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Berliner Philharmonie

Berliner Philharmonie

Die Philharmonie ist seit mehr als 50 Jahren das musikalische Herz Berlins. Bei der Eröffnung 1963 noch an der Peripherie West-Berlins gelegen, wurde sie nach der Wiedervereinigung Teil der neuen urbanen Mitte. Ihre ungewöhnliche, zeltartige Form und ihre weithin leuchtende, gelbe Farbe macht sie zu einem der Wahrzeichen der Stadt. An ihrer ungewöhnlichen Architektur und der neuartigen Konzeption des Konzertsaals entzündeten sich anfangs Kontroversen, mittlerweile dient sie als Vorbild für Konzerthäuser in der ganzen Welt. »Ein Mensch im Angesicht eines andern, gereicht in Kreise, in mächtig schwingendem Bogen um strebende Kristall-Pyramide.« Bereits 1920 notierte der Architekt Hans Scharoun jene Worte als Vision für den idealen Theaterraum. Aus dieser Idee entwickelte er 35 Jahre später den Großen Saal der Philharmonie, in der das Podium mit den Musikern den Mittelpunkt bildet.

Musik und Mensch im Mittelpunkt

Seit dem Eröffnungskonzert unter Leitung von Herbert von Karajan haben die Berliner Philharmoniker zusammen mit großartigen Dirigenten und Solisten ihrem Publikum viele grandiose Konzerte beschert. Im Oktober 2013 feierten das Orchester und sein Chefdirigent Sir Simon Rattle den 50. Geburtstag ihres Hauses mit drei ganz unterschiedlichen Konzertereignissen, die die besonderen akustischen Möglichkeiten der Philharmonie eindrucksvoll zur Geltung brachten: die doppelchörige Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach in der Inszenierung von Peter Sellars, das Festkonzert am 20. Oktober, das unter dem Motto »Raumklang« stand, und Arnold Schönbergs Gurre-Lieder.

Unsere Philharmonie-Sonderseite will Sie einladen, in die Geschichte, Architektur und Akustik dieses faszinierenden Hauses einzutauchen: mit Textbeiträgen aus verschiedenen Publikationen, mit einer kleinen Bildergalerie, die den Bau der Philharmonie von der Urskizze bis zur Fertigstellung dokumentiert, mit einem Video und unserer Geschichtssektion, in der Sie nicht nur viel Wissenswertes über das philharmonische Leben seid Erbauung des Konzertsaals finden, sondern einen gesamten Überblick über die Orchestergeschichte von der Gründung des »Philharmonischen Orchesters« bis heute.

Kontakt

Berliner Philharmonie

Herbert-von-Karajan-Str. 1
D-10785 Berlin

Telefon: +49 (0)30.254 88-0

 

Ticket-Hotline.: +49 (0)30.254 88-999

Anfahrtsmöglichkeiten

mit der U-Bahn:
Linie U2 - Bahnhöfe Potsdamer Platz oder Mendelssohn-Bartholdy-Park

mit der S-Bahn:
Linien S1, S2, S25 Potsdamer Platz

mit dem Bus direkt bis zur Philharmonie:
Linien 148 (Philharmonie), 200 (Philharmonie), 248 (Kemperplatz)
weitere Buslinien: 129 und 341 (Potsdamer Brücke), 348 (Kulturforum)

mit dem Auto: Auf dem Gelände der Philharmonie stehen begrenzt Parkplätze zur Verfügung.

Konzert

Berliner Philharmoniker | Harding

Berliner Philharmoniker
Daniel Harding, Dirigent


Anton Bruckner: Symphonie Nr. 5 B-Dur

Was für eine Entdeckung! 1904 stieß ein pensionierter Beamter des k.k. Eisenbahnministeriums im Nachlass seines kürzlich zuvor verstorbenen Schwiegervaters auf eine handschriftliche Partitur aus der Feder von Anton ­Bruckner. Die Sensation bestand keineswegs darin, dass dieses Werk bislang unentdeckt geblieben wäre, handelte es sich bei dem Fund doch um Bruckners Fünfte Symphonie, die unter der Leitung von Franz Schalk am 8. April 1894 in Graz uraufgeführt worden war. Für Furore sorgte vielmehr die Tatsache, dass diese Handschrift eine Zueignung aufwies. Ihr war zu entnehmen, dass Bruckner seine Fünfte drei Jahre nach ihrer Vollendung »in tiefster Ehrfurcht« Dr. Karl Ritter von Stremayr gewidmet hatte. In seiner Funktion als Minister für Kultus und Unterricht hatte Stremayr 1875 Bruckners Ruf als Lektor für Harmonielehre und Kontrapunkt an die Wiener Universität bestätigt. Der Komponist dankte es ihm, indem er eine säuberliche, auf den 4. November 1878 – den Namenstag Stremayrs – datierte Abschrift seiner Fünften Symphonie nebst Widmung anfertigte, die dann bis zum Tod Stremayrs in dessen Privatbesitz verblieb.

Erstmals erklungen war Bruckner Fünfte am ­­20.April 1887 in einer Transkription für zwei Klaviere im Wiener Bösendorfersaal. Die erste Orchesteraufführung fand dann in Abwesenheit des Komponisten sieben Jahre später in einer Bruckners Intentionen vielfach verfälschenden Fassung statt: Der Dirigent hatte das groß dimensionierte Werk um rund 15 Minuten gekürzt, die Partitur zugleich aber in bester Opernmanier um ein Fernorchester bereichert. Da Schalk seine Version 1896 auch im Druck herausgab, war sie für die weitere Rezeption der Fünften richtungsweisend. Erst durch den spektakulären Fund der Stremayr zugeeigneten Partiturabschrift Bruckners wurde das Interesse an der Originalgestalt des Werks neu erweckt. Unbestreitbar scheint seitdem, dass sich die Fünfte wie eine Vorahnung von Bruckners Ruf an die Wiener Universität ausnimmt: Das Werk, das Bruckner selbst einmal als sein »kontrapunktisches Meisterwerk« bezeichnet haben soll, ist trotz seiner groß angelegten formalen Strukturen ein Musterbeispiel für kompositorische Ökonomie und Satzstrenge.

Bei Daniel Harding, der u. a. bei Claudio Abbado und Sir Simon Rattle sein Dirigierhandwerk als deren Assistent erlernte und 1996 im Alter von nur 21 Jahren sein philharmonisches Debüt gab, liegt dieses exzeptionelle Werk Bruckners in den denkbar besten Händen.
Konzert

Berliner Philharmoniker | Bychkov

Berliner Philharmoniker
Semyon Bychkov, Dirigent
Katia Labèque, Klavier
Marielle Labèque, Klavier


Detlev Glanert: Weites Land für Orchester
Max Bruch: Konzert für zwei Klaviere und Orchester op. 88a
Antonín Dvořák: Symphonie Nr. 7 d-Moll op. 70

Im Alter von 69 Jahren wurde Max Bruch einmal gefragt, wie die Nachwelt wohl über die Komponisten seiner Generation urteilen würde. Bruchs ebenso uneitle wie prophetische Antwort lautete: »Brahms ist zehn Jahre tot, doch noch immer wird über ihn gelästert, sogar unter den besten Musikkennern und Kritikern. Ich sage jedoch voraus, dass er im Laufe der Zeit immer mehr geschätzt werden wird, während die meisten meiner Werke nach und nach in Vergessenheit geraten. In 50 Jahren wird sein Glanz als der des überragenden Komponisten aller Zeiten hell erstrahlen, während man sich meiner hauptsächlich nur wegen meines g-Moll-Violinkonzertes erinnern wird.« Der beispiellose Erfolg, den dieses Werk schon zu Lebzeiten seines Komponisten verbuchen konnte, war Bruch seit Längerem ein Ärgernis: »Alle vierzehn Tage kommt einer und will mir das erste Concert vorspielen«, gab der Komponist einmal zu Protokoll. »Ich bin schon grob geworden und habe zu ihnen gesagt: ›Ich kann dieses Concert nicht mehr hören – habe ich vielleicht nur dieses eine Concert geschrieben? Gehen Sie hin und spielen Sie endlich einmal die anderen Concerte, die ebenso gut, wenn nicht besser sind!‹«

