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Kleines Haus

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Kleines Haus
Staatsschauspiel Dresden
Glacisstraße 28
D-01099 Dresden

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Mo bis Fr 10.00–18.30 Uhr, Sa 10.00–14.00 Uhr

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Glacisstraße 28
01099 Dresden
Mo bis Fr 14.00–18.30 Uhr
Tel: 03 51.49 13–555
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Theater

Früchte des Zorns

Schauspiel in drei Akten nach dem Roman von John Steinbeck von Frank Galati

Premiere: 16. Mai 2019

Deutsch von Gottfried Greiffenhagen und Bettina von Leoprechting

Eine große Dürre hat ihre Lebensgrundlage zerstört. Der Pachtzins kann nicht mehr bezahlt werden, die Grundbesitzer vertreiben sie mit Baggern, und die Familie Joad entschließt sich zu einer Reise ins Ungewisse: Tau­sende Kilometer reisen sie mit wenig mehr als sie am Leib tragen, einmal quer durch die Wüste und über den Kontinent, einer verheißungsvollen Zukunft entgegen. In Kalifornien, so hat man gehört, gebe es Arbeit, Wohlstand und die Hoffnung auf ein besseres Leben, ein kleines Glück. Doch mit jedem Schritt in Richtung des gelobten Landes wachsen Ent­behrung, Ausbeutung und Anfeindung. Die Familie bricht auseinander und verliert sich in einer enttäuschten Schicksalsgemeinschaft von Einwander*innen, in der die Früchte des Zorns reifen.
John Steinbeck schilderte bereits 1939 eindrücklich die Folgen von Großer Depression, Monokultur und Missernten in den Vereinigten Staaten. Die Resonanz war immens: Gegendarstellungen wurden geschrieben, Verbote angestrebt, der Autor als Volksverhetzer diffamiert. Gleichzeitig hatte Steinbeck selbst intensiv recherchiert, war mit einer Gruppe wie der Familie Joad gemeinsam bis nach Kalifornien gereist und wurde als Stimme der Unterdrückten gefeiert. 1940 wurde FRÜCHTE DES ZORNS mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet, 1962 erhielt Steinbeck den Literaturnobelpreis.

Regie: Mina Salehpour
Bühne: Andrea Wagner
Kostüme: Maria Anderski
Musik: Sandro Tajouri
Licht: Andreas Barkleit
Dramaturgie: Svenja Käshammer, Katrin Schmitz

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Lesung

Demokratie von unten

eine szenische Lesung von Esther Undisz

Premiere: 02. Juni 2019

Seit Monaten führt die Regisseurin Esther Undisz Gespräche mit bekannten und unbekannten Akteuren, die den Herbst '89 in Dresden miterlebt und mitgestaltet haben. Ihr Resümee: „Wenn man Leute fragt, wie sie sich an ihr Jahr '89 erinnern, hat jeder eine andere Geschichte zu erzählen. Eine fotografierte am 4. Oktober am Hauptbahnhof, als die Züge aus Prag durch Dresden rollten, ein anderer kriegte erst ein paar Tage später mit, dass da was passierte. Auf der Bühne im Kleinen Haus traten Schauspieler aus ihren Rollen heraus, während andere in Kirchenkreisen lernten, Politik und Gesellschaft zu hinterfragen. Einer lief auf der Prager Straße mit, um mal zu gucken, was da los ist, ein anderer hatte die Aufgabe, die Laufenden aufzuhalten. Während sich einer um Kirchenbesetzer kümmerte, saß ein anderer schon im Gefangenentransport nach Bautzen. Eine gründete am 7. Oktober in Schwante die sozialdemokratische Partei der DDR, ein anderer löste wenige Wochen später zusammen mit drei Mitstreitern innerhalb von einer Woche den Kreisvorstand der CDU ab. Einer ging freundlich auf bewaffnete Polizisten zu, um das Gespräch zu suchen, und ein Polizist hielt das für eine vernünftige Idee. Während die einen nicht glauben konnten, dass die Mauer gefallen war, freuten sich andere, die Berliner Mauer von West nach Ost zu überwinden, um endlich wieder nach Dresden zu kommen. Einer meldete mit klopfendem Herzen eine Demonstration vor der Stasizentrale an, während ein anderer ohne Furcht mit seinen Kindern zur Stürmung auf den Geheimdienst der DDR ging.“

DEMOKRATIE VON UNTEN fragt nicht nur nach den Ereignissen von damals, sondern auch danach, welche Impulse uns die Erinnerung an den Herbst '89 für heute geben kann.

Regie: Esther Undisz
Bühne, Kostüme und Video: Katja Turtl
Licht: Olaf Rumberg
Dramaturgie: Christine Besier

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Theater

Elbfuge

von Árpád Schilling und Mátyás Dunajcsik

Uraufführung: 15. Juni 2019

„Theater kreiert eine Bewegung, es ärgert, provoziert, stellt unbequeme Fragen, propagiert die Freiheit.“ Árpád Schilling

Ein weltberühmter Komponist und zwei angstlose PR-Berater. Ihr ehrgeiziger Plan: die traditionsbewusste Kulturlandschaft der Elbmetropole um ein Haus für Neue Musik bereichern. Dafür wird Geld eingetrieben, die PR-Trommel gerührt und das Image auf Hochglanz poliert. Der eine will endlich Amt und Würde, die anderen Anerkennung und einen Sprung auf der Karriereleiter. Da lässt man sich so kurz vor dem Ziel doch nicht von altem Groll, Ängsten oder der nicht ganz so lupenreinen künstlerischen Vergangenheit vom Kurs abbringen.
Der ungarische Regisseur Árpád Schilling fragt danach, ob ein Erfolg im Westen für einen Osteuropäer wirklich möglich ist? Und wie steht es um die Verantwortung für das eigene Heimatland und für die Menschen, die man zurückließ, um die eigene Karriere voranzutreiben? Reicht es aus, ein untadeliger Musiker zu sein, um ein ganzes Orchester zu leiten, von einer Institution ganz zu schweigen?
Punkt und Kontrapunkt. Arroganz und Idealismus, Hoffnung und Hoffnungslosigkeit, Individualismus und Gemeinschaft, Ost und West, alles fließt ineinander wie Rinnsale, aus denen ein gewaltiger Fluss erwächst.

