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Opernhaus Graz

Kontakt

Opernhaus Graz
Kaiser-Josef-Platz 10
A-8010 Graz

Telefon: +43 (0)316 8008
Fax: +43 (0)316 8008 1565
E-Mail: oper@oper-graz.com

Oper

Lucia di Lammermoor

Gaetano Donizetti

Premiere: 23. März 2019

Oper in drei Akten
Libretto von Salvadore Cammarano nach dem Roman „The Bride of Lammermoor“ von Walter Scott

Lucia Ashton liebt Edgardo di Ravenswood. Die beiden schwören sich ewige Treue. Doch Edgardo ist der Todfeind ihres Bruders Enrico, und dieser plant eine vernichtende Intrige: Ein Brief verkündet Edgardos Vermählung mit einer anderen. Und so beugt sich Lucia dem Willen ihres Bruders und willigt ein, Arturo zu heiraten. Mit zitternder Hand unterzeichnet die vermeintlich Verlassene das Ehegelübde, als Edgardo plötzlich hereinstürmt und sie, tief getroffen ihres Verrates wegen und voller Verachtung, von sich stößt! Zerrissen zwischen der Intrige ihres Bruders, den Beschimpfungen Edgardos, verliert sich Lucia … doch ihre Rache wird blutig sein, ihr Wahnsinn tödlich. Seitdem sie 1835 das erste Mal die Bühne betrat, gehört Lucia zu den faszinierendsten und extremsten Figuren: Sie reißt uns in flirrende Sphären empor, um einen Atemzug später in den Abgrund zu stürzen, bevor sie sich mit einer fliehenden Bewegung löst, um dem Tod furchtlos entgegen zu lächeln. Die international gefeierte Sopranistin Ana Durlovski wird das Gewand dieser Frau überstreifen und sich dem Kampf für die verbotene Liebe stellen. Unter der musikalischen Leitung von Andrea Sanguineti sind darüber hinaus Pavel Petrov als Edgardo, Rodion Pogossov als Enrico und Alexey Birkus als Raimondo zu erleben. In Szene und Raum gesetzt wird die weltweit geliebte Belcanto-Oper von Verena Stoiber und Sophia Schneider, die bereits in der Spielzeit 2016/17 „Tristan und Isolde“ an der Oper Graz erarbeiteten.

Inszenierung: Verena Stoiber
Ausstattung: Sophia Schneider
Licht: Hubert Schwaiger
Dramaturgie: Marlene Hahn
Chor und Extrachor: Bernhard Schneider

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Jugendprogramm

Wie William Shakespeare wurde

Marc Schubring

Ein Musical von Marc Schubring (Musik) und Wolfgang Adenberg (Text) Für Kinder und Erwachsene ab 7 Jahren

Auch der größte Dichter der Welt hat einmal in einer kleinen Welt angefangen. Zum Beispiel im englischen Städtchen Stratford des Jahres 1577, wo sich der 13-jährige William Shakespeare mit Lateinunterricht herumschlagen muss, während er seine Zeit doch viel lieber damit verbringen würde, davon zu träumen, mit seinem Schreiben die Welt – und das Herz der schönen Juliet! – zu erobern. Doch als sein Vater durch eine Intrige sein gesamtes Vermögen verliert, muss sich der junge Will plötzlich dem so genannten „Ernst des Lebens“ stellen und sich darauf einrichten, von nun an in der Handschuhwerkstatt seines Vaters auszuhelfen. Und so soll nun sein Leben aussehen? Da muss es doch noch etwas Anderes, etwas Größeres geben, seine Träume sind schließlich aus einem ganz anderen Stoff gemacht, als diese Handschuhe … Wie es der Zufall so will, kommt Will bei einer Aufführung zu Ehren von Königin Elisabeth zum ersten Mal mit dem Theater in Berührung und begreift: Die Welt der Bühne ist seine Welt! Hier will er lernen und leben, spielen und schreiben, sich und seine Träume verwirklichen, etwas schaffen, das bleibt – egal, was alle anderen davon halten. Das preisgekrönte Autorenteam Marc Schubring und Wolfgang Adenberg (u. a. „Emil und die Detektive“) hat sich im Auftrag des Next Liberty in die Zeit bzw. die musikalische und literarische Welt des jungen Dichtergenies begeben und ein fulminantes und unterhaltsames Familienmusical voller geflügelter Worte und Poesie, Lieder und Träume geschaffen.

