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Stiftung Moritzburg 

Das Bauensemble Moritzburg ist in den 500 Jahren seiner Existenz immer Stückwerk gewesen. Durch den modernen Einbau in die Hülle der spätgotischen Mauern wird es jetzt möglich, den Nord- und den Westflügel der Burg, der nach seiner Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg bis in die jüngste Vergangenheit in Teilen Ruine blieb, wieder ganz zu erschließen. Damit verwandelt sich die Moritzburg erstmals in den Gesamtorganismus eines Museums, das den Anforderungen an eine zeitgemäße Kunstvermittlung entspricht. Das bedeutet für das Museum einen Zuwachs an Ausstellungsfläche von 2.000 qm, aber auch ausgebaute Servicebereiche mit einem Museumsladen und einem großzügigen Café. Der Neubau stellt ein Gefüge von Räumen im Raum her, die in einer ungewohnt skulpturalen Ordnung aufeinander bezogen sind und eine Aura von funktionaler und geistiger Klarheit verbreiten. Der Glanz hoher Oberlichter verbindet sich mit den schwebenden, vom Dach abgehängten Obergeschossen, die über Galerien entlang der historischen Mauerhülle zu erreichen sind. Mit der streng reduzierten Materialsprache und der sensiblen Abgrenzung des Neuen gegenüber dem Historischen entsteht eine Raumästhetik, für die es als Museumsbau kein zweites Beispiel gibt. Entsprechend neu waren auch die Begegnungsverhältnisse für das gesamte Haus zu entwickeln.

Der Erweiterungsbau im Westflügel gliedert sich in zwei Ebenen: Im ersten Geschoss, der Beletage, findet die Klassische Moderne einschließlich der Sammlung Gerlinger ihren Platz (Moderne Eins), in der darüber eingehängten Box wird die Kunst der Gegenwart (Moderne Zwei) vorgestellt. Schon daraus wird ersichtlich, dass diese Begriffe keinen analytischen Charakter haben, sondern als Orientierungshilfen gedacht sind. Auf der Empore im Obergeschoss sind die Halle-Bilder von Lyonel Feininger als Sonderbereich zu besichtigen. Später kommen zwei Turmkabinette hinzu, die der Schmuckkunst aus Halle und das Werk des halleschen Künstlers Albert Ebert gewidmet sein werden. Die Box im Nordflügel bildet zusammen mit dem Hauptgeschoss den Raum für Sonderausstellungen.

Kontakt

Stiftung Moritzburg 
Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt
Friedemann-Bach-Platz 5
D-06108 Halle

Telefon: +49 (0)345-2 12 59-0
Fax: +49 (0)345-2 02 99 90
E-Mail: info@kunstmuseum-moritzburg.de

 

Öffnungszeiten 
Mittwoch geschlossen
Donnerstag bis Dienstag und an Feiertagen 10 bis 18 Uhr
24.12. und 31.12. geschlossen

Eintritt
Dauerausstellungen: 6 Euro | ermäßigt 4 Euro
Sonderausstellung: wechselnde Preise
Kombiticket für Dauer- und Sonderausstellung: 12 Euro | ermäßigt 8 Euro
Blaue Stunde (ab 17 Uhr): ermäßigter Eintritt


Auskünfte und Anmeldungen
Veranstaltungsservice, Telefon (0345) 212 59 70

Zu erreichen
mit dem Auto über Robert-Franz-Ring bzw. Universitätsring bis zum Moritzburgring, oder in 10 Minuten zu Fuß vom Marktplatz über die Kleine oder Große Ulrichstraße.  
Ausstellung

Ins Offene. Fotokunst im Osten Deutschlands seit 1990

Fr, 29.6.2018 | Eröffnung

Fr, 29.6.2018 - So, 16.9.2018

Die Ausstellung Ins Offene widmet sich mit dem Abstand von mehr als 25 Jahren erstmals der Frage, welchen Einfluss der Wechsel politisch-ideologisch wie ökonomisch konträrer Gesellschaftssysteme auf das Werk, die Biografie und die künstlerische Weltsicht von Fotografinnen und Fotografen hatte und bis heute hat. Es sollen am künstlerischen Werk ablesbare und erkennbare Veränderungen und Entwicklungen – persönliche und soziale wie auch allgemein gesellschaftliche – ebenso wie künstlerische Kontinuitäten und Konsequenzen der in diesem Zeitraum entstandenen Fotografien exemplarisch gezeigt werden.

