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Kleines Haus Dresden

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Kleines Haus Dresden
Staatsschauspiel Dresden
Glacisstraße 28
D-01099 Dresden

Telefon: +49 3 51-49 13-555 Kartenverkauf
E-Mail: tickets@staatsschauspiel-dresden.de

 

Kassen- und Servicezentrum im Schauspielhaus
Theaterstraße 2, D-01067 Dresden
Mo bis Fr 10.00–18.30 Uhr, Sa 10.00–14.00 Uhr

Vorverkaufskasse im Kleinen Haus
Glacisstraße 28, D-01099 Dresden
Mo bis Fr 14.00–18.30 Uhr
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Bewertungen & Berichte Kleines Haus Dresden

Schauspiel

Die Familie Schroffenstein

von Heinrich von Kleist

Premiere: 10.12.2022

„Seit alten Zeiten
Gibt’s zwischen unseren beiden Grafenhäusern,
Von Rossitz und von Warwand einen Erbvertrag,
Kraft dessen nach dem gänzlichen Aussterben
Des einen Stamms, der gänzliche Besitztum
Desselben an den andern fallen sollte.“

Dieser Erbvertrag ist der Grund für einen seit Jahren schwelenden Konflikt zwischen den beiden Clans der Familie Schroffenstein. Nur mühsam gelingt es den beiden Parteien, das durch sie geschaffene Gleichgewicht aufrechtzuerhalten. Misstrauen und die gegenseitige Unterstellung, die jeweils anderen würden sich den Familienbesitz aneignen wollen, sorgen für Missgunst und permanente Unsicherheit. In jedem Augenblick kann das Ganze in einen Krieg aller gegen alle stürzen. Und dieser Punkt scheint erreicht, als die Rossitzer den jüngsten Sohn ihres Oberhauptes zu Grabe tragen müssen. Ein Verdächtiger und ein Motiv für Peters Tod sind schnell gefunden: Schuld sei Sylvester, das Oberhaupt der Warwands. Er lauere schon lange auf das Ende des Rossitzer Zweiges, um endlich dessen Besitz zu erben. Reihum schwören die Rossitzer Rache und setzen damit Ereignisse in Gang, in deren Folge das gegenseitige Miss­trauen die verfeindeten Familien in die Katastrophe führt.
Fragen nach Rache und Recht, nach der zerbrechlichen Ordnung der Welt, letztlich nach dem Konflikt zwischen Wahrheit und Lüge werden in dem von Kleist 1803 veröffentlichten Drama wieder von Interesse.

Regie: Tom Kühnel
Bühne und Video: Jo Schramm
Kostüme: Ulrike Gutbrod
Licht: Andreas Barkleit
Dramaturgie: Kerstin Behrens

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Schauspiel

Garland

von Svenja Viola Bungarten

Premiere: 19.1.2023

Amerika bei Penig in Mittelsachsen. Es ist heiß. Menschen und Natur leiden. Die engagierte Moderatorin Lorna Luft probiert über den einzigen Lokalradiosender GARLAND die wenigen Zuhörer*innen aufzumuntern und mit den neusten Informationen zu versorgen: gesucht wird die Verursacherin für den „52. Hausbrand dieses Sommers“ und ein Falschfahrer befindet sich auf der B124. Zudem ist versehentlich der Low-Budget-Horror-Heimatfilm-Regisseur Salvatore Brandt zu Gast. Später tauchen noch die abgebrannten Farmbesitzer auf, denen erst die Trockenheit ihre Lebensgrundlage und dann ein Feuer den letzten Besitz genommen hat. Über das Radio wollen sie endlich ihre Versicherungsgesellschaft erreichen. Zu guter Letzt singt die Tankstellenbesitzerin Judy Garland ein Lied, um damit ihre verlorene Tochter zu finden.
Parallel spielen sich an der B124 ganz andere Dramen ab: Dorothee Sturm, vermutliche Brandverursacherin, trampt durch die Einöde und wird von Salvatore Brandt mitgenommen, der im eigentlichen Leben Fernfahrer ist. An der einzigen Tankstelle weit und breit finden sie Gus Brandt, Salvatores Bruder, der nach Dorothee fahndet, um seinen Job als Polizist zurückzubekommen. Dafür müsste er Dorothee jedoch erkennen …
Svenja Viola Bungartens Stück GARLAND ist ländliche Klimatragödie und Theater-Roadmovie in einem: skurrile Figuren bangen um ihre Existenz, kämpfen sich mit pointierten Dialogen durch die Katastrophe als Dauerzustand und erinnern uns daran, dass Aufgeben keine Option ist.
Die Autorin, Jahrgang 1992, studierte Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Ihre Texte wurden bereits mehrfach nominiert und ausgezeichnet, sie erhielt z. B. 2021 den Autor*innenpreis des Heidelberger Stückemarkts für MARIA MAGDA und 2022 den 3. Else Lasker-Schüler-Stückepreis für DIE ZUKÜNFTIGE.

Regie: Katrin Plötner
Bühne: Bettina Pommer
Kostüme: Johanna Hlawica
Musik: Johannes Hofmann
Video: Simon Baucks
Licht: Andreas Barkleit
Dramaturgie: Christina Schlögl

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Schauspiel

Tausend Sonnen

ein Projekt zur Wismut und zur Uranförderung in Sachsen
von Tobias Rausch
Eine Koproduktion mit den Theatern Chemnitz

Beim Thema Wismut kreuzen sich Geschichten und Geschichte, persönliche, weltpolitische, regionale und globale. Wismut, eigentlich ein unverdächtiges Buntmetall, war der Tarnname des Unternehmens, das in Sachsen und Thüringen unter strenger Geheimhaltung Uran für das sowjetische Atomprogramm förderte. Die Erinnerungen an die Wismut sind widersprüchlich und von Vorurteilen überschrieben: „Ich hab’s vor allem wegen der Kohle gemacht“, erzählt ein ehemaliger Wismut-Kumpel. „Aber es war doch für den Frieden“, hält ein anderer dagegen, „um einen neuen Weltkrieg zu verhindern“.
Auf die ‚wilden Jahre‘ der Wismut, die 1947 durch die sowjetische Besatzungsmacht gegründet worden war, folgte die Sowjetisch-Deutsche Aktiengesellschaft, ein „Staat im Staate“, der bis zu 130.000 Menschen Arbeit bot, überdurchschnittlich zahlte und für medizinische, soziale und kulturelle Einrichtungen sorgte. Man war stolz ein „Wismuter“ zu sein, auch wenn Berge und Täler sich zusehends in Mondlandschaften verwandelten und Menschen aufgrund der radioaktiven Belastung erkrankten. Mit der Wende ging nicht nur die Uranförderung, sondern auch die jahrhundertealte Bergbautradition zu Ende. Während viele Kumpel die Erfahrungen ihrer ostdeutschen Kolleginnen und Kollegen teilten, deren Betriebe geschlossen wurden, begann für die Wismut eine neue Ära: die Phase der Sanierung, die bis heute nicht vollständig abgeschlossen ist.
TAUSEND SONNEN bringt ehemalige Bergleute, Mitarbeiter*innen und Anwohner*innen des weltweit größten Uran-Bergbau-Unternehmens auf die Bühne, die über ihre persönlichen Erfahrungen mit der Wismut berichten.

