Theater Bielefeld          Bielefelder Philharmoniker    

Bielefelder Philharmoniker

Die Bielefelder Philharmoniker fühlen sich musikalisch (fast) überall wohl. Ob Symphonie, Oper oder Kammermusik, ob große Gefühle oder leise Zwischentöne, ob im Konzertsaal oder im Freibad-als Klangkörper der Stadt sind wir immer dabei.
Mit 325 000 Einwohnern ist Bielefeld die Metropole in Ostwestfalen-Lippe, eine der zehn größten Städte in NRW und kulturell wie wirtschaftlich entsprechend stark aufgestellt. Wir sind stolz, das Orchester Bielefelds zu sein und im Theater, in der Rudolf-Oetker-Halle und an vielen anderen Spielorten für die Stadt da zu sein. Seit 1901 aktiv, haben sich die Philharmoniker zum preisgekrönten Kulturfaktor der Stadt entwickelt. Wir sind ein aktiver und lebendiger Bestandteil des kreativen Netzwerkes von Bielefeld, nicht nur als Orchester, sondern auch als einzelne Musiker und als Bürger unserer Stadt.
Ein Orchester ist die Summe seiner Teile. Jeder Musiker, jedes einzelne Talent, muss sich einbringen und bei einem Auftritt engagiert und gekonnt seinen Part übernehmen. So werden Abend um Abend 67 einzelne Musiker und Musikerinnen für einige Stunden zu einem Ganzen. Diese so selbstverständlich wirkende Verschmelzung durch die Musik, die nahtlose Kommunikation der Instrumente und der Menschen dahinter, ist ein Abenteuer, das allein schon einen Konzertbesuch lohnt. Und zugleich ist jeder unserer Musiker auch solo erlebenswert, wenn er oder sie in kleinerem Rahmen sein Können demonstrieren kann. Neben den großen Konzerten bieten wir deshalb mit unseren Kammerkonzerten und unserem umfassenden Kinder- und Jugendprogramm ausgiebig Gelegenheit, die einzelnen Mitglieder der Bielefelder Philharmoniker ganz unmittelbar kennenzulernen. Besuchen Sie uns, sprechen Sie uns an, folgen Sie unserer musikalischen Reise - wir freuen uns auf Sie!

Spielzeit 2017/18

3. Symphoniekonzert:
Bielefelder Philharmoniker | Innig | Kalajdzic

Händel / Guilmant / Bach / Strawinsky

Bielefelder Philharmoniker
Rudolf Innig, Orgel
Alexander Kalajdzic, Leitung


Georg Friedrich Händel: Konzert für Orgel und Orchester B-Dur HWV 294
Alexandre Guilmant: Symphonie für Orgel und Orchester Nr. 1 d-Moll op. 42
Johann Sebastian Bach / Leopold Stokowski: Toccata und Fuge d-Moll, bearb. für Orchester
Igor Strawinsky: Der Feuervogel, Suite für Orchester (1919)

Adventszeit ist Märchenzeit. Und das empfinden durchaus nicht nur Kinder als sinnvolle Einrichtung. In ihrem 3. Symphoniekonzert folgen die Bielefelder Philharmoniker dieser Tradition nur zu gern und stellen als musikalische Märchenfiguren einen bösen Zauberer, eine schöne, aber eingesperrte Prinzessin, einen tapferen Prinzen sowie ein Fabelwesen namens »Feuervogel« vor. Vertont hat das gleichnamige Märchen 1909 ein russischer Mittzwanziger in Paris – und mit dieser Musik ein neues Zeitalter des Balletts eingeläutet. Die Rede ist natürlich von Igor Strawinsky. Seine Feuervogel-Musik wurde durch die legendären Ballets Russes so berühmt, dass er sie 1919 auch für den Konzertbetrieb verfügbar machte. Der eigentliche rote Teppich ins 3. Symphoniekonzert wird allerdings für eine Königin ausgerollt: Vorhang auf für die Wilhelm-Sauer-Orgel im Großen Saal der Rudolf-Oetker-Halle! Kein Geringerer als Mozart soll die Orgel als »Königin der Instrumente« bezeichnet haben. Der Bielefelder Organist Rudolf Innig wird ihre majestätische Wirkung anhand von gleich zwei Werken zur Geltung bringen. Georg Friedrich Händels beliebtes B-Dur-Konzert war ursprünglich ein Harfenkonzert und erklang so auch 1736 bei der Uraufführung: Dort sollte es in Händels Oratorium Alexander’s Feast das Harfenspiel des griechischen Sängers Timotheus veranschaulichen. Einen ganz anderen Meilenstein setzte Alexandre Guilmant: Der Franzose gilt als einer der wichtigsten Entwickler der französischen Orgelmusik im 19. Jahrhundert. Für seine Orgelsymphonie op. 42 nahm er sich Mendelssohn zum Vorbild und folgte beim Komponieren mit Vorliebe dem kulinarischen Aspekt. Als große Referenz an »Ihre Majestät« spielen die Philharmoniker ein weiteres, wenn nicht sogar DAS berühmteste Orgelwerk überhaupt, in einer spektakulären Bearbeitung von Leopold Stokowski: Johann Sebastian Bachs jugendlich-frische Toccata und Fuge d-Moll. Macht hoch die Tür …

