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Young Euro Classic

5. bis 21.8.2022

Gefühle, Grenzgänge und großartige Überraschungen

In diesem Sommer kehrt Young Euro Classic wieder zur einzigartigen Atmosphäre des Festivals zurück – mit großbesetzten Orchestern und ausverkauftem Saal!

Dabei gibt es eine spannende Mischung aus Publikumslieblingen wie dem Bundesjugendorchester oder dem European Union Youth Orchestra, einem hochkarätigen Eröffnungskonzert am 5. August mit dem Nationalen Jugendorchester der USA unter Daniel Harding – und besonderen Gästen am 10. August. An diesem Abend wird – allen Unwägbarkeiten des Krieges zum Trotz – das Youth Symphony Orchestra of Ukraine im Konzerthaus Berlin auftreten. Die Leitung hat die vielgefragte Dirigentin Oksana Lyniv, die parallel dazu im Monat August vier Aufführungen des Fliegenden Holländers in Bayreuth leiten wird.

Facettenreiche Neuzugänge

Auch die Jugendorchester haben in Zeiten der Pandemie ihre Aktivitäten herunterfahren müssen; um so stärker ist jetzt der Wunsch der jungen Musiker_innen , ihr Können und ihr Engagement wieder bei Young Euro Classic zu demonstrieren. Und es sind erstaunlich viele neue Namen dabei, die ganz unterschiedliche Facetten der Zusammensetzung präsentieren. Zuallererst wäre hier das Chineke! Junior Orchestra mit Sitz in London zu nennen, das talentierten jungen People of Colour eine Plattform bietet. Auch das Programm mit Komponisten wie Stewart Goodyear und Samuel Coleridge-Taylor spiegelt das Anliegen wider, mehr Vielfalt in die klassische Szene zu bringen. Am Pult steht hier die junge Venezolanerin Glass Marcano.

Aus den Staaten des ehemaligen Jugoslawiens kommt das ebenfalls noch junge Western Balkans Youth Orchestra nach Berlin, eine Neugründung des albanischen Pianisten und Dirigenten Desar Sulejmani. Die Orchestermitglieder entstammen den sechs Nicht-EU-Staaten des Balkans: Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nord-Mazedonien und Serbien. Den weitesten Weg hat das Nationale Jugendorchester Uruguays, das seinen schon 2020 geplanten Besuch nachholt und lateinamerikanische Klänge und Rhythmen zelebriert. Fast vor der Haustür, in Szczecin, wurde dagegen 2013 das International Lutosławski Youth Orchestra gegründet, das am 17. August sein Debüt bei Young Euro Classic gibt und dabei auch das Cellokonzert seines Namensgebers im Programm hat. Nicht zu vergessen die Angelika Prokopp Sommerakademie der Wiener Philharmoniker, die unter den Fittichen des weltberühmten Orchesters ein exquisites Klangerlebnis garantieren dürfte – mit kerneuropäischen Werken von Haydn, Kodály und Dvořák.

Groß besetzt, originell konzipiert

Mit Mahlers Fünfter Symphonie beginnt das Festival, mit dessen Vierter – interpretiert vom bekanntermaßen hervorragenden Niederländischen Jugendorchester – endet Young Euro Classic am 21. August. Die wiedererwachte Lust auf große Besetzungen lässt sich an vielen Programmen erkennen; klangprächtige Orchesterwerke von Strauss, Ravel, Rachmaninow und Bartók geben den Ton an. Das perfekte Kontrastprogramm bietet das in Schweden beheimatete Ensemble O/Modernt New Generation Orchestra mit seinem kreativen Kopf Hugo Ticciati an der Spitze, das erstmals zu einer dreiteiligen Residency bei Young Euro Classic eingeladen ist. Zwei höchst originelle Konzerte, bei denen sich der Bogen von der Renaissance über Brahms und Bartók bis zu Miles Davis spannt, werden dabei abgerundet durch ein Education-Projekt.
Europäisches Flair und viel Temperament

In der Reihe der europäischen Gäste sind die Nationalen Jugendorchester stets eine sichere Bank für exzellentes Können und viel Temperament. Das gilt nicht nur für die Portugiesen, die diesmal neben Bruckners monumentaler Neunter Symphonie die Uraufführung eines Millennials, der gerade einmal 22-jährigen Komponistin Marta Domingues, mitbringen. Nach langer Pause ist endlich auch das Orchestra Giovanile Italiana wieder mit von der Partie, das ein vom Tanz inspiriertes Programm mit den Symphonischen Tänzen von Sergei Rachmaninow abschließt, dem letzten Werk des Exil-Russen. Eine feste Größe beim Festivalpublikum ist die Nationale Jugendphilharmonie der Türkei, die Schwerpunkte bei Schumann und Tschaikowski setzt. Europäisches Flair durch und durch strahlt das European Union Youth Orchestra mit seinen Mitgliedern aus allen 27 EU-Staaten aus, das mit dem französischen Ausnahmegeiger Renaud Capuçon zu erleben ist.

Nicht ohne Germany’s Finest

Seinen 20. Auftritt bei Young Euro Classic absolviert das Bundesjugendorchester, ohne das Young Euro Classic einfach nicht denkbar ist. Als prominente Solisten interpretieren Antje Weithaas und Maximilian Hornung am 6. August das Doppelkonzert von Johannes Brahms; außerdem dirigiert Marc Albrecht Mahlers Erste Symphonie. Auch das Bundesjugendballett hat sich im Laufe der Jahre ein begeistertes Publikum ertanzt, das jeden Auftritt des Ensembles mit großer Neugierde erwartet. Bleibt noch das Bundesjazzorchester zu erwähnen, das zurecht sehr stolz darauf ist, in diesem Sommer mit einer Jazz-Legende, dem 84-jährigen Pianisten Michael Gibbs, aufzutreten.

