Das Zentrum Paul Klee
Am 20. Juni 2005 öffnete das Zentrum Paul Klee erstmals seine Tore für Kunst- und Kulturinteressierte aus aller Welt. Im Mittelpunkt der neuen Kulturinstitution stehen Person, Leben und Werk von Paul Klee (1879–1940). Der auch als Musiker, Pädagoge und Dichter wirkende Klee zählt heute zu den bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Mit dem Zentrum Paul Klee erhält er in der Stadt Bern, in der er die Hälfte seines Lebens verbrachte, ein Denkmal mit internationaler Ausstrahlung.
Ausstellungen & Veranstaltungen
Schenkung Archiv Bürgi
Mi, 25.1.2012 - So, 20.5.2012


Aus Anlass der Schenkung des Archivs der Familie Bürgi wird in der Sammlungspräsentation eine Auswahl von bedeutenden Dokumenten von Paul Klee gezeigt. Die Archivalien, vorwiegend Briefe, Fotos und persönliche Dokumente, bezeugen die freundschaftliche und intensive Beziehung zwischen Hanni Bürgi und ihrem Sohn Rolf zu Paul Klee und dessen Familie. Werke aus der Sammlung Bürgi, meist Geschenke des Künstlers mit persönlichen Widmungen, ergänzen die Präsentation.
Ort:
Ausstellungsraum EG
Eiapopeia. Das Kind im Klee
Ausstellung zum Jahresmotto 2011: Kind
Sa, 24.9.2011 - So, 11.3.2012


«Ein Prinz ist Klee, Sonntagskind, das wir spielen lassen, weil sein reines, von Genien begnadetes Spiel unser eigenes Leben umsingt mit dem holden Eiapopeia des himmlischen Reichs.»
Waldemar Jollos in der Zeitschrift Das Kunstblatt, 1919
Das Zentrum Paul Klee eröffnet seine neue Wechselausstellung Eiapopeia. Das Kind im Klee. Zu 130 Zeichnungen und farbigen Arbeiten aus der Sammlung gesellen sich die poetische Installation Karussell des belgischen Künstlers Carsten Höller sowie Kurzfilme der Gebrüder Lumière.
Mitten im Zentrum Paul Klee (ZPK) steht ein Karussell. Es ist der Blickfang und zugleich die Achse der Ausstellung, in der sich alles um die Kindheit dreht. Eiapopeia. Das Kind im Klee ist die letzte Wechselausstellung zum ZPK-Jahresthema Kind.
Das Kinderkarussell des belgischen Künstlers Carsten Höller dreht sich nicht in berauschendem Tempo, sondern in unendlicher Langsamkeit – rückwärts. Dies mag den Frust, dass man die Installation nicht betreten darf, etwas lindern. Mit mehr Dynamik sind die Filme der Gebrüder Lumière unterwegs. Die Aufnahmen aus der Filmpionierzeit wirken, als wäre die Zeit stehen geblieben. Sie führen vor Augen, wie schnell das friedliche Spiel einer Kindergruppe in eine zügellose Streiterei ausartet und wie unverblümt sich Kinder benehmen – eine zeitlose Tatsache.
Bei aller bewegter Mechanik und den bewegten Bildern liegt natürlich das Werk Paul Klees im Fokus. Die Kindheit war eines der Leitmotive von Paul Klee (1879–1940). Seine eigenen Kinderzeichnungen entdeckte er 1902 wieder. Beeindruckt von der kindlichen Kritzelei, nahm er sie später in seinen eigenen Werkkatalog auf und betrachtete sie fortan als vollwertige Kunstwerke. Die Ausstellung Eiapopeia. Das Kind im Klee zeigt rund 130 Zeichnungen und farbige Arbeiten aus der Sammlung des ZPK. Wie in den Lumière-Filmen kommen bei Klee nicht nur nette, süsse Kinder vor, sondern auch zornige und aggressive. Sie stellen Täter oder Opfer dar und sind nicht a priori naiv – denn der gute Beobachter Klee wusste, dass Kinder einen auch listig berechnend um den Finger wickeln können. Die Ausstellung über Kinder eignet sich für Kinder und Erwachsene.
Ort:
Ausstellungsraum UG
Paul Klee. übermütig
Fr, 11.3.2011 - Do, 9.2.2012


Mit dem Gemälde Uebermut schuf Paul Klee 1939 nicht nur eines seiner bekanntesten Werke, sondern verband darin seine Vorstellungen des kindlichen Spiels mit dem schwerwiegenden zeitgeschichtlichen Hintergrund. Ein prekärer Balanceakt erhält hier eine symbolische Bedeutung: Der Seiltänzer und Trommler weist auf den Überfall der deutschen Streitmächte auf Polen und den «übermütigen» Umgang mit dem Krieg.
Balance und Gleichgewicht, Akrobatik und Übermut thematisiert Klee in seiner reduzierten Formensprache der letzten Schaffensjahre. Das Gemälde bildet damit den Ausgangspunkt für die Ausstellung Paul Klee. übermütig, mit der erstmals seit drei Jahren wieder eine umfassende Präsentation der Werke aus der Sammlung des Zentrum Paul Klee entstanden ist.
Anhand von rund vierzig Werken von Paul Klee aus den Beständen des Zentrum Paul Klee und der hier deponierten Sammlungen präsentieren wir eine vielfältige Auswahl zu den Themen Gleichgewicht, Akrobatik, Spiel und Übermut. Gleichzeitig wird die Bedeutung der Welt des Kindes im Schaffen und Denken von Paul Klee sichtbar.
In den seitlichen Räumen folgt die Ausstellung mit weiteren rund 120 Werken zwanglos der Chronologie von Klees Schaffen und bietet einen Überblick zu seinen gestalterischen und inhaltlichen Themenfeldern. Von den frühen Jahren in Bern und München, über die Zeit des Ersten Weltkriegs und der Lehrtätigkeit am Bauhaus in Weimar und Dessau bis in die 1930er Jahre führt die Präsentation hin zu den grossformatigen Gemälden der letzten Schaffensjahre.
Ort:
Ausstellungsraum EG
Zentrum Paul Klee
Monument im Fruchtland 3
CH-3000 Bern
Telefon: +41 (0)31 359 01 01
Fax: +41 (0)31 359 01 02
E-Mail:
kontakt@zpk.org
Öffnungszeiten
Ausstellungen: Di – So 10–17 Uhr, Mo geschlossen
Museumsstrasse / Shop / Café: Di – So 9.30–17.30 Uhr, Mo geschlossen
Kindermuseum Creaviva: Di - So
Offenes Atelier: 12, 14, 16 Uhr. Dauer: 1 Stunde
Interaktive Ausstellung: 10–17 Uhr
Schulen / Gruppen: Nach Voranmeldung