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Festival vielsaitig Füssen

vom 29.8. bis 7.9.2019

Die Stadt Füssen im Allgäu gilt als „Wiege“ des Lauten- und Geigenbaus und erlangte somit eine einzigartige Bedeutung in der europäischen Musikgeschichte. Das Festival vielsaitig bezieht sich auf dieses historische Erbe und pflegt die Verbindung von Instrumentenbau und -spiel. Das alljährlich wechselnde Motto nimmt Bezug auf historische Ereignisse, die umgebende Natur oder prägende Elemente im Stadtbild.
Das diesjährige Festival vielsaitig wird mit dem spannenden Motto „Prisma“ stattfinden.
Wie ein weißer Lichtstrahl, der durch ein PRISMA in ein prächtiges Farbband aus Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau und Violett aufgefächert wird, entfaltet sich die Musik beim Festival vielsaitig in ein buntes Spektrum.
Gleiche oder verschiedene Instrumente treffen im Quartett, Quintett oder Sextett aufeinander. Die Klangfarben mischen und verbinden sich immer wieder ganz neu und unterschiedlich auf einer Projektionsfläche - dem Publikum - und kommen in den prunkvollen Räumen des Barockklosters St. Mang besonders zur Geltung.
Renommierte Künstler und Kammermusikensembles vom Streichquartett bis -sextett und -oktett, mit Kontrabass, Klavier, Blasinstrumenten und Singstimmen finden sich in klassischen Konzerten ebenso wieder wie in Alter und Neuer Musik, im Pop und Jazz. Führungen und Vorträge erweitern das Farbspektrum.

Kontakt

Festival vielsaitig Füssen
Lechhalde 3
D-87629 Füssen

Telefon: 08362/903-146
Fax: 08362/903-201
E-Mail: kultur@fuessen.de

 

Veranstalter: Kulturamt der Stadt Füssen

Karten bei der Tourist Information Füssen, Kaiser-Maximilian-Platz 1, 87629 Füssen
Vorverkauf ab 4. Juni 2018

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Film

"4" - Dokumentarfilm über das Quatuor Ebène

Zur Einstimmung auf das Festival

"4"
Deutschland, 2015, von Daniel Kutschinski
Dokumentarfilm über das Quatuor Ebène

Nach der um 17.30 Uhr beginnenden Vorstellung findet um 19.00 Uhr ein Filmgespräch mit dem Verdi Quartett und dem Regisseur Daniel Kutschinski statt.

"4" ist ein unabhängiger Kino-Dokumentarfilm über eines der herausragendsten Streichquartette der Welt – das Quatuor Ebène.
Nach und nach führt "4" den Zuschauer in das ambivalente Wechselspiel der Beziehung der vier Musiker während ihrer Italien-Tournee.
Bozen, Perugia, Florenz und Siena wie auch Salzburg und Berlin sind die Bühne für ein Personenstück vor dem Hintergrund von Anspruch und Wirklichkeit. Nicht die Bühnenauftritte des vielfach ausgezeichneten französischen Streichquartetts stehen im Vordergrund, sondern das Geschehen hinter der Bühne, das dem Publikum meist verborgen bleibt: das Ringen der Musiker mit den Noten, ihren Kollegen - und mit sich selbst.

Die Musiker des Quatuor Ebène haben in jedweder Situation einen spektakulär nahen Blick auf sich zugelassen und präsentieren der Kamera nicht ihre Selbst-Bilder, sondern nehmen die Möglichkeit wahr, durch die Filmarbeit sich selbst zu entdecken.

"4" ist einzigartiges Zeugnis der widersprüchlichen Sehnsüchte, Leiden und Freuden der Musiker, aber auch eine Beziehungsgeschichte, gleichermaßen reich an erlesener Intuition und merkwürdigen Missverständnissen, die uns zu denken geben.

