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The Cost of Emotional Inheritance

Theater im Pfalzbau Ludwigshafen

Gespräch mit Lubi Barre, Dan Thy Nguyen und anderen Die emotionalen Kosten des Krieges sind unterschiedlich und erstrecken sich über Jahrzehnte und Generationen. Wie geht man mit Trauer und Verlust um? Welcher unbewältigte Schmerz kann an die nächsten Generationen vererbt werden? Und wie zeigt sich die Liebe in solch unruhigen Verhältnissen? Krieg, Vertreibung, Flucht, Wiederaufbau, Rassismus und das Vergessen der eigenen Lebensgeschichten kumulieren mit der Weitergabe einer anderen Art von Liebe an unsere Partner und Nachkommen. Welche Art von Liebe entsteht aus diesem emotionalen Erbe und was bedeutet es für unsere zukünftigen Generationen? Zwei sehr unterschiedliche Autoren mit ähnlichem erblichen Hintergrund, Lubi Barre und Dan Thy Nguyen, thematisieren diese unerforschten Realitäten in ihren Werken, aber auch mit geladenen Gästen. Lubi Barre, geboren 1982 in Paris, schreibt Gedichte und Kurzgeschichten. Ihre Erzählung Goodbye erschien 2016 in der Anthologie My Old Man bei Cannongate und im August 2020 in der deutschsprachigen Sammlung Here and There im Punktum Verlag. Sie ist Mitorganisatorin der vierteljährlichen Lesereihe AHAB und Mitglied des Residency Writers Room. Von 2017-2020 war sie Mitorganisatorin und Co-Moderatorin der Lesereihe Hafenlesung und zuletzt Co-Kuratorin der Konferenz "Breaking the Canon" in Kooperation mit dem Kampnagel Theater Hamburg. Derzeit ist sie Co-Kuratorin des Fluctoplasma Festivals in Hamburg. Dan Thy Nguyen ist Regisseur, Performer und Autor und lebt in Hamburg. Er arbeitete an verschiedenen Produktionen u.a. auf Kampnagel, Mousonturm, Freie Akademie der Künste und Deutsche Kammerphilharmonie Bremen. 2014 entwickelte und produzierte er sein Theaterstück Sonnenblumenhaus über die Rassenunruhen in Rostock-Lichtenhagen 1992, das mit der "Hörnixe" ausgezeichnet wurde. 2020 gründete er mit seiner Produktionsfirma Studio Marshmallow das Festival "fluctoplasma - 96 h Kunst Diskurs Diversität".
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Streit ums Politische

Theater im Pfalzbau Ludwigshafen

Gesprächsgast Nathan Sznaider , Professor für Soziologie an der Akademischen Hochschule Tel Aviv „Wir werden eine Rückkehr des Staates haben in allen westlichen Gesellschaften. Das kann man auch ganz nett ausdrücken. Wir werden ein neues Bewusstsein über die Bedeutung kollektiver Güter haben, die nicht privat hergestellt werden können. Das betrifft das Gesundheitssystem, das betrifft auch die Strukturen der sozialen Absicherung in unserer Gesellschaft. Ich glaube, die Zeit der Minimierung des Staates und des Rückbaus von Sozialsystemen ist vorbei.“ Schon relativ zu Beginn des Lockdowns prognostizierte der Soziologieprofessor Heinz Bude in einem Interview mit dem Deutschlandfunk einschneidende Veränderungen unseres gesellschaftlichen Gefüges durch Covid-19. Die Pandemie hat vor Augen geführt, dass die gesellschaftliche Entwicklung nicht ein einfaches Weiter so sein kann. Das scheinbare Ruhebedürfnis kann die untergründige Unruhe nur mühsam verdecken. Sind liberale Gesellschaften überhaupt zu Großen Transformation en in der Lage? An zwei Abenden erörtert Heinz Bude mit seinen Gästen eine Lage von wirrem Aufbegehren und verstocktem Festhalten. Heinz Bude wurde 1954 in Wuppertal geboren. Er lebt seit 1974 in Berlin und ist seit 2000 Professor für Makrosoziologie an der Universität Kassel. Er beschäftigt sich mit den Veränderungen sozialer Ungleichheit und was diese für die Selbstgegebenheit von Gegenwartsgesellschaften bedeutet. 2014 ist Gesellschaft der Angst erschienen, das inzwischen in 6. Auflage vorliegt, 2016 Das Gefühl der Welt. Über die Macht von Stimmungen, 2018 Adorno für Ruinenkinder. Eine Geschichte von 1968 und 2019 Solidarität. Die Zukunft einer großen Idee. In Zusammenarbeit mit der Heinrich Böll Stiftung hat Heinz Bude an der Schaubühne Berlin das Diskussionsformat „Streit ums Politische“ entwickelt. Seit Oktober 2020 ist Heinz Bude zudem Gründungsdirektor des documenta-Instituts.
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Wort und Wein

