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Naturhistorisches Museum Basel

Seit über 300 Jahren erforscht und bewahrt das Museum vielfältige und wertvolle Sammlungen aus Geologie und Biologie.

Die Sammlungen des Naturhistorischen Museums Basel, die "Archive des Lebens", haben ihren Ursprung im Jahr 1661 im Amerbach’schen Kabinett. Heute bewahrt das Museum über 7.7 Millionen Objekte auf. Aus diesen bedeutenden regionalen und internationalen Sammlungen schöpft das Museum Wissen und gibt es an die Öffentlichkeit weiter. Dies geschieht einerseits durch die Ausstellungen und den damit verbundenen Angeboten für Kinder, Jugendliche und Schulen sowie den öffentlichen Führungen und Veranstaltungen. Andererseits ermöglicht uns ein weltweites Netzwerk einen umfassenden Wissensaustausch, welcher Forschung und Vermittlung auf hohem Niveau garantiert.

Das Museum ist an verschiedenen wissenschaftlichen Forschungsprojekten von nationaler und internationaler Bedeutung beteiligt. Daraus entstehen jedes Jahr mehrere Dutzend wissenschaftliche Arbeiten. Ebenso werden viele Publikationen von auswärtigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über Objekte aus den Sammlungen verfasst.

Das Museum ist eine Dienststelle des Kantons Basel-Stadt und ist im Ressort Kultur, das zum Präsidialdepartement gehört, angesiedelt. Das Naturhistorische Museum Basel ist eine gemeinwirtschaftliche, staatliche Non-Profit-Institution. In der Leistungsvereinbarung mit dem Kanton Basel-Stadt ist der Kernauftrag des Museums wie folgt umschrieben:
"Das Naturhistorische Museum Basel (...) erweitert, bewahrt, erforscht, dokumentiert und vermittelt die seit 1849 bestehende öffentliche Sammlung."

Das Naturhistorische Museum Basel beruft sich in seinen Handlungen auf den internationalen Kodex der Berufsethik des International Council of Museums ICOM.

Mission Statement
Das Naturhistorische Museum Basel steht allen Menschen offen, welche die Natur entdecken, erleben und erforschen wollen. Aus Verantwortung gegenüber unserer 300-jährigen Tradition und des internationalen Rufes, werden hier in Basel die "Archive des Lebens" erforscht und für zukünftige Generationen bewahrt. Das Eingebundensein in ein weltweites Netzwerk ermöglicht uns einen umfassenden Wissensaustausch, der Forschung und Vermittlung auf hohem Niveau garantiert. Aus unseren bedeutenden regionalen und internationalen Sammlungen schöpfen wir Wissen und geben es an die Öffentlichkeit weiter. Die Originalobjekte stehen dabei im Zentrum der Vermittlung. Erst wenn wir dieses Wissen an alle weitergeben, haben wir die "Archive des Lebens" für die Zukunft gesichert.

Sonderausstellungen

Wildlife Photographer of the Year

Fr, 27.11.2015 - So, 3.6.2018 | Sonderausstellung

Do, 30.11.2017, 18:30 | Eröffnung

Das Naturhistorische Museum Basel zeigt vom 1.12.2017 bis 3.6.2018 exklusiv in der Schweiz die besten Naturfotografien des Jahres 2017. Atemberaubende Landschaften, überraschende Tierporträts und dramatische Naturschauspiele lassen Sie eintauchen in die Schönheiten und den Zauber der Natur.

Wildlife Photographer of the Year gehört zum weltweit grössten und prestigeträchtigsten Wettbewerb für Naturfotografie. Die Bilder setzen jedes Jahr neue Massstäbe, an denen sich die Tier- und Naturfotografie misst.

