Oper Graz

Spielzeit 2011/12

Gigi

Musical in zwei Akten von Alan Jay Lerner & Frederick Loewe

Premiere: 02. März 2012, Opernhaus Hauptbühne

Buch und Gesangstexte von Alan Jay Lerner nach einem Roman von Colette
Musik von Frederick Loewe, Deutsch von Robert Gilbert

Mit "My Fair Lady" haben der Komponist Frederick Loewe und der Textdichter Alan Jay Lerner dem musikalischen Unterhaltungstheater eines der bezauberndsten Werke überhaupt beschert; von vergleichbarem Reiz ist auch die auf einer Erzählung der französischen Erfolgsautorin Colette basierende "Gigi", die in das Paris der Belle Époque entführt.
Einen augenzwinkernden Blick auf das amouröse Geschehen der französischen Hauptstadt wirft Honoré Lachailles, ein in die Jahre gekommener Bonvivant, der noch immer Gefallen an den jungen Pariserinnen findet. Seinen Neffen, den vermögenden Schwerenöter Gaston, langweilt sein luxuriöses Leben ebenso wie seine zahllosen, nur allzu flüchtigen Eskapaden mit den eleganten Damen der oberen Gesellschaft. Als gern gesehener Gast der in einfachen Verhältnissen lebenden Madame Alvarez entdeckt er während eines Ausflugs in das mondäne Seebad Trouville, dass deren durch Natürlichkeit und Lebenslust faszinierende Enkelin Gigi inzwischen zur attraktiven jungen Dame herangewachsen ist. Bis die beiden als Ehepaar zueinander finden können, sind allerdings noch etliche Missverständnisse aus dem Weg zu räumen, denn Gigis Tante Alicia will ihre Nichte mittels ausgeklügelter Verträge als Gastons Geliebte finanziell absichern. Von einem Leben als Kurtisane will Gigi jedoch nichts wissen, und so hält Gaston, als er seine aufrichtige Liebe zu Gigi erkennt, um ihre Hand an.

Musikalische Leitung: Marius Burkert
Inszenierung: Matthias Davids
Choreographie: Simon Eichenberger
Bühne: Mathias Fischer-Dieskau
Kostüme: Judith Peter
Dramaturgie: Birgit Amlinger
Licht: Michael Grundner

Ort:

Opernhaus Hauptbühne

Termine:

Fr, 2.3.2012, 11:00 | Voraufführung |
Fr, 2.3.2012, 19:30 | Premiere |
Sa, 3.3.2012, 19:30 |
Mi, 7.3.2012, 19:30 |
Fr, 9.3.2012, 19:30 |
So, 11.3.2012, 18:00 |
Do, 15.3.2012, 19:30 |
Fr, 16.3.2012, 19:30 |
So, 18.3.2012, 18:00 |
So, 25.3.2012, 15:00 |
Do, 29.3.2012, 19:30 |
Di, 3.4.2012, 19:30 |
Mi, 4.4.2012, 19:30 |
So, 8.4.2012, 18:00 |
Sa, 28.4.2012, 19:30 |
So, 29.4.2012, 18:00 |
Fr, 11.5.2012, 19:30 |
Sa, 12.5.2012, 19:30 |
Sa, 19.5.2012, 19:30 |
So, 20.5.2012, 20:00 |
Mi, 23.5.2012, 19:30 |
Di, 12.6.2012, 19:30 |
Fr, 22.6.2012, 19:30 |

Deal.West.East

Uraufführung: 22. März 2012, Studiobühne „Wilder Mann“

Die zweite Studioproduktion der Tanzkompanie der Oper Graz folgt einem Plan, der durchaus über das Potenzial verfügt, den begrenzten Raum eines Studios zu sprengen.
Eingeladen sind zwei preisgekrönte Nachwuchs- Choreographen aus China und England: Dong Jie und James Wilton. Ballettdirektor Darrel Toulon wurde auf den jungen chinesischen Künstler Dong Jie im Vorjahr anlässlich des internationalen Wettbewerbs „No Ballet“ aufmerksam. Im Westen noch nahezu unbekannt, macht Dong Jie in seiner asiatischen Heimat eine geradezu kometenhafte Karriere. James Wilton ging jungst als Gewinner des „Global Dance Contest“ hervor, eines Wettbewerbs, der von der ersten Adresse für zeitgenössischen Tanz in London, dem Sadler’s Wells Theatre, organisiert wird. Mit „deal.west.east“ findet somit ein Ereignis statt, das dem zweiteiligen Tanzabend durch Qualität und Herkunft der beiden Choreographen aus kulturellen Metropolen des Orients und Okzidents eine größere Dimension verleiht. Denn nicht nur den Tänzern wird die Chance geboten, mit richtungsweisenden Künstlern zu arbeiten, auch das Publikum darf miterleben, wie ein Stück Jüngster Tanzgeschichte geschrieben wird.

