Konzerthausorchester Berlin

Das Konzerthausorchester Berlin kann auf eine mittlerweile über 50-jährige Tradition zurückblicken. 1952 als Berliner Sinfonie-Orchester (BSO) gegründet, erfährt es unter Kurt Sanderling als Chefdirigenten (1960–1977) seine entscheidende Profilierung. Mit ihm erwirbt das BSO internationale Anerkennung, zahlreiche Größen der Musikszene wie David Oistrach und Emil Gilels musizieren regelmäßig mit dem Orchester.

Im August 2006 begann mit dem neuen Chefdirigenten Lothar Zagrosek und unter neuem Namen ein weiteres spannendes Kapitel: Aus dem Berliner Sinfonie-Orchester wurde das Konzerthausorchester Berlin. Der Name zeigt, wie sehr das Orchester mit seinem Haus verbunden ist: Mit fast 100 Konzerten pro Saison prägt es den Spielplan des Konzerthauses. Repertoire und Stilistik werden kontinuierlich erweitert, um Musik von Monteverdi bis Lachenmann gleichermaßen kompetent zu interpretieren. Heute gehört das Konzerhausorchester Berlin mit seinen über 13.000 Abonnenten zu den Klangkörpern mit der größten Stammhörerschaft in ganz Deutschland.

Spielzeit 2010/11

Chronist seiner Epoche

Thema | Musik mit Mahler - Teil 1

Konzerthausorchester Berlin
Eliahu Inbal
Jörg Gudzuhn, Sprecher


Oskar Fried: "Die Auswanderer" - Melodram nach einem Text von Émile Verhaeren für Sprechstimme und Orchester
Dmitri Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 4 c-Moll op. 43

Rückt Oskar Fried als einer der herausragendsten Dirigenten seiner Zeit und Vorkämpfer für die Moderne allmählich wieder ins Bewusstsein der Musikwelt, so ist sein kompositorisches Oeuvre doch noch weitgehend vergessen. Besonders sein Melodram "Die Auswanderer" aus dem Jahr 1912, das auf der Grundlage der Gedichtsammlung "Les campagnes hallucinées" von Émile Verhaeren entstand, wirkt wie eine Vision künftigen Unheils.
Für Dmitri Schostakowitsch war dies schon fürchterliche Realität. Mit der Viertel wurde er zum "Chronisten seiner Epoche", wie es der Dirigent Kurt Sanderling einmal formulierte. Die 1936 geschriebene Sinfonie konnte erst Jahre nach Stalins Tod uraufgeführt werden.

Karten 19 / 27 / 35 / 42 / 50 €

19.00 Uhr Konzerteinführung

Ort:

Großer Saal

Termine:

Do, 2.9.2010, 20:00
Fr, 3.9.2010, 20:00
Sa, 4.9.2010, 20:00

Goldmann: R. Hot bzw. die Hitze

Reihe | Rein hören

Ferenc Gábor, Musikalische Leitung
Henriette Sehmsdorf, Regie
Stefan Bleidorn, Ausstattung
Friedemann Büttner, Tenor
Gloria Rehm, Sopran
Nicholas Isherwood, Bariton
Timur Bekbosunov, Tenor
Marco Valerio, Bassbariton
John Harrison, Bass


Friedrich Goldmann: "R. Hot bzw. die Hitze"
Opernfantasie nach dem Stück "Der Engländer" von Jakob Michael Reinhold Lenz

Friedrich Goldmanns Kammeroper "Hot" (1974) erzählt basierend auf "Der Engländer" von Jakob Michael Reinhold Lenz die Geschichte eines jungen Mannes, der sich selbst als Deserteur anzeigt, um in der Nähe der Geliebten bleiben zu können und den Nachstellungen seines Vaters zu entkommen, der ihn in ein anderes Leben zwingen will. Freilich wird Lenz' Tragödie von Goldmann und Körner zu einer Groteske umgedeutet und ein anspielungsreiches Spiel um die Macht der Repression einer Vätergeneration und die trickreichen Versuche der Selbstbehauptung der Jungen entfacht.

