Windkraft Tirol Kapelle f. Neue Musik

Spezialensembles gewinnen im Bereich der Neuen Musik immer mehr an Bedeutung. In diese Reihe gliedert sich seit 1999 „Windkraft Tirol, Kapelle für Neue Musik“ (ein Orchester aus Holz- und Blechbläsern) auf besonders glückliche Weise ein. Zum einen besitzt Tirol eine wohl weltweit kaum vergleichbare Blasmusiktradition, zum anderen kann man innerhalb der zeitgenössischen Szene eine weitgehend singuläre Position vorweisen, obwohl schon heute bereits ein breites und reiches Repertoire für Blasorchester vorliegt. Und es wird eben im Hinblick auf „Windkraft Tirol, Kapelle für Neue Musik“ weiterhin wachsen, denn die Erfahrung zeigt, dass Komponisten heute ihre Phantasie gerne von existierenden Ensembles anregen lassen - und Uraufführungsaufträge unterstreichen diese Tendenz. Von „Windkraft Tirol“ sind bislang bereits Aufträge an Gunter Schneider, Michael Riessler, Jürg Wyttenbach, Herbert Grassl, Franz Hackl, Johannes Maria Staud, Otto M. Zykan, Franz Schreyer, Gerald Futscher oder Hubert Stuppner ergangen.

Auch von Seiten der Komponisten bestanden und bestehen keine Zweifel an der interpretatorischen Spitzenstellung von „Windkraft Tirol, Kapelle für Neue Musik“. Denn viele der Tiroler Musiker, die hier verteten sind, sind Mitglieder in den führenden Orchestern Europas. Hinzu kommen junge Musiker, die zumeist am Landeskonservatorium Innsbruck studieren. Es ist auch diese Mischung aus Erfahrung und jugendlichem Elan, die aus „Windkraft Tirol, Kapelle für Neue Musik“ ein im Umgang mit zeitgenössischen Ideen besonders geeignetes Ensemble macht. Die Komponisten können technisch wie ästhetisch an Grenzen gehen, sie treffen auf Musiker, die technische Souveränität, Weite des Horizonts, aber auch Begeisterung für das Unkonventionelle in sich vereinigen. Nicht zuletzt steht der Dirigent Kasper de Roo zudem für Kontinuität der Arbeit am Neuen.

Neben zahlreichen Auftritten bei den Festival Klangspuren Schwaz, zuletzt 2010 leistete „Windkraft Tirol“ das Eröffnungskonzert, und Transart Bozen trat das Ensemble vermehrt auch im Ausland auf, zuletzt im Muziekgebouw Amsterdam im Mai 2009. Im Jahr 2007 wurde mit dem WDR Köln ein Konzert inklusive CD-Aufnahme mit „Violent incidents“ von Johannes Maria Staud und „Panic“ von Harrison Birtwistle realisiert.

2010 war ein besonders ergiebiges Jahr für das Windkraft-Ensemble: Neben den Gustav-Mahler-Wochen, wo Uraufführungen und CD-Aufnahmen von Kompositionen heimischer Komponisten, unter anderen Manuela Kerer, Hannes Kerschbaumer, Martin Lichtfuss, Hubert Stuppner und Eduard Demetz verwirklicht wurden, war Windkraft Tirol bei dem Festival Carinthischer Sommer, bei den Klangspuren Schwaz (Wiederholungskonzerte beider Programme beim Transart Bozen) und bei einem Promenadenkonzert in der Innsbrucker Hofburg aktiv.
Weiters gab es in den vergangenen Jahren Auftritte beim Eröffnungskonzert Museion Bozen 2008, bei den Mahler Wochen Toblach 2008, beim Festival Eclatsconcerts Fribourg 2008, beim Engadin Festival 2008, bei Valgardenamusica 2007, beim Meran Festival 2005, bei der Eröffnung der Universiade 2005 auf dem Tivoli Neu in Innsbruck, beim Arena Festival Riga 2005, beim Gaida Festival in Vilnius 2005, bei einem Abo Konzert im Münster Basel 2002, einem Kammerkonzert der Stadt Innsbruck sowie Konzerte im ORF-Tirol im Rahmen der Konzertreihe „Musik im Studio“, in der Abo-Reihe "Nouvelles Aventures" im Wiener Konzerthaus, dem Festival für Zeitgenössische Musik Bozen, der Konzertreihe "Traiettorie" in Parma, der "Stagione di Contrasti" in Palmanova/Udine, der "Stagione dei Virtuosi in Italiani" in Verona u.a. Im Juli 2014 war Windkraft als Ensemble in Residence beim Bejing International Composition Workshop eingeladen.

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Windkraft Tirol - Kapelle für Neue Musik

A 6020 Innsbruck

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