"Arbeit und Bedingungen für die Qualität eines Quartetts haben etwas mit unbedingter Verschworenheit zu tun. Die vier müssen nicht notwendig enge Freunde sein, sie müssen sich aber im Musizieren treffen, verständigen, inspirieren können. Das erinnert etwas an Jean-Pierre Melvilles wunderbares Gangsterpoem "Vier im roten Kreis" von 1970. Daniel Kutschinskis Film über das grandiose französische Quatuor Ébène porträtiert weniger, vielmehr scheint es, als sei die Kamera stille Fünfte im Bunde. Man wird Zeuge aus nächster Nähe, kann Spannungen, Kämpfe um den rechten Weg, Verstimmungen, Zweifel, Fragen, aber auch Triumphe miterleben. Diese erhellende Nähe hebt "4" von den üblichen filmischen Andachtshaltungen gegenüber der ehernen "Klassik" wohltuend ab. Hier herrscht die Elektrizität aus Neugier, Aufmerksamkeit und Beobachtungsgenauigkeit." (Sueddeutsche Zeitung)

Kutschinski Filmproduktion • www.4-thefilm.com

Karten nur im Alpenfilmtheater Füssen
Veranstalter: Kulturamt der Stadt Füssen und Alpenfilmtheater Füssen

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Festival

Verdi Quartett - Eröffnungskonzert

Susanne Rabenschlag, Violine
Matthias Ellinger, Violine
Karin Wolf, Viola
Zoltan Paulich, Violoncello
Hatem Nadim, Klavier


Traditionellerweise beginnt das Festival vielsaitig mit einem Abend seines künstlerischen »Beratergremiums« und einer ersten Manifestation des Mottos, unter dem sich sämtliche Ereignisse der kommenden Tage zusammenfassen lassen. Demzufolge präsentieren das Verdi Quartett und sein pianistischer Vertrauter Hatem Nadim in diesem Jahr als Auftakt gleich drei Komponisten, die zumindest ihren Zeiten ein wenig "ver-rückt" vorgekommen sind: der extrem selbstkritische Johannes Brahms, der sich in schöpferischen Schlangenlinien auf die Symphonie zu bewegte und dabei solch grandiose "Symphonien im Kammerformat" produzierte wie das Klavierquintett f-moll op. 34; Ludwig van Beethoven, der in seinem zweiten "Rasumowsky-Quartett" (op. 59 Nr. 2) vernehmlich versucht, die berühmte Pranke in Schach zu halten; und endlich der "Linksdenker" Erwin Schulhoff, der dessen erstes Streichquartett aus dem Jahre 1925 die Grenzsteine der Gattung erneut ver-rückt hat, indessen es zwischen funkelnden al fresco-Passagen, diabolischem Saitenspiel und unverstellter Eindringlichkeit mit mancherlei vergnüglichen Regelverstößen unterhält. Eine Entdeckung!

Eintritt 25,- / 22,- / 12,- €

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Festival

TRI Jazztrio

Hinter den drei Buchstaben des Namens TRI stecken drei hochkarätige musikalische Profis: Libor Sima, der Solofagottist des RSO Stuttgart, der auch vorzüglich mit dem Saxophon umgehen kann; Mini Schulz, der Bassprofessor der Musikhochschule Stuttgart; und der Ausnahme-Schlagzeuger Meinhard "Obi" Jenne, der in den neunziger Jahren unter anderem als Akademist bei den Berliner Philharmonikern tätig war. Die musikalische Männerfreundschaft kreist um eine gemeinsame Leidenschaft: den Jazz, in dem sie immer neue Synergien und neue klangliche Spektren entdecken.

Mini Schulz und Obi Jenne sind dem Publikum des Festivals vielsaitig seit langem bekannt: Sie spielten im Peter Lehel Quartett und waren mit den "Verdis" und Hille Perl in Johann Sebastian Bachs Kunst der Fuge zu hören, die im Barockkloster St. Mang auf drei Ebenen aufgeführt wurde. Libor Sima, der Dritte im Bunde, wird den besonderen Zauber des Festspiels zum ersten Male erleben dürfen und diese Erfahrung zweifellos auf die Besucher des mitreißenden Konzertes zurückstrahlen lassen.

Eintritt 25,- / 22,- / 12,- €

(Foto: © TRI Jazztrio, Foto: Vincent Sima)

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Konzert

Uwaga!

MOZARTOVIC - AMADEUS GOES BALKAN GROOVE

Ein virtuoser klassischer Violinist mit Vorliebe für osteuropäische Musik, ein Jazzgeiger mit Punkrock-Erfahrung, ein meisterhaft improvisierender Akkordeonspieler, dem die Klänge des Balkans im Blut liegen, und ein Bassist, der sich in Symphonieorchestern ebenso zu Hause fühlt wie in Jazzcombos oder Funkbands – das ist Uwaga!