Regie: Árpád Schilling
Ausstattung: Franz Dittrich
Komposition: Klaus von Heydenaber
Licht: Rolf Pazek
Dramaturgie: Kerstin Behrens
Recherchedramaturgie: Anna Lengyel
Produktionsmanagemen: Ildikó Ságodi
Dolmetscherin: Sandra Rétháti

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Theater

Ich bin Muslima - Haben Sie Fragen?

von Martina van Boxen

Es wird viel geredet über den Islam und die Unterdrückung der Frau in islamischen Gesellschaften. Sehr viel seltener kommen muslimische Frauen selbst zu Wort.
Die Geschlechterfrage ist ein Hauptangriffspunkt für westliche Vorbehalte gegen den Islam: Wie gehen Emanzipation und Koran zusammen? Gibt es die Gleichberechtigung von Mann und Frau im islamischen Kulturraum überhaupt?
In ICH BIN MUSLIMA – HABEN SIE FRAGEN? geben Frauen Auskunft darüber, wie sie diese Vorbehalte erleben, sich dagegen verwehren oder der Kritik zustimmen.
13 Frauen aus verschiedenen Ländern, die jüngste 11, die älteste 67 Jahre alt, berichten über Alltagserfahrungen und Missverständnisse, über das Ankommen in einer unbekannten Welt und das Leben, das sie zurückgelassen haben. Sie sind Bauingenieurin, Anwältin, Hausfrau, Alleinerziehende, Schülerin und Studentin. Sie machen zusammen Musik, streiten und vertragen sich wieder, teilen ihren Schmerz um das verlorene Zuhause und die Erleichterung über ein Leben in Sicherheit. Sie geben uns Einblicke in ihr Leben als Gläubige in einer säkularen Umwelt und in das der Nichtgläubigen, die immer Muslima bleibt, auch wenn sie sich von der Religion abgewandt hat, weil es so in ihrem Pass steht. Es geht um Widersprüche, um vertraute Rhythmen und neue Lieblings-lieder, um feindselige Blicke und unerwartete Freundschaften und darum, wie es sich lebt in einer Stadt, in der jeden Montag gegen die Islamisierung des Abendlandes protestiert wird.

Regie: Martina van Boxen
Bühne und Kostüme: Esther van de Pas
Musik: Maria Trautmann
Licht: Andreas Kunert
Dramaturgie: Christine Besier

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Oper

Le pauvre matelot (Der arme Matrose) & Gianni Schicchi

Koproduktion der HfM Dresden, des Staatsschauspiels Dresden und der Hochschule für Bildende Künste Dresden

Le pauvre matelot (Der arme Matrose)
Oper in drei Akten von Darius Milhaud
nach einem Libretto von Jean Cocteau

GIANNI SCHICCHI
Oper in einem Akt von Giacomo Puccini
nach einem Libretto von Giovacchino Forzano

Wie profitiert man vom Tod eines Menschen? Die beiden Opern erzählen zwei höchst unterschiedliche Fabeln zu diesem Thema. In LE PAUVRE MATELOT (DER ARME MATROSE) konstruieren Darius Milhaud und Jean Cocteau eine surrealistische Geschichte um die Rückkehr eines Seefahrers nach langer Abwesenheit. Sie erzählen sie mit einer derartigen nonchalance im Kleid der „Zeitoper“ der 20er Jahre, dass der unerwartet knallharte Plot den Zuschauer fassungslos zurücklässt.

Mit dem Einakter GIANNI SCHICCHI folgt die Komödie auf die Tragödie. Dantes DIVINA COMMEDIA lieferte den Stoff für die letzte große komische Oper der Literatur. Mit großer Lust an der musikalischen Charakterisierung zeigt Puccini in Echtzeit eine packende Farce um das fast verlorene Erbe einer bigotten, habgierigen Verwandtschaft. 1918 (nur neun Jahre vor Milhauds MATROSEN) uraufgeführt, zeigt sich Puccini als letzter Meister der opera buffa.
www.hfmdd.de

Musikalische Leitung: Georg Christoph Sandmann
Regie: Barbara Beyer
Ausstattung: Philipp Eckle (Hochschule für Bildende Künste Dresden)

In Originalsprache mit deutschen Übertiteln

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Theater

Hool

nach dem Roman von Philipp Winkler

„Jeder Mensch hat zwei Familien. Eine, in die er hineingeboren wird und eine, die er sich aussucht.“

Hooligans: Für die Soziologen sind sie eine Spezies, toxische Männlichkeit, reine Biologie, Konzept, Performance, ein Rollenspiel. Philipp Winkler beschreibt in seinem Roman einen von diesen Hools.

Heiko ist Hool, mit Leib und Seele. Nichts geht ihm über seinen Verein. Warum, die Frage hat er sich nie gestellt. Ins Stadion geht er nur noch selten, das Eigentliche passiert eh nach dem Spiel. Weitab von singender Fankurve und Stadionkontrollen trifft man sich für den Kampf Mann gegen Mann – hart, aber fair. Bis einer liegen bleibt, so verlangt es der Ehrenkodex. Unter der Führung von Onkel Axel ist für Heiko die Radikalität, mit der er und seine Freunde kämpfen, das einzige Lebenselixier. Zu dieser Familie gehört er, kann Teil einer kraftvollen Gemeinschaft sein, an die sich glauben lässt. Angst kennt er nicht, nur Adrenalin. Verlet­zungen heilen.
Doch dann wird ein Freund schwer verletzt, andere steigen aus. Für sie gibt es inzwischen Wichtigeres als den Adrenalinrausch bei den Matches. Als sich die Spielregeln plötzlich ändern, muss Heiko zusehen, wie seine harte Männerwelt, das Gefüge, mit dem er sein Leben zusammenhält, langsam, aber sicher, auseinanderfällt.

