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Vorarlberger Landestheater

Das Vorarlberger Landestheater trägt mit seiner Arbeit wesentlich zum Erfolg der Kulturmetropole Bregenz bei.

Unser Theater ist ein Raum für Geschichten, ein Ort, an dem Phantasie, Reflektion, Emotion, Wissen sich entfalten können, anschauliches Bild werden. Theater entwickelt seine soziale und gesellschaftliche Kraft aus seiner Widersprüchlichkeit und Unangepasstheit heraus und fordert vom Betrachter, aber auch von denen, die Theater machen Aufgeschlossenheit und Neugierde. Theater wirft Fragen auf, formuliert Hoffnungen und Ängste. Immer wieder erschließt es neue Blickwinkel, andere Perspektiven, sensibilisiert und inspiriert. Deshalb spielt das Theater eine wichtige und unverzichtbare Rolle in der Gesellschaft. Jede Inszenierung stellt die Frage, wie Theater in Gesellschaft und Politik, aber auch in historischen Dimensionen gedacht werden kann. Dieses anschauliche Denken geschieht durch einen kollektiven künstlerischen Prozess. Auf beiden Seiten des Vorhangs ist die gelungene Einlassung entscheidend, die gemeinsame kreative Beteiligung an der sozialen Kunstform Theater. In jedem Stück geht es um das Gelingen dieser gemeinsamen Arbeit, in sozialer und ästhetischer Hinsicht, jede Inszenierung ist der Entwurf eines gelungenen Miteinanders und so - auch - eine soziale Utopie.

Die kontinuierliche Arbeit des Vorarlberger Landestheaters Bregenz leistet durch einen facettenreichen Spielplan mit überregionaler Ausstrahlung einen wichtigen Beitrag innerhalb der reichen Kulturlandschaft der Landeshauptstadt. Das Vorarlberger Landestheater Bregenz bietet hochwertige Produktionen von sowohl klassischen als auch zeitgenössischen Stücken - auch aus dem Musiktheater - die mit der Leistung von größeren Bühnen durchaus Schritt halten und manchmal sogar Maßstäbe setzen. Das ist möglich, weil das Haus bewusst auf die Kooperation zwischen Erfahrung und Wagnis setzt. Dies gilt beim Personal, für Schauspieler, Regisseure, Bühnen-, Kostümbildner, Techniker und Beleuchter. Es gilt für die Auswahl der Stücke, es gilt für gelegentliche Ortswechsel, wenn die Bühne in den Stadtraum wandert, und es gilt für die Rolle des Theaters als Ort der Kommunikation, des Austauschs und Lernens. Verschiedene Veranstaltungsformen und -orte, erfahrene Kräfte und junge Talente, Experiment und Tradition stehen am Vorarlberger Landestheater Bregenz nicht im Konflikt, sondern ergänzen und beflügeln sich gegenseitig. Weithin ausverkaufte Vorstellungen, die sowohl das stetig wachsende, über Abonnements verbundene Stammpublikum als auch sporadische Besucher und Touristen begeistern, sind uns am Vorarlberger Landestheater verpflichtende Realität geworden.

Kontakt

Vorarlberger Landestheater
Seestr. 2
A-6900 Bregenz

Telefon: +43(0)5574 42 870
Fax: +43(0)5574 48 366
E-Mail: info@landestheater.org

 

KARTENBÜRO
Montag bis Donnerstag 8.30 bis 12.30 Uhr
Freitag 8.30 bis 12.30 Uhr & 13.30 bis 17.30 Uhr
Kornmarktplatz
A-6900 Bregenz
Telefon +43(0)5574 42 870–600
Email: ticket@landestheater.org
Bewertungschronik

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Bewertungen & Berichte Vorarlberger Landestheater

Schauspiel

Zwei Frauen, ein Leben

Daniela Egger / Ab 13

Premiere: 14.12.2022

Eine Frau bereitet sich auf ein Interview vor, blättert dabei in den Gedichten ihres Mannes Kundeyt Şurdum. Sie möchte nicht im Vordergrund stehen und versucht das Interview in seine Richtung zu lenken, denn er war zu Lebzeiten ein bekannter Dichter und ist es heute noch. Als statt des Journalisten eine jüngere Frau auftaucht, vermischen sich die Zeitebenen, wie auch die Fragen um Migration, Heimatlosigkeit und Zukunftsträume. Nach und nach wird deutlich, dass sie aus unterschiedlichen Perspektiven auf ein und dasselbe Leben blicken – oder doch nicht?