Uwaga! heißt: Höchstes spielerisches Risiko, rasantes Tempo und ein dreister, beinahe respektloser Umgang mit dem klassischen Instrumentarium und Kulturgut, den sich Christoph König, Maurice Maurer, Miroslav Nisic und Matthias Hacker nur deshalb leisten können, weil sie die Materie auch in ihrer reinen Form blind beherrschen.

So ist denn auch das Programm, das Uwaga! beim Festival vielsaitig, wie es sich für dieses Jahr gehört, einigermaßen »verrückt«. Unter der Überschrift MOZARTOVIC - AMADEUS GOES BALKAN GROOVE stellen sich die vier Musiker die hypothetische Frage, was denn wohl passiert wäre, wenn Wolfgang Amadeus Mozart auch nur einmal in seinem Leben eine Reise auf der Donau bis hinunter in den Balkan unternommen hätte? Das Genie mit seinem Faible für Wortspiele, derbe Witze und ruppige Reime wäre nach einem gewissen Quantum Slibowitz auf jeden Fall der Lebenslust und Freude der Balkans erlegen und hätte zweifellos einige seiner originellsten Sachen für zwei Geigen, Bass und Ziehharmonika geschrieben – wenn’s die denn damals schon gegeben hätte. Das fiktive Spiel mit Zeit und Raum bereichert das Konzertleben um eine Facette, die es bisher noch nicht gab: Der unverwechselbare Stil des Balkan mengt sich in die vertrauten Töne der Wiener Klassik und gibt mit furiosen Improvisationen der Musik des Meisters einen Groove, den sowohl Kaiser Leopold als auch Ritter von Köchel für verrückt erklärt hätten.

Eintritt 25,- / 22,- / 12,- €

(Foto: Uwaga!, © Ebbert & Ebbert)

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Konzert

Amaryllis Quartett & Matthias Kirschnereit, Klavier

Matthias Kirschnereit, Klavier
Gustav Frielinghaus, Violine
Lena Sandoz, Violine
Tomoko Akasaka, Bratsche
Yves Sandoz, Cello

„Aufregend frisch und auf kluge Weise unkonventionell“ (BNN) und mit „staunenswert makelloser Technik“ (SZ) begeistert das Amaryllis Quartett in seinen Konzerten regelmäßig Publikum und Presse und gehört damit zu den interessantesten Streichquartetten seiner Generation.

In seinen Konzertprogrammen ebenso wie bei seinen Einspielungen ist es dem Amaryllis Quartett ein Anliegen, Klassiker der Quartettliteratur auf ungewöhnliche Weise mit Neuem zu kombinieren und dadurch neue Hörwelten zu eröffnen ("ver-rückt!"). Die Uraufführung von Werken zeitgenössischer Komponisten wie Johannes Fischer, David Philip Hefti oder Lin Yang nimmt dabei einen ebenso wichtigen Platz ein wie die Wiederentdeckung heute vergessener Meisterwerke, etwa der Streichquartette des ungarischen Komponisten Géza Frid.

Die vier Musiker, die bei Walter Levin in Basel, später dann beim Alban Berg Quartett in Köln und bei Günter Pichler in Madrid ausgebildet wurden, gewannen zahlreiche internationale Preise, darunter den Finalisten-Preis beim Premio Paolo Borciani 2011 in Reggio Emilia und nur vier Wochen später den ersten Preis und den Monash University Grand Prize bei der 6th International Chamber Music Competition in Melbourne. Im Jahr 2012 wurde ihnen außerdem der Kammermusikpreis der Jürgen Ponto-Stiftung verliehen.

Für sein erstes Gastspiel beim Festival vielsaitig hat das Amaryllis Quartett ein äußerst kontrastreiches Programm zusammengestellt, das dem diesjährigen Motto in jeder Hinsicht genügt. Der Abend beginnt denkbar klassisch mit Joseph Haydns »Lerchenquartett«, der fünften Nummer des sechsteiligen Opus 64 aus dem Jahre 1790, worauf das gut 220 Jahre jüngere vierte Streichquartett »con fuoco« des Schweizer David Philip Hefti (*1975) mit extrem reduzierten, geräuschhaften Elementen und einer wilden Virtuosität begegnet, die den Untertitel des Werkes eine ganz eigene Dimension verleihen.