Spieldauer: ca. 02:00 Std.
Pausenanzahl: 1
Einführung: 45 Minuten vor Konzertbeginn im Kleinen Saal

Ort:

D-33615 Bielefeld, Lampingstraße 16 (Rudolf-Oetker-Halle)

Termin:

Fr, 22.12.2017, 20:00 | |

Neujahrskonzert:
»Wünsch Dir was!«

Bielefelder Philharmoniker
Alexander Kalajdzic, Leitung
Melanie Kreuter, Moderation


2018! Und das mit Ihren Wunschtiteln. Auch in diesem Jahr haben Sie wieder die Möglichkeit, bei unserem Neujahrskonzert »Wünsch Dir was!« das Programm zu beeinflussen, Ihre Stück-Favoriten auf die Bühne der Rudolf-Oetker-Halle zu holen und gemeinsam mit uns das neue Jahr zu begrüßen.

Ort:

D-33615 Bielefeld, Lampingstraße 16 (Rudolf-Oetker-Halle)

Termin:

Mo, 1.1.2018, 18:00 | |

4. Symphoniekonzert:
Bielefelder Philharmoniker | Piollet

Strawinsky / Brahms

Bielefelder Philharmoniker
Marc Piollet, Leitung


Johannes Brahms / Arnold Schönberg: Klavierquartett Nr. 1 g-Moll, bearb. für Orchester
Igor Strawinsky: Petruschka Burleske Szenen in 4 Bildern für Orchester

In Johannes Brahms’ Werken erkannte Arnold Schönberg stets eine entscheidende Schnittstelle zwischen der Wiener Klassik und seinem eigenen Schaffen. 1937 verfasste er im Exil in Los Angeles eine Bearbeitung von Brahms’ 1861 uraufgeführtem Ersten Klavierquartett – gleichermaßen eine Hommage wie eine symphonische Neuinterpretation des 20. Jahrhunderts. Das Klavierquartett irritierte bereits Brahms’ Zeitgenossen durch sein Streben zur Symphonik: Neben der ungewöhnlichen Länge und den ungewohnten Proportionen schienen auch die Fülle und Verdichtung des melodischen Materials den kammermusikalischen Rahmen zu sprengen. Und so nannte auch Schönberg seine Bearbeitung scherzhaft, aber nichtsdestoweniger stolz »Brahms’ Fünfte Symphonie«. Ein solch freies Anverwandeln seiner Werke hätte Igor Strawinsky, der wenig von interpretatorisch-subjektiver Willkür hielt, wohl rundweg abgelehnt. Seine Arbeit am Sacre du Printemps wurde hartnäckig durch die Vorstellung einer lebendig werdenden Gliederpuppe gestört, »jene arme, komische, hässliche, empfindsame und irregeführte Gestalt, die berechtigt oder auch nicht, ständig von trotziger Wut geschüttelt wird und in Frankreich als Pierrot, in Deutschland als Kasperle und in Russland als Petruschka bekannt ist.« Sergej Diaghilew, Impresario der berühmten Ballets Russes, erkannte das Potenzial dieser Idee und drängte den Komponisten, daraus statt des ursprünglich konzipierten Klavierkonzerts lieber ein Ballett zu machen. Am 13. Juni 1911 erlebte Petruschka seine triumphale Pariser Uraufführung und bestätigte – nur ein Jahr nach dem großen Erfolg des Feuervogels – Strawinskys Weltruhm.

