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Theater und Orchester Heidelberg

Spielzeit 2021|22
Um flexibel auf die sich ändernde Situation im Umgang mit dem Corona-Virus reagieren zu können, stellt das Theater und Orchester Heidelberg die Premieren der Spielzeit 2021|22 in drei Teilen vor.

Die Saison beginnt am 11. September 2021 mit der Schauspielpremiere »Tartuffe« in der Regie von Intendant Holger Schultze. Am 8. Oktober 2021 feiert die Theaterfassung von Erich Kästners »Fabian. Die Geschichte eines Moralisten« als erste Inszenierung von Brit Bartkowiak als Oberspielleiterin Premiere und zieht beunruhigende Parallelen totalitärer Strukturen zur Gegenwart. Aus der Zukunft zurück ins Heute führt die Uraufführung »Restworld«, Premiere am 15. Oktober 2021 – die erste Arbeit des Frankfurter Duos F. Wiesel am Theater und Orchester Heidelberg. Im Dezember beziehen sich mit der Premiere »Tyll« nach dem Roman von Daniel Kehlmann am 3. Dezember 2021 und Bertolt Brechts »Mutter Courage und ihre Kinder« am 10. Dezember 2021 gleich zwei Stücke auf die Zeit des Dreißigjährigen Krieges, beide mit völlig unterschiedlichen Perspektiven auf die historischen Ereignisse.

Das Musiktheater lässt gleich zu Beginn der neuen Spielzeit Musicalfanherzen höherschlagen: Unter der musikalischen Leitung von Marcos Padotzke, bekannt von »Souvenirs, Souvenirs!« auf dem Sonnendeck, wird die große Musical-Gala »Broadway Forever« auf die Bühne gebracht. Eine ganz andere Richtung schlägt die Uraufführung der Kammeroper »Gerade sein und Mensch werden: Sophie Scholl« ein, ein Auftragswerk anlässlich des 100. Geburtstag der Widerstandskämpferin, komponiert von Karola Obermüller, die 2021 den Heidelberger Künstlerinnenpreis erhielt. Vom Musiktheater zur Oper geht es mit der packenden Geistergeschichte »The Turn oft the Screw« von Benjamin Britten, Premiere ist am 16. Oktober 2021. Ins Barock führt in diesem Jahr bereits ab Anfang November die 15. Ausgabe des Festivals Winter in Schwetzingen, das mit der Premiere »Was frag ich nach der Welt« am 6. November 2021 startet. Das komplette Festivalprogramm wird die Operndirektion zum Vorverkaufsstart Mitte September 2021 vorstellen. Vom Barock in die Romantik geht es mit »I Capuleti e i Montechi«: Vincenzo Bellinis Vertonung der wohl bekanntesten Liebesgeschichte der Welt, Romeo und Julia, feiert am 28. November 2021 Premiere; Regie führt Andrea Schwalbach, es dirigiert Generalmusikdirektor Elias Grandy. Auch das 1. Philharmonische Konzert ab 6. Oktober 2021 sowie das 3. Philharmonische Konzert ab 8. Dezember 2021 werden musikalisch von Elias Grandy geleitet, dabei wird im Oktober unter anderem ein Werk von Lisa Streich zu hören sein, Künstlerinnenpreisträgerin 2022. Für das 2. Philharmonische Konzert ab 17. November 2021 kehrt Gérard Kersten als Dirigent nach Heidelberg zurück. Die Konzerte werden jeweils an drei Tagen in der Aula der Neuen Universität gespielt. Silvester- und Neujahrskonzert, das Jugendkammerkonzert »Female Genius« mit Moderator Malte Arkona und zwei Bachchor-Konzerte runden das Programm ab; Kammer- und Lunchkonzerte sowie weitere Konzerte für junges Publikum folgen.

Das Programm des Jungen Theaters bietet mit sieben Premieren bis Dezember 2021 für jede Altersgruppe, jeden Geschmack und jedes Thema die passende Premiere. Den Beginn macht die Uraufführung »Und außerdem sind Borsten schön« (3+) nach dem Bilderbuch von Nadia Budde am 19. September 2021. Mit »Schimmerndes Wasser« (12+), »Mio, mein Mio« (10+) und der unkonventionellen Weihnachtsgeschichte »Ox & Esel« (5+) feiern bisher nur digital gezeigte Inszenierungen endlich analog Premiere. »Bambi« (11+) nach Felix Salten hingegen wird ausschließlich für den digitalen Raum produziert, Premiere ist am 5. Oktober 2021. Mit den Premieren »Krähe und Bär« (10+) am 6. November 2021 sowie »Der gestiefelte Kater« (6+) am 7. November 2021 erobern weitere tierische Held*innen die Bühnen des Jungen Theaters.

