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Schauspiel Frankfurt - Kammerspiele

Das traditionsreiche Schauspiel Frankfurt ist das größte Sprechtheater in der Rhein-Main Region und als überregional profilierte Bühne auch deutschlandweit viel beachtet. 2017/18 übernahm Intendant Anselm Weber zusammen mit seiner Stellvertreterin und Chefdramaturgin Marion Tiedtke die Führung des Hauses.

Neben den Produktionen schafft das Schauspiel Frankfurt in der BOX und im Chagallsaal mit der Reihe der X-Räume Orte für Begegnungen, Diskussionen und Werkschauen, bei denen sich Künstler_innen präsentieren, Zuschauer nachfragen und Bürger_innen der Stadt ins Gespräch kommen.

Kontakt

Schauspiel Frankfurt - Kammerspiele
Neue Mainzerstr. 15
D-60311 Frankfurt am Main

Telefon: +49 (0)69 / 13 40 400
E-Mail: info@schauspielfrankfurt.de

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Schauspiel Frankfurt - Kammerspiele

Theater

Das Heerlager der Heiligen

nach Jean Raspail

Uraufführung: 16. Mai 2019

nach dem französischen Roman von Jean Raspail, Le Camp des Saints in der Edition Robert Laffont

Jean Raspails Werk aus dem Jahr 1973 und seine Bearbeitung 1985 ist eine wachrüttelnde Dystopie über den Clash der Kulturen, deren Tragweite das Schauspiel Frankfurt nicht dem rechtsradikalen Diskurs überlassen möchte. Der apokalyptische Roman des Franzosen, in dem eine Million Flüchtlinge aus Asien nach Europa aufbrechen, fängt die Doppelmoral unserer Gesellschaft ein, die sich einerseits auf einen Universalismus der Migration beruft und andererseits um ihre eigene Identität ringt. Jean Raspail erzählt von einem kollektiven Angstgefühl der westlichen Welt, von dem unbewussten Wissen darum, dass der eigene Wohlstand auf Kosten der anderen geht, und der Ahnung, dass sich unsere angestammte Sicherheit nicht ohne schwere Konflikte aufrecht erhalten lässt. Schließlich bleibt die Frage, ob die Humanität nicht eine Chimäre ist, die wir zwar predigen, doch deren Konsequenz wir nicht tragen wollen.

Regie: Hermann Schmidt-Rahmer
Bühne: Thilo Reuther
Kostüme: Michael Sieberock-Serafimowitsch
Dramaturgie: Marion Tiedtke

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Theater

Siddhartha

Hermann Hesse

Premiere: 06. Juni 2019

Siddhartha ist Brahmane, Bettelmönch, Kaufmann und Würfelspieler – er ist ein Mensch auf der Suche. Wissbegierig, verständig, demütig, so ist der junge Brahmane. Er löst sich aus seinen familiären Beziehungen, um den Weg der Askese zu gehen. Doch selbst die Begegnung mit dem Buddha Gotama lässt ihn unzufrieden zurück. Siddhartha gibt sich schließlich einem hedonistischen Leben hin, ohne darin Erfüllung finden zu können. Erst spät begreift er, was Glück für ihn bedeutet. Einfach und klar leuchtet Hesses Erzählung seit ihrer Erstpublikation 1922 wie aus einer anderen Welt zu uns. Doch Siddharthas Suche nach seinem Selbst ist mehr als ein Bekenntnis zu östlicher Philosophie, mehr als eine Abkehr von der westlichen, materialistischen Welt. Siddharthas »Heldenreise zur Erleuchtung« zielt auf die Überwindung aller Zwänge. Was verstehen wir unter Freiheit wirklich?
»Siddhartha« kommt in einer schlanken Bearbeitung der Regisseurin Lisa Nielebock auf die Bühne der Kammerspiele. Ihre Inszenierung erzählt den Stoff fokussiert auf das Ensemble, in extremer Reduktion – ganz gegenwärtig und emotional dicht. Lisa Nielebock (*1978 in Tübingen) war Hausregisseurin am Schauspielhaus Bochum, wo sie u. a. »Penthesilea«, »Macbeth«, »Hiob« und »Die Orestie« inszenierte. Seit 2014 ist sie Professorin für Schauspielregie an der Folkwang Universität der Künste in Bochum. Sie inszeniert zum ersten Mal am Schauspiel Frankfurt.