Spieldauer: ca. 02:00 Std.
Pausenanzahl: 1
Einführung: 45 Minuten vor Konzertbeginn im Kleinen Saal

Ort:

D-33615 Bielefeld, Lampingstraße 16 (Rudolf-Oetker-Halle)

Termine:

Fr, 19.1.2018, 20:00 | |
So, 21.1.2018, 11:00 | |

4. Kammerkonzert:
Berliner Philharmonisches Klavierquartett

Berliner Philharmonisches Klavierquartett

Spieldauer: ca. 02:00 Std.
Pausenanzahl: 1
Einführung: 35 Minuten vor Konzertbeginn

Ort:

D-33615 Bielefeld, Lampingstraße 16 (Rudolf-Oetker-Halle)

Termin:

Mo, 22.1.2018, 20:00 | |

Familienkonzert:
Klassik um 3

BI-Metall - Blechbläserensemble der Bielefelder Philharmoniker
Manuel Viehmann, Bosco Pohontsch, Trompete
Laura Hall-Haspelmann, Héctor Salgueiro García, Horn
Remigiusz Matuszewski, Posaune
Sven Kock, Tuba


Eintritt frei

Ort:

D-33617 Bielefeld, Bethelplatz 1 (Assapheum / Bethel)

Termin:

So, 28.1.2018, 15:00 |

3. Kinderkonzert:
Beethoven: Erster Stock links oder der Wahnsinn von nebenan

Bielefelder Philharmoniker
Merijn van Driesten, Leitung
Britta Grabitzky, Moderation


Wir schreiben das Jahr 1822. In Wien zieht niemand Geringerer als Ludwig van Beethoven in den ersten Stock eines gutbürgerlichen Hauses und beschallt dieses von nun an Tag und Nacht mit Musik. Außerdem beschreibt er die Wände, begießt sich mitten in seinem Arbeitszimmer mit kaltem Wasser und ist noch dazu sehr unfreundlich. Der achtjährige Christoph, der mit seiner Familie ebenfalls in dem Haus wohnt, ist hin- und hergerissen zwischen Bewunderung und Verständnislosigkeit. In einem Briefwechsel mit seinem Onkel lässt er seiner Wut freien Lauf. Dieser ist bemüht, bei Christoph um Verständnis für das Komponistengenie zu werben. Dass sich in diesem Kinderkonzert ein musikalisches Highlight an das andere reiht, versteht sich von selbst.

Spieldauer: ca. 01:00 Std.
Altersempfehlung: ab 7

Ort:

D-33602 Bielefeld, Niederwall 27 (Stadttheater)

Termin:

So, 28.1.2018, 11:00 | |

Kammerkonzert zur Ausstellung:
BilderKlang

Kammerkonzert zur Ausstellung Der böse Expressionismus - Trauma und Tabu

In Kooperation mit der Kunsthalle Bielefeld

Ort:

D-33602 Bielefeld, Artur-Ladebeck-Straße 5 (Kunsthalle Bielefeld)

Termin:

Mo, 5.2.2018, 18:30 | |

5. Kammerkonzert:
Speak Softly Love

Bielefelder Philharmoniker
Melanie Kreuter, Gesang


Spieldauer: ca. 01:45 Std.
Pausenanzahl: 1
Einführung: 35 Minuten vor Konzertbeginn

Ort:

D-33615 Bielefeld, Lampingstraße 16 (Rudolf-Oetker-Halle)

Termin:

Mo, 12.2.2018, 20:00 | |

5. Symphoniekonzert:
Bielefelder Philharmoniker | Zehetmair

Bach / Ligeti / Sibelius

Bielefelder Philharmoniker
Thomas Zehetmair, Violine und Leitung


Johann Sebastian Bach: Violinkonzert E-Dur BWV 1042
György Ligeti: Ramifications für Streicher
Jean Sibelius: Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 43

