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Oper Frankfurt am Main

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Oper Frankfurt am Main
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Oper

I puritani

Vincenzo Bellini 1801-1835

Premiere: 02. Dezember 2018

Opera seria in drei Teilen
Text von Carlo Pepoli

Mitten im Bürgerkrieg: Liebe und Hass, persönliche Rivalitäten und religiöse Konflikte, Wahn und Wirklichkeit prallen in Bellinis letzter Oper aufeinander. Arturo, Parteigänger der fast geschlagenen Stuarts, liebt Elvira, Tochter des puritanischen Gouverneurs Lord Valton — und sie liebt ihn. Trotz aller Widerstände haben sie sich einander versprochen. Als Arturo während des Sieg- und Verlobungsfestes auf die Witwe des bereits hingerichteten Stuart-Königs Karl I., Enrichetta, trifft, stiehlt er sich fort, um die vom Mob verfolgte Königin zu retten. Die verlassene Braut Elvira glaubt, dass Arturo ihr untreu geworden ist, und wird wahnsinnig. Dass Arturo in Abwesenheit zum Tode verurteilt wird, macht die Sache nicht besser. Nach vielen Verwicklungen wird Arturo begnadigt und die beiden Liebenden finden in einem völlig unglaubwürdigen Happy End zueinander.

Die religiösen Konflikte rücken in dem vom Komponisten mitgestalteten Libretto Carlo Pepolis zugunsten der Geschichte von Elvira und eines vermeintlichen Ehebruchs in den Hintergrund. Nur der Überbau von Bellinis Oper für Paris blieb konfessioneller Natur: Die puritanischen Republikaner haben den Sieg über die Royalisten, die Anhänger der katholischen Stuarts, davongetragen und sind dabei, das Königreich in eine Republik zu verwandeln. Mit gutem Instinkt griff Bellini, der damalige Liebling der Pariser Gesellschaft, die republikanische Idee auf und traf damit den Zeitgeist der Juli-Monarchie des Bürgerkönigs Louis-Philippe. Außerdem scheint die Handlung die europaweit grassierende, historisierende Walter-Scott-Mode bedient zu haben: I puritani wurde — nur wenige Monate vor dem Tod des erst 34-jährigen Komponisten — ein Riesenerfolg.

Trotz unwahrscheinlicher Wendungen und plötzlicher Brüche gilt Belllinis neunte Oper als Meisterwerk. Die mangelnde Glaubwürdigkeit der Handlung verliert an Bedeutung angesichts der musikdramatischen Kraft, seiner eleganten Melodieführung und seiner Kunst der Darstellung einzelner Extremsituationen. Bellini bietet in seiner wohl reifsten Partitur für die Epoche des Belcanto fortschrittlich angelegte Szenenkomplexe sowie fein austarierte Instrumentalpassagen und baut eine dramatisch zugespitzte, packende musiktheatralische Wunderwelt.

Musikalische Leitung: Tito Ceccherini
Regie: Vincent Boussard
Bühnenbild: Johannes Leiacker
Kostüme: Christian Lacroix
Video: Isabel Robson
Licht: Joachim Klein
Chor: Tilman Michael
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Oper

Iolanta - Oedipus Rex

Peter I. Tschaikowski 1840-1893
Igor Strawinsky 1882-1971

Iolanta
Lyrische Oper in einem Akt
Text von Modest I. Tschaikowski nach dem Drama Kong Renés Datter (1845) von Henrik Hertz
Uraufführung am 18. Dezember 1892, Mariinski-Theater, St. Petersburg
In russischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Oedipus Rex
Opernoratorium in zwei Akten
Text von Jean Cocteau nach der gleichnamigen Tragödie (429 —425 v. Chr) von Sophokles
Konzertante Uraufführung am 30. Mai 1927, Théâtre Sarah Bernhardt, Paris
Revidierte Fassung (1948)
In lateinischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Zwei Protagonisten, die mit ihrem Schicksal hadern: Eine blinde Königstochter, die auf Wunsch ihres Vaters nichts von ihrer Beeinträchtigung weiß, durch die Liebe zur Erkenntnis gelangt und schließlich wieder sehen kann. Und ein König, der inmitten gesellschaftlicher Krisenzeiten erkennen muss, dass er jahrelang blind war für die Wahrheit. Die Vorhersage eines einst ausgesprochenen Fluches einlösend, hatte er seinen Vater getötet und die eigene Mutter zur Frau genommen. Während Iolanta sich aus ihrer Fremdbestimmtheit befreien kann, muss Oedipus ihr ins Auge blicken: Das (Wieder-)Erlangen des Sehvermögens kann auch in die Katastrophe führen …