Eine internationale Jury zeichnet diejenigen Fotografien aus, die durch ihre künstlerische Qualität und Originalität besonders überzeugen. Jedes einzelne Bild ist eine einmalige Hommage an die Pracht, die Vielfalt und die Zerbrechlichkeit des Lebens auf unserem Planeten.
Der Wettbewerb baut auf dem Natur- und Tierschutzgedanken auf und verfolgt das Ziel, die Natur zu erleben, ihre Schönheiten zu entdecken und ein Bewusstsein für ihre Verwundbarkeit und Verletzlichkeit zu erlangen.

Wettbewerb
Der Wettbewerb Wildlife Photographer of the Year wird jedes Jahr vom Natural History Museum in London durchgeführt. Inzwischen hat er sich zur eigentlichen Marke für herausragende Fotografie entwickelt.

Die besten Fotografien des Jahres 2016 sind noch bis am 10. September 2017 im Natural History Museum London zu sehen.
Danach werden die besten Fotografien des Jahres 2017 gekürt und ab Dezember in Basel zu sehen sein.

Streetart im Museum Kooperation mit CULTURESCAPES 2017

Sonderausstellung seit 19. Oktober 2017

Im Rahmen von CULTURESCAPES Griechenland ist für knapp drei Monate der wilde Groove der Athener Strassen in einem Ausstellungsraum des Naturhistorischen Museums Basel zu bewundern. In einem raumfüllenden Wandbild erzählt der griechische Streetart Künstler WD – Wild Drawing, wie die Entdeckung des Feuers die Menschheit verändert hat.

Der griechische Streetart Künstler WD – Wild Drawing hat die Wände und den Boden eines Ausstellungsraumes im Naturhistorischen Museum Basel umfassend genutzt, um die Rolle des Feuers künstlerisch zu reflektieren und die Betrachter mit den Auswirkungen dieser weit tragenden Entdeckung des Feuers zu konfrontieren. Dabei reichen die Erzählfragmente vom Urknall bis zu den sozialen und ökologischen Herausforderungen, denen die Menschheit heute gegenübersteht.

«Als Menschen versuchen wir immer, Fortschritte zu machen. Doch worin liegt der Sinn dabei? Den Planeten, das Leben unserer Mitmenschen und unser eigenes zu zerstören? Unser Planet hat seine eigenen Bedürfnisse und Regeln, die wir als Teil davon respektieren müssen und nicht versuchen sollten, im Namen des Profits alles zu kontrollieren», so der Athener Künstler mit balinesischen Wurzeln.

Der spezielle kulturelle Hintergrund des Künstlers, das Ineinander aus Ost und West, Asien und Griechenland, widerspiegelt sich in seinem einzigartigen Stil: Seine grossformatigen Wandbilder sind oft optisch leicht verzerrt. Sie sind inspiriert von Comics oder Graphic Novels und thematisieren soziale Phänomene, Lifestyle, die Kunst oder Natur.

WD wurde in Bali, Indonesien, geboren und studierte in Athen Kunst und angewandte Kunst. Seit 2000 ist er als Streetartist unterwegs, arbeitet aber auch weiterhin im Atelier. Inzwischen ist WD mit diversen Einzelausstellungen und -projekten, zuletzt u.a. in Paris, Antwerpen und Athen sowie durch seine Teilnahme an Gruppen-Shows oder Graffiti- bzw. Streetart-Festivals in Asien, Europa und Amerika zu einem der berühmtesten und angesehensten Streetart-Künstlers der Welt avanciert. WD lebt und arbeitet in Athen.

Dauerausstellungen

Tauchen Sie ein in die Vielfalt unserer Dauerausstellungen: Begeben Sie sich auf eine Reise in die Vergangenheit der Erde. Erkunden Sie die Geschichte ihrer Lebewesen und bestaunen Sie die faszinierende Welt der Mineralien und Versteinerungen. Entdecken Sie die Archive des Lebens!

