Ai Weiwei in New York – Fotografien 1983-1993
Sa, 15.10.2011 - So, 18.3.2012


Der Martin-Gropius-Bau zeigt erstmals in Deutschland über 220 Fotografien aus jener Zeit, die der chinesische Künstler Ai Weiwei von 1983 bis 1993 in New York verbrachte. Der Künstler hat die Ausstellung selbst kuratiert. Über 10.000 Aufnahmen machte Ai während seiner New Yorker Zeit. Für den jungen Ai, geboren 1957, war der lange Aufenthalt in den USA stilprägend für seine gesamte künstlerische Laufbahn. Nach China kehrte Ai erst wieder zurück als sein Vater, der in China hochberühmte Schriftsteller Ai Qing – jedes Schulkind lernt seine Gedichte auswendig – im Sterben lag.
Heute ist Ai Weiwei der bekannteste chinesische Künstler der Gegenwart. In New York war er befreundet mit Allen Ginsberg. Viele der heute in China berühmten Künstler besuchten ihn damals in New York. Ai fotografierte sie. Er lernte die Arbeiten von Joseph Beuys kennen, dessen Idee der Sozialen Plastik im heutigen Werk von Ai erkennbar ist. Die Aufnahmen Ai Weiweis dokumentieren auch die Geschichte und die besondere und liberale Atmosphäre im New York der 1980er Jahre aus seiner Perspektive.
In New York, Ai war damals noch nicht berühmt, lebte er in einer winzigen Wohnung im Stadtteil East Village. Er war aktives Mitglied der chinesischen Künstler- und Intellektuellengemeinde in der wachsenden Avantgarde-Szene des Viertels. Mit seiner Kamera dokumentierte er sein Leben, sein künstlerisches Schaffen, seine Umgebung sowie die Atmosphäre und Ereignisse jener Epoche. Einzigartige Fotografien sind so entstanden – Dokumente einer künstlerisch und politisch aufregenden Zeit, wahrgenommen durch die Augen eines Künstlers aus China. Die Anfänge der Konzeptkunst Ai Weiweis sind in den Aufnahmen deutlich erkennbar. Die Sujets der Aufnahmen sind vielfältig wie das Leben in New York: Bilder von Straßenschlachten im Tompkins-Square Park, Transvestiten beim Wigstock-Festival, Porträts von chinesischen und amerikanischen Künstlern, Intellektuellen und Freunden. Die New Yorker Kunstszene der 1980er Jahre war vielfältig, spannend, und inspirierend zugleich. Auch das spiegelt die Ausstellung wider.
Die Auswahl der Fotografien wurde von Ai Weiwei selbst vorgenommen. Sie fügen sich zu einer eigenen Installation zusammen, die auch die persönlichen Erfahrungen, Gedanken und Eindrücke des Künstlers Ai Weiwei nachzeichnet.