Theater im Pfalzbau Ludwigshafen

Kein Mensch muss müssen! Wohl kaum jemand würde dieses vielzitierte Bonmot dem Dramatiker Gotthold Ephraim Lessing zuschreiben. Und doch ist es der Jude Nathan, der es in Lessings berühmtestem Stück ausspricht, und schon dafür gebührt ihm das Attribut „weise“. Was aber hat das mit unserer regionalen Reihe zu tun? Einerseits, das liegt auf der Hand, muss man Wein nicht trinken, kann es aber. Viele tun es täglich. Andererseits steht Lessings Nathan der Weise in dieser Saison auf unserem Spielplan, und so lag es nahe, einen biographischen Bezug dieses Humanisten zu unserer Gegend zu suchen. Und der war schnell gefunden: Lessings Frau Eva war gebürtige Heidelbergerin! Ihr widmen wir einen unserer vier Abende. Ein anderer Heidelberger wartet seit Monaten darauf, von uns gefeiert zu werden: Friedrich Ebert, erster demokratisch gewählter deutscher Reichspräsident, beging im Februar ’2021 seinen hundertfünfzigsten Geburtstag. Hoffen wir, dass die Party nicht noch einmal verschoben werden muss. Tja, und dann wollten wir uns mit dem 2020er Weihnachts-Spezial vom Winter verabschieden. Es fiel aus, und der Winter kam. Gut, dass es noch einmal eine Chance gibt, die graueste und matschigste aller Jahreszeiten zu würdigen und ihr damit auch im kommenden Jahr den einen oder anderen Frosttag abzuringen. Und genau wie der Winter ist die Jagd mit mancherlei Klischees belegt. Auch hier ergreifen wir die Chance, Mythos und Wirklichkeit zu überprüfen und mit Vorurteilen aufzuräumen. Denn eins steht fest: Der Wein muss vor dem Wild geschützt werden. Und dafür sind nun mal die Jäger zuständig. Friedrich Ebert und die „Goldenen Zwanziger“ Weingut Seeger, Leimen (VDP) Moderation Tilman Gersch In Kooperation mit der Städtischen Musikschule Ludwigshafen Einheitspreis 18 € (inklusive 3 Weinproben)
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Streit ums Politische

Theater im Pfalzbau Ludwigshafen

Gesprächsgast: Ralf Fücks, Gründer des Zentrums Liberale Moderne und Politiker Bündnis 90 / Die Grünen „Wir werden eine Rückkehr des Staates haben in allen westlichen Gesellschaften. Das kann man auch ganz nett ausdrücken. Wir werden ein neues Bewusstsein über die Bedeutung kollektiver Güter haben, die nicht privat hergestellt werden können. Das betrifft das Gesundheitssystem, das betrifft auch die Strukturen der sozialen Absicherung in unserer Gesellschaft. Ich glaube, die Zeit der Minimierung des Staates und des Rückbaus von Sozialsystemen ist vorbei.“ Schon relativ zu Beginn des Lockdowns prognostizierte der Soziologieprofessor Heinz Bude in einem Interview mit dem Deutschlandfunk einschneidende Veränderungen unseres gesellschaftlichen Gefüges durch Covid-19. Die Pandemie hat vor Augen geführt, dass die gesellschaftliche Entwicklung nicht ein einfaches Weiter so sein kann. Das scheinbare Ruhebedürfnis kann die untergründige Unruhe nur mühsam verdecken. Sind liberale Gesellschaften überhaupt zu Großen Transformation en in der Lage? An zwei Abenden erörtert Heinz Bude mit seinen Gästen eine Lage von wirrem Aufbegehren und verstocktem Festhalten. Heinz Bude wurde 1954 in Wuppertal geboren. Er lebt seit 1974 in Berlin und ist seit 2000 Professor für Makrosoziologie an der Universität Kassel. Er beschäftigt sich mit den Veränderungen sozialer Ungleichheit und was diese für die Selbstgegebenheit von Gegenwartsgesellschaften bedeutet. 2014 ist Gesellschaft der Angst erschienen, das inzwischen in 6. Auflage vorliegt, 2016 Das Gefühl der Welt. Über die Macht von Stimmungen, 2018 Adorno für Ruinenkinder. Eine Geschichte von 1968 und 2019 Solidarität. Die Zukunft einer großen Idee. In Zusammenarbeit mit der Heinrich Böll Stiftung hat Heinz Bude an der Schaubühne Berlin das Diskussionsformat „Streit ums Politische“ entwickelt. Seit Oktober 2020 ist Heinz Bude zudem Gründungsdirektor des documenta-Instituts. Einheitspreis 6 €
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Digiloglounge Digital

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

Die Veranstaltung findet als Livestream statt: zkm.de/de/livestream Im Rahmen der Diskussionsreihe »Digiloglounge Digital« spricht Sabine Faller mit Expert:innen über Themen der Digitalisierung – dieses Mal über soziale Gerechtigkeit im Netz! Der gemeinsame Dialog steht im Fokus des Forschungsverbunds »digilog@bw«. Anhand aktueller Themen rund um den digitalen Wandel entwickeln wir Ideen zur Mitgestaltung und laden anhand von Veranstaltungen, Gesprächen und Workshops zum gemeinsamen Nachdenken und Diskutieren ein. Die Veranstaltung ist Teil der #digiloglounge-Gesprächsreihe. Einmal im Monat geben Expert:innen von digilog@bw einen Einblick in ihre digitalen Forschungsthemen und beantworten Fragen im ZKM-Livestream! Foto: © digilog@bw
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Arbeit von Übermorgen – zwischen Science und Fiction

