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Schirn Kunsthalle Frankfurt

Die SCHIRN KUNST­HALLE FRANK­FURT ist eines der ange­se­hens­ten und profi­lier­tes­ten Ausstel­lungs­häu­ser in Europa. 1986 eröff­net, wurden auf rund 2000 m² bislang mehr als 220 Ausstel­lun­gen präsen­tiert und von mehr als 8 Millio­nen Besu­chern gese­hen. Die SCHIRN rich­tet ihren Fokus auf kunst- und kultur­his­to­ri­sche Themen, Diskurse und Trends aus der Perspek­tive der unmit­tel­ba­ren Gegen­wart. Ihr Programm ist viel­fäl­tig, inter­na­tio­nal und progres­siv, versucht neue Sicht­wei­sen zu eröff­nen und tradierte Rezep­ti­ons­mus­ter aufzu­bre­chen. Die Ausstel­lun­gen widmen sich zeit­ge­nös­si­schen Kunst­po­si­tio­nen und der Kunst der Moderne glei­cher­ma­ßen.

Kontakt

Schirn Kunsthalle Frankfurt
Römerberg
D-60311 Frankfurt am Main

Telefon: +49.69.29 98 82-0
Fax: +49.69.29 98 82-240
E-Mail: welcome@schirn.de

 

Öffnungszeiten
Dienstag, Freitag - Sonntag 10 - 19 Uhr
Mittwoch und Donnerstag 10 - 22 Uhr
Montag geschlossen
Ausstellung

BRUNO GIRONCOLI

Der Öster­rei­cher Bruno Giron­coli (1936–2010) ist einer der wich­tigs­ten Bild­hauer seiner Gene­ra­tion. In einer persön­lich gefärb­ten, indi­vi­du­el­len Bild­spra­che schuf er ab den frühen 1960er-Jahren in einer schier nicht enden wollen­den erfin­de­ri­schen Uner­sätt­lich­keit ein sehr eigen­wil­li­ges, singu­lä­res Œuvre. Mit immer neuen Werk­grup­pen gelang es ihm, eine jeweils unver­kenn­bare, über­ra­schende Spra­che zu finden. Nach­ein­an­der entstan­den Draht­plas­ti­ken, Hohl­kör­per­for­men, Poly­es­ter­ob­jekte und irri­tie­rende Envi­ron­ments. Der Mensch mit seinen Abgrün­den befand sich dabei im Zentrum der künst­le­ri­schen Arbeit Giron­co­lis. Exis­ten­zi­elle Fragen und einen durch­aus poli­tisch moti­vier­ten Avant­gar­de­ge­dan­ken teilte er mit den Kolle­gen der Wiener Szene. Giron­co­lis Ästhe­tik der Maßlo­sig­keit und der Opulenz, die stän­dig Wuche­run­gen und Schnör­kel ausbil­dete, hat unzäh­lige jüngere Künst­ler inspi­riert. 1977 über­nahm der Exzen­tri­ker Giron­coli die Leitung der Bild­hau­er­schule der Akade­mie der bilden­den Künste in Wien. Ermög­licht durch die nun groß­zü­gige Atelier­si­tua­tion entstan­den erst­mals raum­fül­lende, oft raum­spren­gende Skulp­tu­ren.

In einer eindring­li­chen Ausstel­lung präsen­tiert die SCHIRN KUNST­HALLE FRANK­FURT Ausschnitte aus Giron­co­lis monu­men­ta­lem Spät­werk, das selten zu sehen ist. Als seien sie einem Thea­ter des Absur­den oder einer surrea­len Traum­welt entsprun­gen, erschei­nen die gigan­ti­schen Objekte wie Proto­ty­pen einer neuen Spezies, getaucht in glän­zende, verfüh­re­ri­sche Ober­flä­chen aus Gold, Silber und Kupfer. Fremd­ar­tig und doch vertraut sind sie mit ihren orga­ni­schen Formen und den Versatz­stü­cken einer Alltags­kul­tur, die sich häufig am Loka­len orien­tiert: Bald glaubt man ein Wein­fass zu erken­nen, eine Ähre, eine Wein­rebe. Dann wieder insze­niert Giron­coli einen selt­sa­men Aufmarsch von Säug­lin­gen oder eine impo­sante amei­sen­ar­tige Skulp­tur. Seine gran­dio­sen und irri­tie­ren­den Werke über­ra­schen stets als post­mo­derne Pasti­ches.
Ausstellung

