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Berliner Philharmonie

Berliner Philharmonie

Die Philharmonie ist seit mehr als 50 Jahren das musikalische Herz Berlins. Bei der Eröffnung 1963 noch an der Peripherie West-Berlins gelegen, wurde sie nach der Wiedervereinigung Teil der neuen urbanen Mitte. Ihre ungewöhnliche, zeltartige Form und ihre weithin leuchtende, gelbe Farbe macht sie zu einem der Wahrzeichen der Stadt. An ihrer ungewöhnlichen Architektur und der neuartigen Konzeption des Konzertsaals entzündeten sich anfangs Kontroversen, mittlerweile dient sie als Vorbild für Konzerthäuser in der ganzen Welt. »Ein Mensch im Angesicht eines andern, gereicht in Kreise, in mächtig schwingendem Bogen um strebende Kristall-Pyramide.« Bereits 1920 notierte der Architekt Hans Scharoun jene Worte als Vision für den idealen Theaterraum. Aus dieser Idee entwickelte er 35 Jahre später den Großen Saal der Philharmonie, in der das Podium mit den Musikern den Mittelpunkt bildet.

Musik und Mensch im Mittelpunkt

Seit dem Eröffnungskonzert unter Leitung von Herbert von Karajan haben die Berliner Philharmoniker zusammen mit großartigen Dirigenten und Solisten ihrem Publikum viele grandiose Konzerte beschert. Im Oktober 2013 feierten das Orchester und sein Chefdirigent Sir Simon Rattle den 50. Geburtstag ihres Hauses mit drei ganz unterschiedlichen Konzertereignissen, die die besonderen akustischen Möglichkeiten der Philharmonie eindrucksvoll zur Geltung brachten: die doppelchörige Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach in der Inszenierung von Peter Sellars, das Festkonzert am 20. Oktober, das unter dem Motto »Raumklang« stand, und Arnold Schönbergs Gurre-Lieder.

Unsere Philharmonie-Sonderseite will Sie einladen, in die Geschichte, Architektur und Akustik dieses faszinierenden Hauses einzutauchen: mit Textbeiträgen aus verschiedenen Publikationen, mit einer kleinen Bildergalerie, die den Bau der Philharmonie von der Urskizze bis zur Fertigstellung dokumentiert, mit einem Video und unserer Geschichtssektion, in der Sie nicht nur viel Wissenswertes über das philharmonische Leben seid Erbauung des Konzertsaals finden, sondern einen gesamten Überblick über die Orchestergeschichte von der Gründung des »Philharmonischen Orchesters« bis heute.

Kontakt

Berliner Philharmonie

Herbert-von-Karajan-Str. 1
D-10785 Berlin

Telefon: +49 (0)30.254 88-0

 

Ticket-Hotline.: +49 (0)30.254 88-999

Anfahrtsmöglichkeiten

mit der U-Bahn:
Linie U2 - Bahnhöfe Potsdamer Platz oder Mendelssohn-Bartholdy-Park

mit der S-Bahn:
Linien S1, S2, S25 Potsdamer Platz

mit dem Bus direkt bis zur Philharmonie:
Linien 148 (Philharmonie), 200 (Philharmonie), 248 (Kemperplatz)
weitere Buslinien: 129 und 341 (Potsdamer Brücke), 348 (Kulturforum)

mit dem Auto: Auf dem Gelände der Philharmonie stehen begrenzt Parkplätze zur Verfügung.

Konzert

Mariss Jansons und Jewgenij Kissin

Berliner Philharmoniker
Mariss Jansons, Dirigent
Jewgenij Kissin, Klavier


Richard Strauss: Also sprach Zarathustra op. 30
Franz Liszt: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 Es-Dur
Richard Wagner: Ouvertüre zur Oper Rienzi, der Letzte der Tribunen

Bereits im Alter von zwei Jahren begann Jew­genij Kissin, Stücke auf dem Klavier nach dem Gehör zu spielen und zu improvisieren. Mit zehn gab er sein Konzertdebüt mit Mozarts Klavierkonzert d-Moll KV 466, ein Jahr darauf folgte sein erster Soloabend. 1988 wurde der in Moskau geborene Pianist zu einem Vorspiel bei Herbert von Karajan geladen, der den damals 17-Jährigen spontan für das Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker engagierte. Heute kann Jewgenij Kissin auf eine langjährige und erfüllte Karriere zurückblicken. Mariss Jansons, den die Berliner Philharmoniker im Januar 2018 zu ihrem Ehrenmitglied ernannt haben, dirigiert diese drei Abende, an denen Kissin der Solist ist in Franz Liszts heroisch-brillantem Klavierkonzert ­Es-Dur, das seine Hörer in ein wahres Labyrinth aus verschachtelten Sätzen und zirkulierenden Themen entführt. Liszt nahm sich Schuberts Wandererfantasie zum Vorbild, die entweder als frei gestalteter Sonatenhauptsatz verstanden werden kann oder als kompletter Sonatenzyklus – ­inklusive Adagio, Scherzo und einem alles überhöhenden Finale.

Vor dem Klavierkonzert, das in Liszts Œuvre als Nr. 1 gezählt wird, da es zuerst publiziert und uraufgeführt wurde, erklingt Richard Strauss’ Tondichtung Also sprach Zarathustra, mit welcher der junge Strauss erklärtermaßen keine »philosophische Musik« schreiben wollte oder »Nietzsches großes Werk musikalisch darzustellen« versuchte. Vielmehr faszinierte den Komponisten die fundamentale Gesellschaftskritik Nietzsches und das dionysische Lebensgefühl, welches im Buch zum Ausdruck kommt. Die befremdliche Theorie vom »Übermenschen« verwandelt sich in Strauss’ Lesart zu einer Besinnung auf die naturgegebenen Kräfte des Menschen, mit deren Hilfe er den Kampf gegen Mittelmaß und Rückständigkeit aufnimmt. Nach der Berliner Erstaufführung dieses Werks am 30. November 1896, bei der Arthur Nikisch die Berliner Philharmoniker dirigierte und die nur drei Tage nach der Frankfurter Premiere stattfand, bezeichnete Otto Lessmann in der Allgemeinen Musikzeitung das Werk als »Markstein auf dem Gebiet der reinen Instrumentalmusik«. Sein Resümee: »In einem Konzertbericht auch nur annähernd ein Bild von der Großartigkeit der musikalischen Konzeption dieses Werkes geben zu wollen, wäre ein vergebliches Bemühen.«

Abgerundet wird das Konzert mit Richard Wagners mitreißender Rienzi-Ouvertüre, die in mehrfach beschleunigender Steigerung ein thematisches Potpourri aus Schlachtruf (»Santo Spirito cavaliere«) und Triumphmarsch (»Ertönet laut, ihr Freudenlieder«) des dritten Opernaktes bietet.
Konzert

Zeitgenössische Musik und Klassiker der Moderne mit der Karajan-Akademie

Stipendiaten der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker
Gregor Mayrhofer, Dirigent
Sophie Klußmann, Sopran


Akademie IV

Luigi Dallapiccola: Piccola musica notturna
Claudio Ambrosini: La donna danada
Stefano Gervasoni: Godspell
George Benjamin: At First Light
Gregor Mayrhofer: The Insect Concerto
Franz Schreker: Kammersinfonie

Der Komponist, Pianist und Dirigent Gregor A. Mayrhofer war Assistent von Sir Simon Rattle in Berlin und ist Dirigierstipendiat der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker. Davor absolvierte er ein Studium bei Alan Gilbert an der Juilliard School in New York, nachdem er Komposition und Dirigieren in Paris, München und Düsseldorf studiert hatte.

