Aufführungen         Neue Lausitzer Philharmonie    

Spielzeit 2017/18

Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg

Große romantische Oper von Richard Wagner

Premiere: 17. März 2018, Großer Saal/Görlitz

Der Ritter und Sänger Tannhäuser verließ einst die Wartburggesellschaft, um im Venusberg grenzenlose Lust zu genießen. Inzwischen ist er dieser jedoch überdrüssig und verlässt Frau Venus wieder. Er wird erneut auf die Wartburg geladen, um dort in einem Sängerwettstreit die ihn liebende Landgrafennichte Elisabeth als Preis zu ersingen. Da der Kompromisslose sich erneut mit den Moralvorstellungen der Versammelten anlegt und zuletzt gar die Göttin der Liebe besingt, wird daraus ein Sängerkrieg. nur Elisabeths Einsatz für ihn rettet Tannhäuser das Leben. Der reuige Sünder soll nach Rom ziehen, um dort vom Papst die Vergebung seiner Schuld zu erlangen. Der Papst weigert sich, doch ist am Ende der göttliche Einfluss einer verzweifelt flehenden Frau stärker als der des angeblichen Stellvertreters Gottes auf Erden.

Wagners Oper ist nicht nur reich an populären Nummern wie der Ouvertüre, dem Einzug der Gäste auf der Wartburg, dem Pilgerchor und Wolframs Lied an den Abendstern: Sie ist auch ein packendes Drama um einen nonkonformistischen Künstler, der die Gesellschaft herausfordert, letztlich aber an ihr zerbricht. Problematisiert wird dabei auch das damalige Frauenbild, die Aufspaltung der Frau in Hure und Heilige.

Musikalische Leitung: Andrea Sanguineti / Ulrich Kern (27.05.2018)‎
Regie: François de Carpentries
Ausstattung: Karine Van Hercke
Choreinstudierung: Albert Seidl
Dramaturgie: Ivo Zöllner
Musikalische Einstudierung: Olga Dribas / Tommaso Turchetta

Ort:

Großer Saal/Görlitz

Termine:

Sa, 17.3.2018, 18:30 | Premiere |
Sa, 24.3.2018, 18:30 |
So, 1.4.2018, 15:00 |

Otto Reutter trifft Wagner

Ort:

Apollo Görlitz

Termine:

Fr, 9.3.2018, 19:30 |
So, 25.3.2018, 19:00 |

Eine Sommernacht

Ein Stück mit Musik von David Greig und Gordon McIntyre

Die Anwältin Helena und der Kleinganove Bob verbringen im verregneten Edinburgh volltrunken eine heiße Nacht miteinander. Beide sind sich einig, dass ihr One-Night-Stand ein Fehler war. Der nächste Tag: Die verkaterte Helena leidet unter einem Familienfest, als sie Bob zufällig wiedertrifft. Der hat gerade einen Job versaut und die Taschen voller Geld – das natürlich nicht ihm gehört. Was liegt da näher, als die Kohle gemeinsam durchzubringen?

David Greigs Stück mit der Musik von Gordon McIntyre bietet eine ganz neue Sicht auf Shakespeares »Sommernachtstraum«.
»Greig spielt federleicht mit den schweren Fragen, die man sich immer mal wieder im Leben stellen sollte. Brillant.« (Theater heute)

Regie, Ausstattung: Stephan Bestier
Dramaturgie: Kerstin Slawek
Musik: Philipp Gräf
Korrepetition: Frank Jaremko

Ort:

Apollo Görlitz

Termine:

Sa, 10.3.2018, 19:30 |
Sa, 31.3.2018, 19:30 |

Die Großherzogin von Gerolstein

Operette von Jacques Offenbach

Die Großherzogin des fiktiven deutschen Kleinstaates Gerolstein hat eine Schwäche für junge Soldaten, soll aber den faden Prinzen Paul heiraten. Als sie den einfachen Soldaten Fritz erblickt, ist sie hin und weg. Sie ernennt ihn zum Oberbefehlshaber ihrer Truppen, die zur Unterhaltung der Oberschicht mal wieder in den Krieg geschickt werden. Fritz fühlt sich geschmeichelt, ahnt jedoch nicht den Grund für seinen Blitzaufstieg. Er liebt das einfache Bauernmädchen Wanda und sie ihn. Gegen den neuen Günstling formiert sich eine Opposition, bestehend aus dem bisherigen General Bum, dem eifersüchtigen Prinzen Paul und Baron Puck, der um seinen politischen Einfluss bangt. Ein Mordkomplott wird ausgeheckt, dem sich die Großherzogin anschließt, weil Fritz Wanda heiraten will. Das Leben von Fritz ist in höchster Gefahr. Da wir aber eine Operette spielen, muss es am Ende natürlich ein Happy End geben. Aber welches? Wird Fritz seine Wanda heiraten können? Und was wird dann aus der Großherzogin?

Die 1867 in Paris uraufgeführte mitreißende »Offenbachiade« nimmt mit beißendem Spott das höfische Günstlingswesen, das militärische Brimborium und die erotischen Gelüste einer alternden Frau aufs Korn.

Musikalische Leitung: Ulrich Kern
Regie: Steffen Piontek
Regieassistenz: Beatrice Müller
Ausstattung: Mike Hahne
Choreografie: Winfried Schneider
Dramaturgie: Ivo Zöllner
Choreinstudierung: Albert Seidl
Musikalische Einstudierung:Olga Dribas | Francesco Fraboni
Inspizient: René Rosner
Soufflage: Dominika Richter

Ort:

Großer Saal/Görlitz

Termine:

Fr, 2.3.2018, 19:30 |
Fr, 20.4.2018, 19:30 |

Typisch...