Karten 15 €

Ort:

Werner-Otto-Saal

Termine:

Fr, 3.9.2010, 20:00
Fr, 17.9.2010, 20:00
Sa, 18.9.2010, 20:00
So, 19.9.2010, 20:00

The Little Drummer Boy

Reihe | Der Blick auf den Klang

Ein Essay über Gustav Mahler von und mit Leonard Bernstein, Großbritannien 1985

Leonard Bernstein hat der Mahler-Renaissance der 1960er Jahre mit seinen leidenschaftlich durchglühten Interpretationen entscheidende Impulse vermittelt. In seinem fesselnden Filmessay spürt der wohl größte Charismatiker unter den Dirigenten des 20. Jahrhunderts den Wurzeln Mahlerscher Musik nach.

Karten 5 €

Ort:

Musikclub

Termin:

Mo, 6.9.2010, 20:00

Verlorene Feldwacht

Thema | Musik mit Mahler - Teil 1

Dietrich Henschel, Bariton
Michael Schäfer, Klavier


Richard Strauss:
"Soldatenlied" o. op. 48 (Fallersleben)
"Ruhe, meine Seele" op. 27 Nr. 1 (Henkell)
"Mein Herz ist stumm" op. 19 Nr. 6 (Schack)
"Lied an meinen Sohn" op. 39 Nr. 5 (Dehmel)
Robert Schumann:
"Märzveilchen" op. 40 Nr. 1 (Andersen)
"Muttertraum" op. 40 Nr. 2 (Andersen)
"Der Soldat" op. 40 Nr. 3 (Andersen)
"Der Spielmann" op. 40 Nr. 4 (Andersen)
Hans Pfitzner:
"Leierkastenmann" op. 15 Nr. 1 (Busse)
"Zorn" op. 15 Nr. 2 (Eichendorff)
"An die Mark" op. 15 Nr. 3 (Stach-Lechner)
"Sonst!" op. 15 Nr. 4 (Eichendorff)
Gustav Mahler:
Acht Lieder auf Texte aus "Des Knaben Wunderhorn"

"Der Ausdruck des Leidens, des eigenen und derer, welche die Last zu schleppen haben, pariert in Mahler nicht länger dem herrschaftlichen Anspruch des Subjektes, der darauf beharrt, so und nicht anders müsse es sein (...) Zeit seines Lebens hat seine Musik es mit denen gehalten, die aus dem Kollektiv herausfallen und zugrunde gehen, mit dem armen Tambourg'sell, der verlorenen Feldwacht, dem Soldaten, der als Toter weiter die Trommel schlagen muss." (Theodor W. Adorno)

Karten 15 und 20 €

Ort:

Kleiner Saal

Termin:

Di, 7.9.2010, 20:00

Zeitgenossen der Zukunft

Thema | Musik mit Mahler - Teil 1

Klavierduo Andreas Grau & Götz Schumacher

Franz Schubert: Drei Militärmärsche für Klavier zu vier Händen op. 51 D 733
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 6 a-Moll, für zwei Klaviere bearbeitet von Alexander Zemlinsky

Franz Schubert war wohl der erste Komponist, der seismographisch jene Erschütterungen gespürt und in seiner Musik reflektiert hat, die Jahrzehnte später an die Schwelle zur Moderne führen sollten. Insofern trifft auf ihn jene Formulierung zu, die Kurt Blaukopf in Bezug auf Mahler geprägt hat und ist er ein "Zeitgenosse der Zukunft". Seine Militär-märsche Mahlers 6. Sinfonie an die Seite zu stellen, lässt Nähe und Distanz gleicher-maßen erkennen. Alexander Zemlinskys Klavierfassung der Sechsten entstand im Jahr 1906 und wurde in Mahlers Haus mit ihm und dem Komponisten am Klavier in Anwesenheit Schönbergs aufgeführt. Später stand es auch auf dem Programm von dessen "Verein für musikalische Privataufführungen".

