zur Startseite
12

Kleines Haus

Kontakt

Kleines Haus
Staatsschauspiel Dresden
Glacisstraße 28
D-01099 Dresden

E-Mail: tickets@staatsschauspiel-dresden.de

 

Vorverkaufskassen

Kassen- und Servicezentrum im Schauspielhaus
Theaterstraße 2
01067 Dresden
Mo bis Fr 10.00–18.30 Uhr, Sa 10.00–14.00 Uhr

Vorverkaufskasse im Kleinen Haus
Glacisstraße 28
01099 Dresden
Mo bis Fr 14.00–18.30 Uhr
Tel: 03 51.49 13–555
tickets@staatsschauspiel-dresden.de
Bewertungschronik

Kleines Haus bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Kleines Haus

Theater

Der Nazi & der Friseur

von Edgar Hilsenrath

Premiere: 06.02.2020, Kleines Haus 3

„Masel Tov!“ rufen die Hochzeitsgäste als der Friseur Itzig Finkelstein die dicke Mira küsst. Es ist ein guter Tag für das frischvermählte Paar im neugegründeten Staat Israel. Die Finkelsteins haben den Holocaust überlebt. Was Mira nicht weiß, was überhaupt niemand in der Welt wissen darf: Itzig Finkelstein trug im Konzentrationslager keine Sträflingskleidung. Er litt auch keinen Hunger. Er fror ein wenig, trotz SS-Uniform, aber die Winter in den polnischen Wäldern sind eisig. Er litt niemals Todesangst, bis die Partisanen die Lastwagen der SS-Truppen stellten und er auf der Flucht im Wald zu erfrieren und zu verhungern drohte. Denn Itzig Finkelstein ist in Wahrheit der Massenmörder Max Schulz. Ein kleiner Fisch, aber einer der besten. Äußerlich, trotz aller Reinrassigkeit, gestaltet wie die zu seiner Zeit gängige Karikatur eines Juden, kann er nach Kriegsende erstmals Profit aus seinem Aussehen schlagen. Mit einem Beutel voller Goldzähne und einer gestohlenen jüdischen Identität reist er nach Palästina aus und macht sich im Kampf um den „jüdischen Staat“ verdient. Eine große Tarnung für einen kleinen Fisch.
Eine groteske Geschichte, die vermag, mit Übertreibung und Zuspitzung näher an die Unvorstellbarkeiten des Realen heranzureichen, als es purer Realismus könnte. Edgar Hilsenrath, während des Jahreswechsels 2018/2019 verstorben, der selbst dem Holocaust nur knapp entkam und 1975 der Liebe zur deutschen Sprache wegen nach Deutschland zurückkehrte, gelang mit DER NAZI & DER FRISEUR ein blutiger Schelmenroman.

Regie: Monique Hamelmann
Bühne und Kostüme: Nadja Hensel
Musik / Licht: N. N.
Dramaturgie: Janny Fuchs

Der Nazi & der Friseur bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Der Nazi & der Friseur

Theater

Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst

nach dem Roman von Ingo Schulze
in einer Spielfassung von Friederike Heller und Kerstin Behrens

Uraufführung: 07.02.2020, Kleines Haus 1

„Vom Waisenkind zum Millionär –
wie konnte das so schief gehen?“

Peter Holtz will nichts Geringeres als Glück für alle. Schon als Kind praktiziert er die Abschaffung des Geldes. Später erfindet er den Punk aus dem Geist des Arbeiterliedes, bekehrt sich aber zugleich zum Christentum. In der CDU (Ost) kämpft er für eine christlich-kommunistische Demokratie, nimmt jedoch auch die Verheißungen des Kapitalismus beim Wort. Verwundert stellt er fest, dass die Marktwirtschaft seine Selbstlosigkeit mit Reichtum belohnt; besorgt fragt er sich, wie er mit Anstand das viele Geld wieder loswerden kann, denn „wenn das Geld zum Henker der Dinge wird, hat es keine Berechtigung mehr.“
Ingo Schulze folgt seinem Helden ein rundes Vierteljahrhundert durchs Leben, von 1974 bis 1998. Er lässt nichts aus, was in diese Zeit gehört. Alles widerfährt seinem Helden ungewollt. Durch Zeiten und Umstände, die anderen zum Verhängnis wurden, kommt er unbeschadet hindurch. Ein reiner Tor und neuer Simplicissimus.
Nach ADAM UND EVELYN und VOM WANDEL DER WÖRTER. EIN DEUTSCHLANDBERICHT ist es die dritte Uraufführung eines Romans von Ingo Schulze am Staatsschauspiel Dresden.

Regie: Friederike Heller
Bühne und Kostüme: Sabine Kohlstedt
Musik: Peter Thiessen
Dramaturgie: Kerstin Behrens

Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst

Theater

Lehr_Kraft_Probe

von Tobias Rausch

Uraufführung: 29.02.2020, Kleines Haus 2

Sie stehen mehrere Stunden am Stück. Durchschnittlich sind sie einem Lärmpegel zwischen 60 und 85 Dezibel ausgesetzt, der Lautstärke eines fahrenden Pkws. Sie müssen viel, manchmal ununterbrochen, reden. Ihre Augen wandern ständig umher, über zwanzig Kinder sollen sie gleichzeitig im Blick behalten. Ihre neuen Frisuren oder Outfits werden Gegenstand von Chats. Ihr Koffeinkonsum ist mit Besorgnis zu betrachten.
Jeder Mensch lernt sie in verschiedenen Ausformungen kennen: die sogenannten Lehrkörper. Wir lieben oder hassen sie, aber immer stehen sie im Mittelpunkt des Klassenzimmers und bieten eine Projektionsfläche für Schüler*innen und Eltern. Ob Vorwürfe, Erwartungen oder Ignoranz: das Lehrer*innendasein ist vielen Kräften ausgesetzt. Die meisten von uns hatten mindestens eine*n Lehrer*in, welche*r sie geprägt hat. Oft sind dies die Momente, die nicht im Lehrplan vorgesehen waren. Momente, in denen auch Lehrer*innen einfach Menschen sind. Die Spuren, die Schüler*innen bei ihnen hinterlassen – die erfreulichen und die frustrierenden –, sind uns dagegen größtenteils unbekannt.
In LEHR_KRAFT_PROBE erforschen ehemalige, jetzige und zukünftige Lehrer*innen einen der wichtigsten Berufe unserer Gesellschaft – und stellen jene Kräfte auf die Probe, denen sie täglich ausgesetzt sind. Sie ermöglichen einen Blick auf unser Bildungssystem, der manches in einem anderen Licht erscheinen lässt.

