HISTORISCHES MUSEUM FRANKFURT

Das Historische Museum ist das Stadtmuseum der Mainmetropole Frankfurt. Besucher aus aller Welt erhalten ebenso wie Frankfurterinnen und Frankfurter einen profunden Einblick in 800 Jahre Entwicklung und Geschichte der Stadt. Seit der Wiedereröffnung des historischen Saalhofs 2012 bieten die Ausstellungen „Mainpanorama“, „Stadtmodelle“, „Stauferzeit“, „Bibliothek der Alten“ und vor allem auch das „Frankfurter Sammler- und Stiftermuseum“ mit 12 bedeutenden Persönlichkeiten und ihren Überlassungen an die Stadt einen abwechslungsreichen Museumsbesuch. Objekte wie die Krönungsinsignien, der Schöner-Globus von 1515 und der Annen-Altar gehören zu den Highlights der Sammlungen. Sie sind die umfangreichsten zur Stadt-, Kunst- und Kulturgeschichte in der Region.
Das seit 2011 neu errichtete Museumsquartier umfasst neben dem denkmalpflegerisch bearbeiteten Altbaus Saalhof zwei Neubauten, die unter dem Museumsplatz miteinander über das Schneekugelfoyer verbunden sind.

Im neuen Ausstellungshaus, finden auf insgesamt 3.600 qm Fläche die neuen Dauerausstellungen „Frankfurt Einst?“und „Frankfurt Jetzt!“ mit dem „Stadtlabor“, dem „Frankfurt-Modell“ und der „Bibliothek der Generationen“ Platz. Mit seiner partizipativen Ausrichtung nimmt das HMF eine internationale Vorreiterrolle ein. Darüber hinaus erhält das Haus einen rund 900 qm großen Sonderausstellungsraum, in dem Positionen zu aktuellen Themen gezeigt werden. Bei der Vermittlung spielen neben interaktiven Installationen die Konzeption multisensorischer digitaler Angebote und die inklusive Grundhaltung eine entscheidende Rolle. Grundlegend für die inhaltliche Neukonzeption des Hauses war die Fragestellung, für wen das Museum da sein soll. Das kommt einem Paradigmenwechsel gleich, denn es soll nicht nur ein Museum über die Geschichte der Stadt, sondern vor allem auch ein Museum für die urban geprägte Gesellschaft des 21. Jahrhunderts sein.

Das Museum ist partizipatorisch ausgerichtet, es nimmt den Erfahrungs- und Wissensschatz seiner Besucher ernst und nutzt ihn als integrierten Bestandteil. Das neue Historische Museum Frankfurt spricht alle Bewohner/innen und Besucher/innen der Mainmetropole an. Es richtet sich in spezifischer Weise an die zahlreichen Neubürger aus den unterschiedlichsten Kulturen der Welt und an die internationalen Gäste am Messestandort und Verkehrsknotenpunkt Frankfurt.

Neben dem Historischen Museum gehören auch das Caricatura Museum, das Kinder Museum und das Porzellan Museum im Kronberger Haus in Höchst Sammlungsbestände zum HMF. Das bis Ende 2017 wieder im Saalhof integrierte kinder museum zeigt interaktive Ausstellungen, die eigens für die Zielgruppe der 6 bis 14-jährigen konzipiert werden. Das Caricatura Museum im Leinwandhaus und das Porzellan Museum im Kronberger Haus richten ihr Augenmerk auf Spezialgebiete und bieten für Ihr Publikum besondere Ausstellungen und Veranstaltungen an.

AKTUELLE TERMINE

Die Stauferzeit

Dauerausstellung

Im Untergeschoss der stauferzeitlichen Pfalz­ge­bäu­de am Mainufer können die Be­su­cher/­in­nen des Historischen Museums in die Ar­chä­o­lo­gie des 12. und 13. Jahrhunderts eintauchen.
Es sind Spuren und Funde der Stauferzeit zu sehen und werden im Zusammenhang der Stadt­wer­dung Frankfurts im Hohen Mittelalter erläutert.