Große Emotionen, Grenzgänge und Überraschungen sind also auch im 23. Jahr von Young Euro Classic garantiert!

Kontakt

Young Euro Classic
Dr. Gabriele Minz GmbH
Meierottostr. 6
D-10719 Berlin

Telefon: +49 (0)30-8410 8909

 

TICKET-HOTLINE: +49 (0)30-8410 8909
Mo-So 10-16 Uhr
Bewertungschronik

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Bewertungen & Berichte Young Euro Classic

© Chris Lee
Konzert

National Youth Orchestra of the United States of America

USA

National Youth Orchestra of the United States of America
Daniel Harding, Dirigent
Alisa Weilerstein, Violoncello


EDWARD ELGAR: Konzert für Violoncello e-Moll op. 85 (1919)
GUSTAV MAHLER: Symphonie Nr. 5 cis-Moll (1901-1903)

Grußwort: Dr. Willi Steul (1. Vorsitzender Deutscher Freundeskreis europäischer Jugendorchester e.V.)

2019 war das noch junge Nationale Jugendorchester der USA mit dem Dirigenten Antonio Pappano erstmals bei Young Euro Classic zu erleben. Und hinterließ keine Zweifel, dass es schnell in die Garde der weltbesten Jugendorchester aufsteigen möchte. In diesem Sommer kommen die jungen Musiker_innen aus allen Landesteilen zwischen Alaska und Kalifornien, Texas und New York zum Festivalstart erneut nach Berlin – und wieder lautet die Devise „Think Big!“ Denn Mahlers ausladende und aufwühlende fünfte Symphonie, mit dem berühmten Adagietto in der Mitte, ist ein treffliches Beispiel, um alle Orchesterqualitäten vorzuführen. Und auch Edward Elgars Cellokonzert taucht tief in die Emotionen ein – die brillante US-Cellistin Alisa Weilerstein wirft sich in dieses faszinierende Werk.

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© Selina Pfrüner
Konzert

Bundesjugendorchester

Deutschland

Bundesjugendorchester
Marc Albrecht, Dirigent
Antje Weithaas, Violine
Maximilian Hornung, Violoncello


JOHANNES BRAHMS: Doppelkonzert für Violine, Violoncello und Orchester a-Moll op. 102 (1878-1879)
GUSTAV MAHLER: Symphonie Nr. 1 D-Dur (1885-1888)

Vorstellen muss man dem Publikum von Young Euro Classic das Bundesjugendorchester nicht mehr! Seit Anbeginn ist es dabei und überrascht immer wieder mit unvorhergesehenen Programmen. Mal setzen sie experimentelle, mal völkerverbindende Schwerpunkte. Dann wieder präsentieren sie sich wieder geradlinig und ernsthaft, als wollten die jungen Musiker_innen beweisen, dass sie natürlich auch im „klassischen“ Repertoire brillieren können. So war es im letzten Jahr, als das BJO mit einer fulminanten Interpretation von Dvořáks Neunter Hochspannung im Konzerthaus am Gendarmenmarkt erzeugte. Und so dürfte es auch in diesem Sommer sein, wenn die Jugendlichen sich Mahlers Erste aufs Pult legen. Im ersten Teil des Konzerts ist das Doppelkonzert von Johannes Brahms zu erleben – mit einem eingespielten Duo aus der hochgeschätzten Berliner Geigerin Antje Weithaas und dem vielgelobten bayrischen Cellisten Maximilian Hornung. Die Leitung am Pult liegt in den international erfahrenen Händen von Marc Albrecht.

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© Silvano Ballone
Ballett

Bundesjugendballett

International

Bundesjugendballett
Kevin Haigen, Künstlerische Direktion
John Neumeier, Intendant


Erleben Sie die intensive künstlerische Auseinandersetzung des Intendanten John Neumeiers zur Musik von Johann Sebastian Bach. Die Musik wird live interpretiert, einzelnen Auszüge unterschiedlicher Ballette werden unter der künstlerischen Direktion von Kevin Haigen als modernes Mosaik inszeniert. Der zweite Teil des Abends setzt sich aus einem vielfältigen Programm von Repertoire-Stücken und neuen Kreationen zusammen.

Bereits zum zehnten Mal gestaltet das Bundesjugendballett unter der künstlerischen Direktion von Kevin Haigen einen außergewöhnlichen Abend bei Young Euro Classic: Die jungen Tanz-Talente präsentieren ihr Programm „John’s-BJB-Bach“, welches das Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung mit Kreationen ihres Intendanten John Neumeier zur Musik von Johann Sebastian Bach ist, die live interpretiert wird. Des Weiteren zeigt die Compagnie Auszüge aus ihrem vielfältigen Repertoire, wobei ein Fokus auf Choreografien liegt, die teilweise von den Tänzer_innen selbstständig erarbeitet wurden.