Regie: Tobias Rausch
Bühne und Kostüme: Anna Maria Münzner
Musik: Arystan Petzold
Licht: Andreas Kunert
Dramaturgie: Christine Besier, René Rainer Schmidt
Projektleitung: Tobias Rausch, René Rainer Schmidt
Recherche: Judith Schein

Chemnitzer Uraufführung 23.10.2022

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Schauspiel

Die Orestie

von Aischylos

Nach zehnjähriger Belagerung endet der Trojanische Krieg. Agamemnon kehrt als Sieger heim, wird aber nicht als solcher empfangen. Stattdessen erwartet ihn ein neuer Kriegsschauplatz in der eigenen Familie. Weil er vor dem Krieg seine Tochter Iphigenie opferte, um von den Göttern mit kräftigem Segelwind beschenkt zu werden, erschlagen ihn seine Frau Klytaimestra und ihr neuer Geliebter Aigisthos. Dieser Rache folgen neue und ebenso blutige Taten, denn Agamemnons Kinder Orestes und Elektra vergelten den Vatermord durch Muttermord. Ein Strudel aus Gewalt und Gegengewalt, der alternativlos und unüberwindbar erscheint, beginnt zu kreisen. Als Orestes schließlich Zuflucht bei der Göttin Pallas Athene sucht, setzt sie dem Prinzip der individuellen Rache ein geordnetes Gerichtsverfahren entgegen.
Das Ende dieser dreiteiligen griechischen Tragödie, das Ende der ­blutigen Geschichte des Atridengeschlechts, wird häufig als Geburtsstunde der Demokratie als Gesellschaftsmodell für ein neues Zeitalter gefeiert. Doch auch Athenes Ansatz ist nicht frei von Widersprüchen: Kann eine Göttin allein ein Prinzip etablieren, das auf Mitbestimmung basiert? Heiligt der gute Zweck fragwürdige Mittel? Aischylos’ Text ist zurückhaltend in der Beantwortung dieser Fragen, doch sie drängen sich auf, heute mehr denn je. Denn die Demokratie ist äußeren wie inneren Anfeindungen ausgesetzt und wird in Frage gestellt. Ihr Fundament wird fragiler und ihre Verteidigung ist vielen keine Selbstverständlichkeit mehr.

Regie: Michael Talke
Bühne: Barbara Steiner
Kostüme: Tabea Braun
Musik: Johannes Mittl
Licht: Olivia Walter
Dramaturgie: Katrin Schmitz

Dauer der Aufführung: 2 Stunden und 45 Minuten.
Eine Pause.

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1 Schauspiel

Mutmassungen über Jakob

nach dem Roman von Uwe Johnson
in einer Spielfassung von Camille Dagen und Katrin Breschke

Jakob ist gestorben. Er ist von einem Zug erfasst worden und ums Leben gekommen. Was ist geschehen? Das fragen sich fünf Figuren aus seinem näheren Umfeld und legen dabei die Geschehnisse der letzten Wochen offen.
Am Ende des Zweiten Weltkrieges war Jakob mit seiner Mutter aus Pommern geflohen und in Jerichow bei Heinrich Cresspahl gelandet. Dessen Tochter Gesine fühlt er sich wie einer Schwester nah. Anfang der fünfziger Jahre geht Gesine in den Westen und arbeitet als Übersetzerin für die Nato. Als auch Jakobs Mutter flieht und ein Angestellter des Ministeriums für Staatssicherheit Jakob gezielt aufsucht, ahnt er, dass es nicht mehr um seine Expertise als Dispatcher bei der Reichsbahn geht. Er ist von politischem Interesse und steht unter Beobachtung, ohne genau zu wissen, warum und wofür. In dieser Situation ist er gezwungen, sein Leben zu hinterfragen: das, was er erreicht hat, genauso wie seine Position zu dem Staat im Osten Deutschlands, der gerade in seinem siebenten Jahr besteht.
Uwe Johnsons Roman MUTMASSUNGEN ÜBER JAKOB erschien 1959 und thematisiert die Probleme der Menschen im geteilten Deutschland vor dem Hintergrund der Niederschlagung des ungarischen Aufstands durch sowjetische Truppen drei Jahre zuvor.
Literarisch verwendet Johnson die Mittel der Montage, wechselnde Erzählperspektiven und die Handlung strukturierende retrospektive Dialoge, wodurch er Leser*innen und Zuschauer*innen wie die Figuren des Romans zu Detektiv*innen macht, Jakobs Tod zu ergründen.
Camille Dagen, die französische Regisseurin und Gewinnerin des Festivals für junge Regie Fast Forward 2018, kehrt nach Dresden zurück und hat sich für ihre Arbeit einen einmaligen Text der deutschen Literatur ausgesucht, der durch Sprachbehandlung und den Versuch, Kunst und Literatur einer neuen Generation nach dem Zweiten Weltkrieg zu begründen, besticht.

Die Premiere und ausgewählte Vorstellungen zeigen wir mit französischen Übertiteln.

Regie: Camille Dagen
Bühne: Emma Depoid
Kostüme: Irène Favre de Lucascaz
Sounddesign: Saoussen Tatah
Lichtdesign: Edith Biscaro
Licht: Olaf Rumberg
Dramaturgie: Katrin Breschke, Uta Girod
Dramaturgische Mitarbeit / Übersetzung: Susanne Eger

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Schauspiel

Die Katze Eleonore

von Caren Jeß

Eleonore ist Immobilienmaklerin, alleinstehend und finanziell unabhängig. Eines Tages entdeckt sie, dass sie eigentlich eine Katze ist. Sie beginnt nachts zu jagen, trägt ein Fell, übernimmt tierische Schlafphasen und minimiert Kontakte zu Mitmenschen. Für den Gesprächstherapeuten Dr. Wildbruch ist das alles faszinierend, persönlich wie auch medizinisch. Doch Eleonore kämpft mit den Fallstricken ihrer Transformation, sie faucht und kratzt und bäumt sich auf. Ihre Sinne weiten sich und mit ihnen ihre Wahrnehmung der Welt. Ihr Denken wird sprunghaft und assoziativ, katzenhaft unlogisch eben. Zwischen Sofakissen und Wildbahn, zwischen Domestizierung und Instinkt sucht Eleonore nach dem Platz, an dem es sich als Katze gut leben lässt.
Die in Dresden lebende Autorin Caren Jeß streift in ihrem Monolog für eine Schauspielerin durch die Höhen und Tiefen einer selbstgewählten Daseinsform und findet eine poetische Sprache für die Grundsatzfragen, mit denen ihre Protagonistin konfrontiert ist. Dass Eleonores Rückzug ins Private mit ihrem Verzicht auf Verantwortung für die Gesellschaft einhergeht und ihr Katzendasein nicht nur befreiend ist, wird dabei nicht verschwiegen. Die Uraufführung ist nach Christa Wolfs MEDEA. STIMMEN in der Spielzeit 2019/2020 die zweite Regiearbeit von Ensemblemitglied Simon Werdelis.