Ammonit & Donnerkeil

Grenzenlose Welt der Steine

Die Ausstellung Ammonit & Donnerkeil beherbergt Gesteine aus der Nordwestschweiz, die zwischen 16‘000 und 250 Millionen Jahre alt sind. Darunter befinden sich die wichtigsten Gruppen von Mikrofossilien, Pflanzen und wirbellosen Tieren. Hierzu zählen auch zahlreiche Fossilien von Meeresbewohnern wie Schwämme, Korallen, Muscheln, Ammoniten und Seeigel aus der Jurazeit, als die Region von einem flachen Meer bedeckt war.

Die Umgebung von Basel ist äusserst reich an Fossilien. Werfen Sie einen Blick auf spektakuläre Funde aus der Trias, bemerkenswerte Ammoniten aus der Jurazeit sowie auf Korallen, Brachiopoden, Muscheln und Echinodermen aus unterschiedlichen Epochen der Zeitgeschichte.

Des Weiteren präsentieren wir Ihnen Fossilien aus den Tongruben bei Allschwil, Trias-Pflanzen aus Münchenstein und Schnecken aus Eiszeitablagerungen in der Umgebung von Basel.

Die grosse Vielfalt der gezeigten Fossilien ermöglicht es Sammlerinnen und Sammlern, eigene Funde in einem Vergleich selbst zu bestimmen.
Die Fossilgruppen sind in 29 Vitrinen ausgestellt und nach Erdzeitalter gegliedert.

Dino & Saurier

Lebendige Bilder vergangener Tage

Wie lebten die Dinosaurier? Was haben sie gefressen? Wie schnell sind sie gewachsen? Weshalb wurden sie derart gross? Und wie war ihr Sozialverhalten? Auf diese und weitere Fragen erhalten Sie in unserer Dauerausstellung anschauliche Antworten. Dabei nehmen wir Abschied von der Vorstellung, Dinosaurier seien primitive Monster gewesen.

Die Dauerausstellung vermittelt Eindrücke davon, wie die Welt vor 150 Millionen Jahren aussah und durch welche Landschaften die Dinosaurier gewandert sind. Was viele noch immer nicht wissen: Auch in der Schweiz hat man Dinosaurier gefunden. Wir zeigen bemerkenswerte Objekte und aktuelle Erkenntnisse aus erster Hand.

Neben einer dynamischen Skelettrekonstruktion eines 7,5 m langen Allosaurus ist auch ein plastisches, lebensgrosses Modell des in der Schweiz einst häufig vorkommenden Plateosaurus zu sehen. Geradezu sensationell ist ein Embryo eines Papageienschnabel-Dinosauriers, das im Ei erhalten geblieben ist. Von der gleichen Art präsentieren wir einen weltweit einmaligen Fund, bei dem die Hautumrisse, die Abdrücke der Schuppen und die Borsten am Schwanz sichtbar sind.

Ein Sandkasten mit einem verborgenen Skelett eines kleinen Fleischfressers lädt Kinder zum spannenden Ausgraben ein. Ein Diorama mit plastischen Rekonstruktionen zeigt die Unterwasserwelt zur Zeit der Dinosaurier.

Schlupfloch

Vom Ei zum Falter

Hat sich eine Raupe aus dem Ei gekämpft, frisst sie, soviel sie kann. Sie ändert ihr Aussehen, wächst und verpuppt sich, um schliesslich als wunderschöner Falter aus der Puppenhülle zu schlüpfen und durch die Lüfte zu fliegen. Diese bemerkenswerten Entwicklungsschritte des Schmetterlings zeigen wir am Beispiel des einheimischen Schwalbenschwanzes. Das Schlupfloch richtet sich primär an Kinder.

Schmetterlinge vollziehen im Laufe ihres Lebens eine Verwandlung, die sogenannte vollständige Metamorphose. Auch Käfer, Fliegen und Hautflügler wie etwa Ameisen oder Bienen verwandeln sich komplett.