Gemeinsam mit anderen Stipendiaten der Karajan-Akademie und der Sopranistin Sophie Klußmann präsentiert Mayrhofer ein abwechslungsreiches Programm, das von zwei Klassikern der Moderne gerahmt wird: Luigi Dallapiccolas atmosphärische Nachtmusik Piccola musica notturna, deren introvertierte und fragile Klänge immer wieder durch geisterhaft anmutende Einwürfe unterbrochen werden, und Franz Schrekers Kammersinfonie, mit deren ausgefallener Besetzung der Komponist eine irisierend-fantastische Klangwelt schuf.

Neben der Aufführung des Insect Concerto, das Gregor A. Mayrhofer im Auftrag des WWF komponiert hat, wird La donna danada des 1948 geborenen Venezianers Claudio Ambrosini zu hören sein sowie Stefano Gervasonis hochexpressives Ensemblestück Godspell für Mezzosopran, Flöte, Klarinette, Percussion, Klavier, Celesta und Streichquintett nach Gedichten des US-amerikanischen Lyrikers Philip Levine. Mit At First Light, das von William Turners Gemälde Norham Castle, Sunrise inspiriert wurde, widmen sich die Musiker im Rahmen von George Benjamins Residency dann noch einem überaus virtuos orchestrierten Ensemblestück, das mit irisierenden »Licht-Klängen« eine »Feier von Farben und Geräuschen des anbrechenden Tages« ausbreitet (Benjamin).
Konzert

Lunchkonzert

Dorian Xhoxhi, Violine
Helena Madoka Berg, Violine
Kyoung Min Park, Viola
Arthur Hornig, Violoncello


Joseph Haydn: Streichquartett C-Dur op. 76 Nr. 3 Hob. III:77 »Kaiserquartett«
Franz Schubert: Streichquartett Nr. 13 a-Moll D 804 »Rosamunde«

Bei den Lunchkonzerten sind grundsätzlich Besucher aller Altersgruppen herzlich willkommen. Bitte beachten Sie aber, dass – anders als bei den Familien- und Kinderkonzerten unserer Education-Abteilung – die Konzeption der Lunchkonzerte nicht explizit auf Kinder ausgerichtet ist.

Mit Rücksicht auf die ausführenden Künstler und die anderen Konzertgäste bitten wir interessierte Eltern, vor dem Besuch eines Lunchkonzertes abzuwägen, ob ihr Kind ca. 45 Minuten still sitzen kann und möchte.

Eintritt frei
Konzert

Alan Gilbert und Lisa Batiashvili

Berliner Philharmoniker
Alan Gilbert, Dirigent
Lisa Batiashvili, Violine


Anna Thorvaldsdottir: Metacosmos Europäische Erstaufführung
Sergej Prokofjew: Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 g-Moll op. 63
Richard Strauss: Symphonia domestica op. 53

Den Ritterschlag erhielt Lisa Batiashvili als 22-Jährige von Alfred Brendel, der über eines ihrer Konzerte zu Protokoll gab: »Jeder Ton sang und sprach; Fantasie und Kontrolle, Wärme und Überlegenheit, Strenge und Flexibilität hielten sich die Waage.« Keinerlei Eigentümlichkeiten regionaler Geigerschulen – nicht die russische und nicht die von Dorothy Delay aus New York – lenkten von dem ab, was die Musik selbst zu sagen habe, schrieb Brendel damals und fuhr fort: »Der Leser meint nun vielleicht, da fehle es an Profil, an Persönlichkeit? An Innigkeit, Intensität, sinnlicher Schönheit? Keineswegs. Es ist hier nur alles, in seiner ganzen Vielschichtigkeit, im Lot. [...] Es glüht, aber nichts ufert aus.« Heute zählt Lisa Batiashvili zu den bedeutendsten Geigerinnen ihrer Generation. Über die Berliner Philharmoniker sagte sie: »Es ist wahrscheinlich das einzige Orchester, in dem so viele starke Persönlichkeiten zusammensitzen und jeder alleine für sich eine unglaubliche Leistung bringen kann, welche dann zu einer so gewaltigen Einheit wird. Egal was man spielt, man hat das Gefühl, dass vom erstem bis zum letzten Pult alle für eine Idee da sind.«

Mit Prokofjews Zweitem Violinkonzert widmet sich die Geigerin einem durch und durch lyrischen Werk, in dem der russische Komponist auf motorische und groteske Momente gänzlich verzichtete, die noch sein erstes Konzert der Gattung geprägt hatten. Bereits im März 1930 hatte Prokofjew in einem Interview der Chicagoer Zeitschrift Music Leader bekannt: »Die Zeiten, in denen Dissonanzen um der Dissonanzen willen benutzt wurden, sind vorbei. [...] Eine neue Einfachheit – das ist der heutige Modernismus.«

Eingeleitet wird der von Alan Gilbert dirigierte Abend von der irisierenden Klangskulptur Metacosmos der isländischen Komponistin Anna Thorvaldsdottir, die 2018 beim New York Philharmonic mit dem Marie-Josée Kravis Prize for New Music ausgezeichnet wurde. Das Werk erklingt in diesen Konzerten erstmals in Europa. Abgerundet wird das Programm mit der Symphonia domestica von Richard Strauss, einem parodistischen »Familienscherzo mit Doppelfuge«: Drei Themen, »Papa kommt von der Reise zurück, müde«, »Mama« und »Bubi, ein Gemisch, doch größere Ähnlichkeit mit Papa«, beschreiben Spaziergang und gemütlichen »Familientisch«, bis »Mama [...] Bubi zu Bett« bringt und »Papa et Maman seuls« sich ihrer »scène d’amour« hingeben. Mit geradezu artistischem Aufwand fasste Strauss das simple Sujet in einer hochartifiziellen musikalischen Anlage: mit einer ungeheuren Vielfalt an Melodien, die in brillanter Instrumentation vor dem Hörer ausgebreitet werden.
Kammermusik

In memoriam Claudio Abbado

Chamber Orchestra of Europe
Robin Ticciati, Dirigent
Magdalena Kožená, Mezzosopran


Gabriel Fauré: Pelléas et Mélisande, Suite op. 80
Hector Berlioz: Les Nuits d’été für Sopran und Orchester op. 7
Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie Nr. 36 C-Dur KV 425 »Linzer«

Die Förderung junger Talente war Claudio Abbado immer ein besonderes Anliegen: Unter anderem gründete er 1978 das European Community Youth Orchestra, dessen Mitglieder, die die Altersgrenze von 23 Jahren erreicht hatten, 1981 das Chamber Orchestra of Europe ins Leben riefen. Dieses Profiensemble, das in den ersten Jahren von Abbado unterstützt und als Chefdirigent musikalisch geprägt wurde, gilt heute als »bestes Kammerorchester der Welt« (BBC 2 Television).