Katia und Marielle Labèque, seit Jahrzehnten ein strahlendes Doppelgestirn am internationalen Musik­himmel, haben den Komponisten beim Wort genommen und Bruchs Konzert für zwei Klaviere und Orchester in ihr Repertoire aufgenommen. Eine Pioniertat, die einem Komponisten Gehör verschafft, dessen Musik vor rund 85 Jahren von den Nationalsozialisten mit einem Aufführungsverbot belegt wurde und seitdem ein Schattendasein im Konzertbetrieb führt. Einen direkten Vergleich mit der Musik des von Bruch neidlos bewunderten Johannes Brahms sieht die Programmgestaltung von Semyon Bychkov, dem Ehemann von Marielle Labèque, nicht vor. Dass Bruch kompositorisch dennoch auf Augenhöhe mit seinen heute ungleich berühmteren Zeitgenossen agierte, wird unmittelbar erfahrbar, wenn in der zweiten Konzerthälfte die 1885 in London uraufgeführte Siebte Symphonie von Antonín Dvořák erklingt.

Der von Brahms geförderte tschechische Komponist wollte mit diesem Werk seinerzeit »die Welt aufhorchen« lassen. In diesen Konzerten der Berliner Philharmoniker gilt es nun nicht nur, die Musik von Dvořák und Bruch (neu zu) entdecken, sondern auch offene Ohren für die Klangsprache des 1960 geborenen Komponisten Detlev Glanert zu haben. Dessen Komposition Weites Land, mit der Semyon Bychkov das Programm eröffnet, hat einen direkten Brahms-Bezug, gründet sich diese Orchesterfantasie von 2013 doch auf den Beginn von Brahms’ Vierter Symphonie.
Kammermusik

Stipendiaten der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker

Kammermusik

Daniil Trifonov, Klavier
Stipendiaten der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker
Gregor Mayrhofer, Dirigent


Akademie I

Johann Sebastian Bach: Konzert für Klavier, Streicher und Basso continuo Nr. 1 d-Moll BWV 1052
Alfred Schnittke: Konzert für Klavier und Streicher
Igor Strawinsky: Concerto in Es »Dumbarton Oaks«
Igor Strawinsky: Konzert für Klavier und Bläser

Daniil Trifonov, der Artist in Residence der Berliner Philharmoniker in der Saison 2018/2019, ist in diesem ersten von insgesamt sieben Konzerten der Karajan-Akademie als Solist in drei konzertanten Werken zu erleben. Den Auftakt des knapp 250 Jahre überspannenden Programms bildet Johann Sebastian Bachs Anfang der 1730er-Jahre entstandenes d-Moll-Klavierkonzert. Wurden in der Vergangenheit aus verschiedenen Gründen hin und wieder Zweifel an der Echtheit der Komposition angemeldet, so entkräftete einst Albert Schweitzer diese mit der Frage: »Wer außer Bach hätte denn ein solches Werk schreiben können?«

Neuland dürfte Daniil Trifonov mit der Interpretation des Soloparts in Alfred Schnittkes Konzert für Klavier und Streicher aus dem Jahr 1979 betreten. Die hoch emotionale Musik dieser rund 20-minütigen Komposition gleicht einem nächtlichen Spuk und lässt wie in einem Zerrspiegel stilistische Erinnerungen an die Zeit der Wiener Klassik aufblitzen. Zwischen diesen beiden höchst unterschiedlichen Werken vermittelt eine Komposition von Igor Strawinsky: das 1938 uraufgeführte Concerto in Es Dumbarton Oaks, ein spielfreudiges Werk für Kammerorchester, das der Komponist als musikalische Hommage an Bachs Brandenburgische Konzerte verstanden wissen wollte. Wer Daniil Trifonov und die Stipendiaten der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker gleich zu Saisonbeginn aus nächster Nähe erleben möchte, ist mit diesem ebenso spannenden wie abwechslungsreichen Konzert bestens beraten.
Kammermusik

Philharmonisches Debüt: Quatuor Arod

Kammermusik

Quatuor Arod:
Jordan Victoria, Violine
Alexandre Vu, Violine
Tanguy Parisot, Viola
Samy Rachid, Violoncello


Joseph Haydn: Streichquartett Es-Dur Hob. III:80
Anton Webern: Langsamer Satz für Streichquartett (1905)
Alexander Zemlinsky: Streichquartett Nr. 2 op. 15

1871 in Wien geboren, 1942 im US-amerikanischen Exil verstorben, nahm Alexander Zemlinsky als Komponist und Pädagoge, bei dem u. a. Arnold Schönberg in die Lehre ging, die Position eines Vermittlers zwischen der Musik der Romantik und jener der klassischen Moderne ein. Der ab 1900 als Kapellmeister in Wien, später auch in Prag und – bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten – an der Berliner Krolloper tätige Zemlinsky schuf acht Opern, vier Symphonien sowie ein umfangreiches Œuvre an Liedern und Kammermusikwerken.

Dessen 1918 in Wien aus der Taufe gehobenes Zweites Streichquartett op. 15 charakterisierte Anton Webern mit dem Begriff »Wende« und subsummierte damit schlagwortartig die entwicklungsgeschichtliche Bedeutung des Werks: Denn Zemlinskys in den Dienst eines auf die Spitze getriebenen Expressionismus’ gestellte Ökonomie der kompositorischen Mittel ließ Schönbergs drei Jahre später vollzogenen Schritt zur »Komposition mit zwölf nur aufeinander bezogenen Tönen« nur folgerichtig erscheinen.

Das junge, 2013 gegründete französische Quatuor Arod, das u. a. bereits beim Verbier Festival und beim Septembre Musical de Montreux gefeiert wurde, stellt im Rahmen seines Debüts in Konzerten der Stiftung Berliner Philharmoniker Zemlinskys epochales Zweites Streichquartett an das Ende eines Konzertprogramms, dessen Spannweite von einem idealtypischen Werk aus der Feder des Begründers der Gattung, Joseph Haydn, bis hin zur Präsentation von Anton Weberns Langsamen Satz für Streichquartett reicht.
Kinderprogramm

1. Musikalische Expedition: Philharmonie für alle Sinne

Warum sieht die Philharmonie aus wie ein Zirkuszelt? Welche Ideen verstecken sich hinter den verschiedenen Elementen in ihrer Architektur? In dieser musikalischen Expedition sind die teilnehmenden Kinder aufgefordert, ganz genau hinzuschauen und dann selbst kreativ zu werden. So entdecken alle die Philharmonie übers Malen, Zeichnen, Basteln und auch Musizieren. Diese Expedition findet im Rahmen des Großen Türöffner-Tags der Sendung mit der Maus statt.
Konzert

Sakari Oramo und Alban Gerhardt

Berliner Philharmoniker
Sakari Oramo, Dirigent
Alban Gerhardt, Violoncello


Edvard Grieg: Peer Gynt-Suite Nr. 1 op. 46
Brett Dean: Konzert für Violoncello und Orchester – Auftragswerk der Stiftung Berliner Philharmoniker gemeinsam mit Sydney Symphony Orchestra, Swedish Radio Symphony Orchestra, Minnesota Orchestra und Cello Biënnale Amsterdam Europäische Erstaufführung
Jean Sibelius: Lemminkäinen-Suite op. 22

Sein Klang ist unverwechselbar, und seine Interpretationen zeichnen sich durch Spontaneität und Originalität aus: Nach frühen Wettbewerbserfolgen debütierte der Cellist Alban Gerhardt als 21-Jähriger bei den Berliner Philharmonikern. Seine internationale Karriere hat ihn inzwischen zu fast 250 Orchestern in der ganzen Welt geführt. »Beim Spielen«, sagt er, »gehe ich immer ein Risiko ein. [...] Ich habe zwar ein Konzept von dem, was ich spiele, und trotzdem bin ich am Ende manchmal selbst überrascht, was dabei rauskommt.« Der gebürtige Berliner arbeitet mit vielen zeitgenössischen Komponisten wie Jörg Widmann, Matthias Pintscher oder Osvaldo Golijov zusammen. Im Mai 2014 übernahm er in den philharmonischen Konzerten den Solopart von Unsuk Chins Cellokonzert, das die koreanische Komponistin ihm widmete. Nun präsentiert Alban Gerhardt in europäischer Erstaufführung das neue Konzert für Violoncello und Orchester von Brett Dean, das die Berliner Philharmoniker gemeinsam mit vier anderen Partnern in Auftrag gegeben haben.