Das Dance Theatre Heidelberg überlässt mit der Premiere von »No Tears Left To Cry« am 2. Oktober 2021 dem international geschätzten Choreografen Renan Martins die Bühne, der astronomische Phänomene thematisieren wird. Iván Pérez Choreografie »Oscillation« feiert am 23. Oktober 2021 Premiere und schließt damit die Millennial-Trilogie ab; das Stück wurde noch während der Pandemie choreografiert und reflektiert die veränderten Lebensbedingungen.

Kontakt

Theater und Orchester Heidelberg
Theaterstraße 10
D-69117 Heidelberg

Telefon: +49 (0) 62 21-5820 000
E-Mail: tickets@theater.heidelberg.de

 

Öffnungszeiten Theaterkasse
Montag bis Samstag von 11.00 bis 18.00 Uhr

Die Abendkasse öffnet in der Regel eine Stunde vor Vorstellungsbeginn. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass hier der Verkauf von Karten für die jeweiligen Abendvorstellungen absoluten Vorrang hat.

(Foto: © Thomas_Ott)
Bewertungschronik

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Schauspiel

Restworld

Schauspiel von Dietmar Dath und F. Wiesel | Uraufführung

Empfohlen ab 16 Jahren

Cowboys streifen durch einen menschenleeren Vergnügungspark in der Wüste vor Heidelberg: eine zurückgelassene Wild-West-Fantasie für Revolverhelden und Freizeit-Banditen. Wo einst Androiden Sehnsuchtsfantasien bespielten, machen sie sich jetzt Gedanken darüber, was bleibt, wenn sie sich von den Menschen nur noch erzählen können.
Ausgehend von Motiven des Films »Westworld« von Michael Crichton (1973) und der gleichnamigen Fernsehserie (2016) untersucht die Stückentwicklung, wie Science-Fiction-Erzählungen heute mögliche Zukünfte verhandeln können. Und wer verteilt im Wilden Westen eigentlich die Rollen?

»Restworld« ist die erste Arbeit des Frankfurter Duos F. Wiesel am Theater und Orchester Heidelberg und ihre zweite Zusammenarbeit mit dem Autor und Journalisten Dietmar Dath. In den Arbeiten von F. Wiesel bilden Figuren- und Objekttheater sowie der Einsatz analoger Filmtricktechnik einen Schwerpunkt.

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Oper

The Turn of the Screw

Oper in einem Prolog und zwei Akten von Benjamin Britten

nach der Erzählung von Henry James

Empfohlen ab 16 Jahren

Als eine Kinderfrau eine neue Stelle in einem britischen Landhaus antritt, ahnt sie noch nicht, welch dunkles Geheimnis sich um die beiden Waisenkinder Miles und Flora rankt, die fortan in ihrer Obhut stehen. Im Garten beobachtet die junge Frau unheimliche Gestalten, und die altgediente Haushälterin Mrs. Grose rätselt, ob es sich um die Geister zweier verstorbener Angestellten handelt, die ihre Hände nach den Kindern ausstrecken.
Gleich einem Puzzle setzen sich die nebulös erscheinenden Erzählstränge der packenden Geistergeschichte wie ein mysteriöses Traumgebilde zusammen, wodurch ein Sog entsteht, der uns immer tiefer in die Geschehnisse eintauchen lässt – wie die Schraube, die sich ins Holz bohrt: Mit jeder Windung schwindet die Aussicht, aus den Abgründen, in die diese Spirale führt, wieder herauszufinden.

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Tanz

Oscillation | Choreografie von Iván Pérez

mit Musik von Ferran Cruixent | Uraufführung

Empfohlen ab 14 Jahren

Iván Pérez hat den letzten Teil der Millennial-Trilogie inmitten der Pandemie choreografiert. Er entwirft damit eine spannende und detaillierte Reflexion unserer veränderten Lebensbedingungen und befragt die notwendig gewordene zwischenmenschliche Distanz.