Unter der Leitung von Robin Ticciati, Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin, ist das Chamber Orchestra of Europe nun mit Gabriel Faurés Suite aus der Bühnenmusik zu Maurice Maeterlinks symbolistischem Seelendrama Pelléas et Mélisande zu Gast. Mit ihr schuf Fauré eine durch und durch romantische Musik, die stets durch einen Hauch von Melancholie überschattet wird. Ebenfalls auf dem Programm vertreten ist die LinzerSymphonie, die Wolfgang Amadeus Mozart erstmals in seinem symphonischen Schaffen mit einer langsamen Einleitung versah – eine folgenreiche Neuerung, in der sich der zunehmend höhere ästhetische Anspruch an die Gattung widerspiegelt.

Weiterhin widmet sich Magdalena Kožená Hector Berlioz’ Liederzyklus Les Nuits d’été, dem sechs Gedichte Théophile Gautiers zugrunde liegen. In ihnen klingen neben romantischem Liebesgefühl auch ausgeprägte Sehnsuchts- und Verlustgefühle an. Zudem stehen mit »Sur les lagunes« und »Absence« zwei ausgesprochene Lamento-Sätze im Zentrum des Werks – ein Satzpaar, in dem die Musik einen schmerzlich-expressiven Tonfall annimmt.
Konzert

Lunchkonzert

Alican Süner, Violine
Simone Drescher, Violoncello
Wolfgang Kühnl, Klavier


Felix Mendelssohn Barthold: Klaviertrio d-Moll op. 49
Paul Schoenfield: Cafe Music

Bei den Lunchkonzerten sind grundsätzlich Besucher aller Altersgruppen herzlich willkommen. Bitte beachten Sie aber, dass – anders als bei den Familien- und Kinderkonzerten unserer Education-Abteilung – die Konzeption der Lunchkonzerte nicht explizit auf Kinder ausgerichtet ist.

Mit Rücksicht auf die ausführenden Künstler und die anderen Konzertgäste bitten wir interessierte Eltern, vor dem Besuch eines Lunchkonzertes abzuwägen, ob ihr Kind ca. 45 Minuten still sitzen kann und möchte.

Eintritt frei
Kammermusik

Debüt: Víkingur Ólafsson

Víkingur Ólafsson, Klavier

Johann Sebastian Bach: Aria variata a-Moll BWV 989
Johann Sebastian Bach: Präludium und Fuge D-Dur BWV 850 aus Das Wohltemperierte Klavier, Teil 1
Johann Sebastian Bach: Konzert für Cembalo Nr. 3 d-Moll BWV 974 (Transkription des Oboenkonzerts von Alessandro Marcello)
Johann Sebastian Bach: Präludium und Fuge e-Moll BWV 855 aus Das Wohltemperierte Klavier, Teil I
Johann Sebastian Bach: Partita für Violine solo Nr. 3 E-Dur BWV 1006: 3. Satz Gavotte en Rondeau (Bearbeitung für Klavier von Sergej Rachmaninow)
Johann Sebastian Bach: Invention h-Moll BWV 786
Johann Sebastian Bach: Dreistimmige Sinfonie Nr. 15 h-Moll BWV 801
Alexander Siloti: Präludium h-Moll (Transkription des Präludiums e-Moll BWV 855 von Johann Sebastian Bach)
Johann Sebastian Bach: Fantasie und Fuge a-Moll BWV 904
Ludwig van Beethoven: Klaviersonate f-Moll op. 2 Nr. 1
Ludwig van Beethoven: Klaviersonate c-Moll op. 111



Er gilt als Motor der jungen klassischen Musikszene in Island, die er mit leidenschaftlicher Musikalität, explosiver Virtuosität und intellektueller Neugier voranbringt: der Pianist Víkingur Ólafsson, der 2008 sein Studium an der Juilliard School of Music abschloss. In seiner Heimat wurde er mit sämtlichen bedeutenden Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Icelandic Optimism Prize sowie viermal als »Musiker des Jahres«. Schon lange ist Víkingur Ólafsson auch auf internationalem Parkett kein unbekannter mehr: Der Sprung in die erste Pianistenliga ist ihm längst geglückt.

Für sein Debüt in den Konzerten der Stiftung Berliner Philharmoniker hat er ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt, das von Johann Sebastian Bachs Aria variata BWV 989 eingeleitet wird: zehn hochvirtuosen Variationen über ein Choralthema. Neben den barocken Glanz verstrahlenden Präludien samt Fugen BWV 850 und BWV 855 aus dem Wohltemperierten Klavier widmet sich Ólafsson auch Bachs stimmungsvollem »Konzert« für Cembalo BWV 974, das auf einem Oboenkonzert des italienischen Barockkomponisten Alessandro Marcello basiert.

Zudem erklingen die Inventionen BWV 786 und BWV 801, die Fantasie und Fuge a-Moll BWV 904 sowie der dritte Satz aus der Partita BWV 1006 für Violine solo, letztere im virtuosen Arrangement von Sergej Rachmaninow, das um ein weiteres von Alexander Siloti (das Präludium h-Moll) ergänzt wird. Weiterer Höhepunkt des Abends: Ólafssons Sicht der beiden Beethoven-Sonaten f-Moll op. 2 Nr. 1 und c-Moll op. 111, von denen letztere zu den bedeutendsten und anspruchsvollsten Klaviersonaten überhaupt zählt.
Konzert

Marek Janowski dirigiert Bruckners Sechste Symphonie

Berliner Philharmoniker
Marek Janowski, Dirigent
Rundfunkchor Berlin
Gijs Leenaars, Chor-Einstudierung


Anton Bruckner: Messe Nr. 2 e-Moll (2. Fassung von 1882/1885)
Anton Bruckner: Symphonie Nr. 6 A-Dur

Die Musik von Anton Bruckner gehörte schon immer zum Kernrepertoire von Marek Janowski. Mit dem Orchestre de la Suisse Romande hat der 1939 in Warschau geborene Dirigent zwischen 2007 und 2012 sämtliche Symphonien Bruckners auf Tonträger gebannt – und Presse und Fachkritik zu Lobeshymnen inspiriert: »Eine Meisterleistung« befand etwa die Berliner Morgenpost, »eine große Empfehlung« sprach die Fachzeitschrift Hifi & Records aus, in stereoplay war zu lesen: »Man könnte ins Schwärmen geraten.« Dass Janowskis Interpretationsansatz dabei durchaus Neues zu bieten hatte, attestierte u. a. das Fono Forum: »Von Verzärtelungen, von romantischen Kunstpausen hält Janowski nicht viel. Zum Glück. Denn so kann sich dieser Bruckner in seinem Wollen und Drängen ungehemmt ­entfalten.«

In diesen Konzerten musiziert Janowski, der u. a. ganze 14 Jahre dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin vorstand, mit den Berliner Philharmonikern die zwischen 1879 und 1881 entstandene Sechste Symphonie Bruckners, der – obwohl von ihrem Komponisten einmal als seine »keckste« bezeichnet – von Anbeginn ein Schicksal als Außenseiterin im Konzertbetrieb bestimmt war. Die erste integrale Aufführung des Werks – zu Bruckners Lebzeiten waren in einem Konzert der Wiener Philharmoniker lediglich die beiden Mittelsätze erklungen – fand erst zweieinhalb Jahre nach dem Tod des Komponisten statt. Gustav Mahler, der diese Aufführung leitete, hatte allerdings eine Fassung erstellt, die Bruckners ursprünglichen Intentionen nur bedingt gerecht wurde. Da der Erstdruck der Partitur überdies in einigen Stellen von Bruckners Handschrift abwich, dauerte es in der Folge bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts, bis die hin und wieder als Bruckners »Pastorale« betitelte Sechste auf der Grundlage textkritischer Editionen in ihrer Originalgestalt gespielt wurde.

