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Berner Symphonieorchester

Das Berner Symphonieorchester – seit Juli 2011einer der vier starken Pfeiler der neuen Institution «Konzert Theater Bern» – zählt rund 100 Musikerinnen und Musiker aus aktuell 18 verschiedenen Nationen. Mit Beginn der Saison 2010/11 trat der Schweizer Mario Venzago die Position des Chefdirigenten des BSO an. Zu seinen Vorgängern zählen unter anderem Andrey Boreyko, Dmitrij Kitajenko, Charles Dutoit, Fritz Brun, Luc Balmer, Paul Kletzki und Peter Maag.

Das Berner Symphonieorchester kann auf eine 136jährige Tradition als Orchester der Schweizer Bundesstadt zurückblicken. In seinen Gründungsjahren spielte das Orchester am Theater, gab Symphoniekonzerte, begleitete Chöre und veranstaltete Volkskonzerte. Bereits ab 1935 wurden regelmässig renommierte Gastdirigenten eingeladen, darunter Bruno Walter, Wilhelm Furtwängler, Karl Böhm, Herbert von Karajan, Sir John Barbirolli, Ernest Ansermet und später Hans Knappertsbusch und Rafael Kubelik, in jüngerer Zeit Eliahu Inbal, Sir Neville Marriner, Eiji Oue, Jun Märkl, Josep Caballé-Domenech und Michael Sanderling.

Namhafte Solistinnen und Solisten tragen dazu bei, den guten Ruf des Berner Symphonieorchesters weit über die Landesgrenze hinauszutragen. Grosse Namen wie Joshua Bell, Elisabeth Leonskaja oder Mischa Maisky spielten und spielen ebenso mit dem BSO wie die jungen Klassikstars Sol Gabetta, Patricia Kopatchinskaja, Fazil Say, David Fray oder Daniel Müller-Schott.

Das BSO spielt pro Saison rund 50 Konzerte. Insbesondere das Gala- und das Neujahrskonzert gehören zu den kulturellen Höhepunkten des Berner Musikjahres. Auch mit dem gratis Openair-Konzert auf dem Bundesplatz begeistert das Orchester ein grosses Publikum für sich und bietet den Bernerinnen und Bernern eine musikalische Heimat. Als Theaterorchester war es auch an der Produktion des Schweizer Fernsehens «La Bohème im Hochhaus» beteiligt, die ein internationales Publikum begeisterte. Neben Gastspielen im In- und Ausland gehören auch Radiomitschnitte und CD-Einspielungen zu den Aktivitäten des Orchesters. Soeben erschienen ist die Aufnahme von Bruckners dritter und sechster Symphonie unter Leitung von Mario Venzago.

Kontakt

Berner Symphonieorchester
Münzgraben 2
CH-3000 Bern

Telefon: +41 (0) 31 328 24 24
Fax: +41 (0) 31 328 24 25
E-Mail: info@bernorchester.ch

 

Spielstätten:
- Kultur Casino Bern: Herrengasse 25, CH-3011 Bern
- Yehudi Menuhin Forum Bern: Helvetiaplatz 6, CH-3005 Bern
- Dampfzentrale Bern: Marzilistr. 47, CH-3005 Bern
- Stadttheater Bern: Kornhausplatz 20, CH-3011 Bern
Konzert

8. Kammermusik: Nash Ensemble

NASH ENSEMBLE
HENNING KRUGERUD & MICHAEL GUREVICH, VIOLINE
LAWRENCE POWER, VIOLA
ADRIAN BRENDEL, VIOLONCELLO
IAN BROWN, KLAVIER


JOSEPH HAYDN 1732–1809: Klaviertrio G-Dur Hob. XV:25
«Zigeunertrio» (spätestens 1795) (15')
ROBERT SCHUMANN 1810–1856: Klavierquintett Es-Dur op. 44 (1842) (30')
EDWARD ELGAR 1857–1934: Klavierquintett a-Moll op. 84 (1918/19) (38')

