zur Startseite
8

Berliner Philharmonie

Berliner Philharmonie

Die Philharmonie ist seit mehr als 50 Jahren das musikalische Herz Berlins. Bei der Eröffnung 1963 noch an der Peripherie West-Berlins gelegen, wurde sie nach der Wiedervereinigung Teil der neuen urbanen Mitte. Ihre ungewöhnliche, zeltartige Form und ihre weithin leuchtende, gelbe Farbe macht sie zu einem der Wahrzeichen der Stadt. An ihrer ungewöhnlichen Architektur und der neuartigen Konzeption des Konzertsaals entzündeten sich anfangs Kontroversen, mittlerweile dient sie als Vorbild für Konzerthäuser in der ganzen Welt. »Ein Mensch im Angesicht eines andern, gereicht in Kreise, in mächtig schwingendem Bogen um strebende Kristall-Pyramide.« Bereits 1920 notierte der Architekt Hans Scharoun jene Worte als Vision für den idealen Theaterraum. Aus dieser Idee entwickelte er 35 Jahre später den Großen Saal der Philharmonie, in der das Podium mit den Musikern den Mittelpunkt bildet.

Musik und Mensch im Mittelpunkt

Seit dem Eröffnungskonzert unter Leitung von Herbert von Karajan haben die Berliner Philharmoniker zusammen mit großartigen Dirigenten und Solisten ihrem Publikum viele grandiose Konzerte beschert. Im Oktober 2013 feierten das Orchester und sein Chefdirigent Sir Simon Rattle den 50. Geburtstag ihres Hauses mit drei ganz unterschiedlichen Konzertereignissen, die die besonderen akustischen Möglichkeiten der Philharmonie eindrucksvoll zur Geltung brachten: die doppelchörige Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach in der Inszenierung von Peter Sellars, das Festkonzert am 20. Oktober, das unter dem Motto »Raumklang« stand, und Arnold Schönbergs Gurre-Lieder.

Unsere Philharmonie-Sonderseite will Sie einladen, in die Geschichte, Architektur und Akustik dieses faszinierenden Hauses einzutauchen: mit Textbeiträgen aus verschiedenen Publikationen, mit einer kleinen Bildergalerie, die den Bau der Philharmonie von der Urskizze bis zur Fertigstellung dokumentiert, mit einem Video und unserer Geschichtssektion, in der Sie nicht nur viel Wissenswertes über das philharmonische Leben seid Erbauung des Konzertsaals finden, sondern einen gesamten Überblick über die Orchestergeschichte von der Gründung des »Philharmonischen Orchesters« bis heute.

Kontakt

Berliner Philharmonie

Herbert-von-Karajan-Str. 1
D-10785 Berlin

Telefon: +49 (0)30.254 88-0

 

Ticket-Hotline.: +49 (0)30.254 88-999

Anfahrtsmöglichkeiten

mit der U-Bahn:
Linie U2 - Bahnhöfe Potsdamer Platz oder Mendelssohn-Bartholdy-Park

mit der S-Bahn:
Linien S1, S2, S25 Potsdamer Platz

mit dem Bus direkt bis zur Philharmonie:
Linien 148 (Philharmonie), 200 (Philharmonie), 248 (Kemperplatz)
weitere Buslinien: 129 und 341 (Potsdamer Brücke), 348 (Kulturforum)

mit dem Auto: Auf dem Gelände der Philharmonie stehen begrenzt Parkplätze zur Verfügung.

Berliner Philharmonie bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Berliner Philharmonie

Kammermusik

Jordi Savall auf den Spuren keltischer Musik

Diálogos Celticos

Jordi Savall, Gamben und Leitung
Carlos Núñez, Sackpfeifen, Hirtenflöten und Irische Blockflöte
Pancho Álvarez, Gitarre und Drehleier
Xurxo Núñez, Perkussion
Andrew Lawrence-King, Irische Harfe und Salterio
Frank McGuire, Irische Rahmentrommel


Jordi Savall ist ein Doyen der Alten Musik, der mit seinen Programmen das Publikum immer wieder in ferne Welten entführt und Fenster zu anderen Kulturen öffnet. In diesem Konzert lädt er unter dem Motto »El Hombre y la Naturaleza« zur Entdeckung der keltischen Musiktraditionen ein – zur musikalischen Reise nach Irland, in die schottischen Highlands, nach Wales, in die Bretagne sowie ins nordspanische Galicien. Unterstützt wird Jordi Savall u. a. von dem galicischen Celtic-Folk-Musiker Carlos Núñez, dem spanischen Gitarristen und Violinisten Pancho Álvarez und dem Barockharfen-Virtuosen Andrew Lawrence-King.