Der Aufführung von Bruckners Sechster geht Janowskis Interpretation der selten zu hörenden, 1866 entstandenen Messe Nr. 2 in e-Moll voran. Da dieses Werk 1869 anlässlich der Eröffnung der Votivkapelle des Mariä-Empfängnis-Doms in Linz unter freiem Himmel aufgeführt wurde, schrieb Bruckner aus praktischen Gründen einen auf Streicherstimmen vollkommen verzichtenden Orchesterpart. Wie fast alle seine Symphonien überarbeitete der Komponist auch seine Zweite Messe. In der 1885 abgeschlossenen 2. Fassung (wiederum ohne Streicher) bringt Marek Janowski sie nun an drei Abenden zur Aufführung. Die anspruchsvolle Chorpartie dieses klanglich überaus reizvollen Werks, das bei den Berliner Philharmonikern letztmals im März 1972 erklang, übernimmt mit dem Rundfunkchor Berlin ein langjähriger künstlerischer Partner der Berliner Philharmoniker.
Kammermusik

Das Hagen Quartett interpretiert Haydn, Schubert und Schumann

Kammermusik

Hagen Quartett:
Lukas Hagen, Violine
Rainer Schmidt, Violine
Veronika Hagen, Viola
Clemens Hagen, Violoncello


Joseph Haydn: Streichquartett A-Dur Hob. III:60
Franz Schubert: Streichquartett Nr. 8 B-Dur D 112
Robert Schumann: Streichquartett A-Dur op. 41 Nr. 3

An ihrem 23. Geburtstag fand Clara Schumann auf dem Gabentisch die Manuskripte zu drei Streichquartetten – Geschenke ihres Mannes Robert, die noch Abend desselben Tages von Mitgliedern des Leipziger Gewandhausorchesters in der Wohnung der Schumanns ihre Uraufführung erlebten und die Clara »entzückten bis ins Kleinste. Da ist alles neu, dabei klar, fein durchgearbeitet und immer quartettmässig«. Wenig zuvor hatte Schumann einen »bedenklichen Stillstand« in den Streichquartettkompositionen seiner Zeitgenossen konstatiert: Zu oft wurde seiner Meinung nach »mehr auf glänzendes Hervortreten des ersten Spielers als auf kunstreiche Verwebung der Viere« geachtet. Seinen eigenen Zugang zum Streichquartett fand Schumann 1842 über das Studium von Joseph Haydns Gattungsbeiträgen, an denen er »Reinheit des Satzes«, »künstliche Verflechtungen« sowie »originelles Gepräge der melodischen Führung« bewunderte.

Das Hagen Quartett – weithin gerühmt für seine erhellenden Konzertprogramme – kombiniert das dritte Streichquartett aus Schumanns Opus. 41 mit einem Werk von Haydn aus dem Jahr 1788, über das ein englischer Kritiker seinerzeit schrieb, es sei »voll Geist und Feuer, so als ob ein junges, noch unverausgabtes Genie schrieb«. Im Zentrum dieses Konzertprogramms ist außerdem ein 1814 entstandenes Streichquartett des damals gerade einmal 17-jährigen Franz Schubert zu erleben, das ebenfalls hörbar an die Errungenschaften Haydns anknüpft, der Gattung des Streichquartetts zugleich aber den Weg in die Romantik bahnt.
Kammermusik

Jazz at Berlin Philharmonic

Pannonica – Tribute to the Jazz Baroness

Iiro Rantala, Klavier und Leitung
Dan Berglund, Kontrabass
Anton Eger, Schlagzeug
Angelika Niescier, Altsaxofon
Ernie Watts, Tenorsaxofon
Chareneé Wade, Gesang


Pannonica – Tribute to the Jazz Baroness

Ohne Impresarios, Mäzene und Musen wäre der Jazz um einige Legenden ärmer. Die schillerndste dieser Persönlichkeiten war Baroness Pannonica de Koenigswarter. Dem britischen Zweig der Bankiersfamilie Rothschild entstammend, hatte sie den Jazz durch die Plattensammlung ihres Vaters früh lieben gelernt. Nach Stationen als Kunststudentin (Anfang der 1930er-Jahre in München), Pilotin, Widerstandskämpferin und Diplomatenfrau ging sie 1952 nach New York – sie reiste Thelonious Monk nach, den sie in Paris mit »Round About Midnight« gehört hatte und unbedingt kennenlernen wollte. So wurde sie zu seiner lebenslangen Freundin und Förderin – wie für unzählige andere Jazzer von Charlie Parker bis Barry Harris, für die erst ihre Hotelsuiten, später ihr »Catsville« genanntes Haus in New Jersey zum Salon und Zufluchtsort wurden. Sie half mit Geld, Unterkunft, Jobs, juristischem Beistand, als Cover-Designerin und Agentin (von Art Blakey) – dafür widmeten ihr die Musiker etliche Kompositionen.

Einige davon, von Horace Silvers »Nica’s Dream« bis zu Monks »Pannonica«, erklingen nun in diesem Konzert der Reihe Jazz at Berlin Philharmonic – einem Tribute an diese außergewöhnliche Frau und ihren wichtigsten Schützling Thelonious Monk. Zeitgemäß in Szene gesetzt von einer einmaligen Allstar-Band: Als Pianist und sozusagen in der Monk-Rolle steht Iiro Rantala im Mittelpunkt, der, von seinen Lost Heroes bis zur Hommage an John Lennon, schon immer ein Faible für musikalische Heldenverehrung hatte. Begleitet wird vom ehemaligen e.s.t.-Bassisten Dan Berglund, dem schwedischen Schlagzeuger Anton Eger und der deutschen Saxofonistin Angelika Niescier. Als Stargast und Zeitzeuge stößt der amerikanische Saxofonist und Grammy-Gewinner Ernie Watts dazu, der selbst noch mit Thelonious Monk gespielt hat, ein weiterer Stargast ist die Jazzsängerin Charenée Wade.
Kammermusik

