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ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

Das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe ist eine weltweit einzigartige Kulturinstitution, denn es ist ein Ort, der die originären Aufgaben des Museums erweitert.

Es ist ein Haus aller Medien und Gattungen, ein Haus sowohl der raumbasierten Künste wie Malerei, Fotografie und Skulptur als auch der zeitbasierten Künste wie Film, Video, Medienkunst, Musik, Tanz, Theater und Performance. Das ZKM wurde 1989 mit der Mission gegründet, die klassischen Künste ins digitale Zeitalter fortzuschreiben. Deshalb wird es gelegentlich auch das »elektronische bzw. digitale Bauhaus« genannt – ein Ausdruck, der auf den Gründungsdirektor Heinrich Klotz zurückgeführt wird.

In seiner Arbeit vereinigt das ZKM Forschung und Produktion, Ausstellungen und Aufführungen, Sammlung und Archive, Vermittlung und Veranstaltungen. Durch interdisziplinäre Verbindungen dieser Arbeitsfelder kann das ZKM als agile Organisation die Entwicklung der Kunst und Medien des 20. und 21. Jahrhunderts präsentieren wie produzieren.

Symposien und andere Formate theoretischer Diskurse zwischen Kunst, Philosophie, Wissenschaft, Technologie, Wirtschaft und Politik ergänzen das Programm des ZKM, um die Auswirkungen von Medialisierung, Digitalisierung und Globalisierung auf die Gesellschaft zu untersuchen.

(Foto: © ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe / ARTIS Uli Deck)

Kontakt

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien
Lorenzstraße 19
D-76135 Karlsruhe

Telefon: +49 (0) 721 - 8100-0
E-Mail: info@zkm.de

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Ausstellung

Critical Zones

Horizonte einer neuen Erdpolitik

Lange blieben die Reaktionen der Erde auf unser menschliches Handeln unbeachtet, doch spätestens mit der Protestbewegung Fridays for Future ist die Klimakrise in das öffentliche Bewusstsein gerückt. Die Gedankenausstellung »CRITICAL ZONES« lädt dazu ein, sich mit der KRITISCHEN Lage der Erde auf vielfältige Art und Weise zu befassen und neue Modi des Zusammenlebens zwischen allen Lebensformen zu erkunden.

Mittlerweile ist sich jede/r der existentiellen Bedrohung unserer (gemeinsamen) Lebensbedingungen auf dem Planeten Erde bewusst, doch nur sehr wenige besitzen eine Vorstellung davon, wie sie mit dieser neuen KRITISCHEN Situation umgehen sollen. Die BürgerInnen vieler entwickelter Länder wirken desorientiert; fast so, als würde man von ihnen verlangen, auf einem neuen Terroir – einer neuen Erde – zu landen, deren Reaktionen auf ihr Wirken sie lange ignoriert haben.

Die Erde als Netz aus KRITISCHEN ZONEN
Wir möchten folgende Hypothese aufstellen: Der beste Weg zur Kartierung dieser neuen Erde besteht darin, sie als ein Netz von KRITISCHEN ZONEN zu betrachten. Von verschiedensten Lebensformen im Laufe der Zeit erschaffen, bilden diese KRITISCHEN ZONEN eine nur wenige Kilometer dünne Oberfläche. Jene Lebensformen hatten die ursprüngliche Geologie der Erde völlig verändert, bevor die Menschheit sie in den letzten Jahrhunderten noch einmal verwandelte.

Im Laufe der Jahre haben WissenschaftlerInnen zahlreiche OBSERVATORIEN zur Untersuchung dieser KRITISCHEN ZONEN eingerichtet. Sie haben uns die komplexe Zusammensetzung und die extreme Zerbrechlichkeit dieser dünnen Haut der Erde vor Augen geführt, in der alle Lebensformen – auch die Menschen – zusammenleben müssen. Sie haben die Geowissenschaften auf vielfältige Weise erneuert, auf Wegen, die auch die Zustimmung Alexander von Humboldts gefunden hätten.

Eine neue Hinwendung zum IRDISCHEN
Zunehmend erkennen WissenschaftlerInnen, KünstlerInnen, AktivistInnen, PolitikerInnen und BürgerInnen, dass sich die Gesellschaft nicht allein an den Bedürfnissen der Menschheit orientieren darf, sondern wieder IRDISCH werden muss, wenn sie keine Bruchlandung hinlegen möchte. Das Projekt »Moderne« befindet sich seit Langem in vollem Gange, ohne Rücksicht auf die Grenzen des Planeten. Plötzlich jedoch gibt es eine allgemeine Hinwendung zur Erde und eine neue Aufmerksamkeit dafür, wie Lebewesen sie bewohnen könnten. In der POLITIK geht es nicht mehr nur darum, dass Menschen allein und ausschließlich für sich selbst Entscheidungen treffen, vielmehr ist POLITIK zu einem wesentlich komplexeren Unterfangen geworden. Neue Formen der Bürgerschaft und neue Arten der Aufmerksamkeit und Fürsorge für Lebensformen sind notwendig, um einen gemeinsamen Grund zu schaffen.