Dirigent ist Sakari Oramo, der seine musikalische Karriere als Violinist und Konzertmeister des Finnischen Radio-Sinfonieorchesters begann, bevor er sich von Jorma Panula an der Sibelius-Akademie zum Orchesterleiter ausbilden ließ. Der australische Musiker Brett Dean wiederum, der bereits im Alter von acht Jahren im Queensland Youth Orchestra Violine spielte, bevor er zur Viola wechselte, war von 1985 bis 2000 Mitglied der Berliner Philharmoniker. In dieser Zeit entdeckte er die Improvisation für sich, welche ihm einen Weg zum Komponieren ebnete. Heute ist Brett Dean weltweit als Solist, Kammermusiker und Dirigent tätig. Er erhielt Kompositionsaufträge vom Amsterdamer Concertgebouw Orchestra, dem Los Angeles Philharmonic, den BBC Proms, dem Lucerne Festival und anderen.

Nach der Pause hat Sakari Oramo die Lemminkäinen-Suite von Jean Sibelius aufs Programm gesetzt, die nach dem gleichnamigen Helden aus dem finnischen Nationalepos Kalevala benannt ist. Die Musik zeichnet die Erlebnisse dieses »Achill der finnischen Mythologie« (Sibelius) nach, wobei die zweite der insgesamt vier Episoden nach Tuonela, in das düstere Totenreich der finnischen Mythologie, führt: Um die Toten an der Rückkehr in das Reich der Lebenden zu hindern, wurde das Land von reißenden Gewässern umschlossen, auf denen ein singender Schwan seine Bahnen zieht. Der düsteren und fahlen Atmosphäre des Totenreichs entsprechend, verzichtete Sibelius bei seiner »Vertonung« weitgehend auf helle Klanganteile, wobei ein elegisches Englischhornthema den Gesang des Schwans wiedergibt.
Film

Stummfilm: "Menschen am Sonntag"

Orgel & Stummfilm

Thomas Ospital: Orgelimprovisationen

Menschen am Sonntag − Stummfilm von Robert Siodmak, Edgar G. Ulmer und Billy Wilder (1929/1930)

»Ein Taxi-Chauffeur, ein Weinreisender, ein Ladenmädel, eine Filmkomparsin und ein Mannequin. Was passiert? Nichts? Nichts passiert.« So bewarb die UFA bei der Premiere im Theater am Kurfürstendamm im Februar 1930 ihren neuesten Streifen. Doch das war bloße Koketterie, denn aus der vermeintlichen Ereignislosigkeit entstand ein Meisterwerk. Robert Siodmaks Stummfilm Menschen am Sonntag gilt als einer der wichtigsten Vertreter der »Neuen Sachlichkeit«; er eröffnet in der Saison 2018/2019 die Orgelkonzertreihe der Berliner Philharmoniker.

Der Film zeigt die Alltagserlebnisse junger Berlinerinnen und Berliner. Sie heißen Christl, Wolfgang, Annie, Brigitte und Erwin und wollen einen Ausflug an den Wannsee unternehmen. Gleich zu Beginn werden die Protagonisten wie zufällig erfasst, geraten aber auch wieder aus dem Fokus. Die S-Bahnen und Autos rattern durch das Bild. Es entsteht das Porträt einer Metropole, die auch am Sonntag nicht zur Ruhe kommt. Am Wannsee angekommen, zeigt die Kamera junge Menschen, die ein flüchtiges Glück suchen. Sie tollen im Wasser, liegen am Strand, verlieben sich, bändeln an, erleben schöne Momente und Enttäuschungen.

Am Drehbuch wirkte kein Geringerer als Billy Wilder mit. »Es gibt drei wichtige Regeln beim Filmemachen«, gab dieser Jahrzehnte später zu Protokoll: »Du sollst nicht langweilen, du sollst nicht langweilen, und du sollst nicht langweilen!« Das ist Wilder bei Menschen am Sonntag zweifellos gelungen.

Die Berliner Philharmonie verwandelt sich für einen Abend in ein großes Stummfilmkino. An der Orgel erwarten wir mit Thomas Ospital einen Shootingstar unter den Organisten. Noch keine 30 Jahre alt, gehört der Franzose zu den gefragtesten Organisten unserer Zeit, wirkt als Titularorganist an der berühmten Kirche Saint-Eustache in Paris, ist erklärter Cineast und überhaupt ein musikalischer Alleskönner. Film ab!
Kammermusik

Zweimal Bach mit der Akademie für Alte Musik Berlin

Kammermusik

Akademie für Alte Musik Berlin
Georg Kallweit, Violine und Leitung
Raphael Alpermann, Cembalo
Michaela Hasselt, Cembalo
Felice Venanzoni, Cembalo
Petteri Pitko, Cembalo


Johann Bernhard Bach: Orchestersuite Nr. 1 g-Moll
Johann Sebastian Bach: Konzert für drei Cembali, Streicher und Basso continuo C-Dur BWV 1064
Johann Sebastian Bach: Konzert für drei Cembali, Streicher und Basso continuo d-Moll BWV 1063
Johann Bernhard Bach: Orchestersuite Nr. 2 G-Dur
Johann Sebastian Bach: Konzert für vier Cembali, Streicher und Basso continuo a-Moll BWV 1065

Der 1676 in Erfurt geborene Johann Bernhard Bach, genannt »der Ältere«, war ein Cousin zweiten Grades von Johann Sebastian Bach und ist nicht zu verwechseln mit dessen im Jahre 1700 ebenfalls auf den Namen Johann Bernhard geborenem Neffen. Zu Studienzeiten kreuzten sich die Wege von Johann Bernhard und Johann Sebastian Bach in Weimar. Nach ersten Stationen als Organist in Erfurt und Magdeburg lebte er bis zu seinem Tod im Jahre 1749 dann in Eisenach, wo er als Nachfolger seines Onkels Johann Christoph Bach Organist an der Georgenkirche und Cembalist der Hofkapelle war.

Dass Johann Sebastian die Musik von Johann Bernhard geschätzt haben muss, geht daraus hervor, dass er in seiner Leipziger Zeit mit dem Collegium Musicum nachweislich Werke von diesem zur Aufführung brachte. Die meisten Kompositionen von Johann Bernhard gingen im Laufe der Jahrhunderte verloren; überliefert sind heute neben einigen Orgelwerken lediglich vier Orchestersuiten, die den Einfluss von Georg Philipp Telemann, dem Johann Bernhard Bach in Eisenach begegnet war, erahnen lassen.

