Opernhaus Graz

Spielzeit 2017/18

Amahl und die nächtlichen Besucher

Gian Carlo Menotti

Premiere: 10. Dezember 2017, Dom im Berg

Kurze Opern, genussreich an eindrucksvollen Grazer Orten von den Sängern und Musikern der Oper Graz und der Kunstuniversität Graz dargeboten – das ist das Konzept der Reihe „OpernKurzgenuss“. Das stilistische Spektrum reicht 2017/18 vom Barock bis zum 20. Jahrhundert, und lässt den Landhaushof, den Dom im Berg und die Needle im Kunsthaus zur Opernbühne werden.

Amahl, der Titelheld in Gian Carlo Menottis Weihnachtsoper für Kinder, ist ein in seiner Mobilität eingeschränkter Hirtenknabe und gewährt im Dom im Berg drei prächtig gekleideten Königen Unterkunft für eine Nacht. Während die Gäste schlafen, untersucht Amahls Mutter die Schätze der Gäste und wird ertappt, als sie etwas an sich nimmt. Die Gäste erzählen, dass diese Geschenke für ein soeben geborenes Kind bestimmt seien. Amahl verteidigt seine Mutter und will dem Kind seine Krücke schenken. Auf einmal ist seine Beeinträchtigung überwunden, und Amahl kann sich überglücklich den Königen anschließen, um dem Kind selbst sein Geschenk zu überbringen.

Ort:

Dom im Berg

Termine:

Sa, 16.12.2017, 11:00 |
Sa, 16.12.2017, 17:00 |

Eugen Onegin

Peter I. Tschaikowski

Premiere: 16. Dezember 2017, Opernhaus Hauptbühne

Lyrische Szenen in drei Akten und sieben Bildern
Libretto vom Komponisten und Konstantin S. Schilowski nach dem gleichnamigen Roman von Alexander S. Puschkin

Ich halte Ausschau nach einem intimen, aber kraftvollen Drama. Dabei verschmähe ich nicht das phantastische Element; denn es kennt keine Hindernisse, weil das Reich der Phantasie keine Grenzen kennt.“ In Puschkins Versroman von 1833 wurde Tschaikowski fündig: Vier junge Menschen begegnen sich und werden einander zum Schicksal. Tatjana lebt mit ihrer Mutter und ihrer Schwester Olga auf dem Landsitz der Familie. Nur ihre Bücher geben der jungen Frau die Möglichkeit, der Tristesse des eintönigen Landlebens zu entfliehen. Als Lenski seinen Freund Eugen Onegin seiner Verlobten Olga und Tatjana vorstellt, projiziert Tatjana ihre Sehnsüchte auf den fremden Mann. Sie nimmt ihren ganzen Mut zusammen, ihm einen Brief zu schreiben … Kurz nach dieser Begegnung eskalieren die Erwartungen und Wünsche der vier jungen Menschen, und die extremsten Seelenzustände brechen nun ungebremst hervor, formen ein Kaleidoskop voller Melancholie, Fragilität und Poesie, das in unvergleichbarer Musik ihren Widerhall findet und im Tod eines Freundes endet. Kann die Ungleichzeitigkeit der Liebe Tatjanas und Onegins doch noch überwunden werden? Mit „Eugen Onegin“ stellt sich die neue Chefdirigentin Oksana Lyniv dem Opernpublikum vor. In Szene gesetzt wird die tragische Liebesgeschichte von der international gefragten Regisseurin Jetske Mijnssen, die zuletzt große Erfolge u. a. in Hamburg und Zürich feierte.

Inszenierung: Jetske Mijnssen
Bühnenbild: Gideon Davey
Kostüme: Dieuweke van Reij
Licht: Mark Van Denesse
Dramaturgie: Marlene Hahn
Chor und Extrachor: Bernhard Schneider

In russischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Ort:

Opernhaus Hauptbühne

Termine:

Sa, 16.12.2017, 19:30 | Premiere |
Do, 21.12.2017, 19:30 |
So, 7.1.2018, 15:00 |

Der ge­stie­fel­te Kater

Thomas Zaufke

Eine Ko­pro­duk­ti­on mit dem Next Liberty
Musical von Thomas Zaufke (Musik) und Peter Lund (Text) frei nach dem Märchen der Gebrüder Grimm
Für Kinder und Er­wach­se­ne ab 7 Jahren