Die Ausstellung als OBSERVATORIUM DER KRITISCHEN ZONEN
Über einen Zeitraum von mehreren Monaten veranstaltet das ZKM eine Ausstellung, die im kleinen Maßstab das Modell einer neuen Räumlichkeit sowie die Vielfalt der Beziehungen zwischen den dort lebenden Lebensformen simuliert. Sie dient als OBSERVATORIUM DER KRITISCHEN ZONEN, in dem sich die BesucherInnen mit der neuen Situation vertraut machen können. Diese besondere Kombination aus Gedankenexperiment und Ausstellung wurde von Bruno Latour und Peter Weibel im Rahmen ihrer bisherigen Zusammenarbeit am ZKM entwickelt. »Iconoclash« im Jahr 2002, »Making Things Public« im Jahr 2005 und »Reset Modernity!« im Jahr 2016 bilden die drei vorherigen »Gedankenausstellungen«, die sich aus ihrer intensiven, inzwischen zwanzig Jahre währenden Arbeitsbeziehung ergaben.

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Digital

Berechenbar – Unberechenbar

Das ZKM in der Digitalen Kunsthalle des ZDF

In der Digitalen Kunsthalle des ZDF bewegen sich BesucherInnen durch das virtuelle ZKM und können dort computergenerierte Kunstwerke entdecken.

Ist das Universum ein riesiger Computer? Die Frage ist nicht neu: Konrad Zuse, Pionier der Informatik, beschrieb 1969 das Universum als einen großen zellulären Automaten. Seiner Meinung nach ist es als ein diskretes Rechensystem vorstellbar, das aus Zellen besteht, die sich nach vorgegebenen Regeln entwickeln, indem sie die Zustände anderer Zellen an ihrem Ort berücksichtigen. Zelluläre Automaten können Funktionen berechnen und algorithmische Probleme lösen. Zuse nannte seine Hypothese »Rechnender Raum«; dieser könne das Universum als eine Kombination vieler kleiner Computer (in diesem Fall das Äquivalent zu den zellulären Automaten) modellieren, die sich zu einem großen Computer addierten. Auch Seth Lloyds »programmiertes Universum« schlägt vor, dass das Universum ein einziger riesiger Quantencomputer ist. Die Ausstellung nimmt diese Ideen der Berechenbarkeit der Realität auf.

Mit der Entwicklung von Berechnungen und grafischen Benutzeroberflächen stellt sich heraus, dass die Realität nicht nur als rechnergestütztes System beschrieben werden kann, sondern dass Mengen von »ausführbaren Dateien« neue virtuelle Realitäten erzeugen können. Diese Fähigkeit der Computer fasziniert Künstlerinnen und Künstler, die sich seit einem halben Jahrhundert mit generativer Ästhetik beschäftigten.

Während die Berechenbarkeit von Umgebungen heute klar zu sein scheint, ist die Frage, ob das Selbst berechnet werden kann, noch nicht bejaht worden, obwohl das Versprechen der künstlichen Intelligenz bereits das denkende Subjekt zu reproduzieren droht. Trotz der Tatsache, dass die heutigen Computer nicht in der Lage sind, menschliches Denken zu simulieren, so dass das Selbst noch nicht berechenbar ist, wirkte diese Erkenntnis als starkes Stimulans für spekulative Fiktion.

Im Mittelpunkt der Sammlung des ZKM | Karlsruhe steht die Medienkunst: Eine Kunstform, die sich durch das Medium definiert, mit dem sie geschaffen, verbreitet und rezipiert wird. Die in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts entstandenen Apparate computerverwandter Disziplinen wie Automatenkunde, Kybernetik, Informations- und Kommunikationstechnologien und künstliche Intelligenz haben den Medienbegriff allmählich erweitert und den Computer zu einem der wichtigsten Werkzeuge und Medien der bildenden Kunst gemacht.

»Berechenbar – Unberechenbar« zeigt softwarebasierte digitale Kunstwerke in einer computergenerierten Umgebung. Eine digitale Kopie eines Lichthofs am ZKM | Karlsruhe wird von mehreren zellulären Automaten bevölkert, die vollständig algorithmisch generiert werden. Die Trägerstruktur der Ausstellung reflektiert, genau wie die Kunstwerke, die sie zeigt, ihren Apparat und ihr Medium: den Computer.

Impressum
Lívia Nolasco-Rózsás (Kurator/in)Teresa Retzer (Kurator/in)
Ausstellungsteam
Programmierung zellulärer Automaten: Christian Lölkes
3D Model ZKM: Thomas Schwab
Videoaufnahme (Vladimir Bonačić, GF E 32 – NS): Jule Heinzmann, ZKM | Videostudio

Kooperationspartner
Die Ausstellung ist aus der Kooperation des ZDF und des ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe entstanden.

Eintritt frei

Digitale Kunsthalle zdfkultur: digitalekunsthalle.zdf.de

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Ausstellung

CRAWLERS

Alexander Schubert

»CRAWLERS« ist ein anonymes Kollektiv sozialer Bots, die Daten von BenutzerInnen sammeln und ein unheimliches paralleles soziales Netzwerk aus verzerrten Wahrheiten und gestohlenen persönlichen Informationen aufbauen.

Die Bots agieren in den sozialen Netzen unter versteckten Accounts und verhalten sich wie Menschen: Sie interagieren mit den Personen in ihrer Freundesliste, senden Kommentare und vernetzen sich kontinuierlich, um alle erhältlichen Daten der befreundeten Profile zu sammeln. Aus diesen Daten heraus werden für die gecrawlten Profile der echten Menschen neue verfremdete Accounts auf einer Spiegel-Website generiert. Die Freundinnen und Freunde der Bot-Gruppe erhalten eine Einladung, das eigene virtuelle Alter Ego online zu untersuchen. Die Spiegelprofile wirken realitätsnah, aber verzerrt – nichts ist korrekt, alles wurde transformiert und verfälscht. Es ist eine digitale Parallelwelt, ein dunkler, illegaler Ort mit unheimlichen Parallelen.

