STAATSSCHAUSPIEL DRESDEN | Kleines Haus
Spielzeit 2011/12
Ein Sommernachtstraum
von William Shakespeare
Premiere: 04. Februar 2012, Kleines Haus 1
Shakespeares berühmteste Komödie erzählt von junger Liebe, von nächtlichem Fieber und Rausch, von Verwirrung in der Menschen- und Feenwelt. Sie erzählt von der Unmöglichkeit der Liebe und zugleich davon, dass sie die einzige Hoffnung ist.
Lysander, Hermia, Helena und Demetrius heißen die vier jungen Menschen, die in einer Sommernacht in den Athener Wald fliehen, um den Repressalien der Erwachsenenwelt zu entkommen und endlich ihre Liebesverwirrungen aufzulösen. Doch schon bald ist nichts mehr, was es scheint, die Welt steht kopf, die Gefühle zumal. Denn die Menschen sind nicht allein im fiebrigen Sommerwald – auch die Geisterwelt ist in Aufruhr. Bei aller Unsterblichkeit: Liebesprobleme plagen auch die Elfen. Und so irrlichtern sie durch das Dickicht des Athener Waldes und ihrer Seelen: vier liebende Menschen, zwei einander hassende Herrscher der Feenwelt, der intrigante Puck und nicht zuletzt die fünf rührigen Handwerker, die eine Probebühne für ihr Laienspiel suchen. Diese Nacht wird ihre Leben verändern.
Über 400 Jahre ist Shakespeares Verwirrspiel um Liebe, Träume, Macht und Identitäten alt, und doch ist es ein durch und durch lebendiger, jugendlicher Stoff über eine Nacht, in der die Gefühle verrückt spielen.
Regie: Fabian Gerhardt
Bühne: Rebekka Dornhege-Reyes
Kostüm: Rebekka Dornhege-Reyes, Nina Thielen
Musik: Ingo Schröder
Dramaturgie: Julia Weinreich
Licht: Olaf Rumberg
Ort:
Kleines Haus 1
Die Bürgerbühne Termine:
Sa, 4.2.2012, 19:30 | Premiere |



Mo, 6.2.2012, 19:30 |



Do, 8.3.2012, 19:30 |



Mi, 14.3.2012, 19:30 |



Di, 3.4.2012, 19:30 |


Race
von David Mamet
Deutschsprachige Erstaufführung: 17. März 2012, Kleines Haus 1
Der reiche Charles Strickland, „ein weißer Mann in den Vierzigern“, ist der Vergewaltigung einer Frau angeklagt, die schwarz ist. Er kommt in die Anwaltskanzlei von Henry Brown und Jack Lawson, um sie als Verteidiger zu engagieren. Warum gerade diese beiden Anwälte? Wohl, weil der Anwalt Henry Brown schwarz ist und Jack Lawson weiß. Die Schuldfrage wird durch eine Jury entschieden. Und Susan, die junge Mitarbeiterin der Anwälte, ist wiederum schwarz und hat ihre Abschlussarbeit über „Das strukturale Fortleben des Rassismus’ bei angeblich vorurteilsfreien Transaktionen“ geschrieben.
Justitia ist blind, und die Herkunft spielt in einem Gerichtsprozess keine Rolle? Ein Prozess dient der Wahrheitsfindung? Schuldig oder unschuldig ist eine Frage der Faktenlage? „Das hätte, wie auch immer, keine Auswirkung auf die Gerechtigkeit in diesem Fall gehabt.“ – „‚Race‘ ist ein Stück über Lügen“, schreibt Mamet. Ein Weißer könne zu einem Schwarzen nichts über Rassismus sagen, was nicht „herablassend, unangemessen oder einfach falsch“ sei. „Race“ ist zugleich ein Stück voller überraschender Wendungen – in der Sprache, im Plot und im Hirn des Zuschauers, der in die eigenen Vorurteile verstrickt wird.
Regie: Burkhard C. Kosminski
Bühne: Florian Etti
Kostüm: Ute Lindenberg
Dramaturgie: Ole Georg Graf
Licht: Björn Gerum
Ort:
Kleines Haus 1
Termine:
Sa, 17.3.2012, 19:30 | Premiere |



Fr, 23.3.2012, 19:30 |



Fr, 6.4.2012, 19:30 |


Nichts. Was im Leben wichtig ist
nach dem Roman von Janne Teller
Premiere: 31. März 2012, Kleines Haus 2
Bühnenfassung von Andreas Erdmann | nach der Übersetzung von Sigrid C. Engeler
Ganz harmlos fängt alles an. Es ist der erste Schultag der Klasse 7a nach den Sommerferien, und alle freuen sich, sich wiederzusehen. Nur Pierre Anthon verhält sich komisch. Er trifft an diesem Tag eine Entscheidung, die für niemanden folgenlos bleiben soll: Er steigt aus – aus der Schule, aus dem Freundeskreis, aus dem Leben. „Nichts bedeutet irgendetwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun“, sagt er. Von Pierre Anthon, dem Nihilisten, provoziert, versuchen seine Mitschüler, den Gegenbeweis anzutreten. Sie starten ein Experiment, das Pierre beweisen soll, dass das Leben sehr wohl einen Sinn hat. Mit dem „Berg der Bedeutungen“ legen sie eine Sammelstelle an, für die jeder etwas opfern muss, das ihm wichtig ist. Sobald einer sein Opfer gebracht hat, darf er vom Nächsten eines fordern. Zunächst müssen ein paar Sandalen dran glauben, dann ein Teleskop und ein Tagebuch. Doch nach und nach beginnt das Experiment aus dem Ruder zu laufen. Die Opferforderungen werden immer perfider und münden in eine Spirale der Gewalt.
„Nichts. Was im Leben wichtig ist“ wirft die großen Fragen nach Bedeutsamkeit von Leben, nach Sinn und Unsinn menschlicher Existenz auf und rührt damit an unseren moralischen Grundfesten; nicht zufällig wurde der Roman in Dänemark, wo er erstmals erschien, zunächst vehement abgelehnt, um dann frenetisch gefeiert zu werden.
Regie: Tilmann Köhler
Bühne: Karoly Risz
Kostüm: Susanne Uhl
Musik: Jörg-Martin Wagner
Dramaturgie: Julia Weinreich
Licht: Olaf Rumberg
Ort:
Kleines Haus 2
Termine:
Sa, 31.3.2012, 19:30 | Premiere |