Mit seinen in deutscher Sprache verfassten Gedichten trat Kundeyt Şurdum Mitte der 70er Jahre in Vorarlberg erstmals literarisch in Erscheinung. Hierher war er mit seiner Frau Ayşe 1971 aus der Türkei gekommen. Als Lehrer, Dolmetscher, Radiomacher, Autor und Chefredakteur der Zeitschrift „BiZ Dergisi“ wird er zu einer herausragenden Persönlichkeit Vorarlbergs und zu einer wichtigen Bezugsperson für viele, die Erfahrungen der Migration, der Neuorientierung an einem neuen Ort, den Verlust der Heimat und das Leben „Unter einem geliehenen Himmel“, so der Titel von Şurdums erstem Gedichtband, teilen.

Einmal mehr bringt das Vorarlberger Landestheater eine Auseinandersetzung mit einer Persönlichkeit aus der Region auf die Bühne, um gesellschaftspolitisch relevante Fragestellungen auch für die Gegenwart aufzuwerfen.

Inszenierung: Suat Ünaldi
Bühne und Kostüm: Mandy Hanke
Dramaturgie: Ralph Blase

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1 Kindertheater

Alice im Wunderland

Lewis Carroll
Übersetzt und bearbeitet von Peter Siefert / Ab 6

Ein weißes Kaninchen, das es sehr eilig hat, eine grinsende Katze, die verschwindet, aber ihr Grinsen zurücklässt, ein verrückter Hutmacher, für den rund um die Uhr Teezeit ist, Pillen, die einen größer werden oder schrumpfen lassen, und ein tanzender Schildkrötensupperich. Die Motive, die Lewis Carroll für ALICE IM WUNDERLAND ersann, sind auf der ganzen Welt geläufig und vielfach in Kultur und Popkultur eingegangen. Von Sigmar Polke bis Tom Waits, von psychedelischem Rock bis zum Kultfilm Matrix: Alice‘ Abenteuer dienen seit ihrer ersten Veröffentlichung quer durch alle Kunstformen und -genres als Inspiration.

Auf der Bühne ist ALICE IM WUNDERLAND ein Familienstück im allerbesten Sinne: Kinder staunen und freuen sich über die vielen verrückten Einfälle, die irren Sprachspiele und die allen Regeln der Alltagslogik widersprechenden Wendungen. Erwachsene entdecken die philosophischen Fragen, die der Text ganz nebenbei aufwirft, die verrätselten Vignetten, in denen sich Alice wiederfindet und die unser Verständnis von der Welt in Frage stellen. Und alle haben einfach Freude an der bunten, fantastischen Welt, in der das Mädchen seine Persönlichkeit entwickelt und schließlich über sich selbst – und die tyrannische Herzkönigin – hinauswächst.

Eine Reise ins Unterbewusstsein? Eine enigmatische Parabel? Das Psychogramm einer Heranwachsenden? Oder einfach nur herrlicher Unsinn? Lewis Carroll selbst behauptete schlicht: „I‘m very much afraid I didn‘t mean anything but nonsense.”

Inszenierung: Danielle Fend-Strahm
Bühne und Kostüm: Matthias Strahm
Musik: Florian Wagner
Licht: Arndt Rössler
Dramaturgie: Stephanie Gräve

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Liederabend

Space Invaders

Songs by David Bowie

Premiere: 15.1.2023

mit Maria Lisa Huber und Oliver Rath

Schon zum Ende der Sixties hebt Bowie als Major Tom mit Raketenkraft ins Weltall ab, landet als Ziggy Stardust zu Beginn der Seventies seinen nächsten Kracher und stößt damit endgültig in intergalaktische Dimensionen vor.

