VORARLBERGER LANDESTHEATER

Das Vorarlberger Landestheater trägt mit seiner Arbeit wesentlich zum Erfolg der Kulturmetropole Bregenz bei.

Unser Theater ist ein Raum für Geschichten, ein Ort, an dem Phantasie, Reflektion, Emotion, Wissen sich entfalten können, anschauliches Bild werden. Theater entwickelt seine soziale und gesellschaftliche Kraft aus seiner Widersprüchlichkeit und Unangepasstheit heraus und fordert vom Betrachter, aber auch von denen, die Theater machen Aufgeschlossenheit und Neugierde. Theater wirft Fragen auf, formuliert Hoffnungen und Ängste. Immer wieder erschließt es neue Blickwinkel, andere Perspektiven, sensibilisiert und inspiriert. Deshalb spielt das Theater eine wichtige und unverzichtbare Rolle in der Gesellschaft. Jede Inszenierung stellt die Frage, wie Theater in Gesellschaft und Politik, aber auch in historischen Dimensionen gedacht werden kann. Dieses anschauliche Denken geschieht durch einen kollektiven künstlerischen Prozess. Auf beiden Seiten des Vorhangs ist die gelungene Einlassung entscheidend, die gemeinsame kreative Beteiligung an der sozialen Kunstform Theater. In jedem Stück geht es um das Gelingen dieser gemeinsamen Arbeit, in sozialer und ästhetischer Hinsicht, jede Inszenierung ist der Entwurf eines gelungenen Miteinanders und so – auch – eine soziale Utopie.

Die kontinuierliche Arbeit des Vorarlberger Landestheaters Bregenz leistet durch einen facettenreichen Spielplan mit überregionaler Ausstrahlung einen wichtigen Beitrag innerhalb der reichen Kulturlandschaft der Landeshauptstadt. Das Vorarlberger Landestheater Bregenz bietet hochwertige Produktionen von sowohl klassischen als auch zeitgenössischen Stücken -auch aus dem Musiktheater - die mit der Leistung von größeren Bühnen durchaus Schritt halten und manchmal sogar Maßstäbe setzen. Das ist möglich, weil das Haus bewusst auf die Kooperation zwischen Erfahrung und Wagnis setzt. Dies gilt beim Personal, für Schauspieler, Regisseure, Bühnen-, Kostümbildner, Techniker und Beleuchter. Es gilt für die Auswahl der Stücke, es gilt für gelegentliche Ortswechsel, wenn die Bühne in den Stadtraum wandert, und es gilt für die Rolle des Theaters als Ort der Kommunikation, des Austauschs und Lernens. Verschiedene Veranstaltungsformen und -orte, erfahrene Kräfte und junge Talente, Experiment und Tradition stehen am Vorarlberger Landestheater Bregenz nicht im Konflikt, sondern ergänzen und beflügeln sich gegenseitig. Weithin ausverkaufte Vorstellungen, die sowohl das stetig wachsende, über Abonnements verbundene Stammpublikum als auch sporadische Besucher und Touristen begeistern, sind uns am Vorarlberger Landestheater verpflichtende Realität geworden.


AKTUELLE AUFFÜHRUNGEN

DER PARASIT

von Friedrich Schiller

Premiere: 11.11.2017, Grosses Haus

Lustspiel nach Louis-Benoît Picard

Mobbing, Korruption und Veruntreuung sind, wie es scheint, immer in Mode: Kollegen, die intrigieren und sich mit fremden Federn schmücken, Chefs, die sich einseifen lassen, Politiker und Manager, die in die eigene Tasche wirtschaften und am Ende noch Abfindungen kassieren. Friedrich Schiller zeigt in seiner Komödienbearbeitung einen Staatsdiener, der es versteht, seine berufliche Inkompetenz geschickt durch Schmeicheleien und Lügen zu verbergen. Er umgarnt die Mutter seines Vorgesetzten, bezirzt dessen Tochter und versucht, sich einen angesehenen Posten zu erschleichen. Schamlos nützt er dabei das Wissen und den Fleiß seiner allzu gutmütigen Kollegen aus, bis er durch den gewitzten Plan eines seiner Opfer endlich doch noch über seinen perfiden Hochmut stolpert.

Schillers rasante Komödie über das skrupellose Streben nach Reichtum und Macht trägt den Untertitel DIE KUNST, SEIN GLÜCK ZU MACHEN und ist ein Lehrstück über die Spielregeln des Erfolgs.

