SONDERAUSSTELLUNGEN         MUSEEN IM ÜBERBLICK    

MUSEEN IM ÜBERBLICK

MUSEUMSINSEL

Zwischen Spree und Kupfergraben liegt die weltberühmte Museumsinsel, deren Gebäude die archäologischen Sammlungen und die Kunst des 19. Jahrhunderts beherbergen. Das im Jahr 1830 nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel erbaute Alte Museum war der erste Bau auf der Museumsinsel und das erste öffentliche Museum Preußens. Ihm folgten 1859 das Neue Museum, 1876 die Alte Nationalgalerie, 1904 das Bode-Museum und 1930 das Pergamonmuseum.

Im Zweiten Weltkrieg wurden die Museen zu bis zu 70 Prozent zerstört. Noch heute leiden die Gebäude unter den Kriegsschäden. Der 1999 in der Stiftungsratssitzung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz beschlossene Masterplan Museumsinsel sieht die Sanierung der Gebäude sowie die Rückführung und Neuordnung der nach dem Krieg in Ost und West geteilten Sammlungen vor. Ebenfalls 1999 wurde die Museumsinsel von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

Mit der feierlichen Wiedereröffnung des Bode-Museums mit der Skulpturensammlung, dem Museum für Byzantinische Kunst, dem Münzkabinett und Werken der Gemäldegalerie im Oktober 2006 erreichte die Sanierung der Museumsinsel ihren vorläufigen Höhepunkt. Im Obergeschoss des Alten Museums wurde im August 2005 das Ägyptische Museum eröffnet, das dort bis zu seinem Umzug ins Neue Museum im Jahr 2009 zu sehen ist. Im Untergeschoss des Alten Museums befinden sich weitere Werke der Antikensammlung. Die Alte Nationalgalerie wurde im Dezember 2001 glanzvoll wiedereröffnet. Das Pergamonmuseum beherbergt heute die Antikensammlung, das Museum für Islamische Kunst und das Vorderasiatische Museum.

Alte Nationalgalerie

Die Alte Nationalgalerie geht zurück auf eine Skizze Wilhelm IV. aus dem Jahr 1841 und die Entwürfe Friedrich August Stülers, die einen aufgesockelten tempelartigen Bau mit einer monumentalen Außentreppe und einer prunkvollen inneren Treppe vorsahen. Noch im Jahr des Baubeginns 1866 übernahm Johann Heinrich Strack die Bauleitung, da Stüler in diesem Jahr verstarb. Am 21. März 1876 wurde die Nationalgalerie eröffnet.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude schwer beschädigt. Erst 1948 wurde mit dem Wiederaufbau der bis dahin dachlosen Ruine begonnen, die bis zu diesem Zeitpunkt der Witterung ausgesetzt war. Gravierende Schäden an der Haussubstanz wurden vorerst nur provisorisch behoben. 1950 wurde das zweite Ausstellungsgeschoss der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht.

1992 erfolgte der Auftrag zur Generalinstandsetzung der Alten Nationalgalerie mit dem Ziel, neben der Schadensbeseitigung eine größere Ausstellungsfläche für die wiedervereinigten Sammlungsbestände aus Ost- und Westberlin zu schaffen. 1995 wurde mit den Umbaumaßnahmen im Außenbereich und 1998 mit der Generalsanierung begonnen. Am 2. Dezember 2001 wurde die Alte Nationalgalerie wiedereröffnet.

Anschrift
Besuchereingang
Bodestr. 1-3
10178 Berlin

Tel.: +49(0)30 - 2090-5801
Fax: +49(0)30 - 2090-5802
E-Mail: ang@smb.spk-berlin.de

Rollstuhlgeeignet

Verkehrsverbindungen
U-Bahn U6 (Friedrichstraße)
S-Bahn S1, S2, S25 (Friedrichstraße); S5, S7, S75, S9 (Hackescher Markt)
Tram M1, 12 (Am Kupfergraben); M4, M5, M6 (Hackescher Markt)
Bus TXL (Staatsoper); 100, 200 (Lustgarten); 147 (Friedrichstraße)

Altes Museum

Das Alte Museum, erbaut 1823 bis 1830 nach den Entwürfen Karl Friedrich Schinkels, zählt zu den bedeutendsten Bauwerken des Klassizismus. Mit einer klar gegliederten äußeren Form und einer präzisen inneren Struktur in Anlehnung an die griechische Antike verfolgt Schinkel damit Humboldts Idee, das Museum als Bildungseinrichtung dem Publikum zu öffnen.