KÖNIG DER TIERE. WILHELM KUHNERT UND DAS BILD VON AFRIKA

Wie kein ande­rer Maler zu seiner Zeit hat Wilhelm Kuhnert die Vorstel­lung von Afrika geprägt. Als einer der ersten euro­päi­schen Künst­ler bereiste der Maler zwischen 1891 und 1912 die noch weit­ge­hend uner­forsch­ten deut­schen Kolo­nien in Ostafrika. Unter teils widri­gen Umstän­den erstellte er Skiz­zen der dorti­gen Tier- und Pflan­zen­welt. Sie dien­ten ihm als Vorla­gen für seine monu­men­ta­len Gemälde, die er später in seinem Berli­ner Atelier anfer­tigte und mit großem Erfolg inter­na­tio­nal ausstellte. Kuhnert zeich­nete sich durch ein fast schon wissen­schaft­li­ches Vorge­hen aus: Er erfasste das Charak­te­ris­ti­sche der Tiere wie der sie umge­ben­den Land­schaft auf genau­este Weise. Nicht ohne Grund wurden seine Darstel­lun­gen in zoolo­gi­schen Büchern wie Brehms Tier­le­ben ebenso verbrei­tet wie auf Schul­wand­bil­dern oder Scho­ko­la­den­ver­pa­ckun­gen von Stoll­werck. Obwohl Wilhelm Kuhnert zu den meist­ge­sam­mel­ten akade­mi­schen Malern gehört, ist er einer großen Öffent­lich­keit weit­ge­hend unbe­kannt. Die SCHIRN präsen­tiert nun die erste umfas­sende Retro­spek­tive zu seinem Leben und Werk. Die Ausstel­lung vereint neben Studien und Gemäl­den aus euro­päi­schen und ameri­ka­ni­schen Museen, Privat­samm­lun­gen und dem Nach­lass Kuhnerts auch zahl­rei­che Druck- und Werbe­gra­fi­ken sowie Publi­ka­tio­nen des Künst­lers. Dabei wird Kuhnerts Schaf­fen nicht nur als Spie­gel der Kunst- und Natur­wis­sen­schafts­ge­schichte verstan­den, sondern auch vor dem Hinter­grund der aktu­el­len Debatte über den Umgang mit der kolo­nia­len Vergan­gen­heit Deutsch­lands beleuch­tet.
Ausstellung

WILDNIS

Die Wild­nis kehrt zurück in die Kunst! Und das in Zeiten, in denen die weißen Flecken auf den Land­kar­ten weit­ge­hend verschwun­den sind und ein unbe­rühr­ter Natur­zu­stand fast nur noch in Form von ausge­wie­se­nen Reser­va­ten exis­tiert. Die Suche nach den letz­ten freien Plät­zen, die Expe­di­tion als künst­le­ri­sche Form, post­hu­mane Visio­nen einer unbe­völ­ker­ten Welt prägen die Arbeit vieler zeit­ge­nös­si­sche Künst­ler ebenso wie die Neuver­hand­lung des Verhält­nis­ses von Mensch und Tier. Die SCHIRN widmet dieser wieder­keh­ren­den Faszi­na­tion eine umfas­sende Themen­aus­stel­lung, in der rund 100 bedeu­tende Kunst­werke u. a. von Tacita Dean, Mark Dion, Jean Dubuf­fet, Max Ernst, Asger Jorn, Geor­gia O’Keeffe, Gerhard Richter, Frank Stella, Thomas Struth, Henri Rous­seau und Carle­ton E. Watkins präsen­tiert werden. Das Wilde, Unge­zähmte, nicht Kulti­vierte hat Künst­ler seit Beginn der ästhe­ti­schen Moderne immer wieder in ihren Bann gezo­gen. „Wild­nis“ diente dabei immer auch als Projek­ti­ons­flä­che für das Andere und das Fremde, für die Sehn­sucht nach einem ursprüng­li­chen Leben jenseits der Gren­zen der Zivi­li­sa­tion. Im heuti­gen Zeit­al­ter des Menschen scheint die Utopie eines von Kultur und mensch­li­chem Einfluss fernen Natur­zu­stands über­holt. Die Ausein­an­der­set­zung mit tradier­ten Bildern und Fiktio­nen von Wild­nis aber erweist sich als leben­di­ger denn je.