Das Konzept der Arbeit befasst sich mit dem allgegenwärtigen Verhalten von Undercover-Bots. Alexander Schubert sensibilisiert für die permanenten und allgegenwärtigen Praktiken automatisierten Datendiebstahls im Netz und reflektiert die Einwirkung technischer AkteurInnen auf unsere digitalen Identitäten. Um die personenbezogenen Informationen der Profile zu verändern und zu erweitern, werden aktuelle Methoden der Künstlichen Intelligenz angewendet. Sogenannte Deep-Learning-Modelle sind in der Lage, Halbwahrheiten und scheinbar kohärente Alternativwelten zu erzeugen.

Das Werk »CRAWLERS« läuft kontinuierlich auf mehreren Servern und kann online besucht werden. Die Spiegelprofile und die nachverfolgbaren Aktivitäten der Bots werden im Rahmen einer Installation im ZKM präsentiert.

Die Ausstellung findet im Rahmen des Projekts »Das intelligente Museum« statt und wird gefördert im Programm »Kultur Digital« der Kulturstiftung des Bundes.


Zum digitalen Werk »CRAWLERS«: crawl3rs.net/

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© Uriel Orlow, © VG Bild-Kunst, © ZKM | Karlsruhe, Foto: Tobias Wottoon
Ausstellung

Terrestrische Universität: Wenn Pflanzen Geschichte(n) erzählen

Gespräch mit Uriel Orlow, Lili Carr und Peter Nick

Wollen wir die Kritische Zone verstehen, sollten wir ihren Bewohner:innen zuhören – auch jenen, die dabei oft nicht »zu Wort kommen«: den Pflanzen. Was können wir von ihnen lernen?

Dass Pflanzen sich im Gegensatz zu Menschen, Tieren, Insekten oder Bakterien nicht fortbewegen können, heißt nicht, dass sie nur vor sich hin vegetieren. Sie leben, streben, nehmen wahr, kommunizieren und: erzählen Geschichte(n).
In einem interdisziplinären Stimmengeflecht zwischen Künstler, Architektin und Naturwissenschaftler möchten wir den Pflanzen die ihnen gebührende Aufmerksamkeit schenken und dabei von ihnen lernen.

So können uns Pflanzen auch etwas über unsere Geschichte erzählen, wie Uriel Orlows Werk zeigt. Seine Installation »Soil Affinities« macht die Verknüpfungen landwirtschaftlich genutzter Pflanzen mit der Kolonialgeschichte sichtbar. Pflanzen werden hier zu einem Kompass, der auf historische und zeitgenössische (post-)koloniale Beziehungen hinweist.

Lili Carr beschäftigt sich als Architektin und Mitglied des Feral Atlas Collective mit den ungeplanten Effekten menschlicher Infrastrukturen unter anderem auf die natürliche Umwelt und damit, wie alternative Modelle der Architektur diese miteinbeziehen können. Das »Feral Atlas«-Projekt hat sie auch beim Driving the Human Festival vorgestellt.

Als Experte für Molekulare Zellbiologie am Botanischen Institut des KIT möchte Prof. Dr. Peter Nick verstehen, wie Pflanzen es schaffen, sich so meisterhaft an ihre Umgebung anzupassen um zu überleben, und welche Erkenntnisse uns dies für eine nachhaltige Lebensweise geben kann.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

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Ausstellung

Seasons of Media Arts 2020

Lichtinstallationen, Medienprojektionen an Gebäudefassaden und auf Straßen, künstlerische Interventionen und experimentelle Veranstaltungen – das Medienkunstfestival »Seasons of Media Arts« präsentiert digitale, interaktive und virtuelle Kunst im öffentlichen Raum und verwandelt Karlsruhe in eine Bühne innovativer, kooperativer und vernetzter Medienkunst.
Seit dem 11. September 2020 sind im Rahmen des Festivals verschiedene medienbasierte künstlerische Projekte über das Stadtgebiet von Karlsruhe verteilt. Zusammen mit vielfältigen, auf Medienkunst ausgelegten Programmen unterschiedlicher Karlsruher Institutionen und Initiativen laden sie zur Interaktion und Auseinandersetzung mit unserer informationellen, durch Medientechnologie geprägten Lebenswelt ein. Die Medien werden dabei buchstäblich als Ausdrucksmedien verstanden, die einen künstlerischen Zugang zu aktuellen Fragen wie beispielsweise der Klimakrise und Demokratie im Zeitalter sozialer Medien eröffnen.

Aufgrund der aktuellen Lage und der derzeit geltenden Kontaktbeschränkungen zu COVID-19 verlängern wir »Seasons of Media Arts« bis in das Jahr 2021 – Stets unter dem Motto: Mit Bedacht und Abstand!

Eintritt frei

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Online

Video & Audio

Videos und Tondokumente zu Werken, KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen, Ausstellungen, Veranstaltungen und Projekten.

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© Urs und Ed Kiender. Foto: Inge Werth
Ausstellung

Ed und Urs Kiënder. Rollobjekte. Vom Raumbild zum Rollraum

Ed Kiënder (1925–1996) war in den 1960er-Jahren Teil der europäischen Kunst-Avantgarde. Seine Werke waren u. a. in wichtigen Ausstellungen der ZERO-Bewegung und der Neuen Tendenzen vertreten. Ab 1969 arbeitete er offiziell mit seiner Frau Urs (Ursula) (*1936) zusammen.