Text, Regie: Tobias Rausch
Bühne: Steffi Wurster
Kostüme: Cornelia Kahlert
Musik: Arystan Petzold
Dramaturgie: Lüder Wilcke
Recherche: Carolin Bornschein, Holger Ebelt, Inga Ihle, Flora Schleiermacher
Licht: Olivia Walter

Lehr_Kraft_Probe bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Lehr_Kraft_Probe

Theater

Im Westen nichts Neues

nach dem Roman von Erich Maria Remarque

1928 machte der Roman IM WESTEN NICHTS NEUES seinen Autor Erich Maria Remarque über Nacht schlagartig berühmt. Aus der Perspektive des jungen Paul Bäumer schildert er den Alltag an der Westfront des Ersten Weltkrieges zwischen lebensgefährlichem Gefecht und untätiger Langeweile, aber auch die Sprachlosigkeit beim Urlaub in der friedlichen Heimat, in der die Beschreibung des Erlebten unmöglich wird. Neben den Schrecken des Krieges stehen immer auch die Kräfte, die mithilfe vermeintlicher Heldenmythen freigesetzt werden sollen. Allen Hoffnungen auf Frieden zum Trotz lockt die Propagandamaschinerie des deutschen Kaiserreichs mit schnellen Antworten. Doch Remarque lässt den drängenden und bis heute gültigen Fragen seiner Protagonisten viel Raum. Warum wird mir jemand zum Feind erklärt, der mich nicht kennt und den ich nicht kenne? Wird jeder als Soldat zu einem anderen Menschen als er es vorher war? Wie soll man im Frieden wieder einen Platz in der Gesellschaft finden? Was passiert, wenn das gesellschaftliche Bewusstsein dafür, was Krieg eigentlich bedeutet, langsam verschwindet? Und wie fragil ist Frieden, wenn der Krieg einfach nur an einen anderen Schauplatz verlagert wurde?
Als Paul Bäumer und seine Gefährten schließlich gefallen sind, bleibt die Stille des Heeresberichts, der im Westen nichts Neues zu vermelden weiß. Doch in Remarques Roman sind die Erlebnisse und Fragen festgehalten, für die der Autor auf eigene Erlebnisse an der Westfront sowie auf Interviews zurückgriff, die er im Lazarett mit Soldaten geführt hatte. Innerhalb kürzester Zeit avancierte sein Roman zum Antikriegsroman, der den zahllosen unbekannten Gefallenen des Krieges eine Stimme verlieh. Von Hollywood verfilmt, von den Nationalsozialisten verbrannt, gehört IM WESTEN NICHTS NEUES bis heute zu den meistgelesenen Büchern der Welt.

Regie: Mina Salehpour
Bühne: Andrea Wagner
Kostüme: Maria Anderski
Musik: Sandro Tajouri

Im Westen nichts Neues bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Im Westen nichts Neues

Theater

2084

ein digitales Diktaturmanöver
von Mirko Borscht

1948 schrieb George Orwell einen Roman über einen fiktiven Überwachungsstaat, aber auch über Widerstand, der zwecklos ist: Der Protagonist Winston Smith bäumt sich gegen ein totalitäres System auf, das eigenes Denken und wahrhaftige Geschichtsschreibung verbannt und stattdessen permanente Observation in Form des sogenannten Big Brothers, sprachlicher Manipulation und ungebrochenen Hasses gesellschaftsübergreifend installiert hat. Sein Wille zur Freiheit und die Liebe zu einer anderen Rebellin müssen jedoch scheitern im Angesicht von Folter und manipulativer Gehirnwäsche. Der Mensch verschwindet hinter einer Funktionsweise, einem System.
Die politische Sprengkraft des Romans „1984“ wurde nicht zuletzt durch die historischen Zeitpunkte offensichtlich, in denen er verstärkt rezipiert und diskutiert wurde: im Kalten Krieg (in der DDR war der Roman verboten), im Jahr 1984 selbst und im Jahr 2013 nach der Enthüllung des NSA-Abhörskandals, um dann mit Trumps Wahl erneut auf die Bestsellerlisten zu gelangen.
Ohne Frage: die Gegenwart hat durchaus Orwell’schen Charakter. Autoritäre und nationalistisch orientierte Regimes sind wieder auf dem Vormarsch, Überwachung gehört durch Smarthomes, Handys und Apps längst zum unsichtbaren Alltag. Die digitale Erfassung aller Lebensbereiche, sowie die Weiterentwicklung von Künstlichen Intelligenzen stellen schon jetzt Herausforderungen an die Arbeitswelt und das soziale Miteinander.
Wenn wir also Orwell eingeholt haben – wer oder was würde Winston Smith im Jahr 2084 sein? Welche Form der Rebellion, der radikalen Schritte bleiben uns? Oder verschwindet der Mensch wieder, nur anders?
Mirko Borscht entwickelt gemeinsam mit 18 jungen Spieler*innen und einem Think Tank von zukunftsinteressierten jungen Erwachsenen ein performatives Requiem, das den Menschen zu Grabe trägt, um zu sehen, was davon vielleicht eben doch wert wäre, übrig zu bleiben. Oder auch nicht.