Sa, 7.4.2012, 19:30 |


Adam und Evelyn
von Ingo Schulze, eingerichtet für die Bühne von Jens Groß
DDR. Adam ist im Paradies. Denn der Schneider hat den besonderen Blick dafür, was Frauen begehrenswerter macht. Er schenkt ihnen das, was sie selbst oft nicht einmal mehr ahnen: ihre Schönheit. Und wenn sie mit seiner Hilfe perfekte sinnliche Wesen geworden sind, fotografiert er seine Geschöpfe. Und die bedanken sich bei ihm mit ihrer ganzen neu gewonnenen Schönheit. Für Adam ist es eher bedeutungslos. Er liebt nur Evelyn. Adam im Paradies. Evelyn allerdings durchlebt die Hölle. Sie fühlt sich ohnehin in ihrem „Kaff“ eingesperrt, „beerdigt und begraben“. Und dann überrascht sie auch noch Adam im Adamskostüm mit einer seiner Kundinnen. Schluss mit dem Paradies. Statt mit Adam zum gemeinsamen Urlaub nach Ungarn zu fahren, ergreift sie die Flucht und fährt mit einer Freundin und deren Westcousin an den Balaton. Adam setzt sich in seinen alten Wartburg. Nichts wie hinter den dreien her. Für Evelyn würde er bis ans Ende der Welt fahren – und vielleicht muss er das auch, wenn er will, dass alles so bleibt, wie es ist. Es ist Spätsommer 1989. In der Ausnahmesituation jener Monate, der unverhofften und plötzlich sich ergebenden Wahlfreiheit, entdeckt Ingo Schulze die menschliche Urgeschichte von Verbot und Verlockung, Liebe und Erkenntnis und nicht zuletzt der Sehnsucht nach dem Paradies. Doch wo ist das zu finden? In der Verheißung des Westens, der Ungebundenheit eines endlosen Feriensommers am Balaton oder doch im vertrauten eigenen Garten?
Der gebürtige Dresdner Ingo Schulze wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Berliner Literaturpreis, der Peter Weiss - Preis und der Preis der Leipziger Buchmesse. Er ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Julia Hölscher studierte zunächst Gesang und dann Regie an der Theaterakademie in Hamburg. Sie inszeniert in Hannover (dort u. a. die Uraufführung von Tankred Dorsts ‚Ich bin nur vorübergehend hier‘), Frankfurt, Magdeburg und Düsseldorf. Ab 2009.2010 ist sie feste Hausregisseurin in Dresden.
Regie: Julia Hölscher
Bühne: Alex Harb
Kostüme: Ulli Smid
Musik: Gregor Schwellenbach, Tobias Vethake
Dramaturgie: Karla Kochta
Dauer der Aufführung: 2 Stunden, keine Pause
Ort:
Kleines Haus 2
Termin:
Do, 9.2.2012, 19:30 | letzte Aufführung! |


Das Erdbeben in Chili
nach der Novelle von Heinrich von Kleist
Der junge Hauslehrer Jeronimo Rugera hat sich in seine Schülerin Donna Josephe verliebt und ist zur Strafe entlassen worden. Seine Schülerin wird von ihrem Vater in ein Kloster verbannt, wo das Liebespaar seine Begegnungen jedoch heimlich fortsetzt. Donna Josephe wird schwanger. Wegen dieser Schändung des Klosters werden beide eingekerkert und Donna Josephe zum Tode verurteilt. In der Stunde ihrer Hinrichtung will Jeronimo sich gerade im Gefängnis erhängen, als ein Erdbeben die Stadt erschüttert und er sich in die Freiheit retten kann, wo er Josephe und den gemeinsamen Sohn bald wiederfindet. Die Katastrophe scheint alle Gemüter versöhnt zu haben, man hilft sich gegenseitig. Während einer Dankesmesse aber kommt ein Geistlicher auf den Sittenverfall in der Stadt sowie auf den Klosterskandal zu sprechen, und die plötzlich fanatisierte Menge erkennt Jeronimo und Josephe ...
Armin Petras, Intendant des Maxim Gorki Theaters in Berlin, ist ein Experte sowohl für Heinrich von Kleist als auch für die Übertragung von Prosatexten für die Bühne. Nach seinen Berliner Inszenierungen der großen Dramen Kleists wird er sich in Dresden mit dessen wirkungsmächtiger Novelle vom Erdbeben in Chili beschäftigen.
Koproduktion mit dem Maxim Gorki Theater Berlin
Regie: Armin Petras
Bühne: Natascha von Steiger
Kostüm: Karoline Bierner
Dramaturgie: Martin Heckmanns, Nina Rühmeier
Licht: Norman Plathe, Olaf Rumberg
Choreografie: Berit Jentzsch
Ort:
Kleines Haus 2
Termine:
Di, 7.2.2012, 20:15 |



Sa, 11.2.2012, 19:30 |


Vater Mutter Geisterbahn
von Martin Heckmanns
Familie Klein gibt nicht auf. Die Mutter ist eine verkrachte Philosophiestudentin mit einem Alkoholproblem. Der Vater ist ein gescheiterter Regisseur, der die Familie mit Nebenjobs über Wasser hält und der Sohn will nicht aus dem Haus, weil er nicht weiß wohin. Aber die Kleins wollen sich nicht unterkriegen lassen und beginnen eine eigene Form der Familientherapie. Sie versuchen sich zu erinnern, wie es zu ihrer Situation kommen konnte, spielen noch einmal Szenen ihres Familienalltags nach und ändern sie nachträglich zwischen Wiederbelebung und Trauerarbeit von der Geburt bis zum Abschied. Sie entwerfen Erziehungsmodelle, um dem Sohn eine Perspektive zu geben und nutzen die Freiheit des Spiels, um sich zu lösen aus ihrer Erstarrung. Zunehmend befremdet kommentiert das Kind die Bemühungen der Eltern, aus ihm etwas Besonderes machen zu wollen mit ständig wechselnden Maßnahmen. Denn obwohl die beiden Erziehungsberechtigten keine bestimmte Vorstellung der Zukunft haben, sind sie doch entschieden darin, dass der Junge ihre Fehler und Defizite nicht wiederholen soll. Am Ende verlässt der Sohn das Haus und die Eltern haben ihr Ziel erreicht. Allerdings auf eine andere Weise als sie es sich erhofft hatten.
Hausautor Martin Heckmanns, dessen Prolog „Zukunft für immer“ die Spielzeit 2010.2011 eröffnete, erzählt in seinem neuen Stück die Geschichte einer Erziehung in utopiefernen Zeiten von überforderten Eltern und einem eigensinnigen Sohn.
Regie: Christoph Frick
Bühne und Kostüm: Alexander Wolf
Musik: Stefan Schneider
Dramaturgie Julia Weinreich, Martin Heckmanns
Licht Michael Gööck
Ort:
Kleines Haus 2
Termin:
Mi, 15.2.2012, 19:30 |