Karten 15 und 20 €

Ort:

Kleiner Saal

Termin:

Mi, 8.9.2010, 20:00

Befreit von Patina

Thema | Musik mit Mahler - Teil 1

ensemble unitedberlin
Vladimir Jurowski
Markus Schäfer; Tenor


Hans Zender Schuberts: "Winterreise" - Eine komponierte Interpretation

Hans Zenders Version der Schubertschen "Winterreise" erscheint gleichsam als ein Versuch, den Liederzyklus eingedenk der Erfahrung von 150 Jahren Musikgeschichte neu zu lesen und ihn von der Patina zu befreien, welche sich im Laufe der Zeit auf das Werk gelegt hat. Im Ergebnis entsteht eine Klangwelt, die ohne die Musik Mahlers schwerlich denkbar ist: in der räumlichen Disposition des Ensembles, in Passagen, die an Mahlers "wie ein Naturlaut" oder "ohne Rücksicht auf das Tempo" erinnern. Und nicht zuletzt: Mahlers Held der "Lieder eines fahrenden Gesellen" ist ein später Widergänger des "reisenden Waldhornisten" der "Winterreise".

Karten 12 und 15 €

Ort:

Kleiner Saal

Termin:

Do, 9.9.2010, 20:00

Bruchstücke

Thema | Musik mit Mahler - Teil 1

Konzerthausorchester Berlin
Lothar Zagrosek
Christiane Iven, Sopran


Alban Berg: Drei Bruchstücke aus "Wozzeck" op. 7
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 7 e-Moll

Von den Komponisten der Zweiten Wiener Schule hat Alban Berg Gustav Mahler am vernehmlichsten die Treue gehalten. Der Held seiner Oper "Wozzeck" ist ein Verwandter jener "Ernioedrigten und Beleidigten", denen Mahler vor allem in den soldatischen "Wunderhorn"-Liedern eine Stimme leiht. Die Welt des "Wunderhorn" wird in der 7. Sinfonie wie aus der Ferne, wie im Traum, erinnert - zumal in dem von Marsch-Intonationen geprägten Eröffnungssatz und der ersten der beiden "Nachtmusiken".

Karten 19 / 27 / 35 / 42 / 50 €

19.00 Uhr Konzerteinführung

Ort:

Großer Saal

Termine:

Fr, 10.9.2010, 20:00
Sa, 11.9.2010, 20:00

Toccata

Reihe | Orgelkonzerte

Joachim Dalitz, Orgel

Charles-Marie Widor: Sinfonie Nr. 5 f-Moll op. 42 Nr. 1
Franz Liszt: Fantasie und Fuge über den Choral "Ad nos, ad salutarem undam"

Die berühmte Toccata, das Finale der 5. Sinfonie von Widor, hat unser Bild der französischen Orgelsinfonik entscheidend geprägt. Zu Beginn seiner Orgelstunde stellt Joachim Dalitz dieses Finale in den Gesamtkontext der Sinfonie und konfrontiert es mit der ähnlich langen, aber auf ganz andere Weise grandiosen "Ad-nos"-Fantasie von Liszt.

Karten 10 €

Ort:

Großer Saal

Termin:

Sa, 11.9.2010, 15:30

Konzerthausorchester Berlin | Cambreling | Ogrintchouk

musikfest berlin 2010

Konzerthausorchester Berlin
Lothar Zagrosek
Frédérique Cambreling, Harfe
Alexei Ogrintchouk, Oboe


Luciano Berio: "Sequenza II" für Harfe Solo
Luciano Berio: "Chemins I" für Harfe und Orchester
Witold Lutoslawski: Doppelkonzert für Oboe, Harfe und Streichorchester
Claude Debussy: Fünf Préludes (Einrichtung für kleines Orchester von Hans Zender)
Pierre Boulez: "Rituel - In memoriam Bruno Maderna" für Orchester in acht Gruppen