Regie: Florian Hertweck
Bühne: Mascha Deneke
Kostüme: Kathrin Krumbein
Musik: Moritz Bossmann, Oli Friedrich, Jan Preißler
Licht: Richard Messerschmidt
Dramaturgie: Kerstin Behrens

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Theater

Mit freundlichen Grüßen eure Pandora

von Laura Naumann

„also gut / irgendwann / an irgendeinem Dienstag / treffen sich drei Personen die unterschiedlicher nicht sein könnten / und beginnen gemeinsam an einem herrschaftskritischen Manifest zu schreiben von dem sie / hoffen dass es die Welt verändern wird / und in einem Labor entdeckt eine Forscherin / ein Verfahren das die Fortpflanzung zwischen zwei Eizellen möglich machen wird“

Seit 100 Jahren besitzen Frauen das aktive und passive Wahlrecht in Deutschland, seit 20 Jahren gelten Vergewaltigungen in der Ehe als solche, seit über einem halben Jahr führen wir die sogenannte #metoo-Debatte zur Aufdeckung sexueller Belästigung, Machtmissbrauch und Ungleichbehandlung von Männern und Frauen. Alle diskutieren mit. Sogar die Sängerin Beyoncé veröffentlichte kürzlich ein feministisches Essay. Aber die Diskussion ist noch nicht zu Ende, keiner kann sich zur Ruhe setzen und nur auf das Erreichte zurückblicken. Laura Naumann hat im Auftrag des Staatsschauspiels Dresden ein neues Stück geschrieben, in dem sich fünf Frauen auf der Bühne versammeln und zur Autorin der eigenen Geschichte, der eigenen Weltsicht, der eigenen Zukunft werden. Sie führen Vertragsverhandlungen nur noch mit Megafon, phantasieren über die Abschaffung des Y-Chromosoms und schreiben ein Manifest mit dem Titel „Notizen zum Ende des Patriarchats“ – der besser noch: „Der weiße Kai“!

Regie: Babett Grube
Bühne: Jan Alexander Schroeder
Kostüme: Hanne Lenze-Lauch, Lea Walloschke
Choreografie: Salome Schneebeli
Licht: Rolf Pazek
Dramaturgie: Katrin Breschke

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Theater

In meinem Namen

von Wojtek Ziemilski

Im Namen des Volkes werden juristische Urteile verkündet, im Namen des Wählers politische Entscheidungen getroffen. Zahlreiche Vertreter handeln im Namen jedes Einzelnen aber auch einer großen Allgemeinheit: Sie vertreten Interessen von Mandanten vor Gericht, sie legen Geld von Klienten an, sie präsentieren ein Land bei sportlichen Großereignissen oder beim Eurovision Song Contest. Doch was passiert, wenn jemand keinen Sprecher oder Vertreter hat und sich in der Gesellschaft nicht gesehen fühlt? Wo verschwindet man in der Menge derer, für die jemand anderes spricht? Für wen kann man selber sprechen? Und wie kommt jemand überhaupt dazu im Namen anderer zu sprechen?
Der polnische Regisseur Wojtek Ziemilski gewann 2017 Fast Forward – Festival für junge Regie und inszeniert nun erstmals am Staatsschauspiel Dresden. Gemeinsam mit sechs Schauspieler*innen des Ensembles und drei Dresdner Bürgerinnen, die sich nicht wahrgenommen fühlen, begibt er sich auf die Suche nach den Grundvoraussetzungen demokratischer Prozesse und der Sichtbarkeit von Menschen in der Gesellschaft. Mit den Mitteln des Repräsentationssystems Theater, in dem ein Schauspieler auf der Bühne – sei es als Identifikationsfigur für das Publikum, sei es beim Einnehmen einer Rolle – immer auch für etwas anderes steht, hinterfragt er scheinbar selbstverständlich gewordene Vertretungsvorgänge. Und er untersucht, wie und wer für jemand anderes sprechen kann und warum.

Regie: Wojtek Ziemilski
Mitarbeit: Sodja Zupanc Lotker
Bühne: Dominic Huber
Kostüme: Henriette Hübschmann

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Theater

Die Liebe ist tot – Es lebe die Liebe!

Werkstattaufführung des Clubs der dramatischen Bürger*innen II

Die Tragik verpasster Begegnungen, der Schmerz verschmähter Liebe: Romeo und Julia haben es vorgemacht – und was hat sich seitdem verändert? Inspiriert von literarischen und filmischen Vorlagen sucht der Club der Dramatischen Bürger 2 in der Werkstattaufführung DIE LIEBE IST TOT – ES LEBE DIE LIEBE! nach einer Antwort auf die wiederkehrende Frage, „was unserem Herz die Welt ohne Liebe ist“.

