BRAUHAUSKELLER
Spielzeit 2011/12
Arrrgh! Meine B-Seite
Premiere: 09. Februar 2012, Brauhauskeller
Ein szenischer Mashup von Blaubart / Schulprojekt der Theaterpädagogik mit Schülerinnen und Schülern der Riesschule Ritterhude
Junges Mädchen liebt älteren, unheimlichen, aber reichen Mann mit blauem Bart, geht mit auf seine Burg, öffnet alle seine geheimen Türen und dann hat sie den Salat. Warum tötet Blaubart seine Liebsten? Ist er ein skrupelloser Serienmörder, ein enttäuschter Despot oder ein zerstörerisch Liebender?
Ausgehend von Béla Bartóks »Herzog Blaubarts Burg« und Franz Hummels »Blaubart« ist in der halbjährigen Probenzeit eine szenische Collage zu den Motiven der beiden Opern entstanden. Wie viel Ehrlichkeit verträgt eine Liebe? Welche Fragen sind verboten? Was ist mein dunkelstes Geheimnis? Töte ich, was ich liebe? Steckt Wahrheit in meinen Träumen und habe ich auch eine Leiche im Keller? Bin ich Blaubart? Auf den Spuren Blaubarts befragen sich neun Schülerinnen und Schüler nach ihren eigenen Geheimnissen und Träumen, verbotenen Kammern und dunklen Seiten.
Ort:
Brauhauskeller
Termine:
Do, 9.2.2012, 19:00 | Premiere |



Fr, 10.2.2012, 19:00 |


Wenn du mir meine Stimme nimmst
von Stephan Seidel
Premiere: 30. März 2012, Brauhauskeller
»Man kann uns nur dafür lieben. Für die Dinge, die wir tun, die wir tun, damit wir geliebt werden.« Für die dritte Premiere im Brauhauskeller in dieser Spielzeit konnte das Schauspiel Bremen mit Stephan Seidel einen Künstler gewinnen, der sowohl Dramatiker als auch Regisseur ist und in Bremen die Uraufführung seines Stücks auch inszenieren wird. Er hat sich für das Auftragswerk »Wenn du mir meine Stimme nimmst« von Motiven des psychologisch tiefsten Märchens Hans Christian Andersens, »Die kleine Meerjungfrau«, anregen lassen. Es ist ein Stück über Begierde und Liebe entstanden, in dessen Zentrum die Sehnsucht der Meerjungfrau nach Erfüllung und nach Unendlichkeit steht. Sie sucht nach einer Sprache des Herzens, nach einer Sprache des Blicks. Ihr Wunsch, eine wirkliche Begegnung mit dem Prinzen erleben zu können, bleibt aber unerfüllbar.
Stephan Seidel studierte Theaterregie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt/Main. Er war Stipendiat am Watermill Center von Robert Wilson in New York und des Autorenlabors am Düsseldorfer Schauspielhaus. In der Spielzeit 2011/2012 ist er Hausautor am Staatstheater Mainz.
Regie: Stephan Seidel
Bühne und Kostüme: Katarzyna Podjacki
Dramaturgie: Marcel Klett
Ort:
Brauhauskeller
Termin:
Fr, 30.3.2012, 20:30 | Premiere |


Drei Sekunden
von Nino Haratischwili
Bereits in den vergangenen Spielzeiten entwickelte sich der Brauhauskeller zu einem Ort der Gegenwartsdramatik. Dieses Profil wird sich in der Spielzeit 2011/2012 noch einmal verschärfen. In einem von der Ausstattungsleiterin des Theater Bremen, Christa Beland, entworfenen Raum wird das Schauspiel Bremen drei Stücke präsentieren, die entweder ganz neu sind, oder sogar eigens für diese Spielstätte geschrieben wurden. Mit Nino Haratischwili und Stephan Seidel konnte das Schauspiel Bremen zwei Künstler gewinnen, die sowohl Dramatiker als auch Regisseure sind und in Bremen jeweils die Uraufführung ihrer Stücke selbst inszenieren werden. Beide werden sich mit ihren Produktionen erstmals dem Publikum in Bremen vorstellen.
Nino Haratischwilis Stück »3 Sekunden« zeigt auf gnadenlose Weise, wie ein Augenblick das Leben eines Menschen von Grund auf ändern kann und wie dadurch alle Sicherheiten verschwinden.
Stephan Seidel wird mit »Wenn du mir meine Stimme nimmst« das psychologisch tiefste Märchen von Hans Christian Andersen, »Die kleine Meerjungfrau«, für die Bühne neu bearbeiten. Im Zentrum der Bearbeitung wird der Wunsch stehen, mehr zu sein, als man ist.
Das dritte Stück, das die Regisseurin Corinna Sommerhäuser inszenieren wird, stand bei Redaktionsschluss dieses Heftes noch nicht fest und wird mit dem Oktoberspielplan veröffentlicht. Corinna Sommerhäuser inszenierte in der Spielzeit 2010/2011 im Neuen Schauspielhaus bereits »Kampf des Negers und der Hunde« von Bernard-Marie Koltès.
Bühne und Kostüme: Mareen Biermann
Dramaturgie: Diana Insel
Ort:
Brauhauskeller
Termine:
Sa, 11.2.2012, 20:30 |



