Schauspielhaus Salzburg

1958 wurde das Theater unter dem Namen Elisabethbühne in den Kellerräumen unter der Elisabethkirche in Salzburg gegründet. Seither dem Jahr 1995 ist das Schauspielhaus in dem historischen Gebäude "Petersbrunnhof" beheimatet, einem ehemaligen Gutshof des Stiftes St. Peter, am Fuße der Festung im südlichen Zentrum der Stadt.
Das Schauspielhaus Salzburg ist mit rund 60.000 Besuchern jährlich und 10 bis 14 Eigenproduktionen das größte freie Theater Österreichs. Der Spielplan des Salzburger Theaters spannt den Bogen von der Antike über die Klassik bis zur Gegenwart. Einen speziellen Fokus bilden Ur- und Erstaufführungen sowie Theater für junges Publikum. Generell liegt dem Haus das Interesse der jungen Generation sehr am Herzen, neben Kinder- und Jugendproduktionen, fördert das Haus Jugendliche durch diverse theaterpädagogische Projekte. Neben dem Spielbetrieb unterhält das Schauspielhaus Salzburg eine eigene Schauspielschule.
Unsere Kernkompetenz ist Schauspiel. Basis der künstlerischen Arbeit ist ein kontinuierlich tätiges und sich weiterentwickelndes Ensemble. Dazu gehört auch die unmittelbar mit dem Theaterbetrieb verzahnte Ausbildung junger Schauspielerinnen und Schauspieler.
Neben den 2 Vorstellungsräumen – dem Saal und das Studio - bietet das klassische Gewölbe im Säulenfoyer nicht nur als Pausenraum sondern vor allem auch für Lesungen, Vernissagen, Ausstellungen und stimmungsvolle Feiern aller Art ein wunderbares Ambiente. Außerdem befindet sich in den historischen Räumlichkeiten das "Theaterrestaurant Nestroy".

Weitere Informationen zum Haus und dem Ensemble, zu den aktuellen Stücken und zur Kartenbuchung finden Sie unter www.schauspielhaus-salzburg.at

AKTUELLE TERMINE

CHARLEYS TANTE

Brandon Thomas

„So leid es mir tut, Mister Chesney: Im Zustand der Tantenlosigkeit riskieren wir einen Skandal“

Charley und Jack genießen ihr Leben in Oxford. Die jungen Herren müssen sich nicht um ihren Lebensunterhalt kümmern und ihr Studium hat auch nicht erste Priorität. Für ihr Wohl sorgt Butler Brassett – speziell für den permanenten Champagner-Nachschub. So haben die beiden Zeit, sich den wirklich wichtigen Dingen des Lebens zu widmen, den hübschen Damen. Aber die beiden Angebeteten, Kitty und Anny – eifersüchtig behütet von ihrem Vater und Vormund, Stephen Spettigue – verreisen schon am nächsten Tag. Jetzt ist guter Rat teuer. Eine Respektsperson muss her, eine Anstandsdame, am besten eine Tante, eine reiche Tante, aus Südamerika!

Charley hat so eine Tante und sie hat auch ihren Besuch angekündigt, aber noch ist sie nicht eingetroffen. Doch die Zeit drängt. Nun muss Butler Brassett in die Bresche beziehungsweise ins Abendkleid springen. Seine „Tante“ ist dermaßen überzeugend, dass die Mädchen keinerlei Verdacht schöpfen. Und weder Jacks Vater noch der misstrauische Spettigue durchschauen die Maskerade, auch sie verfallen der falschen Tante sofort und überhäufen sie mit Heiratsanträgen. Der Lügenreigen steigert sich zum Irrwitz, bis plötzlich die echte Tante in der Tür steht.

Brandon Thomas wurde 1856 im englischen Hull geboren und starb 1914 in London. Er stammte aus ärmlichen Verhältnissen und arbeitete bereits mit zwölf Jahren als Werftarbeiter. Gegen den Willen seines Vaters ging er nach London, um Schauspieler zu werden. Er schrieb ein gutes Dutzend Theaterstücke und Revuen, die er selbst in Music Halls sang. „Charleys Tante” – das einzige seiner Stücke, das sich über die Jahre behauptete – machte Thomas zu einem reichen Mann. Allein in Deutschland wurde es vier Mal verfilmt, bis heute gehört die Komödie zum Theaterrepertoire auf Bühnen in der ganzen Welt.