Die monumentale Ordnung der 18 kannellierten ionischen Säulen, die weit gespannte Vorhalle, die Rotunde - ein ausdrücklicher Rückgriff auf das römische Pantheon - und schließlich die Freitreppe sind architektonische Elemente, die bis dahin nur Herrschaftsbauten vorbehalten waren.

Ursprünglich für alle Berliner Kunstsammlungen geschaffen, beherbergt das Alte Museum seit 1904 die Antikensammlung. Zwischen 1943 und 1945 brannte das Gebäude aus und wurde schwer beschädigt. Der Wiederaufbau dauerte bis 1966. Seit 1998 zeigt die Antikensammlung im Alten Museum ihre griechische Sammlung mit der Schatzkammer im Erdgeschoss des Gebäudes. Im Obergeschoss ist seit August 2005 bis zu ihrem Umzug ins Neue Museum im Jahr 2009 die Sammlung des Ägyptischen Museums zu sehen.


Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

Das Ägyptische Museum besitzt weltweit eine der bedeutendsten Sammlungen ägyptischer Hochkultur. Mit den Kunstwerken der Zeit des Königs Echnaton (um 1340 v. Chr.) aus Tell el-Amarna erreicht das Museum Weltniveau. Zu der Sammlung gehören bedeutende Werke wie die Büste der Königin Nofretete, das Porträt der Königin Teje und der bekannte "Berliner Grüne Kopf".

Ermöglicht durch die Unterstützung des Kuratorium Museumsinsel ist die Sammlung seit dem 13. August 2005 für vier Jahre im Obergeschoss des Alten Museums zu sehen. 2009 zieht sie ins Neue Museum.

Die eindrucksvolle Sammlung des Ägyptischen Museums umfasst Meisterwerke der unterschiedlichen Epochen Altägyptens: Statuen, Reliefs und Objekte der Kleinkunst sowie monumentale Werke der ägyptischen Architektur geben Zeugnis der Zeit von 3000 v. Chr. bis in die Zeit der Römer.

Neben der Büste der Königin Nofretete, deren Bemalung sich seit der Amarna-Zeit ohne Restaurierung erhalten hat, sind die Porträtköpfe der Königsfamilie und der Mitglieder des Königshofes einzigartig. Als bedeutendstes Werk der ägyptischen Spätzeit gilt der nach seiner Gesteinsfarbe benannte "Berliner Grüne Kopf" (500 v. Chr.).

Anschrift
Altes Museum
Am Lustgarten
10178 Berlin-Mitte

Telefon Information Museumsinsel +49(0)30 - 2090-5577
Telefon Infostand Ägyptisches Museum +49(0)30 - 2090-5544
Rollstuhlgeeignet: Zugang über Diensteingang (Am Lustgarten), bitte beim Pförtner melden.

Verkehrsverbindungen
U-Bahn U6 (Friedrichstraße)
S-Bahn S1, S2, S25 (Friedrichstraße); S5, S7, S75, S9 (Hackescher Markt)
Tram M1, 12 (Am Kupfergraben); M4, M5, M6 (Hackescher Markt)
Bus TXL (Staatsoper); 100, 200 (Lustgarten); 147 (Friedrichstraße)

Bode-Museum

Den Planungsauftrag für das Kaiser Friedrich-Museum, das 1956 in Bode-Museum umbenannt wurde, übergab Kaiser Wilhelm II. an Oberbaurat Ernst von Ihne, einen der bekanntesten Vertreter des "Wilhelminischen Barock". Um das Gebäude in seiner optischen Wirkung wie aus dem Wasser aufsteigen zu lassen, gruppierte der Architekt den dreiflügeligen Bau um mehrere Innenhöfe herum direkt an das Spreeufer. Die dominante Kuppel wie auch die zwei opulenten Treppenhäuser geben dem Gebäude die herrschaftliche Ausstrahlung, die auch in den Dekorationselementen wie den monumentalen Pilastern, Halbsäulen und Fensterrahmungen verfolgt wird. Der damalige Generaldirektor der Museen Wilhelm von Bode selbst machte Vorschläge zur Lichtführung in den Räumen und deren Proportionierung. Die Kunstwerke wurden im Kontext originaler Decken, Kamine, Türgewände, Gobelins und Möbel gezeigt. Das auf eine authentische Gesamtwirkung abzielende Präsentationskonzept Bodes machte weltweit Schule.

