Schauspielhaus         Kammerspiele    

SCHAUSPIEL FRANKFURT | Schauspielhaus & Box

Spielzeit 2017/18

Das Schloss

nach Franz Kafka

Premiere: 13. Januar 2018, Schauspielhaus

Nacht. Ein verschneites namenloses Dorf. Der Landvermesser K. sucht Unterschlupf. Er hat einen Auftrag aus dem Schloss bekommen, das geheimnisvoll und schwer über dem Dorf thront. Doch die Dorfbewohner treten ihm kühl und feindselig gegenüber. Die Zeit gefriert. Das Schloss zeigt sich als ein undurchschaubares, bürokratisches System aus Regeln und Hierarchien. Angesichts der unermüdlichen Versuche K.s, in die Dorfgemeinschaft aufgenommen zu werden, scheint der Auftrag immer mehr an Bedeutung zu verlieren. K. ist in einem Paradox gefangen: Das Schloss steht ihm nicht offen, aber er kann das Dorf auch nicht verlassen. Es ist, als ob Kafka keinen Weg aus seinem eigenen Labyrinth gefunden hätte. K. schwankt zwischen Erstarrung und Verlangen. Warum er nicht geht? »Was hätte mich denn in dieses öde Land locken können, als das Verlangen hier zu bleiben.«

Regie und Bühne: Robert Borgmann
Kostüme: Thea Hoffmann-Axthelm
Musik: Philipp Weber
Dramaturgie: Ursula Thinnes

Ort:

Schauspielhaus

Termine:

Sa, 13.1.2018, 19:30 | Premiere |
Mi, 17.1.2018, 19:30 |
Do, 18.1.2018, 19:30 |
Mo, 22.1.2018, 19:30 |
Fr, 26.1.2018, 19:30 |
Mo, 29.1.2018, 19:30 |
Do, 1.2.2018, 19:30 |
Fr, 2.2.2018, 19:30 |

Romeo und Julia

von William Shakespeare

Premiere: 20. Januar 2018, Schauspielhaus

Die Welt ist geteilt: Auf der einen Seite der Mauer herrschen die Capulets, auf der anderen die Montagues. Gewalt herrscht auf beiden Seiten. Jede Grenzüberschreitung, jede Begegnung fordert Verletzte und Tote. Warum verliebt sich Romeo, der Sohn des Hauses Montague, ausgerechnet in Julia, die Tochter Lady Capulets? Ist es die Lebensgefahr dieser Liebe, die beide zueinander zieht? Pater Lorenzo vollzieht die heimliche Trauung. Doch nach nur einer Nacht nimmt die Katastrophe ihren Lauf: Romeo tötet Julias Cousin Tybalt und muss fliehen. Julias manische Mutter betreibt mit Hochdruck die Heirat ihrer Tochter mit einem Nebenbuhler. Es bleibt nur Flucht. Oder Tod. Oder beides? Marius von Mayenburg erzählt Shakespeares berühmte Tragödie als Geschichte der Faszination von Liebe und Tod. Die Unerbittlichkeit der Gewalt erhält sinnliche Gestalt in der »Friedensmauer« von Stéphane Laimé. Dabei müssen sich auch die Zuschauer entscheiden: Auf welcher Seite der Mauer stehen Sie? Die Inszenierung wurde im Frühjahr 2017 am Schauspielhaus Bochum erarbeitet.

Regie: Marius von Mayenburg
Bühne: Stéphane Laimé
Kostüme: Miriam Marto
Dramaturgie: Alexander Leiffheidt

Ort:

Schauspielhaus

Termine:

Sa, 20.1.2018, 19:30 | Premiere |
So, 21.1.2018, 18:00 |

Tintenherz

von Cornelia Funke

Familienstück ab 8 Jahren

Meggie liebt Bücher über alles, genauso wie ihr Vater Mo. Mit dem plötzlichen Auftauchen eines geheimnisvollen Fremden, der sich »Staubfinger« nennt, beginnt für Meggie eine abenteuerliche Reise ins Innere der Bücher. Als sie in die Fänge der Erzgauner Basta, Flachnase und des diabolischen Capricorns gelangt, benötigt sie ihren ganzen Mut und Verstand. Was verbirgt sich hinter der Macht des Buches »Tintenherz«, von dem Capricorn alle Exemplare vernichten will? Was hat ihr Vater damit zu tun, den all diese merkwürdigen Gestalten zu kennen scheinen und »Zauberzunge« nennen? Aus Cornelia Funkes 2003 erschienenem Roman »Tintenherz« ist mittlerweile ein Klassiker der Kinderliteratur geworden. Er ist eine Liebeserklärung ans Geschichtenerzählen und an die Kraft der Phantasie, der es gelingt, das Böse zu überwinden.

