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Schauspiel Frankfurt - Kammerspiele

Das traditionsreiche Schauspiel Frankfurt ist das größte Sprechtheater in der Rhein-Main Region und als überregional profilierte Bühne auch deutschlandweit viel beachtet. 2017/18 übernahm Intendant Anselm Weber zusammen mit seiner Stellvertreterin und Chefdramaturgin Marion Tiedtke die Führung des Hauses.

Neben den Produktionen schafft das Schauspiel Frankfurt in der BOX und im Chagallsaal mit der Reihe der X-Räume Orte für Begegnungen, Diskussionen und Werkschauen, bei denen sich Künstler_innen präsentieren, Zuschauer nachfragen und Bürger_innen der Stadt ins Gespräch kommen.

Kontakt

Schauspiel Frankfurt - Kammerspiele
Neue Mainzerstr. 15
D-60311 Frankfurt am Main

Telefon: +49 (0)69 / 13 40 400
E-Mail: info@schauspielfrankfurt.de

Theater

Stimmen einer Stadt IV-VI


Unvollkommene Umarmung | Ich verlasse dieses Haus | Branka
von Antje Rávik Strubel, Thomas Pletzinger, Angelika Klüssendorf

Uraufführungen: 06. April 2019

Drei neue Stimmen fügen sich in das urbane Kaleidoskop, das in dem Monodrama-Projekt »Stimmen einer Stadt« entsteht: Die Potsdamer Autorin Antje Rávik Strubel interessiert sich für das Unsichere unserer Identitäten, für die Frage, wer wir sind, für die Leerstellen in unseren Leben. Sie porträtiert einen Strafverteidiger, dessen Rückblick auf seine erfolgreiche Karriere feine Risse zwischen öffentlichem und privatem Leben offenbart. Thomas Pletzinger ist ein Meister der literarischen Reportage. Sein Text verleiht einer Frau die Stimme, die den letzten – unsentimentalen – Rundgang durch ihr Hotel macht, das sie jahrelang mit trockenem Humor und praktischem Verstand geführt hat. In »Branka« von Angelika Klüssendorf erzählt eine Wirtin am Ende eines arbeitsreichen Tages vom Verlust der Heimat, vom Neuanfang in Frankfurt, von einer scheinbar unauflöslichen, strukturellen Gewalt in ihrem Leben: einer Gewalt, der sie mit ihrem lauten und überbordenden »Branka-Lachen« begegnet.

Regie: Anselm Weber
Video und Bühne: Philip Bußmann
Kostüme: Mareike Wehrmann
Musik: Thomas Osterhoff
Dramaturgie: Ursula Thinnes
Theater

Alles was zählt

Lieder von Geld und Schulden

Mit wenigen Dingen haben sich Popikonen und Songwriter so intensiv beschäftigt wie mit der Frage nach dem nötigen Geld. Sei es die Sehnsucht nach überbordendem Reichtum oder die Angst vor der drohenden Armut: »Get Rich or Die Tryin’«. Dass sich die Vorstellungen, wie dem Geld beizukommen sei, nicht immer im Rahmen des Legalen bewegen, scheint kaum der Rede wert. Welchen Wert es in unserem Leben einnimmt, ist so grundverschieden, wie das, was wir darunter verstehen. Wir sind Spieler und Zocker, gierig und unvernünftig, arme Schlucker und Dilettanten.
Aber was zählt wirklich? Das Studiojahr Schauspiel singt sich durch einen Businesstag, an dem es nicht nur Gewinner_innen gibt und sich das wahre Glück an ganz unerwarteten Stellen zeigt.

Das Studiojahr Schauspiel wird ermöglicht durch die Aventis Foundation, Crespo Foundation und Dr. Marschner Stiftung.