Am Beispiel eines einheimischen Schmetterlings, des Schwalbenschwanzes, ist diese Ausstellung dem Reiz der Verwandlung auf der Spur und zeigt die verschiedenen Entwicklungsschritte dieses faszinierenden Tieres. Vom Ei zur Raupe, von der Raupe zur Puppe, aus der Puppenhülle zum Falter: Jeder Schmetterling macht diese Stadien durch. Je nach Schmetterlingsart dauern die einzelnen Phasen unterschiedlich lange.

Die kleine Ausstellung ist in erster Linie für Kinder gedacht. Sie können sich aktiv in die Lebensgeschichte eines Schwalbenschwanzes vertiefen, die Verwandlungsschritte beobachten, der Raupe die richtige Nahrung zuordnen oder die Düfte der Futterpflanzen erkennen. Originalobjekte, ausdrucksstarke Illustrationen und abwechslungsreiche Entdeckungsmöglichkeiten verhelfen dem kleinen Raum zu seinem wirkungsvollen Auftritt.

Projektleitung: Jessica Baumgartner, Bildung & Vermittlung
Szenografie: emyl GmbH, Basel
Illustrationen: Lorenz Rieser, Luzern
Grafik Ausstellungstexte: Schaerer de Carli Design und Kommunikation, Basel
Montage Texte: Arni Siebdruck, Basel
Medien: tweaklab, Basel
Leihgeber und Donatoren: Werner Bohren (Raupenpräparate), Courtesy of Roger Meissen, University of Missouri (Audiofile, Frassgeräusch einer Raupe), Marc de Roche (Puppenpräparate)

Mammut & Säbelzahntiger

In einem Land vor unserer Zeit

Säbelzahnkatze, Riesenhirsch, Zwergelefant und der Mensch – die Evolution der Säugetiere ist spektakulär. Anhand ausgewählter, seltener Objekte zeigen wir die Säugetiere und ihre Ahnen. Den Höhepunkt dieser Ausstellung bildet unser berühmtes Mammut.

Säugetiere bilden heute rund 8,5% der gesamten Wirbeltier-Biodiversität. Ihre Geschichte reicht mehr als 210 Millionen Jahre zurück bis in die Zeit der Dinosaurier und ihre Evolution zeigt Anpassungen an alle Gegebenheiten der jeweiligen Umwelt. So finden sich fliegende Formen wie Fledermäuse, rein aquatische Gruppen wie Wale oder blinde Arten mit unterirdischen Lebensweisen wie der Goldmull.

Die Ausstellung Mammut & Säbelzahntiger zeigt diese Vielfalt und ihre Evolution. Die Unpaarhufer Pferd, Nashorn und Tapir sind seit rund 50 Millionen Jahren bekannt. Ihre heutige geringe Diversität birgt eine reiche Geschichte. Das ausgestellte Krallentier ist ein eindrücklicher Beleg hierfür.

Mit sieben Millionen Jahren ist die menschliche Evolution wesentlich kürzer, aber deshalb nicht weniger atemberaubend. Die wichtigsten Schritte demonstrieren unsere vollplastischen Rekonstruktionen.

Raubtiere sind ihrem Namen zum Trotz nicht durchwegs reine Fleischfresser. Der Pandabär gehört beispielsweise zur Gruppe der Raubtiere, ernährt sich aber fast zu 100% vegetarisch.

Die Vielfalt des Lebens auf unserem Planeten zeigt sich nicht nur in der beinahe unermesslichen Anzahl, sondern auch in den unterschiedlichen Lebensweisen. So war etwa die ausgestellte, längst ausgestorbene Säbelzahnkatze Megantereon ein kräftiger Jäger. Er konnte seine verlängerten Eckzähne nur als Messer für den Todesstoss nutzen, jedoch nicht als Angriffswaffen.