Getragen von neuer Orchestermusik des katalanischen Komponisten Ferran Cruixent ist »Oscillation« auch akustisch ein vielschichtiges Werk. Im Zusammenspiel der Elemente und des auffälligen visuellen Designs entstehen ausdrucksstarke Bilder, die nach dem Austausch mit Wissenschaftler*innen des Europäischen Labors für Molekularbiologie (EMBL) auch von Oszillationsprozessen der Zellen inspiriert sind. Die Spannung zwischen Nähe und Distanz lässt choreografisch neue Formen der Gemeinsamkeit entstehen und erkundet, wie wir trotz Abstand menschliche Beziehungen zueinander aufbauen können.

Die Inszenierung ist nicht für licht- und geräuschempfindliche Personen geeignet. Es wird Stroboskoplicht verwendet.

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Kindertheater

Krähe und Bär

Oder: die Sonne scheint für uns alle von Martin Baltscheit

Allerorts Eintönigkeit. Hinter den Gitterstäben langweilt sich ein Bär im Zoo. Auch die üppigen Mahlzeiten wollen ihm nicht so richtig schmecken. Der dicke Bär träumt von der Freiheit!
Eine Krähe fliegt über die Gehege hinweg, auf der Suche nach einem Leckerbissen. Doch die gierigen Zootiere lassen ihr noch nicht mal ein winziges Knöchelchen übrig. Das ungleiche Duo schließt Freundschaft. Können sie sich gegenseitig helfen? Die Lösung scheint verrückt und geradezu magisch: Körpertausch! Wenn das nicht abenteuerlich wird …
2014 rettete ein Bär im Budapester Zoo eine Krähe vor dem Ertrinken. Das Video der Rettungsaktion ging um die ganze Welt. Den renommierten Kinderbuchautor Martin Baltscheit inspirierte diese Begegnung der beiden ungleichen Tiere zu einer zeitgeistigen Fabel über Freiheit, Selbstbestimmung und Freundschaft.

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Oper

Was frag ich nach der Welt!

Ein Barock-Musiktheater

Empfohlen ab 16 Jahren

Mitten im Leben, fest auf dem Boden stehend und doch um die Endlichkeit dieses Lebens wissend …
Der ewige Kreislauf von Geburt, Leben und Tod fand seinen musikalischen Ausdruck in sakralen Kantaten und Madrigalen des Barock. Freude, Ironie, Trost, Liebesworte bis hin zu erotischen Anspielungen, all das geben diese lyrischen und musikalischen Vokalwerke wieder.

Für das Schwetzinger Rokokotheater errichten der auf barocke Aufführungspraxis spezialisierte Dirigent Clemens Flick und die Regisseurin Claudia Isabel Martin gemeinsam mit vier Sänger*innen und Musiker*innen des Philharmonischen Orchesters Heidelberg auf den Pfeilern deutscher Vokalmusik des 17. Jahrhunderts ein Barock-Musiktheater in bewegten Bildern und Raumklängen. Das Herzstück wird eines der schönsten überlieferten Werke dieser Epoche sein: Johann Christoph Bachs (1645—1693) Hochzeitskantate »Meine Freundin, du bist schön«, die auf Versen aus dem Hohelied Salomos basiert. Ihre Kenntnis verdanken wir Johann Sebastian Bach, der den musikalischen Nachlass seiner Vorväter in Form des »Altbachischen Archivs« lebendig hielt. Nun gilt es, diesen musikalischen Schatz der Öffentlichkeit wieder bekannt zu machen.

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Kindertheater

Der gestiefelte Kater

Familienstück von Thomas Freyer | frei nach den Brüdern Grimm

Der alte Müller stirbt und hinterlässt den älteren Söhnen Mühle und Hof. Hans, der Jüngste, erbt einzig den Kater. Doch das pelzige Erbstück erweist sich als sprechend, wagemutig und äußerst gewitzt. Der Kater verspricht Hans Gold und Ehre und stellt als einzige Bedingung ein Paar anständige Stiefel.