Musikalische Leitung: Maurizio Nobili
Inszenierung: Michael Schilhan
Choreographie: Benjamin Rufin
Ausstattung: Johanna Ralser
Licht: Helmut Weidinger
Singschul': Andrea Fournier

Eine Koproduktion mit dem Next Liberty
Oper

König Roger | Król Roger

Karol Szymanowski

Oper in drei Akten
Libretto von Jarosław Iwaszkiewicz und Karol Szymanowski

Im mittelalterlichen Sizilien beherrscht der Normannenkönig Roger II. die Insel. Da taucht in seinem Reich ein ebenso charismatischer wie schöner Hirte auf, von dem es heißt, er würde einer neuen Gottheit huldigen, die Menschen zu exzessivem Rausch verführen und dadurch die christlichen Sitten in Gefahr bringen. Schon beginnt Roxane, die Gemahlin Rogers, der Faszination des Hirten zu erliegen, da widersetzt sich der König der Forderung des Klerus und des Volks, den Jüngling hinzurichten. Als der König die Macht des Glaubens, von der der Jüngling erfüllt ist, erkennt, legt Roger die Zeichen seiner Macht ab, um ihm, wie es seine Frau schon getan hat, zu folgen. Roger tritt eine Reise ins Ungewisse an, bis ihm der Jüngling in der Gestalt des Dionysos erscheint. Anders als Roxane beschreitet Roger nicht den Weg der Ekstase, denn er hat zu sich selbst gefunden. In der 1926 in Warschau uraufgeführten Oper des polnischen Komponisten Karol Szymanowski verschmelzen Byzantinismus, die Welt der Araber und die griechisch-römische Antike, und in seiner schillernden, flirrenden, klangberauschten Partitur erschafft Szymanowski ein Werk, das Oper, Oratorium und Mysterienspiel zugleich ist. Zu Regisseur Holger Müller-Brandes und Ausstatterin Katrin Lea Tag tritt Ballettdirektorin Beate Vollack hinzu, um mit dem Ballett der Oper Graz das Unausgesprochene, Rätselhafte, Vieldeutige körperlich fühlbar werden zu lassen, das unter dem Dirigat von Roland Kluttig klangsinnlich hörbar ist.

Inszenierung: Holger Müller-Brandes
Choreographie: Beate Vollack
Bühne: Katrin Lea Tag
Kostüme: Katrin Lea Tag/Lejla Ganic
Licht: Sebastian Alphons
Dramaturgie: Jörg Rieker /Bernd Krispin
Chor: Bernhard Schneider
Singschul': Andrea Fournier

In polnischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Oper

Martha

Friedrich von Flotow

Romantisch-komische Oper in vier Akten
Libretto von Wilhelm Friedrich

Lady Harriet führt als Hofdame der englischen Königin zwar ein Leben fernab der Sorgen, aber auch fernab der Abwechslungen. So folgt sie nur allzu gern dem Vorschlag ihrer Vertrauten Nancy, sich gemeinsam als „Martha“ und „Julia“ auf dem Gesindemarkt von Richmond zu präsentieren, wo sie das Interesse der Pächter Plumkett und Lyonel erwecken. Schneller als gedacht wird aus dem Spaß Ernst, und die beiden Damen müssen auf dem Hof den Dienst antreten. Auch wenn die zwei Frauen zu keinerlei Hausarbeit zu gebrauchen sind, verzaubert Martha Lyonels Herz mit einer „Letzten Rose“. Noch in der ersten Nacht gelingt es den Frauen, den Hof fluchtartig zu verlassen. Als Lyonel während eines königlichen Jagdausflugs seiner entflohenen Dienstmagd begegnet, streitet Lady Harriet heftig ab, ihn zu kennen, und lässt ihn gar verhaften. Da stellt sich heraus, dass auch Lyonel von Adel ist, und nun hätte sie nichts mehr gegen eine Verbindung. Bis es soweit ist, muss sie einmal mehr auf dem Markt von Richmond als Dienstmagd dem höfischen Glanz entsagen. Mit der 1847 in Wien uraufgeführten „Martha“ gelingt Friedrich von Flotow das Glanzstück, eleganten Esprit, charmanten Witz und tiefempfundenes Gefühl gekonnt miteinander zu verschmelzen. 37 Jahre lang war „Martha“ vom Spielplan der Oper Graz entschwunden – ihre Rückkehr inszeniert Peter Lund, der mit seiner phantasievollen „Zirkusprinzessin“ das Publikum verzauberte und nun das Changieren zwischen Realität und Wunschbild spürbar werden lässt.