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

Wie sieht die Arbeit von übermorgen aus? Inwieweit werden neue Berufe, Tätigkeiten und noch unvorstellbare Einsatzmöglichkeiten von Technologien die Arbeitsverteilung und -organisation, aber auch das gesellschaftliche Gefüge beeinflussen? Im BMBF-geförderten Verbundprojekt FutureWork wird der Blick bis an den Anfang des nächsten Jahrhunderts gewagt: Mithilfe wissenschaftlicher, literarischer und künstlerischer Ressourcen aus Arbeits- und Zukunftsforschung sowie Science-Fiction entwickeln Forschende Szenarien, die zukünftige Arbeitswelten beschreiben. Mit der Erarbeitung der Szenarien trägt das Projekt zum öffentlichen Diskussionsprozess in Wissenschaft, Gesellschaft, Wirtschaft und Politik bei. Neue Perspektiven über die Rolle der Arbeit werden eingebracht, die eine konstruktiv-reflektierte und kritische Planung unserer zukünftigen Arbeitswelt unterstützen. Zur Eröffnung der zweitägigen Konferenz findet eine Podiumsdiskussion im ZKM statt, die sich mit dem Spannungsverhältnis von Kunst und Arbeitszukünften befasst und hinterfragt, wie Kunstschaffende unsere Zukünfte erdenken. Das ZKM ist Partner der vom ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale (KIT) organisierten Veranstaltung. Die Konferenz wird am Samstag, 18. September 2021 mit einem öffentlichen Symposium in der IHK Karlsruhe fortgeführt. © Foto: jozefmicic / stock.adobe.com
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The Art of Media Tapestries

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

Die Veranstaltung findet als Livestream statt: zkm.de/de/livestream Die Konzeptkünstlerin Margret Eicher, in deren Werk barocke Bildwirkerei auf digitale Collage trifft und materielle Kunstfertigkeit auf elektronische Motivschöpfung, gewährt im Gespräch mit dem Kunst- und Kulturwissenschaftler Wolfgang Ullrich Einblicke in ihr postmodernes Arkadien. Seit dem Einzug des ersten automatischen Kopierers für Normalpapier, dem Xerox 914, im Jahr 1960 gehörte die Fotokopie zu einem der verbreitetsten Vervielfältigungsmitteln in Kunstrichtungen wie der Fluxus-Bewegung oder Mail Art. In der Geschichte der sogenannten Copy Art nimmt die von Margret Eicher etablierte Form der CopyCollage eine Sonderstellung ein. Die frühen Kompositionen der Künstlerin, die auf der Wiederholung und Variation von Mustern beruhen, sind in der Sammlung des ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe ebenso vertreten wie ihre über die Wände mäandernden Mediencollagen. Die höfische Tradition des 16. und 17. Jahrhunderts, die Tapisserie, wird in ihnen zum kulturhistorischen Hintergrund massenmedialer Bildkomplexe ohne den Anspruch zu erheben, originär zu sein, wie es Wolfgang Ullrich ausführt: »Inhaltlich greift Eicher das auf, was in einer auch sonst vielfach sich rearistokratisierenden Gesellschaft am meisten interessiert. Sie gibt dem neuen Adel – den Celebrities und Stars – eine Bühne. Vom Sportler bis zum Philosophen, vom Politiker bis zum Topmodel tauchen vor allem die Personen auf, die besondere mediale Resonanz und damit Prominenz genießen. Mochte sich einst ein Herrscher auf der Tapisserie vorteilhaft in Szene setzen lassen, so zeigt Margret Eicher die heute Mächtigen und Reichen – die Gewinner innerhalb der Ökonomie der Aufmerksamkeit – jedoch im Modus der Überhöhung und ironischen Brechung.« Die Aneignung und Verfremdung historischer Ikonen in der Kunst der Moderne bildet das Zentrum des Werkkorpus Margret Eichers. Hybrid bewegen sich die Arbeiten zwischen mythischer Erzählung und kompilierter Medienwelt. Innerhalb der ornamentalen Bordüren, die ihre Wandarbeiten und Collagen umrahmen, verschränken sich Raum und Zeit. Die Medientapisserien der Künstlerin sind ikonologische Interpretationen einer visuellen Kultur, eine Bestätigung der These des Sozialtheoretikers Niklas Luhmann: »Was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben, wissen, wissen wir über die Massenmedien.«
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Digitaler Salon