1904 wurde das Museum eröffnet. Im Zweiten Weltkrieg erlitt das Gebäude insbesondere im Bereich der Kuppel große Schäden. Beginnend in den 1950er Jahren wurde das Haus schrittweise wiederaufgebaut und in Betrieb genommen. In den 1990er Jahren begann die Generalinstandsetzung mit den ersten Teilbaumaßnahmen, im August 2000 schlossen sich die Bauarbeiten für die Grundinstandsetzung an. Das Münzkabinett wurde anlässlich seines 100. Geburtstages am 22. Oktober 2004 im Bode-Museum wiedereröffnet. Seit dem 19. Oktober 2006 ist das gesamte Bode-Museum mit der Skulpturensammlung, dem Museum für Byzantinische Kunst, dem Münzkabinett und Werken der Gemäldegalerie wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.

Anschrift
Bode-Museum
Monbijoubrücke
10178 Berlin-Mitte

Verkehrsverbindungen
U-Bahn U6 (Friedrichstraße)
S-Bahn S1, S2, S25 (Friedrichstraße); S5, S7, S75, S9 (Hackescher Markt)
Tram M1, 12 (Am Kupfergraben); M4, M5, M6 (Hackescher Markt)
Bus TXL (Staatsoper); 100, 200 (Lustgarten); 147 (Friedrichstraße)

Neues Museum

Das Neue Museum gehörte zu den bedeutendsten Bauvorhaben seiner Zeit in Preußen. Das von Friedrich August Stüler zwischen 1843 und 1855 errichtete Neue Museum stellt in Berlin sowohl als Teil des Gesamtensembles der Museumsinsel als auch als solitäres Bauwerk ein herausragendes Dokument des Museumsbaus des 19. Jahrhunderts dar.

Da das Alte Museum schon kurz nach seiner Eröffnung nicht mehr genug Platz bot, erhielt Friedrich August Stüler den Auftrag für den Bau des Neuen Museums, das 1859 eröffnet wurde. Die Innenausstattung der drei Ausstellungsgeschosse wurde durch die wichtigsten Maler des Berliner Spätklassizismus realisiert, unter Anderem zählen hierzu die berühmten Kaulbach-Fresken im Treppenhaus. Die Treppenhalle selbst zieht sich über alle drei Geschosse und erzielt eine starke Raumwirkung.

Das Neue Museum wurde bei Bombenangriffen 1943 und 1945 stark beschädigt. Über Jahrzehnte hinweg war die ungesicherte Kriegsruine dem Wetter offen preisgegeben und erlitt dadurch weitere schwere Schäden. Aus wirtschaftlichen und technologischen Gründen wurde der Wiederaufbau erst 1985 mit einer ingenieurtechnischen Notsicherung und der Gründungssanierung begonnen, die nach der deutschen Wiedervereinigung fortgeführt und 1991 abgeschlossen wurde.

1997 gewann der britische Architekt David Chipperfield den geladenen internationalen Realisierungswettbewerb, der auf Basis des denkmalpflegerischen Gutachtens einer interdisziplinären Expertenkommission 1993 ausgelobt wurde. Konzept und Details des Siegerentwurfs wurden im weiteren Verlauf planungs- und ausführungsbegleitend mit ICOMOS/UNESCO, dem Landesdenkmalrat und dem Landesdenkmalamt Berlin abgestimmt. Der Wiederaufbau des Neuen Museums ergänzt und vervollständigt den Ruinentorso in der Architektursprache unserer Zeit. Die verlorenen Raumfolgen und Volumen werden strukturell wiederhergestellt ohne dabei die historische Vorlage detailgetreu zu imitieren. Die Restaurierung der Fassade und der Innenräume verfolgt einen behutsam konservierenden Ansatz und respektiert die geschichtlichen Spuren des Denkmals.

Am 17. Oktober 2009 öffnete das Neue Museum wieder seine Pforten.