Die Akademie für Alte Musik Berlin – seit 1982 eine der ersten Adressen in Sachen historisch informierter Interpretation und weltweit bekannt für ihren Forschergeist – stellt unter der Leitung ihres Konzertmeisters Georg Kallweit in diesem Konzert zwei Orchestersuiten von Johann Bernhard Bach zur Diskussion. Außerdem sind Concerti für drei bzw. vier Cembali und Orchester zu hören, die in Johann Sebastian Bachs Leipziger Jahren entstanden.
Konzert

Jakub Hrůša und Frank Peter Zimmermann mit einem tschechischen Abend

Berliner Philharmoniker
Jakub Hrůša, Dirigent
Frank Peter Zimmermann, Violine


Antonín Dvořák: Das goldene Spinnrad op. 109
Bohuslav Martinů: Konzert für Violine und Orchester Nr. 1
Leoš Janáček: Taras Bulba, Rhapsodie für Orchester

Frank Peter Zimmermann ist einer der bedeutendsten Geiger unserer Zeit – und einer, der jenseits ausgetretener Repertoirepfade immer wieder nach weniger Vertrautem sucht: »Ich habe die Standardwerke so oft gespielt und auch aufgenommen, dass ich andere bedeutende Werke neben dem großen Strang dem Publikum näherbringen möchte.« In diesem Konzert steht das Violinkonzert Nr. 1 von Bohuslav Martinů im Fokus, das »kaum minder großartig« ist, als die zur gleichen Zeit entstandenen herausragenden Violinkonzerte von Strawinsky, Bartók, Berg, Schönberg, Hindemith und Britten, was sich allerdings »noch nicht herumgesprochen zu haben scheint« (Zimmermann).

Martinů, der 1890 in Polička nahe der böhmisch-mährischen Grenze geboren wurde und in jungen Jahren selbst als Violinist in der Tschechischen Philharmonie tätig war, schrieb dieses Stück 1932/1933 für den Violinvirtuosen Samuel Dushkin, für den Strawinsky kurz zuvor sein Violinkonzert komponiert hatte. Das technisch enorm anspruchsvolle Werk zeigt u. a. mit seinen Schlagzeugeffekten im Mittelteil, wie sehr der tschechische Tonsetzer in den »wilden Zwanzigern« mit dem in Paris grassierenden »Virus des Neoklassizismus« (George Antheil) infiziert worden war. Dennoch sorgen originelle Details wie etwa die gedämpften Streichertriller mit Flatterzungenklängen der Flöte im groß angelegten Kopfsatz oder die vertrackten Synkopen in der zündenden Coda des Finales für einen individuellen Tonfall.

Jakub Hrůša, Chefdirigent der Bamberger Symphoniker und erstmals bei den Berliner Philharmonikern zu Gast, hat an den Konzertbeginn die Tondichtung Das goldene Spinnrad seines Landsmanns Antonín Dvořák gestellt. Die abwechslungsreiche Musik nach einer Sage von Karel Jaromír Erben schildert die tschechische Variante des Aschenputtel-Stoffs. Abgerundet wird der Abend mit Leoš Janáčeks dramatischer und brillant instrumentierter Orchesterrhapsodie Taras Bulba nach der gleichnamigen Novelle Nikolai Gogols, in der die Tragödie des alten Saporoger Kosaken Taras Bulba und die seiner beiden Söhne, Andrij und Ostap, im Aufstand gegen Polen erzählt wird. Die poetische Vorlage bestimmt Form und Satzverlauf: Im ersten Teil evoziert eine grüblerische Musik die zwiespältigen Gefühle des Kosakenhauptmanns, der seinen eigenen Sohn tötet, da ihn dieser um der Liebe zu einer polnischen Adligen willen verraten hat. Im zweiten Satz wird Taras Bulba Zeuge von der Hinrichtung seines zweiten Sohnes Ostap durch die Polen, im dritten Teil wird er selbst verurteilt. Dennoch endet das Werk in einer gewaltigen Apotheose, da sich das Ende der polnischen Okkupation abzeichnet.

Frank Peter Zimmermann ist einer der bedeutendsten Geiger unserer Zeit – und einer, der jenseits ausgetretener Repertoirepfade immer wieder nach weniger Vertrautem sucht: »Ich habe die Standardwerke so oft gespielt und auch aufgenommen, dass ich andere bedeutende Werke neben dem großen Strang dem Publikum näherbringen möchte.« In diesem Konzert steht das Violinkonzert Nr. 1 von Bohuslav Martinů im Fokus, das »kaum minder großartig« ist, als die zur gleichen Zeit entstandenen herausragenden Violinkonzerte von Strawinsky, Bartók, Berg, Schönberg, Hindemith und Britten, was sich allerdings »noch nicht herumgesprochen zu haben scheint« (Zimmermann).

Martinů, der 1890 in Polička nahe der böhmisch-mährischen Grenze geboren wurde und in jungen Jahren selbst als Violinist in der Tschechischen Philharmonie tätig war, schrieb dieses Stück 1932/1933 für den Violinvirtuosen Samuel Dushkin, für den Strawinsky kurz zuvor sein Violinkonzert komponiert hatte. Das technisch enorm anspruchsvolle Werk zeigt u. a. mit seinen Schlagzeugeffekten im Mittelteil, wie sehr der tschechische Tonsetzer in den »wilden Zwanzigern« mit dem in Paris grassierenden »Virus des Neoklassizismus« (George Antheil) infiziert worden war. Dennoch sorgen originelle Details wie etwa die gedämpften Streichertriller mit Flatterzungenklängen der Flöte im groß angelegten Kopfsatz oder die vertrackten Synkopen in der zündenden Coda des Finales für einen individuellen Tonfall.

Jakub Hrůša, Chefdirigent der Bamberger Symphoniker und erstmals bei den Berliner Philharmonikern zu Gast, hat an den Konzertbeginn die Tondichtung Das goldene Spinnrad seines Landsmanns Antonín Dvořák gestellt. Die abwechslungsreiche Musik nach einer Sage von Karel Jaromír Erben schildert die tschechische Variante des Aschenputtel-Stoffs. Abgerundet wird der Abend mit Leoš Janáčeks dramatischer und brillant instrumentierter Orchesterrhapsodie Taras Bulba nach der gleichnamigen Novelle Nikolai Gogols, in der die Tragödie des alten Saporoger Kosaken Taras Bulba und die seiner beiden Söhne, Andrij und Ostap, im Aufstand gegen Polen erzählt wird. Die poetische Vorlage bestimmt Form und Satzverlauf: Im ersten Teil evoziert eine grüblerische Musik die zwiespältigen Gefühle des Kosakenhauptmanns, der seinen eigenen Sohn tötet, da ihn dieser um der Liebe zu einer polnischen Adligen willen verraten hat. Im zweiten Satz wird Taras Bulba Zeuge von der Hinrichtung seines zweiten Sohnes Ostap durch die Polen, im dritten Teil wird er selbst verurteilt. Dennoch endet das Werk in einer gewaltigen Apotheose, da sich das Ende der polnischen Okkupation abzeichnet.
Konzert

Carte blanche

Karajan-Akademie

Konzert

Die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker

Education

Die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker

2018 ist das Cello Instrument des Jahres. Aus diesen Anlass veranstaltet der Landesmusikrat Berlin in Kooperation mit der Stiftung Berliner Philharmoniker am 14. Oktober einen »Tag des Cellos« im Kammermusiksaal der Philharmonie. Rund um das Instrument bietet das Programm ab 12.30 Uhr bei freiem Eintritt Workshops, Vorträge, Ausstellungen und natürlich viel Musik. Neben den 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker – unter deren Schirmherrschaft das Cello-Jahr steht – präsentieren sich u. a. Schülerinnen und Schüler des Musikgymnasiums Carl Philipp Emanuel Bach, junge Musiker des Julius-Stern-Instituts sowie Studierende der beiden Berliner Musikhochschulen. Die Besucher haben die Möglichkeit, sich bei Musikschulen zu informieren, und es bietet sich die nicht alltägliche Gelegenheit, Instrumenten- und Bogenbauern, die auch gerne Fragen beantworten, bei ihrer Arbeit zuzusehen. Beim Abschlusskonzert um 19 Uhr sind wieder Studierende der Universität der Künste sowie der Musikhochschule »Hanns Eisler« zu hören. Weiterführende Informationen zum Programm unter www.landesmusikrat-berlin.de/Projekte/Instrument-des-Jahres.
Kammermusik

Kammermusik mit den Schlagzeugern der Berliner Philharmoniker

Kammermusik

Jan Schlichte, Schlagzeug
Simon Rössler, Schlagzeug
Peter Fleckenstein, Schlagzeug
Vincent Vogel, Schlagzeug
Wieland Welzel, Pauke
Rainer Seegers, Pauke
Jelka Weber, Flöte
Jan Schulte-Bunert, Altsaxofon
Janne Saksala, Kontrabass