Inszenierung: Peter Lund
Choreographie: Sascha Pieper
Bühnenbild: Ulrike Reinhard
Kostüme: Daria Kornysheva
Licht: Peter Lund
Dramaturgie: Bernd Krispin
Chor: Bernhard Schneider

In deutscher Sprache mit Übertiteln
Operette

Polnische Hochzeit

Joseph Beer

Operette in drei Akten mit Prolog
Libretto und Texte von Fritz Löhner-Beda und Alfred Grünwald

Ein verkleideter Freiheitskämpfer, sein Onkel mit bedenklichem Blaubart-Komplex, der bereits die sechste Hochzeit mit einer natürlich noch (!) jüngeren Frau plant, eine höchst kreative, willensstarke Nachbarin, auch bekannt und gefürchtet als „Wildkatze“, und eine feierlustige Gesellschaft treffen in dieser wortwitzigen, frechen Operette der Irrungen und Wirrungen von Joseph Beer aufeinander, um die Hochzeit des Jahres, ja vielleicht des Jahrhunderts, zu feiern: Das Silber wird geputzt, die Garderobe entstaubt, das Fest der Eitelkeiten und Köstlichkeiten kann beginnen! Joseph Beers Musik tanzt dabei zwischen Operette und Musical, zwischen Jazz, Klezmer und Walzer – höchste Dramatik gepaart mit berührender Sentimentalität, wenn es heißt: „Herz an Herz, Hand in Hand, wird die Welt zum Märchenland“. Die umjubelte Uraufführung fand 1937 in Zürich statt, von wo aus die Operette ihren Siegeszug über rund vierzig Bühnen antrat. Der kometenhafte Aufstieg des kompositorischen Wunderkindes fand ein Ende, als sich Österreich 1938 Nazi-Deutschland anschloss und Beer nach Frankreich fliehen musste. Die geplante österreichische Erstaufführung mit Richard Tauber in Wien wurde von den Nationalsozialisten verhindert, und Joseph Beer geriet in Vergessenheit. In einer Inszenierung von Sebastian Ritschel wird dieses Feuerwerk der Operette nun erstmalig die Grazer Opernbühne zum Funkeln bringen.

Inszenierung: Sebastian Ritschel
Choreographie: Simon Eichenberger
Bühnenbild: Martin Miotk
Kostüme: Andy Besuch
Licht: Sebastian Alphons
Dramaturgie: Marlene Hahn / Ronny Scholz
Chor: Georgi Mladenov

In deutscher Sprache mit Übertiteln
Theater

Kiss Me, Kate

Cole Porter

Eine musikalische Komödie ~ Buch von Samuel und Bella Spewack Musik und Gesangstexte von Cole Porter

Fred Graham erarbeitet eine musikalische Version von Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“, macht allerdings den Fehler, seine Ex-Frau Lilli Vanessi als Kate zu besetzen und gleichzeitig deren Schwester Bianca seiner aktuellen Partnerin Lois Lane anzuvertrauen. Lois’ Verlobter Bill Calhoun ist dem Spiel verfallen und unterschreibt einen Schuldschein als Fred Graham, was zwei Ganoven mit gezückten Pistolen auf den Plan ruft. Die privaten Eifersüchteleien schlagen in handfeste Übergriffe um, und wenn es auch am Schluss den Anschein haben mag, dass Petruchio Kate gezähmt hat, ist offen, ob auch Lilli zu Fred zurückkehrt. Cole Porters „Kiss Me, Kate“ lebt von der lustvollen Darstellung des Theateralltags, vom glänzenden Wortwitz, der mit „Wunderbar!“ wohl am besten beschrieben wird, von der turbulenten Handlung, für die sich Porter beim großen Barden inspiriert hat, singen die Ganoven doch so treffend: „Schlag nach bei Shakespeare!“ Die Energie der bereits 2016 in Paris präsentierten Inszenierung ist mit „Viel zu heiß“ nur in Ansätzen umrissen. Die optische Opulenz der mit den Realitätsebenen spielenden Bühne, die Üppigkeit der Kostüme und die Rasanz der Choreographie sind die großen Qualitäten dieser Aufführung.

Inszenierung: Lee Blakeley
Szenische Einstudierung: Tess Gibbs
Choreographie: Nick Winston
Bühnenbild: Charles Edwards
Kostüme: Brigitte Reiffenstuel
Licht: Emma Chapman
Dramaturgie: Bernd Krispin

Songs in englischer und Dialoge in deutscher Sprache, mit deutschen Übertiteln
Aufführungen / Konzert Grazer Philharmonisches Orchester Graz, Kaiser-Josef-Platz 10
Aufführungen / Theater Stadttheater Klagenfurt Klagenfurt, Theaterplatz 4
Aufführungen / Theater Schauspielhaus Graz Graz, Hofgasse 11
Aufführungen / Theater Theater im Bahnhof Graz Graz, Elisabethinerstraße 27 a
Aufführungen / Theater Theater ASOU Graz Graz, Postfach 932
Aufführungen / Theater Theater im Bahnhof Graz Graz, Elisabethinergasse 27a
Aufführungen / Theater TaO - Theater am Ortweinplatz Graz Graz, Ortweinplatz 1