Di, 21.2.2012, 20:30 |


Das ist!: "Der Fall Collini"
von Ferdinand von Schirach
gelesen von Christoph Rinke
Bis ins Rentenalter lebte der Italiener Fabrizio Collini völlig unauffällig und unbescholten. Und dann ermordet er in einem Berliner Luxushotel einen alten Mann. Grundlos, wie es scheint. Was treibt einen Menschen, der sich ein Leben lang nichts hat zuschulden kommen lassen, zu einem Mord? Der junge Anwalt Caspar Leinen bekommt die Pflichtverteidigung zugewiesen und geht dieser Frage auf den Grund – dabei stößt er auf ein erschreckendes Kapitel deutscher Justizgeschichte. Schauspieler Christoph Rinke liest den Roman von Ferdinand von Schirach, über den Der Spiegel urteilte: »Ein großartiger Erzähler!«
Ort:
Brauhauskeller
Termin:
So, 12.2.2012, 19:00 |


Das Tagebuch der Anne Frank
Mono-Oper in zwei Akten von Grigori Frid
Text von Anne Frank / 13+
Das Tagebuch des jüdischen Mädchens Anne Frank, die 1929 in Frankfurt geboren wurde und 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen starb, wurde zu einem literarischen Welterfolg. In seiner Mono-Oper von 1969 schildert der russische Komponist Grigori Frid auf der Grundlage von Annes Tagebuch in knappen Bildern das Schicksal des 13-jährigen Mädchens, das davon träumte, Schriftstellerin zu werden. Der Regisseur Patric Seibert wird gemeinsam mit der Sopranistin Marysol Schalit und der Pianistin Kristina Ruge die verschiedenen Facetten Anne Franks – zwischen glorifizierter Heldin und ganz normalem Teenager mit Sehnsüchten und Problemen – erarbeiten und inszenieren. Ergänzt werden die Gesangspassagen durch gelesene Auszüge aus Anne Franks Tagebuch.
Regie: Patric Seibert
Bühne und Kostüme: Nele Wangorsch
Ort:
Brauhauskeller
Termine:
Fr, 10.2.2012, 18:00 |



Di, 14.2.2012, 19:00 |



Di, 28.2.2012, 11:00 |


Die Bürgschaft
Lothar Kittstein
»Zu Dionys dem Tyrannen ...«, so beginnt Friedrich Schillers Ballade, deren Figurenkonstellation alles für ein packendes Drama oder sogar für einen Abenteuerfilm beinhaltet. Zwei treue Freunde, ein böser Widersacher, eine unlösbare Aufgabe und ein Happy-End. Der Autor Lothar Kittstein übersetzt diese Konstellation in seinem Theaterstück ins Heute. Die Freunde werden zu einem Ehepaar, der Tyrann zu einem Verbrecher, der kommt, um Schulden einzutreiben. Gerd, der Ehemann, hat 12 Stunden Zeit, um 85.000 Euro zusammenzubekommen, sonst stirbt seine Frau Anja. Er macht sich auf den Weg in die Nacht ... Derweil kommen sich Anja und der Kriminelle, Thomas, näher. Lothar Kittstein hat einen modernen Thriller geschrieben, in dem Liebe und Treue sich durchsetzen müssen, aber Gewalt und Gier scheinen immer die Oberhand zu behalten.
Regie: Konradin Kunze
Bühne + Kostüm: Christa Beland
Anja u.a.: Eva Gosciejewicz
Gerd: Martin Baum
Thomas u.a.: Siegfried W. Maschek
Ort:
Brauhauskeller
Termine:
Do, 16.2.2012, 20:00 |
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So, 19.2.2012, 19:30 |
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Das ist! "Mein sanfter Zwilling"
von Nino Haratischwili
Gelesen von Mitgliedern des Schauspielensembles
»Den Namen Nino Haratischwili sollte man sich merken. Wir haben hier eine neue Heldin der zeitgenössischen deutschen Literatur. Ihr Roman ist ein Epos mit klassischer Wucht, mit hoher Emotionalität und stellt vieles in den Schatten, was in diesem Herbst auf dem deutschen Buchmarkt erscheinen wird.«
Deutschlandradio Kultur
»Stellas und Ivos Liebe ist so ungestüm und selbstzerstörerisch wie die von Cahit und Sibel in Fatih Akins ›Gegen die Wand‹. Nino Haratischwili erzählt sprachlich geradlinig und entwickelt dabei noch einen unaufdringlichen, eigenen Sound. ›Mein sanfter Zwilling‹ ist ein ungemein körperlicher, sinnlicher Roman.«
Spiegel Online
Ort:
Brauhauskeller
Termin:
So, 26.2.2012, 19:00 |


