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Bregenzer Festspiele

vom 18.7.2018 bis 19.8.2018

Große Oper mit Seeblick

Anspruchsvolles Musiktheater, beste Unterhaltung für ein großes Publikum und bleibende Momente unter freiem Himmel gehören bei den Bregenzer Festspielen zusammen. Die größte Seebühne der Welt ist Hauptanziehungspunkt des Sommerfestivals, zu dem alljährlich im Juli und August über 200.000 Besucher strömen. Wenn die Sonne langsam im Bodensee versinkt und die Lichter rund um das Ufer erglühen, beginnen für rund 7.000 Besucher spektakuläre Opern-Inszenierungen in außergewöhnlichen Bühnenbildern.

Ein wichtiger Akteur ist die Opernkulisse. Sogar James Bond wurde auf die preisgekrönten Bühnenbilder aufmerksam und jagte in Ein Quantum Trost Bösewichte quer durch das Festspielareal. Wenn der Blick des Zuschauers nach links und rechts schweift, fällt ein anderer entscheidender Faktor ins Auge: die Natur mit ihren nahen Alpengipfeln und dem Vorarlberger Bodensee. Urbanes Flair und die entspannte Stimmung eines lauen Sommerabends machen das Erlebnis Seebühne komplett. Eine neugierig vorbeischwimmende Entenfamilie passt da bestens ins Bild.

1946 begann das Spiel auf dem See, heute ist es das Herzstück eines international renommierten Festivals. Dazu gehören auch die Oper im Festspielhaus, Konzerte mit den Wiener Symphonikern und dem Symphonieorchester Vorarlberg sowie zeitgenössische Werke auf der Werkstattbühne. Sehenswerte Museen und Galerien – sowohl in Bregenz als auch im umgebenden Vier-Länder-Eck – tragen zu einem stimmigen Gesamtbild bei. Kunst und Kultur sind hier nicht einer kleinen Kulturelite vorbehalten, sondern für alle da.

„Festspiele wie diese sind eine ideale Einstiegsdroge“, befand die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Und das ZDF heute journal titelte: „Für ein paar Wochen im Sommer ist Bregenz eben immer auch ein bisschen Hollywood.“

Kontakt

Bregenzer Festspiele
Platz der Wiener Symphoniker 1
A-6900 Bregenz

Telefon: +43 (0)5574-407 6
Fax: +43 (0)5574-407 400
E-Mail: ticket@bregenzerfestspiele.com

Oper

Carmen

Georges Bizet

Oper in vier Akten (1875)
Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy
nach der Novelle von Prosper Mérimée
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere: 19. Juli 2018, 21.15 Uhr, Seebühne

»Karo! Pik! … Der Tod!« Die Karten, aus denen Carmen ihr Schicksal liest, verheißen ihr nichts Gutes. Sie wird sterben, gefolgt von Don José. Dessen Liebe lehnt sie nach der anfäng- lichen Verliebtheit ab, weil er nicht bereit ist, ihr bedingungslos ins Schmugglerleben zu folgen. Die Avancen des Stierkämpfers Escamillo kommen ihr dann gerade recht.

Der schicksalsgeladene Moment, in dem Carmen die Karten in die Luft wirft, gab Es Devlin die Idee für ihr Bühnenbild im Bodensee. Die britische Bühnenbildnerin gestaltete auch Kulissen für Popstars wie Adele, U2, Take That, Pet Shop Boys und Kanye West. Die Spielkarten in Kasper Holtens Inszenierung können noch viel mehr als über Glück und Schicksal entscheiden: Sie sind Spielfläche für Sängerinnen und Sänger, Chor, Tänzer- innen, Stuntmen und Schmuggler. Projektionen auf ihre Oberflächen lassen die verschiedenen Welten des Stierkampfs, des Kartenlegens und der leidenschaftlichen Liebe entstehen.

Der glühenden Liebe des Soldaten Don José verlieh der französische Komponist Georges Bizet ebenso eine unsterblich gewordene Melodie wie der Titelfigur Carmen, wenn sie von ihrer Arbeit aus der Zigarettenfabrik tritt und in ihrer Habanera die Widerspenstigkeit der Liebe besingt. Auch ihr wilder Tanz in Lillas Pastias Bar, die Seguidilla, Escamillos Couplet und der Einmarsch in die Stierkampfarena wurden zu weltweiten Ohrwürmern.

Für den dänischen Regisseur Kasper Holten handelt diese »Oper über Schicksal und Besessenheit« von »zwei Menschen, die als Außenseiter behandelt werden, deren Wege sich kreuzen und die sich in einer leidenschaftlichen, aber ungesunden Beziehung aneinander klammern«.

