zur Startseite

Tiroler Festspiele Erl

vom 5. bis 29. Juli 2018

Die von Gustav Kuhn 1997 gegründeten Tiroler Festspiele Erl finden seit 1998 jedes Jahr im Juli statt. Seit Dezember 2012 wird die Sommersaison, die ihre künstlerische Heimat zuvor allein im Passionsspielhaus gefunden hatte, durch eine mindestens 12-tägige Wintersaison im eigens für diesen Zweck neu erbauten Festspielhaus ergänzt. Somit sind die Tiroler Festspiele Erl das einzige Festival weltweit mit einer eigenen Wintersaison. Seit der Eröffnung des Festspielhauses wird dieses aber nicht nur im Winter bespielt. Während des Sommers werden viele Opernvorstellungen sowie der Großteil der Konzert und alle Kammerkonzerte im Festspielhaus präsentiert. Das große Repertoire wie - die Wagner-Opern und sein Ring votr allen Dingen - bleiben allerdings dem Passionsspielhaus vorbehalten.

Kontakt

Tiroler Festspiele Erl
Mühlgraben 56 a
A-6343 Erl

Telefon: +43 (0)5373 81000
Fax: +43 (0)5373 81000 85
E-Mail: karten@tiroler-festspiele.at

Konzert

Eröffnung

Orchester der Tiroler Festspiele Erl
Musikalische Leitung: Bar Avni, Patrick Hahn, Gustav Kuhn, Gordon Safari, Beomseok Yi


​CYRIL SCOTT
Symphonie Nr. 1 in G-Dur

FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY
Symphonie Nr. 3 in a-Moll op. 56
„Die Schottische“

Ein England-Schwerpunkt im Programm – und schon schwebt ein Wort im Raum, das für die Infragestellung des europäischen Gedankens steht. Aber genau um dieses Wort geht es eben nicht bei dieser Eröffnung und deshalb werden wir ihm nicht einmal die Ehre erweisen, es hier abzudrucken. Vielmehr geht es um die Neugier auf England. Die Neugier, die Mendelssohn bei der Erkundung der britischen Inseln trieb und die ihn zur „Hebriden“-Ouvertüre und zu seiner letzten Symphonie (fälschlicher Weise als Dritte gereiht), der „Schottischen“ inspiriert hat. Und die Neugier der Festspiele auf Komponisten, die zu Unrecht in Vergessenheit gerieten. Cyril Scott eröffnet die Festspiele, die dieses Jahr ihren 20. Geburtstag feiern. Cyril Scott, ein Komponist, Dichter und Okkultist, war in jeder Hinsicht einer der interessantesten und schillerndsten Persönlichkeiten seiner Zeit. Dabei galt er als „Vater der modernen britischen Musik“ und zu seinen Bewunderern gehörten keine geringeren als Claude Debussy, Richard Strauss, Igor Strawinsky ... und vielleicht bald auch Sie.
Oper

Gioacchino Rossini "Ermione"

Orchester der Tiroler Festspiele Erl
Mit: Ferdinand von Bothmer, Iurie Ciobanu, Szymon Chojnacki, Hui Jin, Maria Novella Malfatti, Maria Radoeva, Alena Sautier, Giorgio Valenta, Svetlana Kotina u.v.m.
​Musikalische Leitung: Gustav Kuhn
Gesamtproduktion (Regie / Bühnenbild / Kostüme / Licht): Furore di Montegral


„Troja! Qual fosti un dì“ – schon in den ersten Takten der Oper bricht sich Rossinis Genie erneut Bahn. Wer vor ihm hat schon eine Ouvertüre mit Chor-Einwürfen erfunden? Und dann geht es weiter, Rossini revolutioniert geradezu seine eigene Gattung, indem er die Formprinzipien seiner Zeit über Bord wirft und dem dramatischen Ablauf unterordnet. Viel wurde über diese unbekannte Rossini-Seria diskutiert, aber je mehr man sich damit beschäftigt, desto mehr meint man, sein geradezu bestes Werk vor sich zu haben. Dennoch: nach der Urau ührung 1819 blieb „Ermione“ 168 Jahre in der Versenkung verschwunden, bis sie 1987 beim Rossini Opera Festival wieder auf eine Bühne kam. Dort dirigierte kein anderer als Gustav Kuhn. Nun kommt „Ermione“ erneut unter seinem Dirigat zur Au ührung. Und wieder ist es eine Partie, die Isabella Colbran in die Kehle geschrieben wurde, die nun von der Vorjahres-Semiramide Maria Radoeva interpretiert wird. Die Erlebnisse mit „Guglielmo Tell“ und „Semiramide“ in Erl haben bewiesen, dass es bei Rossini noch erstaunlich viel Geniales zu entdecken gibt. Besonders „Ermione“ hat das Zeug dazu, das Vorurteil über Rossini gründlich zu revidieren. Und auch dafür gibt es die Tiroler Festspiele Erl.
Oper

R. Wagner: Der Ring des Nibelungen - Die Walküre

In deutscher Sprache
mit deutschen und englischen Übertiteln

Orchester und Chorakademie der Tiroler Festspiele Erl
Musikalische Leitung und Licht: Gustav Kuhn
Sängerinnen und Sänger der Accademia di Montegral
Bühnenbild: Jan Hax Halama
Kostüme: Lenka Radecky
Dramaturgie: Andreas Leisner


In "Das Rheingold" raubt der Nibelung Alberich dem Rhein das Rheingold, das die Macht hat, alles zu beherrschen, und schmiedet daraus einen Ring. Dafür zahlt er einen hohen Preis: Er muss fortan der Liebe entsagen. Der Göttervater Wotan hat unterdessen ein anderes Problem. Er ließ sich von den Riesen Fafner und Fasolt eine Burg bauen und versprach ihnen als Bezahlung die Göttin Freia. Doch Wotan überlegt es sich anders und will die Riesen mit Alberichs Ring entlohnen. Wotan raubt Alberich den Ring, worauf dieser den Ring verflucht. Der Fluch zeigt Wirkung: Fafner erschlägt seinen Bruder und zieht mit dem Ring davon.