Regie: Michael Lohmann
Musikalische Leitung: Günter Lehr
Bühne: Martin Holzhauer
Kostüme: Martina Suchanek
Dramaturgie: Ursula Thinnes
Theater

Der Bau

von Franz Kafka

Kafkas Erzählung »Der Bau« ist das Protokoll einer unterirdischen Welt, in der Glück und Paranoia eng verschwistert sind. Er beschreibt eine Art Menschentier, eben ein kafkaeskes, denkendes Tier. Das Wesen lebt in einem gedanklichen Kreuzzug, im permanenten Ausnahmezustand, gerichtet gegen die Außenwelt, gegen mögliche Eindringlinge. Das kleinste Geräusch ist Maximal-Stress für den Erschaffer. »Der Bau« ist eine Parabel über die Gesellschaft, die permanent Risiken schafft, indem sie diese zu verhindern sucht. Wie in allen Erzählungen Kafkas treiben die Konsequenzen ihres Handelns und Denkens die Wesen, Tiere, Menschen, Männer unerbittlich vor sich her, meist verlassen von jeglichem Realitätssinn. Die Produktion ist eine Übernahme des Theater Neumarkt Zürich.

Regie und Einrichtung: Max Simonischek
Bühne: Besim Morina
Kostüme: Modedesign Basman & Joel Basman
Dramaturgie: Daniel Freitag
Theater

Sklaven leben

von Konstantin Küspert

Auftragswerk im Rahmen der Frankfurter Positionen

»Ich hab noch nicht einen einzigen Sklaven in Katar g’sehn.« Mit diesem Zitat hat Franz Beckenbauer die Haltung vieler Menschen im Westen auf den Punkt gebracht. Immerhin: Nach über 200 Jahren Kampf gegen die Sklaverei ist sie heute in allen Ländern der Erde per Gesetz verboten. Und trotzdem ist sie überall zu finden. Sklaverei ist zu einem zentralen Baustein globaler Ökonomie geworden und versorgt uns hier im Westen mit einer überbordenden Vielfalt an Produkten und Dienstleistungen: Kleidung, Kosmetik, Elektronik, Lebensmittel, Altenpflege, Fußballweltmeisterschaften ... Wir alle konsumieren diese Produkte tagtäglich, obwohl wir uns der Produktionsbedingungen und Ausbeutungsstrategien dahinter sehr wohl bewusst sind. Oder sein müssten. Konstantin Küspert hat ein Kaleidoskop der unterschiedlichen Perspektiven geschrieben, in dem er die Mechanismen selektiver Wahrnehmung von unserem westlichen Lebensstandard analysiert und dechiffriert – ebenso, wie die andere Seite der westlichen Moderne, nämlich den engen historischen Zusammenhang von europäischem Kolonialismus, Massensklavereien, Imperien und Kapitalismus.

Regie: Jan-Christoph Gockel
Bühne und Kostüme: Amit Epstein
Musik: Komi Togbonou
Dramaturgie: Judith Kurz
Theater

Jetzt aber anders

Inklusives Jugendtheaterprojekt von Martina Droste und Aleksandra Scibor

Jetzt aber anders! Vorsatz? Einsicht? Drohung? Im neuen inklusiven Jugendtheaterprojekt suchen Jugendliche mit den Mitteln des Physical Theatre nach kreativen Veränderungen. Viele sind in mehr oder weniger stabilen Verhältnissen der Zweitausender Jahre im Frankfurter Raum groß geworden, einige von ihnen ringen aufgrund ihrer Behinderung um ihren Platz innerhalb dieser Verhältnisse, andere verfügen über die Erfahrung gefährlicher Fluchtwege und großer Umbrüche in ihrer Lebensgeschichte. Miteinander entdecken sie die Sehnsucht nach persönlichen Gestaltungsräumen genauso wie den Wunsch nach »Freiheit, also ein politisches Leben zu führen« (Hannah Arendt). Welchen unbewussten oder reflektierten Einfluss üben dabei zeitgeschichtliche Umbrüche aus? Ein 12-köpfiges Ensemble zwischen 14 und 22 Jahren forscht gemeinsam mit Aleksandra Ścibor, Tänzerin, Choreographin und Embodiment Artist, und Martina Droste, Theaterpädagogin, Regisseurin und Feldenkrais-Lehrerin, zu diesen Fragen.