Über Ai Weiwei
Ai Weiwei wird 1957 als Sohn des Schriftstellers Ai Qing geboren. Als dieser 1958 bei der kommunistischen Regierung in Ungnade fällt, wird er nach Xinjiang in die Verbannung geschickt. Ai erlebt die Demütigung des Vaters in dieser von Peking 3.000 Kilometer entfernten Provinz. Erst 1978 wird Vater und Sohn erlaubt, nach Beijing zurückzukehren. Ai schreibt sich im gleichen Jahr an der Filmakademie in Beijing ein, wo er gemeinsam mit den heute vielbeachteten Filmregisseuren wie Chen Kaige und Zhang Yimou studiert. Er gründet 1979 mit anderen die avantgardistische Künstlergruppe „Stars Group“, die von offizieller Staatskunst in jener Zeit der Reformen nichts wissen will. Ai beteiligt sich auch an jener berühmten „Mauer der Demokratie“, die 1978 mitten in Beijing entsteht. Der damals 28jährige Wei Jingsheng, der heute im Exil in den USA lebt, forderte in Wandzeitungen eine „fünfte Modernisierung“ – mehr Demokratie und mehr individuelle Freiheiten. Die „Mauer“ wurde jedoch schon Ende 1979 verboten, weil die kommunistische Partei um ihr Machtmonopol fürchtet. Wei wurde zu 15 Jahre Gefängnis verurteilt. Erst auf Druck der USA erlaubte man ihm 1997 die Ausreise ins Exil. Ai lebt zwischen 1981 und 1993 in den USA und studiert in New York an der Parsons School of Design. 1993 kehrt Ai nach Peking zurück, wo er seitdem lebt. Die kritische Haltung seiner frühen Jahre hat Ai nie aufgegeben. Als Liu Xiaobo, der 2009 zu elf Jahren Haft verurteilt worden war, weil er in der Charta 08 ebenfalls mehr Demokratie und mehr individuelle Freiheiten forderte, 2010 den Friedensnobelpreis erhielt, lobte Ai, der mit Liu gut bekannt ist, die Entscheidung als Ermutigung für alle in China, die sich für die elementaren Menschenrechte einsetzen.
Seine Kunst hat Ai immer als politisch verstanden: Konzeptkunst, Performance, Fotografie – die Breite seiner künstlerischen Ausdrucksformen halfen, ihn zum wichtigsten Künstler Chinas zu machen. Duchamp, Dadaismus, Soziale Plastik und Andy Warhol beeinflussten ihn. Sein Blog ist als erfolgreiches Buch auf dem Markt in Europa und Amerika. Seine Ausstellungen in USA, Europa und Asien sind legendär. Seine Beteiligung an der documenta 12 im Jahr 2007 machte ihn in Deutschland populär. Sein Werk ist in vielen wichtigen Museen der Welt vertreten: in der Tate Modern in London, im Museum of Modern Art New York, in den Staatlichen Museen zu Berlin, in San Francisco und Los Angeles.
Als Ai Weiwei im April am Flughafen Beijing wegen seiner künstlerisch-subversiven Aktivitäten verhaftet und für über 80 Tage in einem geheimen Gefängnis festgehalten wurde, ging ein Aufschrei durch die Kunstwelt. Eine vom Guggenheim Museum New York initiierte Unterschriftenliste wurde von über 140.000 Personen gezeichnet. Der von Alexander Ochs und Freunden initiierte Berliner Appell „Freiheit für Ai Weiwei“ wurde in Deutschland von über 4000 Personen, darunter Günter Grass, Durs Grünbein, Rosemarie Trockel, Norbert Bisky, Tobias Rehberger sowie vielen anderen Schriftstellern, Künstlern und Museumsleuten unterschrieben. Die Akademie der Künste in Berlin wählte Ai zum Mitglied. Prominente Künstler wie Daniel Buren, Olafur Eliasson, Luc Tuymans und Anish Kapoor setzten sich für seine Freilassung ein. Mittlerweile hat man Ai Weiwei erlaubt, in seinem Studio in Beijing zu leben, aber er darf weder mit der Presse reden noch die Stadt verlassen. Frei ist Ai Weiwei noch immer nicht. Wei Jingsheng kommentierte die Situation auch der Künstler in China kürzlich in der New York Times: noch immer regiere in China nicht das Gesetz sondern die Willkür der Staatsmacht.