"Die Walküre" präsentiert gleich zu Beginn Wotans unehelichen Spross Siegmund, der ein widerstandsfähiges Schwert findet, mit seiner Zwillingsschwester Sieglinde inzestuösen Ehebruch begeht und dadurch den Zorn Frickas, Wotans Frau und Hüterin der Ehe, herausfordert. Wotan, von Fricka gezwungen, das sittenwidrige Paar zu vernichten, beauftragt seine Lieblingstochter, die Walküre Brünnhilde, mit dem Mord. Doch Brünnhilde hat Mitleid, besonders mit der schwangeren Sieglinde, und weigert sich. Wotan greift selbst zur Waffe, zertrümmert Siegmunds Schwert und tötet ihn. Sieglinde entkommt, und die widerspenstige Brünnhilde bekommt zur Strafe einen feurigen Keuschheitsgürtel, den nur ein wirklicher Held durchbrechen kann

Jahre später - im vierteiligen Ring bereits einen Tag später - kommt "Siegfried" ins Spiel, der von Alberichs Bruder Mime großgezogen wird. Siegfried, der nicht weiß, dass er zu Wotans Plan gehört, die Welt vom Fluch des Ringes zu erlösen, erschlägt Fafner, der sich inzwischen in einen Drachen verwandelt hat, und nimmt den Ring an sich. Siegfried verliebt sich in Brünnhilde und überlässt ihr den Ring als Liebespfand.

Zeit für die "Götterdämmerung": Hagen, der Sohn Alberichs, flößt Siegfried einen Zaubertrank ein, worauf dieser Brünnhilde vergisst und sich in Gutrune verliebt. Siegfried nimmt Brünnhilde den Ring wieder ab, worauf diese Hagen aus Rache Siegfrieds verwundbare Stelle verrät. Hagen tötet Siegfried, der in seiner letzten Stunde wieder klar sieht und um seine Liebe zu Brünnhilde weiß. Brünnhilde lässt einen Scheiterhaufen für Siegfried errichten und stürzt sich zu ihrem Geliebten in die Flammen. Darauf tritt der Rhein über seine Ufer und die Rheintöchter holen sich zurück, was ihnen gehört: den Ring. Der Fluch ist beendet durch Brünnhilds Liebe. Doch auch das Ende der Götter ist besiegelt, denn die Flammen des Scheiterhaufens entzünden Walhall, den Wohnsitz der Götter. Eine neue, ungewisse Weltordnung bricht an.

1. Pause: 18.00 Uhr (ca. 25 Minuten)
2. Pause: 20.00 Uhr (ca. 25 Minuten)
Ende: 21.45 Uhr
Konzert

Franui & Florian Boesch

Alles wieder gut

Musicbanda Franui
Musikalische Bearbeitung / Komposition: Markus Kraler / Andreas Schett
Bassbariton: Florian Boesch
Klarinette, Bassklarinette: Johannes Eder
Tuba: Andreas Fuetsch
Sopran- & Altsaxophon, Klarinette: Romed Hopfgartner
Kontrabass, Akkordeon: Markus Kraler
Harfe, Zither, Gesang: Angelika Rainer
Hackbrett, Gesang: Bettina Rainer
Trompete, Gesang: Markus Rainer
Trompete, Gesang, Leitung: Andreas Schett
Ventilposaune, Gesang: Martin Senfter
Violine: Nikolai Tunkowitsch


Liederabend mit einem vergänglichen Bühnenbild von Jonas Dahlberg
Lieder von Franz Schubert, Robert Schumann, Johannes Brahms, Gustav Mahler

Zur Jubiläumssaison der neueste Streich der Musicbanda Franui, die in Erl seit 20 Jahren regelmäßig gastiert: „Alles wieder gut“ ist ein Liederabend mit dem Bassbariton Florian Boesch, einem der gefeierten Liedsänger der Gegenwart. „Und hier haben sich nun wirklich zwei gefunden. Franui, die seit gut zwanzig Jahren das Wirtshaus und die Kirch’ mit dem Blick auf die europäische Kunstmusik mit genial eigenwilligen Arrangements umrunden, ohne auch nur ansatzweise provinziell zu sein, und der Sänger, der im Zweifelsfall die Wahrheit der Schönheit vorzieht, nicht umgekehrt.“ (Stuttgarter Zeitung)

Dazu hat der schwedische Videokünstler Jonas Dahlberg „ein vergängliches Bühnenbild“ gescha en: Einen tausendfach gesehenen Raum, der sich nach und nach au öst, bis zuletzt nach 70 Min. die leeren Wände zurückbleiben. Nichtsdestotrotz singt der fahrende Geselle bei Gustav Mahler: „Da wußt’ ich nicht, wie das Leben tut, / War alles, alles wieder gut!“
Kammermusik

Fascinante! - Una Noche de Guitarra

Gitarre, Gesang: Julia Malischnig
Gitarre: Andrew York
Mandoline, Erzlaute: Alon Sariel


Nach bisher drei umjubelten Abenden von „Una Noche de Guitarra“ weitet sich das beliebte Konzertformat rund um die Gitarre mit Julia Malischnig & Friends bei den Tiroler Festspielen Erl im Sommer 2018 erstmals auf zwei Noches de Guitarra aus. „Una Noche de Guitarra – Fascinante!“, der erste Abend der Gitarrennächte mit Julia Malischnig, eröffnet die Kammermusikreihe der Tiroler Festspiele Erl 2018 und stellt die Gitarre in faszinierendem Zusammenspiel mit Mandoline, Erzlaute, Requinto und Gesang in den Mittelpunkt des Abends. An der Seite der Kärntner Ausnahmegitarristin Julia Malischnig brillieren hochkarätige Musiker: Andrew York, der amerikanische Gitarrist und GRAMMY-Gewinner, der stilistische Grenzen mit eindrucksvoller Kompetenz und Authentizität überquert und zu den beliebtesten Komponisten für klassische Gitarre zählt. Alon Sariel, der israelische Lauten-und Mandolinenvirtuose, der in der alten und in der neuen Musik beheimatet ist, neben seinen solistischen und kammermusikalischen Auftritten weltweit auch als Dirigent und Leiter des internationalen Barockensemble Concerto Foscari tätig ist und zu den aufstrebendsten jungen Musikern seiner Generation zählt. Die drei charismatischen Musiker beeindrucken in ihrem eigens für „Una Noche de Guitarra“ konzipierten Programm durch ihre Virtuosität, Leidenschaft und beseeltes Musizieren, das sich direkt in die Herzen der Zuhörer spielt!
Kammermusik

Sophi(e)sticated

Georgische Volksmusik trifft europäisches Liedgut

Sopran: Sophie Gordeladze
Trio Mandili: Tatja Mgeladse, Irina Midelauri, Tako Tsikauri
Klavier: Emanuele Lippi


Seit 5 Jahren ist die georgische Sopranistin Sophie Gordeladze nicht mehr von den Tiroler Festspielen Erl wegzudenken. Gilda, Susanna, Pamina, Abigaile und andere Rollen hat sie hier mit ihrem Charme und ihrer Stimme zum Leben erweckt. In diesem Sommer bringt sie einen besonderen Aspekt ihrer Vielseitigkeit ein. Sie präsentiert sich mit deutschem, spanischem, georgischem und russischem Liedgut. Aber das nicht allein. Im Gepäck hat sie die hinreißende Girl-Group „Trio Mandili“ (von mandili, geor- gisch für das Kopftuch der Frauen), die mit ihrem Youtube-Video Apareka im chewsuretischen Dialekt auf 5 Millionen Sichtungen zusteuern. Begleitet von der Laute Panduri singen die drei jungen Künstlerinnen dreistimmig mehrstimmige Volksmusikstücke. Wer weiß, vielleicht entsteht auch ein Viergesang mit Sophie Gordeladze. Viral wird der Abend in jedem Fall.
Kammermusik

