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Ausstellungen / Galerie GALERIE Supper Karlsruhe, Ebertstraße 14
Ausstellungen / Museum Kunsthalle Mannheim Mannheim, Friedrichsplatz 4
Ausstellungen | Ausstellung

Bühnenwelten

Theater und Orchester Heidelberg

Bevor das Bühnenbild für eine Inszenierung in den Werkstätten des Theaters gebaut wird, bauen es die Bühnenbildner*innen schon einmal im kleinen Maßstab vorab: als Modell. Diese Entwürfe bekommt das Publikum selten zu Gesicht, dabei handelt es sich oft um faszinierende Kunstwerke. Eine Auswahl solcher Bühnenbildmodelle aus den letzten Jahren gibt es jetzt als Ausstellung zu sehen – und zwar in den Ausstellungsräumen des Kurpfälzischen Museums. Jeweils thematisch passend zur Sammlung des Museums, treten die Bühnenbilder im kulturgeschichtlichen Ambiente der jeweiligen Epoche in einen spannenden Dialog mit Spitzenwerken der Kunst von der Renaissance über die Romantik bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Freuen Sie sich auf bekannte und unbekannte Bühnenwelten! Zugleich ist die Ausstellung ein Zeichen der Solidarität mit den Theaterausstatter*innen, die während des Lockdowns keine Arbeitsmöglichkeiten hatten.
Ausstellungen | Museum

Frauenkörper − Der Blick auf das Weibliche von Albrecht Dürer bis Cindy Sherman

Theater und Orchester Heidelberg

Der nackte weibliche Körper gehört zu den zentralen Sujets der abendländischen Kunst. Die Ausstellung thematisiert die vielfältigen Bedeutungen und Konzepte, die mit seiner Darstellung seit der Renaissance bis in die heutige Zeit verbunden sind. Sie geht Kontinuität und Wandel von Schönheitsidealen sowie der Vorstellung und Wahrnehmung von Weiblichkeit nach. Damit berührt sie ein Thema, das auch heute höchste Aktualität besitzt. In sechs Ausstellungskapiteln werden verschiedene Facetten des Blicks auf den weiblichen Körper präsentiert. Dabei steht nicht nur der schöne, verführerische, intakte Körper im Fokus, sondern auch der verletzte, entstellte oder gealterte Frauenleib. Gezeigt werden Gemälde, Graphiken, Skulpturen, Fotos und Videos bedeutender Künstlerinnen und Künstler des 16. bis 21. Jahrhunderts, darunter Albrecht Dürer, Rembrandt, Lovis Corinth, Käthe Kollwitz, Otto Dix, Max Beckmann, Maria Lassnig und Cindy Sherman. Das breite Spektrum hochkarätiger, internationaler Leihgaben, etwa aus Paris, Wien, Den Haag und Berlin, macht die Ausstellung zu einem spektakulären kulturellen Ereignis. Anmeldung im Kurpfälzischen Museum unter kurpfaelzischesmuseum@heidelberg.de
Ausstellungen | Installation

Ekhaya

Theater im Pfalzbau Ludwigshafen

Die Performerin und Bildende Künstlerin Mandhla. erforscht die vielen Facetten afrikanischer Spiritualität, setzt sich mit dem Afro-Futurismus auseinander und untersucht die Transformation der Begriffe Heimat, Sicherheit, Gemeinschaft und Existenz. Mandhlas Kunst beschäftigt sich mit der Komplexität von Embodiment, Liebe und Migration. Ihre Perspektive ist trans-feminin und gender-inkonform. Die Installation ist ein Element aus Mandhlas Ausstellung Izifundo Zikababa und erzählt von der Verflechtung ihrer Identität und ihrer Migrationsgeschichte als Akt der Befreiung. Die In stallation mischt Bewegung, Tanz, Gender, Begehren, Sex, Liebe und Magie. In einer sehr eigenen Art des visuellen Erzählens macht Ekhaya die Parallelen zwischen der simbabwischen Kultur und Mandhlas eigener Körpererfahrung als Körper sichtbar. Die Installation findet in einer Live-Performance ihren Höhepunkt und ihr Ende. Musik, Tanz und Sprache vermitteln Mandhlas eigene Erfah rungen mit Liebe, Begehren, Intensität, Intimität, Hoffnung, Freude und Tod. Mandhla. ist eine 24 Jahre alte trans-feminine, gender-inkonforme Performance- und visuelle Künstlerin. Geboren und aufgewachsen ist sie in Simbabwe, derzeit lebt sie in Berlin. In ihren Konzerten bietet Mandhla. eine Mischung aus experimenteller R&B- und Soul-Musik, die mit visuellen Projektionen und performativem Tanz verwoben ist. Ihre Kunst erforscht die täglichen Prüfungen, die Trans*-, nicht-binäre- und femme*-Immigrantenkörper mit Liebe, Identität, Sex und Akzeptanz erleben. Ihr Publikum entführt sie in eine Welt der Schönheit und göttlichen Epiphanien durch wilde queere Repräsentation und schwarze Femme*-Power. Eintritt frei
Ausstellungen | Installation