Jordi Savall ist der Doyen der Alten Musik, der mit seinen Programmen das Publikum immer wieder in ferne Welten entführt und Fenster zu anderen Kulturen öffnet. In diesem Konzert lädt er unter dem Motto »El Hombre y la Naturaleza« zur Entdeckung der keltischen Musiktraditionen ein – zur musikalischen Reise nach Irland, in die schottischen Highlands, nach Wales, in die Bretagne sowie ins nordspanische Galicien: »Die keltische Musik ist eines der reichhaltigsten und prächtigsten Besitztümer aller lebenden Musiktraditionen unserer Zeit«, bemerkt Savall, der bei seiner Suche in Archiven und Manuskripten auf Werke von so abenteuerlichen Musikern wie Turlough O’Carolan, einem blinden Harfner, stieß sowie auf die von Niel Gow, dem berühmtesten schottischen Fiedler des 18. Jahrhunderts und James Macpherson, einer Art schottischer Robin Hood, der noch unter dem Galgen sein eigenes »Lament« fiedelte.

Unterstützt wird Jordi Savall von dem galicischen Celtic-Folk-Musiker Carlos Núñez, dem spanischen Gitarristen und Violinisten Pancho Álvarez (der die Technik der fahrenden Fiddle-Spieler beherrscht, die ihr Instrument in die Ellbogenkehle stützten) und dem Barockharfen-Virtuosen Andrew Lawrence-King, der auch als Continuo-Spieler und Dirigent von Barockopern und Oratorien in Erscheinung tritt. Ebenfalls mit von der Partie: Xurxo Núñez, der seinen großen Bruder schon seit Jahren rund um den Globus auf so ziemlich jedem erdenklichen Schlagwerk begleitet sowie der schottische Perkussionist Frank McGuire, der schon frühzeitig in diversen Pipe-Bands spielte.

El Hombre y la Naturaleza − Keltische Musiktraditionen in Irland, Schottland, Wales, der Bretagne und im nordspanischen Galicien

Jordi Savall auf den Spuren keltischer Musik bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Jordi Savall auf den Spuren keltischer Musik

Konzert

Paavo Järvi dirigiert Berg und Bruckner

Berliner Philharmoniker
Paavo Järvi, Dirigent
Hanna-Elisabeth Müller, Sopran


Sinnlich-delikate Klangschönheit, geschaffen von zwei Wegbereitern der Moderne: Das erleben wir in diesem Konzert mit Paavo Järvi. So gibt es Anton Weberns farbenreiche Bearbeitung eines Ricercars von Bach, gefolgt von Alban Bergs Sieben frühen Liedern (Solistin: Hanna-Elisabeth Müller), die die zärtliche Stimmung einer jungen Liebe einfangen. Den Abschluss markiert Bruckners Zweite Symphonie – ein Frühwerk, das bereits unverkennbar Bruckner’sche Wucht besitzt.

Das Jahr 1907 war für Alban Berg in mehrfacher Hinsicht bedeutungsvoll: Der damals 22-Jährige, der seit 1904 Kompositionsschüler von Arnold Schönberg war, erhielt im Rahmen dieses Unterrichts die Möglichkeit, drei seiner Lieder in einem Schülerkonzert öffentlich aufzuführen. Und nicht nur das: Er lernte die schöne, umschwärmte und mit einer wunderbaren Stimme ausgestattete Helene Nahowski kennen, die er später heiratete. Die drei aufgeführten Werke, »Nachtigall«, »Liebesode« und »Traumgekrönt«, bildeten den Kern einer Sammlung, die Berg 21 Jahre später unter dem Titel Sieben frühe Lieder herausgab. In ihr überarbeitete und orchestrierte er sieben seiner Jugendwerke und fügte sie zu einem geschlossenen Lieder­zyklus zusammen. Meisterhaft instrumentiert, transportieren diese Stücke, die in diesem Programm von Hanna-Elisabeth Müller gesungen werden, die innige, zärtliche, verwirrte und romantische Stimmung einer jungen Liebe. Gleichzeitig ist der Einfluss von Gustav Mahler, Richard Strauss und Hugo Wolf auf den jungen Komponisten unüberhörbar.