Mélodie Zhao - Klavierabend

Klavier: Mélodie Zhao
Sopran: Chen Wang


RICHARD WAGNER / FRANZ LISZT
Tannhäuser-Ouvertüre

GIACOMO PUCCINI / MÉLODIE ZHAO
„La valse de Musette“, Paraphrase über
„La Bohème“

SHANDE DING
Expecting the Blossom of the Scholar-tree

XIAOGANG YE
Picking Mulberries

RICHARD STRAUSS
4 Lieder, Op. 27

SERGEJ RACHMANINOV
Vocalise

SERGEJ RACHMANINOV
Prélude in cis-Moll, Op. 3 Nr. 2
Prélude in B-Dur, Op. 23 Nr. 2
Prélude in g-Moll, Op. 23 Nr. 5

PETER TSCHAIKOWSKY / MIKHAIL PLETNEV
Nussknacker Suite

Mélodie Zhao ist erst seit den ersten Klaviertagen im Frühjahr 2017 in Erl dabei. Doch die 23-jährige ist schon nicht mehr wegzudenken aus dem musikalischen Kosmos der Festspiele. Und so bietet Erl nicht die kurzlebige Sensation eines Klavier- Wunders, sondern gibt einer Ausnahmekünstlerin ein Zuhause: die Bühne des Festspielhauses. Was Mélodie Zhao trotz ihres jugendlichen Alters an Tiefgang der Interpretation (nebst der für sie fast selbstverständlichen Virtuosität) zeigte, verschlug auch einge eischten Klavierkennern noch die Sprache. Nach der pianistischen Herausforderung des letzten Recitals mit Beetho- vens „Hammerklavier“-Sonate, präsentiert Mélodie nun in einem vielseitigen Programm pianistisch Hochkarätiges und zugleich opernnahes Repertoire. Denn ein weiterer hochsympathischer Zug an Mélodie ist, dass sie sich auch für das Klavier als Begleit- instrument interessiert: So wird sie in ihrem Sommer-Recital die Sopranistin Chen Wang, einen anderen – noch jüngeren – Rising Star aus China mit seltenem Liedgut begleiten.
Kammermusik

Zeitgenuss und Ausländler

Chorakademie und Orchester der Tiroler Festspiele Erl
Dirigent: Beomseok Yi
Sopran: Heera Bae
Bariton: James Roser


SUN-NAM KIM
„Blumen am Berg“

BEOMSEOK YI
Auftragswerk für Sopran und gemischten Chor und Orchester (UA)

HUGO WOLF
„Der Knabe und das Immlein“

WOLFGANG AMADEUS MOZART (arr. B.Yi)
6 Ländler KV 606

ANGELO DI MONTEGRAL
„Der Geiger vom Traunsee“ (revidierte Fassung 2018, UA)

FRANZ SCHUBERT (arr. B.Yi)
Ländler aus Schubert 17 Ländler D 366

HUGO WOLF
„Schlafendes Jesuskind“

BEOMSEOK YI
Auftragswerk für Sopran und gemischten Chor und Orchester (UA)

I-SANG YUN
„Altmodische Kleidung“

Hallyu, die „koreanische Welle“ erreicht Erl. Die Dimension von Gangnam Style wird hier vielleicht nicht (sofort) erreicht, aber wir sind offen für den breit gefächerten kulturellen Export Südkoreas. Der ist bemerkenswert, wenngleich sich Hallyu wohl mehr auf Pop-Kultur, Essen und Medien bezieht. Jetzt erweitert er sich einfach um sogenannte klassische Musik und hat seinen Vertreter im Tiroler Unterland mit dem koreanischen Dirigenten und Komponisten Beomseok Yi gefunden. Gleichermaßen verwurzelt in der koreanischen und zentraleuropäischen Kultur, schafft er es, mit seinem hohen Maß an Sensibilität und Bildung die Welten zu verbinden. Sein technisches Können und seine Neugierde helfen dabei, seine Visionen umzusetzen. Mit der Aufführung einer für 2018 revidierten Fassung des „Geigers vom Traunsee“ (Hofmannsthal) erweist er seinem Mentor Angelo di Montegral die Ehre. Damit entsteht wieder einmal ein typisch Erler Abend, der die Angst vor zeitgenössischer Musik nehmen, die Neugier auf andere Kulturen wecken und eine Plattform für junge und interessante Musiker bieten kann. Und auch das volksmusikalische Element kommt zu seinem Recht.
Oper

R. Wagner: Der Ring des Nibelungen - Tannhäuser

Orchester und Chorakademie der Tiroler Festspiele Erl
Musikalische Leitung und Regie: Gustav Kuhn
Bühnenbild: Folko Winter
Kostüme: Lenka Radecky
Dramaturgie: Andreas Leisner

Tannhäuser: George Vincent Humphrey, Gianluca Zampieri
Wolfram von Eschenbach: Michael Kupfer-Radecky, James Roser
Landgraf Hermann: Michael Doumas, Carsten Wittmoser
Biterolf: Frederik Baldus, Julian Orlishausen
Reinmar von Zweter: Josef Ruppert, Michael Doumas
Heinrich der Schreiber: Giorgio Valenta, Wolfram Wittekind
Walther von der Vogelweide: Ferdinand von Bothmer, Iurie Ciobanu
Elisabeth: Agnes Selma Weiland, Nancy Weissbach
Venus: Marlene Lichtenberg, Rita Lucia Schneider
Ein junger Hirt: Maria Novella Malfatti


„Tannhäuser“ kehrt nach sechs Jahren zurück auf die Bühne des Passionsspielhauses. Überfällig, ungeduldig erwartet. Als ein weiteres Geschenk zum 20. Geburtstag der Tiroler Festspiele Erl darf nun Tannhäuser, respektive Richard Wagner, wieder nach Erlösung aus seiner Seelenqual suchen. Und auch 2018 wird das Werk – als einziges von Richard Wagner – inhaltlich offen und ungelöst bleiben. „Den Tannhäuser bin ich der Welt noch schuldig“ hat Wagner am Ende seines Lebens höchst selbst gemeint. Wahrscheinlich meinend, dass die gedankliche Aufspaltung der Frau in Elisabeth und Venus, in Heilige und Hure im Kopf des Mannes wohl ein unauflösbares männliches Problem bleibt. Die musikalische Wucht des Stückschlusses scheint daher mehr ein Ruf nach Erlösung als die tatsächliche Apotheose. Und ist damit übrigens dem Verdi-Requiem nicht unähnlich.
Konzert