Regie: Lisa Nielebock
Bühne: Oliver Helf
Kostüme: Ute Lindenberg
Musik: Thomas Osterhoff
Dramaturgie: Ursula Thinnes

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Theater

Alles was zählt

Lieder von Geld und Schulden

Mit wenigen Dingen haben sich Popikonen und Songwriter so intensiv beschäftigt wie mit der Frage nach dem nötigen Geld. Sei es die Sehnsucht nach überbordendem Reichtum oder die Angst vor der drohenden Armut: »Get Rich or Die Tryin’«. Dass sich die Vorstellungen, wie dem Geld beizukommen sei, nicht immer im Rahmen des Legalen bewegen, scheint kaum der Rede wert. Welchen Wert es in unserem Leben einnimmt, ist so grundverschieden, wie das, was wir darunter verstehen. Wir sind Spieler und Zocker, gierig und unvernünftig, arme Schlucker und Dilettanten.
Aber was zählt wirklich? Das Studiojahr Schauspiel singt sich durch einen Businesstag, an dem es nicht nur Gewinner_innen gibt und sich das wahre Glück an ganz unerwarteten Stellen zeigt.

Das Studiojahr Schauspiel wird ermöglicht durch die Aventis Foundation, Crespo Foundation und Dr. Marschner Stiftung.

Regie: Michael Lohmann
Musikalische Leitung: Günter Lehr
Bühne: Martin Holzhauer
Kostüme: Martina Suchanek
Dramaturgie: Ursula Thinnes

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Theater

Der Bau

von Franz Kafka

Kafkas Erzählung »Der Bau« ist das Protokoll einer unterirdischen Welt, in der Glück und Paranoia eng verschwistert sind. Er beschreibt eine Art Menschentier, eben ein kafkaeskes, denkendes Tier. Das Wesen lebt in einem gedanklichen Kreuzzug, im permanenten Ausnahmezustand, gerichtet gegen die Außenwelt, gegen mögliche Eindringlinge. Das kleinste Geräusch ist Maximal-Stress für den Erschaffer. »Der Bau« ist eine Parabel über die Gesellschaft, die permanent Risiken schafft, indem sie diese zu verhindern sucht. Wie in allen Erzählungen Kafkas treiben die Konsequenzen ihres Handelns und Denkens die Wesen, Tiere, Menschen, Männer unerbittlich vor sich her, meist verlassen von jeglichem Realitätssinn. Die Produktion ist eine Übernahme des Theater Neumarkt Zürich.

Regie und Einrichtung: Max Simonischek
Bühne: Besim Morina
Kostüme: Modedesign Basman & Joel Basman
Dramaturgie: Daniel Freitag

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Theater

Sklaven leben

von Konstantin Küspert

Auftragswerk im Rahmen der Frankfurter Positionen

»Ich hab noch nicht einen einzigen Sklaven in Katar g’sehn.« Mit diesem Zitat hat Franz Beckenbauer die Haltung vieler Menschen im Westen auf den Punkt gebracht. Immerhin: Nach über 200 Jahren Kampf gegen die Sklaverei ist sie heute in allen Ländern der Erde per Gesetz verboten. Und trotzdem ist sie überall zu finden. Sklaverei ist zu einem zentralen Baustein globaler Ökonomie geworden und versorgt uns hier im Westen mit einer überbordenden Vielfalt an Produkten und Dienstleistungen: Kleidung, Kosmetik, Elektronik, Lebensmittel, Altenpflege, Fußballweltmeisterschaften ... Wir alle konsumieren diese Produkte tagtäglich, obwohl wir uns der Produktionsbedingungen und Ausbeutungsstrategien dahinter sehr wohl bewusst sind. Oder sein müssten. Konstantin Küspert hat ein Kaleidoskop der unterschiedlichen Perspektiven geschrieben, in dem er die Mechanismen selektiver Wahrnehmung von unserem westlichen Lebensstandard analysiert und dechiffriert – ebenso, wie die andere Seite der westlichen Moderne, nämlich den engen historischen Zusammenhang von europäischem Kolonialismus, Massensklavereien, Imperien und Kapitalismus.

