Aufführungen         Konzerte    

Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Spielzeit 2017/18

Crebassa | Vanoosten

Marianne Crebassa, Mezzosopran
Victorien Vanoosten, Klavier


Keine Geringere als »L’Artiste lyrique 2017« (Victoires de la Musique Classique) lädt zu ihrem ersten Frankfurter Liederabend: Marianne Crebassa. Mit einer ebenso zarten wie charismatischen Präsenz und einer einmalig agilen Stimme, die frisch und farbenreich leuchtet, weiß die junge französische Mezzosopranistin wahrlich zu locken – ganz gleich, ob sie in den Kleidern von Glucks Orphée, Händels Irene, Mozarts Dorabella, Cherubino oder Sesto, Halévys Mélusine, Offenbachs Fantasio, Ravels L’Enfant, Bernard Herrmanns Isabella Linton oder Marc-André Dalbavies Charlotte Salomon steckt. Wie mühelos und spielerisch Marianne Crebassa immer wieder in die Hosen(rollen) ihres Stimmfachs schlüpft, hat sie nicht nur auf den Opernbühnen von Montpellier, Paris, Amsterdam, Berlin (Staatsoper), Mailand, Wien und Chicago, sondern auch mehrfach beim Festival de Radio France sowie beim Festival de Saint Denis, bei den Salzburger Festspielen und beim Mostly Mozart Festival in New York unter Beweis gestellt. Darauf verweist die Exklusivkünstlerin von ERATO auch mit dem kecken Titel ihres ersten Soloalbums an der Seite des Mozarteumorchesters Salzburg unter der musikalischen Leitung von Marc Minkowski: Oh, Boy! Oh, Girl, wer könnte deiner charmanten Einladung widerstehen?

Ort:

Opernhaus

Termin:

Di, 19.12.2017, 20:00 |

Röschmann | Martineau

Dorothea Röschmann, Sopran
Malcolm Martineau, Klavier


Immer wenn Dorothea Röschmann für Gesangsstunden nach London fuhr, war der Besuch der National Portrait Gallery ein Muss. Die Gemälde historischer Persönlichkeiten begeisterten sie so nachhaltig, dass der Gedanke wuchs, ein Liedprogramm zusammenzustellen, das den Hörer wie durch eine Kunstgalerie führt. Portraits heißt so auch ihr 2014 bei Sony erschienenes Album, in dem die lyrische Sopranistin mit unglaublicher Intensität und Sinnlichkeit musikalische Frauenbilder der Romantik zeichnet. Gemeinsam mit dem Pianisten Malcolm Martineau, der sie auf dieser Einspielung begleitet, wird die Sängerin, die bereits in der Carnegie Hall, der Wigmore Hall, im Concertgebouw Amsterdam und im Wiener Konzerthaus auftrat, nun erstmals einen Liederabend an der Oper Frankfurt gestalten. Ihr letztes Soloalbum mit Frauenporträts von Schumann und Berg, auf dem die japanische Starpianistin Mitsuko Uchida ihre Partnerin ist, wurde kürzlich mit einem Grammy ausgezeichnet. Dorothea Röschmann ist seit ihrem Debüt als Susanna in Le nozze di Figaro unter Nikolaus Harnoncourt 1995 auf den renommiertesten Opernbühnen der Welt zu erleben. Die großen Mozart-Heroinen hat sie alle gesungen; mit ihrem exquisiten, samtigen Timbre und unwiderstehlicher Intensität verkörpert sie inzwischen auch Desdemona, Feldmarschallin oder Jenufa. Seit vielen Jahren ist Dorothea Röschmann der Staatsoper Berlin verbunden und wurde dort kürzlich zur Kammersängerin ernannt.

Ort:

Opernhaus

Termin:

Di, 23.1.2018, 20:00 |

Fabiano | Drake

Michael Fabiano, Tenor
Julius Drake, Klavier


Wenn ein junger Tenor Auszeichnungen wie den Ersten Preis des Licia-Albanese- Wettbewerbs der Puccini-Stiftung, den Großen Preis der Metropolitan Opera National Council Auditions und den Großen Preis der Gerda Lissner Foundation sammelt, lässt er sich mit Fug und Recht als »besonderes Talent« bezeichnen. Wenn er bereits mit Mitte 20 an Häusern wie der Semperoper in Dresden, der Deutschen Oper Berlin, der English National Opera in London und der Metropolitan Opera in New York debütiert und dafür beim Publikum wie bei den Kritikern gleichfalls großen Beifall erntet, ist es gerechtfertigt, von einer »kometenhaften Karriere« zu sprechen. Der Amerikaner Michael Fabiano, den The Observer »einen der elektrifizierendsten Sänger« nennt, verzaubert mit seiner einmalig vollen, dabei überaus beweglichen Stimme und einer strahlenden Präsenz – ganz gleich ob er als Alfredo (La traviata), Pinkerton (Madama Butterfly), Rodolfo (La Bohème), Edgardo (Lucia di Lammermoor), Lenski (Eugen Onegin), Gounods Faust, Basil in Strawinskys Mavra oder mit einem Recital auf der Bühne steht. Doch überzeugen wir uns selbst davon!

Ort:

Opernhaus

Termin:

Di, 3.4.2018, 20:00 |

Cabell | Lepper

Nicole Cabell, Sopran
Simon Lepper, Klavier


Gold und Samt und Seide – purer Luxus liegt in der Stimme von Nicole Cabell: so nobel im Timbre, so ungemein reich an Farben, so makellos in der Phrasierung, so glamourös und glaubhaft in der Erscheinung. Das überzeugte nicht nur die hochkarätige Jury in Cardiff, die ihr 2005 den Titel »BBC Cardiff Singer of the World« verlieh. Seitdem hat die gebürtige Kalifornierin eine umwerfende Karriere hingelegt, die sie zur absoluten Königsklasse der lyrischen Sopranistinnen zählen lässt. Partien wie Mozarts Gräfin, Donna Elvira und Pamina, Puccinis Mimì und Musetta, Verdis Violetta Valéry, Donizettis Adina, Bizets Leïla sowie Bellinis und Gounods Julia zählen u.a. zu ihrem Repertoire. Überwiegend ist Nicole Cabell auf dem nordamerikanischen Kontinent an Häusern wie der Metropolitan Opera in New York, der Chicago Lyric Opera oder der San Francisco Opera zu erleben, aber auch in Europa gab sie aufsehenerregende Debüts: in jüngerer Zeit Händels Alcina am Grand Théâtre de Genève, Mimì an der Pariser Opéra National, zuvo Princess Eudoxie (La Juive) am Royal Opera House Covent Garden in London – wo sie zuletzt auch Violetta sang –, Bizets Micaëla (Carmen) und Donna Elvira (Don Giovanni) an der Deutschen Oper Berlin. In Australien debütierte sie in der weiblichen Hauptpartie von Gershwins Porgy and Bess mit der Sydney Symphony. Wo sie auftritt, nimmt Nicole Cabell mit ihrer Eleganz, Vielseitigkeit und enormen Präsenz für sich ein.

Ort:

Opernhaus

Termin:

Di, 8.5.2018, 20:00 |

Baumgartner | Martineau

Tanja Ariane Baumgartner, Mezzosopran
Malcolm Martineau, Klavier


Seit Jahren zählt Tanja Ariane Baumgartner zu den Publikums- wie Kritikerlieblingen unseres Ensembles und beweist eine einzigartige Wandelbarkeit, indem ihr der »fliegende Wechsel« zwischen Partien wie Carmen und Lisa (Die Passagierin), Amastre (Xerxes) und Cassandre (Les Troyens), Emilia (Otello) und Fricka (Das Rheingold / Die Walküre) geradezu spielerisch gelingt. Kein Wunder, dass eine Künstlerin, die dem »Hochleistungssport« Gesang mit solcher Leichtfüßigkeit, Noblesse, stimmlicher Präsenz und Persönlichkeit begegnet, auch am Theater an der Wien, an der Wiener und Berliner Staatsoper, am Royal Opera House Covent Garden in London und an der Lyric Opera in Chicago sowie beim Edinburgh International Festival, bei den Salzburger Festspielen oder den BBC Proms in der Royal Albert Hall London gefeiert wird. Zu unserem Glück hat die Mezzosopranistin irgendwann festgestellt, dass »die Geige das falsche Medium« für sie ist. So dürfen wir die Matadorin mit dem klaren und dunklen, nuancenreichen Timbre nach einem kleinen Liederabend im Holzfoyer nun auch endlich als Liedinterpretin auf der großen Bühne erwarten.

Ort:

Opernhaus

Termin:

Di, 12.6.2018, 20:00 |

Oper Frankfurt am Main

Willy-Brandt-Platz
D 60311 Frankfurt am Main

E-Mail: info@oper-frankfurt.de