Sofia Symphonics

Sofia Symphonics
Dirigentin: Ljubka Biagioni
Violine: Lya Petrova


WESSELIN STOJANOW
Festouvertüre

WILLIAM WALTON
Violinkonzert

EDWARD ELGAR
Enigma Variationen

Bereits zum dritten Mal ist das Orchester So a Symphonics mit einer Matinee in Erl zu Gast. Man kann schon bald von einer Tradition sprechen, sind die Konzerte mit ihren teilweise anspruchsvollen Programmen auch dem Publikum bereits ans Herz gewachsen. Auch in diesem Jahr ist es der Leiterin und Gründerin des Orchesters, der Dirigentin Ljubka Biagioni ein Anliegen, sich in die programmatische Linie des Festspiels ein- zufügen und stellt zwei der wichtigsten englischen Komponisten vor. William Walton mit seinem für Jascha Heifetz komponierten Violinkonzert und vor allem Edward Elgar mit seinen Enigma Variationen gilt ihre Aufmerksamkeit. Dieses vielseitige und eingängige Werk beeindruckt durch seinen Einfallsreichtum wie auch durch den Mythos der sich darum rankt: Heißt es doch, Elgar habe in den Variationen Persönlichkeiten seiner Zeit por- traitiert. Eine Zuordnung der Variationssätze zu den gemeinten Personen war bis heute nicht möglich, das „Enigma“ bietet also weiterhin Raum für die eigene Fantasie!
Kammermusik

Viviane Chassot

Akkordeon: Viviane Chassot
Violine: Helena Winkelman
Violine: Manuel Oswald
Viola: Lea Boesch
Violoncello: Elisa Siber
Kontrabass: Winfried Holzenkamp


WOLFGANG AMADEUS MOZART
Konzert für Klavier und Orchester F-Dur KV 413
Bearbeitung für Akkordeon und Streichquartett

ANTONÍN DVORˇÁK
Bagatellen op. 47 Bearbeitung für Streichtrio
und Akkorddeon

BÉLA BARTÓK
Rumänische Volkstänze Bearbeitung für
Violine und Akkordeon

MARCELO NISINMAN
Sr. Tango für Akkordeon
und Streichquartett (2006)

ASTOR PIAZZOLLA
Five Tango Sensations
für Akkordeon
und Streichquartett

Das Akkordeon ist eine Erfindung aus dem Jahr 1829. Mozart oder Haydn konnten noch nicht dafür komponieren. Viviane Chassot ist überzeugt: „Wenn sie es gekannt hätten, hätten sie dafür geschrieben.“ Und so arrangiert sie kurzerhand Kammermusik und Klavierkonzerte für ihr Instrument und fährt damit 48 Preise ein und begeistert ihr überraschtes Publikum. Im vergan- genen Jahr verzauberte sie die Gäste in Erl mit einem intimen und klangsinnlichen Abend mit dem Zitherspieler Martin Mallaun, dieses Jahr darf man sich auf Akkordeon mit variierender Streicherbesetzung freuen. Ein vielseitiger Abend von Mozart bis Tango, der alle Facetten des Akkordeons hörbar macht.
Kammermusik

Beethoven Triple

Violine: Yevgeny Chepovetsky
Violioncello: Julia Hagen
Klavier: Markus Schirmer


LUDWIG VAN BEETHOVEN
Violinsonate Nr. 5 in F-Dur, op. 24 „Frühlingssonate“

LUDWIG VAN BEETHOVEN
Cellosonate Nr. 3 A-Dur op. 69

LUDWIG VAN BEETHOVEN
Trio op. 11 in B-Dur „Gassenhauer-Trio“

Lange Zeit umkreisen sich Markus Schirmer, der mit aufregenden Projekten so umtriebige und immer neugierige Pianist auf der einen Seite und Maestro Kuhn, der ebenfalls neugierige und immer das Unkonventionelle für sein Festspiel Findende auf der anderen. Aber noch wollte sich kein Projekt konkretisieren. Nun endlich die erste Zusammenarbeit! Und das Unkonventionelle des Abends ist dessen scheinbare programmatische Konventionalität, die sich im Gesamtprogramm als Kontrast und Ergänzung positioniert: Das erste Mal Klaviertrio bei den Festspielen im Festspielhaus in Erl, ein reines Beethoven-Programm und ein Klassik-Star wie Markus Schirmer zu Gast, der zwei junge Ausnahmekünstler vorstellt: Julia Hagen, 22-jähriges Cellisten-Phänomen aus Salzburg und der gleichaltrige lettische Geiger Yevgeny Chepovetsky, beide am Absprung zur Weltkarriere und dekoriert mit Wettbewerbspreisen interpretieren Beethoven. Und endlich können die Festspiele Beethoven auch als Komponist von Kammermusik präsentieren und so einen weiteren Baustein zur Beethoven-Plege in Erl hinzufügen.
Kammermusik

Acies Quartett & Maria Radoeva

Acies Quartett
Violine: Benjamin Ziervogel
Violine: Raphael Kasprian
Viola: Jozef Bisak
Violoncello: Thomas Wiesflecker

Sopran: Maria Radoeva


Im Winter 2015/2016 konzertierte das österreichische Acies Quartett erstmals in Erl, im darauffolgenden Winter kehrten sie anlässlich der „Verdi Extension“ ins Festspielhaus zurück. Der Eindruck war so bleibend, dass es auf der Hand lag, erneut ein stärker Streichquartett-basiertes Programm in und für Erl zu erarbeiten, einen Abend, wie er nur hier möglich ist. Verdis Streichquartett aufs Neue, Maria Radoeva, Ermione des Festspielsommers, mit Arien begleitet vom Streichquartett bieten ein Programm, das für alle Beteiligten und auch das Publikum eine Bereicherung sein soll. Erl eben nicht als Gastierbetrieb für reisende Ensembles, sondern ein Ort, an dem arrivierte und aufstrebende Musiker gemeinsam neue Formate entwickeln.
Kammermusik

Zeitgenuss und Inländer

Chorakademie und Orchester der Tiroler Festspiele Erl
Dirigent: Patrick Hahn
Sopran: Lada Kyssy


