BOCKENHEIMER DEPOT

Spielstätte der Oper Frankfurt, des Schauspiel Frankfurt und der Forsythe Company.

Eine der schönsten Locations in Frankfurts bester Lage.
Das über 100 Jahre alte Bockenheimer Depot besticht schon alleine durch seine beeindruckende Architektur.

Kernstück des Depots ist die dreischiffige Halle aus unverputztem gelbem Ziegelmauerwerk mit roten Gesimsen und Zierbändern. Die Giebelseite ist durch vier Pfeiler und einem gemauerten Bogen mit einem halbrunden Fenster gegliedert. Bemerkenswert ist die hölzerne Dachkonstruktion aus halbkreisförmigen Bogenbindern, die auf den französischen Renaissance-Baumeister Philibert Delorme zurückgeht und in dieser Form nur noch in wenigen erhaltenen Bauten vorkommt.

Aufführungen

Music for 18 musicians

Steve Reich *1936

Premiere: 25. Dezember 2017, Bockenheimer Depot

Der amerikanische Komponist Steve Reich gilt als einer der Pioniere der Minimal Music. Die zwischen 1974 und 1976 entstandene Komposition Music for 18 Musicians zählt zu den Schlüsselwerken in seinem Œuvre. Ein Mikrokosmos aus rhythmischen Klängen und repetitiven Mustern, der das Phänomen der Wiederholung und Veränderung auslotet und in seinem kontinuierlich an- und abschwellenden Gestus einen faszinierender Sog auslöst, in den einzutauchen dem Publikum ebenso freisteht wie das genaue Dechiffrieren der technischen Konstruktion: Elf Sektionen sind durch jeweils einen eigenen Akkord grundiert, aus dem das Material für die Instrumentalisten und vier Sängerinnen gewonnen wird. In ihrem Umfang einer Kammersinfonie gleich, kommt Music for 18 Musicians dabei ohne einen Dirigenten aus – eine Aufführungspraxis, zu der sich Steve Reich sowohl von der westafrikanischen Musik als auch von indonesischen Gamelan-Trommlern inspirieren lies. Die Uraufführung von Music for 18 Musicians 1976 in New York mit seinem eigenen Ensemble "Steve Reich and Musicians" machte Steve Reich einem breiteren Publikum bekannt. Erst zwanzig Jahre später fand die Komposition ihren Weg nach Europa, nach Frankfurt am Main, wo das Ensemble Modern das Werk einstudierte. Ein Vorhaben, das ohne die enge Zusammenarbeit mit dem Komponisten nicht zu realisieren gewesen wäre. Denn Reich hatte für seine Musicians keine Partitur ausformuliert, auch lagen die Stimmen nur in einer Art privater Kurzschrift vor. Eine Partitur und ausgeschriebene Stimmen entstanden, und überdies eine bis heute anhaltende Künstlerbeziehung zwischen Steve Reich und dem Ensemble Modern sowie zahlreiche gemeinsame Konzerte in der ganzen Welt.

Ensemble Modern
Synergy Vocals

Ort:

Bockenheimer Depot

Termine:

Mo, 25.12.2017, 18:00 | Premiere |
Di, 26.12.2017, 18:00 |

The Cave

Steve Reich *1936 | Beryl Korot *1945
Multimediales Oratorium in drei Teilen (1990-1993)

Die Höhle Machpela, auch Höhle der Patriarchen, in Hebron ist Ruhestätte des Erzvaters Abraham und seiner Nachkommen. Sowohl für Juden als auch für Muslime hat die Stätte eine enorme religiöse Bedeutung, führen doch beide ihre Abstammung auf Abraham zurück. Die dokumentarische Video-Oper The Cave des Komponisten Steve Reich und der Videokünstlerin Beryl Korot folgt den Spuren der Beziehung zwischen Juden und Muslimen und vergegenwärtigt damit die 4000 Jahre alte biblische Geschichte von Abraham, seinen Frauen Sara und Hagar sowie den Söhnen Ismael und Isaak.

Grundlage für The Cave bilden Interview-Aufnahmen mit Israelis, Palästinensern und Amerikanern. Die Antworten auf die stets gleichen fünf Fragen »Wer war Abraham? Wer war Sara? Hagar? Ismael? Und Isaak?« spiegeln die unterschiedlichen Sichtweisen der verschiedenen Kulturkreise wider und entwerfen ein Kaleidoskop an Erinnerungen und Reflexionen. Mit der Video-Oper, die Musik mit multiplen Videos dokumentarischen Charakters kombiniert, begründeten Steve Reich und Beryl Korot eine »neue Art des Musiktheaters«. Auf fünf großen Videoleinwänden erscheinen die Bildsequenzen der Interviews – angereichert mit Bibel- und Koranzitaten –, vervielfältigt, simultan überlagert und zeitversetzt geschachtelt. Diese Bilder und Sprechmelodien nimmt Steve Reich als Ausgangsmaterial für seine Musik, verdoppelt und harmonisiert sie vielfältig.

Musikalische Leitung: Brad Lubman
Videoprojektionen: BIG cinema
Klangregie: Norbert Ommer
Ensemble Modern, Synergy Vocals

Ort:

Bockenheimer Depot

Termine:

Mi, 20.12.2017, 19:30 |
Do, 21.12.2017, 19:30 |

BOCKENHEIMER DEPOT

Carlo-Schmid-Platz 1 (Bockenheimer Depot)
D 60325 Frankfurt am Main


Anfahrt:
U-Bahn Linien U4, U6, U7
Straßenbahn Linie 16 und Bus Linien 32, 36, 50 und N1,
jeweils Station Bockenheimer Warte