Regie: Tobias Materna
Ausstattung: Lorena Diaz Stephens und Jan Hendrik Neidert
Licht: Arndt Rössler
Dramaturgie: Britta Kampert und Birke Baumann
Regieassistenz: Agnes Kitzler
Ausstattungsassistenz: Lilli Löbl
Inspizienz: Angelyn Bär

Ort:

Grosses Haus

Termine:

Sa, 2.12.2017, 19:30 |
Sa, 9.12.2017, 19:30 |
Fr, 15.12.2017, 19:30 |
Mi, 27.12.2017, 19:30 |
So, 31.12.2017, 19:30 |
Do, 18.1.2018, 19:30 |

ANTON - DAS MÄUSEMUSICAL

von Gertrud und Thomas Pigor

Premiere: 26.11.2017, Grosses Haus

Familienstück zur Weihnachtszeit

Bei Hoffmanns unterm Sofa ist so einiges los: Die drei Mäusebrüder, der sportliche Franz, das Schleckermaul Willi und der junge Musikus Anton, teilen sich mit der sorgsamen Spinne ein sicheres Versteck. Auch wenn es rund um die Weihnachtszeit überall noch so verführerisch nach Köstlichkeiten duftet, sind die drei zwischen den Sofabeinen immer auf der Hut vor riesigen Füßen, Mäusefallen und dem unersättlichen Staubsauger. Die Vorfreude der Mäuse auf den weihnachtlichen Festtagsschmaus wird allerdings empfindlich getrübt, als sie einen Wunschzettel finden: „Liebes Christkind, ich wünsche mir eine Katze!“ Dann steht plötzlich auch noch Nervensäge Tante Lizzy vor der Tür. Und schon ist es vorbei mit dem ruhigen Mäuseleben. Die Rettung des Weihnachtsfestes entwickelt sich zu einem turbulenten Abenteuer, und in der Not werden aus kleinen Mäusen große Helden.

Mit viel Witz, Spannung und Musik erzählen Gertrud und Thomas Pigor eine berührende Geschichte aus der Mäuseperspektive – frei nach dem Motto „Einer für alle, alle für einen!”.

Regie: Milena Paulovics
Ausstattung: Nicola Reichert
Musikalische Leitung: Michael Gumpinger
Choreografie: Brigitte Jagg
Licht: Arndt Rössler
Dramaturgie: Birke Baumann
Regieassistenz: Marcus Harms
Ausstattungsassistenz: Leslie Bourgeois
Inspizienz: Eva Lorünser und Angelyn Bär

Schülervorstellungen am Vormittag:
Do 30.11. / Fr. 1.12. / Mo 4.12. / Di 5.12. / Mi 6.12. / Mo 11.12. / Di 12.12. (nur um 9.00 Uhr!)
Mo 18.12. / Di 19.12., jeweils 9.00 & 11.00 Uhr

Ort:

Grosses Haus

Termine:

So, 26.11.2017, 15:00 | Premiere |
So, 3.12.2017, 15:00 |
So, 10.12.2017, 15:00 |
So, 17.12.2017, 15:00 |
Sa, 23.12.2017, 15:00 |
Di, 26.12.2017, 15:00 |
Sa, 6.1.2018, 15:00 |
So, 7.1.2018, 15:00 |

TSCHICK

nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf
Ein Roadmovie ab 14 Jahren

TSCHICK ist ein Roadmovie, das von Freundschaft, Liebe, Aufbruch und einer Rückkehr handelt, von Außenseitertum und Coolness. TSCHICK ist ein Abenteuer- und Heimatroman. Die Geschichte eines großen, unvergesslichen Sommers, in der es auch — je nachdem, von welcher Seite man es sieht — um das Erwachsenwerden oder Jungsein geht. Maik, ein wohlstandsverwahrloster Außenseiter, bleibt in den Ferien allein zu Hause, hängt zwischen Swimmingpool und Playstation seiner Schwärmerei für die Klassenqueen Tatjana Kosic nach. Am ersten Tag der Sommerferien bekommt er Besuch von Andrej, genannt Tschick, einem russischen Klassenneuzugang mit allerhand Problemen. In der Einfahrt hat Tschick einen himmelblauen Lada („geliehen, nicht geklaut!“) geparkt; er überredet Maik, loszufahren. Wohin? „In die Walachei“, sagt Tschick. „Die Walachei gibt’s nicht“, sagt Maik. Gibt es sie, die magischen Orte? Ohne Plan und Kompass brechen die beiden auf zu einer abenteuerlichen Irrfahrt durch die ostdeutsche Provinz. Und irgendwann taucht dann noch Isa auf. Gemeinsam reisen sie weiter, durch ein vertrautes, fremdes Land, entdecken sich selbst, die Freundschaft, die Liebe, die Welt. Die Walachei finden sie am Ende nicht, aber das ist dann auch egal.

Regie: Martin Brachvogel
Bühne, Kostüm & Visuals: Bernhard Bauer
Dramaturgie: Britta Kampert & Ludwig zur Hörst
Regieassistenz: Marcus Harms

Ort:

Kleines Haus

Termine:

Fr, 24.11.2017, 10:00 |
Fr, 24.11.2017, 19:30 |
Di, 28.11.2017, 10:00 |
Mi, 29.11.2017, 10:00 |
Mi, 13.12.2017, 10:00 |
Mi, 13.12.2017, 19:30 |

Vorarlberger Landestheater

Seestr. 2
A 6900 Bregenz

Telefon: +43(0)5574 42 870
Fax: +43(0)5574 48 366
E-Mail: info@landestheater.org

KARTENBÜRO
Montag bis Donnerstag 8.30 bis 12.30 Uhr
Freitag 8.30 bis 12.30 Uhr & 13.30 bis 17.30 Uhr
Kornmarktplatz
A-6900 Bregenz
Telefon +43(0)5574 42 870–600
Email: ticket@landestheater.org