Regie und Konzept: Martina Droste
Choreographie: Aleksandra Maria Scibor
Bühne und Kostüme: Michaela Kratzer
Theater

Eine Frau flieht vor einer Nachricht

von David Grossman

Für die Bühne bearbeitet von Jessica Glause und Alexander Leiffheidt
Wie soll eine Mutter ihren Sohn schützen, der freiwillig in den Krieg gezogen ist? Kann sie etwas anderes tun als hoffen und warten? Was, wenn die Nachricht von seinem Tod bereits auf dem Weg ist zu ihr? Ora beschließt, zu fliehen. Nicht erreichbar zu sein; ihren Sohn Ofer zu beschützen, indem sie ihn in ihren Erinnerungen und in ihrer Liebe birgt. Sie sucht Ofers Vater Avram auf, der selbst ein vom Krieg Zerstörter ist und darum kein Vater sein konnte. Zusammen wandern die beiden die Grenzen ihres Landes ab. Und Ora erzählt: von ihrer Liebe, ihrer Wut und vom Leben in einem Land voller Hoffnung und Gewalt. David Grossman, dessen Sohn Uri 2006 im Libanon fiel, beschreibt in seinem Werk die existentielle Verstrickung von Leben und Politik, die scheinbar unheilbaren Wunden des Nahost-Konflikts und die Möglichkeit einer Hoffnung auf Frieden. Mit Ora hat er eine der faszinierendsten Frauenfiguren der modernen Literatur erschaffen.

Regie: Jessica Glause
Bühne: Mai Gogishvili
Kostüme: Hugo Holger Schneider
Musik: Joe Masi
Dramaturgie: Alexander Leiffheidt
Theater

Stimmen einer Stadt I+III

Im Dickicht der Einzelheiten | Ein Hund namens Dollar
von Wilhelm Genazino, Teresa Präauer

»Im Dickicht der Einzelheiten« von Wilhelm Genazino
Der Büchner-Preisträger und Frankfurter Autor Wilhelm Genazino hat für das Schauspiel Frankfurt ein Monodrama geschrieben: Ein Flaneur streift durch die Mainmetropole und beobachtet dabei das Leben in Frankfurt. Zwischen Banken, Müll, Parks und Geschäften entsteht die Poesie einer modernen Großstadt.

»Ein Hund namens Dollar« von Teresa Präauer
Wie kann man aus nichts Geld machen? Ein Spekulant kauft sich den hässlichsten Hund auf einer Hundemesse, der ihm einen Tag lang zum vertrauten Begleiter in der Stadt wird. Gewusst wie, erzielt unser Spekulant beim Verkauf des Hundes am Ende des Tages einen Preis, der sich sehen lassen kann.

In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Frankfurt. Ermöglicht durch den Hauptförderer, die Deutsche Bank Stiftung, sowie die Aventis Foundation, Deutsche Vermögensberatung, FAZIT-STIFTUNG und die Adolf und Luisa Haeuser-Stiftung für Kunst- und Kulturpflege.

Regie: Anselm Weber
Bühne und Video: Philip Bußmann
Kostüm: Mareike Wehrmann
Musik: Thomas Osterhoff
Dramaturgie: Marion Tiedtke
Theater

Stimmen einer Stadt II+III

Absturz | Ein Hund namens Dollar
von Olga Grjasnowa, Teresa Präauer

»Absturz« von Olga Grjasnowa
Eine dreißigjährige Mitarbeiterin am Frankfurter Flughafen wird eines Morgens geweckt: Eine Maschine ihrer Airline ist abgestürzt, sie soll die Angehörigen betreuen. Der Absturz verändert von einem auf den anderen Moment nicht nur das Leben der anderen, sondern auch ihr eigenes.

»Ein Hund namens Dollar« von Teresa Präauer
Wie kann man aus nichts Geld machen? Ein Spekulant kauft sich den hässlichsten Hund auf einer Hundemesse, der ihm einen Tag lang zum vertrauten Begleiter in der Stadt wird. Gewusst wie, erzielt unser Spekulant beim Verkauf des Hundes am Ende des Tages einen Preis, der sich sehen lassen kann.

In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Frankfurt. Ermöglicht durch den Hauptförderer, die Deutsche Bank Stiftung, sowie die Aventis Foundation, Deutsche Vermögensberatung, FAZIT-STIFTUNG und die Adolf und Luisa Haeuser-Stiftung für Kunst- und Kulturpflege.