Nach der Pause verbündet sich das junge Ensemble mit einem Pianisten, der dank seiner musikalischen vielsaitigkeit und Ausstrahlung in Füssen immer wieder freudig erwartet wird: Matthias Kirschnereit. Als Solist spielt er zunächst eines der großen Werke von Ludwig van Beethoven, bevor er im Zusammenwirken mit dem Amaryllis Quartett das zweite Klavierquintett in A-Dur op. 81 von Antonín Dvořák interpretiert – ein farbenfrohes, durch und durch vom unverwechselbaren Temperament des "einfachen böhmischen Musikanten" getragenes Werk aus betörenden Kantilenen, packenden Rhythmen und volkstanzhaften Szenen, die das "ver-rückte" Glück des Erschaffens in keinem Takt verbergen wollen.

Programm:
Joseph Haydn: Lerchenquartett op. 64/5
David Philip Hefti: Streichquartett Nr. 4 „Con Fuoco“
Ludwig van Beethoven: Klavierstück
Antonín Dvořák: Klavierquintett

Eintritt 25,- / 22,- / 12,- €

(Foto: Amaryllis Quartett © Tobias Wirth)

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Konzert

Tianwa Yang, Violine & Nicholas Rimmer, Klavier

Tianwa Yang, Violine
Nicholas Rimmer, Klavier

In einer Zeit der inflationären Superlative wäre es geradezu verrückt, eine echte Ausnahmebegabung mit denselben Attributen bekränzen zu wollen, die heutzutage als schmückendes Beiwerk fast jede mittelmäßige Künstlerbiographie einleitet. Dennoch wird man nicht umhin können, Tianwa Yang zur »geigerischen Weltelite« zu zählen, wie das eine internationale Schar ausgewiesener Fachleute seit einigen Jahren mit schöner Regelmäßigkeit tun: Nicht ohne Grund hat der Bayerische Rundfunk sich zu einem Live-Mitschnitt angemeldet, um die außergewöhnliche Werkfolge, die die junge Künstlerin mit ihrem Klavierpartner Nicholas Rimmer beim Festival vielsaitig aufzuführen gedenkt, nicht zu verpassen und noch größeren Hörerkreisen mitzuteilen.

TIANWA YANG
„Heute gibt es kein Vertun mehr: Tianwa Yang ist die stärkste junge Geigerin, weit und breit", kommentierte Eleonore Büning in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Und der renommierte Streicherexperte Norbert Hornig schwärmt in "Fono Forum": "Tianwa Yang gehört zur kleinen Gruppe der geigerischen Weltelite." 2014 wurde sie mit einem ECHO Klassik als "Nachwuchskünstlerin des Jahres" sowie mit dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. 2015 erhielt sie einen neuerlichen ECHO Klassik, diesmal als "Instrumentalistin des Jahres".
Geboren und aufgewachsen in Peking, erhielt Tianwa Yang im Alter von vier Jahren ihren ersten Geigenunterricht. Bereits in ihrer frühen Kindheit stellte sie als erste Preisträgerin von sechs Wettbewerben ihr Talent unter Beweis. Als Zehnjährige wurde sie von Lin Yaoji ins Musikkonservatorium ihrer Heimatstadt Peking aufgenommen. Wenig später bezeichneten Medien in Hongkong die junge Künstlerin als "Stolz Chinas". Mit 13 Jahren spielte Tianwa Yang als bisher jüngste Interpretin die 24 Capricen von Niccolò Paganini auf CD ein. 2003 kam sie mit einem Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) zum Kammermusikstudium nach Deutschland und legte damit den Grundstein für ihre Karriere in Europa. Tianwa Yang dankt Lin Yaoji, Jörg-Wolfgang Jahn und Anner Bylsma, die ihre künstlerische Entwicklung begleitet und wesentlich geprägt haben.
Neben ihrer Konzerttätigkeit unterrichtet Tianwa Yang seit 2015 an der Hochschule der Künste Bern. Im 2018 wurde sie auf eine Professur an die Hochschule für Musik Würzburg berufen.
Tianwa Yang spielt eine "Guarneri del Gesu"-Geige (1730), eine freundliche Leihgabe der "Rin Collection" in Singapur.