Jack Chesney: Matthias Hinz
Charley Wykeham: Magnus Pflüger
Brassett: Antony Connor
Sir Francis Chesney: Olaf Salzer
Stephen Spettigue: Marcus Marotte
Anny Spettigue: Magdalena Oettl
Kitty: Juliane Schwabe
Donna Lucia d'Alvarez: Ute Hamm

Regie & Dramaturgie: Christoph Batscheider
Ausstattung: Ragna Heiny
Licht: Marcel Busa
Regieassistenz: Verena Holztrattner

Premiere: Do. 14. Dezember 2017, Saal
Spieltermine bis 7. Februar 2018
Dauer: die Stückdauer erfahren Sie hier ab der Premiere

Silvestervorstellungen
am 31.12.2017 um 15:00 Uhr und 19:30 Uhr
(für 19:30 Uhr nur noch Restkarten/Warteliste verfügbar)
Das Theaterrestaurant Nestroy bietet Ihnen das passende Silvestermenü (hier als PDF) zu Ihrer Vorstellung

Sujetfoto: Chris Rogl

Termine:

Sa, 16.12.2017, 19:00 |
So, 17.12.2017, 19:00 |
Di, 19.12.2017, 19:30 |
Mi, 20.12.2017, 19:30 |
Fr, 22.12.2017, 19:30 |
Do, 28.12.2017, 19:30 |
Sa, 30.12.2017, 19:00 |
So, 31.12.2017, 15:00 |
So, 31.12.2017, 19:30 |
Mi, 3.1.2018, 19:30 |
Fr, 5.1.2018, 19:30 |
Mi, 10.1.2018, 19:30 |
Do, 11.1.2018, 19:30 |
Sa, 13.1.2018, 19:00 |
Mo, 15.1.2018, 19:30 |
Mi, 17.1.2018, 19:30 |
Fr, 19.1.2018, 19:30 |
So, 21.1.2018, 19:00 |
Do, 25.1.2018, 19:30 |
Sa, 27.1.2018, 19:00 |
Mi, 31.1.2018, 19:30 |
Sa, 3.2.2018, 19:00 |
So, 4.2.2018, 19:00 |
Mi, 7.2.2018, 19:30 |

FRAU MÜLLER MUSS WEG

Lutz Hübner

„Eltern sind für Lehrer eine lästige Begleiterscheinung von Schülern und Schüler sind eine lästige Begleiterscheinung ihres Jobs.“

Welches verantwortungsvolle Elternpaar weiß das nicht: Die vierte Klasse Volksschule bereitet den weiteren Lebensweg des Kindes. NMS oder Gymnasium – hier wird entschieden über Ausbildungswege, Karrieren und Lebensentwürfe.

Diese Tatsache ist den Eltern der 4b nur allzu bewusst. Beim Elternabend suchen sie das Gespräch mit der Klassenlehrerin, Frau Müller, denn die Leistungen der Schüler haben sich rapide verschlechtert und dies kann nur die Schuld einer Person sein: Nämlich Frau Müllers, die kurz vor dem Burnout steht und trotz Therapie total überfordert ist.

So denken die Eltern und das soll auch gesagt werden. Doch Fremd- und Eigenwahrnehmung gehen meist weit auseinander. Frau Müller hat kein Burnout und ihre Therapie ist eine Physiotherapie gegen ihre Rückenschmerzen. Aber es kommt noch schlimmer: Unverblümt listet die erfahrene Pädagogin den Eltern die Nöte und Verfehlungen ihrer Sprösslinge auf. Der Streit eskaliert und plötzlich sind sich die Eltern untereinander gar nicht mehr so einig …

Lutz Hübner wurde 1964 in Heilbronn geboren. Der Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller arbeitet für die renommiertesten deutschen Theaterhäuser. Seit Ende der Neunziger Jahre gehört er zu den am häufigsten gespielten Gegenwartsdramatikern. Hübner wurde für sein Schaffen mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet u.a. mit dem Deutschen Jugendtheaterpreis für „Herz eines Boxers“ und mit dem Preis der Autoren der Frankfurter Autorenstiftung. Mit seinen Stücken wurde er zum Berliner Theatertreffen und zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen. Zudem gehörte Hübner 2015 der Jury des Berliner Theatertreffens an.

