zur Startseite

Opernhaus Graz

Kontakt

Opernhaus Graz
Kaiser-Josef-Platz 10
A-8010 Graz

Telefon: +43 (0)316 8008
Fax: +43 (0)316 8008 1565
E-Mail: oper@oper-graz.com

Ballett

Die Jahreszeiten

Ballett von Beate Vollack nach dem gleichnamigen Oratorium von Joseph Haydn

Premiere: 27. April 2019

Anders als die meisten Oratorien schildern „Die Jahreszeiten“ kein christliches Thema: Joseph Haydn verleiht den Jahres- und Tageszeiten jenseits einer konkreten Handlung musikalische Atmosphären, seine Musik erzeugt Gefühle und Stimmungen. So wird der Gang durch eine Gemäldegalerie zum Ausgangspunkt dieser tänzerischen Reise durch das Jahr. Vielfältige Bilder aus unterschiedlichen Epochen und Stilen werden durch die Musik und den Tanz zum Leben erweckt. Dem Frühling kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu: Er markiert das Ende von Kälte und Frost, die Rückkehr von Licht und Wärme und gleichzeitig auch die Zeit der Saat, die man im Sommer oder Herbst ernten wird. Der Sommer: mit seiner Hitze womöglich Zeit des absoluten Stillstands. Der Herbst: Zeit der unglaublichen Farben und der aufbrausenden Stürme. Haydn selbst sagte (über den Herbst): „So eine besoffene Fuge habe ich noch nie komponiert.“ Der Winter: die Faszination des Gegensatzes von Kälte und hinreißender Schönheit. Das simple Paradox dabei: Die Jahreszeiten sind immer gleich und zur selben Zeit, doch jedes Jahr anders. Das Wissen um das Gesetz dieser ewigen Wiederholung und gleichzeitig die jährliche Überraschung und Unberechenbarkeit der Natur sind das Faszinosum, das Haydn mit seiner Komposition einfangen und beschreiben wollte – dabei findet er für jede Naturgewalt spektakuläre Farben. Ballettdirektorin Beate Vollack wird mit dem Ballett der Oper Graz „Die Jahreszeiten“ in Tanz übersetzen und in verschiedenen, farbenfrohen und emotionalen Szenen auf die Bühne bringen.

Musikalische Leitung: Robin Engelen
Choreographie: Beate Vollack
Ausstattung: Jon Morrell
Licht: Benedikt Zehm
Dramaturgie: Jörg Rieker
Chor: Bernhard Schneider

eine Koproduktion mit dem Theater St. Gallen
Oper

Oberon

Carl Maria von Weber

Premiere: 09. Mai 2019

Große romantische Feenoper in drei Akten
Libretto von James Robin Planché ~ Deutsch von Theodor Hell

Die Musiknummern werden durch Verse aus Christoph Martin Wielands Epos „Oberon – Heldengedicht in 12 Gesängen“ miteinander verbunden

Auswahl und Adaption von Werner Seitzer

Orient und Okzident, Feenwelt und deutsche Romantik, Rittertum und Tausendundeine Nacht, unbedingte Treue und leidenschaftliches Begehren – all dies vereint Carl Maria von Weber in seiner 1826 in London uraufgeführten Oper: Der Feenkönig Oberon und seine Gattin Titania streiten, ob eher ein Mann oder eine Frau zur Untreue neigt. Erst wenn ein Menschenpaar die widrigsten Prüfungen bestanden und den größten Versuchungen in felsenfester Treue widersagt haben wird, will sich Oberon mit Titania versöhnen. So müssen der junge Ritter Hüon von Bordeaux und die bildschöne Rezia von Bagdad über das stürmische Meer bis nach Tunis reisen, dort den eindeutigen Avancen des Sultans und seiner Gemahlin widersagen und selbst angesichts des Todes füreinander einstehen, bis der Feenkönig von der bedingungslosen Treue der beiden überzeugt ist. Webers Musik misst dem Naturelement Wasser insofern besondere Bedeutung zu, als es gleichermaßen Glücksverheißung wie Lebensgefahr symbolisiert und dem Komponisten die Möglichkeit zur Schaffung unterschiedlichster Atmosphären bietet. Ein Höhepunkt der Partitur ist in diesem Kontext die große Arie der Rezia, „Ozean, du Ungeheuer“. In der konzertanten Aufführung, in der die Buntheit der Handlung logisch gestrafft ist, um die Musik in ihrer Gesamtheit zur Geltung zu bringen, ist Birgit Minichmayr als Erzählerin zu erleben, deren Theaterauftritte u. a. am Burgtheater und bei den Salzburger Festspielen, in München und Hamburg so unverwechselbar sind wie ihre Filmrollen.