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

Diese Veranstaltung findet als Livestream statt: zkm.de/de/livestream Florian Rötzer spricht mit dem Literatur- und Kulturwissenschafter Joseph Vogl über finanzökonomische und technische Grundlagen der digitalen Gesellschaft, über Informationskapitalismus und Kommunikationstechnik. Joseph Vogl ist Professor für Literatur- und Kulturwissenschaft und Medien am Institut für deutsche Literatur der Humboldt-Universität zu Berlin. Zuvor war er Professor für Geschichte und Theorie künstlicher Welten an der Fakultät Medien der Bauhaus-Universität Weimar. Daran kann man schon erkennen, dass sich das Denken von Vogl nicht in vorgesetzten Bahnen bewegt, sondern neben der Spur. Das hat Vogl auch in seinen zahlreichen Gesprächen mit Alexander Kluge vorgeführt. Vogl ist, herkommend von der Literaturwissenschaft etwa mit seiner Promotion über Kafka und der Rezeption von französischen Philosophen, allen voran mit Gilles Deleuze, über die Medientheorie mehr und mehr zu einem politischen und spätestens seit der Finanzkrise einem politökonomischen Denker geworden, der das kapitalistische System und die gegenwärtige Gesellschaft zu verstehen und kritisch zu hinterfragen sucht. Schon in seinem 2008 erschienenem Buch »Das Gespenst des Kapitals« entlarvt er die Mythen der Finanzmärkte und der propagierten unsichtbaren Hand des freien Marktes als säkularisierte Religion. Mit dem Buch »Der Souveränitätseffekt« (2015) zeigt Vogl wie sich der Finanzkapitalismus als globale Struktur entwickelt und dessen politische und wirtschaftliche Eliten nach und nach die demokratische Kontrolle aushöhlen. In seinem letzten Buch »Kapital und Ressentiment« macht Vogl deutlich, dass der Siegeszug des Finanzkapitalismus unmittelbar mit der Informationstechnik zusammenhängt und von der Digitalisierung und der damit einhergehenden Privatisierung der Infrastrukturen verstärkt wird. Die Internetplattformen treiben für ihn den Prozess weiter, Information als Ware zu kapitalisieren und die Wirtschaft bis in alle Lebensbereiche hinein zu finanzialisieren und staatliche Funktionen zu übernehmen, während die Kontrolle des Verhaltens der Marktakteure stetig verfeinert wird. Auch das Verständnis von Theorien und Wahrheit verändert sich im Sinne des Neoliberalismus und durch das Informationskonzept. Es herrscht buchstäblich die Spekulation vor, Preise bilden sich durch Optionen, Tatsachen durch Erwartungen: »Nicht was war und ist, sondern was vielleicht, möglicherweise oder wahrscheinlich eintreten wird, bestimmt den Gang der Ereignisse.« Florian Rötzer wird mit Joseph Vogl darüber sprechen, ob der:die Intellektuelle, der auf der Höhe der Zeit sein will, sich mit den finanzökonomischen und technischen Grundlagen der digitalen Gesellschaft beschäftigen muss. Vor allem wird es darum gehen, welche Gesellschaften aus dem Informationskapitalismus durch Amalgamierung von Finanzmarkt und digitaler Informations- und Kommunikationstechnik entstehen. Vogl konstatiert nicht nur den Verfall der Demokratie, sondern auch die Zersplitterung der Gesellschaften, in der unter den Bedingungen der marktförmigen Konkurrenz Ressentiments gegen andere fragmentierte Gruppen freigesetzt und ausgebeutet werden. Gibt es einen Ausweg?
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Terrestrische Universität: Observation-Partizipation-Commoning

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

Die Veranstaltung findet als Livestream statt: zkm.de/de/livestream Was könnte ein von Künstler:innen geleitetes Observatorium/Observieren im 21. Jahrhundert sein, das durch unsere sich überschneidenden planetarischen Krisen hindurch und darüber hinaus zu sehen beginnt? Wie verändern sich die Aktivitäten des Messens, Wahrnehmens und Beobachtens, wenn sie durch und mit experimentellen Formen des (kollektiven) Wahrnehmens, des (gemeinschaftlichen) Aufbaus, der (gemeinschaftlichen) Vorstellungskraft und des (kollaborativen) Aktivismus umgesetzt werden? Wie könnten Ideen wie die »teilnehmende Beobachtung« in der Anthropologie, »beobachtende Systeme« in der Kybernetik und der »Beobachtereffekt« in der Quantenphysik mit radikal anderen Diskursen wie feministischem Wissen, zum Beispiel Anna Tsings Konzept der »mehr-als-menschlichen-Sozialität«, sprechen? Die Terrestrische Universität wird auf performative Weise alternative Visionen für die Beobachtung und Pflege dessen, was Sam Skinner und Mirko Nikolić als materielle Gemeinschaften bezeichnen, skizzieren und vorgeben. Auf der Grundlage ihrer voneinander abhängigen und kollaborativen Forschung und Praxis wird sie ein von Künstler:innen geleitetes Gartenbauprojekt in Oxford mit den Flusseinzugsgebieten von Korenita und Jadar auf dem Balkan verbinden. Die Flussgebiete sind durch alte und neue groß angelegte Abbauprojekte bedroht. Die oben genannten Fragen und Orte werden von den Positionen der regenerativen Praktiken des Gartenbaus und der de-extraktivistischen Poesie aus entwirrt und verwoben. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.
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POP - Narrative der Liebe / Love Narratives