Patrick Jeskow: Bülent Özdil
Marina Jeskow: Ute Hamm
Katja Grabowski: Juliane Schwabe
Jessica Höfel: Christiane Warnecke
Wolf Heider: Frederic Soltow
Sabine Müller: Susanne Wende

Regie: Karin Koller
Ausstattung: Gernot Sommerfeld
Licht: Marcel Busa
Dramaturgie: Theresa Taudes
Regieassistenz: Tabea Baumann

Premiere: Mi. 15. November 2017, Studio
Spieltermine bis 7. Januar 2018
Dauer: 1:15 Stunden, keine Pause

Sujetfoto: Chris Rogl

Termine:

Fr, 15.12.2017, 19:30 |
Mo, 18.12.2017, 19:30 |
Do, 21.12.2017, 19:30 |
Mi, 27.12.2017, 19:30 |
Fr, 29.12.2017, 19:30 |
Di, 2.1.2018, 19:30 |
Do, 4.1.2018, 19:30 |
Sa, 6.1.2018, 19:00 |
So, 7.1.2018, 19:00 |

DER KONTRABASS

Monodrama von Patrick Süskind

Regie: Robert Pienz
Mit: Olaf Salzer

Niemals, nie wird er die Musik so spielen können, wie er sie empfindet …
Im Orchester ist er nur der Hinterbänkler mit dem bescheidenen Talent, dazu verflucht, mit dem größten aller Streichinstrumente zu leben und zu arbeiten. Dieser vermaledeite Kontrabass! Sperrig ist er, und empfindlich, dabei unverzichtbar und spielt doch nie die erste Geige. Süskinds Komödie über den namenlosen Antihelden des Musikbetriebs ist der Blues eines zu kurz Gekommenen, der sich mit seinem Zaudern sowohl in der Musik als auch bei der Liebe immer wieder selbst im Wege steht.

Ort:

A-5020 Salzburg, Erzabt Klotz Straße 22 (Schauspielhaus)

Termine:

Do, 4.1.2018, 19:30 |
Sa, 6.1.2018, 19:30 |
Di, 9.1.2018, 19:30 |
Di, 30.1.2018, 19:30 |
Fr, 2.2.2018, 19:30 |
Do, 15.2.2018, 19:30 |
Fr, 16.2.2018, 19:30 |
Fr, 23.2.2018, 20:00 |

ADAM SCHAF HAT ANGST

Regie: Christoph Batscheider
Mit: Marcus Marotte
Am Piano: Fabio Buccafusco

Der alternde Schauspieler Adam Schaf hat den Zenit seiner Karriere längst überschritten. Jetzt sitzt er in der Garderobe, wartet auf seinen winzigen Auftritt und lässt die Stationen seiner Karriere Revue passieren: Ein wütender, giftiger, aber auch wehmütiger und letztlich resignierter Rückblick auf eine Generation, die den Aufbruch wollte und sich doch nur in den Stillstand manövrierte …
Marcus Marotte eröffnet mit Kreislers nachdenklichen und doch so herrlich bösen Liedern die neue Sonderbar im Schauspielhaus.

Ort:

A-5020 Salzburg, Erzabt Klotz Straße 22 (Schauspielhaus)

Termine:

Sa, 20.1.2018, 19:00 |
Do, 1.2.2018, 19:30 |
Mo, 5.2.2018, 19:30 |
Do, 8.2.2018, 19:30 |
Sa, 10.2.2018, 19:00 |
Sa, 24.2.2018, 19:00 |

DIE UNENDLICHE GESCHICHTE

Regie: Robert Pienz
Ausstattung: Ragna Heiny
Altersempfehlung: ab 6 Jahren
Theaterpädagogik: Unterrichtsmaterial, Workshops, Patenklassen

Bastian Balthasar Bux ist ein einsamer Junge, seine Mutter ist früh gestorben und sein Vater beachtet ihn kaum noch, da er selbst den Verlust seiner Frau nie verkraftet hat. In der Schule hat Bastian keine Freunde, er ist ein Außenseiter und wird von seinen Schulkameraden gehänselt. Eines Tages – auf der Flucht vor seinen Mitschülern – läuft er in eine Buchhandlung. Dort entdeckt er „Die unendliche Geschichte“ – das Buch, das sein Leben verändern wird.

