MUSEUM FÜR MODERNE KUNST FRANKFURT AM MAIN

Das Museum für Moderne Kunst (MMK) wurde 1991 eröffnet und zählt heute zu den wichtigsten Museen in Europa. Gebaut von dem Wiener Architekten Hans Hollein ist das MMK einer der spektakulärsten Museumsbauten der Postmoderne. Ein Besuch dieses Museums gehört zum unverzichtbaren kulturellen Ereignis in Frankfurt.

Die Sammlung des MMK umfasst hochkarätige Werke der europäischen und amerikanischen Kunst der 60er Jahre bis hin zu aktuellen Positionen der internationalen Gegenwartskunst. Mit regelmäßigen Sonderausstellungen, die sich im Kontext der Sammlung präsentieren, hinterfragt das MMK seine Position als Museum und versteht sich als Ort permanenter Perspektivwechsel.
Das zentrale Anliegen des MMK besteht im Aufbau einer Sammlung zeitgenössischer Kunst und in deren Vermittlung.

Radical Conceptual

Fr, 19.2.2010 - So, 22.8.2010

Die zweite Sammlungspräsentation des MMK, die an die Auswahl von Meisterwerken der Pop-Art und des Minimalismus anschließt, konzentriert sich auf Werke der amerikanischen und europäischen Konzeptkunst von 1966 bis heute.
Im Zusammenhang mit Hanne Darbovens 900seitiger Schreibzeit »Ein Jahrhundert – Johann Wolfgang von Goethe gewidmet«, die sich seit dem Eröffnungsjahr in der Sammlung des MMK befindet, stellen wir erstmals das musikalische Werk der Künstlerin »opus 25« vor, das sie 1988 durch Transkription des reinen Zahlenwerkes in Notenschrift in eine minimalistische Komposition verwandelt hat. Im weiteren korrespondieren Hauptwerke wie On Kawaras Serie der »Today Paintings« und Lawrence Weiners Wandarbeit »STONES FOUND AND BROKEN SOMETIMES IN THE FUTURE« mit Neuerwerbungen von John Baldessari, von dem wir die frühen Filme wie »6 Colorful Inside Jobs« zeigen oder Tony Conrads »Yellow Movies« von 1973. Ergänzt wird diese Präsentation konzeptueller Kunst mit aktuellen Werken einer jüngeren Künstlergeneration wie Ai Wei Wei, Francis Alÿs oder Jeroen de Rijke/Willem de Rooij, die in dieser Tradition stehen, und sie weiterentwickelt haben. Zu den prominentesten Neuerwerbungen zählt das raumbezogene Werk »...rinsed with mercury...« des britischen Künstlers Cerith Wyn Evans aus dem Jahr 2009, das eines der Gedichtes von James Merrill (1926-1995) in einem 25 Meter langen Band aus Neonbuchstaben erleuchten lässt. Das MMK schlägt damit eine Brücke über mehr als 40 Jahre internationaler, konzeptueller Kunst in ihren zahlreichen Facetten.

Bild: Francis Alÿs
Time is a trick of mind, 1998
MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main