Mittlerweile gelten sie als Klassiker, genauer als Klassiker der Moderne: Luciano Berio, Witold Lutos?awski und Pierre Boulez. Ihre Werke gruppieren sich um fünf von Hans Zender bearbeitete Préludes von Claude Debussy. Der wiederum war einer jener Komponisten, die an der Schwelle vom 19. zum 20. Jahrhundert die Tore zur Moderne aufstießen.
Debussy rebellierte gegen die in Akademismus erstarrte Tradition und öffnete seine Musik außereuropäischen Einflüssen. Er entzog seine Klänge der Schwerkraft der Tonalität, formte seine Kompositionen jenseits der an den Konservatorien gelehrten Regeln und entlockte dem Orchester nie zuvor gehörte Farben. Er war einer der großen Wegbereiter der Neuen Musik. Auch die ungemein sinnliche, leuchtende Klanglichkeit der Musik Pierre Boulez' ist ohne die Erfahrung Debussys schwerlich vorstellbar. Mehr als ein halbes Jahrhundert prägt Boulez nun als Komponist und Interpret die zeitgenössische Musik entscheidend. In den 1950er Jahren verstörte die Radikalität seiner Klangsprache. Boulez: "Später wollte ich weg von diesen radikalen Ergebnissen. Heute basiert meine Musik noch auf ähnlichen Kompositionstechniken. Aber sie sind nicht mehr zu hören. Mir geht es um natürlicheren Schönklang."
Diesem Bekenntnis hätten sicher auch Witold Lutoslawski und Luciano Berio zugestimmt. Denn unmittelbar erlebbare Sinnlichkeit des Klanges bei gleichzeitiger struktureller Stringenz charakterisiert auch die Musik dieser beiden Komponisten. Beide beleuchten in den in diesem Konzert erklingenden Werken das konzertante Mit- und Gegeneinander von Soloinstrumenten und Orchester neu. In Boulez' "Rituel in memoriam Bruno Maderna" hingegen, einer Trauermusik auf den früh verstorbenen italienischen Komponisten, wird der Raum integraler Teil der Komposition. Das Orchester ist in mehrere, weit voneinander entfernte Gruppen aufgeteilt. Der rituelle Charakter der Komposition wird nicht zuletzt durch das hochdifferenziert eingesetzte Schlagwerk evoziert, insbesondere den Klang der javanischen Gongs. Hier aber schöpft Boulez aus der gleichen Quelle, die Debussy einst inspiriert hatte: der Musik Südostasiens.

Ort:

Philharmonie Berlin - Großer Saal

Termin:

Do, 16.9.2010, 20:00

MOZ-Art

Kammermusik des Konzerthausorchesters Berlin

Konzerthaus-Kammerorchester
Sayako Kusaka, Leitung und Violine
Teresa Kammerer, Violine


Wolfgang Amadeus Mozart: "Eine kleine Nachtmusik" G-Dur KV 525
Alfred Schnittke: "MOZ-Art à la Haydn" für zwei Violinen und zwei kleine Streichorchester
Pjotr Tschaikowsky: Serenade für Streichorchester C-Dur op. 48

Der Hamburger Musikjournalist Constantin Floros fragt: "Worin liegt das Geheimnis der globalen Ausstrahlung Alfred Schnittkes?" Seine Antwort: "Es liegt in der stark ausgeprägten Sprachähnlichkeit seiner Musik. Sie ist eine an Assoziationen reiche, suggestive Klangsprache, die von vielen verstanden wird, weil sie Erfahrungen enthält, die uns alle angehen. Diese Musik bewegt uns zutiefst." Mehr muss nicht gesagt werden.

Karten 15 und 20 €

Ort:

Kleiner Saal

Termin:

So, 19.9.2010, 11:00

Polaritäten "Aktionen - Reaktionen"

Reihe | Rein hören

Ensemble Berlin PianoPercussion

Eric Maestri "Endeared" für zwei Kaviere und zwei Schlagzeuger (Deutsche EA)
Gao Ping "The mountain" für zwei Klaviere
Helmut Zapf "Störung" für zwei Schlagzeuger, Klavier und Elektronikzuspiel
Régis Campo "Eternal Sunshine.1" für zwei Klaviere und zwei Schlagzeuger
Mauricio Kagel "Rrrrrrr ..." - Sechs Duos für zwei Schlagzeuger
Rainer Rubbert Neues Werk (UA)

Im Mai 2009 startete das Ensemble Berlin PianoPercussion das Projekt "Polaritäten, Deutschland - Frankreich - China" (siehe auch 2.11.2010) mit insgesamt neun Abenden. Beim sechsten Konzert mit dem Motto "Aktionen - Reaktionen" stehen u. a. gleich drei Werke auf dem Programm, die vom Ensemble eigens in Auftrag gegeben wurden.

