?
Angefragt sind Jochen Gerz(Künstler), Katrin Göring-Eckardt (MdB), Prof. Silke Wenk (Kulturwissenschaftlerin) u.a.
„Spielstand" heißt die Kooperation zwischen der Heinrich-Böll-Stiftung und den Sophiensaelen. Vier Mal im Jahr werden in der offenen Diskursplattform Fragen aus der ästhetischen Praxis mit politischen Debatten konfrontiert.
Ort:
Sophiensaele
Termin:
Di, 9.11.2010, 20:00
Laurent Chétouane
Tanzstück #4 : leben wollen ( zusammen )
Aufführungen
2010
November 12)(13*)(14
20 Uhr
Ort
Festsaal
Karten
15)(10 Euro
Wie kann man heute der Frage des >Leben-Zusammen< nachgehen, ohne eine Antwort zu finden, die nur wieder nach einem Programm, nach Repräsentation oder Spektakel aussieht – eine Antwort jenseits von Verbindlichkeit und normativem Modell? Wie ist der unwiderrufliche Sieg des >Ichs< und dieses gleichzeitig wachsende Begehren nach einer Rekonstruktion des >Wir< zusammen zu denken? Wie ein >Leben-Zusammen< zu kreieren, ohne dabei zu verlieren, was das Besondere, das Eigentliche an jedem Einzelnen ist?
„Tanzstück #4“ macht sich auf den Weg zu einem utopischen Bild eines Kollektivs der Zukunft. Als und in der Gruppe, in und trotz Gemeinschaft agieren die fünf Tänzerinnen und Tänzer und entwerfen ein Stück über Möglichkeiten: eine Untersuchung von Verhältnissen des Einzelnen zum Ganzen, der Bewegung zur Choreografie, des Körpers als Ort der Abwesenheit zu seinen räumlichen und zeitlichen Präsenz(en).
„Derzeit gilt der in Deutschland arbeitende Franzose als einer der aufregendsten Bühnenkünstler.“ (WDR)
„Seit sich Chétouane dem Tanz zugewandt hat, geht die größte Inspiration für ihn von seinen Tänzern aus. (...) Sie sind feinsinnige Bewegungskünstler, die weder zu virtuosen Höhenflügen ansetzen noch emotionale Abstürze ausloten, sondern das Denken befragen (...).“ (tanz)
November 13*) Publikumsgespräch mit Waffeln im Anschluss an die Vorstellung
Choreografie: Laurent Chétouane
Mitarbeit: Antje Velsinger
Mit: Lisa Densem, Sigal Zouk, Jan Burkhardt, Matthieu Burner, Joris Camelin
Video: Anna Henckel-Donnersmarck
Lichtdesign: Andreas Juchheim
Kostüm: Sophie Reble
Eine Produktion von Laurent Chétouane, Maison de la Culture d’Amiens, Tanzquartier Wien, PACT Zollverein Essen und Sophiensaele.
Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Mit Unterstützung von Dock 11, Berlin.
Die Wiederaufnahme wird gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Mit freundlicher Unterstützung des Bureau de la création artistique - Théâtre et Danse.
Foto © Oliver Fantitsch
Ort:
Sophiensaele
Termine:
Fr, 12.11.2010, 20:00
Sa, 13.11.2010, 20:00
So, 14.11.2010, 20:00
vorläufig (mindestens) haltbar (bis)
Betancor macht Songfest
Aufführungen
2010
November 17)(19)(20
20 Uhr
Ort
Festsaal
Karten
15)(10 Euro
Unter dem Motto “vorläufig (mindestens) haltbar (bis)” lädt Betancor zu ihrem Songfest im November 2010 in den Festsaal der Sophiensaele ausgewählte KünstlerInnen, die eines eint, nämlich der bemerkenswerte Umgang mit Musik, Text und Gesang: dem selbsterstellten, kunstvollkünstlichen Song mit und ohne Strom. Den modernen, zeitgenössischen, epischen, fragmentarischen, simpel virtuosen, auseinandergenommenundneuzusammengesetzten, vorläufigen, gesellschaftsrelevanten Song. Das reine Lied über den beschissenen (eventuell schönen) Sachverhalt. Im postindustriellen Zeitalter (des Crafting und der Baumärkte) wird das Lied gebraucht. Als Informationsplattform, Trägerrakete, Klangteppich, Hintergrundtapete, Wohlfühlraum und Wichsvorlage. Betancor. die Popette macht es an Songs fest. Virtuos ist die Auswahl der MusikerInnen, der Eintritt niedrig, die Bereicherung groß. Mitmachen werden Bernadette La Hengst, Lydia Daher, HOT, Harndorf, Eva Kurowski, Herbst in Peking, Danny Dziuk und es werden noch mehr.