Lovesong

Theater im Pfalzbau Ludwigshafen

Klang- und Videoinstallation von Daniel Dominguez Teruel Mit LOVESONG thematisiert der Klang- und Performancekünstler Daniel Dominguez Teruel die gesellschaftliche Überforderung im Umgang mit der deutschen Nationalhymne. Ihre Melodie ist untrennbar mit dem NS-Regime verbunden. Mit jedem Erklingen schwingt die Geschichte als auditives Trauma mit. Gemeinsam mit Musiker*innen und den deutschen Meister*innen im Fahnenschwingen dekonstruiert und transformiert Daniel Dominguez Teruel das nationale akustische Denkmal von der Melodie ausgehend, verschiebt es harmonisch, überlagert und verwebt es mit zeitgenössischer Pop-Musik, Barockposaunen und elektronischen Gesängen. Eintritt frei
Ausstellungen | Ausstellung

Soun-Gui Kim: Lazy Clouds

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

Die Ausstellung »Soun-Gui Kim: Lazy Clouds« im ZKM | Karlsruhe ist die erste umfassende Einzelausstellung der koreanisch-französischen Künstlerin Soun-Gui Kim in Deutschland. Ausgehend von den 1970er Jahren wird in der Präsentation ein umfassender Überblick über das Werk der Künstlerin bis zur Gegenwart gegeben, das von der Dekonstruktion der Malerei, über Fotografie bis hin zu Video und multimedialer Kunst reicht. Ihre Arbeiten zeichnen sich dabei immer wieder durch einen hohen partizipativen Charakter aus und sind von vergleichenden Studien der östlichen und westlichen Kultur und Philosophie sowie der Auseinandersetzung mit Sprache beeinflusst. Soun-Gui Kim wurde 1946 in Buyeo, Korea, geboren. 1971 schloss sie ihr Studium im Fachbereich Kunst an der Seoul National University ab. Schon damals interessierte sie sich für die Dekonstruktion der Malerei, für großangelegte Performances und Videoarbeiten im öffentlichen Raum. Nach ihrem Studium erhielt Soun-Gui Kim ein Stipendium der französischen Regierung, das ihr ermöglichte, nach Frankreich zu kommen und dort zu arbeiten. Wenige Jahre später, 1974, übernahm sie eine Professur an der École Supérieure des Beaux-Arts in Marseille. Im Jahr 1982 führen Soun-Gui Kims Reisen in verschiedenste Länder der Welt zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der Kultur und der Kunst des Ostens und Westens. Während ihres Aufenthalts in New York verkehrte sie mit renommierten Videokünstler:innen wie Nam June Paik, Ko Nakajima, Ira Schneider und Frank Gillette. Mit zunehmendem Interesse an Video und Multimedia organisierte sie die Veranstaltungsreihe »Soun-Gui Kim and Her Invitees: Video and Multimedia« (1986), an der Nam June Paik, John Cage und andere teilnahmen. Seit den späten 1980er Jahren gewinnen vor allem Fragen, die mit der Ausbreitung des globalen Kapitalismus und den strukturellen Veränderungen der Gesellschaft durch das Internet zusammenhängen, für sie an Wichtigkeit. Heute lebt und arbeitet die Künstlerin auf dem Land in Frankreich nahe Paris und widmet sich dort in Einklang mit der Natur und ihrer Umgebung, ihren Kunstprojekten, die Philosophie, Kunst und Technologie miteinander vereinen. Der Titel der Ausstellung »Soun-Gui Kim: Lazy Clouds« referiert auf ein Gedicht und einen in Frankreich veröffentlichten Gedichtband der Künstlerin. Gleichzeitig steht er allerdings auch exemplarisch für ihren persönlichen Lebensentwurf. Völlig konträr zum kapitalistisch orientierten Produktivitäts- und Leistungsregime, basiert dieser auf dem Konzept der Muße als künstlerisches, kreatives und philosophisches Prinzip. Wie die Wolken, die am Himmel vollkommen frei stets neue Formen finden, widmet sich Soun-Gui Kim ihrer Kunst, spielerisch, fernab von vorgegebenen Mustern und Formalitäten. Foto: © Soun-Gui Kim
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ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

Ausstellungen | Installation

Deutsche Meister

Nationaltheater Mannheim - Oper

Zu später Stunde öffnet die Kunsthalle ihre Pforten für eine besondere »Nacht im Museum«: Im Dunkeln, ausgerüstet mit Taschenlampen, bewegt sich eine Gruppe von 10 Menschen durch die Räume der Sonderausstellung »Anselm Kiefer«. Sie erkunden die Bilder und Objekte und gewinnen dabei nie zuvor gesehene Perspektiven, denn geführt werden sie nur vom Lichtkegel ihrer Taschenlampe und einer Soundinstallation, deren Träger sie selbst sind. Jeder Besucher wird mit einem kleinen Lautsprecher auf dem Rücken versehen, wodurch die Gruppe zum gemeinsamen Klangkörper wird. Nähe und Distanz verändern dabei jeweils das Klangerlebnis der vielgestaltigen Collage. Thematisch befasst sich die Installation mit der Frage nach dem »Erbe« der deutschen Vergangenheit, den viel beschworenen »Heroen« der deutschen Kultur- und Geistesgeschichte von Kant bis Schiller und von Wagner bis Beethoven, dem das Nationaltheater anlässlich des Jubiläumsjahres die Veranstaltungsreihe »Ideal und Exzess« gewidmet hat. Erklingen werden neben Beethoven, Texte von Paul Celan, Hannah Arendt, Immanuel Kant und Friedrich Schiller sowie Musik von Richard Wagner und dem Holocaustüberlebenden Simon Laks, die von Alexander Schweiß zu einer neuen, performativen Soundinstallation verbunden werden. Im Rahmen von »BTHVN 2020«. Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Ausstellungen | Ausstellung