Regie, Text und Video: Mirko Borscht
Bühne: Christian Beck
Kostüme: Elke von Sivers
Dramaturgie: Sabrina Bohl
Licht: Tim Schulten

2084 bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte 2084

Theater

Mein Kampf

Farce von George Tabori

Deutsch von Ursula Grützmacher-Tabori

„Wenn ich heute an Hitler denke, dann scheint er mir ein gutes Beispiel zu sein für den gespaltenen Menschen, wie Otto Rank ihn beschrieben hat: besessen vom Anspruch auf Göttlichkeit und doch mit einem stinkenden Arschloch versehen“, schreibt George Tabori 1989. Zwei Jahre zuvor hatte Tabori diesen Hitler, der sich „in sein Leben gedrängt, seine Träume vergiftet, seinen Alltag durcheinandergewirbelt, seine Pläne zunichte gemacht“ und seinen Vater – wie am Ende über sechs Millionen Juden in Europa – ermordet hatte, zu einer Theaterfigur gemacht. Es ist ein Stück über eine persönliche Beziehung: Ein junger Mann, der noch kein Politiker, nicht mal ein Kunstmaler ist und ohne Geld in einer Männerunterkunft landet, trifft dort auf den Juden Schlomo Herzl, der ein Buch schreibt und beginnt, sich ausgerechnet um den jungen Hitler zu kümmern. Schlomos Buch heißt MEIN KAMPF und Hitler wird ihm diesen Titel am Ende stehlen, bevor er mit Frau Tod durch die Tür geht und Schlomo sagen wird, dass er zu dumm war, zu wissen, „dass manche Menschen Liebe nicht ertragen können“.
Mit MEIN KAMPF blickt der ungarische Theatermacher George Tabori (1914 – 2007) mit dem Geist und dem Witz der Farce und einem Humanismus, der keine Unschuld kennt, in den Abgrund einer Epoche, die einigen neuen Rechtsdenkern bereits wieder als nationaler Vogelschiss gilt.

Regie: Daniela Löffner
Bühne: Matthias Werner
Kostüme: Claudia Kalinski
Puppenbau: Lutz Großmann
Licht: Rolf Pazek
Dramaturgie: Charlotte Orti von Havranek

Mein Kampf bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Mein Kampf

Theater

In seiner frühen Kindheit ein Garten

nach dem Roman von Christoph Hein

Für den Lehrer und Gymnasialdirektor Dr. Richard Zurek verstand sich das von selbst: Als Beamter auf Lebenszeit hatte er sich zur Loyalität gegenüber Grundgesetz und Amt zu verpflichten. Den Eid, den er dafür leistete, hatte er nie gebrochen. Er unterrichtete Generationen von Schülern. Immer versuchte er, sie auf das Leben in einer Gesellschaft vorzubereiten, die sich an demokratischen Grundrechten und Werten orientiert. Meist gelang ihm das, in einem Fall aber glaubt er, versagt zu haben. Dieser Fall ist sein Sohn Oliver.
Oliver war gegen alles, schon immer. Vielleicht waren seine große Wahrheitsliebe, ein unbeirrbares Rechtsgefühl und seine unbeherrschbare Ungeduld daran schuld. Er kämpfte gegen das „Schweinesystem“, gegen Ausbeutung und Imperialismus. Im Mai 1985 wurde er nach einer Denunziation verhaftet. Unschuldig, wie sich herausstellte. Seither galt er als gefährlicher Terrorist. Jetzt ist er als solcher gestorben.
Die Zureks trauern. Und entdecken, dass sie alle kaum etwas von Olivers Leben wissen. Nichts über sein Leben und nichts über seinen Tod an einem Bahnhof im mecklenburgischen Bad Kleinen. Richard Zurek gibt sich damit nicht zufrieden, er will Aufklärung: War der Todesschuss Zufall oder eine Hinrichtung durch den Staat? Wie hält es dieser Staat, dem er ein Leben lang gedient hat, mit seinen Gegnern? Mit der Gerechtigkeit? Mit der Wahrheit? Je mehr er über den Weg seines Sohnes erfährt, desto stärker ahnt er: Wahrheit und Gerechtigkeit haben keinen Wert; was zählt, ist der Staat. Er siegt, möge die Gerechtigkeit darüber auch zugrunde gehen. Richard Zurek beschließt, seinen Eid zurückzunehmen. Dort, wo er ihn lebenslang erfüllt hat: in der Schule.

Regie: Friederike Heller
Bühne und Kostüme: Sabine Kohlstedt
Dramaturgie: Kerstin Behrens
Licht: Peter Lorenz

In seiner frühen Kindheit ein Garten bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte In seiner frühen Kindheit ein Garten

Theater

Transit

nach dem Roman von Anna Seghers

in einer Spielfassung von Julia Weinreich

„Alles war auf der Flucht, alles war nur vorübergehend, aber wir wussten noch nicht, ob dieser Zustand bis morgen dauern würde oder noch ein paar Wochen oder Jahre oder unser ganzes Leben.“

Es ist das reine Chaos und Marseille sein Schauplatz. Auf der Flucht vor den Nationalsozialisten hat Anna Seghers 1940 ihren berühmten Roman Transit größtenteils dort geschrieben. Wie Seghers selbst versuchen tausende Flüchtlinge, sich vor dem drohenden Zugriff der Nazis, die gerade Frankreich besetzt haben, zu retten und eine Schiffspassage in die Freiheit zu ergattern.
Unter ihnen auch Seidler, ein junger Deutscher, der aus einem Arbeitslager bei Rouen geflohen ist. Zufällig gelangte er an die Papiere eines toten Schriftstellers, dessen Identität er fortan annimmt. In der Hafenstadt verliebt er sich in Marie, die wiederum auf der Suche nach ihrem Mann, einem Schriftsteller namens Weidel, ist und von dem sie durch die Nazis in Paris getrennt wurde.
Es ist der Alptraum des Wartens: Seghers verwandelt hier ein realistisches Szenario in eine klaustrophobische Kafka-Welt und beschreibt mit kristallklarer Sprache den menschenunwürdigen Transitzustand, der aktuell für Millionen von Menschen bittere Realität ist.