Jean Sibelius eilt der Ruf voraus, der finnischste aller finnischen Komponisten zu sein. Befeuert wurde dies durch Werke wie Kullervo oder der zur inoffiziellen Nationalhymne avancierten Finlandia – symphonische Dichtungen, die unverkennbar einen patriotischen Kommentar zur Unabhängigkeitsbestrebung von Russland abgaben. Doch für seine Symphonien galt dies nie, so sehr Zeitgenossen darin auch ein außermusikalisches Programm oder zumindest einen speziell finnischen Tonfall zu entdecken suchten: »Eine Symphonie soll zuerst und zuletzt Musik sein.« Die ersten Ideen zur 2. Symphonie skizzierte Sibelius 1901 auf einer Italienreise, zu der ihm sein Gönner Baron Carpelan verholfen hatte. Aus Dank widmete Sibelius ihm dieses Werk, das, so Carpelan, »inspiriert durch Italien und das Mittelmeer (war), eine Symphonie mit Sonnenschein und blauem Himmel und voll überschwänglicher Freude.« Auch Johann Sebastian Bach liebte Italien – obwohl er nie deutschen Boden verließ. Aber er studierte die Arbeiten italienischer Komponisten, besonders die von Vivaldi, wie sich vernehmbar in seinem Violinkonzert zeigt. Ebenso ist dem in strahlendem, festlichem E-Dur erklingenden Konzert anzuhören, dass Bach selbst ein exzellenter Geiger war. Zwischen diesen beiden Werken fordern György Ligetis 1969 uraufgeführte Ramifications die Bielefelder Philharmoniker auf ganz besondere Weise heraus: Die Hälfte der Streicher wird um einen Viertelton heraufgestimmt. Die Harmonik verschwimmt, die menschliche Wahrnehmung wird verunsichert. Aber, wie ein Kritiker einmal schrieb: »Keine Dissonanzen klingen schöner als diejenigen Ligetis.«

Spieldauer: ca. 02:00 Std.
Pausenanzahl: 1
Einführung: 45 Minuten vor Konzertbeginn im Kleinen Saal

Ort:

D-33615 Bielefeld, Lampingstraße 16 (Rudolf-Oetker-Halle)

Termin:

Fr, 16.2.2018, 20:00 | |

2. Jugendkonzert:
Sibelius - Symphonie Nr. 2

Bielefelder Philharmoniker

Jean Sibelius: Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 43

Spieldauer: ca. 01:00 Std.

Ort:

D-33615 Bielefeld, Lampingstraße 16 (Rudolf-Oetker-Halle)

Termine:

Di, 20.2.2018, 10:00 | |
Di, 20.2.2018, 11:30 | |

4. Kinderkonzert:
Von Hörnern, Sägen und sphärischen Klängen

Bielefelder Philharmoniker
Gregor Rot, Leitung
Britta Grabitzky, Moderation


Unsere Bielefelder Philharmoniker kennt ihr aus vielen Kinderkonzerten. In diesem Konzert wird unser großartiger Klangkörper auf nicht alltägliche Konzertinstrumente treffen. So schlummern zum Beispiel auf vielen Bielefelder Dachböden Kuhlo-Hörner, die vor rund hundert Jahren die Posaunenchöre in und um Bielefeld musikalisch bevölkert haben. Alphörner erklingen in unserer Region auch nicht alltäglich. Eine singende Säge gesellt sich dazu und unser Tonmeister wird seiner Hammondorgel fetzige Töne entlocken. Spacige Klänge erzeugen Theremin und Trautonium, die ältesten elektronischen Instrumente, die von der Technikfaszination der Komponisten zu Beginn des 20. Jahrhunderts zeugen. All diese Raritäten gesellen sich zu einem fröhlichen Reigen mit den Bielefelder Philharmonikern und verwandeln das Stadttheater in ein kurioses tönendes Instrumentenmuseum.

Spieldauer: ca. 01:00 Std.
Altersempfehlung: ab 7

Ort:

D-33602 Bielefeld, Niederwall 27 (Stadttheater)

Termin:

So, 25.2.2018, 11:00 | |

5. Kinderkonzert:
Die Bremer Stadtmusikanten

Bielefelder Philharmoniker

Jeder kennt das Märchen Die Bremer Stadtmusikanten: Esel, Hund, Katze und Hahn machen sich auf den Weg nach Bremen, um dort ein besseres Leben zu finden. Logo. Aber waren das wirklich nur diese vier Tiere? Nein. Da fehlt noch die Hummel und die haben die Brüder Grimm doch glatt übersehen. Wie gut, dass das Blechbläserquintett BRASSerie sie nicht vergessen hat, denn auf einer Tuba kann man ganz schön schnell und virtuos spielen, genauso schnell, wie eine Hummel eben fliegen kann. Musik von Barock bis Reggae begleiten die fünf Tiere auf ihrer Reise. Und genauso turbulent, wie es in dem Märchen zugeht, so abwechslungsreich sind auch die Arrangements, die allesamt aus der Feder des Blechbläserquintetts stammen.

