THEATER AM GOETHEPLATZ

Spielzeit 2011/12

Herzog Blaubarts Burg | Blaubart

Oper in einem Akt von Béla Bartók | Kammeroper von Franz Hummel

Premiere: 25. Februar 2012, Theater am Goetheplatz

»Herzog Blaubarts Burg« Libretto von Béla Balázs
»Blaubart« Libretto von Susan Oswell nach Texten von Sigmund Freud und Georg Trakl

Blaubart: Serienmörder, Seelenfänger, Liebender? Zahlreiche Werke in allen Bereichen der Kunst beschäftigen sich mit diesem Mythos. So auch Béla Bártok in seiner einaktigen Oper. Judit, die Blaubart auf sein Schloss gefolgt ist, will alles über ihn erfahren und wird schließlich selbst Teil seines dunklen Geheimnisses. Franz Hummel widmet sich in seiner Blaubartadaption ganz den tiefenpsychologischen Ebenen des Stoffs. Auf Grundlage von Siegmund Freuds »Der Fall Dora« werden die Gespräche Freuds und Doras und das stetig tiefer gehende Eindringen in die Seele des anderen musiktheatralisch verarbeitet. Franz Hummel schafft für die Bremer Aufführung eigens eine neue Orchesterinstrumentierung, die Markus Poschner mit den Bremer Philharmonikern zur Uraufführung bringen wird. Inszeniert werden beide Stücke von Rosamund Gilmore, deren Regiearbeiten durch »Keine Stille ausser der des Windes« oder der »West Side Story« in Bremen bestens bekannt sind.

Musikalische Leitung: Markus Poschner
Regie: Rosamund Gilmore
Bühne und Kostüme: Carl Friedrich (Frieder) Oberle
Dramaturgie: Juliane Luster

Ort:

Theater am Goetheplatz

Termine:

Sa, 25.2.2012, 19:30 | Premiere | Tickets online |
Do, 1.3.2012, 19:30 | Tickets online |
Sa, 3.3.2012, 19:30 | Tickets online |
Fr, 30.3.2012, 19:30 | Tickets online |
So, 1.4.2012, 15:30 | Tickets online |
So, 15.4.2012, 19:30 | Tickets online |

Das Leben ein Traum

Versdrama in drei Akten von Pedro Calderón de la Barca

Premiere: 23. März 2012, Theater am Goetheplatz

Die Geburt des polnischen Prinzen Sigismund steht unter einem schlechten Stern: Er werde ein grausam herrschender Tyrann, künden seinem Vater, König Basilio, die Sterne. Aus Sorge um das Wohlergehen seines Landes lässt Basilio daher seinen Sohn als Kind in einen Turm sperren, ihn einsam und fern jeglicher Zivilisation aufwachsen – nur aus Erzählungen des ihm zum Lehrmeister bestellten Clotald erahnt Sigismund die Welt außerhalb seines Gefängnisses. Als sich Jahre später für den alt gewordenen König die Nachfolgefrage stellt, soll der Prinz jedoch eine Chance bekommen, das Erbe des Vaters anzutreten, bevor Herzog Astolf oder Prinzessin Estrella dazu bestimmt werden. Durch ein Schlafmittel betäubt, wird Sigismund an den Hof gebracht und dort als Herrscher empfangen – und wie es die Sterne prophezeiten, verfällt Sigismund im Rausch der Macht entmenschter Raserei. Um eine Katastrophe zu verhindern, wird er wiederum betäubt und in den Turm zurückgebracht. Nach dem vorgetäuschten Traum erwacht, bestärkt Clotald den an der Wirklichkeit des Daseins Zweifelnden in dem Glauben, das Erlebnis sei nur ein Traum gewesen. Doch unter dem großen Eindruck des Trugspiels von Traum und Wirklichkeit beginnt sich Sigismund zu läutern und wandelt sich zum Verfechter der Tugend des guten Handelns.

Es geht um nichts weniger als um die existenzielle Frage nach der Abgrenzung von Wirklichkeit und Traum, Schein und Sein sowie um die Gegenüberstellung von schicksalhafter Vorbestimmung und freiem Willen, die der spanische Dramatiker und Poet Pedro Calderón de la Barca in seinem großen barocken Versdrama »Das Leben ist Traum« thematisiert. Es sind die moralischen Grundlagen unserer Existenz, die mit philosophischer und sprachlicher Kraft dramatisch beleuchtet werden. Und es geht nicht zuletzt –  1635, mitten im Dreißigjährigen Krieg ver-fasst – um Strukturen von Macht, Herrschaft und Identität.
Der Regisseur Robert Schuster widmet sich in seiner fünften Arbeit am Theater Bremen dem zu Recht als »Welttheater« bezeichneten Barockdrama.