Tintenfisch & Schmetterling

Faszinierende wirbellose Tiere

Wirbellose Tiere haben kein knöchernes Skelett. Ihre markante Erscheinung wird oft durch ein Aussenskelett wie bei Insekten oder durch ein Schalensystem wie bei Muscheln und Schnecken bestimmt. Es kann aber auch weich und beweglich sein wie bei Würmern. Die Ausstellung vermittelt einen Überblick über die riesige Vielfalt wirbelloser Tiere.

Schwämme, Nesseltiere, Schnecken, Muscheln und Krebse sind in unserer Ausstellung gleichermassen vertreten wie Tausendfüsser, Spinnentiere und Insekten.

Nebst Vitrinen, welche die Vielfalt der wirbellosen Tiere zeigen, sind auch einige Vitrinen mit thematischen Inhalten wie beispielsweise Schädlinge und Nützlinge in Wald und Garten zu sehen.

Das imposante Modell eines Riesenkalmars sowie das einer hundertfach vergrösserten Spinne bereichern die Ausstellung ebenso wie zwei Vitrinen, die Schmetterlinge und Schnecken nach rein ästhetischen Aspekten beherbergen.

Einen Blickfang bilden die lebenden Tiere. Die Honigbienen im Schaukasten bieten Einblicke ins Innere eines Bienenstocks. Und in einer reich verzweigten Anlage können Sie Blattschneiderameisen bei ihrem geschäftigen Tun beobachten. Neben den Staatenbildenden Insekten wie Bienen und Ameisen sind auch lebende Schnecken, Schaben, Käfer und Gespenstschrecken zu sehen.

1999 haben wir die Ausstellung sanft renoviert und mit neuen Texten versehen. Das Mobiliar aus den 1930er-Jahren wurde teilweise beibehalten, die Überfülle an Objekten jedoch stark reduziert.

Projektleitung: Ambros Hänggi, Szenographie: Lukas Zürcher

Feuer & Wasser

Vom Hochgebirge in den Tiefseegraben

Unsere Erde ist ein ausgesprochen dynamischer Planet. Die Beschaffenheit der Oberfläche hat ihren Ursprung tief im Inneren der Erde. Nur so erklären sich die seit Jahrmillionen beweglichen Kontinente, sich auftürmende Gebirge, das Entstehen und Verschwinden von Ozeanbecken, riesige untermeerische Gebirgsketten, Tiefseegräben, der andauernd aktive Vulkanismus und die gefürchteten Erdbeben.

Das Leben auf der Erde entstand vor über 3,8 Milliarden Jahren. Dieses Leben und seine Evolution bilden eine andauernde, geologisch wirksame Kraft. Sich abwechselnde Warm- und Eiszeiten sind weitere Erscheinungen, die im Zusammenspiel mit den Kräften aus dem Erdinneren und der belebten Welt unsere heutigen Lebensumstände geschaffen haben.

Die Ausstellung Feuer & Wasser zeigt diese Zusammenhänge vorwiegend aus dem Blickwinkel der Theorie der Kontinentaldrift, die unser Weltbild seit den 1970er-Jahren nachhaltig verändert hat. Die Besucher werden dabei vom Erdinneren an die Erdoberfläche und dort vom Hochgebirge in den Tiefseegraben geleitet. Aus Erdbebenwellen, welche die Erde durchlaufen, lernen wir den schalenartigen Aufbau und die Zusammensetzung unseres Planeten kennen. Diese wiederum haben grosse Auswirkungen auf das Geschehen in den Erdplatten der Kruste, sei es am Meeresboden oder auf den Kontinenten.

Auf einer grossen Weltkarte kann man die Zusammenhänge zwischen den aneinandergrenzenden Krustenplatten, Vulkangürteln, Erdbeben, Gebirgsketten und Tiefseegräben studieren.

Zudem kann das Forschungs- und Bohrschiff „Glomar Challenger“, welches von 1968 bis 1983 die Pionierrolle um den Nachweis der Plattentektonik übernahm, im Modell betrachtet werden.