Regie: Anselm Weber
Bühne und Video: Philip Bußmann
Kostüme: Mareike Wehrmann
Musik: Thomas Osterhoff
Dramaturgie: Marion Tiedtke
Theater

Stimmen einer Stadt V+VI

Ich verlasse dieses Haus | Branka
von Thomas Pletzinger, Angelika Klüssendorf

Neue Stimmen fügen sich in das urbane Kaleidoskop, das in dem Monodrama-Projekt »Stimmen einer Stadt« entsteht:

»Ich verlasse dieses Haus« von Thomas Pletzinger
Thomas Pletzinger ist ein Meister der literarischen Reportage. Sein Text verleiht einer Frau die Stimme, die den letzten – unsentimentalen – Rundgang durch ihr Hotel macht, das sie jahrelang mit trockenem Humor und praktischem Verstand geführt hat.

»Branka« von Angelika Klüssendorf
In »Branka« von Angelika Klüssendorf erzählt eine Wirtin am Ende eines arbeitsreichen Tages vom Verlust der Heimat, vom Neuanfang in Frankfurt, von einer scheinbar unauflöslichen, strukturellen Gewalt in ihrem Leben: einer Gewalt, der sie mit ihrem lauten und überbordenden »Branka-Lachen« begegnet.

In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Frankfurt. Ermöglicht durch den Hauptförderer, die Deutsche Bank Stiftung, sowie die Aventis Foundation, Deutsche Vermögensberatung, FAZIT-STIFTUNG und die Adolf und Luisa Haeuser-Stiftung für Kunst- und Kulturpflege.
Theater

Stimmen einer Stadt IV

Unvollkommene Umarmung
von Antje Rávik Strubel

Neue Stimmen fügen sich in das urbane Kaleidoskop, das in dem Monodrama-Projekt »Stimmen einer Stadt« entsteht:

»Unvollkommene Umarmung« von Antje Rávik Strubel
Die Potsdamer Autorin Antje Rávik Strubel interessiert sich für das Unsichere unserer Identitäten, für die Frage, wer wir sind, für die Leerstellen in unseren Leben. Sie porträtiert einen Strafverteidiger, dessen Rückblick auf seine erfolgreiche Karriere feine Risse zwischen öffentlichem und privatem Leben offenbart.

In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Frankfurt. Ermöglicht durch den Hauptförderer, die Deutsche Bank Stiftung, sowie die Aventis Foundation, Deutsche Vermögensberatung, FAZIT-STIFTUNG und die Adolf und Luisa Haeuser-Stiftung für Kunst- und Kulturpflege
Theater

An Oak Tree
(Die Eiche)

Tim Crouch

Ein Hypnotiseur in einer Bar vor Publikum. Die Show läuft nicht gut. Der Hypnotiseur kann niemanden hypnotisieren, schon seit drei Monaten nicht mehr. Er hat ein Mädchen überfahren. Tot. Es war nicht seine Schuld. Seit drei Monaten geht der Vater des Mädchens jeden Tag zur Unfallstelle. Dort steht ein Baum. In dem Baum erkennt er seine Tochter. Seine Tochter lebt weiter in diesem Baum. Es klingt verrückt, aber es ist so. Heute Abend sitzt der Vater im Publikum. Er will nicht verrückt werden. Er ist voller Trauer. Er hofft, dass der Hypnotiseur ihm helfen kann. »An Oak Tree« ist ein Stück über Verlust und Befreiung, über Verwandlung und die Kraft der Suggestion. Das Publikum der Hypnose-Show sind Sie (Mitmachen nicht erforderlich!). Der Vater ist in jeder Vorstellung ein neuer Schauspieler, der den Text ebenso wenig kennt wie Sie. Nichts wird improvisiert, und doch ist alles immer neu. Alles geht schief, und doch gelingt die Verwandlung. Vor Ihren Augen.