Hit me baby one more time
Die größten Hits der letzten 400 Jahre mit Stefko Hanushevsky und Christopher Brandt
Was haben Britney Spears, Leonard Cohen, die Beach Boys und Eminem gemeinsam? Von wem stammt eigentlich der Song „Ich bin nur eine pubertierende Mülltüte, Baby“? Und was passiert, wenn ein musikalischer Schauspieler und ein schauspiel-affiner Musiker sich durch 400 Jahre Musik-Business wühlen?
Die Antwort darauf ist ein außergewöhnlicher kleiner Konzertabend mit dem Duo Stefko Hanushevsky und Christopher Brandt, das bereits seit einigen Jahren erfolgreich gemeinsam auftritt. In ihrer überaus parteiischen und extrem subjektiven Hitparade durch die Untiefen der Musikgeschichte reihen sich nonchalant und absolut stilsicher John Dowland und die Punkrock-Band Wheatus neben Rapper Eminem und Jimi Hendrix ein.
Auf hohem musikalischem Niveau und immer mit einem Augenzwinkern heben sie verborgene Schätze bei Britney Spears und bringen Independent-Klassiker von Beck und den Kings of Convenience zum Strahlen. Vielleicht hören sie an diesem Abend nicht alles, was in den letzten vierhundert Jahren die Musik-Welt bewegt hat, aber sie werden erstaunt sein, wie sehr Sie bewegt, was sie hören.
Besetzung: Stefko Hanushevsky und Christopher Brandt
Ort:
Kleines Haus 3
Termin:
Sa, 18.2.2012, 20:00 |


Eins, zwei, drei und schon vorbei
Ein Spiel vom Anfang und Ende der Dinge
Die Bürgerbühne
Wer bewegt sich morgens auf vier Beinen, mittags auf zwei und abends auf drei Beinen? Der Mensch in den Phasen seines Lebens. In der Inszenierung von Regisseur Uli Jäckle treffen sich Dresdner, die am Anfang ihres Lebens stehen und Dresdner, die einen Großteil ihres Lebens bereits hinter sich haben. Sie spielen gemeinsam ein Spiel vom Anfang und Ende der Dinge: Die ersten zarten Verliebtheitsgefühle und Szenen vor dem Scheidungsrichter, die letzte Chance, die erste Klasse, das letzte Fünkchen Hoffnung, der erste Teddy und der letzte Wille! Wie war’s, wie wird es sein, warte, bis du in mein Alter kommst, und geht das überhaupt noch in deinem Alter?
20 Dresdner von 9 bis 80 Jahren haben sich über zwei Monate getroffen, gemeinsam Kirschkerne gespuckt, ihre frischen und verjährten Geschichten ausgetauscht und daraus einen lebensbejahenden Theaterabend geschaffen.
Regie: Uli Jäckle
Bühne und Kostüm: Katrin Hieronimus
Musik: Roman Keller
Hörspiel / Recherche / Stückentwicklung: Suzanne Hensel, Carsten Schneider
Dramaturgie: Miriam Tscholl
Licht: Andreas Rösler
Ort:
Kleines Haus 3
Termine:
So, 5.2.2012, 19:00 |



Mo, 27.2.2012, 19:00 |


Hedda Gabler
von Henrik Ibsen
Die Flitterwochen sind zu Ende. Hedda, schöne und eigensinnige Tochter des verstorbenen General Gabler, und Jørgen Tesman, Kulturhistoriker, haben die Villa bezogen, in der Hedda schon als Mädchen leben wollte. Bezahlen können sie das Haus zwar nicht, aber mit der Professur, die Tesman so gut wie sicher ist, wird dies nur eine Frage der Zeit sein. Doch da erscheint Ejlert Løvborg auf der Bildfläche, ein ehemaliger Geliebter Heddas. Løvborg hat seinen Alkoholismus überwunden und ein wissenschaftliches Werk geschrieben, das nun Aufsehen erregt und ihn zum heißen Anwärter auf den Professorentitel macht. Beides hat er mit Hilfe von Thea Elvsted erreicht, Heddas Schulfreundin, die seinetwegen ihren Mann verlassen hat. Hedda beginnt zu kämpfen - gegen ihre langweilige Ehe mit einem ungeliebten Mann, gegen den Erfolg des ehemaligen Geliebten, gegen das Glück eines anderen Paares. Sie drängt sich zwischen Løvborg und Thea, bereitet Løvborgs gesellschaftlichen Fall vor und vernichtet das unveröffentlichte Manuskript, das ihm Ruhm und Ansehen gebracht hätte. Und indem sie Løvborg in den Selbstmord treibt, verfolgt sie ihr Ziel, einmal im Leben Macht über einen Menschen zu besitzen.
„Es sind in diesem Stück eigentlich nicht sogenannte Probleme, die ich habe behandeln wollen. Die Hauptsache war mir, auf der Grundlage gewisser gültiger Gesellschaftsverhältnisse und Anschauungen Menschen zu schildern, Menschenstimmungen und Menschenschicksale“, schrieb Henrik Ibsen in einem Brief an seinen Übersetzer. „Hedda Gabler“ ist das letzte Stück, das der Förderer der Frauenemanzipation im Exil verfasste: 1890 in München entstanden, erzählt es nach „Nora“ und „Gespenster“ von einer weiteren unglücklichen Ehe.
Regie: Tilmann Köhler
Bühne: Karoly Risz
Kostüm: Susanne Uhl
Musik: Jörg-Martin Wagner
Dramaturgie: Beret Evensen
Licht: Andreas Barkleit
Ort:
Kleines Haus 1
Termine:
Mi, 8.2.2012, 19:30 |