Das NASH ENSEMBLE OF LONDON – laut der times «Britain's premier chamber ensemble» – wurde 1964 von Amelia Freedman gegründet und wählte seinen Namen nach den bekannten Londoner Nash-Terrassen. Während es sich immer wieder behutsam verjüngt, vereint das Ensemble heute einige der brillantesten Nachwuchsinstrumentalisten Grossbritanniens.
Das umfangreiche Repertoire des in wechselnden Formationen spielenden Ensembles reicht von der Klassik bis zur Moderne. Die interessanten und oft aussergewöhnlichen Programme, darunter insbesondere die zahlreichen Erstaufführungen zeitgenössischer Werke, finden weltweit grosse Beachtung. Über 255 Werke, dar-unter 145 Auftragskompositionen, hat das Nash Ensemble of London bereits uraufgeführt.
Das Nash Ensemble gewann zahlreiche Preise, darunter den berühmten Royal Society Music Award der Königlichen Philharmonie und den Kritikerpreis beim Edinburgh Festival. 1994 wurde es zum Kammermusikensemble des Jahres ernannt. Das Ensemble unternimmt regelmässig grosse Auslandstourneen und gibt Konzerte in ganz Europa, den USA, in Südamerika, Australien sowie im Mittleren und Fernen Osten.

Erstaunlich, aber wahr: Inmitten des geschäftigen Londoner Stadtlebens ersann JOSEPH HAYDN sein berühmtes «Zigeunertrio», dessen überschäumendes «Rondo all’Ongarese» schon bald nach dem Erscheinen in unzähligen Bearbeitungen Verbreitung fand – ein untrügliches Zeichen seiner kolossalen Beliebtheit. Bezeichnenderweise firmierte dieser Schlusssatz dabei schnell als «Rondo in the Gypsies’ Style», denn an der Themse hielt man die authentischen ungarischen Volksliedmelodien, die der Komponist hier zugrunde gelegt hatte, für «Zigeunermusik».
In jedem Fall ist dieses Rondo Bestandteil eines hochkarätigen Klaviertrios, das längst die Niederungen der Gesellschaftsmusik verlassen und die Weihen ernster Kammermusik empfangen hat. Am Beginn des Werkes steht ein liedhaftes Andante. Es weist zwei Themen auf, aus denen Haydn einen abwechslungsreichen Variationensatz entwickelt. Die Werkmitte bestreitet ein überaus gesangliches Poco Adagio in E-Dur, in welchem sich auch das Klavier als melodieführendes Instrument präsentieren darf – ein wunderbarer «Kontrapunkt» zur Wildheit des Schlusssatzes.

Peter Tschaikowsky bewunderte die «Leidenschaft und den Zauber», Clara Schumann empfand es als «äusserst brillant und effektvoll»: Schon bei den Zeitgenossen fand ROBERT SCHUMANNS Klavierquintett höchste Anerkennung, ein Faktum, das noch dadurch überhöht wurde, dass selbst Richard Wagner, sonst erklärter Intimfeind des Komponisten, sich zu höchsten Lobestönen hinreissen liess: «Ihr Quintett, bester Schumann, hat mir sehr gefallen […]. Ich sehe, wo hinaus sie wollen, und versichere ihnen, wo sie hinaus wollen, da will auch ich hinaus: es ist die einzige Rettung: Schönheit!».
Bis heute zählt das Es-Dur-Quintett zu den beliebtesten Schöpfungen Schumanns. Wie die meisten seiner Werke stammt es aus dem sogenannten Kammermusikjahr 1842, seine endgültige Gestalt ist allerdings das Ergebnis eines umfassenden Prozesses, der sich über mehrere Jahre erstreckte. So wurde der Kopfsatz allem Anschein nach später als die übrigen Sätze skizziert. Ihm folgten ursprünglich zwei langsame Sätze. Der verbliebene zweite Satz, eine Art Trauermarsch, hatte ursprünglich noch einen weiteren kontrastierenden Einschub, den Schumann auf Anraten Felix Mendelssohns strich.

In den letzten Jahren des Ersten Weltkrieges und der ersten Zeit danach nahm EDWARD ELGARS Schaffen eine neue Wendung: Der Meister überbordender orchestraler Werke verlegte sich mit drei Werken auf ein Genre, das er bis dahin – von wenigen Versuchen in jungen Jahren einmal abgesehen – stets gemieden hatte: die Kammermusik. In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg entstanden so die Violinsonate, das Streichquartett und das Klavierquintett.
Im «Ton» entpuppt sich Elgars Klavierquintett als ein genuines Werk seines Schöpfers: Stimmkopplungen und ein vollgriffiger Klaviersatz sorgen für emotionalen Überschwang und Ausdruck. Elegische Momente, extreme Steigerungen und hochvirtuose Passagen machen den Kopfsatz zu einem abwechslungsreichen Ereignis. Der zweite Satz hebt mit einem innigen Streichersatz an, der sich mächtig und leidenschaftlich entwickelt. Der Finalsatz nimmt diese Stimmung mit Verve auf und bringt sie zu einem schwungvollen Abschluss.
Konzert