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© Andrew McCoy
Konzert

European Union Youth Orchestra

Europäische Union

European Union Youth Orchestra
Gustavo Gimeno, Dirigent
Renaud Capuçon, Violine


IGOR STRAWINSKI: Scherzo fantastique op. 3 („Der Bienenflug“) (1907-1908)
ERNEST CHAUSSON: Poème Es-Dur op. 25 (1896)
CAMILLE SAINT-SAËNS: Havanaise op. 83 (1887)
RICHARD STRAUSS: Suite aus „Der Rosenkavalier” op. 59 (1911/1944)
MAURICE RAVEL: „La Valse” (1919-1920)

Seit seiner Gründung im Jahr 1976 durch Claudio Abbado trägt das European Union Youth Orchestra, kurz EUYO, die europäische Fahne vor sich her, um auch in musikalischer Hinsicht die Einheit des Kontinents zu demonstrieren. Jedes Jahr werden die besten Musiker_innen aus allen 27 EU-Ländern per Audition ausgewählt – und das fantastische Ergebnis hat das Publikum von Young Euro Classic schon mehr als einmal zu Standing Ovations hingerissen! Das diesjährige Programm klingt wie maßgeschneidert für die spielerischen Möglichkeiten des EUYO; die französische Note ist natürlich dem herausragenden Geiger Renaud Capuçon zu verdanken, der sich mit Ohrwürmern von Chausson und Saint-Saëns präsentieren wird. Als Hauptwerk des Abends dirigiert der Spanier Gustavo Gimeno die virtuos-sinnliche Rosenkavalier-Suite von Richard Strauss. Und als doppelbödiges Finale gibt es zum Abschluss noch Ravels Tanzpoem La Valse. Brillanz ist in diesem Konzert Trumpf!

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© Bruno Vicente
Konzert

Jovem Orquestra Portuguesa

Portugal

Jovem Orquestra Portuguesa
Pedro Carneiro, Dirigent
Mitglieder des Orquestra dos Navegadores-Oeiras Kinderorchesters
Marta Domingues, Komponistin


JOSEPH HAYDN: „Die Vorstellung des Chaos" aus „Die Schöpfung" Hob. XXI:2 (1796-98)
MARTA DOMINGUES: Neues Werk (Uraufführung)
ANTON BRUCKNER: Symphonie Nr. 9 d-Moll WAB 109 (1887-96)

Das Jovem Orquestra Portuguesa (JOP), das Nationale Jugendorchester Portugals, ist bei Young Euro Classic längst ein wohlklingender Name. Das liegt nicht nur an der Qualität der jungen Musiker_innen aus dem äußersten Westen Europas, sondern auch an den wohldurchdachten Programmen, die Dirigent Pedro Carneiro stets für sein Orchester auswählt. Der rote Faden in diesem Sommer ist das vielschichtige Thema „Anfang – Schöpfung – Entwicklung – Ende“. Musikalisch betrachtet heißt das, dass die Portugiesen mit dem grandiosen Anfang aus Haydns Oratorium Die Schöpfung, der das Chaos vor Gottes Schöpfungsakten beschreibt, ihr Konzert beginnen. Danach folgt mit Bezug auf diese Vorlage ein brandneues Stück der 22-jährigen Marta Domingues – mit einigen Jugendlichen aus dem Orquestra dos Navegadores, einem Sozialprojekt des JOP, als Solisten. Danach schlägt das Orchester den ganz großen Bogen zu Anton Bruckners neunter Symphonie, seinem letzten, unvollendet gebliebenen Werk, das nichts anderes als sein musikalisches Testament darstellt. Musikalischer Genuss kommt bei diesem Konzert sicher nicht zu kurz, aber es bietet auch vielerlei Denkanstöße!

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© Serhiy Horobets
Konzert

Youth Symphony Orchestra of Ukraine

Ukraine

Youth Symphony Orchestra of Ukraine
Oksana Lyniv, Dirigentin
Oksana Nikitiuk, Mezzosopran


LUDWIG VAN BEETHOVEN: Ouvertüre zu „Egmont“ op. 84 (1810)
BORYS LJATOSCHYNSKYJ: „Grazyna“ Symphonische Dichtung op. 58 (1955)
OLEH KYVA: Kammerkantate Nr. 3 auf Texte von Pavlo Tychina (1982)
ANTONÍN DVOŘÁK: Symphonie Nr. 9 e-Moll op. 95 „Aus der neuen Welt“ (1893)

Nach seinem Solidaritätskonzert mit einigen Mitgliedern Anfang April kehrt das Ukrainian Youth Symphony Orchestra großbesetzt zurück nach Berlin. Mit dabei ist wieder – wie schon beim Festivaldebüt des Orchesters 2018 – Oksana Lyniv, die ukrainische Senkrechtstarterin, die im letzten Jahr als erste Frau überhaupt ihr Debüt bei den Bayreuther Festspielen gegeben hat. Das Programm ist eine wunderbare Mischung aus Raritäten und Repertoire: Den programmatischen Anfang macht Beethovens Ouvertüre zu Schillers „Egmont“ – ein Fanal gegen Unterdrückung und Fremdherrschaft. Im Zentrum des Abends stehen zwei ukrainische Werke: eine Symphonische Dichtung von Boris Ljatoschynskyj, einem Spätromantiker, der als der Vater einer eigenständigen ukrainischen Orchestermusik gilt, und eine 1982 komponierte Kammerkantate für Gesang und Orchester von Oleh Kyva, welche die ewige Schönheit der Welt feiert. Den großartigen, optimistischen Abschluss macht Dvořáks melodienselige neunte Symphonie „Aus der Neuen Welt“, die – anders als es der Titel suggeriert – vor allem von dem Heimweh des Komponisten nach seiner böhmischen Heimat Zeugnis ablegt.

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Kurs

Next Generation Workshop

JungeReporter bei Young Euro Classic
10.08 - 14.08.2022


Du liebst Musik und schreibst gerne? JungeReporter ist ein spannendes Workshopformat der freien Hörfunkjournalistin Julia Kaiser. Seit 2019 kann auch der Nachwuchs des Nachwuchses bei Next Generation seine journalistischen Talente erproben. Klingt gut? Mach mit!

Für Jugendliche von 14 bis 18 Jahren.

Du liebst Musik und schreibst gerne? Dann komm in unser Content-Team und begleite Young Euro Classic journalistisch! Mit anderen Festivalreporter_innen blickst du hinter die Kulissen, besuchst Orchesterproben – und lernst, deine Eindrücke in spannende Formate zu bringen. Ob Reportage oder Podcast: Die Ergebnisse präsentieren wir im Young Euro Classic Blog!