Karten 15 €

In Zusammenarbeit mit dem Ensemble Berlin PianoPercussion.
Gefördert durch die Kulturverwaltung des Landes Berlin, den Deutsch-französischen Fonds für zeitgenössische Musik, die Initiative Neue Musik Berlin e.V., den Deutschen Musikrat und die Pearl River Piano Group.

Ort:

Werner-Otto-Saal

Termin:

Di, 21.9.2010, 20:00

Chansons und Satiren aus dem Ghetto

Reihe | Gesprächskonzerte "musica reanimata"

Maria Thomaschke und Andreas Jocksch (Sänger und Darsteller) sowie Winfried Radeke (Arrangements, Begleitung), die schon 2006 mit einem Programm über das Kabarett in Theresien-stadt Furore machten, stellen nun ein neues Programm vor. "Theresienstadt, die schönste Stadt der Welt!" bringt weniger oder gar nicht bekannte Lieder und Texte, die erst in jüngster Zeit wieder aufgetaucht sind. Ergänzt werden sie durch zwei kleine Szenen, die verschiedene bizarre Situationen im Ghetto beschreiben.

Karten 8 €

Förderverein zur Wiederentdeckung NS-verfolgter Komponisten und ihrer Werke "musica reanimata" e.V.

Ort:

Musikclub

Termin:

Do, 23.9.2010, 20:00

Sport, Spiel, Spannung - Fazil Say

Reihe | Artist in Residence

Konzerthausorchester Berlin
Lothar Zagrosek
Fazil Say, Klavier


Erwin Schulhoff: Suite für Kammerorchester
Claude Debussy: "Jeux" - Poème dansé
Arthur Honegger: "Pacific 231" - Mouvement symphonique Nr. 1
George Gershwin: "Rhapsody in Blue" für Klavier und Orchester

Die zwanziger Jahre: Rhythmus und Tempo beherrschen Kunst und Gesellschaft. Der Jazz erobert nun die Tanz- und Konzertsäle. George Gershwin und Erwin Schulhoff sind von den neuartigen Klänngen begeistert. Während es für Gershwin mehr "ein Gemisch vieler Dinge", "eine Sache des Rhythmus" ist, reizt Schulhoff auch die mit den Harmonien einhergehende leuchtende Farbigkeit. Arthur Honegger gibt sich im Raum der Geschwindigkeit einer modernen Kampflokomotive, der "Pacific 231", hin. Aber auch der Sport findet seinen Eingang in die Musik, so das Tennisspiel in Claude Debussys "Jeux", übrigens seine avantgardistischste Komoposition.

Konzerteinführung jeweils eine Stunde vorher

Karten 19 / 27 / 35 / 42 / 50 €

Mit freundlicher Unterstützung der Ernst & Young AG in Zusammenarbeit mit Zukunft Konzerthaus e.V.

Ort:

Großer Saal

Termine:

Fr, 24.9.2010, 20:00
Sa, 25.9.2010, 20:00
So, 26.9.2010, 16:00

Vier plus eins - Vogler Quartett | Arp

Reihe | Vogler Quartett

Vogler Quartett
Julian Arp, Violoncello


Joseph Haydn Streichquartett D-Dur op. 20 Nr. 4 Hob III:34
Anton Arensky Quartett für Violine, Viola und zwei Violoncelli a-Moll op. 35
Franz Schubert Streichquintett C-Dur op. post. 163 D 956

Anfang 1985 trafen sich vier junge Studenten der Berliner Musikhochschule "Hanns Eisler" zu einer gemeinsamen Probe: die Geburtsstunde des Vogler Quartetts. Und feierte in der letzten Saison das Ensemble mithin ein Vierteljahrhundert seines Bestehens, fällt in diese ebenfalls ein keineswegs selbstverständliches Jubiläum: 25 Jahre, seit Januar 1986, spielt das Quartett in der heutigen Besetzung! Dass die "Voglers" seit 1993 eine eigene Reihe am Gendarmen-markt haben, ist nicht nur eine weitere Facette bemerkenswerter Konstanz, sondern spricht auch von ihrer besonderen Bindung an das Berliner Publikum. Keine Frage: Auswärtsstärke beweisen die Musiker in vielen Ländern Europas und in Übersee immer wieder - aber Heimspiel ist eben doch Heimspiel ...