Philharmonischer Salon

Lou Andreas-Salomé und Rainer Maria Rilke

Heikko Deutschmann, Sprecher
Streichquartett der Staatskapelle Berlin:
Jiyoon Lee, Violine
Krzysztof Specjal, Violine
Yulia Deyneka, Viola
Claudius Popp, Violoncello
Cordelia Höfer, Klavier
Götz Teutsch, Programmgestaltung


Lou Andreas-Salomé und Rainer Maria Rilke in Russland

Texte von Lou Andreas-Salomé, Rainer Maria Rilke, Lew Tolstoi, Irmgard Hülsemann und Heimo Schwilk

Musik von Richard Strauss, Anton Webern, Sergej Rachmaninow, Sergej Tanejew, Alexander Borodin, Michail Glinka, Ludwig van Beethoven, Modest Mussorgsky und Peter Tschaikowsky

Drei Jahrzehnte hat die Liebesfreundschaft zwischen Lou Andreas-Salomé und Rainer Maria Rilke gedauert: 1897 trat die 36-Jährige in das Leben des mehr als zehn Jahre jüngeren Lyrikers, der damals noch nahezu unbekannt war. Mit ungewöhnlichem Weitblick erkannte die adelige Generalstochter, die 1861 in eine deutsch-russische Familie in St. Petersburg hineingeboren worden war, in dem bis dahin ziellosen Autor den künftigen Dichter der Duineser Elegien – der Einfluss von Lou Andreas-Salomé auf Rilke kann kaum überschätzt werden. Die gemeinsamen Reisen nach Russland zu Beginn des 20. Jahrhunderts bedeuten für sie eine Rückkehr in Heimat und Kindheit, für Rilke aber den schöpferischen Durchbruch.

In den Briefen werden die Erinnerungen an diese Zeit – das Läuten der Kremlglocken in der Osternacht, der Segen einer alten russischen Bäuerin, ein Pferd auf einer sonnigen Wiese – immer wieder beschworen. Nach einem vierjährigen »totalen Ineinanderleben« kündigt Lou Andreas-Salomé das Liebesverhältnis auf und beide gelobten, nur in der Stunde der Not einander zu schreiben. Für Rilke kam diese schon im Sommer 1903; seine Zweifel, die ihn hinsichtlich der Veröffentlichung des Stundenbuchs quälten, wurde zum Anlass für ein erstes Wiedersehen.

Die Russland-Reisen der beiden Liebenden stehen im Fokus dieses Philharmonischen Salons. Heikko Deutschmann liest Texte von Lou Andreas-Salomé, Rainer Maria Rilke, Lew Tolstoi, Boris Pasternak, Sofia Schill, Alexander Benois u. a. Für den musikalischen Rahmen sorgen der philharmonische Fagottist Stefan Schweigert, das Streichquartett der Staatskapelle Berlin sowie Cordelia Höfer (Klavier).
Konzert

Lunchkonzert

Lars Karlin, Alt- und Tenorposaune
Tomer Maschkowski, Bassposaune
Ohad Ben-Ari, Klavier
François Regis, Dramaturgie


Sliding thru the Opera − Ein musikalisches Drama in einem Akt. Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, Gioacchino Rossini, Richard Wagner, Sergej Prokofjew und Georges Bizet

Bei den Lunchkonzerten sind grundsätzlich Besucher aller Altersgruppen herzlich willkommen. Bitte beachten Sie aber, dass – anders als bei den Familien- und Kinderkonzerten unserer Education-Abteilung – die Konzeption der Lunchkonzerte nicht explizit auf Kinder ausgerichtet ist.

Mit Rücksicht auf die ausführenden Künstler und die anderen Konzertgäste bitten wir interessierte Eltern, vor dem Besuch eines Lunchkonzertes abzuwägen, ob ihr Kind ca. 45 Minuten still sitzen kann und möchte.

Eintritt frei
Konzert

Yannick Nézet-Séguin dirigiert Debussy und Prokofjew

Berliner Philharmoniker
Yannick Nézet-Séguin, Dirigent


Maurice Ravel: Menuet antique (Orchesterfassung vom Komponisten)
Claude Debussy: La Mer
Sergej Prokofjew: Symphonie Nr. 5 B-Dur op. 100

Mit Musik französischer und sowjetischer Komponisten gab der 1975 im kanadischen Montreal geborene Yannick Nézet-Séguin im Oktober 2010 sein von Presse und Publikum gleichermaßen umjubeltes Debüt am Dirigentenpult der Berliner Philharmoniker: Werke von Hector Berlioz, Olivier Messiaen und Sergej Prokofjew standen damals auf dem Programm. Einen ähnlichen Weg beschreitet Nézet-Séguin, der nicht nur dem Philadelphia Orchestra und dem Rotterdams Philharmonisch Orkest vorsteht, sondern ab September 2018 auch die Geschicke der New Yorker Metropolitan Opera in seine Hände nehmen wird, in diesen Konzerten.

In der ersten Programmhälfte ist ein Schlüsselwerk des französischen Impressionismus zu erleben: La Mer von Claude Debussy. Die von ihrem Komponisten als »drei symphonische Skizzen« bezeichnete Partitur reflektiert in allen nur denkbaren orchestralen Farben Natureindrücke, die Debussy u. a. während eines Ferienaufenthalts auf der englischen Seite des Ärmelkanals gesammelt hatte. 1905 in Eastbourne vollendet und im selben Jahr in Paris vom Orchestre Lamoureux unter der musikalischen Leitung von Camille Chevillard uraufgeführt, zählt La Mer auch deshalb zu den Meisterwerken des Impressionismus, weil die Partitur trotz ihrer bildlichen Satzüberschriften auf raffinierte Art und Weise im Grenzbereich von Programmmusik und absoluter Symphonik angesiedelt ist.

Den Gegenpol zu den schillernden Klangfarben Debussys bildet in diesen Konzerten eine Komposition, die den ästhetischen Maximen des sogenannten »Sozialistischen Realismus« verpflichtet ist: Sergej Prokofjews am 13. Januar 1945 in Moskau aus der Taufe gehobene Fünfte Symphonie. Dieses Werk bedeutete nicht nur die Rückkehr seines Komponisten zur symphonischen Form nach fast 15 Jahren, sondern trug Prokofjew auch den Stalinpreis Erster Klasse ein. Der Komponist selbst gab zu Protokoll, er wollte mit seiner Fünften Symphonie ein »Lied auf den freien und glücklichen Menschen anstimmen, seine schöpferischen ­Kräfte, seinen Adel, seine innere Reinheit«. Ungleich konkreter war der Eindruck, den das Werk bei seiner vorübergehend von Luftabwehr-Artilleriesalven aus dem Kreml unterbrochenen Uraufführung auf den Pianisten Swjatoslaw Richter machte: »Die Fünfte Symphonie«, so Richter, enthält »die Zeit und die Geschichte, den Krieg, das Vaterland und den Sieg.« Über Debussy sagte Richter hingegen, in dessen Musik gäbe es »keine persönlichen Gefühle. Sie wirkt stärker als die Natur selbst. Wenn man die See betrachtet, wird man keine so starken Sinneseindrücke haben wie beim Hören von La Mer.«
Kammermusik