Theater im Pfalzbau Ludwigshafen

Gespräch mit Gin Bali, Kaleo Sansaa und Sherryaeri Wir haben versucht nachzuzählen, wie oft „Love“ und „Liebe“ in der Popkultur vorkommen und sind gemeinsam mit dem Internet an einer seriösen Erhebung gescheitert. Daraufhin haben wir die Suche auf Popmusik eingeschränkt und dachten, wir kämen so konkreteren Zahlen näher – damit sind wir erneut gescheitert. Dies schon einmal vorab. Was wir jedoch herausfanden, deutete auf eine inflationäre Zentrierung der Liebe in ihren verschiedenen Narrativen und auf eine scheinbar unmittelbar mit ihr verbundene Ökonomie. Mit den drei inspirierenden Künstler*innen Gin Bali, Kaleo Sansaa und Sherryaeri navigieren wir durch die unendlichen Pop-Kosmen und untersuchen die Verwendung des Phänomens der Liebe in der Pop- und Clubkultur. Solidarischer Einheitspreis 9 € / 6 € / 3 €
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Digitaler Salon

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

Online Eintritt frei Emotionale künstliche Intelligenz gilt als Schlüsseltechnologie der Zukunft. Künstliche Systeme sollen mitfühlend sein und Empathie in uns auslösen. Doch wie erkennen und verarbeiten künstliche Systeme menschliche Emotionen? Können sie echte Gefühle und Empathie empfinden? Führt die Entwicklung schmerzempfindlicher Roboter in der Biorobotik zur Auflösung der Grenze hin zu biologischen Organismen? Haben wir auch moralische Pflichten gegenüber Robotern, die unser Mitgefühl rühren? Gast im Digitalen Salon ist Frau Prof. Dr. Catrin Misselhorn, die Philosophie an der Georg-August Universität Göttingen lehrt. Sie forscht derzeit über philosophische Probleme der künstlichen Intelligenz, Roboter- und Maschinenethik, integrative Philosophie der Wissenschaft, Kunst und Technik, der ethischen Bewertung von Technologien (ELSI) und der Empathie im ethischen, ästhetischen und technischen Kontext. Im Gespräch wird es um den Umgang der Menschen mit intelligenten und autonomen Systemen und von diesen mit den Menschen gehen. Frau Misselhorn hat zuletzt das Buch »Künstliche Intelligenz und Empathie. Vom Leben mit Emotionserkennung, Sexroboter & Co« geschrieben. Dort diskutiert sie die ethischen und technischen Aspekte an anschaulichen Beispielen aus der Praxis und gibt einen Überblick über neue Tendenzen der emotionalen Künstlichen Intelligenz, sozialen Robotik und Biorobotik. Das Gespräch findet in deutscher Sprache statt.
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#meetdigilog

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

Online Kosten: Kostenfrei Ohne Anmeldung, auf dem Instagram Account @ZKMKARLSRUHE Seien Sie live dabei, treffen Sie unsere Wissenschaftler:innen und teilen Sie Ihre Gedanken und Ideen direkt im Chat. Erhalten Sie praktische Tipps sowie spannendes Wissen rund um die Digitalisierung! Der gemeinsame Dialog steht im Fokus des Forschungsverbunds »digilog@bw«. Anhand aktueller Themen rund um den digitalen Wandel entwickeln wir Ideen zur Mitgestaltung und laden anhand von Veranstaltungen, Gesprächen und Workshops zum gemeinsamen Nachdenken und Diskutieren ein.
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The Art of Being Precise

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

Online Kosten: kostenlos Sprache: Englisch In der Reihe »The Art of...« lädt das ZKM Künstler:innen der Sammlung ein, über ein Thema ihrer Wahl zu sprechen. Mit Frieder Nake (*1938 Stuttgart) hat ein Künstler die Einladung angenommen, der mit seinen frühen ästhetischen Experimenten am Computer Geschichte schrieb. Der Diplommathematiker erstellte auf einem Großrechner der Technischen Hochschule Stuttgart bereits 1964 eine Reihe abstrakter Zeichnungen. Sie zählen zu den ersten Werken der »Computerkunst« weltweit. Wer die Pionierzeit der digitalen Kunst verstehen möchte, kommt nicht umhin, die brillant formulierten Aufsätze und Manifeste Frieder Nakes zu Fragen der Informationsästhetik und Kunst zu lesen. Frieder Nake wählte für das Gespräch als Titel »Die Kunst präzise zu sein« und erklärt dies wie folgt: „Von Max Bense gibt es ein Buch, »Die präzisen Vergnügen« (1964). Für ihn war das Programm. Emotionales in der Kunst? Wie abgeschmackt! Wir denken die Bilder, wir machen sie nicht. Fürs Machen haben wir Maschinen. Wir programmieren die Maschinen, sodass sie das machen, was wir wollen. In der Mitte der 1960er-Jahre, als das anfing, sagte Sol LeWitt: 'The idea becomes the machine that makes the art.' Mit dem Computer war die semiotische Maschine aufgetaucht, eine Maschine, wie sie niemand kannte. Das Machen des Bildes gewann eine radikal neue Dimension: Es galt nicht mehr, ein Bild zu machen, sondern unendlich viele zu denken. Und, in der Tat, wenn ich ein Bild denke, denke ich sofort viele und mehr noch. Bitte, stets ist dabei scharf zu beachten: Wir denken die Bilder, heißt es und nicht etwa: wir denken an die Bilder! Das ist ein großer und ein radikaler Unterschied. Mitte der 1960er Jahre brach die Algorithmische Revolution in die Kunst ein und schreibt seither einen Strang ihrer Geschichte.“ Mit Margit Rosen, Leiterin der Abteilung Wissen, spricht Frieder Nake über das algorithmische Denken, Computergrafik, Karl Marx, Zufall und Schönheit und warum es keine Meisterwerke mehr gibt.
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Mein Algorithmus und Ich

