classic.Esterhazy Eisenstadt

Das Schloss Esterházy
Schloss Esterházy in Eisenstadt ist eines der schönsten Barockschlösser Österreichs und gibt einen beeindruckenden Einblick in das ehemals glanzvolle Leben am Hofe der Fürsten Esterházy. Auch heute noch steht das Schloss im Mittelpunkt des kulturellen Geschehens und wird immer wieder zum malerischen Schauplatz von Festen und gesellschaftlichen Ereignissen.

(Foto: Schlossfront, © Andreas Hafschner)

AKTUELLE TERMINE

Pannonische Weihnachtsgala 2017

Ferry Janoska, Leitung

Was wäre Weihnachten im Burgenland ohne die ganz spezielle Mischung aus traditionsreich besinnlichen, modern beschwingten und jedenfalls unterhaltsam originellen Klängen, die Ferry Janoska jeden Advent mit Unterstützung prominenter Freunde aus Klassik, World, Schlager und Pop einem ebenso treuen wie begeisterten Publikum präsentiert? Eine sang- und klanglose Angelegenheit, ist zu befürchten. Die Pannonische Weihnachtsgala aber erfreut wenige Tage vor dem Fest mit einem bunten musikalischen Lichterbaum – und eignet sich selbst als prächtiges Geschenk.

Ort:

Schloss Esterházy | Haydnsaal

Termin:

Do, 21.12.2017, 19:30 |

Haydn, Mozart und von Einem

Opern und Konzerte im Schloss Esterházy in Eisenstadt

Christina Landshamer, Sopran
Mark Padmore, Tenor
Rudolf Rosen, Bass
Purcell Chor Budapest
Nicolas Altstaedt, Dirigent
Haydn Philharmonie


Joseph Haydn: Die Jahreszeiten Hob. XXI:3

Mit der „Schöpfung” von Haydn begann 2017 die neue Residenz der Haydn Philharmonie im Schloss Esterházy und damit auch eine Tradition, das Jahr mit einem der großen Oratorien Haydns einzuläuten.
„Singet alle! Laßt uns fröhlich sein! Juchhe, Juchhe, Juch! Es lebe der Wein!“, schmettert der Chor aus voller Kehle in Joseph Haydns Oratorium „Die Jahreszeiten“. „Einen so komischen Kontrapunkt und eine so besoffene Fuge habe ich noch nie geschrieben“, meint der Komponist dazu selbst – und imitiert im Orchester auch Drehleier, Fiedel und Dudelsack, um das ausgelassene Bacchanal komplett zu machen. Aber nicht nur den Rebensaft feiert das ebenso großartige wie volkstümliche Werk, sondern auch allerlei weitere Ereignisse im Jahreskreis: Das Weichen des Winters vor dem Frühling, die Arbeit des Ackermanns, Dämmerung und Sonnenaufgang, brütende Hitze und ein schreckliches Sommergewitter, die Jagd mit schmetterndem Hörnerschall, Morgennebel, klirrende Kälte und den häuslichen Fleiß an langen Abenden – alles gegossen in vielfach lautmalerische, unmittelbar verständliche Klänge im Sinne der Rousseau’schen Parole „Zurück zur Natur!“

Ort:

Schloss Esterházy | Haydnsaal

Termin:

Sa, 27.1.2018, 19:30 |

Haydn und Enkel

Quatuor Arod

Joseph Haydn: Streichquartett op. 74 Nr. 3 „Le Cavalier“
Anton Webern: Langsamer Satz für Streichquartett
Alexander von Zemlinsky: Streichquartett op. 15 Nr. 2

Das „Quatuor Arod“ aus Frankreich hat sich spätestens seit seinem 1. Platz beim ARD-Wettbewerb in München in die erste Liga der jungen Streichquartette gespielt und kombiniert in seinem Konzert Haydn mit Wiener Musik des frühen 20. Jahrhunderts.

Energisch springen die Oktaven zu Beginn auf, als würden Sporen klingen; fast unermüdlich eilen dann Achteltriolen im Stirnsatz dahin – und im Finale galoppieren die Synkopen: Das alles hat Haydns beliebtem Opus 74/3 den Spitznamen „Reiterquartett“ eingetragen. Noch am Beginn des 20. Jahrhunderts zehrten die großen Komponisten von seinen Errungenschaften: 1905 schrieb Anton Webern, damals schon ein Schüler Schönbergs, einen noch der Tonalität verpflichteten, bewegenden Quartettsatz. Bei Schönbergs mutigem Galopp in die Atonalität wollte auch sein Schwager Alexander Zemlinsky nicht mitreiten: „Ich gehöre eben doch zu euch, auch wenn ich anders bin“, heißt es 10 Jahre später in dem Begleitbrief, den er dem Schönberg gewidmeten Streichquartett Nr. 2 op. 15 beigab. Das großartige Werk ist gespickt mit symbolhaften Andeutungen und beinah eine klingende Familienaufstellung, bei der das Cello Schönberg verkörpert. Zugleich ist es ein tief beeindruckendes, monumentales Werk: das Streichquartett als symphonischer Roman in einem Satz.

Ort:

Schloss Esterházy | Empiresaal

Termin:

Sa, 17.2.2018, 19:30 |

Josefine Tüdldam auf der Suche nach der verlorenen Perücke

Monika Sigl-Radauer, Moderation und Geschichte
Alina Knogler, Blockflöte
Streichquartett der Haydn Philharmonie


Ein vergnügliches Mitmachkonzert für Kinder von 5-10 Jahren der beliebten Musikvermittlerin der Salzburger Festspiele Monika Sigl-Radauer.