Regie: Robert Schuster
Bühne und Kostüme: Jens Kilian
Musik: Jörg Gollasch
Video: fettFilm fettFilm
Dramaturgie: Diana Insel

Ort:

Theater am Goetheplatz

Termine:

Fr, 23.3.2012, 19:30 | Premiere | Tickets online |
So, 25.3.2012, 18:00 | Tickets online |
Do, 29.3.2012, 19:30 | Tickets online |
Mi, 4.4.2012, 19:30 | Tickets online |
Sa, 14.4.2012, 19:30 | Tickets online |
Sa, 21.4.2012, 19:30 | Tickets online |
Fr, 27.4.2012, 19:30 | Tickets online |
So, 29.4.2012, 18:00 | Tickets online |
Do, 3.5.2012, 19:30 | Tickets online |
Fr, 25.5.2012, 19:30 | Tickets online |
Mo, 28.5.2012, 18:00 | Tickets online |
Fr, 8.6.2012, 19:30 | Tickets online |
Mi, 20.6.2012, 19:30 | Tickets online |

Tannhäuser

Handlung in drei Aufzügen von Richard Wagner

Dichtung vom Komponisten
Wiener ­Fassung von 1875

Nach der Erfahrung von Sinnlichkeit und Freiheit, die er zusammen mit der lebenshungrigen Venus genossen hat, ist es dem Sänger Tannhäuser unmöglich, sich der ihn liebenden Elisabeth und ihrer kulturvollen Umgebung gegenüber konform zu verhalten. Als er in einem Gesangswettbewerb die Liaison zu Venus als das ultimative Liebeserlebnis schildert, stößt ihn die etablierte Gesellschaft aus. Durch Vermittlung Elisabeths wird ihm eine Pilgerfahrt zum Papst auferlegt. Würde ihm dort verziehen, stünde seiner Rückkehr ins Establishment nichts mehr im Wege. Doch Tannhäuser und Elisabeth begegnen sich in diesem Leben nicht wieder.

Musikalische Leitung: Markus Poschner
Regie: Tobias Kratzer
Ausstattung: Rainer Sellmaier
Chor: Daniel Mayr
Dramaturgie: Hans-Georg Wegner

Ort:

Theater am Goetheplatz

Termin:

So, 19.2.2012, 17:00 | Tickets online |

Der Gott des Gemetzels

Yasmina Reza

Mit pointierten Dialogen, diabolischem Humor und erbarmungsloser Treffsicherheit spießt die französische Autorin in ihrem Stück die moderne bürgerliche Gesellschaft auf und versteht es mit schneidender Rhetorik die Grenzen zwischen Zivilisation und Barbarei zu verwischen und zu zeigen, dass es nicht viel braucht, um aus einem Kaffeekränzchen eine Saalschlacht zu machen. – Zwei 11jährige Jungen prügeln sich auf dem Schulhof, der eine schlägt mit dem Stock zu, der andere verliert zwei Schneidezähne. Unter zivilisierten Leuten, wie es ihre Eltern sind, spricht man so einen Vorfall gemeinsam durch. So beraten Alain und Annette mit Véronique und Michel bei Kaffee und Gebäck, wie man pädagogisch richtig auf Opfer und Täter einwirkt. Die vier sind genauso konsensbemüht und politisch korrekt, wie es sich in unserer westlichen Gesellschaft gehört. Doch unversehens brechen sich archaischere Impulse Bahn.

Inszenierung: Werner Schneyder
Bühne und Kostüm: Monika Gora
Dramaturgie: Marcel Klett

Ort:

Theater am Goetheplatz

Termin:

Mo, 5.3.2012, 19:30 | Tickets online |

Perpetuum Mobile

Von Urs Dietrich

Urs Dietrichs Tanztheaterabend »Perpetuum Mobile« hat das Immer-in-Bewegung-Bleiben im Titel und entsteht anlässlich der Wiedereröffnung der Kunsthalle Bremen. Eine Wiedereröffnung baut auf Gegebenem auf, gestaltet es um, schließt neue Sichtweisen auf, eröffnet Räume hinter Räumen. Es entsteht etwas Neues, das gleich auch wieder Alltag und Gegebenes sein wird. Eine Wiedereröffnung ist also ein Anfang und schon gleich auch wieder Geschichte. »Die Zukunft wurde so schnell Gegenwart / dass kaum bemerkbar wurde / wie Zukunft schon längst Vergangenheit war.« schreibt Friederike Roth in ihrer »Abendlandnovelle«. Es ist ein immerwährender Kreislauf, in dem sich alles, aber niemals gleich, wiederholt. Und in dem immer wieder etwas beendet wird und anderes neu anfängt, aber gleich in den Strom des Kreislaufs aufgenommen wird.