NICHOLAS RIMMER
Der in England geborene Pianist Nicholas Rimmer studierte Klavier an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover bei Christopher Oakden und Musikwissenschaft an der Cambridge University. Er rundete seine kammermusikalische Ausbildung bei Wolfram Rieger und dem Alban Berg Quartett ab.
Er erhielt den Preis den Deutschen Musikwettbewerbs gleich zweimal: 2006 als Klavierpartner und 2010 mit dem Leibniz Trio. 2009 gewann er zusammen mit Nils Mönkemeyer den Parkhouse Award in London.
2011 wurde Nicholas Rimmer in der Kritikerrubrik des Fachmagazins Fonoforum als einer der ‘Nachwuchskünstler des Jahres’ nominiert.

Tianwa Yang hat sich durch die aktuelle Devise zu einer sehr unorthodoxen Reise inspirieren lassen. Robert Schumanns konzentrierte Violinsonate Nr. 1 a-moll op. 105, drei Jahre vor dem nervlichen Zusammenbruch noch im Vollbesitz der schöpferischen Kräfte geschrieben, geht der sechsten Solo-Etüde »Wiegenlied für Salome« des 1973 geborenen Komponisten Jörg Widmann voraus, bevor im zweiten Teil der amerikanische »Bad Boy of Music« George Antheil mit seiner handlichen zweiten Violinsonate, bei deren Uraufführung der Dichter Ezra Pound die obligate Trommel schlug, die ersten jazzigen Elemente beisteuert. Der stille Ausklang dieses Werkes fließt förmlich in die minimalistisch-virtuosen Fratres des estnischen Sonderlings Arvo Pärt hinüber – und endlich darf Maurice Ravel, den eine indignierte Dame nach der Premiere seines Bolero für verrückt erklärte, mit seiner funkelnden, ganz nahe an Jazz und Blues gebauten Violinsonate einen spektakulären Schlusspunkt setzt.

Programm
Robert Schumann: Sonate Nr. 1 a-Moll op 105
Jörg Widmann: Etude für Violine Solo Nr. 6 „Wiegenlied für Salome“
George Antheil: Violinsonate Nr. 2
Arvo Pärt: Fratres
Maurice Ravel: Violinsonate

Eintritt 25,- / 22,- / 12,- €

(Foto: Tianwa Yang © Andrej Grilc)

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Konzert

Philipp Blom „Eine italienische Reise“

Lesung mit Musik

Philipp Blom & das Verdi Quartett
Lesung mit Musik: „Eine italienische Reise“

„Jedes Mal, wenn mich meine Geige zur Hand nahm, fühlte ich, dass ich jemandem begegnete: einem Menschen, der vor zehn Generationen gelebt und etwas erschaffen hatte, das auch nach so langer Zeit noch immer seine Stimme erheben und die Menschen berühren konnte. Die Resonanzen, die ich heute hörte, hatte auch der Unbekannte einst gehört, er hatte das Holz so lange bearbeitet, bis es diesen Klang erreicht hatte, mit warmen, lebenden Händen. Das ist es, warum ich Historiker geworden war. Die Finger vergangener Leben griffen nach mir.“

Bildhaft und anrührend erzählt Beststellerautor und Historiker Philipp Blom in seinem neuen Buch von seiner Geige, deren Klang ihn nicht mehr los lässt. Auf der Suche nach der Herkunft dieses Instruments begibt er sich auf eine Reise in die Vergangenheit, die ihn bis ins Allgäu führt. Hier trifft er um 1700 einen Allgäuer Geigenbauer, der sich auf den Weg nach Italien macht. Wie er geheißen hat, weiß heute niemand mehr. Doch was er gekonnt hat, belegt eines seiner erhaltenen Instrumente, das in süddeutscher Tradition gebaut, vermutlich aber in Venedig fertiggestellt wurde. Diese Geige ist ein Indiz für das Netzwerk, das schon vor über dreihundert Jahren zwischen den Menschen Europas, ihren Waren und ihrem Wissen bestand.
Die Geschichte handelt von der Wanderschaft und von der Lebenswelt der Handwerker, aber auch von Venedig, einer der alten musikalischen Metropolen. Die Suche nach dem namenlosen Geigenbauer erschließt eine ganze Epoche – die unserer Gegenwart so fern und fremd nicht ist.
Die Lesung wird musikalisch vom Verdi Quartett begleitet.