Tanzstück von Dan Pelleg und Marko E. Weigert

Lieben wir es nicht irgendwie alle, Menschen in Schubladen zu stecken? Wir schauen jemanden einmal an oder hören ein paar Details über ihn und schon kennen wir diesen Menschen. In gewisser Hinsicht brauchen wir das sogar: Es hilft uns, mit der unendlichen Vielzahl an Varianten menschlicher Persönlichkeiten umzugehen, indem wir ihnen eine vereinfachte und scheinbar ordnende Kategorisierung aufzwängen. Doch in der Regel liegen wir teilweise, wenn nicht sogar völlig falsch darin, wenn wir diese Urteile fällen. Menschen sind oft einfach nur untypisch. Sie wegen bestimmter Verhaltensweisen einer Schublade zuzuordnen, scheint zwar oft plausibel und bietet eine erste scheinbare Erklärung, doch meist erweist es sich später als falsch. Ein wirkliches Problem entsteht aber erst dann, wenn wir große Menschengruppen in solche Schubladen verbannen und damit allgemeine und vereinfachte Erklärungen für sie alle anwenden – wahllos. Dadurch ziehen wir oft völlig irrtümliche Linien zwischen Menschengruppen, machen Fehler, manchmal fatale, wenn wir ihr Handeln dementsprechend interpretieren und damit umgehen müssen.

In »Typisch...« werden wir diese Mechanismen genauer betrachten und untersuchen, wie wir täglich umgehen mit Stereotypen, Archetypen, Prototypen, Antitypen, Genotypen, Phänotypen, Ecotypen – typisch für uns, durch den Tanz.

Konzept, Inszenierung, Choreografie: Dan Pelleg , Marko E. Weigert
Choreografische Mitarbeit: Tanzcompany
Ausstattung: Markus Pysall
Dramaturgie: Ivo Zöllner
Lichtdesign: Marko E. Weigert
Sounddesign: Dan Pelleg
Musikalische Komposition und Mitarbeit: Moritz Bard
Musikalische Probenassistenz: Ewa Zacharzyk-Kowal
Assistenz der Tanzdirektion: Kathleen Müller-Franz , Kirstin Kroneberger
Es tanzt die Tanzcompany des GHT

Ort:

Großer Saal/Görlitz

Termine:

Sa, 7.4.2018, 19:30 |
So, 29.4.2018, 19:00 |

Der Notenflüsterer

Weltbekannte Filmsongs und ihr Geheimnis

Jeder kennt sie, die großen Songs aus weltbekannten Filmen. Sie gehen leicht ins Ohr, sind Träger großer Emotionen und werden nicht selten zu musikalischen Ikonen für ihren Film. Unbekannt ist jedoch bis heute, dass eine Vielzahl dieser Songs eine geheimnisvolle gemeinsame Geschichte haben, auch wenn sie aus ganz unterschiedlichen Ländern, Zeiten und Filmen stammen.

Mit vielen bekannten Melodien erzählt das Görlitzer Historienkammerspiel »Der Notenflüsterer« von sensationellen Geheimdokumenten, einem findigen Stadtarchivar und der wahren Geschichte hinter »Görliwood«.

Musikalische Leitung: Francesco Fraboni
Regie: Frieder Venus
Text: Sebastian Ripprich
Ausstattung: ÄNN
Dramaturgie: Ivo Zöllner
Regieassistenz/Inspizienz/Soufflage: Benjamin Bley

Ort:

Foyer Café/Görlitz

Termine:

Fr, 23.3.2018, 19:30 |
Mo, 2.4.2018, 19:00 |

Der Konsul

Oper von Gian Carlo Menotti

Der Oppositionelle John Sorel muss vor den Häschern des Regimes rasch außer Landes flüchten und dabei seine alte Mutter, seine Frau Magda und sein krankes Kind zurücklassen. Magda sucht das Konsulat eines ausländischen Staates auf, um ein Visum zu erhalten, damit die Familie dem Geflüchteten nachreisen kann. Auf dem Konsulat ist sie jedoch nur ein Fall wie viele andere, ein Name, eine Nummer. Immer wieder versucht sie mit allen Mitteln zum Konsul vorgelassen zu werden, doch die Sekretärin – die personifizierte Bürokratie – weist sie immer wieder ab und vertröstet sie. Als man sich im Konsulat endlich für den Fall Sorel zu interessieren beginnt, haben John und Magda bereits alles verloren.

Spannend an Menottis 1950 uraufgeführter Oper sind nicht zuletzt die Orts- und Zeitangabe des Komponisten, der auch das Textbuch selbst schrieb: »Irgendwo in Europa, Gegenwart«. Das Stück könnte heute auf dem deutschen Konsulat in Istanbul spielen und ist eine flammende Anklage gegen staatliche Willkür einerseits und starre Bürokratie, für die ein Einzelschicksal keine Rolle spielt, andererseits. Die abwechslungsreiche Partitur bietet unter anderem zahlreiche Anklänge an die Musiksprache Puccinis.

Musikalische Leitung: GMD Andrea Sanguineti
Regie: Dorotty Szalma
Ausstattung: Gretl Kautzsch
Dramaturgie: Gerhard Herfeldt
Musikalische Einstudierung:Olga Dribas /Tommaso Turchetta

Ort:

Großer Saal/Görlitz

Termin:

So, 8.4.2018, 19:00 |

Theater Görlitz

Demianiplatz 2
D 02826 Görlitz

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Theaterkasse Görlitz
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Di. bis Fr. 10:00–13:00 Uhr und 14:00–18:00 Uhr | Sa. 10:00–12:30 Uhr
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