Bowie – ein Künstler, viele Wandlungen, viele Gesichter, viele Kunstfiguren. Gekonnt balanciert Bowie sein Image zwischen Androgynität, glitzernden Oberflächen und tiefgründiger Lebensphilosophie.

In seinem musikalischen Schaffen sog Bowie viele Stile auf – wie Glam Rock, Soul, Disco, Funk, New Wave, Pop – aus denen er einen immer neuen, gleichzeitig markanten Sound formte, dem er seine unverwechselbare Stimme gab.

Maria Lisa Huber startet auf einen Spacetrip ins Bowieversum, schaut nach, ob sich Bowie – von dem es heißt, er sei vor ein paar Jahren verstorben – vielleicht in Wirklichkeit nur auf den Weg in eine andere Galaxie gemacht hat.

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Schauspiel

Kafka in Farbe

Max Merker & Aaron Hitz / Ab 12

Premiere: 19.1.2023

«Kafka in Farbe» beginnt im geheimnisvollen «Naturtheater von Oklahoma» aus Franz Kafkas unvollendetem Roman „Der Verschollene“, der 1927 posthum unter dem Titel «Amerika“ erschien. Ein Theater, das «nur heute, nur einmal» spielen wird.

Wir begegnen einem jungen Schauspieler – oder ist es Kafka selbst? –, der vom Theaterdirektor des Naturtheaters die Anweisung erhält, den sterbenden Kafka zu spielen. Er legt sich ins Bett, Kafkas Totenbett im Sanatorium, sieht sein Leben an sich vorüberziehen, und schon sind wir mittendrin in der irrlichternden, verschachtelten, hintersinnigen Welt des unvergleichlichen Künstlers, überhaupt: der Kunst.

Da sind Kafkas Weggefährten und Lebensgefährtinnen, wie Dora Diamant, Felice Bauer und Milena Jesenská, denen er so viele Briefe schrieb, dass es schien, er liebe die Briefe an die Frauen mehr als sie selbst.
Die Bühne ist voll von Kafkas Leben und voll von Figuren aus seinen Romanen und Erzählungen, sie ist eine bürgerliche Version des untergründigen, ausweglosen Raums aus «Der Bau» (schlich da nicht gerade ein Maulwurf über die Bühne?) und eigentlich ist das ganze Stück nichts anderes als eine einzige «Verwandlung».

Wir machen es ein bisschen wie der Meister: Logik? Es gibt etwas anderes zu entdecken! Wir tauchen ein in Kafkas Welt hinter der Literatur, die voller Ironie und Komik ist, mit anderen Worten: voller Farbe.

In der vergangenen Spielzeit zeigten Max Merker und Aaron Hitz «All you can be! Euridike und Orpheus» am Vorarlberger Landestheater und wenden sich nun mit ihrer physisch-poetischen Erzählweise Kafka zu: dem unerkannten Komödianten des Unbewussten.

Eine Koproduktion von TOBS und dem Vorarlberger Landestheater.

Inszenierung: Max Merker

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Schauspiel

Von Mäusen und Menschen

John Steinbeck / Ab 13

Premiere: 3.2.2023

Lennie und George verdingen sich als Tagelöhner im ländlichen Kalifornien, wie viele aber träumen sie den American Dream, glauben an das Versprechen, dass es jedem gelingen kann, ein Leben in Glück und Wohlstand zu führen.

Eine Geschichte über die Freundschaft, über das Anderssein, über die Hoffnung auf eine Zukunft ohne finanzielle Not und über eine Welt, die in ihrem Innersten nicht dazu bereit ist, jedem das Erreichen dieser Ziele zuzugestehen: VON MÄUSEN UND MENSCHEN ist sicher das bekannteste Werk des Literaturnobelpreisträgers John Steinbeck.

Steinbeck war selbst in den 1920er Jahren als Wanderarbeiter in den USA unterwegs und kannte daher die Mühen und Entbehrungen der Armut gut. So ist VON MÄUSEN UND MENSCHEN auch ein einfühlsames Porträt des Arbeitermilieus in den Zeiten der Wirtschaftskrise – und eine eindringliche Schilderung des Lebens in einer Gesellschaft ohne Mitleid, einer Gesellschaft, die keine Abweichler und Außenseiter duldet.