Eintritt 25,- / 22,- / 12,- €

(Foto: Verdi Quartett © Kulturamt Füssen)

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Konzert

Abschlusskonzert des Meisterkurses Klavier

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Konzert

Chanticleer

Als „weltweit führender Männerchor” vom The New Yorker Magazine gepriesen, und als „Ensemble des Jahres“ von Musical America im Jahr 2008 gekürt, feiert das mehrfach GRAMMY® preisgekrönte Vokalensemble Chanticleer in der Saison 2018/19 mit fast 100 Konzerten in den Vereinigten Staaten, Kanada und Europa seinen 40. Geburtstag. Zu erleben ist Chanticleer dabei unter anderem in Dublin, Wexford, Paris, Luxemburg, Budapest, Prag, Hannover, Leipzig, Moskau und St. Petersburg - und am 4. September in Füssen!

Vor nunmehr vierzig Jahren tauchte in der immer bunter werdenden Landschaft der Alten Musik der Name eines jungen amerikanischen Ensembles auf, das die internationale Szene binnen kürzester Zeit nicht nur durch seinen lupenreinen Umgang mit den Meistern der klassischen Vokalpolyphonie, sondern zugleich durch seine wie selbstverständlich anmutenden Grenzüberschreitungen beeindruckte: Chanticleer nannte und nennt sich seither diese ungewöhnliche Formation, für die der scheinbare Begriff des »Männerchores« nur ein Notbehelf ist, denn diese Truppe mit dem immensen Repertoire von der Renaissance bis zur Gegenwart, von den ernsthaftesten Messensätzen eines Josquin Desprez bis zu beswingten Shanties, von Claudio Monteverdis melodiösen Madrigalen bis zu den originell arrangierten Songs eines Freddy Mercury – diese Versammlung brillanter Solisten bildet in der Tat ein »Orchester der Singstimmen«, das seinesgleichen sucht.

Ein bisschen verrückt sind sie, die Herren im Frack, und daher in jedem Fall ein Gewinn für das Festival vielsaitig, das ihnen im Refektorium, mithin im Speisesaal des Barockklosters St. Mang einen idealen Raum gewährt: Immerhin heißt Chanticleer wörtlich nichts anderes als Gockelhahn. Wenn man das angelsächsische »Federvieh« allerdings in seine Bestandteile zerlegt, lässt es sich auch ohne weiteres als »klarer, reiner Gesang« deuten – und der ist garantiert, wenn die 12 Sänger am Abend ihre Reise durch fünfhundert Jahre europäischer und außereuropäischer Musik antreten. Wer da der Hahn im Korb ist, kann man sich denken ...

Unter dem Titel "Trade winds" erleben Sie ein großes, verrücktes Abenteuer von der Renaissance bis zur Gegenwart, mit sakraler und weltlicher Musik aus vielen Ländern der Welt.

Eintritt 25,- / 22,- / 12,-€

(Foto: Chanticleer © Lisa Kohler)

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Kabarett

Matthias Reuter, Musikkabarett

Musikkabarett „Wenn ich groß bin, werd´ ich Kleinkünstler“

„Trotz der vielen Lacher erzeugenden Stellen in seinem Programm bleibt der Mann aus Oberhausen stets auf der hohen Ebene hintersinniger Gedanken, oft gepaart mit tiefschwarzem Humor der feinsten Art.“ (Badisches Tagblatt, 11.12.2017)

Auf die Frage „Was möchtest Du mal werden, wenn du groß bist“ antwortete Matthias Reuter als Kind meist mit der Gegenfrage „Wie groß muss das denn genau sein?“ Man muss es ja nicht übertreiben. Darum ist er heute auch Kleinkünstler, denn er weiß: Humor ist oft eine Frage der Perspektive. Und von unten nach oben lacht es sich viel herzlicher als umgekehrt.

