SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT

Die SCHIRN KUNST­HALLE FRANK­FURT ist eines der ange­se­hens­ten und profi­lier­tes­ten Ausstel­lungs­häu­ser in Europa. 1986 eröff­net, wurden auf rund 2000 m² bislang mehr als 220 Ausstel­lun­gen präsen­tiert und von mehr als 8 Millio­nen Besu­chern gese­hen. Die SCHIRN rich­tet ihren Fokus auf kunst- und kultur­his­to­ri­sche Themen, Diskurse und Trends aus der Perspek­tive der unmit­tel­ba­ren Gegen­wart. Ihr Programm ist viel­fäl­tig, inter­na­tio­nal und progres­siv, versucht neue Sicht­wei­sen zu eröff­nen und tradierte Rezep­ti­ons­mus­ter aufzu­bre­chen. Die Ausstel­lun­gen widmen sich zeit­ge­nös­si­schen Kunst­po­si­tio­nen und der Kunst der Moderne glei­cher­ma­ßen.

Aktuelle Ausstellungen

Glanz und Elend in der Weimarer Republik.
Von Otto Dix bis Jeanne Mammen

Fr, 27.10.2017 - So, 25.2.2018

Soziale Span­nun­gen, poli­ti­sche Kämpfe, gesell­schaft­li­che Umbrü­che, aber auch künst­le­ri­sche Revo­lu­tio­nen charak­te­ri­sie­ren die Weima­rer Repu­blik. In einer großen Themen­aus­stel­lung wirft die SCHIRN einen Blick auf die Zeit zwischen 1918 und 1933. Realis­ti­sche, ironi­sche und groteske Arbei­ten verdeut­li­chen den Kampf um die Demo­kra­tie und zeich­nen das Bild einer Gesell­schaft in der Krise und am Über­gang. Die Verar­bei­tung des Ersten Welt­kriegs in Form von Bildern verkrüp­pel­ter Solda­ten und „Kriegs­ge­winn­lern“, die Groß­stadt mit ihrer Vergnü­gungs­in­dus­trie und die zuneh­mende Prosti­tu­tion, die poli­ti­schen Unru­hen und wirt­schaft­li­chen Abgründe werden stilis­tisch ebenso viel­fäl­tig inter­pre­tiert wie das Rollen­bild der „Neuen Frau“ oder die Debat­ten um § 175 (Homo­se­xua­li­tät) und § 218 (Abtrei­bung). Auch die sozia­len Verän­de­run­gen durch die Indus­tria­li­sie­rung oder die wach­sende Begeis­te­rung für den Sport spie­geln sich in der Kunst der Zeit wider.

Die Ausstel­lung versam­melt rund 200 Werke bekann­ter und wenig beach­te­ter Künst­le­rin­nen und Künst­ler – u.a. Max Beck­mann, Kate Diehn-Bitt, Otto Dix, Dodo, Conrad Felix­mül­ler, George Grosz, Carl Gross­berg, Hans und Lea Grun­dig, Karl Hubbuch, Lotte Laser­stein, Alice Lex-Nerlin­ger, Elfriede Lohse-Wächt­ler, Jeanne Mammen, Oskar Nerlin­ger, Franz Radzi­will, Chris­tian Schad, Rudolf Schlich­ter, Georg Scholz und Richard Zieg­ler. Zusam­men mit histo­ri­schen Foto­gra­fien, Filmen, Zeit­schrif­ten und Plaka­ten entwirft die SCHIRN ein eindrück­li­ches Panorama der Kunst der Weima­rer Repu­blik.

Diorama. Erfindung einer Illusion

Fr, 6.10.2017 - So, 21.1.2018

Es war „die brutale und enorme Magie“, die Charles Baude­laire an den Diora­men bewun­derte. Als eine mit Licht­ef­fek­ten belebte Schau­bühne im 19. Jahr­hun­dert von Louis Dagu­erre konzi­piert, wurde das Diorama als Schau­kas­ten aus Glas für Natur­kun­de­mu­seen die Präsen­ta­ti­ons­form von Wissen schlecht­hin. In einer einzig­ar­ti­gen Ausstel­lung beleuch­tet die SCHIRN in Koope­ra­tion mit dem Palais de Tokyo, Paris, eine Kultur­ge­schichte des Sehens. Im Zentrum steht das Diorama, das Ereig­nisse, Geschich­ten und Lebens­räume mit unter­schied­li­chen gestal­te­ri­schen Mitteln wirk­lich­keits­ge­treu insze­niert und rekon­stru­iert.

Von der Moderne bis heute ist das Diorama eine wesent­li­che Inspi­ra­ti­ons­quelle: Eine ganze Reihe von Künst­le­rin­nen und Künst­lern des 20. und 21. Jahr­hun­derts setzen sich in ihren Arbei­ten mit diesem Konzept des Sehens ausein­an­der, indem sie die Illu­sion der Wirk­lich­keit hinter­fra­gen und dekon­stru­ie­ren. Die Ausstel­lung wird beein­dru­ckende Diora­men und Werke von Künst­lern wie Mark Dion, Isa Genz­ken, Hiro­shi Sugi­moto und Jeff Wall präsen­tie­ren.

Eine Ausstel­lung in Koope­ra­tion mit dem Palais de Tokyo, Paris.

Basquiat. Boom for real

Fr, 16.2.2018 - So, 27.5.2018

Blut, Base­ball, Basquiat! So eroberte ein Newco­mer ohne akade­mi­sche Ausbil­dung das New York der 1970er Jahre. Der junge Mann, der aus der Post-Punk-Under­ground-Szene von Lower Manhat­tan kam, zählt heute zu den wich­tigs­ten Künst­lern des 20. Jahr­hun­derts: Jean-Michel Basquiat. Zusam­men mit Al Diaz hinter­ließ er unter dem Pseud­onym SAMO© Graf­fiti-Botschaf­ten auf Häuser­wän­den, zeich­nete mit seinem eige­nen Blut, colla­gierte Base­ball- und Post­kar­ten, entwarf seine eigene Klei­dung, malte auf Türen, Fens­ter­rah­men und auf riesi­gen Lein­wän­den. Seine leben­dige, rohe Bilder­welt entspringt einer gera­dezu enzy­klo­pä­di­schen Bele­sen­heit, die sich in großen Schrift- und Text­frag­men­ten durch das gesamte Werk zieht.
Mehr als drei­ßig Jahre nach Basqui­ats letz­ter Präsen­ta­tion in einer öffent­li­chen Samm­lung in Deutsch­land widmet die SCHIRN dem US-ameri­ka­ni­schen Künst­ler eine Über­blicks­aus­stel­lung – in Koope­ra­tion mit der Barbi­can Art Gallery, London. Erst­mals wird dabei auch Basqui­ats Bezie­hung zu Musik, Text, Film und Fern­se­hen in einem über­ge­ord­ne­ten kultu­rel­len Zusam­men­hang deut­lich.

Eine Ausstel­lung in Koope­ra­tion mit der Barbi­can Art Gallery, London

SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT

Römerberg (Schirn Kunsthalle Frankfurt)
D 60311 Frankfurt am Main

Telefon: +49.69.29 98 82-0
Fax: +49.69.29 98 82-240
E-Mail: welcome@schirn.de

Öffnungszeiten
Dienstag, Freitag - Sonntag 10 - 19 Uhr
Mittwoch und Donnerstag 10 - 22 Uhr
Montag geschlossen