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

Online Eintritt frei Es wird viel über Künstliche Intelligenz und ihre Gefahren gesprochen, aber wie fühlt es sich tatsächlich an, mit einem hochentwickelten Programm umzugehen? Was erlebt man, und was lässt sich daraus folgern? Im Februar 2020 reiste Daniel Kehlmann von New York ins Silicon Valley, wo man ihn eingeladen hatte, gemeinsam mit einer Künstlichen Intelligenz eine Kurzgeschichte zu verfassen. In »Mein Algorithmus und Ich« erzählt er von dieser Reise und von seiner experimentellen »Zusammenarbeit« mit dem Algorithmus. Anlass genug, um am ZKM darüber zu berichten und im Gespräch mit ZKM-Vorstand Peter Weibel, dem Karlsruher Literaturwissenschaftler Hansgeorg Schmidt-Bergmann, dem Direktor des Höchstleistungsrechenzentrums Stuttgart Michael Resch und der jungen Wiener Autorin Raphaela Edelbauer die literarischen, philosophischen, technischen und auch unterhaltsamen Seiten des Projektes auszuloten.
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Digiloglounge Digital

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

Online Kosten: Kostenfrei Im Rahmen der Diskussionsreihe »Digiloglounge Digital« spricht Sabine Faller mit Expert:innen über Themen der Digitalisierung – dieses Mal über soziale Gerechtigkeit im Netz! Der gemeinsame Dialog steht im Fokus des Forschungsverbunds »digilog@bw«. Anhand aktueller Themen rund um den digitalen Wandel entwickeln wir Ideen zur Mitgestaltung und laden anhand von Veranstaltungen, Gesprächen und Workshops zum gemeinsamen Nachdenken und Diskutieren ein. Die Veranstaltung ist Teil der #digiloglounge-Gesprächsreihe. Einmal im Monat geben Expert:innen von digilog@bw einen Einblick in ihre digitalen Forschungsthemen und beantworten Fragen im ZKM-Livestream!
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Digitaler Salon

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

Online Eintritt frei Seit einigen Jahren geht die Rede vom »postfaktischen Zeitalter« um. Damit ist gemeint, dass der politische Diskurs stärker als zuvor von Bauchgefühlen, Ressentiments und einer Irrelevanz der Unterscheidung von Wahrheit und Lüge geleitet zu sein scheint. Auch geht die Sorge um, dass Menschen von Rechtspopulisten, Verschwörungstheoretikern und gegnerischen Staaten durch Beeinflussungskampagnen, Fake News und Desinformation über das Internet manipuliert werden. Im Zeitalter des Barock war die Faszination für die Täuschung und die Welt als Bühne unter anderem eine Folge des Buchdrucks. Ist die heutige Entwirklichung eine der Online-Medien, des Virtuellen? Gast im digitalen Salon des ZKM ist Frau Prof. Dr. Nicola Gess, die Literaturwissenschaft an der Universität Basel lehrt und gerade ein Buch über »Halbwahrheiten. Zur Manipulation von Wirklichkeit«, erschienen im Verlag Matthes & Seitz, veröffentlicht hat. In ihm erläutert sie, dass Fake News, Verschwörungstheorien und populistische Propaganda häufig auf Halbwahrheiten zurückgreifen. Sie schlagen die Brücke von einem faktenbasierten Diskus zum Raum der Spekulation und Fiktion, und es geht ihnen letztlich nicht um Wahrheit oder Lüge, sondern um Kohärenz, Glaubwürdigkeit und Aufmerksamkeit. Ihre These ist, dass Faktenchecks an Vertretern von Halbwahrheiten deswegen abprallen, zuständig für ihre Entlarvung seien Fiktionstheorie und Narratologie, also Instrumente der Literaturwissenschaften. Das Live-Gespräch findet in deutscher Sprache statt.
Forum.Regionum | Gespräch