Leitung: Monique Hamelmann, Paul Wilms
Ausstattung: Nadja Hensel
Assistenz: Cora Spalek

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Theater

Biedermann und die Brandstifter

von Max Frisch

Er will Ruhe und Gemütlichkeit. Man lebt schließlich nur einmal, und auch wenn seine Frau meint, dass er bisweilen zu gutmütig sei, so kann man doch nicht ständig überall nur Schlechtes und Böses sehen. Bieder­mann ist sich sicher: Die zwei armen Männer auf seinem Dachboden wollen bloß Obdach. Ihre kleinen Witzeleien über Brandstiftung sind zugegebenermaßen etwas unpassend, aber man ist doch nicht humorlos. Schließlich geht es auch um den eigenen Ruf, und als spießig und kleingeistig möchte Biedermann nicht gelten. Doch Selbstsicherheit, Bequemlichkeit und der absolute Wille zum Guten lassen Biedermann übersehen, wofür Benzinfässer und Zündschnur doch eindeutiger Beweis sind: Er hat Brandstifter im Haus. Und er wird ihnen als aufgeschlossener, vorurteilsfreier Mensch in einem Akt des Vertrauens selbst die Streichhölzer reichen.
Max Frisch hat mit BIEDERMANN UND DIE BRANDSTIFTER ein „Lehrstück ohne Lehre“ geschrieben, in dem die Wahrheit als beste Tarnung genutzt wird und ein Mensch offenen Auges in sein Unglück läuft, weil er seine Meinung über sich selbst nicht ändern kann. Die Offenheit, mit der die Brandstifter Biedermann auf seinen Verdacht ansprechen, führt zu Scham. Die Scham lässt ihn lügen, um unange­nehme Situationen zu vermeiden und nicht als Unmensch dazustehen. Immer größer wird die Kluft zwischen dem, was Biedermann darstellen will, und dem, was er tatsächlich fühlt und denkt. Seine Annahme, dass die deutlich ausgesprochene Drohung der Brandstifter sicher so radikal nicht gemeint sein könne, wird zum letzten Anker vor der eigenen Ängstlichkeit und führt direkt in die Katastrophe.

Regie: Nicola Bremer
Bühne: Jakob Ripp
Kostüme: Steffi Rehberg
Musik: Saga Björklund Jönsson
Licht: Andreas Barkleit
Dramaturgie: Katrin Schmitz

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Theater

Gegenwind

Werkstattaufführung des Clubs der beschleunigten Bürger*innen

„Ich habe bewusst die Hausaufgabe nicht gemacht, zählt das?“
„Ich bin auf die Straße gegangen um gegen etwas zu schreien, zählt das auch?“
„Ich komme absichtlich zu Verabredungen zu spät, dass passt doch auch dazu, oder?“
„Ich habe endlich „nein“ gesagt, was ist damit?“

Was bedeutet Widerstand – im Großen wie im Kleinen? Wie ausbrechen aus dem Alltagstrott? Wie umgehen mit erdrückender Verantwortung? Der Club der beschleunigten Bürger*innen hat sich Zeit genommen, um Wege zu finden aus den immer gleichen Routinen.

Leitung: Ellen Muriel
Assistenz: Nina Dalbazi
Ausstattung: Hannah Rolland, Franziska Bunge

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Theater

Die Verwandlung

eine Entwicklungstragödie nach der Erzählung von Franz Kafka

„Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt.“

Franz Kafkas weltberühmte Erzählung von 1912 beginnt mit einem mysteriösen Vorfall: der grausig-fantastischen Metamorphose eines Menschen in ein „Ungeziefer“ – ein wahrer Horrortrip. Während Gregor Samsa an seiner neuen Situation als Insekt durchaus Gefallen findet – befreit sie ihn doch von verhassten Verpflichtungen –, ist er für die Familie nur noch ein ekelerregender, kriechender Käfer und eine äußerste Zumutung. Seine soziale Isolation und gesellschaftliche Ausgrenzung sind vorprogrammiert. Er wird ausgeschlossen, übergangen und schließlich entfernt.
In der Inszenierung der Bürgerbühne knüpft die Verwandlung des jungen Protagonisten aus Kafkas Erzählung an die Erfahrungen der jugend­lichen Darsteller*innen während des Erwachsenwerdens an, eine Phase, in der nicht nur der eigene Körper, sondern auch die Identität und das Verhältnis zur Familie und zur Welt ständigen Veränderungen und widersprüchlichen Gefühlen unterworfen sind. Das Rollenrepertoire reicht von der braven Tochter bis zur Revoluzzerin, vom Hippie bis zum Punk. Was als normal gilt und was als Abweichung von der Norm, wird immer wieder neu bestimmt, genau wie die Wechselbeziehungen zwischen dem Einzelnen und der Gruppe. Ein wahrer Horrortrip und die glücklichste Zeit überhaupt!

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Theater

Operation Kamen

von Florian Fischer

Es ist doch so einfach: In einem Menschen das Gefühl der Angst hervorzurufen, ihn mit übereinstimmenden Informationen zu umgeben, welche nur einen vernünftigen Sinn ergeben: „Du musst entkommen oder ...“ – und dann genügt es schon, den Menschen an der Hand zu nehmen, und er geht mit Ihnen, wohin Sie ihn führen. Und wie gern! Er wird sogar noch dafür bezahlen.—Vladimír Minařík