Anschrift:
Bodestraße 1-3
10178 Berlin

Information, Beratung, Buchung: 030 - 266 42 42 42
Am Wochenende: 030 - 20 90 55 77, 030 - 266 42 30 40, 030 - 830 14 38

Verkehrsverbindungen
U-Bahn U6 (Friedrichstraße)
S-Bahn S1, S2, S3 (Friedrichstraße); S5, S7, S75 (Hackescher Markt)
Tram M1, 12 (Am Kupfergraben); M4, M5, M6 (Hackescher Markt)
Bus TXL (Staatsoper); 100, 200 (Am Lustgarten); 147 (Friedrichstraße)

Pergamonmuseum

Das Pergamonmuseum wurde nach den Entwürfen von Alfred Messel durch Ludwig Hoffmann zwischen 1910 und 1930 errichtet. Zuvor, von 1901 bis 1909, stand an gleicher Stelle ein kleinerer Bau. In ihm waren zunächst die bedeutenden Ausgrabungsfunde der Berliner Museen, wie die zwischen 1878 und 1886 geborgenen Friesplatten des Pergamonaltars, untergebracht. Ungenügende Fundamentierungen führten jedoch bald zu Schäden am Gebäude, so dass es noch vor dem Ersten Weltkrieg abgerissen werden musste.

Das neue, größere Pergamonmuseum wurde als Dreiflügelanlage konzipiert. Heute beherbergt es drei Museen: die Antikensammlung mit den Architektursälen und dem Skulpturentrakt, das Vorderasiatische Museum und das Museum für Islamische Kunst. Durch die imposanten Rekonstruktionen archäologischer Bauensembles - Pergamonaltar, Markttor von Milet und Ischtar-Tor mit Prozessionsstraße von Babylon und Mschatta-Fassade - ist das Museum weltweit bekannt geworden.

Im Rahmen des Masterplans Museumsinsel wird unter der Leitung des Architekturbüros Oswald Mathias Ungers das Museum ab 2008 abschnittsweise saniert. Von einer Gesamtschließung des Gebäudes wird abgesehen.

Anschrift
Pergamonmuseum
Am Kupfergraben 5
10117 Berlin-Mitte

Telefon Information Museumsinsel +49(0)30 - 2090-5577
Bedingt Rollstuhlgeeignet: Zugang für Rollstuhlfahrer vorhanden.

Friedrichswerdersche Kirche

Die Friedrichswerdersche Kirche wurde von 1824 bis 1830 nach Plänen Karl Friedrich Schinkels erbaut. Sie steht als Backsteinbau in der Architekturtradition der Marien- und Nikolaikirche. Bis heute entsprechen Fassade wie Innenraum dem ursprünglichen Erscheinungsbild. Die Doppelturmfassade der Kirche mit dem Hauptportal weist nach Süden zum Werderschen Markt. Im Innern eröffnet sich ein weiter neugotischer Raum mit einer umlaufenden hölzernen Empore. Hier werden in Text und Bild Schinkels Leben und seine Berliner Hauptwerke erläutert.

Im Kirchenschiff sind eine Auswahl von Skulpturen aus Schinkels Zeit zu sehen. Darunter das Originalmodell zu Johann Gottfried Schadows berühmtestem Werk, der "Prinzessinnengruppe", der Marmorsarkophag der verehrten Königin Luise von Preußen von Christian Daniel Rauch, mehrere Bildwerke aus dem Berliner Schloss, aber auch Bildnisse von Immanuel Kant, Johann Wolfgang von Goethe, den Brüdern Humboldt sowie zahlreiche weitere Skulpturen lassen das Menschenbild jener klassischen Zeit und die künstlerischen Ziele und Leistungen in einem gehaltvollen und facettenreichen Reigen aufscheinen.

Anschrift
Friedrichswerdersche Kirche
Bodestraße 1-3
10178 Berlin

Besuchereingang
Friedrichswerdersche Kirche
Werderscher Markt
10117 Berlin-Mitte

Information Museumsinsel +49(0)30 - 2090-5577
Bedingt Rollstuhlgeeignet

Verkehrsverbindungen
U-Bahn U2 (Hausvogteiplatz), U6 (Französische Straße)
Tram M1, 12 (Am Kupfergraben)
Bus M48, 347 (Jerusalemer Straße); TXL, 100, 200 (Staatsoper); 147 (Werderscher Markt)

KULTURFORUM POTSDAMER PLATZ / TIERGARTEN

In der Nähe des Potsdamer Platzes befindet sich das Kulturforum Potsdamer Platz mit den bedeutenden Sammlungen europäischer Kunst. Zu ihnen gehört die Gemäldegalerie, das Kunstgewerbemuseum, die Kunstbibliothek und das Kupferstichkabinett. In unmittelbarer Nähe befindet sich die Neue Nationalgalerie.