Funktionen der Zeichnung

Konzeptuell Kunst auf Papier aus der Sammlung des MMK

Fr, 26.3.2010, 19:00 | Eröffnung

Sa, 27.3.2010 - So, 22.8.2010

Erstmals zeigt das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main vom 28. März bis zum 22. August 2010 aus seiner reichhaltigen grafischen Sammlung konzeptuelle Kunst auf Papier, die seit den 60er Jahren wichtiger Bestandteil bildnerischen Denkens und Handelns vieler Künstler wurde. Allen voran haben Minimal- und Konzeptkunst neue Strategien entwickelt, an deren Anfangs- und Endpunkt oft die Zeichnung als Träger künstlerischer Ideen steht. Diese
können sich in reinen Konzepten aber auch in Diagrammen, Entwürfen oder begleitenden Vorzeichnungen artikulieren. Zeichnung, Schrift und Bild gehen dabei häufig eine eigenständige ästhetische Verbindung ein.
Zu sehen sind u.a. Werke von Carl Andre, Dan Flavin, On Kawara, Joseph Kosuth, Robert Morris, Barry Le Va, Stanley Brown, Gary Kuehn, Franz Erhard Walther, Robert Barry, Lawrence Weiner, Alighiero Boetti, Blinky Palermo, Ilya Kabakov und Claes Oldenburg, aber auch Beispiele einer jüngeren Künstlergeration wie Andreas Slominski, Tobias Rehberger und Nedko Solakov. Die meisten der genannten Künstler sind mit ganzen Werkgruppen von Zeichnungen in der Ausstellung vertreten, ergänzt durch herausragende Einzelblätter. Bis auf wenige Ausnahmen stehen alle hier ausgestellten Zeichnungen in direktem Zusammenhang mit skulpturalen oder konzeptuellen Werken der Sammlung des MMK.
Die Zeichnungen der konzeptuellen Kunst der 60er Jahre können ganz generell als Reflektion mentaler Aktivität, als ein »work in progress« beschrieben werden.
Sie überzeugen durch Klarheit und Präzision, können Handlungsanweisung, Konstruktionszeichnung, Aufbau- oder Ideenskizze sein oder gar Statement- und Zertifikatcharkter haben. Die Signatur bestätigt dabei die Autorschaft der Künstler, auch wenn das Werk, zum Beispiel eine Wandmalerei, durch Assistenten oder dritte Personen ausgeführt wird. Die Funktionen der Zeichnungen können sehr unterschiedlich sein: die Zeichnung als Festlegung; die Zeichnung als Erläuterung; die Zeichnung als Ritual; die Zeichnung als Untersuchung. Sie tragen in jedem Fall die individuelle »Handschrift« der jeweiligen Künstler.

Eine gesonderte Werkpräsentation ist in diesem Zusammenhang den Arbeiten auf Papier von Hanne Darboven gewidmet, die durch die Schenkung des Archivs von Jean-Christophe.

MMK Zollamt

1977 gründeten Ignes Ponto und die Dresdner Bank die Jürgen Ponto-Stiftung, um das mäzenatische Wirken des im gleichen Jahr von Terroristen der RAF ermordeten Vorstandssprechers der Dresdner Bank fortzusetzen. Jürgen Pontos Engagement für junge Künstler und sein Bestreben, der Kunst eine breitere Basis zu verschaffen, sind für die Tätigkeit der Stiftung bestimmend. Im Bereich der bildenden Kunst verfolgt die Jürgen Ponto-Stiftung das Ziel, junge, weitgehend unbekannte Künstlerinnen und Künstler, die am Anfang ihrer Karriere stehen, zu fördern. Mit ihrem aktuellen Förderprojekt für den Bereich Bildende Kunst will die Jürgen Ponto-Stiftung wieder verstärkt den Akzent auf die unmittelbare Künstlerförderung setzen. Seit 2003 werden jährlich zwei Arbeitsstipendien an junge Künstlerinnen und Künstler vergeben.

Der Eintritt in das MMK Zollamt ist frei.

Heide Nord & Falke Pisano

Stipendiaten der Jürgen Ponto-Stiftung

Fr, 16.4.2010, 19:00 | Eröffnung

Sa, 17.4.2010 - So, 13.6.2010

1977 gründeten Ignes Ponto und die Dresdner Bank die Jürgen Ponto-Stiftung, um das mäzenatische Wirken des im gleichen Jahr von Terroristen der RAF ermordeten Vorstandssprechers der Dresdner Bank fortzusetzen. Jürgen Pontos Engagement für junge Künstler und sein Bestreben, der Kunst eine breitere Basis zu verschaffen, sind für die Tätigkeit der Stiftung bestimmend.
Seit 2003 vergibt die Jürgen Ponto-Stiftung jährlich zwei Arbeitsstipendien an junge Künstlerinnen und Künstler. In Kooperation mit dem MMK erhalten alle drei Jahre zwei Stipendiaten die Möglichkeit ihr Werk einem breiten Publikum im Rahmen einer Ausstellung im MMK ZOLLAMT vorzustellen.
Im Bereich der Bildenden Kunst verfolgt die Jürgen Ponto-Stiftung seit ihrer Gründung das Ziel, junge, weitgehend unbekannte Künstlerinnen und Künstler, die am Anfang ihrer Karriere stehen, zu fördern. Die Motivation der Stiftung ist es, kreative Persönlichkeiten, in deren Werk sich innovative gestalterische Ideen manifestieren und das Potenzial zu einer eigenständigen Entwicklung erkennbar ist, in ihrem Schaffen zu ermutigen.
Vom 17. April bis 13. Juni 2010 werden im MMK Zollamt die Arbeiten der beiden Stipendiatinnen Heide Nord und Falke Pisano präsentiert.