Obwohl die Kunstproduktion des im Rheinland ansässigen Paares um 1973 endete, hinterließen sie ein höchst vielseitig gestaltetes Gesamtwerk, das heute weitestgehend in Vergessenheit geraten ist. Es beinhaltet informelle und monochrome Gemälde, Op- und Pop-Art sowie Medien- und Prozesskunst. Gemeinsam sind diesen Arbeiten der für die 1960er-Jahre signifikante »Ausstieg aus dem Bild« (Laszlo Glozer) d. h. die Expansion in den Raum, die Bewegung und die Partizipation des Publikums wie im dreidimensionalen Raumbild (1961), das als eines der ersten deutschen Environments vom Publikum betreten werden konnte.

Insbesondere die Rolle wurde zum Markenzeichen der Kiënders. Aus eingeschnittenen und gerollten Leinwänden (1961/1962) entwickelten sich Rollobjekte unterschiedlichster Machart bis hin zum Film – einem auf Spulen aufgerolltem Medium. Ab Ende der 1960er-Jahre entstanden Aktionsgeräte wie der Rollraum »Laufrolle«, die das Publikum auch körperlich nutzen kann. Die letzte Werkgruppe der Kiënders behandelt auf seriellen Fototafeln gesellschaftliche Rollen- und Verhaltensmuster. Deren thematische Stoßrichtung wie die Stellung der Frau oder soziale Anpassung haben nichts an Aktualität eingebüßt.

Nach 1968 präsentiert das ZKM | Karlsruhe nun mit zirka 80 Arbeiten aus allen Schaffensperioden die erste Einzelausstellung Ed Kiënders, die erstmalig auch Urs Kiënders Rolle berücksichtigt.

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© Stephan von Huene, © ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe, erworben mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder, Foto: Felix Grünschloß
Ausstellung

Stephan von Huene. What’s wrong with Art?

Stephan von Huene (1932–2000) gehört zu den Begründern der Klang- und Medienkunst im 20. Jahrhundert. Der als Sohn deutscher Einwanderer in Los Angeles geborene Künstler konstruierte seit Ende der 1960er-Jahre komplexe audio-kinetische Installationen, in denen er sich mit den spezifischen Eigenschaften von Klang und Sprache auseinandersetzte.

In seinen komplizierten mechanischen und technologischen Skulpturen, die er selber oft Maschinen nannte, erforschte er auf der Grundlage seiner Beschäftigung mit den Erkenntnissen der Sprachwissenschaft und der Verhaltensforschung akustische Phänomene und die Funktionsweisen der Wahrnehmung. Als singulärer Grenzgänger zwischen Kunst und Wissenschaft erweiterte der seit 1980 in Hamburg lebende Künstler seine zunächst noch an automatische Musikinstrumente erinnernden Skulpturen und Objekte im Laufe der Zeit zu interaktiven Klanginstallationen, die zuletzt auch Zeichnungen und Projektionen mit einbezogen.

In den aus den späten 1990er-Jahren stammenden Werken »What’s wrong with Art?«, »Blaue Bücher« und »Eingangsfragen – Ausgangsfragen«, die in der Ausstellung am ZKM gezeigt werden, befasst sich Stephan von Huene mit unterschiedlichen Modi des Sprechens über Kunst. Die Arbeiten stellen die Irrtümer und Missverständnisse des Publikums dar und kontrastieren dessen Sprachlosigkeit mit den intellektuellen Sprechblasen und dem aufgeblasenen Sprachstil der Kunstkritik, der Kunstvermittlung und der Kunstgeschichte. Mit seiner Sprachkritik plädiert Stephan von Huene ohne zu werten für einen sprachlich adäquaten und unvoreingenommenen Umgang mit der Kunst.

Als Künstler und als Lehrender war Stephan von Huene in seinen letzten Lebensjahren eng mit Karlsruhe verbunden. 1992 erhielt er den Siemens Medienkunstpreis des ZKM, in den Jahren 1992 bis 1997 lehrte er an der Hochschule für Gestaltung (HfG). Seit Gründung wurden seine Werke bereits vielfach in Einzel- und Gruppenausstellungen am ZKM gezeigt, aktuell ist die Installation »TischTänzer« (1988–1993) und die Skulptur »Greetings« (1996) in »Writing the History of the Future« zu sehen. Die Klanginstallation »Blaue Bücher« wurde vom ZKM im Jahr 2015 mit der finanzieller Unterstützung der Kulturstiftung der Länder für seine Sammlung erworben. Weitere zentrale Arbeiten sowie große Teile seines Nachlasses und seine Bibliothek erhielt das ZKM als Schenkung. Damit ist das ZKM heute der wichtigste Ort für die Bewahrung und Erforschung des Werks dieses »Künstlers mit Pioniergeist« (György Ligeti).

Zur Ausstellung erscheint eine von Peter Weibel und Philipp Ziegler herausgegebene Publikation mit einem Essay von Yannis Hadjinicolaou über die von Stephan von Huene gezeigten Werke.

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© ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe, Gestaltung: Demian Bern Die Sammlung des ZKM
Ausstellung

Writing the History of the Future

Die Sammlung des ZKM

In einer außergewöhnlichen Zusammenstellung präsentiert das ZKM die Hauptwerke seiner weltweit einzigartigen Medienkunstsammlung.