Das Kulturforum Potsdamer Platz wurde in den 1960er Jahren auf dem Gebiet zwischen dem Verkehrsknotenpunkt Potsdamer Platz und dem früheren Lützowplatz geplant. 1968 entstand hier als erstes Gebäude die Neue Nationalgalerie nach Plänen von Ludwig Mies van der Rohe. Es folgte am wenige Schritte entfernten Matthäikirchplatz ein zusammenhängendes neues Museumsensemble, als dessen erstes Gebäude 1985 das Kunstgewerbemuseums eröffnet wurde. Später wurden Kunstbibliothek und Kupferstichkabinett und 1998 schließlich die Gemäldegalerie fertig gestellt.

In unmittelbarer Nähe zu den Museumsbauten befinden sich die Philharmonie, die Staatsbibliothek, das Staatliche Institut für Musikforschung mit dem Musikinstrumenten-Museum sowie die St. Matthäus-Kirche.

Der Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin befindet sich in der Nähe des S-Bahnhofs Hauptbahnhof und zeigt zeitgenössische Kunst.

Kulturforum Potsdamer Platz

In den 1960er Jahren entschied die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, neben der Staatsbibliothek auch die Sammlungen der europäischen Kunst am Kulturforum am Potsdamer Platz anzusiedeln. 1965 wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, aus dem 1969 der Gesamtentwurf des Architekten Rolf Gutbrod hervorging: ein zentraler Platz - die Piazzetta - mit Parkhaus und Eingangshalle, der die einzelnen Gebäudeteile miteinander verband.

1971 wurde die gesamte Planung aus finanziellen Gründen unterbrochen. Gutbrod konnte erst 1978 mit dem Bau des Kunstgewerbemuseums beginnen. Im Laufe der langen Planungszeiten hatten sich bei den beteiligten Institutionen verschiedene Vorstellungen über den Bau des Kulturforums entwickelt. So wurde 1985 Gutbrod nach Fertigstellung des Kunstgewerbemuseums die weitere Planung entzogen. Bereits 1983 wurden die Gutbrodschen Entwürfe überarbeitet. In veränderter Form wurde 1985 mit dem Bau der Eingangshalle begonnen. 1987 folgte der Bau der Kunstbibliothek und des Kupferstichkabinetts.

1986 wurde der Wettbewerb für den Neubau der Gemäldegalerie ausgeschrieben und 1987 an das Architekturbüro Hilmer und Sattler vergeben. Mit der Wiedervereinigung der Gemäldesammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin im Jahr 1991 wurde der Bau zusätzlich um eine Studiengalerie erweitert. 1998 wurde die Gemäldegalerie eröffnet.

Anschrift
Gemäldegalerie
Stauffenbergstraße 40
Besuchereingang: Matthäikirchplatz 4/6
10785 Berlin-Tiergarten

Information Kulturforum Potsdamer Platz +49(0)30 - 266-2951
Rollstuhlgeeignet

Verkehrsverbindungen
U-Bahn U2 (Potsdamer Platz)
S-Bahn S1, S2, S25 (Potsdamer Platz)
Bus M29 (Potsdamer Brücke); M41 (Potsdamer Platz Bhf / Voßstraße); M48, M85 (Kulturforum); 200, 347 (Philharmonie)

Neue Nationalgalerie

Die Neue Nationalgalerie wurde 1968 als Gegenstück zu der sich im Ostteil der Stadt befindenden Nationalgalerie auf der Museumsinsel Berlin eröffnet. Im Zuge der Wiedervereinigung befindet sich heute in dem spektakulären Bau von Mies van der Rohe die Sammlung zur Kunst des 20. Jahrhunderts. Sofern der gesamte Museumsbau anlässlich großer Ausstellungen nicht als Sonderausstellungsfläche genutzt wird, zeigt die Neue Nationalgalerie hier ihr Werkspektrum von der klassischen Moderne bis zur Kunst der 1960er und 1970er Jahre. Sammlungsschwerpunkte sind Arbeiten von Vertretern des Kubismus, des Expressionismus, des Bauhaus, des Surrealismus der Gruppe Zero und der amerikanischen Farbfeldmalerei sowie Künstler wie Pablo Picasso, Ernst Ludwig Kirchner, Paul Klee, Max Beckmann, Otto Dix und aus der Zeit nach 1945 Yves Klein, Lucio Fontana, Barnett Newman, Morris Louis, etc.