Kleider machen Leute. Aber wer macht ei­gent­lich die Kleider? Jeder, der im fran­zö­si­schen Kö­nig­reich etwas auf seine Garderobe hält, trägt die kostbaren Stoffe der großen Sei­den­ma­nu­fak­tur Tisserand. Alle anderen müssen in der Fabrik arbeiten – so auch der 16-jäh­ri­ge Henry und seine Mutter. Doch Henry hat ei­gent­lich keine Lust mehr, sehr teure Stoffe für sehr wenig Geld her­zu­stel­len, vor allem, seit er in einem Buch gelesen hat, dass „alle Menschen gleich sind“ und deshalb auch „alle gleich viel besitzen sollten“, z. B. einen eigenen Garten. Also be­schließt Henry gemeinsam mit seinem besten Freund, dem (wie sich her­aus­stellt: spre­chen­den) Kater Frédéric, in ein besseres, freies Leben zu fliehen, doch spä­tes­tens als er seine erste Nacht unter einer Brücke verbringt, beginnt er an seinem Vorhaben zu zweifeln … Gut, dass Ficelle auftaucht und ihn von seinen Sorgen ablenkt: Denn Ficelle ist hübsch und klug, sie ist aber auch die Tochter der Fa­brik­be­sit­ze­rin Tisserand und geht Henry fürch­ter­lich auf die Nerven, doch plötzlich findet er die Vor­stel­lung, selbst mehr zu besitzen als die anderen, gar nicht mehr so schlimm – wie praktisch, dass er einen (spre­chen­den!) Kater zum Freund hat, der Rat weiß …
Drei Jahre nach ihrem preis­ge­krön­ten, gewitzten Mu­si­cal-Hit „GRIMM!“ haben Peter Lund und Thomas Zaufke nun im Auftrag des Next Liberty ein weiteres Märchen für die Bühne der Oper Graz adaptiert – très chic!

In­sze­nie­rung: Michael Schilhan
Mu­si­ka­li­sche Leitung: Maurizio Nobili
Bühne: Alexia Redl
Kostüme: Rebeca Monteiro Neves
Cho­reo­gra­fie: Fer­di­nan­do Chefalo
Videos / Ani­ma­tio­nen: Reziprok (Andreas Grininger und Roland Renner)
Leitung Singschul‘: Andrea Fournier
Mit: Alice Peterhans, Jutta Pan­zen­böck, Elisabeth Sikora, Christof Messner, Stefan Moser, Florian Stanek
Band: Zsófia Düh, Saša Mutić, Maurizio Nobili, Philipp Pluhar, Gernot Strebl, Reinhard Zie­ger­ho­fer

€ 2 bis € 26

Ort:

Opernhaus Haupt­büh­ne

Termine:

Mo, 18.12.2017, 10:30 |
Sa, 23.12.2017, 11:00 |
Di, 16.1.2018, 10:30 |
Di, 16.1.2018, 16:30 |
Di, 23.1.2018, 10:30 |
Di, 23.1.2018, 16:30 |
Sa, 3.2.2018, 11:00 |
Mo, 5.2.2018, 10:30 |
Mo, 5.2.2018, 16:30 |
Sa, 10.2.2018, 11:00 |
Mo, 5.3.2018, 10:30 |
Mo, 5.3.2018, 16:30 |
Sa, 17.3.2018, 11:00 |

Eine Nacht in Venedig

Operette von Johann Strauß (Sohn)

Operette in drei Akten von Richard Genée und F. Zell
Textliche Bearbeitung von Ernst Marischka ~ Musikalische
Einrichtung von Erich Wolfgang Korngold
Für die Bühne eingerichtet von Peter Langdal ~ In deutscher Sprache mit Übertiteln
Eine Koproduktion mit der Opéra de Lyon, in Partnerschaft mit dem Royal Opera House Muscat