Ulrike Maria Stuart
Schauspiel von Elfriede Jelinek
Königinnen im Streit um nichts weniger als Anerkennung, Liebe, Ideale und Macht – Maria Stuart gegen Elisabeth I., Ulrike Meinhof gegen Gudrun Ensslin. Wie schon der Stücktitel andeutet, lässt Elfriede Jelinek Friedrich Schillers Protagonistinnen auf die weiblichen Führungspersönlichkeiten der RAF treffen. Anhand historischer, literaturgeschichtlicher und fiktiver Stimmen collagiert Jelinek Ereignisse aus der Geschichte der RAF und Schlüsselszenen aus „Maria Stuart“ – weibliche Machtansprüche, Emanzipationsanstrengungen sowie die Vereinbarkeit von Mutterschaft und künstlerischer oder politischer Tätigkeit werden hierbei zu zentralen Themen. Und nicht zuletzt stellt sich hierbei die Frage nach der mythischen Verklärung der historischen Figuren und ihrer Bedeutung für uns heute.
Ort:
Brauhauskeller
Termin:
So, 19.2.2012, 19:00 |
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Mein Kampf
Farce von George Tabori
Ein Männerwohnheim im Wien des 20. Jahrhunderts. Der sanftmütige Schlomo Herzl wohnt hier mit dem abgehalfterten Koscher-Koch Lobkowitz auf engstem Raum zusammen. Herzl zieht nachts durch die Straßen und verkauft Bücher. Mal die Bibel, mal das Kamasutra. Doch eigentlich will er selbst ein Buch schreiben. Schon der Titel für sein geplantes Opus magnum verheißt Großes: »Mein Kampf«.
Plötzlich steht der junge Adolf Hitler mit seinem selbst zugeschriebenen Talent zur Malerei auf der Türschwelle. Sein Plan: auf der Kunstakademie entdeckt zu werden. Er mietet sich bei Schlomo und Lobkowitz ein und wartet auf den großen Tag, an dem er sein Studium beginnen kann. Ohne finanzielle Mittel und ohne Talent hat er nichts als seinen Hass auf Juden, Radfahrer und alles, was rund ist. Hitler ist begeistert von Schlomos Buchtitel und der großherzige Jude überlässt ihn dem aufstrebenden jungen Mann, der einmal als Diktator ganz Europa ins Verderben stürzen wird, für eigene literarische Arbeiten.
George Taboris Stück »Mein Kampf« beschäftigt sich in komödienhafter Form mit dem Trauma der Shoah. Es ist eine wunderbare Farce: respektlos, bitterböse und gnadenlos komisch.
Regie: Martin Baum
Bühne: Katja Fritzsche
Kostüme und Puppen: Anna Siegrot
Puppentraining: Jeanette Luft
Dramaturgie: Diana Insel
Deutsch von Ursula Tabori-Grützmacher
Ort:
Brauhauskeller
Termine:
Sa, 25.2.2012, 20:30 |
Tickets online |



Mi, 29.2.2012, 20:30 |
Tickets online |


Die Durstigen
Von Wajdi Mouawad in Zusammenarbeit mit Benoît Vermeulen
aus dem Frankokanadischen von Uli Menke
15+
Der Gerichtsanthropologe Boon wird beauftragt, zwei Leichen zu identifizieren, die in einem Fluss gefunden wurden. In einem der beiden Toten erkennt er seinen Jugendfreund Murdoch wieder, der 15 Jahre zuvor auf geheimnisvolle Weise verschwunden ist. Offen aber bleibt zunächst das Geheimnis des jungen Mädchens, das mit Murdoch zusammen geborgen wird, und das all die Jahre fest umschlungen mit ihm auf dem Grund des Flusses gelegen ist.
Boon begibt sich auf die Suche: nach der Identität des Mädchens, nach der Vergangenheit seines rebellischen Jugendfreundes – und findet dabei nicht zuletzt auch den Jugendlichen wieder, der er selber einmal gewesen ist: ein Heranwachsender, ebenso durstig nach Sinn, nach Leben und Liebe wie seine Altersgenossen.
Das Stück wurde nominiert für den Deutschen Jugendtheaterpreis 2010
Regie: Konradin Kunze
Bühne und Kostüme: Lea Dietrich
Musik: Octavia Crummenerl
Dramaturgie: Rebecca Hohmann
Ort:
Brauhauskeller
Termine:
Do, 8.3.2012, 20:00 |



So, 1.4.2012, 20:00 |


BREMER THEATER
Theater der freien Hansestadt Bremen GmbH
Am Goetheplatz 1-3
D-28203 Bremen
Telefon: 0421 / 36 53 0
E-Mail:
info@theaterbremen.de
Postfach 10 10 46
28010 Bremen
Theaterkasse
Tel.: 0421 / 3653 333
Fax: 0421 / 3653 332
Mo-Fr: 11-18 Uhr
Sa: 11-14 Uhr
E-Mail:
kv@theaterbremen.de
Spielorte
Theater am Goetheplatz
Am Goetheplatz 1-3
28203 Bremen
Neues Schauspielhaus
Am Goetheplatz 1-3
28203 Bremen
Brauhaus
Am Goetheplatz 1-3
28203 Bremen
Zugang auch von der Bleicherstraße
Moks
Rangfoyer des Theater am Goetheplatz