Je länger er darin liest, umso mehr zieht ihn die Geschichte Phantásiens in seinen Bann: Die Kindliche Kaiserin – Herrscherin über Phantásien – ist schwer krank. Ihr Reich beginnt sich aufzulösen, alle Seen, Berge und Hügel verwandeln sich in ein Nichts. Der tapfere Krieger Atréju soll die Kindliche Kaiserin retten. Bastian begleitet ihn bei seinen Abenteuern und bewundert ihn für seinen Mut und seine Entschlossenheit. Mehr und mehr wird er in die Geschichte hineingezogen, bis er schlussendlich selbst in Phantásien ist. Denn er ist das auserwählte Menschenkind, das als einziger die Kaiserin und somit auch ihr Reich retten kann.

Ort:

A-5020 Salzburg, Erzabt Klotz Straße 22 (Schauspielhaus)

Termine:

Fr, 15.12.2017, 09:00 |
Fr, 15.12.2017, 11:00 |
So, 17.12.2017, 11:00 |
So, 17.12.2017, 14:00 |
Mo, 18.12.2017, 09:00 |
Mo, 18.12.2017, 11:00 |
Di, 19.12.2017, 09:00 |
Di, 19.12.2017, 11:00 |
Mi, 20.12.2017, 09:00 |
Mi, 20.12.2017, 11:00 |
Do, 21.12.2017, 09:00 |
Do, 21.12.2017, 11:00 |
Fr, 22.12.2017, 09:00 |
Fr, 22.12.2017, 11:00 |
So, 7.1.2018, 14:00 |
Di, 9.1.2018, 09:00 |
Di, 9.1.2018, 11:00 |
Mi, 10.1.2018, 09:00 |
Mi, 10.1.2018, 11:00 |
Do, 11.1.2018, 09:00 |
Do, 11.1.2018, 11:00 |
Fr, 12.1.2018, 09:00 |
So, 14.1.2018, 14:00 |
Mo, 15.1.2018, 09:00 |
Mo, 15.1.2018, 11:00 |
Di, 16.1.2018, 09:00 |
Di, 16.1.2018, 11:00 |
Mi, 17.1.2018, 09:00 |
Mi, 17.1.2018, 11:00 |
Do, 18.1.2018, 09:00 |
Do, 18.1.2018, 11:00 |
Fr, 19.1.2018, 09:00 |
So, 21.1.2018, 11:00 |
Mo, 22.1.2018, 09:00 |
Mo, 22.1.2018, 11:00 |
Di, 23.1.2018, 09:00 |
Di, 23.1.2018, 11:00 |
Mi, 24.1.2018, 09:00 |
Mi, 24.1.2018, 11:00 |
Do, 25.1.2018, 09:00 |
Do, 25.1.2018, 11:00 |
Fr, 26.1.2018, 09:00 |
So, 28.1.2018, 14:00 |
Mo, 29.1.2018, 09:00 |
Mo, 29.1.2018, 11:00 |
Di, 30.1.2018, 09:00 |
Di, 30.1.2018, 11:00 |
Mi, 31.1.2018, 09:00 |
Mi, 31.1.2018, 11:00 |
Do, 1.2.2018, 09:00 |
Do, 1.2.2018, 11:00 |
Fr, 2.2.2018, 09:00 |
So, 4.2.2018, 14:00 |

EMILIA GALOTTI

Regie: Irmgard Lübke
Aussstattung: Andrea Kuprian

Hettore Gonzaga, der Prinz von Guastalla, verzehrt sich in Leidenschaft nach der jungen Emilia Galotti. Seit er die schöne, sittsame junge Frau zum ersten Mal sah, geht sie ihm nicht mehr aus dem Kopf. Die ihm versprochene Prinzessin – interessiert ihn nicht mehr. Seine Geliebte, die Gräfin Orsina, – reizt ihn nicht mehr. Emilia muss es sein. Emilia Galotti.