Das 20. Jahrhundert erlebte eine radikale Transformation des Bildes durch die apparativen Medien. Beginnend mit dem Skandal der Fotografie, der darin bestand, dass Bilder sich quasi selbst herstellen, haben die Medien den »Gesamtcharakter der Kunst verändert« (Walter Benjamin). Fotografie, Film, Fernsehen, Video, Computer und Internet haben das Verhältnis von Künstler, Werk und Betrachter sowie unsere Vorstellung des Schöpferischen neu bestimmt. Die Ausstellung »Writing the History of the Future« macht beispielhaft den Wandel der Kunst angesichts der sich verändernden apparativen Produktions-, Rezeptions- und Distributionstechnologien deutlich. Sie zeigt auch, wie KünstlerInnen mediale und soziale Praktiken vorwegnehmen, die erst Jahre später für die gesamte Gesellschaft selbstverständlich werden. Sie schreiben, wie der Titel der Ausstellung sagt, die Geschichte der Zukunft.

Eine neue Geschichte der Kunst

Das 30-jährige Bestehen des ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe ist der Anlass, mit seiner Sammlung, die als eine der wichtigsten Medienkunstsammlungen der Welt gilt, die Geschichte der Kunst im 20. und 21. Jahrhundert neu zu erzählen. Die Ausstellung zeigt mit über 500 Objekten erstmals die Vielfalt der Künste im medialen Wandel. Sie umfasst Fotografie, Grafik, Malerei und Skulptur ebenso wie computerbasierte Werke, Film, Holografie, Kinetische Kunst, Op-Art, Sound Art, visuelle Poesie und Videokunst.

Durch die alle Gattungen und Medien übergreifende Perspektive eröffnet die Ausstellung auf über 6.000 qm einen neuen Blick auf die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Diese Epoche rasanten technologischen Wandels durch elektronische und digitale Informations- und Kommunikationstechnologien leitete eine nie gekannte Demokratisierung von Kunst und Kultur ein. »Writing the History of the Future« macht nachvollziehbar, wie das Versprechen der Fotografie, die Abbildung der Welt zu individualisieren, in den 1960er-Jahren von den AktivistInnen der Videokunst nochmals eingelöst wurde. Mit der plötzlich verfügbaren Videotechnik bildeten sie Welten ab, die weder im Fernsehen noch von der Filmindustrie gezeigt wurden und entwickelten eine Ästhetik, die noch heute unsere visuelle Kultur beeinflusst. Mit der Verbreitung der Computertechnik in den 1950er-Jahren wandelte sich unsere Vorstellung des Schöpferischen, begann die Automatisierung und Algorithmisierung der Künste. Der zeichenverarbeitende Apparat provozierte Diskussionen wie sie heute im Hinblick auf die Künstliche Intelligenz aufs Neue geführt werden. Elektronische Medien veränderten auch die Wahrnehmung und die Erzeugung des Klangs im 20. Jahrhunderts. Bisher illegitime Klänge und Geräusche wurden zu einem Medium der bildenden Kunst, zur Sound Art.

Die Ermächtigung des Betrachters: Der Weg zu den partizipativen Künsten

Die Ausstellung macht deutlich, wie grundlegend Apparate das Verhältnis zum Kunstwerk verändert haben – sowohl im Hinblick auf die Produktion als auch auf die Rezeption. Die Erzeugung von Kunst konzentriert sich nicht mehr allein auf das Subjekt des Künstlers bzw. der Künstlerin, sondern inkludiert diverse Aktanten, seien es Apparate oder Menschen. Durch die Entwicklung der partizipativen, interaktiven und performativen Künste, von bewegten Bildern zu den bewegten BetrachterInnen, entstehen seit den 1960er-Jahren »offene Werke«, welche die BesucherInnen einer Ausstellung nicht allein zum Betrachten, sondern zum Handeln auffordern.

Die Sammlungspräsentation, für die aus 9.500 Werken ausgewählt wurde, zeichnet sich durch ihre gattungsüberschreitende Inszenierung aus. Sie zeigt den Wandel der Gattung Porträt, der Darstellung des Körpers, des Landschaftsbildes und der Architektur vom Gemälde zur interaktiven Computerinstallation. Sie zeigt die Aktualisierung des Urmedium Schrifts sowie der Kunst als Format des kollektiven und individuellen Gedächtnisses unter den Bedingungen der Informationstechnologie. Die Ausstellung präsentiert somit eine Kunst radikaler Zeitgenossenschaft, d.h. eine Kunst, in der KünstlerInnen die Gegenwart mit den technischen Medien ihrer Zeit reflektieren. Sie bietet eine einmalige Gelegenheit, mit zum Teil raumgreifenden Installationen und zahlreichen Inkunablen der Medienkunst, einen umfassenden Überblick über die eigentliche Entwicklung der Kunst im 20. Jahrhundert jenseits von Malerei und Skulptur zu gewinnen.

Die Ausstellung als Erlebnis- und Denkraum

»Writing the History of the Future« ist nicht allein eine Sammlung von Objekten, sondern auch eine Versammlung von Subjekten. Lounges laden ein, sich zusammenzusetzen und über das Gesehene mit Freunden und Familie auszutauschen, im Ackerspace treffen sich Interessierte zu Workshops und Seminaren. Im BÄM-Lab, dem Maker-Space des ZKM wird gemeinsam experimentiert.

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Ausstellung

zkm_gameplay. the next level

»zkm_gameplay. the next level« ist die Computerspielplattform des ZKM. Sie lädt zum informativen und kreativen Austausch ein – und natürlich zum Spielen. Die Ausstellung richtet sich an GamerInnen jeden Alters, aber auch an BesucherInnen, die bislang kaum Erfahrung mit Computerspielen haben.