Regie: Simon Werdelis
Bühne und Kostüme: Max Schwidlinski
Video: Karolina Serafin
Licht: Jürgen Köhler
Dramaturgie: Katrin Schmitz

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Schauspiel

Wie es euch gefällt

eine Liebeskomödie
über Gender, Sex und Queerness
nach William Shakespeare

Eine bunte Personage rund um den verbannten Herzog findet sich im Wald von Arden wieder, nachdem sein Bruder ihn vom Thron gestoßen hat. Auch die am Hof bislang geduldete Tochter Rosalinde fällt in die Missgunst des neuen Herrschers, so dass sie – als Mann verkleidet – mit ihrer Cousine Celia ebenfalls in den Wald flieht. Dort trifft Rosalinde nun ausgerechnet auf Orlando, in den sie sich bereits am Hofe verliebt hatte. Und auch sonst ist das Liebeschaos vorprogrammiert: Ein Schäfer wirbt um seine Angebetete, die von ihm aber nichts wissen will. Und der Melancholiker Jaques hatte der Liebe ganz abgeschworen, wäre da nicht der Wald, in dem sämtliche Lebens- und Liebesmodelle gedacht und gelebt werden können. Exil, Paradies, Experimentierfeld, Vexierspiel – Shakespeare greift in der 1599 verfassten Komödie wiederholt auf den Wald als magischen Ort zurück, der vorher Undenkbares möglich macht. Fernab der höfischen Konventionen und Gepflogenheiten stehen hier Identitäten, Geschlecht und Liebesmodelle zur Disposition und warten nur darauf, ausprobiert und erkundet zu werden.
Um den Fragen nach geschlechtlicher Orientierung und Sexualität nachzugehen, hat sich Regisseur und Ensemblemitglied Philipp Lux, der bereits DIE VERWANDLUNG an der Bürger:Bühne inszeniert hat, diesmal vorgenommen, mit Jugendlichen von 14 – 24 Jahren in Anlehnung an den Wald von Arden einen eigenen ‚Wald‘ zu entwerfen: Wann ist ein sogenannter Mann ein Mann? Kann ich gleichzeitig non-binär und lesbisch sein? Und wann genau kann ich mich mit dem Kürzel LGBTQIA+ identifizieren? Wo alles möglich wird, herrscht viel Verwirrung, aber vor allem Lebens- und Liebeslust!

Regie: Philipp Lux
Bühne: Sabrina Rox
Kostüme: Julia Scholz
Musik: Vredeber Albrecht
Licht: Maximilian Rothe
Dramaturgie: Sabrina Bohl, Lena Iversen, Svenja Käshammer

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Schauspiel

Ich werde nicht hassen (I shall not hate)

von Izzeldin Abuelaish

für die Bühne bearbeitet von Silvia Armbruster und Ernst Konarek

Er ist der erste palästinensische Arzt aus Gaza, der in einem Krankenhaus in Israel arbeitet. Izzeldin Abuelaish entschloss sich schon als Kind, mit Büchern für seine Rechte zu kämpfen – nicht mit Steinen. Er berichtet vom Alltag zwischen Israel und Gaza, vom Leben mit Checkpoints, von der Hoffnung auf Medizin, die genau wie Krankheit keine Grenzen kennt. Bei einem Anschlag werden drei seiner Kinder getötet. Aber Abuelaish lässt sich in die Spirale aus Hass und Gewalt nicht hineinziehen.

Regie: Fanny Staffa
Bühne und Kostüme: Barbara Schiffner
Dramaturgie: Kerstin Behrens

Dauer der Aufführung: ca. 1 Stunde und 10 Minuten. Keine Pause.

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Schauspiel

Eliza Effekt

von Jacqueline Reddington, Lüder Wilcke und Ensemble sowie einer künstlichen Intelligenz

Wir sind im Alltag, mal sichtbar, mal unsichtbar, bereits von ­sogenannten intelligenten Technologien umgeben, deren Weiterentwicklungen unser Leben in ­Zukunft immer stärker prägen werden. Das Phänomen des ‚Eliza Effekts‘ – benannt nach einem bereits 1966 von Joseph Weizenbaum vorgestellten Sprach-Bot mit Namen Eliza, der ein Therapiegespräch simulierte – bezeichnet in diesem Zusammenhang unsere Neigung, Maschinen beziehungsweise künstlichen Sprachsystemen menschliche Eigenschaften zuzuschreiben: vom empathischen Verständnis für uns und unsere Probleme bis hin zu eigenen Gefühlen. Die von einem Programmierer begleitete Stückentwicklung ELIZA EFFEKT, inszeniert von der jungen deutsch-amerikanischen Regisseurin Jacqueline Reddington, untersucht von dieser Beobachtung ausgehend unsere Beziehungen zu künstlichen Intelligenzen und befragt dabei mit Theatermitteln die Möglichkeiten, die intelligente Sprachsoftware bereits heute bietet.
Der Theaterabend ELIZA EFFEKT entsteht dabei maßgeblich durch den experimentellen Einsatz der auf künstlicher Intelligenz basierten Sprachsoftware GPT-3, die auf Grundlage riesiger Datenmengen menschliche Denk- und Argumentationsmuster reproduziert. Mit Humor und Tiefgang erforschen die drei Schauspieler*innen auf der Bühne des Kleinen Hauses 3 unsere Projektionen, Erwartungen und Träume in Bezug auf sogenannte intelligente Technologien und versuchen ganz nebenbei, spielerisch zu ergründen, wovon eigentlich künstliche Intelligenz selbst träumt – und wie sie uns Menschen dabei sieht.

Regie: Jacqueline Reddington
Bühne: Louis Panizza
Kostüme: Ji Hyung Nam
Machine Learning Artist: Niels Warncke
Licht: Andreas Rösler
Dramaturgie: Lüder Wilcke

Wir möchten Sie darauf aufmerksam machen, dass während der Vorstellung stroboskop-ähnliche Lichteffekte eingesetzt werden, die bei Epileptikern oder epilepsiegefährdeten Personen unter Umständen Anfälle auslösen können. Wir bitten Sie um Beachtung.

Dauer der Aufführung: 1 Stunde und 20 Minuten. Keine Pause.

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Schauspiel

Ein Mann will nach oben

nach dem Roman von Hans Fallada
für die Bühne bearbeitet von Sebastian Klink und Svenja Käshammer

Karl Siebrecht strebt eine Berliner Variante des amerikanischen Traums an: vom Gepäckträger zum Millionär. Der 16-jährige Waisenjunge reist in die Hauptstadt und fasst den Entschluss, die Gepäckbeförderung zu revolutionieren. Bei diesem Unterfangen begegnet er Betrügern und Ganoven, die ihm übel mitspielen, und findet treue Weggefährten, dank denen er Rückschläge übersteht. Als der Erfolg zum Greifen nahe scheint, zerstört der Erste Weltkrieg das bislang Erreichte. Zurück aus der Kriegsgefangenschaft, muss Karl Opfer bringen, um das Geschäft wieder anzukurbeln.
Dieses von Niederlagen und kleinen Fortschritten gezeichnete Leben Siebrechts steht beispielhaft für den Romanautor selbst. Hans Fallada kannte die Milieus, über die er schrieb: die kleinen Leute, die Arbeitslosen, Spieler und Trinker. Er kämpfte sich immer wieder nach oben, war arbeitsbesessen, ein liebevoller Familienvater und Landwirt, aber auch suchtkrank und depressiv.
Die Inszenierung von Sebastian Klink spürt den ‚Aufs und Abs‘ im Leben von Karl Siebrecht wie auch von Hans Fallada nach, stellt sie gegenüber und zeichnet fragmentarisch das Bild zweier Männer, die nie aufgehört haben, davon zu träumen, hinaufzukommen.

Regie: Sebastian Klink
Bühne und Kostüme: Gregor Sturm, Oliver Knick
Musik: Kriton Klingler-Ioannides
Video: Christian Rabending
Licht: Richard Porschatis
Dramaturgie: Svenja Käshammer

Dauer der Aufführung: ca. 3 Stunden. Eine Pause.