35 Jahre Scharoun Ensemble Berlin

Composer in Residence

Scharoun Ensemble Berlin:
Wolfram Brandl, Violine
Rachel Schmidt, Violine
Christophe Horák, Violine
Micha Afkham, Viola
Claudio Bohórquez, Violoncello
Peter Riegelbauer, Kontrabass
Alexander Bader, Klarinette
Markus Weidmann, Fagott
Stefan de Leval Jezierski, Horn
Christina Fassbender, Flöte
Raphael Haeger, Schlagzeug
Majella Stockhausen-Riegelbauer, Klavier
Rinnat Moriah, Sopran


George Benjamin: Oktett für Flöte, Klarinette, Celesta, Schlagzeug und vier Streicher
Arnold Schönberg: Streichquartett Nr. 2 fis-Moll mit Sopran-Solo op. 10
Mark Andre: Drei Stücke für Ensemble Uraufführung Auftragswerk der Stiftung Berliner Philharmoniker gemeinsam mit der Elbphilharmonie Hamburg
Sofia Gubaidulina: Hommage à T. S. Eliot für Sopran und Oktett

Das Scharoun Ensemble Berlin, das mit innovativer Programmgestaltung, ausgefeilter Klangkultur und lebendigen Interpretationen zu den profiliertesten Kammermusikformationen Deutschlands zählt, feiert mit diesem Jubiläumskonzert sein 35-jähriges Bestehen. Eingeleitet wird der Abend mit dem effektvollen Oktett für gemischtes Kammerensemble, das der philharmonische Composer in Residence George Benjamin im Alter von 18 Jahren schrieb: »Mit den Skizzen begann ich wenige Monate nach dem Abschluss meines Studiums bei Olivier Messiaen« (Benjamin).

Es folgt Arnold Schönbergs Zweites Streichquartett, in dessen viertem Satz eine Singstimme (übernommen von der israelischen Sopranistin Rinnat Moriah) Stefan Georges berühmte Zeile »Ich fühle Luft von anderem Planeten« zu Gehör zu bringt. Schönberg selbst empfand diese visionäre Musik als »Loslösung von der Erdanziehung – das Emporschweben durch Wolken in immer dünnere Luft, das Vergessen aller Mühsal des Erdenlebens«.

Nach der Uraufführung eines neuen Werks des Lachenmann- und Grisey-Schülers Mark Andre endet der Abend mit Sofia Gubaidulinas Hommage à T. S. Eliot, das auf Anregung von Gidon Kremer entstand – in der (vorgegebenen) Besetzung von Schuberts berühmtem Oktett, wenngleich um eine Sopranstimme erweitert. Für die meist winterlichen Bilder aus Eliots zugrundeliegendem Gedichtzyklus Four Quartets, der um Momente wie Schuld, Ewigkeit und Freiheit kreist, schuf Gubaidulina eine pastellartige, meditative Musik, in der ein bewusstes Verstummen immer wieder von irisierenden Klangballungen abgelöst wird.

Dieses Konzert ist Teil einer dem Komponisten und Dirigenten George Benjamin gewidmeten Residency der Stiftung Berliner Philharmoniker in Kooperation mit Berliner Festspiele/Musikfest Berlin.
Jugendprogramm

Jugendkompositionswerkstatt OPUS ONE

Education

Mitglieder der Berliner Philharmoniker
Stipendiaten der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker
Stanley Dodds, Leitung
Cathy Milliken, Leitung des Workshops


Uraufführungskonzert mit Werken der Werkstatt-Teilnehmer

Dieses Uraufführungskonzert mit neuer Kammermusik ist ein ganz Besonderes: Die Schöpfer dieser hier zum ersten Mal zu Gehör gebrachten Werke sind nicht älter als 19 Jahre. Man staunt nicht wenig über die Fantasie und ausgefeilten Klangvorstellungen dieser jungen Menschen, die ganz am Anfang ihres Weges stehen. Im Rahmen dieser Werkstatt nehmen sie wertvolle Impulse durch begleitende Workshops mit der Komponistin Cathy Milliken und die Probenarbeit mit dem musikalischen Leiter des Projekts, dem philharmonischen Geiger Stanley Dodds mit. Aber der Höhepunkt ist das Konzert mit den Mitgliedern der Berliner Philharmoniker und Stipendiaten der Karajan-Akademie, die die Welturaufführungen dieser neuen Werke spielen werden.

Kostenlose Einlasskarten an der Kasse der Philharmonie ab 4 bis 6 Wochen vor der Veranstaltung
Konzert

Lunchkonzert

Maria Stabrawa, Violine
Bernd Rinne, Viola
Kim Bak Dinitzen, Violoncello
Galya Kolarova, Klavier


Johannes Brahms: Klavierquartett Nr. 1 g-Moll op. 25

Bei den Lunchkonzerten sind grundsätzlich Besucher aller Altersgruppen herzlich willkommen. Bitte beachten Sie aber, dass – anders als bei den Familien- und Kinderkonzerten unserer Education-Abteilung – die Konzeption der Lunchkonzerte nicht explizit auf Kinder ausgerichtet ist.

Mit Rücksicht auf die ausführenden Künstler und die anderen Konzertgäste bitten wir interessierte Eltern, vor dem Besuch eines Lunchkonzertes abzuwägen, ob ihr Kind ca. 45 Minuten still sitzen kann und möchte.

Eintritt frei
Konzert

Babylon Berlin

Der philharmonische Diskurs

Florian Illies
Manfred Görtemaker
Tilman Krause
Stipendiaten der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker


Babylon Berlin – oder wie »golden« waren die Goldenen Zwanziger?

Florian Illies und Manfred Görtemaker im Gespräch mit Tilman Krause

Stipendiaten der Karajan-Akademie spielen die Tanz-Suite für fünf Solo-Instrumente und Schlagzeug op. 30 von Ernst Toch

Die deutsche Fernsehserie Babylon Berlin feierte bei der Premiere im Herbst 2017 einen sensationellen Erfolg. Die Produktion spielt im Berlin der sogenannten »Goldenen Zwanzigerjahre«. Im Mittelpunkt steht Kommissar Gereon Rath, der von Köln nach Berlin versetzt wird, um in einem Erpressungsfall zu ermitteln. Es geht um Drogen, Mord und politischen Extremismus. »Babylon Berlin schnurrt als Verschwörungsszenario ab wie die besten US-Serien«, jubelte der Rezensent des Spiegel, »und steht doch voll in der Tradition eines urdeutschen Angstkinos.«

Die Weimarer Republik war eine Zeit der Widersprüche und Gegensätze, der Hoffnungen und verpassten Chancen, der Zuversicht und der Angst. Während Wirtschaftskrise und Politik zu Beginn der 1930er-Jahre Deutschland lahmlegten und es in eine Diktatur taumelte, wurden in Literatur, Kunst und Musik noch einmal die Extreme ausgereizt. Doch wie »golden« waren die »Goldenen Zwanziger«? Was ist Realität, was Stilisierung? Wie gestaltete sich das Leben im Berlin der Weimarer Republik? Welche künstlerischen Strömungen waren prägend?