Spieldauer: ca. 01:00 Std.
Altersempfehlung: ab 5

Ort:

D-33602 Bielefeld, Niederwall 27 (Stadttheater)

Termin:

So, 11.3.2018, 11:00 | |

6. Symphoniekonzert:
Oratorienchor der Stadt Bielefeld | Bielefelder Opernchor

Mantovani / Mendelssohn Bartholdy

Oratorienchor der Stadt Bielefeld
Bielefelder Opernchor
Hagen Enke, Choreinstudierung
Alexander Kalajdzic, Leitung


Bruno Mantovani: Time Stretch (on Gesualdo)
Felix Mendelssohn Bartholdy: Symphonie Nr. 2 B-Dur op. 52 Lobgesang

Ein bedeutendes Jubiläum galt es 1840 zu begehen: 400 Jahre Buchdruck verdienten wahrlich einen Lobgesang in Leipzig, der Stadt der Drucker und Verleger. Gewandhauskapellmeister Felix Mendelssohn Bartholdy vertonte zu diesem Anlass Texte aus dem ersten je gedruckten Buch: der Bibel. Religiöser Lobpreis wird mit dem weltlichen Festanlass parallelisiert, der Triumph des Lichts über die Dunkelheit gefeiert. Doch nicht allein in der Verbindung von Weltlichem und Religiösem ist Mendelssohns Werk außergewöhnlich. »Du verstehst schon, dass erst die Instrumente in ihrer Art loben, und dann der Chor und die einzelnen Stimmen«, beschrieb er den Clou seiner Komposition. Auf eine klassische Symphonie scheint eine Kantate zu folgen. Aus welchem Blickwinkel ist der Lobgesang zu verstehen? Als Symphonie mit Chorfinale – Beethovens Neunter vergleichbar – oder als Kantate mit symphonischen Vorspiel wie bei Bach? Weder noch: Mendelssohn verschmolz die Traditionen zu einer neuen Synthese, der Symphonie-Kantate. Gemeinsam mit dem Oratorienchor und dem Bielefelder Opernchor widmen sich die Bielefelder Philharmoniker diesem zukunftsweisenden Opus. Auch das dem Lobgesang vorangestellte Werk ist aus dem Geist der Synthese geboren. In dem 2006 uraufgeführten Time Stretch (on Gesualdo) setzt sich der französische Komponist Bruno Mantovani mit dem Renaissancekomponisten Carlo Gesualdo auseinander. Aus der seinerzeit extrem kühnen und ungewöhnlichen Harmonik eines Madrigals von Gesualdo extrahiert Mantovani das harmonische Grundgerüst für seine eigene Komposition – ein Dialog über Zeiten und Kompositionsstile hinweg.

Spieldauer: ca. 02:00 Std.
Pausenanzahl: 1
Einführung: 45 Minuten vor Konzertbeginn im Kleinen Saal

Ort:

D-33615 Bielefeld, Lampingstraße 16 (Rudolf-Oetker-Halle)

Termine:

Fr, 9.3.2018, 20:00 | |
So, 11.3.2018, 11:00 | |

Gastkonzert:
British Symphonic Sounds

Sir William Walton (1902-1983): As you like it
Arthur Bliss (1893-1975): Adam Zero
Ralph Vaughan Williams (1872-1958): Job, A Masque for Dancing

Einführung: 45 Minuten vor Konzertbeginn

Ort:

D-33615 Bielefeld, Lampingstraße 16 (Rudolf-Oetker-Halle)

Termine:

Sa, 17.3.2018, 20:00 | |
Sa, 24.3.2018, 20:00 | |

6. Kammerkonzert:
Hahn / Respighi / Chausson / Villa-Lobos

Bielefelder Philharmoniker
Nohad Becker, Mezzosopran
Alexander Kalajdzic, Klavier und Leitung


Spieldauer: ca. 01:45 Std.
Pausenanzahl: 1
Einführung: 35 Minuten vor Konzertbeginn

Ort:

D-33615 Bielefeld, Lampingstraße 16 (Rudolf-Oetker-Halle)

Termin:

Mo, 19.3.2018, 20:00 | |

Musikverein:
Christus – Passion und Auferstehung

Musikverein der Stadt Bielefeld
Bernd Wilden, Leitung


Christus – Passion und Auferstehung

Veranstalter: Musikverein der Stadt Bielefeld e.V.