Mauricio Kagel: Auftakte, sechshändig, für Klavier und zwei Schlagzeuger
John Cage: Credo in us für zwei Schlagzeuger, Klavier und DJ
Sofia Gubaidulina: Im Anfang war der Rhythmus für sieben Schlagzeuger
Etienne Perruchon: Cinq Danses dogoriennes für Pauken und Violoncello (Fassung für Pauken und Kontrabass)
George Crumb: An Idyll for the Misbegotten für Flöte und drei Schlagzeuger
Yngve Slettholm: Introduksjon og toccata für Pauke und Altsaxofon
Thierry de Mey: Musique de tables für drei Schlagzeuger
Eckhard Kopetzki: Le Chant du serpent für vier Schlagzeuger

Für die Musik sei der Rhythmus »weitaus entscheidender« als die Melodie, befand einst der eng mit Johannes Brahms befreundete Chirurg Theodor Billroth – und zwar deshalb, weil seiner Meinung nach der Rhythmus »das Elementare, unmittelbar mit gewissen Eigenschaften unseres Körpers Verbundene« sei, während die melodische Ausgestaltung einer Komposition eher »von Konvention – Gewohnheit, Mode, Zeitverhältnissen – abhängt«. Den Rhythmus in philharmonischen Konzerten geben die beiden Solopauker und die vier Schlagzeuger der Berliner Philharmoniker vor, so will man zunächst meinen. Das stimmt, ist aber dennoch nur die halbe Wahrheit: Denn gerade das umfangreiche Instrumentarium der Schlagzeuggruppe verfügt auch über eine ganze Reihe von Melodieinstrumenten unterschiedlichster klanglicher Natur, ohne die das Orchesterrepertoire der letzten Jahrhunderte weitaus weniger farbenprächtig ausgefallen wäre.

Im 20. Jahrhundert haben zahlreiche Komponisten das Schlagzeug dann auch für die Kammermusik entdeckt. Unter dem Motto »Im Anfang war der Rhythmus« geben in diesem Konzert die Solopauker Wieland Welzel und Rainer Seegers sowie die Schlagzeuger Simon Rössler und Jan Schlichte im Verbund mit ihren philharmonischen Kolleginnen und Kollegen Jelka Weber (Flöte) und Janne Saksala (Kontrabass) sowie zwei Stipendiaten der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker einen Einblick in die faszinierenden Klangwelten, die sich in kammermusikalischen Kompositionen von und mit Schlagzeug eröffnen.
Gespräch

Der philharmonische Diskurs

mit Volker Schlöndorff und Elke Heidenreich

Volker Schlöndorff
Elke Heidenreich
Stipendiaten der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker


Ein Traum von Musik − Volker Schlöndorff im Gespräch mit Elke Heidenreich
Stipendiaten der Karajan-Akademie spielen Werke von Giacomo Puccini u. a.

Es gibt Autorinnen, Talkmasterinnen, Literaturexpertinnen, Hörbuchsprecherinnen und Kabarettistinnen. Und es gibt Elke Heidenreich. Es käme einer anspruchsvollen Fleißarbeit gleich, alle künstlerischen Projekte nennen zu wollen, denen Elke Heidenreich sich in den vergangenen Jahrzehnten widmete. Ihre große Liebe gilt dabei der Musik. Mehr noch, die Musik, insbesondere die Oper, ist aus dem Leben von Elke Heidenreich nicht wegzudenken. »Die Oper ist für mich Literatur und Musik«, erläutert sie. »Ich brauche die Bücher sehr für den Kopf und mein ganzes Leben, aber ich bin ja mit Büchern gefüllt bis obenhin, während ich von Musik nie genug kriegen kann. Ohne Musik könnte ich gar nicht leben. Aber letztlich ist die Frage wie die Wahl zwischen Essen und Trinken – man braucht beides!«

Diese Leidenschaft verbindet Elke Heidenreich mit »Oscar«-Preisträger Volker Schlöndorff. Für drei seiner Filme (Der junge Törless, Eine Liebe von Swan und Die verlorene Ehre der Katharina Blum) schrieb kein Geringerer als Hans Werner Henze die Musik. Aus dieser Zusammenarbeit mit dem Komponisten entstand Schlöndorffs Interesse für das Musiktheater. So inszenierte er zum Beispiel 1974 in Frankfurt Katja Kabanowa von Leoš Janáček, zwei Jahre später folgte Wir erreichen den Fluss von Hans Werner Henze in Berlin. Weitere Inszenierungen sind La Bohème (1984), Aus einem Totenhaus von Janáček (1988 und 2005) sowie Lady Macbeth von Mzensk (Paris 1993). Das alleine wäre schon genug Stoff für eine spannende Unterhaltung, doch Elke Heidenreich und Volker Schlöndorff werden sicherlich auch manch anderes zur Sprache bringen. Vorhang auf!
Kinderprogramm

MusikPLUS Sagenwelt

Präsentation der Projektergebnisse zu George Benjamins Into the Little Hill

Konzert

Paavo Järvi dirigiert Brahms und Lutosławski

Berliner Philharmoniker
Paavo Järvi, Dirigent


Witold Lutosławski: Konzert für Orchester
Johannes Brahms: Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 73

Wie Witold Lutosławski einmal bekannte, schrieb er nur »solche Musik, wie ich sie gern höre«. Kein ungewöhnliches Statement für einen Komponisten des 20. Jahrhunderts, will man meinen – und dennoch eines, das den besonderen Erfolg von Lutosławskis Musik in Ansätzen zu erklären vermag. Denn obwohl sich die ebenso vielschichtigen wie differenziert gearbeiteten Partituren des studierten Mathematikers durch ein hohes Maß an tonaler und rhythmischer Konstruktion auszeichnen, fanden und finden sie nicht nur die bewundernde Anerkennung von Fachleuten, sondern auch ungewöhnlich viel Zuspruch vonseiten des Publikums. Durchaus verständlich, war Lutosławskis unterschiedlichen Kompositionstechniken verpflichtete, mitunter auch experimentelle Musik doch nie Selbstzweck, sondern behielt immer das Hörerlebnis im Auge. In seinem zwischen 1950 und 1954 entstandenen Konzert für Orchester verband Lutosławski typische Elemente der polnischen Volksmusik mit seiner ureigenen kompositorischen Sprache. Ein geschickter Schachzug! Denn viele der Passagen, die beim ersten Hören des Werks avantgardistisch anmuten, erweisen sich als Adaptionen jahrhundertealter musikalischer Traditionen.

Der estnische Dirigent Paavo Järvi stellt dieses Meisterwerk Lutosławskis, das sich nach Aussage seines Komponisten über die Jahrzehnte hinweg seine »Frische bewahren« konnte, in einen Dialog mit Johannes Brahms’ 1877 in Wien uraufgeführter Zweiter Symphonie. Diese ging ihrem Schöpfer (gerade im Vergleich zu dem sich über zwölf Jahre erstreckenden Entstehungsprozess ihrer Vorgängerin) leicht von der Hand: Nachdem er in den Sommermonaten 1877 während eines Ferienaufenthalts in Pörtschach am Wörthersee – laut Brahms »ein jungfräulicher Boden, da fliegen die Melodien, dass man sich hüten muss, keine zu treten« – mit der Konzeption des Werks begonnen hatte, konnte er die Arbeit an der Partitur bereits im Oktober desselben Jahres abschließen. Nicht zuletzt wegen ihrer heiteren Grundstimmung ist Brahms’ Zweite bis heute wohl seine meistgespielte Symphonie. Mit dem ihm eigenen, hintergründigen Humor teilte Brahms seinem Verleger hingegen mit: »Die neue Symphonie ist so melancholisch, dass Sie es nicht aushalten. Ich habe noch nie so was Trauriges, Molliges geschrieben: die Partitur muss mit Trauerrand erscheinen!«
Konzert