Darüber und über manch anderes mehr diskutieren der Bestsellerautor und Kunsthistoriker Florian Illies, der Historiker Manfred Görtemaker und der Journalist Tilman Krause.
Kammermusik

Klavierabend mit Daniil Trifonov

Artist in Residence

Daniil Trifonov, Klavier

Ludwig van Beethoven: Andante favori F-Dur WoO 57
Ludwig van Beethoven: Klaviersonate Es-Dur op. 31 Nr. 3
Robert Schumann: Bunte Blätter op. 99
Robert Schumann: Presto Passionato (Erstfassung des Finales der Klaviersonate Nr. 2 op. 22)
Sergej Prokofjew: Klaviersonate Nr. 8 B-Dur op. 84

2011 wurde er beim Arthur-Rubinstein-Wettbewerb mit dem Ersten Preis ausgezeichnet, beim Tschaikowsky-Wettbewerb gewann er im selben Jahr eine Goldmedaille; der Mitschnitt seines ersten Auftritts in der New Yorker Carnegie Hall wurde 2013 von der Deutschen Grammophon unverzüglich in die Reihe ihrer künstlerisch herausragenden Aufnahmen aufgenommen, nach seinem drei Monate später erfolgten Deutschland-Debüt, das keinem Geringeren als Alfred Brendel den Atem verschlagen haben soll, war ein Rezensent der Süddeutschen Zeitung davon überzeugt, »eines der erfolgreichsten und unbegreiflichsten Klaviertalente der letzten Jahrzehnte« erlebt zu haben. Zweifellos zählt der 1991 geborene Daniil Trifonov zu den atemberaubendsten Pianisten seiner Generation – und vielleicht schon jetzt zu den besten, die das 21. Jahrhundert noch hervorbringen wird.

Nach seinem Einstand bei den Berliner Philharmonikern, den er 2016 mit Sergej Rachmaninows halsbrecherischem Dritten Klavierkonzert gab, und weiteren Konzerten, in dessen Rahmen er u. a. Klavierkonzerte von Schumann interpretierte, ist Trifonov in dieser Saison Artist in Residence bei den Berliner Philharmonikern. In dieser Funktion wird er als Solist in philharmonischen Konzerten, als Liedbegleiter und Kammermusikpartner sowie als Mentor und musikalischer Dialogpartner der Karajan-Akademie in Erscheinung treten. Seine persönlichste pianistische Visitenkarte gibt Trifonov aber mit diesem, alle Facetten seiner technischen und interpretatorischen Meisterschaft auslotenden Klavierabend ab – mit Werken von Beethoven, Schumann und Prokofjew gestaltet er einen Streifzug durch rund anderthalb Jahrhunderte in denen die Klaviermusik in höchster Blüte stand.
Konzert

Carte blanche

Karajan-Akademie

Stipendiaten der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker

Intuitive Musik mit Markus Stockhausen

Eintritt frei
Kinderprogramm

4. Musikalische Expedition: Improvisation

Education

Die spielerische Architektur der Philharmonie, die sich in jeder Ecke wie eine natürliche Landschaft als unberechenbar entpuppt, bietet einen inspirierenden Rahmen für sinnesübergreifende Improvisationen. Mithilfe von Improvisationsübungen und dem Experten Oli Bott am Vibrafon nähern sich die Teilnehmenden der Gestalt des Hauses musikalisch an und vertonen auf dieser musikalischen Expedition alle architektonischen Elemente, die ihnen auf dem Weg begegnen.
Konzert

Lunchkonzert

Andre Schoch, Trompete
Friedrich Höricke, Klavier


Johann Sebastian Bach: Sonate für Violine und Basso continuo g-Moll BWV 1020 (Bearbeitung für Trompete und Klavier von Andre Schoch und Friedrich Höricke)
Robert Schumann: Drei Fantasiestücke op. 73 (Bearbeitung für Trompete und Klavier von Andre Schoch und Friedrich Höricke)
Nikolaj Medtner: Sonate-Vocalise op. 41 Nr. 1 (Bearbeitung für Trompete und Klavier von Andre Schoch und Friedrich Höricke)

Eintritt frei
Konzert

Zubin Mehta und Martin Grubinger

Berliner Philharmoniker
Zubin Mehta, Dirigent
Martin Grubinger, Schlagzeug


Edgard Varèse: Intégrales
Peter Eötvös: Speaking Drums, Vier Gedichte für Schlagzeug solo und Orchester
Nikolaj Rimsky-Korsakow: Scheherazade, Symphonische Suite op. 35

Lange wurde das Schlagzeug in der europäischen Kunstmusik eher stiefmütterlich behandelt. Denn obwohl Pauken, Trommeln und Becken an markanten Höhepunkten im Orchester immer mal wieder auftrumpfen durften, fristeten sie sonst ein Schattendasein – oft als bloße Taktgeber. Dies zu ändern, war erklärtes Ziel des Multiperkussionisten Martin Grubinger, dessen Palette von eruptiven Klangkaskaden bis zu zart verklingenden Glockentönen reicht. Vor allem ihm ist es zu verdanken, dass immer mehr Konzertbesucher perkussive Klangwelten für sich entdecken, in denen der athletische Einsatz des Spielers, die physische Präsenz und Wucht der Klänge sowie der Farbenreichtum des Instrumentariums sich zu einer faszinierenden, körperlich-sinnlichen Musik verbinden. Nicht umsonst ist die Aura der Extremsportart ein unverzichtbares Element der Trommelkunst.

Im Rahmen seines Debüts bei den Berliner Philharmonikern widmet sich Martin Grubinger dem Konzert für Schlagzeug und Orchester Speaking Drums, das Peter Eötvös für ihn komponiert hat. Der Werktitel ist Programm, denn der Solist hat hier nicht nur zu trommeln, sondern auch zu sprechen und zu rufen. »Ich habe das bei indischen Trommlern gesehen und gehört«, erklärte Eötvös 2016 in einem Interview. »Sie trommeln das, was sie sagen. Das heißt, sie sprechen einen bestimmten Text und in demselben Tempo, in demselben Rhythmus spielen sie Schlagzeug dazu. Dadurch wird es sehr farbig, aber auch sehr sprechend, als würden sie eine Geschichte mit dem Instrument erzählen. Diese Haltung habe ich für mein Stück übernommen.« Die Texte stammen von Sándor Weöres, der viele Nonsens-Gedichte geschrieben hat, die nur eine rhythmische Funktion erfüllen, sowie von Jayadeva, einem indischen Dichter aus dem 12. Jahrhundert. »Alle Texte«, so Eötvös, »haben eindrückliche Rhythmen. Diese auf Schlaginstrumente und aufs Orchester zu übersetzen, ist ein Genuss.«