Mendelssohns „Lobgesang“, Dvořák „Wassermann“, „Taubenvergiften“ und „Musikkritiker“, Rachmaninov-Tänze und „Das Triangel“ … das Repertoire der Ausdrucksmöglichkeiten des dirigierend-singend-komponierenden Shootingstars Patrick Hahn scheint unerschöpflich. Fast die ganze Bandbreite seiner Talente hat er in den letzten Saisonen unter Beweis gestellt, nun präsentieren ihn die Festspiele schließlich auch als Komponisten. Aufhorchen lässt Patricks Hinweis, dass es sich bei einigen Werken wohl um „Jugendsünden“ handele … für einen23-jährigen Maestro eine wirklich heitere Sichtweise und ein weiterer Beweis dafür, wie unprätentiös und bescheiden Patrick Hahn an die Sache herangeht. Für 2018 schreibt er im Auftrag der Festspiele ein Stück für Sopran und Orchester, den Bezug zu den musikalischen Wurzeln seiner Arbeit bilden die Kompositionen von Johannes Brahms.
Konzert

Verdi: Messa da Requiem

Orchester und Chorakademie der Tiroler Festspiele Erl
Dirigent: Gustav Kuhn
Sopran: Anna Princeva
Mezzosopran: Svetlana Kotina
Tenor: George Vincent Humphrey
Bass: Andrea Silvestrelli


Wenn die Festspiele ihren 20. Geburtstag feiern, darf ein Stück nicht fehlen, das in der allerersten Saison am 12. Juli 1998 auf dem Spielplan stand: Verdis „Messa da Requiem“. Immer wieder kehrt die Totenmesse in schöner Regelmäßigkeit auf die Bühne des Passionsspielhauses zurück, ist es doch eines der Werke, das in seiner Kombination aus spiritueller Dimension und dramatischer Wucht dem Interpreten Gustav Kuhn besonders liegt. Und es ist ein Werk, das deutlich zum Ausdruck bringt, dass Musik, musikalische Konstruktion, Phrasen und letztlich die Töne immer für sich sprechen. Autonom, losgelöst vom Kontext. So ist es zu erklären, dass Musik des „Don Carlos“ im Verdi-Requiem wie selbstverständlich im „Lacrymosa“ auftaucht. Hier gibt es also keine Trennung zwischen sakraler Musik und Opernmusik. Es gibt nur ein grundlegendes Gefühl der Trauer und des Abschieds, das hier in Töne gefasst wird. Daher ist es logisch, dass das Verdi Requiem als Ausdruck dieses Musikverständnisses einen Grundpfeiler der Erler Programme bildet und auch im Jubiläumsjahr nicht fehlen darf.

(Foto: Xiomara Bender)
Konzert

Haydn Orchester

Haydn Orchester von Bozen und Trient
Dirigent: Arvo Volmer


BENJAMIN BRITTEN
Simple Symphony

THOMAS ADÈS
Three Studies from Couperin

JOSEPH HAYDN
Symphonie Nr. 104, D-Dur „London“

Was für ein Glück für den Konzertveranstalter, mit einem befreundeten Gastensemble einen verständnisvoll kreativen Partner gefunden zu haben: Man wirft das Wort „Fokus England“ in die Runde und erhält ein raffniertes Programm, das alles vereint, was man sich wünscht. Mit Brittens „Simple Symphony“ begegnen wir einem der wichtigsten britischen Komponisten des 20. Jahrhunderts überhaupt mit einem sehr autobiographisch- charmanten Stück. Thomas Adès wiederum ist sicherlich der berühmteste lebende englische Komponist des 21. Jahrhunderts und gleichzeitig in allen Konzertsälen und Opernhäusern der Welt zu Hause. Und zuletzt schlägt das Haydn Orchester noch eines der zentralen Werke seines Namenspatrons vor, die in London 1795 entstandene Symphonie Nr. 104, „die mit dem Dudelsack“, die als der Ideal-Typus der klassischen Symphonie gilt! Europa, England und die Welt sind hier kulturgeschichtlich verwoben, und das so fest, dass sich die Sorgen um die Zukunft relativieren. Und wenn auch nur für die Dauer einer Matinee.
Kammermusik

Klassik & Hans Berger

Ensemble Hans Berger
Gesang: Alessandra Bosco


Grenzgang erneut und schon wieder anders. Grenzgang, weil wir erneut über den Inn nach Bayern rufen und uns Hans Berger antwortet. Oder, der „Berger Hans“, wie sie ihn nennen, den Volksmusik-Papst aus Oberbayern. Er kommt mit seinem Ensemble, mit Saiteninstrumenten und Bläsern über den Grenzfluß. Wer dabei war, erinnert sich an seinen geistreichen und profund musikalischen Beitrag zur Eröffnung des ersten „Erntedanks“ in Erl im Oktober 2017, der intuitiv mit den anderen musikalischen Elementen korrespondierte. Stichwort Grenzgang: Hans Berger ist selbst immer neugierig geblieben und steigt auch auf die neue Herausforderung ein, die ihm von den Festspielen angetragen wurde. In Erl trifft er auf die Vokal-Artistin Alessandra Bosco. Wir dürfen alle gespannt sein, welche musikalische Interaktion – und um die geht es am Ende – zwischen diesen beiden Welten möglich ist.
Kammermusik

Viola Obsession Mariko Hara

Viola: Mariko Hara
Bandoneon: Kazuma Miura
Klavier: Dorothy Khadem-Missagh
Gesang: Alessandra Bosco


ASTOR PIAZZOLLA (arr. Miura)
Libertango

JACQUES IBERT
Deux interludes

ANGELO DI MONTEGRAL (UA)
Werk für Viola und Stimme

ALBERTO GINASTERA
Ginestera Danzas Argentinas

GEORGE GERSHWIN (arr. Miura)
Rhapsody in Blue

ASTOR PIAZZOLLA (arr. Miura)
Oblivion
Winter aus den „Vier Jahreszeiten“

GEORGE GERSHWIN (arr. Miura)
Summertime

ASTOR PIAZZOLLA (arr. Miura)
Maria de Buenos Aires

Die Protagonistin dieses Abends brauchen wir beim besten Willen nicht mehr vorzustellen – ist sie doch mit den Tiroler Festspielen Erl gemeinsam gewachsen: Jasminka Stančul prägt diese jede Saison aufs Neue nicht zuletzt durch die intensive Auseinandersetzung mit Beethovens Klavierkonzerten unter der Leitung von Gustav Kuhn. Ähnlich vertraut treten Beethovens Sturmsonate und Schuberts Wanderer-Fantasie in diesem Programm in Erscheinung. Wir wären aber nicht wir – und Sie nicht unser stets neugieriges und offenes Publikum –, wenn die großen Klassiker nicht flankiert würden von zwei eher selten zu hörenden Werken etwas unbekannterer, dabei nicht unbedeutenderer Komponisten: Der russische Komponist Nikolaj Medtner ist spätestens seit des russischen Liederabends im vergangenen Sommer kein Unbekannter mehr, mit Mokranjac „Echos“ präsentiert Jasminka Stančul einen kleinen Einblick in das Werk eines jugoslawischen Komponisten des 20. Jahrhunderts.
Kammermusik