Öffnungszeiten
Mittwoch bis Montag | 10:00–20:00
Dienstag geschlossen
Pacific Standard Time
Kunst in Los Angeles 1950–1980
Do, 15.3.2012 | Eröffnung


Do, 15.3.2012 - So, 10.6.2012


Das Ausstellungsprojekt „Pacific Standard Time – Kunst in Los Angeles 1950-1980“ zeigt Entwicklungsprozesse der Kunstszene im Los Angeles der Nachkriegszeit. Die Stadt am Pazifik zeigt eine beeindruckend vielfältige und äußerst agile West-Coast-Kunstszene. Sie belegt damit, dass sie mehr ist als Hollywood und eine große Stadt im Land der Sonne und der Palmen. „Pacific Standard Time“ lenkt den Blick auf international vielbeachtete Künstler wie John Baldessari, David Hockney, Edward Kienholz oder Ed Ruscha als auch auf weniger bekannte Protagonisten wie die abstrakten Maler Helen Lundeberg und Karl Benjamin, Keramiker wie Ken Price oder John Mason oder Bildhauer wie DeWain Valentine.
Die Megaschau – in Los Angeles waren über 60 Institutionen und Galerien beteiligt – kommt mit den beiden wichtigsten Kernausstellungen des Getty Museum und Getty Research Institute nach Europa. Einzige europäische Station ist der Martin-Gropius-Bau in Berlin.
Jener Ausstellungsteil, der in Los Angeles im Getty-Museum unter dem Titel „Crosscurrents in L.A. - Painting and Sculpture 1950-1970“ zu sehen war, präsentiert Malerei und Skulptur. Im zweiten Teil, in Los Angeles zu sehen unter dem Titel „Greetings from L.A. – Artists and Publics 1950-1980“, werden Poster, Künstlerkataloge, Postkarten, Einladungskarten, und andere Memorabilia gezeigt, die einen tieferen Einblick in die Netzwerke der Kunstszene jener Zeit in Los Angeles erlauben. Für Berlin wird die Schau um Fotografien von Julius Shulman ergänzt. Seine Architekturaufnahmen prägten in den 1950 Jahren entscheidend das Bild des kalifornischen Lebensstils. Seine Sensibilität, sein intuitiver und unvergleichlicher Sinn für Komposition und den „entscheidenden Augenblick“ brachten ihm den Ruf eines Meisters seines Faches ein.
Erster Teil: Gegenströmungen
Der erste Teil der Berliner Schau vereint mehr als 70 Werke von über vierzig Künstlern. Er zeichnet den Aufstieg der südkalifornischen Kunstszene zwischen 1945 und 1980 nach. Die Namensliste liest sich wie das Who-is-who der heute international vielbeachteten Künstler. Künstler wie John Baldessari, David Hockney, Edward Kienholz, Bruce Nauman oder Ed Ruscha begannen dort ihre Karriere.
Die Ausstellung ist sowohl chronologisch als auch thematisch aufgebaut und umfasst sechs Abteilungen, die das gesamte Spektrum der in Los Angeles simultan vorkommenden Kunstrichtungen widerspiegeln. Abstrakte Arbeiten – Keramik-Skulpturen und nüchtern-klare Gemälde – sind in der ersten Abteilung zu sehen. Die zweite zeigt Assemblage-Plastiken und Collagen von Künstlern wie George Herms, Wallace Berman und Ed Bereal, die diesen künstlerischen Ansatz in den 1950er Jahren den Weg bereitet haben, und ihren Nachfolgern darunter viele afro-amerikanischen Künstler. Die dritte Abteilung belegt den Aufstieg von Los Angeles zu einem wichtigen Kunstzentrum, die vierte zeigt Gemälde von heute weltweit anerkannten Künstlern aus Los Angeles, wie Richard Diebenkorn, David Hockney und Ed Ruscha. Hier wird deutlich, dass Südkalifornien schon in den 1960er Jahren eines der führenden Zentren für großformatige Popkunst und abstrakte Malerei war. Der fünfte Bereich untersucht, wie Künstler in einer Zeit, da Malerei an der Atlantikküste der USA zunehmend an Bedeutung gewann, begannen, ihre Vorstellungen von traditioneller Malerei und Plastik zu erweitern. Wahrnehmungsphänomene und materielle Prozesse künstlerischer Produktion rücken in den Vordergrund. Hier finden sich auch Werke, die aus dem Aufeinandertreffen von Kunst und Technik entstanden. So etwa eine Plastik von DeWain Valentine, der Industriematerial wie Polyestergussharz verwendet oder eine Leinwand von Mary Corse, in die kleinste, hochgradig reflektierende Glaskugeln eingearbeitet sind. Vorgestellt wird auch eine Gruppe von Künstlern, deren Arbeiten Spuren ihrer Entstehung zeigen, wie von Joe Goode, Allan McCollum und Ed Moses, eine Gussharzarbeit von Peter Alexander oder eine Glasfaserskulptur von Bruce Nauman.