Frühling 1948: Die Kommunistische Partei der Tschechoslowakei hat die Führung des Landes übernommen und beginnt, mit den politischen Gegnern abzurechnen. Dafür entwickelt der tschechoslowakische Geheimdienst die Operation Kamen: Unter Verdacht stehende Oppositionelle bekommen mehrfach die Information, dass sie in Gefahr sind und schließlich das Hilfsangebot zur Republikflucht. Haben sie sich für die Flucht entschieden, führen Schleuser sie nachts im Grenzgebiet durch den Wald. Dort erreichen sie ein mit US-Flagge sowie dem Porträt des US-Präsidenten perfekt eingerichtetes Grenzhäuschen. Ihnen werden Zigaretten, Whiskey und Schweizer Schokolade angeboten. Ausführlich beantworten sie den amerikanischen Grenzbeamten alle Fragen, geben Details über Freunde, Unterstützer und Familie preis – in der Hoffnung, auch ihnen die Flucht zu ermöglichen. Sie unterschreiben ein Protokoll der Befragung und werden weiter Richtung Westen geschickt – zur verheißungsvollen Grenze. Doch alles ist Fake und vom Geheimdienst inszeniert. Ein paar Meter weiter werden sie von der tschechoslowakischen Polizei festgenommen.
Regisseur Florian Fischer widmet sich den Ereignissen der tschecho­slowakischen Nachkriegsgeschichte zwischen 1948 und 1951 in einem dokumentarischen Theaterabend. Er befragt Strategien des Geheimdienstes als Ausdruck des Misstrauens eines Staates gegenüber seinen Bürger*innen. Wie wahr ist die Fiktion und wie erfunden die Realität? Wem kann man trauen, wem nicht mehr? Und wie sicher sind wir vor solchen Strategien und Fallen – oder befinden wir uns mittendrin?

Regie: Florian Fischer
Bühne und Set-Design: Stefan Britze
Kostüm: Birte Wallbaum
Sound-Design: Ludwig Berger
Kamera: Markus Kloth

eine Koproduktion mit dem Archa Theater Prag

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Theater

Früher war alles

von Dirk Laucke

Geschichten von Träumen und Abwicklungen aus Freital

Bürgerwehr und „Gruppe Freital“ – seit 2015 hat die Stadt ihren Ruf weg: als rechtes Nest. Den hatte sie nicht immer. Im Gegenteil: in den 1920er Jahren galt die Region um Döhlen gar als „Rotes Wien in Sachsen“, wo ein Leben frei von Unterdrückung und Ausbeutung möglich sein sollte. Ab 1947 waren die Freitaler*innen stolz auf den Wiederaufbau des Edelstahlwerkes, in dem fast 5000 Arbeiter*innen 300.000 Tonnen Walz- und Schmiedeprodukte pro Jahr herstellten. Die Wende 89/90 war da nicht nur ein Befreiungsschlag, sondern auch ein Einbruch. 1992 setzten sich die Stahlwerker*innen noch erfolgreich mit Protesten gegen eine Abwicklung durch die Treuhand zur Wehr. Doch von den bis dahin verbliebenen 2600 Angestellten waren 1997 nur noch 640 übrig. Blühende Landschaften waren verheißen worden, es folgten Kurzarbeit und die Sozialamtskutsche. Oder war doch nicht alles so schlimm?
Im Jubiläumsjahr von 30 Jahren Wiedervereinigung widmen wir uns der neueren Geschichte der Stadt Freital sowie den Geschichten ihrer Bewohner*innen und fragen nach deren individuellen Erfahrungen in den letzten drei Jahrzehnten. Durch Gespräche, Begegnungen und Recherche vor Ort bringt der in Sachsen geborene Dramatiker Dirk Laucke in einem Stücktext für die Bürgerbühne verschiedene Perspektiven und Erzählungen zusammen. Als Darsteller*innen wirken in diesem Mehrgenerationenprojekt interessierte Freitaler Bürger*innen mit, die auf der Bühne sich selbst und ihre Nachbar*innen verkörpern.

Regie: Jan Gehler
Bühne: Sabrina Rox
Kostüme: Claudia Irro
Musik: Vredeber Albrecht
Licht: Olaf Rumberg
Dramaturgie: Sylvia Sobottka

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Theater

Bilder ohne Lila

von Adrian Figueroa

Ansichten von blinden und sehbehinderten Dresdner*innen

Wie sah dein Kinderzimmer aus? Der letzte Urlaub am Meer, die Landung auf dem Mond, der 11. September, der Mauerfall … Wir erinnern uns und beschreiben unsere Welt über Bilder. Und wir schaffen ständig neue: machen Selfies, drehen Videos und teilen sie mit der ganzen Welt.
Wie sehe ich mich, und wie siehst du mich? Und vor allem: Wie möchte ich gesehen werden?
In BILDER OHNE LILA kreieren sehbehinderte und blinde Menschen unterschiedlichen Alters sowie Angehörige und ein Augenarzt gemeinsam mit dem Regisseur Adrian Figueroa eine Kartografie der Wahrnehmung. Sie erzählen von der Sehnsucht, zu den coolen Kids in der letzten Bank zu gehören – und trotzdem alles an der Tafel lesen zu können, von den Vorbereitungen, die sie mit Google Maps und anderen digitalen Hilfsmitteln treffen, um den Weg zum Vorstellungsgespräch zu finden. Sie berichten von ihrer Liebe zum Kino, von der Neugierde Sehender, die sich ins Dunkelrestaurant verlaufen, von der Wahrscheinlichkeit, dass das eigene Kind erblindet, und davon, die „Augen“ von jemand anderem zu sein. In einer Mischung aus Live-Hörspiel, Hör-Film und Theater zeigen sie den sehenden und nicht-sehenden Zuschauer*innen Augenblicke aus der Galerie ihrer Erinnerungen und Bilder.

Vor jeder Vorstellung bieten wir sehbehinderten und blinden Zuschauer*innen eine Einführung inkl. Bühnenbegehung an. Bei Interesse finden Sie sich bitte 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Foyer des Kleinen Hauses ein. Sie werden dort in Empfang genommen.