Ort:

D-33615 Bielefeld, Lampingstraße 16 (Rudolf-Oetker-Halle)

Termin:

Do, 29.3.2018, 20:00 | |

7. Kammerkonzert:
Klavierrecital

Bielefelder Philharmoniker
Roger Muraro, Klavier


Spieldauer: ca. 01:45 Std.
Pausenanzahl: 1
Einführung: 35 Minuten vor Konzertbeginn

Ort:

D-33615 Bielefeld, Lampingstraße 16 (Rudolf-Oetker-Halle)

Termin:

Mo, 9.4.2018, 20:00 | |

7. Symphoniekonzert:
Bielefelder Philharmoniker | Muraro | Kalajdzic

Ravel

Bielefelder Philharmoniker
Roger Muraro, Klavier
Alexander Kalajdzic, Leitung


Maurice Ravel: Rapsodie Espagnole
Maurice Ravel: Klavierkonzert D-Dur für die linke Hand
Maurice Ravel: Klavierkonzert G-Dur
Maurice Ravel: La Valse

Exotische Klänge und Rhythmen, Eleganz und unglaubliche Feinheiten, dazu ein warmes Melos, kurzum: eine äußerst attraktive Gangart in die musikalische Moderne. Kaum jemand vereinigt diese Attribute so stark auf sich wie Maurice Ravel. Auch wenn sein 80. Todestag beim Konzerttermin schon wieder ein paar Monate zurückliegt – er starb am 28. Dezember 1937 –, es braucht kein »Jubiläum«, um dem französischen Klangzauberer ein ganzes Symphoniekonzert zu widmen. Schon gar nicht, wenn sein bevorzugtes Arbeitsmittel dabei im Mittelpunkt steht, das Klavier. Der 1875 in Ciboure in den Pyrenäen geborene Ravel hatte zweifellos das Zeug zum Pianisten. Auch wenn er eine Karriere in diese Richtung aufgeben musste, konzipierte er die meisten seiner Werke erst einmal für Klavier. Es mutet vor diesem Hintergrund fast merkwürdig an, dass er nicht früher damit begonnen hat, Klavierkonzerte zu schreiben, doch schien ihn die Gegenüberstellung zwischen Solist und Orchester nicht sonderlich zu interessieren. Erst als der im Ersten Weltkrieg verwundete Wiener Pianist Paul Wittgenstein ihn 1929 beauftragte, ein Werk für seine verbliebene linke Hand zu schreiben, nahm Ravel dies zum Anlass, gleich zwei Konzerte parallel zu komponieren. Was eine Kombination beider Werke in einem Programm geradezu zwingend er- scheinen lässt. Die 1908 entstandene Spanische Rhapsodie, die die Philharmoniker zum Auftakt servieren, erfreut sich heute ebenso großer Beliebtheit wie das Finale mit La Valse: Als Ballettmusik vom russischen Impresario Diaghilew 1906 für das Gastspiel der Ballets Russes bestellt, beendete Ravel La Valse erst 1919 und schuf damit einen großartigen Abgesang auf das untergegangene Habsburger Kaiserreich, für das der Walzer seit dem Wiener Kongress so etwas wie ein musikalisches Markenzeichen war.

Spieldauer: ca. 02:00 Std.
Pausenanzahl: 1
Einführung: 45 Minuten vor Beginn im Kleinen Saal

Ort:

D-33615 Bielefeld, Lampingstraße 16 (Rudolf-Oetker-Halle)

Termine:

Fr, 13.4.2018, 20:00 | |
So, 15.4.2018, 11:00 | |

Familienkonzert:
Klassik um 3

Bielefelder Philharmoniker

Eintritt frei

Ort:

D-33617 Bielefeld, Bethelplatz 1 (Assapheum / Bethel)

Termin:

So, 22.4.2018, 15:00 |

6. Kinderkonzert:
Keloĝlan und die Tochter des Sultans

Bielefelder Philharmoniker

Könnt ihr euch noch an den Lausejungen Keloğlan erinnern, der die vierzig Räuber erfolgreich hinter Schloss und Riegel gebracht hat? Dieses Mal gelangt Keloğlan an den Hof des tyrannischen Sultans und dessen gemeiner Tochter. Dort warten wieder scheinbar unlösbare Aufgaben auf ihn. Zum Glück bekommt unser Held Hilfe: von einem blitzgescheiten Gecko, von seinem treuen Freund Aslan und natürlich von der wunderschönen Gül. Die Komponistin Sinem Altan würzt ihre Musik mit spannenden Klängen, wilden Rhythmen und mitreißenden Melodien. Ein Streichorchester und türkische Instrumente, wie zum Beispiel die Bağlama und türkische Percussion, bringen exotische Klangfarben ins Spiel.