Mi, 29.2.2012, 19:30 |



So, 11.3.2012, 19:00 |



Sa, 24.3.2012, 19:30 |


Der Besuch der alten Dame
von Friedrich Dürrenmatt in einer Neubearbeitung von Armin Petras
Die Milliardärin Claire Zachanassian besucht Güllen, die Stadt, in der sie einmal mittellos als Klara Wäscher aufgewachsen war. Inzwischen ist sie reich und die Stadt verarmt. Während die Einwohner auf mögliche finanzielle Zuwendungen hoffen, sinnt Claire auf Rache für ein altes, ungesühntes Unrecht. Sie liebte einst Alfred Ill und erwartete von ihm ein Kind. Dieser aber bestritt die Vaterschaft und gewann mithilfe bestochener Zeugen den von Klara gegen ihn angestrengten Prozess. Klara Wäscher musste den Ort in Schimpf und Schande fliehen. Durch diverse Heiraten kam Klara, alias Claire, im Ausland zu einem riesigen Vermögen. Die nun hoch angesehene alte Dame unterbreitet den Güllenern ein unmoralisches Angebot: Sie würde dem Ort eine Milliarde schenken, wenn jemand den im Ort beliebten Ill umbrächte. Entrüstet wird diese Forderung abgelehnt, doch seltsamerweise beginnen die Güllener, viel Geld auszugeben, und die Kaufleute gewähren Kredite, so als ob in naher Zukunft mit sehr viel Geld zu rechnen sei. Kurze Zeit später liegt Alfred Ill dann tot auf dem Boden. Und merkwürdigerweise hat niemand etwas gesehen.
Regie: Armin Petras
Bühne: Olaf Altmann
Kostüme: Katja Strohschneider
Musik: Thomas Kürstner, Sebastian Vogel
Video: Niklas Ritter
Koproduktion mit dem Maxim Gorki Theater Berlin
Ort:
Kleines Haus 1
Termine:
Di, 14.2.2012, 19:30 |



Di, 20.3.2012, 19:30 |



Mi, 21.3.2012, 19:30 |


FKK. Eine Frauenkörperkomödie
von Melanie Hinz
Die Bürgerbühne
FKK an einem ostdeutschen Badestrand: Für Mechthild ist es das erste Mal. Sie ist 18. Zum ersten Mal zeigt sie verschämt ihren bloßen Körper in der Öffentlichkeit und beobachtet belustigt und peinlich berührt nackte Männer beim Baden. Jetzt ist sie 52, glücklich verheiratet, Mutter zweier Söhne, Lehrerin und macht wieder „FKK“ - in einer Badekulisse ohne Nackte. Mit von der Partie sind weitere sechzehn Dresdner Frauen im Alter von 16 bis 66 Jahren mit all ihren Utopien, Pfunden und Selbstbefragungen. Sie erzählen sich lustvoll und mutig vom „ersten Mal“, von Hygieneweisheiten ihrer Mütter, von Schmerzen der Geburt, vom Coming-out, von der großen Liebe und Zeiten der Lustlosigkeit. Die Prada-shoppende Alt-Feministin Marianne, die Do-it-yourself-Frau Ing-Britt, Lisa mit der Modelfigur, Silke mit stolzem Mutterbauch und ihre Badeschwestern streiten über Kind oder Karriere, über Liebe und Sexualität, Feminismus und Feuchtgebiete. Zwischen gemeinsamem Bade- und Körperritual, provokantem Frauenstammtisch und biografischem Bekenntnis entsteht ein Bilderbogen über das Frausein im Wandel von Zeiten und Generationen - Starschnitte, Songs und Sehnsüchte inklusive.
Melanie Hinz studierte Praktische Theaterwissenschaft an der Universität Hildesheim. Ihre Performance „Body Check“ wurde 2008 mit dem Innovationspreis des „Körber Studios Junge Regie“ ausgezeichnet. Sie unterrichtet am Hildesheimer Institut für Medien und Theater.
Regie: Melanie Hinz
Co-Regie Sinje Kuhn
Bühne und Kostüme: Tatjana Kautsch
Video: Philip Steimel
Dramaturgie: Miriam Tscholl
Ort:
Kleines Haus 3
Termin:
Mo, 19.3.2012, 20:00 |


Andorra
von Max Frisch
Die Bürgerbühne
„In Andorra lebte ein junger Mann, den man für einen Juden hielt“, so beginnt Max Frisch seine berühmte Parabel über Vorurteile, welche die Wirklichkeit erst schaffen, die sie angeblich beschreiben - bis hin zum rassistischen Mord. „Du sollst dir kein Bildnis machen“: Ein andorranischer Lehrer gibt seinen unehelichen Sohn, den Tischlerlehrling Andri, als „gerettetes Judenkind“ aus - und eine ganze Stadt erkennt in ihm „Jüdisches“, die „jüdische Intelligenz“, die „Heimatlosigkeit“, bis auf Barblin, Andris Halbschwester, die ihn liebt. Andri selbst wiederum erkennt in sich kein Talent zur Tischlerei, muss aber ständig ans Geld denken - und reibt sich schließlich die Hände. Das ist doch „jüdisch“? Schließlich wird Andri ermordet.
Schuld hat - das versteht sich von selbst - niemand.
„Andorra. Stück in zwölf Bildern“, uraufgeführt 1961, gilt als eines der wichtigsten und scharfsinnigsten modernen Theaterstücke. Im 100. Geburtsjahr Max Frischs ist es für eine Neuentdeckung gut: Miriam Tscholl führt es als große Produktion der Bürgerbühne auf. Bei Max Frisch heißt es, der Kleinstaat Andorra im Stück habe „nichts zu tun mit dem wirklichen Kleinstaat dieses Namens“. Dagegen wird in Miriam Tscholls Inszenierung ein Soldat den Soldaten, ein Lehrling den Lehrling, eine Halbschwester die Halbschwester und ein Wirt den Wirt spielen …
Regie: Miriam Tscholl
Bühne und Kostüm: Katrin Hieronimus
Musik: Roman Keller
Dramaturgie: Ole Georg Graf
Licht: Rolf Pazek
Ort:
Kleines Haus 1
Termine:
Di, 7.2.2012, 19:30 |