www.betancor.de
Ein Songfest von Betancor. die Popette und Sophiensaele.
Gefördert aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten
Ort:
Sophiensaele
Termine:
Mi, 17.11.2010, 20:00
Fr, 19.11.2010, 20:00
Sa, 20.11.2010, 20:00
Keith Hennessy
A Brief History (of my life in performance)
Aufführungen
2010
November 18*)
20 Uhr
Ort
Hochzeitssaal
Karten
13)(8 Euro
„A Brief History“ ist eine Soloperformance, die zeitgenössischen Tanz, Performancekunst, Stand-Up Comedy, Bodyart, Installation und Queer-Performance zusammenbringt. Sie ist Remix, Improvisation, Spektakel, Ritual, Aktion, tanzen, nicht tanzen, sprechen, spielen, lächerlich, aktivistisch, Eingeweide, Performance.
„Ein Körper sammelt Informationen an und trifft Entscheidungen. „A Brief History“ ist Destillation und Fantasieprojektion davon wer und was ich im Kontext von 30 Jahren Performance-Erfahrung, Training, Lehre und Diskurs bin. Taktiken und Bilder des historischen Körpers meiner Arbeit tauchen auf wie Gewohnheiten, Krücken, alte Freunde. Improvisation zu hinterfragen (Was ist sie? Was macht sie?) treibt diese post-disziplinäre Performance an.“ Keith Hennessy
Keith Hennessy ist vielfach ausgezeichneter Performer, Choreograf, Lehrer und Organisator. Er lebt in San Francisco und tourt weltweit. Seine letzten Arbeiten sind „Delinquent“ und „Crotch“, das in Lausanne, New York, Minneapolis, San Francisco und Zagreb gezeigt wurde. Hennessy ist Doktorand der Performance Studies an der UC Davis.
November 18*) Interview #7 deufert&plischke im Gespräch mit Keith Hennessy
www.circozero.org
Foto © Yi-Chun Wu
Ort:
Sophiensaele
Termin:
Do, 18.11.2010, 20:00
Hans Unstern
Kratz dich raus
Aufführungen
2010
November 21)
20 Uhr (pünktlicher Konzertbeginn, Einlass: 19:00 Uhr)
Ort
Festsaal
Karten
13)(10 Euro
amSTARt und Sophiensaele präsentieren im Rahmen von Betancor macht Songfest:
Hans Unstern: Kratz dich raus (Nein, Gelassenheit / staatsakt)
„Im Grunde ist Unstern sein eigenes Genre, er klingt mal wütend wie im Opener Agnet, mal romantisch wie im Liebeslied Endlos Endlos, im einen Moment radikal atonal wie im redseligen Flecken, dann wieder unvermutet harmonisch wie im instrumentalen Interlude. Wenn er seine Stimme wie ein Fragezeichen unters tosende Orchester legt, fehlen nur noch Weimarer Ausdruckstänzer – und die Schönheit des Irrsinns wäre vollkommen. Aber auch so wollen wir seinen Namen loben. Hans Unstern ist das Kratzen im Hals des Pop: Zuerst ist man irritiert. Das anschließende Husten indes befreit ungemein.“ (Die Zeit)
www.hansunstern.net
Video: www.hansunstern.net/video
+ Karo (www.singoutheart.de)
Gefördert aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten.