Regie: Data Tavadze
Bühne: Kathrin Frosch
Kostüme: Julia Plickat
Musik: Nika Pasuri
Dramaturgie: Julia Weinreich

Transit bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Transit

Theater

Früchte des Zorns

Schauspiel in drei Akten nach dem Roman von John Steinbeck von Frank Galati

Deutsch von Gottfried Greiffenhagen und Bettina von Leoprechting

Eine große Dürre hat ihre Lebensgrundlage zerstört. Der Pachtzins kann nicht mehr bezahlt werden, die Grundbesitzer vertreiben sie mit Baggern, und die Familie Joad entschließt sich zu einer Reise ins Ungewisse: Tau­sende Kilometer reisen sie mit wenig mehr als sie am Leib tragen, einmal quer durch die Wüste und über den Kontinent, einer verheißungsvollen Zukunft entgegen. In Kalifornien, so hat man gehört, gebe es Arbeit, Wohlstand und die Hoffnung auf ein besseres Leben, ein kleines Glück. Doch mit jedem Schritt in Richtung des gelobten Landes wachsen Ent­behrung, Ausbeutung und Anfeindung. Die Familie bricht auseinander und verliert sich in einer enttäuschten Schicksalsgemeinschaft von Einwander*innen, in der die Früchte des Zorns reifen.
John Steinbeck schilderte bereits 1939 eindrücklich die Folgen von Großer Depression, Monokultur und Missernten in den Vereinigten Staaten. Die Resonanz war immens: Gegendarstellungen wurden geschrieben, Verbote angestrebt, der Autor als Volksverhetzer diffamiert. Gleichzeitig hatte Steinbeck selbst intensiv recherchiert, war mit einer Gruppe wie der Familie Joad gemeinsam bis nach Kalifornien gereist und wurde als Stimme der Unterdrückten gefeiert. 1940 wurde FRÜCHTE DES ZORNS mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet, 1962 erhielt Steinbeck den Literaturnobelpreis.

Regie: Mina Salehpour
Bühne: Andrea Wagner
Kostüme: Maria Anderski
Musik: Sandro Tajouri
Licht: Andreas Barkleit
Dramaturgie: Svenja Käshammer, Katrin Schmitz

Früchte des Zorns bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Früchte des Zorns

Theater

Mit der Faust in die Welt schlagen

nach dem Roman von Lukas Rietzschel

in einer Spielfassung von Lukas Rietzschel und Julia Weinreich

Philipp und Tobias wachsen in der Provinz Sachsens auf. Die Eltern sind Arbeiter. Mit ihrem Hausbau soll der Aufbruch in ein neues Leben beginnen. Doch im Dorf passiert längst nichts mehr: Das Schamottewerk hat schon vor Jahren dicht gemacht. Immerhin: einmal im Jahr ist Rummel! Doch dort trifft man sich hauptsächlich „zum Prügeln im Schatten des ausgeschalteten Kettenkarussells.“ Um die Brüder herum verfällt alles, die Heimat verschwindet, und dann trennen sich auch noch die Eltern. Wer dageblieben ist, besäuft sich oder ertränkt sich im künstlichen See, wo früher Tagebaugebiet war. So wie Uwe, der für die Stasi spitzelte und dem die Frau in den Westen weglief. Dieses Bild von Uwe, dem Verlierer, ist es auch, das Philipp und Tobias im Gedächtnis bleibt. Und als es dann noch zu Aufmärschen in Dresden kommt und ihr Heimatort Geflüchtete aufnehmen soll, eskaliert die Situation. Während sich der eine Bruder in sich selbst zurückzieht, sucht der andere ein Ventil für seine Wut. Und findet es.
Der Autor und Essayist Lukas Rietzschel, der 1994 in Ostsachsen geboren wurde, hat mit seinem Debütroman MIT DER FAUST IN DIE WELT SCHLAGEN eine Chronik des Verfalls geschrieben. Lebensläufe verlaufen hier einfach im Nichts oder aber man begegnet der Perspektivlosigkeit mit Brutalität, wie es Tobias tut. Es ist eine literarische Auseinandersetzung mit der Gegenwart eines zerrissenen Deutschlands.

Regie: Liesbeth Coltof
Bühne: Guus Van Geffen
Kostüme: Carly Everaert
Musik: Vredeber Albrecht
Dramaturgie: Julia Weinreich

Mit der Faust in die Welt schlagen bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Mit der Faust in die Welt schlagen

Theater

Ich werde nicht hassen

von Izzeldin Abuelaish

für die Bühne bearbeitet von Silvia Armbruster und Ernst Konarek

Er ist der erste palästinensische Arzt aus Gaza, der in einem Krankenhaus in Israel arbeitet. Izzeldin Abuelaish entschloss sich schon als Kind, mit Büchern für seine Rechte zu kämpfen – nicht mit Steinen. Er berichtet vom Alltag zwischen Israel und Gaza, vom Leben mit Checkpoints, von der Hoffnung auf Medizin, die genau wie Krankheit keine Grenzen kennt. Bei einem Anschlag werden drei seiner Kinder getötet. Aber Abuelaish lässt sich in die Spirale aus Hass und Gewalt nicht hineinziehen.