Una Noche de Guitarra - Exótica

Gitarre, Gesang: Julia Malischnig
Gitarre, Obertongesang: Mathias Duplessy
Erhu (chinesische Röhrenspießlaute): Guo Gan
Nyckelharpa (skandinavische Schlüsselharfe): Aliocha Regnard
Morin hoor (mongolische Pferdekopfgeige),
Ober- und Untertongesang: Enkh Jargal


Zum krönenden Abschluss der Kammermusikreihe der Tiroler Festspiele Erl 2018 wartet Julia Malischnig mit einer sensationellen „Una Noche de Guitarra – Exótica!“ auf. Erstmals lädt die vielsaitige Gitarristin den französischen Gitarristen und Komponisten Mathias Duplessy & The Violins of the World an ihre Seite. Zwei Gitarren und Gesang treten mit chinesischer Röhrenspießlaute, mongolischer Pferdekopf-geige, skandinavischer Schlüsselharfe, begleitet von Ober- und Untertongesang, in exotische und einzigartige Dialoge und überraschen mit faszinierenden Klangwelten aus allen Himmels-richtungen. Mathias Duplessy komponiert neben Gitarrenmusik auch für die internationale Filmmusikszene und erfreut sich als innovativer und kreativer Künstler großer Beliebtheit im Bereich der Jazz und Worldmusic. Als kongeniale Begleiter stehen ihm mit The Violins of the World der chinesische Erhuvirtuose Guo Gan, der schon mit Lang Lang in der Carnegie Hall konzertierte, sowie Enkh Jargal, der mongolische Meister der Pferdekopfgeige und des Ober- und Unterton-gesangs und Aliocha Regnard an der skandinavischen Schlüsselharfe zur Seite. Julia Malischnig & Mathias Duplessy & The Violins of the World feiern mit ihrem spektakulären Pro-gramm eine Weltpremiere bei den Tiroler Festspielen in Erl. „Una Noche de Guitarra – Exótica!“ – fünf herausragende Musiker beeindrucken durch ihr mitreissendes Zusammenspiel auf Gitarren und exotischen Saiteninstrumenten mit asiatischen Klängen, keltischen Rhythmen, Blues Spirit und mongolischen wie Kärntner Melodien.
Oper

R. Wagner: Der Ring des Nibelungen - Das Rheingold

Der Ring des Nibelungen

Orchester und Chorakademie der Tiroler Festspiele Erl

Mit Michael Kupfer-Radecky, Hermine Haselböck, Johannes Chum, Ferdinand von Bothmer, Joo Anne Bitter, Franz Hawlata, Andrea Silvestrelli, Giorgio Valenta, Alena Sautier, Yukiko Aragaki, Michiko Watanabe

Musikalische Leitung und Licht: Gustav Kuhn
Bühnenbild: Jan Hax Halama
Kostüme: Lenka Radecky
Dramaturgie: Andreas Leisner


In "Das Rheingold" raubt der Nibelung Alberich dem Rhein das Rheingold, das die Macht hat, alles zu beherrschen, und schmiedet daraus einen Ring. Dafür zahlt er einen hohen Preis: Er muss fortan der Liebe entsagen. Der Göttervater Wotan hat unterdessen ein anderes Problem. Er ließ sich von den Riesen Fafner und Fasolt eine Burg bauen und versprach ihnen als Bezahlung die Göttin Freia. Doch Wotan überlegt es sich anders und will die Riesen mit Alberichs Ring entlohnen. Wotan raubt Alberich den Ring, worauf dieser den Ring verflucht. Der Fluch zeigt Wirkung: Fafner erschlägt seinen Bruder und zieht mit dem Ring davon.

"Die Walküre" präsentiert gleich zu Beginn Wotans unehelichen Spross Siegmund, der ein widerstandsfähiges Schwert findet, mit seiner Zwillingsschwester Sieglinde inzestuösen Ehebruch begeht und dadurch den Zorn Frickas, Wotans Frau und Hüterin der Ehe, herausfordert. Wotan, von Fricka gezwungen, das sittenwidrige Paar zu vernichten, beauftragt seine Lieblingstochter, die Walküre Brünnhilde, mit dem Mord. Doch Brünnhilde hat Mitleid, besonders mit der schwangeren Sieglinde, und weigert sich. Wotan greift selbst zur Waffe, zertrümmert Siegmunds Schwert und tötet ihn. Sieglinde entkommt, und die widerspenstige Brünnhilde bekommt zur Strafe einen feurigen Keuschheitsgürtel, den nur ein wirklicher Held durchbrechen kann

Jahre später - im vierteiligen Ring bereits einen Tag später - kommt "Siegfried" ins Spiel, der von Alberichs Bruder Mime großgezogen wird. Siegfried, der nicht weiß, dass er zu Wotans Plan gehört, die Welt vom Fluch des Ringes zu erlösen, erschlägt Fafner, der sich inzwischen in einen Drachen verwandelt hat, und nimmt den Ring an sich. Siegfried verliebt sich in Brünnhilde und überlässt ihr den Ring als Liebespfand.

Zeit für die "Götterdämmerung": Hagen, der Sohn Alberichs, flößt Siegfried einen Zaubertrank ein, worauf dieser Brünnhilde vergisst und sich in Gutrune verliebt. Siegfried nimmt Brünnhilde den Ring wieder ab, worauf diese Hagen aus Rache Siegfrieds verwundbare Stelle verrät. Hagen tötet Siegfried, der in seiner letzten Stunde wieder klar sieht und um seine Liebe zu Brünnhilde weiß. Brünnhilde lässt einen Scheiterhaufen für Siegfried errichten und stürzt sich zu ihrem Geliebten in die Flammen. Darauf tritt der Rhein über seine Ufer und die Rheintöchter holen sich zurück, was ihnen gehört: den Ring. Der Fluch ist beendet durch Brünnhilds Liebe. Doch auch das Ende der Götter ist besiegelt, denn die Flammen des Scheiterhaufens entzünden Walhall, den Wohnsitz der Götter. Eine neue, ungewisse Weltordnung bricht an.