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Schauspiel

Android Ergo Sum

Im Jahre 30 nach der Singularität leben die Erdenbürger im Paradies. Es gibt keine Kriege mehr, die Ressourcen der Erde werden geschont, das Klima ist optimal. Niemand wird krank, und alle sind glücklich. Zu verdanken hat das die menschliche Gesellschaft nicht den eigenen Bemühungen, sondern der unfehlbaren MADI – der Multiplen Artifiziellen Dividuellen Intelligenz. Mit Hilfe von Millionen Nanobots werden Probleme und ­Gefahren einfach herausgerechnet. Doch während des letzten Uploads wird die Direktorin des Museums für antike Technologie ermordet. Da die Crime-Solve-Algorithmen der MADI ins Leere laufen, wird die menschliche Kommissarin Jeanne mit dem Fall betraut. Oh, mein Bot! Ist die Polizeiarbeit der Intelligenz von Androiden und den Ausflüchten von Nanobots gewachsen, oder verspielt Jeanne MADIs Glauben an die Nützlichkeit der Menschheit? Dlé rappen in die Zukunft. Mit Anleihen aus Hiphop, Crossover, Größenwahn und Beatbewusstsein.
Der Soundtrack zur Inszenierung WACK TO THE FUTURE erscheint am 6. Mai 2022 beim Label KREISMUSIK.

Regie / Bühne: Florian Hertweck
Bühne / Kostüme: Kathrin Krumbein
Musikalische Einstudierung: Malcolm Kemp, David Kosel
Video: Micki Fröhlich
Licht: Richard Porschatis
Dramaturgie: Kerstin Behrens

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Schauspiel

Watership Down - Unten am Fluss

nach dem Roman von Richard Adams
aus dem Englischen von Egon Strohm

Fiver konnte Gefahr spüren, etwas Schreckliches würde geschehen. Sein Bruder Hazel glaubte ihm, sie mussten fort. Mit ein paar Gefährten ­machen sich die Wildkaninchen auf den Weg, eine neue Heimat zu suchen. Sie müssen all ihren Mut aufbringen, um sich aus Schlingen zu befreien und despotischer Kaninchen zu erwehren. Den ungleichen Kampf zwischen Mensch und Tier – sie fechten ihn aus, wählen die wilde Natur anstelle eines behüteten Lebens im Gehege. WATERSHIP DOWN handelt von der Rebellion in einem Kaninchenbau und der Suche der Rebellen nach der besten aller Welten. Der Roman, mehrfach verfilmt, wurde zum Klassiker der animal fantasy und gilt mittlerweile als eine der großen literarischen Auseinandersetzungen mit dystopischen Gesellschaftssystemen im 20.  Jahrhundert.

Regie: Tom Kühnel
Bühne: Valentin Köhler
Kostüme: Ulrike Gutbrod
Musik: Anitha Kandasmy
Licht: Konrad Dietze
Dramaturgie: Kerstin Behrens

Dauer der Aufführung: ca. 2 Stunden. Keine Pause.

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Schauspiel

Ich fühl's nicht

nach der Graphic Novel von Liv Strömquist
aus dem Schwedischen von Katharina Erben

Verliebt, verlobt, verheiratet – diese Idee der Liebe steht heute Kopf. Männer warben, verzehrten sich, rutschten auf Knien. Heute werden keine Lieder vor Balkonen gesungen, keine Liebesbriefe geschrieben. Wieso? Und was machen eigentlich die Frauen?
In ihrer jüngsten Graphic Novel ICH FÜHL’S NICHT hinterfragt die Künstlerin Liv Strömquist mit viel Witz verliebte Verhaltensweisen im Zeitalter des Spätkapitalismus. Er möchte Sex, aber nichts Festes. Das nächste Date ist schließlich nur einen Wisch entfernt. Sie gibt sich gelassen. Die geheimen Wünsche, eine gemeinsame Wohnung, vielleicht ein Kind – sie werden mit Coolness überspielt. Die moderne Frau hat unabhängig zu sein; wenn es mit dem*der erhofften Partner*in nicht funktioniert, dann rede dir ein: Du hast etwas Besseres verdient.
‚Gegensätze ziehen sich an‘ – das war einmal; heute suchen wir mithilfe von Algorithmen nach dem ‚Perfect Match‘. Wie es soweit kommen konnte, analysiert Strömquist mithilfe von Thesen verschiedener Denker*innen sowie popkulturellen Bezügen: von Sokrates über Kierkegaard bis zu Beyoncé und Leonardo DiCaprios austauschbaren Bikini-Model-Freundinnen.
Die Regisseurin Katrin Plötner überführt die dramatische Struktur und den eigensinnigen Bild- und Sprachwitz der Graphic Novel in eine theatrale Phantasie. Zudem horcht sie in die Musikwelt, wie Lieder vom herzrasenden Verliebtsein, der wahren Liebe oder dem tiefsten Trennungsschmerz erzählen.
Ob wir sie noch fühlen können, die Liebe?

Regie: Katrin Plötner
Bühne: Bettina Pommer
Kostüme: Johanna Hlawica
Musik: Johannes Hofmann
Licht: Rolf Pazek
Dramaturgie: Svenja Käshammer

Dauer der Aufführung: 2 Stunden und 15 Minuten. Eine Pause.

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Schauspiel

Die Regression - Der Weg zurück

von Dennis Kelly
aus dem Englischen von John Birke

Selbstgebaute Sprengsätze fliegen in Universitäten, Forschungslabore brennen, Wissenschaftler und ihre Familien werden entführt und er­mordet. Die Wut der Demonstrant*innen richtet sich gegen alles, was Umwelt zerstört, politische und soziale Ungleichheit hervorgebracht und die Menschheit an den Rand des Abgrunds geführt hat. Eine neue Bewegung ist entstanden, und immer mehr Menschen schließen sich ihr an: Die Regression. Sie erklärt Nicht-Wissen zum Segen und richtet sich nicht nur gegen Fortschritt, Technologie und Wissenschaft, auch Sprache soll wieder einfach und verständlich werden.
Wann schlägt der Zweifel an wissenschaftlichen Erkenntnissen in radikale Ablehnung um? Wie wird aus ökologischem Bewusstsein und der Skepsis gegenüber technologischem Fortschritt gewaltbereiter Widerstand gegen ‚die Wissenschaft‘ und ‚die Eliten‘? Und wo soll das alles enden?
Was sich wie ein Kommentar zur Covid-19-Pandemie liest, ist kurz ­davor entstanden. Dennis Kelly, der seit 20 Jahren meistgespielte englische Dramatiker, hat eine Zukunftsvision entworfen, die sich über fünf Generationen erstreckt. Satirisch zugespitzt und gleichzeitig erschreckend real, bewegt sie sich entlang der Bruchlinien unserer gegenwärtigen Zivilisation – auf dem schmalen Grat zwischen Rationalität und Esoterik, zwischen berechtigtem Protest und Propaganda, zwischen Widerstand und Totalitarismus.