Regie: Tim Crouch
Bühne: Loriana Casagrande
Kostüme: Anna Sünkel
Dramaturgie: Alexander Leiffheidt
Theater

Der alte Schinken

Stückentwicklung von Nele Stuhler und Jan Koslowski

Der Schinken ist die Keule des Schweins, also seine hintere Körperpartie. Das Bürgertum ist so etwas wie der Schinken der Demokratie. Ihr Sitzfleisch. Ein nahrhaftes und lange gereiftes Stück unserer heutigen Gesellschaft. Ein alter Schinken eben. Aber warum will den niemand mehr essen? Weil er so alt geworden ist? Weil die Bürger das –tum längst abgeschüttelt haben? Jedenfalls ist es jetzt tot, das Bürgertum. Niemand weiß, warum es tot ist und wie lange schon. Fest steht, es wurde neulich noch lebend gesehen. Ein forensisches Fossil. Vielleicht hat es sich selbst umgebracht oder ist eines natürlichen Todes gestorben. Doch viel wahrscheinlicher ist, dass das Bürgertum hinterrücks ermordet wurde. Im Hochtaunuskreis treffen sich deswegen die ersten Opfer eines langen Epos, das hier seinen Epilog findet. In den Augen der Briefträgerin steht die Trauer über das Ableben einer ganzen aussterbenden Klasse. Wer wurde hier eingeladen und warum? Und wer wurde eigentlich ermordet? Das gilt es herauszufinden. Der Tod des Bürgertums ist der schlechteste Krimi der Welt.

Regie: Jan Koslowski, Nele Stuhler
Bühne: Bertschinger, Chasper
Kostüme: Svenja Gassen
Dramaturgie: Konstantin Küspert
Theater

Abschied von den Eltern

von Peter Weiss

Im Dezember 1958 starb die Mutter von Peter Weiss und kurz darauf sein Vater. Und obwohl das Verhältnis zu beiden, besonders jedoch zur dominanten Mutter, von fortwährenden Auseinandersetzungen geprägt war, traf Weiss der Verlust der Eltern hart. Was folgte war eine schwere Depression, eine Lebenskrise, geprägt von Gefühlen des »Fremdseins« und der »Unzugehörigkeit«, welche schließlich zu einer Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich führte. Peter Weiss gelangte zu der Überzeugung, dass allein in der bewussten, analytischen Aufarbeitung der Vergangenheit die Möglichkeit lag, sich von ihr zu emanzipieren und sich neu zu erschaffen. In dieser Zeit entstand »Abschied von den Eltern«. Die autobiographische Erzählung handelt von dem Zauber und den Abgründen der Kindheit, den schmerzhaften Prozessen des Wachsens, der Suche nach einem eigenen Leben als künstlerische Persönlichkeit. Es ist das Protokoll einer Selbstbefreiung und zugleich eine kritische Betrachtung des konservativen Bürgertums Mitte des 20. Jahrhunderts, weshalb »Abschied von den Eltern« auch zu einem wichtigen Werk für die Jugendprotestbewegung von 1968 wurde. Kornelius Eich hat die Inszenierung ursprünglich im Rahmen der X-Räume Reihe „Spielraum“ erarbeitet.

Regie: Kornelius Eich
Bühne: Loriana Casagrande
Kostüme: Mareike Wehrmann
Dramaturgie: Judith Kurz
Besetzung: Peter Schröder
Theater

Die Verwandlung

nach Franz Kafka

Der Handlungsreisende Gregor Samsa erwacht eines Morgens und stellt fest, dass er seine menschliche Gestalt und Sprache verloren hat. So beginnt Franz Kafkas weltberühmte Erzählung. Doch nicht nur der Protagonist selbst, auch sein herrischer Vater, seine kranke Mutter und seine besorgte Schwester – ja, sogar die Räume der Wohnung verwandeln sich. Nichts ist, wie es scheint, selbst das Vertrauteste wird zur Bedrohung. Bis für die Familie schließlich fest steht: Gregor Samsa muss weg. Jan-Christoph Gockels Inszenierung überträgt Kafkas unsicher gewordene Welt in ein vielfach fragmentiertes Spiel mit Perspektiven und Dimensionen. Aus Menschen werden Puppen, aus Miniaturen Riesen, aus Träumen wahnhafte Realität. Kafkas karge, präzise und doch verdunkelnde Sprache findet ihr Gegenstück in starken Theaterbildern, die das zentrale Thema der Entmenschlichung herausstellen, ohne dabei das Rätsel Kafka bis ins Letzte auflösen zu wollen. Die Inszenierung ist eine Übernahme vom Schauspielhaus Bochum.