Matinee der Freunde der Berliner Philharmoniker

Philharmonisches Bläserquintett Berlin:
Michael Hasel, Flöte
Andreas Wittmann, Oboe
Walter Seyfarth, Klarinette
Marion Reinhard, Fagott
Duncan Fergus McWilliam, Horn


»Der Himmel über Paris« − Eine Frankreich-Matinee mit dem Philharmonischen Bläserquintett Berlin

Gäste werden um einen Unkostenbeitrag von nicht weniger als 20 Euro pro Person gebeten.
Kammermusik

Poesie hinter Gefängnismauern

musicAeterna chorus of Perm Opera
musicAeterna orchestra of Perm Opera
Teodor Currentzis, Dirigent


Philippe Hersant: Tristia für gemischten Chor und Ensemble

Philippe Hersants Tristia für Chor und Ensemble, das Teodor Currentzis und sein Ensemble musicAeterna of Perm Opera in Berlin vorstellen, basiert auf Gedichten von französischen und russischen Strafgefangenen: »Es geht um die Gefängnismonotonie, um Poesie und starke Worte«, so der einstige Schüler von André Jolivet, der sich an den Exponenten der klassischen Moderne orientiert. »Musikalisch habe ich in verschiedenen Stilen komponiert; bei den Russen habe ich mich an der Volksmusik orientiert.«

Das ergreifende Werk wurde von Anne-Marie Sallé inspiriert, die 2004 das Festival Ombres et Lumières in der Abtei von Clairvaux in Nordfrankreich ins Leben rief, die als Gefängnis genutzt wurde. »Seit 40 Jahren«, so Hersant, »werden die Häftlinge nicht mehr in dieser Abtei verwahrt, sondern in einem modernen Gefängnis nebenan. Anne-Marie Sallé hatte bald das Gefühl, dass es keinen Sinn hatte, hier Konzerte zu veranstalten, während sie die Gefängniswelt in unmittelbarer Nähe ignorierte. Also beschloss sie, im Gefängnis Schreibworkshops durchzuführen, und sie bat Komponisten (Thierry Machuel und mich), Chorstücke über die Gedichte der Gefangenen zu schreiben.«

Als Teodor Currentzis Hersants erstes dieser Stücke, Instants limites, hörte, bat er ihn, »diese Arbeit auf 75 Minuten auszudehnen« (Hersant): »So wurde Tristia geboren.« Die Premiere des Werks erfolgte in Perm – einer Stadt, in der es jahrzehntelang ein Lager des Gulag gab. Über die Zusammenarbeit mit Currentzis sagte Hersant: »Teodor ist ein Genie. Er versteht sofort alles. Das habe ich noch nie erlebt.«
Konzert

Gustavo Dudamel dirigiert Mahlers Fünfte Symphonie

Berliner Philharmoniker
Gustavo Dudamel, Dirigent


Leonard Bernstein: Divertimento for Orchestra
Gustav Mahler: Symphonie Nr. 5

Sein Leben liest sich wie ein Heldenroman: Hineingeboren in einen 50-Quadratmeter-Haushalt, in dem sieben Personen lebten, trat Gustavo Dudamel als 4-Jähriger dem venezolanischen Musikprojekt »El Sistema« bei. Mit elf bekam er Geigenunterricht, ein Jahr darauf probierte er sich erstmals an einem Dirigentenpult aus. 1999 übernahm Dudamel schließlich die Leitung des Nationalen Jugendsymphonieorchesters »Simón Bolívar«, bei dessen Gründer José Antonio Abreu er seine Dirigierstudien fortsetzte. Abreu versorgte seinen Schützling mit Musik- und Philosophiebüchern, brachte ihm Ballettvideos mit Rudolf Nurejew vorbei, rief aber auch schon mal um sechs Uhr morgens an, um mit ihm über Schostakowitsch zu diskutieren. Einmal drückte er ihm eine Partitur mit Mahlers Erster Symphonie in die Hand: »Ein paar Stunden später sagte er: Sing den ersten Satz!« 2004 erlangte der charismatische Venezolaner, der heute zu den bedeutendsten Dirigenten der Gegenwart zählt, durch seinen Erfolg beim Gustav-Mahler-Dirigierwettbewerb in Bamberg internationale Aufmerksamkeit. Von 2007 bis 2012 war er Chefdirigent der Göteborger Sinfoniker, seit der Spielzeit 2009/2010 ist er Music Director des Los Angeles Philharmonic.

Bei seinem diesjährigen Gastspiel bei den Berliner Philharmonikern widmet sich Gustavo Dudamel mit Gustav Mahler einem Komponisten des Übergangs, dessen Musik sowohl die letzte Blüte der großen romantischen Tradition in sich aufnahm als auch den Beginn einer neuen Epoche: Keiner hat die Gebrochenheit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert wohl so gültig formuliert wie er. Denn in seinen Symphonien wusste Mahler den Glanz des Vergangenen ebenso grandios einzufangen wie den Schmerz über dessen Verlust. Auf dem Programm steht Mahlers Fünfte, bei deren Fanfaren-Beginn bereits unverkennbar jene Militäridiome anklingen, die mit ihren Märschen, Signalen und trommelnden Schlagzeugsalven dem Komponisten seit frühester Jugend vertraut waren.

Einen anderen Ton stimmt das erste Werk dieser Abende aus der Feder Leonard Bernsteins an, der als Dirigent maßgeblich die Mahler-Renaissance ab den 1960er-Jahren beförderte. Sein Divertimento for Orchestra entstand anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Boston Symphony Orchestra und gibt sich dementsprechend spritzig, bisweilen auch besinnlich und im Ganzen abwechslungsreich und amüsant: eine Musik, die nicht von Militär-, sondern von Festfanfaren eingeleitet wird und während ihrer neun Sätze Tanztypen wie Samba, Turkey Trot und Blues präsentiert, um schließlich auf eine große Schlussapotheose zuzulaufen: »The BSO Forever«.
Jugendprogramm

2. Musiklabor: Klagelieder des Jeremia

Auf den Spuren des Klagens in der Musik unterschiedlicher Kulturen und Epochen, u. a. bei Leonard Bernstein

Empfohlen ab 16 Jahren

Basierend auf Leonard Bernsteins Erster Symphonie Jeremiah widmen sich die Teilnehmenden verschiedenen musikalischen Formen des Klagens. Nicht nur der biblische Jeremia hat seinem Unmut in Klageliedern Luft gemacht, auch in anderen Kulturen und Epochen sind musikalische Schmerzensrufe zu finden. Was mahnen wir in unserem Alltag an? Wie würden wir unser Leid, Protest, Vorwürfe in Musik umsetzen?
Konzert

Philharmonischer Salon

Der Weimarer Musenhof

Gerd Wameling, Sprecher
Raimar Orlovsky, Violine
Julia Gartemann, Viola
Martin Paul/Otto Löhr, Violoncello
Jelka Weber, Flöte
Walter Seyfarth, Klarinette
Marie-Pierre Langlamet, Harfe
Cordelia Höfer, Klavier und Hammerklavier
Götz Teutsch, Programmgestaltung


Musik von Anna Amalia von Sachsen-Weimar, Johann Baptist Vanhal, Johann Friedrich Reichhardt, Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven, Ernst Wilhelm Wolf und Joseph Woelfl

Texte von Johann Wolfgang von Goethe, Joseph Rückert, Carl Wilhelm Heinrich Freiherr von Lyncker, Wilhelm Bode, Panja Mücke, Annette Seemann, Leonie und Joachim Berger, Anna Amalia von Sachsen-Weimar, Gabriele Busch-Salmen, Walter Salmen u. a.