... aus freier Lust ... verbunden ... / Einklang freier Wesen

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

Online Eintritt frei Künstler:innen, Ensembles und Veranstalter:innen diskutieren über Grenzen und Chancen digitaler Musikerfahrung und stellen ein globales Kooperationsprojekt vor. »Die neue Zeit hat begonnen. […] Die Kultur wird zu einem Online-Paradies«, schrieb Peter Weibel in seinem Essay »Virus, Viralität, Virtualität«. Ausgehend von seiner Theorie der Ferngesellschaft diskutieren Vertreter:innen internationaler Ensembles, des ZKM | Karlsruhe sowie Veranstalter:innen die Grenzen und Chancen digitaler Musikerfahrung und stellen das Kooperationsprojekt »einklang freier wesen« vor – ein interaktives Audiointerface, das ein Ensemblewerk von Georg Friedrich Haas online erfahrbar macht. Dabei wird nicht nur ergründet, welche Rezeptionsmöglichkeiten von Musik durch neue Technologien geschaffen werden und was diese für analoge Musik implizieren, sondern auch, inwieweit die Telegesellschaft generell eine erstrebenswerte Utopie darstellt und ob der digitale Raum eine Chance für die Diversifizierung von Publikum, Künstler:innen und ästhetischen Positionen bietet. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.
Forum.Regionum | Symposium

HyMEx 2021

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

Online, kostenfrei Allgemeine Information Das HyMEx // Hybrid Museum Experience Symposium // möchte im Frühjahr 2021 führende Forscher:innen, Wissenschaftler:innen in der digitalen und experimentellen Museologie, in der Sammlungspflege, der kuratorischen Praxis sowie Forscher:innen aus einem breiten Spektrum von Disziplinen zusammenbringen, um sich über herausfordernde Situationen und neueste Innovationen im Bereich des hybriden Museumserlebens auszutauschen, mit einem Fokus auf zeitgenössische Kunst. Das vom Ludwig Museum am 6. und 7. Mai 2021 in Budapest veranstaltete zweitägige Symposium setzt den Weg fort, den das Medienerhaltungssymposium MAPS im Jahr 2015 mit seinen drei Ausgaben eingeschlagen hat. HyMEx entsteht im Rahmen des internationalen, kollaborativen, praxisbasierten Forschungsprojekts »Beyond Matter«, das kulturelles Erbe und zeitgenössische Kunst an virtuelle Realität heranführt und über zahlreiche Aktivitäten und Formate, wie das HyMEx-Symposium, über die virtuelle Bedingung reflektiert, mit einem besonderen Schwerpunkt auf ihren räumlichen Aspekten in der Kunstproduktion, dem Kuratieren und der Vermittlung. »Beyond Matter« findet von 2019 bis 2023 statt; es wurde initiiert und wird geleitet vom ZKM | Karlsruhe und umfasst sieben Partner (Centre Pompidou Paris, Tallinna Kunstihoone, Aalto University, Tirana Art Lab, Weiss AG) und das Museum Ludwig. Das Projekt feiert seine erste kuratierte Veranstaltung, die Ausstellung »Spatial Affairs«, im April 2021 im Ludwig Museum und wird gleich darauf Anfang Mai von HyMEx gefolgt. HyMEx – Schwerpunkt | Konzept Die transformierte Entität des Museums: wie man die hybride Erfahrung durch die Einbeziehung pluridisziplinärer Blickwinkel und mittels physischer, virtueller, räumlicher und sozio-politischer Expositionen dekonstruiert und rekonstruiert. Museen als definierte geografische Räume sind seit ihren Anfängen bewährte Institutionen. Sie bieten einen physischen und theoretischen Ort, der Versammlungen ermöglicht und als Plattform für Begegnungen zwischen Menschen dient, um Ideen auszutauschen und Wissen zu produzieren. Museen zeigen gesellschaftlichen Wandel auf, tragen aber auch dazu bei. Im ersten Viertel des 21. Jahrhunderts scheinen die greifbaren Grenzen von Museen jedoch zu verschwimmen: Wo beginnt das Museum, da seine physischen Abgrenzungen ihre allmächtige Substanz verloren haben und das Museumserlebnis weder am Eingang beginnt noch am Ausgang endet? Museen haben die Tendenz, sich auf digitale Plattformen auszudehnen und zusätzliche Inhalte zu schaffen, unabhängig vom Standort des Publikums. Die digitale Welt dominiert zunehmend die Realität eines Museums und noch davor die Realität des Publikums. Sie verschränkt das Physische mit dem Virtuellen, verwischt die Ränder der Wahrnehmung der Dimensionen, welche die Institution Museum zum Leben erweckt haben, wie zum Beispiel der Linearität der Zeit. Unter solchen Umständen verwandelt sich das Museum in eine hybride Entität, die gleichzeitig einen geografischen Ort, verschiedene digitale Plattformen, mannigfaltige Wege der Vermittlung, immersive Wissensproduktion, Partizipation und Austausch umfassen kann. Es ist eine Möglichkeit, die hybride Museumserfahrung zu beschreiben, doch die Rolle, die Museen innerhalb eines breiten Spektrums von Gesellschaften einnehmen können und das Konzept des Museumsraums, das aus einer Perspektive angegangen wird, in der »virtuell« eine Bedeutung jenseits von computergenerierter Technologie hat, antizipiert einen Ansatz, bei dem es weniger um die technologische Seite der hybriden Erfahrung geht, als vielmehr um die partizipative Seite. Das Symposium zielt darauf ab, nach Interpretationen der hybriden Museumserfahrung innerhalb der zeitgenössischen Kunstszene im Lichte räumlicher und gesellschaftlicher Aspekte zu suchen, die Möglichkeit der Deterritorialisierung des Museumsraums zu erhellen oder die Möglichkeiten der Konstruktion partizipativer Lösungen zu verstehen, durch die das Museum ein aktiver Vermittler gegenüber dem Publikum sein kann. Wie kann man auch die Ökosysteme von Museumserfahrungen erfassen oder einen Einblick in das gewähren, was immersive Technologien über die visuelle, persönliche Erfahrung an sich hinaus bieten können? Und was das Heraustreten aus den eigenen Grenzen angeht: Kann die hybride Museumserfahrung der zeitgenössischen Kunst zu verantwortungsvolleren Funktionen in einem gesellschaftlichen Kontext verhelfen, die über die Kulturvermittlung hinausgehen? HyMEx versucht pluridisziplinäre Perspektiven, die relevant bleiben und eine glaubwürdige Bezugsquelle gegenüber der:m Künstler:in, dem Kunstwerk, der Ausstellung, der:m Besucher:in und der:m Museumsexpert:in darstellen. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.
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Hidden Patterns: A Conversation About Networks and Arts