Spieldauer: ca. 01:00 Std.
Altersempfehlung: ab 5

Ort:

D-33602 Bielefeld, Niederwall 27 (Stadttheater)

Termin:

So, 29.4.2018, 11:00 | |

Oratorienchor:
The Peacemakers

Oratorienchor der Stadt Bielefeld
Hagen Enke, Leitung


Karl Jenkins: The Peacemakers

Ort:

D-33615 Bielefeld, Lampingstraße 16 (Rudolf-Oetker-Halle)

Termin:

Do, 3.5.2018, 20:00 | |

8. Kammerkonzert:
Schubert / Schumann / Schmitt

Bielefelder Philharmoniker

Spieldauer: ca. 01:45 Std.
Pausenanzahl: 1
Einführung: 35 Minuten vor Konzertbeginn

Ort:

D-33615 Bielefeld, Lampingstraße 16 (Rudolf-Oetker-Halle)

Termin:

Mo, 7.5.2018, 20:00 | |

8. Symphoniekonzert:
Bielefelder Philharmoniker | Giltburg | Kalajdzic

Rachmaninow

Bielefelder Philharmoniker
Boris Giltburg, Klavier
Alexander Kalajdzic, Leitung


Sergej Rachmaninow: Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll op. 18
Sergej Rachmaninow: Symphonie Nr. 2 e-Moll op. 27

Hier ist es, das Original: Schon allzu oft wurde Sergej Rachmaninows 2. Klavierkonzert für Zwecke ausgeschlachtet, für die es nicht geschrieben war – als Filmmusik, für Werbung, selbst im Musical tauchte es häufiger auf. Zwar ein schöner Beweis für die These, Qualität setze sich eben durch, aber doch auch gefährlich, weil damit eine gewisse Verflachung in der Rezeption einhergegangen ist, die dieser Musik schlichtweg nicht gerecht wird. Was die Unterhaltungsbranche so faszinierte, war neben seinen Ohrwurmqualitäten vielleicht auch die Eigenschaft, den Nerv der Zeit getroffen zu haben: Erregung, Aufschwung, Hoffnung und zugleich Angst vor Neuem, gepaart mit einer irrationalen, aber höchst ergreifenden Wehmut klingen auch heute noch aus dem dichten Tongewebe heraus. Rachmaninow war 28, als er mit diesem Konzert 1901 einen festen Platz im Repertoire der Pianisten eroberte und gleichsam unsterblich wurde. Bei höchstem pianistischem Anspruch ist es eher ein lyrisches Poem als ein Virtuosenkonzert, gleichsam aufgeladen von einem bewegten (Seelen-)Leben. Beides trifft auch auf die 2. Symphonie zu – in den fünf Jahren bis zu ihrer Komposition heiratete Rachmaninow, wurde Vater, reiste durch Europa, nahm eine Dirigententätigkeit am Moskauer Bolschoi-Theater auf und kündigte sie wieder unter den Eindrücken der Herbstrevolution von 1905, die dem Russisch-Japanischen Krieg auf dem Fuße folgte und sich gegen die zaristische Willkür richtete. Gereift an dieser höchst ereignisreichen Zeit zog Rachmaninow mit seiner Familie nach Dresden und schrieb dort die 2. Symphonie. Sie entfaltet wie das Klavierkonzert ausschweifende Melodiebögen, üppige Klangfarben und ein ganzes Panorama an Stimmungsbildern.

Spieldauer: ca. 02:00 Std.
Pausenanzahl: 1
Einführung: 45 Minuten vor Konzertbeginn im Kleinen Saal

Ort:

D-33615 Bielefeld, Lampingstraße 16 (Rudolf-Oetker-Halle)

Termine:

Fr, 11.5.2018, 20:00 | |
So, 13.5.2018, 11:00 | |

Familenkonzert:
Klassik um 3

Bielefelder Philharmoniker

Eitritt frei

Ort:

D-33617 Bielefeld, Bethelplatz 1 (Assapheum / Bethel)

Termin:

So, 10.6.2018, 15:00 |

9. Symphoniekonzert:
Schönberg. Gurre-Lieder

Bielefelder Opernchor
Herren des Extrachors
Chor des Oldenburgischen Staatstheaters
Musikverein der Stadt Bielefeld
Hendrik Vestmann, Leitung