Mit David Kopp / Nico Raschner
Inszenierung: Agnes Kitzler
Bühne und Kostüm: Marina Deronja
Dramaturgie: Elias Lepper

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Schauspiel

Wunsch und Widerstand

EINE ÜBERLEBENSGESCHICHTE
Thomas Arzt / Ab 14

Premiere: 11.2.2023

Die Biografie von Max Riccabona ist kaum zu fassen: Als Soldat der Wehrmacht im Frankreichfeldzug. Später aufgrund seiner Familiengeschichte nach den Nürnberger Rassengesetzen als „jüdischer Mischling“ diskriminiert und ohne Prozess und Urteil im KZ Dachau inhaftiert. Rechtsanwalt
in der Kanzlei seines Vaters einerseits. Aber auch schlitzohriger Provokateur, der sich der ungeliebten Rolle als Pflichtverteidiger zu entziehen wusste. Freidenkender Literaturpreisträger. Dabei psychisch beeinträchtigt und später kurzerhand teilentmündigt.
Dass das Leben des in Feldkirch geborenen Schriftstellers und Collagisten so schwer zu greifen ist, liegt nicht nur an den vielen Widersprüchlichkeiten in den gesicherten Daten, die uns zu ihm vorliegen, sondern auch an den Fallstricken, die er uns in unbestätigten Anekdoten und vorgeblich auf Tatsachen beruhenden Erzählungen selbst gelegt hat: Über seine Agententätigkeit für den britischen Geheimdienst.
Seine innige Freundschaft zu Joseph Roth. Seine prägende Begegnung mit James Joyce.

Zuweilen ein wenig ausgeschmückt, oft übertrieben, manchmal schlicht erfunden? Zerrbilder der Wirklichkeit, die er selbst für real hielt? Oder hat sich am Ende wirklich dieses und jenes genau so zugetragen?

Ob real, konfabuliert oder seinem spleenigen Schalk zuzuschreiben: Riccabonas Erinnerungsberichte sind Teil seiner Geschichte, seiner Überlebensgeschichte, der Geschichte seines Kampfes mit sich selbst.

Das unfassbare Leben des Max Riccabona – ein Vorarlberger Mysterium, dem wir uns nicht mit den Mitteln der Historiker widmen wollen, sondern mit jenen des Theaters: in Form eines Stückes, das unsere Reihe rund um Vorarlberger Themen fortsetzt.

Vermittlungsangebot für Schulen zu WUNSCH UND WIDERSTAND

Inszenierung: Stefan Otteni

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Schauspiel

Nora oder Ein Puppenhaus

Henrik Ibsen

Ein Stück aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert, eine Geschichte, die altbekannt, aber bis heute ebenso spannend wie berührend, ebenso aufwühlend wie provozierend ist: Ibsens Nora ist eine junge Frau, die im goldenen Käfig der Illusion lebt und nicht sie selbst sein darf. Erst durch eine böse Erpressung wird sie sich dessen bewusst und wächst über sich selbst hinaus - zahlt jedoch einen hohen Preis für ihre Freiheit, denn die Gesellschaft ist noch nicht weit genug dafür.
Doch was ist Ursache der Unfreiheit? Die „Hausfrau“ und der „männliche Brotverdiener“ sind auch heute noch allzu oft Wirklichkeit - wo liegen die Wurzeln dieser Dualität? Was diesem Rollenverständnis vorausgeht, lässt sich an den Figuren von Nora und Torvald Helmer gut erkennen. Nora hat nie anderes gelernt, als die „Hausfrau“ von „Brotverdiener“ Torvald zu sein, keine eigene Ausbildung genossen. Diese Form von Weiblichkeit galt im Patriarchat des 19. Jahrhunderts als „natürlich“. In ganz Europa kam es in dieser Zeit zu großen politischen, ökonomischen und sozialen Veränderungen, der Kapitalismus entwickelte sich rasant. Der Haushalt, mithin die Frauen, waren dafür verantwortlich, die Rahmenbedingungen für ein funktionierendes System zu schaffen und bekamen dafür keine Anerkennung.
Die kluge Nora weiß um diese Situation, spielt das Spiel mit im Vertrauen auf einen anderen Tauschhandel: dass Torvald ihr gegenüber im Notfall absolut loyal sein wird. Als sich jedoch der Krimi von Verrat und Erpressung entwickelt, muss sie eine bittere Enttäuschung erleben...