Warum trotzdem alle dauernd nach oben wollen, hat er nie verstanden. So bleibt er am Boden und besieht sich von dort aus die Vorturner, Vorbilder und Vordenker des Landes. Er hat Verständnis dafür, dass laut Umfragen ausgerechnet Günther Jauch das größte Vorbild der Deutschen ist, denn der gibt im Gegensatz zur Kanzlerin zumindest öffentlich zu, dass er mehr Fragen hat als Antworten. Das ist bei vielen nicht so. In der Antike sagte Sokrates noch selbstkritisch: „Ich weiß, dass ich nichts weiß.“ Diese Zeiten sind vorbei. Heute präsentiert einem jeder die einzige und alleinige Wahrheit. Und da ist Vorsicht geboten. Denn Leute, die immer die Wahrheit kennen, haben sie sich meist selbst ausgedacht.

Dieses Kabarettprogramm ist jedenfalls von vorne bis hinten erfunden. Matthias Reuter kennt die Wahrheit auch nicht. Aber seine erfundenen Geschichten kommen oftmals nah dran. Dafür ist er bislang schon zehn Mal mit lustig klingenden Kabarettpreisen ausgezeichnet worden, zuletzt mit dem Publikumspreis des Hessischen Kabarettpreises 2018, aber auch z.B. mit der Jurypreis-Kappe des Wettbewerbs Tegtmeiers Erben im Jahr 2011. Studiert hat er auch: Germanistik, neuere Geschichte und Philosophie (also Kleinkunst-Fachabitur).
Und seit 2010 kann er davon leben. Bis 2070 muss er davon leben (sagt sein Rentenbescheid).
„Wenn ich groß bin, werd ich Kleinkünstler“ ist sein fünftes Programm.

Eintritt 25,- / 22,- / 12,- €

(Foto: © Matthias Reuter)

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Konzert

Drumaturgia

THE NEW ART OF TAIKO DRUMMING
Japanische Trommeln und Percussion

Takuya Taniguchi Taikos
Thomas Sporrer Taikos, Percussion
Amadeus Hiller Taikos, Percussion
Victor Alcantara Klavier, Synths

2011 treffen Carl Amadeus Hiller und Thomas Sporrer auf den japanischen Taiko-Virtuosen Takuya Taniguchi und werden zur Formation DRUMATURGIA.

Rund um die Trommler von Drumaturgia schließen sich immer wieder hochkarätige Musiker zusammen, die gemeinsam völlig neue Wege beschreiten, fernab jeder Genregrenze. Drumaturgia wird in Füssen durch den Pianisten Victor Alcantare erweitert.

Takuya Taniguchi, geboren 1983 in Fukui, Japan, lebt seit 2011 in München, Deutschland. Seit seinem dritten Lebensjahr spielt er Taiko. Den Pfad seines Meisters Eitetsu Hayashi fortsetzend, dem berühmtesten Solo-Trommler Japans (Mitbegründer von KODO und ONDEKOZA) schlägt Takuya Taniguchi in seiner Kunst Brücken zwischen der Tradition vom Taiko, den japanischen Trommeln und den verschiedenen Kulturen in der Welt. Seit 2009 verstärkt sich sein Austausch mit Musikern aus anderen Kulturen - mit einer wachsenden Anzahl von Einladungen in den Westen. Er gibt Konzerte, Meisterklassen und Workshops in Europa, um sein Wissen und seine Erfahrung um die Kunst des Taiko weiterzugeben. Er ist festes Mitglied von „Drumaturgia“ und dem „World Percussion Ensemble“ und ist in Europa, Südamerika und Japan auf Tour.

Thomas Sporrer wurde 1982 in Schongau, Deutschland, geboren. Im Alter von neun Jahren entdeckte er seine Leidenschaft für das Schlagzeug. Ein paar Jahre später tourte er mit verschiedenen Orchestern durch Deutschland, Polen und Finnland. 2007 bekam er die Stelle des Solopaukers an der Staatsoper in Kairo. Sein Studium im klassischen Schlagwerk an der Hochschule für Musik Nürnberg-Augsburg bei Stefan Blum, Jörg Hannabach, Thomas Höfs und Guido Rückel schloss er 2009 mit Auszeichnung ab. Während seines Masterstudiengangs "Master of Music" an der Universität Augsburg wurde er von Jost Nickel und Roland Peil unterstützt. Bei Anika Nilles, Eliel Lazo und Stefan Maass erweiterte er seinen musikalischen Horizont. Verschiedenste Konzerttourneen führten ihn bereits nach Asien, Afrika, Amerika und durch Europa. Thomas Sporrer ist als Solist, Kammer- und Orchestermusiker, aber auch als Schlagzeuger und Percussionist in verschiedenen Bands und Projekten tätig.

