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Theater Konstanz

Theater Konstanz - am längsten bespielte Bühne Europas!

Kontakt

Theater Konstanz
Konzilstraße 11
D-78462 Konstanz

Telefon: +49 (0)7531-900150
E-Mail: theaterkasse@konstanz.de

Musical

Cabaret

Buch von Joe Masteroff nach dem Stück „Ich bin eine Kamera“ von John van Druten und Erzählungen von Christopher Isherwood; Musik von John Kander, Gesangstexte von Fred Ebb

Premiere: 12. April 2019

Wie keine andere Zeit stehen die wilden Zwanziger für ein Leben im Moment, ein Reich des Möglichen, die Magie des Aufbruchs. Immer dabei auch die Fratze der Armut, des Hasses, der Restriktion. Cabaret ist ein musikalischer Bilderbogen Berlins am Ende einer Epoche, der vom zwielichtigen Nachtclub-Conferencier bis zur Pensionswirtin, vom Tingel-Tangel-Star bis zum jüdischen Gemüsehändler reicht.

Silvester 1929: Die braunen Schatten werden immer größer und gleichzeitig tanzt man im Kit-Kat-Club alles, was Mode ist. Cabaret-Star Sally Bowles genießt die Liaison mit dem schüchternen Cliff, der aus den USA angereist, über das „Roaring Berlin" staunt. Dann die Katastrophe: Kündigung, improvisiertes Überleben in einer Pension, Sally treibt ab, die ersten Fensterscheiben splittern - die Nazis sind da. Cliff verlässt Berlin - ohne Sally, die daran glaubt, auch in Zukunft als umschwärmtes Showgirl die Welt außerhalb der Bühne vergessen zu machen. Willkommen, bienvenue, welcome beim Tanz auf dem Vulkan.

REGIE: Rosamund Gilmore
MUSIKALISCHE LEITUNG: Tobias Schwencke
AUSSTATTUNG / BÜHNE: Carl Friedrich Oberle
KOSTÜME: Carl Friedrich Oberle
CHOREOGRAFIE: Christina Menne
DRAMATURGIE: Daniel Grünauer
Theater

Ich verschwinde

Schauspiel von Arne Lygre, übersetzt von Hinrich Schmidt-Henkel

Deutschsprachige Erstaufführung: 04. Mai 2019

Am Rande einer Katastrophe versuchen einige Figuren ihrem eigenen Elend zu entfliehen. Dabei spiegeln sie sich in Situationen und Schicksalen Anderer, deren Not sie sich vorstellen und sprachlich erst erschaffen. Der norwegische Erfolgsautor Arne Lygre setzt mit Ich verschwinde, das 2013 den Ibsenpreis gewann, auf den Kern des Theaters - die Sprache - und entwickelt ein komplexes Stück über die unsichtbaren Verbindungen der Menschen im Zeitalter existentieller Erschütterungen.

Heimat: Eine Frau sitzt in ihrem Haus und erzählt von den alltäglichen Dingen ihres Lebens, von ihrer Verbundenheit mit diesem Ort. Noch einmal führt sie sich diese vor Augen, bevor sie vergangen sein wird, denn sie muss fort. Die Freundin kommt dazu. Gemeinsam warten die beiden Frauen auf zwei weitere Angehörige. Die Tochter der Freundin trifft ein, der Ehemann bleibt jedoch verschwunden. Am nächsten Morgen brechen die drei Frauen auf, fahren mit dem Auto, bis es nicht weiter geht, laufen zu Fuß zur Küste und sehen zu, wie andere schwimmend versuchen, die Insel zu erreichen. Ich verschwinde erzählt rätselhaft und hintergründig davon, dass die Menschen in einem Boot sitzen und gemeinsam unterwegs sind. Ob sie wollen oder nicht.

REGIE: Philip Stemann
AUSSTATTUNG / BÜHNE: Jochen Diederichs
KOSTÜME: Jochen Diederichs
DRAMATURGIE: Eivind Haugland
Theater

Meer

Schauspiel von Jon Fosse

Deutsche Erstaufführung: 11. Mai 2019

übersetzt von Hinrich Schmidt-Henkel

In Jon Fosses letztem Theaterstück kommen die Fäden seiner preisgekrönten Autorenschaft zusammen: Mit einer sprachlichen Virtuosität begegnen sich sechs Figuren an einem unbekannten Ort des Möglichen als auch zugleich Unmöglichen.

Ich bin der Kapitän. - Ich bin der Gitarrenspieler. Wie eine Beschwörungsformel wiederholen zwei Männer diese Sätze, als müssten sie sich ihrer selbst versichern. Der eine kommandiert ein Schiff, das es womöglich gar nicht gibt; der andere macht Musik, die niemand hört. Beide treiben sie auf einem Meer, das so real wie unwirklich ist, allgegenwärtig und abwesend zugleich, Ort und Nicht-Ort. Geisterhaft erscheinen bald andere Gestalten: ein junges Paar, ein älteres, vielleicht dasselbe zu verschiedenen Zeiten, vielleicht nur Halluzinationen: Menschen, die einander kennen oder zu kennen glauben, obwohl sie sich nie begegnet sind. Ein unendlich weiter Raum öffnet sich zwischen ihnen, in dem die Sprache zum Rauschen der Wellen wird - gleichförmig und unwirsch, beruhigend und bedrohlich - und das Sein, wie wir es kennen, allmählich mit sich fortträgt.