Inszenierung: Birgit Schreyer Duarte
Bühne und Kostüm: Bartholomäus Martin Kleppek
Choreografie: Silvia Salzmann
Musik: Oliver Rath
Licht: Simon Tamerl
Dramaturgie: Elias Lepper

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Kindertheater

Wutschweiger

Jan Sobrie & Raven Ruëll / Ab 10

Gestern noch Playstation, Pianounterricht, Urlaub an der Playa del Inglés – und heute: arbeitsloser Vater, abgehängt im Wohnsilo, perspektivlos prekär. Für Kinder ist so ein Abstieg kaum zu begreifen – und noch weniger fassbar sind für sie die sozialen Begleiterscheinungen, die so ein Status-Downgrade mit sich bringt. Die Ressentiments, die Demütigung, die Kälte.

Der Junge Ebenezer findet sich in diesem immer enger werdenden Leben wieder, das so gar nicht zu dem passt, was er bisher kannte. Und trifft auf Sammy, die ihm hilft, sich darin zurechtfinden, die ihm zeigt, dass in der Welt vieles mehr zählt als Geld und Status.
Wutschweiger des belgischen Autorenduos Sobrie und Ruëll ist ein Kinderstück, das ganz im Heute verankert ist. Ohne Sentimentalität, ohne erhobenen Zeigefinger, sondern mit einem Realismus und einer Aktualität, in der Kinder sich mühelos zurechtfinden: Ein Stück voller Wahrhaftigkeit, über Freundschaft und Solidarität, über die Hoffnung und das Über-sich-selbst-Hinauswachsen.

Inszenierung: Danielle Fend-Strahm
Bühne & Kostüm: Matthias Strahm
Musik: Florian Wagner
Dramaturgie: Ralph Blase

Mit Maria Lisa Huber / Sebastian Schulze

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Schauspiel

King Kong Vivienne

Brunner/Causemann / Ab 15

Die menschliche Spezies ist zu ganz erstaunlichen Geistesleistungen fähig: Nach nur wenigen Jahrtausenden Entwicklungsgeschichte kommt sie auf die verrückte Idee, mal darüber nachzudenken, ob es nicht eine gute Sache wäre, der mit weiblichen Geschlechtsmerkmalen ausgestatteten Hälfte ihrer Angehörigen ähnliche Rechte zuzugestehen wie dem bis dahin herrschenden und bestimmenden Rest. Ein Vorschlag, der von nicht wenigen eher murrend aufgenommen wird.

Sex und Pornografie, Lust und weiblicher Körper: Die junge Schauspielerin Vivienne Causemann erzählt von ihrem Weg zum Frausein im 21. Jahrhundert, davon, Objekt des männlichen Blicks zu sein, von pornografischer Darstellung und sexuellen Erwartungen. Dabei legt sie rohe Erfahrungen frei: wie Frauen ihrer Entfaltungsmöglichkeiten als lebendige und schöpferische Wesen durch gesellschaftliche Normen beraubt werden und welche Strategien und Möglichkeiten der Rebellion dagegen sie selbst entwickelt hat. Ein emanzipatorisches Abenteuer zwischen Essstörung und Rape Culture, zwischen männlicher Machtpose und dem Willen zur Selbstbefreiung.

Mit: Vivienne Causemann
Inszenierung: Fanny Brunner
Regie: Fanny Brunner
Bühne & Kostüm: Fanny Brunner, Daniel Angermayr
Dramaturgie: Andreas Hutter

Ab 14

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Konzert

CHRISTMAS SINGALONG

Weihnachtliche Lieder und Texte

mit dem Ensemble

Gemeinsames Singen tut einfach gut - das ist eine Erfahrung, zu der wir Sie herzlich einladen möchten. Bei unserem Singalong können Sie nach Herzenslust mit einstimmen in unsere saisonal geprägte Liedauswahl – schwungvoll und besinnlich. Kommet zu Scharen, kommet zuhauf, damit der Chorus trefflich von den Wänden widerklinge!

