Gerhard Marcks Haus
Das Bildhauermuseum im Norden
Das Gerhard-Marcks-Haus in Bremen ist das Museum für moderne und zeitgenössische Bildhauerei. Es zählt zu den national und international
anerkannten Bildhauermuseen. Gezeigt werden nicht nur Klassiker wie Moore, Maillol oder Giacometti, sondern auch jüngere Künstler, die beweisen, dass Skulptur ein lebendiges Medium ist. Im Gerhard-Marcks-Haus hat sich in fast 40 Jahren ein Museumskonzept entwickelt, das bewusst moderne und traditionelle Kunst miteinander kombiniert und in ihren Ausstellungen das Zusammenspiel von Figur, Form und Raum ins Zentrum der Museumsarbeit rückt.
Den Grundstein dafür legte im Jahre 1969 einer der wichtigsten deutschen Bildhauer des 20. Jahrhunderts: Gerhard Marcks. Seine Stiftung bewahrt das Lebenswerk seines Namenspatrons. Nicht weniger als 400 Skulpturen, über 14.000 Handzeichnungen und mehr als 1.200 Blätter Druckgraphik bilden den Kern des gegenwärtigen Sammlungsbestands des Museums, der in den letzten Jahren durch weitere Erwerbungen, unter anderem den Nachlass des Berliner Bildhauers Waldemar Grzimek, bereichert wurde. Grzimek zählt zur nachfolgenden Bildhauergeneration, der die figürliche Bildhauerei in Ost-und Westdeutschland miteinander verbindet.
Führungen:
Jeweils Donnerstag 17 Uhr und Sonntag 12 Uhr.
Sonderführungen sind nach Vereinbarung auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich. Für Schulen bieten wir von montags bis freitags spezielle Führungen
bereits ab 9 Uhr an.
Weitere Angebote:
Freundeskreis des Gerhard-Marcks-Hauses e.V. (2.200 Mitglieder)
Lesungen, Vorträge, Seminare, Exkursionen etc.
Museumsatelier (Akt- und Portraitzeichnen, Malerei, Bildhauerei)
Ausstellungen
Es geht ans Eingemachte
Mensch begegnet Figur
So, 13.6.2010 - Mo, 6.9.2010
Das Gerhard-Marcks-Haus präsentiert vier zeitgenössische Bildhauer, die Figuren kreieren, die direkt und unmittelbar an Menschen erinnern – mit seinen Stärken und Schwächen. Die monumentalen sowie lebensgroßen Figuren evozieren Mitgefühl, Irritation, aber auch Ablehnung. Für alle vier Künstler gilt, dass sie sich auf sehr unterschiedliche Weise dem Thema Empathie nähern. Die Unterschiede der Werke sind sowohl auf ästhetischer als auch auf formaler Ebene frappant. Beton trifft auf Eisen, Porträthaftigkeit auf Typisierung, alltägliche Bekleidung auf Nacktheit, Stehen und Sitzen auf gespannte Energie und Kraft.
Ausstellende Künstler: Christina Doll (*1972), Iris Kettner (*1968), Jan Ketelaar (*1958) und Markus Keuler (*1969).
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit zwei Essays und Interviews mit den Künstlern zum Preis von 23,- Euro.
Die Podcasts zur Ausstellung können Sie jetzt auch online hören unter kulturg.u.t.
Ort:
Halle / Flügel
Ilka Rautenstrauch
'Zwischenblau'
Mi, 16.6.2010 - So, 5.9.2010
Die Bildhauerin Ilka Rautenstrauch arbeitet ihre figürlichen Skulpturen aus Pappelholz. Es sind menschliche Wesen, die aus dem soliden Holzsockel herauswachsen, auf übergroßen, grob gearbeiteten Füßen stehen. Die Gesichter haben keine individuellen Merkmale und zeigen keine Gefühlsäußerungen. Sie blicken stoisch und rufen doch emotionale Reaktionen hervor. Bei ihren neusten Arbeiten konzentriert sie sich ganz und gar auf geometrische Körperformen und farbige Flächen. „Zwischenblau“ betitelt die Bremer Künstlerin ihre Ausstellung im Pavillon des Gerhard-Marcks-Hauses. Dort präsentiert sie zwei Figuren („Blaue Figur“ und „Figur mit blauen Füßen“) und setzt diese mit einer Kugelschreiber-Wandzeichnung in Korrespondenz. Fragmente aus dem mit feinen, unzähligen Kugelschreiberstrichen bemalte Rücken der „Figur mit blauen Füßen“ werden ganz bewusst auf die Raumwand übertragen. Durch die Strichanhäufungen werden teils verdichtete und teils aufgelockerte Flächen gebildet - es entstehen unbekannte Zwischenräume. Das „Zwischenblau“ lässt den Betrachter in einen „Raum im Raum“ eintauchen.
Ort:
Pavillon
Skulptur sucht Schule
Prometheus
So, 20.6.2010 - So, 5.9.2010
In Kooperation mit "Kultur vor Ort e.V." in Bremen-Gröpelingen entwickelte das Gerhard-Marcks-Haus das Projekt: "Skulptur sucht Schule" und bringt Kunst aus dem Museum in den Stadtteil, in die Schule.Zur Zeit steht im Foyer der Gesamtschule West noch bis zum 15. Juni 2010 Gerhard Marcks' Bronzeplastik "Prometheus und der Zeus- Adler". Das Kunstwerk ist in der Kunstgeschichte und europäischen Bildung fest verankert, aber für Jugendliche ist es vor allem eine eigentümlich brutale Darstellung eines Adlers, der auf einem liegenden Mann steht. Die traditionelle museumspädagogische Herangehensweis würde die Figur erklären, hier geht es darum, dass die Schüler aus Neugier über das Objekt Inhalte selber entdecken, recherchieren und kommunizieren. Die Ausstellung auf der Empore des Gerhard-Marcks-Hauses zeigt erste Ergebnisse des Dialogs.
Abb.: Prometheus und der Zeus-Adler, 1981
Ort:
Empore
Gerhard-Marcks-Haus
Am Wall 208
D-28195 Bremen
Telefon: +49 (0)421 - 32 72 00
Fax: +49 (0)421 - 337 86 75
E-Mail:
info@marcks.de
Öffnungszeiten:
Di – So 10 bis 18 Uhr
Eintritt:
€ 3,50 Euro
€ 2,50 ermäßigt für Schüler und Studenten, Arbeitslose.
Mitglieder des Freundeskreises des Gerhard-Marcks-Hauses e.V. haben freien Eintritt.