Critical Zones

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

Lange blieben die Reaktionen der Erde auf unser menschliches Handeln unbeachtet, doch spätestens mit der Protestbewegung Fridays for Future ist die Klimakrise in das öffentliche Bewusstsein gerückt. Die Gedankenausstellung »CRITICAL ZONES« lädt dazu ein, sich mit der KRITISCHEN Lage der Erde auf vielfältige Art und Weise zu befassen und neue Modi des Zusammenlebens zwischen allen Lebensformen zu erkunden. Mittlerweile ist sich jede/r der existentiellen Bedrohung unserer (gemeinsamen) Lebensbedingungen auf dem Planeten Erde bewusst, doch nur sehr wenige besitzen eine Vorstellung davon, wie sie mit dieser neuen KRITISCHEN Situation umgehen sollen. Die BürgerInnen vieler entwickelter Länder wirken desorientiert; fast so, als würde man von ihnen verlangen, auf einem neuen Terroir – einer neuen Erde – zu landen, deren Reaktionen auf ihr Wirken sie lange ignoriert haben. Die Erde als Netz aus KRITISCHEN ZONEN Wir möchten folgende Hypothese aufstellen: Der beste Weg zur Kartierung dieser neuen Erde besteht darin, sie als ein Netz von KRITISCHEN ZONEN zu betrachten. Von verschiedensten Lebensformen im Laufe der Zeit erschaffen, bilden diese KRITISCHEN ZONEN eine nur wenige Kilometer dünne Oberfläche. Jene Lebensformen hatten die ursprüngliche Geologie der Erde völlig verändert, bevor die Menschheit sie in den letzten Jahrhunderten noch einmal verwandelte. Im Laufe der Jahre haben WissenschaftlerInnen zahlreiche OBSERVATORIEN zur Untersuchung dieser KRITISCHEN ZONEN eingerichtet. Sie haben uns die komplexe Zusammensetzung und die extreme Zerbrechlichkeit dieser dünnen Haut der Erde vor Augen geführt, in der alle Lebensformen – auch die Menschen – zusammenleben müssen. Sie haben die Geowissenschaften auf vielfältige Weise erneuert, auf Wegen, die auch die Zustimmung Alexander von Humboldts gefunden hätten. Eine neue Hinwendung zum IRDISCHEN Zunehmend erkennen WissenschaftlerInnen, KünstlerInnen, AktivistInnen, PolitikerInnen und BürgerInnen, dass sich die Gesellschaft nicht allein an den Bedürfnissen der Menschheit orientieren darf, sondern wieder IRDISCH werden muss, wenn sie keine Bruchlandung hinlegen möchte. Das Projekt »Moderne« befindet sich seit Langem in vollem Gange, ohne Rücksicht auf die Grenzen des Planeten. Plötzlich jedoch gibt es eine allgemeine Hinwendung zur Erde und eine neue Aufmerksamkeit dafür, wie Lebewesen sie bewohnen könnten. In der POLITIK geht es nicht mehr nur darum, dass Menschen allein und ausschließlich für sich selbst Entscheidungen treffen, vielmehr ist POLITIK zu einem wesentlich komplexeren Unterfangen geworden. Neue Formen der Bürgerschaft und neue Arten der Aufmerksamkeit und Fürsorge für Lebensformen sind notwendig, um einen gemeinsamen Grund zu schaffen. Die Ausstellung als OBSERVATORIUM DER KRITISCHEN ZONEN Über einen Zeitraum von mehreren Monaten veranstaltet das ZKM eine Ausstellung, die im kleinen Maßstab das Modell einer neuen Räumlichkeit sowie die Vielfalt der Beziehungen zwischen den dort lebenden Lebensformen simuliert. Sie dient als OBSERVATORIUM DER KRITISCHEN ZONEN, in dem sich die BesucherInnen mit der neuen Situation vertraut machen können. Diese besondere Kombination aus Gedankenexperiment und Ausstellung wurde von Bruno Latour und Peter Weibel im Rahmen ihrer bisherigen Zusammenarbeit am ZKM entwickelt. »Iconoclash« im Jahr 2002, »Making Things Public« im Jahr 2005 und »Reset Modernity!« im Jahr 2016 bilden die drei vorherigen »Gedankenausstellungen«, die sich aus ihrer intensiven, inzwischen zwanzig Jahre währenden Arbeitsbeziehung ergaben.
Ausstellungen | Ausstellung