Für Abonnent:innen und Interessierte.

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Liederabend

So wie es ist, bleibt es nicht

Liederabend

Songs und Gedichte von BB

Songs von Bertolt Brecht und Kurt Weill: Lieder, die von der Theaterbühne aus ihren Weg auf die Straße fanden, zu Gassenhauern wurden und nun schon seit einem Jahrhundert über alle Genregrenzen hinweg zum kulturellen Kanon gehören. In frühen jazzigen Arrangements, vom Rock der Sechzigerjahre wiederentdeckt, über Jahrzehnte vielfach und auf unterschiedlichste Weise interpretiert, in der Pop- wie in der Alternative-Musik – diese Songs sind lebendige Kulturgeschichte. In unserem Liederabend holen wir sie wieder auf die Bühne und stellen dazu den Lyriker Bert Brecht vor, mit seinen poetischen, seinen politischen und seinen manchmal durchaus deftigen Gedichten.

Mit Vivienne Causemann / Luzian Hirzel / Maria Lisa Huber / David Kopp / Johannes Moosbrugger / Nico Raschner / Oliver Rath / Yenisey Rodríguez Rodríguez / Bürger:innenchor des Vorarlberger Landestheaters
Musik: Oliver Rath / Einstudierung, Bürger:innenchor: Teresa Rotemberg

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Schauspiel

Frida - Viva la vida

Ein Monolog von Leopold Huber / Ab 12

Die mexikanische Malerin Frida Kahlo verkörpert mit ihrer Kunst und ihrem Lebensstil die Selbstbestimmung der Frau in der modernen Gesellschaft und bringt diese Perspektive in die Kunstwelt. Durch ihr Werk und ihre Selbstinszenierung ist sie eine Ikone der Kunst des 20. Jahrhunderts. In ihren künstlerischen Arbeiten berührt sie Tabuthemen – Fehlgeburten, Kinderlosigkeit, die Deformation des eigenen Körpers. Seit ihrer Kindheit begleiteten sie körperliche Schmerzen und Einschränkungen: Von einer Kinderlähmung blieb ihr ein verkürztes, schwächeres Bein, die Folgen eines grausamen Busunfalls forderten lebenslänglich ihre Kräfte heraus – Schicksalsschläge prägten und verfärbten ihr Leben.
In ihrem politischen Engagement zeigte sie Begeisterung für den Kommunismus. Intensiv kümmerte sie sich um Leo Trotzki, als der sich im Exil in Mexiko befand.

Ihre Beziehung mit dem zwanzig Jahre älteren Diego Rivera, Mexikos ebenso gefeierten Maler, ist intensiv und wechselhaft – er ist Gefährte und Konkurrent, den sie als 22jährige heiratete und nach zwischenzeitlicher Trennung 1940 gleich ein zweites Mal.

Mit: Vivienne Causemann - Frida Kahlo
Inszenierung: Maria Lisa Huber
Regie und Kostüm: Maria Lisa Huber
Bühne: Ramona Bereiter

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Kinderprogramm

EISIG-FROSTIGE MÄRCHEN UND WINTERLICH-SAGENHAFTES

Workshop
mit Oskar Riedmann

Was gibt es für tolle Geschichten in den Schneelandschaften der Winterfantasie? Die ein oder andere Geschichte kennt man aus der Schule und von den Eltern oder Großeltern. Aber vielleicht fällt uns zusammen eine völlig neue und ganz eigene Wintergeschichte ein - denn in diesem Workshop soll ein Wort das andere geben, um gemeinsam eine Geschichte zu erfinden, zu entwickeln und zu erzählen.