Musikalische Leitung: Oksana Lyniv
Dramaturgie: Bernd Krispin
Chor: Bernhard Schneider
Kinderprogramm

Gold!

Leonard Evers

Premiere: 17. Mai 2019

Musiktheater für junges Publikum
Libretto von Flora Verbrugge nach dem Märchen „Vom Fischer und seiner Frau“ von den Brüdern Grimm, deutsch von Barbara Buri

Wer wünscht sich das nicht: Einen Zauberfisch, der einem alles erfüllt, was das Herz begehrt? „Bitte sehr, wirf mich rein ins Meer! Wirf mich rein und lass mich leben, was Du wünschst, will ich Dir geben!“ spricht eines Tages der geangelte Fisch zum armen Jungen Jacob. Dieser ist so verdutzt, dass er ihn in die Freiheit entlässt. Am nächsten Tag kehrt Jacob, barfüßig, mit dem einfachen Wunsch nach einem Paar warmer Schuhe zum Fisch zurück und bekommt diesen sogleich erfüllt! Glücklich läuft er nach Hause und präsentiert seinen Eltern dieses Wunder. Zuerst nur mit kleinen, dann aber mit immer maßloser werdenden Wünschen beauftragen die Eltern ihren kleinen Sohn, und die Wunschliste wird immer länger. „Fisch im Meer, gib mir die ganze Welt, nur für uns drei!“, singt Jacob schließlich und bemerkt erst zu spät, dass das Meer immer wilder und der Fisch immer magerer wird, bis am Ende die hohen Wellen das ganze Gold wieder verschlucken … Leonard Evers’ erfolgreiche Kinderoper „Gold!“ wird gesungen und gespielt von nur einer Sängerin und einem Percussionisten und erzählt kindgerecht poetisch von Armut, Hochmut und dem Wunsch nach Zufriedenheit.

Dramaturgie: Franziska Kloos
Inszenierung: Julia Burger

Für alle ab 6 Jahren ~ In deutscher Sprache
Oper

Die Enthauptung von Johannes dem Täufer

Antonio Maria Bononcini

Premiere: 23. Mai 2019

Oratorio a 5
Libretto von Giovanni Domenico Filippeschi

Am Hofe der Habsburger entwickelte sich eine Sonderform des Oratoriums, denn es wurden selbstverständlich biblische Geschichten erzählt, diese jedoch nicht auf Latein, sondern in italienischer Sprache gesungen. Der deutschsprachige Titel des 1709 in Wien uraufgeführten Werks („La decollazione di San Giovanni Battista“) ist auch schon die Inhaltsangabe: „Die Enthauptung von Johannes dem Täufer“. Knapp 200 Jahre vor der verstörenden Version von Richard Strauss schrieb Bononcini ein Werk, das zwar geeignet war, auch im liturgischen Rahmen aufgeführt zu werden, das den Solisten aber auch opernhafte Brillanz erlaubt. Der Aufführungsort im Rahmen des Opern- Kurzgenusses ist ganz im Sinne der Reihe und des Komponisten: die Unterkirche der Herz-Jesu-Kirche.

Musikalische Leitung: Susanne Scholz
Inszenierung: Juana Ines Cano Restrepo
Ausstattung: Devin McDonough
Oper

Tosca

Giacomo Puccini

Melodramma in drei Akten ~ Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica

Im Fadenkreuz von Politik und Kunst, Liebe und Begehren steht die gefeierte Operndiva Floria Tosca. Leidenschaftlich liebt sie den Maler Mario Cavaradossi, den seine Freundschaft zum politisch verdächtigen Cesare Angelotti ins Visier des römischen Polizeichefs Baron Scarpia geraten lässt. Indem Scarpia Toscas blinde Eifersucht anstachelt, hofft er, dem flüchtigen Angelotti auf die Spur zu kommen. Es gelingt Scarpias Helfershelfern, Cavaradossi gefangen zu nehmen, der selbst unter Folterqualen die Ideale der Freiheit nicht verrät. Um ihrem Geliebten die Flucht zu ermöglichen, gibt Tosca vor, sich Scarpia hingeben zu wollen. Doch statt ans Ziel seiner Lust zu kommen, findet er in Toscas Kuss sein Ende. Als Tosca erkennt, dass Scarpia selbst noch im Tode Cavaradossis Entkommen verhindert und sie das Opfer eines perfiden Täuschungsmanövers ist, stürzt sie sich von der Engelsburg in die Tiefe. Rom, die Ewige Stadt, liefert mit der Kirche Sant’Andrea della Valle, dem Palazzo Farnese und der Engelsburg das pittoreske Ambiente in Puccinis Opernkrimi. Regisseur Alexander Schulin und Bühnenbildner Alfred Peter übertragen die genau definierten Schauplätze in eine optische Umsetzung, die die goldene Pracht des sakralen Raums ebenso zeigt wie die klaustrophobische Enge des Arbeitszimmers des Polizeichefs. In sämtlichen Hauptpartien neu besetzt, kehrt „Tosca“ unter der Leitung von Chefdirigentin Oksana Lyniv zurück auf den Spielplan der Oper Graz.

Inszenierung: Alexander Schulin
Bühnenbild: Alfred Peter
Kostüme: Bettina Walter
Licht: Mario Ilsanker
Video: Herwig Baumgartner
Dramaturgie: Bernd Krispin
Chor: Bernhard Schneider
Singschul': Andrea Fournier

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Oper

Lucia di Lammermoor

Gaetano Donizetti

Oper in drei Akten
Libretto von Salvadore Cammarano nach dem Roman „The Bride of Lammermoor“ von Walter Scott

Lucia Ashton liebt Edgardo di Ravenswood. Die beiden schwören sich ewige Treue. Doch Edgardo ist der Todfeind ihres Bruders Enrico, und dieser plant eine vernichtende Intrige: Ein Brief verkündet Edgardos Vermählung mit einer anderen. Und so beugt sich Lucia dem Willen ihres Bruders und willigt ein, Arturo zu heiraten. Mit zitternder Hand unterzeichnet die vermeintlich Verlassene das Ehegelübde, als Edgardo plötzlich hereinstürmt und sie, tief getroffen ihres Verrates wegen und voller Verachtung, von sich stößt! Zerrissen zwischen der Intrige ihres Bruders, den Beschimpfungen Edgardos, verliert sich Lucia … doch ihre Rache wird blutig sein, ihr Wahnsinn tödlich. Seitdem sie 1835 das erste Mal die Bühne betrat, gehört Lucia zu den faszinierendsten und extremsten Figuren: Sie reißt uns in flirrende Sphären empor, um einen Atemzug später in den Abgrund zu stürzen, bevor sie sich mit einer fliehenden Bewegung löst, um dem Tod furchtlos entgegen zu lächeln. Die international gefeierte Sopranistin Ana Durlovski wird das Gewand dieser Frau überstreifen und sich dem Kampf für die verbotene Liebe stellen. Unter der musikalischen Leitung von Andrea Sanguineti sind darüber hinaus Pavel Petrov als Edgardo, Rodion Pogossov als Enrico und Alexey Birkus als Raimondo zu erleben. In Szene und Raum gesetzt wird die weltweit geliebte Belcanto-Oper von Verena Stoiber und Sophia Schneider, die bereits in der Spielzeit 2016/17 „Tristan und Isolde“ an der Oper Graz erarbeiteten.

Inszenierung: Verena Stoiber
Ausstattung: Sophia Schneider
Licht: Hubert Schwaiger
Dramaturgie: Marlene Hahn
Chor und Extrachor: Bernhard Schneider