REGIE: Wulf Twiehaus
AUSSTATTUNG / BÜHNE: Katrin Hieronimus
KOSTÜME: Katrin Hieronimus
DRAMATURGIE: Anna-Lena Kühner
Theater

Die Hauptstadt

Schauspiel nach dem Roman von Robert Menasse

Premiere: 17. Mai 2019

Neun Tage vor der Europawahl feiert die Dramatisierung von Robert Menasses großem europäischen Roman Premiere.

Fenia Xenopoulou, Beamtin der EU in der Generaldirektion Kultur, arbeitet an ihrem nächsten Karrieresprung. Dafür soll ihr depressiver Mitarbeiter Martin die Idee ausarbeiten, die der Europäischen Kommission endlich wieder ein besseres Image verleiht:
Nie wieder Auschwitz - dank der Überwindung des Nationalgefühls!
Die Europäische Kommission ist die Hüterin dieser Idee!

David de Vriend hat Auschwitz überlebt und könnte als Zeitzeuge Ehrengast sein, doch er kämpft im Altersheim gegen sein eigenes Vergessen. Im Hotel Atlas, in dem Europaspezialist Professor Erhart unterkommt, wird jemand umgebracht. Doch Mörder Matek hat den Falschen erwischt. Alles gleichzeitig, alles in Brüssel. Und durch Brüssel läuft ein Schwein, das die Aufmerksamkeit aller, vor allem der Medien, auf sich zieht.

Die Hauptstadt, der mit dem Deutschen Buchpreis 2017 ausgezeichnete Roman von Robert Menasse , pulsiert voller individueller Nöte, internationaler Beziehungen und kreist um die Frage: Was kann sie sein, die Idee von Europa?

Regisseur Mark Zurmühle hat eigens für das Theater Konstanz eine Dramatisierung angefertigt, die er spielerisch und erzählstark inszenieren wird. In Kooperation mit dem Bodenseefestival mit dem Thema Benlelux übernimmt Artist in Residence Francesco Tristano die musikalische Leitung.

Mark Zurmühle war Schauspieldirektor am Theater Basel, am Nationaltheater Mannheim und am Staatstheater Hannover. Von 1999 bis 2014 war er Intendant des Deutschen Theater Göttingen. Seine freie Regietätigkeit führte ihn ans Maxim-Gorki-Theater in Berlin, ans Thalia Theater Hamburg und an das schauspielfrankfurt. Seit der Spielzeit 17/18 ist er Schauspieldirektor am Theater Konstanz.

Francesco Tristano, geboren in Luxemburg, begann sein Klavierspiel mit 5 Jahren, mit 13 gab er sein Konzert-Debüt und schrieb eigene Kompositionen. Sein Studium führte ihn über Brüssel, Riga, Paris und Barcelona nach New York, wo er es an der Juilliard School abschloss. Er begann mit elektronischen Sequenzen zu arbeiten, arrangierte Techno-Stücke für Klavier. Tristano ist Teil einer Generation, die nicht mehr in den Genres Klassik/Pop/elektronische Musik denkt. Für ihn stellt die Kombination musikalisch vermeintlich ferner Welten keinen Bruch, sondern eine Selbstverständlichkeit dar.

REGIE: Mark Zurmühle
MUSIKALISCHE LEITUNG: Francesco Tristano
AUSSTATTUNG / BÜHNE: Mark Zurmühle, Eleonore Bircher
KOSTÜME: Mark Zurmühle, Eleonore Bircher
DRAMATURGIE: Miriam Fehlker
Theater

Der brave Soldat Schweijk

Schauspiel nach dem Schelmenroman von Jaroslav Hašek

Jaroslav Hašeks weltberühmter, 1921 als Groschenheft verkaufter Schelmenroman zeigt Schweijks Odyssee durch die osteuropäischen Gebiete des Ersten Weltkriegs. Im Spiegel aktueller Kriegsszenarien erscheint dieser skurrile Antiheld als ein ersehnter Zeitgenosse, der die Verhältnisse mit geschwätziger Lebensbejahung und provozierendem Schwachsinn in Frage stellt.

Seit dem Attentat auf den Thronfolger Franz Ferdinand befinden wir uns im Krieg. Schweijk weiß das und meldet sich provokant freiwillig zum Dienst, mit Krücken und Rollstuhl. Denn dieser Krieg muss sein: „Das wird ein Gemetzel." Dass Schweijk daraufhin verhaftet, in die Psychiatrie gesteckt, als Idiot ausgelacht und als Vaterlandsverräter beschimpft werden wird, fordert den Prager Wirtshausanarchisten nur noch mehr heraus. Als Offiziersdiener an der Front gelingt ihm der große Coup: Autoritäten, Frontlinien und Befehle gelten für ihn nicht. Er lässt Militärchargen und Kriegsbürokraten im Feuerwerk seines bizarren Widerspruchsgeistes tanzen und reißt die nationale Hierarchie der österreich-ungarischen Vielvölkerarmee lachend nieder. Schweijk treibt sein wildes Spiel mit einer zwischen Lethargie und Chaos zerrissenen Welt, die den Einzelnen zu einer Nummer und die Menschenseele überflüssig werden lässt.