Die vielfältigen geologischen Erscheinungsformen an der Erdoberfläche wie Gebirge und ihre typischen Gesteine, Ebenen und Wüsten, der Kontinentalschelf mit seinen markanten Korallenriffen oder die geheimnisvolle Tiefsee und einige ihrer Bodenschätze werden ebenfalls in der Ausstellung thematisiert.

Quagga & Dodo

Bedroht und ausgestorben

Das Naturhistorische Museum Basel hat seit seinen Ursprüngen im 18. Jahrhundert auf Expeditionen immer wieder Exemplare von Tierarten gesammelt, die inzwischen in der Natur verschwunden sind.
Dank der fachgerechte Aufbewahrung der Sammlungsobjekte in unseren „Archiven des Lebens“ ist es möglich, in der Dauerausstellung Originalobjekte von heute ausgestorbenen oder stark bedrohten Arten zu zeigen.


Die Ausstellung verdeutlicht, weshalb viele Tierarten, die unseren Planeten sehr lange bevölkerten, während der letzten 400 Jahre ausgestorben sind. Dabei zeigen sich klare Unterschiede zwischen dem natürlichen und dem vom Menschen beeinflussten Artensterben.
Quagga & Dodo thematisiert aber auch die Bemühungen von Organisationen, die sich dem Artenschutz verschrieben haben.

Neben vielen bedrohten Spezies präsentieren wir Präparate von über zwanzig Arten, die bereits ausgestorben sind. So ist unter anderem mit dem Quagga eine Zebra-Art zu sehen, die noch Anfang des 19. Jahrhunderts in Südafrika häufig vorkam. Ausgerottet wurde das Quagga, weil es als Konkurrent der Rinderfarmer angesehen wurde. Heute gibt es weltweit nur noch 24 Objekte dieser Tierart. Sie sind in Museen auf der ganzen Welt verteilt.
Auch der Dodo, eine flugunfähige Vogelart, die nur auf der Insel Mauritius vorkam, ist leider nur noch als Teilpräparat oder Rekonstruktion in Museen zu bewundern. Er starb im späten 17. Jahrhundert aus.

Die Ausstellung nimmt in ihrer Gestaltung die Idee der Sammlungsräume auf, den „Archiven des Lebens“.

Wal & Fisch

Sanfte Riesen der Meere

Die Dauerausstellung Wal & Fisch bietet nicht nur einen fantastischen Blick über die Dächer von Basel, sie glänzt vor allem mit dem wirkungsvoll inszenierten Skelett eines Zwergwals. Dieses lagerte vierzig Jahre lang im Sammlungskeller, ehe es den Weg in die Ausstellung fand. Ein weiteres Highlight ist das lebensecht nachgebildete Modell einer 6,8 m langen Python mitsamt ihres Originalskeletts.

Wale brauchen Platz, selbst wenn es „nur“ neun Meter lange Zwergwale sind. Unser Saal mit dem Zwergwal, auch Minkwal genannt, lässt Sie die Dimensionen der grössten Säugetiere unseres Planeten hautnah erleben.

Das Skelett stammt von einem nördlichen Zwergwal und wurde 1873 vom Naturhistorischen Museum Basel erworben. Dank der Unterstützung des Vereins Freunde des Naturhistorischen Museums konnte es neu und auf beeindruckende Weise in Szene gesetzt werden.

Nördliche Zwergwale kommen in allen Ozeanen der Nordhalbkugel vor. Aufgrund der starken Bejagung ist das sanftmütige Tier jedoch stark gefährdet. Obschon Zwergwale seit 1986 durch ein internationales Abkommen unter Schutz stehen, werden sie weiterhin gejagt. Seit Inkrafttreten des Abkommens wurden rund 20'000 Exemplare dieser schönen Ozeanriesen getötet.