Medium der digitalen Gesellschaft

Dass das Computerspiel sich zu einem Leitmedium entwickelt hat, ist heute keine gewagte These mehr. Der gesellschaftliche und ästhetische Stellenwert des interaktiven und multimedialen Mediums ist nicht mehr zu übersehen. Das Computerspiel hat sich von seinen Ursprüngen als Laborexperiment und Spielzeug gelöst und ist »das« Medium der digitalen Gesellschaft geworden, zwischen Pop-Kultur, Unterhaltung und Kunst.

Mit der Eröffnung der Ausstellung »Die Welt der Spiele« im Herbst 1997 war das ZKM eine der ersten Kunstinstitutionen weltweit, die der Videospielkultur eine dauerhafte öffentliche Plattform im Kunstkontext gaben. Seitdem hat das ZKM die Spielepräsentation in einer Reihe von unterschiedlichen Ausstellungen immer wieder neu gestaltet.

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Ausstellung

We=Link: Sideways

Online-Präsentation

Die in dieser Online-Ausstellung präsentierten Werke erstrecken sich über drei Jahrzehnte der Netzkunstpraxis, vom wohl ersten Kunstwerk der Internet-Ära der Thing BBS von 1991 bis zur aktuellsten Produktion, welche sich noch während der Ausstellungseröffnung fortlaufend weiterentwickelt. »We=Link: Sideways« zeigt 22 Werke von 28 KünstlerInnen und Künstlerkollektiven, von Netzkunst-Pionieren bis Millennials.

Die Ausstellung umfasst das erste von Künstlern betriebene Bulletin Board System, einem Vorgänger der im Folgenden immer beliebter werdenden sozialen Netzwerke, sowie diverse Ausdrucksformen künstlerischer Strategien und kritischer Technologien, die darauf abzielten, ein kommerzielles Monopol von Netzwerkinfrastrukturen und –protokollen zu durchbrechen, die intrinsische Logik von Netzwerksicherheit und Überwachung sowohl durch provokante Haltungen als auch durch scherzhafte Anspielungen zu enthüllen, und kommerzielle oder institutionelle Verfahrensweisen zu unterbrechen oder sie sich wiederanzueignen. Gleichzeitig hat die experimentelle Natur der Netzkunst fortwährend ihre variierenden ästhetischen Aussagen weiterentwickelt, einhergehend mit den neuen Möglichkeiten und Herausforderungen sich rasant verändernder Technologien.

Zwei Werke unter der Schirmherrschaft von SUNRISE / SUNSET werden zu Schwellenmomenten jeden Tages die Ausstellungswebsite und die Websites mehrerer Partnerinstitute übernehmen, durch direkten Eingriff basierend auf lokalen Zeitzonen und Umweltdaten; dabei enthüllen sie die intrinsische Logik von Lokalität in Globalität, und die disruptive und transformative Natur des Netzwerks.

Die Ausstellung enthält ebenfalls eine seltene Kollektion von Artefakten früher chinesischer Internetkultur aus ihren formgebenden Jahren in den späten 1990ern und frühen 2000ern. Im amateurhaften Enthusiasmus und der selbsterklärten Autonomie zeichnet sich eine bemerkenswerte Ähnlichkeit mit dem Pioniergeist ihrer Vorgänger ab.

Während der sechsmonatigen Ausstellungszeit wird eine Reihe von zugehörigen Programmen und Performances organisiert.

»We=Link: Sideways« ist die zweite Ausgabe des »We=Link«-Programms, einer Plattform zur Präsentation von Online-Kunst. Sie wurde ursprünglich vom Chronus Art Center Ende Februar 2020 als Reaktion auf den Ausbruch der Covid-19-Pandemie konzipiert.

Besuchen Sie die digitale Ausstellung: we-link.chronusartcenter.org/

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© Jean-Remy, Foto: Sebastian Donath
Ausstellung

Talking Tubes

Installation von Jean-Remy

In einer Welt, wo jeder mit jedem und alles mit allem vernetzt ist, wollen die »Talking Tubes« den Wert und die Kraft des direkten Dialogs bewusst machen.

»Talking Tubes« ist eine akustische Installation aus Metall, Industriemüll und Feuerwehrschläuchen, mit einem Beleuchtungskonzept aus Spargeltöpfen, Waschtrommeln und Mistgabeln.

Durch sie werden aphoristische Dialoge über das Reden und Schweigen wiedergegeben – gesprochen von Jan Josef Liefers und Anna Loos.

Ihr Schöpfer Jean-Remy, geboren 1952 in Brüssel, ist Schweizer Staatsbürger und wohnhaft in Berlin.

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Foto © ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe, Foto: Franz J. Wamhof
Ausstellung

Christa Sommerer & Laurent Mignonneau. The Artwork As a Living System

Die interaktiven Installationen der Ausstellung erzählen von fast 30 Jahren künstlerischen Schaffens des österreichisch-französischen Künstlerduos Christa Sommerer und Laurent Mignonneau.