Klingt gut? Dann melde dich jetzt an!

Die Teilnahmegebühr beträgt 5 €.

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© Orlando Gili
Konzert

Chineke! Junior Orchestra

International / Großbritannien

Chineke! Junior Orchestra
Glass Marcano, Dirigentin
Gerard Aimontche, Piano


SAMUEL COLERIDGE-TAYLOR: „Othello Suite“ op. 79 (1909)
STEWART GOODYEAR: „Callaloo - Caribbean Suite“ (2016)
PJOTR I. TSCHAIKOWSKI: Symphonie Nr. 4 f-Moll op. 36 (1877)

Nicht nur die Zusammensetzung dieses Orchesters lässt aufhorchen: Denn im Chineke! Junior Orchestra spielen junge Musikerinnen und Musiker verschiedenster ethnischer Herkunft aus ganz Europa zusammen. Konsequenterweise tragen auch die Programme dieser ungewöhnlichen Zusammensetzung Rechnung; klassisches Repertoire steht bewusst neben Musik mit außereuropäischer Tradition. Einen farbigen Eindruck davon gibt das Konzert, mit dem das Chineke! Junior Orchestra in diesem Sommer sein Debüt bei Young Euro Classic feiert: Am Anfang steht mit Samuel Coleridge-Taylor ein Londoner Komponist mit sierra-leonischen Wurzeln, der schon vor über 100 Jahren ein hervorragendes Beispiel musikalischer Integration geliefert hat. Den solistischen Mittelteil bestreitet der Pianist Gerard Aimontche mit dem Klavierkonzert von Stewart Goodyear, das sich der Kanadier 2016 für seine eigenen virtuosen Finger komponiert hat. Und nach der Pause gibt es dann große romantische Gefühle – mit Tschaikowskis vierter Symphonie, deren musikalische Qualitäten nicht hinter dem populäreren Doppel der Fünften und Sechsten zurücksteht. Am Pult steht die vielversprechende Venezolanerin Glass Marcano, die 2019 beim ersten Dirigentinnen-Wettbewerb La Maestra erfolgreich war.

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© Kai Bienert
Konzert

Orchestra Giovanile Italiana

Italien

Orchestra Giovanile Italiana
Daniele Giorgi, Dirigent
Massimiliano Matesic, Komponist


MASSIMILIANO MATESIC: „Klezmer Rhapsodie“ (2004, Deutsche Erstaufführung)
REINHOLD GLIÈRE: „Die Sirenen“ Symphonisches Gedicht f-Moll Op. 33 (1908)
ANTONÍN DVOŘÁK: Scherzo capriccioso Des-Dur op. 66 (1883)
DETLEV GLANERT: Prelude Nr. 1 aus „Three American Preludes“ (2014)
SERGEI RACHMANINOW: Symphonische Tänze op. 45 (1940)

Das Orchestra Giovanile Italiana, das nationale italienische Jugendorchester – kurz OGI – kann auf fast 40 Jahre Tradition zurückblicken, und viele prominente Landsleute von Riccardo Muti über Giuseppe Sinopoli bis Gianandrea Noseda haben mit den jungen Musikerinnen und Musikern gearbeitet. Nach längerer Pause kehren die Italiener nun endlich wieder zu Young Euro Classic zurück – mit einem Programm, das viele verschiedene Farben zu bieten hat. Der Wahl-Schweizer Massimiliano Matesic hat in eines seiner Sinfonischen Bilder von 2004 Klezmer-Musik integriert; der deutschstämmige, in Kiew geborene Russe Reinhold Glière komponierte seine klangsinnlichen Sirenen schon ein Jahrhundert früher, 1908, während eines Studienaufenthaltes in Berlin. Nach stimmungsvollen Einlagen von Antonín Dvořák und Detlev Glanert folgt dann ein Trip nach Kalifornien, wo der altgewordene Sergej Rachmaninow in seinen Symphonischen Tänzen eine wehmütige und aufwühlende musikalische Bilanz seines Lebens gezogen hat. Ein dankbarer Ansporn für die jungen Leute vom OGI!

Feiern Sie mit! Beim traditionellen PUBLIKUMSFEST im Anschluss an das Konzert.

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© Christoffer Hästbakka
Konzert

O/Modernt: "Brahms, Bartók and the Roaming Spirits" (Residency I)

Schweden

O/Modernt New Generation Orchestra
Hugo Ticciati, Violine / Musikalische Leitung
Christoffer Sundqvist, Klarinette
Miklós Lukács, Cimbalom


JOHANNES BRAHMS: Ungarischer Tanz Nr. 1 g-Moll ** (1874)
BÉLA BARTÓK: „44 Duos für zwei Violinen (Auswahl)“
ROMA TRADITIONAL: „Zöld az erdő” („Grün ist der Wald“), arr. Miklós Lukács
BÉLA BARTÓK: Divertimento Sz. 113 BB 118 (1939)
JOHANNES BRAHMS: Klarinettenquintett h-Moll op. 115 Adagio* (1891)
JOHANNES BRAHMS: Ungarischer Tanz Nr. 4 fis-Moll ** (1874)
ROMA TRADITIONAL: „Hajnali dal” („Lied des Tagesanbruchs”), arr. Miklós Lukács
BÉLA BARTÓK: Rumänische Volkstänze Sz. 56, BB 68, arr. Djuro Zivkovic**
BALKAN TRADITIONAL: Cik Cik**
JOHANNES BRAHMS: Ungarischer Tanz Nr. 5 g-Moll** (1874)
VITTORIO MONTI: Csárdás** (1904)
* Mit Cimbalom und traditioneller Einleitungsimprovisation
**Arrangments für Violine, Klarinette, Cimbalom und Streicher

„Grün ist der Wald“. Der Weg dahin? Tänzerisch! Folgen Sie dem beschwingten Klang der Zimbel in die Pannonische Tiefebene: Das mitreißende Programm „Brahms, Bartók and the Roaming Spirits“ von O/Modernt entführt Sie in die faszinierende Musikwelt des Karpatenbeckens. Von den zeitlosen Originalen der Sinti und Roma bis zu den von rumänischer bzw. ungarischer Folklore inspirierten Werken von Johannes Brahms und Béla Bartók: ein Abend voll Sehnsucht und Lebensfreude!