Wir bieten diese Inszenierung in einer gekürzten Form auch für Klassenzimmer an. Bei Interesse kontaktieren Sie bitte: theaterpaedagogik@staatsschauspiel-dresden.de

Regie: Fanny Staffa
Bühne und Kostüme: Barbara Schiffner
Dramaturgie: Kerstin Behrens

Ich werde nicht hassen bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Ich werde nicht hassen

Theater

Mit freundlichen Grüßen eure Pandora

von Laura Naumann

„also gut / irgendwann / an irgendeinem Dienstag / treffen sich drei Personen die unterschiedlicher nicht sein könnten / und beginnen gemeinsam an einem herrschaftskritischen Manifest zu schreiben von dem sie / hoffen dass es die Welt verändern wird / und in einem Labor entdeckt eine Forscherin / ein Verfahren das die Fortpflanzung zwischen zwei Eizellen möglich machen wird“

Seit 100 Jahren besitzen Frauen das aktive und passive Wahlrecht in Deutschland, seit 20 Jahren gelten Vergewaltigungen in der Ehe als solche, seit über einem halben Jahr führen wir die sogenannte #metoo-Debatte zur Aufdeckung sexueller Belästigung, Machtmissbrauch und Ungleichbehandlung von Männern und Frauen. Alle diskutieren mit. Sogar die Sängerin Beyoncé veröffentlichte kürzlich ein feministisches Essay. Aber die Diskussion ist noch nicht zu Ende, keiner kann sich zur Ruhe setzen und nur auf das Erreichte zurückblicken. Laura Naumann hat im Auftrag des Staatsschauspiels Dresden ein neues Stück geschrieben, in dem sich fünf Frauen auf der Bühne versammeln und zur Autorin der eigenen Geschichte, der eigenen Weltsicht, der eigenen Zukunft werden. Sie führen Vertragsverhandlungen nur noch mit Megafon, phantasieren über die Abschaffung des Y-Chromosoms und schreiben ein Manifest mit dem Titel „Notizen zum Ende des Patriarchats“ – der besser noch: „Der weiße Kai“!

Regie: Babett Grube
Bühne: Jan Alexander Schroeder
Kostüme: Hanne Lenze-Lauch, Lea Walloschke
Choreografie: Salome Schneebeli
Licht: Rolf Pazek
Dramaturgie: Katrin Breschke

Mit freundlichen Grüßen eure Pandora bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Mit freundlichen Grüßen eure Pandora

Theater

Die Verwandlung

eine Entwicklungstragödie nach der Erzählung von Franz Kafka

„Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt.“

Franz Kafkas weltberühmte Erzählung von 1912 beginnt mit einem mysteriösen Vorfall: der grausig-fantastischen Metamorphose eines Menschen in ein „Ungeziefer“ – ein wahrer Horrortrip. Während Gregor Samsa an seiner neuen Situation als Insekt durchaus Gefallen findet – befreit sie ihn doch von verhassten Verpflichtungen –, ist er für die Familie nur noch ein ekelerregender, kriechender Käfer und eine äußerste Zumutung. Seine soziale Isolation und gesellschaftliche Ausgrenzung sind vorprogrammiert. Er wird ausgeschlossen, übergangen und schließlich entfernt.
In der Inszenierung der Bürgerbühne knüpft die Verwandlung des jungen Protagonisten aus Kafkas Erzählung an die Erfahrungen der jugend­lichen Darsteller*innen während des Erwachsenwerdens an, eine Phase, in der nicht nur der eigene Körper, sondern auch die Identität und das Verhältnis zur Familie und zur Welt ständigen Veränderungen und widersprüchlichen Gefühlen unterworfen sind. Das Rollenrepertoire reicht von der braven Tochter bis zur Revoluzzerin, vom Hippie bis zum Punk. Was als normal gilt und was als Abweichung von der Norm, wird immer wieder neu bestimmt, genau wie die Wechselbeziehungen zwischen dem Einzelnen und der Gruppe. Ein wahrer Horrortrip und die glücklichste Zeit überhaupt!

Regie: Philipp Lux
Bühne: Sabrina Rox
Kostüme: Steffi Rehberg
Musik: Vredeber Albrecht
Licht: Olaf Rumberg
Dramaturgie: Julia Weinreich

Die Verwandlung bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Die Verwandlung

Theater

9 Tage wach

Bühnenadaption von John von Düffel

nach dem gleichnamigen Buch von Eric Stehfest und Michael J. Stephan

Er nannte sie Christin oder Christ’l und führte nach der ersten ge­scheiterten Jugendliebe eine jahrelange Beziehung mit ihr. Aufgewachsen vor den Toren Dresdens kommt Eric Stehfest im Alter von 14 Jahren in der Neustadt mit der Partydroge Chrystal Meth in Kontakt. Wäre Eric ein Mädchen geworden, hätte ihm seine Mutter den Namen Christin gegeben, nach dem ersten Rausch wird Crystal für ihn eine Art Ersatzschwester, ab sofort sind Eric und Christin unzertrennlich. Seine Mutter hält trotz Abhängigkeit zu ihm, doch zu Hause lässt es sich mit dem Stiefvater und den kleinen Geschwistern schwer aushalten. Zu den Großeltern besteht loser Kontakt, über Gespräche und Fotoalben erfährt Eric, dass seine Urgroßväter Bomberpiloten im Zweiten Weltkrieg gewesen sind. In dieser Zeit nahmen sie Amphetamine ein, die sogenannte Wunderpille Pervitin, um die Angst vor dem Töten und Getötetwerden zu verlieren. In der Grundsubstanz ist es „das gleiche Zeug“, das Eric konsumiert, um sich unbesiegbar zu fühlen, tagelang durchzufeiern, kurz: „um zu fliegen“. Vergessen sind der familiäre Stress, der letzte Laufpass oder der verwehrte Zutritt in einen angesagten Club. Bereits der erste Konsum kann in die Abhängigkeit führen, denn wer einmal fliegt, will wieder high sein, und die klaren Momente dazwischen werden seltener. Die Droge stellt Erics Leben auf die Probe: Dealen, Verkehrsdelikte, Raub, eine Freiheitsstrafe auf Bewährung und die Trennung von seiner großen Liebe Anja, die das gemeinsame Kind abtreibt. Die Aufnahme zum Schauspielstudium in Leipzig führt zu einer kurzen drogenfreien Zeit, der Rückfall wird umso heftiger. Nach neun wachen Tagen stellt ihm die Schauspielschule ein Ultimatum: Einen Abschluss in Darstellender Kunst gibt es nur gegen Entzug und Therapie. Doch ist ein Leben ohne Christin überhaupt noch möglich?