1877, also genau 30 Jahre vor der ersten öffentlichen Aufführung der drei bergschen Lieder, vollendete Anton Bruckner die zweite Fassung seiner Symphonie c-Moll. In diese Version seiner nach offizieller Zählung Zweiten Symphonie flossen die Erfahrungen ein, die er durch die Uraufführung der Erstfassung im Oktober 1873 anlässlich der Wiener Weltausstellung und einer weiteren Aufführung im Februar 1876 gemacht hatte. Innerhalb von Bruckners Schaffen steht dieses Werk bis heute im Schatten seiner anderen Symphonien. Weniger innovativ und kühn gestaltet als die Erste, setzt die Zweite jedoch konsequent den von Bruckner beschrittenen Weg zum eigenen Personalstil fort: Erstmals entsteht das Hauptthema über jenem geheimnisvollen Tremolo, das typisch für seine Symphonieanfänge werden sollte. Die durch Generalpausen getrennten thematischen Blöcke und das Aufeinanderprallen kontrastierender Abschnitte sind gleichfalls charakteristische Merkmale für Bruckners ureigene Art des Komponierens. Was diese Symphonie als Besonderheit ausweist: Immer wieder nimmt Bruckner auf seine f-Moll-Messe Bezug, deren erfolgreiche Uraufführung genau in die Entstehungszeit der Erstfassung fällt.

Die Berliner Philharmoniker spielten Bruckners Symphonie Nr. 2 erstmals im Oktober 1902 unter Leitung ihres damaligen Chefdirigenten Arthur Nikisch, der ein großer Bewunderer des Komponisten war. In den philharmonischen Konzerten wird das Stück jedoch eher selten aufgeführt. Zuletzt erklang es im April 2007 in einer Interpretation von Seiji Ozawa. In dieser Saison widmet sich Paavo Järvi der Zweiten Symphonie, der sich bei den Berliner Philharmonikern erstmals mit einem Werk Anton Bruckners präsentiert.

Johann Sebastian Bach: Musikalisches Opfer BWV 1079, daraus: Nr. 2 Ricercar a 6 (Arrangement: Anton Webern)
Alban Berg: Sieben frühe Lieder (Fassung für Sopran und Orchester)
Anton Bruckner: Symphonie Nr. 2 c-Moll (2. Fassung von 1877)

Paavo Järvi dirigiert Berg und Bruckner bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Paavo Järvi dirigiert Berg und Bruckner

Familienprogramm

Familientag: Meet the orchestra

Die Höhepunkte des Tags auf einen Blick

Ein musikalischer Tag mit vielen Überraschungen: Von 11 bis 16 Uhr gibt es im Foyer und im Großen Saal viele Projekte rund um das Thema »Orchester«. Die Philharmonie wird zu einem kunterbunten Ort voller Klangexperimente, Spiele und Bastelecken. Ob Jung oder Alt, alle können den Facettenreichtum der Orchestermusik und des Orchesterspiels kennenlernen. Zu den Höhepunkten des Tages gehören zwei Auftritte Berliner Schulorchester und das Familienkonzert Kurt Murks und die Schrottroboter.

An diesem Tag ist für jeden in der ganzen Familie etwas dabei: Neben den verschiedenen Konzertteilen im Großen Saal wird die Philharmonie zu einem kunterbunten Ort voller Klangexperimente, Spiele und Bastelecken rund um das Thema »Orchester«. Ob Jung oder Alt, alle können den Facettenreichtum der Orchestermusik und des Orchesterspiels kennenlernen, neu oder anders erleben und Instrumente ausprobieren.