Regie: Rüdiger Pape
Bühne und Kostüme: Rump, Thomas
Musik: Herzfeld, Sebastian
Video: Bill, Sami
Dramaturgie: Ursula Thinnes

Ort:

Schauspielhaus

Termine:

So, 17.12.2017, 14:00 |
So, 17.12.2017, 17:00 |
Mo, 18.12.2017, 09:00 |
Di, 19.12.2017, 10:00 |
Di, 19.12.2017, 12:30 |
Mi, 20.12.2017, 10:00 |
Mo, 25.12.2017, 14:00 |
Mo, 25.12.2017, 17:00 |

Alle meine Söhne

von Arthur Miller

Joe Keller ist im Krieg reich geworden. Dass seine Firma die Air Force mit fehlerhaften Bauteilen für Flugzeuge belieferte und infolgedessen 21 Piloten bei Abstürzen ums Leben kamen, darüber spricht heute niemand mehr. Damals ging Joes Firmenpartner Steve ins Gefängnis, während er selbst das Gericht von seiner Unschuld überzeugen konnte. Sein jüngster Sohn Chris ist nun die Nachwuchshoffnung des Unternehmens, denn sein älterer Bruder Larry, ein Kampfpilot, gilt seit Jahren als verschollen. Allein die Mutter hält zwanghaft an dem Glauben fest, dass ihr Sohn noch lebt. Chris, überzeugt vom Tod seines Bruders, will Ann heiraten – einst die Verlobte Larrys und außerdem Tochter des inhaftierten Geschäftspartners des Vaters. Die Mutter ist strikt gegen die neue Verbindung. Das würde bedeuten, den Tod des vermissten Sohnes zu akzeptieren. Millers Stück blickt schonungslos hinter die Fassaden wohlanständiger Bürgerlichkeit. Anselm Weber hat diese Inszenierung im Frühjahr 2017 am Schauspielhaus Bochum erarbeitet.

Regie: Anselm Weber
Bühne: Merkel, Lydia
Kostüme: Irina Bartels
Musik: Thomas Osterhoff

Ort:

Schauspielhaus

Termine:

Di, 26.12.2017, 15:30 |
Fr, 29.12.2017, 19:30 |
Fr, 19.1.2018, 19:30 |
So, 4.2.2018, 16:00 |

Richard III

von William Shakespeare

In einer Fassung von Jan Bosse und Gabriella Bussacker

Fast dreißig Jahre tobte der Kampf der Machteliten um die Vorherrschaft in England und forderte auf allen Seiten viele Opfer. Jetzt herrscht endlich wieder Frieden. Es wird getanzt und gefeiert. Doch das ist nichts für Richard, den Herzog von York. Er braucht den Krieg, der fast sein ganzes bisheriges Leben erfüllt hat. Als unansehnliche Missgeburt, als Außenseiter sucht er seinen Platz: Er will König werden. Richard kennt nicht nur das Schlachtfeld, sondern auch alle Strategien der Intrige und des Verrats. Er weiht uns in seine Pläne ein und führt uns seine Skrupellosigkeit als mörderischer Polit-Player vor, der nur ein Ziel zu kennen scheint: ICH, das Weltreich mit drei Buchstaben.´»Richard III« ist eines der frühesten Dramen Shakespeares, uraufgeführt 1593. Es liefert uns die Folie, unsere Zeitgenossenschaft angesichts einer ungewissen Zukunft zu befragen, in der Zivilisation und Humanismus Humanismus unterzugehen drohen.

Regie: Jan Bosse
Bühne: Stéphane Laimé
Kostüme: Tabea Braun
Musik: Arno Kraehahn
Dramaturgie: Gabriella Bussacker

Ort:

Schauspielhaus

Termine:

Mo, 18.12.2017, 19:30 |
Mi, 20.12.2017, 19:30 |
Fr, 22.12.2017, 19:30 |
So, 31.12.2017, 16:00 |
Fr, 5.1.2018, 19:30 |
Sa, 27.1.2018, 19:30 |
So, 28.1.2018, 16:00 |
Sa, 3.2.2018, 19:30 |

