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Theater Konstanz

Theater Konstanz - am längsten bespielte Bühne Europas!

Kontakt

Theater Konstanz
Konzilstraße 11
D-78462 Konstanz

Telefon: +49 (0)7531-900150
E-Mail: theaterkasse@konstanz.de

Theater

Draußen vor der Tür

Heimkehrerdrama von Wolfgang Borchert

Premiere: 18. Januar 2018

Ein Stück, das kein Theater spielen und kein Publikum sehen will. So beschreibt Autor Wolfgang Borchert selbst sein einziges, innerhalb von nur acht Tagen niedergeschriebenes Stück Vergangenheitsbewältigung. Darin reihen sich nicht enden wollende Stationen des Stolperns aneinander - denn: Er war zu lange weg, der Soldat Beckmann. Und er kommt ganz anders aus dem Krieg als er wegging.

Nach tausend Nächten draußen in der Kälte voller Sehnsucht kommt er endlich nach Hause. Aber nichts ist mehr, wie es einmal war. Beckmann, der Mann ohne Vornamen, ist eine weit über die geschichtliche Verortung hinausweisende, moderne Figur, die, von der Welt vollkommen entfremdet, an der zerstörerischen Macht des Krieges scheitert. Er ist einer von vielen, die nach Hause kommen und die doch nicht Zuhause ankommen. Er bleibt stecken: draußen, vor der Tür - zwischen Leben und Tod, zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

REGIE: Mareike Mikat
AUSSTATTUNG / BÜHNE: Simone Manthey
KOSTÜME: Simone Manthey
DRAMATURGIE: Eivind Haugland
Theater

Gerron

Figurentheater und Schauspiel nach dem Roman von Charles Lewinsky

Uraufführung: 02. Februar 2019

In Charles Lewinksys düsterem, weitgehend auf Tatsachen beruhendem Porträt des Künstlers Kurt Gerron, stellt sich die Frage der Moral, die zum Kräfte zehrenden Kampf mit sich selbst führt. Am Theater Konstanz wird nun die Geschichte Gerrons mit Schauspieler*innen und Puppen neu belebt.

Kurt Gerron, der ehemalige Frontkämpfer des Ersten Weltkriegs und Filmstar der Zwischenkriegszeit, ist im nationalsozialistischen System nur noch Jude. Als er im Frühjahr 1944 in das Ghetto Theresienstadt deportiert wird, sind seine Eltern bereits in Sobibor ermordet worden. Dort bekommt er den Auftrag, einen Film zu drehen, der das erniedrigende Dasein der Juden als Paradies schildern soll. Trotz des bevorstehenden Kriegsendes und seiner Gewissensbisse entscheidet er sich, den Film zu machen. Das Leben von vielen hängt jetzt von ihm ab: denn solange sie drehen, gibt es für die Darsteller*innen keine Deportation.

REGIE: Annette Gleichmann
Kinderprogramm

King A

Ode an jedes Ritterherz von Inèz Derksen

Premiere: 10. Februar 2019

Altersempfehlung 8+

Für das Gute eintreten, mächtig sein, Mut haben, Abenteuer bestehen, um die Ehre kämpfen, treu sein, bewundert werden - was macht einen Ritter oder eine Ritterin aus?

Fünf Schauspieler*innen spielen und kämpfen um ihre jeweilige Vorstellung vom Rittersein. Dann zieht Artus das Schwert aus dem Stein! Er wird König, will es zunächst aber gar nicht sein. Die Anderen reden ihm zu, geben ihm Tipps, jeder mit eigenen Ideen und Interessen. Aber was ist gut für das Land? Was ist richtig für alle Menschen? Artus entwickelt seine eigene Vision: Eine bessere, friedlichere, gerechtere Welt soll es sein. Er setzt alle an einen runden Tisch, die Tafelrunde, an der kein Platz sein soll für den eigenen Vorteil, für Neid und Korruption. Die Schwerter beiseitelegen und miteinander diskutieren - das ist sein neuer Weg.

Aber Gwinnifer, seine Frau, verliebt sich ausgerechnet in seinen besten Freund Lanzelot. Kann er das Liebespaar an der Tafelrunde ertragen oder greift er wieder zum Schwert? Zerstört der persönliche Schmerz seinen Traum?

