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Schauspiel Frankfurt - Kammerspiele

Das traditionsreiche Schauspiel Frankfurt ist das größte Sprechtheater in der Rhein-Main Region und als überregional profilierte Bühne auch deutschlandweit viel beachtet. 2017/18 übernahm Intendant Anselm Weber zusammen mit seiner Stellvertreterin und Chefdramaturgin Marion Tiedtke die Führung des Hauses.

Neben den Produktionen schafft das Schauspiel Frankfurt in der BOX und im Chagallsaal mit der Reihe der X-Räume Orte für Begegnungen, Diskussionen und Werkschauen, bei denen sich Künstler_innen präsentieren, Zuschauer nachfragen und Bürger_innen der Stadt ins Gespräch kommen.

Kontakt

Schauspiel Frankfurt - Kammerspiele
Neue Mainzerstr. 15
D-60311 Frankfurt am Main

Telefon: +49 (0)69 / 13 40 400
E-Mail: info@schauspielfrankfurt.de

Theater

An Oak Tree
(Die Eiche)

Tim Crouch

Premiere: 09. November 2018

Ein Hypnotiseur in einer Bar vor Publikum. Die Show läuft nicht gut. Der Hypnotiseur kann niemanden hypnotisieren, schon seit drei Monaten nicht mehr. Er hat ein Mädchen überfahren. Tot. Es war nicht seine Schuld. Seit drei Monaten geht der Vater des Mädchens jeden Tag zur Unfallstelle. Dort steht ein Baum. In dem Baum erkennt er seine Tochter. Seine Tochter lebt weiter in diesem Baum. Es klingt verrückt, aber es ist so. Heute Abend sitzt der Vater im Publikum. Er will nicht verrückt werden. Er ist voller Trauer. Er hofft, dass der Hypnotiseur ihm helfen kann. »An Oak Tree« ist ein Stück über Verlust und Befreiung, über Verwandlung und die Kraft der Suggestion. Das Publikum der Hypnose-Show sind Sie (Mitmachen nicht erforderlich!). Der Vater ist in jeder Vorstellung ein neuer Schauspieler, der den Text ebenso wenig kennt wie Sie. Nichts wird improvisiert, und doch ist alles immer neu. Alles geht schief, und doch gelingt die Verwandlung. Vor Ihren Augen.

Regie: Tim Crouch
Bühne: Loriana Casagrande
Kostüme: Anna Sünkel
Dramaturgie: Alexander Leiffheidt
Schauspiel

Aus Staub

Jan Neumann

Man kann mit einer Wohnung einen Menschen genauso töten wie mit einer Axt«, schrieb zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Berliner Zeichner Heinrich Zille. Wie wir wohnen, bestimmt zu einem großen Teil, wer wir sind. Eine Wohnung ist unser Heimathafen, privater Rückzugsort und Schutzraum. Ist uns noch bewusst, welch politische Sprengkraft die Frage nach dem Wohnraum hat? Oder haben wir uns mit Gentrifizierung und Bauspekulation abgefunden? Häuserkämpfe sind vorerst keine in Sicht. Aber wie hat sich seit Kriegsende der Raum, in dem wir leben, verändert? Jan Neumann nimmt sich eine Frankfurter Musterwohnung als Ausgangspunkt für seine Recherche, deren Bewohner_innen Stationen gesellschaftlicher Umbrüche markieren. Am Ende bleibt an diesem Ort nur noch Staub, Dreck in den Ritzen der Dielen, über Jahrzehnte zusammengepresst, ein verbindendes Element, das wir alle atmen, ein Element, zu dem alles wird.

Regie: Jan Neumann
Bühne: Dorothee Curio
Kostüme: Nini von Selzam
Dramaturgie: Ursula Thinnes
Schauspiel

räuber.schuldenreich

Ewald Palmetshofer

Franz und Karl sind Brüder, und sie wollen Geld. Das Geld der Eltern, Otto und Linde, die jedoch auch nichts mehr herzugeben haben und ängstlich die Ankunft der gefürchteten Söhne erwarten. Sie wollen nur ihr Erbe, was ihnen zusteht; aber das kann es nicht geben, es wird nichts vererbt, nichts weitergegeben, weder materiell noch ideell, weder in dieser Familie noch bei den Nachbarn, die sich auch buchstäblich nichts schenken. Denn, und das wissen alle, es kann kein gutes Ende nehmen... Ewald Palmetshofer, der Meister der beschädigten Figuren, erzählt mit lyrischer, gebrochener Sprache, bitterer Ironie und grimmigem Witz eine apokalyptische Geschichte des Spätkapitalismus, der Anti-Nachhaltigkeit, aus der es kein Entrinnen geben kann, für keine Generation, für niemanden. Eine Geschichte, die 2018 in der öffentlichen Diskussion zur Schuldenbremse, vor den Bankentürmen, sogar noch aktueller ist als bei der Uraufführung 2012 in Wien. Das Schauspiel Frankfurt stellt den Autor damit erstmals in dieser Stadt vor.