Doch Emilia, die dem jungen Grafen Appiani versprochen ist, wehrt alles Liebeswerben ab und flüchtet nach Hause zur Mutter. Der Prinz ist außer sich: Wenn Fürsten lieben, gibt es kein Nein. Da nimmt der intrigante Kammerherr Marinelli die Zügel in die Hand. Er arrangiert einen Überfall auf die Kutsche des Grafen Appiani, der dem Anschlag zum Opfer fällt. Emilia und ihre Mutter werden gerettet und ins vermeintlich sichere Schloss des Prinzen gebracht. Doch Emilia durchschaut den dreisten Betrug. Statt im Prinzen den edlen Retter zu sehen, weigert sie sich bis zum Äußersten standhaft gegen sein immer drängenderes Werben …

Ort:

A-5020 Salzburg, Erzabt Klotz Straße 22 (Schauspielhaus)

Termine:

Do, 18.1.2018, 19:30 | Premiere |
Sa, 20.1.2018, 19:00 |
Mi, 24.1.2018, 19:30 |
Fr, 26.1.2018, 19:30 |
Mo, 29.1.2018, 19:30 |
Di, 30.1.2018, 19:30 |
Do, 1.2.2018, 19:30 |
Fr, 2.2.2018, 19:30 |
Mo, 5.2.2018, 19:30 |
Di, 6.2.2018, 11:00 | Schulvorstellung |
Mi, 7.2.2018, 10:00 | Schulvorstellung |
Do, 8.2.2018, 19:30 |
Fr, 9.2.2018, 19:30 |
Sa, 10.2.2018, 19:00 |
So, 11.2.2018, 16:00 |
Do, 15.2.2018, 19:30 |
Fr, 16.2.2018, 19:30 |
Sa, 24.2.2018, 19:00 |
Di, 27.2.2018, 19:30 |
Sa, 3.3.2018, 19:00 |
Mo, 5.3.2018, 10:00 | Schulvorstellung |
Di, 6.3.2018, 19:30 |
Do, 8.3.2018, 19:30 |
Fr, 9.3.2018, 19:30 |
Sa, 10.3.2018, 19:00 |
Mo, 12.3.2018, 19:30 |
Di, 13.3.2018, 19:30 |

Jägerstätter

Regie: Peter Raffalt
Bühne: Vincent Mesnaritsch
Kostüme: Elke Gattinger
Dauer: 1:45 Stunden, keine Pause

Der Name Franz Jägerstätter ist in Österreich zum Inbegriff des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus geworden. Jägerstätters Widerstand war ganz leise, nur auf seine Person und seinen Glauben bezogen, aber unumstößlich. Für seine Überzeugung ging er vor 75 Jahren in den Tod.

Jägerstätter lebte als Bauer in St. Radegund – gerade mal 50 Kilometer von Salzburg entfernt. Als einziger in seiner Heimatgemeinde stimmte er gegen den Anschluss an Hitler-Deutschland. Seiner ersten Einberufung zur Wehrmacht leistete er noch Folge, doch dem zweiten Gestellungsbefehl konnte er nicht mehr nachgeben. Immer mehr verfestigte sich sein Glaube, er besuchte jeden Tag die Heilige Messe, wurde Mesner seiner Pfarrkirche und studierte die Bibel. In den Krieg zu ziehen war für ihn moralisch unmöglich. Als er dies öffentlich erklärte, stellte sich das Dorf gegen ihn. Die einzige Unterstützung fand er bei seiner Frau Franziska. Nach seiner Inhaftierung wurde ihm noch die Möglichkeit gegeben, zu widerrufen. Aber Franz Jägerstätter fühlte sich bestärkt durch die vielen anderen Männer, die aus demselben Grund wie er in Haft saßen. Am 9. August 1943 wurde Jägerstätter durch das Reichskriegsgericht in Berlin zum Tode verurteilt und durch das Fallbeil hingerichtet.

Lange Zeit wurde Jägerstätter nicht als Widerstandskämpfer anerkannt, seiner Frau wurde deshalb keine Witwenpension zugesprochen. Erst nach Jahrzehnten setzte eine umfassende Würdigung seiner Person ein; sein Leben wurde in Büchern und Filmen aufgearbeitet, jährlich Gedenkfeiern abgehalten, sein Bauernhof zum Gedenk- und Begegnungsort, Straßen und öffentliche Gebäude nach ihm benannt. Anfangs stand selbst ein Teil der katholischen Kirche nicht hinter seiner Überzeugung, 2007 wurde Jägerstätter selig gesprochen.