Und kaum sind die Pfoten in den Stiefeln verschwunden, geht es los. Es gelingt dem Kater, Eintritt in den Palast des Königs zu erhalten. Dort trifft er auf eine Prinzessin, die sich langweilt, weil sie immer nur Prinzessin sein darf; den völlig überarbeiteten Diener Gustav, der niemals Zeit zum Träumen hat; und den König selbst, der nichts begreift und am liebsten viel befiehlt. Schließlich schafft es der Kater, einen Zauberer zu besiegen, der sich selbst für so gefährlich hält, dass er die Gefahr nicht sieht. Liebenswert und unzufrieden, egoistisch, wohlmeinend und unbedarft sind die Märchenfiguren in diesem Theaterstück für die ganze Familie.

Die Regisseurin Yvonne Kespohl inszeniert mit der zeitgemäßen Fassung von Thomas Freyer die mehr als 200 Jahre alte Geschichte vom gestiefelten Kater, der seinem Herrn (und nicht bloß dem!) einen besseren Platz in der Welt verschaffen will. Nach »Pippi Langstrumpf« und »Ronja Räubertochter« ist es ihre dritte Produktion im Alten Saal.

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Schauspiel

Der Mond braust durch das Neckartal

Lieder und Texte aus dem romantischen Exil von Schumann, Heine, Eichendorff und anderen

Mit einem spartenübergreifenden Ensemble aus Schauspiel und Musiktheater begibt sich Holger Schultze auf Spurensuche und wirft einen lustvoll-distanzierten Blick auf das Romantische – damals und heute. Mit bekannten und unbekannten Liedern, Texten und Coverversionen von Clara Schumann und Franz Schubert, Heinrich Heine und Joseph von Eichendorff, Manfred Maurenbrecher und Konstantin Wecker – und vielen anderen.

Jetzt stecken sie fest. Auf der Flucht, im Exil sitzen sie auf ihren Habseligkeiten und blicken über die Grenzlinie, den Fluss, zurück auf ihre Heimat. Aus der Distanz kommentieren sie kontrovers die unübersichtliche politische Lage in Deutschland. Sie schwelgen in Erinnerungen an glückliche und weniger glückliche Zeiten. Sie fantasieren über die ungewisse Zukunft. Sie diskutieren unterschiedliche Lebensentwürfe. Sie streiten sich, verlieben sich und entfremden sich voneinander. Sie hauen sich Lieder und Texte um die Ohren und finden zueinander im Chorgesang. Sie sind aufgebrochen zu einer Reise mit unbekanntem Ausgang. Jetzt gibt es kein Zurück mehr. Jetzt stecken sie fest. Sie sind der Fanclub der Sehnsucht, unverbesserliche Romantiker*innen.

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Schauspiel

Tartuffe

Komödie von Molière

Familienvater Orgon hat einen neuen besten Freund: Tartuffe, ein zwar mittelloser, dafür aber zutiefst moralischer und strenggläubiger Mensch, dem Orgon sogar seine Tochter verspricht, obwohl die schon längst verlobt ist. Seltsam nur, dass außer Orgon und seiner Mutter niemand aus der ganzen Familie Tartuffe diese perfekte menschliche Fassade abnimmt.
Wie in aller Welt lässt sich Orgon davon überzeugen, dass er einem Heuchler aufgesessen ist, dem er bereits die Schenkungsurkunde für den Familiensitz anvertraut hat?

»Tartuffe« ist die meistgespielte französische Komödie aller Zeiten. Die Uraufführung 1664 im Versailler Schloss löste einen Theaterskandal aus und zog ein sofortiges Aufführungsverbot nach sich. In einer Zeit der kriselnden Fakten bleibt das Stück runde 350 Jahre später eine intelligente und scharfe Satire auf die Gegenwart.

Deutsche Fassung von Wolfgang Wiens

Regie: Holger Schultze
Bühne und Kostüme: Jan Hendrik Neidert | Lorena Díaz Stephens
Musik: (Harfe und Orgel) Dominik Dittrich
Lichtdesign: Ralf Kabrhel
Dramaturgie: Lene Grösch
Theaterpädagogik: Jeremy Heiß

Empfohlen ab 14 Jahren

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Kindertheater

Und auẞerdem sind Borsten schön

Eine Ensembleproduktion nach Nadia Buddes gleichnamigem Bilderbuch
Junges Theater /