Die Kuratoren gehen dabei der Frage nach, wie sich das fotografische Werk für im Osten Deutschlands sozialisierte Fotografinnen und Fotografen weiterentwickelt bzw. verändert hat: Welche nun offen stehenden neuen Möglichkeiten wurden erprobt? Welche Resultate sind zu beobachten? Wo veränderte sich die gesamte Arbeitsweise und wo „nur“ das Sujet? Wo gibt es Verwerfungen, wo Kontinuitäten?

Der damit im Zusammenhang stehenden Frage, wie Fotografinnen und Fotografen aus den alten Bundesländern mit den neuen Realitäten der Wiedervereinigung umgingen, wird anhand repräsentativer Beispiele nachgegangen: Wer interessierte sich in welcher Weise für den Osten? Welche Auseinandersetzungen und welche Begegnungen fanden statt? Was zeichnet die Bilder aus?

Die traditionsreiche Fotosammlung des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) bietet für die Ausstellung einen Fundus, der Ausgangspunkt für die Werkauswahl der Schau ist, ergänzt um zahlreiche Leihgaben. Die angesprochenen Veränderungen werden anhand ausgewählter Werkgruppen in den Sonderausstellungsräumen des Museums dargestellt. Ohne sich als direkte Fortsetzung zu verstehen, knüpft die Ausstellung in ihrer Recherche an künstlerische Fragestellungen und Positionen an, die die viel beachtete Ausstellung Geschlossene Gesellschaft 2012/13 in der Berlinischen Galerie thematisierte.

Ein begleitendes Veranstaltungsprogramm mit Künstlergesprächen und Kuratorenführungen vertieft und ergänzt die Themen der Ausstellung.

Mit Werken von:
Sibylle Bergemann | Klaus Elle | Thomas Florschuetz | Stefan Moses |
Karl Ludwig Lange | Ute und Werner Mahler | Florian Merkel | Floris M. Neusüss | Rudolf Schäfer | Hans-Christian Schink | Erasmus Schröter | Katharina Sieverding | Michael Weseley | u.v.m.
Ausstellung

Ideale. Moderne Kunst seit Winckelmanns Antike

So, 18.3.2018 - So, 10.6.2018

#moderndenken

Eine Kooperation zwischen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas und Archäologisches Museum, und dem Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)


Ab Sonntag, dem 18. März, lädt die neue Sonderausstellung "Ideale. Moderne Kunst seit Winckelmanns Antike" in das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale).

Die Ausstellung ist eine der zentralen Veranstaltungen des Landes Sachsen-Anhalt zu den Winckelmann-Jubiläen 2017/18 und verfolgt, ausgehend von Johann Joachim Winckelmanns (1717-1768) historischen Verdiensten, die künstlerische Auseinandersetzung mit der Antike vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

Zunächst wird auf Winckelmann selbst rekurriert, auf seine epochalen Beschreibungen antiker Skulpturen und auf das Bildungserlebnis von Künstlern, die nach Italien fuhren. Zentrales Moment ist die Wiedergewinnung der Antike, die sich in der Weimarer Klassik kunsttheoretisch und literarisch ausdrückte. Im 19. Jahrhundert wurde die Klassik zunehmend historiografisch und kritisch reflektiert. Der Blick auf die Antike blieb jedoch nicht nur einseitig retrospektiv, sondern besaß und entwickelte ein hohes innovatives Potenzial.

Schließlich rückt auch die Entwicklung im 20. Jahrhundert bis zur Jahrtausendwende in den Fokus. Um 1914 setzte innerhalb der Kunst der Moderne erneut eine Diskussion der Klassik ein, die in der Krise der klassischen Moderne kulminierte. Die Antike wurde beschworen und zugleich entfremdet und für den Betrachter verrätselt. In der modernen Kunst seit Winckelmanns Antike liegt der inhaltliche Schwerpunkt der Exposition. Damit deckt sie mehr als 200 Jahre Antikenrezeption ab.