Zweiter Teil: Grüße aus Los Angeles
Im zweiten Teil der Ausstellung, erarbeitet vom Getty Research Institute, zeigt der Martin-Gropius-Bau über 200 Objekte – Fotografien, Künstlerkataloge, Bücher, Poster, Postkarten, Einladungen, Briefe, Kunstwerke, von denen viele zum ersten Mal öffentlich zu sehen sind. Veranschaulicht wird wie kalifornische Künstler durch Einbeziehung eines breiten Publikums Kunst und öffentliches Leben aufeinander bezogen. Auch wird aufgezeigt, mit welcher Intensität die internationalen Netzwerke der Künstlergruppen funktionierten.
„Greetings from L.A.“ beginnt mit „Making the Scene“ und beschreibt die Galerienszene in Los Angeles von den 1950er Jahren bis in die 1970er. Kunsthändler und Sammler werden vorgestellt, wie sie sich zum Beispiel am Le Cienega Boulevard zusammengefunden haben – Rolf Nelson, Riko Mizuno und Betty Asher. Auf diesem Boulevard, der den von Ed Ruscha verewigten Sunset Boulevard kreuzt, wurde der Ruf von Los Angeles als Stadt der modernen und zeitgenössischen Kunst mit begründet.
„Public Disturbances“ (Politische Störungen), die zweite Abteilung der Schau, ist drei wichtigen Ausstellungen gewidmet, die zu heftiger Kritik und sogar zu Verhaftungen führten. Die Ausstellung von Wallace Berman in der Ferus Gallery von 1957 wurde von der Polizei geschlossen. Heftige Kontroversen gab es über die Ausstellung „War Babies“ (1961) in der Huysman Gallery. Intensiv waren die Auseinandersetzungen zwischen dem Los Angeles County Museum of Art (LACMA) und dem Los Angeles County Board of Supervisors über die Einbeziehung von Kienholz’ Installation „Back Seat Dodge '38“ (1964) in seine große Retrospektive 1966.
Der Ausstellungsteil „Private Assembly“ (Private Ansammlungen), konzentriert sich auf die von Wallace Berman, George Herms, Charles Brittin und ihrem Zirkel in den 1950er und 1960er Jahren geschaffenen Werke. Die Intimität dieser Objekte erklärt sich nicht nur aus den unverwechselbaren Spuren der künstlerischen Handschrift, die sie tragen, sondern auch daraus, dass sie nur einem ausgewählten, nicht-öffentlichen Publikum zugänglich waren. Vorrangig außerhalb des kommerziellen Galeriebetriebs tätig, konzentrierte diese Gruppe von Assemblage-Künstlern ihre Energie auf private Kunstwerke, die sie als Zeichen der Freundschaft persönlich überreichten oder per Post zusandten.
Die vierte Abteilung „Mass Media“ stellt Künstler vor, die als Modell für ihre eigene künstlerische Praxis eher Massenmedien wählten. Ed Ruscha, Allen Ruppersberg und Chris Burden beschäftigten sich mit der Populärkultur und der Massenproduktion als alternative Produktions- und Distributionsmittel. Sie verwendeten unpersönliche Formen, wie z.B. kommerziell produzierte und als Konsumgüter verkaufte Objekte oder Werbemittel. Unter Umgehung konventioneller Ausstellungsräume erreichten diese Künstler ein neues Publikum. Sie traten häufig anonym auf, wodurch die Identität von Künstler und Werk sekundär wurde.
