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Theater am Goetheplatz

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Theater am Goetheplatz
Theater Bremen
Theater der freien Hansestadt Bremen GmbH
Am Goetheplatz 1-3
D-28203 Bremen

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Oper

The Rake's Progress

Oper in drei Akten von Igor Strawinsky

Premiere: 27. Mai 2018, Theater am Goetheplatz

Text von Wystan Hugh Auden und Chester Kallman

„Das Begehren ist eine Wunde in der Wirklichkeit.“ (Slavoj Žižek) — Drei Wünsche hat der Protagonist im Märchen frei. Nur selten gehen diese aber in Erfüllung – insbesondere dann nicht, wenn sie von einer mephistophelischen Kraft gelenkt werden. In Strawinskys gleichnishafter Oper „The Rake’s Progress“ wünscht sich Tom Rakewell, der strebende Anti-Held, nichts Geringeres als materiellen Reichtum, moralische Freiheit und Weltverbesserung. Er scheitert grandios: Denn am Ende seiner Wüstlings-Karriere stehen nicht die ersehnte Freiheit oder Liebe, sondern das Irrenhaus. Die Idee für seine miniaturartige Faust-Geschichte entnahm Strawinsky dem achtteiligen Gemäldezyklus „A Rake’s Progress“ von William Hogarth. Herausgekommen ist eine ebenso spannende wie groteske Quintessenz von Oper und ein gleichnishaftes Märchen mit einer prägnanten Moral: Es gibt im Leben kein Zurück.

Musikalische Leitung: Hartmut Keil
Regie: Michael Talke
Bühne: Barbara Steiner
Kostüme: Regine Standfuss
Chor: Alice Meregaglia
Licht: Joachim Grindel
Dramaturgie: Isabelle Becker
Musical

Lazarus

Ein Musical von David Bowie und Enda Walsh

Premiere: 09. Juni 2018, Theater am Goetheplatz

Nach dem Roman „The Man Who Fell to Earth“ von Walter Tevis

„Wir brauchen keine anderen Welten, wir brauchen Spiegel.“ (Stanisław Lem) — Seit er 1976 Thomas Jerome Newton in dem Science-fiction-Film „The Man Who Fell to Earth“ verkörperte, ließ ihn die Figur nicht mehr los. David Bowie versuchte immer wieder, diese Geschichte weiterzudenken und in eine neue Kunstform zu transformieren. Der Außerirdische, der auf die Erde kommt, um Wasser für seinen sterbenden Planeten zu holen, seine Seele aber an die Ablenkungen des irdischen Lebens verliert, sich mit Gin und Fernsehen betäubt und sich nach nichts so sehr sehnt wie nach dem erlösenden Tod, sollte der Stoff sein, aus dem David Bowies erstes Musical gemacht ist. Am Ende seines Lebens ist es ihm gelungen. Gemeinsam mit dem Dramatiker Enda Walsh entstand das Musiktheaterstück „Lazarus“. Kein gewöhnliches Best-of-Musical, sondern eine poetische Meditation über die Sinnhaftigkeit menschlichen Daseins, zu der David Bowies Songs in zauberhafter Symbiose den Soundtrack bilden. Eine Symbiose, die sich in der kontinuierlichen Zusammenarbeit des Regisseurs Tom ­Ryser mit dem musikalischen Leiter Yoel Gamzou widerspiegelt.

Regie: Tom Ryser
Musikalische Leitung: Yoel Gamzou
Ausstattung: Stefan Rieckhoff
Choreographie: Lillian Stillwell
Licht: Christian Kemmetmüller
Dramaturgie: Simone Sterr
Operette

Die Fledermaus

Komische Operette in drei Akten von Johann Strauß

Text von Carl Haffner und Richard Genée nach dem Vaudeville „Le Réveillon“ von Henri Meilhac und Ludovic Halévy