Anschrift
Potsdamer Straße 50
10785 Berlin

Tel.: +49(0)30 - 266-2651
Fax: +49(0)30 - 262-4715
E-Mail: nng@smb.spk-berlin.de

Information Kulturforum Potsdamer Platz: +49(0)30 - 266-2951
Rollstuhlgeeignet

Verkehrsverbindungen
U-Bahn U2 (Potsdamer Platz)
S-Bahn S1, S2, S25 (Potsdamer Platz)
Bus M29 (Potsdamer Brücke); M41 (Potsdamer Platz Bhf / Voßstraße); M48, M85 (Kulturforum); 200, 347 (Philharmonie)

Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin

Der Hamburger Bahnhof wurde 1874 als Kopfbahnhof erbaut, doch bereits 1906 aufgrund seiner zu geringen Größe zum Verkehrs- und Baumuseum umgebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb der Hamburger Bahnhof zwischen Ost- und Westberlin im "Niemandsland" ungenutzt. Erst nachdem die DDR das Gebäude 1984 dem Land Berlin übergab wurde er schrittweise saniert.

1987 wurde der Hamburger Bahnhof der Stiftung Preußischer Kulturbesitz übertragen. Den 1989 ausgeschriebenen Wettbewerb zum Umbau des Hauses gewann der Museumsarchitekt Josef Paul Kleihues, der ein ideales museales Konzept für die vielgestaltige Nutzung des Museums entwarf.

Die große Eingangshalle dient als zentraler Orientierungsraum, der in alle weiteren Gebäudeteile führt. Von dort aus gelangt man zum zweigeschossigen westlichen Ehrenhofflügel, der als ständiger Ausstellungsort den Werken Joseph Beuys gewidmet ist. Im östlichen Ehrenhofflügel sind ein Restaurant und ein Veranstaltungsforum eingerichtet. Die große Halle und die modernen Galeriehallen werden für Sonderausstellungen genutzt.

Seit September 2004 ist die Friedrich Christian Flick Collection als Dauerleihgabe in den angrenzenden Rieck-Hallen zu sehen. Der Sammler übergab den Staatlichen Museen zu Berlin seine hochkarätigen Meisterwerke als Dauerleihgabe für den Zeitraum von sieben Jahren.

Anschrift
Invalidenstraße 50/51
10557 Berlin

Tel.: +49(0)30 - 3978-3411
Fax: +49(0)30 - 3978-3413
E-Mail: hbf@smb.spk-berlin.de

Information Hamburger Bahnhof: +49(0)30 - 3978-3439
Rollstuhlgeeignet

Verkehrsverbindungen
U-Bahn U6 (Zinnowitzer Straße)
S-Bahn S3, S5, S7, S75, S9 (Hauptbahnhof)
Tram M6, M8, 12 (Zinnowitzer Straße)
Bus M41, M85, TXL (Hauptbahnhof); 120, 123, 147, 240, 245 (Invalidenpark)

CHARLOTTENBURG

Im Stadtteil Charlottenburg befinden sich in der unmittelbaren Nähe zum Charlottenburger Schloss das Museum für Vor- und Frühgeschichte, das Museum Berggruen und die Gipsformerei. Gegenüber dem Bahnhof Zoologischer Garten in der Jebensstraße bündelt das Museum für Fotografie alle fotografischen Aktivitäten der Staatlichen Museen zu Berlin. Im selben Haus hat auch die Helmut Newton Stiftung ihren Sitz.

Das Ägyptische Museum und Papyrussammlung ist aufgrund seines Umzugs auf die Museumsinsel seit dem 1. März 2005 geschlossen. Ab 2008 wird im Östlichen Stüler-Bau die "Stiftung Sammlung Dieter Scharf zur Erinnerung an Otto Gerstenberg" mit Werken bedeutender Surrealisten gezeigt.