Ort:

A-5020 Salzburg, Erzabt Klotz Straße 22 (Schauspielhaus)

Termine:

Sa, 17.2.2018, 19:00 |
Mo, 19.2.2018, 11:00 | Schulvorstellung |
Di, 20.2.2018, 19:30 |
Mi, 21.2.2018, 19:30 |
Fr, 23.2.2018, 19:30 |
Mo, 26.2.2018, 10:00 | Schulvorstellung |
Di, 27.2.2018, 10:00 | Schulvorstellung |
Mi, 28.2.2018, 19:30 |
Do, 1.3.2018, 19:30 |
Fr, 2.3.2018, 11:00 | Schulvorstellung |

NIEMAND

Regie: Rudolf Frey
Bühne: Vincent Mesnaritsch
Kostüme: Elke Gattinger

Niemand ist unersetzlich. Der eine kommt, der andere geht. So ist es auch im Zinshaus des Fürchtegott Lehmann. Der verkrüppelte Hausbesitzer und Pfandleiher ist an seine Wohnung gefesselt, da er die Stiegen nicht alleine bewältigt. Von seinen Mietern wird er gemieden, denn er gilt als raffgierig und unbarmherzig. Dem Geiger Klein aus dem Dachgeschoß, der seine Miete nicht bezahlen kann, droht er mit Delogierung. Eines Tages steht die junge Ursula im Treppenhaus. Das verzweifelte Mädchen will zur Dirne Gilda, denn sie sieht in der Prostitution ihren einzigen Ausweg. Doch bevor sie den entscheidenden Schritt tun kann, trifft sie den gefürchteten Hausbesitzer. Er lädt sie zu sich in den ersten Stock ein, Ursula bleibt und die beiden heiraten. Lehmann hat sie vor einer trostlosen Zukunft gerettet und Ursula hat ihn vor der Einsamkeit bewahrt. Nun will Lehmann ein guter und großzügiger Mensch werden. Doch das Schicksal kümmert sich nicht um solche Sinneswandlungen.

Ort:

A-5020 Salzburg, Erzabt Klotz Straße 22 (Schauspielhaus)

Termine:

Do, 15.3.2018, 19:30 | Premiere |
Sa, 17.3.2018, 19:00 |
Di, 20.3.2018, 19:30 |
Do, 22.3.2018, 19:30 |
Fr, 23.3.2018, 19:30 |
Di, 27.3.2018, 19:30 |
Mi, 4.4.2018, 19:30 |
Fr, 6.4.2018, 19:30 |
So, 8.4.2018, 16:00 |
Mi, 11.4.2018, 19:30 |
Do, 12.4.2018, 19:30 |
Sa, 14.4.2018, 19:00 |
Mo, 16.4.2018, 19:30 |
Di, 17.4.2018, 19:30 |
Mi, 18.4.2018, 19:30 |
So, 22.4.2018, 19:00 |

SREBRENICA

Regie: Peter Arp
Ausstattung: Alexia Engl
Uraufführung - In Koproduktion mit Bauern helfen Bauern

2010: Hasan Nuhanović verklagt mit anderen Betroffenen die Niederlande, weil deren Blauhelmsoldaten das Massaker von Srebrenica nicht verhindert haben. Der ‚Hohe Rat’, das höchste niederländische Zivil- und Strafgericht, befindet den eigenen Staat schließlich für schuldig: 1995 überließ die holländische Blauhelm- Truppe „Dutchbat“ den Serben ohne jeden Widerstand die UN-Schutzzone Srebrenica – mit der Folge, dass 8.000 bosnische Zivilisten ermordet wurden: das größte Massaker in Europa nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Verübt von der Polizei und den serbischen Paramilitärs unter Führung von Ratko Mladić, General der Armee der Republika Srpska.

Drei Jahre lang, seit Ausbruch des Krieges, war Hasan mit seinen Eltern und seinem Bruder in Bosnien auf der Flucht. Zuletzt verschlug es sie nach Srebrenica, in die vermeintliche Sicherheit der UN-Schutzzone. Hasan fand Arbeit als „Dutchbat“-Übersetzer. Doch als die Serben die Stadt einnahmen und deren Bewohner zum holländischen Hauptquartier flüchteten, half ihm auch seine Position als Dolmetscher nicht. Seine Familie wurde umgebracht, er selbst entkam mit knapper Not.