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Oper

König Roger | Król Roger

Karol Szymanowski

Oper in drei Akten
Libretto von Jarosław Iwaszkiewicz und Karol Szymanowski

Im mittelalterlichen Sizilien beherrscht der Normannenkönig Roger II. die Insel. Da taucht in seinem Reich ein ebenso charismatischer wie schöner Hirte auf, von dem es heißt, er würde einer neuen Gottheit huldigen, die Menschen zu exzessivem Rausch verführen und dadurch die christlichen Sitten in Gefahr bringen. Schon beginnt Roxane, die Gemahlin Rogers, der Faszination des Hirten zu erliegen, da widersetzt sich der König der Forderung des Klerus und des Volks, den Jüngling hinzurichten. Als der König die Macht des Glaubens, von der der Jüngling erfüllt ist, erkennt, legt Roger die Zeichen seiner Macht ab, um ihm, wie es seine Frau schon getan hat, zu folgen. Roger tritt eine Reise ins Ungewisse an, bis ihm der Jüngling in der Gestalt des Dionysos erscheint. Anders als Roxane beschreitet Roger nicht den Weg der Ekstase, denn er hat zu sich selbst gefunden. In der 1926 in Warschau uraufgeführten Oper des polnischen Komponisten Karol Szymanowski verschmelzen Byzantinismus, die Welt der Araber und die griechisch-römische Antike, und in seiner schillernden, flirrenden, klangberauschten Partitur erschafft Szymanowski ein Werk, das Oper, Oratorium und Mysterienspiel zugleich ist. Zu Regisseur Holger Müller-Brandes und Ausstatterin Katrin Lea Tag tritt Ballettdirektorin Beate Vollack hinzu, um mit dem Ballett der Oper Graz das Unausgesprochene, Rätselhafte, Vieldeutige körperlich fühlbar werden zu lassen, das unter dem Dirigat von Roland Kluttig klangsinnlich hörbar ist.

Inszenierung: Holger Müller-Brandes
Choreographie: Beate Vollack
Bühne: Katrin Lea Tag
Kostüme: Katrin Lea Tag/Lejla Ganic
Licht: Sebastian Alphons
Dramaturgie: Jörg Rieker /Bernd Krispin
Chor: Bernhard Schneider
Singschul': Andrea Fournier

In polnischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Theater

Kiss Me, Kate

Cole Porter

Eine musikalische Komödie ~ Buch von Samuel und Bella Spewack Musik und Gesangstexte von Cole Porter

Fred Graham erarbeitet eine musikalische Version von Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“, macht allerdings den Fehler, seine Ex-Frau Lilli Vanessi als Kate zu besetzen und gleichzeitig deren Schwester Bianca seiner aktuellen Partnerin Lois Lane anzuvertrauen. Lois’ Verlobter Bill Calhoun ist dem Spiel verfallen und unterschreibt einen Schuldschein als Fred Graham, was zwei Ganoven mit gezückten Pistolen auf den Plan ruft. Die privaten Eifersüchteleien schlagen in handfeste Übergriffe um, und wenn es auch am Schluss den Anschein haben mag, dass Petruchio Kate gezähmt hat, ist offen, ob auch Lilli zu Fred zurückkehrt. Cole Porters „Kiss Me, Kate“ lebt von der lustvollen Darstellung des Theateralltags, vom glänzenden Wortwitz, der mit „Wunderbar!“ wohl am besten beschrieben wird, von der turbulenten Handlung, für die sich Porter beim großen Barden inspiriert hat, singen die Ganoven doch so treffend: „Schlag nach bei Shakespeare!“ Die Energie der bereits 2016 in Paris präsentierten Inszenierung ist mit „Viel zu heiß“ nur in Ansätzen umrissen. Die optische Opulenz der mit den Realitätsebenen spielenden Bühne, die Üppigkeit der Kostüme und die Rasanz der Choreographie sind die großen Qualitäten dieser Aufführung.

Inszenierung: Lee Blakeley
Szenische Einstudierung: Tess Gibbs
Choreographie: Nick Winston
Bühnenbild: Charles Edwards
Kostüme: Brigitte Reiffenstuel
Licht: Emma Chapman
Dramaturgie: Bernd Krispin

Songs in englischer und Dialoge in deutscher Sprache, mit deutschen Übertiteln
Aufführungen / Konzert Grazer Philharmonisches Orchester Graz, Kaiser-Josef-Platz 10
Aufführungen / Theater Stadttheater Klagenfurt Klagenfurt, Theaterplatz 4
Aufführungen / Theater Schauspielhaus Graz Graz, Hofgasse 11
Aufführungen / Theater Theater im Bahnhof Graz Graz, Elisabethinerstraße 27 a
Aufführungen / Theater Theater ASOU Graz Graz, Postfach 932
Aufführungen / Theater Theater im Bahnhof Graz Graz, Elisabethinergasse 27a

Sie haben noch keinen Login? Dann registrieren Sie sich gleich hier!

Bitte schauen Sie in Ihrem E-Mail-Postfach nach der Registrierungsmail und klicken Sie auf den darin enthaltenen Link.