Musikalische Leitung: Paolo Carignani | Jordan de Souza
Inszenierung: Kasper Holten
Bühne: Es Devlin
Video: Luke Halls
Kostüme: Anja Vang Kragh
Licht: Bruno Poet
Ton: Gernot Gögele | Alwin Bösch
Chorleitung: LukᚠVasilek | Benjamin Lack
Chorleitung Kinderchor: Wolfgang Schwendinger
Choreographie: Signe Fabricius
Stuntchoreographie: Ran Arthur Braun
Dramaturgie: Olaf A. Schmitt
Oper

Beatrice Cenci

Berthold Goldschmidt

Oper in drei Akten (1949/50)
Libretto von Martin Esslin nach The Cenci von Percy Bysshe Shelley (1819)
Deutsche Version von Berthold Goldschmidt
Mit deutschen Übertiteln

Francesco Cenci besitzt mehrere Paläste in und um Rom, genießt sein ausschweifendes Leben mit opulenten Festen und schreckt vor Gewalttaten nicht zurück, um unliebsame Menschen aus dem Weg zu räumen. Für seine Verfehlungen kauft er sich bei der Kirche frei, der er mehrere seiner Besitztümer überlassen muss. Freudig verkündet er den Tod seiner beiden Söhne und versetzt die anwesende Festgesellschaft in Schrecken. Die Verzweiflung seiner Tochter Beatrice beantwortet er mit noch größeren Misshandlungen. Gemeinsam mit ihrer Stiefmutter Lucrezia plant Beatrice die Ermordung ihres Vaters.

Der deutsche Komponist Berthold Goldschmidt vertonte die wahre Geschichte der 1577 geborenen Tochter des römischen Edelmanns Francesco Cenci. Den Stoff um die 1599 hingerichteten Frauen Beatrice und Lucrezia hatte Goldschmidt bereits 1923 durch Stendhals Novelle kennengelernt. Doch erst 1949 ermöglichte ihm die Teilnahme an einem britischen Opernwettbewerb, den Text nach Percy Bysshe Shelleys Drama The Cenci zu vertonen. Seit 1935 lebte der jüdische Komponist in London, wo er 1996 starb. Obwohl die Wettbewerbsjury Goldschmidts Entwurf prämierte, kam es nicht zu der in Aussicht gestellten Aufführung. Erst 1988 wurde das Werk konzertant in London uraufgeführt. Eine »richtige Belcanto-Oper« sei es geworden, sagte Goldschmidt über seine Werk, das mit einem ergreifenden Requiem für die beiden hingerichteten Frauen endet.

Diese spannungsgeladene Oper um kirchliche Korruption und menschliche Gewalt wird Johannes Erath inszenieren. 2016 erntete der Regisseur für seine Interpretation von Miroslav Srnkas Make No Noise auf der Werkstattbühne ein vielbeachtetes Echo beim Publikum und der Presse. In den vergangenen Jahren inszenierte er u. a. an der Oper Frankfurt, Semperoper Dresden, Bayerischen Staatsoper und Oper Graz. Gemeinsam mit der Bühnenbildnerin Katrin Connan und der Kostümbildnerin Katharina Tasch wird er nun Beatrice Cenci als österreichische Erstaufführung auf die Bühne des Festspielhauses bringen. Am Dirigentenpult ist Johannes Debus zu erleben, der dem Publikum der Bregenzer Festspiele durch seine Interpretation von Jacques Offenbachs Hoffmanns Erzählungen in Erinnerung ist.

Musikalische Leitung Johannes Debus
Inszenierung Johannes Erath
Bühne Katrin Connan
Kostüme Katharina Tasch
Wiener Symphoniker
​Prager Philharmonischer Chor
Konzert

Wiener Symphoniker | Andrés Orozco-Estrada

Andrés Orozco-Estrada, Dirigent
Ivo Kahánek, Klavier


Bohuslav Martinu: Doppelkonzert für zwei Streichorchester, Klavier und Pauken H. 271
Antonín Dvorák: Te Deum
Antonín Dvorák: Symphonie Nr. 9 Aus der neuen Welt e-Moll op. 95

EINFÜHRUNGSVORTRAG
45 Minuten vor Beginn (Eintritt frei)
Konzert

Wiener Symphoniker | Philippe Jordan

Wiener Symphoniker
David Afkham, Dirigent
Javier Perianes, Klavier


Richard Strauss: Till Eulenspiegels lustige Streiche op. 28
Maurice Ravel: Konzert für die linke Hand D-Dur
Richard Strauss: Der Rosenkavalier, Suite op. 59
Maurice Ravel: La Valse

EINFÜHRUNGSVORTRAG
45 Minuten vor Beginn (Eintritt frei)
Konzert

Wiener Symphoniker | Constantinos Carydis

Wiener Symphoniker
Karina Canellakis, Dirigentin
Christoph Pohl, Bariton


Thomas Larcher: Alle Tage. Symphonie für Bariton und Orchester
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 5 c-Moll op. 65

EINFÜHRUNGSVORTRAG
45 Minuten vor Beginn (Eintritt frei)
Konzert

Symphonieorchester Vorarlberg | Gérard Korsten

Symphonieorchester Vorarlberg
Gérard Korsten, Dirigent
Mark Padmore, Tenor


Benjamin Britten: Matinées musicales op. 24
Benjamin Britten: Nocturne op. 60
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 36

EINFÜHRUNGSVORTRAG
45 Minuten vor Beginn (Eintritt frei)
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