KÜNST­LE­RIN­NEN UND KÜNST­LER
Darren Almond, Karel Appel, Hicham Berrada, Frères Bisson, Julian Charrière, Ian Cheng, Marcus Coates, Constant, Tacita Dean, Mark Dion, Jean Dubuf­fet, Max Ernst, Joan Font­cu­berta, Luke Fowler, GUN (Group Ultra Niigata), Camille Henrot, Pieter Hugo, Asger Jorn, Per Kirkeby, Jacob Kirke­gaard, Joachim Koes­ter, Richard Long, Heinz Mack, Ana Mendieta, Helmut Midden­dorf, Geor­gia O’Keeffe, Richard Oelze, Gerhard Richter, Briton Rivière, Henri Rous­seau, Lin May Saeed, Frank Stella, Thomas Struth und Carle­ton E. Watkins
1. NOVEMBER 2018 – 3. FEBRUAR 2019

Die Wild­nis kehrt zurück in die Kunst! Und das in Zeiten, in denen die weißen Flecken auf den Land­kar­ten weit­ge­hend verschwun­den sind und ein unbe­rühr­ter Natur­zu­stand fast nur noch in Form von ausge­wie­se­nen Reser­va­ten exis­tiert. Die Suche nach den letz­ten freien Plät­zen, die Expe­di­tion als künst­le­ri­sche Form, post­hu­mane Visio­nen einer unbe­völ­ker­ten Welt prägen die Arbeit vieler zeit­ge­nös­si­sche Künst­ler ebenso wie die Neuver­hand­lung des Verhält­nis­ses von Mensch und Tier. Die SCHIRN widmet dieser wieder­keh­ren­den Faszi­na­tion eine umfas­sende Themen­aus­stel­lung, in der rund 100 bedeu­tende Kunst­werke u. a. von Tacita Dean, Mark Dion, Jean Dubuf­fet, Max Ernst, Asger Jorn, Geor­gia O’Keeffe, Gerhard Richter, Frank Stella, Thomas Struth, Henri Rous­seau und Carle­ton E. Watkins präsen­tiert werden. Das Wilde, Unge­zähmte, nicht Kulti­vierte hat Künst­ler seit Beginn der ästhe­ti­schen Moderne immer wieder in ihren Bann gezo­gen. „Wild­nis“ diente dabei immer auch als Projek­ti­ons­flä­che für das Andere und das Fremde, für die Sehn­sucht nach einem ursprüng­li­chen Leben jenseits der Gren­zen der Zivi­li­sa­tion. Im heuti­gen Zeit­al­ter des Menschen scheint die Utopie eines von Kultur und mensch­li­chem Einfluss fernen Natur­zu­stands über­holt. Die Ausein­an­der­set­zung mit tradier­ten Bildern und Fiktio­nen von Wild­nis aber erweist sich als leben­di­ger denn je.