Regie: Lovis Fricke
Ausstattung: Hannah Rolland
Musik: Matthias Erhard
Licht: Jürgen Köhler
Dramaturgie: Christine Besier

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Schauspiel

Das Wasser

von Kathrin Röggla

„In dreißig Jahren, wenn wir den Landeanflug der Flugzeuge nicht mehr hören werden, wenn er schon lange gestrichen sein wird, und wenn die Abwesenheit der Verkehrsgeräusche mit der Ankunft unserer Enkel zusammenfallen wird oder etwas Ähnlichem wie Enkelkinder, werden wir etwas kennen. Denn etwas wird doch noch nachkommen, oder? Etwas wird geboren worden sein … Sei es, wie es sei, wir werden uns unterhalten haben, wir werden noch lange Luft zum Durchatmen gehabt haben. Wir werden etwas kommen gesehen haben“, vermutet die FRAU MIT ZUKUNFT in Kathrin Rögglas Stück über unseren Umgang mit dem Klimawandel. Bei ihren Recherchen für dieses Auftragswerk des Staatsschauspiels Dresden traf die Autorin Aktivist*innen, Öko-Initiativen, Unternehmer*innen und Umweltbeamte in unserer Stadt und im sächsischen Umland, wo Wasser als Mangelerscheinung und zerstörerische Flut in den letzten Jahrzehnten zum dringendsten ökologischen Problem geworden sind.
„Alles ist weit weg. Viel zu weit weg. Die Katastrophen, die sich vollziehen, sind immer woanders, auch wenn sie real vor unserer Haustür stattfinden. Noch immer werden sie Naturkatastrophen genannt. Auch unser Wissen darüber hält sich auf Abstand“, heißt es in Kathrin Rögglas Vorrede zum Stück, in dem scheiternde Kommunikation, Erzählungen von Unvorstellbarkeit, Ressortdenken und bürokratische Hürden als Handlungs­blockaden bei unseren ernst gemeinten Weltrettungsversuchen beschrieben werden.
Doch wie kann man der Gemengelage aus Alarmismus, leeren politischen Versprechungen, Ängsten und Verdrängung entkommen? Was ist die ­Bühne und wer das Publikum in der Klimadebatte? Wie kann sich Wissenschaft verständlich machen? Brauchen wir ein „Kurzzeitchina“ oder doch eher Basisdemokratie, um endlich ans große Ganze zu denken, obwohl wir das Gefühl haben, dass noch nicht mal das kommunale Überleben gesichert ist? Und wie soll man sich um die Zukunft kümmern, wenn einen die Probleme der Gegenwart schon auffressen?
Kathrin Röggla treibt in ihrem Text die Realität der Behörden, Apparate, Vollversammlungen und Pressekonferenzen immer wieder ins Komische und Groteske. Und sie greift auf den Mythos von Jona und dem Wal als Metapher für gegenwärtige Dürre- und Flutkatastrophen zurück. Wie in der biblischen Geschichte ist das Handeln der Figuren angesichts der fortschreitenden Umweltzerstörung gekennzeichnet von gegenseitigen Schuldzuweisungen, Größenwahn, Drohungen und verhallenden Warnungen.
Bleibt also nur die Hoffnung auf die nächste Generation?

Regie: Jan Gehler
Bühne: Sabrina Rox
Kostüme: Katja Strohschneider
Musik: Vredeber Albrecht
Licht: Olaf Rumberg
Dramaturgie: Uta Girod
Mit: Franziskus Claus, Moritz Dürr, Thomas Eisen, Christine Hoppe, Philipp Lux, Marlene Reiter, Sarah Schmidt

Dauer der Aufführung: ca. 1 Stunde und 45 Minuten. Keine Pause.

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Schauspiel

Der Nazi & der Friseur

von Edgar Hilsenrath

„Masel Tov!“ rufen die Hochzeitsgäste als der Friseur Itzig Finkelstein die dicke Mira küsst. Es ist ein guter Tag für das frischvermählte Paar im neugegründeten Staat Israel. Die Finkelsteins haben den Holocaust überlebt. Was Mira nicht weiß, was überhaupt niemand in der Welt wissen darf: Itzig Finkelstein trug im Konzentrationslager keine Sträflingskleidung. Er litt auch keinen Hunger. Er fror ein wenig, trotz SS-Uniform, aber die Winter in den polnischen Wäldern sind eisig. Er litt niemals Todesangst, bis die Partisanen die Lastwagen der SS-Truppen stellten und er auf der Flucht im Wald zu erfrieren und zu verhungern drohte. Denn Itzig Finkelstein ist in Wahrheit der Massenmörder Max Schulz. Ein kleiner Fisch, aber einer der besten. Äußerlich, trotz aller Reinrassigkeit, gestaltet wie die zu seiner Zeit gängige Karikatur eines Juden, kann er nach Kriegsende erstmals Profit aus seinem Aussehen schlagen. Mit einem Beutel voller Goldzähne und einer gestohlenen jüdischen Identität reist er nach Palästina aus und macht sich im Kampf um den „jüdischen Staat“ verdient. Eine große Tarnung für einen kleinen Fisch.
Eine groteske Geschichte, die vermag, mit Übertreibung und Zuspitzung näher an die Unvorstellbarkeiten des Realen heranzureichen, als es purer Realismus könnte. Edgar Hilsenrath, während des Jahreswechsels 2018/2019 verstorben, der selbst dem Holocaust nur knapp entkam und 1975 der Liebe zur deutschen Sprache wegen nach Deutschland zurückkehrte, gelang mit DER NAZI & DER FRISEUR ein blutiger Schelmenroman.

Regie: Monique Hamelmann
Bühne und Kostüme: Nadja Hensel
Licht: Olivia Walter
Dramaturgie: Janny Fuchs

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Schauspiel

Lehr_Kraft_Probe

von Tobias Rausch

Sie stehen mehrere Stunden am Stück. Durchschnittlich sind sie einem Lärmpegel zwischen 60 und 85 Dezibel ausgesetzt, der Lautstärke eines fahrenden Pkws. Sie müssen viel, manchmal ununterbrochen, reden. Ihre Augen wandern ständig umher, über zwanzig Kinder sollen sie gleichzeitig im Blick behalten. Ihre neuen Frisuren oder Outfits werden Gegenstand von Chats. Ihr Koffeinkonsum ist mit Besorgnis zu betrachten.
Jeder Mensch lernt sie in verschiedenen Ausformungen kennen: die sogenannten Lehrkörper. Wir lieben oder hassen sie, aber immer stehen sie im Mittelpunkt des Klassenzimmers und bieten eine Projektionsfläche für Schüler*innen und Eltern. Ob Vorwürfe, Erwartungen oder Ignoranz: das Lehrer*innendasein ist vielen Kräften ausgesetzt. Die meisten von uns hatten mindestens eine*n Lehrer*in, welche*r sie geprägt hat. Oft sind dies die Momente, die nicht im Lehrplan vorgesehen waren. Momente, in denen auch Lehrer*innen einfach Menschen sind. Die Spuren, die Schüler*innen bei ihnen hinterlassen – die erfreulichen und die frustrierenden –, sind uns dagegen größtenteils unbekannt.
In LEHR_KRAFT_PROBE erforschen ehemalige, jetzige und zukünftige Lehrer*innen einen der wichtigsten Berufe unserer Gesellschaft – und stellen jene Kräfte auf die Probe, denen sie täglich ausgesetzt sind. Sie ermöglichen einen Blick auf unser Bildungssystem, der manches in einem anderen Licht erscheinen lässt.