Di, 21.2.2012, 19:30 |



Mi, 7.3.2012, 19:30 |


Diesen Kuss der ganzen Welt
Ein Schiller-Projekt von Dorle Trachternach und Miriam Tscholl ...
Die Bürgerbühne
... über Weltenfreundschaft, das Band der Liebe und Facebook mit Dresdner Bürgern, die Verwandte oder Freunde in anderen Ländern haben.
Spielen hilft! Daran glauben wir ganz fest. Und damit sind wir nicht allein. Friedrich Schiller, der große Idealist unter den deutschen Dichtern, war ein euphorischer Verfechter des Spiels und der Freundschaft als Mittel zu einer schöneren und friedlicheren Welt. Eine Philosophie der Liebe durchzieht sein gesamtes literarisches Werk. In diesem Geiste treffen sich neunzehn Dresdner Bürgerinnen und Bürger zum Selbstversuch. Können alle Menschen Brüder werden? Wie ist es bestellt um die Freundschaft im Kleinen und im Großen? Im eigenen Mietshaus, im Büro, in Dresden, über den Globus hinweg und in den Internet-Communities. Menschen aus Mosambik, Slowenien und China, Menschen mit Verwandten in Russland, dem Irak und Indien, Menschen mit Brieffreunden, Schulfreunden, Facebook-Freunden und Seelenverwandten, eine Familie, eine Frischvermählte und ein Gewerkschafter - sie sind Experten für Freundschaft, wild entschlossen und wagen das Experiment: Was ist dran an Schillers idealistischen Freundschaftsbekundungen, und kann man mit Liebe die Welt retten? Oder mit Theaterspielen alle Menschen küssen?
Regie: Miriam Tscholl
Text: Dorle Trachternach, Miriam Tscholl
Bühne: Sabrina Rox
Kostüm: Anika Schmitz
Video: Sami Bill
Musikalische Einstudierung: Thomas Mahn
Dramaturgie: Luise Mundhenke
Licht: Rolf Pazek
Ort:
Kleines Haus 3
Termine:
Mi, 8.2.2012, 20:00 |



Do, 1.3.2012, 20:00 |



So, 25.3.2012, 19:00 |


Die Kontrakte des Kaufmanns
Eine Wirtschaftskomödie von Elfriede Jelinek
Die Bürgerbühne
Ausgehend von aktuellen Wirtschaftsskandalen, hat die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek mit „Die Kontrakte des Kaufmanns“ einen Theatertext vorgelegt, der sprachgewaltig und scharfzüngig die Absurdität der Finanz- und Kapitalwelt beschreibt. Stets am Puls der Zeit schreibend, spürt sie gewohnt bissig und mit unerschrockener Wachsamkeit den gesellschaftlichen Veränderungen nach. In ihrer Wirtschaftskomödie kommen nicht nur von Rendite-Gier zerfressene Kleinanleger und hintertriebene Headhunter zu Wort, sondern auch das Kapital selbst. Sie rechnet schonungslos mit den Verbrechen der Wirtschaft, der Korruption der Manager und den von Geldgier getriebenen Kleinanlegern ab. Ihre Sprache ist dabei so uferlos, entfesselt und undurchdringbar wie die Kanäle der Kapitalwelt. So verwandelt sie den Geldstrom in einen Sprachstrom, der den Irrationalismus des Finanzkapitalismus vorführt und uns den Ausverkauf des Kapitalismus als bizarren Totentanz zeigt.
Regisseur und Chorleiter Bernd Freytag hat diese groteske Sprachpartitur als Chorstück bearbeitet und knüpft damit an die Tradition des Bürgerchores unter der Leitung von Volker Lösch an. Freytag war bei dessen vielbeachteten Inszenierungen wie „Die Orestie“ oder „Die Weber“ für die sprachliche Einstudierung des Chores verantwortlich.
Regie: Bernd Freytag
Bühne: Christine Gottschalk
Kostüm: Julia Beyer
Dramaturgie: Julia Weinreich
Licht: Olaf Rumberg
Ort:
Kleines Haus 2
Termin:
Mo, 2.4.2012, 19:30 |


Backstage
Eine Rock’n’Roll-Erregung von und mit Thomas Eisen und Band
Der Backstage-Bereich eines kleinen Clubs, irgendwo - weit weg vom Puls der Zeit. Der erste Teil des Konzerts ist zu Ende. Die Band macht Pause. Der Sänger nicht. Der redet pausenlos. Über sich. Über die Musikindustrie. Über deren Ungerechtigkeit. Über die Zeit, als er fast top of the pops war. Über seine Ex, die mehr denn je top of the pops ist. Die Band macht immer noch Pause. Aber Weghören kann sie nicht. Also fängt sie an, den Sänger zu begleiten. Ab und an beißen alle in die Semmeln, auf denen die Wurst liegt, deren Rand sich nach oben biegt. Während sie kauen, haben sie Zeit, einige Dinge klarzustellen.
Bevor das zweite Set beginnt, wird abgerechnet, auf die Knie gegangen, manch Solo losgetreten und am Ende steht die Frage: Rockstar mit 40 - warum?
Der Schauspieler und Musiker Thomas Eisen gehört seit der Spielzeit 2009.2010 zum Ensemble des Staatsschauspiels Dresden. Zusätzlich verfolgt er, z. B. mit der Band „Fineripps“, eigene musikalische Projekte. Am Schauspiel Stuttgart erfand er „The Great Rock’n’Roll Swindle“, ein musikalisches Volkshochschul-Rock-Seminar. Für Dresden entwickelt er nun mit „Backstage“ einen eigenen, musikalisch-theatralen Abend über die Niederungen, Abgründe und Untiefen des Rock.
Regie: Thomas Eisen
Bühne: Sabrina Rox
Kostüm: Cornelia Kahlert
Musikalische Einrichtung: Jens Bürger, Lars Kutschke
Dramaturgie: Robert Koall
Licht: Andreas Kunert
Die „Fineripps“ im Internet: www.fineripps.de
Ort:
Kleines Haus 3
Termine:
Di, 28.2.2012, 20:00 |