REGIE: Sapir Heller
AUSSTATTUNG / BÜHNE: Ursula Gaisböck
KOSTÜME: Ursula Gaisböck
DRAMATURGIE: Eivind Haugland
Liederabend

Geh’n mer Tauben vergiften im Park

Ein Abend mit Liedern von Georg Kreisler

Altersempfehlung 16+

„Wie schön wäre Wien ohne Wiener
So schön wie a schlafende Frau!
Der Stadtpark wär sicher viel grüner
Und die Donau wär endlich so blau!"

Wiener und Wienverachter, Heimatloser, Antikapitalist und Anarchist und dabei sehnsuchtsvoll, einsam und romantisch: Es gibt viele Beschreibungsversuche für den deutschsprachigen Kabarettisten Georg Kreisler. Gleichwohl wollte er sich nie in diese vermeintliche Schublade stecken lassen.

1922 im Wien der Kaffeehäuser geboren und als Kind jüdischer Eltern vor dem Nationalsozialismus geflohen, debütierte er musikalisch in Hollywood. Mit seinem Eigensinn und boshaften Humor konnten jedoch weder der US-amerikanische Plattenmarkt, noch die Kulturschaffenden in Wien nach seiner Rückkehr 1955 viel anfangen. Seine Texte und Lieder strotzen vor scharfer, gesellschaftspolitischer Kritik, die er in unschuldige Reime verhüllt. Ob es sich dabei um neurotische Ehegatten, jüdische Onkel oder die Absurdität der Bürokratie handelt, seine Texte sind bissig, trotzig und verspielt, Unterhaltung, Zeitdokument und in ihrer politischen Grundhaltung immer noch treffend.

REGIE: Mark Zurmühle
MUSIKALISCHE LEITUNG: Andreas Kohl
DRAMATURGIE: Elisa Elwert, Daniel Grünauer
Theater

Judas

Lot Vekemans

Jesus ist für uns gestorben. Und Judas hat für uns verraten. Er personifiziert das Böse - gleichgültig wie oft das Christentum immer wieder die eigene Religion verrät. Seit zwei Jahrtausenden ist Judas der Anti-Held per se. In ihm verachtet das Abendland sich selbst, wie es sich in seinem Heiland verehrt.

Was aber veranlasste den Jünger Judas Iskariot zu seiner Tat, wie lauteten seine Motive? Und wenn er jetzt vor uns stünde, würde er sagen: „Ich bin gestorben, in der Schlinge an einem toten Baum/ Ich bin gestorben und habe so alle Schuld auf mich genommen/ Alle Schuld/ Die der Hohepriester/ Der Römer/ Des Volkes/ Von jedem, der ihn nicht retten wollte"?

Die vielfach ausgezeichnete niederländische Autorin Lot Vekemans gibt dem Geächteten eine Stimme und damit sein Menschsein zurück. Sie lässt ihn erzählen, wie es dazu kam, dass man einen Messias ans Kreuz schlug, der die Welt nicht verbessern konnte. Und weshalb sich ein Verräter erhängte, der das Leben genauso verteidigte, wie die tägliche Schwierigkeit, es zu ertragen.

Wulf Twiehaus studierte Regie an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« Berlin, seitdem inszenierte er unter anderem an der Berliner Schaubühne, am Staatstheater Mainz, am Schauspiel Leipzig, an den Theatern Potsdam, Heidelberg, Magdeburg, Aachen, Erlangen und Bremen sowie am Krétákör Theater in Budapest und am Kamerni Teatar 55 in Sarajewo. 2007 wurde er Oberspielleiter am Stadttheater Konstanz und arbeitet seit 2010 wieder als freier Regisseur sowie Hausregisseur am Theater Konstanz.

AUSSTATTUNG / BÜHNE: Wulf Twiehaus
KOSTÜME: Wulf Twiehaus
DRAMATURGIE: Miriam Fehlker
MIT: Axel Julius Fündeling
MUSIK: Stefan Baumann
Aufführungen / Konzert solopiano Theater in Kempten Kempten, Poststraße 7-9
Aufführungen / Theater Zeller Kultur Radolfzell, Fürstenbergstraße 7A
Sa, 27.4.2019, 20:00 Uhr
Aufführungen / Theater Zeller Kultur Radolfzell, Fürstenbergstraße 7A
So, 28.4.2019, 20:00 Uhr
Aufführungen / Theater Tamala Theater Compagnie Konstanz, Fritz Arnold-Str. 23
Aufführungen / Theater TAK Theater Liechtenstein Schaan, Reberastrasse 10

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