Regie: Adrian Figueroa
Bühne und Kostüme: Sabine Hilscher
Musik: Miguel Toro
Video: Gabriela Diez
Licht: Olivia Walter
Dramaturgie: Sylvia Sobottka

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Theater

Alte Meister

nach dem Roman von Thomas Bernhard

Der letzte große Prosatext von Thomas Bernhard wird dort inszeniert, wohin sich der Protagonist flüchtet, um dem Leben zu entkommen, im Museum. Die Gemäldegalerie Alte Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden wird so zu einem Ort, an dem Zuschauer, Schauspieler und die Gemälde gleichsam miteinander in Interaktion treten, weil jeder seine ganz eigene Wirkung im Raum einfordert.
Seit über dreißig Jahren geht der Musikphilosoph Reger jeden ­zweiten Tag in die Gemäldegalerie; zum einen wegen der idealen Raumtemperatur, zum anderen wegen des „Weißbärtigen Mannes“ von Tintoretto. Ebenfalls seit über dreißig Jahren geht Irrsigler ins Kunsthistorische Museum. Er ist dort Museumswächter, obwohl er eigentlich viel lieber Polizist geworden wäre, aber Uniform ist schließlich Uniform. Irrsigler ist über die Jahre zum Sprachrohr Regers geworden und sorgt zudem dafür, dass er ungestört auf der Sitzbank vor Tintorettos Gemälde Platz nehmen kann, denn dieser Ort ist nicht nur zur „Voraussetzung für sein Denken geworden“, sondern für sein Weiterleben überhaupt. Zu seiner Überlebensstrategie gehört auch, jedes Gemälde mit seinem Blick zu zerlegen und zwar solange, bis er den gravierenden Fehler gefunden hat, denn „das Vollkommene droht uns nicht nur ununterbrochen mit unserer Vernichtung, es vernichtet uns auch“. Nicht das Scheitern an der Kunst, sondern das Scheitern der Kunst selbst wird hier vorgeführt. Und als Reger in eine existenzielle Krise stürzt, stellt sich schließlich die Frage, ob es die „widerwärtige und fatale Kunst“ ist – oder doch die Menschen, die ihn von seinem Leiden erlösen können.

Regie: Anton Kurt Krause
Kostüme: Steffi Rehberg
Dramaturgie: Julia Fahle

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Theater

Wir. Telemach. Von Odysseus und anderen Vätern

Werkstattaufführung des Clubs der dramatischen Bürger*innen

Sie warten auf ihren Vater. Der heißt Odysseus und soll nach zehn Jahren Krieg endlich nach Hause kommen. Währenddessen erzählen sie von den Abenteuern, die ihr Vater angeblich erlebt hat. Und von anderen Vätern und deren Heldentaten. Der Club der dramatischen Bürger*innen I bewegt sich in seiner neuen Werkstattaufführung WIR. TELEMACH. VON ODYSSEUS UND ANDEREN VÄTERN zwischen griechischem Chor und Performance.

Leitung: Katja Heiser

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Theater

Wir sind auch nur ein Volk

nach den gleichnamigen Drehbüchern von Jurek Becker

Bühnenfassung von Kerstin Behrens und Tom Kühnel

Wenn Ossis und Wessis einander nicht verstehen, hilft nur eins: das Fernsehen. Also beschließen dessen Chefs, die Serie zur Einheit zu produzieren. Für das Drehbuch des ‚Straßenfegers‘ wird der angesagte Autor Steinheim verpflichtet. Blöd nur, dass der nie im Osten war. Ein Crashkurs soll ihn auf Vordermann bringen. Als Studienobjekt dient das ostdeutsche Schlitzohr Benno Grimm nebst Familie. Die Grimms sind ‚Osten pur‘: Benno, Mitte Fünfzig, ehemals Dispatcher, jetzt abgewickelt, ist immer noch imstande, „ganze Sätze zu formulieren“. Trude, seine Frau, hält sich als Lehrerin für unbelastet: „was immer das bedeutet“. Ihr Vater, ein Rentner, hat sich von der Wiedervereinigung sowieso nichts versprochen, weshalb er „nicht so enttäuscht ist wie diese Trottel.“ Sohn Theo, ein abgebrochener Philosophiestudent, motzt gegen die ganze Fernsehsache, bei der die Familie „die Rolle von Insekten spielen soll, die sich einer unter der Lupe ansehen kommt.“ Genau das will Steinheim, doch die Grimms wissen, dass das gut honorierte Dasein als Insekten nur solange funktioniert, wie sich das Fernsehen für sie interessiert. Also inszenieren sie ihr Ost-Dasein, dass dem Wessi Hören und Sehen vergeht.
Der Autor Jurek Becker wurde durch den Roman JAKOB DER LÜGNER international bekannt. Mit LIEBLING KREUZBERG gelang ihm acht Jahre nach der Ausreise 1985 auch in der BRD der Durchbruch.

Regie: Tom Kühnel
Bühne: Maria-Alice Bahra
Kostüme: Ulrike Gutbrod
Musik: Matthias Trippner
Video: Bert Zander
Licht: Richard Messerschmidt
Dramaturgie: Kerstin Behrens

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Theater

Das neue Wunschkonzert

mit Thomas Eisen und Benjamin Rietz

Auch in der Spielzeit 2018/2019 erklingen im Neuen Wunschkonzert die Musikwünsche unserer Zuschauer*innen. In der ersten Ausgabe HAPPINESS IS A WARM GUN – LIEDER MEINES KÄMPFERISCHEN HERZENS am 12. September starten wir mit voller Kraft und Herzenswärme! Wofür haben Sie sich mit voller Energie eingesetzt? Und welches Lied haben Sie dabei gehört oder noch im Ohr?

Schicken Sie uns Ihren Liedwunsch und Ihre persönliche Geschichte bis zum 31. August an dramaturgie@staatsschauspiel-dresden.de

Familie hat man, Freunde kann man sich aussuchen! Frei nach dem Motto: WE ARE FAMILY – LIEDER MEINER KURIOSEN FAMILIENANGELEGENHEITEN widmen wir uns am 4. Oktober Ihren ganz persönlichen Familiengeschichten. Wer hat beim runden Geburtstag mit der Polonaise angefangen? Und wie oft haben Sie beim Besuch der Schwiegereltern gedacht: Ich bring sie um!?