Text, Regie: Tobias Rausch
Bühne: Steffi Wurster
Kostüme: Cornelia Kahlert
Musik: Arystan Petzold
Dramaturgie: Lüder Wilcke
Recherche: Carolin Bornschein, Holger Ebelt, Inga Ihle, Flora Schleiermacher
Licht: Olivia Walter

Wir möchten Sie darauf aufmerksam machen, dass während der Vorstellung Stroboskopeffekte eingesetzt werden, die bei Epileptikern oder epilepsiegefährdeten Personen unter Umständen Anfälle auslösen können. Wir bitten Sie um Beachtung.

Dauer der Aufführung: 1 Stunde und 40 Minuten.
Keine Pause.

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Schauspiel

Leonce und Lena

nach Georg Büchner
in einer Fassung von Joanna Praml und Dorle Trachternach

„Mein Kopf ist ein leerer Tanzsaal.“ – Prinz Leonce hat alles und doch nichts. Des für ihn angedachten Lebens überdrüssig, schleppt er sich ohne Ziel und Motivation durch die Tage. Erst wegen der von seinem Vater arrangierten Heirat beschließt er, seinem Schicksal zu entfliehen, nur um ihm direkt wieder zu begegnen: Prinzessin Lena, in die er sich auf seiner Reise – auf Gegenseitigkeit beruhend – verliebt, entpuppt sich als die für ihn vorgesehene Gattin.
Zwischen romantischem Märchen, Satire und vielerlei Anleihen und Bezügen auf andere Genres angesiedelt, verschließt sich Georg Büchners Lustspiel aus dem Jahr 1836 einer eindeutigen Interpretation und lässt das Drama bisweilen als rätselhaft gelten. Grund genug, dass es zehn Jugendliche zusammen mit Joanna Praml wagen, sich mit den auch im Originalstück vorkommenden Themen wie Melancholie, erstem Verliebtsein und dem Suchen nach dem eigenen Platz in einer vorgeschriebenen Gesellschaftsstruktur auseinanderzusetzen. Bestimmt von der Pandemie und in eine verwirrende Isolation gedrängt, bekommen diese Lebensaspekte eine ganz besondere Bedeutung. Die Sehnsucht nach echten Begegnungen und die Unsicherheit, welchen Impulsen man denn nun folgen darf oder soll, wirft einige Fragen auf: Was wird von einem jungen Menschen erwartet? Was bedeutet Freiheit, und wie weit reicht sie wirklich? Welche Wünsche und Hoffnungen, Ängste und Bedenken existieren unabhängig der „Systemrelevanz“, und ist es möglich, im Leben die Stop-Taste zu drücken?

Regie und Text: Joanna Praml
Text: Dorle Trachternach
Bühne und Kostüme: Inga Timm
Musik: Hajo Wiesemann
Licht: Olaf Rumberg
Dramaturgie: Sabrina Bohl, Auguste Sandner

Dauer der Aufführung: 1 Stunde und 45 Minuten. Keine Pause.

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1 Schauspiel

Die Laborantin

von Ella Road
aus dem Englischen von John Birke

Bea, Laborantin in einer großen Klinik, arbeitet in einer Wachstumsbranche: Seit kurzem erteilt ein einfacher Bluttest Auskunft über Erbkrankheiten, Gendefekte, die Wahrscheinlichkeit psychischer und körperlicher Erkrankungen und errechnet für die komplizierten Ergebnisse einen Gesamtwert auf einer Skala von eins bis zehn. Was als Fortschritt für die individuelle Gesundheitsvorsorge gedacht ist, wirkt sich schnell auf alle Lebensbereiche aus: Der Traumjob, ein Date, der Kredit fürs Eigenheim, nichts geht mehr ohne ein gutes Rating – und wäre es nicht am humansten, Menschen mit schlechten Erbanlagen pflanzten sich gar nicht erst fort?
Bea scheint mit ihrem Freund Aaron das große Los gezogen zu haben, denn schließlich ermöglicht ihm sein Rating die Juristenkarriere. Die Familienplanung kann in Angriff genommen werden.
Als Beas Freundin Char nur auf 2,2 getestet wird, entdeckt Bea einen lukrativen Nebenerwerb: Wenn eine simple Zahl über die eigene Zukunft entscheidet, ist ein gefälschter Test bares Geld wert. Ihr Job ist nun nicht nur krisensicher, sondern auch gewinnbringend. Endlich können sich Aaron und sie die große Wohnung leisten; ihre Kinder werden es gut haben. Doch je länger Aaron das Thema Elternschaft hinauszögert, umso größer werden Beas Zweifel an der Richtigkeit ihrer Handlungen, und ihr einst so glänzender Plan für ein erfülltes Leben verkümmert zu einem inhaltlosen Konstrukt.
Ella Road ist Schauspielerin und Autorin schreibt für das Hampstead Theatre und The Almeida, London. DIE LABORANTIN wurde für eine Verfilmung optioniert. Derzeit arbeitet Ella Road an einer Fernsehserie.

Regie: Adrian Figueroa
Bühne: Irina Schicketanz
Kostüme: Malena Modéer
Musik: Miguel Toro
Video: Victor Morales
Licht: Olivia Walter
Dramaturgie: Kerstin Behrens

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Schauspiel

Liebe ohne Leiden

Ein musikalisches Hochzeitsdrama

Tausend Mal berührt, tausend Mal ist nichts passiert, aber nach tausend und einer Nacht, hat es dann doch mal zoom gemacht. Und für immer ab jetzt, Seite an Seite, geht es über sieben Brücken in die hell scheinende Zukunft, bis ans Ende der Welt! Schließlich gehört er zu mir, wie mein Name an der Tür, und Liebe ist alles, nur mit dir. Eins und eins, das macht zwei. Und das ist dann schon fast ein Bataillon d’amour – can you feel the love tonight?
Wenn die große Liebe auf den ‚schönsten Tag des Lebens‘ zusteuert, ist die Katastrophe meist schon nah. Jahrelang gehegte Sehnsüchte brechen hervor und kollidieren mit der Tyrannei eines detailreich geplanten Familienfestes. Während das Brautpaar große Erwartungen eines gelingenden Lebens an Ringe, Kleid und Ja-Wort hängt, wären manche Gäste einfach froh, wenn die Hälfte der festlichen Rituale über Bord ginge oder es wenigstens etwas Vegetarisches zu essen gäbe. Wenn der Pfarrer dann noch von guten und schlechten Zeiten spricht und sogar den Tod ins Spiel bringt, bleibt nur zu hoffen, dass das Schicksal oder zumindest der Oberkellner an der Uhr rüttelt und die Zeit nochmal zurückdreht.
Eine Hochzeit ohne Musik ist genauso undenkbar wie eine Beerdigung ohne Leiche. Ob klassisches Streichquartett, schicke Big Band, trauriger Alleinunterhalter am Keyboard oder DJ-Kumpel am Plattenteller, Musik muss sein. Ein Abend zwischen Tiefpunkten und Hochzeiten – Hallelujah!

Regie: Nicolai Sykosch
Bühne: Stephan Prattes
Kostüme: Agathe MacQueen
Musik: Andreas Dziuk
Musikalische Einstudierung: Thomas Mahn
Licht: Olaf Rumberg
Dramaturgie: Katrin Schmitz

Dauer der Aufführung: 2 Stunden. Eine Pause.