Heute gehört Eric Stehfest zu den Shootingstars des deutschen Fernsehens, mit 9 TAGE WACH will er über die Gefahren der Modedroge aufklären. John von Düffel hat diesen schonungslosen Bericht über die Drogenszene, den schmerzhaften Entzug und das jahrelange Doppelleben für die Bühne adaptiert.

Regie: Sebastian Klink
Bühne und Kostüme: Gregor Sturm
Musik: Kriton Klingler-Ioannides
Dramaturgie: Svenja Käshammer
Licht: Richard Messerschmidt

9 Tage wach bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte 9 Tage wach

Theater

Ich bin Muslima - Haben Sie Fragen?

von Martina van Boxen

Es wird viel geredet über den Islam und die Unterdrückung der Frau in islamischen Gesellschaften. Sehr viel seltener kommen muslimische Frauen selbst zu Wort.
Die Geschlechterfrage ist ein Hauptangriffspunkt für westliche Vorbehalte gegen den Islam: Wie gehen Emanzipation und Koran zusammen? Gibt es die Gleichberechtigung von Mann und Frau im islamischen Kulturraum überhaupt?
In ICH BIN MUSLIMA – HABEN SIE FRAGEN? geben Frauen Auskunft darüber, wie sie diese Vorbehalte erleben, sich dagegen verwehren oder der Kritik zustimmen.
13 Frauen aus verschiedenen Ländern, die jüngste 11, die älteste 67 Jahre alt, berichten über Alltagserfahrungen und Missverständnisse, über das Ankommen in einer unbekannten Welt und das Leben, das sie zurückgelassen haben. Sie sind Bauingenieurin, Anwältin, Hausfrau, Alleinerziehende, Schülerin und Studentin. Sie machen zusammen Musik, streiten und vertragen sich wieder, teilen ihren Schmerz um das verlorene Zuhause und die Erleichterung über ein Leben in Sicherheit. Sie geben uns Einblicke in ihr Leben als Gläubige in einer säkularen Umwelt und in das der Nichtgläubigen, die immer Muslima bleibt, auch wenn sie sich von der Religion abgewandt hat, weil es so in ihrem Pass steht. Es geht um Widersprüche, um vertraute Rhythmen und neue Lieblings-lieder, um feindselige Blicke und unerwartete Freundschaften und darum, wie es sich lebt in einer Stadt, in der jeden Montag gegen die Islamisierung des Abendlandes protestiert wird.

Regie: Martina van Boxen
Bühne und Kostüme: Esther van de Pas
Musik: Maria Trautmann
Licht: Andreas Kunert
Dramaturgie: Christine Besier

Ich bin Muslima - Haben Sie Fragen? bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Ich bin Muslima - Haben Sie Fragen?

Theater

Biedermann und die Brandstifter

von Max Frisch

Er will Ruhe und Gemütlichkeit. Man lebt schließlich nur einmal, und auch wenn seine Frau meint, dass er bisweilen zu gutmütig sei, so kann man doch nicht ständig überall nur Schlechtes und Böses sehen. Bieder­mann ist sich sicher: Die zwei armen Männer auf seinem Dachboden wollen bloß Obdach. Ihre kleinen Witzeleien über Brandstiftung sind zugegebenermaßen etwas unpassend, aber man ist doch nicht humorlos. Schließlich geht es auch um den eigenen Ruf, und als spießig und kleingeistig möchte Biedermann nicht gelten. Doch Selbstsicherheit, Bequemlichkeit und der absolute Wille zum Guten lassen Biedermann übersehen, wofür Benzinfässer und Zündschnur doch eindeutiger Beweis sind: Er hat Brandstifter im Haus. Und er wird ihnen als aufgeschlossener, vorurteilsfreier Mensch in einem Akt des Vertrauens selbst die Streichhölzer reichen.
Max Frisch hat mit BIEDERMANN UND DIE BRANDSTIFTER ein „Lehrstück ohne Lehre“ geschrieben, in dem die Wahrheit als beste Tarnung genutzt wird und ein Mensch offenen Auges in sein Unglück läuft, weil er seine Meinung über sich selbst nicht ändern kann. Die Offenheit, mit der die Brandstifter Biedermann auf seinen Verdacht ansprechen, führt zu Scham. Die Scham lässt ihn lügen, um unange­nehme Situationen zu vermeiden und nicht als Unmensch dazustehen. Immer größer wird die Kluft zwischen dem, was Biedermann darstellen will, und dem, was er tatsächlich fühlt und denkt. Seine Annahme, dass die deutlich ausgesprochene Drohung der Brandstifter sicher so radikal nicht gemeint sein könne, wird zum letzten Anker vor der eigenen Ängstlichkeit und führt direkt in die Katastrophe.

Regie: Nicola Bremer
Bühne: Jakob Ripp
Kostüme: Steffi Rehberg
Musik: Saga Björklund Jönsson
Licht: Andreas Barkleit
Dramaturgie: Katrin Schmitz

Biedermann und die Brandstifter bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Biedermann und die Brandstifter

Theater

Hool

nach dem Roman von Philipp Winkler

„Jeder Mensch hat zwei Familien. Eine, in die er hineingeboren wird und eine, die er sich aussucht.“

Hooligans: Für die Soziologen sind sie eine Spezies, toxische Männlichkeit, reine Biologie, Konzept, Performance, ein Rollenspiel. Philipp Winkler beschreibt in seinem Roman einen von diesen Hools.