Ein besonderer Programmpunkt ist das Projekt Meet the SchoolOrchestra − das große Treffen der Berliner Schulorchester im Großen Saal, welches schon zu den guten Traditionen des Education-Programms zählt. Es ermöglicht regelmäßig Schulorchestern, auf der großen Bühne der Philharmonie aufzutreten und die während des Schuljahrs erarbeiteten Orchesterwerke einem großen Publikum vorzustellen. Höhepunkt ist die gemeinsame Aufführung eines vorher einstudierten Stückes unter der Leitung eines renommierten Dirigenten. In diesem Jahr konnten wir Paavo Järvi gewinnen, die Leitung des Schüler-Mammutorchesters zu übernehmen.

Als Programmabschluss findet im Großen Saal das Familienkonzert statt, bei dem die Zuschauer aktiv ins Geschehen mit hineingezogen werden: Kim und Konrad treffen in den Sommerferien den kauzigen Kurt Murks. Er sammelt in der alten Sägemühle im Wald den ganzen Müll und Schrott, den die Leute allerorten »entsorgen«. Murks bastelt an monströsen Schrottmaschinen, die er gemeinsam mit dem Publikum zum Leben erweckt. Wie schräg die aussehen und wie komisch die klingen! – Aber was hat Kurt Murks nur mit diesen Schrottrobotern vor ...?

11:00 Uhr: Schulorchestertreffen I
Die Schulorchester stellen sich vor

13:00 Uhr: Schulorchestertreffen II
Gesamtorchester unter Paavo Järvi

15:00 Uhr: Familienkonzert Kurt Murks und die Schrottroboter
Komponist: Philipp Matthias Kaufmann
Künstlerische Leitung: Stanley Dodds
Sprecher: Clemens Giebel
Mitglieder der Berliner Philharmoniker und Gäste

Eintritt frei

Familientag: Meet the orchestra bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Familientag: Meet the orchestra

Jazz

Jazz at Berlin Philharmonic

Tango Night

Orquesta Típica »El Afronte«
Javier Girotto Trio:
Javier Girotto, Baritonsaxofon
Gianni Iorio, Bandoneon
Alessandro Gwis, Klavier und Elektronik
Émile Parisien, Saxofon
Vincent Peirani, Akkordeon


In dieser Tango Night der Reihe Jazz at Berlin Philharmonic begegnen sich die Tangoschulen Südamerikas und Frankreichs. Da präsentiert sich zunächst mit dem Orquesta Típica »El Afronte« ein herausragendes Ensemble aus Buenos Aires. Es zeichnet sich dadurch aus, dass es den klassischen Tango wie den von Astor Piazzolla repräsentierten Tango Nuevo zwar verinnerlicht hat, aber ausschließlich eigene neue Kompositionen spielt. Auf ihre ganz eigene Weise widmen sich auch der Akkordeonist Vincent Peirani und der Sopransaxofonist Émile Parisien, zwei Shootingstars der französischen Jazzszene, dem Tango. Der argentinische Saxofonist Javier Girotto und sein Trio spielen ein Remake mit Stücken aus dem berühmten Album Tango Nuevo von Astor Piazzolla und Gerry Mulligan.

Argentinien, Uruguay und Frankreich streiten sich seit jeher darum, wer die Wiege des Tangos sei, jener leidenschaftlichen Musik, die der Komponist Enrique Santos Discépolo einmal »einen traurigen Gedanken, den man tanzen kann« genannt hat. Für die erste Tango Night in der Reihe Jazz at Berlin Philharmonic wird das keine Rolle spielen; hier begegnen sich die Tangoschulen Südamerikas und Frankreichs ganz in der Gegenwart und im harmonischen Miteinander.

Da präsentiert sich zunächst mit dem Orquesta Típica »El Afronte« ein herausragendes Ensemble aus Buenos Aires. Seinen besonderen Rang hat es sich damit erarbeitet, dass es den klassischen, von Carlos Gardel verkörperten Tango wie den von Astor Piazzolla repräsentierten Tango Nuevo zwar verinnerlicht hat, aber ausschließlich eigene neue Kompositionen spielt. In der Stammbesetzung mit Cello, Kontrabass, Klavier, drei Violinen und vier Bandoneons rund um den Sänger Marco Bellini schreibt »El Afronte« neue Kapitel im »Great Songbook« des Tangos – in Buenos Aires jeden Sonntag öffentlich auf der Plaza Dorrego und in den Konzertreihen Bendita-Milonga und Maldita-Milongain San Telmo.