1995 versagten die internationalen Institutionen auf ganzer Linie, Europa verriet seine eigenen Werte. Heute werden eben diese Institutionen wieder in Frage gestellt, erneut macht sich Nationalismus breit, im Balkan wie überall sonst auf dem Kontinent. Sind die Lehren der Geschichte vergessen? In einem außergewöhnlichen Projekt künstlerischer Recherche wird das Schauspielhaus Salzburg die Orte des Geschehens besuchen, mit Zeugen und Überlebenden sprechen und die eigenen Erfahrungen dokumentieren.

Ort:

A-5020 Salzburg, Erzabt Klotz Straße 22 (Schauspielhaus)

Termine:

Sa, 24.3.2018, 19:00 | Premiere |
Mo, 26.3.2018, 19:30 |
Mi, 28.3.2018, 19:30 |
Do, 29.3.2018, 19:30 |
Di, 3.4.2018, 19:30 |
Do, 5.4.2018, 19:30 |
Sa, 7.4.2018, 19:00 |
Mo, 9.4.2018, 19:30 |
Di, 10.4.2018, 19:30 |
Fr, 13.4.2018, 19:30 |
So, 15.4.2018, 19:00 |
Di, 24.4.2018, 19:30 |
Mi, 25.4.2018, 19:30 |
Do, 26.4.2018, 19:30 |
Fr, 27.4.2018, 19:30 |

GEÄCHTET

Regie: Christoph Batscheider

Amir Kapoor lebt den amerikanischen Traum – als Einwanderer hat er es in New York bis ganz nach oben geschafft. Der erfolgreiche Wirtschaftsanwalt lebt gemeinsam mit seiner weißen Frau Emily in einem schicken Appartement an der Upper East Side. Die Künstlerin und der Anwalt gehören zur Oberschicht und es soll weiter bergauf gehen. Amir rechnet mit seiner Beförderung – er soll Partner in der renommierten jüdischen Anwaltskanzlei werden, für die er seit Jahren hart arbeitet.

Der Preis für Amirs Aufstieg ist sein gut gehütetes Geheimnis: Er hat seine pakistanische Herkunft und seinen islamischen Glaubenshintergrund verleugnet. Amir wollte frei von Klischees und religiösen Vorurteilen leben. Doch sein Geheimnis fliegt auf und Amirs Welt droht zu zerbrechen. Ayad Akhtar zeigt in seinem Erstlingswerk, wie selbst in den Köpfen der sogenannten aufgeklärten Elite Vorurteile und Rassismus tief verankert sind und wie das Spannungsfeld zwischen Islam und westlicher Welt seit 9/11 immer größer wird.

Ort:

A-5020 Salzburg, Erzabt Klotz Straße 22 (Schauspielhaus)

Termine:

Di, 8.5.2018, 19:30 | Premiere |
Fr, 11.5.2018, 19:30 |
Sa, 12.5.2018, 19:00 |
Mo, 14.5.2018, 19:30 |
Di, 15.5.2018, 19:30 |
Mi, 16.5.2018, 19:30 |
Fr, 18.5.2018, 19:30 |
Di, 22.5.2018, 19:30 |
Fr, 25.5.2018, 19:30 |
So, 27.5.2018, 19:00 |
Fr, 1.6.2018, 19:30 |
So, 3.6.2018, 19:00 |
Do, 7.6.2018, 19:30 |
So, 10.6.2018, 19:00 |
Di, 12.6.2018, 19:30 |
Mi, 13.6.2018, 19:30 |
So, 17.6.2018, 19:00 |
Mo, 18.6.2018, 19:30 |
Mi, 20.6.2018, 19:30 |
Sa, 23.6.2018, 19:00 |

MOULIN ROUGE

Regie: Robert Pienz
Uraufführung

Das legendäre Etablissement Moulin Rouge ist bis heute eine Marke für sich. Im Jahr 1889 wurde es in Montmartre – damals noch Vorort von Paris – eröffnet. In der verführerischen Scheinwelt des Vorstadt-Varietés galt die rigide bourgoise Ordnung nicht. Hier trafen sich Künstler und Intellektuelle, Lebemänner und wohlanständige Bürger. Hier tanzten die berühmtesten Pariser Stars den skandalösen Cancan und den Chahut. Die erotischen Tänzerinnen lockten ganz Paris in die Hallen des Moulin Rouge. Der Cancan wurde bald polizeilich verboten, doch das tat seiner Beliebtheit keinen Abbruch. Toulouse-Lautrec – Stammgast des Moulin Rouge – wurde durch seine Werbeplakate für das Varieté weltberühmt.Seine Bilder der Tänzerinnen, La Goulue und Jane Avril, gingen um die Welt.