Heiko ist Hool, mit Leib und Seele. Nichts geht ihm über seinen Verein. Warum, die Frage hat er sich nie gestellt. Ins Stadion geht er nur noch selten, das Eigentliche passiert eh nach dem Spiel. Weitab von singender Fankurve und Stadionkontrollen trifft man sich für den Kampf Mann gegen Mann – hart, aber fair. Bis einer liegen bleibt, so verlangt es der Ehrenkodex. Unter der Führung von Onkel Axel ist für Heiko die Radikalität, mit der er und seine Freunde kämpfen, das einzige Lebenselixier. Zu dieser Familie gehört er, kann Teil einer kraftvollen Gemeinschaft sein, an die sich glauben lässt. Angst kennt er nicht, nur Adrenalin. Verlet­zungen heilen.
Doch dann wird ein Freund schwer verletzt, andere steigen aus. Für sie gibt es inzwischen Wichtigeres als den Adrenalinrausch bei den Matches. Als sich die Spielregeln plötzlich ändern, muss Heiko zusehen, wie seine harte Männerwelt, das Gefüge, mit dem er sein Leben zusammenhält, langsam, aber sicher, auseinanderfällt.

Regie: Florian Hertweck
Bühne: Mascha Deneke
Kostüme: Kathrin Krumbein
Musik: Moritz Bossmann, Oli Friedrich, Jan Preißler
Licht: Richard Messerschmidt
Dramaturgie: Kerstin Behrens

Hool bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Hool

Theater

Das neue Wunschkonzert

mit Thomas Eisen und Benjamin Rietz

Auch in der Spielzeit 2019/2020 erklingen im NEUEN WUNSCHKONZERT die Musikwünsche unserer Zuschauer*innen.

Jetzt mal Klartext: Wir alle haben Vorurteile. Stellen wir sie aber erstmal auf die Probe, dann bleiben sie meist unbestätigt oder werden sogar widerlegt: ‚Wunschkonzerte sind spießig‘ zum Beispiel. SHORT PEOPLE – LIEDER MEINER UNBESTÄNDIGEN VORURTEILE ist das Thema der ersten 2020er Ausgabe am 30. Januar 2020 von DAS NEUE WUNSCHKONZERT. Regnet es wirklich nie in Kalifornien? Wie laufen eigentlich Ägypter? Und muss man einen Song darüber schreiben? Und hören wir in Deutschland wirklich lieber Stampfrock und Marschmusik statt Off-Beat-Grooves? Klar, hierzulande ist man eh nicht in der Lage, auf „zwei“ und „vier“ zu klatschen. Oder? Senden Sie Ihren Liedwunsch und Ihr liebstes oder auch Ihr schlimmstes, Ihr lustigstes oder Ihr geheimstes unbestätigtes Vorurteil bis 20. Januar 2020 an wunschkonzert@staatsschauspiel-dresden.de

Mit MY SWEET LORD – LIEDER MEINER PLÖTZLICHEN ERLEUCHTUNG widmen sich am 26. Februar 2020 Thomas Eisen und Benjamin Rietz gemeinsam mit ihren hochmusikalischen Gästen dem wirklich entscheidenden Moment im Leben: Dem Tag, an dem uns ein (spirituelles) Licht aufgeht. Hatten auch Sie, wie so viele Größen der populären Musik, eine Phase der – religiösen oder schnöde weltlichen – Erleuchtung? Oder fällt Ihnen ein passender Song dazu ein? Senden Sie Ihren Wunschtitel und Ihre zugehörige Erleuchtungs-Geschichte bis 16. Februar 2020 an wunschkonzert@staatsschauspiel-dresden.de

Das neue Wunschkonzert bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Das neue Wunschkonzert

Theater

Nathan der Weise

Ein dramatisches Gedicht von Gotthold Ephraim Lessing

Ende des 12. Jahrhunderts, zur Zeit des Dritten Kreuzzuges in Jerusalem. Dem jüdischen Kaufmann Nathan ist vor vielen Jahren ein christliches Mädchen anvertraut worden, das er als seine Tochter Recha aufzieht. Niemand weiß davon, bis auf die Christin Daja, die in Nathans Haus lebt. Als Nathan von einer Geschäftsreise zurückkehrt, erfährt er, dass sein Haus bis auf die Grundmauern abgebrannt ist. Recha wäre um ein Haar in den Flammen umgekommen, hätte sie nicht im letzten Moment ein junger Tempelherr gerettet. Dieser wiederum ist kurz davor vom muslimischen Herrscher Jerusalems, dem Sultan Saladin, begnadigt worden – als einziger von zwanzig gefangenen Rittern. Saladin, der einen Kreditgeber für seine leeren Kassen sucht, lässt Nathan zu sich holen und will ihn mit der Frage prüfen, welche der drei Religionen die beste sei.
Dem Thema Toleranz entgeht man heute nicht, das Stück „Nathan der Weise“ drängt wieder in viele Spielpläne. Gotthold Ephraim Lessing nannte seinen „Nathan“ 1779 „ein dramatisches Gedicht“ und antwortete damit auf eine in seiner Zeit heftig diskutierte Frage: Es ging um den Absolutheitsanspruch der christlichen Religion und die Frage nach der wahren Religion. Lessing selbst hatte nicht mit einer Bühnenkarriere des explizit als Argumentationsdrama konzipierten Stückes gerechnet. Es wurde erst 1783, zwei Jahre nach Lessings Tod, uraufgeführt und ist mittlerweile humanistische Pflicht- und Schullektüre.
Der weise Nathan antwortet im Stück auf Saladins Frage mit der berühmten Ringparabel und der Aufforderung, dem eigenen Anspruch ohne Vorurteile und durch Taten nachzueifern. Leider, muss man wahrscheinlich sagen, ist die Frage um die richtige Religion wieder zu einer aktuellen und aggressiv geführten Diskussion geworden, und auch heute kann man sich in dieser Auseinandersetzung nicht genug auf Humanität und Menschlichkeit ohne Vorurteile besinnen.

Wolfgang Engel wird das Argumentationsdrama auf die Bühne bringen, mit Philipp Lux als Nathan und Matthias Reichwald als Saladin.