Mit dem Tanztheaterensemble, Schauspielerinnen und Schauspielern, einer Pianistin der Oper, Schubert-Liedern und Texten aus Roths »Abendlandnovelle« beleuchtet Urs Dietrich das Ewigneue und Ewigwiederkehrende aus verschiedenen Perspektiven.

Choreographie: Urs Dietrich
Bühne und Kostüme: Urs Dietrich
Dramaturgie: Sonja Bachmann

Ort:

Theater am Goetheplatz

Termin:

Sa, 31.3.2012, 19:30 | Tickets online |

The Turn of the Screw

Oper in einem Prolog und zwei Akten von Benjamin Britten

Libretto von Myfanwy Piper nach einer Novelle von Henry James

Die zwei »engelsgleichen« Kinder Miles und Flora teilen ein Geheimnis, das sich um die spukhaft erscheinenden Geister ihrer verstorbenen Erzieher Miss Jessel und Peter Quint rankt. Eine junge Gouvernante, die gerade ihren Dienst bei den verwaisten Kindern antritt, versucht dieses Geheimnis gemeinsam mit der bodenständigen Miss Grose aufzuklären und stößt dabei an die Grenzen des Natürlichen und des Vorstellbaren. Diese Oper von Benjamin Britten gilt als das Werk, in dem Britten sein Talent für Mystisches mit tiefer Psychologie und äußerster Dramatik verknüpft hat. Durch die Konzentration des Orchesters auf ein mittelgroßes Instrumentarium schafft er eine Spannung und Atmosphäre, die in diesem Genre einzigartig dasteht.

Musikalische Leitung: Daniel Montané
Regie: Frank Hilbrich
Bühne: Volker Thiele
Kostüme: Gabriele Rupprecht
Dramaturgie: Hans-Georg Wegner

Ort:

Theater am Goetheplatz

Termine:

Do, 9.2.2012, 19:30 | Tickets online |
So, 4.3.2012, 19:30 | Tickets online |

Das Land des Lächelns

Romantische Operette in drei Akten von Franz Lehár

Libretto von Ludwig Herzer und Fritz Beda-Löhner nach »Die gelbe Jacke« von Victor Léon

Mit »Das Land des Lächelns« kommt 2011 eine der beliebtesten Operetten Franz Lehárs auf die Bühne am Goetheplatz. Die Handlung, verortet in Wien und Peking 1912, spielt mit dem Reiz des Exotischen: Der chinesische Prinz Sou-Chong besucht auf einer Bildungsreise Wien, wo sich Lisa in ihn verliebt. Kurzerhand folgt sie dem Prinzen nach Peking. Zunächst scheint alles gut zu gehen, bis der mächtige Onkel des Prinzen den jungen Mann drängt, pflichtgemäß die ihm zur Ehe bestimmten Mandschumädchen zu sich zu nehmen. Das ist zu viel für Lisa. Die kulturellen Unterschiede werden stetig unüberwindbarer. Mit der Hilfe ihres Verehrers Gustav, der ihr ins Reich der Mitte gefolgt ist, flieht sie zurück nach Europa.

Franz Lehár liebte diese Schöpfung am meisten von allen seinen Werken. Das ist kaum verwunderlich, da unsterbliche Melodien wie zum Beispiel »Dein ist mein ganzes Herz« oder »Immer nur lächeln« bis heute einem breiten Publikum bekannt sind.

Berühmt wurden die Lieder vor allem in der Interpretation durch den großartigen Tenor Richard Tauber. Mit dem »Land des Lächelns«, das 1929 uraufgeführt wurde, will das Theater Bremen die überaus erfolgreiche Arbeit fortsetzen, die mit Künnekes »Der Vetter aus Dingsda« begonnen hat. Denn hier wurde zum ersten Mal und mit verblüffender Frische versucht, den originalen Musizierstil der 20er und 30er Jahre zu rekonstruieren.