Anna Amalia, Herzogin von Sachsen-Weimar und Eisenach, war künstlerisch vielseitig begabt: Sie malte, dichtete und komponierte, auch Musik zu Singspielen und anderen dramatischen Werken Johann Wolfgang von Goethes. Anna Amalia war die eigentliche Begründerin der Blütezeit Weimars als Stadt der Künste, da sie nach ihrem Rücktritt von der Regentschaft den »Weimarer Musenhof« um sich versammelte. Sie berief Christoph Martin Wieland als Erzieher des künftigen Herzogs nach Weimar, was gewissermaßen die Weimarer Klassik einläutete. Denn der Autor des Agathon und Musarion erlebte hier eine zweite Blütezeit seiner Dichtung und verbreitete in dem von ihm gegründeten Teutschen Merkur den Ruf Weimars als deutsches Athen in alle Lande.

Goethe fielen neben seinen Verwaltungsämtern am Weimarer Hof vielfältige Aufgaben zu, die Herder in einem Brief an Johann Georg Hamann vom 11. Juli 1782 ironisch aufzählte: Der Dichterfürst sei nicht nur allmächtiger Minister, sondern »dazu auch directeur des plaisirs, Hofpoet, Verfassser von schönen Festivitäten, Hofopern, Balletts, Redoutenaufzügen« usw. – kurz das »Faktotum« des Weimarer Musenhofes, dessen Mitglieder Theobald von Oer auf seinem bekannten gleichnamigen Gemälde aus dem Jahr 1860 verewigte.

Götz Teutsch widmet diesen Philharmonischen Salon dem illustren Kreis des Weimarer Musenhofs. Gerd Wameling liest Texte von Anna Amalia, Goethe, Schiller, Wieland, Herder u. a., Mitglieder der Berliner Philharmoniker und Cordelia Höfer (Klavier und Hammerklavier) spielen Werke von Bach, Haydn, Mozart, Johann Graf, Franz Benda, Hummel und Reichardt.
Konzert

Lunchkonzert

Konzert

Gustavo Dudamel dirigiert Bernstein und Schostakowitsch

Berliner Philharmoniker
Gustavo Dudamel, Dirigent
Tamara Mumford, Mezzosopran


Leonard Bernstein: Symphonie Nr. 1 Jeremiah für Mezzosopran und Orchester
Dmitri Schostakowitsch: Symphonie Nr. 5 d-Moll op. 47

»Ich schreibe immer das gleiche Stück, wie es alle Komponisten machen«, sagte Leonard Bernstein hinsichtlich seines symphonischen Schaffens. »Das Werk, das ich mein ganzes Leben lang geschrieben habe, handelt von der Krise unseres Jahrhunderts, der Krise des Glaubens.« Bernsteins Behandlung einer derart existenziellen Thematik innerhalb der bedeutendsten Instrumentalgattung lässt an andere großformatige Werke des 20. Jahrhunderts denken: an die Symphonien Gustav Mahlers, der »mit allen Mitteln der vorhandenen Technik eine Welt aufbauen« wollte, an die von Jean Sibelius, der in einem Tagebucheintrag von klingenden »Glaubensbekenntnissen« sprach, und an die von Dmitri Schostakowitsch, der über seine Symphonien gesagt haben soll, bei ihnen handele es sich um »Grabdenkmäler«.

Für seine Erste Symphonie Jeremiah wählte Bernstein als Symbol für die zentrale Glaubenskrise insgesamt acht Verse aus dem hebräischen »Klagelied Jeremias« über die Zerstörung der heiligen Stadt Jerusalem aus. Der Rückgriff auf melodische Motive aus der traditionellen Kantillation (der im jüdischen Gottesdienst praktizierten Form des Sprechgesangs) hatte zur Folge, dass das ergreifende dreisätzige Werk einen typisch »jüdischen« Tonfall annahm, wodurch es auch eine politische Bedeutung erhielt: »Wie könnte ich«, so Bernstein in einem Interview vor der ersten Aufführung in Pittsburgh am 28.Januar 1944, »die Augen vor den Problemen meines eigenen Volkes verschließen? Ich würde alles, was ich habe, dafür geben, dem Faschismus den Todesstoß versetzen zu können.« Die Leitung von Leonard Bernsteins Erster Symphonie liegt in diesen Konzerten in den Händen von Gustavo Dudamel. Den Vokalpart übernimmt die kanadische Mezzosopranistin Tamara Mumford, die als Absolventin des Lindemann Young Artist Development Programms der New Yorker Metropolitan Opera heute regelmäßiger Gast der bedeutendsten Festivals und Opernhäuser ist.