„Es ist das Ziel der Feier, uns in Tiere zu verwandeln.“ (Michel Houellebecq) — Es soll gefeiert werden; am besten zügellos und ohne Rücksicht auf bürgerliche Realitäten und Verbindungen. Ein reizvolles und durchaus nachvollziehbares Vorhaben, vor allem wenn man wie Eisenstein eine Haftstrafe anzutreten hat. Zwei Dinge ahnt er allerdings nicht: Dass Gattin Rosalinde und Zofe Adele ähnliche Pläne umtreiben und dass nicht nur die Justiz, sondern auch Dr. Falke noch eine Rechnung mit ihm offen hat. Auf dem Maskenball des Grafen Orlofsky eskaliert das inszenierte Rachespiel. Hier treffen alle zusammen: Leute, die sich kennen und nicht erkennen, andere, die sich erkennen, aber nicht kennen wollen. Es gibt falsche Titel und echte Verkleidungen, Künstlerinnen, die keine sind, betrunkene Beamte – und ein Motto, das seine volle Bedeutung erst offenbart, wenn Rausch, Verstellung und Verwicklung der Ernüchterung weichen: „Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist“. Strauß’ „Fledermaus“ ist ein klingender Ausnahmezustand, dessen Tempo und komödiantische Motorik Regisseur Felix Rothenhäusler freilegen und mit minimalen Mitteln in Szene setzen wird.

Musikalische Leitung: Yoel Gamzou
Regie: Felix Rothenhäusler
Bühne: Katharina Pia Schütz
Chor: Alice Meregaglia
Kostüme: Elke von Sivers
Licht: Joachim Grindel
Dramaturgie: Caroline Scheidegger
Choreografie: Lotte Rudhart
Theater

Wahlverwandtschaften

Musiktheater von Thomas Kürstner und Sebastian Vogel

Text von Armin Petras nach Motiven des Romans von Johann Wolfgang von Goethe

„Liebe ist Erfahrung und Experiment. Sie ist Prüfung der Realität. Zum Experiment gehört, dass sein Ergebnis und Verlauf unabsehbar sind. Experimentieren bedeutet, sich hier und jetzt der Zukunft anzuvertrauen.“ (Marcus Steinweg) — Eigentlich könnten alle glücklich sein. „Ich hab alles / vielleicht zu viel / vielleicht ist es das“, sagt Charlotte in Armin Petras’ Libretto, das Goethes Roman aus der vermeintlichen Ferne aristokratischer Kreise in die liberale Sphäre bourgeois-bohèmehafter Großstädter des 21. Jahrhunderts überführt. Ähnlich wie bei Goethe bleibt aber die Problematik von Liebesversuchung und Gefühlskonstruktion kein Phänomen der Elite, sondern hat eher etwas zu tun mit der allgegenwärtigen Aufforderung zu Flexibilität und Lebensentwurfsoptimierung. Wenn das Experiment zum Selbstzweck wird, spielt das Ergebnis keine Rolle. Thomas Kürstner und Sebastian Vogel komponieren nach „Anna Karenina“ erneut ein spartenübergreifendes Musiktheater auf einen Text von Armin Petras. Mit Stephan Kimmig wird einer der wichtigsten deutschen Schauspielregisseure zum ersten Mal in Bremen inszenieren.

Musikalische Leitung: Clemens Heil
Regie: Stephan Kimmig
Bühne: Katja Haß
Kostüme: Anja Rabes
Licht: Christian Kemmetmüller
Dramaturgie: Ingo Gerlach, Isabelle Becker
Theater

Die Ratten

von Gerhart Hauptmann

„Mama, hol uns zum lieben Gott, weil uns hier die Armut droht, weil es ohne dich traurig ist.“ (Sylwia Chutnik) — Sie besitzt nichts, das polnische Mädchen Pauline Piperkarcka. Doch jetzt soll sie etwas bekommen, was sie gar nicht will: ein Kind. Jette John hat da schon ein bisschen mehr. Eine kleine Wohnung, einen Job als Putzfrau, einen Mann, der als Handwerker ehrliches Geld verdient. Aber ihr fehlt etwas: ein Kind. Also kauft Jette Paulines Ungeborenes. Doch irgendwann bereut Pauline und will ihr Kind zurück. Jette John kämpft, setzt ihren kleinkriminellen Bruder auf Pauline an, riskiert die Liebe ihres Mannes und das Wohl eines Kindes. Während sich in der Wohnung der Johns die echte Tragödie abspielt, gönnt man es sich im Obergeschoss, über Authentizität und Wahrheit in der Kunst zu debattieren. Dort nämlich hat Direktor Hassenreuter seine Schauspielschule eingerichtet. Gerhart Hauptmann packt die ganze Welt in ein Mietshaus. Das Drama derer, die nichts haben, setzt er ins Verhältnis zur Dramatik der Besitzenden und dekonstruiert den Traum vom Glück, das man kaufen kann.