Drifting, Browsing, Cruising

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

Mit dem ZKM als Untersuchungsort, wird Theodoulos Polyvious und Eleni Diana Elias VR–raumbezogene Installation zu einem Ort an dem Ritual, Ideologie und Architektur verschoben werden, um das Nicht-Religiöse, das Sexuelle und das Alltägliche im Gespräch mit der ideologischen Architektur des Museums selbst zu reflektieren. Die symbolischen und materiellen Grenzen des Museums werden neu verhandelt und laden die Betrachterinnen und Betrachter ein, innerhalb dieser neu konfigurierten Räume neue Wege des Kompromisses zu finden. Die simultane Verwendung des Kopfhörerpaares ermöglicht es den Benutzern, einander zu begegnen und sich auf körperloses Driften einzulassen, das die Vorstellungen von Präsenz und Verkörperung herausfordert. Mit Hilfe eines Codes, den die Künstler in Zusammenarbeit mit David Kaskel (Gründer von Breaking Forth in London) entwickelt haben, werden die physischen Grenzen des Raumes so kalibriert, dass sie auf die virtuellen Grenzen treffen, die durch die VR–Headsets gesehen werden und so die Erfahrung der Installation immersiver und greifbarer machen. Andere können die Arbeit nicht durch die VR–Headsets erleben, sondern durch die Intimität und den Voyeurismus, wenn sie die Besucher in der ersten Gruppe beobachten, die die virtuelle Welt erleben. Der Grundriss, der auf Vinyl gedruckt ist, zeigt die Grenzen des Raumes an, den man in der VR-Welt sieht. Theodoulos Polyviou und Eleni Diana Elia sind derzeit Artists–in–Residence am ZKM | Hertz-Lab. Sie wurden im Rahmen des Kooperationsprojekts Beyond Matter eingeladen.
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ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

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ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

Ausstellungen | Ausstellung

BarabásiLab. Hidden Patterns

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

Die Ausstellung »BarabásiLab. Hidden Patterns« stellt die Tätigkeit des Physikers und Netzwerkwissenschaftlers Albert-László Barabási und seines Forschungslabors vor. Der Fokus der Ausstellung liegt hierbei auf der Entwicklung der Netzwerk-Visualisierung innerhalb der letzten 20 Jahre, die sich anhand der Projekte des BarabásiLabs ablesen lässt. Die aktuelle Welt produziert so viele Daten pro Tag wie zuvor nicht in Jahrzehnten. Das Wissen der Welt verdoppelt sich alle zwei Jahre. Um diese Datenmenge bewältigen zu können, bedarf es einer neuen Wissenschaft: die Visualisierung von kennzeichnenden Knoten und Netzen, von Parametern und Mustern. Das innovative und interdisziplinäre Feld der Netzwerkforschung ermöglicht die Analyse verschiedenster kultureller und sozialer Phänomene. Unsichtbare, verborgene Verbindungen und sich stets wiederholende Muster innerhalb Natur, Gesellschaft, Sprache und Kultur können somit nicht nur erforscht, sondern auch sichtbar gemacht werden. Barabásis Netzwerkansatz verspricht eine umfassende, universelle Methode, die es erlaubt, viele Phänomene mit wissenschaftlicher Präzision zu beleuchten. Im Rahmen der Ausstellung können BesucherInnen einen umfassenden Einblick in die unter anderem sehr aktuellen Anwendungsbereiche der Netzwerkwissenschaft gewinnen. Die Netzwerkdiagramme und -strukturen werden in vielfältiger Weise und mittelst modernster Technik visualisiert, sodass die wissenschaftlichen und zugleich höchst ästhetischen Beiträge von Prints und Skizzen, über Videos bis hin zu realen und virtuellen Datenskulpturen reichen. »BarabásiLab. Hidden Patterns« ist eine Zusammenarbeit mit dem Ludwig Museum, Budapest, wo die Ausstellung vom 10. Oktober 2020 bis zum 17. Januar 2021 gezeigt wird.
Ausstellungen | Ausstellung

zkm_gameplay. the next level

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

»zkm_gameplay. the next level« ist die Computerspielplattform des ZKM. Sie lädt zum informativen und kreativen Austausch ein – und natürlich zum Spielen. Die Ausstellung richtet sich an GamerInnen jeden Alters, aber auch an BesucherInnen, die bislang kaum Erfahrung mit Computerspielen haben. Medium der digitalen Gesellschaft Dass das Computerspiel sich zu einem Leitmedium entwickelt hat, ist heute keine gewagte These mehr. Der gesellschaftliche und ästhetische Stellenwert des interaktiven und multimedialen Mediums ist nicht mehr zu übersehen. Das Computerspiel hat sich von seinen Ursprüngen als Laborexperiment und Spielzeug gelöst und ist »das« Medium der digitalen Gesellschaft geworden, zwischen Pop-Kultur, Unterhaltung und Kunst. Mit der Eröffnung der Ausstellung »Die Welt der Spiele« im Herbst 1997 war das ZKM eine der ersten Kunstinstitutionen weltweit, die der Videospielkultur eine dauerhafte öffentliche Plattform im Kunstkontext gaben. Seitdem hat das ZKM die Spielepräsentation in einer Reihe von unterschiedlichen Ausstellungen immer wieder neu gestaltet.
Ausstellungen | Ausstellung