KÜNST­LE­RIN­NEN UND KÜNST­LER:
Darren Almond, Karel Appel, Hicham Berrada, Frères Bisson, Julian Charrière, Ian Cheng, Marcus Coates, Constant, Tacita Dean, Mark Dion, Jean Dubuf­fet, Max Ernst, Joan Font­cu­berta, Luke Fowler, GUN (Group Ultra Niigata), Camille Henrot, Pieter Hugo, Asger Jorn, Per Kirkeby, Jacob Kirke­gaard, Joachim Koes­ter, Richard Long, Heinz Mack, Ana Mendieta, Helmut Midden­dorf, Geor­gia O’Keeffe, Richard Oelze, Gerhard Richter, Briton Rivière, Henri Rous­seau, Lin May Saeed, Frank Stella, Thomas Struth und Carle­ton E. Watkins
Ausstellung

MARIA LOBODA. IDYL IN AN ELECTRONICS FACTORY

Der Schlüs­sel zu Maria Lobo­das rätsel­haf­ten Botschaf­ten ist der zweite Blick. Denn eine mili­tä­ri­sche Forma­tion aus Bäumen, ein Binär­code aus Servi­et­ten­rin­gen oder spre­chende Blumen­bou­quets sind erst einmal nur geheim­nis­voll. Die Künst­le­rin über­trägt mit ihren Ready­made-Objek­ten und Instal­la­tio­nen im Raum längst vergan­ge­nes Wissen in die unmit­tel­bare Gegen­wart. Einer Archäo­lo­gin gleich gräbt sie dafür in der Kultur­ge­schichte, befasst sich mit archai­schen Vorstel­lun­gen und vermeint­li­chen Wahr­hei­ten zur Ordnung der Welt. Für die SCHIRN wird Loboda ein neues Projekt entwi­ckeln und in der frei zugäng­li­chen Rotunde präsen­tie­ren. Dabei wird sie in ihrem künst­le­ri­schen Ansatz dem Gegen­satz zwischen Form und Inhalt folgen: Mit schlich­ter Ästhe­tik und Spar­sam­keit der Mittel verstärkt sie die poeti­sche Wirkung ihrer Skulp­tu­ren und Raum­in­stal­la­tio­nen. Maria Loboda lebt und arbei­tet in Berlin. Sie studierte von 2003 bis 2008 bei Mark Leckey an der Städel­schule in Frank­furt am Main und war bereits welt­weit in Grup­pen- und Einzel­aus­stel­lun­gen vertre­ten, u. a. in der Kunst­halle Basel, im IAC – Insti­tut
d’art contem­porain in Villeur­banne, in The Power Plant in Toronto, in den Kunst­ver­ei­nen Braun­schweig und Biele­feld sowie im Museo Reina Sofia, Madrid. Darüber hinaus nahm Loboda an der docu­menta 13 teil.
Ausstellungen / Museum Städel Museum Frankfurt Frankfurt am Main, Schaumainkai 63
Ausstellungen / Museum Historisches Museum Frankfurt Frankfurt am Main, Fahrtor 2
Ausstellungen / Museum Pompejanum Aschaffenburg Aschaffenburg, Pompejanumstraße 5
Ausstellungen / Museum Bibelhaus Frankfurt am Main Frankfurt am Main, Metzlerstraße 19
Ausstellungen / Museum Portikus Frankfurt Frankfurt am Main, Weckmarkt
Ausstellungen / Museum Bibelhaus am Museumsufer - Erlebnismuseum Frankfurt a.M., Metzlerstraße 19
Ausstellungen / Museum Römisch- Germanisches Zentralmuseum Mainz, Ernst-Ludwig Platz 2
Ausstellungen / Museum Museum Künstlerkolonie Darmstadt Darmstadt, Olbrichweg 13
Ausstellungen / Galerie the_art_room Sinzig, Entenweiherweg 12
Ausstellungen / Ausstellung Frankfurter Kunstverein Frankfurt am Main, Markt 44
Ausstellungen / Museum Gutenberg-Museum Mainz, Liebfrauenplatz 5
Ausstellungen / Museum Kunsthalle Darmstadt Darmstadt, Steubenplatz 1
Ausstellungen / Ausstellung Deutsche Börse Photography Foundation Frankfurt am Main, Börsenplatz 4