Regie: Alize Zandwijk
Bühne: Thomas Rupert
Kostüme: Regine Standfuss
Musik: Beppe Costa
Licht: Mark Van Denesse
Dramaturgie: Viktorie Knotková
Oper

Lucia di Lammermoor

Dramma tragico in drei Akten von Gaetano Donizetti

„Wahnsinn – das ist, im Denken der Literatur, der radikale Austritt aus der allgemeinen Ordnung.“ (Peter von Matt) — Dass eine unmögliche Liebe nicht nur häufiger, sondern vor allem auch folgenreicher und wirkungsvoller ist als jede Liebesgeschichte, das dürfte auch Gaetano Donizetti klar gewesen sein. Nicht umsonst griff er für seine Oper „Lucia di Lammermoor“ auf den Erfolgsroman von Sir Walter Scott zurück, in dem Schauerromantisches auf die Urkonstellation der Liebestragödie schlechthin trifft – ein Liebespaar zwischen zwei verfeindeten Familien: Lucia soll durch eine günstige Heirat den Ruin der Linie Ashton abwenden, ist aber dem Erzfeind der Familie, einem Ravenswood, verfallen. Um die unerwünschte Liaison zu vereiteln, ist dem Oberhaupt der Ashtons jedes Mittel recht. Und so kommt es – losgetreten durch einen fingierten Brief – zu Zwangsheirat, Mord und einer musikalisch hochvirtuosen Flucht in Wahnsinn und Tod. Nach „Wozzeck“ und „La Damnation de Faust“ wird sich Regisseur Paul-Georg Dittrich Donizettis klingendem Psychogramm einer an gesellschaftlichen Zwängen scheiternden Liebe widmen.

Musikalische Leitung: Olof Boman
Regie: Paul-Georg Dittrich
Ausstattung: Pia Dederichs
Austattung: Lena Schmid
Chor: Alice Meregaglia
Licht: Christopher Moos
Video: Jana Findeklee
Theater

Simplicius Simplicissimus

Drei Szenen aus seiner Jugend
von Karl Amadeus Hartmann

„Das Vergangene ist niemals tot. Es ist nicht einmal vergangen.“ (William Faulkner) — Dem barocken Schelmenroman „Der abenteuerliche Simplicissimus Teutsch" von Grimmelshausen entnahm Karl Amadeus Hartmann den Stoff für seine ab 1934 komponierte und erst 1948 uraufgeführte Oper. Die Schrecknisse des Dreißigjährigen Krieges nimmt Hartmann als Folie für seine eigene Zeit. Im Zentrum steht ein weltfremd-naiver Bauernjunge, der vor plündernden Soldaten zu einem Einsiedler flieht, der ihn erzieht und ihm seinen Namen gibt: Simplicius Simplicissimus – der Allereinfältigste. Als auch der Einsiedler den Landsknechten zum Opfer fällt, wird Simplicius an den Hof des Gouverneurs verschleppt, wo er als Narr sein Dasein fristet, bis die gesamte Hofgesellschaft von aufständischen Bauern niedergemacht wird. Simpli­cius, der als einziger verschont wird, schließt sich den Bauern an. Hartmanns Komposition ist eine zeitlose Anklage gegen die Mechanismen von Krieg und Unterdrückung. Die Regisseurin Tatjana Gürbaca wird für die Bremer Erstaufführung von Hartmanns Oper an das Theater Bremen zurückkehren.