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Schauspiel

Anschluss

von Jaroslav Rudiš

„Wer kommt schon freiwillig hierher? Ein Luftkurort ohne frische Luft
ist kein Luftkurort. Ein Gasthaus ohne Gäste ist kein Gasthaus.
Ein Bahnhof ohne Anschluss ist ein Friedhof.“

Zwischen bröckelndem Putz und modriger Luft eines einst mondänen Luftkurortes an der sächsisch-böhmischen Grenze herrscht Stille, die Signallampen bleiben dunkel, der letzte Zug ist vor Jahren ins Tal gerollt. Im Bahnhofsgasthaus auf dem Teufelsberg treffen sich die Übrig-Gebliebenen und Aus-der-Zeit-Gefallenen der letzten Jahrhunderte, seit Wochen regnet es, und außer ein paar Wildschweinen ist schon länger niemand mehr zu Besuch gekommen. Doch große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Eine historische Konferenz soll genau hier stattfinden: Aus Sachsen und Böhmen wird endlich wieder ein Land werden. Während die Gäste und mit ihnen eine goldene Zukunft erwartet wird, versinken die Bewohner des Teufelsberges immer mehr in ihrer Vergangenheit.
Jaroslav Rudiš zählt zu den bedeutendsten zeitgenössischen Autoren Tschechiens. In seinen Romanen, Hörspielen und Essays beschäftigt er sich regelmäßig mit der historischen Entstehung von Grenzorten, den Erfahrungen von Menschen, die dort leben, und der Sehnsucht nach Sicherheit und Identität, die mit klaren Grenzen oftmals Hand in Hand zu gehen scheint. Nach der Eröffnung der Spielzeit 2017/2018 mit der Bühnenadaption seines Romans NATIONALSTRASSE im Kleinen Haus ist ANSCHLUSS sein erstes Auftragswerk für das Staatsschauspiel Dresden.

Regie: Alexander Riemenschneider
Bühne: David Hohmann
Kostüme: Lili Wanner
Musik: Tobias Vethake
Licht: Rolf Pazek
Dramaturgie: Katrin Schmitz

Dauer der Aufführung: ca. 1 Stunde und 45 Minuten. Keine Pause.

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Lesung

Warum ich nicht im Netz bin / ЧОМУ МЕНЕ НЕМАЄ В СОЦІАЛЬНИХ МЕРЕЖАХ

ein deutsch-ukrainischer Abend mit Musik und Texten von Serhij Zhadan
німецько-український вечір з l

Mit „Gedichte und Prosa aus dem Krieg“ ist der 2016 erschienene Band „Warum ich nicht im Netz bin“ des 2022 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandel ausgezeichneten ukrainischen Autors Serhij Zhadan (*1974) untertitelt. Darin beschreibt er ausgehend vom seit 2014 andauernden Krieg im Donbass Gefühle der Ohnmacht und Angst ebenso wie Hoffnungen und Illusionen. Er sucht nach einer Sprache für den Klang des Krieges und lauscht den Veränderungen, denen die Worte unterworfen werden. Und er unterschlägt nicht die Vielstimmigkeit der Menschen, deren Zusammentreffen oft zu Lärm, aber manchmal auch zu Musik führt.

In einem zweisprachigen, musikalischen Abend begegnen sich die ukrainische Jazz-Sängerin Kateryna Kravchenko und die deutsche Schauspielerin Anna-Katharina Muck. Gemeinsam lesen sie Gedichte und Prosa von Serhij Zhadan, musizieren und singen.

Szenische Einrichtung / Постановка: Felicia Daniel
Musikalische Leitung / Музичне керівництво: Kateryna Kravchenko
Ausstattung / Обладнання: Jenny Barthold
Dramaturgie / Драматургія: Katrin Schmitz

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Gespräch

Montagscafé

Eine offene Gesellschaft braucht Freunde! Das Montagscafé ist ein interkultureller Treffpunkt und Forum des Austauschs für alle Bürger*innen aus der Stadt und der Region. Wir beschäftigen uns mit Migration und Kultur nicht nur theoretisch, sondern leben sie. Popkultur, Subkultur, Esskultur, Filmkultur, Tanz, Theater, Comic – unsere Kultur lebt von Wanderungsprozessen und das Montagscafé ist mitten drin.
Um 15.00 Uhr bieten wir ein Frauencafé mit Kinderbetreuung und von 17.00 bis 22.00 Uhr das Offene Café, in dem wöchentlich wechselnde Abendveranstaltungen stattfinden. Unter dem Titel OUR STORIES 2021 legen wir einen Schwerpunkt auf eine Workshop- und Veranstaltungsreihe, in der wir unsere Wanderungsgeschichten künstlerisch und diskursiv erkunden und dazu verschiedene Künstler*innen und Expert*innen einladen. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen des Montagscafés ist frei – Yalla!

Wir sind am besten zu erreichen unter 03 51.49 13-617 oder per Mail unter montagscafe@staatsschauspiel-dresden.de sowie auf Facebook www.facebook.com/montagscafedresden

5. September: Augustusbrücke und Schlossplatz

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Aufführung

Schlager im Schwitzkasten

ein Videoschnipselvortrag von Jürgen Kuttner

Seit einem Vierteljahrhundert erklärt der Regisseur und Radiomoderator Jürgen Kuttner anhand von Videoschnipseln die Welt. Jeder Videoschnipselabend ist anders und unberechenbar, denn jeder Abend hat ein eigenes Motto, eine eigene These. So lehrreich, bizarr oder unterhaltsam diese Schnipsel auch sind, ihre wahre Wirkung entfalten sie erst in der Kommentierung durch Kuttner.

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Schauspiel

Der Einschnitt (L’ablation)

von Tahar Ben Jelloun

Deutsch von Christiane Kayser
für die Bühne bearbeitet von Eric Jacob unter Mitarbeit von René Rothe
Ensemble La Vie e. V., München und René Rothe Management in Kooperation mit dem Staatsschauspiel Dresden

Eines der letzten Tabus wird gebrochen und doch handelt es von etwas erschreckend Alltäglichem. Obwohl es fast jeden zweiten Mann über 60 trifft, wird kaum über Prostatakrebs gesprochen. Schonungslos und dabei doch lyrisch, intim und zugleich überpersonell, wird über Demütigungen, Entscheidungen und Abschieden sowie „Entmännlichung“ gesprochen und zugleich werden die Ängste und Schrecken geschildert, die mit solch einer Krebserkrankung und seiner Behandlung verbunden sind. Die Story, eine autobiografische Geschichte, ist eine Provokation. Ein Plädoyer für das Leben und die Liebe.
Der Ich-Erzähler, ein Mitte 50-jähriger Mathematiker, früh verwitwet und ein Frauenliebhaber, entscheidet sich nach der Krebsdiagnose aus Angst vor Metastasen und dem damit verbundenen Leiden für die vollständige Entfernung seiner Prostata. Sein Arzt und Freund klärt ihn über die Folgen auf, dennoch trifft ihn die Realität hart: unkontrollierter Harnfluss in den ersten Monaten nach der OP, keinerlei Gefühl in seinem besten Stück. Er fühlt sich entmannt und allein, fällt in eine Depression. Ist ein Leben ohne Sexualität überhaupt noch lebenswert?
Der Autor Tahar Ben Jelloun, ebenfalls an Prostatakrebs erkrankt, vermischt in dieser Geschichte die Erfahrungen eines Freundes mit seinen eigenen. „Ich weiß nicht mehr, was von ihm ist und was von mir ... Ich habe die Panik, die Angst, die Einsamkeit selbst erlebt ... Ich verstecke mich in der Fiktion“, sagte Ben Jelloun in einem Interview.
Tahar Ben Jelloun wurde 1944 in Fès (Marokko) geboren und lebt in Paris. Er gilt als bedeutendster Vertreter der französischen Literatur des Maghreb. 1987 wurde er für den Roman DIE NACHT DER UNSCHULD mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet. 2004 erhielt er für den Roman DAS SCHWEIGEN DES LICHTS den IMPAC-Literaturpreis, einen der renommiertesten Preise für englischsprachigen Literatur bzw. entsprechender Übersetzungen.