Regie: Jan-Christoph Gockel
Bühne: Julia Kurzweg
Kostüme: Amit Epstein
Musik: Matthias Grübel
Puppenbau/-spiel: Michael Pietsch
Dramaturgie: Alexander Leiffheidt
Theater

Am Königsweg

von Elfriede Jelinek

Der Weg des neuen Königs war mühselig, brutal und schmutzig, doch jetzt ist der Thron bald nicht mehr leer, der neue König ist gewählt - und er, der Außenseiter, bringt ein schreckliches Schicksal, wird alles verändern… Die Literaturnobelpreisträgerin analysiert in ihrem neuen Stück das Phänomen Trump, seinen Wahlkampf, seinen Charakter, seine Versprechen und seine Lügen, und sieht darin die historische Parallele zu König Ödipus. Ein hellsichtiger, düsterer Blick in die jüngste Vergangenheit und in die nächste Zukunft, gewohnt sprachbrilliant und hochrelevant. Seit Jahren ist Elfriede Jelinek eine besondere Stimme in der zeitgenössischen Dramatik, da sie sich zu aktuellen politischen Ereignissen positioniert.

Regie: Miloš Lolić
Bühne: Evi Bauer
Kostüme: Jelena Miletić
Dramaturgie: Konstantin Küspert
Choreografie: Luciano Hiwat
Aufführungen / Konzert Oper Frankfurt Frankfurt am Main, Willy-Brandt-Platz
Aufführungen / Theater Schauspielhaus Frankfurt Frankfurt am Main, Willy-Brandt-Platz
Aufführungen / Theater Stadttheater Aschaffenburg Aschaffenburg, Schlossgasse 8
Aufführungen / Theater Galli Theater Wiesbaden Wiesbaden, Adelheidstr. 21
Aufführungen / Theater Internationales Theater Frankfurt Frankfurt am Main, Hanauer Landstr. 5 - 7 (Zoo-Passage)
Aufführungen / Aufführung FREIES SCHAUSPIEL ENSEMBLE Frankfurt am Main, Basaltstraße 23
So, 24.3.2019, 20:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung FREIES SCHAUSPIEL ENSEMBLE Frankfurt am Main, Basaltstraße 23
Mi, 27.3.2019, 19:30 Uhr
Aufführungen / Aufführung FREIES SCHAUSPIEL ENSEMBLE Frankfurt am Main, Basaltstraße 23
Sa, 30.3.2019, 20:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung FREIES SCHAUSPIEL ENSEMBLE Frankfurt am Main, Basaltstraße 23
Fr, 5.4.2019, 20:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung FREIES SCHAUSPIEL ENSEMBLE Frankfurt am Main, Basaltstraße 23
Sa, 6.4.2019, 20:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung FREIES SCHAUSPIEL ENSEMBLE Frankfurt am Main, Basaltstraße 23
So, 7.4.2019, 18:00 Uhr
Aufführungen / Theater Internationales Theater Frankfurt Frankfurt am Main, Hanauer Landstr. 5 - 7
Aufführungen / Theater Die Katakombe Frankfurt, Pfingstweidstrasse 2
Aufführungen / Theater Theaterhaus Frankfurt Frankfurt am Main, Schützenstrasse 12
Aufführungen / Tanz TANZPLAN interart projekte Hofheim am Taunus, Kelkheimer Straße 11
Aufführungen / Konzert Darmstädter Hofkapelle Darmstadt, Mauerstr. 17
Aufführungen / Oper Kammeroper Frankfurt Frankfurt am Main, Sternstr. 31
Aufführungen / Festival Rheingau Musik Festival Oestrich Winkel, Rheinallee 1
Aufführungen / Theater Varieté-Theater PEGASUS Bensheim, Platanenallee 5
Aufführungen / Theater Theater alte Brücke Frankfurt, Kleine Brückenstraße 5
Aufführungen / Theater Freies Schauspiel Ensemble Frankfurt, Basaltstraße 23
Aufführungen / Konzert PRO ARTE Frankfurt am Main, Postfach 160162
Aufführungen / Theater Volkstheater Hessen e.V. Frankfurt am Main, Pfingstweidstraße 2

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