Museum Berggruen

Seit 1996 befindet sich im so genannten westlichen Stülerbau das Museum Berggruen. Das 1851 ursprünglich für die Stallungen König Wilhelms IV. von August Stüler geplante Gebäude wurde zwischen 1960 und 1993 von der Antikensammlung genutzt bis diese, wiedervereint mit den Beständen aus Ostberlin, zurück ins Alte Museum auf die Museumsinsel zog. Der Umbau des Gebäudes für die Sammlung Berggruen wurde nach den Entwürfen des Architekturbüros Hilmer und Sattler durchgeführt.

Anschrift
Schloßstraße 1
14059 Berlin-Charlottenburg

Tel.: +49(0)30 - 3269-5815
Fax: +49(0)30 - 3269-5819

Führungen / Gruppenanmeldungen
Führungen für Schulklassen und Gruppen werden nach Voranmeldung vermittelt.
Telefon: 030/266-3666
Fax: 030/266-3670
E-Mail: fuehrungen@smb.spk-berlin.de

Anschrift:
Besucher-Dienste der Staatlichen Museen zu Berlin
Genthiner Str. 38; 10785 Berlin

Gruppenanmeldungen ohne Führung bzw. Gruppenanmeldungen mit Fremdführung durch die Ausstellung können unter www.smb.museum/fuehrungen gebucht werden.

Bedingt Rollstuhlgeeignet

Verkehrsverbindungen
S-Bahn: S41, S42, S46 (Westend)
U-Bahn: U2 (Sophie-Charlotte-Platz); U7 (Richard-Wagner-Platz)
Bus: M45, 309 (Schloß Charlottenburg); 109 (Luisenplatz/Schloß Charlottenburg)

Sammlung Scharf-Gerstenberg

Die Sammlung Scharf-Gerstenberg zeigt ab Sommer 2008 hochkarätige Werke der Surrealisten und ihrer Vorläufer aus den Beständen der "Stiftung Sammlung Dieter Scharf zur Erinnerung an Otto Gerstenberg". Das Spektrum der Künstler reicht von Piranesi, Goya und Redon bis zu Dalí, Magritte, Max Ernst und Dubuffet.
Die Sammlung Scharf-Gerstenberg befindet sich im östlichen Stülerbau und im Marstall gegenüber dem Schloss Charlottenburg.

Anschrift
Schlossstraße 70
14059 Berlin

Tel.: +49(0)30 – 3435-7315
Fax: +49(0)30 – 3435-7312

Verkehrsverbindungen
U-Bahn: U2 (Sophie-Charlotte-Platz); U7 (Richard-Wagner-Platz)
S-Bahn: S41, S42, S46 (Westend)
Bus: M45, 309 (Schloß Charlottenburg); 109 (Luisenplatz / Schloß Charlottenburg)

Museum für Fotografie

Seit 2004 ist das Museum für Fotografie ein Publikumsmagnet für Fotografiebegeisterte aus aller Welt. Über 700.000 Besucher wurden in den letzten Jahren von Ausstellungen der Helmut Newton Foundation von "Sex and Landscapes" über "Newton, Nachtwey, Lachapelle: Men, War & Peace" bis "Pigozzi and the Paparazzi" angezogen.

Auf insgesamt 2.000 Quadratmetern bespielen zwei Akteure das Museum für Fotografie: die Helmut Newton Foundation die beiden unteren Etagen mit der seit Jahren erfolgreichen Dauerpräsentation "Helmut Newton's Private Property" und den Ausstellungen zum Werk Helmut Newtons und seiner Weggefährten und die Sammlung Fotografie der Kunstbibliothek den glanzvoll erneuerten Kaisersaal im zweiten Obergeschoss.

Die beherrschende Ruine des Kaisersaals bot über vier Jahre einen ungewöhnlichen Ort für zeitgenössische Kunst und Fotografie in Ausstellungen der Sammlung Fotografie der Kunstbibliothek. Fotografen und Künstler (Raimund Kummer, M+M, Philipp Schönborn, Boris Hars-Tschachotin und Hannes Nehls, Regina Schmeken, Reiner Leist, Raymond Depardon und Simone Mangos) entwarfen spektakuläre Installationen in Auseinandersetzung mit dem kriegsversehrten Raum. Immer wurden mit den Ausstellungen auch die Grenzbereiche der Fotografie ausgelotet, wurde nach den Beziehungen des Mediums zu Skulptur und Film, zu Religion und Geschichte gefragt.