„Art School as Audience“ (Kunstschule als Publikum), der fünfte Abschnitt der Ausstellung, beleuchtet die wichtige Rolle der Kunstschulen in der Entwicklung zeitgenössischer Kunstformen. Sie dienten als ruhende Pole. Dort waren Künstler, das Publikum anderer Künstlerkollegen. CalArts und deren Vorgänger, das Chouinard Art Institute, waren zentrale Orte wichtiger Künstlergruppen, wie es an den Arbeiten von Studenten wie Ed Ruscha und Joe Goode und von Lehrern wie John Baldessari, Miriam Schapiro und Judy Chicago erkennbar ist. Andere wichtige Foren waren neue Fakultäten für Kunst, die an Hochschulen und Universitäten im County Los Angeles entstanden. Besonders auf dem Campus von Irvine oder San Diego fand sich ein stimulierendes Publikum für die Experimente von Künstlern wie Martha Rosler, Barbara Smith und Eleanor Antin.
Die letzte Abteilung, „The Art of Protest“ (Die Kunst des Protests), untersucht, wie gesellschaftliche und politische Entwicklungen die Künstler mobilisierten, ihre Arbeiten auf der Straße zu zeigen. In den 60er Jahren wurde Los Angeles Schauplatz der ersten von Künstlern angeführten Proteste gegen den Vietnamkrieg. Daraus entstand 1966, noch vor der Entstehung der Galerienstraße am La Cienega Boulevard, ein Peace Tower (Turm des Friedens). Im folgenden Jahrzehnt war es der Feminismus, der viele Künstler zu gesellschaftlichen Interventionen veranlasste, wie man an der Arbeit von Suzanne Lacy und Leslie Labowitz-Starus „In Mourning and in Rage“ von 1977 sieht, einer vielbeachteten, auf den Stufen des Rathauses aufgeführten Protestperformance.
„Greetings from L.A.“ bietet einen neuen Blick auf die Kunst in Südkalifornien, indem sie zeigt, wie Künstler dieser Region die konventionellen Beziehungen zwischen Kunst und Publikum änderten und Alternativen für eine öffentliche Rolle der Kunst und ihren Platz in der Gesellschaft entwickelten.
Die Ausstellung gibt Einblicke in einige erst kürzlich erworbenen Archive wie die von Betty Asher, Hal Glicksman, George Herms, Wolfgang Stoerchle, des Magazins „High Performance“, der Galerien von Rolf Nelson, Mizuno und Jan Baum sowie in die Papiere von Charles Brittin und Edmund Teske. Ergänzt werden diese durch Material aus Archiven, die nicht immer mit Südkalifornien in Verbindung gebracht werden, wie die Papiere der Kunstkritiker Irving Sandler, Barbara Rose und Lawrence Alloway aus New York, der Gründerin und Kuratorin des New Museum Marcia Tucker sowie der Kasmin Gallery in London.
Dritter Teil: Julius Shulman
Der letzte Teil der Berliner Ausstellung zeigt über 50 Fotografien von Julius Shulman – dem bedeutendsten Architekturfotografen der amerikanischen Nachkriegsfotografie. Mehr als dreißig Jahre fotografierte er Häuser der Moderne, von Richard Neutra, Frank Lloyd Wright, Frank O’Gehry – viele machte er dadurch zu Ikonen der Architektur. Die Ausstellung zeigt Schlüsselwerke seines Schaffens.
Veranstalter: Berliner Festspiele und Martin-Gropius-Bau. Eine Ausstellung des Getty Research Institute und des J. Paul Getty Museum Los Angeles in Verbindung mit dem Martin-Gropius-Bau Berlin.
Ermöglicht durch The Getty Foundation Los Angeles.