Weitere Infos zum neuen Format unter yecl.de/residency

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Konzert

Next Generation Kinderkonzert:
"Nils Holgerssons musikalische Reise um die Welt"

International

Hugo Ticciati, Dirigent

Wie der kleine Nils auf dem Rücken der Wildgänse erobern junge Talente der Lilla Akademien Stockholm und des Julius-Stern-Instituts Berlin die Welt der Klänge. Begleitet sie auf den Schwingen der Musik und erlebt ein aufregendes Konzert von Kindern für Kinder unter Leitung von Hugo Ticciati.

Für Kinder ab 6 Jahren

Im Rahmen der Young Euro Classic Residency widmen sich innovative Künstler_innen auch der Jugend – mit einem eigenen Education Format. 2022 erarbeitet Hugo Ticciati, künstlerischer Leiter des Ensembles O/Modernt (Orchestra in Residence), ein Programm mit vielversprechenden Talenten aus Deutschland und seiner Heimat Schweden. Die hoch begabten Jugendlichen kommen von der Lilla-Akademien (Stockholm) und dem Julius-Stern-Instititut (Berlin). Im Next Generation Meisterkurs treffen sie aufeinander und erweitern gemeinsam ihren Horizont. Das Ergebnis ihrer intensiv-inspirierenden Zusammenarbeit kann man beim Next Generation Kinderkonzert erleben.

Eintritt zum Kinderkonzert: ab 5 €

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© Adem Marovci
Konzert

Western Balkans Youth Orchestra

International

Western Balkans Youth Orchestra
Desar Sulejmani, Dirigent und Klavier
Gerti Druga, Komponist


EDVARD GRIEG: „Aus Holbergs Zeit” Suite im alten Stil G-Dur op. 40 (1884)
FRÉDÉRIC CHOPIN: Klavierkonzert Nr. 1 (1830, Version für Streichorchester)
GERTI DRUGA: „Feathers of sorrow” für Streichorchester (2022, Deutsche Erstaufführung)
ALEXANDRE TANSMAN: Sieben Variationen über ein Thema von Girolamo Frescobaldi (1937)
DMITRI SCHOSTAKOWITSCH: Kammersymphonie op. 110a (1960, arr. Rudolf Barshai)

Eigentlich steckt es noch in den Kinderschuhen, aber Professionalität und Ehrgeiz sind ihm nicht abzusprechen: dem Western Balkans Youth Orchestra, das erst 2019 gegründet wurde und nun bereits sein Debüt bei Young Euro Classic gibt. Die jungen Musiker_innen kommen aus den sechs Nicht-EU-Staaten des westlichen Balkans (von Serbien über Montenegro bis nach Albanien), und sie haben sich ein anspruchsvolles Programm auf die Pulte gelegt. Der erste Teil ist ganz dem 19. Jahrhundert gewidmet – mit der spielfreudigen Holberg-Suite von Edvard Grieg und dem ersten Klavierkonzert von Frédéric Chopin, bei dem der Dirigent Desar Sulejmani auch selbst den Solopart beisteuern wird. Nach der Pause kommt der Sprung ins 20. und 21. Jahrhundert; zu entdecken ist hier zuerst eine ganz neue Komposition des albanischen Komponisten Gerti Druga. Darauf folgt eine Hommage von Alexandre Tansman, gebürtiger Russe und Wahl-Franzose, an den Venezianer Girolamo Frescobaldi. Den gewichtigen Abschluss bildet dann die Kammersymphonie von Dmitri Schostakowitsch, ein bewegendes Stück Trauerarbeit, die der Komponist bei der Entstehung 1960 zu seinem eigenen Requiem deklariert hat.

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© Christoffer Hästbakka
Konzert

O/Modernt: „Milestones” (Residency II)

Schweden

O/Modernt New Generation Orchestra
Hugo Ticciati, Violine / Musikalische Leitung
Nils Landgren, Posaune
Gwilym Simcock, Klavier / Arrangements
Jordi Carrasco Hjelm, Kontrabass
Robert İkiz, Schlagzeug


JOSQUIN DES PRÉZ: „Ave Maria [...] Virgo serena”, arr. Johannes Marmén
MILES DAVIS: „Selim”, arr. Gwilym Simcock
IGOR STRAWINSKI: Drei Stücke für Streichquartett
JOSQUIN DES PRÉZ: „Mille regretz” Chanson für vier Stimmen, arr. Johannes Marmén
MILES DAVIS: „Recollections”, arr. Gwilym Simcock
MILES DAVIS: „Sivad”, arr. Gwilym Simcock
MILES DAVIS: „In A Silent Way”, arr. Gwilym Simcock
IGOR STRAWINSKI: „Concerto en Ré” für Streichorchester „Basler Concerto”
JOSQUIN DES PRÉZ: „Une mousse de Bisquaye” Monodie, arr. Johannes Marmén
MILES DAVIS: „Little Church”, arr. Gwilym Simcock
MILES DAVIS: „So What”, arr. Gwilym Simcock
JOSQUIN DES PRÉZ: „La plus des plus” Chanson für drei Stimmen, arr. Johannes Marmén
MILES DAVIS: „All Blues”, arr. Gwilym Simcock

The legend returns: Nils Landgren, langjähriger Leiter von Klassik meets Jazz, kehrt zurück zu Young Euro Classic und trifft auf die Visionen der neuen Generation. In Hugo Ticciati, dem kreativen Kopf hinter O/Modernt, hat er einen würdigen Sparringspartner: Gemeinsam verknüpfen sie die Werke des Renaissance-Meisters Josquin des Préz mit den Impulsen der Jazz-Ikone Miles Davis; „Ave Maria“ trifft „Little Church“.