Insgesamt werden 67 Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Druckgrafiken und Plastiken am neuen Standort für Sonderausstellungen im 2. Obergeschoss des Westflügels gezeigt. Ausgehend vom reichen Bestand des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) bilden zentrale Werke der Sammlung Eckpunkte der Inszenierung, ergänzt um zum Teil selten verliehene Leihgaben aus öffentlichen und privaten Sammlungen. In einem eigenen Kabinett wird die Rezeption des antiken Körperideals im Rahmen des modernen Sports thematisiert. Fotografien von Edward Steichen, Reliefs von Hermann Blumenthal und Plastiken von Eugen Hoffmann, Arno Breker und Waldemar Grzimek treffen hier auf einen Ausschnitt aus Leni Riefenstahls Film Olympia. Fest der Völker von 1938.

Flankiert wird die Ausstellung von einem umfangreichen Begleitprogramm mit Führungen, Vorträgen, einem Konzert der Staatskapelle Halle sowie Workshops.

Vertretene Künstler u. a.
Max Beckmann, Hermann Blumenthal, Arno Breker, Friedrich Wilhelm Eugen Döll, Hans-Peter Feldmann, Anselm Feuerbach, Francisco de Goya, Waldemar Grzimek, Erwin Hahs, Hermann Haller, Eugen Hoffmann, Max Klinger, Georg Kolbe, Hans von Marées, Adolph Menzel, Otto Meyer-Amden, Georg Minne, Philipp Otto Runge, Karl Friedrich Schinkel, Oskar Schlemmer, Rudolf Schlichter, Georg Scholz, Georg Schrimpf, Moritz von Schwind, Carl Adolf Senff, Horst Strempel etc.

Kuratoren
Prof. Dr. Stephan Lehmann, Prof. Dr. Olaf Peters, Dr. Elisa Tamaschke

Leihgeber
Georg Kolbe Museum, Berlin | Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie und Kupferstichkabinett | Bezirksamt Spandau von Berlin | Herzog-Anton-Ulrich-Museum, Braunschweig | Kunstsammlungen Chemnitz | Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Galerie Neue Meister | Lehmbruck–Museum Duisburg | Stiftung Schloss Friedenstein Gotha | Osthaus Museum Hagen | Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Archäologisches Museum | Hamburger Kunsthalle | Baden-Württembergisches Generallandesarchiv, Karlsruhe | Staatliche Kunsthalle Karlsruhe | Museum Ludwig, Köln | Museum der bildenden Künste, Leipzig | Staatsgalerie Stuttgart | Von der Heydt-Museum Wuppertal | Sammlung Siegfried Unterberger | Privatleihgeber

Die Ausstellung steht im Kontext der Winckelmann-Jubiläen 2017/18, des 300. Geburtstages des Gelehrten am 9. Dezember 2017 (1717) sowie des 250. Todestages am 8. Juni 2018 (1768), und ist eine der zentralen Veranstaltungen im Land Sachsen-Anhalt. Nähere Informationen finden Sie auf der Website der Winckelmann-Gesellschaft.
Ausstellung