Karten 15 und 20 €

In Zusammenarbeit mit dem Vogler Quartett

Ort:

Kleiner Saal

Termin:

Sa, 25.9.2010, 20:00

Junior: Schumanns Kinderszenen

Eine Geschichte von Gotthart Kuppel mit Musik von Robert Schumann
für Kinder ab 8 Jahre

Antje Siebers, Regie
Chris Kremberg, Ausstattung
Ursula Hobmair / Luis Lüps, Schauspiel
Dietrich Bartsch, Klavier und Schauspiel


Ein Kind soll Klavier üben. Aber es hat gar keine Lust: viel lieber würde es herumtollen. Plötzlich dringen aus dem Inneren des Instruments Stimmen. Der Deckel des Flügels geht auf und zwei andere Kinder schauen heraus, ein Junge und ein Mädchen. Sie bitten das bockige Kind: "Üb' uns eine Geschichte vor!" Gemeinsam tauchen sie mit der Poesie der Musik immer tiefer in die Fantasiewelt der Geschichten ein ... es entstehen kleine lustige, traurige und romantische Szenen. In Weiterführung der Intentionen, die Robert Schumann 1838 bewogen, eine Sammlung von Klavierstücken als sein Opus 15 unter dem Titel "Kinderszenen" herauszugeben, wird das Publikum mit diesem musikalischen Theaterstück auf eine Reise in die bunte Welt der kindlichen Fantasie mitgenommen.

Einheitspreis: Erwachsene 12 €, Kinder 5 €

Mit freundlicher Unterstützung von Zukunft Konzerthaus e.V.

Ort:

Werner-Otto-Saal

Termine:

So, 26.9.2010, 11:00
So, 26.9.2010, 15:30
Do, 28.10.2010, 11:00
Fr, 29.10.2010, 11:00
Sa, 30.10.2010, 15:30
So, 31.10.2010, 15:30

Bachbrücke Berlin - Wien

Reihe | Akademie für Alte Musik Berlin

Akademie für Alte Musik Berlin
Stephan Mai, Konzertmeister


Wilhelm Friedemann Bach: Sinfonie F-Dur Falck 67
Wolfgang Amadeus Mozart: Adagio und Fuge f-Moll aus KV 404a (Bearbeitung einer Fuge von Wilhelm Friedemann Bach)
Michael Haydn: Sinfonie D-Dur P 29
Wilhelm Friedemann Bach: Konzert für Flöte, Streicher und Basso continuo D-Dur
Wilhelm Friedemann Bach: Duetto für zwei Traversflöten G-Dur
Wilhelm Friedemann Bach: Zwei Polonaisen und Fantasie für Cembalo solo
Wilhelm Friedemann Bach: Adagio und Fuge für zwei Flöten, Streicher und Basso continuo d-Moll Falck 65

" ... ich gehe alle Sonntage um 12 uhr zum Baron von Suiten - und da wird nichts gespiellt als Händl und Bach", berichtete Mozart 1782 aus Wien seinem Vater in Salzburg (wobei er unter Bach sowohl Sebastian als auch Friedemann subsummierte). Gottfried van Swieten war während seines diplomatischen Wirkens als österreichischer Gesandter am preußischen Hof mit der Berliner Musikszene, so auch mit Wilhelm Friedemann Bach, in engen Kontakt gekommen. Die mitgebrachten Noten fielen bei den Wiener Musikern auf fruchtbaren Boden ... Später veranstaltete van Swieten in seinem Wiener Palais nicht allein Kammermusiken, sondern auch große Oratorienaufführungen, für die er u. a. Mozart als Händel-Bearbeiter und Dirigenten verpflichtete.