Mo, 26.3.2012, 20:00 |


Die schmutzigen Hände
von Jean-Paul Sartre
Der Intellektuelle Hugo, Herausgeber einer revolutionären Zeitung, will endlich wirklich etwas tun und ergattert den Auftrag einer revolutionären Gruppe, den Politiker Hoederer zu ermorden. Hoederer wiederum sagt von sich, er habe „schmutzige Hände bis zum Ellenbogen“ - und er glaube nicht, dass man „unschuldig herrschen“ könne. Sartres Stück von 1948, das im fiktiven Staat Illyrien spielt, erzählt, wie es dazu kommt, dass der Intellektuelle den Politiker erschießt. „Die schmutzigen Hände“ ist ein Politthriller mit Verhandlungen hinter geschlossenen Türen, unsauberen Geschäften und polit-taktischen Volten; mit Personenschützern, Ehefrau und Revolver; es erzählt von Eifersucht, Angst, Verstrickung und Ausnahmezustand. Zugleich aber ist Sartres Stück ein intelligentes Spiel des Widerspruchs zwischen reinem Idealismus und bloßem Pragmatismus. Wer macht sich wie die Hände schmutzig, weil er nicht wirklich etwas tun will, und wer nimmt die Sachzwänge nur als Gewissensberuhigung? Und schließlich stellt es die Grundsatzfrage: Soll man Andersdenkende töten, wenn es der Sache dient?
Regie: Simon Solberg
Bühne: Maren Greinke
Kostüm: Katja Strohschneider
Dramaturgie: Ole Georg Graf
Ort:
Kleines Haus 1
Termine:
So, 12.2.2012, 16:00 |



Di, 6.3.2012, 19:30 |



Di, 13.3.2012, 19:30 |



So, 8.4.2012, 19:00 |


Die Zärtlichkeit der Russen
von Dagrun Hintze
Die Bürgerbühne
Dresdner erzählen aus dem Leben einer Kriegsgeneration
„Die anderen, das ist ja eine Tatsache, dass die eine Kindheit besitzen. Aber ich kann mir da nicht 100-prozentig sicher sein“, sagt eine Frau in „Die Zärtlichkeit der Russen“ von Dagrun Hintze. Die Dramatikerin hat über ein Jahr lang Interviews mit Bewohnerinnen und Bewohnern eines Alten- und Pflegeheims geführt. Daraus ist ein Stück entstanden, in welchem neun Personen über ihr Leben erzählen. Oder vielmehr versuchen, davon zu erzählen. Denn Erinnerungslücken, Schuldgefühle oder traumatische Kriegserlebnisse machen es schwer, Sinn und Ordnung in die eigene Erzählung zu bringen. Der Zweite Weltkrieg hat alle Figuren in ihren jungen Jahren geprägt. Frau H hat ihren Mann verloren, Frau K erinnert sich vor allem an Schokolade und berichtet im Nebensatz, ihr Vater habe sich 1945 am Grab ihrer Mutter erschossen. Herr Z verlor im Krieg einen Arm und beklagt vor allem die Härten seines Schicksals: Scheidung, Bruch mit den eigenen Kindern, Alkoholismus, Schulden. Schöne Erinnerungen hat er nicht. „Und wenn doch, als Kind oder so, dann habe ich sie vergessen.“
Dennoch wirft das Zeitdokument einen zärtlichen Blick auf die Erzählenden, auch wenn nichts ausgespart wird. Das führt zuweilen zu brutaler Komik, zum Beispiel wenn Frau W zu ihrer Tochter sagt: „Mich hat neulich jemand gefragt, ob ich eine schöne Jugend gehabt hab. Hab ich doch, oder?“ Die Tochter: „Nee. Aber wenn du meinst.“
Regie: Sandra Strunz
Bühne: Judith Kaestner
Kostüm: Belén Montoliú Garcia
Musik: Michael Emanuel Bauer
Dramaturgie: Beret Evensen
Licht: Andreas Kunert
Ort:
Kleines Haus 3
Termine:
So, 12.2.2012, 19:00 |



Fr, 2.3.2012, 20:00 |



Fr, 16.3.2012, 20:00 |



Do, 22.3.2012, 11:00 |


Tschick
nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf
„Ein klappriges Auto kam die Straße runtergefahren. Es fuhr langsam auf unser Haus zu und bog in die Garagenauffahrt ein. Eine Minute stand der hellblaue Lada Niva mit laufendem Motor vor unserer Garage, dann wurde der Motor abgestellt. Die Fahrertür ging auf, Tschick stieg aus. Er legte beide Ellenbogen aufs Autodach und sah zu, wie ich den Rasen sprengte. ‚‚Ah", sagte er, und dann sagte er lange nichts mehr. ‚‚Macht das Spaß?"
So beginnt sie, die Geschichte eines Sommers, die Geschichte von Maik und Tschick. Maik ist 14 Jahre alt, sein Vater hat Geld und eine Geliebte, seine Mutter ist auf einer Beautyfarm - das heißt, sie macht mal wieder einen Alkoholentzug. Endlos und elternfrei liegen die Sommerferien vor Maik, als Tschick auftaucht. Der Assi aus seiner Klasse, der Russlanddeutsche, der im Klassenzimmer schon mal betrunken vom Stuhl gefallen ist, der Proll aus der Hochhaussiedlung. Aber Tschick hat einen geklauten Lada dabei, und plötzlich riecht alles nach Freiheit und Abenteuer.
„Tschick“ erzählt die Geschichte einer sommerlichen Deutschland-Reise zweier Jungs durch ein fremdes, vertrautes Land; von seltsamen, trostvollen Begegnungen und vom Schmerz des Erwachsenwerdens. Ein Buch, unvergesslich wie die Flussfahrt von Tom Sawyer und Huck Finn. Die Literaturchefin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Felicitas von Lovenberg, schrieb über „Tschick“: „Auch in fünfzig Jahren wird dies noch ein Roman sein, den wir lesen wollen. Aber besser, man fängt gleich damit an.“
Wolfgang Herrndorf wurde 1965 in Hamburg geboren. Er studierte Malerei in Nürnberg, arbeitete als Maler und Illustrator und veröffentlichte 2002 seinen Debütroman „In Plüschgewittern“. Herrndorf wurde mit dem Clemens-Brentano-Preis ausgezeichnet und war nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2011.
Regie: Jan Gehler
Bühne: Sabrina Rox
Kostüm: Cornelia Kahlert
Dramaturgie: Julia Weinreich
Ort:
Kleines Haus 3
Termine:
Di, 7.2.2012, 11:00 |