Mit seinem Bruder Modest als Librettisten greift Peter I. Tschaikowski für seine Lyrische Oper Iolanta auf ein seinerzeit international populäres märchenhaftes Schauspiel zurück: Es geht um die Auseinandersetzung mit in seelischen Tiefen Verborgenem und Verdrängtem. Das Aufbrechen verkapselter Ängste fokussiert auch Igor Strawinskys über drei Jahrzehnte später entstandenes Opern-oratorium in zwei Akten: Oedipus Rex. In der Wahl der Gattung, des Stoffes, der Dramaturgie und der musikalischen Stilmittel distanziert es sich vom Subjektivismus eines affektgeladenen Handlungsdramas hin zur Abstraktion eines Stilllebens.

Tschaikowskis letzte Oper, die 1892 gemeinsam mit dem Ballett Der Nussknacker zur Uraufführung kam, erzählt Iolantas Erkenntnisprozess auf musikalischer Ebene äußerst stringent — durch die Kurzform des Einakters ebenso wie auch durch eine plastische musikalische Sprache, die mitunter in den buntesten Farben schillert. Dabei büßt das Werk nie sein Wesen als große romantische Oper ein und gesteht jedem Protagonisten neben opulenten Ensembles auch einen charakteristischen, solistischen Raum zu. Strawinsky hingegen zielt in seinem Zweiakter gemeinsam mit Jean Cocteau auf einen Ausdruck, der in Korrespondenz zum archaischen Stoff auf neoklassizistische Weise Monumentalität erreicht ohne tonmalerisch zu sein. Er findet zu einer Mischung aus Stereotypen und Patterns: Schicksalhaft pulsierende Rhythmen verbinden sich mit Harmonien, die ihre Einflüsse aus dem Mittelalter, russisch-orthodoxer Kirchenmusik und russischer Volksmusik wie auch aus der Klassik und dem Jazz ziehen.

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle
Regie: Lydia Steier
Bühnenbild: Barbara Ehnes
Kostüme: Alfred Mayerhofer
Video: fettFilm
Licht: Olaf Winter
Chor: Tilman Michael
Dramaturgie: Mareike Wink
Oper

Ariadne auf Naxos

Richard Strauss

Oper in einem Aufzug mit einem Vorspiel

Die kokette Zerbinetta ist mit ihren buffo-Kumpanen zur Erheiterung mit einem Tanzspiel engagiert, da zuvor die tragische Oper Ariadne auf Naxos gegeben werden soll. Die Vorbereitungen zu diesem Spektakel sind in vollem Gange, als man sich gegen die Abfolge der beiden Stücke und für ihre Vermischung entscheidet. So kommen sich einerseits die eigentlich von der Liebe enttäuschte Ariadne und der junge Gott Bacchus näher, während andererseits Zerbinetta ein keckes Spiel mit ihren vier Liebhabern treibt...

Richard Strauss’ Ariadne auf Naxos – eine Oper in der Oper, ein Zwitterwesen, in dem Tragödie und Komödie, Mythos und Ironie verschwimmen. In dieser Verquickung steckt der Verweis auf die (Gleich-)Berechtigung der verschiedenen Kunstformen sowie ihrer jeweiligen Kunstschaffenden.
Das Duo Strauss/Hofmannsthal gab ein prominentes Beispiel für die fruchtbare Zusammenarbeit zweier Künstler unterschiedlicher Fächer. Ariadne auf Naxos – ihr drittes Gemeinschaftswerk. 1912 fand die Uraufführung (Regie: Max Reinhardt). In dieser Version fungierte Ariadne auf Naxos allerdings nur als Einlage für Hofmannsthals Bearbeitung von Molières Der Bürger als Edelmann. Die Trennung von Oper und Sprechtheater innerhalb des Werkes und die komplexe Verschachtelung der Handlungsstränge stießen beim Publikum jedoch auf Unverständnis und Ablehnung. Komponist und Librettist zogen ihre Konsequenz: Die Rollen wurden – bis auf eine – durchkomponiert, die Rahmenhandlung in ein eigenes Vorspiel verschoben. Die Premiere dieser (zweiten) Ariadne auf Naxos vier Jahre später war schließlich ein großer Erfolg.