Regie: David Bösch
Bühne: Falko Herold
Kostüme: Moana Stemberger
Dramaturgie: Konstantin Küspert
Theater

Der alte Schinken

Stückentwicklung von Nele Stuhler und Jan Koslowski

Der Schinken ist die Keule des Schweins, also seine hintere Körperpartie. Das Bürgertum ist so etwas wie der Schinken der Demokratie. Ihr Sitzfleisch. Ein nahrhaftes und lange gereiftes Stück unserer heutigen Gesellschaft. Ein alter Schinken eben. Aber warum will den niemand mehr essen? Weil er so alt geworden ist? Weil die Bürger das –tum längst abgeschüttelt haben? Jedenfalls ist es jetzt tot, das Bürgertum. Niemand weiß, warum es tot ist und wie lange schon. Fest steht, es wurde neulich noch lebend gesehen. Ein forensisches Fossil. Vielleicht hat es sich selbst umgebracht oder ist eines natürlichen Todes gestorben. Doch viel wahrscheinlicher ist, dass das Bürgertum hinterrücks ermordet wurde. Im Hochtaunuskreis treffen sich deswegen die ersten Opfer eines langen Epos, das hier seinen Epilog findet. In den Augen der Briefträgerin steht die Trauer über das Ableben einer ganzen aussterbenden Klasse. Wer wurde hier eingeladen und warum? Und wer wurde eigentlich ermordet? Das gilt es herauszufinden. Der Tod des Bürgertums ist der schlechteste Krimi der Welt.

Regie: Jan Koslowski, Nele Stuhler
Bühne: Bertschinger, Chasper
Kostüme: Svenja Gassen
Dramaturgie: Konstantin Küspert
Theater

Die Verwandlung

nach Franz Kafka

Der Handlungsreisende Gregor Samsa erwacht eines Morgens und stellt fest, dass er seine menschliche Gestalt und Sprache verloren hat. So beginnt Franz Kafkas weltberühmte Erzählung. Doch nicht nur der Protagonist selbst, auch sein herrischer Vater, seine kranke Mutter und seine besorgte Schwester – ja, sogar die Räume der Wohnung verwandeln sich. Nichts ist, wie es scheint, selbst das Vertrauteste wird zur Bedrohung. Bis für die Familie schließlich fest steht: Gregor Samsa muss weg. Jan-Christoph Gockels Inszenierung überträgt Kafkas unsicher gewordene Welt in ein vielfach fragmentiertes Spiel mit Perspektiven und Dimensionen. Aus Menschen werden Puppen, aus Miniaturen Riesen, aus Träumen wahnhafte Realität. Kafkas karge, präzise und doch verdunkelnde Sprache findet ihr Gegenstück in starken Theaterbildern, die das zentrale Thema der Entmenschlichung herausstellen, ohne dabei das Rätsel Kafka bis ins Letzte auflösen zu wollen. Die Inszenierung ist eine Übernahme vom Schauspielhaus Bochum.

Regie: Jan-Christoph Gockel
Bühne: Julia Kurzweg
Kostüme: Amit Epstein
Musik: Matthias Grübel
Puppenbau/-spiel: Michael Pietsch
Dramaturgie: Alexander Leiffheidt

Stimmen einer Stadt I + II

Geschichten aus Frankfurt
Im Dickicht der Einzelheiten / Absturz
Wilhelm Genazino / Olga Grjasnowa

I. »Im Dickicht der Einzelheiten« von Wilhelm Genazino
Der Büchner-Preisträger und Frankfurter Autor Wilhelm Genazino hat für das Schauspiel Frankfurt ein Monodrama geschrieben: Ein Flaneur streift durch die Mainmetropole und beobachtet dabei das Leben in Frankfurt. Zwischen Banken, Müll, Parks und Geschäften entsteht die Poesie einer modernen Großstadt.
MIT Matthias Redlhammer

II. »Absturz« von Olga Grjasnowa
Eine dreißigjährige Mitarbeiterin am Frankfurter Flughafen wird eines Morgens geweckt: Eine Maschine ihrer Airline ist abgestürzt, sie soll die Angehörigen betreuen. Der Absturz verändert von einem auf den anderen Moment nicht nur das Leben der anderen, sondern auch ihr eigenes.