Musikalische Leitung: Clemens Heil
Inszenierung: Tatjana Gürbaca
Bühne und Licht: Klaus Grünberg
Kostüme: Silke Willrett
Chor: Herren Alice Meregaglia
Dramaturgie: Caroline Scheidegger
Konzert

Leonard Bernstein 100 - Eine Geburtstagsgala

mit dem Musiktheaterensemble, dem Chor des Theater Bremen und den Bremer Philharmonikern

„Das ist die wichtigste Komponente des Musikschaffens – die Persönlichkeit des Komponisten, der mit Kopf und Herz ‚etwas zu sagen‘ hat.“ (Leonard Bernstein)

Leonard Bernstein war einer jener außergewöhnlichen Künstler des 20. Jahrhunderts: mit Kopf und Herz war er Dirigent, Komponist, Pädagoge und Pianist. Im August 2018 würde Leonard Bernstein seinen 100. Geburtstag feiern – Anlass genug, um ihn mit einem besonderen Programm an einem ebenso besonderen Tag des Jahres zu feiern.
Mit gerade einmal 27 Jahren wurde er Chefdirigent des New York City Symphony Orchestra, seine Mahler-Interpretationen trugen wesentlich zu seiner Anerkennung als Dirigent bei und er war der erste amerikanische „Maestro“, der an der Mailänder Scala am Pult stand. Als Komponist hat er das amerikanische Musiktheater geprägt wie kein anderer – hat neue hybride Formen geschaffen, die bis heute ihre Kraft entfalten. Dabei war er nie müde, im Fernsehen oder im Konzertsaal, die klassische Musik auch einem jüngeren und nicht erfahrenen Publikum nahezubringen. Er war Humanist, der Freiheit und Ordnung, Vielfalt und Einheit als Maxime der Demokratie und der Kunst ansah.
Einer seiner großen Bewunderer, Yoel Gamzou, will ihm mit der diesjährigen Gala am Silvesterabend ein besonderes Geschenk machen: Der neue Musikdirektor des Theater Bremen hat es sich zur Aufgabe gesetzt, nicht nur die Vielfalt der Werke Leonard Bernsteins zu offenbaren, sondern auch die seiner Freunde, seiner musikalischen und geistigen Weggefährten – kurz: ein Abend, der die vielen Facetten und schier unmöglich scheinenden Talente und Stationen jenes Ausnahmekünstlers zum Ausdruck bringt. 100 Jahre Leonard Bernstein müssen gefeiert werden – mit einer Geburtstagsgala und der alljährlich aufkeimenden Euphorie zum Jahreswechsel.
Oper

Lady Macbeth von Mzensk

Oper in vier Akten von Dmitri Schostakowitsch

Text von Alexander Preis nach der gleichnamigen
Erzählung von Nikolai Leskow

„Macht haben nicht diejenigen, die über Posten und Gefangenentransporter verfügen, sondern diejenigen, die ihre Angst überwinden.“ (Nadja Tolokonnikowa, Pussy Riot) — Eine tiefe Sehnsucht und quälende Langeweile bringen Katerina Ismailowa dazu, sich leidenschaftlich einem anderen Mann hinzugeben, Schwiegervater und Ehemann zu töten und sich mit einer buhlenden Rivalin in den Tod zu stürzen. Dmitri Schostakowitsch formulierte mit seiner „tragisch-satirischen Oper“ inmitten des stalinistischen Terrors einen Protest im Kleinen: das Aufbegehren der Lady Macbeth gegen die soziale Kälte, gegen die Ausweglosigkeit und Enge gesellschaftlicher Normen, welche häusliche Gewalt genauso dulden wie das Wegsperren von Andersdenkenden. Grotesk, überspitzt und ungeschönt entfaltet sich die suggestive Kraft und Direktheit dieses Werks, das der Regisseur Armin Petras, der in Bremen zuletzt „Anna Karenina“ inszeniert hat, mit großem Gespür für das Widerständige auf die Bühne bringen wird. Die musikalische Leitung übernimmt der neue Musikdirektor des Theater Bremen, Yoel Gamzou.

Musikalische Leitung: Yoel Gamzou
Regie: Armin Petras
Bühne: Susanne Schuboth
Kostüme: Karoline Bierner
Aufführungen / Konzert Glocke Vokal Bremen Bremen, Domsheide 6-8
Aufführungen / Theater Kleines Haus Bremen Bremen, Am Goetheplatz 1-3
Aufführungen / Konzert Bremer Philharmoniker Bremen, Plantage 13
Aufführungen / Aufführung Oldenburgisches Staatstheater Oldenburg, Theaterwall 28
Schauspiel - Kinder- und Jugendtheater Oper, Operette Musical - Tanzensemble MS Schrittmacher