Regie: Wolfgang Engel
Bühne: Ansgar Prüwer-LeMieux
Kostüm: Nina Reichmann
Musik: Jan Maihorn
Dramaturgie: Felicitas Zürcher
Licht: Björn Gerum

Nathan der Weise bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Nathan der Weise

Theater

10 Jahre - ein Fest!

Werkstattaufführung des Clubs der anders begabten Bürger*innen

Mit dieser Arbeit feiert die Bürger:Bühne in Kooperation mit dem farbwerk e.V., Kunst- und Kulturverein für Menschen mit und ohne Behinderungen, den zehnten Geburtstag des Clubs der anders begabten Bürger*innen.
Ein rauschendes Fest soll es werden, die Tafel ist geschmückt, alle sind eingeladen daran Platz zu nehmen, den Rückblick zu genießen und gemeinsam zu feiern. Doch es läuft nicht nach Plan. Die Gäste sind zu früh, die Kellner*innen verheult, die Technik nicht geprobt, Soundcheck vergessen. Kann der Moderator den Abend noch retten? Wir spulen die Erinnerungsbänder zurück und sagen Prost!

Leitung: Jacqueline Hamann, Silke Stuck
Dramaturgische Beratung: Sylvia Sobottka
Video: Christian Rabending
Ausstattung: Jacqueline Hamann, Magdalena Hornig
Schauspieltraining: Yvonne Dick
Maske: Daniela Herfurth, Sarah Maruck, Simone Thiel
Assistent*innen: Joanna Andrè, Anton Fischer, Lissy Jacobs, Enna Krusche, Theresa Roick
Assistenzdienst: Renate Schwardt

10 Jahre - ein Fest! bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte 10 Jahre - ein Fest!

12

Kleines Haus

Staatsschauspiel Dresden

Vorverkaufskassen

Kassen- und Servicezentrum im Schauspielhaus
Theaterstraße 2
01067 Dresden
Mo bis Fr 10.00–18.30 Uhr, Sa 10.00–14.00 Uhr

Vorverkaufskasse im Kleinen Haus
Glacisstraße 28
01099 Dresden
Mo bis Fr 14.00–18.30 Uhr
Tel: 03 51.49 13–555
tickets@staatsschauspiel-dresden.de

Kleines Haus bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Kleines Haus

Aufführungen / Oper Semperoper Dresden Dresden, Theaterplatz 2
Aufführungen / Theater Staatsschauspiel Dresden Dresden, Theaterstraße 2
Aufführungen / Theater Landesbühnen Sachsen Radebeul, Meißner Straße 152
Aufführungen / Kabarett Die Herkuleskeule Dresden Dresden, Schloßstraße 2
Aufführungen / Theater Dresdner FriedrichstaTT Palast Dresden, Wettiner Platz 10
Aufführungen / Theater Kleines Welt Theater im Sonnenhof Radebeul Radebeul, Altkötzschenbroda Nr. 26
Aufführungen / Theater Societaetstheater Dresden Dresden, An der Dreikönigskirche 1a
Aufführungen / Theater Theaterkahn Dresdner Brettl Dresden, Terrassenufer an der Augustusbrücke
Aufführungen / Theater Volksbühne Chemnitz Chemnitz, Käthe-Kollwitz-Str. 7
Aufführungen / Theater Projekttheater Dresden Dresden, Louisenstr. 47
Aufführungen / Comedy Dresdner Comedy und Theater Club
So, 26.1.2020, 17:00 Uhr
Aufführungen / Comedy Dresdner Comedy und Theater Club
Fr, 31.1.2020, 20:00 Uhr
Aufführungen / Comedy Dresdner Comedy und Theater Club
Sa, 1.2.2020, 20:00 Uhr
Aufführungen / Comedy Dresdner Comedy und Theater Club
Sa, 1.2.2020, 20:00 Uhr
Aufführungen / Comedy Dresdner Comedy und Theater Club
So, 2.2.2020, 17:00 Uhr
Aufführungen / Comedy Dresdner Comedy und Theater Club
So, 2.2.2020, 17:00 Uhr
Aufführungen / Tanz TENZA-Schmiede Dresden Dresden, Pfotenhauer Str. 59
Aufführungen / Theater die bühne Dresden, Teplitzer Straße 26
Aufführungen / Theater Dresdner Comedy & Theater Club Dresden, Hauptstr. 13
Aufführungen / Operette Staatsoperette Dresden Dresden, Kraftwerk Mitte 1
Aufführungen / Theater Boulevardtheater Dresden Dresden, Maternistr. 17
Aufführungen / Aufführung JugendKunstschule Dresden, Bautzner Str. 130
Aufführungen / Kabarett Chemnitzer Kabarett e.V. Chemnitz, An der Markthalle 1-3
Aufführungen / Tanz Dance Art Dresden Dresden, Enderstraße 59, Haus B, 2. OG
Aufführungen / Theater Theater Plauen-Zwickau Zwickau, Gewandhausstr. 7
Aufführungen / Theater Internationales Wandertheaterfestival Radebeul, Altkötzschenbroda
Aufführungen / Tanz Palucca Schule Dresden Dresden, Basteiplatz 4
Aufführungen / Theater Eclectic Theatre e.V. Dresden, Tieckstr. 11
Aufführungen / Kabarett Breschke & Schuch Dresden, Wettiner Platz 10
Aufführungen / Theater MusenKinder e.V. Dresden Dresden, Rudolf-Leonhard-Str. 24
Aufführungen / Kabarett Kabarett Sachsenmeyer Chemnitz Chemnitz, An der Markthalle 8
Aufführungen / Theater TheaterRuine St. Pauli e.V. Dresden, Königsbrücker Platz
Aufführungen / Theater Hoppes Hoftheater Dresden Dresden, Hauptstraße 35
Aufführungen / Theater Comödie Dresden Dresden, Freiberger Str. 39
Aufführungen / Konzert Kulturbahnhof Radeburg Radeburg, Bahnhofstr.5

Sie haben noch keinen Login? Dann registrieren Sie sich gleich hier!

Bitte schauen Sie in Ihrem E-Mail-Postfach nach der Registrierungsmail und klicken Sie auf den darin enthaltenen Link.