Musikalische Leitung: Christoph Gedschold
Regie: Brigitte Fassbaender
Bühnenbild und Kostüme: Johannes Leiacker
Licht: Joachim Klein
Dramaturgie: Mareike Wink

In deutscher Sprache mit Übertiteln
Oper

Hänsel und Gretel

Engelbert Humperdinck

Märchenspiel in drei Bildern
Text von Adelheid Wette

In der Fremde droht Gefahr, und es kann froh sein, wer wie Hänsel und Gretel zu den Märchenfiguren gehört und – heil geblieben an Leib und Seele — wieder zurückkehren kann zu Heim und Herd, Heimat und Ursprung, fast als sei gar nichts geschehen. Die reitende Hexe, der Hänsel im Grimm’schen Märchen statt des fetten Fingers klug ein mageres Knöchlein zum Gitter herausstreckt, hinterlässt — allen Psychoanalytiker-Generationen zum Trotz — keine bleibenden Schäden. In Humperdincks Oper freilich erfahren wir mehr von ihr als im Märchen. So werden wir etwa über ihren Pakt mit dem Teufel belehrt und über die verführende Macht ihres Zauberkuchens. Im Märchen, bei den Grimms und bei Humperdinck, wendet sich am Ende alles zum Guten. Weder einem dämonischen Weib noch der eiskalten Faust des Todes streckt man die Hand entgegen, sondern dem lieben Gott der Kinderzeit, der einen, stets flankiert vom Stab der Schutzengel, ins Bett begleitet. Die Hexe, als Lebkuchen aus den Trümmern des Backofens gezogen, vermag nicht mehr zu töten. Keith Warner hat es in seiner Inszenierung aufs Wunderbarste verstanden, den Blick der Kinder mit dem der Erwachsenen zu verschmelzen.

Musikalische Leitung: David Afkham
Regie: Keith Warner
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Caterina Panti Liberovici
Bühnenbild: Jason Southgate
Kostüme: Julia Müer
Licht: John Bishop
Kinderchor: Markus Ehmann
Dramaturgie: Norbert Abels
Operette

Die lustige Witwe

FRANZ LEHÁR

Operette in drei Akten
Text von Victor Léon und Leo Stein
nach der Komödie L’Attaché d’ambassade (1861) von Henri Meilhac
Uraufführung am 30. Dezember 1905, Theater an der Wien, Wien

Der Welterfolg der Lustigen Witwe kam für ihren Schöpfer Franz Lehár bei der Uraufführung 1905 in Wien durchaus überraschend. Schon damals hatte man die Operette, diese fünfzig Jahre zuvor in Paris entstandene Spielart des Musiktheaters, zum ersten Mal totgesagt. Doch Totgesagte leben bekanntlich länger, und so nahm das Genre mit diesem Startschuss in die sogenannte »silberne Epoche« erst so richtig Fahrt auf. Unwiderstehlich ist die Mischung aus hinreißender Musik, witzigen Dialogen, ernstzunehmenden Emotionen und allen möglichen Tanzformen. Die Gefühlslagen der Figuren drücken sich unverstellt im Tanz aus, gipfelnd im Walzer »Lippen schweigen«. Im Zentrum stehen zwei Menschen, die vor Jahren ein Paar waren, aber aus Standesrücksicht nicht heiraten durften: die Pächterstochter Hanna und Graf Danilo. Eitelkeiten, alte Verletzungen und Brüche in ihren Biografien verhindern zunächst, dass sie bei ihrer erneuten Begegnung zusammenkommen — bis sie sich am Ende doch finden. Claus Guth lässt die turbulente Handlung als Spiel im Spiel doppelbödig schillern. Der Tanz kommt dabei ebenso zu seinem Recht wie die Partitur Lehárs, in der eine Glanznummer auf die nächste folgt.

Musikalische Leitung: Hartmut Keil
Regie: Claus Guth
Bühnenbild und Kostüme: Christian Schmidt
Licht: Olaf Winter
Choreografie: Ramses Sigl
Dramaturgie: Konrad Kuhn

Mit deutschen und englischen Übertiteln

Dauer: ca. 2 1/2 Std. ink. 1 Pause

Einführung jeweils eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer
Audio-Einführung
Oper