Arnold Schönberg: Gurre-Lieder für Soli, Sprecher, Chor und Orchester

»So tanzen die Engel vor Gottes Thron nicht, / wie die Welt nun tanzt vor mir. / So lieblich klingt ihrer Harfen Ton nicht, / wie Waldemars Seele dir.« Wie der Sparrenberg in die Stadt Bielefeld, so ragen Schönbergs Gurre-Lieder als letzte Bastion spätromantischen Klangrausches in die Moderne. Und mit welch starkem Pinselstrich! Das von Geheimnis umwehte Poem des dänischen Dichters Jens Peter Jacobsen, der als Vorläufer der Symbolisten gilt, erzählt vom König Waldemar Atterdag und seiner Geliebten Tove, die von der eifersüchtigen Königin ermordet wird. Tatort: die Burg Gurre in Nordseeland. Der Klageruf der Waldtaube löst eine schauerliche Vision aus, die »wilde Jagd« braust nächtlich über die Lande, Klaus Narr kleidet mit seinem Monolog eine Art Scherzo in dieser »Gespenstersymphonie « aus, bis das bilderreiche Melodram »Des Sommerwindes wilde Jagd« die Geister vertreibt und die Sonne heraufbeschwört – die im gewaltigen Schlusschor in ihrer »Strahlenlockenpracht« gepriesen wird. Richard Wagners Erbe klingt deutlich durch in der Ausdeutung vielfältiger Naturstimmungen und seelischer Regungen, von träumerischer Waldpoesie bis zur Dämonie nächtlicher Spukgestalten. Franz Schreker hob 1913 das Werk im Wiener Musikvereinssaal aus der Taufe, in einer Zeit, als sein Schöpfer schon auf ganz anderen Fährten unterwegs war. Schönberg hatte den Großteil der Gurre-Lieder bereits 1901 verfasst und dabei alle Register romantischer Tonkunst gezogen. Kein Wunder, dass für jede Aufführung ein vokales wie instrumentales Riesenaufgebot gefragt ist, das nur von Mahlers Symphonie der Tausend überboten wird.

In Kooperation mit dem Oldenburgischen Staatsorchester

Spieldauer: ca. 02:00 Std.
Pausenanzahl: 1
Einführung: 45 Minuten vor Konzertbeginn im Kleinen Saal

Ort:

D-33615 Bielefeld, Lampingstraße 16 (Rudolf-Oetker-Halle)

Termine:

Fr, 15.6.2018, 20:00 | |
So, 17.6.2018, 11:00 | |

9. Kammerkonzert:
Reger / Brahms / Franck

Spieldauer: ca. 01:45 Std.
Pausenanzahl: 1
Einführung: 35 Minuten vor Konzertbeginn

Ort:

D-33615 Bielefeld, Lampingstraße 16 (Rudolf-Oetker-Halle)

Termin:

Mo, 25.6.2018, 20:00 | |

7. Kinderkonzert:
Die Spielzeugschachtel

Bielefelder Philharmoniker
SchülerInnen der Theaterballettschule
Maria Haus, Choreografie
Gregor Rot, Leitung
Britta Grabitzky, Moderation


Wenn der Besitzer des Spielzeugladens abends die Tür abschließt, wird es drinnen lebendig. Dann werden die Puppen und Figuren putzmunter: sie lachen, weinen, spielen und streiten zusammen. Letzteres sogar bis die Fetzen fliegen. Besonders ein Zinnsoldat und der Spitzbube Pulcinella haben Zoff, denn beide lieben die gleiche Puppe. Es kommt zum Kampf, in dem der Zinnsoldat von einer getrockneten Erbse verwundet wird. Die Puppe bekommt Mitleid mit dem Zinnsoldaten und pflegt ihn gesund. Ahnt ihr, wie es ausgeht?
Der französische Komponist Claude Debussy hat dazu eine farbenreiche Ballettmusik geschrieben, die sein Freund André Caplet für Orchester instrumentiert hat. SchülerInnen der Theaterballettschule verwandeln die Geschichte tänzerisch in eine bunte Szenerie.

Spieldauer: ca. 01:00 Std.
Altersempfehlung: ab 5

Ort:

D-33602 Bielefeld, Niederwall 27 (Stadttheater)

Termin:

So, 1.7.2018, 11:00 | |

Bielefelder Philharmoniker

Bühnen und Orchester der Stadt Bielefeld

Brunnenstraße 3-9
D 33602 Bielefeld

Telefon: +49 (0)521-51-2505
Fax: +49 (0)521-51-640
E-Mail: antje.haury@bielefeld.de

Spielorte:

Theater Bielefeld
Brunnenstraße 8
D-33602 Bielefeld
T +49 (0)521-51-2493
F +49 (0)521-51-6845

Rudolf-Oetker-Halle
Lampingstraße 16
D-33615 Bielefeld
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