Wir werden geboren, wachsen heran – mal sind die Arme zu lang, die Beine zu kurz oder der Bauch zu rund. Immer ist er in Veränderung, immer bei uns – unser Körper. Er schützt uns, macht uns gleichzeitig angreifbar und ist unser Vertreter in der Welt.
Körperbilder sind Teil der Gesellschaft. Kinder werden größer und sogleich erfahren sie Erwartungen an ihren Körper – ausgehend sowohl von ihnen selbst als auch von außen.
Das Produktionsteam forscht auf der Basis von Nadia Buddes Bilderbuch »Und außerdem sind Borsten schön« zu Körperbildern, Schönheitsidealen und den damit verbundenen Stereotypen. Dabei steht ein experimentierfreudiger Umgang mit Form und Bewegung im Zentrum der künstlerischen Suche – inspiriert von Nadia Buddes These: »Eins ist wichtig, wie du bist, so bist du richtig!«

Regie: Anne Wittmiß
Bühne und Kostüme: Naomi Kean
Dramaturgie: Mathilde Lehmann | Theresa Leopold
Theaterpädagogik: Markus Strobl
Regieassistenz: Elisabeth Schneider
Spielleitung: Paula Handl

Mit: Johanna Dähler | Magdalena Wabitsch

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Musiktheater

Pagliacci (Der Bajazzo)

Oper von Ruggero Leoncavallo
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Mit Ruggero Leoncavallos beliebtem italienischen Opernklassiker »Pagliacci« realisiert Regisseurin Andrea Schwalbach große Oper im kompakten Format. Das Drama der Protagonist*innen, deren Gefühlswelt Kopf steht, verdichtet sich in einem Kammerspiel, welches die großen Themen wie Sehnsucht, Eifersucht, Liebe und das damit einhergehende und untrennbare Leid in den Fokus rückt.
Bajazzo Canio reist mit seiner Wandertruppe unter der Sonne Italiens von Dorf zu Dorf und gibt allabendlich den lachenden Clown. Wie es aber unter dem Deckmantel der Maskerade dem Künstler ergeht, bleibt für das Publikum unsichtbar. Canios Frau Nedda sehnt sich nach einem steten Leben abseits des Wanderzirkus und verliebt sich in den Bauern Silvio, der der jungen Frau eine Perspektive bietet. Während eines Auftritts wird Canio Opfer seiner eigenen Eifersucht. Aus heiterem Spiel wird urplötzlich tödlicher Ernst.
Die Komponisten des italienischen Verismo (abgeleitet vom Adjektiv »vero«, zu Deutsch: wahr/echt) antizipierten ein Hollywood avant la lettre, in dem Geschichten »wie aus dem Leben« das Publikum begeistern und in den emotionalen Strudel der Geschehnisse hineinreißen sollten. So gelang Ruggero Leoncavallo eine ambivalente, packende Kriminaloper, die vor Spannung strotzt und zu Tränen rührt.

Musikalische Leitung: Dietger Holm
Regie: Andrea Schwalbach
Bühne: Anne Neuser
Kostüme: Alexandre Corazzola
Lichtdesign: Ralph Schanz
Chordirektion: Michael Pichler
Dramaturgie: Thomas Böckstiegel
Musiktheaterpädagogik: Judith Raspe

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Theater

Mio, mein Mio

Eine Theaterperformance mit Livemusik für junges Publikum nach Astrid Lindgren

Für die Bühne bearbeitet von Markolf Naujoks

Es gibt Zeiten, da muss man sein Schicksal selbst in die Hand nehmen. Der Waisenjunge Bosse lebt bei Pflegeeltern, die nur wenig Interesse an ihm zeigen. Doch eines Tages erreicht ihn eine geheimnisvolle Botschaft mit dem Auftrag, ins Land der Ferne zu reisen. Entschlossen macht er sich auf den Weg.
Dort wird er sofort vom König dieses Landes begrüßt: »Mio, mein Mio! Endlich!« Bosse kann sein Glück kaum fassen: Er heißt eigentlich Mio und ist der Sohn des Königs, der seit Tausenden von Jahren auf ihn gewartet hat. Doch sein Glück wird getrübt durch die dunkle Macht des finsteren Ritters Kato.
Mio macht sich mit seinem Freund Jum Jum und dem
Pferd Miramis auf in den Kampf gegen das Böse.
Astrid Lindgren zeichnete einzigartig ehrliche Held*innen. Regisseur Markolf Naujoks erzählt die Geschichte über Mut, Freundschaft und die Kraft der Fantasie mit Bildgewalt und Livemusik für das junge Publikum.