Weitere Infos zum neuen Format unter yecl.de/residency

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Konzert

Nationale Jugendphilharmonie der Türkei

Türkei

Nationale Jugendphilharmonie der Türkei
Cem Mansur, Dirigent
Poyraz Baltacıgil, Violoncello
Evrim Demirel, Komponist


PJOTR I. TSCHAIKOWSKI: Suite Nr. 4 G-Dur op. 61 „Mozartiana” (1884)
PJOTR I. TSCHAIKOWSKI: Variationen über ein Rokoko-Thema A-Dur op. 33 (1876-1877)
GABRIEL FAURÉ: „Masques et Bergamasques” Suite für Orchester op. 112 (1868-1918)
EVRIM DEMIREL: „Ottoman Miniatures II” (Uraufführung)
ROBERT SCHUMANN: Ouvertüre, Scherzo und Finale E-Dur op. 52 (1841)

Die Nationale Jugendphilharmonie der Türkei und ihren dynamischen Chefdirigenten Cem Mansur muss man dem Publikum von Young Euro Classic eigentlich nicht mehr vorstellen! Regelmäßig sind die jungen Türk_innen im Sommer zu Gast gewesen, und immer wieder haben sie mit spannenden Programmen und mediterranem Temperament für Begeisterung gesorgt. Daher darf man auf ihren Auftritt 2022 gespannt sein – denn das Programm ist auch diesmal farbig und abwechslungsreich. Zum Einstieg gibt es eine doppelte Hommage an Tschaikowski, mit seiner Mozartiana-Suite und den virtuosen Rokoko-Variationen für Violoncello. Im zweiten Teil spielt das Orchester dann Faurés elegante Theatersuite Masques et Bergamasques sowie – als Hommage an die deutsche Romantik – Robert Schumanns selten zu hörende Komposition Ouvertüre, Scherzo und Finale. Und als Novität aus der Heimat steuert Evrim Demirel Teil Zwei seines erfolgreichen Orchesterstücks Ottoman Miniatures bei.

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© Cezary Aszkiełowicz
Konzert

International Lutosławski Youth Orchestra

International / Polen

International Lutosławski Youth Orchestra
Ayyub Guliyev, Dirigent
Marcin Zdunik, Violoncello


MIECZYSŁAW KARŁOWICZ: „Bianca da molena” op. 6 (1900)
WITOLD LUTOSŁAWSKI: Violoncello-Konzert (1970)
BÉLA BARTÓK: Konzert für Orchester Sz. 116 (1943-44)

2013 wurde das International Lutosławski Youth Orchestra in der polnischen Hafenstadt Szczecin, dem ehemaligen Stettin, gegründet – in Erinnerung an den herausragenden Komponisten Witold Lutosławski zu seinem 100. Geburtstag. Dementsprechend wird das Werk des Komponisten bei dieser Sommerakademie, zu der Studierende aus Polen und ganz Europa nach Szczecin kommen, besonders gewürdigt – in diesem Jahr mit dessen spannendem Violoncellokonzert, das der Lutosławski-Preisträger von 2007, Marcin Zdunik, aufführen wird. Den Anfang des Konzerts, mit dem sich das International Lutosławski Youth Orchestra erstmals bei Young Euro Classic vorstellt, macht ein weiterer polnischer Komponist, der in Deutschland viel zu wenig bekannt ist; Mieczesław Karłowicz. Die klangvolle Orchester-Ouvertüre Bianca da molena entstand sogar in seiner Berliner Zeit im Jahr 1900! Nach der Pause stellt sich das Orchester, das von dem aserbaidschanischen Dirigenten Ayyub Guliyev geleitet wird, der Herausforderung von Béla Bartóks Konzert für Orchester. Entstanden als letztes großes Werk des in die USA emigrierten Komponisten, gibt es – wie der Name verrät – den einzelnen Orchestergruppen hervorragende Möglichkeit, ihr Können zu präsentieren.

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© Michael Maritsch
Konzert

Angelika Prokopp Sommerakademie der Wiener Philharmoniker

Österreich

Angelika Prokopp Sommerakademie der Wiener Philharmoniker
Tomáš Hanus, Dirigent
Robert Amadeo Sanders, Violine
Benedikt Sinko, Violoncello
Katharina Kratochwil, Oboe
Traian-Petroniu Sturza, Fagott


ZOLTÁN KODÁLY: „Tänze aus Galánta” (1930)
JOSEPH HAYDN: Sinfonia concertante B-Dur op. 84 Hob.I:105 (1792)
ANTONÍN DVOŘÁK: Symphonie Nr. 8 G-Dur op. 88 (1889)

Erstmals stellt sich in diesem Jahr die Angelika Prokopp Sommerakademie der Wiener Philharmoniker bei Young Euro Classic vor – ein Debüt, das hohe Erwartungen erweckt, werden die jungen Musiker_innen doch ausschließlich von Mitgliedern des traditionsreichen Orchesters gecoacht. Und auch das Programm klingt wie eine Verbeugung vor der alten Habsburger Monarchie, in der so viele Nationalitäten und musikalische Stile aufeinander trafen. Den Anfang macht ein Werk aus Ungarn, die Tänze aus Galánta, in denen Zoltán Kodály seinen Kindheitserinnerungen an eine berühmte Volksmusikkapelle ein farbenprächtiges musikalisches Denkmal gesetzt hat. Danach folgt als „Klassiker“ jene quirlige Sinfonia concertante für vier Solisten und Orchester, mit der Joseph Haydn 1792 die Londoner Ohren verwöhnte. Antonín Dvořáks achte Symphonie wiederum schöpft ganz und gar aus dem Melodienreichtum seiner böhmischen Heimat, die vom Komponisten zu einem funkelnden Juwel gefasst wurden – eine mehr als dankbare Aufgabe für jedes Jugendorchester!