Die niederländische Autorin, Regisseurin und Theaterleiterin Inez Derksen hat mit ihrer 2002 uraufgeführten Überschreibung der Artussage für viel Furore gesorgt. An zahlreichen Theatern im In- und Ausland begeisterte die Mischung aus Action, Humor und Hintersinn junge Zuschauer*innen.

REGIE: Ingo Putz
AUSSTATTUNG / BÜHNE: Marie Labsch
KOSTÜME: Marie Labsch
CHOREOGRAFIE: Sven Reiner
DRAMATURGIE: Anna-Lena Kühner
Theater

Momentum

Schauspiel von Lot Vekemans

Premiere: 15. Februar 2019

Deutsch von Eva M. Pieper und Alexandra Schmiedebach

Wenn man beginnt, über seine eigene Vergangenheit zu stolpern, wird es Zeit, Entscheidungen zu treffen. Ist die politische Macht es wert, Privates zu opfern?

Der Ruf des großen Meinrad Hoffmann, Parteivorsitzender und politischer Führer seines Landes, ist angekratzt. Seine Frau Ebba diskutiert mit seinem engsten Berater, mit dem sie nebenbei ein Verhältnis hat, elegante Exitstrategien und unterstützende Image-Reden. Denn an der Basis wächst die Skepsis und bei der nächsten Parteiversammlung müssen klare Zeichen gesendet werden. Nicht nur deswegen hat Ebba einen jungen Dichter angestellt, der die richtigen Worte finden soll, diese aber verweigert. Vielleicht auch, weil sie ihr nie geborenes Kind vermisst, das sich immer deutlicher zu Wort meldet.

Die niederländische Autorin Lot Vekemans beschreibt in ihrem Drama in eindringlicher Weise ein intensives Beziehungsgeflecht, in dem Politisches und Privates nicht voneinander trennbar sind. Machterhalt und Liebe werden gegeneinander ausgespielt, während die jüngere Generation sich abwendet.

REGIE: Claudia Meyer
Theater

Der Reichsbürger

Monolog von Annalena und Konstantin Küspert

Sie sind mitten unter uns, sie sehen aus wie jeder andere, verhalten sich zumeist wie jeder andere, und doch sind sie nicht wie jeder andere. Sie sind Reichsbürger, also Menschen, die die grundgesetzliche Ordnung der Bundesrepublik Deutschland ablehnen. In ihrer Denkwelt wurde das Deutsche Reich nie aufgelöst, Deutschland ist weiterhin ein besetzter Staat und sie selbst sehen sich in der Rechtsnachfolge des Kaiserreichs. Konsequenterweise lehnen sie deutsche Gesetze ab, zahlen keine Steuern und stellen eigene Pässe und Dokumente aus. Was soweit nach schrulligen Sonderlingen klingt, wurde 2016 im fränkischen Georgensmünd bitterer Ernst, als ein bewaffneter Reichsbürger auf Polizisten schoss. Bei Reichsbürgern wurden mehrfach Waffen und sogar Sprengstoff gefunden. Sie stellen mitunter auch eigene Polizeieinheiten auf und fördern so den Nährboden für ausgrenzendes und oft antisemitisches Gedankengut.

Annalena und Konstantin Küspert beleuchten die Psyche eines Reichsbürgers, verfolgen die Gedanken und Hintergründe und fragen vor allem: Wie viel Reichsbürger steckt in uns?

REGIE: Wolfgang Hagemann
AUSSTATTUNG / BÜHNE: Wolfgang Hagemann
KOSTÜME: Wolfgang Hagemann
DRAMATURGIE: Dorothea Jüttner, Daniel Grünauer
Musical