Einen Überblick über die einheimischen Fische, Frösche und Reptilien erhalten Sie im hinteren Teil der Ausstellung. Ihre Lebensweise wird ebenso thematisiert wie der Einfluss von uns Menschen. Besonders sehenswert sind die Modelle in Originalgrösse. Als zentrales Objekt wachen in der Mitte des Raumes der Abguss und das Skelett einer grossen Netzpython.

Die Fischmodelle sind eine Leihgabe des Museum.BL.

Schauplatz Natur

Vögel, Säugetiere & Mineralien der Schweiz

Die Ausstellung rückt einheimische Vögel, Säugetiere und Mineralien ins Rampenlicht. Das Äussere der Vögel und Säugetiere verrät viel darüber, wie sie sich fortbewegen, jagen und fressen. Zwei Lebensräume, die Stadt und die Alpen, zeigen exemplarisch, wie sich die Tiere in einem sich stets verändernden Umfeld zu helfen wissen.
Von den rund 700 Mineralien, die in der Schweiz vorkommen, präsentieren wir die spektakulärsten und schönsten davon.


Vögel und Säuger besitzen eine Vielfalt von Eigenschaften, die perfekt zu ihrer Lebensweise passen. Wie leistungsfähig sind zum Beispiel ihre Augen oder Ohren? Für welche Art der Fortbewegung eignen sich ihre Beine und Füsse? Schützt sie ein Fell vor Kälte oder ein Tarnkleid vor Feinden?
In mehreren Bereichen werden verschiedene Körperteile der Tiere genauer unter die Lupe genommen. Dabei wird klar: Ihr Äusseres verrät viel darüber, wie sich die Säugetiere und Vögel fortbewegen, jagen und fressen.

Der Lebensraum bestimmt Aussehen und Verhalten
Im Obergeschoss der Ausstellung zeigen wir am Beispiel der Stadt und der Alpen, wie sich die Tiere an ihren Lebensraum anpassen. Die Lebensweise der Tiere im sich ständig verändernden Umfeld der Stadt ist genauso verblüffend und erstaunlich wie diejenige, die sich die Tiere angeeignet haben, um in den extremen Witterungsverhältnissen der Alpen zu überleben.

Tour de Suisse
Sie glänzen, haben perfekte Formen und alle möglichen Farben – kaum zu glauben, dass diese edlen Mineralien in dunklen, engen Hohlräumen im Innern der Berge wachsen. In Spalten bilden sie meist ungehindert ihre prächtigen Kristallformen aus.
Auf einer Tour de Suisse zeigen wir rund 200 Kostbarkeiten aus der mineralogischen Sammlung des Museums und veranschaulichen, in welcher Gegend der Schweiz welche Mineralien vorkommen. Zudem verraten wir, welche Mineralien sich als Rohstoffe eignen.

Sammlungen

Die Sammlungen des Naturhistorischen Museum beinhalten Objekte aus den Bereichen Wirbeltiere, Insekten, Übrige Wirbellose, Anthropologie, Mineralogie und Paläontologie. Diese Archive des Lebens umfassen über 7.7 Millionen Objekte aus der ganzen Welt.

Seit über 300 Jahren erforscht, bewahrt und erweitert das Museum seine vielfältigen naturwissenschaftlichen Sammlungen. Diese gehen auf das Amerbach’sche Kabinett aus dem Jahre 1661 zurück.

Biowissenschaftliche Sammlung

Die biologischen Sammlungen des Naturhistorischen Museums Basel wurden im Lauf der letzten Jahrhunderte mit dem Ziel aufgebaut, die Vielfalt des Lebens kennenzulernen, zu dokumentieren und für die Zukunft zu bewahren. Eigene Expeditionen und der Tausch mit anderen Museen waren die Quellen für unsere umfangreichen, alle Tierstämme abdeckenden Sammlungsbestände.