Karten 15 und 20 €

Ort:

Kleiner Saal

Termine:

So, 26.9.2010, 20:00
Mo, 27.9.2010, 20:00
Di, 28.9.2010, 20:00

Schmelztiegel Wien - Junge Deutsche Philharmonie | Rundel | Hewitt

Sonderkonzert

Junge Deutsche Philharmonie
Peter Rundel
Angela Hewitt, Klavier


Alexander Zemlinsky Sinfonietta op. 23
Wolfgang Amadeus Mozart Konzert für Klavier und Orchester c-Moll KV 491
Arnold Schönberg "Verklärte Nacht" op. 4 (Fassung für Streichorchester)
Beat Furrer Neues Werk (Auftragskomposition der Jungen Deutschen Philharmonie)

Wien gilt der Musikgeschichte als Ort der Tradition, des Konservatismus, aber auch der Neuerungen. Die Junge Deutsche Philharmonie spürt der ganz eigenen Melange der Stadt nach und spannt den Bogen von - natürlich - Mozart über Schönbergs Tonpoem am Ausgang der Romantik und einem Werk Zemlinskys aus den 1930er Jahren bis in die Gegenwart: Beat Furrer, seit mehr als dreißig Jahren in Wien wohnend, erhielt als einen seiner jüngsten Kompositionspreise 2006 den Goldenen Löwen der Biennale Venedig.

Karten 13 / 18 / 24 / 28 / 32 €

In Zusammenarbeit mit der Jungen Deutschen Philharmonie

Ort:

Großer Saal

Termin:

Di, 28.9.2010, 20:00

Tschaikowskys Idol

Kammermusik des Konzerthausorchesters Berlin

Michail Sekler, Violine
Andreas Willwohl, Viola
Stefan Giglberger, Violoncello
Mikhail Mordvinov, Klavier


Wolfgang Amadeus Mozart: Sonate für Klavier und Violine e-Moll KV 304
Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierquartett g-Moll KV 478
Pjotr Tschaikowsky: Klaviertrio a-Moll op. 50

"Warum lieben Sie eigentlich Mozart nicht? In dieser Beziehung sind wir verschiedener Ansicht. Ich liebe ihn nicht nur, ich vergöttere ihn geradezu. (...) Eine Frau wie Sie, mit einem derartig feinen Verständnis für Musik, müsste dieses Ideal eines Künstlers verehren." (Pjotr Tschaikowsky an Nadeshda von Meck, 16.3.1878)

Karten 15 und 20 €

Ort:

Kleiner Saal

Termin:

Fr, 1.10.2010, 20:00

Mozart-Matinee I - Nicht ohne meine Schwester

Matinee mit Kaffee, Croissants und Kinderbetreuung

Konzerthausorchester Berlin
Lothar Zagrosek
Andreas Grau, Klavier
Götz Schumacher, Klavier


Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Es-Dur KV 184
Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für zwei Klaviere und Orchester Es-Dur KV 365
Wolfgang Amadeus Mozart: Serenade (Finalmusik) D-Dur KV 100

Das Konzert für zwei Klaviere und Orchester Es-Dur komponierte Mozart 1779 in Salzburg für sich und seine Schwester - was auch Nannerls Klavierkünsten nachträglich ein hervorragendes Zeugnis ausstellt! Gerahmt wird dieses Hauptwerk des 23-jährigen Komponisten durch eine sechs Jahre zuvor entstandene Sinfonie und eine noch ältere "Finalmusik" - dies sind Serenaden, die Mozart für Semesterabschlussfeiern der Salzburger Universität komponierte.

Parallel dazu Kinderbetreuung im Kleinen Saal:
Fröhlich und traurig - Musik als Stimmungsmacher
für Kinder ab 3 Jahre
Der Hörer merkt es meistens sofort, wenn der Komponist mit seiner Musik eine besondere Stimmung ausdrücken will - etwas Fröhliches oder Trauriges, etwas Gruseliges oder Wunderschönes. Gibt es dafür vielleicht spezielle musikalische Rezepte? Wir wollen herausfinden, wie es die Komponisten schaffen, Weinen und Lachen bei uns auszulösen.

Karten 24 €, Kinder (ab 8 Jahre) 10 €

Mit freundlicher Unterstützung von Zukunft Konzerthaus e.V.

Ort:

Großer Saal

Termin:

So, 3.10.2010, 11:00

KONZERTHAUS BERLIN

Gendarmenmarkt 2
10117 Berlin

Telefon: +49 (0) 30-20 30 9-2101
E-Mail: ticket@konzerthaus.de