Ort:

Studiobühne "Wilder Mann"

Termine:

Mi, 14.3.2012, 20:30 | Voraufführung |
Do, 22.3.2012, 20:00 | Uraufführung |
Sa, 24.3.2012, 20:00 |
Sa, 31.3.2012, 20:00 |
Di, 24.4.2012, 20:00 |
Mi, 25.4.2012, 19:30 |
Do, 26.4.2012, 20:00 |
Fr, 27.4.2012, 20:00 |

Maria Stuarda

Tragedia lirica in zwei Akten von Gaetano Donizetti

Premiere: 30. März 2012, Opernhaus Hauptbühne

Libretto von Giuseppe Bardari

Zahlreiche Legenden ranken sich um die Entstehungs- und Aufführungsgeschichte von Gaetano Donizettis Version des berühmten dramatischen Königinnenzwists im England des 16. Jahrhunderts. Auf Friedrich Schillers gleichnamiger Tragödie basierend erstellte Giuseppe Bardari das Libretto. Er reduzierte die 21 Darsteller auf die operntaugliche Anzahl sechs und vereinfachte damit naturgemäß das bei Schiller äußerst verwickelte Geflecht aus Seelendrama und Staatsintrige. Vorgesehen war die Uraufführung 1834 in Neapel, tatsachlich fand sie erst ein Jahr später in Mailand statt. Was war passiert? Nicht nur dürften die als Maria Stuart und Elisabeth besetzten Primadonnen während der Proben handgreiflich aneinander geraten sein, angeblich brach auch Ihre Majestät, Königin Christina von Neapel, während des Besuches einer der Schlussproben vor Ergriffenheit ohnmächtig zusammen. So untersagte der Polizeiminister die Aufführung, und Donizetti sah sich gezwungen, die Oper kurzerhand umzuschreiben und unter einem anderen Titel zur Aufführung zu bringen. Aber auch die echte Uraufführung an der Mailänder Scala entsprach nicht der Idealvorstellung des Komponisten, da die Sängerinnen krank und heiser, beziehungsweise nicht adäquat besetzt waren, und das Publikum seinen Unmut lautstark bekundete. Tatsächlich beginnt dieses Juwel des Belcanto erst mehr als 120 Jahre später, nach einer Aufführung in Donizettis Geburtsort Bergamo im Jahr 1958, seinen Siegeszug über die Bühnen der Welt.

Musikalische Leitung: Gaetano d‘Espinosa
Inszenierung, Bühne, Kostüme & Licht: Stefano Poda
Dramaturgie: Bernd Krispin
Chor: Bernhard Schneider

in italienischer Sprache – mit deutschen Übertiteln

Ort:

Opernhaus Hauptbühne

Termine:

So, 25.3.2012, 11:00 | Voraufführung |
Fr, 30.3.2012, 19:30 | Premiere |
Do, 5.4.2012, 19:30 |
Mi, 25.4.2012, 19:30 |
Fr, 27.4.2012, 19:30 |
Do, 3.5.2012, 19:30 |
Sa, 5.5.2012, 19:30 |
Mi, 9.5.2012, 19:30 |
So, 10.6.2012, 15:00 |
So, 17.6.2012, 15:00 |
Fr, 29.6.2012, 19:30 |

Das ist doch der Gipfel!