Carl Amadeus Hiller wurde am 28.04.1974 in Wien geboren. Seit seinem 4. Lebensjahr spielt er Geige, seit dem 10. Schlagzeug. Inspiriert durch seine Eltern begeisterte er sich schon früh für klassische Musik und die Bühne. Studierte klassisches Schlagwerk am Richard-Strauss-Konservatorium München und Drumset an der Drummers Focus. Seit 2009 widmet er sich dem Taiko und produziert Drumshows.
Als Kameramann dreht er außerdem Musikfilme im Bereich Pop, Weltmusik, Jazz und Klassik.

Victor Alcantara studierte Klavier und Filmkomposition in München und arbeitete als Pianist und Komponist für unterschiedliche Kino- und Showproduktionen, u.a. La Mer (X-Filme), Knallharte Jungs (Constantin Fim), Pomp Duck and Circumstance. Er veröffentlichte zahlreiche Cds mit eigenen Formationen und arbeitete als Sideman für Jazzgrößen wie Bobby Shew und Clark Terry. In seiner Kindheit sang er als Altsolist im Tölzer Knabenchor Solopartien u.a. aus Macbeth, der Johannes- und Matthäus Passion unter Wolfgang Sawallisch, Loorin Maazel, Riccardo Challiy. Seit 2001 lehrt er Jazzpiano und Improvisation an mehreren deutschen Musikhochschulen. Mit seinem Klavierkonzert "Toccata Concertante" war er Preisträger 2009 beim II. Internationalen Uuno Klami Wettbewerb für Komposition in Finnland.

Taiko. Der Herzschlag. Die pure Form des Trommelns. Rhythmus und Akrobatik in Perfektion. Genießen Sie ein außergewöhnliches Klangerlebnis in zahlreichen zeitgenössischen Werken, die für Drumaturgia komponiert wurden. Weitab des Mainstreams verwischen die Musiker die Grenzen der Sinne: optische und akustische Faszination gehen nahtlos ineinander über. Dazu mischen sich der tranceartige Rhythmus der japanischen Trommeln, Tanz und Gesang. Die Kraft dieser Musik wird buchstäblich greifbar. Man wird zwar nicht ver-rückt, aber ent-rückt durchaus.

Eintritt: 25,- / 22,- / 12,-€

(Foto: © Drumaturgia)

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Konzert

Abschlusskonzert des Meisterkurses für Streicher

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Film

„4“ - Dokumentarfilm über das Streichquartett Quatuor Ebène

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Ereignisse / Festspiele Bregenzer Festspiele Bregenz, Platz der Wiener Symphoniker 1
Ereignisse / Messe Kunstmesse Art Bodensee Dornbirn, Messeplatz 1
Ereignisse / Festival Bregenzer Frühling Tanzfestival Bregenz, Bergmannstr. 6
Ereignisse / Festival Oberstdorfer Musiksommer Oberstdorf, Nebelhornstr. 25
Ereignisse / Kulturveranstaltung CREATIVO Bilshausen, Fabrikstrasse 20
Ereignisse / Festival Appenzeller Bachtage St.Gallen, Museumstrasse 1
Ereignisse / Konzert Schubertiade Schwarzenberg/Hohenems Hohenems, Schweizer Straße 1 | Postfach 100
Ereignisse / Konzert Internationale Wolfegger Konzerte Wolfegg, Chorherrengasse 3
Ereignisse / Festival Oberstdorfer Musiksommer Oberstdorf, Bahnhofplatz 3
Ereignisse / Festival Musica Sacra International Marktoberdorf, Gschwenderstraße 8
Ereignisse / Messe art bodensee Dornbirn, Messeplatz 1
Ereignisse / Festival Fürstensaal Classix Kempten (Allgäu), Theaterstraße 4
Ereignisse / Theater Langenargener Festspiele Langenargen, Mühlstrasse 17

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