Jesus Christ Superstar

Rock-Oper

Gesangstexte von Tim Rice / Musik von Andrew Lloyd Webber

Die bekannte Rock-Oper von Andrew Lloyd Webber setzt sich auf subjektive und emotionale Weise mit der biblischen Passionsgeschichte auseinander. Die letzten sieben Tage im Leben Jesu werden aus der Sicht von Judas erzählt. .Als Vertrauter und Freund, versucht Judas Jesus und den Jüngern das Leben zu retten. In Zeiten in denen sich Menschen verstärkt nach verbindlichen Werten und Leitfiguren sehnen, in denen Religionen immer noch als Grund missbraucht werden, "die Anderen" zu hassen, ist Jesus Christ Superstar mit seinen Fragen und Zweifeln aktueller denn je. Der Fokus liegt nicht auf der Wahrnehmung der vermeintlichen Hauptfigur, vielmehr sind die Reaktionen der anderen auf diesen charismatischen Menschen interessant. Wir hören aufgewühlte und nachdenkliche Stimmen, folgen packenden Melodien und beunruhigenden Rhythmen. Maria Magdalena, Kaiphas oder Simon Petrus beleuchten den Gründungsmythos einer Religion: Warum plädiert ein Mensch für den Tod eines Mitbürgers? Wie können wir aufrichtig lieben? Woher rührt die Sehnsucht nach einer Leitfigur? Jesus Christ Superstar erzählt eine Geschichte von menschlichen Träumen und Abgründen und dem schmalen Grat zwischen Glauben und Fanatismus.

REGIE: Ingo Putz
MUSIKALISCHE LEITUNG: Tobias Schwencke
AUSSTATTUNG / BÜHNE: Birgit Kellner, Christian Schlechter
KOSTÜME: Birgit Kellner, Christian Schlechter
CHOREOGRAFIE: Ana Mondini
DRAMATURGIE: Daniel Grünauer
Theater

Wer hat Angst vorm weißen Mann

Komödie nach dem Drehbuch von Dominique Lorenz

Das Naturrecht des Clowns ist es, eine Ordnung inmitten der Hölle zu finden, in der jeder Augenblick ein Wunder ist. Eben das erzählt die mit Andreas Giebel und Brigitte Hobmeier verfilmte Komödie.

Der erzkonservative Metzgermeister Franz ist seit einem Schlaganfall schwer eingeschränkt. Dennoch terrorisiert er mit seinem Starrsinn weiter die Familie. Tochter Zita kämpft um den Erhalt der verschuldeten Metzgerei, während ihr Bruder Anton plant, eine angesagte Lounge daraus zu machen. Niemand kann es Franz recht machen, schon gar nicht der Asylbewerber Alpha aus Kongo, den Zita notgedrungen schwarz beschäftigt. Dann kommt es zum folgenschweren Unfall: Franz und Alpha bekommen einen Stromschlag. Franz stirbt, doch sein Geist hängt für alle unsichtbar auf der Erde fest. Nur einer kann ihn sehen: Alpha. Fortan sind die beiden Männer schicksalhaft aneinander gekettet. Gemeinsam versuchen sie, die Traditionsmetzgerei zu retten.

Die moderne Märchenerzählung ist Volkstheater in der Tradition von Nestroy und Raimund, Karl Valentin und Molière, sprachmächtig und sprachwitzig, krachledern und feinsinnig - ein verstecktes Sozialdrama, eine Studie in Toleranz und Menschenwürde, die ex negativo Gutes zeigt: irgendwo zwischen Weißwurst und Schwarzarbeit.

REGIE: Daniel Grünauer
Theater

Ewig jung

Musikalische Komödie von Erik Gedeon

Konstanz im Jahr 2068. Die Schauspielerinnen und Schauspieler des Ensembles sind in die Jahre gekommen. Das Theater dient als Seniorenheim und die Bühne ist der Gemeinschaftsraum. Doch wenn die Altenpflegerin ihre Runde gemacht hat, dann werden die Bretter, die einst die Welt bedeuteten, wieder gerockt. Ob knackiger Rock'n'Roll, dramatische Ballade oder Klassiker wie "I will survive". Die Senioren erwecken sie zu neuem Leben. Denn trotz Gebrechen wissen die junggebliebenen Alten: Sie sind Born to be wild und nur einmal Forever Young.

REGIE: Tim Kramer
MUSIKALISCHE LEITUNG: Tobias Schwencke
AUSSTATTUNG / BÜHNE: Gernot Sommerfeld
KOSTÜME: Gernot Sommerfeld
DRAMATURGIE: Miriam Fehlker
Theater

Eine Art Liebeserklärung

Monolog von Neil LaBute

Verpassen Sie nicht diese beunruhigende Liebesgeschichte, in der sich die verdrängte Schuld gnadenlos ihren Weg ans Licht bahnt.