Regie: Jan-Christoph Gockel
Bühne und Kostüme: Amit Epstein
Musik: Komi Togbonou
Dramaturgie: Judith Kurz

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Theater

Jetzt aber anders

Inklusives Jugendtheaterprojekt von Martina Droste und Aleksandra Scibor

Jetzt aber anders! Vorsatz? Einsicht? Drohung? Im neuen inklusiven Jugendtheaterprojekt suchen Jugendliche mit den Mitteln des Physical Theatre nach kreativen Veränderungen. Viele sind in mehr oder weniger stabilen Verhältnissen der Zweitausender Jahre im Frankfurter Raum groß geworden, einige von ihnen ringen aufgrund ihrer Behinderung um ihren Platz innerhalb dieser Verhältnisse, andere verfügen über die Erfahrung gefährlicher Fluchtwege und großer Umbrüche in ihrer Lebensgeschichte. Miteinander entdecken sie die Sehnsucht nach persönlichen Gestaltungsräumen genauso wie den Wunsch nach »Freiheit, also ein politisches Leben zu führen« (Hannah Arendt). Welchen unbewussten oder reflektierten Einfluss üben dabei zeitgeschichtliche Umbrüche aus? Ein 12-köpfiges Ensemble zwischen 14 und 22 Jahren forscht gemeinsam mit Aleksandra Ścibor, Tänzerin, Choreographin und Embodiment Artist, und Martina Droste, Theaterpädagogin, Regisseurin und Feldenkrais-Lehrerin, zu diesen Fragen.

Regie und Konzept: Martina Droste
Choreographie: Aleksandra Maria Scibor
Bühne und Kostüme: Michaela Kratzer

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Theater

Stimmen einer Stadt V+VI

Ich verlasse dieses Haus | Branka
von Thomas Pletzinger, Angelika Klüssendorf

Neue Stimmen fügen sich in das urbane Kaleidoskop, das in dem Monodrama-Projekt »Stimmen einer Stadt« entsteht:

»Ich verlasse dieses Haus« von Thomas Pletzinger
Thomas Pletzinger ist ein Meister der literarischen Reportage. Sein Text verleiht einer Frau die Stimme, die den letzten – unsentimentalen – Rundgang durch ihr Hotel macht, das sie jahrelang mit trockenem Humor und praktischem Verstand geführt hat.

»Branka« von Angelika Klüssendorf
In »Branka« von Angelika Klüssendorf erzählt eine Wirtin am Ende eines arbeitsreichen Tages vom Verlust der Heimat, vom Neuanfang in Frankfurt, von einer scheinbar unauflöslichen, strukturellen Gewalt in ihrem Leben: einer Gewalt, der sie mit ihrem lauten und überbordenden »Branka-Lachen« begegnet.

In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Frankfurt. Ermöglicht durch den Hauptförderer, die Deutsche Bank Stiftung, sowie die Aventis Foundation, Deutsche Vermögensberatung, FAZIT-STIFTUNG und die Adolf und Luisa Haeuser-Stiftung für Kunst- und Kulturpflege.

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Theater

Stimmen einer Stadt IV

Unvollkommene Umarmung
von Antje Rávik Strubel

Neue Stimmen fügen sich in das urbane Kaleidoskop, das in dem Monodrama-Projekt »Stimmen einer Stadt« entsteht:

»Unvollkommene Umarmung« von Antje Rávik Strubel
Die Potsdamer Autorin Antje Rávik Strubel interessiert sich für das Unsichere unserer Identitäten, für die Frage, wer wir sind, für die Leerstellen in unseren Leben. Sie porträtiert einen Strafverteidiger, dessen Rückblick auf seine erfolgreiche Karriere feine Risse zwischen öffentlichem und privatem Leben offenbart.

In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Frankfurt. Ermöglicht durch den Hauptförderer, die Deutsche Bank Stiftung, sowie die Aventis Foundation, Deutsche Vermögensberatung, FAZIT-STIFTUNG und die Adolf und Luisa Haeuser-Stiftung für Kunst- und Kulturpflege

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Theater

An Oak Tree
(Die Eiche)

Tim Crouch

Ein Hypnotiseur in einer Bar vor Publikum. Die Show läuft nicht gut. Der Hypnotiseur kann niemanden hypnotisieren, schon seit drei Monaten nicht mehr. Er hat ein Mädchen überfahren. Tot. Es war nicht seine Schuld. Seit drei Monaten geht der Vater des Mädchens jeden Tag zur Unfallstelle. Dort steht ein Baum. In dem Baum erkennt er seine Tochter. Seine Tochter lebt weiter in diesem Baum. Es klingt verrückt, aber es ist so. Heute Abend sitzt der Vater im Publikum. Er will nicht verrückt werden. Er ist voller Trauer. Er hofft, dass der Hypnotiseur ihm helfen kann. »An Oak Tree« ist ein Stück über Verlust und Befreiung, über Verwandlung und die Kraft der Suggestion. Das Publikum der Hypnose-Show sind Sie (Mitmachen nicht erforderlich!). Der Vater ist in jeder Vorstellung ein neuer Schauspieler, der den Text ebenso wenig kennt wie Sie. Nichts wird improvisiert, und doch ist alles immer neu. Alles geht schief, und doch gelingt die Verwandlung. Vor Ihren Augen.