Heide Nord (*1980) befasst sich in ihren Installationen im weitesten Sinne mit dem Medium Malerei, pflegt dabei jedoch sehr unterschiedliche Spielarten. In ihre Installationen bezieht sie verschiedene Materialien mit ein. Sie wechselt in ihren Arbeiten zwischen Abstraktion und Figurationund beschäftigt sich mit Themen der Naturwissenschaft, Anthropologie, Kunstgeschichte, Musik und Popkultur.

Die Auseinandersetzung von Betrachtung und Erfahrung bildet den inhaltlichen Gegenstand der Arbeiten der niederländischen Künstlerin Falke Pisano (*1978), die auf der Venedig Biennale des letzten Jahres vertreten war. Ein deutlicher Schwerpunkt liegt dabei auf der Beschäftigung mit abstrakten Objekten und deren Veränderbarkeit durch sprachliche, also ebenfalls abstrakte Mittel. Auch wenn ihre künstlerischen Arbeiten hauptsächlich auf Texten basieren, stehen sie immer in Bezug zum faktischen Dingen.

Das Ausstellungsprogramm im MMK Zollamt wird gefördert von der Jürgen Ponto-Stiftung.

Ort:

MMK Zollamt

VERANSTALTUNGEN

Öffentliche Führungen

Öffentliche Führungen sind thematisch ausgerichtet. Sie werden vorwiegend von den Fachwissenschaftlern des Museums gehalten. In der Regel finden öffentliche Führungen jeweils Dienstag, Donnerstag, Freitag und Samstag um 15.15 Uhr, Mittwoch um 11 Uhr und 18 Uhr und Sonntag um 11 Uhr statt. Die Themen finden Sie in der Monatsübersicht unter www.mmk-frankfurt.de (unter Vermittlung).

Die Führung ist kostenlos.

Öffentliche Führung für Kinder und Jugendliche

Für Kinder ab 8 Jahren

Beim gemeinsamen Besuch der Ausstellung nehmen wir einzelne Werke mit Kindern genauer unter die Lupe. Durch genaues Hinsehen und gemeinsames Überlegen kommen wir den Rätseln der Werke auf die Spur. Kleine Gestaltungsaufgaben können die Führung ergänzen.

Jeden ersten Freitag im Monat um 16.30 Uhr

Dauer: ca. eine Stunde

4,– € (ermäßigter Eintritt)
Ohne Anmeldung

MEETING MMK

für alle ab 13 Jahren

Jeden zweiten und vierten Samstag im Monat von 14 bis 17 Uhr
Meeting MMK richtet sich an Jugendliche, die Lust haben, mehr über Kunst und um Kunst herum zu erfahren. In diesem Workshopprogramm stellen wir nicht nur einzelne künstlerische Positionen der Sammlung vor, sondern auch Orte und Menschen, die für die Entstehung zeitgenössischer Kunst und ihre Rahmenbedingungen wichtig sind: Wo und wie werden Kunstwerke produziert? Wo wird Kunst verkauft? Wie kommt Kunst ins Museum? Wie wird eine Ausstellung gemacht? In Gesprächen mit Museumsmitarbeitern, bei Besuchen von Atelierhäusern und Galerien könnt ihr euch einen Eindruck über das (Arbeits-)Feld "Kunst" verschaffen.

Für Jugendliche ab 13 Jahren
4 Euro (ermäßigter Eintritt) + 3 Euro
Mit Anmeldung

Anmeldung und Information unter:
Tel: 069/ 212 40691
Email: museusmpaedagogik.mmk@stadt-frankfurt.de

MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt a. M.
MMK Zollamt

Domstraße 10
60311 Frankfurt am Main

Telefon: +49 (0)69 212 304 47
Fax: +49 (0)69 212 378 82
E-Mail: mmk@stadt-frankfurt.de

Öffnungzeiten (MMK und Zollamt)
Di, Do, Fr, Sa, So 10–18 Uhr
Mi 10–20 Uhr
Mo geschlossen

Anfahrt
U-Bahnlinie: U4, U5, Haltestelle Römer
Straßenbahn: 11, 12, Haltestelle Römer/Paulskirche
S-Bahnen: Haltestelle Konstablerwache