Seit Anfang der 1990er-Jahre entwickeln Christa Sommerer und Laurent Mignonneau an der Schnittstelle von Realität und Virtualität, Naturwissenschaft, Technologie und Kunst komplexe interaktive Installationen, die sich mit den Möglichkeiten künstlichen Lebens auseinander setzen. In ihren Werken simulieren sie evolutionäre Wachstumsprozesse, die durch die direkte Interaktion mit dem Publikum ausgelöst werden. Arbeiten wie »Interactive Plant Growing« (1992) oder »Portrait on the Fly« (2016), die sich in der Sammlung des ZKM | Karlsruhe befinden, schaffen scheinbar lebende Systeme, bei denen die Berührung von realen Pflanzen oder die Bewegung vor einem Bildschirm Transformationen im digitalen Raum erzeugt. Die Ausstellung »The Artwork As a Living System«, die mit 14 Medieninstallationen ein Überblick über das Gesamtwerk des österreichisch-französischen Künstlerduos aus fast 30 Jahren liefert, ist eine Koproduktion des ZKM mit dem LABoral Centro de Arte y Creación Industrial in Gijón, Spanien und der OÖ Landes-Kultur GmbH. Zur Ausstellung erscheint eine wissenschaftliche Publikation in der Leonardo-Buchreihe in Zusammenarbeit mit MIT Press.

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Gespräch

A Life Devoted to Leadership in the Arts

Peter Weibel im Gespräch mit Steven D. Lavine und Jörn Jacob Rohwer

Warum es keinen größeren Erfolg gibt als das Scheitern: Die Publikation von Jörn Jacob Rohwer befasst sich mit der Art und Weise, wie persönliche Zweifel und Schwächen zur Grundlage eines Führungsstils wurden, der auf Zuhören, Lernen und Konsensbildung basiert.

In tiefgründigen Gesprächen mit dem Autor Jörn Jacob Rohwer erzählt Steven D. Lavine erstmals seine persönliche Geschichte, spricht über Kulturpolitik, Philanthropie, Avantgarde, seinen Lebensmittelpunkt Los Angeles, wo er drei Jahrzehnte lang (1988–2017) das California Institute of the Arts leitete. Von Selbstzweifeln und der Lust am Scheitern angespornt, erweist er sich als feinsinniger Denker, Visionär und transatlantischer Mittler zwischen den Welten von Kunst, Erziehung und Politik.

Das California Institute of the Arts: Eine Kunsthochschule vor den Toren von Los Angeles. Eröffnet vor 50 Jahren, war das »CalArts« lange krisengeschüttelt, bevor Steven D. Lavine es zu finanzieller Blüte und internationalem Ansehen führte. Heute ist die Kunsthochschule eine Wiege von Oscar- und Pulitzer-Preisträgern, von Mellon- und Guggenheim-Fellows – ein Hotspot US-amerikanischer Kreativität.

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© BarabásiLab
Ausstellung

BarabásiLab. Hidden Patterns

Die Ausstellung »BarabásiLab. Hidden Patterns« stellt die Tätigkeit des Physikers und Netzwerkwissenschaftlers Albert-László Barabási und seines Forschungslabors vor. Der Fokus der Ausstellung liegt hierbei auf der Entwicklung der Netzwerk-Visualisierung innerhalb der letzten 20 Jahre, die sich anhand der Projekte des BarabásiLabs ablesen lässt.

Die aktuelle Welt produziert so viele Daten pro Tag wie zuvor nicht in Jahrzehnten. Das Wissen der Welt verdoppelt sich alle zwei Jahre. Um diese Datenmenge bewältigen zu können, bedarf es einer neuen Wissenschaft: die Visualisierung von kennzeichnenden Knoten und Netzen, von Parametern und Mustern.

Das innovative und interdisziplinäre Feld der Netzwerkforschung ermöglicht die Analyse verschiedenster kultureller und sozialer Phänomene. Unsichtbare, verborgene Verbindungen und sich stets wiederholende Muster innerhalb Natur, Gesellschaft, Sprache und Kultur können somit nicht nur erforscht, sondern auch sichtbar gemacht werden. Barabásis Netzwerkansatz verspricht eine umfassende, universelle Methode, die es erlaubt, viele Phänomene mit wissenschaftlicher Präzision zu beleuchten.

Im Rahmen der Ausstellung können BesucherInnen einen umfassenden Einblick in die unter anderem sehr aktuellen Anwendungsbereiche der Netzwerkwissenschaft gewinnen. Die Netzwerkdiagramme und -strukturen werden in vielfältiger Weise und mittelst modernster Technik visualisiert, sodass die wissenschaftlichen und zugleich höchst ästhetischen Beiträge von Prints und Skizzen, über Videos bis hin zu realen und virtuellen Datenskulpturen reichen.

»BarabásiLab. Hidden Patterns« ist eine Zusammenarbeit mit dem Ludwig Museum, Budapest, wo die Ausstellung vom 10. Oktober 2020 bis zum 17. Januar 2021 gezeigt wird.

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© Theodoulos Polyviou und Eleni Diana Elia
Ausstellung

Drifting, Browsing, Cruising

Mit dem ZKM als Untersuchungsort, wird Theodoulos Polyvious und Eleni Diana Elias VR–raumbezogene Installation zu einem Ort an dem Ritual, Ideologie und Architektur verschoben werden, um das Nicht-Religiöse, das Sexuelle und das Alltägliche im Gespräch mit der ideologischen Architektur des Museums selbst zu reflektieren.

Die symbolischen und materiellen Grenzen des Museums werden neu verhandelt und laden die Betrachterinnen und Betrachter ein, innerhalb dieser neu konfigurierten Räume neue Wege des Kompromisses zu finden. Die simultane Verwendung des Kopfhörerpaares ermöglicht es den Benutzern, einander zu begegnen und sich auf körperloses Driften einzulassen, das die Vorstellungen von Präsenz und Verkörperung herausfordert.