Dauerausstellung der Stiftung Moritzburg

In den historischen Räumlichkeiten des Talamts, in den Gotischen Gewölben und im 2008 eröffneten Erweiterungsbau des Museums im Westflügel der Moritzburg erhalten Sie in einem faszinierenden Miteinander von alter und neuer Architektur in der Dauerausstellung und wechselnden kleineren Ausstellungsformaten Einblicke in die Vielfalt der Sammlungen des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Schwerpunkt der Dauerausstellung bildet die Kunst der klassischen Moderne mit der Präsentation der Gemälde und Plastiken aus den Museumsbeständen sowie des Werks von Lyonel Feininger auf der ihm gewidmeten Empore im Westflügel der Moritzburg.
Ausstellungen / Ausstellung GRASSI Museum für Völkerkunde Leipzig Leipzig, Johannisplatz 5-11
Ausstellungen / Museum Lyonel Feininger Galerie Quedlinburg Quedlinburg, Finkenherd 5a
Ausstellungen / Museum Stadtgeschichtliches Museum Leipzig Leipzig, Böttchergäßchen 3
Ausstellungen / Museum Völkerschlachtdenkmal Leipzig Leipzig, Straße des 18. Oktober 100
Ausstellungen / Museum Altes Rathaus Leipzig Leipzig, Markt 1
Ausstellungen / Museum Kustodie Kunstsammlung Universität Leipzig Leipzig, Goethestraße 2
Ausstellungen / Museum Merseburger Dom Merseburg, Domplatz 7
Ausstellungen / Museum Naumburger Dom Naumburg, Domplatz 16/17
Ausstellungen / Museum Stiftsbibliothek Zeitz Naumburg, Domplatz 19
Ausstellungen / Ausstellung GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig, Johannisplatz 5-11
Ausstellungen / Ausstellung Händel-Haus Halle Halle (Saale), Große Nikolaistraße 5
Ausstellungen / Ausstellung Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig Leipzig, Wächterstraße 11
Ausstellungen / Ausstellung Kunsthalle der Sparkasse Leipzig Leipzig, Otto-Schill-Straße 4a
Ausstellungen / Ausstellung Burg Mildenstein Leisnig, Burglehn 6
Ausstellungen / Ausstellung Stadtmuseum Halle Halle (Saale), Große Märkerstr. 10
Ausstellungen / Ausstellung GRASSI Museum für Musikinstrumente Leipzig Leipzig, Johannisplatz 5-11
Ausstellungen / Ausstellung GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig Leipzig, Johannisplatz 5-11
Staatliche Ethnographische Sammlungen Sachsen
Ausstellungen / Ausstellung Stiftung Moritzburg Halle (Saale), Friedemann-Bach-Platz 5
Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt
Ausstellungen / Ausstellung Kunstverein "Talstrasse"e.V. Halle, Talstr. 23
Ausstellungen / Ausstellung EDITION GALERIE ERATA Leipzig, Kantstr. 61 A
Ausstellungen / Ausstellung Franckesche Stiftungen zu Halle Halle/Saale, Franckeplatz 1
Ausstellungen / Ausstellung Museum für Kunsthandwerk Leipzig, Neumarkt 20
Grassimuseum Leipzig
Ausstellungen / Ausstellung Industrie- und Filmmuseum Wolfen Wolfen, Bunsenstrasse 4
www.ifm-wolfen.de
Ausstellungen / Ausstellung 600 Jahre Kunst Leipzig, Ritterstraße 26
Studiensammlung der Universität Leipzig
Ausstellungen / Ausstellung Heinrich-Schütz-Haus Weißenfels, Nicolaistraße 13
Ausstellungen / Ausstellung Museum der bildenden Künste Leipzig Leipzig, Katharinenstr. 10
Bildermuseum
Ausstellungen / Ausstellung Galerie Schwind Leipzig, Springerstr. 5
Ausstellungen / Ausstellung Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle Halle, Schleifweg 8 a
BURG Galerie im Volkspark
Ausstellungen / Ausstellung Stadtmuseum Halle Halle (Saale), Große Märkerstr. 10
Christian-Wolff-Haus
Ausstellungen / Ausstellung Oberburg Giebichenstein Halle (Saale), Seebener Str. 1
Ausstellungen / Ausstellung Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Böttchergäßchen 3
Leipzig
Ausstellungen / Ausstellung GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig, Johannisplatz 5-11
Ausstellungen / Ausstellung Kulturhistorisches Museum Schloss Merseburg Merseburg, Domplatz 9
Ausstellungen / Ausstellung Galerie KUB Leipzig, Kantstraße 18
Ausstellungen / Ausstellung Stiftung Händel-Haus Halle (Saale), Große Nikolaistr. 5
Ausstellungen / Führung Sirius® Seminaristik Leipzig, Brandstraße 23
Frank Kaiser
Ausstellungen / Ausstellung Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig Leipzig, Karl-Tauchnitz-Str. 9-11
Ausstellungen / Ausstellung Bibliotheca Albertina Leipzig, Beethovenstr. 6
Ausstellungen / Ausstellung Naturkundemuseum Leipzig Leipzig, Lortzingstr. 3
Ausstellungen / Ausstellung Heinrich-Schütz-Haus Weißenfels, Nikolaistraße 13
Ausstellungen / Ausstellung TITANIC - 360°-Panorama im Panometer Leipzig Leipzig, Richard-Lehmann-Straße 114