Regie: Tim Crouch
Bühne: Loriana Casagrande
Kostüme: Anna Sünkel
Dramaturgie: Alexander Leiffheidt

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Schauspiel

Aus Staub

Jan Neumann

Man kann mit einer Wohnung einen Menschen genauso töten wie mit einer Axt«, schrieb zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Berliner Zeichner Heinrich Zille. Wie wir wohnen, bestimmt zu einem großen Teil, wer wir sind. Eine Wohnung ist unser Heimathafen, privater Rückzugsort und Schutzraum. Ist uns noch bewusst, welch politische Sprengkraft die Frage nach dem Wohnraum hat? Oder haben wir uns mit Gentrifizierung und Bauspekulation abgefunden? Häuserkämpfe sind vorerst keine in Sicht. Aber wie hat sich seit Kriegsende der Raum, in dem wir leben, verändert? Jan Neumann nimmt sich eine Frankfurter Musterwohnung als Ausgangspunkt für seine Recherche, deren Bewohner_innen Stationen gesellschaftlicher Umbrüche markieren. Am Ende bleibt an diesem Ort nur noch Staub, Dreck in den Ritzen der Dielen, über Jahrzehnte zusammengepresst, ein verbindendes Element, das wir alle atmen, ein Element, zu dem alles wird.

Regie: Jan Neumann
Bühne: Dorothee Curio
Kostüme: Nini von Selzam
Dramaturgie: Ursula Thinnes

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Schauspiel

räuber.schuldenreich

Ewald Palmetshofer

Franz und Karl sind Brüder, und sie wollen Geld. Das Geld der Eltern, Otto und Linde, die jedoch auch nichts mehr herzugeben haben und ängstlich die Ankunft der gefürchteten Söhne erwarten. Sie wollen nur ihr Erbe, was ihnen zusteht; aber das kann es nicht geben, es wird nichts vererbt, nichts weitergegeben, weder materiell noch ideell, weder in dieser Familie noch bei den Nachbarn, die sich auch buchstäblich nichts schenken. Denn, und das wissen alle, es kann kein gutes Ende nehmen... Ewald Palmetshofer, der Meister der beschädigten Figuren, erzählt mit lyrischer, gebrochener Sprache, bitterer Ironie und grimmigem Witz eine apokalyptische Geschichte des Spätkapitalismus, der Anti-Nachhaltigkeit, aus der es kein Entrinnen geben kann, für keine Generation, für niemanden. Eine Geschichte, die 2018 in der öffentlichen Diskussion zur Schuldenbremse, vor den Bankentürmen, sogar noch aktueller ist als bei der Uraufführung 2012 in Wien. Das Schauspiel Frankfurt stellt den Autor damit erstmals in dieser Stadt vor.

Regie: David Bösch
Bühne: Falko Herold
Kostüme: Moana Stemberger
Dramaturgie: Konstantin Küspert

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Theater

Mars

von Marius von Mayenburg

Für Achim ist klar: Mit der Welt geht es bergab. Die natürlichen Ressourcen sind bald aufgebraucht, die Dummen sind auf dem Vormarsch, Menschenjagden schwappen aus den sozialen Netzwerken in die Realität. Da will man vorbereitet sein. Und weil Achim zu den wohlhabenderen Menschen gehört, bereitet er sich vor. Ein Tennispartner erzählt ihm von einem Projekt: Gesucht werden Siedler für die Gründung einer ersten Kolonie auf einem neuen Planeten. Ein hartes Auswahlverfahren wartet auf Achims Familie. Körperliche Fitness ist noch das kleinste Problem. Die Prüfer selbst und ihre Methoden werden immer rätselhafter. Besteht man die Prüfung, wenn man zu einer Kampfmaschine mutiert? Oder gilt es vielmehr, moralische Integrität unter Beweis zu stellen? Überforderung und Gereiztheit drohen den Familienzusammenhalt zu sprengen. Davon darf das Prüfungsteam jedoch unter keinen Umständen erfahren. Marius von Mayenburgs neues Stück entwirft die düster-skurrile Vision einer womöglich nicht allzu fernen Zukunft.