Die atemberaubende Schönheit Venedigs, die verschlungenen Gässchen und romantischen Plätze, die Kanäle und Brücken, all das mag seinen Reiz haben, doch den Herzog Guido zieht es im Karneval einzig deswegen in die Lagunenstadt, weil er bei der Damenwelt reüssieren möchte. Im vergangenen Jahr hat er sich Barbara, der Gemahlin des Senators Delaqua, ziemlich genähert, und heuer hofft er, bei ihr endlich erotische Erfüllung zu finden. Nun beginnt ein beziehungsreiches Treiben der Maskierten, denn der Senator und seine Gattin, der Nudelkoch Pappacoda und die Kammerzofe Ciboletta, Caramello, der Barbier des Grafen, und die Fischverkäuferin Annina, schließlich Ernesto, der Neffe des Grafen, der seiner Tante Barbara mehr als nur platonisch zugetan ist – sie alle täuschen ungeniert den eigenen Partner und haben nichts Anderes im Sinn, als hinter der Maske ihr wahres Gesicht zu zeigen.
Der dänische Regisseur Peter Langdal, der in Skandinavien bereits mehr als 130 Inszenierungen erarbeitet hat, inszenierte 2016 an der Opéra de Lyon „Eine Nacht in Venedig“ als frivoles Lustspiel, das den Charme der Commedia dell’arte und die Dialograsanz einer Screwball-Komödie gekonnt vereint.
Nun amüsiert diese Erfolgsproduktion das Publikum der Oper Graz, wenn es heißt: „Komm in die Gondel, mein Liebchen!“

Inszenierung: Peter Langdal
Szenische Einstudierung: Line Kromann
Dialogregie: Juana Ines Cano Restrepo
Choreographie: Peter Friis
Bühnenbild: Ashley Martin-Davis
Kostüme: Karin Betz
Licht: Jesper Kongshaug
Dramaturgie: Bernd Krispin
Chor: Bernhard Schneider

Termine:

So, 17.12.2017, 15:00 |
Mi, 20.12.2017, 19:30 |
Fr, 22.12.2017, 19:30 |
So, 31.12.2017, 18:00 |
Mi, 10.1.2018, 19:30 |
Mi, 24.1.2018, 19:30 |
Do, 15.2.2018, 19:30 |
Fr, 2.3.2018, 19:30 |

Il Trovatore

Giuseppe Verdi

Dramma lirico in vier Teilen
Libretto von Salvadore Cammarano und Leone Emanuele Bardare nach dem Drama „El Trovador“ (1836) von Antonio García Gutiérrez

Giuseppe Verdi komponierte ein Meisterwerk, das mit allen Zutaten einer großen italienischen Oper versehen ist: blutige Rachegelüste, sehnsüchtige Leidenschaft und eine grauenvolle Wahrheit, die im Todesmoment enthüllt wird. Aufgepeitschte Rhythmen verzaubern, verschrecken und tauchen die geheimnisvolle Szenerie in ein feuerrotes, grelles Licht. Das Gift der Rache und der Eifersucht durchdringt dabei Verdis Partitur, kriecht in die finsterste Ecke des Kerkers, lähmt die Figuren bis zu dem Moment, an welchem die Vergangenheit sie einholt: unvorhersehbar, unvermeidlich, tödlich!
Das „Trovatore“-Team um Regisseur und Bühnenbildner Ben Baur, der an der Oper Graz bereits „Roméo et Juliette“ erfolgreich in Szene setzte, lässt diese düstere, poetisch aufgeladene Welt um zwei Brüder, die dieselbe Frau lieben und auf geheimnisvolle Weise miteinander verbunden sind, wieder aufleben.
Unter der musikalischen Leitung von Andrea Sanguineti sind in den Hauptpartien Lana Kos als Leonora, Nora Sourouzian als Zigeunerin Azucena, Stefano Secco als Troubadour Manrico und Rodion Pogossov als Graf Luna zu erleben.