Musikalische Leitung: Florian Ziemen
Regie: Lukas Langhoff
Bühne: Alexander Wolf
Kostüme: Ines Burisch
Chor: Daniel Mayr
Dramaturgie: Juliane Luster

Ort:

Theater am Goetheplatz

Termine:

Sa, 4.2.2012, 19:30 | Tickets online |
So, 12.2.2012, 15:30 | Tickets online |
Fr, 17.2.2012, 19:30 | Tickets online |
So, 26.2.2012, 15:30 | Tickets online |
Sa, 17.3.2012, 19:30 | Tickets online |
Sa, 7.4.2012, 19:30 | Tickets online |
So, 13.5.2012, 18:00 | Tickets online |

AltArmArbeitslos

»Es hatte ein Mann einen Esel, der schon lange Jahre die Säcke unverdrossen zur Mühle getragen hatte, dessen Kräfte aber nun zu Ende gingen, so dass er zur Arbeit immer untauglicher ward. Da dachte der Herr daran, ihnaus dem Futter zu schaffen. Aber der Esel Merkte, dass kein guter Wind wehte, lief fort und machte sich auf den Weg nach Bremen. Dort, meinte er, könnte er ja Stadtmusikant werden.«
In Deutschland gibt es immer mehr ältere Arbeitslose. Gegen den angeblichen Trend des Rückgangs von Arbeitslosigkeit haben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über 50 immer stärkere Probleme, einen Job zu finden. Bundesweit ist die Zahl der älteren Arbeitslosen zwischen 2009 und 2010 um 7,3 Prozent gestiegen. Schaut man nur auf die Stadt Bremen und schreibt die Zahlen bis Juli 2011 fort, dann beträgt die Zunahme sogar 10,2 Prozent. Hinzu kommt, dass die tatsächlichen Arbeitslosenzahlen bei Älteren weit höher als angegeben liegen. Mehr als 150.000 über 50-Jährige wurden im September 2010 in der bundesweiten Statistik nicht erfasst, weil sie an diversen Maßnahmen zur beruflichen Eingliederung oder Weiterbildung teilnahmen oder auch Ein-Euro-Jobs absolvierten.
Der Regisseur Volker Lösch und sein Team, welches seit Jahren an vielen Theatern soziale Fragen unter Einbeziehung von Laienspielerinnen und Laienspieler theatralisch verhandelt, wird am Theater Bremen mit Bremer Bürgern und Schauspielern des Ensembles eine neue Version der »Bremer Stadtmusikanten« erarbeiten.

Regie: Volker Lösch
Bühne: Carola Reuther
Kostüme: Sarah Roßberg
Chorleitung: Bernd Freytag
Dramaturgie: Marcel Klett

Ort:

Theater am Goetheplatz

Termine:

So, 5.2.2012, 18:00 | Tickets online |
Sa, 11.2.2012, 19:30 | Tickets online |
Sa, 18.2.2012, 19:00 | Tickets online |
Fr, 24.2.2012, 19:30 | Tickets online |
Fr, 2.3.2012, 19:30 | Tickets online |
Sa, 10.3.2012, 19:30 | Tickets online |
Do, 12.4.2012, 19:30 | Tickets online |
Fr, 4.5.2012, 19:30 | Tickets online |
Mi, 16.5.2012, 19:30 | Tickets online |

Der Rosenkavalier

Richard Strauss / Dichtung von Hugo von Hofmannsthal

Der alte Baron Ochs von Lerchenau will aus wirtschaftlichen Gründen die junge bürgerliche Sophie heiraten. Ein Ritual sieht vor, dass der Braut eine silberne Rose als Brautwerbung überreicht wird. Überbringer der Rose soll Octavian sein. Sophie und Octavian verlieben sich und Ochs muss erfahren, dass seine Zeit abgelaufen ist.

Hauptperson dieser Oper ist die Marschallin, die ihren Geliebten Octavian an Sophie verliert. Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal schufen mit dem »Rosenkavalier« ein Zeitgemälde, das, 1911 uraufgeführt, den Abschied von der Epoche des Adels schildert. Regisseur Tobias Kratzer inszeniert diese Oper in einem Bogen, der sich vom Beginn des vergangenen Jahrhunderts bis in die Gegenwart spannt. Am Pult steht GMD Markus Poschner, auf dessen Interpretation man nach der fulminanten »Salome« und Zemlinskys »Der Zwerg« gespannt sein darf.