Das siebte Kreuz

von Anna Seghers

Georg Heisler ist auf der Flucht. Ob sein Weg in die Freiheit oder in den Tod führt, hängt nicht von ihm ab, das entscheiden andere. Es sind diese Anderen, die ihm begegnen auf den Wegen am Rhein, den Höhen des Taunus und schließlich in den Straßen von Frankfurt: Menschen, die das Risiko eingehen, ihn nicht zu verraten, die nicht fragen, sondern helfen. Es sind Menschen, die eine Entscheidung treffen müssen, für sich, für Georg und für das, woran wir glauben. Anna Seghers weltberühmter Roman von 1942 zeigt eindrücklich, was es heißt, auf der Flucht zu sein: Flucht ist die existenzielle Erfahrung der Bedürftigkeit. Wir bedürfen derer, die uns schützen und leiten; ohne sie, ohne ihren Mut und ihre Entschlossenheit sind wir verloren. Sie betrifft uns alle als Opfer, Täter oder Mitwisser. In der Bearbeitung von Sabine Reich und der Regie von Anselm Weber kommt dieser Roman zum ersten Mal in der Stadt auf die Bühne, in der diese Fluchtgeschichte spielt.

Regie: Anselm Weber
Bühne: Bauer, Raimund
Kostüme: Irina Bartels
Musik: Osterhoff, Thomas
Dramaturgie: Konstantin Küspert

Ort:

Schauspielhaus

Termine:

Sa, 16.12.2017, 19:30 |
Do, 21.12.2017, 19:30 |
So, 7.1.2018, 18:00 |
Do, 11.1.2018, 19:30 |

Woyzeck

von Georg Büchner

»Woyzeck« ist das berühmteste Dramenfragment der Theatergeschichte und Büchner der berühmteste Dramatiker aus Hessen. Noch kurz vor seinem Tod 1837 hat der damals 33-jährige Doktor der Medizin mit seinen Szenen eine Dramaturgie der Moderne kreiert, die bis heute unsere Lese- und Seherfahrungen prägt: Kurze Sätze, abrupte Szenenenden, parallele Erzählstränge und schnelle Orts- und Zeitwechsel generieren eine Welt, die für den Menschen selbst zum Fragment wird. Woyzeck ist nicht nur das Opfer sozialer Verhältnisse oder ein pathologischer Musterfall. In seinem Drama seziert Büchner zugleich die Erfahrung einer neuen Obdachlosigkeit: ein Leben, das kein Sinn und keine Moral mehr zusammenhält, auch nicht das kleine Glück der Familie oder das große Glück der Liebe. Die Welt zerfällt in den Augen Woyzecks in eine Unverbindlichkeit, in deren Mitte er zum Spielball der Anderen wird. Der Gott, auf den Woyzeck sich beruft, hat die Welt längst verlassen.

Regie: Vontobel, Roger
Bühne: Rohner, Claudia
Kostüme: Hofmann, Ellen
Musik: Finnendahl, Orm
Video: Walter, Clemens
Dramaturgie: Tiedtke, Marion

Ort:

Schauspielhaus

Termine:

Fr, 15.12.2017, 19:30 |
Sa, 23.12.2017, 19:30 |
Sa, 30.12.2017, 19:30 |
So, 14.1.2018, 18:00 |
Do, 25.1.2018, 19:30 |

Rose Bernd

Gerhart Hauptmann

Fassung von Roger Vontobel und Marion Tiedtke

Der Prozess einer 25-jährigen Kindsmörderin, dem Gerhart Hauptmann im Jahr 1903 als Geschworener beiwohnte, hat ihn nicht mehr losgelassen: Wieso bringt eine Mutter ihr Kind um? Sein Schauspiel »Rose Bernd« führt uns in eine Welt, in der jeder auf der Suche nach dem eigenen Glück seine Haut retten muss – koste es, was es wolle. An der fleißigen, selbstbewussten, aber mittellosen Rose entzündet sich der Konflikt. Sie opfert sich für das finanzielle Auskommen ihrer Familie auf und versucht, es allen recht zu machen. Doch sie wird verführt, verkuppelt, vergewaltigt, verstoßen. Jeder braucht Rose, jeder benutzt sie und jeder lässt sie fallen. Die Welt kennt keine Gnade, wenn man mit der Schuld eines anderen die eigene verdecken kann. So wird Rose unschuldig schuldig und schließlich fast verrückt an Verhältnissen, die nicht zu ändern sind. Hauptmann zeigt uns eine Tragik, die keine Schuldigen kennt, nur ein Leben, das kaum zu meistern ist.

Regie: Roger Vontobel
Bühne: Rohner, Claudia
Kostüme: Ellen Hofmann
Musik: Herrmann, Matthias
Dramaturgie: Marion Tiedtke

Ort:

Schauspielhaus

Termin:

Sa, 6.1.2018, 19:30 |

Schauspiel Frankfurt

Schauspielhaus

Willy-Brandt-Platz (Oper Frankfurt am Main)
D 60311 Frankfurt am Main

Telefon: +49 (0)69 / 13 40 400
E-Mail: info@schauspielfrankfurt.de