Auf ihre ganz eigene Weise werden sich auch der Akkordeonist Vincent Peirani und der Sopransaxofonist Émile Parisien dem Tango widmen. Die beiden Shootingstars des französischen Jazz gehören zu den großen Stilisten des jungen europäischen Jazz, die ihren unverwechselbaren Stil aus den unterschiedlichsten musikalischen Elementen und Genres entwickelt haben. Und dazu gehört, schon durch die Bezüge in der französischen Klassik, in der Musette wie auch in Sidney Bechets Jazz, auch der Tango.

Jazz at Berlin Philharmonic bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Jazz at Berlin Philharmonic

Gespräch

Philharmonischer Diskurs

Gero von Boehm und Ulrich Tukur

Ulrich Tukur
Gero von Boehm


In diesem Philharmonischen Diskurs unterhält sich Gero von Boehm mit Ulrich Tukur, den die meisten als beeindruckenden Theater- und Filmschauspieler kennen. Dabei ist Ulrich Tukur auch ein großartiger Musiker. Seine große Leidenschaft zur Musik der frühen 1920er bis späten 1940er Jahre begann bereits zu Studienzeiten in Tübingen, wo er als Straßenmusikant auftrat. 1995 gründete Ulrich Tukur die Tanzkapelle Die Rhythmus Boys, die für das Album Wunderbar, dabei zu sein mit dem German Jazz Award ausgezeichnet wurde.

Ulrich Tukur, vielfach ausgezeichnet, ist einer der bekanntesten deutschen Theater- und Filmschauspieler. Mitte der 1980er-Jahre wurde Peter Zadek auf ihn aufmerksam, woraus sich eine fruchtbare künstlerische Zusammenarbeit entwickelte. Am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg war Tukur von 1985 bis 1995 als Ensemblemitglied in zahlreichen Hauptrollen zu erleben.

Seine große Leidenschaft für die Musik der frühen 1920er- bis späten 1940er-Jahre begann bereits zu Studienzeiten in Tübingen, wo er als Straßenmusikant auftrat. 1995 gründete Ulrich Tukur die Tanzkapelle Die Rhythmus Boys, die für das Album Wunderbar dabei zu sein mit einem Jazz Award ausgezeichnet wurde.Ulrich Tukurs Gesprächspartner ist der Autor, Regisseur und Fernsehproduzent Gero von Boehm.

Zur Person…− Ulrich Tukur im Gespräch mit Gero von Boehm

Philharmonischer Diskurs bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Philharmonischer Diskurs

Lunchkonzert

Lunchkonzert bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Lunchkonzert

Konzert

Michael Sanderling dirigiert Haydn und Schostakowitsch

Berliner Philharmoniker
Michael Sanderling, Dirigent
Bruno Delepelaire, Violoncello


Joseph Haydns Zweites Cellokonzert ist das bedeutendste der Wiener Klassik. Es besticht durch einen warmen, singenden Solopart, der spannungsreich zwischen Melancholie und heiterer Laune changiert. An diesem Abend wird er von Bruno Delepelaire, Erster Solocellist der Berliner Philharmoniker, gespielt. In seinem philharmonischen Debüt dirigiert Michael Sanderling ferner Schostakowitschs Leningrader Symphonie: ein alptraumhaft-brutales Panorama des Zweiten Weltkriegs.

»Ich erinnere mich noch sehr gut an mein erstes Konzert mit den Berliner Philharmonikern. Damals war ich Stipendiat der Karajan-Akademie und wir spielten Beethovens Dritte Symphonie unter Bernard Haitink. Die Energie, die von dem Orchester ausging, war unglaublich. Ich fühlte mich sofort von dieser Energie mitgerissen. Es war ein Traum! Für meine Zeit in der Karajan-Akademie bin ich sehr dankbar. Ich lernte von Anfang an, mich an den besonderen Klang der Philharmoniker anzupassen.« Dass ­Bruno Delepelaire Cellist werden wollte, stand frühzeitig fest: Seine Großmutter war eine begeisterte Amateurcellistin, und dieses Instrument wollte der Fünfjährige auch erlernen. Seit 2013 ist der Musiker 1. Solocellist der Berliner Philharmoniker; in diesen Konzerten wird er jedoch als Solist in Joseph Haydns Zweitem Cellokonzert nicht im, sondern vor dem Orchester Platz nehmen.