Gefördert vom Hauptstadtkulturfonds Berlin.
Kuratoren: Andrew Perchuk, Deputy Director, Getty Research Institute, und Rani Singh, Senior Research Associate of the Getty Research Institute’s Department of Architecture and Contemporary Art.
Liste der beteiligten Künstler: Peter Alexander, John Altoon, John Baldessari, Larry Bell, Billy Al Bengston, Karl Benjamin, Ed Bereal, Wallace Berman, Cameron, Vija Celmins, Judy Chicago, Mary Corse, Ronald Davis, Richard Diebenkorn, Melvin Edwards, Frederick Eversley, Lorser Feitelson, Llyn Foulkes, Sam Francis, Joe Goode, Robert Graham, Frederick Hammersley, George Herms, David Hockney, Stephan von Huene, Craig Kauffman, Edward Kienholz, Helen Lundeberg, John Mason, Allan McCollum, John McCracken, John McLaughlin, Ron Miyashiro, Ed Moses, Lee Mullican, Bruce Nauman, Helen Pashgian, Ken Price, Noah Purifoy, Ed Ruscha, Betye Saar, Henry Takemoto, DeWain Valentine, Peter Voulkos, Gordon Wagner, Norman Zammitt
Öffnungszeiten
Mittwoch bis Montag | 10:00–19:00
Dienstag geschlossen
ARTandPRESS
Fr, 23.3.2012 | Eröffnung


Fr, 23.3.2012 - So, 24.6.2012


Cézanne, Warhol, Picasso, Braque, Beuys und viele andere Künstler haben sich mit dem Medium Zeitung auseinandergesetzt, das ihre Werke beeinflusste oder inspirierte. Wie gehen Künstler heute damit um? Die Ausstellung ARTandPRESS im Berliner Martin-Gropius-Bau präsentiert wichtige Vertreter der aktuellen internationalen Kunstszene, die sich in ihren Arbeiten intensiv mit der heutigen Situation der Zeitung bei der täglichen Meinungsbildung und Informationsvermittlung und den damit in Zusammenhang stehenden Fragen von Wahrnehmung, Wirklichkeit und Wahrheit beschäftigen. Sie dokumentiert den vielfältigen Umgang von Künstlern mit dem Medium, zeigt Wechselwirkungen zwischen Kunst und Zeitung und versucht, die unterschiedlichen Wahrheitsbegriffe zu erfassen.
Rund 30 Künstler haben für ARTandPRESS Arbeiten aus ihrem Œuvre ausgewählt oder eigens für die Ausstellung realisiert. Hierzu gehören Positionen von Gilbert & George, Damien Hirst, William Kentridge, Anselm Kiefer und Gerhard Richter. Ebenso beschäftigen sich Künstler wie Christian Boltanski, Marlene Dumas, Olaf Metzel, Farhad Moshiri, Elisabetta Benassi, Rirkrit Tiravanija und Erwin Wurm mit der Thematik. Ein historischer Teil, präsentiert in digitaler Form, ergänzt die Ausstellung mit einer Dokumentation von Werken ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
ARTandPRESS ist ein Projekt der Stiftung für Kunst und Kultur e.V. Bonn unter der künstlerischen Leitung von Walter Smerling. Zum wissenschaftlichen Beirat gehören Götz Adriani, Heiner Bastian, Siegfried Gohr, David Hornemann von Laer, Peter Iden und Norman Rosenthal. Verantwortlich für die Koordination ist Hans-Joachim Petersen.
Unterstützt wird ARTandPRESS vom Sponsor RWE AG. Als Medienpartner begleitet BILD in besonderer Weise das Thema und stellt umfangreich die Künstler und ihre Arbeiten vor.
Ein umfassender Katalog zur Ausstellung erscheint im Wienand Verlag.
Öffnungszeiten
Mittwoch bis Montag | 10:00–19:00
Dienstag geschlossen