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© Noel de Mello
Konzert

Orquesta Nacional Juvenil de Uruguay-Sodre

Uruguay

Orquesta Nacional Juvenil de Uruguay-Sodre
Ariel Britos, Dirigent
Sergio Cervetti, Komponist


SERGIO CERVETTI: „The Road to Bremen“ (Uraufführung)
LEONARD BERNSTEIN: Symphonische Tänze aus „West Side Story“ (1960)
HÉCTOR TOSAR: Toccata (1940)
JOSÉ PABLO MONCAYO: „Huapango“ (1941)
ALBERTO GINASTERA: Suite „Estancia“ (1943)
CARLOS GARDEL: „A Tribute to Gardel“ – Tangos von Carlos Gardel
ASTOR PIAZZOLLA: „Libertango“ (1974)

Dieses Konzert bringt eine durch und durch lateinamerikanische Farbe ins Programm von Young Euro Classic 2022: Zum ersten Mal kommt das Nationale Jugendorchester von Uruguay ins Berliner Konzerthaus – und präsentiert sich mit einem bunten Strauß mitreißender Werke vom amerikanischen Kontinent. Das beginnt mit Huapango, der heimlichen Nationalhymne Mexikos, setzt sich fort mit der folkloristisch-feurigen Suite Estancia des Argentiniers Alberto Ginastera und endet noch lange nicht mit den berühmten Tangos eines Carlos Gardel und Astor Piazzolla. Denn auch in den Symphonischen Tänzen aus West Side Story von Leonard Bernstein, die vor der Pause zu hören sind, stecken bekanntlich reichlich lateinamerikanische Rhythmen. Und als besonderes Gastgeschenk haben die Uruguayer eine Uraufführung mit dem Titel The Road to Bremen im Gepäck – lassen wir uns überraschen, wozu sich der Komponist Sergio Cervetti hat inspirieren lassen!

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© Deutscher Musikrat, Christian Debus
Konzert

Bundesjazzorchester

Deutschland

Bundesjazzorchester
Michael Gibbs, Künstlerische Leitung


Das gibt es nur bei Young Euro Classic: Er hat ebenso für Pat Metheny und John Scofield geschrieben wie für Uriah Heep, Whitney Houston und Peter Gabriel. Im Sommer 2022 erweitert Michael Gibbs in Zusammenarbeit mit dem Bundesjazzorchester seine Arbeit am Billie-Holiday-Songbook.

Wer suchet, der findet: Unter dem Titel „I‘ll Look Around“ widmet sich das Bundesjazzorchester (BuJazzO) den berührenden Liedern Billie Holidays. Zur Seite steht den jungen Musiker_innen Michael Gibbs, einer der wenigen Bigband-Komponisten und -Arrangeure, deren Stimme im Jazz als unverwechselbar gilt. Mit dem BuJazzO knüpft der Großmeister an seine Arbeit an, die er 2013 mit der NDR Bigband begann. Titel aus Gibbs‘ Privatarchiv runden das exklusive Programm ab, das in Deutschland nur bei Young Euro Classic zu erleben ist. Ein Pflichttermin für alle Jazz-Fans!

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© Sarah Wijzenbeek
Konzert

Nationaal Jeugdorkest

International / Niederlande

Nationaal Jeugdorkest
Alexander Shelley, Dirigent
Coraline Groen, Violine
Laetitia Gerards, Sopran


RICHARD STRAUSS: „Don Juan“ op. 20 (1887-1888)
BENJAMIN BRITTEN: Violinkonzert d-Moll op. 15 (1939)
GUSTAV MAHLER: Symphonie Nr. 4 G-Dur (1899-1901)

Die Konzerte des Niederländischen Jugendorchesters NJO zählen seit langem zu den verlässlichen Höhepunkten beim Festival Young Euro Classic. Denn die hervorragend aufgestellte musikalische Förderung in unserem Nachbarland sorgt dafür, dass Qualität beim NJO einfach selbstverständlich ist. Hinzu kommen ehrgeizige, spannende Programme und vielversprechende niederländische Nachwuchs-Musikerinnen und Musiker. Zwei von ihnen stellen sich auch in diesem Sommer im Konzerthaus vor: Die Geigerin Coraline Groen präsentiert mit Brittens Violinkonzert ein Werk, in dem der 26-Jährige schon 1939 seine überragende Begabung erkennen ließ. Die junge Sopranistin Laetitia Gerards wiederum singt den Solopart in Mahlers vierter Symphonie, die mit ihren vielen Stimmungswechseln auch dem Orchester eine dankbare Aufgabe gibt. Am Pult ist der Brite Alexander Shelley – wie schon mehrfach im Konzerthaus erlebt – ein Garant für den optimalen Draht zu den jungen Musikerinnen und Musikern.

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5

Young Euro Classic

Dr. Gabriele Minz GmbH

5. bis 21.8.2022

Gefühle, Grenzgänge und großartige Überraschungen

In diesem Sommer kehrt Young Euro Classic wieder zur einzigartigen Atmosphäre des Festivals zurück – mit großbesetzten Orchestern und ausverkauftem Saal!