In deutscher Sprache
mit deutschen und englischen Übertiteln
Oper

R. Wagner: Der Ring des Nibelungen - Die Walküre

Orchester und Chorakademie der Tiroler Festspiele Erl
Siegmund (Tenor): Andrew Sritheran, Markus Petsch
Sieglinde (Sopran): Magdalena Anna Hofmann, Veronika Farkas
Hunding (Bass): Raphael Sigling, Michael Doumas
Wotan (Bariton): Vladimir Baykov, Adam Horvath

Brünnhilde (Sopran): Susanne Geb
Fricka (Mezzo): Hermine Haselböck, Svetlana Kotina
Helmwige (Sopran): Agnes Selma Weiland, Magdalena Kozakiewicz
Gerhilde (Sopran): Martina Bortolotti, Giancarla Bettella
Ortlinde (Sopran): Michiko Watanabe
Siegrune (Mezzo): Veronika Farkas
Rossweisse (Mezzo): Anna Lucia Nardi, Tamara Cardo
Waltraute (Mezzo): Rita Lucia Schneider, Anna Werle
Grimgerde (Alt): Michela Bregantin
Schwertleite (Alt): Alena Sautier, Marion Eckstein

Musikalische Leitung und Licht: Gustav Kuhn
Bühnenbild: Jan Hax Halama
Kostüme: Lenka Radecky
Dramaturgie: Andreas Leisner


In "Das Rheingold" raubt der Nibelung Alberich dem Rhein das Rheingold, das die Macht hat, alles zu beherrschen, und schmiedet daraus einen Ring. Dafür zahlt er einen hohen Preis: Er muss fortan der Liebe entsagen. Der Göttervater Wotan hat unterdessen ein anderes Problem. Er ließ sich von den Riesen Fafner und Fasolt eine Burg bauen und versprach ihnen als Bezahlung die Göttin Freia. Doch Wotan überlegt es sich anders und will die Riesen mit Alberichs Ring entlohnen. Wotan raubt Alberich den Ring, worauf dieser den Ring verflucht. Der Fluch zeigt Wirkung: Fafner erschlägt seinen Bruder und zieht mit dem Ring davon.

"Die Walküre" präsentiert gleich zu Beginn Wotans unehelichen Spross Siegmund, der ein widerstandsfähiges Schwert findet, mit seiner Zwillingsschwester Sieglinde inzestuösen Ehebruch begeht und dadurch den Zorn Frickas, Wotans Frau und Hüterin der Ehe, herausfordert. Wotan, von Fricka gezwungen, das sittenwidrige Paar zu vernichten, beauftragt seine Lieblingstochter, die Walküre Brünnhilde, mit dem Mord. Doch Brünnhilde hat Mitleid, besonders mit der schwangeren Sieglinde, und weigert sich. Wotan greift selbst zur Waffe, zertrümmert Siegmunds Schwert und tötet ihn. Sieglinde entkommt, und die widerspenstige Brünnhilde bekommt zur Strafe einen feurigen Keuschheitsgürtel, den nur ein wirklicher Held durchbrechen kann

Jahre später - im vierteiligen Ring bereits einen Tag später - kommt "Siegfried" ins Spiel, der von Alberichs Bruder Mime großgezogen wird. Siegfried, der nicht weiß, dass er zu Wotans Plan gehört, die Welt vom Fluch des Ringes zu erlösen, erschlägt Fafner, der sich inzwischen in einen Drachen verwandelt hat, und nimmt den Ring an sich. Siegfried verliebt sich in Brünnhilde und überlässt ihr den Ring als Liebespfand.

Zeit für die "Götterdämmerung": Hagen, der Sohn Alberichs, flößt Siegfried einen Zaubertrank ein, worauf dieser Brünnhilde vergisst und sich in Gutrune verliebt. Siegfried nimmt Brünnhilde den Ring wieder ab, worauf diese Hagen aus Rache Siegfrieds verwundbare Stelle verrät. Hagen tötet Siegfried, der in seiner letzten Stunde wieder klar sieht und um seine Liebe zu Brünnhilde weiß. Brünnhilde lässt einen Scheiterhaufen für Siegfried errichten und stürzt sich zu ihrem Geliebten in die Flammen. Darauf tritt der Rhein über seine Ufer und die Rheintöchter holen sich zurück, was ihnen gehört: den Ring. Der Fluch ist beendet durch Brünnhilds Liebe. Doch auch das Ende der Götter ist besiegelt, denn die Flammen des Scheiterhaufens entzünden Walhall, den Wohnsitz der Götter. Eine neue, ungewisse Weltordnung bricht an.

In deutscher Sprache
mit deutschen und englischen Übertiteln
Oper

R. Wagner: Der Ring des Nibelungen - Siegfried

Orchester und Chorakademie der Tiroler Festspiele Erl
Musikalische Leitung und Licht: Gustav Kuhn
Sängerinnen und Sänger der Accademia di Montegral

Siegfried: Wolfgang Schwaninger, Gianluca Zampieri
Mime: Giorgio Valenta, Wolfram Wittekind
Der Wanderer: Thomas Gazheli, Adam Horvath
Alberich: Michael Mrosek
Fafner: Michael Doumas, Andrea Silvestrelli
Waldvogel: Joo-Anne Bitter, Magdalena Kozakiewicz
Erda: Rena Kleifeld, Alena Sautier
Brünnhilde: Susanne Geb, Nancy Weissbach
Horn: Gabriel Cupsinar

Bühnenbild: Jan Hax Halama
Kostüme: Lenka Radecky
Dramaturgie: Andreas Leisner


In "Das Rheingold" raubt der Nibelung Alberich dem Rhein das Rheingold, das die Macht hat, alles zu beherrschen, und schmiedet daraus einen Ring. Dafür zahlt er einen hohen Preis: Er muss fortan der Liebe entsagen. Der Göttervater Wotan hat unterdessen ein anderes Problem. Er ließ sich von den Riesen Fafner und Fasolt eine Burg bauen und versprach ihnen als Bezahlung die Göttin Freia. Doch Wotan überlegt es sich anders und will die Riesen mit Alberichs Ring entlohnen. Wotan raubt Alberich den Ring, worauf dieser den Ring verflucht. Der Fluch zeigt Wirkung: Fafner erschlägt seinen Bruder und zieht mit dem Ring davon.

"Die Walküre" präsentiert gleich zu Beginn Wotans unehelichen Spross Siegmund, der ein widerstandsfähiges Schwert findet, mit seiner Zwillingsschwester Sieglinde inzestuösen Ehebruch begeht und dadurch den Zorn Frickas, Wotans Frau und Hüterin der Ehe, herausfordert. Wotan, von Fricka gezwungen, das sittenwidrige Paar zu vernichten, beauftragt seine Lieblingstochter, die Walküre Brünnhilde, mit dem Mord. Doch Brünnhilde hat Mitleid, besonders mit der schwangeren Sieglinde, und weigert sich. Wotan greift selbst zur Waffe, zertrümmert Siegmunds Schwert und tötet ihn. Sieglinde entkommt, und die widerspenstige Brünnhilde bekommt zur Strafe einen feurigen Keuschheitsgürtel, den nur ein wirklicher Held durchbrechen kann

Jahre später - im vierteiligen Ring bereits einen Tag später - kommt "Siegfried" ins Spiel, der von Alberichs Bruder Mime großgezogen wird. Siegfried, der nicht weiß, dass er zu Wotans Plan gehört, die Welt vom Fluch des Ringes zu erlösen, erschlägt Fafner, der sich inzwischen in einen Drachen verwandelt hat, und nimmt den Ring an sich. Siegfried verliebt sich in Brünnhilde und überlässt ihr den Ring als Liebespfand.