Regie: René Rothe
Dramaturgie und Ausstattung: Eric Jacob
Mit: Moritz Dürr

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Performance

Blind Date

ein Überraschungsformat der Bürger:Bühne

Im November starten wir mit unserem neuen Überraschungsformat BLIND DATE! Viermal in der Spielzeit führen wir das Publikum an geheime, unbekannte Orte. Dort wird es Menschen und Expert*innen treffen, die eine neue Sicht auf die Welt oder Einblick in unvertraute Wirklichkeiten geben. Es wird also geheimnisvoll! Die Dates werden arrangiert durch die Theatermacherin Katja Heiser, die viele schon als Leiterin von B:Clubs oder von der Dresdner Performancegruppe missingdots kennen.

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Tanz

Frei.Drehen

ein Tanzprojekt der Bürger:Bühne ab 100 bpm
von Birgit Freitag

Die Tanzfläche ist Markt und Archiv zugleich. Hier treffen und tauschen sich Blicke, Bewegungen, Sehnsüchte und Körper aus, während Emotionen und Erinnerungen abgespeichert und gleichzeitig ausgedrückt werden können. Kulturgeschichte, Trends und Musikbewegungen gehen hier Hand in Hand. Zu den vielen Entbehrungen des letzten Jahres gehörte das Fehlen von öffentlicher Bewegung, von Tanz – egal ob in Form von Ballett, in Clubs oder Tanzschulen. Entgrenzung, Freiheit, maximale Kontrolle, technische Perfektion, Trance – wir wollen endlich wieder tanzen! Dresdner*innen werden von ihren Erfahrungen und ihren Geschichten mit und durch den Tanz berichten und ihre eigenen Bewegungsmuster zur Disposition stellen: vom Letkiss über Lindy Hop zu Gardetanz, von modern über Ballett hin zu Rave-Exzessen. Wie sehen Bewegungen auf der Tanzfläche in oder nach der Pandemie aus? Gibt es trotz eingeübter Schritte, Figuren oder ureigener Tanzabfolgen einen Beat, einen gemeinsamen Puls, der uns zusammen freidrehen lässt?
Choreografin Birgit Freitag, Expertin im Umgang mit nicht-professionellen Tänzer*innen, verwandelt das Kleine Haus 3 in eine bebende Tanzfläche mit einem intergenerationellen Ensemble, das kulturgeschichtlich wie individuell Bewegungen und Geschichten jenseits des Ruhepulses von 90 bpm untersuchen und austauschen wird.

Choreografie / Regie: Birgit Freitag
Bühne und Kostüme: Lea Dietrich
Musik: Johannes Till
Licht: Andreas Rösler
Text und Dramaturgie: Sabrina Bohl

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Party

Silvester-Party

Tanzen Sie mit uns ins neue Jahr!

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Schauspiel

Videoschnipselvorträge von Jürgen Kuttner

Seit einem Vierteljahrhundert erklärt der Regisseur und Radiomoderator Jürgen Kuttner anhand von Videoschnipseln die Welt. Jeder Videoschnipselabend ist anders und unberechenbar, denn jeder Abend hat ein eigenes Motto, eine eigene These. So lehrreich, bizarr oder unterhaltsam diese Schnipsel auch sind, ihre wahre Wirkung entfalten sie erst in der Kommentierung durch Kuttner.

Mit: Jürgen Kuttner

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Kleines Haus Dresden

Staatsschauspiel Dresden

Kassen- und Servicezentrum im Schauspielhaus
Theaterstraße 2, D-01067 Dresden
Mo bis Fr 10.00–18.30 Uhr, Sa 10.00–14.00 Uhr

Vorverkaufskasse im Kleinen Haus
Glacisstraße 28, D-01099 Dresden
Mo bis Fr 14.00–18.30 Uhr

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Aufführungen / Oper Semperoper Dresden Dresden, Theaterplatz 2
Aufführungen / Theater Staatsschauspiel Dresden Dresden, Theaterstraße 2
Aufführungen / Theater Landesbühnen Sachsen Radebeul, Meißner Straße 152
Aufführungen / Theater 1001 Märchen und Geschichten Dresden, Körnerplatz 3
Aufführungen / Theater Dresdner FriedrichstaTT Palast Dresden, Wettiner Platz 10
Ausstellungen / Museum Staatl. Kunstsammlungen Dresden Dresden, Taschenberg 2
Ereignisse / Aufführung HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden, Karl-Liebknecht-Str. 56
Ereignisse / Tanz Dresden Frankfurt Dance Company Dresden / Frankfurt
Aufführungen / Kabarett Die Herkuleskeule Dresden Dresden, Schloßstraße 2
Aufführungen / Theater Societaetstheater Dresden Dresden, An der Dreikönigskirche 1a
Aufführungen / Theater Theaterkahn Dresdner Brettl Dresden, Terrassenufer an der Augustusbrücke
Aufführungen / Theater Projekttheater Dresden Dresden, Louisenstr. 47
Aufführungen / Theater Kleines Welt Theater im Sonnenhof Radebeul Radebeul, Altkötzschenbroda Nr. 26
Aufführungen / Kabarett Comedie Royale
Di, 6.12.2022, 20:00 Uhr
Aufführungen / Kabarett Comedie Royale
Do, 8.12.2022, 20:00 Uhr
Aufführungen / Musiktheater Comedie Royale
Sa, 10.12.2022, 20:00 Uhr
Aufführungen / Kabarett Comedie Royale
Mi, 14.12.2022, 20:00 Uhr
Aufführungen / Kabarett Comedie Royale
Do, 15.12.2022, 20:00 Uhr
Aufführungen / Kabarett Comedie Royale
Fr, 16.12.2022, 20:00 Uhr
Aufführungen / Kabarett Comedie Royale
Sa, 17.12.2022, 20:00 Uhr
Aufführungen / Tanz TENZA-Schmiede Dresden Dresden, Pfotenhauer Str. 59
Aufführungen / Theater die bühne Dresden, Teplitzer Straße 26
Aufführungen / Theater Dresdner Comedy & Theater Club Dresden, Hauptstr. 13
Aufführungen / Operette Staatsoperette Dresden Dresden, Kraftwerk Mitte 1
Aufführungen / Theater Boulevardtheater Dresden Dresden, Maternistr. 17
Aufführungen / Theater Eclectic Theatre e.V. Dresden, Tieckstr. 11
Aufführungen / Kabarett Breschke & Schuch Dresden, Wettiner Platz 10
Aufführungen / Theater TheaterRuine St. Pauli e.V. Dresden, Königsbrücker Platz
Aufführungen / Theater Hoppes Hoftheater Dresden Dresden, Hauptstraße 35
Aufführungen / Theater Comödie Dresden Dresden, Freiberger Str. 39
Aufführungen / Konzert Kulturbahnhof Radeburg Radeburg, Bahnhofstr.5

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