Dabei gibt es eine spannende Mischung aus Publikumslieblingen wie dem Bundesjugendorchester oder dem European Union Youth Orchestra, einem hochkarätigen Eröffnungskonzert am 5. August mit dem Nationalen Jugendorchester der USA unter Daniel Harding – und besonderen Gästen am 10. August. An diesem Abend wird – allen Unwägbarkeiten des Krieges zum Trotz – das Youth Symphony Orchestra of Ukraine im Konzerthaus Berlin auftreten. Die Leitung hat die vielgefragte Dirigentin Oksana Lyniv, die parallel dazu im Monat August vier Aufführungen des Fliegenden Holländers in Bayreuth leiten wird.

Facettenreiche Neuzugänge

Auch die Jugendorchester haben in Zeiten der Pandemie ihre Aktivitäten herunterfahren müssen; um so stärker ist jetzt der Wunsch der jungen Musiker_innen , ihr Können und ihr Engagement wieder bei Young Euro Classic zu demonstrieren. Und es sind erstaunlich viele neue Namen dabei, die ganz unterschiedliche Facetten der Zusammensetzung präsentieren. Zuallererst wäre hier das Chineke! Junior Orchestra mit Sitz in London zu nennen, das talentierten jungen People of Colour eine Plattform bietet. Auch das Programm mit Komponisten wie Stewart Goodyear und Samuel Coleridge-Taylor spiegelt das Anliegen wider, mehr Vielfalt in die klassische Szene zu bringen. Am Pult steht hier die junge Venezolanerin Glass Marcano.

Aus den Staaten des ehemaligen Jugoslawiens kommt das ebenfalls noch junge Western Balkans Youth Orchestra nach Berlin, eine Neugründung des albanischen Pianisten und Dirigenten Desar Sulejmani. Die Orchestermitglieder entstammen den sechs Nicht-EU-Staaten des Balkans: Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nord-Mazedonien und Serbien. Den weitesten Weg hat das Nationale Jugendorchester Uruguays, das seinen schon 2020 geplanten Besuch nachholt und lateinamerikanische Klänge und Rhythmen zelebriert. Fast vor der Haustür, in Szczecin, wurde dagegen 2013 das International Lutosławski Youth Orchestra gegründet, das am 17. August sein Debüt bei Young Euro Classic gibt und dabei auch das Cellokonzert seines Namensgebers im Programm hat. Nicht zu vergessen die Angelika Prokopp Sommerakademie der Wiener Philharmoniker, die unter den Fittichen des weltberühmten Orchesters ein exquisites Klangerlebnis garantieren dürfte – mit kerneuropäischen Werken von Haydn, Kodály und Dvořák.

Groß besetzt, originell konzipiert

Mit Mahlers Fünfter Symphonie beginnt das Festival, mit dessen Vierter – interpretiert vom bekanntermaßen hervorragenden Niederländischen Jugendorchester – endet Young Euro Classic am 21. August. Die wiedererwachte Lust auf große Besetzungen lässt sich an vielen Programmen erkennen; klangprächtige Orchesterwerke von Strauss, Ravel, Rachmaninow und Bartók geben den Ton an. Das perfekte Kontrastprogramm bietet das in Schweden beheimatete Ensemble O/Modernt New Generation Orchestra mit seinem kreativen Kopf Hugo Ticciati an der Spitze, das erstmals zu einer dreiteiligen Residency bei Young Euro Classic eingeladen ist. Zwei höchst originelle Konzerte, bei denen sich der Bogen von der Renaissance über Brahms und Bartók bis zu Miles Davis spannt, werden dabei abgerundet durch ein Education-Projekt.
Europäisches Flair und viel Temperament

In der Reihe der europäischen Gäste sind die Nationalen Jugendorchester stets eine sichere Bank für exzellentes Können und viel Temperament. Das gilt nicht nur für die Portugiesen, die diesmal neben Bruckners monumentaler Neunter Symphonie die Uraufführung eines Millennials, der gerade einmal 22-jährigen Komponistin Marta Domingues, mitbringen. Nach langer Pause ist endlich auch das Orchestra Giovanile Italiana wieder mit von der Partie, das ein vom Tanz inspiriertes Programm mit den Symphonischen Tänzen von Sergei Rachmaninow abschließt, dem letzten Werk des Exil-Russen. Eine feste Größe beim Festivalpublikum ist die Nationale Jugendphilharmonie der Türkei, die Schwerpunkte bei Schumann und Tschaikowski setzt. Europäisches Flair durch und durch strahlt das European Union Youth Orchestra mit seinen Mitgliedern aus allen 27 EU-Staaten aus, das mit dem französischen Ausnahmegeiger Renaud Capuçon zu erleben ist.

Nicht ohne Germany’s Finest

Seinen 20. Auftritt bei Young Euro Classic absolviert das Bundesjugendorchester, ohne das Young Euro Classic einfach nicht denkbar ist. Als prominente Solisten interpretieren Antje Weithaas und Maximilian Hornung am 6. August das Doppelkonzert von Johannes Brahms; außerdem dirigiert Marc Albrecht Mahlers Erste Symphonie. Auch das Bundesjugendballett hat sich im Laufe der Jahre ein begeistertes Publikum ertanzt, das jeden Auftritt des Ensembles mit großer Neugierde erwartet. Bleibt noch das Bundesjazzorchester zu erwähnen, das zurecht sehr stolz darauf ist, in diesem Sommer mit einer Jazz-Legende, dem 84-jährigen Pianisten Michael Gibbs, aufzutreten.

Große Emotionen, Grenzgänge und Überraschungen sind also auch im 23. Jahr von Young Euro Classic garantiert!
TICKET-HOTLINE: +49 (0)30-8410 8909
Mo-So 10-16 Uhr

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