Mi, 8.2.2012, 11:00 |



Sa, 11.2.2012, 20:00 |



Mo, 13.2.2012, 20:00 |



Di, 21.2.2012, 20:00 |



Di, 13.3.2012, 20:00 |



Sa, 17.3.2012, 20:00 |



Mi, 28.3.2012, 20:00 |


Einsame Menschen
von Gerhart Hauptmann
Der junge Gelehrte und verhinderte Dichter Johannes Vockerat lebt mit seiner Frau Käthe glücklich in einem Landhaus am Müggelsee. Endlich haben die beiden ihr lang ersehntes erstes Kind bekommen und damit scheinbar die Erfüllung ihrer Ehe gefunden. Aber die geschwächte Kindsmutter erholt sich nur langsam, und Johannes hadert mit seiner wissenschaftlichen Arbeit, mit der er nicht vorankommt. Er sieht in der ihn bedrängenden familiären Umgebung keinen Platz, um seine fortschrittlichen Thesen in die Praxis seines Lebens umzusetzen. Als überraschend die russische Studentin Anna Mahr auf der Durchreise bei den Vockerats Station macht, ist Johannes sofort hingerissen von der emanzipierten und selbstbewussten jungen Frau. In ihr findet er erstmals eine Gesprächspartnerin, die ihm ebenbürtig erscheint und seine wissenschaftlichen Interessen teilt. Er lädt die junge Frau ein zu bleiben, und die zunehmende Intensität der Bekanntschaft erweckt Misstrauen und Neid bei seinen Eltern und seiner Frau. Diese fühlt sich isoliert und minderwertig angesichts der intellektuellen Auseinandersetzungen ihres Mannes mit der Fremden. Johannes und Anna müssen erkennen, dass sie ihren Traum von einer freien und gleichberechtigten Beziehung in ihrem angestammten gesellschaftlichen Umfeld nicht leben können. Johannes muss Anna abreisen lassen. Als sie fort ist, rudert er allein hinaus auf den Müggelsee, um zu sterben.
Gerhart Hauptmann schrieb „Einsame Menschen“ 1891 in einer äußerst produktiven Phase seines frühen Schaffens. Er bekräftigte mit dem Werk seinen Ruf als einer der bedeutendsten Vertreter des Naturalismus und zeigte sich einmal mehr als ein präziser und einfühlsamer Beobachter der einfachen Leute in schwierigen sozialen Konstellationen.
Regie: Julia Hölscher
Bühne: Esther Bialas
Kostüm: Uli Smid
Musik: Tobias Vethake
Dramaturgie: Jens Groß
Ort:
Kleines Haus 1
Termine:
Mo, 20.2.2012, 19:30 |



Mi, 4.4.2012, 19:30 |


Woyzeck
nach Georg Büchner
Der Soldat Franz Woyzeck ersticht seine Geliebte Marie. Was sind die Gründe für die Tat? Maries Betrug mit dem Tambourmajor oder die schikanösen Experimente des Doktors, denen sich Woyzeck nur unterwirft, um sich ein wenig dazuzuverdienen?
Das Woyzeck-Fragment basiert auf dem gleichnamigen Dramenfragment Georg Büchners aus dem Jahr 1837, das heute zu den meistgespielten Dramen der deutschsprachigen Literatur zählt und als Unterrichtslektüre landauf, landab gelesen wird. Im Kampf um das alltägliche Überleben dreht Woyzeck langsam, aber sicher durch. Physisch und psychisch von seiner Umwelt misshandelt hat er zusehends mit Wahnvorstellungen zu kämpfen. Und als er dann auch noch Zeuge der Untreue Maries - seiner Liebe - wird, gehorcht er seinen inneren Stimmen, die ihn zwingen, sie zu töten, und sticht zu.
Ursprünglich sind die so einfühlsam wie erbarmungs-los anmutenden Lieder von Tom Waits und Songtexterin Kathleen Brennan für ein gemeinsames Projekt mit dem amerikanischen Regisseur Robert Wilson geschaffen worden, das 2002 in Kopenhagen zur Uraufführung kam. Entstanden ist eine zeitlose „Woyzeck“-Version von gegenwärtiger Atmosphäre, deren Musikalität die Sehnsüchte und Ängste der Figuren genial ergänzt.
Regie: Sandra Strunz
Musikalische Leitung: Hans-Jörn Brandenburg
Musikalische Einstudierung: Thomas Mahn
Bühne: Volker Hintermeier
Kostüm: Su Bühler
Dramaturgie: Beret Evensen
Licht: Björn Gerum
Ort:
Kleines Haus 1
Termine:
Fr, 10.2.2012, 19:30 |