CryptoArt

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

Kubus: Screen Eintritt frei Seit 2014 ist es möglich, digitale Bilder mit Hilfe der Blockchain-Technologie zu zertifizieren und auf diese Weise Unikate herzustellen, so genannte NFTs (Non-Fungible Tokens). Doch erst seit diesem Jahr, nachdem eine Reihe digital zertifizierter Bilder für mehrere Millionen Dollar verkauft wurden, nimmt eine breitere Öffentlichkeit Notiz von dieser Entwicklung. Das ZKM erwarb bereits 2018 eine Reihe von NFTs und zeigt nun auf dem Kubus-Screen eine Auswahl von Werken aus der eigenen NFT-Sammlung sowie von privaten Leihgebern. Die Blockchain-Technologie – ursprünglich entwickelt, um mithilfe kryptographischer Verfahren ein digitales Äquivalent zu Bargeld zu erschaffen – verändert die Ökonomie der digitalen Kunst. Digitale Werke, die jederzeit und unendlich kopierbar sind, können nun in Unikate oder limitierte Serien verwandelt werden. Die Logik der Verknappung und die Regeln des traditionellen Kunstmarktes werden in die digitale Welt übertragen. Darüber hinaus eröffnet die Technik jedoch auch neue Möglichkeiten. Sogenannte »Smart-Contracts«, die in die Blockchain eingebettet sind, können beispielsweise dafür sorgen, dass Künstler:innen bei jedem Weiterverkauf eines ihrer Werke automatisch einen bestimmten Prozentsatz des Verkaufspreises auf ihr Kryptowährungs-Konto überwiesen bekommen. Dadurch, dass jede Information der Blockchain dezentral, von tausenden von Computern beglaubigt werden, sind alle Vorgänge transparent und unveränderbar. Die Anfänge Die ersten NFTs lassen sich auf das Jahr 2014 datieren. Im Mai 2014 verkaufte der Künstler Kevin McCoy auf der Rhizome-Konferenz »Seven on Seven« im New Museum, New York, auf der Bühne ein GIF und veröffentlichte die Übertragung des Eigentums auf der Namecoin-Blockchain. Zusammen mit Anil Dash gründete er »Monegraph«, die erste Plattform, die Blockchain-Technologie nutzte, um digitale Objekte zu authentifizieren. Im gleichen Jahr enstand in Berlin das digitale Kunstregister »ascribe«, 2015 gründete der Künstler Harm van den Dorpel dann die »left gallery«, die seitdem digitale, in der Blockchain zertifizierte Werke anbietet. Es wurde jedoch nicht nur im Kunstkontext mit NFTs experimentiert. Im Februar 2016 wurde das Handy-Spiel »Spells of Genesis« (SoG) veröffentlich, dessen Spielkarten in die in BitCrystals-Blockchain eingeschrieben waren. Im September des gleichen Jahres enstand die Plattform »Rare Pepe Wallet« , auf der seitdem Varianten des Internet-Memes »Pepe the Frog« in den Kryptowährungen Counterparty oder PepeCash gehandelt werden. Ende 2016 schließlich entstanden die bis heute bekanntesten NFTs: John Watkinson entwickelte einen Pixel-Art-Charaktergenerator, der nach einem Zufallsprinzip eine Auswahl von Merkmalen (Sonnenbrillen, Hautfarben, Haartypen, etc.) kombinierte und generierte auf diese Weise 10.000 »CryptoPunks«, kleine Porträts in einer Größe von 24 x 24 Pixel. Watkinson und Hall entwickelten ein technisches Verfahren, das es ermöglichte, eine Referenz auf ein digitales Bild zusammen mit „Marktplatzfunktionen“ auf der Ethereum-Blockchain einzuschreiben. Auf die »CryptoPunks«, die seit Juni 2017 gehandelt werden, folgten im November 2017 die »CryptoKitties« von Guile Gaspar (Dapper Labs), die nicht nur gesammelt, sondern „gezüchtet“ werden konnten. An den »CryptoPunks« lässt sich die Dynamik der neuen digitalen Ökonomie beispielhaft zeigen: Kostete der erste Punk im Juni 2017 nur eine Transaktionsgebühr, die 10–20 US-Dollar betrug, wurde im März 2021 ein Bild aus der Serie für etwa 7.500.0000 US-Dollar verkauft. Das Krypto-Lab Das ZKM begann sich mit dem Thema Blockchain anlässlich der Ausstellung »Open Codes. Leben in digitalen Welten« zu befassen. Das von dem Software-Entwickler und Künstler Daniel Heiss konzipierte »Krypto-Lab« versuchte, die Blockchain-Technologie durch Workshops, Vorträge und Ausstellungen allgemeinverständlich zu erklären. Im Kontext dieses Projekts erwarb das ZKM »CryptoPunks«, »CryptoKitties« sowie das Werk »event.listeners« von Harm van den Dorpel. On-chain Das ZKM konzentriert sich seitdem beim Sammeln von NFTs auf eine spezielle Form, die eine weitere Dimension der Blockchain erkundet. Während die Käufer:innen eines NFTs normalerweise nur ein Zertifikat erwerben, das auf eine Datei verweist, die nicht in der Blockchain abgespeichert ist, sondern auf Webservern oder dem IPFS (InterPlanetary File System), gibt es NFTs, bei denen das Werk selbst in der Blockchain hinterlegt sind – genauer gesagt, der Code, der das Werk generiert. Diese NFTs sind „on chain“. Somit liegt die gesamte Information, die benötigt wird, um das Werk darzustellen – der Algorithmus – für immer unabänderlich und öffentlich zugänglich in der Ethereum-Blockchain vor. Die Werke gesichert, zumindest so lange die Ethereum-Blockchain existiert. Auch hier waren die Schöpfer der »CryptoPunks« John Watkinson und Matt Hall wegweisend: 2019 schufen sie die ersten generativen On-Chain-Werke: die »Autoglyphs«. Das ZKM zeigt drei der »Autoglyphs« derzeit in der Ausstellung »Writing the History of the Future« neben den Werken jener digitalen Pioniere, die für Watkinson und Hall Vorbild waren, A. Michael Noll und Kenneth C. Knowlton. Die besondere Herausforderung bei der Erstellung von On-Chain-NFTs ist, dass der Umfang des Programms beschränkt ist. Ähnlich wie bei der Demo-Szene, die dieses Jahr auf die Liste des immateriellen Erbes der UNESCO aufgenommen wurde, entwickeln die Programmier:innen eine Meisterschaft, mit geringsten Mitteln möglichst komplexe Bilder und Animationen zu erschaffen. Nachhaltigkeit Im Dezember 2020 machte der Künstler Memo Atken mit seinem Artikel „The Unreasonable Ecological Cost of CryptoArt“ auf die hohen Energiekosten der Blockchain-Technologie aufmerksam. Der hohe Stromverbrauch vieler Blockchains, unter anderem von Ethereum, auf der die meisten NFTs verortet sind, entsteht vor allem durch einen speziellen Baustein der Technologie, der als »Proof of Work« (PoW) bezeichnet wird. Dieser spezielle Beglaubigungsmechanismus erfordert enorme parallele Rechenleistung für das Verlängern der Blockchain durch neue Blöcke. Je nach Studie und Methodik wird etwa der jährliche Verbrauch, z. B. von Bitcoin, mit 30 bis 75 Terawattstunden angegeben. Damit ist er vergleichbar mit dem Stromverbrauch von Dänemark oder der gesamten künstlichen Beleuchtung in Deutschland. [1] Weltweit arbeiten Entwickler:innen nun an der Entwicklung von Beglaubigungsmechanismen, die auf anderen technischen Verfahren basieren und dadurch weitaus weniger klimaschädlich wären. Man geht davon aus, dass der Energieverbrauch von Blockchains, die statt »Proof of Work« beispielsweise auf Verfahren wie »Proof of Stake« oder »Proof of Authority« setzen, um 99 Prozent reduziert werden könnte. Das ZKM beobachtet die Entwicklung alternativer Blockchains und pausiert derzeit mit dem Ankauf von NFTs auf der Ethereum-Blockchain. [1] Fabian Retz, »Blockchain & das Klima. Warum die nationale Blockchain- Strategie Innovations- und Klimapolitik zusammenbringen sollte«, Stiftung Neue Verantwortung, 2019, www.stiftung-nv.de/sites/default/files/blockchain_und_das_klima.pdf, abgerufen am: 04.04.2021.
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Talking Tubes