Eine musikalische Entdeckungsreise auf den Spuren von Ernst Krenek
für Kinder ab 8 Jahren

Station Gasthof Alpenblick: Ernst Krenek, ein feiner Herr aus der Stadt, hat gerade in der Gaststube Platz genommen und schreibt wie wild Postkarten – oder doch Musik? Die Wirtin und ihr Oberkellner platzen vor Neugier und fragen sich: Wer ist wohl dieser stille, vornehme Mann, der anscheinend seine Reiseerlebnisse zu Musik werden lasst? Und wie klingt ein hoher Berg, prasselnder Regen oder ein rastloser Tourist? Nehmen wir also den alten, gelben Postautobus zum Gasthof Alpenblick und machen wir uns auf die Spurensuche nach dem Komponisten Ernst Krenek. Christiane Lutz, Regisseurin der erfolgreichen Familienkonzert-Reihe, widmet sich in ihrem jüngsten Projekt dem Komponisten Ernst Krenek. Als Wirtin des Gasthofs Alpenblick und somit als Dreh- und Angelpunkt des rund einstündigen Programms konnte die bekannte Schauspielerin Julia Stemberger gewonnen werden.

Konzept und Inszenierung: Christiane Lutz
Ausstattung: Natascha Maraval
Bariton: Ivan Oreščanin
Klavier: Markus Appelt
Wirtin: Julia Stemberger
Ensemble Federspiel

Ort:

Studiobühne "Wilder Mann"

Termin:

Sa, 4.2.2012, 16:00 |

Ein Walzertraum

Operette in drei Akten von Oscar Straus

Libretto von Felix Dörmann und Leopold Jacobson

Leutnant Niki war in Wien während eines offiziellen Besuches als Begleiter von Prinzessin Helene eingeteilt worden. Sie verliebt sich und überzeugt ihren Vater, in Niki den idealen Prinzgemahl gefunden zu haben. Die Ereignisse überschlagen sich, und ehe er es recht begreifen kann, findet sich Niki in einem fernen Fürstentum als Bräutigam wieder. Als er erkennt, dass seine einzige Pflicht darin zu bestehen scheint, für Nachkommen zu sorgen, tritt er schon in der Hochzeitsnacht in Ehestreik und vergnügt sich mit einem zufällig am Ort gastierenden Wiener Damenorchester. Oscar Straus – er ist mit der berühmten Operettendynastie Strauß nicht verwandt – schrieb sein bekanntestes Stück 1907. Mit großer Meisterschaft vereint er zahlreiche eingängige, charmante Melodien inklusive der romantischen, Titel gebenden Nummer „Leise, ganz leise klingt‘s durch den Raum, liebliche Weise, Walzertraum“, die die Sehnsucht Nikis nach der Wiener Heimat illustriert.
Seit der Uraufführung hat dieses Stuck zahlreiche mehr oder weniger geglückte Be- und Umarbeitungen erfahren müssen. Regisseur Michael Schilhan und Dirigent Marius Burkert, vom Publikum bejubelte kongeniale Partner in ihrer Interpretation von Carl Zellers Operette „Der Vogelhändler“, stützen sich in ihrer Neuinszenierung auf die Uraufführungsfassung, um dem großartigen Komponisten Oscar Straus endlich gerecht zu werden.

Musikalische Leitung: Marius Burkert, Massimo Parise
Inszenierung: Michael Schilhan
Choreographie: Allen Yu
Ausstattung: Rainer Sellmaier
Dramaturgie: Birgit Amlinger

Ort:

Opernhaus Hauptbühne

Termine:

Sa, 4.2.2012, 19:30 |
So, 5.2.2012, 18:00 |
Sa, 11.2.2012, 19:30 |
Mi, 15.2.2012, 19:30 |
So, 4.3.2012, 18:00 |
Sa, 10.3.2012, 19:30 |
Sa, 17.3.2012, 19:30 |
Fr, 23.3.2012, 19:30 |
So, 1.4.2012, 15:00 |

Elektra

Richard Strauss

Tragödie in einem Aufzuge
Libretto von Hugo von Hofmannsthal
(mit deutschen Übertiteln)