Mit Hilfe eines Codes, den die Künstler in Zusammenarbeit mit David Kaskel (Gründer von Breaking Forth in London) entwickelt haben, werden die physischen Grenzen des Raumes so kalibriert, dass sie auf die virtuellen Grenzen treffen, die durch die VR–Headsets gesehen werden und so die Erfahrung der Installation immersiver und greifbarer machen.

Andere können die Arbeit nicht durch die VR–Headsets erleben, sondern durch die Intimität und den Voyeurismus, wenn sie die Besucher in der ersten Gruppe beobachten, die die virtuelle Welt erleben. Der Grundriss, der auf Vinyl gedruckt ist, zeigt die Grenzen des Raumes an, den man in der VR-Welt sieht.

Theodoulos Polyviou und Eleni Diana Elia sind derzeit Artists–in–Residence am ZKM | Hertz-Lab. Sie wurden im Rahmen des Kooperationsprojekts Beyond Matter eingeladen.

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Ausstellung

Critical Break

Ecological movements during the pandemic: Extinction Rebellion London

Diese Veranstaltung findet auf Englisch statt.

An ausgewählten Mittwochmittagen laden wir Sie regelmäßig vor, während oder nach Ihrer Mittagspause zu einer kurzen »kritischen Pause« ein. 30 Minuten lang erforschen wir live auf Instagram @zkmkarlsruhe unsere Ausstellungen – im Zwiegespräch mit ausgestellten Künstler:innen, eingeladenen Expert:innen, unseren Kurator:innen oder Kunstvermittler:innen. Diese Woche Extinction Rebellion London.

Bisherige Critical Breaks können Sie auf dem Instagram Account @zkmkarlsruhe nachschauen.

Bild: © ZKM | Zentrum für Kunst und Medien, Foto: Armin Linke

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Ausstellung

Critical Break

Umweltbewegungen in Zeiten von Corona: Fridays for Future Karlsruhe

Diese Veranstaltung findet auf Deutsch statt.

An ausgewählten Mittwochmittagen laden wir Sie regelmäßig vor, während oder nach Ihrer Mittagspause zu einer kurzen »kritischen Pause« ein. 30 Minuten lang erforschen wir live auf Instagram @zkmkarlsruhe unsere Ausstellungen – im Zwiegespräch mit ausgestellten Künstler:innen, eingeladenen Expert:innen, unseren Kurator:innen oder Kunstvermittler:innen. Diese Woche mit Fridays for Future Karlsruhe.

Bisherige Critical Breaks können Sie auf dem Instagram Account @zkmkarlsruhe nachschauen.

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Critical Break

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

Das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe ist eine weltweit einzigartige Kulturinstitution, denn es ist ein Ort, der die originären Aufgaben des Museums erweitert.

Es ist ein Haus aller Medien und Gattungen, ein Haus sowohl der raumbasierten Künste wie Malerei, Fotografie und Skulptur als auch der zeitbasierten Künste wie Film, Video, Medienkunst, Musik, Tanz, Theater und Performance. Das ZKM wurde 1989 mit der Mission gegründet, die klassischen Künste ins digitale Zeitalter fortzuschreiben. Deshalb wird es gelegentlich auch das »elektronische bzw. digitale Bauhaus« genannt – ein Ausdruck, der auf den Gründungsdirektor Heinrich Klotz zurückgeführt wird.

In seiner Arbeit vereinigt das ZKM Forschung und Produktion, Ausstellungen und Aufführungen, Sammlung und Archive, Vermittlung und Veranstaltungen. Durch interdisziplinäre Verbindungen dieser Arbeitsfelder kann das ZKM als agile Organisation die Entwicklung der Kunst und Medien des 20. und 21. Jahrhunderts präsentieren wie produzieren.

Symposien und andere Formate theoretischer Diskurse zwischen Kunst, Philosophie, Wissenschaft, Technologie, Wirtschaft und Politik ergänzen das Programm des ZKM, um die Auswirkungen von Medialisierung, Digitalisierung und Globalisierung auf die Gesellschaft zu untersuchen.

(Foto: © ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe / ARTIS Uli Deck)

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Bewertungen & Erfahrungsberichte ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

Ausstellungen / Museum Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim Mannheim, C5
Ausstellungen / Messe Art Karlsruhe Rheinstetten, Messeallee 1
Ereignisse / Kulturveranstaltung Wasserschloss Bad Rappenau Bad Rappenau, Hinter dem Schloss 1
Ausstellungen / Ausstellung TECHNOSEUM
Fr, 26.3.2021, 09:00 Uhr
Ausstellungen / Museum Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim Mannheim, Zeughaus C5
Ausstellungen / Galerie GALERIE Supper Karlsruhe, Ebertstraße 14
Ausstellungen / Museum Staatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe Karlsruhe, Erbprinzenstr. 13
Ausstellungen / Museum Staatliche Kunsthalle Baden-Baden Baden-Baden, Lichtentaler Allee 8a
Ausstellungen / Museum Museum für Kunst und Technik des 19. Jahrhunderts Baden-Baden Baden-Baden, Lichtentaler Allee 8
Ausstellungen / Museum Kunsthalle Mannheim Mannheim, Friedrichsplatz 4
Ausstellungen / Museum Museum für Aktuelle Kunst Sammlung Hurrle Durbach Durbach, Vier Jahreszeiten - Almstr. 49

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