Mit dem Umbau durch Kahlfeldt Architekten ist der Kaisersaal mit moderner Licht- und Klimatechnik ausgestattet worden und eignet sich nun für Ausstellungen aller Formen der Fotografie vom 19. bis zum 21. Jahrhundert. Geplant ist ein facettenreiches Ausstellungsprogramm, das einerseits aus dem reichen Fundus der fotografischen Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin schöpft, andererseits aber auch herausragende Fotografinnen und Fotografen sowie wichtige Themen der Fotografiegeschichte präsentiert. Parallel wird ein abwechslungsreiches Programm von Führungen sowie von Vorträgen und Symposien zu aktuellen Themen der Forschung geboten.

Anschrift
Jebensstraße 2
10623 Berlin

Information, Beratung, Buchung: 030 - 266 42 42 42 (Mo-Fr 9:00-16:00 Uhr)
Am Wochenende: 030 - 20 90 55 77, 030 - 266 42 30 40, 030 - 830 14 38

Rollstuhlgeeignet

Verkehrsverbindungen
U-Bahn U1 (Kurfürstendamm); U2, U9 (Zoologischer Garten)
S-Bahn S5, S7, S75, S9 (Zoologischer Garten)
Bus M19, M29 (Kurfürstendamm); M45, M46, M49, X9, X10, X34, 100, 109, 110, 200, 204, 245, 249 (Zoologischer Garten)

DAHLEM

Museen Dahlem

In den Museen Dahlem zeigt das Ethnologische Museum ethnografische, archäologische und kulturhistorische Objekte aus Afrika, Asien, Amerika, Australien und der Südsee. Das Museum für Asiatische Kunst beherbergt bedeutendste Sammlungen von Kunstwerken des indoasiatischen Kulturraums und präsentiert das Spektrum der Kunst Chinas, Japans und Koreas.
Neben diesen Sammlungen der außereuropäischen Kultur beherbergt das Museum Europäischer Kulturen Objekte zur europäischen Ethnographica und Kulturgeschichte.

Ebenfalls in Dahlem beheimatet ist das Institut für Museumsforschung, eine bundesweit tätige Forschungs- und Dokumentationseinrichtung.

Anschrift
Arnimallee 27
14195 Berlin

Information, Beratung, Buchung: 030 - 266 42 42 42 (Mo-Fr 9:00-16:00 Uhr)
Am Wochenende: 030 - 20 90 55 77, 030 - 266 42 30 40, 030 - 830 14 38

Bedingt Rollstuhlgeeignet

Verkehrsverbindungen
U-Bahn U3 (Dahlem-Dorf)
Bus X11, X83 (Dahlem-Dorf); 101 (Limonenstraße); 110 (Domäne Dahlem)

KÖPENICK

Köpenick bildet den fünften Standort der Staatlichen Museen zu Berlin. Hier befindet sich das zwischen 1677 und 1689 erbaute Schloss Köpenick, in dem die Staatlichen Museen zu Berlin seit 1963 die im Ostteil der Stadt verbliebenen Bestände des Kunstgewerbemuseums zeigten. Das Schloss wurde am 27. Mai 2004 nach einer umfassenden Sanierung als zweiter Standort des Kunstgewerbemuseums wiedereröffnet.

Schloss Köpenick

Die Dependance des Kunstgewerbemuseums befindet sich am Rande der reizvollen Altstadt des Berliner Stadtteils Köpenick, der auch landschaftlich und mit seinen vielen Gewässern besonders attraktiv für Wochenendausflüge ist.

Bereits seit 1963 wird das barocke Schloss mit seinen prächtigen Stuckdecken (erbaut 1677- 89) von den Staatlichen Museen zu Berlin als Ausstellungsort des Kunstgewerbemuseums genutzt.

Das im Mai 2004 nach einer Grundinstandsetzung wiedereröffnete Haus präsentiert Werke der Raumkunst aus Renaissance, Barock und Rokoko.

Besuchereingang:
Schloßinsel 1
12557 Berlin

Information, Beratung, Buchung: 030 - 266 42 42 42 (Mo-Fr 9:00-16:00 Uhr)
Am Wochenende: 030 - 20 90 55 77, 030 - 266 42 30 40, 030 - 830 14 38

Rollstuhlgeeignet

Verkehrsverbindungen:
S-Bahn S47 (Spindlersfeld)
Tram 27, 60, 61, 62, 67 (Schloßplatz Köpenick)
Bus 164, 167 (Schloßplatz Köpenick)

STAATLICHE MUSEEN ZU BERLIN