Musikalische Leitung: Andrea Sanguineti / Robin Engelen
Inszenierung: Ben Baur
Choreographie: Lillian Stillwell
Bühnenbild: Ben Baur
Kostüme: Uta Meenen
Licht: Severin Mahrer

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Ort:

Opernhaus Hauptbühne

Termin:

Do, 15.3.2018, 19:30 |

La Bohème

Giacomo Puccini

Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica

In lockerer Szenenfolge beschreibt Henri Murger in „La vie de Bohème“ das teils unbeschwerte, teils tragische Leben im pittoresken Studentenviertel von Paris. Puccini begeistert sich für diese Milieuschilderung, denn „da ist Menschlichkeit, da ist Empfindung, da ist Herz. Und da ist vor allem Poesie.“ In einem eiskalten Dachboden bilden der Dichter Rodolfo, der Maler Marcello, der Musiker Schaunard und der Philosoph Colline eine Wohngemeinschaft. Sie trotzen nicht nur den Lästigkeiten des bürgerlichen Alltags und bleiben monatelang die Miete schuldig, sie eint auch der Wunsch, ihr kreatives Potenzial auszuleben. Im Zentrum der Handlung steht die Liebe Rodolfos zur Stickerin Mimì. Doch Mimì leidet an Schwindsucht, und Rodolfo fühlt sich dieser Herausforderung nicht gewachsen. Eifersüchteleien und die finanzielle Not treiben die Liebenden auseinander, bis Mimì in ihrer Todesstunde zu Rodolfo zurückkehrt, um an seiner Seite zu sterben. Dietmar Pflegerl, der einstige Intendant des Stadttheaters Klagenfurt, zählte jahrzehntelang zu den renommiertesten Regisseuren Österreichs, da im Zentrum seiner Schauspiel- und Opernarbeiten stets die genaue Beobachtung zwischenmenschlicher Aspekte der Figuren stand.

Musikalische Leitung: Marius Burkert
Inszenierung: Dietmar Pflegerl
Ausstattung: Annette Zepperitz / Bernd Dieter Müller
Licht: Helmut Weidinger
Dramaturgie: Bernd Krispin

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Ort:

Opernhaus Hauptbühne

Termine:

Sa, 23.12.2017, 19:30 |
Di, 26.12.2017, 18:00 |

Le nozze di Figaro
Die Hochzeit des Figaro

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart

Opera buffa in vier Akten ~ Libretto von Lorenzo Da Ponte nach dem Lustspiel „La folle journée, ou Le mariage de Figaro“ (1783/84) von Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais

Einst war Figaro, der Barbier von Sevilla, trick- und einfallsreich daran beteiligt, dass sein Herr, Graf Almaviva, Rosina vor den Traualtar führen konnte. Nun ist Figaros eigener Hochzeitstag gekommen, denn er möchte Susanna, die Kammerzofe der Gräfin, heiraten. Doch mittlerweile hat das Interesse des Grafen an seiner Gemahlin merklich nachgelassen, da sein amouröses Interesse momentan auf Susanna abzielt. Um das zu verhindern, sind im Laufe eines einzigen, aberwitzigen Tages Intrigen und Winkelzüge sonder Zahl zu bewältigen, wobei das komplette Inventar der Komödienliteratur wie fingierte Abreisen, gefälschte Briefe, ein Fenstersprung, ein zerbrochener Blumentopf, Verkleidungen, Verwechslungen und eine spitze Nadel dazu beitragen, die Figuren mit all ihren privaten Begehrlichkeiten immer turbulenter durcheinander zu wirbeln. Erst als der Graf auf Knien seine Gemahlin um Vergebung bittet, ist die Hochzeit des Figaro möglich. Maximilian von Mayenburg hat durch seine Operninszenierungen u. a. in Bielefeld, Weimar, Heidelberg und durch einen abgründigen und gleichermaßen reizvoll lebensnahen „Rosenkavalier“ in Altenburg nachhaltig auf sich aufmerksam gemacht. „Die Hochzeit des Figaro“ ist seine erste Arbeit an der Oper Graz.

Inszenierung: Maximilian von Mayenburg
Bühnenbild: Stephan Prattes
Kostüme: Gabriele Jaenecke
Licht: Michael Grundner
Dramaturgie: Bernd Krispin
Chor: Bernhard Schneider

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Ort:

Opernhaus Hauptbühne

Termine:

Sa, 6.1.2018, 18:00 |
Do, 18.1.2018, 19:00 |
Mi, 7.3.2018, 19:00 |
So, 18.3.2018, 18:00 |

Opernhaus Graz

Kaiser-Josef-Platz 10
A 8010 Graz

Telefon: +43 (0)316 8008
Fax: +43 (0)316 8008 1565
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