Die Zauberflöte

Wolfgang Amadeus Mozart

Große Oper in zwei Aufzügen
Text von Emanuel Schikaneder

Seit 1998 erfüllt Die Zauberflöte in der Inszenierung von Alfred Kirchner und ausgestattet von Michael Sowa das Ideal der Märchenoper: Als »Traum des Prinzen Tamino« machen die Rätsel dieses populären Singspiels auf wundersame, humorvolle und anrührende Weise Sinn! Die Königin der Nacht schwebt nicht von oben herab, sondern geht zu Fuß, Sarastro und seine Priester studieren bei funzeligem Licht in einer riesigen, schon etwas verstaubten Bibliothek. Papageno parodiert die hochtrabenden, schwierigen Prüfungen, denen Tamino unterzogen wird. Er findet als erster den Weg zu Pamina, denn der kindliche Vogelfänger und die traurige Prinzessin haben ein gesundes Herz: Sie fühlen, was wichtig und richtig ist. Prinz Tamino besteht die Prüfungen nicht ohne Hilfe: Die Zauberflöte verwandelt die Leidenschaften aller Lebewesen, sogar die der bedrohlich gewachsenen Insekten. Bei der dritten Prüfung begleitet ihn Pamina. Gemeinsam überwindet das Liebespaar den symbolischen Tod in der Feuer- und Wasserprobe. Mozart und Schikaneder waren ihrer Zeit weit voraus: »Mann und Weib und Weib und Mann reichen an die Gottheit an« – nur gleichberechtigt übernehmen sie die Macht.

Musikalische Leitung: Simone Di Felice,
Regie: Alfred Kirchner
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Orest Tichonov
Bühnenbild und Kostüme: Michael Sowa, Vincent Callara
Licht: Olaf Winter
Chor: Tilman Michael
Dramaturgie: Vera Sturm

In deutscher Sprache
Aufführungen / Theater Schauspielhaus Frankfurt Frankfurt am Main, Willy-Brandt-Platz
Aufführungen / Theater Kammerspiele Frankfurt Frankfurt am Main, Neue Mainzerstr. 15
Aufführungen / Theater Stadttheater Aschaffenburg Aschaffenburg, Schlossgasse 8
Aufführungen / Theater Galli Theater Wiesbaden Wiesbaden, Adelheidstr. 21
Aufführungen / Theater Internationales Theater Frankfurt Frankfurt am Main, Hanauer Landstr. 5 - 7 (Zoo-Passage)
Aufführungen / Performance Frankfurter Ring e.V. Frankfurt am Main, Oeder Weg 43
Fr, 16.11.2018, 19:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Museum Schloss Neu-Augustusburg Weißenfels, Zeitzer Str.04
Sa, 17.11.2018, 15:30 Uhr
Aufführungen / Aufführung Museum Schloss Neu-Augustusburg Weißenfels, Zeitzer Str.04
Sa, 17.11.2018, 15:30 Uhr
Aufführungen / Performance Frankfurter Ring e.V. Frankfurt am Main, Oeder Weg 43
Fr, 30.11.2018, 19:30 Uhr
Aufführungen / Theater Internationales Theater Frankfurt Frankfurt am Main, Hanauer Landstr. 5 - 7
Aufführungen / Aufführung Die Katakombe Frankfurt, Pfingstweidstrasse 2
Aufführungen / Aufführung schauspielfrankfurt Frankfurt a. M., Willy-Brandt-Platz
Aufführungen / Theater Theaterhaus Kindertheater Jugendtheater Frankfurt am Main, Schützenstrasse 12
Aufführungen / Aufführung Andrea Simon/ Choreographie TANZPLAN interart projekte Hofheim am Taunus, Kelkheimer Straße 11
Aufführungen / Konzert Darmstädter Hofkapelle Wolfgang Seeliger Darmstadt, Mauerstr. 17
Aufführungen / Oper Kammeroper Frankfurt Frankfurt am Main, Sternstr. 31
Aufführungen / Konzert Evangelische Studierendengemeinde (ESG) Pfarrer Eugen Eckert Frankfurt/Main, Jügelstraße 1
Aufführungen / Konzert Rheingau Musik Festival Ein Sommer voller Musik Oestrich Winkel, Rheinallee 1
Aufführungen / Theater DAS THEATERgerlichraabe Frankfurt am Main, Melemstraße 16
Aufführungen / Theater Varieté-Theater PEGASUS Bensheim, Platanenallee 5
Aufführungen / Theater Theater alte Brücke Frankfurt, Kleine Brückenstraße 5
Aufführungen / Aufführung Freies Schauspiel Ensemble Frankfurt, Basaltstraße 23
Aufführungen / Konzert PRO ARTE Frankfurter Konzertdirektion Frankfurt am Main, Postfach 160162
Aufführungen / Theater Volkstheater Hessen e.V. Frankfurt am Main, Pfingstweidstraße 2