Tauchen Sie ein in die Belle Époque. Die unverwechselbare Stimme von Eric Lebeau erweckt die berühmten Pariser Lieder der Jahrhundertwende zu neuem Leben. Akrobatik, Tanz, Gesang und Livemusik machen die Geschichte des Moulin Rouge zu einem Fest der Sinne.

Termine:

Do, 17.5.2018, 19:30 | Premiere |
Sa, 19.5.2018, 19:00 |
Mi, 23.5.2018, 19:30 |
Do, 24.5.2018, 19:30 |
Sa, 26.5.2018, 19:00 |
Di, 29.5.2018, 19:30 |
Mi, 30.5.2018, 19:30 |
Sa, 2.6.2018, 19:00 |
So, 3.6.2018, 16:00 |
Di, 5.6.2018, 19:30 |
Mi, 6.6.2018, 19:30 |
Fr, 8.6.2018, 19:30 |
Sa, 9.6.2018, 19:00 |
Mo, 11.6.2018, 19:30 |
Do, 14.6.2018, 19:30 |
Fr, 15.6.2018, 19:30 |
Sa, 16.6.2018, 19:00 |
Di, 19.6.2018, 19:30 |
Do, 21.6.2018, 19:30 |

Emil und die Detektive

Regie: Petra Schönwald
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Theaterpädagogik: Unterrichtsmaterial, Workshops, Patenklassen

Wie aufregend! Zum ersten Mal reist der zwölfjährige Emil aus der heimatlichen Kleinstadt nach Berlin, um seine Verwandten zu besuchen. Und das Abenteuer beginnt bereits im Zugabteil, wo ihm eine eigenartige Gestalt namens Grundeis gegenübersitzt. Emil spürt sofort, dass dieser Mann etwas auf dem Kerbholz hat. Und tatsächlich! Als Emil nach einem kurzen Nickerchen erwacht, ist das Geld weg, das ihm seine Mutter für die Großmutter mitgegeben hat. Und Grundeis ist gerade dabei, sich davonzustehlen.

Der mutige Emil nimmt sogleich die Verfolgung auf, kreuz und quer durch die ganze Stadt. Doch wie soll er sich in diesem Großstadtdschungel zurechtfinden? Zum Glück trifft er auf Gustav mit der Hupe und seine Bande, für die es nur noch eine Mission gibt: diesem Grundeis gehörig das Handwerk zu legen! Was für Emil als großes Unglück beginnt, wird zur spannenden Verbrecherjagd, an deren Ende Emil viel mehr als nur sein Geld zurückbekommt.

Ort:

A-5020 Salzburg, Erzabt Klotz Straße 22 (Schauspielhaus)

Termine:

So, 6.5.2018, 14:00 | Premiere |
Mo, 7.5.2018, 10:00 |
Di, 8.5.2018, 10:00 |
Mi, 9.5.2018, 10:00 |
Mo, 14.5.2018, 10:00 |
Di, 15.5.2018, 10:00 |
Mi, 16.5.2018, 10:00 |
Do, 17.5.2018, 10:00 |
Fr, 18.5.2018, 10:00 |
Mi, 23.5.2018, 10:00 |
Do, 24.5.2018, 10:00 |
Fr, 25.5.2018, 10:00 |
So, 27.5.2018, 14:00 |
Mo, 28.5.2018, 10:00 |
Di, 29.5.2018, 10:00 |
Mi, 30.5.2018, 10:00 |
Mo, 4.6.2018, 10:00 |
Di, 5.6.2018, 10:00 |
Mi, 6.6.2018, 10:00 |
Do, 7.6.2018, 10:00 |
Fr, 8.6.2018, 10:00 |
So, 10.6.2018, 14:00 |
Mo, 11.6.2018, 10:00 |
Di, 12.6.2018, 10:00 |
Mi, 13.6.2018, 10:00 |
Do, 14.6.2018, 10:00 |
Fr, 15.6.2018, 10:00 |
So, 17.6.2018, 14:00 |