Mehr Informationen zu »Stimmen einer Stadt I-III«
Das Schauspiel Frankfurt hat mit der neuen Intendanz von Anselm Weber eine monodramatische Serie über Frankfurt begonnen. Autoren_innen treffen Menschen aus dieser Stadt und überschreiben deren Biographien in einen poetischen Text, der von einer Schauspielerin oder einer Schauspielerin aus dem Ensemble dargestellt wird. Was wird uns erwarten, wenn Wilhelm Genazino, als präziser Beobachter unserer Lebenswelt, in der er Skurriles und Absurdes immer wieder aufspürt, solch ein Monodrama schreibt? Oder die junge Romanautorin Olga Grjasnowa einen Frankfurter trifft, die mit ihren jüdischrussischen Wurzeln selber lange Zeit in dieser Stadt lebte? Und die Wiener Autorin Teresa Präauer zugleich mit den Augen der bildenden Künstlerin und der Fremden durch Frankfurt geht? Jeder von ihnen verfasst ein Monodrama, das ein Leben aus unserer Alltagswelt zum Solo kürt. Die Reihe entsteht in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Frankfurt.

Bühne und Video: Philip Bussmann
Kostüme: Mareike Wehrmann
Musik: Thomas Osterhoff
Theater

Lenz

Georg Büchner

Ein Solo mit Peter Schröder

Büchner beschreibt in seiner Fragment gebliebenen Erzählung den sich verschlechternden Geisteszustand Jakob Reinhold Lenz`. Ensemblemitglied Peter Schröder erzählt in seinem Monolog einfühlsam von Selbst- und Weltverlust und der schmerzhaften Rückkehr zur Realität.
Theater

Am Königsweg

von Elfriede Jelinek

Der Weg des neuen Königs war mühselig, brutal und schmutzig, doch jetzt ist der Thron bald nicht mehr leer, der neue König ist gewählt - und er, der Außenseiter, bringt ein schreckliches Schicksal, wird alles verändern… Die Literaturnobelpreisträgerin analysiert in ihrem neuen Stück das Phänomen Trump, seinen Wahlkampf, seinen Charakter, seine Versprechen und seine Lügen, und sieht darin die historische Parallele zu König Ödipus. Ein hellsichtiger, düsterer Blick in die jüngste Vergangenheit und in die nächste Zukunft, gewohnt sprachbrilliant und hochrelevant. Seit Jahren ist Elfriede Jelinek eine besondere Stimme in der zeitgenössischen Dramatik, da sie sich zu aktuellen politischen Ereignissen positioniert.

Regie: Miloš Lolić
Bühne: Evi Bauer
Kostüme: Jelena Miletić
Dramaturgie: Konstantin Küspert
Choreografie: Luciano Hiwat
Theater

Husbands and Wives

von Woody Allen

Trotz hoher Scheidungsraten steht die Ehe im Zeichen der Globalisierung hoch im Kurs. Sie scheint in instabilen Lebensverhältnissen immer noch ein sicherer Hafen auf Zeit zu sein. Woody Allens Drehbuch aus dem Jahr 1992 ist also nach wie vor aktuell: Zwei Paare treffen sich, aber aus dem gemütlichen Abend wird eine große Offenbarung. Zwei von ihnen wollen sich nach vielen Ehejahren für eine Weile trennen, um nicht im öden Ehedasein zu versauern. Doch aus dem Abenteuer wird das Ende aller Sicherheiten. Und was als Klischee zwischen den Geschlechtern in einer emanzipierten Welt längst überwunden schien, tritt erneut zutage: Die »Ehemänner« begegnen jüngeren Frauen und die »Ehefrauen« ihren Gefühlen zwischen Schuld und Eifersucht. Mit feinsinnigem Humor und komödiantischen Szenen befragt Woody Allen unsere Muster des Paarlebens, in die er sich selbst mit verschiedenen Adoptivtöchtern skrupellos verstrickte.