13. Symphoniekonzert: Schnyder Trio | Beethoven Tripel

Dylan Corlay, Dirigent
Andreas Janke, Benjammin Nyffenegger, Violoncello
Oliver Schnyder, Klavier
Berner Symphonieorchester
Chor Konzert Theater Bern
Zsolt Czetner, Einstudierung


OLIVIER MESSIAEN 1908 – 1992: «Les offrandes oubliées» (1930) (11’)
LUDWIG VAN BEETHOVEN 1770 – 1827: Konzert C-Dur für Violine, Violoncello und Klavier op. 56, «Tripelkonzert» (1803/04) (33’)
MAURICE RAVEL 1875 – 1937: Daphnis et Chloé, «Symphonie choréographique en trois parties» (1909 – 12) 50’)


Die (heilige) Zahl drei durchzieht dieses Konzert: Ein in Musik gegossenes Altar-Triptychon, ein klassisches Tripelkonzert und eine «Symphonie choréographique en trois parties» sorgen für einen Konzertabend ganz besonderer Art. Dabei zeigen sich sowohl Olivier Messiaen als auch Maurice Ravel als Meister leuchtender Farben und üppiger Orchesterbesetzungen. Nicht weniger als 15 verschiedene Schlaginstrumente, einen gemischten Chor und eine Windmaschine sieht Ravels Ballettmusik zu Daphnis et Chloé vor. In «Les offrandes oubliées» findet Ravels hohe Kunst ihre Fortsetzung: Eine spirituelle Musik, deren himmlische Sphären zu tiefer Meditation einladen. Inmitten dieses mystischen und impressionistischen Klangfarbenrausches kommt die Klassizität des Tripelkonzertes von Ludwig van Beethoven besonders intensiv zum Tragen: Im Wechselspiel zwischen kammermusikalischem Klaviertrio und Orchester zeigt sich dieses Konzert als ein Ausnahmewerk von berührender Schönheit.
Konzert

6. Matineekonzert: St. Petersburger Preziosen

Berner Symphonieorchester
Stefan Meier, Sandrine Canova, Violine
Julia Malkova, Viola
Eva Lüthi, Andreas Graf, Violoncello


ALEXANDER GLASUNOW 1865 – 1936: Streichquintett A-Dur op. 39 (1891/92) (28’)
ANTON ARENSKY 1861 – 1906: Streichquartett Nr. 2 a-Moll op. 35 (1894) (25’)
Konzert

LATE NIGHT Concert

WAS FEHLT, IST EIN TAG ZWISCHEN SAMSTAG UND SONNTAG

Justin Clark | bass trombone
Roman Hürzeler | violin
Matteo Burci | double bass
Loïc Defaux | marimba,vibrafon
Didier Metrailler | drums


Daran können auch wir nichts ändern, aber Ihnen immerhin die perfekte Gelegenheit geben, den Samstag musikalisch aufzuwerten und zu verlängern. Nach den Samstagskonzerten bieten wir im Foyer des Kursaals «Late Night Concerts» an. Hier können Sie sich mit Freunden über das Konzerterlebnis austauschen und in entspannter Atmosphäre, bei einem Glas Wein oder einem Cocktail, den Abend ausklingen lassen. Zudem lädt der Panoramablick über die Stadt zum Verweilen ein!

Tranzɪənt Ensemble

Der Bassposaunist Justin Clark hat das Tranzɪənt Ensemble gegründet, um den großen Variantenreichtum in Tonfarbe und Klangbild seines oft missverstandenen und unbeachteten Instruments zu präsentieren. Zwei Percussionisten performen auf einer Reihe von Instrumenten, gemischt mit schwebenden Geigenmelodien, einem massiven Kontrabass-Sound, und einer Bassposaune im Vordergrund. Definitiv keine normale Mischung nach klassischen Standards – aber genau das ist der Punkt: Dies ist kein typisches Ensemble und es spielt kein Standard-Repertoire.
Aufführungen / Konzert Konzerte in Bern Bern, Helvetiastrasse 45
Aufführungen / Konzert Singkreis Wohlen bei Bern Wohlen, -
Aufführungen / Konzert Ensemble Paul Klee Bern, Monument im Fruchtland 3
Aufführungen / Konzert Yehudi Menuhin Forum Bern Bern, Helvetiaplatz 6
Aufführungen / Aufführung Theater am Käfigturm Bern, Spitalgasse 4, 3.UG
Aufführungen / Konzert Anna Mishkutenok Bern, Lerberstrasse 35