Schicken Sie uns Ihren Liederwunsch mit der passenden Geschichte bis zum 21. September an dramaturgie@staatsschauspiel.de

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Theater

In einem Land zu unsrer Zeit

Werkstattaufführung des Clubs der post-ostalgischen Bürger*innen

30 Jahre nach dem Mauerfall blickt der Club der post-ostalgischen Bürger*innen zurück und kramt in den Erinnerungskisten der 90er:
Wie wurde die Wendezeit erlebt? Als Enttäuschung und Rückzug oder als Freiheit und Neustart? Für die einen war es die Zeit der Kindheit und Jugend, für andere ging es um Familienplanung und berufliche Neuorientierung. Durch die Erzählungen der Spieler*innen kommt persönlich Vergessenes und kollektiv Erinnertes wieder zu Tage.

Das Publikum ist eingeladen zu einer Reise in die 90er mit Knusperflocken und 2 Unlimited im Gepäck!

Leitung: Nora Otte
Ausstattung: Jenny Barthold
Assistenz: Axel Götze

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Theater

I love Dick

nach dem Roman von Chris Kraus

aus dem Amerikanischen Englisch von Kevin Vennemann

Nach zehn Jahren Ehe mit Sylvère Lotringer verliebt Chris Kraus sich in Dick. Sie beginnt, ihm Briefe zu schreiben, die sie nie abschickt. Der anfängliche Versuch, einen Ausdruck zu finden für etwas, das man nicht versteht, wandelt sich zu einem Spiel zwischen ihr und ihrem Mann, der versucht, ihre Beziehung zu retten. Es wird zu einem Entwurf für ein groß angelegtes Kunstprojekt und schließlich entsteht ein Tagebuch, ein Essay, eine Fiktion über zwei Jahre in Chris' Leben mit dem Titel I LOVE DICK. Jahrelang hatte Chris versucht, ihrem Mann dabei zu helfen, „sein Leben in den Griff zu kriegen“, nun trifft sie Dick, der ihr dabei helfen kann, ihr eigenes „Leben auseinanderzunehmen“. In Anekdoten aus der amerikanischen Kunstszene, Überlegungen zur Schizophrenie, Vergleichen zwischen der avantgardistischen Autorin Katherine Mansfield und sich selbst, kreist Chris Kraus um die Frage, warum Männer, die über ihre Neurosen schreiben, als Künstler gelten und Frauen, die das Gleiche tun, als skurril. Oder kürzer: „Wer darf sprechen und warum?“ Zentral ist der Anspruch, eine Welt zu gestalten, die interessanter ist als die eigenen Probleme. Chris Kraus verbindet ihn mit einer humorvollen und selbstironischen Sprache, sie spielt mit den Klischees der Kunstwelt und denen in unseren Köpfen. Und am Ende antwortet Dick.

Regie: Anna Sina Fries
Bühne: Moïra Gilliéron
Kostüme: Barbara Lenartz
Sounddesigner: Mathias Prinz
Licht: Olaf Rumberg
Dramaturgie: Katrin Schmitz

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Theater

In seiner frühen Kindheit ein Garten

nach dem Roman von Christoph Hein

Für den Lehrer und Gymnasialdirektor Dr. Richard Zurek verstand sich das von selbst: Als Beamter auf Lebenszeit hatte er sich zur Loyalität gegenüber Grundgesetz und Amt zu verpflichten. Den Eid, den er dafür leistete, hatte er nie gebrochen. Er unterrichtete Generationen von Schülern. Immer versuchte er, sie auf das Leben in einer Gesellschaft vorzubereiten, die sich an demokratischen Grundrechten und Werten orientiert. Meist gelang ihm das, in einem Fall aber glaubt er, versagt zu haben. Dieser Fall ist sein Sohn Oliver.
Oliver war gegen alles, schon immer. Vielleicht waren seine große Wahrheitsliebe, ein unbeirrbares Rechtsgefühl und seine unbeherrschbare Ungeduld daran schuld. Er kämpfte gegen das „Schweinesystem“, gegen Ausbeutung und Imperialismus. Im Mai 1985 wurde er nach einer Denunziation verhaftet. Unschuldig, wie sich herausstellte. Seither galt er als gefährlicher Terrorist. Jetzt ist er als solcher gestorben.
Die Zureks trauern. Und entdecken, dass sie alle kaum etwas von Olivers Leben wissen. Nichts über sein Leben und nichts über seinen Tod an einem Bahnhof im mecklenburgischen Bad Kleinen. Richard Zurek gibt sich damit nicht zufrieden, er will Aufklärung: War der Todesschuss Zufall oder eine Hinrichtung durch den Staat? Wie hält es dieser Staat, dem er ein Leben lang gedient hat, mit seinen Gegnern? Mit der Gerechtigkeit? Mit der Wahrheit? Je mehr er über den Weg seines Sohnes erfährt, desto stärker ahnt er: Wahrheit und Gerechtigkeit haben keinen Wert; was zählt, ist der Staat. Er siegt, möge die Gerechtigkeit darüber auch zugrunde gehen. Richard Zurek beschließt, seinen Eid zurückzunehmen. Dort, wo er ihn lebenslang erfüllt hat: in der Schule.

Regie: Friederike Heller
Bühne und Kostüme: Sabine Kohlstedt
Dramaturgie: Kerstin Behrens
Licht: Peter Lorenz

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Bewertungen & Erfahrungsberichte In seiner frühen Kindheit ein Garten

Theater

Das Institut

Eine Werkstatt­aufführung des Clubs der lehrenden Bürger*innen

18 Lehrkräfte aller Schularten haben im Club der lehrenden Bürger*innen diskutiert, gestritten, improvisiert und geprobt – auf der Suche nach Glücksmomenten und der perfekten Gemeinschaft. Sie werfen einen Blick in die Zukunft, entwickeln Rezepte für den Weltfrieden und stellen fest: die Antwort auf alle Fragen ist manchmal einfach nur ein Luftgitarrensolo.