Regie: Marius von Mayenburg
Bühne und Video: Sebastien Dupouey
Kostüm: Almut Eppinger
Musik: Matthias Grübel
Dramaturgie: Alexander Leiffheidt

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Theater

Der alte Schinken

Stückentwicklung von Nele Stuhler und Jan Koslowski

Der Schinken ist die Keule des Schweins, also seine hintere Körperpartie. Das Bürgertum ist so etwas wie der Schinken der Demokratie. Ihr Sitzfleisch. Ein nahrhaftes und lange gereiftes Stück unserer heutigen Gesellschaft. Ein alter Schinken eben. Aber warum will den niemand mehr essen? Weil er so alt geworden ist? Weil die Bürger das –tum längst abgeschüttelt haben? Jedenfalls ist es jetzt tot, das Bürgertum. Niemand weiß, warum es tot ist und wie lange schon. Fest steht, es wurde neulich noch lebend gesehen. Ein forensisches Fossil. Vielleicht hat es sich selbst umgebracht oder ist eines natürlichen Todes gestorben. Doch viel wahrscheinlicher ist, dass das Bürgertum hinterrücks ermordet wurde. Im Hochtaunuskreis treffen sich deswegen die ersten Opfer eines langen Epos, das hier seinen Epilog findet. In den Augen der Briefträgerin steht die Trauer über das Ableben einer ganzen aussterbenden Klasse. Wer wurde hier eingeladen und warum? Und wer wurde eigentlich ermordet? Das gilt es herauszufinden. Der Tod des Bürgertums ist der schlechteste Krimi der Welt.

Regie: Jan Koslowski, Nele Stuhler
Bühne: Bertschinger, Chasper
Kostüme: Svenja Gassen
Dramaturgie: Konstantin Küspert

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Theater

Abschied von den Eltern

von Peter Weiss

Im Dezember 1958 starb die Mutter von Peter Weiss und kurz darauf sein Vater. Und obwohl das Verhältnis zu beiden, besonders jedoch zur dominanten Mutter, von fortwährenden Auseinandersetzungen geprägt war, traf Weiss der Verlust der Eltern hart. Was folgte war eine schwere Depression, eine Lebenskrise, geprägt von Gefühlen des »Fremdseins« und der »Unzugehörigkeit«, welche schließlich zu einer Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich führte. Peter Weiss gelangte zu der Überzeugung, dass allein in der bewussten, analytischen Aufarbeitung der Vergangenheit die Möglichkeit lag, sich von ihr zu emanzipieren und sich neu zu erschaffen. In dieser Zeit entstand »Abschied von den Eltern«. Die autobiographische Erzählung handelt von dem Zauber und den Abgründen der Kindheit, den schmerzhaften Prozessen des Wachsens, der Suche nach einem eigenen Leben als künstlerische Persönlichkeit. Es ist das Protokoll einer Selbstbefreiung und zugleich eine kritische Betrachtung des konservativen Bürgertums Mitte des 20. Jahrhunderts, weshalb »Abschied von den Eltern« auch zu einem wichtigen Werk für die Jugendprotestbewegung von 1968 wurde. Kornelius Eich hat die Inszenierung ursprünglich im Rahmen der X-Räume Reihe „Spielraum“ erarbeitet.

Regie: Kornelius Eich
Bühne: Loriana Casagrande
Kostüme: Mareike Wehrmann
Dramaturgie: Judith Kurz
Besetzung: Peter Schröder

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Abschied von den Eltern

Aufführungen / Konzert Oper Frankfurt Frankfurt am Main, Willy-Brandt-Platz
Aufführungen / Theater Schauspielhaus Frankfurt Frankfurt am Main, Willy-Brandt-Platz
Aufführungen / Theater Stadttheater Aschaffenburg Aschaffenburg, Schlossgasse 8
Aufführungen / Theater Galli Theater Wiesbaden Wiesbaden, Adelheidstr. 21
Aufführungen / Theater Internationales Theater Frankfurt Frankfurt am Main, Hanauer Landstr. 5 - 7 (Zoo-Passage)
Aufführungen / Theater Internationales Theater Frankfurt Frankfurt am Main, Hanauer Landstr. 5 - 7
Aufführungen / Theater Die Katakombe Frankfurt, Pfingstweidstrasse 2
Aufführungen / Tanz TANZPLAN interart projekte Hofheim am Taunus, Kelkheimer Straße 11
Aufführungen / Oper Kammeroper Frankfurt Frankfurt am Main, Sternstr. 31
Aufführungen / Theater Varieté-Theater PEGASUS Bensheim, Platanenallee 5
Aufführungen / Theater Theater alte Brücke Frankfurt, Kleine Brückenstraße 5
Aufführungen / Theater Freies Schauspiel Ensemble Frankfurt, Basaltstraße 23
Aufführungen / Theater Volkstheater Hessen e.V. Frankfurt am Main, Pfingstweidstraße 2

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