Die Ausstellung „Stauferzeit“ befindet sich im Un­ter­ge­­schoss des Saalhofs. Auf über 250 qm wird das mit­tel­al­ter­li­che Frankfurt wieder lebendig gemacht. Der Saalhof ist das älteste aufrecht stehende Ge­bäu­de der Stadt Frankfurt am Main. Im 12. und 13. Jahrhundert residierten hier die deutschen Herrscher, wenn sie in Frankfurt weilten. So etwa Friedrich Barbarossa, der dort 1152 zum König gewählt wurde.
Oder Kaiser Friedrich II., dem die Stadt Frankfurt die Möglichkeit verdankt, Handelsmessen durchzuführen. In Anlehnung an die kaiserlich-königliche Vergangenheit befinden sich im Untergeschoss der Saal­hof­ka­pel­le die Kopien der mittelalterlichen Reichsinsignien – Krone, Zepter und Reichsapfel.

Durch die Ausstellung zur Stauferzeit führt die Besucher ein Steg, der ein Meter über den freigelegten Gebäudeteilen – den Grundmauern des Saalhofs – verläuft. Im Zentrum der Schau befinden sich Objekte der Stauferzeit Bauskulptur, Bodenfunde und Gegenstände aus Metall, Siegel und Münzen. Ein großes Modell zeigt die Entwicklung des stau­fer­zeit­li­chen Frankfurts. Der Eingangsbereich der Ausstellung wird begrenzt durch die Reste der alten Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert und des Spätmittelalters. Ein Brunnen und einige Wasserleitungen aus Holz und Stein belegen die Nähe zum Fluss, wobei man an einer Stelle in einen offenen Kanal hinabschaut, der seit der Stauferzeit das Stadtzentrum entwässerte. Der letzte Raum erzählt die Geschichte des Saalhofs nach der Stauferzeit anhand eines Bodenprofils und Keramik des 14. bis 16. Jahrhunderts.

Frankfurter Sammler und Stifter

Dauerausstellung

Die ältesten Sammlungen der Stadt und ihrer Bürger zählen heute zu den größten Schätzen des Historischen Museums und damit zum bedeutendsten Kunstbesitz der Stadt Frankfurt am Main. Um diesen Reichtum gebührend zu präsentieren, richtete das historische museum frankfurt die Dauerausstellung "Frankfurter Sammler und Stifter" ein.

Insgesamt 12 Sammler und Stifter werden in der Dauerausstellung vor­ge­stellt. Im Obergeschoss des Saalhofs zeigen wir in Ergänzung zu den zwölf Sammlern in regelmäßigen Abständen eine weitere, mu­se­ums­ei­ge­ne oder private Sammlung - eine 13. Sammlung.
Für die jüngeren Be­su­cher führt eine Kinderspur durch die Aus­stel­lung, die spannend und wissenswert über das Sammeln informiert.


Rententurm und Mainpanorama

Dauerausstellung

Die Schau „Rententurm und Mainpanorama” ermöglicht den Besuchern erstmals seit 500 Jahren den Aufstieg in den Rententurm und den Ausblick auf den Main. Dabei werden auch die historischen Ziffernblätter der Uhr am Ren­ten­turm gezeigt. Eine kleine gewundene Stein­trep­pe führt die Be­su­cher/­in­nen durch den engen Treppenturm auch in den Keller, wo die ver­schie­de­nen Hoch­was­ser­stu­fen durch die Jahr­hun­der­te deutlich werden.

Der viergeschossige Rententurm auf quadratischem Grundriss ist einer der wenigen erhaltenen spätgotischen Türme der ehemaligen Stadtbefestigung. Er wurde in der Mitte des 15. Jahrhunderts (1454–1456) im Zuge der Neubefestigung der Stadtmauer zur Mainfront hin zusammen mit dem Fahrtor als wichtigste Teile dieser Befestigung durch Eberhard Friedberger errichtet. Der Rententurm ist nach seiner Sanierung erstmalig in seiner über 500-jährigen Geschichte für die Öffentlichkeit zugänglich. Das Sanierungskonzept sah vor, die Decken zum ersten und zweiten Geschoss herauszunehmen und durch eine Stahlkonstruktion zu ersetzen. Die neu eingezogenen Ebenen springen nun an einigen Stellen von der inneren Außenwand des Turmes zurück, so dass mehrgeschossige Lufträume entstanden sind, die Durchblicke ermöglichen und die Vertikalität des Turms betonen. Gleichzeitig reichen die Ebenen an anderen Stellen bis an ausgewählte Fenster heran, womit sich attraktive Aussichtspunkte auf die Stadt und den Fluss eröffnen.