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

In einer Welt, wo jeder mit jedem und alles mit allem vernetzt ist, wollen die »Talking Tubes« den Wert und die Kraft des direkten Dialogs bewusst machen. »Talking Tubes« ist eine akustische Installation aus Metall, Industriemüll und Feuerwehrschläuchen, mit einem Beleuchtungskonzept aus Spargeltöpfen, Waschtrommeln und Mistgabeln. Durch sie werden aphoristische Dialoge über das Reden und Schweigen wiedergegeben – gesprochen von Jan Josef Liefers und Anna Loos. Ihr Schöpfer Jean-Remy, geboren 1952 in Brüssel, ist Schweizer Staatsbürger und wohnhaft in Berlin.
Ausstellungen | Ausstellung

Digitale Eröffnung: BarabásiLab. Hidden Patterns

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

Online Kostenfrei Die Ausstellung »BarabásiLab. Hidden Patterns« präsentiert Netzwerk-Visualisierungen der letzten 25 Jahre des Physikers und Netzwerkwissenschaftlers Albert-László Barabási und seines Forschungslabors. Wirtschaftliche, soziale und politische Infrastrukturen bauen längst auf der algorithmischen Auswertung von Daten auf. Um diese immensen Datenmengen bewältigen zu können, etablierte sich die Netzwerkwissenschaft, die systemische Zusammenhänge innerhalb der Daten veranschaulicht und erklärt. Die Projekte des BarabásiLab liefern Einblicke in die höchst aktuellen Themenbereiche der Netzwerkwissenschaft, die unter anderem in Medizin, Pharmazie und Physik, aber auch in der Erforschung von Infrastrukturen, sozialen Systemen und Entwicklungsprozessen eingesetzt wird. Das innovative und interdisziplinäre Feld der Netzwerkforschung ermöglicht die Analyse verschiedenster kultureller und sozialer Phänomene, indem es unsichtbare, verborgene Verbindungen und sich stets wiederholende Muster innerhalb von Natur, Gesellschaft und Kultur sichtbar macht.
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Europa, so fern und doch so nah!