Eingeleitet wird der von Zubin Mehta dirigierte Abend mit Edgard Varèses Intégrales, das neben virtuosestem Klangraffinement auch mitreißende Rhythmik bietet, da die Stimmen der vier Holz- und sechs Blechblasinstrumente in reizvollem Kontrast zu den von vier Schlagzeugern gespielten 17 in der Partitur geforderten Perkussionsinstrumenten stehen. Raffinierte Orchesterklänge bietet schließlich ­Nikolaj Rimsky-Korsakows Symphonische Suite Scheherazade, in der verschiedene Episoden und Bilder aus Tausendundeiner Nacht in Musik gefasst werden: »Das Meer und Sindbads Schiff, die fantastische Erzählung des Prinzen Kalender, Prinz und Prinzessin, Festtage in Bagdad und das Schiff, das am Felsen mit dem ehernen Reiter zerschellt« (Rimsky-Korsakow).
Aufführungen / Konzert Konzerthaus Berlin Berlin, Gendarmenmarkt 2
Aufführungen / Oper Komische Oper Berlin Berlin, Behrenstraße 55-57
Aufführungen / Festival Deutsches Theater Berlin Berlin, Schumannstraße 13a
Aufführungen / Konzert Festival Strings Lucerne Luzern, Dreilindenstr. 93
Aufführungen / Theater Maxim Gorki Theater Berlin Berlin, Am Festungsgraben 2
Aufführungen / Konzert Berliner Schlosskonzerte Perlen der Klassik Berlin, Postfach 280303
Aufführungen / Konzert Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt Frankfurt (Oder), Lebuser Mauerstr. 4
Aufführungen / Konzert Berliner Singakademie Berlin, Charlottenstr. 56
Aufführungen / Theater Shakespeare Company Berlin Berlin, Prellerweg 47-49
Aufführungen / Cabaret Bar jeder Vernunft Berlin Berlin, Schaperstr. 24
Aufführungen / Konzert Philharmonischer Chor Berlin Berlin, Herbert-von-Karajan-Str. 1
Aufführungen / Kirchenmusik sirventes berlin. Leitung: Stefan Schuck Berlin, Nassauische Straße 66-67
Sa, 19.1.2019, 12:00 Uhr
Aufführungen / Oper Deutsche Oper Berlin Berlin, Bismarckstr. 35
Aufführungen / Theater Komödie am Kurfürstendamm im Schillertheater Berlin, Bismarckstraße 110
Aufführungen / Theater Renaissance-Theater Berlin Berlin, Knesebeckstraße 100
Aufführungen / Oper Neuköllner Oper Berlin, Karl-Marx-Str. 131-133
Aufführungen / Theater Tribühne Berlin Berlin, Otto-Suhr-Allee 18
Aufführungen / Theater Berliner Kriminal Theater Berlin, Palisadenstrasse 48
Aufführungen / Theater Theater- und Konzertstätte Jüterbog Jüterbog, Mönchenkirchplatz 4
Aufführungen / Theater Theater Poetenpack Potsdam Potsdam, Lennéstr. 37
Aufführungen / Theater theater DIE BOTEN Berlin, Schottstraße 6
Aufführungen / Kabarett Berliner Kabarett Klimperkasten Berlin, Thuyring 63
Aufführungen / Theater Hebbel am Ufer HAU 1 Berlin, Stresemannstr. 29
Aufführungen / Theater Hebbel am Ufer HAU 2 Berlin, Hallesches Ufer 32
Aufführungen / Theater Hebbel am Ufer HAU 3 Berlin, Tempelhofer Ufer 10
Aufführungen / Theater Podewil Berlin, Klosterstr. 68-70
Aufführungen / Theater Kleines Theater Berlin Berlin, Südwestkorso 64
Aufführungen / Theater Bar jeder Vernunft Berlin, Schaperstraße 24
Aufführungen / Theater Theatersport Berlin Berlin, Bürgerheimstr. 8
Aufführungen / Theater Theater Lichterfelde Berlin, Drakestr. 49
Aufführungen / Theater Theater im Palais Berlin, Am Festungsgraben1
Aufführungen / Theater Teatr Studio am Salzufer Berlin, Salzufer 13/14
Aufführungen / Theater BühnenRausch Berlin, Erich-Weinert-Straße 27
Aufführungen / Theater event-theater Brandenburg, Ritterstr. 69
Aufführungen / Konzert Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin Berlin, Charlottenstr. 55
Aufführungen / Kabarett Kabarett Kartoon Berlin, Kochstraße 50
Aufführungen / Aufführung "Die Gorillas" Ratibortheater Berlin, Cuvrystrasse 20
Aufführungen / Theater Theaterdiscounter Berlin, Monbijoustr. 1
Aufführungen / Theater Cafe Theater Schalotte Berlin, Behaimstraße 22
Aufführungen / Theater Sophiensaele Berlin, Sophienstr. 18
Aufführungen / Kulturveranstaltung Glaskasten Ballsaal Berlin, Prinzenallee 33
Aufführungen / Theater BKA-Theater Berliner Kabarett Anstalt Berlin, Mehringdamm 34
Aufführungen / Theater Theater Mirakulum - Puppenkomödie Berlin Berlin, Brunnenstraße 35
Aufführungen / Theater Theater Morgenstern Stahnsdorf, Rotkehlchenweg 35
Aufführungen / Theater Theater o.N. (Zinnober) Berlin, Kollwitzstr. 53
Aufführungen / Aufführung Ballsaal Glaskasten Berlin, Prinzenallee 33
Aufführungen / Theater theaterkapelle e.V. Theater TRANSIT Berlin, Boxhagener Str. 99
Aufführungen / Theater theaterkapelle e.V. bethlehem basement Berlin, Boxhagener Str. 99
Aufführungen / Theater UNIDRAM - Festival für junges Theater in Europa T-Werk Potsdam, Schiffbauergasse 4e
Aufführungen / Konzert Philharmonisches Kammerorchester Berlin Berlin, Akazienstraße 3
Aufführungen / Theater Wintergarten Berlin Berlin, Potsdamer Straße 96
Aufführungen / Konzert C. Bechstein Centrum Berlin Berlin, Kantstr. 17 / stilwerk
Aufführungen / Theater Chamäleon Theater "my LIFE" Berlin, Rosenthaler Str. 40/41
Aufführungen / Theater Theaterkapelle10245 Berlin, Boxhagener Straße 99
Aufführungen / Theater BKA- Theater Berlin, Mehringdamm 34
Aufführungen / Oper Neuköllner Oper Berlin, Karl-Marx-Str. 131
Aufführungen / Theater Theater Thikwa F40 Berlin, Fidicinstr. 40
Aufführungen / Aufführung English Theatre Berlin F40 Berlin, Fidicinstr. 40
Aufführungen / Theater Theater Am Potsdamer Platz Berlin, Marlene-Dietrich-Platz 1
Aufführungen / Theater Zimmertheater Steglitz Berlin, Bornstr. 17
Aufführungen / Theater Theater der Migranten Reuterkiez Theater Berlin, Bürknerstr. 5
Aufführungen / Konzert RIAS Kammerchor Berlin, Charlottenstraße 56
Aufführungen / Konzert Image Berlin GmbH Berlin, Spandauer Damm 22 - 24
Aufführungen / Theater Theater Adlershof art-changé Berlin, Moriz-Seeler-Str. 1