Wilhelm Busch Museum Hannover

Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst

Mitten in einem englischen Landschaftsgarten liegt das Museum Wilhelm Busch, das Deutsche Museum für Karikatur und Zeichenkunst. Ausstellungen großer humoristischer, satirischer Künstler von Wilhelm Busch bis Loriot und Jean-Jacques Sempé, von William Hogarth bis Marie Marcks und Friedrich Karl Waechter sind hier zu sehen, aber auch von Comickünstlern wie Windsor McCay oder Kinderbuchillustratoren wie Axel Scheffler.

AKTUELLE TERMINE

Armstrong, Lindbergh & Co.

Zeichnungen und Illustrationen von Torben Kuhlmann

Ab dem 21. Oktober zeigt das Museum Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst die Ausstellung „Armstrong, Lindbergh & Co. Zeichnungen und Illustrationen von Torben Kuhlmann.“ Die Bilderbücher Kuhlmanns wurden bereits in 26 Sprachen übersetzt und begeistern Groß und Klein wegen ihrer detailreich gezeichneten, atmosphärisch dichten Bilder.

Im Zentrum der Ausstellung stehen die drei Bilderbücher „Lindbergh“, „Maulwurfstadt“ und „Armstrong“, ergänzt durch Beispiele seines freien grafischen Schaffens sowie seine Illustrationen fremder Texte. Zudem wird im Museum das Labor der Maus Armstrong entstehen, gebaut von Ralph Peter Bachstein.
2012 reicht Torben Kuhlmann an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg als Abschlussarbeit seines Studiums die Zeichnungen und den Text für ein Bilderbuch ein, das sich als fulminanter Beginn seiner Karriere als freischaffender Zeichner und Autor erweisen sollte: „Lindbergh. Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus.“ Held der Geschichte ist eine außergewöhnliche Maus, die sich monatelang in Bibliotheken verkriecht und Bücher studiert. Als sie eines Tages von einem dieser Ausflüge zurückkehrt, muss sie feststellen, dass immer mehr ihrer Mäusefreunde verschwunden sind: Neuartige Mausefallen haben sie in die Flucht getrieben. Ihr Fluchtweg über den Atlantik mit den großen Schiffen der Auswanderer ist der kleinen Maus jedoch verwehrt, da inzwischen überall hungrige Katzen an den Kais lungern. So beschließt sie, mit viel Mut und Erfindergeist, den weiten Weg mit einem Fluggerät zu wagen: Ein aufregendes Abenteuer nimmt seinen Anfang!

In detailreich gezeichneten, atmosphärisch dichten Bildern erzählt Kuhlmann diese abenteuerliche Geschichte. Es gelingt ihm dabei, manchmal allein mit Perspektive und Bildausschnitt Spannung zu erzeugen: Wenn zum Beispiel Eulen mit ihren ausgebreiteten Flügeln blattfüllend Jagd auf die kleine Maus machen, ist dieser Moment in seiner ganzen Bedrohung unmittelbar begreifbar.

Das im NordSüd Verlag erschienene Bilderbuch avancierte in kürzester Zeit zum Bestseller und wurde international vielfach ausgezeichnet.

An diesen Erfolg knüpft Torben Kuhlmann mit seinen beiden nachfolgenden Bilderbüchern an: „Maulwurfstadt“ ist die 2015 erschienene, fantasiereich erzählte Geschichte über pulsierendes, immer weiter ausgreifendes Leben unter der Wiese und über die rechtzeitige Einsicht, dass die Zerstörung von Natur der falsche Weg ist. 2016 folgt dann „Armstrong. Die abenteuerliche Reise einer Maus zum Mond.“ Der tollkühne Plan der kleinen Maus, als erste ihrer Art den Mond zu betreten, entwickelt sich zu einer spannenden Geschichte mit dramatischen Fehlstarts und wilden Verfolgungsjagden. Am Ende aber kehrt eine glückliche Maus von ihrer erfolgreichen Mondlandung zurück!

