Berner Symphonieorchester

Das traditionsreiche Berner Symphonieorchester wurde 1877 gegründet und kann damit auf eine über 130-jährige Tätigkeit als Stadtorchester der Schweizer Bundesstadt zurückblicken. Das Orchester spielte in den Jahren nach seiner Gründung am Theater, gab Symphoniekonzerte, begleitete Chorkonzerte und veranstaltete auch «Unterhaltungskonzerte», die während der Sommermonate in allen verfügbaren Gärten der Stadt und im Winter im eigenen Konzertsaal stattfanden. Bereits seit 1935 wurden regelmässig renommierte Gastdirigenten eingeladen. Dazu zählten Bruno Walter, Wilhelm Furtwängler, Ernest Ansermet und später Hans Knappertsbusch, Ferenc Fricsay, Rafael Kubelik.

Dem Berner Symphonieorchester, dessen Trägerin die Stiftung Berner Symphonieorchester ist, gehören heute rund 100 Musikerinnen und Musiker an. Seit der Saison 2005/06 wirkt Andrey Boreyko als Chefdirigent in Bern. Zu seinen Vorgängern gehören u. a. Dmitrij Kitajenko, Charles Dutoit, Gustav Kuhn, Paul Kletzki und Peter Maag. International bekannte Gastdirigenten wie Günter Wand, Kurt Sanderling, Armin Jordan, Eliahu Inbal, Jaap van Zweden, Jun Märkl oder Susanna Mälkki sowie namhafte Solistinnen und Solisten halfen und helfen mit, den guten Ruf des Berner Symphonieorchesters weit über die Landesgrenzen hinauszutragen. Das Berner Symphonieorchester, heute eines der grössten Schweizer Orchester, spielt pro Saison rund 50 Konzerte. Neben den allseits beliebten Symphoniekonzerten gehören insbesondere das Gala- und Neujahrskonzert zu den kulturellen Höhepunkten des Jahres. Auch mit dem Openair-Konzert auf dem Bundesplatz und der Nacht der Musik gelingt es dem Orchester immer wieder, ein grosses Publikum für sich zu begeistern und den Bernern eine musikalische Heimat zu bieten.

Zu den weiteren Aktivitäten des Berner Symphonieorchesters zählen Gastspiele im In- und Ausland sowie Rundfunkmitschnitte und CD-Einspielungen.

Aktuelle Konzerte

Saison 2011/2012

5. KAMMERMUSIK: Quatuor Ebène

«The other Ebène»:
Pierre Colombet, Violine
Gabriel Le Magadure, Violine
Mathieu Herzog, Viola
Raphaël Merlin, Cello
Richard Héry, Perkussion
Fabrice Planchat, Sound


«Fiction»
Misirlou (Pulp Fiction)
Nature Boy (Eden Ahbez)
Unrequited (Brad Mehldau)
Footprints (Wayne Shorter)
Smile (Charles Chaplin, Modern Times)
7-29-04 The Day of (Ocean’s 12)
All blues & So what (Miles Davis)

Ort:

Konservatorium Bern, Grosser Saal

Termin:

Mo, 13.2.2012, 19:30 |

3. MUSIK.PUNKT.ZWÖLF: Der Titan

Eiji Oue, Dirigent

Gustav Mahler, 1860–1911: Symphonie Nr. 1 D-Dur «Der Titan»

Ort:

Kultur-Casino Bern, Grosser Saal

Termin:

Do, 1.3.2012, 12:00 |

9. SYMPHONIEKONZERT: Titanen

Eiji Oue, Dirigent
Martin Stadtfeld, Klavier


Ludwig van Beethoven, 1770–1827: Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58 (1804-06) (34')
Gustav Mahler, 1860–1911: Symphonie Nr. 1 D-Dur «Der Titan» (1885-88; rev. 1893/96) (53')

Ludwig van Beethoven wurde in der Vergangenheit gerne als «Titan» bezeichnet. Ein Titan ist einer aus dem mächtigen Göttergeschlecht des Goldenen Zeitalters der griechischen Mythologie. Wahrscheinlich wäre der mit grimmigem Humor gesegnete Komponist in ein wahrhaft titanisches Gelächter ausgebrochen, hätte er davon gehört. Sein 4. Klavierkonzert ist ergreifend menschlich und nicht titanisch. Gustav Mahlers «Erste» beruht auf der Lektüre von Jean Pauls Roman «Der Titan». Dieser Gott ist allerdings so titanisch, dass er sich selbst zerstört. Mahler strich den Titel später wieder, denn wichtiger ist in dieser Symphonie das betörende Gemälde der Naturstimmungen voll romantischer Stimmung und dramatisch zugespitzter Ironie, wenn gar die Tiere des Waldes den Jäger zu Grabe tragen. In der Mitte des Werks steht ein Ländler, dieser zutiefst österreichische, schwermütig-heitere Tanz, der Mahler durch sein gewaltiges symphonisches Werk weiter begleiten wird. Das Ende ist keine Zerstörung, sondern ein Triumph expressiver Vitalität.