Regie: Brey, Christian
Bühne und Kostüme: Hachmann, Anette
Dramaturgie: Marion Tiedtke
Theater

Invisible Hand

von Ayad Akhtar

Pakistan, eine Zelle, in naher Zukunft: Seit drei Wochen wird Nick Bright, ein Trader der weltweit operierenden Citibank, hier als Geisel festgehalten. Der charismatische Imam Saleem und seine Gefolgsleute verlangen ein Lösegeld von 10 Millionen Dollar für ihre Projekte »zum Wohle des Volkes«. Eine exorbitante Summe, die weder Nicks Arbeitgeber noch die US-Regierung bereit sind zu zahlen. In seiner Verzweiflung macht Nick dem Imam einen wahnwitzigen Vorschlag: Er will sich das Lösegeld selbst erwirtschaften. Dabei hilft ihm Bashir, die rechte Hand des Imams. Schnell lernt dieser, wie sich die Kurse beeinflussen lassen: Unruhen und schlechte Nachrichten sind ein gutes Geschäft, wenn man sie zu nutzen weiß. Doch je mehr Geld sich auf den Konten der Terroristen anhäuft, desto größer wird die Versuchung. Der amerikanische Erfolgsautor Ayad Akhtar übersetzt die drängenden Fragen unserer Zeit in einen spannenden Thriller, in dem kulturelle und politische Identitäten hinterfragt werden. Anselm Webers Inszenierung am Bochumer Schauspielhaus war die Deutschsprachige Erstaufführung.

Regie: Anselm Weber
Bühne: Bauer, Raimund
Kostüme: Irina Bartels
Musik: Osterhoff, Thomas
Video: Abel, Bibi
Dramaturgie: Alexander Leiffheidt
Aufführungen / Konzert Oper Frankfurt Frankfurt am Main, Willy-Brandt-Platz
Aufführungen / Theater Schauspielhaus Frankfurt Frankfurt am Main, Willy-Brandt-Platz
Aufführungen / Theater Stadttheater Aschaffenburg Aschaffenburg, Schlossgasse 8
Aufführungen / Theater Galli Theater Wiesbaden Wiesbaden, Adelheidstr. 21
Aufführungen / Theater Internationales Theater Frankfurt Frankfurt am Main, Hanauer Landstr. 5 - 7 (Zoo-Passage)
Aufführungen / Konzert HoRsT / Galerie FILIALE Frankfurt , Kleyerstraße 15
Do, 15.11.2018, 20:00 Uhr
Aufführungen / Performance Frankfurter Ring e.V. Frankfurt am Main, Oeder Weg 43
Fr, 16.11.2018, 19:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Museum Schloss Neu-Augustusburg Weißenfels, Zeitzer Str.04
Sa, 17.11.2018, 15:30 Uhr
Aufführungen / Aufführung Museum Schloss Neu-Augustusburg Weißenfels, Zeitzer Str.04
Sa, 17.11.2018, 15:30 Uhr
Aufführungen / Theater Internationales Theater Frankfurt Frankfurt am Main, Hanauer Landstr. 5 - 7
Aufführungen / Aufführung Die Katakombe Frankfurt, Pfingstweidstrasse 2
Aufführungen / Aufführung schauspielfrankfurt Frankfurt a. M., Willy-Brandt-Platz
Aufführungen / Theater Theaterhaus Kindertheater Jugendtheater Frankfurt am Main, Schützenstrasse 12
Aufführungen / Aufführung Andrea Simon/ Choreographie TANZPLAN interart projekte Hofheim am Taunus, Kelkheimer Straße 11
Aufführungen / Konzert Darmstädter Hofkapelle Wolfgang Seeliger Darmstadt, Mauerstr. 17
Aufführungen / Oper Kammeroper Frankfurt Frankfurt am Main, Sternstr. 31
Aufführungen / Konzert Evangelische Studierendengemeinde (ESG) Pfarrer Eugen Eckert Frankfurt/Main, Jügelstraße 1
Aufführungen / Konzert Rheingau Musik Festival Ein Sommer voller Musik Oestrich Winkel, Rheinallee 1
Aufführungen / Theater DAS THEATERgerlichraabe Frankfurt am Main, Melemstraße 16
Aufführungen / Theater Varieté-Theater PEGASUS Bensheim, Platanenallee 5
Aufführungen / Theater Theater alte Brücke Frankfurt, Kleine Brückenstraße 5
Aufführungen / Aufführung Freies Schauspiel Ensemble Frankfurt, Basaltstraße 23
Aufführungen / Konzert PRO ARTE Frankfurter Konzertdirektion Frankfurt am Main, Postfach 160162
Aufführungen / Theater Volkstheater Hessen e.V. Frankfurt am Main, Pfingstweidstraße 2