Haydns Konzert wurde in Gustav Schillings Encyclopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften von 1837 noch dem Cellisten Anton Kraft zugeschrieben, der sich allerdings nicht als Urheber, sondern als Widmungsträger erwies. Kraft war damals Erster Cellist im Orchester des Fürsten Esterházy und wurde später zu den größten Virtuosen Wiens gezählt. Insofern konnte Haydn sein Konzert ausgesprochen brillant anlegen, mit diffizilem Spiel in hohen Lagen, vertrackten Sechzehntel-Triolen und rauschenden Zweiunddreißigstel-Passagen. Dirigent ist Michael Sanderling, der früher selbst lange als Solocellist tätig war und mit diesen Konzerten sein Debüt am Pult der Philharmoniker gibt.

Nach der Pause steht Dmitri Schostakowitschs Siebte Symphonie auf dem Programm, die im direkten Umfeld der Kampfhandlungen in und um Leningrad entstand, als die Stadt während des Zweiten Weltkriegs von deutschen Truppen am 30. August 1941 eingekreist und für zweieinhalb Jahre belagert wurde: »Bis heute«, so Schostakowitsch rückblickend, »weiß ich alle Daten: Den ersten Satz beendete ich am 3. September, den zweiten am 17. und den dritten am 29. Ich arbeitete Tag und Nacht. Manchmal fielen Bomben rundherum und die Flugabwehr trat in Aktion. Aber ich unterbrach meine Arbeit nicht für einen Augenblick.« Über die sogenannte »Invasionsepisode« des Kopfsatzes, in der im Verlauf von zwölf Wiederholungen ein von den kleinen Trommeln begleitetes Thema zu immer größerer Brutalität gesteigert wird, bemerkte Schostakowitsch: »Unausgelastete Kritiker werden mir den Vorwurf machen, dass ich den Boléro von Ravel nachahmen würde. Sollen sie mir den Vorwurf machen, so jedenfalls klingt in meinen Ohren der Krieg.«

Joseph Haydn: Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 2 D-Dur Hob. VIIb:2
Dmitri Schostakowitsch: Symphonie Nr. 7 C-Dur op. 60 »Leningrad«

Michael Sanderling dirigiert Haydn und Schostakowitsch bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Michael Sanderling dirigiert Haydn und Schostakowitsch

Konzerte / Klassik Konzerthaus Berlin Berlin, Gendarmenmarkt 2
Konzerte / Kirche Dom zu Brandenburg Brandenburg an der Havel, Burghof 10
Konzerte / Konzert Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin Berlin, Charlottenstr. 55
Konzerte / Klassik Berliner Schlosskonzerte Perlen der Klassik Berlin, Postfach 280303
Konzerte / Klassik Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt Frankfurt (Oder), Lebuser Mauerstr. 4
Konzerte / Klassik Berliner Singakademie Berlin, Charlottenstr. 56
Konzerte / Klassik Philharmonischer Chor Berlin Berlin, Herbert-von-Karajan-Str. 1
Konzerte / Konzert Tegelorter Welt-Café / Berlin, Beatestr. 29a
Do, 23.5.2019, 15:00 Uhr
Konzerte / Konzert Neuer Marstall Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin Berlin, Schloßplatz 7
Konzerte / Konzert Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin Berlin, Charlottenstr. 55
Konzerte / Kirchenmusik Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche Berlin, Lietzenburger Str. 39
Konzerte / Konzert Extra Chor Brandenburg Ketzin, Paretz, Parkring 11c
Konzerte / Klassik Philharmonisches Kammerorchester Berlin Berlin, Akazienstraße 3
Konzerte / Klassik C. Bechstein Centrum Berlin Berlin, Kantstr. 17 / stilwerk
Konzerte / Klassik RIAS Kammerchor Berlin, Charlottenstraße 56

Sie haben noch keinen Login? Dann registrieren Sie sich gleich hier!

Bitte schauen Sie in Ihrem E-Mail-Postfach nach der Registrierungsmail und klicken Sie auf den darin enthaltenen Link.