Mause-Mondlandung

1982 wurde Kuhlmann im niedersächsischen Sulingen geboren und hat schon früh seine Leidenschaft für das Zeichnen – und für Flugzeuge, kuriose Maschinen und dampfende Eisenbahnen entwickelt. 2005 schreibt er sich an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg im Studiengang Illustration und Kommunikationsdesign ein. Bereits während des Studiums arbeitet er von Anfang 2010 bis Sommer 2014 als Illustrator für die Werbeagentur Jung von Matt in Hamburg. Als Technik favorisiert er Zeichenstift und Aquarell, arbeitet aber ebenso mit Acryl- und Ölfarben wie auch digital mit Photoshop, Illustrator oder Painter.

Im Zentrum der Ausstellung werden die drei bekannten Bilderbücher von Torben Kuhlmann stehen ergänzt um Beispiele seines freien grafischen Schaffens sowie seiner Illustrationen fremder Texte. Ein vielseitiges, generationsübergreifendes Rahmenprogramm wird die Ausstellung begleiten. Zum Auftakt der Präsentation lädt das Museum am Sonntag, den 22. Oktober 2017 ab 11 Uhr zum Familiensonntag mit attraktiven Programmangeboten ein.

Dauer:

Sa, 21.10.2017 - So, 4.2.2018 |

Peter Tuma

Satiren & Humoresken

Eine besondere Begegnung

Ab dem 21. Oktober zeigt das Museum Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst die Ausstellung „Peter Tuma. Satiren & Humoresken.“ Die Werkschau mit rund 80 Arbeiten des international renommierten und vielfach ausgezeichneten Künstlers legt den Fokus auf sein zeichnerisches Oeuvre – und zeigt insbesondere die humoristischen Arbeiten der letzten Jahre.
Zeichnen gehört zu den Urfähigkeiten des Menschen. Eines der wesentlichen Kriterien der Zeichnung ist die Spontanität. Fast könnte man die Regel ableiten: je einfach und knapper, desto eindringlicher. Zeichnen ist auch für Peter Tuma Ausgangspunkt seines künstlerischen Ausdrucks. Seine Themen findet er in der Auseinandersetzung mit Dichtern und Denkern wie Georg Christoph Lichtenberg, auf Reisen wie nach Japan oder durch humorvoll-kritische Selbstbefragung. Seine das Thema jeweils vielfältig variierenden Tuschzeichnungen – oft mit Aquarell oder Gouache koloriert – sind zeichnerische Verdichtung und epische Erzählung zugleich, balancieren aber immer wieder auch zwischen Abstraktion und Figuration.

Der Maler und Graphiker Peter Tuma wurde 1938 in Wolsdorf/Helmstedt geboren und lebt in Wolfenbüttel. Der international renommierte und vielfach ausgezeichnete Künstler lehrte zwei Jahrzehnte Kunst und Design in Hannover. Berühmt wurde er mit zwischen Abstraktion und Figuration changierenden Landschafts-, Natur- und Architekturbildern, die seinen Ruf als einen der profiliertesten deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts begründen. In den letzten Jahren wandte er sich vermehrt der satirischen Zeichnung zu, so mit den „Schöninger Männern“, die er dem Betrachter mitsamt Speeren in ihrem alltäglichen Dasein vorstellt. Der emeritierte Kunstprofessor für Malerei der Fachhochschule Hannover zeigte seine Werke unter anderem bei der „documenta 6“ in Kassel und Ausstellungen in Paris, Rom und Berlin. Bereits 1962 bezog der heute 79 Jahre alte Maler und Grafiker ein erstes Atelier in Wolfenbüttel.

In den vielen Jahrzehnten seines Schaffens entstanden zahlreiche seiner sogenannten Gelegenheitsgrafiken, die nun erstmals in einer Einzelausstellung gezeigt werden. Einen Großteil der etwa 80 bisher unveröffentlichten und humorvollen Werke des Zeichners mit Feder, Pinsel oder Stift wird Peter Tuma als Schenkung der Museumssammlung übergeben.

Zur Ausstellung ist die Veröffentlichung eines Kunstbandes zum zeichnerischen Schaffen Peter Tumas im Göttinger Verlag der Kunst geplant.

Dauer:

Sa, 21.10.2017 - So, 4.2.2018 |

KONTAKT

Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur & Zeichenkunst

Georgengarten 1
D 30167 Hannover

Telefon: 0511 16 9999 11
E-Mail: mail@karikatur-museum.de

Dienstag – Sonntag
und an Feiertagen
11 – 18 Uhr