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Theater

Fabian | Schauspiel nach dem Roman von Erich Kästner

Empfohlen ab 15 Jahren

Berlin um 1930. Ruhelos durchstreifen Jakob Fabian und sein Freund Stephan Labude die brodelnde Großstadt, lernen Menschen aus allen sozialen Schichten kennen und erleben gewissenlose Manipulationen. Während Labude politisch zu handeln versucht, bleibt Fabian passiv. Da wird ihm ein Posten bei einer rechtsgerichteten Zeitung angeboten.

»Fabian«, ursprünglicher Titel »Der Gang vor die Hunde«, ist Erich Kästners Meisterwerk, eine weitsichtige Satire auf deutsche Zustände am Ende der »goldenen« Zwanziger Jahre. Die Weimarer Republik steuert auf ihren Untergang zu. Der Kapitalismus gipfelt in der Weltwirtschaftskrise und liefert die Bevölkerung mehrheitlich dem ökonomischen und psychischen Ruin aus. Totalitäre Ideologien haben Konjunktur. Ihre Schrecken nimmt Kästners »Geschichte eines Moralisten« vorweg. Mit beunruhigenden Parallelen zur heutigen Zeit.

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Tanz

No Tears Left to Cry

Choreografie von Renan Martins | Uraufführung

Der brasilianische Gastchoreograf Renan Martins schafft mit »No Tears Left to Cry« eine vielseitige Reise rund um die Rückkehr des Saturn, dem astrologischen Phänomen, welches vor allem für seine tiefgreifende transformatorische Kraft bekannt ist.

Es ist das erste Mal, dass Iván Pérez als künstlerischer Leiter des Dance Theatre Heidelberg (DTH) einen internationalen Künstler mit einer abendfüllenden Produktion betraut. In einem fiktiven Clubbing-Raum wird Popmusik zum Motor der Bewegungen und die Tänzer:innen präsentieren sich als saturnische Körper, durch die verschiedene Geschichten und popkulturelle Referenzen zum Ausdruck gebracht werden. »No Tears Left to Cry« ist eine Zusammenarbeit mit dem Berliner Musiker Dø√Σ Ç@KΣ und bietet MTV Musikvideo- Einflüssen und Volkstänzen genauso eine Bühne wie persönlichen Erzählungen. Über all dem spannt sich die Frage: Wenn wir endlich wieder gemeinsam tanzen können – was wird dieser Tanz sein?

Die Inszenierung ist nicht für licht- und geräuschempfindliche Personen geeignet. Es wird Stroboskoplicht verwendet.

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Ausstellung

Bühnenwelten

Modelle aus dem Spielplan des Theaters und Orchesters Heidelberg 2015 bis 2021

Bevor das Bühnenbild für eine Inszenierung in den Werkstätten des Theaters gebaut wird, bauen es die Bühnenbildner*innen schon einmal im kleinen Maßstab vorab: als Modell. Diese Entwürfe bekommt das Publikum selten zu Gesicht, dabei handelt es sich oft um faszinierende Kunstwerke. Eine Auswahl solcher Bühnenbildmodelle aus den letzten Jahren gibt es jetzt als Ausstellung zu sehen – und zwar in den Ausstellungsräumen des Kurpfälzischen Museums. Jeweils thematisch passend zur Sammlung des Museums, treten die Bühnenbilder im kulturgeschichtlichen Ambiente der jeweiligen Epoche in einen spannenden Dialog mit Spitzenwerken der Kunst von der Renaissance über die Romantik bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Freuen Sie sich auf bekannte und unbekannte Bühnenwelten! Zugleich ist die Ausstellung ein Zeichen der Solidarität mit den Theaterausstatter*innen, die während des Lockdowns keine Arbeitsmöglichkeiten hatten.