Faye ist glücklich mit Eric verheiratet. Es ist vielleicht nicht die spannendste Ehe überhaupt, vielleicht ist auch der Sex nicht der beste, aber in welchen Beziehungen ist das nach einigen Jahren eigentlich der Fall? In der ansonsten sehr respekt- und liebevollen Ehe, fehlt eines: ein Kind. Und da ist noch dieser junge Schüler Tommy, der Fayes Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Nach dem erfolgreichen Abend We have a situation here in der Spielzeit 16/17 kehrt nun Neil LaBute mit einem Stück über unmögliche Liebe ans Theater Konstanz zurück. Dabei wirft er nicht nur Fragen zu den persönlichen Konsequenzen einer Affäre auf, sondern beschäftigt sich mit der Machtproblematik einer Beziehung zwischen Lehrerin und Schüler und dem unterschwelligen Rassismus unserer anscheinend aufgeklärten Gesellschaft.

REGIE: Oliver Vorwerk
AUSSTATTUNG / BÜHNE: Christine Bertl
DRAMATURGIE: Miriam Fehlker
Theater

Du bist meine Mutter

Joop Admiral

Jeden Sonntag macht sich der Sohn auf den Weg zu seiner demenzkranken 80-jährigen Mutter im Pflegeheim. Er hilft ihr beim Anziehen, nimmt sie mit in die Sonne raus und versucht ihr über das gemeinsame Erinnern Lebensimpulse zu geben. Dieser poetisch anrührende, biografische Monolog des holländischen Schauspielers Joop Admiral versucht, die Mutter-Kind-Beziehung zu verstehen und zu verwandeln. Ganz sanft und mit großer Heiterkeit wird das Treffen zwischen Mutter und Sohn nachgezeichnet. Vor den Augen des Publikums verwandelt sich der 35jährige Schauspieler Jonas Pätzold in eine ältere Frau und spielt abwechselnd die Rollen des fürsorglichen Sohnes und dessen lebensmüder Mutter. So beleuchtet die Inszenierung auf unsentimentale und komödiantische Weise den Umgang erwachsener Kinder mit ihren an Demenz erkrankten Eltern und wirft ein ganz neues Licht auf die Chancen und Abgründe dieser Situation, der jeder von uns früher oder später begegnen kann.

Als Joop Admiral im Jahr 1981 Du bist meine Mutter - das vielleicht persönlichste Stück des experimentierfreudigen Theatermachers - am Werktheater in Amsterdam uraufführte und selbst spielte, ahnte keiner, dass dieses Einpersonenstück einen Siegeszug über alle Bühnen der Welt begann und seine Aktualität und Beliebtheit seit über dreißig Jahren unvermindert anhält. Es ist ein Stück über Traurigkeit, Hilflosigkeit und unendliche Liebe, das nachdenklich macht und zum Lachen über ein so ernstes Thema verführt.

REGIE: Wolfgang Hagemann
AUSSTATTUNG / BÜHNE: Árpád Porcza
KOSTÜME: Árpád Porcza
DRAMATURGIE: Eivind Haugland
MIT: Jonas Pätzold
WEITERE: Armin Peterka

Altersempfehlung 14+

1:15h ohne Pause
Aufführungen / Theater Vorarlberger Landestheater Bregenz, Seestr. 2
Aufführungen / Konzert Bregenzer Meisterkonzerte Bregenz, Bergmannstr. 6
Aufführungen / Konzert Symphonieorchester Vorarlberg Bregenz, Römerstraße 15
Aufführungen / Konzert Dommusik St.Gallen Kathedrale St.Gallen St. Gallen, Klosterhof 6b
Aufführungen / Konzert Bach-Chor St.Gallen St.Gallen, Burgstrasse 106
Aufführungen / Konzert solopiano Theater in Kempten Kempten, Poststraße 7-9
Aufführungen / Theater Tamala Theater Compagnie Konstanz, Fritz Arnold-Str. 23
Aufführungen / Theater TAK Theater Liechtenstein Schaan, Reberastrasse 10