Sa, 18.2.2012, 19:30 |



Sa, 3.3.2012, 19:30 |



Do, 29.3.2012, 19:30 |


Die Firma dankt
von Lutz Hübner
Die Firma wurde übernommen, die leitenden Angestellten sind alle entlassen. Außer Krusenstern. Adam Krusenstern, Leiter der Abteilung Entwicklung, wird als Einziger zu einem Wochenende in das Landhaus der Firma gebeten - doch wozu? Soll er die neue Firmenleitung kennenlernen? Wird er weiter beschäftigt? Oder ist dies ein letzter Test? Die attraktive Assistentin der neuen Geschäftsleitung umsorgt ihn charmant und macht ihm den Aufenthalt so angenehm wie möglich. Doch warum? Krusenstern ist verunsichert. In den Begegnungen mit John, dem neuen Personalchef, und Ella, Personal-Coach, verhält er sich ungeschickt, und Sandor, ein junger Schnösel, geht ihm zusätzlich auf die Nerven. Arbeitsmoral, Strukturen, gute Umgangsformen, das ist das Credo von Krusenstern, doch hier scheint es nicht gefragt. Oder ist er gerade deswegen hier? Soll er das Heft in die Hand nehmen und etwas organisieren? Ein Arbeitstreffen? Oder eine Party? Verspielt Krusenstern gerade seinen Job durch mangelnde Flexibilität? Oder durch überangepasstes Verhalten? Wer ist sein Gegner? Hat er überhaupt einen, oder ist das Spiel schon aus?
Nach dem großen Erfolg von „Frau Müller muss weg“ hat Lutz Hübner für das Staatsschauspiel Dresden ein Stück geschrieben, das die moderne Arbeitswelt mit Verzweiflung und komödiantischer Verve betrachtet. Susanne Lietzow wird es im Kleinen Haus auf die Bühne bringen.
Regie: Susanne Lietzow
Bühne: Aurel Lenfert
Kostüm: Marie Luise Lichtenthal
Musik: Gilbert Handler
Video: Petra Zöpnek
Dramaturgie: Felicitas Zürcher
Licht: Andreas Barkleit
Dauer der Aufführung: 1 ¾ Stunden, keine Pause
Ort:
Kleines Haus 1
Termine:
So, 4.3.2012, 16:00 |



So, 1.4.2012, 16:00 |



Do, 10.5.2012, 19:30 |


Frau Müller muss weg
Komödie von Lutz Hübner
Die besorgte Elternschaft der Klasse 4 b hat die Klassenlehrerin Frau Müller um einen Termin gebeten, offenbar scheint es Probleme in der Klasse zu geben. Die Kleinen stehen gerade an einem entscheidenden Punkt ihrer schulischen Karriere, wird sich doch am Schuljahresende zeigen, wer den Sprung ins Gymnasium schafft – und wer eben nicht. Und so sitzen fünf entschlossene Erwachsene auf Kinderstühlchen zwischen Kastanienmännchen, Laubgirlanden und Kuschelecken, bereit, dem Feind ins Auge zu sehen. Denn für die Eltern ist längst klar, wer die Schuld an der Misere trägt – die erfahrene Lehrerin Sabine Müller scheint den pädagogischen Anforderungen seit einiger Zeit nicht mehr gewachsen zu sein. Dass das Problem nicht bei den Schülern zu suchen ist, davon ist jeder der Anwesenden überzeugt. Ihre Kinder sind alle ganz besondere kleine Persönlichkeiten, die ab und an spezieller Förderung bedürfen und die nicht etwa einfach Spätzünder, faul, unkonzentriert oder einfach mathematisch unbegabt sind. Die Fronten in diesem Kampf sind klar.
Lutz Hübner: „Am Elternabend zeigt sich, wie solidarisch eine Gesellschaft wirklich ist und wie sie mit Erfolg und Niederlagen umgeht. Da werden keine Gefangenen gemacht und keine Konzessionen. Wessis haben was gegen die Lehrerin aus dem Osten, Ossis finden die Westkinder völlig verzogen, soziale Vermischung schön und gut, aber doch nicht in der Klasse meines Kindes! Und weil an Elternabenden nicht nur Eltern um ihre Kinder kämpfen, sondern auch immer die Eltern für sich selbst, ist man sich im Vorfeld des Treffens einig geworden: Es geht darum, die blöden Bälger irgendwie durchzukriegen! Frau Müller muss weg!“
Lutz Hübner ist einer der meistgespielten deutschsprachigen Gegenwartsdramatiker, seine mehrfach preisgekrönten Stücke werden international gespielt. In seinen Jugend- und Familienstücken zeichnet er mit großem Gespür für Komik lebensnahe Figuren, die den Abgründen des Alltäglichen ausgeliefert sind. Die meisten seiner Stücke wurden in der Regie von Barbara Bürk uraufgeführt, die auch „Frau Müller muss weg“ im Kleinen Haus auf die Bühne bringen wird.
Regie: Barbara Bürk
Bühne: Anke Grot
Kostüm: Irène Favre de Lucascaz
Dramaturgie: Beret Evensen
Ort:
Kleines Haus 1
Termine:
Do, 16.2.2012, 19:30 |



Fr, 9.3.2012, 19:30 |



Fr, 16.3.2012, 19:30 |



Do, 22.3.2012, 19:30 |



Do, 5.4.2012, 19:30 |


Ein Kleines nehm’ ich noch
Ein Liederabend über verpasste Chancen
Die ranzige kleine Kneipe an der Ecke ist eine echte Männerdomäne. Hier sind sie unter sich und ungestört. Hier trifft man sich auf ein Bier nach der Arbeit, aber hier verkriecht man sich auch. Wenn ein Mann gerne allein sein und sich in seinem Selbstmitleid baden möchte, dann wählt er mit Vorliebe einen der öffentlichsten Orte: seine Stammkneipe.
Vier Männer, die wie die skurrilen Wiedergänger der seelischen Nöte einer ganzen Spezies wirken, sitzen – gefangen im Bermudadreieck ihrer eigenen Überforderung mit dem Leben – in einer solchen Eckkneipe. Coole Floskeln und Männlichkeitsrituale glauben sie sich selbst kaum noch, und eigentlich hocken sie sich mit ihrer ganzen stumpfen Trübsinnigkeit doch bei vielem auch selber im Weg. Das könnte ihnen zwar eigentlich klarer kaum sein, doch irgendwie macht diesen Vieren alles, was da draußen auf sie wartet, auch so viel Angst, dass sie sich lieber in ihrer bierseligen Kneipenroutine einkuscheln und sich damit begnügen, den Status Quo zu beklagen, zu rechtfertigen, zu glorifizieren. Es muss sich was ändern! Gleich geht’s los. Aber ein Kleines nehm’ ich vorher noch.
Regie: Jan Gehler
Bühne und Kostüm: Sabrina Rox
Dramaturgie: Luise Mundhenke
Ort:
Kleines Haus 3
Termine:
Sa, 4.2.2012, 20:00 |



Sa, 31.3.2012, 20:00 |


Staatsschauspiel Dresden
Kleinen Haus
Glacisstraße 28
D-01099 Dresden
E-Mail:
tickets@staatsschauspiel-dresden.de
Kartenvorverkauf: 0351.4913–555
Zentrale: 0351.4913–50
Vorverkaufskasse im Kleinen Haus:
montags bis freitags von 14:00 bis 18:30 Uhr