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Junges Landestheater

DAS THEATER IST DER SCHÖNSTE SPIELPLATZ DER WELT.

Was gibt es Aufregenderes als seine Träume, seine Ideen, seine Wünsche zu verwirklichen und zu leben – ob auf der Bühne, hinter der Bühne oder vor der Bühne. Im Dunkeln zu sitzen und auf der hell erleuchteten Bühne zu sehen, wie Menschen sich spielend verwandeln, sich mit ihnen zu verwandeln und zu lachen oder nachzudenken über Dich und die Welt, in der Du lebst – das ist spannend.

Mittlerweile ist es jedem klar: THEATER MUSS SEIN! Und es freut uns sehr, dass die Wichtigkeit unserer Projekte für Kinder und Jugendliche erkannt und gefördert wird. Allen Unterstützern und Helfern – ob groß oder klein – danken wir herzlich.

Kontakt

Junges Landestheater
Seestr. 2
A-6900 Bregenz

Telefon: +43(0)5574 42 870
Fax: +43(0)5574 48 366
E-Mail: info@landestheater.org

 

KARTENBÜRO
Montag bis Donnerstag 8.30 bis 12.30 Uhr
Freitag 8.30 bis 12.30 Uhr & 13.30 bis 17.30 Uhr
Kornmarktplatz
A-6900 Bregenz
Telefon +43(0)5574 42 870–600
Email: ticket@landestheater.org
Theater

Werther!

Johann Wolfgang von Goethe

Ab 14 Jahren

DIE LEIDEN DES JUNGEN WERTHER war eine literarische Sensation, auf einen Schlag betrat der deutsche Roman die europäische Bühne und Goethe wurde zum Popstar. Sein Briefroman von 1774 traf den Puls der Zeit. Er wurde zur Identifikationsfigur für viele, vor allem junge Menschen, die in der damaligen politisch-sozialen Situation kaum Raum zu einem eigenen selbstbestimmten Leben und sich zu einer geistlosen, bürgerlichen Existenz verdammt sahen.

Werther verliebt sich auf einem Tanzabend in Lotte. Doch Lotte ist mit Albert verlobt, einem angenehmen, wenn auch etwas hausbackenen Kerl, den Werther durchaus sympathisch findet. Er will sich nicht in die Beziehung einmischen, zumal er glaubt, Lotte ohnehin mit seinen heftigen Gefühlen überfordert zu haben. Er zieht sich an den Hof eines Grafen zurück, doch die Stickigkeit des Hoflebens geht ihm ziemlich auf die Nerven. Er kehrt zurück und hofft auf einen Neuanfang mit Lotte, doch sie ist inzwischen mit Albert verheiratet. Stürmisch, leidenschaftlich, grenzenlos verliebt, drängt sich Werther erneut in Lottes Leben. Er kann die Ehe nicht akzeptieren, an der Lotte festhält – eine spannungsgeladene, wohl ausweglose Situation.

Werther ist die Urgeschichte eines orientierungslosen jungen Menschen, in der Zerreißprobe einer unerfüllten Liebe. Er ist der jugendliche Mensch, der seine Rolle in der Welt sucht und das Unerreichbare erreichen will. Nicolas Stemanns Fassung WERTHER! Ist so auch die Vorführung eines Selbstexperiments, ungestüm, leidenschaftlich, komisch, traurig. Himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt sind nur Sekundenbruchteile getrennt. Glück und Wut, höchstes Gefühl und intellektuelle Reflexion, Eitelkeit und Selbstmitleid liegen dicht beieinander: Selbstverwirklichung muss immer wieder neu erspielt werden.

Inszenierung: Milena Fischer
Bühne und Kostüm: Birgit Klötzer
Dramaturgie: Birke Baumann
Ausstattungsassistenz: Leslie Bourgeois
Theater

Miss Sara Sampson

Gotthold Ephraim Lessing

Ab 14 Jahren

Über vier Jahrzehnte bevor die Französische Revolution die Vorherrschaft des Adels in der Wirklichkeit brach, erprobte MISS SARA SAMPSON diese Revolution auf der deutschen Theaterbühne. In Lessings Trauerspiel handelten alltägliche Menschen, „Bürger“ die für ihre eigenen Handlungen verantwortlich waren. Nicht ein unabwendbares Schicksal führte sie ins Verderben, sondern ihre eigenen Entscheidungen.

Sara Sampson liebt Mellefont, der auch ihr nicht abgeneigt ist. Das Paar ist vor dem väterlichen Zorn nach England geflohen und macht Station in einem Provinzgasthof. Dort zeigt sich: der genusssüchtige Libertin Mellefont hat bereits andere Frauen geliebt und verlassen. Er ist einer, der sich lieber amüsieren als binden möchte. Für Sara ist das unerträglich, mit Mellefont sieht sie ihre Tugend gefährdet. Seine Forderungen nach sinnlicher Liebe – vor der ersehnten Eheschließung – stürzt sie in die schrecklichsten inneren Konflikte. Aber nicht nur diese inneren Konflikte gefährden das Paar. Die ehemalige Geliebte Mellefonts, Lady Marwood, ist den Liebenden auf der Spur, sie will den Treulosen zurückgewinnen. Lessing zeigt in MISS SARA SAMPSON die Konflikte, die der Versuch die engen und starren Schranken bürgerlicher Morallehre zu durchbrechen, hervorbringt. Das Prinzip der Selbstverwirklichung, auch in der Liebe, ist nicht – noch nicht – erfüllbar.

Mit realistischem Blick auf die menschliche Zerrissenheit untersucht Lessings Drama die Tragik einer bürgerlichen Frau im Konflikt zwischen Liebe und töchterlichem Gehorsam, zwischen Pflicht und Neigung, zwischen Emanzipation und Anpassung – und mit ihrem eigenen Begehren. Uraufgeführt wurde MISS SARA SAMPSON 1755 in Frankfurt an der Oder. „Die Zuschauer haben drei und eine halbe Stunde zugehört, stille gesessen wie Statuen, und geweint“, heißt es in dem Bericht eines Zeitgenossen.

Ab 14 Jahren

Inszenierung: Tobias Wellemeyer
Regieassistenz: Agnes Kitzler
Dramaturgie: Birke Baumann
Bühne und Kostüm: Iris Kraft
Ausstattungsassistenz: Lilli Löbl
Inspizienz: Eva Lorünser
Familie / Theater Junges Theater Konstanz Konstanz, Konzilstraße 11
Familie / Gebäude Insel Mainau Bodensee Konstanz,
Familie / Museum Welt der Kristalle in Dietingen Dietingen / Rottweil, Fronstr. 9
Familie / Familienprogramm Europa-Park Rust, Europa-Park-Straße 2