Im Inneren erschließt sich dem Besucher ein historischer und aktueller Rundblick auf das Leben am Main. Im Untergeschoss wird der Fluss selbst thematisiert. Eine Beamerprojektion mit historischen Fotografien und Filmsequenzen des 19. und 20. Jahrhunderts wird ergänzt durch Lichtmarken, mit denen die Hochwasserstände anschaulich an das Mauerwerk projiziert werden. Ein Geschoss darüber, dort, wo sich seit Ende des 15. Jahrhunderts das „Rentamt” befand, wird die Frankfurter Wirtschafts- und Handelsgeschichte thematisiert. Anhand von nur wenigen anschaulichen Objekten erhält man hier einen lebendigen Eindruck von der Verbindung zwischen Hafen und Handel, Zoll- und Steuerabgaben sowie der Tätigkeit des Rentamts. In Korrespondenz zu der ursprünglich am Rententurm installierten Uhr ist eine „Uhrenstube” im ersten Obergeschoss zu sehen. Dort ist ein historisches Turmuhrwerk aufgestellt. Kopien der alten Zifferblätter sind außen an den nach Süden und Westen gerichteten Turmseiten angebracht. Die Uhr tickt laut und gibt den „Takt” im ganzen Geschoss an.

Das oberste, für die Öffentlichkeit frei zugängliche Geschoss hat die schönste Aussicht auf die Umgebung und das gegenüberliegende Flussufer. Was liegt also näher, als sich hier mit der „Schönen Aussicht”, dem Öffnen der Stadtmauern bzw. der Entgrenzung der Stadt, den Sachsenhäuser Gartenhäusern der Reichen und Vornehmen des 18. und 19. Jahrhunderts zu befassen. Vier „Bildfernrohre” sind in alle vier Himmelsrichtungen auf den Brüstungen der Empore angebracht, die historische Ansichten aus den letzten drei Jahrhunderten enthalten.

Stadtbilder

In der Dauerausstellung Frankfurt Einst?

Die Galerie „Stadtbilder“ bildet den Auftakt von „Frankfurt Einst?“ und dient dazu, sich besser in der Stadt in Vergangenheit und Gegenwart verorten zu können. Gleich zu Beginn des Rundgangs fällt das Modell der Altstadt der Brüder Treuner ins Auge: Dicht an dicht drängen sich die bunten Häuser und erwecken den Eindruck einer intakten, gar idyllischen Altstadt, die einmal eines der prägnantesten Wahrzeichen von Frankfurt war. Doch gab es diese Idylle wirklich? Wie hat sich die Stadt im Laufe der Jahrhunderte entwickelt? Wie wurde das Frankfurtbild geprägt? Die „Stadtbilder“ setzen sich mit diesen und weiteren Fragen auseinander. Es geht um die Bilder, die die Stadt über sich selbst produzierte oder zu produzieren half. Die drei Bereiche „Frankfurt von oben“, „Altstadt-Drama“ und „Porträts der Stadt“ werfen immer wieder neue Blicke auf die Stadt.

Ort:

Historisches Museum Frankfurt

KONTAKT

Historisches Museum Frankfurt

Fahrtor 2 (Römerberg)
D 60311 Frankfurt am Main

Telefon: +49 (0)69-212-35599
E-Mail: info.historisches-museum@stadt-frankfurt.de

Öffnungszeiten
dienstags bis sonntags: 10-17 Uhr
mittwochs: 10-21 Uhr
montags geschlossen

Öffnungszeiten an Feiertagen:
MO 3. Oktober (Tag der deutschen Einheit)
10-17 Uhr
SA 24. Dezember (Heiligabend)
geschlossen
SO 25. Dezember (1. Weihnachtsfeiertag)
10-17 Uhr
MO 26. Dezember (2. Weihnachtsfeiertag)
10-17 Uhr
SA 31. Dezember (Silvester)
10-16 Uhr
SO 1. Januar 2017 (Neujahrstag)
10-17 Uhr

Eintrittspreise
7,– / 3,50 € ermäßigt
Kinder und Jugendliche bis zum 18. Geburtstag haben freien Eintritt

Besucherservice und Buchungen :
besucherservice.historisches-museum@stadt-frankfurt.de
Montag – Donnerstag 10 – 15.30 Uhr, Tel. (069) 212 35154