Zeit für die "Götterdämmerung": Hagen, der Sohn Alberichs, flößt Siegfried einen Zaubertrank ein, worauf dieser Brünnhilde vergisst und sich in Gutrune verliebt. Siegfried nimmt Brünnhilde den Ring wieder ab, worauf diese Hagen aus Rache Siegfrieds verwundbare Stelle verrät. Hagen tötet Siegfried, der in seiner letzten Stunde wieder klar sieht und um seine Liebe zu Brünnhilde weiß. Brünnhilde lässt einen Scheiterhaufen für Siegfried errichten und stürzt sich zu ihrem Geliebten in die Flammen. Darauf tritt der Rhein über seine Ufer und die Rheintöchter holen sich zurück, was ihnen gehört: den Ring. Der Fluch ist beendet durch Brünnhilds Liebe. Doch auch das Ende der Götter ist besiegelt, denn die Flammen des Scheiterhaufens entzünden Walhall, den Wohnsitz der Götter. Eine neue, ungewisse Weltordnung bricht an.

1. Pause: 18.20 Uhr (ca. 25 Minuten)
2. Pause: 20.10 Uhr (ca. 25 Minuten)
Ende: 21.45 Uhr

In deutscher Sprache
mit deutschen und englischen Übertiteln
Oper

R. Wagner: Der Ring des Nibelungen - Götterdämmerung

Orchester und Chorakademie der Tiroler Festspiele Erl
Musikalische Leitung und Licht: Gustav Kuhn
Sängerinnen und Sänger der Accademia di Montegral

Siegfried: George Vincent Humphrey, Gianluca Zampieri
Hagen: Andrea Silvestrelli, Zelotes Edmund Toliver
Brünnhilde: Bettine Kampp, Mona Somm, Bea Robein
Gunther: Michael Kupfer-Radecky, James Roser
Alberich: Thomas Gazheli, Michael Mrosek
Gutrune: Joo-Anne Bitter, Susanne Geb
Waltraute: Svetlana Kotina, Rita Lucia Schneider
Erste Norn: Marion Eckstein, Alena Sautier
Zweite Norn: Michela Bregantin, Junhua Hao
Dritte Norn: Joo Anne Bitter, Marianna Szivkova
Woglinde: Yukiko Aragaki, Atsuko Koyama
Wellgunde: Michiko Watanabe, Naoko Baba
Floßhilde: Junhua Hao, Misaki Ono

Bühnenbild: Jan Hax Halama
Kostüme: Lenka Radecky
Dramaturgie: Andreas Leisner


In "Das Rheingold" raubt der Nibelung Alberich dem Rhein das Rheingold, das die Macht hat, alles zu beherrschen, und schmiedet daraus einen Ring. Dafür zahlt er einen hohen Preis: Er muss fortan der Liebe entsagen. Der Göttervater Wotan hat unterdessen ein anderes Problem. Er ließ sich von den Riesen Fafner und Fasolt eine Burg bauen und versprach ihnen als Bezahlung die Göttin Freia. Doch Wotan überlegt es sich anders und will die Riesen mit Alberichs Ring entlohnen. Wotan raubt Alberich den Ring, worauf dieser den Ring verflucht. Der Fluch zeigt Wirkung: Fafner erschlägt seinen Bruder und zieht mit dem Ring davon.​

"Die Walküre" präsentiert gleich zu Beginn Wotans unehelichen Spross Siegmund, der ein widerstandsfähiges Schwert findet, mit seiner Zwillingsschwester Sieglinde inzestuösen Ehebruch begeht und dadurch den Zorn Frickas, Wotans Frau und Hüterin der Ehe, herausfordert. Wotan, von Fricka gezwungen, das sittenwidrige Paar zu vernichten, beauftragt seine Lieblingstochter, die Walküre Brünnhilde, mit dem Mord. Doch Brünnhilde hat Mitleid, besonders mit der schwangeren Sieglinde, und weigert sich. Wotan greift selbst zur Waffe, zertrümmert Siegmunds Schwert und tötet ihn. Sieglinde entkommt, und die widerspenstige Brünnhilde bekommt zur Strafe einen feurigen Keuschheitsgürtel, den nur ein wirklicher Held durchbrechen kann

Jahre später - im vierteiligen Ring bereits einen Tag später - kommt "Siegfried" ins Spiel, der von Alberichs Bruder Mime großgezogen wird. Siegfried, der nicht weiß, dass er zu Wotans Plan gehört, die Welt vom Fluch des Ringes zu erlösen, erschlägt Fafner, der sich inzwischen in einen Drachen verwandelt hat, und nimmt den Ring an sich. Siegfried verliebt sich in Brünnhilde und überlässt ihr den Ring als Liebespfand.

Zeit für die "Götterdämmerung": Hagen, der Sohn Alberichs, flößt Siegfried einen Zaubertrank ein, worauf dieser Brünnhilde vergisst und sich in Gutrune verliebt. Siegfried nimmt Brünnhilde den Ring wieder ab, worauf diese Hagen aus Rache Siegfrieds verwundbare Stelle verrät. Hagen tötet Siegfried, der in seiner letzten Stunde wieder klar sieht und um seine Liebe zu Brünnhilde weiß. Brünnhilde lässt einen Scheiterhaufen für Siegfried errichten und stürzt sich zu ihrem Geliebten in die Flammen. Darauf tritt der Rhein über seine Ufer und die Rheintöchter holen sich zurück, was ihnen gehört: den Ring. Der Fluch ist beendet durch Brünnhilds Liebe. Doch auch das Ende der Götter ist besiegelt, denn die Flammen des Scheiterhaufens entzünden Walhall, den Wohnsitz der Götter. Eine neue, ungewisse Weltordnung bricht an.

1. Pause: 18.50 Uhr (ca. 25 Minuten)
2. Pause: 20.20 Uhr (ca. 25 Minuten)
Ende: 22.00 Uhr

In deutscher Sprache
mit deutschen und englischen Übertiteln
Ereignisse / Konzert Windkraft Tirol Kapelle f. Neue Musik Innsbruck, -
Ereignisse / Festival Innsbrucker Festwochen der Alten Musik Innsbruck, Herzog-Friedrich-Straße 21/1
Ereignisse / Festival Tiroler Festspiele Erl Innsbruck, Mühlgraben 56 a
im Festpsielhaus Erl
Ereignisse / Festival Klangspuren Schwaz Schwaz, Ullreichstrasse 8a
Festival für Neue Musik
Ereignisse / Wettbewerb La Bottega dell'Arte Fiera di Primiero, Via Fiume 5