Ort:

Kultur-Casino Bern, Grosser Saal

Termine:

Do, 1.3.2012, 19:30 |
Fr, 2.3.2012, 19:30 |

3. LAUSCHANGRIFF: Orchesterolympiade

Jesko Sirvend, Dirigent
Theater Kontrapunkt
Frank Schulz, Inszenierung & Schauspiel
Annette Bieker, Inszenierung & Schauspiel


Musik von Johann Strauss, Edward Elgar, Aaron Copland u.a.

Schwarzer Anzug? Krawatte? Nicht hier.
Bei der Olympiade erscheinen die Musiker in Trainingshose und mit Schweissband und zeigen, was sie alles drauf haben. So steigen sie auf die Bühne und duellieren sich in neu definierten Disziplinen wie Marathon, Sprint und Weitsprung. Dabei stellen wir fest, wer die höchsten Töne spielt oder wer der Lauteste zu sein vermag. Wir erfahren auch, wer seinem Instrument die skurrilsten Geräusche entlocken kann und obendrein, wie es ist, ein ganzes Orchester zu dirigieren. Die Musiker beweisen Fitness, Sportsgeist, Flexibilität und Witz. Beinahe nebenbei lernen wir Kniffe und Tricks der einzelnen Musiker kennen.

Mit freundlicher Unterstützung der Burgergemeinde Bern

Ort:

Kultur-Casino Bern, Grosser Saal

Termin:

So, 11.3.2012, 14:30 |

125 Jahre Oratorienchor Bern

Chorkonzert

Laurent Gendre, Dirigent
Rachel Harnisch, Sopran
Andreas Scheidegger, Tenor
Wolfgang Holzmair, Bariton
Hans-Ulrich Eggimann, Bass


Robert Schumann, 1810–1856: Szenen aus Goethes Faust (1844-53)

Ort:

Kultur-Casino Bern, Grosser Saal

Termine:

Sa, 17.3.2012, 19:30 |
So, 18.3.2012, 17:00 |

6. KAMMERMUSIK: Trio Ernst Chausson

Trio Ernst Chausson
Philippe Talec, Violine
Antoine Landowski, Violoncello
Boris de Larochelambert, Klavier


Claude Debussy, 1862–1918: Klaviertrio Nr. 1 G-Dur (1880)
Ernest Chausson, 1855–1899: Klaviertrio g-Moll op. 3 (1881)
Gabriel Fauré, 1845-1924: Klaviertrio d-Moll op. 120 (1922-23)

Ort:

Konservatorium Bern, Grosser Saal

Termin:

Mo, 19.3.2012, 19:30 |

10. SYMPHONIEKONZERT: Promenade(s)

Ari Rasilainen, Dirigent
Emmanuel Pahud, Flöte


Wolfgang Amadeus Mozart, 1756–1791: Andante für Flöte und Orchester C-Dur KV 315
Michael Jarrell, *1958: …Un temps de silence … Concert pour flûte
Modest Mussorgsky, 1839–1881: Bilder einer Ausstellung (1874)
Orchesterfassung von Maurice Ravel, 1922) (35')

Mit freundlicher Unterstützung der Warlomont-Anger-Stiftung

Aufgrund einer nicht vorhersehbaren Terminkollision musste der Klarinettist Martin Fröst zu seinem grössten Bedauern sein geplantes Konzert mit dem Berner Symphonieorchester am 22./23. März 2012 absagen. Wir freuen uns, mit dem berühmten Flötisten Emmanuel Pahud einen wunderbaren Solisten gefunden zu haben, der für ihn spielen wird. Das Symphoniekonzert unter der Leitung des finnischen Dirigenten Ari Rasilainen trägt neu den Titel «Promenade(s)».

Emmanuel Pahud, geboren in Genf, ist aktuell Solo-Flötist bei den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle. Der Schweizer tritt weltweit in den grossen Konzerthäusern Europas, Asiens und den USA auf. Für seine zahlreichen Einspielungen hat er bedeutende Preise erhalten. Im Juni 2009 wurde der Musiker für seine Verdienste um die französische Musik mit dem französischen Orden für Kunst und Literatur ausgezeichnet.

Viele zeitgenössische Komponisten haben Flötenkonzerte für ihn geschrieben, so auch der Schweizer Michael Jarrell das Konzert «…Un temps de silence …» (2007), das Pahud in Bern vorstellen wird. Das Werk ist modern, aber voller faszinierender Klangfarben und origineller musikalischer Einfälle. «Ich möchte, dass das Publikum die verschiedenen Formen der Stille hören kann», erklärt Jarrell. «Das erreicht man nur, indem man den Kontext variiert. Die Ruhe nach einem Akkord klingt anders als die Stille nach einem grossen Schwall von Tönen.» Gemeinsam haben Pahud und er die Möglichkeiten der Flöte ausgelotet, dabei hat der Solist «durch seine beeindruckenden musikalischen Fähigkeiten die Arbeit stark beeinflusst».

