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Das Museum der Wartburg

Die Geschichte der Wartburgsammlung umfasst rund zwei Jahrhunderte. Ihre Anfänge wurzeln in der romantischen Wiederentdeckung deutscher Kultur- und Geistesgeschichte, im Besinnen auf das deutsche Mittelalter.

Einen Anstoß zur Nutzung der Burg als Museum gab schon Goethe, indem er 1815 vorschlug, mittelalterliche Zeugnisse aus dem Schloß Blankenhain auszustellen.

In Erinnerung des musealen Gedankens des großen Dichters legten letztlich die Großfürstin Maria Pawlowna und ihr Sohn Carl Alexander, der spätere Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach, den Grundstock für eine europäisch geprägte Kunstkammer. Die Sammlungsschwerpunkte orientieren sich bis heute an den wichtigen Epochen der Wartburggeschichte, dem Hoch- und Spätmittelalter, der frühen Neuzeit und dem 19. Jahrhundert.

Schätze aus mittelalterlicher Zeit, wie ein gotisches Aquamanile oder ein reich geschmücktes Reliquienkästchen erwarten den Besucher ebenso wie der einzigartige Dürerschrank, weltberühmte Werke Lucas Cranachs d. Ä. oder die Bestecksammlung des Freiherrn Gottfried von und zu Egloffstein. Mögen die exemplarisch genannten Stücke die Neugier auf eine erlesene Sammlung wecken, die mit weiteren Überraschungen aufwartet.

Das Museum der Wartburg befindet sich vor allem in den Räumen der Neuen Kemenate und der Dirnitz. Von dort gelangt der Besucher über einen mittelalterlichen Wehrgang in die Vogtei, in der die Lutherstube zu besichtigen ist.


Die Sammlung der Wartburg ist 2017 nicht zu sehen. Bis zum 5. November war die Nationale Sonderausstellung „Luther und die Deutschen“ für Besucher zu sehen. Im Anschluss wird die Dauerausstellung neu gestaltet und präsentiert die Sammlung der Wartburg ab 2018 wieder dem Besucher.

Die Kunstsammlung der Wartburg

GOETHES MUSEALER GEDANKE

Der 1815 formulierte Plan, das Baudenkmal auch mit sakralen Schnitzwerken „auszuzieren“, geht auf Johann Wolfgang von Goethe zurück, kam jedoch nicht zustande. Erst seit Beginn der baulichen Erneuerung und mit dem Ziel, das Denkmal nun auch würdig auszustatten, entfaltete sich eine rege Sammeltätigkeit.

Eine europäisch geprägte Kunstkammer

In Erinnerung an Goethes musealen Ge­danken legten die Groß­fürstin Maria Pawlowna und ihr Sohn Carl Alexander von Sachsen-­Weimar-­Eisenach den Grund­stock für eine europäisch geprägte Kunst­kammer, deren Sammlungs­schwer­punkte sich bis heute an den wichtigsten historischen und architektur­ge­schichtlichen Epochen der Wartburg orientieren. Mit Glanzl­ichtern aus der Wartburg-­Sammlung, die heute insgesamt etwa 9.000 Objekte umfasst, illustriert der Gang durch das Museum die Geschichte der Wartburg auf eindrucks­volle Weise.

Lucas Cranach d.Ä.

DIE GEMÄLDE IN DER KUNSTSAMMLUNG DER WARTBURG

Die Wartburg-Stiftung ist im Besitz von wertvollen Gemälden des Malers Lucas Cranach d.Ä.
Diesen Schatz verdankt sie einem Urahn der erfolgreichen Künstlerfamilie, der seit dem Jahre 1894 die Stelle als Burg­haupt­mann auf der Wartburg innehatte.

Hans Lucas von Cranach (1855-1929)
Hans Lucas von Cranach (1855-1929) hatte durch Protektion des Großherzogs Carl Alexander dieses Amt übernommen und stellte sich als würdiger, engagierter und zuverlässiger Nachfolger der Arnswald-Ära heraus. Im Jahre 1926 schloß Hans Lucas von Cranach mit der Wartburg-Stiftung einen Erbvertrag, wonach der Wartburg eine große Anzahl von Kunstwerken aus seinem Besitz zufiel, darunter Originalbilder seines berühmten Vorfahren; für zahlreiche Bilder erhielt die Stiftung das Vorkaufsrecht. Mit seinem Vermächtnis sicherte der Oberburghauptmann den Verbleib unschätzbarer Kunstwerke auf der Burg.

Wartburg

Stiftung

Auf der Wartburg 1
D 99817 Eisenach

Telefon: +49 (0)36 91/25 00
Fax: +49 (0)36 91/20 33 42
E-Mail: info@wartburg.de

Öffnungszeiten:

APRIL BIS OKTOBER:
Führungen: täglich 8:30-17:00 Uhr
Führung in englischer Sprache: täglich 13:30 Uhr
letzter Einlass Museum und Lutherstube: täglich 17:30 Uhr
Besichtigung der Außenanlagen: bis 20:00 Uhr

NOVEMBER BIS MÄRZ:
Führungen: täglich 9:00-15:30 Uhr
Führung in englischer Sprache: täglich 13:30 Uhr
letzter Einlass Museum und Lutherstube: täglich 16:00 Uhr
Besichtigung der Außenanlagen: bis 17:00 Uhr


Eine Besichtigung des Hauptgebäudes (Palas) ist nur mit einer Führung möglich. Die Führung dauert etwa eine Stunde, daran schließt sich Ihr individueller Rundgang durch das Museum an. Die Führungen finden in deutscher Sprache statt. Wir halten aber Informationsmaterial in 18 Sprachen für Sie bereit!

Am 24.12. letzte Führung 11:00 Uhr
Am 31.12. letzte Führung 14.00 Uhr