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

Eines der gegenwärtig wichtigsten Anliegen ist es, die Ziele des Umwelt- und Klimaschutzes und der Energiewende, und dem damit verbundenen sicheren Abbau der Kernenergie, mit dem steigendem Energiebedarf der Digitalisierung Europas in Einklang zu bringen. Die Ausstellung legt den Fokus auf diese enorme Herausforderung und thematisiert die Lösungsansätze dieser widersprüchlichen Zielsetzungen. Mit insgesamt sieben Exponaten verdichtet die Ausstellung jeweils die aktuellen Positionen und verdeutlicht die globale Situation. Die gemeinsame Forschungsstelle Europas zeigt fünf Werke aus ihrer Sammlung Art Spaces. Für die Entsorgung radioaktiven Materials genutzte Fässer dienen den Künstler:innen als Ausgangspunkt für ihre Reflexionen und Kommentare zur verantwortungsvollen Energieversorgung, zu der ebenso Gedanken der Entsorgung gehören. Es werden Werke von Fabrizio Plessi, Raphael de Vittori Reizel, Paola Ravasio, Roberto Barni und Peter Hide 311065 gezeigt. Die beiden anderen Arbeiten der Karlsruher Medienkünstlerin Sabine Schäfer eröffnen anhand audiovisueller Erlebnisse ein weiter gefasstes Spannungsfeld der Energieversorgung, ihren Errungenschaften und Preisen. Neben der audiovisuellen Installation »Fragil« von Sabine Schäfer, die eine Weiterentwicklung der REM-Lichtbildergalerie »MicroSonical Shining Biospheres No.1« des Künstlerpaares Sabine Schäfer und Joachim Krebs ist, wird erstmals die neue, für diesen Anlass von der Künstlerin geschaffenen Auftragsarbeit »Europa – so nah, so fern« in der Ausstellung gezeigt. Die zweiteilige audiovisuelle Arbeit ist interaktiv. Die hinterleuchteten Glasplatten des freistehenden Objekts zeigen Satellitenaufnahmen von kontinentalen Ansichten und Hauptstädten der Europäischen Union bei Nacht, daneben ein Trio aus Notenständern mit Audio QR-Code Tafeln. Mit einer kostenfreien Bildscan-App können animierte Videos und Klangkompositionen per QR-Code abgerufen werden. Die Medienkünstlerin und Komponistin Sabine Schäfer lebt und arbeitet in Karlsruhe. Ihre Werke sind Bestandteile der Sammlungen des ZKM und der Stadt Wolfsburg. Anlässlich der Europäischen Kulturtage ist die GEDOK Karlsruhe zusammen mit dem Joint Research Centre (JRC), der gemeinsamen Forschungsstelle Europas, zu Gast im ZKM | Karlsruhe.
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Critical Break

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

Online Kosten: Kostenfrei Ohne Anmeldung, auf dem Instagram Account @ZKMKARLSRUHE Diese Veranstaltung findet auf Deutsch statt. An ausgewählten Mittwochmittagen laden wir Sie regelmäßig vor, während oder nach Ihrer Mittagspause zu einer kurzen »kritischen Pause« ein. 30 Minuten lang erforschen wir live auf Instagram @zkmkarlsruhe unsere Ausstellungen – im Zwiegespräch mit ausgestellten Künstler:innen, eingeladenen Expert:innen, unseren Kurator:innen oder Kunstvermittler:innen. Diese Woche in Kooperation mit der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe. Bisherige Critical Breaks können Sie auf dem Instagram Account @zkmkarlsruhe nachschauen.
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Spatial Affairs