Die kleine Josefine Tüdldam schläft tief nach einem langen Tag voller Schule, Spielen und Blockflötenüben. Im Traum erwacht sie in einem wunderschönen Saal in einem Schloss und gerät mitten in die Suche nach einer verlorenen Perücke. Es ist die Perücke des berühmten Komponisten Joseph Haydn. Alle Musiker suchen eifrig überall, wo hat sie sich nur versteckt?

Dauer ca 60 min.

Termin:

Do, 8.3.2018, 10:00 |

Instrumentenkostprobe

Mitglieder des Budapest Festival Orchestra

Klingende Instrumentenkunde für Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren

Ort:

Schloss Esterházy | Empiresaal

Termin:

So, 22.4.2018, 16:00 |

Vorhang auf

Olena Tokar, Sopran
Gabor Takács-Nágy, Dirigent
Budapest Festival Orchestra


Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Nr. 1 in E-Dur KV 16
Wolfgang Amadeus Mozart: „Ch’io mi scordi di te?“ KV 505
Wolfgang Amadeus Mozart: „Bella mia fiamma, addio“ KV 528
Wolfgang Amadeus Mozart: „Un moto di gioia“ KV 579
Joseph Haydn: Ouvertüre zu „Il mondo della luna“ Hob. XXVIII:7
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 60 C-Dur Hob. I:60 „Il distratto”

Das von Ivan Fischer gegründete berühmte Budapest Festival Orchester verweist auf die Familiengeschichte der Esterházy und die engen Bindungen nach Ungarn. Es präsentiert sich mit einem Programm aus Theatermusik der Wiener Klassik von Haydn und Mozart, Arien und die köstliche nach einem französischen Lustspiel komponierte Sinfonie mit dem Beinamen „Der Zerstreute“.

Theaterluft weht durch den Haydnsaal – und die Faszination von Oper und Schauspiel packt auch im Konzert. Zum Beispiel, wenn ein Sopran nach Mozarts maßgeschneiderten Noten sowohl Ausdruckskraft als auch „geläufige Gurgel“ beweist – „denn ich liebe dass die aria einem Sänger so accurat angemessen sey, wie ein gutgemachts kleid.“ Schon in seiner frühesten Sinfonie lässt der kaum neunjährige Mozart ein Forte- und ein Piano-Motiv dramatisch aufeinander antworten – und nimmt sogar die berühmte Viertonfolge vorweg, die er später in seiner, letzten, der „Jupiter-Sinfonie“, im Finale als Fugenthema verarbeiten sollte. Mit Joseph Haydn tun wir schließlich einen Blick durchs Fernrohr in die „Welt auf dem Monde“, die einem alten Grießgram vorgespielt wird, damit dieser seine Tochter heiraten lässt. Als krönenden Abschluss dann die Sinfonie oder Schauspielmusik „Il distratto“, die Haydn einmal ironisch als „alten Schmarrn“ bezeichnet hat, aber zum Originellsten und Witzigsten nicht nur aus der Feder Haydns, sondern der gesamten Klassik gehört.

Termin:

So, 22.4.2018, 18:00 |

Berliner Fanfare

Gábor Tarkövi, Trompete
Marc Minkowski, Dirigent
Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker


Franz Schubert: Sinfonie Nr. 1 D 82
Joseph Haydn: Trompetenkonzert Es-Dur Hob. VIIe:1
Wolfgang A. Mozart: Sinfonie Nr. 33 B-Dur KV 319

Auch die Akademisten der Berliner Philharmoniker sollen sich historische Aufführungspraxis mit Experten wie dem französischen Stardirigenten Marc Minkowski aneignen und dürfen dieses Experiment im wohl besten historischen Konzertsaal, dem Haydnsaal, wagen – mit dabei Haydn berühmtes Trompetenkonzert gespielt vom Solotrompeter der Berliner Philharmoniker.

16 Jahre alt war Franz Schubert, als er erstmals eine Sinfonie komponierte: Joseph Haydns 104. stand möglicherweise bei der langsamen Einleitung Pate. Aber faszinierend ist, dass Schubert diese Einleitung im Stirnsatz vor der Reprise in verdoppelten Notenwerten wiederholt, sie also mit dem Allegro verbindet: eine Vorahnung seiner großen C-Dur-Sinfonie. Ähnliche Vorahnungen gibt es auch in Mozarts 1779 in Salzburg entstandener Sinfonie KV 319: Immerhin verarbeitet er im ersten Satz statt der zuvor aufgestellten Themen unvermutet und wieder einmal jenes choralartige Viertonmotiv, das er schon als knapp Neunjähriger in seiner frühesten erhaltenen Sinfonie eingesetzt hat und das später auch das Finale seines letzten Werks dieser Gattung beherrschen sollte, der „Jupiter-Sinfonie“. Virtuoser Trompetenglanz ist dazwischen in Haydns einzigem Konzert für das Instrument zu bewundern – und obwohl sich Haydn generell wenig für die Zurschaustellung technischer Bravour interessiert hat, ist es ein Juwel der Gattung, das keinen Vergleich mit seinen Sinfonien zu scheuen braucht.

Ort:

Schloss Esterházy | Haydnsaal

Termin:

Sa, 28.4.2018, 19:30 |

KONTAKT

Esterhazy Betriebe GmbH

Esterházyplatz 5
A 7000 Eisenstadt

Telefon: +43 (0) 2682 / 63854-12
E-Mail: konzert@esterhazy.at