Ab 5

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Kindertheater

Johnny Hübner greift ein

Hartmut El Kurdi
Gastspiel vom Theater Konstanz | 6+

Vorsicht! Wenn Johnny Hübner auftaucht, muss man auf alles gefasst sein. Denn dann heißt das: Jemand ist in Gefahr. Genauer: Jemand ist beim Lesen in eine Geschichte hineingeraten. Und wenn das – wie in unserem Fall – eine Piratengeschichte ist, kann das schlimm ausgehen. Denn dort hat ein blutrünstiger Killer-Pirat das Kommando und will gerade den Smutje über Bord werfen, weil der die Suppe versalzen hat. Zum Glück kann Johnny Hübner helfen, schließlich ist er professioneller Leute-aus-Geschichten-heraus-Retter. Aber er schafft das nicht alleine. Nur mit der vereinten Kraft des ganzen Publikums kann das Unmögliche gelingen und die Person wieder aus dem Buch heraus gerettet werden. Ob es klappt? Wir werden sehen…

Hartmut El Kurdi hat einen abenteuerlichen, phantasievollen Theaterspaß erdacht, der sowohl die Zuschauer:innen als auch den Schauspieler ordentlich fordert. Denn der spielt nicht nur Johnny Hübner, sondern auch alle Figuren aus dem zerfledderten Piratenabenteuerbuch, vom hartherzigen Kapitän bis hin zur jämmerlichen Schiffsratte. So entführt er sein Publikum im Handumdrehen in die spannende Welt der Phantasie. Das ist nichts für schwache Nerven!

Dauer: ca. 45 Minuten

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Kindertheater

WiLd!

Evan Placey / Deutsch von Frank Weigand / Ab 8

Nie stillstehen, nie ausruhen, nie warten. Bloß keine Pause! Billy ist rastlos, muss springen, stolpern, weitermachen. Er hat diese unkontrollierte Energie, die ihn immer wieder einen Schritt zu weit gehen lässt, immer ein bisschen zu viel, zu sehr, zu doll! Gut tut Billy dagegen das Summen und Brummen des Bienenschwarms. Die Unruhe und Aufregung der zahllosen Bienen gibt ihm ein rätselhaftes Gefühl der Ruhe.

Evan Placey lässt uns die Welt wahrnehmen, wie ein 10-jähriger Junge mit ADHS sie erlebt – ein berührendes Stück voller Rhythmus, Dynamik und Fantasie.

Aufführungsrechte bei Felix Bloch Erben GmbH & Co. KG, Berlin | www.felix-bloch-erben.de

WiLd! wurde gemeinsam beauftragt und produziert von tutti frutti und CANDAL an der Nottingham University als National Tour of Great Britain 2016.

Mit: Nico Raschner
Regie: Stefanie Seidel

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Kindertheater

Else (Ohne Fräulein)

Thomas Arzt / Ab 13

Else, 15 – beinahe eine junge Frau, mit Erwachsenwerden beschäftigt und mit Lust auf dumme Gedanken – sieht sich im Urlaub herausgefordert, bei einem Hotelgast zur Bittstellerin für ihren Vater zu werden. Denn Papa steht ein Gerichtsverfahren ins Haus, und der Hotelgast wird sein Richter sein. Und wenn der eine Gegenleistung verlangt? Wie weit soll Else dabei gehen? Schließlich steht auch ihr sorgloses Wohlstandsleben auf dem Spiel, wenn ihr Papa verurteilt wird.

Thomas Arzt lehnt seine Else an Schnitzlers Meisterwerk der Moderne an und transportiert den Stoff in unsere Gegenwart. Nicht Fräulein ist sie bei ihm, sondern junge Frau, ganz in der Gegenwart, lavierend zwischen medialem Körperkult und Selbstverwirklichung, zwischen dem Streben danach, im Leben wahr- und ernstgenommen zu werden, und dem jugendlichen Drang zur Rebellion stürzt Else in brisante Konflikte um Machtmissbrauch, Moral und familiären Zusammenhalt.

Die Produktion ist nominiert für den „STELLA*22/Darstellender.Kunst.Preis/für junges Publikum“, in der Kategorie „Herausragende Produktion für Jugendliche“.