Musikalische Leitung: Markus Poschner
Regie: Tobias Kratzer
Bühne/Kostüme: Rainer Sellmaier

Ort:

Theater am Goetheplatz

Termine:

So, 11.3.2012, 15:30 | Wiederaufnahme | Tickets online |
So, 18.3.2012, 15:30 | Tickets online |
So, 8.4.2012, 15:30 | Tickets online |
Fr, 20.4.2012, 18:00 | Tickets online |
Do, 17.5.2012, 15:30 | Tickets online |

Ein deutsches Requiem

von Johannes Brahms

Die Uraufführung seines »deutschen Requiems« im Bremer Dom leitete der Komponist Johannes Brahms höchst persönlich am Karfreitag, den 10. April 1868. Der damalige Domorganist, Leiter der bremer Sing-Akademie und Komponist Carl Reinthaler, der enge Kontakte zu Brahms pflegte, hatte für dieses überregional beachtete Ereignis gesorgt. Die Aufführung des damals noch sechssätzigen (später siebensätzigen) Werkes im bremer Dom stieß auf große Begeisterung. Clara Schumann schrieb: »Nach der Aufführung war ein Souper im Rathskeller, wo Alles jubelte – es war ein Musikfest.«
Das Werk verdankte seine enorme Resonanz nicht zuletzt seinem überkonfessionellen Charakter. Bei der Auswahl und Zusammenstellung der Texte hatte sich Brahms nicht am traditionellen Kanon des Requiems als Totenmesse orientiert, sondern aus Texten des Alten und Neuen Testaments sowie aus apokryphen Schriften vor allem die gewählt, in denen der Trost für die Hinterbliebenen im Mittelpunkt steht und Tod und Ewigkeit als eminent wichtige menschliche Themen angesprochen werden. Dabei verzichtete er ganz auf den Erlösertod am Kreuz.
Auch das Adjektiv »deutsch« im Titel war als Abgrenzung gegen die lateinische, katholische Requiem-Tradition und ihre Einbindung in kirchlich-liturgische Formen gedacht sowie als Hinweis auf deutschsprachige, also allgemein verständliche Texte. Im Hinblick auf nationale Engführungen hätte Brahms das »deutsch« gerne weggelassen und sein Werk den »Menschen« gewidmet.
Der Rezensent der Weser-Zeitung schrieb nach der zweiten Bremer Aufführung des »deutschen Requiems«, dass der Text »ganz allgemein religiös erbaulichen Inhalts« sei, »was für das Werk allerdings den Vortheil hat, dass es von jeder andächtigen Gemeinde, nur die Vielgötterei treibenden ausgenommen, über- all gesungen werden kann, wo es nicht der Feier einer specifisch religiösen Thatsache gilt.«
In diesem Sinne kommt »Ein deutsches Requiem« von Johannes Brahms als großes bremer Projekt, als eine Gemeinschaftsproduktion mit dem Tanztheater, Chor, Extrachor und den Gesangssolisten des Theater Bremen sowie Mitgliedern des bremer Domchores und den Bremer Philharmonikern unter der Leitung von Markus Poschner erstmals in szenischer Umsetzung auch im Bremer Dom zur Aufführung.
Urs Dietrich übernimmt die Choreographie und inszeniert das Zusammenspiel von Tanz, Musik und filmischen Elementen. Dabei bezieht er außergewöhnliche Perspektiven und unbekannte Orte des heiligen Raumes mit ein. Ein szenisch-musikalisches Ereignis.

Musikalische Leitung: Markus Poschner
Choreographie: Urs Dietrich
Kostüme: Christa Beland
Chor: Daniel Mayr

In Kooperation mit dem St. Petri Dom Bremen

Ort:

St. Petri Dom Bremen

Termine:

So, 25.3.2012, 20:00 | Premiere |
Di, 27.3.2012, 20:00 |
Mi, 28.3.2012, 20:00 |
Do, 29.3.2012, 20:00 |

BREMER THEATER

Theater der freien Hansestadt Bremen GmbH

Am Goetheplatz 1-3
D-28203 Bremen

Telefon: 0421 / 36 53 0
E-Mail: info@theaterbremen.de

Postfach 10 10 46
28010 Bremen

Theaterkasse
Tel.: 0421 / 3653 333
Fax: 0421 / 3653 332
Mo-Fr: 11-18 Uhr
Sa: 11-14 Uhr
E-Mail: kv@theaterbremen.de

Spielorte

Theater am Goetheplatz
Am Goetheplatz 1-3
28203 Bremen

Neues Schauspielhaus
Am Goetheplatz 1-3
28203 Bremen

Brauhaus
Am Goetheplatz 1-3
28203 Bremen
Zugang auch von der Bleicherstraße

Moks
Rangfoyer des Theater am Goetheplatz