Foto © Tanja Pippi
Ort:
Sophiensaele
Termin:
So, 21.11.2010, 20:00
theaterkosmos53
BRITNEY BRITNEY
Aufführungen
2010
November 25)(26)(27
20 Uhr
Ort
Hochzeitssaal
Karten
13)(8 Euro
Es irrt der Mensch, solang er strebt
In einer Mischung aus Schauspiel und Tanz wird das Phänomen Britney Spears mit dem deutschen Nationalmythos „Faust“ konfrontiert. Beide durchleben und erreichen Außergewöhnliches. Glücklich werden sie nicht. Ihre Motive sind die Gleichen: das Streben nach dem Unerreichbarem, das Ausleben jeglicher Wünsche, die Suche nach Extremen, die Sehnsucht nach Erlösung. Britneys Biografie ist ein Stationendrama, ihr Leben eine Höllenfahrt: Sie bewirbt sich beim Mickey Mouse Club. Sie legt den Jungfrauenschwur ab. Sie stürzt ab. Sie verliert ihre Kinder. Goethe stellt im „Faust“ die letzten Fragen über Liebe, Wahrheit, Willensfreiheit, Verantwortung, Gut und Böse. Diese auf Britney zu übertragen, erlaubt die Mechanismen von Glamour-Industrie, Fan- und Starkultur offen zu legen und Identitätsentwürfe in unserer medial geprägten Welt zu untersuchen.
Bereits in ihrer letzten Arbeit „Paul und Paula – eine Legende“ vereinte die theaterkosmos53 äußerst erfolgreich und unterhaltsam Live-Konzert, Puppen- und Schauspiel. Dafür wurden sie bereits auf mehreren Theaterfestivals ausgezeichnet.
Mit Tilla Kratochwil und Dan Pelleg Regie Stephan Thiel Choreografie Dan Pelleg Musik Markus Hübner Produktionsleitung Uwe Lehr Textliche Mitarbeit Heike Geißler, Kai Grehn
Eine Produktion von theaterkosmos53, LOFFT Leipzig und Sophiensaele.
Gefördert aus Mitteln der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.
Foto © theaterkosmos53
Ort:
Sophiensaele
Termine:
Do, 25.11.2010, 20:00
Fr, 26.11.2010, 20:00
Sa, 27.11.2010, 20:00
Foyerismus )( Planet Porno mit Patrick Wengenroth
Aufführungen
2010
November 27)
20.30 Uhr
Ort
Foyer
Karten
5 Euro
Privates und Öffentliches finden sich selten in einem so ambivalenten Verhältnis, wie in einem Theaterfoyer. Dieser Ort des Übergangs – vom Alltag in den imaginären Schauraum – ist als Treffpunkt beinahe wichtiger als die Bühne selbst. Hier geht es um Sehen und Gesehen werden, um Kontakte, Gespräche, Austausch, Input, Hintergrundwissen, Einblicke und Überblicke, aber auch um Klatsch, Gerüchte, Möglichkeiten und ungelegte Eier. Das Theater beginnt hier.
Wir lieben den Voyeurismus und suchen nach Spotlights der Möglichkeiten im Unmöglichen. Dazu laden die Sophiensaele diesmal Patrick Wengenroth ein, der den Abend übernimmt.
Planet Porno präsentiert mit dem Gastgeber Patrick Wengenroth „Mutzenbacher – Momente, Moritate, Memories“. Am 27.11.1990 stellte das deutsche Bundesverfassungsgericht in seiner so genannten „Mutzenbacher-Entscheidung“
Ort:
Sophiensaele
Termin:
Sa, 27.11.2010, 20:30
KONTAKT
Sophiensaele
Sophienstraße 18
10178 Berlin-Mitte
Telefon: +49 (030) 283 52 66
E-Mail:
info@sophiensaele.com
U-Bahn: Weinmeisterstraße, S-Bahn Hackescher Markt, S-Bahn Oranienburger Straße
Kartenreservierung:
T. (030) 283 52 66 www.sophiensaele.com/kartenreservierung.php