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

Online, kostenfrei, mit Anmeldung Hans Ulrich Obrist, künstlerischer Leiter der Serpentine Galleries, Albert-Lászlo Barabási, Physiker und Direktor des BarabásiLab, das Ideenkollektiv und Studio CAMP und der Künstler Burak Arikan diskutieren darüber, wie Netzwerkeffekte und Big Data unser Verständnis der Dynamik der zeitgenössischen Kunstwelt verändern werden. Netzwerkeffekte durchdringen die Kunstwelt, bestimmen den Erfolg einzelner Künstler, ihren Zugang zu Ausstellungsmöglichkeiten. Big Data und Netzwerkwissenschaft erlauben es uns, diese Effekte zunehmend zu kartografieren und zu quantifizieren, um verborgene Verbindungen aufzudecken, die künstlerische Karrieren formen. Andererseits entwickeln sich Netzwerkvisualisierungen mittlerweile selbst zu einer neuen Form der künstlerischen Praxis. Ziel der Veranstaltung ist es, ein wichtiges Gespräch über die Rolle von Netzwerken in der Kunst zu beginnen. Dieser Vortrag folgt der Eröffnung von »Hidden Patterns«, die derzeit im Ludwig Museum – Museum of Contemporary Art, Budapest, bis zum 20. Juni dieses Jahres zu sehen ist und auch im ZKM Karlsruhe am 01. Mai 2021 bis zum 09. Januar 2022 eröffnet wird. Die Ausstellung präsentiert 25 Jahre Forschung von Albert-László Barabási, der modernste Netzwerkdiagramme, Visualisierungen und Datenskulpturen verwendet, um zugrunde liegende Strukturen und Beziehungen zu erfassen, die uns helfen können, sowohl Kunst als auch Gesellschaft besser zu verstehen. Seien Sie im Livestream dabei, wenn der künstlerische Leiter der Serpentine Galleries, Hans Ulrich Obrist, der Physiker Albert-László Barabási, der Künstler Burak Arikan und das Kreativkollektiv Studio CAMP über Netzwerkeffekte, die Ausstellung und ihre allgemeine Bedeutung für die zeitgenössische Kunst und Wissenschaft sprechen. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Die Veranstaltung erfolgt als Zoom-Konferenz. Die Zuhörer:innen werden nicht sichtbar sein, können aber während der Veranstaltung im Chat Fragen an die Sprecher:innen stellen. Den Zoom-Link erhalten Sie, sobald Sie sich hier angemeldet haben. BarabásiLab. Hidden Patterns Die Ausstellung »BarabásiLab. Hidden Patterns« am ZKM | Karlsruhe stellt die Tätigkeit des Physikers und Netzwerkwissenschaftlers Albert-László Barabási und seines Forschungslabors vor. Der Fokus der Ausstellung liegt hierbei auf der Entwicklung der Netzwerk-Visualisierung innerhalb der letzten 25 Jahre, die sich anhand der Projekte des BarabásiLabs ablesen lässt. Die Ausstellung wird am 30. April 2021 eröffnet.
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#meetdigilog

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

Online Kosten: Kostenfrei Ohne Anmeldung, auf dem Instagram Account @ZKMKARLSRUHE Seien Sie live dabei, treffen Sie unsere Wissenschaftler:innen und teilen Sie Ihre Gedanken und Ideen direkt im Chat. Erhalten Sie praktische Tipps sowie spannendes Wissen rund um die Digitalisierung! Der gemeinsame Dialog steht im Fokus des Forschungsverbunds »digilog@bw«. Anhand aktueller Themen rund um den digitalen Wandel entwickeln wir Ideen zur Mitgestaltung und laden anhand von Veranstaltungen, Gesprächen und Workshops zum gemeinsamen Nachdenken und Diskutieren ein.

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