Elektra, Chrysothemis, Klytämnestra – drei Frauen gefangen im Familienfluch. Elektras einziges Ziel ist die Rache an ihrer Mutter Klytämnestra, die zusammen mit Ägisth den Vater Agamemnon ermordet hat. Ihre Schwester Chrysothemis ist fixiert auf ein „Weiberschicksal“ mit Mann und Kindern. Klytämnestra fürchtet die Rache des Sohnes Orest und hofft, durch abergläubische Rituale ihren Ängsten entgehen zu können, übersieht aber die Mordlust Elektras. Als schließlich Orest die Rache vollzieht, gibt es für Elektra nur noch eins: „schweigen und tanzen“. Die Musik von Richard Strauss verstärkt die archaische Wucht des Stoffes, obwohl sie die Psychologie der Figuren in ihren feinsten Verästelungen schillernd zum Klingen bringt. Wirklich „gesund“ ist hier kaum jemand. Kein Wunder, dass seit dem „Elektra“-Drama von Hugo von Hofmannsthal und der Oper von Richard Strauss die Figuren des Atriden- Fluches im Fokus psychoanalytischer Deutungshoheit stehen. Haben Hofmannsthal und Strauss hier kongenial Freud und Breuer auf die Opernbühne gebracht, deren „Studien über Hysterie“ sich womöglich wie Analysen des „Elektra“-Personals lesen ließen? Die Neuinszenierung von Strauss‘ „Elektra“ will die Rolle psychoanalytischer Ideen im Hintergrund des Werkes kritisch reflektieren, um dadurch das Archaische des Stoffes unverstellt erlebbar zu machen – als schreckliche Gewalt, als lebensverneinende Verzweiflung und als geheimnisvoll tödliche Ekstase.

Musikalische Leitung: Johannes Fritzsch
Inszenierung: Johannes Erath
Bühne: Katrin Connan
Kostüme: Birgit Wentsch
Dramaturgie: Francis Hüsers | Bernd Krispin
Licht: Joachim Klein
Chor: Georgi Mladenov

Ort:

Opernhaus Hauptbühne

Termine:

So, 12.2.2012, 15:00 |
Mi, 21.3.2012, 19:30 |
Sa, 24.3.2012, 19:30 |
Do, 26.4.2012, 19:30 |
Fr, 4.5.2012, 19:30 |
So, 6.5.2012, 15:00 |
So, 13.5.2012, 18:00 |
Video "Pique Dame" von Roland Renner

Pique Dame

Peter Iljitsch Tschaikowski

Oper in drei Akten
Libretto von Modest Iljitsch Tschaikowski

Alexander Puschkins fesselnde Erzählung „Pique Dame“ vereinigt die spannungsvollen Momente einer Gruselgeschichte und eines Krimis und ist poetisch zugleich. In berührender Weise blickt Puschkin in die Psyche derer, für die sich auch Peter Iljitsch Tschaikowski so interessierte: Außenseiter wie Hermann und Lisa, die mit ihrer bedingungslosen Leidenschaft nicht in die zaristische Standesgesellschaft passen. Peter Konwitschny, der in der vergangenen Saison an der Oper Graz eine eindringlich aufwühlende „La traviata“ erarbeitet hat, inszeniert zum ersten Mal in seiner Karriere „Pique Dame“. Wie stets genau auf die Musik horchend, zeigt er das Militante und krank Machende der Gesellschaft, zeigt aber gleichzeitig auch, wie sich Hermann, Lisa und deren Großmutter, die geheimnisumwitterte Gräfin, der allgemeinen Gleichschaltung widersetzen.
An die glänzende Vergangenheit der Gräfin in den Pariser Salons, wo sie sich das Wissen dreier unfehlbarer Karten erworben hat, erinnert nur mehr ihr Spitzname „Pique Dame“, denn nun ist sie dem Spott einer neuen Generation gleichermaßen ausgesetzt wie der verarmte Hermann. So wird das private Drama um Liebe und Spielsucht zur großen allgemeingültigen Tragödie.

Musikalische Leitung: Tecwyn Evans
Inszenierung: Peter Konwitschny
Bühne & Kostüme: Alexander Mudlagk
Choreographie: Enno Markwart
Dramaturgie: Bettina Bartz | Bernd Krispin
Chor: Bernhard Schneider
Singschul’: Andrea Fournier

in russischer Sprache – mit deutschen Übertiteln

Ort:

Opernhaus Hauptbühne

Termin:

Fr, 10.2.2012, 19:00 |

Opernhaus Graz GmbH

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A-8010 Graz

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Tickets, Abos, Preise
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THEATERKASSE
am Kaiser-Josef-Platz 10
MO bis FR von 9.00 bis 18.30
SA von 9.00 bis 13.00
Tel: +43 (0)316 8000
Fax: +43 (0)316 8008 1565