Der Club der lehrenden Bürger*innen ist eine Kooperation mit dem Landesamt für Schule und Bildung. In der wöchentlichen Fortbildung erwerben die Lehrkräfte spielpraktische Methoden für die Theaterarbeit in der Schule.

Leitung: Philipp Teich
Assistenz: Nina Dalbazi
Ausstattung: Franziska Bunge

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Theater

Parole Kästner!

von Jan-Christoph Gockel unter Verwendung von Originaltexten u. a.

Mit EMIL UND DIE DETEKTIVE revolutioniert Erich Kästner 1928 die Kinderbuchliteratur. Während der Weimarer Republik macht Kästner sich schnell als Redakteur und Drehbuchautor einen Namen und prägt mit seiner unverschnörkelten, klaren Sprache eine ganze Epoche: die Neue Sachlichkeit. Die Nationalsozialisten verbrennen 1933 seine Bücher und erteilen ihm Schreibverbot. Trotzdem entscheidet er sich gegen eine Emigration, veröffentlicht unter Pseudonym und wird einer der bekanntesten deutschen Schriftsteller des vergangenen Jahrhunderts. Mehr noch: Er wird zur moralischen Instanz der Nachkriegszeit und hadert dennoch bis zu seinem Tod damit, sich für Deutschland und nicht für das Exil entschieden zu haben. Erich Kästner rührt und beglückt Generationen von Leser*innen bis heute. Aber wer war dieser unantastbare Autor eigentlich? Wer war dieser Kleinbürger, der doch ein Lebemann war, und der sich noch als Erwachsener so gut in Kinderseelen hineindenken konnte? Und: Wie war seine eigene Kindheit, die von zwei Weltkriegen geprägt war? Erich Kästner, 1899 in Dresden geboren, verehrte seine Heimatstadt: Er verließ sie, schrieb über sie und kehrte zu ihr zurück. Der Regisseur Jan-Christoph Gockel geht auf Spurensuche nach dem Dichter Erich Kästner und zeichnet ein lebendiges Bild dieses Autors, der sich hinter seinen Selbstdarstellungen mehr verbarg als offenbarte: PAROLE KÄSTNER!

Regie: Jan-Christoph Gockel
Bühne: Julia Kurzweg
Kostüme: Sophie Du Vinage
Musik: Matthias Grübel
Dramaturgie: Julia Weinreich
Licht: Richard Messerschmidt

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Parole Kästner!

Aufführungen / Oper Semperoper Dresden Dresden, Theaterplatz 2
Aufführungen / Festival Staatsschauspiel Dresden Dresden, Theaterstraße 2
Aufführungen / Theater Societaetstheater Dresden Dresden, An der Dreikönigskirche 1a
Aufführungen / Konzert Landesbühnen Sachsen Radebeul, Meißner Straße 152
Aufführungen / Kabarett Die Herkuleskeule Dresden Dresden, Schloßstraße 2
Aufführungen / Theater Dresdner FriedrichstaTT Palast Dresden, Wettiner Platz 10
Aufführungen / Theater Theaterkahn Dresdner Brettl Dresden, Terrassenufer an der Augustusbrücke
Aufführungen / Theater Volksbühne Chemnitz Chemnitz, Käthe-Kollwitz-Str. 7
Aufführungen / Tanz TENZA-Schmiede Dresden Dresden, Pfotenhauer Str. 59
Aufführungen / Theater die bühne Dresden, Teplitzer Straße 26
Aufführungen / Theater Dresdner Comedy & Theater Club Dresden, Hauptstr. 13
Aufführungen / Operette Staatsoperette Dresden Dresden, Kraftwerk Mitte 1
Aufführungen / Theater Boulevardtheater Dresden Dresden, Maternistr. 17
Aufführungen / Aufführung JugendKunstschule Dresden, Bautzner Str. 130
Aufführungen / Kabarett Chemnitzer Kabarett e.V. Chemnitz, An der Markthalle 1-3
Aufführungen / Tanz Dance Art Dresden Dresden, Enderstraße 59, Haus B, 2. OG
Aufführungen / Theater Theater Plauen-Zwickau Zwickau, Gewandhausstr. 7
Aufführungen / Theater Landesbühnen Sachsen Radebeul, Meißner Straße 152
Aufführungen / Theater projekttheater dresden e.V. kulturschutzgebiet Dresden, Louisenstr. 47
Aufführungen / Theater Internationales Wandertheaterfestival Radebeul, Altkötzschenbroda
Aufführungen / Tanz Palucca Schule Dresden Dresden, Basteiplatz 4
Aufführungen / Theater Eclectic Theatre e.V. Dresden, Tieckstr. 11
Aufführungen / Kabarett Breschke & Schuch Dresden, Wettiner Platz 10
Aufführungen / Aufführung Robert-Schumann-Haus Zwickau Zwickau, Hauptmarkt 5
Aufführungen / Theater MusenKinder e.V. Dresden Dresden, Rudolf-Leonhard-Str. 24
Aufführungen / Kabarett Kabarett Sachsenmeyer Chemnitz Chemnitz, An der Markthalle 8
Aufführungen / Theater TheaterRuine St. Pauli e.V. Dresden, Königsbrücker Platz
Aufführungen / Theater Hoppes Hoftheater Dresden Dresden, Hauptstraße 35
Aufführungen / Theater Comödie Dresden Dresden, Freiberger Str. 39
Aufführungen / Konzert Kulturbahnhof Radeburg Radeburg, Bahnhofstr.5

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