Zur Einstimmung für alle Liebhaber des eher klassischen Flötenklanges wird Pahud das bekannte lyrische Andante C-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart spielen. BSO-Chefdirigent Mario Venzago freut sich besonders über das Engagement von Emmanuel Pahud: «Er ist ein grosser Musiker mit einzigartigem Charisma! Dass er als weltweit gefeierter Schweizer Künstler ein Werk eines Schweizer Komponisten mit dem Orchester spielen wird, ist wunderbar.»

Modest Mussorgskys «Bilder einer Ausstellung» (Orchesterfassung von Maurice Ravel) bleibt wie angekündigt auf dem Konzertprogramm.

Eine Zusammenarbeit mit Martin Fröst soll schnellstmöglich nachgeholt werden.

Im Anschluss an das Konzert - DIALOG, Konzertausklang mit Solisten und Dirigenten

Im Burgerratssaal mit Ari Rasilainen und Emmanuel Pahud

Ort:

Kultur-Casino Bern, Grosser Saal

Termine:

Do, 22.3.2012, 19:30 |
Fr, 23.3.2012, 19:30 |

KAMMERMUSIK EXTRAKONZERT: De AlTo Klaviertrio

Thomas Demenga, Violoncello und Moderation
Richard Tognetti, Violine
James Alexander, Klavier


Bedřich Smetana, 1824-1884: Klaviertrio g-Moll op. 9 (1855, rev. 1857)
Maurice Ravel, 1875–1937: Sonate für Violine und Violoncello (1920-22)
Ludwig van Beethoven, 1770–1827: Klaviertrio B-Dur op. 97 «Erzherzog-Trio» (1811-15?)

Ort:

Konservatorium Bern, Grosser Saal

Termin:

Mi, 28.3.2012, 19:30 |

4. MUSIK.PUNKT.ZWÖLF: Brahms Vierte

Mario Venzago, Dirigent

Johannes Brahms, 1833–1897: Symphonie Nr. 4 e-Moll op. 98

Ort:

Kultur-Casino Bern, Grosser Saal

Termin:

Do, 29.3.2012, 12:00 |

11. SYMPHONIEKONZERT: Kontraste

Mario Venzago, Dirigent
Lars Vogt, Klavier


Roland Moser, *1943: «Bild-Brechung». Orchestervariationen (1999-2000) (18')
Robert Schumann, 1810–1856: Klavierkonzert a-Moll op. 54 (1841-45) (31')
Johannes Brahms, 1833–1897: Symphonie Nr. 4 e-Moll op. 98 (1884-85) (39')

Der Berner Komponist Roland Moser nennt seine Orchestervariationen «Bild-Brechung» – ein Titel, der sofort Kontraste suggeriert. Musik lebt seit eh und je von Kontrasten, von inneren, Bildern, die in Töne aufgelöst oder aus solchen neu erschaffen werden. Robert Schumanns Klavierkonzert ist kein typisches Virtuosenkonzert «Ich kann kein Konzert für Virtuosen schreiben und muss auf anderes sinnen», schrieb Robert an seine Frau Clara, der das Stück gewidmet ist. Schumann ging es um Verinnerlichung und eine bekennend romantische Musikempfindung, die sein literarischer Zeitgenosse Friedrich Schlegel in folgende Worte gefasst hatte: «Durch alle Töne tönet / Im bunten Erdentraum / Ein leiser Ton gezogen / Für den, der heimlich lauschet.» Die 4. Symphonie von Johannes Brahms ist das symphonische Fazit des Komponisten und fasst in ihrem würdevollen Ernst gegensätzliche Stimmungen zu einer kunstvollen Einheit zusammen. Ein kontrastreiches symphonisches Panorama voll zeitloser Kraft.

Vor dem Konzert - PROLOG
Konzerteinführung mit Musikerhistoriker/innen
und Studierenden der HKB

18.30 Uhr, Burgerratssaal
Dieser Prolog wird von einer Oberstufenschulklasse im Rahmen des Projektes "Tönstör" gestaltet

Im Anschluss an das Konzert - DIALOG, Konzertausklang mit Mario Venzago und Lars Vogt

Ort:

Kultur-Casino Bern, Grosser Saal

Termine:

Do, 29.3.2012, 19:30 |
Fr, 30.3.2012, 19:30 |

Stiftung Berner Symphonieorchester (BSO)

Münzgraben 2
CH-3000 Bern

Telefon: +41 (0) 31 328 24 24
Fax: +41 (0) 31 328 24 25
E-Mail: info@bernorchester.ch

Spielstätten:
- Kultur Casino Bern: Herrengasse 25, CH-3011 Bern
- Yehudi Menuhin Forum Bern: Helvetiaplatz 6, CH-3005 Bern
- Dampfzentrale Bern: Marzilistr. 47, CH-3005 Bern
- Stadttheater Bern: Kornhausplatz 20, CH-3011 Bern