Mit: Maria Lisa Huber / Silvia Salzmann

Regie: Birgit Schreyer Duarte
Bühne & Kostüm: Bartholomäus Martin Kleppek
Choreographie: Silvia Salzmann
Dramaturgie: Ralph Blase
Mitarbeit Bühne und Kostüm: Marina Deronja

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2 Online

Haustheater

... we're not those kids sitting on the couch
Sobald möglich, spielen wir wieder live - und bis dahin digital: HAUSTHEATER. Schauen Sie rein!
Auf ein gesundes Wiedersehen

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11.05.20, 10:00, Tanja Nett die Künstler mal "privat" kennenzulernen.

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Vorarlberger Landestheater

Das Vorarlberger Landestheater trägt mit seiner Arbeit wesentlich zum Erfolg der Kulturmetropole Bregenz bei.

Unser Theater ist ein Raum für Geschichten, ein Ort, an dem Phantasie, Reflektion, Emotion, Wissen sich entfalten können, anschauliches Bild werden. Theater entwickelt seine soziale und gesellschaftliche Kraft aus seiner Widersprüchlichkeit und Unangepasstheit heraus und fordert vom Betrachter, aber auch von denen, die Theater machen Aufgeschlossenheit und Neugierde. Theater wirft Fragen auf, formuliert Hoffnungen und Ängste. Immer wieder erschließt es neue Blickwinkel, andere Perspektiven, sensibilisiert und inspiriert. Deshalb spielt das Theater eine wichtige und unverzichtbare Rolle in der Gesellschaft. Jede Inszenierung stellt die Frage, wie Theater in Gesellschaft und Politik, aber auch in historischen Dimensionen gedacht werden kann. Dieses anschauliche Denken geschieht durch einen kollektiven künstlerischen Prozess. Auf beiden Seiten des Vorhangs ist die gelungene Einlassung entscheidend, die gemeinsame kreative Beteiligung an der sozialen Kunstform Theater. In jedem Stück geht es um das Gelingen dieser gemeinsamen Arbeit, in sozialer und ästhetischer Hinsicht, jede Inszenierung ist der Entwurf eines gelungenen Miteinanders und so - auch - eine soziale Utopie.

Die kontinuierliche Arbeit des Vorarlberger Landestheaters Bregenz leistet durch einen facettenreichen Spielplan mit überregionaler Ausstrahlung einen wichtigen Beitrag innerhalb der reichen Kulturlandschaft der Landeshauptstadt. Das Vorarlberger Landestheater Bregenz bietet hochwertige Produktionen von sowohl klassischen als auch zeitgenössischen Stücken - auch aus dem Musiktheater - die mit der Leistung von größeren Bühnen durchaus Schritt halten und manchmal sogar Maßstäbe setzen. Das ist möglich, weil das Haus bewusst auf die Kooperation zwischen Erfahrung und Wagnis setzt. Dies gilt beim Personal, für Schauspieler, Regisseure, Bühnen-, Kostümbildner, Techniker und Beleuchter. Es gilt für die Auswahl der Stücke, es gilt für gelegentliche Ortswechsel, wenn die Bühne in den Stadtraum wandert, und es gilt für die Rolle des Theaters als Ort der Kommunikation, des Austauschs und Lernens. Verschiedene Veranstaltungsformen und -orte, erfahrene Kräfte und junge Talente, Experiment und Tradition stehen am Vorarlberger Landestheater Bregenz nicht im Konflikt, sondern ergänzen und beflügeln sich gegenseitig. Weithin ausverkaufte Vorstellungen, die sowohl das stetig wachsende, über Abonnements verbundene Stammpublikum als auch sporadische Besucher und Touristen begeistern, sind uns am Vorarlberger Landestheater verpflichtende Realität geworden.
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Montag bis Donnerstag 8.30 bis 12.30 Uhr
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Aufführungen / Theater Theater Konstanz Konstanz, Konzilstraße 11
Ereignisse / Theater Zeller Kultur Radolfzell TheaterKulturZentrum Radolfzell, Fürstenbergstr. 7a
Aufführungen / Konzert solopiano Theater in Kempten Kempten, Poststraße 7-9
Aufführungen / Theater Tamala Theater Compagnie Konstanz, Fritz Arnold-Str. 23
Aufführungen / Theater TAK Theater Liechtenstein Schaan, Reberastrasse 10

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