Die biologischen Objekte bewahren wir je nach Gruppe in unterschiedlicher Form auf: Vögel, Säugetiere oder Insekten lagern wir als Trockenpräparate, Fische, Amphibien, Reptilien und wirbellose Tiere lagern in siebzigprozentigem Alkohol, um die Jahre schadlos zu überstehen. Ganz kleine Tiere wie zum Beispiel Milben werden als eingebettete Präparate auf Objektträgern aufbewahrt.

Im Gegensatz zu den Ausstellungsobjekten, die in lebensnaher Position montiert sind, werden die Objekte der wissenschaftlichen Sammlungen meist platzsparend zusammengefasst. So lagern wir beispielsweise Vögel als Bälge mit enganliegenden Flügeln. Mehrere Proben von Spinnen archivieren wir gemeinsam in einem Aufbewahrungsglas.

Die Sammlungen sind für lange Zeiträume, d.h. für Jahrhunderte, angelegt. Entsprechend wichtig ist eine sachgerechte Aufbewahrung unter kontrollierten klimatischen Bedingungen und absolut dichten Gläsern bei Alkoholpräparaten.

Geowissenschaftliche Sammlung

Die geowissenschaftlichen Sammlungen des Naturhistorischen Museums Basel beherbergen über vier Millionen Objekte. Ob ein Bergkristall, die Schale eines Einzellers oder das Skelett eines Wals – alle sind Zeugen der Geschichte der Erde und der Entwicklung des Lebens.

Die geowissenschaftlichen Sammlungen haben eine lange Historie. Aufgebaut wurden sie im Laufe der letzten 350 Jahre. Aus diesem grossen Archiv schöpfen wir unser Wissen. Wie sind die Erde und ihre Lebewesen entstanden? Erst durch den Blick in die Vergangenheit können wir die Gegenwart und sogar die Zukunft verstehen.

Die Sammlungen teilen sich in die Fachbereiche Anthropologie, Mineralogie und Paläontologie auf.

Die Anthropologie (griechisch: anthropos = Mensch; logos = Lehre) setzt sich mit der Entwicklung des Menschen auseinander – ausgehend von seiner Urgeschichte bis in die jüngere Vergangenheit.

Die Mineralogie (mittellateinisch: (aes) minerale = Grubenerz, Erzgestein; griechisch: logos = Lehre) ist die Lehre der Mineralien. Sie beschäftigt sich mit der Zusammensetzung von Mineralien und Gesteinen, ihrem Vorkommen und ihren Lagerstätten. Sie untersucht die Struktur und Form von Mineralien, ihre Entstehung, ihre Eigenschaften sowie den Aufbau von Gesteinen aus verschiedenen Mineralien.

Die Paläontologie (griechisch: palaios = alt; logos = Lehre) ist die Wissenschaft von den Lebewesen vergangener Erdzeitalter, den sogenannten Fossilien. Die Paläontologie erforscht die Entwicklung der Lebewesen im Verlaufe der Erdgeschichte. Sie versucht die kausalen Zusammenhänge zwischen den Entwicklungsprozessen von Organismen und Umwelt in Raum und Zeit zu verstehen. Die Skelette der heutigen, sprich rezenten Wirbeltiere sind ein Teil der Paläontologischen Sammlungen (Osteologie).

Naturhistorisches Museum Basel

Augustinergasse 2
CH 4001 Basel

Telefon: +41 61 266 55 00
E-Mail: nmb@bs.ch

Öffnungszeiten
Dienstag - Sonntag 10.00 - 17.00
Montag geschlossen
an folgenden Feiertagen von 10.00 - 17.00:
1.1., Karfreitag, Ostersonntag, Ostermontag, 1.5., Auffahrt, Pfingsten (Pfingstsonntag), Pfingstmontag,
1.8., 25.12., 26.12., 31.12.
geschlossen an:
Basler Fasnacht (Fasnachtsmontag - Fasnachtsmittwoch), 24.12.