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

Die Ausstellung »Spatial Affairs« im Ludwig Múzeum Budapest untersucht künstlerische Reaktionen auf die Fragen nach Räumlichkeit und räumlicher Wahrnehmung, insbesondere in Zeiten computergenerierter virtueller Realität. Die innere Konsistenz des Raumes, seinen philosophischen und ontologischen Status, seine Bindung und Beziehung zur Realität in Frage zu stellen ist seit langem eine latente Strömung in der bildenden Kunst. Diese manchmal leidenschaftliche, manchmal eher geheimnisvolle Verbundenheit mit derartigen ontologischen Angelegenheiten mag auf Kosten bestimmter anderer Aspekte vonstatten gegangen sein – zum Beispiel der Narrativität –, doch die Beziehung hat sich als hartnäckig erwiesen. Genau wie ihre Beendigung undenkbar ist, so wurde auch die Frage nach dem Raum und seiner Verstrickung mit der Realität durch die Vermehrung immaterieller Sphären immer wieder neu gestellt, die zu legitimen Paralleldimensionen unserer Wahrnehmung, unseres Ausdrucks, unserer Erfahrung, unseres Wissens, unserer Kommunikation und unserer Analyse werden. Mit dem Aufkommen generativer Bilder wird das Nachdenken darüber nur noch relevanter. Die Faszination von Computern beruhte schon immer auf der Tatsache, dass diese programmierbaren Maschinen in der Lage sind, gegenständliche und ungegenständliche Bilder zu erzeugen, die sich zu einer ganzen virtuellen Realität zusammenfügen können. Die Erfindung des Computers definierte die räumliche Wahrnehmung und die Idee von Immersion neu; sie verstärkte die strukturelle Neigung des Geistes, seine Umgebung zu analysieren und alternative Sphären zu projizieren und zu produzieren. Die Ausstellung »Spatial Affairs« untersucht künstlerische Reaktionen auf diese Fragen, einschließlich Ansätze vor und nach der Ausbreitung des Computers, von der frühen Avantgarde über die Konzeptkunst bis hin zu zeitgenössischen Positionen. Sie weist auf die gegenseitige Abhängigkeit zwischen dem algorithmisch Geschaffenen und dem greifbar Realen hin. Sie versteht das Virtuelle als Handlung, unabhängig von ihrer materiellen Vermittlung. In »Spatial Affairs« verflüchtigt sich die binäre Beziehung zwischen dem Realen und dem Virtuellen, dem Existierendem und dem Möglichen in eine Mehrdimensionalität, die den Dualismus überwindet und zu explodierten Achsen komplexer und multiplizierter Raumvorstellungen führt.
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Soun-Gui Kim: Lazy Clouds

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

Die Ausstellung »Soun-Gui Kim: Lazy Clouds« im ZKM | Karlsruhe ist die erste umfassende Einzelausstellung der koreanisch-französischen Künstlerin Soun-Gui Kim in Deutschland. Ausgehend von den 1970er Jahren wird in der Präsentation ein umfassender Überblick über das Werk der Künstlerin bis zur Gegenwart gegeben, das von der Dekonstruktion der Malerei, über Fotografie bis hin zu Video und multimedialer Kunst reicht. Ihre Arbeiten zeichnen sich dabei immer wieder durch einen hohen partizipativen Charakter aus und sind von vergleichenden Studien der östlichen und westlichen Kultur und Philosophie sowie der Auseinandersetzung mit Sprache beeinflusst. Soun-Gui Kim wurde 1946 in Buyeo, Korea, geboren. 1971 schloss sie ihr Studium im Fachbereich Kunst an der Seoul National University ab. Schon damals interessierte sie sich für die Dekonstruktion der Malerei, für großangelegte Performances und Videoarbeiten im öffentlichen Raum. Nach ihrem Studium erhielt Soun-Gui Kim ein Stipendium der französischen Regierung, das ihr ermöglichte, nach Frankreich zu kommen und dort zu arbeiten. Wenige Jahre später, 1974, übernahm sie eine Professur an der École Supérieure des Beaux-Arts in Marseille. Im Jahr 1982 führen Soun-Gui Kims Reisen in verschiedenste Länder der Welt zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der Kultur und der Kunst des Ostens und Westens. Während ihres Aufenthalts in New York verkehrte sie mit renommierten Videokünstler:innen wie Nam June Paik, Ko Nakajima, Ira Schneider und Frank Gillette. Mit zunehmendem Interesse an Video und Multimedia organisierte sie die Veranstaltungsreihe »Soun-Gui Kim and Her Invitees: Video and Multimedia« (1986), an der Nam June Paik, John Cage und andere teilnahmen. Seit den späten 1980er Jahren gewinnen vor allem Fragen, die mit der Ausbreitung des globalen Kapitalismus und den strukturellen Veränderungen der Gesellschaft durch das Internet zusammenhängen, für sie an Wichtigkeit. Heute lebt und arbeitet die Künstlerin auf dem Land in Frankreich nahe Paris und widmet sich dort in Einklang mit der Natur und ihrer Umgebung, ihren Kunstprojekten, die Philosophie, Kunst und Technologie miteinander vereinen. Der Titel der Ausstellung »Soun-Gui Kim: Lazy Clouds« referiert auf ein Gedicht und einen in Frankreich veröffentlichten Gedichtband der Künstlerin. Gleichzeitig steht er allerdings auch exemplarisch für ihren persönlichen Lebensentwurf. Völlig konträr zum kapitalistisch orientierten Produktivitäts- und Leistungsregime, basiert dieser auf dem Konzept der Muße als künstlerisches, kreatives und philosophisches Prinzip. Wie die Wolken, die am Himmel vollkommen frei stets neue Formen finden, widmet sich Soun-Gui Kim ihrer Kunst, spielerisch, fernab von vorgegebenen Mustern und Formalitäten. Die Ausstellung im ZKM | Karlsruhe wird in Zusammenarbeit mit dem National Museum of Modern and Contemporary Art (MMCA) in Seoul realisiert, wo sie unter gleichem Titel im Jahr 2019 zu sehen war.

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