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JÜDISCHES MUSEUM BERLIN - AUSSTELLUNGEN

Das Jüdische Museum Berlin bietet seinen Besuchern eine Reise durch zweitausend Jahre deutsch-jüdische Geschichte. In Bildern und Texten, mit Kunst- und Alltagsgegenständen, Medienstationen und interaktiven Elementen erzählt die historische Dauerausstellung von jüdischer Kultur in Deutschland und der schwierigen Beziehung zwischen Juden und Nichtjuden.

Darüber hinaus werden ausgewählte Themen ausführlicher dargestellt: In kulturhistorischen Sonderausstellungen, Kabinettpräsentationen, Zeitgenössischen Kunstinstallationen und multimedialen Geschichten im Rafael Roth Learning Center widmen wir uns einzelnen Aspekten der deutsch-jüdischen Geschichte vom Mittelalter bis in die Gegenwart.

SONDERAUSSTELLUNGEN

Kulturhistorische Wechselausstellungen, zeitgenössische Kulturinstallationen, Kabinettpräsentationen: Mit einem breiten Themenspektrum ergänzt das Sonderausstellungsprogramm auf verschiedenen Ausstellungsflächen die historische Dauerausstellung.

Helden, Freaks und Superrabbis

Die jüdische Farbe des Comics

Fr, 30.4.2010 - So, 8.8.2010

Superman, Batman, die Fantastic Four - die großen Figuren des Comics stammen aus der Feder jüdischer Zeichner. Sie sind zwar keine jüdischen Helden, aber Belege für eine Populärkultur, an der besonders in den USA viele Juden beteiligt waren. Mit dem Ende der 70er Jahre entstehenden Comic-Roman werden schließlich explizit jüdische Themen aufgegriffen. "Maus - Die Geschichte eines Überlebenden" von Art Spiegelman stellt die bislang radikalste Auseinandersetzung mit der Erinnerung an die Shoa dar. Anhand der Werke von mehr als 40 Künstlern folgt die Ausstellung der Spur jüdischer Zeichner, Texter und Verleger der Comic-Kunst. Sie zeigt Helden und Antihelden, schlagkräftige Kämpfer gegen Hitler und neurotische Kleinbürger.
Mit mehr als 400 Objekten spannt sie einen Bogen von den ersten Comicstrips des frühen 20. Jahrhunderts über die kindlichen Superhelden der 30er und 40er Jahre, der Undergroundbewegung der 60er Jahre bis hin zu der literarisch anspruchsvollen Graphic Novel unserer Zeit.
Neben Altmeistern wie Rube Goldberg, Will Eisner und Harvey Kurtzman sind auch zeitgenössische Künstler wie Art Spiegelman, Rutu Modan, Joann Sfar und Ben Katchor mit zahlreichen Originalen in der Ausstellung vertreten.
Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Berlin in Zusammenarbeit
mit dem Musée d'art et d'histoire du Judaïsme Paris und dem Joods Historisch Museum Amsterdam.

Eintritt: 4 Euro, erm. 2 Euro

Ort:

Altbau 1. OG

Heiligtümer, Papyri und geflügelte Göttinnen

Der Archäologe Otto Rubensohn (1867-1964)
Kabinettausstellung

Do, 18.2.2010 - So, 15.8.2010

Als Leiter des Papyrusunternehmens der Königlichen Museen zu Berlin (1901 bis 1907) entdeckte und erwarb Rubensohn unzählige wichtige Papyri, die den Grundstock der bedeutenden Sammlung des Berliner Ägyptischen Museum bildeten - darunter aramäische Zeugnisse der jüdischen Militärkolonie auf der Insel Elephantine.
Bekannt wurde Rubensohn auch durch seine Grabungen und Forschungen zu den antiken Heiligtümern der griechischen Insel Paros. Rubensohn leitete später das renommierte Pelizaeus-Museum in Hildesheim, das über eine der weltweit bedeutendsten Ägyptensammlungen verfügt. Der Nachlass des 1939 in die Schweiz geflüchteten Forschers bietet zusammen mit seinen bedeutendsten Fundstücken nun erstmalig einen Überblick über Leben und Werk des jüdischen Archäologen.

Eintritt: mit dem Museumsticket (5 Euro, erm. 2,50 Euro)

Ort:

Rafael Roth Learning Center in der Dauerausstellung

DAUERAUSSTELLUNG

Die historische Dauerausstellung lädt - auf über 3000 qm Ausstellungsfläche - zu einer Entdeckungsreise durch zwei Jahrtausende deutsch-jüdischer Geschichte ein. In 13 Epochenbilder vom Mittelalter bis zur Gegenwart zeichnet die Ausstellung ein lebendiges Bild deutsch-jüdischen Lebens. Alltags- und Kunstobjekte, Fotos und Briefe, interaktive Elemente und Medienstationen erzählen von jüdischer Kultur in Deutschland und zeigen, wie eng jüdisches Leben mit der deutschen Geschichte verwoben ist.

Stiftung Jüdisches Museum Berlin

Lindenstr. 9-14
D-10969 Berlin

Telefon: +49 (0)30 25993 300
Fax: +49 (0)30 25993 409
E-Mail: info@jmberlin.de

Öffnungszeiten von Museum, Restaurant und Garten
Täglich 10.00 - 20.00; montags 10.00 - 22.00
geschlossen an Rosch-ha Schana, Jom Kippur und Heiligabend etc. (19./20./28.9., 14.11., 24.12.2009)

Eintritt
5 €; ermäßigt 2,50 €

Verkehrsverbindungen
U1, U6, U15 Hallesches Tor; U6 Kochstraße, Bus 143, 240

Restaurant Liebermanns
Tel.: +49(0)30 25939 760

Shop
Tel.: +49 (0)30 25293 171

Zugang
Das Museum ist behindertengerecht. Rollstühle können ausgeliehen werden.

Das Jüdische Museum Berlin wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.