Nach der Pause steht Dmitri Schostakowitschs Fünfte Symphonie auf dem Programm, die seit ihrer triumphalen Premiere am 21. November 1937 im damaligen Leningrad zu den am meisten gespielten Werken des russischen Komponisten zählt. Von offizieller Seite wurde sie als »praktische schöpferische Antwort eines sowjetischen Künstlers auf eine berechtigte Kritik« (Schostakowitsch) verstanden, obwohl in der Musik die sozialistische Forderung nach Monumentalität und Volkstümlichkeit ad absurdum geführt wird. »Der Jubel«, so Schostakowitsch, »ist unter Drohungen erzwungen wie in Boris Godunow. So, als schlage man uns mit einem Knüppel und verlange dazu: ›Jubeln sollt ihr, jubeln sollt ihr.‹«
Aufführungen / Konzert Konzerthaus Berlin Berlin, Gendarmenmarkt 2
Aufführungen / Oper Komische Oper Berlin Berlin, Behrenstraße 55-57
Aufführungen / Festival Deutsches Theater Berlin Berlin, Schumannstraße 13a
Aufführungen / Theater Maxim Gorki Theater Berlin Berlin, Am Festungsgraben 2
Aufführungen / Konzert Berliner Schlosskonzerte Perlen der Klassik Berlin, Postfach 280303
Aufführungen / Konzert Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt Frankfurt (Oder), Lebuser Mauerstr. 4
Aufführungen / Konzert Berliner Singakademie Berlin, Charlottenstr. 56
Aufführungen / Theater Shakespeare Company Berlin Berlin, Prellerweg 47-49
Aufführungen / Cabaret Bar jeder Vernunft Berlin Berlin, Schaperstr. 24
Aufführungen / Konzert Philharmonischer Chor Berlin Berlin, Herbert-von-Karajan-Str. 1
Aufführungen / Konzert sirventes berlin. Leitung: Stefan Schuck Berlin, Nassauische Straße 66-67
Sa, 22.9.2018, 12:00 Uhr
Aufführungen / Oper Deutsche Oper Berlin Berlin, Bismarckstr. 35
Aufführungen / Theater Maxim Gorki Theater Berlin-Mitte, Am Festungsgraben 2
Aufführungen / Theater piccolo Theater gGmbH Cottbus, Klosterstr. 20
Aufführungen / Aufführung Komödie Berlin, Kurfürstendamm 206/209
Aufführungen / Theater Renaissance-Theater Berlin Berlin, Knesebeckstraße 100
Aufführungen / Oper Neuköllner Oper Berlin, Karl-Marx-Str. 131-133
Aufführungen / Aufführung TRIBÜNE Berlin, Otto-Suhr-Allee 18
Aufführungen / Aufführung Berliner Brett'l Berlin, Friedrichstrasse 130
Michael Hansen Brettl
Aufführungen / Theater HANSA-THEATER BERLIN Berlin, Alt-Moabit 48
Aufführungen / Konzert Konzerthaus Berlin Berlin, Gendarmenmarkt 2
Aufführungen / Aufführung Berliner Filmkunsthaus Babylon Berlin, Rosa - Luxemburg - Str. 30
Aufführungen / Aufführung Adolf-Glaßbrenner-Bühne Stralau Berlin, Am Rudolfplatz 05
Aufführungen / Theater Freie Theateranstalten Berlin Berlin, Klausenerplatz 19
Aufführungen / Theater Hackesches Hof-Theater Berlin, Rosenthaler Str. 40 / 41
Aufführungen / Theater Berliner Kriminal Theater Berlin, Palisadenstrasse 48
Aufführungen / Theater LIZ-Theater Berlin Berlin, Schottstraße 6
Aufführungen / Operette Europäische Stiftung Operette Berlin, Geibelstr. 42
Aufführungen / Theater Theater- und Konzertstätte Jüterbog, Mönchenkirchplatz 4
Aufführungen / Aufführung POETENPACK Potsdam, Lennéstr. 37
www.poetenpack.net
Aufführungen / Oper Komische Oper Berlin Berlin, Behrenstraße 55-57
Aufführungen / Theater theater DIE BOTEN Berlin, Schottstraße 6
Aufführungen / Kabarett Berliner Kabarett Klimperkasten Berlin, Thuyring 63
Aufführungen / Film Coffee Potsdam, R.-Breitscheid-Str.50
Aufführungen / Aufführung Hebbel am Ufer Berlin, Stresemannstr. 29
HAU 1
Aufführungen / Aufführung Hebbel am Ufer Berlin, Hallesches Ufer 32
HAU 2
Aufführungen / Aufführung Hebbel am Ufer Berlin, Tempelhofer Ufer 10
HAU 3
Aufführungen / Aufführung PODEWIL Berlin, Klosterstr. 68-70
Aufführungen / Theater Kleines Theater Berlin, Südwestkorso 64
Aufführungen / Operette Gesellschaft Wittenberge, Paul- Lincke Platz
Elblandfestspiele e.V.
Aufführungen / Konzert Leo Kestenberg Musikschule Berlin Tempelhof-Schöneberg Berlin, Grunewaldstr. 6 - 7
Aufführungen / Aufführung Bar jeder Vernunft Berlin, Schaperstraße 24
Theater, Cabaret, Restaurant
Aufführungen / Theater Theatersport im Shake! Zelt Berlin, Mühlenstr. Ecke Str. der Pariser Kommune
vis-à-vis vom Ostbahnhof an der East Side Gallery www.theatersport-berlin.de
Aufführungen / Theater Theater Lichterfelde Berlin, Drakestr. 49
Aufführungen / Theater Theater im Palais Berlin, Am Festungsgraben1
Das besondere Theater Unter den Linden
Aufführungen / Theater Das Weite Theater Berlin, Parkaue 23
für Puppen und Menschen
Aufführungen / Theater Galli Theater Berlin Berlin, Oranienburgerstr. 32
in den Heckmannhöfen
Aufführungen / Aufführung Teatr Studio am Salzufer Berlin, Salzufer 13/14
deutsc-polnische Studiobühne Berlin www.teatrstudio.de
Aufführungen / Aufführung BühnenRausch Berlin (Prenzlauer Berg), Erich-Weinert-Straße 27
c/o Karin Mietke
Aufführungen / Theater event-theater Brandenburg, Ritterstr. 69
Aufführungen / Theater ratibor-theater berlin, cuvrystr.20
die gorillas
Aufführungen / Theater HT21|Hansa Theater Berlin, Alt-Moabit 48
Aufführungen / Konzert Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin Berlin, Charlottenstr. 55
Aufführungen / Kabarett KABARETT KARTOON Berlin, Kochstraße 50, Axel-Springer-Passage
Aufführungen / Aufführung "Die Gorillas" Berlin, Cuvrystrasse 20
Ratibortheater
Aufführungen / Theater Theaterdiscounter Berlin, Monbijoustr. 1
Aufführungen / Theater Cafe Theater Schalotte Berlin, Behaimstraße 22
Aufführungen / Aufführung Sophiensaele Berlin, Sophienstr. 18
Aufführungen / Theater Jüdisches Theater BAMAH Berlin, Hardenbergstr. 12
Aufführungen / Aufführung Glaskasten Ballsaal Berlin, Prinzenallee 33
Aufführungen / Aufführung QUATSCH Comedy Club Berlin, Friedrichstr. 107
Aufführungen / Aufführung Hans Wurst Nachfahren Berlin, Gleditschstraße 5
Theater am Winterfeldtplatz
Aufführungen / Theater BKA-Theater Berlin, Mehringdamm 34
Berliner Kabarett Anstalt
Aufführungen / Theater THEATER MIRAKULUM - Puppenkomödie Berlin Berlin - Mitte, Brunnenstraße 35
Aufführungen / Theater Theater Morgenstern Stahnsdorf, Rotkehlchenweg 35
Aufführungen / Theater Theater o.N. (Zinnober) Berlin, Kollwitzstr. 53
Aufführungen / Aufführung Ballsaal Glaskasten Berlin/ Wedding, Prinzenallee 33
Ensemble Öffentliche Leben
Aufführungen / Aufführung Woesner Brothers Sommerbühne Berlin, Kollwitzstraße 35-37
Open-Air 23. Mai - 15. September 2006
Aufführungen / Theater theaterkapelle e.V. Berlin, Boxhagener Str. 99
Theater TRANSIT
Aufführungen / Theater theaterkapelle e.V. Berlin, Boxhagener Str. 99
bethlehem basement
Aufführungen / Theater UNIDRAM - Festival für junges Theater in Europa Potsdam, Schiffbauergasse 4e
T-Werk
Aufführungen / Konzert Philharmonisches Kammerorchester Berlin Berlin, Akazienstraße 3
Artistic Director Michael Zukernik
Aufführungen / Theater THEATER AN DER PARKAUE Berlin, Parkaue 29
Kinder- und Jugendtheater des Landes Berlin
Aufführungen / Aufführung Wintergarten Varieté Berlin, Potsdamer Straße 96
Aufführungen / Konzert HAUS DER GENERATIONEN Hoppegarten, Lindenallee
Internationaler Buind e.V.
Aufführungen / Konzert C. Bechstein Centrum Berlin Berlin, Kantstr. 17 / stilwerk
Aufführungen / Theater Theaterkapelle10245 Berlin, Boxhagener Straße 99
Aufführungen / Theater Theaterkapelle10245 Berlin, Boxhagener Straße 99
Aufführungen / Film achtung berlin - new berlin film festival Berlin, Veteranenstraße 21
Aufführungen / Konzert Niels Koepcke Lindow (Mark) OT Banzendorf, Banzendorfer Str. 70
Ulrike von Soden Koepcke
Aufführungen / Theater BKA- Theater Berlin-Kreuzberg, Mehringdamm 34
Aufführungen / Tanz Tanzschule Berlin, Bremer straße 68
Hoparkett
Aufführungen / Oper Neuköllner Oper Berlin, Karl-Marx-Str. 131
Aufführungen / Aufführung Indische Botschaft Berlin, Tiergartenstraße 17
Kulturabteilung
Aufführungen / Theater THEATER MIRAULUM Berlin, Brunnenstraße 35
Puppenkomödie Berlin
Aufführungen / Theater Theater Thikwa Berlin, Fidicinstr. 40
F40
Aufführungen / Aufführung English Theatre Berlin Berlin, Fidicinstr. 40
F40
Aufführungen / Theater Theater Am Potsdamer Platz Berlin, Marlene-Dietrich-Platz 1
Aufführungen / Theater Zimmertheater Steglitz Berlin, Bornstr. 17
Aufführungen / Theater Zimmertheater Steglitz Berlin, Bornstr. 17
Aufführungen / Konzert Brandenburgische Sommerkonzerte Berlin-Charlottenburg, Fritschestr. 22
Aufführungen / Theater Zimmertheater Steglitz Berlin, Bornstrasse 17
Aufführungen / Theater Theater der Migranten Berlin, Bürknerstr. 5
Reuterkiez Theater Ortswechsel. Szenen aus deb Leben einer Stadt.
Aufführungen / Konzert RIAS Kammerchor Berlin, Charlottenstraße 56
Aufführungen / Theater Renaissance-Theater Berlin Berlin, Knesebeckstr. 100 / Ecke Hardenbergstr.
Aufführungen / Konzert Image Berlin GmbH Berlin, Spandauer Damm 22 - 24
Aufführungen / Theater Tieranatomisches Theater Berlin, Philippstr. 12/13
der Humboldt-Universität zu Berlin
Aufführungen / Theater Theater Adlershof Berlin, Moriz-Seeler-Str. 1
art-changé
Aufführungen / Theater Sandtheater Berlin Berlin, Friedrichstr. 101
Admiralspalast Berlin, Saal F101