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Theater

Der Gott des Gemetzels

Schauspiel von Yasmina Reza

aus dem Französischen von Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel

Empfohlen ab 15 Jahren

Zwei elfjährige Jungs prügeln sich auf dem Schulhof, der eine schlägt mit dem Stock zu, der andere verliert zwei Schneidezähne. Unter zivilisierten Leuten, wie es die Eltern sind, spricht man die Sache gemeinsam durch. So beraten Annette und Alain mit Véronique und Michel bei Kaffee und Gebäck, wie man pädagogisch richtig auf Ferdinand (den Täter) und Bruno (das Opfer) einwirkt, konsensbemüht und politisch korrekt.
Doch unversehens brechen sich archaischere Impulse Bahn. Wer war denn eigentlich der Schuldige von den beiden Bengeln? Deutet nicht Ferdinands rabiates Verhalten auf Eheprobleme zwischen Alain und Annette hin? Und was ist schlimmer: dass Michel den Hamster seiner Tochter getötet hat oder dass Alain einen Pharmakonzern juristisch vertritt, und zwar ständig, über Handy? Von Sticheleien zu Wortgefechten, von Verbalhändeln zu Handgreiflichkeiten: Der gepflegte Nachmittag endet als Saalschlacht.

Das Stück der französischen Erfolgsautorin Yasmina Reza (»Kunst«, »Drei Mal Leben«) entlarvt Zivilisiertheit als dünne, zerbrechliche Folie über dem Konkurrenzkampf aller gegen alle. Nach wie vor herrscht: der Gott des Gemetzels.

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Theater

One Hit Wonder

Einmalig und hitverdächtig – Experimente aus den Ensembles

Eintritt frei!

»One Hit Wonder« heißt die neue Reihe des Theaters und Orchesters Heidelberg, bei der Eintagsfliegen zu großen Hits werden. Einmal im Monat entwerfen die Ensembles des Theaters in Eigenregie einen hausgemachten Abend außerhalb der Reihe. Kreativität und Spontanität sind keine Grenzen gesetzt und das Publikum erwartet jedes Mal ein anderes Genre: von Tanz über Schauspiel, bis Gesang und Lesungen experimentieren die Künstler*innen über alle Formen hinweg und schaffen neue Räume für Unterhaltung und Diskurs. Bei Musik und einem kühlen Getränk nach jeder Vorstellung wird jeder »One Hit Wonder«-Abend zu einem einmaligen Erlebnis.

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Theater und Orchester Heidelberg

Spielzeit 2021|22
Um flexibel auf die sich ändernde Situation im Umgang mit dem Corona-Virus reagieren zu können, stellt das Theater und Orchester Heidelberg die Premieren der Spielzeit 2021|22 in drei Teilen vor.

Die Saison beginnt am 11. September 2021 mit der Schauspielpremiere »Tartuffe« in der Regie von Intendant Holger Schultze. Am 8. Oktober 2021 feiert die Theaterfassung von Erich Kästners »Fabian. Die Geschichte eines Moralisten« als erste Inszenierung von Brit Bartkowiak als Oberspielleiterin Premiere und zieht beunruhigende Parallelen totalitärer Strukturen zur Gegenwart. Aus der Zukunft zurück ins Heute führt die Uraufführung »Restworld«, Premiere am 15. Oktober 2021 – die erste Arbeit des Frankfurter Duos F. Wiesel am Theater und Orchester Heidelberg. Im Dezember beziehen sich mit der Premiere »Tyll« nach dem Roman von Daniel Kehlmann am 3. Dezember 2021 und Bertolt Brechts »Mutter Courage und ihre Kinder« am 10. Dezember 2021 gleich zwei Stücke auf die Zeit des Dreißigjährigen Krieges, beide mit völlig unterschiedlichen Perspektiven auf die historischen Ereignisse.

