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Das Museum der Wartburg

Die Geschichte der Wartburgsammlung umfasst rund zwei Jahrhunderte. Ihre Anfänge wurzeln in der romantischen Wiederentdeckung deutscher Kultur- und Geistesgeschichte, im Besinnen auf das deutsche Mittelalter.

Einen Anstoß zur Nutzung der Burg als Museum gab schon Goethe, indem er 1815 vorschlug, mittelalterliche Zeugnisse aus dem Schloß Blankenhain auszustellen.

In Erinnerung des musealen Gedankens des großen Dichters legten letztlich die Großfürstin Maria Pawlowna und ihr Sohn Carl Alexander, der spätere Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach, den Grundstock für eine europäisch geprägte Kunstkammer. Die Sammlungsschwerpunkte orientieren sich bis heute an den wichtigen Epochen der Wartburggeschichte, dem Hoch- und Spätmittelalter, der frühen Neuzeit und dem 19. Jahrhundert.

Schätze aus mittelalterlicher Zeit, wie ein gotisches Aquamanile oder ein reich geschmücktes Reliquienkästchen erwarten den Besucher ebenso wie der einzigartige Dürerschrank, weltberühmte Werke Lucas Cranachs d. Ä. oder die Bestecksammlung des Freiherrn Gottfried von und zu Egloffstein. Mögen die exemplarisch genannten Stücke die Neugier auf eine erlesene Sammlung wecken, die mit weiteren Überraschungen aufwartet.

Das Museum der Wartburg befindet sich vor allem in den Räumen der Neuen Kemenate und der Dirnitz. Von dort gelangt der Besucher über einen mittelalterlichen Wehrgang in die Vogtei, in der die Lutherstube zu besichtigen ist.

Aktuelle Sonderausstellung

Musik, die ans Gebet grenzt …“ - Elisabeth und die Wartburg bei Liszt

Do, 5.5.2011 - Sa, 31.3.2012 | Sonderausstellung

Zum 200. Geburtstag 2011 ehrt Thüringen seinen berühmtesten Weimarer Hofkapellmeister – doch was hat Franz Liszt mit der Wartburg zu tun? Eine berechtigte Frage, auf die unsere diesjährige Sonderausstellung gleich mehrere überraschende Antworten präsentiert!

Denn gerade auch Franz Liszt verfolgte interessiert die schöpferischen Jahre der Wiederherstellung der Wartburg unter Großherzog Carl Alexander. Inspiriert von den berühmten Fresken Moritz von Schwinds in der Elisabeth-Galerie, ist das Oratorium „Die Legende von der heiligen Elisabeth“ nicht zuletzt Ausdruck tiefer Empfindungen des Komponisten, der sich besonders mit der Heiligen der Wartburg verbunden fühlte. Die Aufführung des Werkes 1867 unter seiner Leitung war glanzvoller Höhepunkt der Feier zum achthundertjährigen Jubiläum der Wartburg im fertig gestellten Festsaal.

Mit diesen intensiven, bisher kaum wahrgenommenen Beziehungen des Klaviervirtuosen und Komponisten Franz Liszt zur Wartburg beschäftigt sich die Sonderausstellung „Musik, die ans Gebet grenzt…“ - Elisabeth und die Wartburg bei Liszt.

Zu sehen ist die die Ausstellung im Rahmen des Museumsrundganges vom 5. Mai 2011 bis 31. März 2012
Ergänzt wird die Ausstellung durch ein umfangreiches Konzertangebot.

www.liszt-2011.de

Wartburg-Stiftung

Auf der Wartburg 1
D-99817 Eisenach

Telefon: +49 (0)36 91/25 00
Fax: +49 (0)36 91/20 33 42
E-Mail: info@wartburg.de

Öffnungszeiten:

März bis Oktober
Führungen: 8:30-17:00 Uhr
Schließung des Burgtores: 20:00 Uhr

November bis Februar:
Führungen: 9:00-15:30 Uhr
Schließung des Burgtores: 17:00 Uhr

Am 24.12. letzte Führung 11:00 Uhr
Am 31.12. letzte Führung 14.00 Uhr