Das Musiktheater lässt gleich zu Beginn der neuen Spielzeit Musicalfanherzen höherschlagen: Unter der musikalischen Leitung von Marcos Padotzke, bekannt von »Souvenirs, Souvenirs!« auf dem Sonnendeck, wird die große Musical-Gala »Broadway Forever« auf die Bühne gebracht. Eine ganz andere Richtung schlägt die Uraufführung der Kammeroper »Gerade sein und Mensch werden: Sophie Scholl« ein, ein Auftragswerk anlässlich des 100. Geburtstag der Widerstandskämpferin, komponiert von Karola Obermüller, die 2021 den Heidelberger Künstlerinnenpreis erhielt. Vom Musiktheater zur Oper geht es mit der packenden Geistergeschichte »The Turn oft the Screw« von Benjamin Britten, Premiere ist am 16. Oktober 2021. Ins Barock führt in diesem Jahr bereits ab Anfang November die 15. Ausgabe des Festivals Winter in Schwetzingen, das mit der Premiere »Was frag ich nach der Welt« am 6. November 2021 startet. Das komplette Festivalprogramm wird die Operndirektion zum Vorverkaufsstart Mitte September 2021 vorstellen. Vom Barock in die Romantik geht es mit »I Capuleti e i Montechi«: Vincenzo Bellinis Vertonung der wohl bekanntesten Liebesgeschichte der Welt, Romeo und Julia, feiert am 28. November 2021 Premiere; Regie führt Andrea Schwalbach, es dirigiert Generalmusikdirektor Elias Grandy. Auch das 1. Philharmonische Konzert ab 6. Oktober 2021 sowie das 3. Philharmonische Konzert ab 8. Dezember 2021 werden musikalisch von Elias Grandy geleitet, dabei wird im Oktober unter anderem ein Werk von Lisa Streich zu hören sein, Künstlerinnenpreisträgerin 2022. Für das 2. Philharmonische Konzert ab 17. November 2021 kehrt Gérard Kersten als Dirigent nach Heidelberg zurück. Die Konzerte werden jeweils an drei Tagen in der Aula der Neuen Universität gespielt. Silvester- und Neujahrskonzert, das Jugendkammerkonzert »Female Genius« mit Moderator Malte Arkona und zwei Bachchor-Konzerte runden das Programm ab; Kammer- und Lunchkonzerte sowie weitere Konzerte für junges Publikum folgen.

Das Programm des Jungen Theaters bietet mit sieben Premieren bis Dezember 2021 für jede Altersgruppe, jeden Geschmack und jedes Thema die passende Premiere. Den Beginn macht die Uraufführung »Und außerdem sind Borsten schön« (3+) nach dem Bilderbuch von Nadia Budde am 19. September 2021. Mit »Schimmerndes Wasser« (12+), »Mio, mein Mio« (10+) und der unkonventionellen Weihnachtsgeschichte »Ox & Esel« (5+) feiern bisher nur digital gezeigte Inszenierungen endlich analog Premiere. »Bambi« (11+) nach Felix Salten hingegen wird ausschließlich für den digitalen Raum produziert, Premiere ist am 5. Oktober 2021. Mit den Premieren »Krähe und Bär« (10+) am 6. November 2021 sowie »Der gestiefelte Kater« (6+) am 7. November 2021 erobern weitere tierische Held*innen die Bühnen des Jungen Theaters.

Das Dance Theatre Heidelberg überlässt mit der Premiere von »No Tears Left To Cry« am 2. Oktober 2021 dem international geschätzten Choreografen Renan Martins die Bühne, der astronomische Phänomene thematisieren wird. Iván Pérez Choreografie »Oscillation« feiert am 23. Oktober 2021 Premiere und schließt damit die Millennial-Trilogie ab; das Stück wurde noch während der Pandemie choreografiert und reflektiert die veränderten Lebensbedingungen.
Öffnungszeiten Theaterkasse
Montag bis Samstag von 11.00 bis 18.00 Uhr

Die Abendkasse öffnet in der Regel eine Stunde vor Vorstellungsbeginn. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass hier der Verkauf von Karten für die jeweiligen Abendvorstellungen absoluten Vorrang hat.

(Foto: © Thomas_Ott)

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Bewertungen & Berichte Theater und Orchester Heidelberg

Aufführungen / Oper Nationaltheater Oper Mannheim Mannheim, Mozartstr. 9
Aufführungen / Theater Theater im Pfalzbau Ludwigshafen Ludwigshafen, Berliner Str. 30
Aufführungen / Theater Nationaltheater Schauspiel Mannheim Mannheim, Mozartstr. 9
Aufführungen / Theater Theatergemeinde Volksbühne Heidelberg Heidelberg, Theaterstraße 10
Aufführungen / Ballett Hamburg Ballett John Neumeier
Aufführungen / Theater UnterwegsTheater Heidelberg Heidelberg, Hebelstr. 9
Ereignisse / Ballett Ballett Mannheim Mannheim, Mozartstr. 9
Ereignisse / Tanz Tanztheater Wuppertal Pina Bausch
Aufführungen / Theater Badisches Staatstheater Karlsruhe Karlsruhe, Baumeisterstr. 11
Aufführungen / Theater Theater Baden-Baden Baden-Baden, Goetheplatz 1

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